Krefeld erhält Platz für Co-Working

Am Dienstag, 16. April, wird ab 15 Uhr Krefelds erstes Co-Working Event in der Gaming Bar „TaKe TV“, Alte Lindner Straße 93, eröffnet.

Mit dabei sind Oberbürgermeister Frank Meyer, die Wirtschaftsförderung Krefeld und der #silkvalley e.V.. Jeden Dienstag können Gründer und Gründungsinteressierte die Bar als Co-Working Space und Netzwerkmöglichkeit nutzen.

Gemeinsam mit Experten aus verschiedenen Bereichen können Interessenten Feedback zu ihren Geschäftsideen erhalten, Präsentationen trainieren oder in geselliger Atmosphäre an ihren Projekten arbeiten.

Programm:

15:00 Uhr — Co-Working
16:00 Uhr — Begrüßung #silkvalley e.V.
16:15 Uhr — Panel mit Oberbürgermeister Frank Meyer, Petra Rice von der WfG, Dennis Gehlen von TaKeTV und Josua Waghubinger von #silkvalley e.V.
16:40 Uhr — Führung durch die Räumlichkeiten im TaKeTV
17:00 Uhr — Networking an der Bar

#silkvalley e.V. versteht sich als Anlaufstelle für Gründungsinteressierte und Gründer und möchten Beratung und Hilfestellung auf Augenhöhe bieten. Aber auch alle, denen beim Home Office die Decke auf den Kopf fällt, sind beim silk@TaKe herzlich willkommen.

In lockerer Atmosphäre aber mit ausgestatteten Arbeitsplätzen kann man arbeiten, brainstormen, Fragen stellen und sich von anderen Gründern Krefelds Feedback holen. In den verschiedenen Areas von TaKeTV kann man sowohl ungestört arbeiten als auch Präsentationen halten, telefonieren und auch mal abschalten bei einer Runde Mario Kart. Der #silkvalley e.V. steht dabei zum Erfahrungsaustausch, Pitch Training und Gründungsfragen aller Art zur Verfügung.

Die Initiative #silkvalley e.V. bietet Visionären eine Gemeinschaft von motivierten Machern, um mit Erfahrung und Connections die Potentiale in Krefeld sichtbar und für die eigene Idee sichtbar zu machen, Ob Technologie, Kultur oder Soziales, neue Ideen lohnen sich in Krefeld.

Quelle:WFG Wirtschaftsförderungsgesellschaft Krefeld mbH, Grafik: #silkvalley

 

 




Besucher erlebten Digitalisierung hautnah

Die Logistik von morgen erleben und selbst ein Teil davon sein – diese Chance bot sich am 11. April, dem Tag der Logistik, am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML. In den beiden Versuchshallen des »Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik« haben rund 80 Besucher einen exklusiven Einblick in die aktuelle Logistikforschung erhalten und sich bei einem interaktiven Rundgang mit vielen Live-Demonstrationen ein Bild davon gemacht, wie Mensch und Maschine künftig zusammenarbeiten.

Neben der öffentlichen Führung durch das vom Fraunhofer IML und der TU Dortmund betriebene Innovationslabor wartete auf die Besucher noch ein weiteres Highlight: ein Roadshow-Bus in Form einer mobilen, digitalisierten Fabrik. Die Gäste hatten darin die einmalige Gelegenheit, Teil einer digitalisierten Produktion zu sein und sich als Andenken an den Tag der Logistik selbst einen Kugelschreiber zu produzieren.

Für gewöhnlich tourt die »Mobile Fabrik« des »Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Hannover« durch Bremen und Niedersachsen, um mittelständische Unternehmen fit für die digitale Zukunft zu machen. In Kooperation mit dem »Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Dortmund« war sie Teil des Aktionstags am Logistikstandort Dortmund.

Der jährlich stattfindende »Tag der Logistik« ist eine Initiative der Bundesvereinigung Logistik (BVL), zu der bundesweit Institutionen und Unternehmen ihre Tore für die Öffentlichkeit öffnen.

