Bezirksregierung legt den Luftreinhalteplan Düsseldorf vor

Die Bezirksregierung hat die Fortschreibung des Luftreinhalteplans für die Stadt Düsseldorf fertiggestellt, der am 1. Januar 2019 in Kraft treten soll. Die Offenlage findet vom 21. August bis 20. September 2018 statt. Jeder kann sich nun zu diesem Plan äußern. Mit einem Bündel unterschiedlicher Maßnahmen werden die Grenzwerte schnellstmöglich eingehalten und die Gesundheit der Bürger geschützt.

Zusammen mit der Stadt Düsseldorf und unter Berücksichtigung von Berechnungen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) hat die Bezirksregierung ein umfangreiches Maßnahmenpaket  zur weiteren Verbesserung der Luftqualität in Düsseldorf erarbeitet. Unterstützt wurde sie dabei durch eine Projektgruppe mit Vertretern u.a. von Umweltverbänden und Verwaltung sowie aus den Bereichen Wirtschaft, Handwerk und Verkehr.

Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher: „Wir haben Berechnungen eingeholt und Prognosen bewertet und verglichen und legen als Ergebnis einer intensiven Prüfung einen Plan vor, der den geforderten Grenzwerten zum Gesundheitsschutz entspricht und auch den Mobilitätsanforderungen aller Betroffenen gerecht wird.“

Der Luftreinhalteplan Düsseldorf enthält über 60 neue oder weiterentwickelte Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität. Dazu zählen unter anderem die Modernisierung der städtischen Fahrzeugflotte sowie die vollständige Neubeschaffung bzw. Umrüstung der Busflotte der Rheinbahn AG. Hinzu kommen Förderung und Attraktivitätssteigerung des ÖPNV und des Radverkehrs, der Ausbau der Elektromobilität sowie die durch die Wirtschaftsverbände bzw. die Stadt Düsseldorf initiierten Aktionen bzw. Vereinbarungen z. B. zum Mobilitätsmanagement in Industrie und Handwerk.

Radermacher: „Ich bin sicher, dass viele Akteure bereit sind, ihren Teil zum Einhalten der Werte beizutragen. Angestoßen durch die lebhafte und kontroverse Diskussion über die Luftbelastung ist ein spürbarer Ruck durch Düsseldorf gegangen. Eine Fülle von Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität wird bereits umgesetzt. Weitere sind geplant. Deshalb werden wir das Ziel ohne Fahrverbote erreichen.“

„Das A und O ist, dass wir ein Umdenken bei den Menschen hin zu einer nachhaltigen Mobilität erreichen möchten. Unser Ziel ist eine nachhaltige Verbesserung der Mobilitätssituation in der Landeshauptstadt, von der alle profitieren. Hierzu ist es erforderlich, dass wir die Bürgerinnen und Bürger überzeugen und auf diesem Weg zu einem veränderten Mobilitätsverhalten im Alltag mitnehmen und nicht durch Verbote bevormunden“, betont Radermacher.

Die Bezirksregierung ist davon überzeugt, dass die Grenzwerte einzuhalten sind, ohne Fahrverbote aussprechen zu müssen. Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig hatte in seinem Urteil vom Februar besonderen Wert auf die Verhältnismäßigkeit von Regelungen gelegt. Insbesondere hatten die Richter deutlich gemacht, dass Fahrverbote einen deutlichen Eingriff in die Rechte der Betroffenen bedeuten. Dies wurde beim Aufstellen des aktualisierten Plans berücksichtigt.

Der Planentwurf wird in der Zeit vom

21. August bis 20. September

auf der Website der Bezirksregierung Düsseldorf veröffentlicht und kann dort heruntergeladen werden.

Außerdem wird er in der gleichen Zeit öffentlich ausgelegt:

bei der
Landeshauptstadt Düsseldorf
Umweltamt
Brinckmannstraße 7
40200 Düsseldorf
Zimmer 612
montags bis donnerstags von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr
sowie freitags von 8 bis 12.30 Uhr

und bei der
Bezirksregierung Düsseldorf
Dienstgebäude Cecilienallee 2
40474 Düsseldorf
E-Mail: luftreinhaltung@brd.nrw.de
Zimmer 240a
montags bis donnerstags von 8 bis 12.30 Uhr und von 13 bis 16 Uhr
sowie freitags von 8 bis 14 Uhr

Die Einsicht in den Entwurf des Luftreinhalteplans ist auch außerhalb der oben genannten Zeiten nach Vereinbarung möglich.

