Niederländische Raffinerien können zu einem Viertel zu den Klimazielsetzungen der Industrie beitragen

Im niederländische Raffineriesektor können 2030 5,5 Megatonnen der jährlichen CO₂-Emission reduziert werden. Das ist ein Viertel der Reduktionszielsetzung von 19,4 Mt CO₂, die das Kabinett für 2030 für die Industrie vorgesehen hat.

Die Technologie, die im größten Umfang zur Reduktion beiträgt, ist die CO2-Abscheidung und Speicherung (CCS, Carbon Capture Storage). Durch die Abscheidung und Speicherung von CO₂ können im Sektor über 4 Mt an CO₂-Emissionen reduziert werden. Dies steht in der Studie „CO₂ reductie roadmap van de Nederlandse raffinaderijen“ (Programm zur CO2-Reduktion der niederländischen Raffinerien), die vom Beratungsbüro DNV-GL im Auftrag der Organisation VNPI (Vereniging Nederlandse Petroleum Industrie) durchgeführt wurde. Der Bericht wurde dem niederländischen Wirtschaftsminister Wiebes am 12. November bei einem Treffen in Den Haag vorgelegt.

Die Studie beschreibt, wie die niederländischen Raffinerien im Zeitraum bis 2030 und bis 2050 ihre CO₂-Emissionen verringern können. Außer der CO2-Abscheidung und -Speicherung kommen dabei Technologien in Betracht wie die Schaffung von Energieeffizienzprojekten, die Abscheidung von CO₂ bei der Raffination, die Elektrifizierung von Prozessen mit dem Einsatz von grünem Strom und der Einsatz von Restwärme bei Abnehmern außerhalb der Raffinerie. Diese Technologien sind bereits verfügbar oder mit voraussichtlichem Fortschritt in Forschung und Entwicklung realisierbar.

VNPI-Vorsitzender Erik Klooster: „Die niederländischen Raffinerien gehören zu den effizientesten in Europa. Da das Kabinett bestrebt ist, die Nachhaltigkeitszielsetzungen schneller als die EU umzusetzen, erörtern wir nun bei den Besprechungen zum Klimaübereinkommen, wie wir beschleunigt vorgehen können. Diese Studie weist aus, dass die meisten Technologien schon bereit liegen und umsetzbar sind, sofern wir die Rahmenbedingungen entsprechend gestalten. Niederländische Raffinerien können ihren Beitrag leisten und damit eine führende Position in der Welt einnehmen.”

Ein Weg mit Perspektive ist der Einsatz von „blauem“ Wasserstoff, d. h. dass die CO₂-Emission aus der Erzeugung von Wasserstoff abgeschieden und gespeichert wird. Wasserstoff ist ein bedeutender Rohstoff für die Raffination und wird sowohl auf dem Raffinationsgelände als auch extern von Zulieferbetrieben erzeugt. Mit dem Einsatz von CO2-neutralem Wasserstoff aus Erdgas kann eine Verringerung der CO2-Emissionen um 3 Mt erzielt werden. Diese Maßnahme ist technisch umsetzbar und im Rahmen des gesamten Pakets zur Senkung der CO2-Emissionen am kostengünstigsten.

Zur Realisierung der angestrebten Reduktion bis 2030 ist eine ergänzende Investition in Höhe von 3,7 Mrd. Euro erforderlich. Dieser Betrag kommt zu den regulären Investitionen hinzu, die bereits getätigt werden, um den geltenden gesetzlichen Bestimmungen weiterhin gerecht zu werden. Eines der Themen bei den Gesprächen zum Klima ist, wie diese Investitionen realisiert werden können, ohne die internationale Wettbewerbsfähigkeit der niederländischen Raffinerien zu beeinträchtigen.

Klooster: „Derzeit sind Abnehmer von Raffinerieprodukten nicht bereit, für Produkte mit einem geringeren CO₂-Fußabdruck zusätzlich zu zahlen. Zusätzliche Klimainvestitionen sollen nicht dazu führen, dass die Industrie auf dem Markt nicht mehr konkurrenzfähig ist. Darüber führen wir mit dem Staat und anderen Beteiligten Gespräche. Mit einer durchdachten Innovationsstrategie können die Niederlande der Ort werden, an dem der Raffineriesektor in die Zukunft investiert.“

Um es den Raffinerien zu ermöglichen, 5,5 Mt CO₂ der jährlichen Emission zu reduzieren, müssen nach der DNV-GL-Studie einige Bedingungen erfüllt werden:
• Die Niederlande sorgen dafür, dass Investitionen in die Senkung von CO₂-Emissionen attraktiv werden, sodass das erforderliche Kapital generiert werden kann. Die Herausforderung besteht darin, das Land als Standort zu positionieren, in dem Eigentümer aus der Industrie in innovative Technologien zur Senkung der CO₂-Emissionen investieren möchten.
• Außer einigen Maßnahmen zur Förderung der Energieeffizienz sind alle Möglichkeiten aus dem Paket derzeit verlustträchtig. Mit Maßnahmen wie einem höheren internationalen CO2-Preis und nationalen Anreizen wie Fördermitteln zur nachhaltigen Energieerzeugung (SDE+) kann der Eigentümer der Raffinerie zu einer Investition bewegt werden.
• Es sind staatliche Investitionen in Energieinfrastruktur erforderlich:
o Es wird ein Netz zum Transport und zur Speicherung von CO₂ eingeführt, zunächst im Rotterdamer Hafen.
o Das vorhandene Wasserstoffnetz wird erweitert und verbessert.
o Das Stromnetz sollte verstärkt werden und zuverlässig genug zur Elektrifizierung von Raffinerieprozessen sein.
o Es wird eine Infrastruktur für Industrierestwärme und ein Verfahren geschaffen, das die Abnahme dieser Wärme attraktiv macht.