Quelle und Bild: Fraunhofer IML

 

 




Traumjob Manager testen

Während der Osterferien in Nordrhein-Westfalen bietet die Europäische Fachhochschule (EUFH) interessierten Schülerinnen und Schülern auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, an einer Management Academy teilzunehmen, in den Job eines Managers hinein zu schnuppern und mögliche Wege ins Management kennen zu lernen. Das spannende und abwechslungsreiche Seminarprogramm findet am Campus Brühl und am Campus Neuss statt.

Neben Infos aus erster Hand von Studienberatern, vom EUFH-Team für Unternehmenskooperationen und von Studierenden zum dualen Management-Studium stehen ein großer Workshop zum Thema Business Planning und zu den Aufgaben eines Managers sowie ein Bewerbertraining auf dem zweitägigen Programm.

Alle Teilnehmer erhalten zum Abschluss ein „Management-Academy-Zertifikat“ der Europäischen Fachhochschule. Die Zahl der Teilnehmer ist begrenzt. Also schnell per Email anmelden: marketing@eufh.de.  (Teilnahmegebühr 10 Euro)

Campus Brühl, 15.-16.4.2019, Comesstraße 1-15, ab 9:45 Uhr
Campus Neuss, 23-24.04.2019, Hammer Landstr. 89, ab 9:45 Uhr

Infos zur Europäischen Fachhochschule gibt es hier

Quelle und Foto: EUFH

 

 




BDB-Präsident im Amt bestätigt

Im Rahmen der Gremiensitzungen des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB) in Duisburg fanden turnusgemäß die Wahlen des Präsidiums und des Vorstandes statt. Dabei ergaben sich einige Veränderungen. Das Präsidium wurde um zwei Mitglieder auf nun insgesamt neun Personen erweitert: Heinrich Kerstgens (Contargo GmbH & Co. KG, Duisburg) und Thomas Maaßen (Rhenus PartnerShip GmbH & Co. KG, Duisburg) wurden einstimmig als neue Vizepräsidenten in dieses Gremium gewählt.


Mit Heinrich Kerstgens, der auch Vorsitzender des Fachausschusses für den Kombinierten Verkehr im BDB ist, baut der Verband seine Kompetenz bei Themen rund um Güterverkehre in der intermodalen Transportkette weiter aus. Durch die Wahl von Thomas Maaßen, Präsident der European River-Sea-Transport Union e.V. (ERSTU), verfügt der BDB nun außerdem um eine wertvolle Mehrexpertise in der Fluss-Seeschifffahrt.

Die weiteren Präsidiumsmitglieder Dirk Gemmer (Rhenus PartnerShip GmbH & Co. KG, Duisburg), Dr. Gunther Jaegers (Reederei Jaegers GmbH, Duisburg), Dr. Achim Schloemer (Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt GmbH, Köln) Volker Seefeldt (HTAG Häfen und Transport AG, Duisburg), Roberto Spranzi (DTG Deutsche Transport-Genossenschaft Binnenschifffahrt eG, Duisburg) und Friedrich Weigert (Kühne + Nagel Euroshipping GmbH, Regensburg) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Martin Staats (MSG eG, Würzburg) wurde einstimmig von den Vorstandsmitgliedern als Präsident des Verbandes wiedergewählt.

„Ich freue mich, die Geschicke des BDB für weitere drei Jahre gemeinsam mit meinen Kollegen mitgestalten zu dürfen und bedanke mich für das Vertrauen. Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Binnenschifffahrt zu erzielen. Wir hoffen, dass mit dem ‚Masterplan Binnenschifffahrt‘, der auf Anregung des BDB im Koalitionsvertrag der Bundesregierung verankert und vom Verband inhaltlich maßgeblich gestaltet und begleitet wurde, ein wirksames Maßnahmenpaket für unseren Verkehrsträger auf den Weg gebracht wird“, so Staats.

Der BDB-Vorstand besteht nach den Wahlen in der Mitgliederversammlung aus 17 Mitgliedern. Mit Matthijs van Doorn (Havenbedrijf Rotterdam N.V., Rotterdam), Thomas Maaßen (Rhenus PartnerShip GmbH & Co. KG, Duisburg) und Sebastian Poser (B. Dettmer Reederei GmbH & Co. KG, Bremen) gab es drei Neuzugänge in diesem Gremium des BDB. Sebastian Poser folgt als Vertreter der B. Dettmer Reederei auf Albert Kohlmann, der zum Jahreswechsel 2018/2019 in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist.

