Mehr Bahnen ab dem RRT Terminal Duisburg

neska INTERMODAL hat die Güterzugverbindungen zwischen dem Rhein-Ruhr Terminal Duisburg (RRT) und Rotterdam sowie in die deutschen Seehäfen ausgebaut. 

Als Ergänzung zu den leistungsstarken Binnenschiff-Verbindungen in die Westhäfen verkehrt der Zug mit der Bezeichnung „R2X“ dreimal wöchentlich von und nach Rotterdam. In dem größten Seehafen Europas sind die Terminals Euromax, RWG, ECT Delta, APM I und APM II an das Zugsystem angebunden. 

Bereits seit Juni 2018 verkehrt das Zugsystem Rhein-Nordseehäfen-Xpress“ (RNX) zwischen dem Rhein-Ruhr Terminal Duisburg und den deutschen Seehäfen Hamburg, Wilhelmshaven und Bremerhaven. Aufgrund der starken Nachfrage wurde die Frequenz jetzt auf drei wöchentliche Abfahrten erhöht. 

„Mit dem erweiterten Angebot unserer Zugverbindungen bieten wir attraktive Alternativen zum Binnenschiff an. Für unsere Kunden bedeutet das eine hohe und flexible Systemsicherheit“, freut sich RRT-Geschäftsführer Kevin Gründer (Foto) über die Ausweitung der Produkt-Palette. 

Quelle und Foto: Häfen und Güterverkehr Köln AG

 

 

 




Hamburg mit Rekord auf der Schiene

Deutschlands größter Universalhafen weist für das Jahr 2018 mit einem Seegüterumschlag von 135,1 Millionen Tonnen (- 1,0 Prozent) ein respektables Ergebnis vor. Hamburg konnte sich erfolgreich in einem schwierigen Umfeld behaupten und im Seehafen-Hinterlandverkehr auf der Schiene deutlich zulegen.

Im landseitigen Seehafen-Hinterlandverkehr wurden im Jahr 2018 insgesamt 46,8 Millionen Tonnen (+2,7 Prozent) und 2,44 Millionen TEU (+ 4,7 Prozent) auf der Schiene transportiert. Mehr als 60.000 Güterzüge mit rund 1,6 Millionen Güterwagen wurden in Hamburg allein auf den Gleisen der Hafenbahn 2018 abgefertigt. Damit wurde das aus dem Jahr 2016 stammende Rekordergebnis übertroffen und die Position Hamburgs als führender europäischer Eisenbahnhafen ausgebaut. Jens Meier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Port Authority: „Die positiven Zahlen der Hafenbahn sind ein Erfolg, den wir zusammen mit unseren Partnern in den vergangenen Jahren erreicht haben. Auf diese Leistung können wir zu Recht stolz sein.“ Diese starke Position basiert zu einem großen Teil auch auf der großen Zahl von mehr als 100 Liniendiensten, die Hamburg mit dem Großteil der weltweit über 1.000 Seehäfen verbinden.

„Der Hamburger Hafen nimmt gleich zu Anfang des neuen Jahres mit dem Start von vier neuen Liniendiensten mit großem Schwung Fahrt auf. Die vier Transatlantik-Containerdienste binden neben Häfen der US-Ostküste auch mexikanische Häfen mit wöchentlichen Abfahrten an Hamburg“, erläutert Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V. (HHM). „Mit der Verlegung dieser ‚THE Alliance‘-Liniendienste kommt ein zusätzliches Umschlagvolumen in der Größenordnung von bis zu 500.000 TEU an die Elbe.“

Im Containerverkehr mit China nimmt neben dem Hauptverkehrsträger Seeschiff der Transport auf der Schiene deutlich zu. Für den Hamburger Hafen bleibt China auch 2018 der größte Handelspartner. Jeder dritte im Hafen umgeschlagene Container ist ein China-Container. In Ergänzung zu den hervorragenden seeseitigen Verbindungen im Verkehr mit China werden inzwischen über die landseitige Neue Seidenstraße per Eisenbahn ab Hamburg wöchentlich mehr als 235 Verbindungen angeboten. „Mit den im Chinaverkehr in Hamburg insgesamt bewegten rund 4,8 Millionen TEU sind wir gegenüber anderen europäischen Standorten mit großem Abstand der führende Hub für China-Ladung“, sagt Mattern. Hamburg ist die zentrale Warendrehscheibe für Güterverkehre der maritimen und landseitigen Seidenstraße. „Diese verkehrsgeografische Position werden wir zum Nutzen unserer weltweiten Hafenkunden weiter stärken und ausbauen“, ergänzt Mattern.