Hier gibt es den Bericht VNPI




„Vernetzt im Quartier“

„Vernetzt im Quartier . . . Wir sind dabei!“ so heißt die Aktion der Stadt Neuss, mit der auf engagierte Akteure in der Nachbarschaft verwiesen wird. Sie soll zeigen, dass und vor allem wo in der Stadt Engagement auch für ältere Menschen verwirklicht wird. Jetzt haben die beiden Mietertreffs des Neusser Bauvereins, MARIBU an der Marienburger Straße und Treff 20 an der Wingenderstraße, diese Auszeichnung erhalten.

„Die Stadt Neuss möchte mit der Verleihung des Signets Akteure vor Ort würdigen und weiterhin ermutigen, sich in ihrem Umfeld für das Miteinander der Nachbarschaft einzusetzen und Raum für das gemeinsame Tun – insbesondere älterer Menschen – zur Verfügung zu stellen“, erläutert Bürgermeister Breuer bei der Überreichung des Signets im Mietertreff MARIBU. Dort haben die Auszeichnung Vorstandsmitglied Dirk Reimann, Prokurist Niki Lüdtke, Caritas-Vorstand Norbert Kallen und MARIBULeiterin Beate Fedler entgegengenommen.

Der Mietertreff MARIBU bietet ein vielfältiges Programm für die Anwohner im Marienburger Viertel: vom gemeinsamen Frühstück, über gemeinsames Kochen oder Line Dance bis hin zu Ausflügen. „Der Neusser Bauverein ist Sozialpartner der Stadt. Hier im Maribu wird gezeigt, wie aktive Nachbarschaft gelebt wird. Hier werden soziale Beziehungen rund um die Marienburger Straße geknüpft“, lobt Bürgermeister Reiner Breuer und ergänzt: „Neben fachlicher Beratung und Begleitung ist es wichtig, dass sich Menschen in Ihrem „Veedel“ treffen können, miteinander Spaß haben und auch gemeinsam aufeinander Acht geben.“

„Erst in der Gemeinschaft fühlen sich Menschen wirklich zu Hause“, sagt Dirk Reimann, Vorstand Neusser Bauverein. Eine wichtige Rolle spielen daher die Nachbarschaftstreffs beim Neusser Bauverein. Sie bereichern das Leben im Quartier und sind Anlaufstelle bei allen Fragen zum Thema Wohnen und Leben – wie der Treff 20 an der Wingenderstraße, der Nachbarschaftstreff an der Weberstraße und das MARIBU an der Marienburger Straße, das Café Friedrich an der Friedrichstraße. Neu wird im Winter der Nachbarschaftstreff an der Hülchrather Straße eröffnet werden.

Zum feierlichen Abschluss der Verleihung trugen Markus Andrae und Stefanie Otten vom Theater am Schlachthof mit der „Brot“-Lesung bei. Mit Musik und Stulle würdigten sie in einer humorvollen und augenzwinkernden Lesung das geradezu mythisch verehrte Grundnahrungsmittel mit ausgewählten Texten und überraschenden Liedern.

Die nächsten Vorstellungstermine von „Wer nie sein Brot aß, weiß nicht wie Krümel pieken“ im TAS, Blücherstraße 31-33, sind am 16. Februar 2019 um 20 Uhr und am 17. Februar 2019 um 16 Uhr.

Quelle und Foto: Neusser Bauverein AG, Bürgermeister Reiner Breuer (M.) würdigt mit dem Signet „Vernetzt im Quartier“ die Arbeit im Nachbarschaftstreff Maribu. Auf dem Foto von links nach rechts: Niki Lüdtke (Bereichsleiter Bestandsmanagement, Neusser Bauverein), Dirk Reimann (Vorstand Neusser Bauverein), Bürgermeister Reiner Breuer, Beate Fedler (Leiterin Maribu) und Nobert Kallen (Vorstand Caritasverband Rhein-Kreis Neuss).




HHLA übertrifft starkes Vorjahresniveau

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat die positive Entwicklung des laufenden Geschäftsjahres fortgesetzt und in den ersten neun Monaten 2018 das bereits starke Vorjahresergebnis erneut übertroffen.

In den beiden Teilkonzernen Hafenlogistik und Immobilien konnten jeweils Umsatz und operatives Ergebnis gesteigert bzw. nahezu stabil gehalten werden. Der Umsatz im Teilkonzern Hafenlogistik legte um 2,2 Prozent zu. Der Containerumschlag erhöhte sich um 1,0 Prozent. Der planmäßige Rückgang der Containertransporte aufgrund der Neuausrichtung der Aktivitäten der Polzug nach der erfolgreichen Integration in die Metrans-Gruppe wurde weiter verringert.

Angesichts der positiven Geschäftsentwicklung bekräftigt die HHLA erneut die Ziele für das laufende Geschäftsjahr. Angestrebt wird ein Umsatz im Bereich des Vorjahres, während das EBIT im Teilkonzern Hafenlogistik sowie auf Konzernebene deutlich steigen wird.

