EU-Kommission bittet um Stellungnahme

Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Anhörung zum Wettbewerbsrecht für Konsortien und Allianzen in der Linienschifffahrt begonnen. Die Kommission bittet insbesondere um Stellungnahmen von Reedereien, deren Kunden (Verlader und Spediteure), von Hafenbetreibern und deren Verbänden. Die Wettbewerbsbehörden der EU-Mitgliedstaaten werden ebenfalls konsultiert.

Der ZDS und der europäische Terminalbetreiberverband FEPORT werden sich in geeigneter Weise einbringen.

Linienschifffahrtsdienste, also regelmäßige, fahrplangebundene Seeverkehrsdienste zur Beförderung von Gütern, werden häufig von mehreren konkurrierenden Schifffahrtsunternehmen gemeinsam erbracht, auf der Grundlage sogenannter Konsortialvereinbarungen. Die in Konsortien (oder „Allianzen“) zusammengeschlossenen Linienreedereien – überwiegend Containerlinien –  nutzen gemeinsam Schiffe und stimmen Fahrpläne untereinander ab.

Generell verbietet das EU-Recht zwar Vereinbarungen, die den Wettbewerb beschränken. Jedoch stellt die Gruppenfreistellungsverordnung für Seeschifffahrtskonsortien die Zusammenarbeit von Reedereien mit einem kumulierten Marktanteil von weniger als 30 % unter bestimmten Umständen automatisch von diesem Verbot frei, um die Effizienz der Linienschifffahrt im Interesse der Nutzer und Verbraucher zu steigern. Preisabsprachen sind nicht zulässig.

Die Gruppenfreistellungsverordnung gilt bis 25. April 2020. Die Kommission hat daher die  Konsultation eingeleitet, um die Kommission bei der Bewertung der Auswirkungen und der Relevanz der Gruppenfreistellungsverordnung für Konsortien zu unterstützen und um nachzuweisen, ob und gegebenenfalls unter welchen Bedingungen diese Verordnung außer Kraft treten oder verlängert werden kann.

Quelle: ZDS, Foto: Eurogate/ Luftfoto Scheer

 




Rotterdam schafft Raum für Polymere

Der Hafenbetrieb und Rotterdam Polymer Hub (RPH) haben einen Vertrag zur Herausgabe von Grundstücken unterzeichnet, auf denen zwei Gebäude zur Lagerung und zum Vertrieb von Polymeren gebaut werden.

RPH ist der erste Logistikknotenpunkt im Rotterdamer Hafen, der speziell der Lagerung von Polymeren dient. Es handelt sich um eine gemeinsame Initiative des Hafenbetriebs, der Euro-Rijn Group und des Unternehmers Geert Van De Ven.

Die beiden Lager mit einer Gesamtfläche von 35.000 m2 (Lagerungskapazität 550.000 t) werden auf der Maasvlakte errichtet. Durch die unmittelbare Nähe von Deepsea-Containerterminals, ultramoderner Infrastruktur und guten Verbindungen zum europäischen Hinterland ist dieser Standort bestens geeignet.

Der RPH umfasst ein Lager zur Lagerung verpackter Waren, eine Außenfläche für Lagerungszwecke in 30-Fuß-Containern und auf längere Sicht auch Hochsilos zur Massengutlagerung. Die Lager werden voraussichtlich im dritten Quartal 2019 in Gebrauch genommen.

Emile Hoogsteden, Geschäftsführer für Container, Massenstückgut und Logistik des Hafenbetriebs Rotterdam: „Die Idee für ein Lagerungszentrum speziell für Polymere in Rotterdam entstand durch die wachsenden Importströme aus dem Mittleren Osten und den Vereinigten Staaten. Ich bin stolz darauf, dass der Unternehmer Geert Van De Ven gemeinsam mit der Euro-Rijn Group beschlossen hat, den Hub im Rotterdamer Hafen anzusiedeln.“

Geert Van De Ven, Geschäftsführer von Rotterdam Polymer Hub: „Der Hafenbetrieb Rotterdam war von Anfang an eng an diesem Projekt beteiligt und die Infrastruktur auf der Maasvlakte passt perfekt in das Konzept von RPH. In Kombination mit dem richtigen Partner Euro-Rijn Group und Gesprächen mit Dienstleistern in diesem Geschäftsbereich ist die Entscheidung für Rotterdam selbstverständlich.“