Der HHM-Vorstand sieht enorme Wachstumspotenziale in der logistischen Verknüpfung der Länder in der Ostseeregion mit den Marktregionen entlang der Seidenstraße. „Kein anderer Platz in Europa liefert diese Vielfalt an direkten See- und Bahnverkehren mit China“, betont Mattern. „Kurze Wege zwischen seeseitiger und Hinterlandanbindung auf allen Verkehrsträgern machen Hamburg besonders attraktiv als Drehscheibe im China-Handel.“ Ein dichtes Netz von rund 2.000 Containerzugverbindungen, guten Autobahnanschlüssen, vielfältigen Transportmöglichkeiten per Lkw und Binnenschiff sowie einem Flughafen mit Luftfracht-Zentrum komplettieren Hamburgs Anspruch als führender Logistik-Hub.

„Die Arbeiten für die Fahrrinnenanpassung haben bereits begonnen“, so Wirtschaftssenator Michael Westhagemann. „Wir werden das Projekt so zügig wie möglich realisieren und hoffen, dass es zu keinen Verzögerungen kommen wird. Ich werde am 9. März nach Asien reisen, um unsere Hafenkunden persönlich zu informieren und für den Standort zu werben. Auch unsere europäischen Kunden werde ich selbstverständlich besuchen. Ich möchte mich bedanken, dass die Reedereien uns seit Jahrzehnten die Treue halten. Ich möchte ihnen aber auch sagen, was Hamburg mit seinem Hafen zu bieten hat.“

Auch Ingo Egloff, Vorstandskollege von Axel Mattern, weist darauf hin, dass mit der jetzt erfolgten Aufnahme der Baumaßnahmen im Rahmen der Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe ein positives Signal an die Reeder und Verlader im In- und Ausland gegeben wurde. Er freut sich, dass bereits große Reederei-Allianzen ankündigen, Hamburg nach der Vertiefung und Verbreiterung der Elbe für Containerdienste zum ersten Lösch- und letzten Ladehafen in Nordeuropa zu machen. „Die Fahrrinnenanpassung macht den Reedern die Anläufe in Hamburg nicht nur leichter, sondern ermöglicht auch größere Umschlagmengen. Mehr Tiefgang und eine bessere Begegnungssituation auf der Elbe erlauben auch eine bessere Ausnutzung der Transportkapazität auf den Schiffen“, erläutert Egloff.

Große Container- oder Massengutschiffe können nach erfolgter Vertiefung der Elbe rund 18.000 Tonnen mehr Ladung nach Hamburg bringen und mitnehmen. Der Hafen und die Umschlagterminals fertigen bereits heute Mega-Carrier mit mehr als 21.000 TEU Stellplatzkapazität ab und bereiten sich vorausschauend auf die sichere An- und Ablaufsteuerung noch größerer Schiffe vor. „Das Orderbuch für die neue Generation der Mega-Carrier ist gefüllt. Wir stehen in den Startlöchern, um alle notwendigen Vorbereitungen zu treffen, damit auch die 23.000-TEU-Schiffe sicher in den Hamburger Hafen gelangen können“, sagt Jens Meier.

Der Hamburger Hafen, der auch Deutschlands größtes zusammenhängendes Industriegebiet ist, wird das vorhandene Know-how im Bereich Logistik durch die Nutzung des technologischen Fortschritts weiter ausbauen und dabei auch die Ziele der Klimapolitik im Blick haben. Gegenüber Reedern und Verladern im In- und Ausland positioniert sich der Hafen und die Logistikregion Norddeutschland als attraktiver Standort mit hervorragenden Zukunftsaussichten.

Der Hamburger Hafen sichert als breit aufgestellter Universalhafen mehr als 156.000 Arbeitsplätze in der Metropolregion Hamburg. Der Hafen ist auch ein wichtiger Industriestandort und mit einer Bruttowertschöpfung von 21,8 Milliarden Euro von großer Bedeutung für die gesamte deutsche Volkswirtschaft.

Für das Jahr 2019 rechnet die Marketingorganisation des Hamburger Hafens mit einem deutlichen Wachstum zwischen drei und vier Prozent im Containerverkehr und einem stabilen Ergebnis beim Massengutumschlag.

Seegüterumschlag im Hamburger Hafen, Januar – Dezember 2018

Seegüterumschlag in Millionen Tonnen Änderung zum Vorjahr
Gesamt 135,1 -1,0 %
davon     Import 79,7 +1,7 %
Export 55,4 -4,6 %
Stückgut 90,9 -0,9 %
davon containerisiert
davon konventionell
89,4
1,5
-1,0 %
+5,8 %
Massengut 44,2 -1,2 %
See-Containerumschlag in Millionen TEU   Änderung zum Vorjahr
Gesamt 8,7 -1,0 %
davon     beladene Container
davon     Import
7,6
4,6
0,0 %
-0,6 %
              Export 4,2 -1,5 %

Quelle: HPA

Kreuzfahrtstandort Hamburg: Rekordwerte für Schiffsanläufe und Passagierzahlen

Schiffsanläufe Änderung zum Vorjahr
2019 (erwartete Zahlen) 216 + 1,9 %
2018 212 + 7,1 %
 
Passagierzahlen   Änderung zum Vorjahr
2018 900.562 + 10,8 %

Quelle: Cruise Gate Hamburg

Quelle und Foto: HHM

 




Rotterdam erneut auf hohem Niveau

Mit 469,0 Millionen Tonnen lag das gesamte Umschlagsvolumen des Hafens Rotterdam im Jahr 2018 knapp über dem Rekord des Vorjahres (2017: 467,4 Millionen Tonnen). Der Containerumschlag war dabei mit einer Steigerung der umgeschlagenen Tonnagen um 4,5% erneut die treibende Kraft.