Angela Titzrath, HHLA-Vorstandsvorsitzende: „Im laufenden Geschäftsjahr befindet sich die HHLA weiterhin auf einem erfolgreichen Weg. Die prognostizierten Ziele für 2018 werden wir sicher erreichen, ungeachtet eines sich verändernden Marktumfeldes. Durch Investitionen stärken wir unser Kerngeschäft weiter, um die Anforderungen unserer Kunden auch künftig erfüllen zu können. Genauso wichtig ist es, nach neuen, digitalen Geschäftsfeldern zu suchen. Es ist unser übergreifendes Ziel, einen entscheidenden Beitrag zu leisten, damit auch in der Zukunft unsere Kunden ihre Waren und Rohstoffe, sicher, schnell und effizient von A nach B transportieren können. Die HHLA soll dabei das Tor zur Zukunft sein.“

Im börsennotierten Teilkonzern Hafenlogistik verzeichnete der Umsatz in den ersten neun Monaten einen Anstieg um 2,2 Prozent auf 939,9 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg ebenfalls leicht um 0,7 Prozent auf 143,6 Mio. Euro an, die EBIT-Marge blieb mit 15,3 Prozent nahezu stabil.

Im Segment Container stieg der Containerumschlag leicht um 1,0 Prozent auf 5,5 Mio. Standardcontainer (TEU). Die anhaltend positive Entwicklung der Fernostmengen und das Wachstum der internationalen HHLA-Containerterminals trugen zu diesem leichten Anstieg bei. Der Umsatz konnte um 1,3 Prozent auf 571,2 Mio. Euro und damit etwas stärker als der Containerumschlag gesteigert werden, was vor allem auf eine niedrigere Feederquote als im Vorjahreszeitraum zurückzuführen ist. Die EBIT-Marge des Segments lag bei 18,0 Prozent.

Im Segment Intermodal entwickelte sich der Rückgang im Containertransport wie erwartet. Er lag nur noch bei 2,5 Prozent. Die Neuausrichtung der Aktivitäten der Polzug im Zuge der Integration in die Metrans-Organisation verläuft wie geplant, so dass die Bahntransporte verglichen mit dem Vorjahr nur geringfügig zulegten, während sich die Straßentransporte weiter rückläufig entwickelten. Ein leicht gestiegener Bahnanteil in Verbindung mit längeren Transportdistanzen führte dazu, dass sich die Umsätze mit einem Anstieg von 3,9 Prozent auf 324,0 Mio. Euro deutlich besser entwickelten. Dazu trugen vor allem die positive Entwicklung der durchschnittlichen Umsatzerlöse aufgrund des veränderten Mix der Transportrelationen, die höhere Auslastung des Mitte 2017 in Betrieb genommenen Terminals in Budapest sowie die erfolgreiche Integration der Polzug bei. Das Segment-EBIT stieg um 17,7 Prozent auf 65,3 Mio. Euro, die EBIT-Marge erreichte damit 20,1 Prozent.

Für das Jahr 2018 geht die HHLA von einem im Bereich des Vorjahres liegenden Container­umschlag aus. Beim Containertransport wird ebenfalls ein Volumen im Bereich des Vorjahres erwartet, da die polnischen Intermodalverkehre im Zuge der Integration in die Metrans neu ausgerichtet werden. Auf Teilkonzernebene sollte dies zu einem Umsatz führen, der im Bereich des Vorjahres liegt.

Für das Betriebsergebnis (EBIT) des Teilkonzerns Hafenlogistik wird im Jahr 2018 eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Die Ergebnisentwicklung wird dabei maßgeblich durch die Segmente Container und Intermodal bestimmt.

Trotz der bereits im Vorjahr erreichten weitgehenden Vollvermietung der HHLA-Immobilien in der historischen Speicherstadt und am Fischmarkt Hamburg-Altona konnten die positive Umsatzentwicklung in den ersten neun Monaten fortgesetzt und die Umsatzerlöse nochmals um 3,9 Prozent auf 29,3 Mio. Euro gesteigert werden. Geplante und durchgeführte, ergebniswirksame Instandhaltungsmaßnahmen beeinflussten das Segment-EBIT. Es erreichte im Berichtszeitraum mit 12,3 Mio. Euro das Niveau des Vorjahres, die EBIT-Marge lag bei 42,0 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2018 wird das Betriebsergebnis (EBIT) im Teilkonzern Immobilien aufgrund geplanter, nicht aktivierungsfähiger Großinstandhaltungen im Bereich von 15 Mio. Euro erwartet.

Quelle: HHLA, Foto: HHLA / Thies Rätzke




Neue Geschäftsführerin von Geodis Freight Forwarding

GEODIS gibt die Ernennung von Antje Lochmann zum Managing Director von GEODIS Freight Forwarding Germany bekannt. Mit Wirkung zum 1. November 2018 leitet sie von Hamburg aus die Freight Forwarding Sparte des Unternehmens in Deutschland.


Antje Lochmann startete 2011 ihre Karriere bei GEODIS, wo sie in den Bereichen Vertrieb, Marketing, Key Accounts, Tender Management und Sales Controlling leitende Funktionen übernahm. Zuletzt war sie als Director National Sales & Marketing für das Freight Forwarding Geschäft in Deutschland verantwortlich. Während ihrer Tätigkeit für GEODIS baute sie sich im Rahmen zahlreicher nationaler und internationaler Projekte ein großes Netzwerk auf.

„Antje Lochmann kennt den Markt, die Speditionsbranche und unsere Organisation seit vielen Jahren. Sie hat mit ihrem großen Engagement wesentlich zum Erfolg des Unternehmens beigetragen und wird dies auch in ihrer neuen Funktion tun. Im Rahmen unseres Leadership-Programms setzen wir bei GEODIS auf die intensive Förderung junger Führungskräfte. Dass wir diese wichtige Position mit ihr und damit mit einer Kandidatin aus den eigenen Reihen besetzen konnten, erfüllt mich mit großem Stolz“, kommentiert Thomas Kraus, GEODIS President & CEO North, East and Central Europe, die Ernennung.