RPH wird in den nächsten Monaten auf der EPCA in Wien, dem GPCA Annual Meeting in Dubai und der Petrochemical Supply Chain-Konferenz in Houston vorgestellt.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam

 




HPA präsentierte innovatives Hafenentwicklungskonzept

Die Hamburg Port Authority (HPA) stellte auf der Immobilienmesse Expo Real in München (Stand-Nr. B2.430) ihr innovatives Hafenentwicklungskonzept für den Bereich Steinwerder Süd vor. Nach unterschiedlichen Planungskonzepten und einem im Jahr 2017 erfolgten internationalen Ideenwettbewerb soll dieser zentrale Bereich des mittleren Hafens nun in einem mehrstufigen Prozess bedarfsgerecht und zukunftsfähig entwickelt werden.

Derzeit wird geplant, in einem ersten Schritt eine effiziente und flexible Flächenstruktur zu entwickeln, die modernen Hafennutzungsansprüchen entspricht. Nachfolgend würden der Endausbau und damit das Nutzungskonzept definiert.

Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg und die HPA haben zuvor beschlossen, die im Stadtteil Steinwerder gelegenen Flächen des Hansa-Terminals und des Roß-Terminals – alles zusammen als Steinwerder Süd bezeichnet – umzustrukturieren. Die im mittleren Freihafen liegenden Terminals sind renovierungsbedürftig und teilweise baufällig. Sie bieten mit ihren vorhandenen Flächenstrukturen nur noch wenig Potenzial für zeitgemäße Hafennutzungen.

Zur Herrichtung neuer, bedarfsgerechter und effizient nutzbarer Hafenflächen sollen die vorhandenen Kaizungen aus Gründen des Hochwasserschutzes auf ein Niveau von derzeit etwa 5,5 Meter Normalhöhennull (NHN) auf 8 Meter NHN aufgehöht werden. Weiterhin ist geplant, die Höftspitzen Roßhöft und Oderhöft zurückzubauen. Der dazwischenliegende Bereich des Oderhafens soll verfüllt und ebenfalls auf ein Niveau von 8 Meter NHN gebracht werden.

Durch die Maßnahmen würde im Zuge einer Vorbereitungsmaßnahme eine rund 33 Hektar große, zusammenhängende Fläche geschaffen, die zur Wasserseite mit Uferböschungen abschließt. Die angrenzenden Terminals und die geplanten Hafennutzungen geben die äußeren Grenzen der Fläche und den Abstand zu den benachbarten Hafenanlagen und Planungsprojekten vor. Bei der Planung werden Entwicklungsperspektiven und Ausbaupotenziale der Nachbarn berücksichtigt.

Die neu entstehende Hafenfläche soll so konzipiert und bautechnisch ausgestaltet sein, dass sie entsprechend der konkreten Marktnachfrage zum Fertigstellungszeitpunkt für verschiedene und nach gegenwärtigem Stand prognostisch zu erwartende Hafennutzungen entwickelt werden kann.

Quelle und Grafik: HPA




Mega-Investitionen im Hafen Antwerpen

Das österreichische Petrochemieunternehmen Borealis hat angekündigt, an ihrem bestehenden Standort Kallo in eine neue Anlage zu investieren.

Es handelt sich um eine Propan-Hydrieranlage (PDH), in der hinsichtlich nachhaltiger Produktion und Energieeffizienz die neuesten Technologien zum Einsatz kommen werden. Der Hafen Antwerpenbestätigt und verstärkt damit seine Rolle als größter Chemiecluster Europas.

Der Bau einer neuen Propan-Hydrieranlage (PDH), die Propan in Propylen umwandelt, war seit einiger Zeit absehbar. Aus Propylen lässt sich Polypropylen herstellen, ein Mehrzweck-Kunststoff, der unter anderem in der Automobilindustrie verwendet wird.

