Bundestagsabgeordnete besuchen Rotterdam

Am 6. Februar empfing die Abteilung External Affairs eine Gruppe deutscher Bundestagsabgeordneter der Kontaktgruppe Benelux zu einem Besuch des Rotterdamer Hafens.

Mit Bundestagsabgeordneten der SPD, CDU und FDP waren sowohl die Koalition als auch die Opposition in Berlin vertreten. Die Abgeordneten repräsentieren im Bundestag ihren Wahlkreis am Rhein, dem bedeutendsten Korridor für Rotterdam in Deutschland.

Dementsprechend kamen auch wichtige grenzüberschreitende Themen wie der Bau des 3. Gleises der Betuweroute, die nachhaltige Ausrichtung der Binnenschifffahrt auf dem gesamten Rheinkorridor sowie die gemeinsamen Herausforderungen des Ausstiegs aus der Kohleverstromung zur Sprache. Besonders beeindruckt zeigten sich die Abgeordneten von den innovativen Anwendungen, die im Hafen erprobt und eingesetzt werden sowie der Bestrebung, mit der in Rotterdam die Energiewende gestaltet wird.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam, die Bundestagsabgeordneten zu Besuch im Informationszentrum Futureland auf der Maasvlakte.

 

 




Rotterdam startet Internet of Things-Plattform

Der Hafenbetrieb Rotterdam hat eine neue Internet of Things-Plattform entwickeln lassen. Kürzlich wurde der erste Bereich der Plattform, Hydro-/Meteo-Anwendungen, in Gebrauch genommen. Diese Anwendung ist für den Rotterdamer Hafen ein nächster Schritt bei Sicherheit und Effizienz. Anhand eines umfangreichen Netzes von Sensoren stellt das System genaue und aktuelle Wasser- (Hydro) und Wetterdaten (Meteo) bereit, insbesondere für die Bereiche Schiffsverkehrsplanung und -management.

Der Bau der IoT-Plattform wurde vor einem Jahr von den kooperierenden Partnern IBM, Cisco, Esri und Axians angekündigt und jetzt, unter Leitung des Hafenbetriebs, übergeben. „Ein schöner Schritt in der Entwicklung von Rotterdam als ‘smartest port’”, so Ronald Paul, Chief Operating Officer des Hafenbetriebs Rotterdam. „Mindestens ebenso wichtig ist jedoch, dass wir dank der Cloud-Plattform und der generierten Echtzeitinformationen, z. B. über Infrastruktur, Wasser- und Wetterbedingungen, missionskritische Prozesse in der Dienstleistung für unsere Kunden weiter verbessern können.”

Die allgemeinen Bauelemente, die nun implementiert wurden, bieten dem Hafenbetrieb Rotterdam eine sichere und zuverlässige Grundlage für rasche Innovationen, mit Zugang zu den neuesten Technologien wie Edge Computing, Echtzeitanalysen, künstliche Intelligenz, höchst präzise Daten und Blockchain. Das ist auch notwendig, denn das Hafengebiet ist nach wie vor in Entwicklung, wobei z. B. neue physische Infrastruktur zunehmend stärker digital ausgerichtet wird. So generieren Sensoren, die auf und in Kaimauern, Dalben, (Wasser-) Straßen und Verkehrsschildern verarbeitet sind, kontinuierlich Basismessdaten und können mit anderen autonomen Systemen kommunizieren. Damit wird die Grundlage zur künftigen Unterstützung der autonomen Schifffahrt im Rotterdamer Hafen geschaffen.

Der Prüfstein für die IoT-Plattform war die Übergabe der Hydro-/Meteo-Anwendung. Es ist das erste Mal, dass die allgemeine IoT-Plattform für eine missionskritische Anwendung eingesetzt wird. Selbstverständlich wurden dabei höchste Anforderungen an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Normung gestellt. Die Anwendung ist nämlich von wesentlicher Bedeutung für die Unterstützung von Entscheidungen bei der sicheren und effizienten Abwicklung der Schifffahrt.