Anmerkungen zum Entwurf müssen schriftlich oder elektronisch bis spätestens 04. Oktober 2018 bei der Bezirksregierung Düsseldorf eingehen.

Quelle: Pressestelle der Bezirksregierung Düsseldorf, Foto: Stadt Düsseldorf




Besuch im DeltaPort

In der parlamentarischen Sommerpause nutzten Christoph Dammermann, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie Nordrhein-Westfalen (FDP) sowie Bernd Reuther, Mitglied des Bundestages (FDP) die Gelegenheit den Hafenverbund DeltaPort (Stadthafen Wesel, Rhein-Lippe-Hafen Wesel, Hafen Emmelsum) zu besuchen und sich über die zukünftige Entwicklung der Standorte und deren Bedeutung für die Region zu informieren.

Bei ihrem Besuch im Kreis Wesel betonte Bernd Reuther – Mitglied im Verkehrsausschuss und Vorsit- zender der AG Verkehr der FDP-Bundestagsfraktion – wie wichtig die Binnenhäfen seien, wenn man den „Verkehrsinfarkt“ auf der Straße vermeiden wolle. Ziel müsse es sein, mehr Güter auf das Schiff oder die Bahn zu verlagern. Der große Vorteil dieses Verkehrsträgers sei neben einem umweltfreund- lichen Transport, die grundsätzliche Zuverlässigkeit. Dies gelte allerdings nur, wenn die Kanalinfra- struktur intakt sei.

Staatssekretär Christoph Dammermann aus dem Wirtschaftsministerium in Düsseldorf ergänzte hier- zu, dass die Landesregierung die Notwendigkeit der Modernisierung der Schleusen und des Ausbaus des Kanalnetzes erkannt habe und entsprechende Lösungen erarbeite. Des Weiteren sollte bei Klein- wasserperioden die Schiffbarkeit des Rheins, als wichtigste Wasserstraße Europas, gewährleistet sein. Der Zuwachs des Güterverkehrs sei schon seit langem prognostiziert, aber zu wenige Investitio- nen geleistet worden.

Andreas Stolte, Geschäftsführer der DeltaPort GmbH & Co.KG erläuterte die Ausbaupläne des Hafens und gab sich zuversichtlich, dass das Planfeststellungsverfahren zur Erweiterung des Westkais um 15 Hektar Logistikfläche in Voerde-Emmelsum Ende des Jahres abgeschlossen werden könne. Wichtig sei es Verkehrsverlagerungspotentiale zu nutzen, Wertschöpfung zu generieren und Arbeitsplätze zu schaffen. Er plädierte zu einer noch engeren Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung der Hafenstandorte.

Quelle und Foto: DeltaPort, vl. Andreas Stolte (Geschäftsführer DeltaPort), Christoph Dammermann (Staatssekretär), Bernd Reuther (MdB), Rudolf Kretz-Manteuffel.

 




Hapag-Lloyd erweitert Reefer Flotte

Hapag-Lloyd investiert in die Containerflotte und hat 11.100 hochmoderne Reefer Container bestellt. Die neuen Container werden in die bestehende Flotte des Unternehmens mit 91.000 Reefer Containern integriert. Die Auslieferung wird schrittweise ab August erfolgen und soll bis Dezember 2018 abgeschlossen sein.


Bereits heute verfügt Hapag-Lloyd über eine starke Position am Kühlcontainermarkt. In  den vergangenen Jahren wurde kontinuierlich in neue Reefer investiert und zugleich ein erheblicher Teil der bestehenden Flotte modernisiert. Inklusive der aktuellen Order hat die Linienreederei seit 2015 insgesamt 30.550 neue Reefer bestellt, um ihren Kunden modernes Equipment und genügend Kapazitäten zur Verfügung zu stellen, insbesondere in der Hauptsaison, beispielsweise während der Erntezeiten von Obst und Gemüse.