Antje Lochmann tritt die Nachfolge von Matthias Hansen an, der kürzlich zum Global Product Head of Ocean Freight ernannt wurde. Neben seiner vorherigen Funktion als Regional Vice President (RVP), EMEA, leitete er in den vergangenen zwölf Monaten auch das Freight Forwarding Geschäft von GEODIS in Deutschland. Er unterstützt Antje Lochmann während einer zweimonatigen Übergabe aller Geschäftsbereiche bis Ende Dezember 2018.

Quelle und Foto: Geodis




Pretty in pink

Sie ist mit ihrer auffälligen Farbgebung in Magenta ein ganz besonderer Hingucker im Hamburger Hafen. Mit ihren 320 Meter Länge und einer Stellplatzkapazität von 8.102 TEU (20 Fuß-Standardcontainer) zählt die „ONE Continuity“ der Reedereigruppe Ocean Network Express (ONE) zwar nicht zu den größten Containerschiffen im Hamburger Hafen, zieht aber durch ihr außergewöhnliches Farbdesign alle Blicke und Kameraobjektive auf sich.

„Wir freuen uns, das erste ONE Containerschiff in den neuen Unternehmensfarben in Hamburg begrüßen und abfertigen zu können“, sagt Jan Holst, Director Germany & Central Europe. „Mit der neuen Farbgebung Magenta geben wir ONE einen starken Auftritt. Diese in der Schifffahrt sehr ausgefallene Farbe verdeutlicht unseren Anspruch, Dinge anders zu machen und Neues zu gestalten. Dabei stehen neben einem auffälligen Markenauftritt unverändert unsere weltweiten Kunden im Mittelpunkt unserer Aktivitäten“, ergänzt Holst.

Die „ONE Continuity“ erreichte den Hamburger Hafen am Freitag, den 26. Oktober, und wurde am HHLA Container Terminal Altenwerder (CTA) abgefertigt. Das pinkfarbene Containerschiff wird im ONE Liniendienst FE1 „Far East-Europe 1“ eingesetzt, der Hamburg wöchentlich mit den japanischen Häfen Kobe, Nagoya, Shimizu und Tokio verbindet. Weitere Häfen, die durch den FE 1 Dienst im Wochenrhythmus bedient werden, sind Singapur, Jeddah und in Europa neben Hamburg Southampton, Le Havre und Rotterdam.

Ocean Network Express (ONE) ist eine in Singapur ansässige globale Containerreederei, die am
1. April 2018 ihren Betrieb aufgenommen hat. In ONE wurden die Containergeschäfte der bekannten japanischen Reedereien Kawasaki Kisen Kaisha Ltd. („K“ LINE), Mitsui OSK Lines Ltd. (MOL) und Nippon Yusen Kabushiki Kaisha (NYK) zusammengeführt. In Hamburg befindet sich die Deutschland-Zentrale von ONE.

Hamburg zählt in Europa zu den führenden Japan-Häfen. Zwischen Japan und Hamburg wurden im Seegüterverkehr 2017 insgesamt 1,3 Millionen Tonnen Güter importiert und exportiert. Rund 99 Prozent der Güter werden in Containern verschifft. Der Containerumschlag in Boxen erreichte 2017 zwischen Hamburg und Japan 131.000 TEU. Damit rangiert Japan unter den Top Handelspartnern im See-Containerumschlag der Hansestadt auf Platz 18. Im seeseitigen Versand über Hamburg nach Japan gehören Holzwaren Papier und Pappe, aber auch Metalle und chemische Erzeugnisse zu den bedeutendsten Gütern. Auf der Importseite kommen aus Japan vor allem Fahrzeuge, Maschinen und Haushaltsgeräte, Metalle und Metallerzeugnisse sowie chemische Erzeugnisse in den Hamburger Hafen. Im ersten Halbjahr 2018 dieses Jahres verzeichnete der Containerverkehr im Hamburger Hafen mit Japan eine Steigerung um 9 Prozent. Mit dem Inkrafttreten des Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Japan erwarten die Wirtschaftsexperten 2019 einen deutlichen Wachstumsimpuls für den beidseitigen Außenhandel. Durch Wegfall noch bestehender Zölle und eine Öffnung der Märkte wird auch der Außenhandel mit Japan im Hamburger Hafen weiter zulegen.

Einige Daten zum Cotainerschiff „ONE Continuity“

Länge: 320,37 Meter
Breite: 46,17 Meter
Stellplatzkapazität: 8.102 TEU
Tonnage: 90.466 Tonnen
Baujahr: 2008
Flagge: Panama

Quelle: HHM, Foto: HHLA / Dietmar Hasenpusch




BÖB würdigt Mannheimer Akte

Unter dem Titel „150 Jahre Mannheimer Akte – Motor für eine dynamische Binnenschifffahrt“ fand der sechste Kongress der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt (ZKR) statt. Unter den geladenen Gästen waren Vertreter aus Politik, Verbänden und der verladenden Wirtschaft im Bereich der Binnenschifffahrt.

Die ZKR stellte sich auf diesem Kongress den Fragen der Bedeutung der Mannheimer Akte von heute und morgen sowie den Perspektiven und Herausforderungen der Rhein- und der Binnenschifffahrt im Allgemeinen.

