Dachser gründet Enterprise Lab am Fraunhofer IML

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Dachser hat am 1. Oktober 2017 eine enge Forschungs- und Entwicklungspartnerschaft mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML gestartet.

In dem neu geschaffenen »Dachser Enterprise Lab« in Dortmund arbeiten Mitarbeiter des Logistikdienstleisters und Wissenschaftler des Fraunhofer IML in gemeinsamen Teams an konkreten Forschungs- und Entwicklungsaufträgen, die auf die Geschäftsmodelle der beiden Dachser Business Fields Road Logistics und Air & Sea Logistics einzahlen. Aufgabe der Teams ist es, zukunftsweisende Technologien für den flächendeckenden Einsatz in der Praxis gezielt (weiter) zu entwickeln.

»Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Hochschulen und Entwicklungspartnern ist seit Jahren ein fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Das Dachser Enterprise Lab erweitert unsere internen Forschungs- und Entwicklungskapazitäten um wichtige Fähigkeiten und den flexiblen Zugriff auf Spezialisten«, unterstreicht Bernhard Simon, CEO von Dachser. Das Fraunhofer IML verfüge über eine ausgezeichnete Expertise, hervorragend ausgestattete Labore und eine breite Basis von motivierten und kreativen Wissenschaftlern. In Kombination mit den langjährigen Erfahrungen der Dachser-Logistikexperten werde dies die Innovationsgeschwindigkeit des Unternehmens noch einmal erhöhen.

»Grundgedanke unserer Enterprise Labs ist es, Forschungsergebnisse in Spitzengeschwindigkeit in Produkte oder neue Geschäftsmodelle umzusetzen. Durch neue und interdisziplinäre Formen kooperativer Entwicklung auf kurzen Dienstwegen, erreichen wir eine große Durchlässigkeit zwischen Wirtschaft und Forschung«, betont Prof. Dr. Dr. h.c. Michael ten Hompel. »So sind wir in der Lage, neue Technologien, Trends oder Unternehmensstrategien sofort flexibel einfließen zu lassen und effizient Schwerpunkte zu setzen. Gerade für einen global vernetzten Logistiker wie Dachser, mit komplexen Netzwerken und Datenstrukturen, ist diese Flexibilität ein enormer Wettbewerbsvorteil. Mit dem Enterprise Lab setzen wir gemeinsam mit Dachser ein deutliches Ausrufezeichen in der kooperativen Logistik- und Technologieentwicklung.«

Das Fraunhofer IML gilt als die Adresse für alle Fragestellungen zu ganzheitlicher Logistik und arbeitet auf allen Feldern der inner- und außerbetrieblichen Logistik. Am Fraunhofer IML, gegründet 1981, arbeiten zurzeit 260 Wissenschaftler sowie 250 Doktoranden sowie Studierende, unterstützt durch Kollegen in Werkstätten, Labors und Servicebereichen.

Nach Projekt- und Kundenbedarf zusammengestellte Teams schaffen branchenübergreifende und kundenspezifische Lösungen u. a. im Bereich der Materialflusstechnik, des Warehouse Managements, der Geschäftsprozessmodellierung, der simulationsgestützten Unternehmens- und Systemplanung sowie in den Bereichen Verkehrssysteme, Ressourcenlogistik und E-Business. Das »Internet der Dinge« wird Fraunhofer-weit vom Fraunhofer IML gemanagt. Im Bedarfsfall kann das IML auf 24 000 Mitarbeiter in 67 Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft zurückgreifen.

Das Familienunternehmen Dachser mit Hauptsitz in Kempten, Deutschland, zählt zu den führenden Logistikdienstleistern. Dachser bietet eine umfassende Transportlogistik, Warehousing und kundenindividuelle Services innerhalb von zwei Business Fields: Dachser Air & Sea Logistics und Dachser Road Logistics. Letzteres teilt sich in die beiden Business Lines Dachser European Logistics und Dachser Food Logistics auf. Übergreifende Kontraktlogistik-Services sowie branchenspezifische Lösungen ergänzen das Angebot. Ein flächendeckendes europäisches sowie interkontinentales Transportnetzwerk und komplett integrierte Informationssysteme sorgen weltweit für intelligente Logistiklösungen.