Borealis hat nun beschlossen, diese Anlage im Hafen Antwerpen zu bauen. Die Mega-Investition wird ihre Produktionsstätte in Kallo zu einer der größten PDH-Fabriken der Welt machen. Die Anlage wird einen recycelbaren, chromfreien Katalysator verwenden, der den Energieverbrauch, die Abfallmengen und die CO²-Emissionen reduziert. Die Investition wird von der flämischen Regierung unterstützt, die vier Millionen Euro zur strategischen Umweltförderung für das Projekt bereitstellt.

Vor weniger als einem Monat hat Sea-Mol, ein Joint Venture zwischen Mol Chemical Tankers und Sea-Invest, bekanntgegeben, dass es sich für den Hafen Antwerpen zum Bau eines Lagertankterminals entschieden hat, was einem Investitionsvolumen von 300 bis 400 Millionen Euro entspricht.

Jacques Vandermeiren, CEO der Antwerp Port Authority: „Nach der jüngsten Ankündigung von Sea-Mol bestätigt die Entscheidung von Borealis, einem der führenden Akteure, aufs Neue, dass wir als größter Chemiecluster Europas eine starke Anziehungskraft auf internationale Investoren ausüben. Die Mega-Investition wird unsere Position weiter stärken und damit einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Zukunft unseres Hafens leisten.“ Der Hafenschöffe Marc van Peel ergänzt: „Seit Jahrzehnten spielt unser Hafen dank seiner Innovationskraft und seines lokalen Know-hows eine führende Rolle in der Petrochemie. Mit dieser Neuinvestition wird diese langjährige Bedeutung noch einmal mit Nachdruck bestätigt und festgeschrieben.“

Quelle: Antwerp Port Authority, Foto: DHL




Niederlande sind wichtiger Handelspartner

Die neue niederländische Generalkonsulin Ellen Berends, die seit August im Amt ist, war zum Antrittsbesuch bei der Bevollmächtigten des Landes Rheinland-Pfalz im Bund und für Europa, Staatssekretärin Heike Raab.

Der anstehende Besuch des niederländischen Königspaares sowie aktuelle politische Themen waren Inhalte des Gesprächs.

Staatssekretärin Heike Raab betonte die traditionell guten und engen Beziehungen zwischen Rheinland-Pfalz und den Niederlanden, die vor allem im Tourismus und in der Wirtschaft zum Ausdruck kämen. „Die Niederlande sind einer der wichtigsten Handelspartner für Rheinland-Pfalz. Bei den Ausfuhren stehen sie im Länderranking auf Platz vier und bei den Einfuhren sogar auf Platz zwei“, so Raab. Ein wichtiges gemeinsames Anliegen sei es, Transportgüter stärker auf das umweltschonende Binnenschiff zu verlagern. Hierzu sei eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet worden, mit der unter anderem eine engere Zusammenarbeit mit dem Hafen Rotterdam bei verkehrspolitischen Themen vereinbart wurde. Die rheinland-pfälzischen Schulen pflegen 15 Schulpartnerschaften mit den Niederlanden, die Hochschulen beteiligen sich vor allem im Rahmen des ERASMUS-Programms am Austausch mit dem Land. Hinzu kommen elf Städtepartnerschaften.

.„Wir freuen uns sehr auf den Besuch des niederländischen Königspaares, der unsere freundschaftliche Verbundenheit unterstreicht und die Beziehungen weiter vertiefen wird. Neben den wirtschaftsbezogenen Themen wird das Besuchsprogramm in Mainz, im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal, in Bernkastel-Kues und Trier viele Eindrücke von Rheinland-Pfalz vermitteln“, so Staatssekretärin Heike Raab.

Quelle und Foto: Rheinland-Pfalz Landesregierung

 

 




Schiffstour gegen den Fachkräftemangel

Die „Bundesvereinigung Logistik“ hat in einer Umfrage ermittelt, dass 90 Prozent der angeschlossenen Unternehmen den derzeitigen Fachkräftemangel als „bemerkbar bis stark bemerkbar“ einschätzen.

Um einen neuen Weg zu gehen, diesen Missstand zu beheben, hat die Häfen und Güterverkehr Köln AG jetzt 30 Doktoranden und Studen- ten der Universität Köln zu einer Hafenrundfahrt eingeladen, um Werbung in eigener Sache und für die bisweilen unterschätzte Branche zu betreiben.