Der Anstieg in TEU betrug 5,7% und belief sich auf eine Jahresgesamtmenge von 14,5 Millionen TEU – ein erneuter Rekord. Damit festigt der größte Containerhafen Europas seine Position in diesem strategisch wichtigen Marktsegment. Dahinter verbirgt sich eine deutliche Verschiebung bei den Gütersegmenten. Bei einem weiterhin gesunden Wachstum des Containerumschlags gingen die Umschlagzahlen für Rohöl, Mineralölprodukte und Agribulk zurück. Der Umschlag von LNG (Flüssiggas) (+163,6%) und Biomasse (+31,6%) stieg im vorigen Jahr dagegen erneut spektakulär.

Für den Hafenbetrieb Rotterdam war 2018 ein Jahr mit einem hohen Investitionsniveau. Die Brutto-Investitionen stiegen um 91% auf 408,1 Millionen Euro (2017: 213,8 Millionen Euro), den höchsten Betrag seit dem Bau von Maasvlakte 2. Der weitaus größte Teil dieses Betrags wurde für die weitere Verbesserung der logistischen Erreichbarkeit des Hafens von Rotterdam verwendet, wie zum Beispiel für den Weiterbau der Container Exchange Route auf der Maasvlakte, des Prinses-Amalia-Viadukts sowie für die Verlegung der Havenspoorlijn (Hafenbahnlinie) über die Theemsweg-Trasse. Ebenso erhielt die Internationalisierungsstrategie des Hafenbetriebs 2018 durch den Erwerb einer Minderheitsbeteiligung am brasilianischen Hafen Pecém einen deutlichen Schub.

Mindestens ebenso wichtig wie dieser wirtschaftliche Beitrag ist der soziale Beitrag, den der Hafenbetrieb zur Verbesserung der Lebensbedingungen leistet. Wir leisten einen Beitrag zur Sicherheit im Hafen – sowohl durch physische Infrastrukturen, beispielsweise mittels Überwachungskameras, als auch bei der Abwehrfähigkeit gegen Cyberangriffe. Der Hafenbetrieb Rotterdam hat sich eine starke Verringerung der CO2-Emissionen zum Ziel gesetzt, so dass die ehrgeizigen nationalen Klimaziele der Niederlande gemeinsam erreicht werden können. Wir wollen jetzt eine Vorreiterrolle spielen und den Hafen zu einem attraktiven Beispiel für „Humankapital“ machen, damit der Hafen- und Industriekomplex Rotterdam mit Perspektive auf das Jahr 2050 substanziell zum niederländischen Wohlstand und Beschäftigungsangebot beiträgt. Eine wichtige, vor kurzem gestartete Initiative in Sachen Beschäftigungsangebot ist die niederländische Vereinbarung über Ausbildung und Arbeit „Leer Werk Akkoord“. Diese Kooperation zwischen dem Hafenbetrieb Rotterdam, der Stadt Rotterdam, Bildungseinrichtungen und der Wirtschaft bietet nachhaltige Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose in der Region Rotterdam-Rijnmond.

Positive Standortfaktoren sind eine unabdingbare Voraussetzung dafür, dass der Hafen von Rotterdam auch in Zukunft zu Wohlstand und Wohlergehen in den Niederlanden beitragen kann.

Mit Ausnahme von LNG (Flüssiggas) verbuchte flüssiges Massengut im vergangenen Jahr einen Rückgang bei den Umschlagmengen in allen Unterkategorien. Der Umschlag von Rohöl sank geringfügig, was eine Folge der etwas niedrigeren Raffinierungsmargen war. Bemerkenswert ist, dass der Umschlag trotzdem im vierten Jahr in Folge bei über 100 Millionen Tonnen lag. Der Umschlag bei den Mineralölprodukten sank vor allem aufgrund eines geringeren Umschlags von Heizöl. Der enorme Anstieg des Umschlags von LNG (+163,6%) wurde hauptsächlich durch das Umladen von LNG aus dem Jamal-Feld (Nordrussland) von LNG-Tankern der Eisklasse auf „normale“ LNG-Tanker verursacht, welche die Ladung unter anderem auch nach Asien weitertransportierten.