Mit rund 27.450 Mitarbeitern an weltweit 409 Standorten erwirtschaftete Dachser im Jahr 2016 einen Umsatz von 5,71 Milliarden Euro. Der Logistikdienstleister bewegte insgesamt 80 Millionen Sendungen mit einem Gewicht von 38,2 Millionen Tonnen. Dachser ist mit eigenen Landesgesellschaften in 43 Ländern vertreten.

Quelle und Foto: Dachser




Rettung von einem Frachtschiff in Neuss

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Am Mittwochvormittag zog sich eine Frau starke Verletzungen im Rückenbereich bei einem Treppensturz zu. Dieser Unglücksfall passierte auf einem Frachtschiff im Neusser Hafenbecken 1.

Durch die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst konnte die Patientin schnell und schonend in ein Krankenhaus gebracht werden. Um dies zu ermöglichen rückten die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwehr Neuss zur Einsatzstelle aus. Unter anderem waren das Feuerlöschboot Neuss und eine Drehleiter der Feuerwehr im Einsatz um die verletzte Frau vom Schiff an Land zu transportieren.

Quelle und Foto: Feuerwehr Neuss 




Ausbau von Bahnstrecke jetzt vordringlich

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Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat den Ausbau der Schienenstrecke von der deutsch-niederländischen Grenze über Kaldenkirchen und Viersen bis nach Rheydt-Odenkirchen in den „Vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans 2030 aufgestuft.

Verkehrsminister Hendrik Wüst begrüßte die Entscheidung des BMVI, die Ausbaustrecke in den Vordringlichen Bedarf aufzunehmen: „Ich bin dem Bund für die Heraufstufung sehr dankbar. Diese Entscheidung gibt uns die Möglichkeit, in Zukunft mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu bekommen.“

Der Ausbau der Schienenstrecke von der deutsch-niederländischen Grenze bis nach Rheydt-Odenkirchen für den Personen- und Güterverkehr war bislang lediglich in den „Potentiellen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans 2030 eingestellt. Nachdem gutachterlich die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme bestätigt wurde, sind jetzt die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Bahn mit den konkreten Planungen starten kann.

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt werden auf 210 Millionen Euro geschätzt.

Das Projekt ist zudem Bestandteil der gemeinsam mit Belgien und den Niederlanden laufenden Machbarkeitsstudie „3RX“ zur Optimierung des Schienenverkehrs zwischen den Nordseehäfen und dem Ruhrgebiet.

 Quelle und Grafik: BMVI




„0017 – das Abi ist nicht genug“

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Die Europäische Fachhochschule (EUFH) in Neuss hat mit einer fröhlichen Semestereröffnungsfeier im Alten Zeughaus unter dem Motto „0017 – das Abi ist nicht genug“ etwa 160 Studienanfänger begrüßt, die das duale Studium in den Fachbereichen Handels-, Industrie- und Logistikmanagement, General Management oder Wirtschaftsinformatik aufnehmen.

Die Hochschule hieß ihre Erstsemester am Campus Neuss ganz herzlich willkommen. Gestartet sind noch einmal deutlich mehr junge Leute als im Vorjahr. Das duale Studium wird immer beliebter.

„Ich bin M und heute bekommen Sie von mir die Mission, mit der am Ende Ihres dualen Agententraings an der EUFH niemand Sie mehr als praxisfern wahrnehmen wird“, begrüßte Prof. Dr. Birger Lang, Präsident der Hochschule, die Studienstarter am Campus Neuss. „Verbinden Sie jederzeit Theorie und Praxis miteinander. Sie selbst werden ständig in der Praxis sein und am Campus treffen Sie auf praxiserfahrene Professoren. Deshalb werden Sie als Absolventen bereits praxiserprobte Top-Agenten mit sehr guten Zukunftsaussichten sein.“

Die Grüße des Rates und der Stadt Neuss überbrachte der stellvertretende Bürgermeister Sven Schürmann.“ Mit der EUFH haben Sie eine gute Wahl getroffen. Während Sie sich bestens auf den Beruf vorbereiten und bereits jetzt hervorragende Kontakte knüpfen, hat Ihnen Neuss eine Menge zu bieten, so der Bürgermeister, der den Erstsemestern die Vorzüge ihrer Studienstadt vor Augen führte und ihnen besonders das Neusser Schützenfest empfahl.