Mannheims Hafendirektor und Präsidiumsmitglied des BÖB, Roland Hörner, begrüßte, dass zum 150. Jahrestag der Unterzeichnung der Mannheimer Akte nicht nur der Jubiläumskongress in Mannheim stattfand, sondern die historischen Originaldokumente der Mannheimer Akte öffentlich im Mannheimer Schloss ausgestellt wurden. Dort verbleiben Sie bis Ende November. Auf dem Kongress wurde die Mannheimer Erklärung von den Ministern der ZKR-Staaten unterzeichnet. Hiermit wird die Bedeutung der 150 Jahre alten Vereinbarung für den Freihandel bekräftigt. Alle Unterzeichner formulierten weitergehende und der Zeit angepasste Zielsetzungen sowie Aufgaben für die ZKR.

Die Zentralkommission wird aufgefordert, die Fortentwicklung der Digitalisierung, Automatisierung und anderer moderner Technologien voranzutreiben und damit zur Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit und Nachhaltigkeit der Binnenschifffahrt beizutragen. Vereinbart wurde auch, dass die Rolle der Binnenschifffahrt als wirtschaftlich relevanten Verkehrsträger mit hohem Entwicklungs- und Innovationspotenzial zukünftig gestärkt werden soll. Eine beschleunigte Einbindung der Binnenschifffahrt in digitale und multi- modale Logistikketten ist hier von Nöten.

Die Mannheimer Akte hat den Grundsatz der Erhaltung, Instandhaltung und Verbesserung der Wasserstraße Rhein. Sie sichert und verbürgt bis heute die Freiheit der Schifffahrt auf dem Rhein. Hierzu zählt unter anderem, dass keine Abgaben erhoben werden. Die dazu notwendigen Arbeiten werden von den Uferstaaten durchgeführt. Zu ihnen gehören neun Staaten. Sein größter Flächenanteil liegt in Deutschland, gefolgt von der Schweiz, Frankreichs, Österreich und den Niederlanden. Die Zentralkommission stellt die Begleitung und Abstimmung der entsprechenden Maßnahmen zum Erhalt, Instandsetzung sowie der Verbesserung der Wasserstraße sicher. So prüft sie beispielsweise Arbeiten, die die Schifffahrt beeinträchtigen können. Hierzu zählen unter anderem der Bau von Brücken oder Änderungen der Schifffahrtsrinne.

Der BÖB unterstützt die Unterzeichnung der Mannheimer Erklärung und die darin zum Ausdruck gebrachte Fortsetzung der Grundfesten der Mannheimer Akte.

Im Rahmen des Kongresses haben sich Repräsentantinnen und Repräsentanten der Rheinanliegerstaaten, der Europäischen Kommission sowie der ZKR bei einem kurzen Empfang in das Goldene Buch der Stadt Mannheim eingetragen.

„Wenn wir heute vom Verkehrskorridor Rotterdam-Genua sprechen, so wäre diese weit gefasste Perspektive nicht möglich ohne die historische Entwicklung der Befreiung der Rheinschiene aus den Fesseln der Klein- wie Großstaaterei“, so Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz bei dem Empfang. „Der Rhein erfüllt nicht nur Wirtschaftszwecke und trägt zur Lebensqualität der Menschen mannigfaltig bei. Er ist vor allem ein so lebendiges wie geschichtsträchtiges Integrations- und Friedensprojekt in einem vereinten Europa, zu dem das Mannheimer Regelwerk seinen nicht unwesentlichen Beitrag geleistet hat und weiterhin leistet.“

Quelle: BÖB, Stadt Mannheim, Foto: Stadt Mannheim, Bild: Thomas Rittelmann

 




Antwerpen sucht Lösungen für Hafen der Zukunft

Zeitgleich fand jetzt in den Häfen von Antwerpen und Los Angeles der erste chainPORT-Hackathon statt. Mehr als 400 Teilnehmer waren allein in Antwerpen der Einladung gefolgt, in Teams kreative Lösungen für die lokalen und weltweiten Herausforderungen des Hafens von morgen zu finden.

Das Siegerteam der Firma Rombit entwickelte eine Lösung zur Optimierung der spezifizierten Estimated Time of Arrival ETA (voraussichtliche Ankunftszeit). Der Antwerpener chainPORT-Hackathon ist eine Initiative von AlfaportVoka, der Antwerp Port Authority und NxtPort.

Es war nicht nur der erste chainPORT-Hackathon, er fand auch parallel in Antwerpen und Los Angeles statt. Zwei Tage und Nächte lang widmeten sich Teams und Coaches aus der Wirtschaft und der akademischer Welt lokalen und weltweiten hafenrelevanten Herausforderungen, darunter Themen wie Mobilität, Sicherheit, Nachhaltigkeit und Datenaustausch zwischen den Welthäfen.

Erwin Verstraelen, Chief Digital and Innovation Officer der Antwerp Port Authority, betont: „Innovation ist ein mächtiges Instrument in dieser sich schnell verändernden Welt. Als Weltakteur ist der Hafen Antwerpen bestrebt, bei der Entwicklung innovativer Konzepte langfristig eine Vorreiterrolle zu spielen. Wir wollen für die Zukunft gerüstet sein – mit einem Hafen, in dem intelligente Technologien eingesetzt werden, damit der Betrieb auf See und an Land intelligenter, reibungsloser und effizienter durchgeführt werden kann. Wir arbeiten selbst kontinuierlich an diesem Ziel, fordern aber auch Partner auf, ihre Erkenntnisse und ihr Know-how bestmöglich zu nutzen. Dieser Hackathon, der für alle offenstand, die mit uns mitdenken wollten, ist ein konkretes Beispiel dafür.“

Die Jury, bestehend aus Hans Verbeeck (NxtPort), Erwin Verstraelen (Antwerp Port Authority), Sven Devocht (AlfaportVoka) und Serge Auclair (Hafen Montreal), wählte den Gewinner aus insgesamt 35 entwickelten Lösungen aus. Die Wahl fiel auf den Vorschlag des Rombit-Teams, das eine Lösung zur Optimierung der spezifizierten ETA entwickelt hat. Das Gewinnerteam erhielt ein Preisgeld von 5.000 Euro sowie ein umfassendes B2B-Mentoringprogramm.