Trotz eines stark angespannten Marktes verzeichnete das Segment trockenes Massengut nur einen leichten Rückgang beim Umschlag (-3%). In der Unterkategorie Kohle scheint die verfolgte Konsolidierungsstrategie für Rotterdam gut zu funktionieren: Der Umschlag stieg um 2,3%. Die Energiekohle blieb auf dem Niveau des Vorjahres. Der Umschlag von Kokskohle stieg aufgrund der Übernahme von Ladungen für Deutschland. Der Umschlag von Eisenerz sank 2018, was zum Teil auf die Renovierung eines Hochofens und eine stagnierende Nachfrage aus der Stahlindustrie zurückzuführen ist. Der Rückgang beim Umschlag von Agribulk in Rotterdam ist zum Teil auf die Verlagerung von Ladungen nach Amsterdam zurückzuführen.

Im Jahr 2018 nahm der Containerumschlag erneut stark zu, wodurch Marktanteile in der Hamburg-Le-Havre-Range gewonnen wurden. Eine der Triebfedern für das Plus im Jahr 2018 war der Anstieg bei der Umladung und bei den vollen Importcontainern. Der Containerexport entwickelte sich weniger stark, unter anderem bedingt durch chinesische Importbeschränkungen im Hinblick auf Abfallströme. Das Shortsea-Segment hatte unter den Wachstumsverzögerungen in der britischen und russischen Wirtschaft zu leiden.

Auch beim RoRo-Umschlag, der ein leichtes Plus verzeichnen konnte, zeigte der britische RoRo-Handel ein schwächeres Wachstum, was wahrscheinlich auf die Folgen der Brexit-Unsicherheit für die britische Wirtschaft zurückzuführen ist.

Der Umschlag bei sonstigem Stückgut entsprach ziemlich genau den Mengen des Vorjahres.

Der Hafenbetrieb Rotterdam hat 2018 einen Umsatz in Höhe von 707,2 Millionen Euro verbuchen können (2017: 712,1 Millionen Euro). Auf der Einnahmenseite wiesen Hafengebühren und Erträge aus Vermietung einen Rückgang auf. Das Nettoergebnis ohne Steuern belief sich auf 254,1 Millionen Euro (2017: 247,3 Millionen Euro). Dies war im Wesentlichen auf niedrigere Zinskosten zurückzuführen.

Die Vermietung von Gelände, der größte Ertragsposten, sank um 0,9% auf 373,7 Millionen Euro. Dieser Rückgang bezieht sich dabei auf die durch einen einmaligen Gewinn im Jahr 2017 aufgrund einer rückwirkenden Preisüberprüfung erhöhten Einnahmen. Die Einnahmen aus den Hafengebühren – den Beträgen, welche die Schiffe bei einem Besuch des Hafens zahlen – sanken durch eine Steigerung bei den gewährten Nachlässen leicht um 0,5% auf 302,4 Millionen Euro. Die sonstigen Einnahmen betrugen 31,1 Millionen Euro (2017: 30,9 Millionen Euro). Die Betriebskosten stiegen um 2,6% auf 267,8 Millionen Euro. Die wichtigste Ursache hierfür ist die Ausweitung der Aktivitäten bei den zwei strategischen Prioritäten Energiewende und Digitalisierung.

Gemäß den existierenden langfristigen Vereinbarungen macht der Hafenbetrieb den Aktionären, der Stadt Rotterdam (70,83%) und dem Staat (29,17%) den Vorschlag, im Rahmen der Dividende für 2018 96,5 Millionen Euro (38%) auszuzahlen: 68,3 Millionen Euro an die Stadt und 28,2 Millionen Euro an den niederländischen Staat.

Der Hafenbetrieb geht davon aus, dass das Umschlagsvolumen 2019 leicht steigen wird, wobei sich das Wachstum im Containersektor auf einem niedrigeren Niveau als in den vorangegangenen Jahren mit außerordentlichem Wachstum einpendeln wird. Der Hafenbetrieb verfolgt eine Sowohl-Als-Auch-Strategie: Stärkung des bestehenden Hafenindustriekomplexes und gleichzeitige Umsetzung neuer Initiativen in den Bereichen Energiewende und Digitalisierung. Auch aus diesem Grund erwarten wir für die kommenden Jahre ein hohes Investitionsniveau. Eine aktuelle Studie der Erasmus-Universität Rotterdam zeigt, dass die zukünftige Ertragskraft des Hafens solide Wachstumschancen aufweist. Dazu muss sich der Hafenindustriekomplex jedoch weiterentwickeln. Zudem beweist diese wissenschaftliche Studie die enorme Bedeutung des Rotterdamer Hafens für das Wachstum der niederländischen Wirtschaft. So trägt der Hafen 6,2% zum Brutto-Inlandsprodukt bei und schafft Arbeitsplätze für 385.000 Menschen. Beide Kernaussagen unterstreichen die Relevanz des „Mainport“ Rotterdam.

 

Quelle: Port of Rotterdam, Foto: Eric Bakker

 

 




Dortmunder Hafenchef fordert Funktionsfähigkeit

Dem Dortmunder Hafen stehen in 2019 und 2020 schmerzhafte Sperrungen der Schleuse Henrichenburg bevor. Auf Einladung der Dortmunder Hafen AG und des Vereins Dortmunder Hafenanlieger e.V. stellte sich Volker Schlüter, kommissarischer Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Duisburg-Meiderich im Alten Hafenamt den Fragen von Uwe Büscher, Vorstand der Dortmunder Hafen AG sowie weiteren Unternehmensvertretern.

