Bestes Quartal aller Zeiten für Antwerpen

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden im Hafen Antwerpen 119,6 Mio. Tonnen Güter umgeschlagen, 0,7 Prozent mehr als im bisherigen Rekordhalbjahr in 2018. Ausschlaggebend war das Wachstum im zweiten Quartal.

Nach zwei absoluten Spitzenmonaten mit jeweils mehr als einer Mio. TEU im April und Mai schloss der Hafen Antwerpen das zweite Quartal mit einem sehr starken Monat Juni ab. Ergebnis: ein Rekordvolumen auf Quartalsbasis. Das anhaltende Mengenwachstum im Containerumschlag und Zuwächse im Dry Bulk haben den Rückgang in anderen marktsensitiveren Bereichen wie Liquid Bulk und Breakbulk mehr als ausgeglichen – trotz Wachstumsabschwächung in Europa und Unsicherheit im Markt. Mehrmengen im Transshipment sorgen weiterhin für einen Aufschwung im Antwerpener Containergeschäft.

Antwerpen erreichte im zweiten Quartal 2019 ein neues Rekordvolumen bei Containerverkehren – mit dem Mai als bestem Monat. Die Spitzenwerte im April und Mai ließen das Umschlagsvolumen im ersten Halbjahr auf 5,84 Mio. TEU und die Wachstumsrate auf 4,9 Prozent ansteigen. Dies ist insbesondere auf mehr Transshipment in und aus allen Handelsregionen zurückzuführen mit Ausnahme von Südamerika. Transshipment im Handel mit Fernost verzeichnete mit +11,7 Prozent sogar ein zweistelliges Wachstum.

Jacques Vandermeiren, CEO Port of Antwerp: „Der Containerumschlag wächst immer weiter, was eine gute Nachricht für unsere führende Rolle in der weltweiten Logistikkette ist. Im Fokus steht jedoch nach wie vor, den angestrebten Modal Split zu erreichen. Die fortlaufenden Aktivitäten zielen darauf ab, mehr Container auf Bahn und Binnenschiff zu verlagern.“

Bessere Ergebnisse in den Monaten Mai und Juni waren positive Nachrichten für den Breakbulk-Umschlag. Nach sechs Monaten stabilisierte sich das Umschlagsvolumen mit einem Rückgang von 1,7 Prozent gegenüber dem Ende des ersten Quartals. Auch das konventionelle Breakbulk-Volumen konnte sich etwas erholen. Mit 4,89 Mio. Tonnen wurden nur 3,2 Prozent weniger umgeschlagen als in den ersten sechs Monaten 2018, was auf eine leicht bessere Entwicklung der Eisen- und Stahlexporte zurückzuführen ist.

Das Ro/Ro-Volumen erreichte im ersten Halbjahr 2,72 Mio. Tonnen (+ 0,9 Pozent) nach einem Anstieg im ersten Quartal um 3,2 Prozent. Das Volumen im Neuwagenumschlag sank im zweiten Quartal um 7,9 Prozent und damit im ersten Halbjahr um insgesamt 6,3 Prozent. Diese Entwicklung entspricht dem globalen Trend rückläufiger Fahrzeugproduktion. Demgegenüber stieg das Volumen im Gebrauchtwagenumschlag im zweiten Quartal um 15,5 Prozent und damit im ersten Halbjahr um insgesamt 10,1 Prozent an.

Das Dry Bulk-Volumen konnte den Rückgang von 8,8 Prozent zum Ende des ersten Quartals mehr als aufholen und schloss das erste Halbjahr mit 6,86 Mio. Tonnen und einem Anstieg von 8,7 Prozent. Zwar waren die Umschlagszahlen bei Düngemitteln (-8 Prozent), Erz (-25,7 Prozent) sowie Sand und Kies (-6,5 Prozent) rückläufig, die Zahlen für Kohle waren dagegen viermal so hoch wie im Vorjahreszeitraum und auch der Schrottumschlag stieg um fast 10 Prozent. Das Dry Bulk-Segment ist traditionell durch eine hohe Volatilität gekennzeichnet – mit einer breiten Palette von Waren, die sich stark voneinander unterscheiden.