„Sie werden ganz viel Neues sehen und sich einbringen“, so Landrat Hans-Jürgen Petrauschke während seines Grußworts. Er forderte die Studienstarter auf, auch Respekt gegenüber denjenigen zu haben, die das Abitur nicht schaffen und nicht nur an sich und ihre guten Perspektiven zu denken. „Die Europäische Fachhochschule hat einen tollen Namen“, fügte er hinzu. „Denken Sie daran, dass die Gemeinschaft aller viel mehr ist als die Summe der Einzelnen!“

Stellvertretend für alle Kooperationspartner der EUFH in der Wirtschaft richtete Veronika von Rüden, Personalleiterin bei der Isban DE GmbH, das Wort an die Gäste im Alten Zeughaus. Das Unternehmen, das Software für eine namhafte Bank entwickelt, arbeitet bereits seit zehn erfolgreich Jahren mit der EUFH zusammen. Aktuell lernen und arbeiten dort 16 dual Studierende, sieben Erstsemester sammeln dort von jetzt an Praxiserfahrung. „Wir haben mit der EUFH einen Hochschulpartner mit wirklich gut durchdachtem Konzept gefunden, bei dem die Studierenden sehr gut betreut werden. Wir brauchen Nachwuchs mit Potenzial. Deshalb fördern und fordern wir unsere dual Studierenden, sodass sie ihre Studienzeit bestmöglich nutzen können.“

Bei einem Get Together gab es im Anschluss an den offiziellen Teil der Feier jede Menge Gelegenheit zum Kennen lernen für Studienstarter, Professoren und Unternehmensvertreter. Die Studierenden der EUFH luden ihre neuen Kommilitonen ein, sich mit ihnen auch außerhalb der Seminarräume an der EUFH zu engagieren, etwa im Studierendenparlament oder im PR Team der Hochschule.

Quelle und Foto: EUFH




Niederlande haben beste Hafeninfrastruktur

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Die Niederlande haben die beste Hafeninfrastruktur der Welt. Dies behauptet das World Economic Forum im ‚‚The Global Competitiveness Report 2016-2017‘‘. Die Niederlande nehmen zum sechsten Mal in Folge die Spitzenposition ein. Singapur bleibt, im Vergleich zum vorigen Jahr, auf dem zweiten Platz, Hongkong nimmt den dritten und Belgien den siebten Platz ein.

In den letzten Jahren wurden wichtige Investitionen in die Infrastruktur der Maasvlakte und der alten Hafengebiete in Dordrecht und im Botlek-Gebiet vorgenommen; wurde die neue Botlek-Brücke gebaut; RDM Rotterdam renoviert und wurden moderne Bojen- und Pfahlkonstruktionen im Calandkanal angelegt. Standardmäßig investiert der Hafenbetrieb Rotterdam jährlich 150 bis 200 Millionen Euro in seine Hafenstruktur. In Kürze beginnt die Vertiefung des Nieuwe Waterweg, des Kanals, der das Zentrum von Rotterdam mit der Nordsee verbindet. Dadurch wird die Zugänglichkeit des Botlek-Gebiets für die neue Generation Massengut- und Tankschiffe verbessert.

Quelle: Port of Rotterdam, Foto: Eric Bakker




640 Millionen Euro für Schienennetz in Norddeutschland

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Rund 640 Millionen Euro werden in die Infrastruktur in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen für eine höhere Verlässlichkeit und Qualität ganz im Sinne des Unternehmensprogramms „Zukunft Bahn“ investiert.


Insgesamt stehen im Rahmen der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung mit dem Bund zwischen 2015 und 2019 rund 3,1 Milliarden Euro allein für die bestehende Schieneninfrastruktur in Norddeutschland zur Verfügung. In diesem Zeitraum plant die Bahn nicht nur die Erneuerung von 88 Brücken und rund 1.440 Kilometer Schienen. Auch insgesamt über 1.430 Weichen werden auf Vordermann gebracht.

Im vergangenen Jahr konnten Maßnahmen für knapp 590 Millionen Euro realisiert werden, darunter die Erneuerung von über 320 Kilometer Gleise sowie rund 220 Weichen.
Neben Maßnahmen im bestehenden Netz stehen dabei auch wichtige Neu- und Ausbauprojekte für ein Plus an Kapazität auf der Agenda. In Spitzenzeiten finden bundesweit bis zu 850 Baustellen am Tag statt.