„Unsere Kunden bewerten die konstant hohe Qualität unserer Services im Reefer Geschäft sehr positiv. Zudem steigt die kundenseitige Nachfrage nach Transportlösungen für temperatursensible Güter. Wir haben deshalb beschlossen, unsere Reefer Flotte weiter auszubauen. Dadurch wollen wir noch stärker von den Chancen in diesem attraktiven Marktsegment profitieren“, sagte Clemens Holz, Director Reefer Products bei Hapag-Lloyd.

Die Produktion der neuen Reefer ist mit der ersten 40′-Container-Serie bereits gestartet. Zweitausend der neuen Container sind mit einer „Controlled Atmosphere Technologie“ ausgestattet. Diese Technologie verlangsamt den Reifeprozess und verlängert die Haltbarkeit von Obst und Gemüse. Die Kühlaggregate der hochmodernen Reefer Container sind zudem höchst effizient: Sie verbrauchen weniger Energie und erzielen die gleiche Leistung und Temperaturgenauigkeit wie bisherige Container.

„Wir testen unsere Reefer Container ausführlich, bevor wir sie unseren Kunden für den Transport ihrer wertvollen Fracht zur Verfügung stellen“, erklärte Frank Nachbar, Director Container Engineering and Maintenance bei Hapag-Lloyd.

Neben Lebensmitteln transportiert Hapag-Lloyd auch andere wertvolle Ladung in Reefer Containern, darunter beispielsweise Arzneimittel. Mit den neuen Containern wird die Reederei ihre Präsenz in diesem strategisch bedeutenden Nischenmarkt deutlich erweitern.

Quelle und Foto: Hapag-Lloyd




„Gute Logistik für lebenswerte Innenstädte“

Gemeinsames Ziel des Deutschen Städtetages (DST), des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), des Handelsverbandes Deutschland (HDE) und des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik (BIEK), ist es, lebenswerte Städte und Gemeinden zu erhalten, in denen eine gute Versorgung der Bevölkerung gesichert wird. Dazu müssen Kurier-, Express- und Paket-Verkehre (KEP) stadtverträglich und so effizient wie möglich abgewickelt werden. Um dies mit vereinten Kräften zu realisieren, haben die Spitzenverbände nun eine gemeinsame Absichtserklärung mit konkreten Zielen und Maßnahmen unterzeichnet.

Angesichts großer und weiter steigender KEP-Sendungsmengen, bedingt durch den Zuwachs im Online-Handel und die zunehmende Globalisierung, sind effizienzsteigernde Konzepte nötig, um Innenstädte lebenswert zu halten. Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des DST: „Die Menschen in den Städten wollen nicht noch stärker mit Lärm und Abgasen belastet werden. Gleichzeitig sind Paketzustellungen für das Wirtschaftstreiben in den Städten nötig, denn davon profitieren die Menschen wie auch der Handel. Der Paketverkehr muss möglichst leise und umweltverträglich sein und alle unnötigen Wege vermeiden. Es gilt also, unterschiedliche Interessen und Ansprüche auszugleichen. Deshalb ist es gut, dass Paketlogistik, Handel und Kommunen sich austauschen und gemeinsam verträgliche Lösungen suchen und ausprobieren wollen.“

Der Katalog enthält die Ankündigung, Lieferfahrzeuge nach und nach auf alternative Antriebstechnologien umzustellen und Konzepte zur Verkehrsvermeidung weiter zu entwickeln. Dazu sagt der Hauptgeschäftsführer des DStGB, Dr. Gerd Landsberg: „Das Verkehrsaufkommen durch den Lieferverkehr muss deutlich reduziert werden, um die Lebens- und Aufenthaltsqualität für Bürgerinnen und Bürger in den Kommunen zu verbessern. Daher begrüßen wir die in der gemeinsamen Vereinbarung verankerte Zusage, dass die KEP-Dienste ihre Stadtverträglichkeit erhöhen und ihre Fahrzeuge auf alternative Antriebe umstellen werden. Zukunftsfähige Logistik für Städte und Gemeinden funktioniert nur im Zusammenwirken von Zustelldiensten und Kommunen.“