Nicht mehr kandidiert für den Vorstand haben Volker Müßig (ERSTU) und Josef Wolfstetter (Blandina Tankschiffahrt GmbH & Co. KG, Collenberg). Der BDB dankt Herrn Kohlmann, Herrn Müßig und Herrn Wolfstetter für die langjährige Arbeit im Vorstand des BDB und ihr Engagement für den BDB insgesamt!

Quelle und Foto:Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V., BDB-Geschäftsführer Jens Schwanen (l.) und der BDB-Vorstand (v.l.n.r.): Martin Staats (MSG eG, Würzburg), Dr. Gunther Jaegers (Reederei Jaegers GmbH, Duisburg), Anton Nauheimer (Frankfurter Personenschiffahrt Anton Nauheimer GmbH, Frankfurt a.M.), Thomas Maaßen (Rhenus PartnerShip GmbH & Co. KG, Duisburg), Dirk Gemmer (Rhenus PartnerShip GmbH & Co. KG, Duisburg), Ralf Tietze (Haeger & Schmidt International GmbH, Duisburg), Friedrich Weigert (Kühne + Nagel Euroshipping GmbH, Regensburg), Volker Seefeldt (HTAG Häfen und Transport AG, Duisburg), Karl-Heinz Ehrhardt (Transportwerk Magdeburg Hafen GmbH, Magdeburg), Sebastian Poser (B. Dettmer Reederei GmbH & Co. KG, Bremen), Matthijs van Doorn (Havenbedrijf Rotterdam N.V., Rotterdam), Heinrich Kerstgens (Contargo GmbH & Co. KG, Duisburg) Nicht im Bild: Andreas Dicke (Bavaria Schiffahrts- und Speditions-AG, Aschaffenburg), Kai Nandelstaedt (Reederei Schwaben GmbH, Heilbronn), Marcus Schneidler (Marcus Schneidler Binnenschifffahrt, Gernsheim)

 

 

 




Vom Netzwerk zur Zukunftsschmiede

Die Logistik-Initiative Hamburg (LIHH) legte jetzt den Grundstein für ihre weitere inhaltliche Arbeit. Im Hotel Ameron Hamburg Speicherstadt kamen rund 80 Stakeholder der logistischen Wertschöpfungskette zusammen um Themen für die Zukunft zu erarbeiten.


Ziel der Veranstaltung war der Kick-Off zur Erarbeitung einer Innovationsroadmap für Logistik in der Metropolregion (IRMA). Im Sommer 2019 soll so ein Überblick zu aktuellen Trends und Technologien in der Logistik entstehen, der insbesondere den kleinen und mittelständischen Mitgliedern der LIHH, aber auch der Verwaltung und Wissenschaft zugutekommen soll.

Durch die Kombination von Formaten wie BarCamp und Design Thinking, schaffte die Logistik-Initiative in Zusammenarbeit mit KPMG am frühen und späten Nachmittag einen Kooperations- und Innovationsraum für ansässige Unternehmen und Stakeholder. Bearbeitet wurden Themen wie Konsortiums-KI, Multi-Level Transportation, Customer driven delivery, predictive delivery und selbstoptimierende Kollo. „Wir freuen uns sehr, dass mit dieser intensiven und motivierenden Veranstaltung ein fruchtbarer Boden geschaffen wurde, um Ideen und Projektansätze zu generieren, die wir nun in unterschiedlichen Konsortien weiter verfolgen werden“, so Carmen Schmidt, Geschäftsführerin der Logistik-Initiative Hamburg.

Die Logistik-Initiative Hamburg nimmt eine aktive Rolle in der Förderung von Innovationsthemen für die Metropolregion und ihre Stakeholder ein. Im thematischen Mittelpunkt stehen die Leitlinien der Logistik-Initiative „Innovation und Wertschöpfung“ sowie „Netzwerk und Kooperation“.

Quelle und Foto: Logistik-Initiative Hamburg Management GmbH, gute Stimmung trotz intensiver Kreativarbeit, das Innovations-BarCamp inspirierte die Teilnehmer




UV-Schutz mit großer Wirkung

Jedes Jahr bekommt das Currenta-Ideen-Management tausende Verbesserungsvorschläge von Mitarbeitern. Eine gute Idee, bei der eine kleine Veränderung eine große Wirkung zeigt, hatten Torsten Jäger, Axel May und Thomas Fatum aus der Currenta-Analytik in Krefeld-Uerdingen.