In dem nun übergebenen Hydro-/Meteosystem werden Daten über Wasserpegel, Strömung, Salzgehalt, Windgeschwindigkeit, Windrichtung und Sicht durch eine Kombination von 44 Sensoren im Hafen, zahlreichen Prognosemodellen, Daten des niederländischen Wasserwirtschaftsamts Rijkswaterstaat und astronomischen Berechnungen gewonnen. Damit trägt die Anwendung zur Verringerung von Wartezeiten sowie zur Optimierung von Anlage-, Lade-/Lösch- und Abfahrtszeiten bei. Dank der Technologie kann beispielsweise je nach Wasserpegel der beste Zeitpunkt zum Anlegen und für Abfahrten genauer vorhergesagt werden, bei Gewährleistung einer maximalen Ladung.

Die Lotsenorganisation „Loodswezen“, das niederländische Wasserwirtschaftsamt Rijkswaterstaat, DCMR sowie verschiedene Abteilungen des Hafenbetriebs nutzen das Hydro-/Meteo-System. Es wird davon ausgegangen, dass die Anzahl der Nutzer zunehmen wird. Durch die Nutzung weltweiter und offener Normen war es für externe Interessenten noch nie so einfach, eine Verbindung mit diesen Echtzeitdaten herzustellen. Die Plattform verarbeitet heute bereits täglich ca. 1,2 Mio. Datenpunkte für Modelle, Systeme und Nutzer.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam




Verdopplung der Fahrten des Railshuttles

Weil am Rhein ist auch unter der Bezeichnung „Tor zur Schweiz“ bekannt. Die deutsche Stadt liegt im Dreiländereck von Deutschland, Frankreich und der Schweiz und bildet den Anfangs- und Endpunkt des befahrbaren Rheins. Multi Modal Rail hat seit einiger Zeit eine direkte Bahnverbindung zwischen Rotterdam und Weil am Rhein eingerichtet. Ab Februar 2019 wird die Frequenz des Bahnverkehrs erhöht und die Züge fahren zukünftig zweimal die Woche.

Weil am Rhein liegt in unmittelbarer Nachbarschaft von Basel, der drittgrößten Stadt der Schweiz, und ist ein bedeutender internationaler Knotenpunkt für Schienenwege und Autobahnen. In der Stadt gibt es eine florierende Pharma- und Chemieindustrie. „Die langfristige Strategie von Multi Modal Rail sah ursprünglich die Anbindung von Basel anhand von Binnenschiffen über den Rhein vor“, erklärt Toon Habers, Hauptgeschäftsführer von Multi Modal Rail. „Vor der Umsetzung brach allerdings ein langer Zeitraum mit extrem niedrigem Wasserstand an. Um uns trotzdem weiterentwickeln zu können, haben wir unsere Pläne geändert und uns auf den Schienenverkehr konzentriert. Eine umweltfreundliche und zuverlässige Transportart.“

Im November begann die Testphase und seitdem fährt der Zug einmal die Woche nach Weil. Die Verbindung war bei den Kunden von Multi Modal Rail sofort sehr beliebt. Deswegen wird die Frequenz jetzt auf zweimal wöchentlich erhöht. Der Zug fährt jeden Dienstagmorgen aus Rotterdam ab und erreicht die deutsche Grenzstadt spätabends am selben Tag. Mittwochnachmittag tritt er die Rückreise an. Am Freitagnachmittag bricht er wieder in Rotterdam auf und am Samstagnachmittag macht er sich von Weil am Rein aus auf den Rückweg. Habers: „Wir bedienen vier Terminals in Rotterdam direkt: ECT, RWG, APMT und Euromax. Außerdem arbeiten wir mit dem Portshuttle zusammen. Portshuttle nutzt die Restkapazität unserer Züge für den Transport von Containern zwischen den Terminals. Das funktioniert in zwei Richtungen. Container, die wir von anderen Terminals benötigen, werden im Zug eines anderen Bahnbetreibers mitgenommen, der die Strecke sowieso fährt. Die perfekte Lösung. Von Rotterdam aus braucht der Zug fünfzehn Stunden bis zum Duss-Terminal in Weil am Rhein.“