Trotz der relativ starken Monate Mai und Juni verzeichnete Liquid Bulk einen Rückgang von 6,4 Prozent auf 35,96 Mio. Tonnen im ersten Halbjahr 2019, nach einem Minus von 8,2 Prozent am Ende des ersten Quartals. Zuwächse waren bei Rohöl (+3,2 Prozent) und chemischen Produkten (+5,4 Prozent) zu verzeichnen. Der Umschlag von Ölderivaten konnte sich im zweiten Quartal allerdings nicht wesentlich erholen. Nach drei Monaten lag der Wert um 11,9 Prozent und nach sechs Monaten immer noch um 10,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und die starken Schwankungen der Ölpreise sorgten für Verunsicherung bei den Händlern. Positive Signale gibt es dennoch: Das Tanklagerunternehmen Standic hat kürzlich eine Investition von 200 Millionen Euro in ein neues, hochmodernes Tanklager für chemische Produkte im Hafen Antwerpen angekündigt.

Die Zahl der Seeschiffe, die Antwerpen in den vergangenen sechs Monaten angelaufen haben, war mit 7.200 nur um 0,1 Prozent niedriger als im Vergleichszeitraum. Die Bruttoraumzahl der im Hafen ankommenden Schiffe stieg um 0,6 Prozent auf 209.283.498 GT (Gross tonnage).

Annick De Ridder, Hafensenatorin: „Antwerpen bleibt auf Wachstumskurs, auch im derzeitigen internationalen Wirtschaftsklima. Besonders stolz sind wir darauf, dass wir in wichtigen Segmenten erneut Rekordwerte erzielen konnten. Diese Zahlen unterstreichen einmal mehr die Notwendigkeit zusätzlicher Containerkapazitäten. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir gemeinsam mit unseren Hafenunternehmen und unseren anderen Partnern diesen Wachstumskurs fortsetzen werden.“

Quelle und Foto: Port of Antwerp

 

 




duisport will Vorbild für Binnenhäfen sein

Die Duisburger Hafen AG (duisport) und das Fraunhofer Umsicht erarbeiten gemeinsam mit „enerPort“ ein Gesamtkonzept zur Energienutzung und –versorgung des über 1.550 Hektar großen Hafenareals.

Quelle: duisport, Foto duisport/Hans Blossey, als weltweit größter Binnenhafen möchte der Duisburger Hafen ein Zeichen setzen für andere Binnenhäfen.




Duisburg festigt Position im Chinahandel

Die Duisburger Hafen AG (duisport) baut durch weitere Investitionen und Kooperationen seine führende zentraleuropäische Position im Chinahandel entlang der Korridore der „Belt & Road“-Initiative aus.

duisport hat sich bereits Anfang 2018 mit einer Minderheitsbeteiligung an der Entwicklungsgesellschaft des geplanten weltweit größten Industrie- und Logistikparks Great Stone nahe dem weißrussischen Minsk beteiligt.

Aufbauend auf dieser Beteiligung wird in Great Stone auf Initiative und unter der Leitung von duisport gemeinsam mit den Partnern China Merchants China-Belarus, der weißrussischen Staatsbahn und dem Schweizer Unternehmen Hupac ein Railterminal inklusive Logistikareal errichtet. Hierzu wurde in Minsk eine entsprechende Vereinbarung unterschrieben.“

Auf einem insgesamt 80 Hektar großen Logistikareal entsteht auf 30 Hektar ein bimodales Terminal mit einer jährlichen Umschlagkapazität von zunächst maximal 180.000 Standardcontainern (TEU). Diese kann bei Bedarf auf bis zu 500.000 TEU erhöht werden. Die weitere Fläche von 50 Hektar wird für die Ansiedlung von Logistikunternehmen genutzt. Der Baubeginn für das Railterminal ist Anfang 2020, die Inbetriebnahme 2021 geplant.

 

Des Weiteren wurde in Minsk das Unternehmen dpa Polska Intermodal gemeinsam von den Partnern duisport, den chinesischen bzw. polnischen Logistikdienstleistern China Merchants China-Belarus Commerce & Logistics Corporation und Erontrans sowie Belintertrans, einer Tochtergesellschaft der weißrussischen Staatsbahn, gegründet.

 

Die Geschäftstätigkeit konzentriert sich dabei hauptsächlich auf die Entwicklung, Vermarktung und Durchführung von Schienentransporten zwischen Polen und Deutschland. dpa Polska Intermodal hat sich zum Ziel gesetzt, die Transportzeiten der Chinazüge ab der polnisch-weißrussischen Grenze erheblich zu reduzieren. Diese soll zwischen duisport und den verschiedenen Destinationen in China von derzeit rund 14 Tagen auf zehn Tage gesenkt werden.

 

„Ich freue mich, dass es gelungen ist, für beide Projekte internationale schlagkräftige Konsortien zu erarbeiten“, so duisports Vorstandsvorsitzender Erich Staake.