„Heute wurden viele kreative und innovative Ideen präsentiert, aber diese hat sich für uns deutlich abgehoben. Ihre Lösung zur Optimierung der ETA kann einen konkreten Beitrag zu einem zukunftssicheren Hafen leisten. Wir werden mit ihnen zusammenarbeiten, um ihre Idee weiterzuentwickeln und in die Praxis umzusetzen“, sagt Erwin Verstraelen.

Die chainPORT-Initiative ist eine einzigartige Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Hafenbehörden auf der ganzen Welt: Antwerpen, Barcelona, Busan, Felixstowe, Hamburg, Los Angeles, Montreal, Rotterdam, Schenzhen und Singapur. chainPORT ist bestrebt, fortschrittliche Prozesse und Technologien zu entwickeln, um die Zukunft des Hafensektors zu gestalten.

Quelle und Foto: Antwerp Port Authority

 




Antwerpen auf dem Weg zum sechsten Rekordjahr

Der Hafen Antwerpen verzeichnet weiter steigende Umschlagzahlen. Der Gesamtumschlag nach neun Monaten liegt bei 177.026.550 Tonnen – mit 6 Prozent ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Dank dieser Ergebnisse nimmt der Hafen Kurs auf das sechste Rekordjahr in Folge. Zugleich bestätigt die jüngste Investitionswelle die Attraktivität Antwerpens und bekräftigt seine Rolle als Welthafen.

Der Containerverkehr ist von Januar bis September gegenüber den ersten neun Monaten 2017 erneut kräftig gewachsen, um 7,1 Prozent auf 98.436.773 Tonnen. Bezogen auf 20-Fuß-Standardcontainer (TEU) stieg der Umschlag um 6,8 Prozent auf 8.333.523 TEU.

Alle Fahrtgebiete verzeichneten Zuwächse im Import und im Export, mit der einzigen Ausnahme Export nach Zentralamerika, der leicht zurückgegangen ist. Mit 12,4 Prozent den stärksten Zuwachs verzeichnete das Transshipment mit der bedeutendsten Wirtschaftsregion Europa. Der Güterumschlag für Nordamerika stieg um 8,2 Prozent und für Asien um 2,2 Prozent. Die Importe aus China liegen nach acht Monaten in etwa auf Vorjahresniveau, während die Exporte um 6,7 Prozent niedriger waren. Aufgrund des chinesischen Importstopps für Altpapier und Kunststoffabfälle ging der Export von Vollcontainern nach China zurück und es werden mehr Leercontainer exportiert.

Jacques Vandermeiren, CEO der Antwerp Port Authority: „2018 ist bereits jetzt ein Spitzenjahr für unseren Hafen. Nicht nur wegen der Rekordwerte, die wir erneut vorlegen können, sondern auch wegen der Welle von Investitionen in den letzten Monaten. Dass sich Großunternehmen der Chemischen Industrie wie Borealis, Ineos, Nippon, Sea-Mol und Oiltanking/AGT für Antwerpen entscheiden, bestätigt und festigt unsere Attraktivität als größter Chemiecluster Europas. Die Bedeutung dieser Investitionen in Höhe von insgesamt rund zwei Milliarden Euro kann nicht oft genug betont werden. Sie werden wesentlich zur nachhaltigen Zukunft unseres Hafens und zur Kontinuität unserer Rolle als größte wirtschaftliche Triebkraft unseres Landes beitragen.“

Hafenschöffe Marc Van Peel ergänzt: „Nachhaltiges Wachstum ist für unseren Hafen nur möglich, wenn wir gewährleisten, dass er für Menschen und Güter immer zugänglich ist und bleibt. Hier bekennen wir uns gemeinsam mit der Hafengemeinschaft zu unserer Verantwortung. Die jüngste Erweiterung des Streckennetzes für das Erfolgsmodell Wasserbus ist ein gutes Beispiel für eine strukturelle Bewältigung der Mobilitätsherausforderungen im Personenverkehr. Im Güterverkehr streben wir bis 2030 einen Modal Shift zu Bahn und Binnenschiff an, mit einer Rückführung des Anteils der Güterverkehre auf der Straße und einem deutlichen Anstieg der Verkehrsanteile von Eisenbahn und Binnenschifffahrt.“

Der Breakbulk-Umschlag hat in den ersten neun Monaten 2018 insgesamt wieder einen leichten Zuwachs erzielt und zeigt damit nach einer langen Periode negativer Zahlen wieder erste Anzeichen einer Erholung.

Die RoRo-Fracht stieg insgesamt um 5,6 Prozent auf 3.960.845 Tonnen. Die Zahl der von Januar bis September ausgelieferten Pkw war um 4,1 Prozent, die Zahl der Lkw und sonstiger schwerer Fahrzeuge um 2,6 Prozent höher.