Ausführliche Informationen zu den Investitionen im Norden:
Daten und Fakten für Hamburg und Schleswig-Holstein finden Sie hier
Daten und Fakten für Niedersachsen und Bremen finden Sie hier

Quelle: Deutsche Bahn AG, Foto: Deutsche Bahn AG / Christian Bedeschinski




Recycling-Betrieb möchte nach Godorf verlagern

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Angesichts der bevorstehenden Umwandlung des Hafens Köln-Deutz vom Logistikstandort zum neuen Stadtquartier plant das Recycling-Unternehmen Theo Steil GmbH, seine Kölner Niederlassung von Deutz nach Köln-Godorf zu verlagern. Dazu wurde ein entsprechendes Genehmigungsverfahren gestartet.

Auf Beschluss des Rates der Stadt Köln soll der Deutzer Hafen in den kommenden Jahren zu einem Wohn- und Büroviertel umgebaut werden. Die Häfen und Güterverkehr Köln AG hat deshalb ihre Grundstücke im Deutzer Hafen im Dezember 2016 an die Stadtentwicklungsgesellschaft „moderne stadt“ veräußert. Gemäß Kaufvertrag wird der Hafenbetreiber RheinCargo den Hafenbetrieb vorerst weiterführen und zum 31. Dezember 2020 endgültig einstellen. Danach beginnt die städtebauliche Entwicklung des Hafenareals mit einer Gesamtfläche von 35 Hektar.

Für die Theo Steil GmbH, die seit 1989 im Deutzer Hafen einen Metallrecyclingbetrieb zur Behandlung und Lagerung von Eisen- und Nichteisenschrotten betreibt, ergibt sich dadurch die Notwendigkeit, einen geeigneten Ersatzstandort für ihre Kölner Niederlassung zu finden. Dieser muss ausreichend Fläche bieten und ebenso wie der Deutzer Hafen den Umschlag auf Binnenschiff und Bahn ermöglichen.

Um der Theo Steil GmbH trotz der sich verschärfenden Flächenknappheit in den Kölner Häfen einen neuen Standort anbieten zu können, haben der Hafenbetreiber RheinCargo und die HGK eine Übergangslösung gefunden. Demnach kann der Metallrecyclingbetrieb zunächst auf einer Fläche von rund 14.000 m² im Godorfer Hafen angesiedelt werden. Die Vorbereitungen für das hierfür erforderliche behördliche Genehmigungsverfahren hat die Theo Steil GmbH im April 2017 gestartet.

Der neue Standort in Godorf befindet sich am südöstlichen Ende des Hafenbeckens 3 und wird zurzeit für den Umschlag trockener Massengüter genutzt. Eine vorläufige Ansiedlung des Recyclingbetriebs auf dieser Fläche berücksichtigt die seit langem geplante Erweiterung des Godorfer Hafens und steht einem Hafenausbau ausdrücklich nicht entgegen. „Uns ist es wichtig, dem Kunden die Möglichkeit zu bieten, seine Niederlassung in Köln über 2020 hinaus weiterbetreiben zu können – auch im Sinne der betroffenen Arbeitnehmer. In Godorf können wir im bestehenden Hafen übergangsweise ein entsprechendes Angebot machen. Wenn der Godorfer Hafen zu einem späteren Zeitpunkt wie geplant um ein viertes Hafenbecken erweitert wird, ist vereinbart, dass die Theo Steil GmbH mit ihrer Niederlassung auf die nordwestliche Seite des neuen Hafenbeckens 4 umzieht“, erläutern HGK-Vorstandssprecher Horst Leonhardt und RheinCargo-Geschäftsführer Jan Sönke Eckel.

Quelle und Foto: HGK

 




Ein Park für die Mercatorinsel

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An der Nordspitze der Mercatorinsel wird es zukünftig einen Park geben. Finanziert wird der Ausbau aus Fördermitteln des Bundes im Rahmen der Kommunalen Investitionsoffensive (KIDU). Realisiert wird der Ausbau in Kooperation der Stadt Duisburg und duisport.

Die Planung erfolgte durch das Duisburger Landschaftsarchitekturbüro Danielzyk & Leuchter. Oberbürgermeister Sören Link und Erich Staake, Vorstandvorsitzender Duisburger Hafen AG, stellten heute die Planungen vor.