Der größte Vorteil des Duss-Terminals besteht darin, dass es genau auf der Grenze zwischen der Schweiz und der Europäischen Union liegt. „Das Terminal hat sowohl einen schweizerischen als auch einen europäischen Zollstatus. Dieser Umstand ist sehr interessant für unsere Kunden. Es handelt sich um einen bimodalen Knotenpunkt, der mit dem Zug und dem Lkw bedient werden kann. Wir haben in diesem Monat auch ein Büro beim Terminal eingerichtet, in dem der Handel sowie die Vor- und Nachbereitung der Transporte abgewickelt werden“, so Habers. „Das Büro wird von Stefan Leijdekkers geleitet. Er verfügt über umfassende Kenntnisse der Region und des intermodalen Transports.“ Der Zug befördert auf jeder Fahrt bis zu 1.500 Tonnen Tiefseecontainer und hat eine Ladekapazität von 96 TEU. „Wir transportieren alles Mögliche: von Bier, Möbeln und Papier bis hin zu Chemikalien und Mopeds.“

Multi Modal Rail betreibt bereits seit zwei Jahren eine Schienenverbindung zwischen Rotterdam und Straßburg, das rund 150 Kilometer von Weil am Rhein entfernt liegt. Das dortige Terminal hat eine gute Anbindung an die nordfranzösischen Industriegebiete. „In Kombination mit der Bahnverbindung nach Weil am Rhein können wir mit unserem trimodalen Service jetzt das ganze Oberrheingebiet entlang der französischen, deutschen und schweizerischen Grenze bedienen.“

Quelle und Foto: Multi Modal Rail

 




Studie für die Lieferlogistik

Zunehmender Lieferverkehr und in zweiter Reihe parkende Fahrzeuge sorgen für Staus – der wachsende Online-Handel trägt dazu bei, dass die Infrastruktur in den Innenstädten an die Grenzen ihrer Belastbarkeit stößt. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wird die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein eine Machbarkeitsstudie zur Entwicklung sogenannter City Hubs in den Städten Mönchengladbach, Krefeld und Neuss in Auftrag geben.

„Dabei geht es darum, dass die letzten Strecken zum Kunden mit kleinen Lieferfahrzeugen wie Lastenfahrrädern zurückgelegt werden – das könnte die Straßen spürbar entlasten“, erläutert Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein.

In Großstädten sind sogenannte Micro Hubs schon üblich. Meist handelt es sich um Aufstellcontainer der verschiedenen Paketdienstleister am Rande von Citylagen. Dorthin werden die Sendungen gebündelt per Lkw angeliefert, um anschließend von Boten zu Fuß oder per Lastenrad in der Stadt verteilt zu werden. Gleichzeitig sammeln die Boten Sendungen aus der City ein, die dann zu den Verteilzentren der Logistiker gebracht werden. „Die Vermutung liegt nahe, dass dies auch ein Weg zur Verkehrsvermeidung in kleineren und mittelgroßen Städten sein könnte“, sagt Wolfgang Baumeister, Leiter des IHK-Bereichs Verkehr und Infrastruktur. „Allerdings scheitern solche Lösungen bisher an dem nicht ausreichenden Sendungsaufkommen der einzelnen Dienstleister.“

Gemeinsam mit den Städten Krefeld, Mönchengladbach und Neuss wird die IHK nun untersuchen, ob ein zentraler City Hub, den alle Paket-, Kurier- und Lieferdienste gemeinsam nutzen, wirtschaftlich zu betreiben wäre. In einer Studie soll herausgearbeitet werden, welche Rahmenbedingungen erforderlich sind, damit eine solche Logistiklösung wirtschaftlich interessant wird. Dabei sollen die Anforderungen der Lieferdienste, der Geschäftsleute in den Städten und der Verkehrsplaner berücksichtigt werden. „Das Ergebnis soll zu einer Blaupause für andere mittelgroße Städte werden, die ebenfalls an einer Verkehrsentlastung interessiert sind“, sagt Steinmetz. Bis zum Ende des Jahres soll die Studie fertiggestellt sein. Das Land NRW wird das Projekt finanziell unterstützen.

Quelle und Foto: IHK Mittlerer Niederrhein




Ocean Alliance wird bis 2027 verlängert

Die CMA CGM Group freut sich bekannt zu geben, dass Rodolphe Saadé, Chairman und Chief Executive Officer der CMA CGM Group, die Verlängerung der im April 2017 gestarteten Ocean Alliance bis 2027 unterzeichnet hat. Die Unterzeichnung fand in Hainan, China mit den Verantwortlichen von COSO SHIPPING, Evergreen und OOCL statt.