Quelle und Foto: duisport, v. l. n. r.: Michail Stahlhut (Managing Director, Hupac SA), Erich Staake (CEO, Duisburger Hafen AG), Du Baozhong (General Manager, China Merchants China-Belarus Commerce & Logistics Corporation, CJSC) und Vladimir Morozov (Head of the Belarusian Railways, State Enterprise Belarusian Railways) bei der Unterzeichnung der Vereinbarung in Minsk.

 

 




Mehr Tempo für leistungsfähigeren Rheinkorridor

Anlässlich einer dreitägigen Delegationsreise in die Niederlande hat Verkehrsminister Dr. Volker Wissing den Hafen Rotterdam besucht. Wissing und Emile Hoogsteden, Vizepräsident des Hafenbetriebs Rotterdam betonten, wie bedeutend der Rheinkorridor und seine Häfen für den Gütertransport nach Rheinland-Pfalz und in Europa insgesamt seien.

Der Güterverkehrskorridor von Rotterdam bis nach Genua zählt zu den wichtigsten europäischen Logistikachsen und ist auch für den Warentransport von und nach Rheinland-Pfalz enorm wichtig. Der Hafen Rotterdam, das Land Rheinland-Pfalz und seine Hafenbetriebe stimmen sich bei der Weiterentwicklung der Hinterland-verkehre aus dem Seehafen Rotterdam eng ab, so auch beim jetzigen Treffen von Wissing und Hoogsteden in Rotterdam.

„Mit der Erweiterung des größten europäischen Seehafens Rotterdam und der Verdoppelung des Containerumschlages müssen auch die Kapazitäten in den Hinterlandverkehren erhöht werden“, sagten Verkehrsminister Wissing und der Vizepräsident des Rotterdamer Hafens Hoogsteden. Beide betonten: „Um die Versorgung der Bevölkerung sowie der Unternehmen am Rhein sicherzustellen, benötigen wir eine leistungsfähige Wasserstraße und mehr Tempo bei Verkehrsprojekten am Rheinkorridor. “Das Niedrigwasser 2018 habe gezeigt, dass wir den Rhein als zentrale europäische Verkehrs- und Logistikachse dringend ausbauen müssen. Es sei deshalb wichtig, dass der Bund das Projekt Abladeoptimierung am Mittelrhein zügig umsetze, so Wissing.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat das Projekt „Abladeoptimierung“ schließlich in den im Mai 2019 vorgestellten Masterplan Binnenschifffahrt aufgenommen sowie neues Personal für Ausbau und Planung angekündigt. „Es sei ein erster Schritt in die richtige Richtung“, so Wissing und begrüßte, dass Scheuer weitere Maßnahmen angekündigt habe, um den Rhein leistungsfähiger zu machen. Den Worten müssten zügig Taten folgen.

Es sei ebenso wichtig, die Schieneninfrastruktur zu stärken. Dies betreffe neben einer Alternativtrasse zum Mittelrheintal auch die Fortführung der Betuwe-Linie zwischen Oberhausen und Emmerich in Nordrhein-Westfalen, so Hoogsteden.

Port of Rotterdam, Emile Hoogsteden und Volker Wissing

 

 




Blockchaincontainer nach Rotterdam verschifft

Der erste papierlose, verzögerungsfrei finanzierte und vollständig von Tür zu Tür verfolgte Container hat, anhand der auf Blockchain basierenden Plattform Deliver, seinen Weg von Korea zum Rotterdamer Hafen gefunden.

ABN AMRO, der Hafenbetrieb Rotterdam und Samsung SDS haben bewiesen, dass die Blockchain-Technologie Interoperabilität, die Integration von Tracking and Tracing bei Containern, die Verarbeitung der notwendigen Frachtdokumente und die Finanzierung in einem vertrauenswürdigen, sicheren und papierlosen modus ermöglicht.

Neue Technologien wie Blockchain haben das Potenzial, das Lieferketten-Management vollständig zu übernehmen und traditionelle Arbeitsweisen zu durchbrechen. Wie ein Proof of Concept (PoC) gezeigt hat, ist ein umfassendes Lieferketten-Managementsystem mit papierloser Integration von physischen, administrativen und finanziellen Abläufen jetzt wirklich umsetzbar. Das Deliver-Konzept treibt die Prozessautomatisierung voran und sorgt für alle Player in der Lieferkette für Wertschöpfung.

Mit dem Proof of Concept konnte gezeigt werden, dass Deliver die lückenlose Transparenz der übergreifenden Lieferkette für den multimodalen Güterverkehr per Frachter, LKW und Binnenschifffahrt anhand von Frachtkähnen unterstützen und den Zugang zu Finanzierungsmitteln straffen kann.