Den drei Kollegen war aufgefallen, dass die durchsichtigen Kunststoffbauteile in einem Messgerät ständig verdreckt waren und deshalb einmal im Monat ausgetauscht werden mussten. Das Messgerät hat eine durchsichtige Schutzscheibe in der Tür und hängt in einem Raum, in dem auf einer Seite Fenster sind. Auffällig war: Die Kunststoff-Bauteile waren nur auf der Seite verschmutzt, von der das Tageslicht kommt. „Wir kamen zu dem Schluss, dass es sich um Algen handeln müsste, da diese immer in die Richtung wachsen, aus der UV-Licht kommt“, erzählt Jäger. May und er wandten sich an ihren Kollegen Thomas Fatum, der vorschlug, eine schwarze Kunststoffscheibe einzubauen, die vor UV-Licht schützt. Gesagt, getan: Seit Umbau des Kastens müssen die Kollegen die Bauteile nicht mehr außer der Norm austauschen. Und ihre Idee schlug Wellen: Diverse Plastikschläuche, an denen ebenfalls Algen wuchsen und die häufig ausgetauscht werden mussten, sind inzwischen in lichtundurchlässigen Schläuchen verschwunden. Und auch ein weiteres Messgerät in Uerdingen wurde mit einer schwarzen Scheibe ausgestattet. Mit der Umsetzung der Idee spart Currenta rund 8.000 Euro jährlich.

Tüftler aller Geschäftsfelder reichten 2018 insgesamt 3.178 Verbesserungs-vorschläge beim Currenta Ideen-Management ein – und damit rund 300 Vorschläge mehr als 2017. Fast jeder Mitarbeiter hatte im vergangenen Jahr eine Idee, mit der er sein Arbeitsumfeld sicherer, effizienter und einfacher gestalten könnte. Auch die Azubis hatten viele Verbesserungsideen und reichten 272 Vorschläge ein. Die rund 552 Currenta-Mitarbeiter aus Krefeld-Uerdingen reichten insgesamt 559 Verbesserungsvorschläge ein.

1.710 Ideen sind im vergangenen Jahr umgesetzt worden. Damit ist die Realisierungsquote im Vergleich zum Vorjahr noch einmal leicht gestiegen und liegt bei 55%. 108 Verbesserungsvorschläge zielen dabei auf das Thema Umweltschutz und 56 Ideen verbesserten die Energieeffizienz von Currenta. „Da Umweltschutz für uns alle einen hohen Stellenwert hat, freue ich mich sehr, dass so viele Ideen diesem Thema zu Gute kommen“, sagt Arbeitsdirektor Alexander Wagner. Auch über die vielen guten Vorschläge im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz freut sich Wagner. „Es ist mir persönlich ein Anliegen, dass diese schnellstmöglich umgesetzt werden.“ Etwa die Hälfte der umgesetzten Ideen haben Auswirkungen auf die beiden Bereiche. Der Chempark-Betreiber belohnte die Kreativität der Mitarbeiter mit einer Gesamtprämiensumme von rund 820.000 Euro. Die höchste Einzelprämie lag bei rund 108.000 Euro. 

Die Idee mit dem höchsten Gesamtnutzen spart rund 718.802 Euro jährlich. Es sind aber nicht nur die „großen“ Ideen, von denen ein Unternehmen profitiert. Gerade die vielen kleinen realisierten Vorschläge mit einem wirtschaftlichen Nutzen bis 5.000 Euro tragen zu Fortschritt und Effizienz bei. Die 1.690 realisierten Ideen machen rund 99% aus und sparen über eine Millionen Euro im ersten Jahr der Realisierung. Gemeinsam mit dem wirtschaftlichen Nutzen der „großen“ Ideen liegen die Gesamteinsparungen im ersten Jahr bei rund 2,2 Millionen Euro.

Quelle und Foto: Currenta, Torsten Jäger zeigt das NO3-N-Messgerät in das eine UV-lichtgeschützte Scheibe eingebaut wurde, um Algenwachstum zu verhindern.

