Falck ist umgezogen

Das neue Schulungszentrum von Falck auf der Maasvlakte wurde jetzt von Allard Castelein, dem Generaldirektor des Rotterdamer Hafenbetriebs, eröffnet. Falck hat seinen Sitz nun einige hundert Meter entfernt, um der Entwicklung des Hartel Tank Terminals Platz zu bieten.

Bei Falck können Interessenten aus der maritimen bzw. petrochemischen Industrie und Offshore-Industrie lernen, wie sie in Notfällen handeln sollten. Das neue Gelände ist über einen Hektar größer als der ehemalige Standort und bietet Platz für ein hochmodernes Schulungszentrum, das den neuesten Standards im Bereich von Technologie, Umwelt und Hygiene entspricht.

Schon 1985 wurde einige Kilometer vom derzeitigen Standort entfernt ein großes Schulungszentrum für Feuerwehr, Industrie, Offshore und den maritimen Sektor eröffnet, das aus einer Kooperation des Hafenbetriebs Rotterdam, von Smit Internationale und des Niederländischen Sicherheitsdienstes hervorging. Das Hauptziel des Sicherheitszentrums, das zur damaligen Zeit die Namen Risc und Nutec trug, bestand darin, ein sicheres Wohn- und Arbeitsgebiet im Rotterdamer Hafen zu schaffen.

Das neue Gelände, ca. 138 m östlich des bereits bestehenden Schulungszentrums.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam




Wo Krefelds Azubis Handwerke lernen

Über moderne Ausstattung, Ausbildungsmethoden und Frauenquote in der chemischen Industrie diskutierte Oberbürgermeister Frank Meyer in der vergangenen Woche mit dem Chempark-Manager und -Betreiber Currenta.

Beim Besuch des größten Ausbildungsbetriebs Krefelds äußerte er sich positiv über die Vielfältigkeit der Berufsbilder und die modernen Räumlichkeiten: „Die Zukunft Krefelds hängt an gut ausgebildetem Fachpersonal. Wir als Stadt setzen uns dafür mit verschiedenen Initiativen ein. Ich freue mich, dass durch Currenta rund 500 junge Menschen hochqualifiziert ausgebildet werden und so mit einer guten Perspektive in die Berufswelt starten können“, sagte Meyer. 

Vom Ausbildungskonzept von Currenta profitieren auch mittelständische Betriebe in Krefeld und Umgebung. Denn mit der „Ausbildungsinitiative Rheinland“ bildet Currenta auch für Unternehmen außerhalb des Uerdinger Chemieparks aus. „Viele kleinere Betriebe haben nicht die Ausstattung oder Möglichkeit eine Ausbildung in derselben Qualität anzubieten. Wir als Chemiepark-Betreiber, aber auch Unternehmen in der Region profitieren davon, wenn es im Umkreis viele hochqualifizierte Fachkräfte gibt“, sagt Wilhelm Heuken, Bildungsleiter bei Currenta. Aktuell übernimmt Currenta die Ausbildung von 42 Azubis im Rahmen der Ausbildungsinitiative Rheinland.

Über drei Millionen Euro wurden in den vergangenen zweieinhalb Jahren in die Modernisierung des Ausbildungszentrums investiert. Auf seinem Rundgang besuchte Oberbürgermeister Meyer die Räumlichkeiten, Labore und Werkstätten der Metall-, Elektro- und Laborberufe. Bei den verschiedenen Berufsbildern wird nicht nur technisches Wissen, sondern auch Selbstständigkeit und Sozialkompetenz vermittelt. „Zu einer guten Ausbildung gehören für uns mehr als die Lehrinhalte. Unsere Azubis sollen während der dreieinhalb Jahre auch ihre Persönlichkeit stärken und weiter entwickeln“, sagt Heuken. Bei verschiedenen Aktionen lernen die Nachwuchskräfte Verantwortung zu übernehmen und auf ihre körperliche und seelische Gesundheit zu achten.

Im Anschluss an die Tour diskutierte der Oberbürgermeister mit Betriebsräten über aktuelle Themen und Bildung. Auch der Frauenanteil in der chemischen Industrie wurde thematisiert: Bei den Laborberufen werden in einigen Jahrgängen mehr Frauen als Männer ausgebildet. In den technischen Berufen allerdings gibt es noch deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: „Wir müssen junge Menschen frühzeitig an Naturwissenschaften heranführen und uns weiter dafür einsetzen, dass sich mehr Mädchen das Erlernen eines technischen Berufs vorstellen können“, sagte Rennings.