Die Interoperabilität zwischen physischen und Blockchain-Plattformen eröffnet ein Ökosystem für den internationalen Handel, das es den Teilnehmern der Lieferkette ermöglicht, kommerzielle, sensible und vertrauliche Informationen sicher zu teilen und die Eigentumsübertragung vorzunehmen.

Laut Robert van der Waal, stellvertretender Präsident Samsung SDS EU/CIS, hat Deliver eindrucksvoll sein ernsthaftes Potenzial unter Beweis gestellt. „Die ersten Lieferungen, welche die Plattform genutzt haben, gaben uns einen guten Einblick in die Möglichkeiten der Implementierung in einem größeren Rahmen. Als Frachtempfänger profitieren wir von Echtzeitinformationen und der Vorabverfügbarkeit digitalisierter Frachtdokumente. Wir können auf diese Weise unsere Prozesse effizienter gestalten und auf der Grundlage von Echtzeitereignissen und zuverlässigen Daten vorgehen. Letzten Endes wird dies zur Verstärkung unseres Dienstleistungsspektrums gegenüber den Kunden führen.“

Handelsströme stellen häufig Sicherheiten für Unternehmenskredite dar. Edwin van Bommel, Chief Innovation Officer ABN AMRO, äußert sich dazu: „Wir sind sehr darum bemüht, unsere Kunden in ihrem Prozess zu unterstützen, ihre Handelsströme vollständig zu automatisieren. Alle am Handelsfluss beteiligten Parteien werden von wirksameren Kontrollen, höherer Effizienz, Transparenz und Rückverfolgbarkeit profitieren.“
Maessen Terminal Tilburg war der Logistikdienstleister, der den Transport des Seecontainers vom Rotterdamer Hafen zum Lager in Tilburg organisiert und durchgeführt hat. Der Terminal-Manager Iwan Maessen sagte dazu: „Die Plattform ermöglicht es unserem Unternehmen, eine einheitliche Kommunikationsstrategie für den Empfang und Austausch präziser Informationen zwischen den Mitgliedern der Lieferkette zu nutzen, so dass auf dieser Grundlage bessere Entscheidungen im Zusammenhang mit Nachfrageprognosen getroffen und die am besten geeigneten Transportmodi für die Lieferung ermittelt werden können.

Nach Abschluss der Proof of Concept-Phase haben die Partner ABN AMRO, Hafenbetrieb Rotterdam und Samsung SDS einen erweiterten Kooperationsvertrag für die nächste Phase des Deliver-Projekts unterzeichnet.

Die Zielsetzung dieser neuen Phase besteht darin, Pilotprojekte mit mehreren Verladern aus verschiedenen Branchen und auf verschiedenen Handelsrouten durchzuführen.
Das ultimative Ziel ist es, eine offene, unabhängige und globale Frachtschifffahrtsplattform zu erschließen. Dies wird die Transparenz und Effizienz der Lieferkette erhöhen und langfristig Kosteneinsparungen in Millionenhöhe ermöglichen.

DELIVER ist ein führender Pionier im Bereich des Lieferketten-Managements, der auf Blockchain basiert. DELIVER ist nicht nur eine Technologie, sondern ebenfalls eine Gemeinschaft von Verladern, Logistikdienstleistern, Behörden und Banken, die in DELIVER integriert sind und anhand von DELIVERoperieren, um Geschwindigkeit, Benutzerfreundlichkeit und Flexibilität im weltweiten Geschäftsverkehr zu verbessern. Jedes Unternehmen schließt sich nur einmal an und ist automatisch mit vielen verbunden. Genau darin liegt die Stärke des Netzwerkes. Das Ganze ist ein bahnbrechender Ansatz: ein globales, direkt verfügbares versorgungsorientiertes System zur Verstärkung von Handelsstromnetzen. Es liegt jetzt vor, es ist erprobt, es verändert die Art und Weise, wie Unternehmen arbeiten.