 

 

 

 




Außerirdisch gut am Tag der Logistik

Sieben Standorte des Container-Hinterlandlogistik-Netzwerks Contargo laden am Donnerstag, 11. April 2019, zu Besichtigungen ein.

Angemeldete Besucher werden an den Terminals in Neuss, Duisburg, Hof, Mannheim, Wiesau und Wörth sowie der Spedition in Döhlau erwartet. Dort erhalten sie Einblick in die Containerlogistik und die mit ihr verbundenen Berufe.

„Manchmal kommt es mir so vor, als ob den Menschen Logistiker so fremd sind wie Außerirdische“, sagt Heinrich Kerstgens, Co-Geschäftsführer von Contargo. „Mit unserer Beteiligung am Tag der Logistik wollen wir dazu beitragen, dass das nicht so bleibt. Es gibt sehr viele unterschiedliche Berufe an unseren Terminals, wie Schlos-ser, Kranführer, Kraftfahrer, Sachbearbeiter, Fachkraft für Hafenlogistik und Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung. Allen diesen Berufen ist eines gemeinsam: Sie sind sehr abwechslungsreich, weil es täglich neue Herausforderungen zu bewältigen gibt.“

Längst sind diese Herausforderungen so komplex, dass in fast allen Bereichen digitale Technik eingesetzt wird. In den Büros ist der Computer selbstverständlich, aber auch Kranführer bedienen Tablets und Kraftfahrer melden ihre Abfertigungszeit in einer App an. Damit die Prozesse nicht der Software angepasst werden müssen, sondern die Software den eigenen Anforderungen entsprechend gestaltet und flexibel an neue Herausforderungen angepasst werden kann, entwickelt Contargo öfter eigene Software. Beispiele sind das Tarifinformations-system IMTIS, die Online-Terminvergabe-App STAR und das neue Terminal Operating System.

Mehr über die Softwareentwicklung bei Contargo gibt es hier:
https://contargo.pageflow.io/it




Elektrolyseanlage im Gigawatt-Maßstab

Zur Versorgung der niederländischen Industrie mit nachhaltigem Wasserstoff ist noch viel Aufwand erforderlich. Nachhaltiger Wasserstoff lässt sich durch die Elektrolyse von Wasser erzeugen, mit Strom aus Wind- und Solarenergie. Zur Herstellung in industriellem Umfang ist eine Maßstabsvergrößerung um den Faktor 1000 erforderlich. Genau darauf zielt das Projekt „Gigawatt Elektrolysefabriek“ ab, das kürzlich beim Institute for Sustainable Process Technology ins Leben gerufen wurde.

Bei dem Projekt ebnet ein Konsortium aus Unternehmen, Universitäten und Wissenseinrichtungen den Weg zum Entwurf einer Elektrolyseanlage industriellen Umfangs. Dort wird in Gigawatt (GW) vorgegangen. Um 2030 werden Windparks in den Niederlanden und in der Nordsee einige Dutzend Gigawatt an nachhaltigem Strom erzeugen. Anderseits haben derzeitige Industrieanlagen zur Erzeugung von Wasserstoff aus Erdgas eine Kapazität, die mit einer Elektrolyseanlage in GW-Größe vergleichbar ist.

Die derzeitige Wasserstoffproduktion beträgt ca. 800.000 t jährlich, wobei der Wasserstoff hauptsächlich bei der Herstellung von Ammoniak und Kunstdünger, im Raffinationssektor und in der Chemie Anwendung findet. Um die Niederlande künftig mit CO2-freiem Wasserstoff zu versorgen, wären mehrere Elektrolyseanlagen in GW-Größe erforderlich. Ihre Bedeutung reicht dabei über die Erzeugung nachhaltigen Wasserstoffs für die Industrie hinaus. Sie können auch zu einer künftigen flexiblen Energieinfrastruktur beitragen, in der Wasserstoff als Energieträger fungiert.

Die Herausforderung ist enorm! Derzeit bieten die Industrieanlagen zur Elektrolyse von Wasser – die sog. „Elektrolysers“ – lediglich eine Kapazität von einigen Megawatt. In einer Anlage mit einer Leistung eines Gigawatts sollten somit 100 bis 1000 solcher Elektrolysers stehen. Die Partner im Gigawatt-Elektrolyser-Projekt werden gemeinsam die Anforderungen für den Bau einer solchen Elektrolyseanlage um 2025 – 2030 ermitteln.