Quelle und Foto: Currenta, beeindruckt durch die Vielfältigkeit: Oberbürgermeister Frank Meyer (Mitte) auf seinem Rundgang durch das Currenta-Ausbildungszentrum mit Wilhelm Heuken, Leiter der Bildung, und dem Betriebsratsvorsitzenden Detlef Rennings (von links nach rechts). 




Schnellster Feuerwehrmann Deutschlands

Körperlich vollkommen erschöpft kommt Ralf Sikorra, Werkfeuerwehrmann im Chempark, ins Ziel. Die Muskeln brennen schon seit einer Weile, aber das gehört eben dazu, wenn man die wohl härteste Challenge der Welt macht.

„Man muss seine Zähne zusammen beißen, dem Gegner geht es ja genauso.“ Als er seine Zeit sieht, kann er es kaum glauben – 1:39 Minuten, neue persönliche Bestzeit. Prompt ist der Schmerz vergessen, die Freude über die eigene Leistungssteigerung ist größer. „Als ich vor sieben Jahren mit dem Sport angefangen habe, hätte ich nie gedacht einmal so eine Zeit zu erreichen.“ Bei der internationalen „FireFit Challenge“ in Kanada gewinnt er den vierten Platz. Und: So schnell wie Sikorra ist kein anderer Deutscher. 

Die Challenge verlangt trainierten Feuerwehrmännern alles ab. In voller Ausrüstung, was ungefähr 30 Kilogramm Zusatzgewicht bedeutet, muss ein 20 Kilogramm schweres Schlauchpaket zunächst einen Turm über drei Etagen hochgetragen werden. Oben angekommen ziehen sie ein weiteres ebenso schweres Schlauchpaket hoch. Danach geht es die Treppe wieder runter. Aus Sicherheitsgründen muss jede Stufe einzeln genommen werden und die ganze Zeit eine Hand am Geländer sein. Unten angekommen schnappt sich der Feuerwehrmann einen circa fünf Kilogramm schweren Hammer und muss damit ein 75 Kilogramm schweres Gewicht 1,50 Meter nach hinten schlagen. Ist das geschafft, rennt er 30 Meter Slalom zu einem mit Wasser gefüllten Schlauch, der wieder die 30 Meter zurückgezogen werden muss, um dann mit dem Wasserstrahl ein Ziel zu treffen. Die letzte Herausforderung ist eine 80 Kilogramm schwere Puppe, die 30 Meter rückwärts laufend ins Ziel gezogen wird. 

Die „FireFit Challenge“ ist nicht der einzige Wettkampf, an dem Sikorra sich beteiligt. Regelmäßig trifft man ihn – ähnlich wie einige seiner Kollegen auch aus dem Chempark – bei Wettkämpfen in ganz Deutschland und auf Europa- oder Weltmeisterschaften. Anfang Mai reiste er für den Stairrun (Treppenlauf) nach Berlin. Beim Stairrun rennen die Teilnehmer in voller Ausrüstung und mit angeschlossenem Atemschutzgerät vom Startpunkt circa 400 Meter bis zu einem Hoteltreppenhaus und dort 770 Stufen, das entspricht 39 Etagen, nach oben. Angetreten wird in Zweierteams – wichtig: Die Teamkollegen müssen gemeinsam oben ankommen. Dieses Jahr konnten Sikorra und sein Teamkollege den ersten Platz in ihrer Altersklasse erzielen.

Für die Wettkämpfe opfert der Werkfeuerwehrmann fast all seine Urlaubstage, die Reisen in ferne Länder, in die ihn seine Wettkämpfe führen, finanziert er aus eigener Tasche. 

Ralf Sikorra möchte zeigen, dass man auch mit über 50 noch fit sein kann. „Ich möchte ein gutes Beispiel sein und zeigen, wie leistungsfähig wir sind. Als Feuerwehrmänner sind wir alle fit, ich mache es nur für mich zum Sport und habe Freude an Höchstleistungen“, erzählt Sikorra. 

Seit 25 Jahren brennt sein Herz für seinen Beruf: Ausgebildet wurde er im Chempark Krefeld-Uerdingen und blieb dort über 22 Jahre, seit zweieinhalb Jahren ist er Wachabteilungsleiter am Chempark-Standort in Leverkusen. In seiner Freizeit unterstützt er zusätzlich die freiwillige Feuerwehr der Stadt Neuss. 1983 hat der damals 17-Jährige in Krefeld eine Ausbildung zum Schlosser gemacht. Als dann zehn Jahre später eine Stelle zum Werkfeuerwehmann im Chemiepark ausgeschrieben war, bewarb er sich. „Ich wusste überhaupt nicht, was auf mich zukommen würde. Aber seit dem ersten Tag mache ich diesen Job unglaublich gerne, weil er so abwechslungsreich ist. Kein Tag ist wie der andere“, sagt Sikorra. 