Auch innovative Maßnahmen sind Gegenstand der Vereinbarung, wie Mikro-Depots oder die Entzerrung von Verkehrsspitzen durch das Erproben leiser Nachtlieferungen durch speziell hierfür umgebaute Fahrzeuge, worauf HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth hinweist: „Lebendige Innenstädte, der Handel und seine Kunden sind auf effiziente Logistik angewiesen. Angesichts des durch den Online-Handel steigenden Lieferverkehrs brauchen wir mehr Mut zu Innovationen, um unsere Stadtzentren auch für die Zukunft als attraktive Orte und Anziehungspunkte zu erhalten. Gemeinsam mit Städten, Kommunen und Logistikern arbeitet der Handel deshalb an Lösungen, die sowohl die pünktliche Lieferung als auch eine hohe Aufenthaltsqualität in den Städten sicherstellen.“

Es ist ein guter Schritt für gelebte Nachhaltigkeit in Kommunen, dass diese die Bedeutung der KEP-Dienstleistungen für die Grundversorgung der Kommunen würdigen. Das berücksichtigt auch der Maßnahmenkatalog für die weitere Optimierung der verkehrspolitischen Maßnahmen in den Städten. Dazu gehört, die Voraussetzungen für Sondernutzungen von Verkehrsflächen für umweltfreundliche Mikro-Depots zu klären oder notwendige zusätzliche Ladezonen zu schaffen, um das Parken in zweiter Reihe zu reduzieren. Dazu Marten Bosselmann, Geschäftsführer des BIEK: „Wir freuen uns über die Unterstützung der kommunalen Spitzenverbände bei verkehrspolitischen Maßnahmen. Dazu zählen das Freihalten und Ausweisen von privilegierten Ladezonen oder in den Städten zu prüfen, ob und unter welchen Voraussetzungen Fußgängerzonen für die Belieferung mit Lastenfahrrädern und Fahrzeugen mit alternativen Antrieben freigegeben werden können. Die Empfehlung an die Städte, einen koordinierenden Ansprechpartner zu schaffen, der in Logistik- und Flächenfragen für die Stadt spricht, wird zudem die Zusammenarbeit mit den KEP-Unternehmen weiter verbessern.

Zum Memorandum of Understanding „Gute Logistik für lebenswerte Innenstädte“: http://ow.ly/DjyN30lpJ4n

Quelle: Bundesverbandes Paket und Expresslogistik (BIEK), Foto: duisport/ Hans Blossey




HADAG feiert Geburtstag

Vor 130 Jahren, am 8. August 1888, begann eine Geschichte, die das Bild des Hamburger Hafens maßgeblich verändert hat. Die damals gegründete H.D.A.G., Hafendampfschiffahrts-Actien-Gesellschaft, nahm ihren Betrieb auf. Mit mehr als 300 Schiffen fuhr sie im Laufe der Jahre nicht nur im Hamburger Hafen, sondern in über 30 Länder weltweit.


Heute betreibt die HADAG den wasserseitigen öffentlichen Personennahverkehr in Hamburg und bringt von früh bis spät Hamburger und Touristen ans Ziel. So konnte die Flotte im vergangenen Jahr mehr als 9 Millionen ÖPNV-Fahrgäste über das Elbwasser schippern und Hamburg von der maritimen Seite präsentieren. Dank der Fahrgäste, kann die HADAG nunmehr auf eine 130-jährige Firmengeschichte zurückblicken, die bewegt.