Die Ocean Alliance, die 2017 für zunächst fünf Jahre mit einer Option auf Verlängerung um weitere fünf Jahre gestartet wurde, ist die weltweit größte operative Allianz zwischen Reedereien. Die vorläufige Verlängerung dieser Partnerschaft, nur zwei Jahre nach ihrem Start, spiegelt das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit zwischen CMA CGM und den Partnern innerhalb der Ocean Alliance wider.

Anlässlich seines Besuchs in China unterzeichnete Rodolphe Saadé bereits am 16. Januar mit seinen Partnern die Einführung des „Ocean Alliance Day 3 Product“. Die Markteinführung dieses neuen, verbesserten Angebotsportfolios der Ocean Alliance wird im April 2019 erfolgen. Rodolphe Saadé, Chairman und CEO der CMA CGM Group, sagte: „Diese neue Vereinbarung mit unseren asiatischen Partnern wird es uns ermöglichen, unseren Kunden ein einzigartiges und wettbewerbsfähiges Serviceangebot anzubieten. Es ist ein Meilenstein in unserer Entwicklungsstrategie und stärkt die Schlüsselposition von CMA CGM innerhalb der Branche.“

Quelle und Foto: CMA CGM




BGL bedauert das differenzierte Votum

Angesichts der Ablehnung des „Berichts über die Entsendung von Fahrern im Straßengüterverkehr“ und des „Berichts über die Lenk- und Ruhezeiten“ durch den Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments zeigt sich der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. sehr enttäuscht. Dagegen bewertet er die Zustimmung zum „Bericht über den Markt- und Berufszugang“ positiv.

BGL-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Dirk Engelhardt: „Hier wurde eine echte Chance vertan, dem sich verschärfenden Fahrermangel in Europa entgegenzuwirken und Versorgungsengpässe zu verhindern. Gerade die Zustimmung zu den Lenk- und Ruhezeitenregelungen hätte die Rückkehrpflicht der Fahrer alle vier Wochen in ihre Heimat eingeführt und einen wichtigen Baustein im Kampf gegen Sozialdumping und Fahrernomadentum bedeutet. Zugleich hätte sie zur Verbesserung der Work-Life-Balance der Fahrer und damit des Images der Branche beigetragen. Das gleiche gilt für die schnellere Einführung des ‚smarten‘ Tachografen und die Einbeziehung auch kleinerer Fahrzeuge ab 2,4 t in die Lenk- und Ruhezeiten.“

Die Zustimmung des Ausschusses zum „Bericht über den Markt- und Berufszugang“ mit restriktiveren Kabotageregeln und der verpflichtenden Rückkehr der Fahrzeuge in den Niederlassungsstaat alle vier Wochen ist dagegen eindeutig positiv zu bewerten.

„Wir rufen die Europaabgeordneten trotz der heutigen Ablehnung eines ‚Teilpakets‘ auf, alle drei Berichte noch in dieser Legislaturperiode im Plenum zu verabschieden, um die Weichen für einen wettbewerbsgerechteren und sozialverträglicheren Straßengüterverkehr zu stellen,“ so Prof. Dr. Dirk Engelhardt.

Quelle: BGL, Foto: straßen.nrw




Ein gutes, gesundes und erfolgreiches 2019

Die Redaktion der Hafenzeitung wünscht allen Lesern, Freunden, Partnern und jedem im Hafen ein erfolgreiches, gutes, glückliches und vor allem gesundes neues Jahr 2019. Mögen alle Ihre Wünsche in Erfüllung gehen 😊

Kommen Sie gut rein und gut durch 😉




Frohe Weihnachtstage!

Die Hafenzeitung wünscht allen Lesern, Freunden und Partnern wunderschöne, erholsame und besinnliche Feiertage – und natürlich alles alles Gute und ganz viele Geschenke.

Foto: Pigza/ prspics




Sanierungskonzept für A46-Rheinbrücke bei Flehe

Das Sanierungskonzept für die A46-Rheinbrücke Flehe in Düsseldorf liegt vor. Es wurde von einem Expertengremium im Auftrag des Landesbetriebs Straßenbau NRW erarbeitet.

Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten soll die Brücke wieder ohne Beschränkungen sechsspurig befahrbar sein. Die Sanierung der A46-Rheinbrücke wird voraussichtlich fünf Jahre dauern. In den nächsten Tagen werden die ersten Ausschreibungen für die Sanierungsarbeiten veröffentlicht.