Oberbürgermeister Sören Link: „An kaum einem anderen Ort in Duisburg lässt sich das spannende Zusammenspiel zwischen Natur, Industriekulisse und Hafen so gut erleben wie hier. Schon lange gab es Pläne, diese Fläche zu entwickeln. Nun werden sie Realität. Ich freue mich sehr, dass wir den Duisburgerinnen und Duisburgern, aber auch unseren Besuchern bald ein neues attraktives Ausflugsziel bieten können.“

Erich Staake: „Damit schaffen wir ein attraktives Umfeld für unsere Skulptur ,Echo des Poseidon‘ von Markus Lüpertz. Dies eindrucksvolle Kunstwerk hat sich zu einem touristischen Publikumsmagneten weit über Duisburg hinaus entwickelt. Wir schaffen also Arbeitsplätze auf der Mercatorinsel und werten diese gleichzeitig durch die Parkanlage für Bürger und Touristen auf.“

Im Zuge des Ausbaus der Mercatorinsel wird nun auch die Spitze der Insel, eine in der Vergangenheit nicht zugängliche Industriefläche, als Grünfläche für die Öffentlichkeit hergerichtet. Dabei bleibt  der industrielle Charakter durch die Oberflächenstruktur erhalten. Die so entstehenden speziellen Lebensräume schaffen die Verbindung zwischen historischer Industrienutzung und der Nutzung als Erholungsraum.

Eine rund 2,5 ha große Fläche wird als extensive Naturlandschaft über wassergebundene Wege erschlossen. Gepflasterte Flächen werden mit Bänken und Papierkörben ausgestattet und bieten so die Möglichkeit zum Verweilen. Als Absturzsicherung zu den angrenzenden Gewässern wird ein Geländer eingebaut. Im südöstlichen Bereich schließt sich eine Fläche für den Artenschutz an, die zusätzlich über einen bepflanzten Erdwall sowie einen Weidezaun von der Grünanlage abgetrennt wird. Die Skulptur Echo des Poseidon, die vis-á-vis zur Rheinorange steht, bildet an der Ruhrmündung zusammen mit der Rheinorange einen Kunstraum, der zur Attraktivität der Grünfläche beiträgt. Insgesamt stehen für die Maßnahme Projektmittel in Höhe von rund 450.000 Euro zur Verfügung.

Quelle und Foto: Stadt Duisburg, (v.l.n.r.): Markus Teuber, Generalbevollmächtigter der Duisburger Hafen AG, Volker Heimann, Leiter Amt für Umwelt und Grün, Mahmut Özdemir MdB, Oberbürgermeistern Sören Link, Erich Staake, Vorstandsvorsitzender Duisburger Hafen AG und Umweltdezernent Dr. Ralf Krumpholz. Foto: Stadt Duisburg.




Der Spediteur und die digitale Konkurrenz

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In der IHK Mittleres Ruhrgebiet in Bochum fand am 14. September 2017 das 7. BranchenForum LogistikMarketing.NRW statt.

 

Rund 40 Teilnehmer tauschten sich unter anderem zu den Fragen „Werden Disponenten bald durch Algorithmen ersetzt?“, „Ersetzen Portale den Kundenkontakt?“, „Ist die neue Online-Welt das Ende der klassischen Anbieter?“ und „Sind digitale Speditionen Feinde oder Partner beim Kampf um Verlader?“ aus.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Peter Abelmann, Clustermanager Logistik.NRW, führte der Vorsitzende des BranchenKreises LogistikMarketing Werner Geilenkirchen von HERZIG Marketing als Moderator durch die Veranstaltung. In seinem Intro machte er deutlich, was andere Branchen im Bereich Digitalisierung bereits geleistet haben und zog Parallelen zur Logistik. So berichtete er, wie Flugbuchungsportale die Reisebranche revolutioniert haben, und dass ähnliche digitale Geschäftsmodelle auch den Transportmarkt verändern würden.

Im Fokus der Veranstaltung stand der Vortrag von Phillip Ortwein, CEO der digitalen LogistiklösungInstaFreight, der digitalen Spedition für B2B-Kunden. In seinem Vortrag präsentierte Ortwein den Weg von der Produktidee über den Entstehungsprozess bis hin zum ersten Erfolg. Die Mission von InstaFreight sei es, die „Komplexität der Lieferkette zu reduzieren“ und „für Transparenz zu sorgen“. Ortwein gab an, langfristig „Europas führende B2B-Online-Spedition für den Gütertransport zu werden“. Dabei sieht er sich ganz klar als Partner für kleinere Transportunternehmen und Speditionen. Nicht nur diese Aussage polarisierte bei den Zuhörern und führte zu vielen Nachfragen.