Die Koordination liegt in Händen des Institute for Sustainable Process Technology (ISPT), der in Amersfoort ansässigen Intermediärorganisation zwischen Industrie, Klein- und Mittelunternehmen, Wissenseinrichtungen und Behörden zur Entwicklung innovativer Verfahrenstechnologie. Das Projekt wird von TKI Energie & Industrie unterstützt; Partner sind u. a. Nouryon, Shell, Yara, OCI Nitrogen, Gasunie, DOW Chemical, Ørsted, Frames, ECN part of TNO, die Universität Utrecht und das Imperial College London. Das Projekt gehört zum ISPT Hydrohub-Progamm, das auf eine Maßstabsvergrößerung in der umweltfreundlichen Herstellung von Wasserstoff ausgerichtet ist. Es umfasst zudem das Hydrohub MW Test Centre für neue Elektrolysetechnologie im Megawattbereich sowie eine Analyse der künftigen Wertkette in der Wasserstofferzeugung (HyChain).

Beim Projekt Gigawatt Elektrolyser werden die technologischen Probleme bei der Maßstabserweiterung einer großen Zahl von Elektrolysezellen (sog. “Stacks“) in einer integrierten Anlage erfasst. Bei diesem “Numbering up“ kommt es darauf an, dass die Anlage dynamisch operationell sein kann. Die Anlage wird schließlich in umfangreichem Maße Strom von Wind- oder Solarparks beziehen und damit von Schwankungen in der Bereitstellung von Elektrizität abhängig sein. Bei abnehmendem oder zunehmendem Wind muss eine entsprechende Abstimmung des Anlagenbetriebs möglich sein.
Ein weiterer bedeutender Aspekt der Gigawattanlage ist die Erzeugung von Wärme und Sauerstoff als möglicherweise wertvoller „Nebenerzeugnisse“ der Elektrolyse von Wasser. Bei der technischen Konzeption der Anlage kommt es darauf an, dass diese Nebenerzeugnisse gut abführbar und lieferbar sind, und zwar auf eine Art und Weise, die mit der operationellen Strategie Hand in Hand geht, die bei dieser Maßstabserweiterung bedeutsam ist.

Beim heutigen Stand der Technologie und den heutigen Marktpreisen würde die Investition für eine GW-Elektrolyseanlage etwa eine Milliarde Euro betragen. Die Partner im Gigawatt Elektrolyser-Projekt streben mit ihrem Entwurf an, den Betrag um einen Faktor 3 bis 4 zu verringern. Wenn eine Gesamtanlage ca. 350 Mio. kosten würde, gäbe es eine wettbewerbsfähige Alternative zur konventionellen „fossilen“ Wasserstofftechnologie.

Ein bedeutender Teil des Projekts besteht darin herauszufinden, wie die Kosten für Anlagen und Komponenten durch die Maßstabsvergrößerung der Elektrolysetechnologie gesenkt werden können. Dabei werden auch Lerneffekte in der Fertigungsindustrie aufgegriffen, die auch bei Wind- und Solarenergie zur Kostensenkung geführt haben. Es wird erwartet, dass sich das Projekt förderlich auf Innovationen im Bereich der Elektrolysetechnologie auswirkt und Chancen für die niederländische Fertigungsindustrie bei der Herstellung von Elektrolyser-Modulen und -Komponenten bietet.

Die Zielsetzung des Gigawatt Elektrolyser-Projekts reicht weiter als bis zur Erstellung eines Konzeptentwurfs. Der nächste Schritt besteht in der Prüfung, wie sich eine industrielle GW-Elektrolyseanlage in die industrielle Umgebung einfügen lässt und wie die Wahl des Standorts den Gestehungspreis der Anlage beeinflusst. In der nächsten Projektphase, die inzwischen in Entwicklung ist, werden daher Fallstudien in Zusammenarbeit mit der Industrie durchgeführt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Industrieregionen um Vlissingen-Terneuzen-Gent, Rotterdam, Amsterdam, Delfzijl und Geleen. Das Projekt ist auf die Bestrebungen und Zielsetzungen abgestimmt, die im Entwurf des Klimaübereinkommens dieser Regionen festgehalten sind. Wichtige Partner in dieser nächsten Phase des Projekts sind u. a. Deltalinqs, der Port of Rotterdam, Groningen Seaports, North Sea Port, Port of Amsterdam, die Provinzen Groningen sowie Nord- und Südholland, Stedin, Smart Delta Resources, USG/Chemelot und Tata Steel.