Samsung SDS Global SCL Netherlands, 2011 gegründet, gilt in Südkorea als Nummer eins in Sachen Solutions & Service Provider (Lösungs- und Dienstleistungsanbieter). Mit seiner innovativen IT-Technologie hat Samsung SDS Global SCL Netherlands die integrierte Logistiklösung „Cello“ entwickelt. Das Unternehmen unterstützt mit seiner IT- und Logistikkompetenz und seinen Kenntnissen in den verschiedensten Branchen seinen globalen Kundenstamm in puncto Innovation und Wachstum. Samsung SDS Global SCL Niederlande hat einen Umsatz von ca. US-Dollar 7,26 Mrd. (2018) und ist in 40 Ländern mit 60 Standorten aktiv. Weitere Informationen: www.samsungsds.com / www.cellologistics.com

Die ABN AMRO Bank betreut Privat- und Geschäftskunden und konzentriert sich auf Nordwesteuropa. Darüber hinaus bietet die Bank ihren Kunden verschiedene globale Spezialisierungen; unter anderem zählen dazu Handels- und Warenfinanzierungen. Die Bank ist mit Büros in den wichtigen internationalen Hafenstädten und Handelszentren vertreten. Die Kunden können sich auf eine komplette Palette an Produkten und Dienstleistungen verlassen, die über eine Vielzahl von Kanälen erworben werden können. Dazu gehören modernste mobile Anwendungen und Internet-Banking. Weitere Informationen: www.abnamro.nl

Das Ziel des Hafenbetriebs Rotterdam ist die Wettbewerbsposition des Rotterdamer Hafens als Logistik-Drehscheibe und weltweit führender Industriekomplex zu festigen und weiter auszubauen. Dabei steht nicht nur die Größe des Hafens im Fokus, sondern auch die Qualität der angebotenen Dienstleistungen und Projekte. Die Hauptaufgaben des Hafenbetriebs Rotterdam liegen darin, den Hafen nachhaltig zu entwickeln, zu verwalten und zu betreiben sowie weiterhin eine schnelle und sichere Dienstleistung für die Schifffahrt zu gewährleisten. Weitere Informationen: www.portofrotterdam.com

Quelle und Foto: Port of Rotterdam

 

 

 

 

 




Köln-Godorf weiterhin notwendig

Der Vorstand der Häfen und Güterverkehr Köln AG sieht den Ausbau des Godorfer Hafens weiterhin als zwingend notwendig an. In Deutschland gibt es über alle Parteigrenzen hinweg den Konsens, dass es aus umweltpolitischen Gründen sinnvoll ist, Güter von der Straße auf Schiene und Wasserstraße zu verlagern. Daher hält es die HGK AG für einen Fehler, den Beschluss des Rates der Stadt Köln zum Ausbau des Godorfer Hafens aufzuheben.

Bei einer Bürgerveranstaltung in Köln-Sürth haben Politiker der Kölner Mehrheitsfraktionen von CDU und Grünen erklärt, sämtliche Planungen bezüglich eines Ausbaus des Hafens in Godorf auch aus wirtschaftlichen Gründen formal beenden zu wollen. Als Argument wurde angeführt, dass sämtliche bisherigen Gutachten zur Wirtschaftlichkeit nicht überzeugt hätten. Das ist nachweislich falsch.

In einer Analyse der renommierten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse- Coopers (PWC) aus dem Dezember 2016 wurde für den Ausbau des Hafens in Godorf ein positives Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV) ermittelt. Außerdem wurden die Bewertungskennzahlen auch nach EU-Vorgaben untersucht. Die Prüfer kommen zu dem Ergebnis, dass unter Verwendung der Vorgaben der Europäischen Kommission der Hafenausbau aus volkswirtschaftlicher Sicht unter Beachtung verkehrlicher Nutzen als positiv zu bewerten ist.

Gleiches gilt für die betriebswirtschaftliche Sicht: In den berechneten Szenarien wird in dem Gutachten ein positiver Kapitalwert ermittelt. Auf Grundlage der durchgeführten Analysen wird das Projekt Hafenausbau Köln-Godorf daher sowohl aus betriebswirtschaftlicher als auch aus volkswirtschaftlicher Sicht unter Berücksichtigung verkehrlicher Auswirkungen als vorteilhaft angesehen.

Eine Potenzialanalyse der Firma Planco Consulting GmbH für die Kölner Häfen bis zum Jahr 2035 sagt eine Steigerung des Frachtaufkommens der Binnenschifffahrt um 20 Prozent voraus. In diesem Zusammenhang steigt der Anteil des Containerverkehrs am Aufkommen überproportional. In Presseveröffentlichungen über die Versammlung in Sürth wurden aber bezüglich der Ausbaupläne Begriffe wie „Geldverschwendung“ oder „Ladenhüter“ seitens der Politiker zitiert. Diese Rhetorik befremdet die HGK, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die HGK AG unter dem Dach des Stadtwerke Köln Konzern ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen ist. Auch wurde in Sürth ein Zusammenhang zwischen dem Erwerb der Logistik-Gruppe neska durch die HGK und angeblich sinkender Wachstumsprognosen im Godorfer Hafen konstruiert. Für die HGK AG sind diese Aussagen, die das Projekt lediglich nur diskreditieren, nicht nachvollziehbar.