Im Anschluss übernahm Werner Geilenkirchen erneut die Moderation. Er präsentierte die Ergebnisse der Studie „Digitale Konkurrenz im Transportmarkt“, die vom Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen e. V. (VVWL e. V.) und HERZIG Marketing unter  1.900 ausgewählten Mitgliedern des VVWL e. V. durchgeführt wurde. Mit diesen Informationen gingen die Teilnehmer in eine Pause, die sie bei Snacks und Heißgetränken zum weiteren Austausch und Netzwerken nutzten.

Es folgte eine Diskussionsrunde mit Phillip Ortwein, Marcus Hover, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VVWL e. V. und Peter Abelmann, welche die Teilnehmer nutzen, kritische Bedenken gegenüber Online-Frachtenbörsen, digitalen Speditionen und Preisportalen kund zu tun und Fragen zu stellen. Dabei ging es immer wieder um das Thema der Innovation von digitalen Speditionen und den Schwierigkeiten dieses Geschäftsmodells in der Realität. Letztlich überwogen allerdings die positiven Stimmen, die an alle Anwesenden appellierten, sich mit der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse auseinander zu setzen.

Abschließend stellte Stefan Postert, Projektleiter der IHK Bochum, unter dem Titel „Der schwere Weg zur digitalen Organisation“ Aspekte der sich wandelnden Gesellschaft im Zeitalter der Digitalisierung vor. Er verdeutlichte, dass die jüngeren Generationen andere Bedürfnisse und Ansprüche habe als die Früheren und hob mit dem Zitat „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“ nochmals hervor, wie wichtig es ist, sich auf Neues einzulassen. Dass er hinter seiner Aussage steht, bestätigte Postert mit der Präsentation der neuen, derzeit in der IHK Mittleres Ruhrgebiet umgesetzten Organisationsstruktur, welche mit der klassischen hierarchischen Struktur nur noch wenig gemeinsam hat.

Quelle und Foto: VVWL




150 Jahre im Dienst der maritimen Wirtschaft

Elbeforum 14.09.

Drei Firmen der SCHRAMM group feiern in dieser Woche in Brunsbüttel gemeinsam ihre Jubiläen: Die Schleppreederei Hans Schramm & Sohn Schleppschifffahrt wird 90 Jahre alt, die Brunsbüttel Ports GmbH – vormals Hafengesellschaft Brunsbüttel – feiert runde 50 Jahre Elbehafen, und die maritimen Ingenieure von NavConsult sind schon 10 Jahre mit ihren innovativen Ideen erfolgreich.

Die SCHRAMM group ist ein inhabergeführter, strategischer Verbund aus spezialisierten Einzelunternehmen, die gemeinsam alle wichtigen Facetten der maritimen Wirtschaft abdecken: Schleppschifffahrt, Hafenbetrieb, Transportlogistik und maritimes Engineering – in diesen Bereichen bietet jedes einzelne Unternehmen der Schramm Gruppe zuverlässigen, kundenorientierten, flexiblen Service und baut auf langjährige Erfahrungen und gewachsene Kundenbeziehungen.

Drei Unternehmen der Firmengruppe feierten am Donnerstag gemeinsam mit Kunden und Geschäftspartnern im Elbeforum Brunsbüttel das besondere „150 Jahre“-Jubiläum.

Schifffahrt und Hafenbetrieb haben in Deutschland eine lange Tradition. Seit 1926 ist die Hans Schramm & Sohn Schleppschifffahrt GmbH & Co. KG ein Teil dieser maritimen Dienstleistungsbranche. Gegründet als kleiner Festmacherbetrieb, steht das Unternehmen heute für ein umfassendes Leistungsportfolio und eine sehr gut ausgestattete Flotte. Das Portfolio umfasst unter anderem auch die Bereiche Bergung und Ölbekämpfung. Als Teil der Schramm Gruppe kann auf ein eingespieltes, bedarfsgerechtes Netzwerk von Spezialisten zur Bewältigung komplexer Aufgaben zurückgegriffen werden.