Um sich auf die zahlreichen Wettkämpfe vorzubereiten, macht Sikorra mindestens drei Mal pro Woche Cross Fit. Dabei wird vor allem die Kraftausdauer trainiert. „Das hilft enorm, gerade bei der Challenge. So kann ich gegen Ende des Wettkampfes nochmal Gas geben statt müde zu werden“. Mit seiner Frau versucht der 52-Jährige trotz seines Berufes und seiner Leidenschaft für den Sport so viel Zeit wie möglich zu verbringen. Sie begleitet ihren Mann zum Beispiel zu jedem Wettkampf, egal wo auf der Welt. „Sie ist mein treuester Fan“, lacht er. 

Quelle und Foto: Currenta, Fast geschafft: Nur noch wenige Sekunden trennen Ralf Sikorra vom Ziel. Als vorletzte Station der Challenge muss er einen unter Wasserdruck stehenden Schlauch 30 Meter weit tragen, um am Ende ein Ziel zu treffen.




Ab sofort können sich Teilnehmer anmelden

Die Vorbereitungen für das Deutsch-Niederländische Wirtschaftsforum am 14. November im Borussia-Park in Mönchengladbach laufen auf Hochtouren. „Ab sofort können sich Teilnehmer anmelden und Unternehmen für das Firmen-Matching registrieren lassen“, sagt Jörg Raspe, Außenhandelsreferent der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein.

„Beim Matching bringen wir Unternehmen passgenau zusammen, damit sie Kooperationsmöglichkeiten oder Geschäftsbeziehungen ausloten können.“ Daneben erläutern Experten in Workshops, welche Fördermöglichkeiten für grenzüberschreitende Wirtschaftsaktivitäten bestehen oder wie das Marketing für eine erfolgreiche Kampagne im Nachbarland konzipiert sein muss. Das Unternehmen Picnic wird über seine Erfahrungen beim Einstieg in den deutschen Markt berichten, und die Firma Gerlicher wird ein Zwischenfazit ihres Engagements in den Niederlanden ziehen. „Außerdem wird es in diesem Jahr zum ersten Mal ein Start-up Match geben“, berichtet Raspe. „Dabei stellen sich mehrere Start-ups aus Deutschland und den Niederlanden jeweils in einem Pitch vor.“  

Daneben bietet die Messe mit rund 70 Ausstellern vielfältige Anknüpfungspunkte, um mit Unternehmen aus den Niederlanden und aus Deutschland in Kontakt zu kommen. Das Deutsch-Niederländische Wirtschaftsforum ist das größte grenzüberschreitende Treffen dieser Art in der Region. Im vergangenen Jahr folgten rund 700 Besucher der Einladung der IHK Mittlerer Niederrhein und ihrer Partner.

Das Deutsch-Niederländische Wirtschaftsforum wird von der IHK Mittlerer Niederrhein, der IHK Aachen, der Niederrheinischen IHK Duisburg – Wesel – Kleve zu Duisburg, der Kamer van Koophandel Nederland, der Standort Niederrhein GmbH, der Deutsch-Niederländischen Handelskammer, der NRW.International GmbH und den Vertretungen des Königreichs der Niederlande organisiert.

Weitere Informationen sind im Internet zu finden:
www.wirtschaftsforum-ihk.de

Quelle und Archiv-Foto: IHK, beim Firmen-Matching werden Unternehmen passgenau zusammengebracht, damit sie Kooperationsmöglichkeiten oder Geschäftsbeziehungen ausloten können.  

 

 




E.ON, TRIMET und DeltaPort schließen Partnerschaft

Auf der internationalen Immobilien-Fachmesse EXPO REAL in München präsentierten E.ON, die Hafenkooperation DeltaPort und der Aluminiumhersteller TRIMET das Projekt „EcoPort 813“. Die Partner planen, Abwärme aus der Produktion von Aluminium zu einer ressourcenschonenden Energiequelle umzuwandeln, um so Logistikimmobilien am Rheinhafen Voerde-Emmelsum zu versorgen.

Die günstige und CO2-neutrale Energie in Form von Wärme oder Kälte soll Anreize für die Ansiedlung weiterer Unternehmen schaffen.

Darüber hinaus wollen die Partner die Logistikkette für Lebensmittel klimafreundlich gestalten. Üblicherweise werden temperaturgeführte Container, die per Seeschiff im Seehafen anlanden, in Kühlzentren entladen und werden dann auf der Straße per Kühlkoffer-Lkw in das Hinterland gebracht.