Nachdem das konventionelle Stückgut in den ersten sechs Monaten 2018 im Vergleich zu dem außergewöhnlich starken ersten Halbjahr 2017 noch einen Rückgang von 6,5 Prozent zu verzeichnen hatte, ist der Umschlag in diesem Segment im dritten Quartal leicht angestiegen. Dadurch wurde das Minus auf Jahresbasis auf 2,7 Prozent zurückgeführt. Hintergrund ist eine Erholung der Eisen- und Stahlimporte. Die Stahlimporte aus China verzeichneten im dritten Quartal ein starkes Wachstum, während die Stahlimporte aus der Türkei und Indien weiter zurückgingen. Der Anstieg der Stahlimporte aus China lässt sich als Reaktion auf die quotenbasierten Schutzmaßnahmen der Europäischen Kommission erklären. Sie wurden im Juli eingeführt, um den europäischen Stahlmarkt vor möglichen Überschwemmungen infolge der von den Vereinigten Staaten von Amerika auf Stahl erhobenen Einfuhrzölle von 25 Prozent zu schützen.

Die Exporte von Eisen und Stahl stiegen in den ersten drei Quartalen um 4,9 Prozent. Die Eisen- und Stahlexporte in die USA lagen dabei 8 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Der Gesamtumschlag von Eisen und Stahl wuchs von Januar bis September um 1,9 Prozent.

Flüssiggut verzeichnete im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein starkes Wachstum von 5,7 Prozent auf 57.652.877 Tonnen. Die Importe stiegen um 9,1 Prozent, die Exporte um 0,5 Prozent, was eine deutliche Erholung nach dem Rückgang um 12,2 Prozent im ersten Quartal bedeutet.

Der Umschlag von Rohöl war um 7,1 Prozent niedriger, wohingegen der Anstieg bei Erdölderivaten (+6 Prozent) und Chemikalien (+10,1 Prozent) die Ergebnisse im Flüssiggut-Segment weiter gesteigert hat.

Der Schüttgut-Umschlag wuchs im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2017 um 1 Prozent. Dies ist insbesondere auf den höheren Umschlag von Düngemitteln (+11,2 Prozent), Sand und Kies (+23,9 Prozent) sowie Kohle (+3,3 Prozent) zurückzuführen, da der sonstige Umschlag (Erze, Kaolin, Getreide und Schrott) im Vorjahreszeitraum volatil war und derzeit einen Rückgang verzeichnet.

10.901 Seeschiffe (+1,9 Prozent) haben in den vergangenen neun Monaten den Hafen Antwerpen angelaufen. Die Bruttotonnage der Schiffe, die Antwerpen angelaufen haben, stieg um 2,3 Prozent auf 314.200.283 Tonnen.

Quelle und Foto: Antwerp Port Authority




Schiffe können wieder im Rheinauhafen festmachen

In Abstimmung mit dem Dezernat für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur der Stadt Köln hat die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK AG) die Festmachvorrichtungen an der Kaimauer des Rheinauhafens auf Zugfestigkeit überprüft.

Das Ziel war es, das im Februar 2018 für den rund 1,4 Kilometer langen Abschnitt zwischen Severinsbrücke und Autoabsetzanlage Höhe Südbrücke ausgesprochene Festmachverbot wieder aufzuheben, so die HGK zusammen mit der Stadt Köln.

Die Zugfestigkeitsüberprüfungen haben ergeben, dass die 150 dort vorhandenen Anlagen unter bestimmten Voraussetzungen wieder genutzt werden dürfen. Das Festmachverbot wird damit bei Beachtung von Auflagen zum 1. Oktober 2018 wieder aufgehoben.

Folgende Vorgaben sind von den Binnenschiffern einzuhalten: Beladene Schiffe dürfen eine Breite von 9,50 Meter und eine Tragfähigkeit von 1.200 Tonnen nicht überschreiten. Der Einsatz von Winden zum Festmachen ist nicht gestattet. Ebenso ist das Anlegen von mehreren Schiffen nebeneinander nicht erlaubt. Leere Schiffe dürfen an der Kaimauer im Rheinauhafen generell anlegen. Darüber hinaus bietet die HGK AG über ihre Beteiligung RheinCargo weiterhin kostenlose Liegeplätze im Niehler Hafen an.

Das Verbot, nicht mehr an der Kaimauer im Rheinauhafen festmachen zu dürfen, war von der HGK AG im Februar 2018 ausgesprochen und von der Wasserschifffahrtsverwaltung (WSV) veröffentlicht worden. Grund dafür waren zwei schwere Havarien. Im Dezember 2017 und im Januar 2018 hatten Binnenschiffe, die im Bereich des Rheinauhafens lagen, Festmachvorrichtungen mitsamt der Steine herausgerissen und sind fortgefahren, ohne sich um die Schäden zu kümmern.

Um weitere mögliche Unfälle zu vermeiden, wurde das Festmachen insgesamt untersagt und die Poller auf der Mauer wurden entfernt. Die Festmachvorrichtungen in der Mauer, die höhere Kräfte aushalten können, blieben erhalten. Trotz des Verbots für den gesamten Bereich legten in der Folge immer wieder Schiffe an den Konstruktionen in der Kaimauer an.

Für die Schiffe, die künftig im Rheinauhafen festmachen, gilt neben den genannten Auf-lagen auf jeden Fall auch ein zusätzliches Nutzungsgebot des dort zur Verfügung gestellten Landstroms. Dies bedeutet, die an Bord benötigte Energie darf nicht mehr über die eigenen Dieselmotoren gewonnen werden, sondern ist von einem der zehn Stromtankstellen im Rheinauhafen abzunehmen. Zum Wohl von Anwohnern und Passanten vermeidet dies erhebliche Belästigungen durch Abgase und mindert die Geräuschemmissionen.