Die Hafenlogistiker der Brunsbüttel Ports GmbH – vormals Hafengesellschaft Brunsbüttel mbH – sind die Experten in den Bereichen Umschlag, Lagerung, Transitverladung sowie in der Projektlogistik. Im Elbehafen Brunsbüttel wurde vor rund 50 Jahren das erste Schiff gelöscht. Der Elbehafen ist heute ein Universalhafen mit ausgeprägter Kundenorientierung und logistischer Kompetenz. Mit der logistisch günstigen Lage an der Unterelbe und am Nord-Ostsee-Kanal bietet der Elbehafen direkten Zugang zu Nord- und Ostsee und räumliche Nähe zu Hamburg. Der Hafen verfügt über einen trimodalen Terminalanschluss, wodurch optimale Transportverbindungen mit den Verkehrsträgern LKW, Bahn, Seeschiff und Binnenschiff gewährleistet sind und bietet somit ideale Voraussetzungen für die Funktion als Logistikdrehscheibe.

Das Planungs-, Beratungs- und Ingenieurbüro NavConsult bietet umfassendes und praxisorientiertes maritimes Know-how aus einer Hand. Seit nunmehr 10 Jahren erbringt NavConsult hochspezialisierte, individuelle Beratungsleistungen. Mit Schwerpunkt bei der Entwicklung von Schleppern, Pontons und Spezialschiffen im Bereich Offshore geht das Leistungsspektrum weit über den Schiffbau hinaus.

Der geschäftsführende Gesellschafter Hans Helmut Schramm und Geschäftsführer Frank Schnabel sind stolz auf die Erfolgsgeschichte, die die Schramm Gruppe bisher gemeinsam geschrieben hat. Sie haben für das „150er“-Jubiläum für alle Beteiligten etwas ganz Besonderes organisiert:

Am Donnerstag waren mehr als 300 Kunden und Geschäftspartner zu Gast und ließen im Elbeforum Brunsbüttel die Firmen-Historie noch einmal aufleben. Im Foyer konnte man die Firmengeschichte in Bildern und Exponaten betrachten. Nach einem Begrüßungsempfang begann das Programm im großen Saal mit freundlichen Grußworten, gefolgt von gutem Essen und Trinken. Das Improvisations- und Unternehmenstheater „Die Spieler“ aus Hamburg setzte die Firmengeschichte spielerisch mit viel Humor in Szene. Als weiteres Highlight begeisterte ein Lichtkünstler die Gäste, als bei atmosphärischer Musik erst nach und nach erkennbare „Schramm“-Szenen mit Licht auf einer großen Leinwand entstanden. Nach diesem emotionalen Übergang wurde auf der Bühne eine Hafenbar präsentiert, an der bei guten Gesprächen gemeinsam weitergefeiert wurde. „Unsere Kunden und Geschäftspartner ermöglichen unsere positive Entwicklung und dieses Jubiläum. Wir hoffen, unseren Gästen ein paar unvergessliche Stunden bereitet zu haben“, freut sich Hans Helmut Schramm.

Am Samstag wurde dann noch einmal mit allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der SCHRAMM group und ihren Partnern und Partnerinnen im Elbeforum das Jubiläum gefeiert. Frank Schnabel betont: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten sehr viel, um unseren hohen Standard zu erfüllen; nun bedanken wir uns und freuen uns auf die gemeinsame Feier.“

Und die Erfolgsgeschichte soll natürlich weitergehen. Nachdem im März 2017 mit der Übernahme dreier Häfen und drei weiterer Logistikstandorte in Schweden der Schritt ins Ausland erfolgte, konnte nun auch die Anzahl der Logistikstandorte in Hamburg um zwei erweitert werden. Somit ist alleine die Hafensparte der SCHAMM group inzwischen an insgesamt 15 Hafenstandorten und Terminals in Norddeutschland und Schweden aktiv.

Die SCHRAMM group beschäftigt heute ca. 400 Mitarbeiter/innen, und es werden kontinuierlich neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt. Die beiden Geschäftsführer fassen abschließend zusammen: „Die Firmengruppe agiert als internationaler Konzern und ist dennoch bodenständig geblieben. Bei uns gilt ein Handschlag immer noch, und wir setzen vor allem auf Vertrauen und Zuverlässigkeit.“

Das Jubiläum wurde zum Anlass genommen, gemeinsam mit der renommierten Historikergenossenschaft Hamburg eine Chronik zur Firmenhistorie zu erstellen, die in Kürze erscheinen und hoffentlich den Lesern viel Freude bereiten wird!

Quelle und Foto: Schramm group