Während der Sanierungsarbeiten wird der Verkehr wie bisher auf vier Fahrstreifen weiterlaufen, immer zwei je Fahrtrichtung. Sofern Vollsperrungen notwendig werden, erfolgen diese möglichst in verkehrsarmen Zeiten. Noch offen ist, ob und in welchem Umfang der genehmigungspflichtige Schwerverkehr von mehr als 40 Tonnen während der Sanierungsphase zugelassen werden kann. Fahrzeuge bis 40 Tonnen (im kombinierten Verkehr bis 44 t) können die Brücke weiterhin ohne Einschränkungen nutzen.

Bei den regelmäßigen Brückenüberprüfungen von Straßen.NRW waren im Frühjahr Risse in den Querträgern und Querstreben der Stahlkonstruktion entdeckt worden. Aus diesem Grund wurden die weiteren Untersuchungen intensiviert und deutlich erweitert. Während der Sanierung wird die Brücke ständig weiter beobachtet. Mindestens drei Messstellen sollen die Beanspruchung regelmäßig überwachen.

Die Schäden sind vor allem auf die hohe Verkehrsbelastung und den deutlich gestiegenen Lkw-Verkehr zurückzuführen. Die Brücke, die 1979 für den Verkehr auf sechs Spuren freigegeben wurde, war für das hohe Verkehrsaufkommen heute nicht konstruiert.

Die Fleher Brücke wurde in den 70er-Jahren gebaut. Bei der letzten Zählung vor drei Jahren fuhren im Schnitt täglich 85.000 Fahrzeuge über die Brücke, 11.500 davon waren LKW. Wegen der Sperrung der Rheinbrücke Leverkusen für Fahrzeuge, die schwerer als 3,5 Tonnen sind, ist davon auszugehen, dass im Rahmen der Umleitung heute noch mehr LKW die Düsseldorfer Brücke passieren.

Die aktuellen Untersuchungsergebnisse kommen zu dem Schluss, dass lediglich ein Viertel der Stahlquerträger vollkommen schadensfrei sind. Die Querträger liegen im Abstand von 4,50 Metern.

Bei den Materialproben wurden so genannte Terrassenbrüche festgestellt.

An den Tragseilen der Brücke wurden keine Schäden festgestellt. Sie waren in der Vergangenheit bereits saniert worden.

Die bekannten Schäden müssen in einem ersten Schritt zumeist geschweißt werden, um später unter anderem mit zusätzlichen Blechen konstruktiv verstärkt zu werden.

Quelle: strassen.nrw, Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf




Niederländische Raffinerien können zu einem Viertel zu den Klimazielsetzungen der Industrie beitragen

Im niederländische Raffineriesektor können 2030 5,5 Megatonnen der jährlichen CO₂-Emission reduziert werden. Das ist ein Viertel der Reduktionszielsetzung von 19,4 Mt CO₂, die das Kabinett für 2030 für die Industrie vorgesehen hat.

Die Technologie, die im größten Umfang zur Reduktion beiträgt, ist die CO2-Abscheidung und Speicherung (CCS, Carbon Capture Storage). Durch die Abscheidung und Speicherung von CO₂ können im Sektor über 4 Mt an CO₂-Emissionen reduziert werden. Dies steht in der Studie „CO₂ reductie roadmap van de Nederlandse raffinaderijen“ (Programm zur CO2-Reduktion der niederländischen Raffinerien), die vom Beratungsbüro DNV-GL im Auftrag der Organisation VNPI (Vereniging Nederlandse Petroleum Industrie) durchgeführt wurde. Der Bericht wurde dem niederländischen Wirtschaftsminister Wiebes am 12. November bei einem Treffen in Den Haag vorgelegt.

Die Studie beschreibt, wie die niederländischen Raffinerien im Zeitraum bis 2030 und bis 2050 ihre CO₂-Emissionen verringern können. Außer der CO2-Abscheidung und -Speicherung kommen dabei Technologien in Betracht wie die Schaffung von Energieeffizienzprojekten, die Abscheidung von CO₂ bei der Raffination, die Elektrifizierung von Prozessen mit dem Einsatz von grünem Strom und der Einsatz von Restwärme bei Abnehmern außerhalb der Raffinerie. Diese Technologien sind bereits verfügbar oder mit voraussichtlichem Fortschritt in Forschung und Entwicklung realisierbar.