„EcoPort 813“ will diese Lieferkette ökologisch optimieren. Zukünftig sollen Kühlcontainer mit Binnenschiffen oder per Bahn in das Hinterland transportiert werden. Die Entladung der Container wird in einem temperaturgeführten Distributionscenter im Hafen Emmelsum ermöglicht, um erst von dort aus die Verteilung per Lkw zu starten. Der Lkw wird somit nur noch auf der „letzten Meile“ eingesetzt.

E.ON wird das Herzstück des Projekts beisteuern: Eine Energiezentrale mit Wärmerückgewinnung. Hier wird die überschüssige Wärme aus der Aluminiumherstellung von TRIMET wiederverwertet. Sie kann, umgewandelt in Kälte, Kühllogistik-Unternehmen zur Verfügung gestellt werden, aber auch in Form von Wärme für produzierendes Gewerbe. Die Unternehmen erhalten Kälte oder Wärme zu einzigartig günstigen Energiekosten, ohne das Klima mit CO2 zu belasten. Die Anlage gewinnt bis zu 136 Gigawattstunden (GWh) nutzbare Wärme im Jahr. Mehr als 27.000 Tonnen CO2 lassen sich dabei einsparen. Bereits Anfang des Jahres hat E.ON ein vergleichbares Projekt im Hafen von Dortmund initiiert.

In der Voerder Aluminiumhütte stellen rund 300 Mitarbeiter der TRIMET Aluminium SE jährlich 95.000 Tonnen Rohaluminium her. In den Produktionsprozessen entsteht heiße Abluft, die TRIMET als Ressource zur Verfügung stellt.

Die Partner des Projektes „EcoPort 813“ sind sich einig, dass durch Kooperationen wie diese, bedeutende Meilensteine einer nachhaltigen Hafenlogistik erreicht werden können.

Die Ziffer im Projektnamen „EcoPort 813“ steht für den Rheinkilometer, an dem sich der Standort befindet.

Quelle: E.ON SE, Foto: DeltaPort




Verkehr im Ruhrgebiet managen

Ein deutlicher Ausbau der Infrastruktur, eine bessere Vernetzung aller Verkehrsträger und Änderungen im Nutzerverhalten – so könnte das Ruhrgebiet auch in Zukunft einen weiteren Anstieg des Verkehrs verkraften.

Dieser Tenor prägte eine Podiumsdiskussion mit Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) dem Duisburger Stauforscher Michael Schreckenberg und dem Chef der Duisburger Hafen AG, Erich Staake, zu dem das Bistum Essen und der Initiativkreis Ruhr am Dienstagabend gemeinsam nach Mülheim eingeladen hatten. Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck warb dabei für einen Ausbau der Mobilität, nicht nur, um ermüdende Staus zu reduzieren, sondern „auch um mehr Arbeit zu generieren und so das Ruhrgebiet weiter nach vorne zu bringen“. Zugleich gehe es darum, die Digitalisierung ernst zu nehmen und zu nutzen – und sich für ein Klima einzusetzen, „in dem wir auf Dauer gut leben können“, sagte er bei der Veranstaltung in der Akademie „Die Wolfsburg“.

Minister Wüst verdeutlichte das Dilemma, dass angesichts einer „Infrastruktur in einem schrecklichen Zustand“ derzeit zwar genügend Geld für einen Ausbau vorhanden sei, es aber allerorten an den nötigen Planungs-Ingenieuren fehle. Da gelte es, Prioritäten zu setzen: „Ich kann keinen Planer von einem Autobahn- oder Brücken-Projekt abziehen, um einen Radweg zu bauen – so wichtig mir Radwege sind“, betonte der Minister.

Hafen-Manager Staake warb – auch angesichts der Erfahrungen in Duisburg – für ein noch stärker vernetztes Denken. In der engen Verbindung von Industrie und Logistik habe das Ruhrgebiet eine internationale Kompetenz, „die gilt es in einem engen Schulterschluss mit der Politik weiterzuentwickeln“. Dabei gehe es nicht nur um technische Lösungen wie den Umschlag von Waren zwischen Binnenschiff, Bahn und Lkw, sondern um komplette Logistikketten. „Wir steuern den gesamten Prozess – und denken in Lösungen mit dem Herzstück Hafen“, sagte Staake. Er kritisierte, dass der Lkw in den vergangenen Jahren politisch zu stark gefördert worden sei und plädierte dafür, das Netz der Deutschen Bahn „stärker unter die Kontrolle des Staates und nicht unter das einer Konzern-Holding“ zu stellen, um den Erhalt und Ausbau der Bahn-Infrastruktur zu stärken. Zugleich lobte Staake die Initiative der Bundesregierung, die weiter Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagern will.