Mit dem geplanten Bau und Betrieb des Container-Terminals in Godorf kommt die HGK AG vielmehr den Forderungen für einen nachhaltigen und ökologischen Transport von Gütern nach. Die Fracht könnte dort direkt vom LKW auf Binnenschiff und Gütereisenbahn umgeladen werden. So wird in dem PWC-Gutachten prognostiziert, dass in Godorf jährlich rund 170.000 Containereinheiten umgeschlagen werden können. Davon würden 125.000 Einheiten vom Lkw auf das Schiff verlagert. Entsprechend werden Lkw-Fahrten durch Köln oder über den Autobahnring vermieden.

Das Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) sagt ein überdurchschnittliches Wachstum des Container-Verkehrs bis ins Jahr 2030 voraus, was sich auf den weiteren Transport im sogenannten Hinterland auswirkt. Hierfür müssen Voraussetzungen geschaffen werden, damit nicht noch mehr Lkw-Verkehr auf ohnehin überlasteten Straßen stattfindet. Angesichts der CO2-Problematik gewinnt ein trimodales Terminal, das alle Verkehrsträger kombiniert, im Kölner Süden zunehmend an Bedeutung.

Als vorbereitende Maßnahmen hat die HGK AG bereits Ausgleichflächen renaturieren lassen, um dem Naturschutz und den Anliegen der Bürger gerecht zu werden. Dafür und für vorbereitende Planungen ist der HGK AG im Vertrauen auf die nachhaltige Gültigkeit des Ratsbeschlusses ein finanzieller Aufwand in Höhe von 8 Millionen Euro entstanden. Sollte der vom Rat der Stadt Köln getätigte Beschluss zum Ausbau aufgehoben werden, muss der Betrag sofort in der Bilanz wertberichtigt werden. Dadurch würde sich das Ergebnis der HGK um diese 8 Millionen Euro verschlechtern und nicht zur Ausschüttung an den Stadtwerke Köln Konzern und somit an die Stadt zur Verfügung stehen. 2018 hatte die HGK AG einen Gewinn in Höhe von 7,8 Millionen Euro erwirtschaftet.

Ein Stopp des Hafenausbaus in Godorf wird die HGK AG zudem in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung behindern. Bereits heute beschäftigt die HGK-Gruppe etwa 1.500 Menschen. Unser Ziel ist es, weitere tarifgebundene Arbeitsplätze zu schaffen. Auch aus diesem Grund fordert die HGK AG, den gültigen Beschluss des Rates der Stadt Köln zum Ausbau des Godorfer Hafens umzusetzen.

Quelle und Grafik: HGK

 

 

 




Neues Chemielager in Antwerpen

Das niederländische Tanklagerunternehmen Standic errichtet im Hafen Antwerpen ein neues Chemie-Tanklager und verdoppelt damit seine Kapazitäten am Standort.

Neben dem aktuellen Terminal in Dordrecht, Niederlande, plant Standic am Hafendock 5 in Antwerpen ein neues Lagerterminal mit einer Anfangskapazität von rund 95.000 m³ und einer potenziellen Gesamtkapazität von rund 230.000 m³. Die Anlage wird den neuesten Umweltanforderungen entsprechen. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2021 geplant. Standic ist Teil der familiengeführten niederländischen Hametha-Gruppe.

Die State-of-the-Art-Anlage wird vollständig automatisiert und mit  integrierten Funktionen zur Förderung der Nachhaltigkeit ausgerüstet, um den Kundenanforderungen zu entsprechen, wie zum Beispiel Onshore-Energie für Schiffe, die am Terminal anlegen.

„Der Hafen Antwerpen ist eines der größten maritimen Cluster der Welt, weshalb wir ihn für unsere Expansion ausgesucht haben“, sagt Hametha Geschäftsführer Ronald Ooms. „Wir wollen an unsere Erfolge in der Chemielagerung anknüpfen und diese weiter ausbauen. In Antwerpen werden wir in der Lage sein, uns im Nischenmarkt der Spezialchemikalien weiterzuentwickeln und unsere Kunden aus der ganzen Welt zu bedienen.“

Die Investitionssumme für das neue Lagerterminal beträgt rund 200 Millionen Euro. Wie bei dem Terminal in den Niederlanden liegt der Fokus auf Nischenmärkten und der Distribution chemischer Produkte. Die Größe der Lagertanks variiert von 500 bis 3.500 m³.