VNPI-Vorsitzender Erik Klooster: „Die niederländischen Raffinerien gehören zu den effizientesten in Europa. Da das Kabinett bestrebt ist, die Nachhaltigkeitszielsetzungen schneller als die EU umzusetzen, erörtern wir nun bei den Besprechungen zum Klimaübereinkommen, wie wir beschleunigt vorgehen können. Diese Studie weist aus, dass die meisten Technologien schon bereit liegen und umsetzbar sind, sofern wir die Rahmenbedingungen entsprechend gestalten. Niederländische Raffinerien können ihren Beitrag leisten und damit eine führende Position in der Welt einnehmen.”

Ein Weg mit Perspektive ist der Einsatz von „blauem“ Wasserstoff, d. h. dass die CO₂-Emission aus der Erzeugung von Wasserstoff abgeschieden und gespeichert wird. Wasserstoff ist ein bedeutender Rohstoff für die Raffination und wird sowohl auf dem Raffinationsgelände als auch extern von Zulieferbetrieben erzeugt. Mit dem Einsatz von CO2-neutralem Wasserstoff aus Erdgas kann eine Verringerung der CO2-Emissionen um 3 Mt erzielt werden. Diese Maßnahme ist technisch umsetzbar und im Rahmen des gesamten Pakets zur Senkung der CO2-Emissionen am kostengünstigsten.

Zur Realisierung der angestrebten Reduktion bis 2030 ist eine ergänzende Investition in Höhe von 3,7 Mrd. Euro erforderlich. Dieser Betrag kommt zu den regulären Investitionen hinzu, die bereits getätigt werden, um den geltenden gesetzlichen Bestimmungen weiterhin gerecht zu werden. Eines der Themen bei den Gesprächen zum Klima ist, wie diese Investitionen realisiert werden können, ohne die internationale Wettbewerbsfähigkeit der niederländischen Raffinerien zu beeinträchtigen.

Klooster: „Derzeit sind Abnehmer von Raffinerieprodukten nicht bereit, für Produkte mit einem geringeren CO₂-Fußabdruck zusätzlich zu zahlen. Zusätzliche Klimainvestitionen sollen nicht dazu führen, dass die Industrie auf dem Markt nicht mehr konkurrenzfähig ist. Darüber führen wir mit dem Staat und anderen Beteiligten Gespräche. Mit einer durchdachten Innovationsstrategie können die Niederlande der Ort werden, an dem der Raffineriesektor in die Zukunft investiert.“

Um es den Raffinerien zu ermöglichen, 5,5 Mt CO₂ der jährlichen Emission zu reduzieren, müssen nach der DNV-GL-Studie einige Bedingungen erfüllt werden:
• Die Niederlande sorgen dafür, dass Investitionen in die Senkung von CO₂-Emissionen attraktiv werden, sodass das erforderliche Kapital generiert werden kann. Die Herausforderung besteht darin, das Land als Standort zu positionieren, in dem Eigentümer aus der Industrie in innovative Technologien zur Senkung der CO₂-Emissionen investieren möchten.
• Außer einigen Maßnahmen zur Förderung der Energieeffizienz sind alle Möglichkeiten aus dem Paket derzeit verlustträchtig. Mit Maßnahmen wie einem höheren internationalen CO2-Preis und nationalen Anreizen wie Fördermitteln zur nachhaltigen Energieerzeugung (SDE+) kann der Eigentümer der Raffinerie zu einer Investition bewegt werden.
• Es sind staatliche Investitionen in Energieinfrastruktur erforderlich:
o Es wird ein Netz zum Transport und zur Speicherung von CO₂ eingeführt, zunächst im Rotterdamer Hafen.
o Das vorhandene Wasserstoffnetz wird erweitert und verbessert.
o Das Stromnetz sollte verstärkt werden und zuverlässig genug zur Elektrifizierung von Raffinerieprozessen sein.
o Es wird eine Infrastruktur für Industrierestwärme und ein Verfahren geschaffen, das die Abnahme dieser Wärme attraktiv macht.

Hier gibt es den Bericht VNPI