Dem wollte auch der Minister nicht widersprechen. Er betonte aber, dass eine Verlagerung von lediglich zehn Prozent des Lkw-Verkehrs auf die Schiene eine zusätzliche Steigerung von 40 Prozent im ohnehin schon stark belasteten Bahn-Güterverkehr bedeuten würde. Deshalb müsse es aktuell vor allem darum gehen, den weiteren Zuwachs des Güterverkehrs stärker auf die Schiene zu verlagern.

Eine Vernetzung wünscht sich Wüst indes auch beim öffentlichen Personenverkehr. Junge Leuten würden es heute nicht akzeptieren, dass sie per Smartphone eine Reise nach Australien buchen könnten, in NRW aber an den Tickets unterschiedlicher Verkehrsverbünde scheiterten. „Die Digitalisierung gibt uns die Chance vom Kunden her zu denken“, so Wüst. Wenn die Verkehrsunternehmen dies täten, würden die strukturellen Grenzen für die Kunden unwichtig. Aktuell liefen bereits Gespräche zwischen den Verkehrsverbünden, die Parameter für gemeinsame digitale Tickets entwickeln.

Auch Stauforscher Schreckenberg sieht Potenzial in einer besseren Vernetzung der Verkehrsmittel: „Wir müssen die Modalitäten enger verknüpfen.“ Dazu gehörten aber zum Beispiel auch mehr Parkplätze: „Wie soll ich intermodal unterwegs sein, wenn es an der S-Bahn-Station nur zehn Parkplätze gibt?“ Alle Beteiligten müssten an der Attraktivität des öffentlichen Verkehrs arbeiten, „dann geben die Leute auch Geld dafür aus“. Zugleich warb Schreckenberg für „ganz neue Denkmodelle“, zum Beispiel einen kostenlosen Nahverkehr – oder deutlich reduzierte Preise von zum Beispiel einem Euro pro Tag, wie es die Stadt Wien seit einigen Jahren praktiziert.

Auf die Frage eines Zuhörers, ob es nicht drastischere Lösungen hin zu einer umweltfreundlicheren Mobilität brauche, betonte Minister Wüst, dass er „für radikale Wenden nicht zu haben“ sei. Er sprach sich dafür aus, „dass der Verkehr einen stärkeren Beitrag zur CO2-Reduzierung leisten muss“ und betonte, dass seine Regierung erstmals auch von Seiten des Landes den Ausbau von Radwegen fördere – zum Beispiel den Radschnellweg durchs Ruhrgebiet. Größere Klimaeffekte sieht Wüst aber „zum Beispiel durch komfortabel buchbare Wege über verschiedene Verkehrsträger hinweg“.

Das sei im Übrigen auch der Wunsch der jungen Generation, waren sich Wüst und Schreckenberg einig. „Die jungen Menschen wollen kein Fahrzeug mehr besitzen“, verwies Schreckenberg auf den Wandel des Autos als Statussymbol. Wüst verwies auf das geplante Azubi-Ticket der Landesregierung. Statt nach einem Dienstwagen fragten junge Arbeitnehmer heute nach der Bus- und Bahn-Anbindung ihres Unternehmens – und einer Jahres-Netzkarte.

Quelle: Bistum Essen, Foto: Nicole Cronauge, Bei der von „Wolfsburg“-Direktor Michael Schlagheck (3.v.l.) moderierten Runde diskutierten (v.l.) der Stauforscher Michael Schreckenberg, NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und der Vorstandsvorsitzende der Duisburger Hafen AG, Erich Staake.




19 Projekte aus den Städten und Gemeinden

Insgesamt 19 Projekte präsentierte die Delegation aus dem Rhein-Kreis Neuss bei der internationalen Gewerbe-Immobilien-Messe „Expo Real“ in München. Außerdem präsentierte die Kreiswirtschaftsförderung ihren neuen Imagefilm.

Am Stand der Standort Niederrhein GmbH begrüßten Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der kreisangehörigen Städte und Gemeinden sowie zahlreiche kommunale Wirtschaftsförderer die Investoren, Projektentwickler und viele andere Besucher. Dabei hatten sie zwölf gewerbliche Investitions- und Entwicklungsprojekte sowie sieben wohnungswirtschaftliche Projekte im Gepäck. Vier der Projekte aus den Städten Kaarst, Dormagen, Neuss und der Gemeinde Rommerskirchen wurden bei verschiedenen Bühnenpräsentationen ausführlich vorgestellt.

Prominente Besucherin aus NRW am Niederrhein-Stand war Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung. Landrat Petrauschke hatte den Messestand zuvor als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung zusammen mit seinen Landratskollegen aus dem Kreis Viersen, dem Kreis Kleve, den Oberbürgermeistern aus Mönchengladbach und Krefeld sowie dem Präsidenten der IHK Mittlerer Niederrhein eröffnet.