Dabei räumte Volker Schlüter ein, dass die Kommunikation zur Schleusensperrung schlecht verlaufen sei und er den entstandenen Vertrauensverlust bedauere.

Seien die Instandsetzungsarbeiten abgeschlossen, könnte der Dortmunder Hafen wieder mit einer funktionsfähigen Schleuse Henrichenburg planen. Zusätzliche Sicherheit ließe sich mit dem Bau einer zweiten Schleusenkammer erreichen, so Volker Schlüter. Wie die Unternehmensvertreter auf der Veranstaltung zum Ausdruck brachten, sei für eine solche Stärkung der Wasserwege allerdings ein klares Bekenntnis von Entscheidungsträgern aus Bund, Land und Kommune geboten.

Die Sperrung der Schleuse wird laut Ankündigung des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Duisburg-Meiderich vom 15. Juni bis zum 31. Juli 2019 erfolgen. Zwischen dem 1. August und Ende November findet anschließend ein Notbetrieb für ca. 8 bis 10 Stunden täglich statt. Zwischen dem 9. Mai und 19. Juni 2020 erfolgt dann erneut eine Sperrung, um die Instandsetzungsarbeiten abzuschließen.

Schlüter erläuterte detailliert die Erfordernisse der Instandsetzungsarbeiten, die in 2019 unter anderem die Erneuerung der Schleusensteuerung vorsähen. Bei der konkreten Ausgestaltung von Notschleusungen kündigte er an, die betroffenen Unternehmen einbinden zu wollen. Als vertrauensbildende Maßnahme zwischen dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich und den Hafenanliegern im Dortmunder Hafen forderten die Dortmunder Vertreter unter anderem eine Besichtigung der Baumaßnahmen ein.

Uwe Büscher unterstrich als Vorstand der Dortmunder Hafen AG, im Interesse der Unternehmen um jede Sekunde Schleusenzeit zu kämpfen. „Wir fordern eine dauerhaft und vollumfassend funktionsfähige Schleuse“, betonte Büscher und warb für ein breites Bündnis zur Modernisierung der für den Dortmunder Hafen so wichtigen Infrastruktur des Bundes.

Den Dortmunder Hafen fahren jährlich etwa 2.200 Schiffe an. Dabei schlagen sie rund 2,5 Millionen Tonnen Güter um und entlasten den stetig wachsenden Verkehr auf Straßen und Autobahnen. Um per Schiff in den Dortmunder Hafen zu gelangen, muss vorab die Schleuse Henrichenburg passiert werden. Diese wird von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes betrieben und unterhalten.

Quelle und Foto: Dortmunder Hafen AG

 




duisport: stabiler Containerumschlag

Der Containerumschlag der Duisburger Hafen AG (duisport) ist 2018 mit 4,1 Mio. TEU auf dem Rekordniveau vom Vorjahr geblieben. Mit einem Anteil von rund 55 Prozent ist der Containerumschlag das wichtigste duisport-Gütersegment.

Der Gesamtgüterumschlag ging dagegen von 68,3 Mio. Tonnen auf 65,3 Mio. Tonnen zurück. Hauptursache war die extrem lange Niedrigwasserperiode, die zu einem circa zehnprozentigen Rückgang der Schüttladung geführt hat. Stabile Mengen im Mineralöl- und Chemiesektor, aber deutliche Rückgänge im Stahl kennzeichnen das abgelaufene Jahr. Der Kohleumschlag geht aufgrund der Energiewende weiter zurück.

Dagegen gewinnt das Chinageschäft weiterhin an Bedeutung. So verkehren heute bereits wöchentlich rund 35 bis 40 Züge zwischen duisport und einem Dutzend Destinationen in China. Durch Kooperationen mit chinesischen Partnern sowie Projekten entlang der Seidenstraße soll weiteres Wachstum generiert werden.

Quelle: duisport, Foto: duisport/ Hans Blossey

 




Gelebte Zusammenarbeit: Hafenkooperation aktiv

Im Rahmen der regelmäßigen Sitzungen kamen jetzt die Partner der Unterelbe-Hafenkooperation ELBESEAPORTS in Brunsbüttel zusammen, um die Chancen und Perspektiven für die Unterelberegion sowie die aktuellen Entwicklungen zu erörtern.

Zu dem Kooperationsgespräch trafen sich die Chefs Jens Meier (Hamburg Port Authority), Werner Repenning (Vertretung von Holger Banik, Niedersachsen Ports) und Frank Schnabel (Brunsbüttel Ports und Glückstadt Port), Hans-Gerd Janssen (Häfen Cuxhaven und Stade) sowie Olaf Krüger (Süderelbe AG) und weitere Vertreter der einzelnen Kooperationspartner und Standorte.