Mit dem neuen Terminal beteiligt sich Standic an der nachhaltigen Entwicklung der Antwerpener Hafenplattform, einem Eckpfeiler im Businessplan des belgischen Hafens. Dank der günstigen Wassertiefe werden auch große Chemikalientanker das Terminal leicht anlaufen können. Die gute Erreichbarkeit zu Wasser, auf dem Seeweg und auf der Binnenwasserstraße, wird durch eine sehr gute Anbindung an das Schienenverkehrsnetz ergänzt.

„Das neue Standic Terminal wird die Synergien zwischen den verschiedenen Industrieunternehmen im Hafen weiter stärken und so dazu beitragen, die logistischen Abläufe und Prozesse in Antwerpen noch kosteneffizienter zu gestalten“, sagt William Demoor, Customer Relations Manager im Hafen Antwerpen. „Darüber hinaus ist der Standort ideal für die multimodale Verkehrsanbindung – ein Erfolgsfaktor für eine nachhaltige Distribution von chemischen Produkten.“

Quelle: Standic, Antwerp Port Authority, Foto: Standic

 

 




Dordrecht Inland Seaport wird zukunftssicher

Der Hafenbetrieb Rotterdam wird eine Weiterentwicklung von Dordrecht Inland Seaport vornehmen und ihn zu einem kompletten, vitalen und zukunftsfähigen Hafen machen; einem Hafen, welcher der steigenden Nachfrage nach Abfertigungskapazität für den Umschlag von Massengut und nach wasserzugänglichen Grundstücken Rechnung trägt; und wo nautischer Raum optimal und effizient genutzt wird und Sicherheit oberste Priorität hat. Für alle Nutzer.

Im nächsten Jahr investiert der Hafenbetrieb gut 3,5 Millionen Euro in die Optimierung des Wilhelminahaven. Die derzeitigen Anlegebojen werden durch fünf neue zertifizierte Anlegebojen ersetzt, die eine Zugkraft von bis zu 200 Tonnen aufweisen. Die Anlegestellen für Seeschiffe, Binnenschiffe und fußläufige Nutzung werden stark modernisiert. Zudem wird ein Schubleichter-Bereich geschaffen.

Die neue Bojen-Konfiguration erhöht die Kapazität des Umschlags von Schiff zu Schiff und bietet zudem auch größeren Schiffen die Möglichkeit, eine größere Menge und zur gleichen Zeit umzuschlagen. „Mit dieser Entwicklung tragen wir nicht nur der steigenden Nachfrage nach Abfertigungskapazität für den Umschlag von Stückgut und nach wasserzugänglichen Grundstücken Rechnung, sondern machen wir den Wilhelminahaven außerdem zukunftssicher. Der Hafen wird für alle Nutzer übersichtlicher und sicherer – und auch der nautische Raum wird optimal genutzt. Auf diese Weise sorgen wir ebenfalls direkt für eine optimale nautische Erschließung der Kilkade 7,‘‘ soweit Rik Dalmeijer Gebietsmanager Dordrecht Inland Seaport.

Quelle und Video: Port of Rotterdam

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Frachtbündelung für Binnenschifffahrt

De Inlandsterminals CTU in Lelystad, HOV Harlingen und Westerman Multimodal Logistics in Hasselt sind im Juni dieses Jahres dem North West Central Corridor beigetreten, dem im Februar 2019 gegründeten Zusammenschluss von Deepsea-Terminals, Inlandsterminals und Binnenschifffahrtsreedereien für die Binnenschifffahrt auf der Strecke Amsterdam-Utrecht-Rotterdam.

Die an den North West Central Corridor angeschlossene Anzahl an Inlandsterminals hat sich im Zeitraum von drei Monaten von fünf auf acht Terminals erhöht, wodurch inzwischen pro Woche ein Verschiffungsmenge in Höhe von 6.500 TEU erzielt wird. Hierdurch erhöht sich die Menge jedes Jahr um ca. 100.000 TEU, die zu den inzwischen über diese Handelsroute verschifften 250.000 hinzuzurechnen sind. Für die aus Harlingen, Hasselt und Lelystad stammende Frachtmenge findet in Amsterdam der Umschlag auf die Binnenschiffe des North West Central Corridor statt.