Die Teilnehmer des Seminars für Supply Chain Management und Management Science der Universität zu Köln konnten sich bei der Schiffstour durch die Kölner Häfen hautnah einen Eindruck von einem wichtigen Kölner Logistik-Bereich verschaffen. An Bord warb Uwe We- dig, Vorstandsvorsitzender der HGK AG, dafür, das landläufige Image der Logistik zu über- prüfen. Die Branche gelte ja gemeinhin als laut und schmutzig, meinte er schmunzelnd. „Da- bei wird gerne übersehen, dass die Logistik nach der Automobil-Industrie und dem Handel den drittgrößten Wirtschaftsbereich in Deutschland darstellt, in dem es eine Vielzahl an un- terschiedlichen Job-Möglichkeiten gibt“, fuhr er fort. Dazu gab Markus Krämer, bei der HGK Leiter des Bereichs Beteiligungsmanagement und Geschäftsentwicklung, einen Überblick über die Angebote der HGK-Gruppe, zu der u.a. Töchter und Beteiligungen wie neska, CTS, HTAG oder RheinCargo gehören.

Die Studenten nutzten die Gelegenheit ihrerseits, um Fragen zu stellen und Informationen einzuholen. Viele Teilnehmer der Gruppe reagierten nach der dreistündigen Fahrt äußerst positiv auf die Mixtur aus Information, Job-Beschreibungen und Rheinvergnügen.

Quelle und Foto: HGK, Uwe Wedig (r.), Vorstandsvorsitzender der HGK AG, mit den Doktoranden und Studenten der Universität zu Köln




250 LKW proben in Rotterdam das Fahren im Konvoi

Im Oktober ist der Hafen von Rotterdam Schauplatz der Experience Week Connected Transport. In dieser Woche werden auf unterschiedlichen Strecken 250 Testfahrten mit LKW durchgeführt, die im Konvoi fahren, und mit Connected Technology ausgestattet sind.

Am 2., 4. und 5. Oktober steht die Region Rotterdam/Maasvlakte im Mittelpunkt und es wird unter anderem eine Vorführung beim Tor des ECT Delta Terminals zu sehen sein.

Eine clevere Lösung wie die Vernetzung von Verkehrsmitteln, kann dazu beitragen, dass logistische Verfahren im Hafen zukünftig noch reibungsloser ablaufen. Beim Connected Transport fahren mehrere LKW als Gruppe zusammen. Sie werden als Einheit geplant und fahren in ausreichendem und sicherem Abstand hintereinander her. Die LKW sind mit Adaptive Cruise Control (ACC) ausgestattet, einem System, das eine konstante Geschwindigkeit anhält und diese automatisch verringert, wenn ein vorfahrendes Fahrzeug langsamer wird. Darüber hinaus wird jeder LKW mit Systemen ausgerüstet, die den gesamten Konvoi sicher über Kreuzungen geleiten. Intelligente VRIs an den Kreuzungen ermitteln den Konvoi rechtzeitig und sorgen dafür, dass dieser eine längere Grünphase oder sogar Vorrang vor dem weiteren Verkehr erhält. Diese Verknüpfung zwischen Verkehrsmanagement und Logistik wird jetzt auf der Experience Week zum ersten Mal getestet. Die cleveren Ampeln sind Teil von Talking Traffic und werden zurzeit landesweit eingeführt. Letztendlich soll die Logistikbranche mithilfe dieser Einrichtungen effizienter, sicherer und nachhaltiger gestaltet werden.

Die Experience Week Connected Transport ist eine Initiative des niederländischen Ministeriums für Infrastruktur und Wasserwirtschaft, das den Connected Transport gemeinsam mit der Branche in die logistische Praxis einführen will. Die Woche ist eine Folgeveranstaltung der Truck Platooning Challenge im April 2016. Damals wurde noch unbeladen gefahren, dieses Mal fahren die LKW mit echten Containern und auf tatsächlichen Strecken, die zu den Korridoren Amsterdam-Antwerpen und Rotterdam-Ruhrgebiet passen. Die 250 Strecken werden verteilt über fünf Tage von sechs Startpunkten aus (Helmond, Tilburg, Rotterdam/Maasvlakte, Moerdijk, Roosendaal, Aalsmeer) gefahren.