Schon 1888 war das Kerngeschäft der HADAG, Hamburgerinnen und Hamburger ans andere Elbufer zu bringen. Denn als vor 130 Jahren das Freihafengebiet entstand und sich Werften, Warenlager und Veredelungsbetriebe dort ansiedelten, mussten die Arbeiter über das Wasser zu ihren Arbeitsstätten gelangen. Zu Anfang nutzten sie Fahrgemeinschaften in Ruderbooten – was jedoch angesichts des Aufschwungs im Hamburger Hafen schon bald einer übergeordneten Koordinierung bedurfte. Als im August 1888 die Konzession an die H.D.A.G. vergeben wurde, war dies der Anbeginn des Fährbetriebs im Hamburger Hafengebiet. Der Auftrag an den Ingenieur und Gründungsvater der HADAG Ernst Hadenfeldt lautete, eine regelmäßige Dampffährverbindung in der zukünftigen Freihafenelbe zu etablieren.

30 Jahre später, heute vor 100 Jahren, wurde das Aktienpaket von Hamburg übernommen. Seitdem steht die HADAG im Eigentum der Stadt. Ein großer Fortschritt aus Sicht der Fahrgäste war 1928 der zwischen Hamburger HOCHBAHN und H.D.A.G. eingeführte gemeinsame Tarif. Weltweit einmalig konnten Fahrgäste damit U-Bahn, Straßenbahn, Schiff und später auch Bus mit ein und demselben Fahrschein nutzen.

1969 wurde die H.D.A.G. in die heutige HADAG Seetouristik und Fährdienst AG umbenannt und gestaltete das ehemals grün-weiß-schwarze Logo in das heutige grün-weiß-rote Logo um.

1997 wurde das erste Schiff vom sogenannten Typ 2000 gebaut, im Volksmund auch „Bügeleisen“ genannt. Heute sind die mittlerweile 13 Schiffe dieses Typs nicht mehr aus dem Hamburger Stadtbild wegzudenken. Aber auch nach der Jahrtausendwende schuf die HADAG einen neuen Schiffstyp, der die Flotte prägen sollte: die brückendurchgängigen Flachschiffe „Nala“, „Rafiki“ und „Reiherstieg“.

Als Hamburg mit dem Bau der Elbphilharmonie beginnt, ist schnell klar, dass das repräsentative Schmuckstück der Stadt wasserseitig angebunden sein muss. 2012 nimmt die HADAG-Linie 72 den Betrieb auf und verbindet seitdem wasserseitig das Drehkreuz St. Pauli Landungsbrücken mit der Elbphilharmonie.

Ziel des heutigen Unternehmens ist nicht nur, weiter zu wachsen und das Angebot zu verbessern, sondern auch die Lebensqualität in Hamburg zu fördern und die Umwelt zu schonen. Diese Strategie versinnbildlicht sich mit der Schaffung des neuen Schiffstyps 2020, der unter dem Namen „Elbphilharmonie“ 2017 mit einem diesel-elektrischen Antrieb und Platz für 400 Fahrgäste Fahrt aufgenommen hat. Das Schwesterschiff „Kehrwieder“ befindet sich aktuell im Bau und wird voraussichtlich noch dieses Jahr seine Runden auf der Elbe drehen.

Ein Betrieb kann jedoch nur dann erfolgreich sein, wenn er ein starkes Rückgrat hat. Immer sind es die Menschen, die dem Unternehmenserfolg ein Gesicht geben. Rund 100 hoch qualifizierte Mitarbeiter arbeiten heute für die HADAG. Denn ohne sie „läuft nichts“. Schiffsführer, Techniker, Betriebslenkung und Verwaltung sorgen an 365 Tagen im Jahr bei Sturm, Eis und Großveranstaltungen für einen reibungslosen Ablauf, damit die Fahrgäste ihre Fahrt auf dem Wasser genießen können. Da der Beruf der Hafenschiffer immer seltener wird, bildet die HADAG sehr erfolgreich ihren eigenen Nachwuchs aus.

2018 bekam das Traditionsunternehmen einen neuen Vorstand: Im August übernahm das Ruder Dr. Tobias Haack. „130 Jahre sind für die HADAG nicht nur eine Zahl, sondern auch der Stolz, den alle im HADAG-Team in sich tragen, auf die kommenden Herausforderungen, die richtige Lösung zu finden. Mit voller Fahrt voraus und immer einer Handbreit Wasser unter dem Kiel sind wir voller Tatendrang, die Unternehmensgeschichte erfolgreich fortzuschreiben“, so Dr. Tobias Haack.