Die Hafenchefs berichteten aus ihren Häfen und tauschten sich unter anderem über die Fortschritte in den jeweiligen Kooperationsfeldern aus. Ein wichtiges gemeinsames Handlungsfeld stellen die nun begonnenen Maßnahmen für die Fahrrinnenanpassung der Unterelbe dar. Damit wird eine Gründungsidee der Elbe Seaports umgesetzt. Es ging und geht darum, die übergreifende Abstimmung und Koordination der Themen auf und an der Unterelbe zu optimieren.

„Bei der Besichtigung des Brunsbütteler Elbehafens war es eine Freude für uns zu sehen, dass bereits Baumaterial für die Fahrrinnenanpassung in Brunsbüttel zwischengelagert wird. Nun wird endlich Realität, was wir uns alle an der Unterelbe schon lange gewünscht haben“, sagt Jens Meier, Chief Executive Officer der Hamburg Port Authority.

„Insbesondere in Zeiten des globalen Wettbewerbs ist die Erreichbarkeit der Häfen in unserer Region von besonderer Bedeutung. Die Fahrrinnenanpassung ist ein Beispiel für die gelebte Zusammenarbeit entlang der Unterelbe. Jeder Standort und Partner kann seine Kompetenzen einbringen, um den gemeinsamen Wirtschaftsraum Unterelbe durch eine bessere Erreichbarkeit zu stärken. Auf diese Weise profitieren alle Partner der Hafenkooperation ELBESEAPORTS. Ich freue mich, dass wir mit Jens Meier und Holger Banik einen regelmäßigen Austausch zwischen den Hafenstandorten Hamburg, Brunsbüttel, Glückstadt, Stade und Cuxhaven leben“, fasst Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH / SCHRAMM group als heutiger Gastgeber zusammen.

Im August 2019 feiert die Hafenkooperation ihr 10-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass ist am 21. August 2019 eine Jubiläumsfeier mit den heutigen Wirtschaftsministern bzw. -senatoren der drei Länder Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein im Rathaus der Stadt Glückstadt geplant, um die langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit entlang der Unterelbe und in der gemeinsamen Region zu feiern.

Seit 2009 informieren und beraten sich die Hafeninfrastrukturgesellschaften der fünf Hafenstandorte Brunsbüttel, Cuxhaven, Glückstadt, Hamburg und Stade gemeinsam mit den Wirtschaftsfördereinrichtungen der Metropolregion Hamburg, der egeb -Entwicklungsgesellschaft Brunsbüttel mbH im Norden und der überregional tätigen Süderelbe AG im Süden, in dem Netzwerk ELBESEAPORTS regelmäßig zu folgenden hafenstrategischen Themen: Gemeinsames Marketing, Infrastruktur/Instandhaltung/Einkauf, Flächenmanagement, Nautische Abstimmung, Genehmigungsmanagement/Ausbau, Operative Aufgaben, Konzept Unterelbe-Shuttle und die Entwicklung von LNG an der Unterelbe.

Quelle und Foto: ELBESEAPORTS, v.l.n.r.: Jan Lutz, Jannes Ludger Elfgen, Jens Meier, Knut Kokkelink, Frank Schnabel, Olaf Krüger, Werner Repenning, Hans-Gerd Janssen

 




Infrastrukturprojekte schneller umgesetzen

Wichtige Infrastrukturprojekte müssen in Zukunft wesentlich schneller umgesetzt werden, als dies bei der Fahrrinnenanpassung der Elbe der Fall war“, sagte Plenarmitglied Dr. Johann Killinger bei einer gemeinsamen Veranstaltung von Handelskammer und UVHH zum Start der Baumaßnahmen vor 100 Teilnehmern.

„Ziel muss es sein, bei solchen Verfahren auf sechs Jahre zu kommen. Sechzehn Jahre – wie im Falle der Elbe – sind zu lang und gefährden damit den gesamten Standort.“ Eine Verkürzung der Verfahren erfordere entsprechende Personalkapazitäten bei den Planungsbehörden und den Gerichten sowie Verfahrensklarheit für alle Beteiligten. Insbesondere die Auslegung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie habe aufgrund unklarer Rechtsbegriffe wertvolle Jahre gekostet. Die Handelskammer Hamburg werde im Rahmen der Evaluation dieser EU-Richtlinie dazu Stellung nehmen.