In der ersten Oktoberwoche kommen die LKW-Kolonnen dreimal nach Rotterdam. Am 2. Oktober findet auf der Maasvlakte ein Showcase mit Demonstrationen des Rotterdamer Containersektors statt. Dabei werden beispielsweise die Kommunikation mit neuen intelligenten Verkehrssystemen (iVRIs), Reifenspannungsmessungen sowie die Einfahrt des Konvois in das Tor beim ECT Delta Terminal gezeigt. Am Donnerstag, den 4. Oktober, wird auf der Innovation Expo 2018, die an diesem Tag in Rotterdam stattfindet, eine Tagung zum Thema Connected Transport organisiert. Am Schlusstag der Experience Week, dem 5. Oktober, werden die erzielten Ergebnisse der Testwoche auf der Maasvlakte bei ECT Euromax präsentiert.

Weitere Informationen gibt es hier

Quelle und Foto: Port of Rotterdam




Amazon siedelt sich im Duisburger Hafen an

Amazon beliefert Kunden in Duisburg und der Rhein-Ruhr-Region jetzt direkt vom Duisburger Hafen (duisport) aus. Amazon hat dafür 9.300 Quadratmeter Hallenfläche und 1.200 Quadratmeter Büro- und Sozialflächen auf dem Hafengelände im Stadtteil Kaßlerfeld angemietet.


Rund 100 Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Waren mit Hilfe der von Amazon engagierten, mittelständischen Speditions-Unternehmen möglichst schnell an die Kunden geliefert werden. Dabei organisiert Amazon in Eigenregie den kompletten Lieferprozess. Für Amazon ist dabei vor allem die gute Anbindung des Duisburger Hafens an die A3 und A40 wichtig, um den Endverbraucher in der Rhein-Ruhr-Region optimal zu erreichen.

„Wir freuen uns sehr, ein Verteilzentrum in Duisburg zu eröffnen, in dem mehr als 20 Jahre logistische Kompetenz, technologischer Fortschritt und Investitionen in die Transportinfrastruktur stecken. So können wir dem Kunden mehr und schnellere Lieferoptionen bieten“, so Bernd Gschaider, Direktor von Amazon Logistics in Deutschland. „Amazon Logistics unterstützt die lokalen Lieferpartner nicht nur beim Ausbau ihres Geschäfts, sondern stellt ihnen auch die neueste Technik für die Paketzustellung zur Verfügung.“

Quelle: duisport, Foto: duisport/Hans Blossey




Neue Umschlagskraft für Cuxhaven

Mit der Einweihung des neuen Liegeplatzes 4 steht dem Terminalbetreiber Cuxport in Zukunft 8,5 Hektar mehr Umschlagsfläche zur Verfügung. Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 14,30 Metern können festmachen. Die Fertigstellung des Liegeplatzes 4 bedeutet künftig mehr Umschlag für den leistungsstarken Seehafen, der im Bereich Offshore die Spitze der Nordseehäfen anführt.

„Wir freuen uns, mit dem neuen Liegeplatz die Wettbewerbsfähigkeit des Seehafens weiter auszubauen und das Profil des Hafenstandorts Cuxhaven zu stärken. Heute feiern wir das Ergebnis einer tollen Teamleistung und einer produktiven Zusammenarbeit mit Cuxport“, teilt Holger Banik, Geschäftsführer der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG sowie der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG, im Rahmen der Eröffnungsfeier mit.

Nach einer europaweiten Ausschreibung gewann Cuxport die Konzession für den Liegeplatz. Die Vertragsunterzeichnung erfolgte im Februar 2016. Lange hatte der Terminalbetreiber am Rande der Kapazitätsgrenze gearbeitet. „Getreu unseres Multipurpose-Prinzips können unsere Terminalflächen für den Umschlag einer Vielzahl an Güterarten genutzt werden. Auch am Liegeplatz 4 führen wir diese mit der Möglichkeit zum Schwergutumschlag sowie mit entsprechender Ausstattung zum Transport rollender Ladung fort“, erklärt Cuxport-Geschäftsführer Hans-Peter Zint.