Quelle und Grafik: Port of Rotterdam

 

 

 




Größte Lkw-Waschanlage Europas

Schon für einen Lkw allein braucht man eine recht große Waschanlage, aber in die von HB Truckwash auf der Maasvlakte passen sogar gut und gerne sechs gleichzeitig. Zudem ist dies auch die richtige Adresse für die Reinigung Ihres Oldtimers. Weitere Fakten und Zahlen zur größten Lkw-Waschanlage Europas.

Durchschnittlich kommen pro Waschgang zwei Kilo Sandschlamm von einem Lkw runter – einen Sandsack hat man in Nullkommanichts gefüllt. Zudem verschwindet viel Brems-, Feinstaub und – in den Wintermonaten – Salzlake im Abfluss. Aus diesem Grund wäscht ein Brummifahrer seinen Wagen gern alle zwei bis drei Wochen: So verschleißen die Bestandteile des Lkws weniger schnell und bleibt er länger gut erhalten. Und seien Sie ehrlich: Fahren Sie nicht auch lieber in einem glänzenden Schlitten als in einer schmuddeligen Karre?

Zur Reinigung eines Lkws braucht man natürlich etwas mehr als einen Zuber Wasser. Durchschnittlich fließen 800 Liter Wasser pro halbstündigem Waschgang in den Abfluss, dazu kommen 200 Liter Shampoo, genug um damit neun Badewannen zu füllen. Dies entspricht fast zwei Stunden duschen… Pro Woche verbraucht HB Truckwash ca. 160.000 Liter Wasser, pro Quartal könnte man damit ungefähr ein olympisches Schwimmbad füllen.

An die zweihundert Lkws werden von HB Truckwash pro Woche gewaschen, das strategisch am Lkw-Parkplatz Maasvlakte Plaza gelegen ist. Aber die Waschanlage hat erst im Oktober letzten Jahres geöffnet, und muss erst noch bekannter werden. Die Eigentümer gehen davon aus, dass die Anzahl Kunden zunehmen wird: Sie rechnen mit 350 Lkws pro Woche am Ende dieses Jahres.

Mit Eingang dieses Jahres können auch Privatpersonen ihre Fahrzeuge auf der Maasvlakte waschen lassen. Aber wieso sollte man mit einem herkömmlichen Auto zu einer Lkw-Waschanlage fahren…? „Weil wir die Autos noch von Hand waschen“, erklärt Miteigentümer Lars Heyndijk. „Deshalb sind wir auch für Leute mit exklusiven Wagen und Oldtimern interessant, die lieber keine herkömmliche Waschanlage nutzen möchten.“

Wiederverwendung des Waschwassers ist zurzeit noch nicht möglich – die Investition ist zu groß und die Qualität des wiedergewonnenen Wassers zu niedrig, sagen die Eigentümer. Womöglich ändert sich das in Zukunft. Bis dahin tragen zumindest die sechshundert Solarpaneele auf dem Dach der Waschanlage etwas zur Nachhaltigkeit bei.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam

 




Elbe: Hafen Torgau wieder trimodal

Die Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO) hat die letzten Baumaßnahmen an der Hafenbahn Torgau abgeschlossen. Damit ist der Hafen Torgau ab sofort wieder trimodal erreichbar – per Binnenschiff, Eisenbahn und LKW.


In den vergangenen Monaten wurden die Gleisanlagen zwischen dem Bahnhof Torgau und dem Hafengelände instandgesetzt. Weiterhin wurden die Bahnübergänge der Gleisanlagen im Stadtgebiet Torgau erneuert und sind nun mit neuen Lichtsignalanlagen ausgestattet. Die SBO bittet alle Verkehrsteilnehmer um Beachtung beim Überqueren der Bahnübergänge.

Quelle und Foto: Hafen Torgau