Studenten optimieren Umschlag von CargoNetwork

Logogistik-Studenten der Hochschule Darmstadt haben von der CargoNetwork GmbH & Co KG die Aufgabe erhalten, den Umschlagsvorgang auf ihrem Rangierplatz in Niederaula zu optimieren. Ihre Lösungsvorschläge überraschten sehr positiv.

Niederaula,  06. August 2018  — Der Tourenoptimierer CargoNetwork setzt auf einen intensiven Austausch mit der Hochschule Darmstadt, um seine Betriebsabläufe zu verbessern. Das Speditionsunternehmen aus dem hessischen Niederaula bietet Transporte mit Wechselbrücken für externe Auftraggeber. Dafür führt CargoNetwork Ladungen unterschiedlicher Auftraggeber zusammen und vermeidet so Leerfahrten. Um das zu ermöglichen, steuern jede Nacht zwischen 21:30 Uhr und 3:00 Uhr rund 70 bis 90 Lkw den Umschlagpunkt in Niederaula an. Dort tauschen sie Ladungsträger untereinander aus. Sie stellen beladene Wechselbrücken ab und brücken je nach Tour eine bis zwei Wechselbrücken wieder auf.

Diesen Vorgang haben Studierende des Studiengangs Logistik-Management aus dem Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Darmstadt analysiert. Im Rahmen des Moduls „Management von Logistikprojekten“ erhielt eine zwölfköpfige Gruppe die Aufgabe, Optimierungsvorschläge zu entwickeln. Dazu legten sich die jungen Leute buchstäblich auf die Lauer: Sie beobachteten das rege nächtliche An- und Abfahren und arbeiteten erste Lösungen aus. Diese testeten sie bei einem weiteren Besuch vor Ort. Mit grünen und roten Schildern simulierten die Studierenden ein Ampelsystem, um den Verkehr der ein- und ausfahrenden Lkw zu regulieren. Weiterhin testeten sie ein Kamera-Tracking-System, das in der späteren Umsetzung die Nummern der ankommenden Wechselbrücken scannt und selbständig in das System von CargoNetwork einspeist. Damit entlastet es die Mitarbeiter in der Disposition erheblich.

Schnelle unkonventionelle Lösungen
Jürgen Klein, Geschäftsführer von CargoNetwork, war erstaunt, wie schnell sich die Studenten in die Thematik eingearbeitet haben. „Sie haben unkonventionelle Lösungsvorschläge entwickelt und auch bereits erprobt. Das Projekt stellt einen gelungenen Wissenstransfer zwischen Hochschule und Wirtschaft dar“, lobte er. Das Unternehmen wird nun genauer prüfen, ob sich die Lösungen umsetzen lassen.

Auch Mikkel Moeller, der Leiter der Projektgruppe, ist mit den Ergebnissen und dem Verlauf sehr zufrieden: „Dank der Unterstützung von CargoNetwork und den Professoren der Hochschule Darmstadt ist ein tolles Projekt zustande gekommen. Wir sind froh, dass Firmen wie CargoNetwork unseren Studenten die Möglichkeit bieten, schon früh im Studium praxisrelevante Erfahrungen zu sammeln.“

Quelle und Foto: CargoNetwork GmbH & Co. KG

 




Chemion plant zweites Containerterminal

Die Chemieunternehmen im Chempark Dormagen produzieren erfolgreich, die Transporte innerhalb des Werks nehmen zu. Um das Wachstum der Produzenten zu begleiten, plant das Logistikunternehmen Chemion die Erweiterung seiner Lagerkapazitäten.

Auf einer Fläche von 50 Metern mal 290 Metern soll im Nordwestteil des Chempark Platz für rund 1.000 Fracht- und Tankcontainer geschaffen werden. Für dieses zweite Terminal wurden bei der zuständigen Bezirksregierung Köln die entsprechenden Genehmigungsunterlagen eingereicht. Der entsprechende Antrag und die zugehörigen Unterlagen lagen einen Monat bei der Bezirksregierung in Köln sowie im Technischen Rathaus in Dormagen aus.

Wer sich jetzt ein eigenes Bild verschaffen möchte, ist dazu herzlich eingeladen: Am Samstag, 11. August 2018, bietet Chemion für interessierte Bürgerinnen und Bürger geführte Erklär- und Besichtigungstouren in dem bestehenden Containerterminal sowie auf dem Gelände des geplanten an. Treffpunkt für die rund einstündigen Besuche ist jeweils um 11.00 und um 13.00 Uhr der Parkplatz rechts von Tor 14 (Kreuzung K 18 / Alte Heerstraße). Zwingend erforderlich ist das Mitführen eines gültigen Personalausweises sowie festes, geschlossenes Schuhwerk (keine hohen Absätze), lange Hose und langärmlige Oberbekleidung. Kinder können ab 14 Jahren an der Besichtigung teilnehmen.

Das Terminal wird für die Ver- und Entsorgung der Produktionsbetriebe im Chempark benötigt, die zunehmend auf den Einsatz von Tankcontainern anstelle der in der Vergangenheit dominierenden Fässer umstellen. Die Erweiterung der Umschlagkapazität von Chemion wird nicht zu einer zusätzlichen Verkehrsbelastung außerhalb des Werkszauns führen, denn das Terminal wird in erster Linie als Drehscheibe für werksinterne Transporte dienen. Zwischenlagerungen in außerhalb des Werks gelegenen Anlagen und Anfahrten des Chempark werden damit reduziert.

„Die Sicherheitsstandards haben bei unseren Planungen oberste Priorität“, erklärt Chemion-Geschäftsführer Uwe Menzen. „Die gelagerten Stoffe werden durch Messsensoren in allen Bereichen des Terminals überwacht. Es wird unter anderem über Auffangräume, eine Brandmelde- und eine Löschanlage verfügen.“ Das Spektrum der gelagerten Stoffe verändert sich gegenüber der bestehenden Anlage nicht. Das Investitionsvolumen beträgt über 10 Millionen Euro. Chemion schafft mit dem Ausbau des Containerterminals 10 neue Arbeitsplätze. Mit einem spürbar stärkeren Verkehrsaufkommen durch Baustellenfahrzeuge oder erhöhten Lärmbeeinträchtigungen, auch im anschließenden Betrieb, ist nicht zu rechnen. „Im Sinne größtmöglicher Transparenz wollen wir unseren Nachbarn die Möglichkeit geben, nicht nur in die Antragsunterlagen zu schauen, sondern sich vor Ort einen eigenen Eindruck zu verschaffen und Fragen oder Bedenken direkt klären zu können“, so Menzen.

Chempark-Leiter Lars Friedrich betont die Bedeutung des Vorhabens für den Standort: „Wir freuen uns über die Pläne von Chemion, denn sie schaffen damit eine Infrastruktur für den gesamten Chempark Dormagen und flankieren dessen kerngesundes Wachstum. Die produzierenden Unternehmen im Werk investieren laufend in ihre Betriebe und benötigen dafür eine gut entwickelte, effiziente Logistik.“

Quelle: CURRENTA GmbH & Co. OHG, Platz für rund 1.000 Fracht- und Tankcontainer: Chemion plant zweites Terminal.