Wie Petrauschke betonte, sei es wichtig, die wirtschaftliche Hochkonjunktur und die handfesten Standortvorzüge des Niederrheins zu nutzen, um neue Unternehmen anzusiedeln und weitere Arbeitsplätze zu schaffen. Genauso wichtig sei es aber auch bestehende Arbeitsplätze zu sichern, so Petrauschke mit Blick auf den geplanten Braunkohleausstieg, von dem die Menschen im Rheinischen Revier und auch im Rhein-Kreis Neuss besonders betroffen sind. Hier gelte es, auch den energieintensiven Industrien weiterhin rentables Wirtschaften zu ermöglichen.

Pünktlich zur Expo Real fertiggestellt feierte der neue Imagefilm der Kreiswirtschaftsförderung in München Premiere. In rund zweieinhalb Minuten bringt er die Standortvorteile des Rhein-Kreises Neuss als wirtschaftsstärkten Kreis in NRW auf den Punkt und wagt den Blick in die Zukunft, für die er den Rhein-Kreis Neuss als bestens gerüstet zeigt – ob Lebensqualität, Innovationen, Digitalisierung, Industrie 4.0 oder Fachkräftepotential.

Der neue Standort-Film der Kreiswirtschaftsförderung ist im Internet unter anderem auf www.wirtschaft-rkn.de und
www.youtube.com/rheinkreisneuss zu sehen.

Quelle: Rheinkreis Neuss, Foto: Lothar Berns, Andreas Coenen, Wolfgang Spreen, Elmar te Neues, Ministerin Ina Scharrenbach, Hans Jürgen Petrauschke, Hans-Wilhelm Reiners, Ansgar Müller und Frank Meyer (von rechts) auf der Niederrhein-Bühne

 




thyssenkrupp stellt sich den Anforderungen

 In der Automobilbranche gelten höchste Ansprüche an Qualitätsmanagement. Die neue IATF-Zertifizierung (IATF 16949:2016), welche die bestehende EN ISO 9001 um weitere Anforderungen verschärft, wird hierbei als neuer Maßstab gesetzt.

thyssenkrupp Materials Processing Europe, der Service- und Anarbeitungsspezialist von thyssenkrupp Materials Services, hat zehn Standorte in Deutschland unter anderem in Krefeld, Frankreich, Spanien, Ungarn und Polen erfolgreich nach der neuen Norm zertifiziert. 

Marcus Wöhl, Vorsitzender der Geschäftsführung, erklärt: „Die Zertifizierung nach IATF 16949 ist für uns ein wichtiger Schritt, um steigende Kundenanforderungen zu erfüllen und so als wichtiger Service-Partner für die Automobil- und -zulieferbranche wettbewerbsfähig zu bleiben.“ 

Anhand zahlreicher Risikoanalysen in verschiedenen Tätigkeitsfeldern, der Bewertung aller Prozesschancen sowie -risiken und mit zusätzlich neu geforderten Verfahrensanweisungen setzt die IATF-Norm erhöhte Anforderungen und eine größere Systematik voraus. Darüber hinaus rücken viele Themen in den Fokus des Managements, bei denen mehr Verantwortung im Falle von Prozessabweichungen, wie beispielsweise bei Kunden- Scorecards oder bei der Einschätzung von potenziellen Feldausfällen, gefordert ist. Entwickelt wurden die Standards von der International Automotive Task Force (IATF), einer Arbeitsgruppe aus Vertretern führender Automobilhersteller und -zulieferer. 

Alle in der neuen IATF-Norm gestellten Voraussetzungen erfüllt thyssenkrupp Materials Processing Europe, wie Qualitätsmanager Dr. Gerd Gränzdörffer berichtet: „Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Projekt dank sehr guter Vorbereitung und Sensibilisierung der Mitarbeiter auf allen Ebenen zeitnah und ohne zu beanstandende Hauptabweichungen umsetzen konnten. Die erhöhten Standards der Automobilindustrie zu erfüllen, ist für uns zugleich ein wichtiger Nachweis einer strukturierten und systematischen Vorgehensweise in unseren Prozessen.“ Das Zertifikat hat eine Gültigkeit von drei Jahren und wird durch ein jährliches internes und externes Audit an den Standorten des europaweiten Netzwerks überprüft.

Als führendes Stahl- und Aluminium-Service-Center bedient thyssenkrupp Materials Processing Europe an 13 Standorten in sechs Ländern Verarbeiter aus der Automobil-, Elektro-, Bau- oder auch der Möbelindustrie. Mit seiner langjährigen Expertise in Beschaffung, Beratung und Vorfertigung liefert der Anarbeitungsspezialist dem vielfältigen Kundenkreis europaweit maßgeschneiderte Dienstleistungen rund um Flachstahl und NE-Metalle. 

thyssenkrupp Materials Services ist vom 09. bis 11. Oktober auf der ALUMINIUM 2018 in Düsseldorf am Stand 13J15. 