Quelle und Foto: HADAG, die Brahms 1902




Landungsbrückenbesetzung stark gestiegen

In guter Kooperation mit dem Hafenbetrieb Rotterdam hat Euro Tank Terminal (ETT) die eigene Landungsbrücke im Calandkanaal verlängert und damit die Landungsbrückenbesetzung beträchtlich erhöht. „Wir können jetzt gleichzeitig zwei große Tanker beladen oder löschen.“

Lissy Helbers, Teamleiterin Customer Service bei ETT, erzählt mehr zum Anlass des Projekts. „An unserer Landungsbrücke im Calandkanaal begrüßen wir pro Jahr ungefähr 22 VLCC (Very Large Crude Carriers). Diese großen Tanker sind mehr als 300 Meter lang und liegen meistens drei bis vier Tage an der Landungsbrücke. Wenn dort ein VLCC lag, hatten wir bislang zu wenig Platz an der Landungsbrücke, um gleichzeitig einen zweiten Tanker mit Large Range (LR) abzufertigen. LR-Tanker sind mit einer Länge von bis zu 280 Metern etwas kleiner als ein VLCC. In den vergangenen Monaten haben wir die Landungsbrücke um 20 Meter verlängert und die Anlege- sowie die Lade- und Lösch-Infrastruktur verlegt. „Wir können jetzt gleichzeitig einen VLCC und einen LR-Tanker beladen oder löschen.“ Das macht einen bedeutenden Unterschied bei der Landungsbrückenbesetzung.

Die Landungsbrückenerweiterung wurde in enger Absprache mit dem Hafenbetrieb Rotterdam geplant und durchgeführt. „In der Planungsphase haben wir gemeinsam die Möglichkeiten kalkuliert, die der Calandkanaal bietet. Dieser Kanal ist eine wichtige Durchfahrtroute zu verschiedenen Terminals im Hafen. Wir haben eine höchstmögliche Erweiterung angestrebt, ohne dabei den übrigen Schiffsverkehr zu behindern. Das ist uns gelungen.“

Nach der Erweiterung konnte ETT am 25. Juni 2018 zum ersten Mal gleichzeitig einen VLCC (die Atromitos) und einen LR2-Tanker (die Ridgebury John Zipser) an der eigenen Landungsbrücke willkommen heißen und abfertigen. Bei der Ladung handelte es sich um 450.000 Tonnen Heizöl für zwei unterschiedliche Kunden. Der VLCC hatte eine Länge von 330 Meter, der LR2 war gut 270 Meter lang. Mit diesen beiden Schiffen war die Landungsbrückenkapazität voll ausgelastet. Übrigens überprüft ETT bei der Kombination eines VLCC mit einem über 250 Meter langen LR2 grundsätzlich vor Ort, ob das kleinere Schiff gut festgemacht ist. „Sicherheit geht über alles.“

Quelle und Foto: Port of Rotterdam

 

 




Umsatzwachstum im Güterverkehrsgewerbe

Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) hat die Erkenntnisse der verkehrsträger-übergreifenden Marktbeobachtung im Jahresbericht 2017 zusammengefasst.

Nach Angaben der amtlichen Statistik erhöhte sich demnach die im Straßen-, Schienen- und Binnenschiffsgüterverkehr beförderte Gütermenge im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 0,9 % auf über 3,7 Mrd. t; die Verkehrsleistung im Inland nahm hingegen um 0,9 % auf rund 458,7 Mrd. tkm ab (ohne Straßengüterverkehr ausländischer Fahrzeuge in Deutschland). Dabei verbuchte allein die Binnenschifffahrt auf deutschen Wasserstraßen im Vergleichszeitraum sowohl Mengen- als auch Leistungszuwächse.