Insgesamt leidet die Schifffahrt unter zu wenigen Liegeplätzen am Rhein. Das bisherige Verbot im Rheinauhafen sorgte für eine zusätzliche Verknappung. Die Überprüfung der Anlagen auf Zugfestigkeit wurde veranlasst, um als Interim Festmachvorrichtungen wieder freigeben zu können, bis eine endgültige Lösung im Rheinauhafen umgesetzt werden kann. Zur geplanten endgültigen Lösung gehört die Installation so genannter Dalben durch die WSV. Die Dalben werden ufernah im Grund des Rheins verankert und ermöglichen das Festmachen der Schiffe sowie den Landgang für die Besatzungen. Vor der Umsetzung dieses Vorhabens werden die politischen Gremien von der Verwaltung ein-geschaltet und die Öffentlichkeit informiert.

Die Meldung kommentiert der BDB: Das im Februar 2018 ausgesprochene Festmachverbot für die 1,4 km lange Kaimauer am Rheinauhafen in Köln hat die Binnenschifffahrt – angesichts der ohnehin schon äußerst angespannten Liegestellensituation am Rhein – hart getroffen. Die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK AG) und die Stadt Köln haben nun vermeldet, dass nach einer durchgeführten Zugfestigkeitsprüfung die 150 vorhandenen Vorrichtungen unter bestimmten Voraussetzungen wieder nutzbar für die Schifffahrt sind. Das Festmachverbot wird damit unter Beachtung der Vorgaben zum 1. Oktober 2018 wieder aufgehoben.

Der BDB hatte sich unmittelbar nach der Veröffentlichung der Sperrung der für die Binnenschifffahrt wichtigen Kaimauer mit allen zuständigen Akteuren in Verbindung gesetzt, um zu erreichen, dass die Mauer schnellstmöglich wieder als Liegemöglichkeit nutzbar gemacht werden kann. Nach konstruktiven Gesprächen mit der HGK und der Mitwirkung auf eigens zu dieser Problematik eingerichteten Akteurskonferenzen mit Vertretern der HGK, der WSV, der Stadt Köln und der Schifffahrt, konnte also nun ein wichtiger Teilerfolg erzielt werden.

„Es ist wichtig, dass es durch konstruktives und lösungsorientiertes Zusammenwirken aller beteiligten Akteure gelungen ist, die Kaimauer in Köln bis zur Umsetzung der dringend benötigten Dalbenlösung zumindest wieder teilweise der Schifffahrt zur Nutzung übergeben zu können. Dies zeigt, dass fachlicher Austausch und die Suche nach pragmatischen Lösungen der richtige Weg sind, um Fortschritte für den Verkehrsträger zu erzielen“, betont Martin Staats (MSG, Würzburg), Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB).

Ab 1. Oktober 2018 sind nun unter anderem folgende Vorgaben einzuhalten: Beladene Schiffe dürfen eine Breite von 9,50 m und eine Tragfähigkeit von 1.200 t nicht überschreiten. Leere Schiffe dürfen generell an der Kaimauer im Rheinauhafen anlegen. Nicht gestattet sind das Anlegen von mehreren Schiffen nebeneinander und der Einsatz von Winden zum Festmachen.

„Das Vorgehen in Köln zeigt, dass auch bis zur Umsetzung der Gesamtlösung, in diesem Falle des Setzens von Dalben mit Landverbindung, kurzfristig Verbesserungen der Situation für die Schifffahrt erzielt werden können, wenn der Wille vorhanden ist. Wir regen an, dass auch an den großen Schleusen im Wesel-Datteln-Kanal eine Festigkeitsprüfung der derzeit gesperrten Nischenpoller vorgenommen wird, auf deren Grundlage dann entschieden werden kann, ob bis zur Installation des Festmacherdienstes nicht zumindest eine teilweise Nutzung der Poller für leere und teilbeladene Schiffe vertretbar ist“, so Martin Staats.

Quelle: HGK und BDB, Foto: HGK

 

 




Fit für die mobile Nutzung

Die Website des Hamburger Zolls präsentiert sich in einem neuen und responsiven Design, sodass auch Smartphone-Nutzer bequem auf die Zoll-Inhalte zugreifen können.


Sie bietet nutzerfreundliche Navigationselemente und verwendet eine zeitgemäße und klare Bildsprache. Zudem verbessert das neue Layout deutlich die Lesbarkeit.

Im Fokus des Relaunches standen stets die Bedürfnisse der Zielgruppen. Insbesondere für Unternehmen wird es jetzt einfacher:
Die Rubrik Fachthemen wird in den Bereich Unternehmen integriert, sodass Firmen dort sowohl Basisinformationen als auch vertiefte fachliche Informationen auf einen Blick zur Auswahl vorfinden. Trotz der Umstellung bleiben Inhaltsstruktur und Navigationswege unterhalb der Startseite jedoch gleich, was insbesondere den Nutzerinnen und Nutzern, die mit der Website vertraut sind, die Umstellung erleichtern wird.

Der Zugriff auf die Fachmeldungen kann nach wie vor bequem von der Startseite aus erfolgen, und zwar mithilfe des gleichnamigen Moduls.

Weitere Verbesserungen sind zum Beispiel die Bündelung der Service-Angebote und Zoll-Kontakte in der Hauptnavigation, sowie die auf der Startseite prominent verortete Suchfunktion.

Außerdem verfügen die Navigationspunkte Privatpersonen, Unternehmen, Presse, Der Zoll, Service und Kontakt künftig über großzügige Aufklappmenüs mit einem erweiterten Themenangebot sowie übersichtlich gestaltete Einstiegsseiten.

Das neue Modul „Zoll im Fokus“, das auf der Startseite direkt unter den Zielgruppeneinstiegen platziert sein wird, präsentiert aktuelle Brennpunktthemen des Zolls.

Quelle und Foto: Hauptzollamt Hamburg-Hafen