Quelle und Foto: thyssenkrupp Materials Services GmbH

 

 

 




NRW und Hamburg: Mehr Verkehr verlagern

Das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium und die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg haben Vorschläge erarbeitet, wie bei wachsenden Güterverkehrsströmen in Zukunft mehr Verkehr auf Bahn und Binnenschiff verlagert werden kann.

Heute werden Warenströme im Umfang von rund 500.000 Standard-Containern pro Jahr zwischen Hamburg und Nordrhein-Westfalen zu über 80 Prozent mit dem Lkw transportiert. Zur Präsentation der Ergebnisse des Projekts „Hamburg – NRW plus“ konnten Verkehrsminister Hendrik Wüst und Senator Frank Horch heute zahlreiche Branchenvertreter aus Wirtschaft, Logistik- und Transportwesen, Verbänden, Politik und Verwaltung in Düsseldorf begrüßen.

Senator Frank Horch hob die Bedeutung des Hamburger Hafens für Nordrhein-Westfalen hervor: „Hamburg ist der wichtigste deutsche Seehafen auch für Nordrhein-Westfalen. Für Hamburg ist Nordrhein-Westfalen wichtiges Hinterland, weil hier insbesondere im Containerverkehr bedeutende Verteil- und Wertschöpfungsprozesse stattfinden. Das ist eine win-win-Situation, die wir stärken und ausbauen möchten.“

Verkehrsminister Hendrik Wüst forderte: „Wir wollen mehr Güter von der Straße auf die Schiene und die Wasserstraßen verlagern. Dafür müssen wir bei wichtigen Infrastrukturprojekten zwischen Hamburg und Nordrhein-Westfalen vorankommen. In Berlin haben wir uns bereits erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung 15 neue Mitarbeiter für Projekte in Nordrhein-Westfalen einstellen kann.“

Möglichkeiten zur Hebung zusätzlichen Optimierungspotenzials bieten sich zuerst auf der Schiene. Die Wasserstraßenverbindung zwischen Hamburg und Nordrhein-Westfalen ist langfristig ausbaubar. Die für Hamburg wichtigen Regionen wie der Großraum Dortmund, Ost- und Südwestfalen sowie das Münsterland können noch besser an das Schienennetz angebunden werden. Mit dem Mitte September eröffneten Containerterminal Südwestfalen in Kreuztal ist jetzt Südwestfalen mit seinen über 150 Europa- und Weltmarktführern besser in den Kombinierten Verkehr eingebunden. Die Erweiterung und der Neubau von Terminals für den Kombinierten Verkehr (KV) sind von hoher Bedeutung für effiziente und ressourcenschonende Logistikabläufe.

Das Projekt „Hamburg – NRW plus“ richtet sich auch an die relevanten Akteure, insbesondere die Verlader. Über 200 Unternehmen wurden befragt und haben dem Projekt wichtige Daten zu den Anforderungen an die Bahn- und Binnenschiffsverbindungen geliefert. Dabei zeigte sich, dass Verlagerungspotentiale nicht nur im Containerverkehr, sondern auch für die zunehmenden Schwerguttransporte in Frage kommen. Seitens der Unternehmen besteht ein hohes Interesse an Optimierung der Logistikketten in Richtung Norden.

Die Bundesländer Hamburg und Nordrhein-Westfalen verfolgen mit dem Kooperationsprojekt „Hamburg – NRW plus“ das gemeinsame Ziel, den Hinterlandverkehr des Seehafens Hamburg zu optimieren. Trotz der Entfernung von mehr als 200 Kilometern vom Hafen Hamburg zur Landesgrenze Nordrhein-Westfalen (nahe Minden) und mehr als 300 Kilometern zum trimodalen Terminalstandort Dortmund, dominiert der Lkw-Verkehr im Modal Split. Bei Warenströmen im Umfang von rund 500.000 Standard-Containern (TEU*) pro Jahr liegt der Lkw-Anteil auf der Relation Hamburg – Nordrhein-Westfalen bei rund 81,5 Prozent, wohingegen der kumulierte Bahn- und Binnenschiffsanteil bei 18,5 Prozent liegt. Durch die Stärkung der Verkehrsträger Schiene und Binnenwasserstraße sollen die Straßen entlastet und Logistikketten effizienter und ressourcenschonend gestaltet werden. Mit der Durchführung des Projekts sind der Hafen Hamburg Marketing e.V. (HHM) und PLANCO Consulting GmbH beauftragt worden. HHM hat bereits erfolgreich zwei ähnliche Projekte abgeschlossen und zeigt sich mit den Ergebnissen in Nordrhein-Westfalen sehr zufrieden.