Vor dem Hintergrund anhaltend guter konjunktureller Rahmenbedingungen stiegen im Jahr 2017 die Umsätze im gewerblichen Straßengüterverkehr, im Schienengüterverkehr und in der Binnenschifffahrt – auf der Straße so stark wie seit dem Jahr 2014 nicht mehr. Auf Unternehmensebene resultierten Grenzen des Wachstums hier nicht selten aus den verfügbaren Fahrpersonalkapazitäten. Profiteure waren gebietsfremde Frachtführer, die im Jahr 2017 in Deutschland abermals einen überproportionalen Anstieg der mautpflichtigen Fahrleistungen verzeichneten. Die positive Entwicklung in der Binnenschifffahrt wurde u.a. durch eine höhere Transportnachfrage für trockene und flüssige Massengüter begünstigt. Einen neuen Höchststand erreichten zudem Containerbeförderungen. Letztere sind – ebenso wie Beförderungen von Sattelanhängern – auch weiterhin ein Wachstumsmarkt auf der Schiene. Obwohl der Schienengüterverkehr im Jahr 2017 durch externe Effekte wie die mehrwöchige Sperrung der Rheintalstrecke bei Rastatt eingebremst wurde, legte das Sendungsvolumen im unbegleiteten kombinierten Verkehr erneut zu.

Den vollständigen Bericht gibt es hier.

Quelle: BAG, Foto: straßen.nrw




„Influencer Marketing“ – Praxiswissen kompakt

„Influencer Marketing“ ist der Titel eines neuen Buchs von Prof. Dr. Frank Deges, Dozent für Handelsmanagement an der Europäischen Fachhochschule (EUFH).

In dem im renommierten Springer Gabler Verlag in der Reihe „Quick Guide“ erschienenen Buch beschäftigt sich der Professor mit einem Thema, das für Unternehmen jeder Größenordnung an Bedeutung gewinnt: Wie durch den Einsatz von Multiplikatoren in Sozialen Netzwerken mehr Reichweite und Umsatz erzielt werden kann. 

Der Quick Guide des EUFH-Professors erklärt kompakt und auf den Punkt, wie Unternehmen mit Influencern aus der digitalen Welt erfolgreich zusammenarbeiten können. Influencer sind meist sehr junge Personen, die mit ihrer starken Präsenz und ihrem hohen Ansehen in sozialen Netzwerken eine treue Fangemeinde aufgebaut haben und daher besonders geeignet sind, Werbebotschaften persönlich und authentisch zu verbreiten. Prof. Deges: „Erfolgreiche Influencer haben sich mit hoher Reichweite, Relevanz und Resonanz längst als glaubwürdige Meinungsführer und Markenbotschafter für junge Zielgruppen etabliert. Ihre Blogs, Instagram-Accounts oder YouTube-Kanäle sind attraktive Marketinginstrumente für zahlreiche Branchen geworden“.

Prof. Deges vermittelt die Grundlagen des Influencer Marketings und zeigt Schritt für Schritt, was Unternehmen tun müssen, um ihre individuelle Influencer-Strategie zu entwickeln. Dabei geht es um die Zielgruppenbestimmung und Auswahl der geeigneten Social Media Kanäle, um die Identifzierung der passenden Influencer, die Ausgestaltung eines Vertrages, das Kampagnenmanagement sowie das Überwachen und Auswerten der Werbemaßnahmen.

„Junge Konsumenten vertrauen Empfehlungen von Social Media Meinungsführern mehr als den klassischen Werbebotschaften der Unternehmen“, so Prof. Deges. Aber die erfolgreichen Influencer wissen um ihre Attraktivität als Markenbotschafter und fordern anspruchsvolle Honorare. Prof. Deges: „Umso wichtiger ist es für Unternehmen, die Wirkungsweise des Influencer Marketings zu verstehen, um mit den passenden Influencern auf Augenhöhe zu kommunizieren und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aufzubauen“.

Quelle und Foto: EUFH




Neue Geschäftsführung von HHLA Immobilien

Die Geschäftsführung des Teilkonzerns HHLA Immobilien wurde neu strukturiert und mit zwei erfahrenen Experten besetzt. Den kaufmännischen und vertrieblichen Teil der Geschäftsführung übernimmt Matthias Funk, während Rainer Schluff für den gesamten technischen Bereich und die Projektentwicklung zuständig ist.