Die Einweihungsfeier bildet den Abschluss einer rund zweijährigen Bauphase, die mit einer Investitionssumme in der Höhe von 36 Millionen Euro im dafür veranschlagten Budget liegt. Durch diese Investition in die Infrastruktur stellt Niedersachsen Ports Umschlagkapazitäten auch für besonders schwere Lasten sicher. Am Liegeplatz wurden vier Schwerlastblöcke eingesetzt, die mit jeweils 20 Tonnen pro Quadratmeter belastet werden können.

„Das Land Niedersachsen hat den Hafen Cuxhaven in den letzten Jahren zum führenden Offshore-Basishafen an der deutschen Nordseeküste ausgebaut. Der Liegeplatz 4 in Cuxhaven ist ein wichtiger Meilenstein für den Hafen Niedersachsen“, sagt Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler, der im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten ein Grußwort sprach.

Seit Juli dient der neue Liegeplatz bereits als Lager- und Umschlagsort sogenannter Monopiles und Transition Pieces für den Offshore-Windpark Deutsche Bucht. Neben dem regulären Umschlag sind bereits weitere Projekte am Cuxport-Terminal geplant.

Anlässlich der feierlichen Eröffnung waren Cuxhavens Oberbürgermeister Dr. Ulrich Getsch, der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler sowie Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium, zu Gast.

Einen Film über den Bau des Liegeplatzes gibt es hier auf YouTube

Quelle: NPorts/ Foto: Andreas Burmann /NPorts




Austausch der Kaimauer an der Maaskade

Der Hafenbetrieb Rotterdam und das Bauunternehmen Hakkers B.V. veranstalten am Dienstag, dem 2. Oktober 2018, um 19.00 Uhr bei der Stichting Welzijn Mualla auf dem Noordereiland eine Informationssitzung über den Austausch der Kaimauer an der Maaskade.

Im Dezember 2015 ist an der Maaskade ein ca. 40 m langer Abschnitt der Kaimauer abgesackt. Bei der Untersuchung zeigte sich, dass nicht nur der abgesackte Teil erneuert werden muss, denn die Kaimauer entspricht nicht mehr den heutigen technischen Anforderungen. Die ursprüngliche Kaimauer stammt aus dem Jahr 1892.

Auf der Informationsveranstaltung am 2. Oktober erhalten Einwohner, Unternehmen, die Binnenschifffahrt und andere Betroffene Informationen über die Planung, Maßnahmen zur Eindämmung von Behinderungen sowie über die Ausführung und Kommunikation zu den Bauarbeiten an der Maaskade. Außerdem wird umfassend Gelegenheit für Fragen geboten.

Voraufnahme der Gebäude an der Maaskade

Besucher der Informationsveranstaltung erhalten auch eine ausführliche Erläuterung zur Voraufnahme der Gebäude an der Maaskade. Das Bauunternehmen Hakkers und der Hafenbetrieb unternehmen alles, um Schäden an Wohnhäusern, Gebäuden und der Umgebung der Maaskade zu vermeiden. Die Gebäude an der Maaskade werden im Vorfeld der Bauarbeiten von einem unabhängigen spezialisierten Büro baulich aufgenommen, d. h. der derzeitige Zustand der Gebäude und eventuelle vorhandene Schäden an der Innen- und Außenseite der Gebäude werden festgehalten. Diese Voraufnahmen können zum Vergleich der Situation vor und nach der Durchführung der Bauarbeiten herangezogen werden. Außerdem lässt sich damit ermitteln, ob durch die Arbeiten eventuelle Schäden entstanden sind. Nach den Bauarbeiten erfolgt eine erneute Aufnahme.

Durchgeführt werden die Aufnahmen von der QuattroExpertise B.V. Die Bewohner der Gebäude an der Maaskade erhalten demnächst einen Brief von diesem Unternehmen, in dem der Ablauf der Voraufnahmen näher erläutert wird und Informationen zur Terminvereinbarung enthalten sind.

Im August wählte der Hafenbetrieb Rotterdam das Bauunternehmen Hakkers B.V. für den Austausch von ca. 500 m Kaimauer an der Maaskade aus. Hakkers verfügt über umfangreiche Erfahrung mit der Realisierung von Wasserbauprojekten im Innenstadtbereich. Der Hafenbetrieb und Hakkers halten es für wichtig, die Betroffenen rechtzeitig über die Planung, Vorbereitungen und Durchführung der Bauarbeiten an der Maaskade zu informieren.