Quelle: Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Foto:HHM




Hamburg und Marseille: Eine starke Partnerschaft

Der Erste Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher hat eine Delegation aus Hamburgs Partnerstadt Marseille im Rathaus empfangen. Der stellvertretende Bürgermeister von Marseille, Jean Roatta, der in seiner Stadt für die internationalen Beziehungen zuständig ist, führte die Delegation an.

In den Grußworten betonten Tschentscher und Roatta die enge Freundschaft und intensive Zusammenarbeit der beiden Hafenstädte, die mit der Unterzeichnung von zwei neuen Vereinbarungen bekräftigt wurde.

„Das 60-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft von Marseille und Hamburg ist ein guter Anlass, die Zusammenarbeit der Partnerstädte zu vertiefen. Unsere Häfen wollen bei der Digitalisierung und der Verringerung von Emissionen zusammenarbeiten. Auch bei der städtebaulichen Entwicklung unserer ehemaligen Hafengebiete soll ein intensiver Austausch von Ideen und Erfahrungen stattfinden“, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher.

Einen Letter of Intent zwischen der Hamburg Port Authority (HPA) und dem Grand Port Maritime de Marseille (GPMM) unterzeichneten HPA Geschäftsführer Matthias Grabe und die Chefin der Hafenverwaltung von Marseille, Christine Cabau Woehrel. Beide Häfen bekennen sich damit zur Zusammenarbeit in den Bereichen Emissionsreduktion und „Smart Port“ für einen intelligenten Informationsaustausch mittels digitaler logistischer Infrastruktur, um die Qualität und die Effizienz der Häfen zu erhöhen.

Die Kooperationsvereinbarung zwischen der HafenCity GmbH und dem Stadtentwicklungsprojekt Euroméditerranée hat zum Ziel, regelmäßige Austausche zwischen den beiden Partnern zu etablieren. Die Zusammenarbeit bezieht sich auf die Bereiche Stadtentwicklung und –planung sowie Unternehmensführung. Unterzeichnet haben das Abkommen heute der Geschäftsführer der HafenCity GmbH Prof. Jürgen Bruns-Berentelg und Hugues Parant, Generaldirektor des Euroméditerranée. Das 1996 in Marseille gestartete Stadtentwicklungsprojekt Euroméditerranée befasst sich mit der architektonischen Neu- und Umgestaltung großer Gebiete der Stadt Marseille, um eine lebendige Infrastruktur zu schaffen und die Attraktivität der Innenstadt zu erhöhen. Neben dem Gebiet des ehemaligen Handelshafens umfasst das fast 500 Hektar große Projekt dabei auch weitere Bezirke im historischen Stadtkern von Marseille.

Die Delegation aus Marseille ist vom 26. bis zum 28. September 2018 zu Gast in Hamburg und besteht aus Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Politik. Der Bürgermeister von Marseille, Jean-Claude Gaudin, musste seine eigene Teilnahme kurzfristig absagen. Bürgermeister Tschentscher hat im Juli dieses Jahres Marseille besucht, dort unter anderem das Stadtentwicklungsprojekt Euroméditerranée besichtigt und Gespräche mit der Hafenverwaltung geführt. Zudem war er Ehrengast bei den Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag.

Seit 1958 besteht die Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Marseille. Sie wurde noch vor dem deutsch-französischen Freundschaftsvertrag von 1963 (Elysée-Vertrag) unterzeichnet und galt als großer Fortschritt in der Zusammenarbeit der beiden bis dato verfeindeten Länder. Die Partnerschaft jährt sich in diesem Jahr zum 60. Mal. Sie geht zurück auf die damaligen Bürgermeister Gaston Deferre und Max Brauer, die den „Partnerschaftsschwur“ unterschrieben. Die Städte verpflichteten sich damit zu „gegenseitigem Verständnis, Brüderlichkeit und Zusammenarbeit“. Heute umfasst die Städtepartnerschaft unter anderem die Zusammenarbeit im Bereich der Schüleraustausche, des Hafens oder der Stadtentwicklung.

Quelle: Freie und Hansestadt Hamburg Pressestelle des Senats, Foto: Jan-Niklas Pries / Pressestelle des Senats, unterzeichneten die Kooperation von links nach rechts: Chefin der Hafenverwaltung von Marseille, Christine Cabau Woehrel, Bürgermeister Peter Tschentscher, Bürgermeister von Marseille, Jean Roatta und HPA Geschäftsführer Matthias Grabe.