Matthias Funk ist als Geschäftsführer der Fischmarkt Hamburg-Altona GmbH bereits seit mehr als fünf Jahren im Immobilienbereich der HHLA tätig. Mit der Übernahme der Funktion als Kaufmännischer Geschäftsführer für den HHLA-Teilkonzern Immobilien führt er seine bisherige Aufgabe im Fischereihafenareal in kaufmännischen Belangen weiter. Matthias Funk wechselte 2007 zur HHLA und baute im Rahmen des Börsengangs die Stabsabteilung Investor Relations auf, die er sechs Jahre lang leitete.

Rainer Schluff komplettiert seit August als neuer Technischer Geschäftsführer das Führungsduo für das gesamte Portfolio. Er kommt von der Max Bögl Stiftung in Hamburg, wo er als Geschäftsbereichsleiter Hochbau und Niederlassungsleiter Hamburg tätig war. Er bringt besondere Expertise in der technischen Projektentwicklung und Abwicklung von komplexen Großbauvorhaben mit und verfügt auch über internationale Erfahrungen in diesem Bereich.

Rainer Schluff sagte zu seinem Wechsel: „Bei der HHLA habe ich die Möglichkeit, sowohl die Entwicklung wie auch die Realisierung von Projekten aus einer Hand zu verantworten. Dazu kommen die überaus attraktiven Quartiere der Speicherstadt und des Fischereihafenareals mit besonderer Historie. Ein Weltkulturerbe aktiv weiterzuentwickeln und darüber hinaus Immobilien im maritimen Umfeld zu betreuen, dieser Verlockung konnte ich als Norddeutscher nicht widerstehen.“

HHLA-Vorstandsmitglied Dr. Roland Lappin sieht in der neuen Führungsstruktur die Möglichkeit einer effektiveren fachlichen Abdeckung von Zukunftsthemen: „HHLA Immobilien hat sich viel vorgenommen, von aufwendigen Umbau- und Modernisierungsprojekten im Weltkulturerbe Speicherstadt über die Weiterentwicklung des Quartiers im Fischereihafenareal bis zu diversen Logistikobjekten im Hafengebiet. Mit unseren Fachleuten in der Geschäftsführung und im gesamten Team von HHLA Immobilien sind wir für eine weitere erfolgreiche Entwicklung bestens aufgestellt.“

Der bisherige Geschäftsführer von HHLA Immobilien, Klaus Hadaschik, hat das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen, um sich neuen beruflichen Aufgaben zu stellen. Die HHLA bedankt sich bei Herrn Hadaschik für seine Arbeit und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.

Quelle: Hafen Hamburg Marketing, Foto: HHLA / Nele Martensen, die beiden Geschäftsführer des Teilkonzerns HHLA Immobilien: Matthias Funk (li.) und Rainer Schluff.

 




Neue Personalleiterin bei TX Logistik

Sabine Peters wird zum 1. September neue Personalleiterin der TX Logistik AG in Troisdorf (Nordrhein-Westfalen). Organisations- und Personalentwicklung ist dabei ein Schwerpunkt.


„Mit Sabine Peters gewinnen wir eine ausgewiesene Expertin in allen Belangen des Personalwesens“, betont Mirko Pahl, CEO der TX Logistik AG. Die gebürtige Düsseldorferin bringt mehrjährige Erfahrung als Director Human Resources bei Aerogate mit. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der Flughafen München GmbH und für die Passagier- und Flugzeugabfertigung am Münchener Flughafen zuständig.

Bevor Sabine Peters Personalleiterin bei Aerogate wurde, war sie für die Schulungs- und Ausbildungsabteilung des Verkehrsdienstleisters verantwortlich und Mitglied im Aufsichtsrat des Mutterkonzerns. Den Fokus bei TX Logistik wird Sabine Peters auf Organisations- und Personalentwicklung sowie Recruiting legen: „Mein Ziel ist es, gemeinsam mit meinem künftigen Team das Unternehmen noch stärker als modernen und attraktiven Arbeitgeber zu positionieren.“

TX Logistik beschäftigt aktuell rund 500 Mitarbeiter und gehört zu den führenden Anbietern von kombinierten Schienengüterverkehren in Europa.

Quelle und Foto: TX Logistik