„Durch die unverhältnismäßig lange Planungs- und Genehmigungsdauer der Fahrrinnenanpassung hat der Hamburger Hafen Marktanteile im internationalen Wettbewerb verloren“, ergänzte Gunther Bonz, Präsident des Unternehmensverband Hafen Hamburg e. V.. Diese gelte es nun zurückzugewinnen. Die Zeichen für den Hafen stünden auf Wachstum und die Hamburger Hafenunternehmen seien darauf sehr gut vorbereitet. „Neben der verkehrsgeografisch günstigen Lage des Hamburger Hafens spielen Stärken wie die Innovationskraft, hohe Qualität, Zuverlässigkeit und Produktivität der ansässigen Hafenbetriebe eine bedeutende Rolle“, so Bonz weiter. „Diese Stärken kommen jedoch nur zum Tragen, wenn alle für Hamburg wichtigen Infrastrukturprojekte zügig zum Abschluss gebracht und Infrastrukturdefizite beseitigt werden.“

In der von Handelskammer Hamburg und Unternehmensverband Hafen Hamburg e. V. organisierten Veranstaltung „Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe – Ausblick und Erwartungen“ informierten Experten über die anstehenden Baumaßnahmen zur Fahrrinnenanpassung und diskutierten über Verbesserungen in der nautischen Erreichbarkeit und die Erwartungen der Hafenakteure. Killinger und Bonz richteten zunächst großen Dank an Politik und Verwaltung für die Beharrlichkeit und Ausdauer des nun in die Umsetzung gehenden Infrastrukturprojekts.

Quelle: Handelskammer Hamburg, Foto: HHM/ Lindner




Beschleunigung von Hafenplanungen

Die norddeutschen Küstenländer Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein werden in der Bundesratssitzung am 15. Februar 2019 den Antrag für ein Gesetz zur Beschleunigung von Hafenplanungen (Hafenplanungsbeschleunigungsgesetz) einbringen.

Durch eine Ergänzung der Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) soll eine erstinstanzliche Zuständigkeit der Oberverwaltungsgerichte für Streitigkeiten über Planfeststellungsverfahren für die Errichtung, Erweiterung oder Änderung von Häfen, die für Wasserfahrzeuge mit mehr als 1.350 t Tragfähigkeit zugänglich sind, eingeführt werden. Neben einer Abkürzung der Verfahrensdauer würde die Verwaltungsgerichtsbarkeit gleichzeitig von Prozessen entlastet, die sonst regelmäßig zwei gerichtliche Instanzen mit einer teilweisen Wiederholung umfangreicher Beweisaufnahmen ausfüllten.

Hintergrund ist, dass für die gerichtliche Überprüfung von Zulassungsentscheidungen für große Infrastrukturprojekte (zum Beispiel Großkraftwerke, Energieleitungen, Eisenbahnen, Bundesfern- und Bundeswasserstraßen und Flughäfen) angesichts der Komplexität und des Umfangs der Verfahren die Oberverwaltungsgerichte oder das Bundesverwaltungsgericht erstinstanzlich zuständig sind.

Für den Bau bzw. Ausbau von Häfen sieht die VwGO bislang keine erstinstanzliche Zuständigkeit des Oberverwaltungsgerichts bzw. des Bundesverwaltungsgerichts vor. Diese besteht bislang nur, wenn das Vorhaben mit dem Ausbau einer Bundeswasserstraße einhergeht. Für nach Wasserrecht planfeststellungsbedürftige reine Hafenprojekte bleibt es bei der Eingangszuständigkeit des Verwaltungsgerichts.

Die Zuständigkeit des Gerichtes in der ersten Instanz beurteilt sich demnach nicht nach Größe, Komplexität oder infrastruktureller Bedeutung des Projekts, sondern allein danach, ob die Änderung der Verkehrsfunktion einer Bundeswasserstraße durch wasserbauliche Maßnahmen bezweckt ist.

Dies erscheint nach Ansicht der Antragsteller nicht sachgerecht, denn häufig würden Hafenprojekte nach Wasserrecht planfestgestellt, sodass sich eine gerichtliche Überprüfung der oftmals sehr komplexen Fragen über drei Instanzen anschließen könne (zum Beispiel Haufenerweiterung Hamburg-Altenwerder, Offshore- Terminal Bremerhaven).

Angesichts der herausragenden infrastrukturellen und verkehrspolitischen Bedeutung der größeren Häfen sollte auch für nach Wasserrecht planfestgestellte Hafenprojekte eine Eingangszuständigkeit des Oberverwaltungsgerichts eingeführt werden.

Der ZDS begrüßt den Antrag der Küstenländer als Beitrag zur dringend erforderlichen Planungsbeschleunigung für Infrastrukturprojekte und Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Hafenwirtschaft.

Quelle: Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe ZDS, Foto: Niedersachsen Ports

 

 

 




Oberelbe-Häfen bleiben auf Kurs

Trotz siebenmonatiger Einstellung der Binnenschifffahrt auf der Elbe konnte der SBO-Hafenverbund (Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH) dank seiner trimodalen Aufstellung wieder annähernd das Umschlagergebnis von 2017 erreichen.

Insgesamt wurden 2,64 Millionen Tonnen Güter (- 1 %) umgeschlagen, ohne den baubedingt ruhenden Umschlagbetrieb im Hafen Torgau. Zum SBO-Hafenverbund gehören die Binnenhäfen in Dresden, Riesa, Torgau, Mühlberg, Decin, Lovosice und Dessau-Roßlau.