Die Bündelung von Ladung, feste Anlaufmodalitäten mit größeren Ladungsmengen (150 bis 200 Container pro Aufenthalt) und feste Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen Inlandsterminals und Deepsea-Terminals führen, dank geringerer Verzögerungen bei der Abfertigung an den Terminals, zu einem zuverlässigeren Produkt der Binnenschifffahrt. Seit dem Start im Februar dieses Jahres haben die Schiffe des North West Central Corridor eine Zuverlässigkeit von mehr als 95 % erzielt. Mit dem Beitritt von HOV Harlingen zum North West Central Corridor konnte ein diesel-elektrisches Binnenschiff in den Pool der Corridor-Schiffe aufgenommen werden. Dieses Schiff hat eine, um ein Viertel geringere CO2-Emission als moderne Binnenschiffe mit herkömmlichem Antrieb.

Die North West Central Corridor-Initiative wird von den fünf Deepsea-Containerterminals in Rotterdam (APMT I & II, RWG, ECT Delta und ECT Euromax), dem Hafen Amsterdam, dem Hafenbetrieb Rotterdam und dem nachhaltigen Logistikprogramm Lean & Green Europe unterstützt. Der North West Central Corridor lässt sich im Hinblick auf seine Gestaltung mit dem West-Brabant Corridor (Tilburg-Oosterhout-Moerdijk-Rotterdam) vergleichen, der inzwischen positive Ergebnisse in puncto Frachtbündelung, feste Anlaufmodalitäten und Punkt-zu-Punkt-Verbindungen verbuchen konnte.

„Dank des Beitritts zu diesem North West Central Corridor erwarten wir eine deutliche Verbesserung unserer Leistung. Damit können wir unseren Kunden das bieten, was sie verdienen: eine zuverlässige, erschwingliche und CO2-arme Transportalternative“, sagt Tim van der Roest, General Manager Barge & Terminal bei Westerman Multimodal Logistics.

Die Hafenbetriebe Rotterdam und Amsterdam freuen sich über die Erweiterung dieser Initiative. „Eine sehr positive Entwicklung, die den Mehrwert der Zusammenarbeit aufzeigt“, wird sie von Rob Smit, Manager Hinterland Port of Amsterdam, genannt. „Durch die Bündelung von Kapazitäten, Know-how und Ladung bewirken die Parteien wirklich etwas, das zu einem besseren Logistikprodukt führt. Dadurch wird ebenfalls die Attraktivität des Transports per Schiff erhöht“, lautet die Analyse von Smit.

Emile Hoogsteden, Geschäftsführer für Container, Stückgut und Logistik beim Hafenbetrieb Rotterdam: „Der North West Central Corridor passt gut zum Programmansatz zu den Korridoren für den Gütertransport, bei dem das Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft, die Provinzen, die Hafenunternehmen, der Top-Sektor Logistik und die Wirtschaft der Niederlande an so genannten „Top-Korridoren“ zusammenarbeiten.

Quelle: Port of Rotterdam, Port of Amsterdam, Foto: Port of Rotterdam

 

 

 




Rotterdam Staus nicht so schlimm wie erwartet

Aus dem kürzlich eingeführten Traffic Index van TomTom geht hervor, dass Rotterdam im Vergleich zu anderen großen Häfen Nordwesteuropas bezüglich des Stauaufkommens relativ gut abschneidet.

Zu Stoßzeiten dauert eine Fahrt in der Region Rotterdam aufgrund des Verkehrsaufkommens durchschnittlich 23 Prozent länger als sonst. Bedeutend weniger als in Hamburg (33 Prozent) und Antwerpen (31 prozent). Spitzenreiter ist der Feierabendverkehr in der Umgebung von Antwerpen. Eine Fahrt dauert zu dieser Zeit aufgrund der Verkehrsstörungen 61 Prozent länger.

Auffällig ist die Schlussfolgerung aus der weltweiten Studie von TomTom, die besagt, dass das Stauaufkommen in der Umgebung von Rotterdam hauptsächlich von Nicht-Autobahnen verursacht wird: 32 Prozent. Die Verzögerung auf den Autobahnen ist vergleichsweise gering: 14 Prozent. Auch im Hinblick auf die Autobahnen wurde in Hamburg und Antwerpen das höchste Stauaufkommen gemessen. Dort muss mit 32, beziehungsweise 29 Prozent zusätzlicher Reisezeit gerechnet werden. Le Havre und Amsterdam schneiden mit 13 und 11 Prozent etwas besser ab als Rotterdam.

Der Hafenbetrieb setzt sich für eine Optimierung von Straßen-, Schienen- und Wassertransport (Binnenschifffahrt) ein. In Zusammenarbeit mit regionalen Verkehrsparteien und Bereik! soll das Stauaufkommen reduziert werden.

Quelle: TomTom, Port of Rotterdam, Foto: Port of Rotterdam