Ein neues Rekordergebnis wurde beim Containerumschlag im Hafen Riesa erzielt. 2018 wurden 43.541 TEU (Containereinheiten) umgeschlagen – ein Plus von 634 TEU (+ 1,5 %) gegenüber 2017. Damit wurde das beste Ergebnis seit Bestehen des Containerterminals erzielt. Die Container werden zweimal wöchentlich per Binnenschiff und fünfmal wöchentlich mit der Ganzzugverbindung AlbatrosExpress zwischen Riesa und Hamburg/Bremerhaven transportiert.

Grundlage für die positive Entwicklung des Containerumschlages im Hafen Riesa ist das Anbieten von ganzheitlichen logistischen Lösungen für die angesiedelten Unternehmen und Kunden. In der temperaturgeführten Containerservicehalle werden „Leistungen rund um den Container“ angeboten. Das Portfolio reicht von Reparaturen, Reinigungen, Sonderbau und Handel von Containern über den Einbau von Inlets und Spezialeinbauten bis hin zu Be- und Entlabelung, dem Containerstauen und -packen sowie der Kommissionierung für Kunden.

Beim Güterverkehr per Eisenbahn konnten besonders die Häfen Roßlau (+ 21 %) und Decin (+ 70 %) zulegen. Per Eisenbahn wurden vor allem Container, Schrott, Düngemittel, Stahlbleche und Stammholz transportiert.

Von Anfang Juni bis Ende Dezember hatten die Oberelbe-Häfen mit den sehr niedrigen Wasserständen der Elbe zu kämpfen. Pegelstände von 50 cm und weniger führten zur siebenmonatigen Einstellung der Binnenschifffahrt. Dadurch sank der Güterumschlag per Binnenschiff in den Oberelbe-Häfen um fast 22 % auf 152.000 Tonnen. Zu den per Binnenschiff transportierten Gütern gehörten Container, Getreide, Sojaschrot, Düngemittel, Schrott und Projektladungen.

Die Häfen Dresden und Lovosice haben sich bereits seit mehreren Jahren als hervorragende Dienstleistungsstandorte für den Umschlag von Projektladungen etabliert. Das monatelange Elbe-Niedrigwasser im Jahr 2018 hat besonders den Hafen Dresden stark getroffen. Dennoch wurden 83 Großverladungen mit ca. 5.500 Tonnen durchgeführt.

In Kooperation mit der Deutschen Binnenreederei AG (DBR) hat die SBO die Etablierung eines Liniendienstes für den Transport von Projekt- und Schwergutladungen auf der Elbe vereinbart – die Elbe Project Cargo Line (EPCL). Ziel der EPCL ist es, der verladenden Wirtschaft ganzjährig eine verlässliche Verbindung zwischen den SBO-Häfen und den Seehäfen zu garantieren. Zum Einsatz kommt dabei flachgehende Schiffstechnik, mit der Projektladung bis zu einer Fahrrinnentiefe von 120 cm effizient auf der Elbe transportiert werden kann. Im Rahmen der EPCL werden in den SBO-Häfen Schubleichter stationiert, sodass erforderlicher Schiffsraum unmittelbar verfügbar ist.

Im Mai 2018 erfolgte nach einer dreijährigen Bauzeit die (wasserseitige) Wiederinbetriebnahme des Hafens Torgau mit neuer Kaimauer, Kranbahn, 25-Tonnen-Hydraulikkran und technischen Ausrüstungen. Bis Jahresende wurden die Bahnübergänge der Gleisanlage im Stadtgebiet Torgau erneuert sowie die Gleisanlagen zwischen dem Bahnhof Torgau und dem Hafengelände instandgesetzt. Mit dem modernisierten Hafen Torgau steht der hafenaffinen Wirtschaft nun wieder eine leistungsfähige Verkehrsanbindung im Großraum Leipzig zur Verfügung. Im Hafen Torgau werden vor allem land- und forstwirtschaftliche Produkte sowie Schrott umgeschlagen.

Anfang September 2018 feierte die SBO den 130. Geburtstag des Riesaer Hafens mit einem Hafen- und Familienfest mit vielen Attraktionen für Groß und Klein. Der Hafen Riesa hat sich in seinem 130-jährigen Bestehen vom einstigen Güterumschlagplatz zum modernen trimodalen Logistikknoten und Partner für Containerlogistik entwickelt. Inmitten einer aufstrebenden Region ist der Hafen ein nicht wegzudenkender Standortfaktor. Wichtige Industrie- und Landhandelsunternehmen nutzen intensiv die Binnenschiffs- und Eisenbahnverbindungen über den Hafen Riesa.

Quelle und Foto: Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH

 




HHLA übertrifft starkes Vorjahresergebnis

Zu den heute veröffentlichten, vorläufigen, noch nicht testierten Zahlen der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) für das Geschäftsjahr 2018 erklärt die Vorstandsvorsitzende Angela Titzrath: „Die HHLA hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ungeachtet eines sich in der zweiten Hälfte eintrübenden Marktumfeldes sehr erfolgreich entwickelt.“

Titzrath weiter: „Die von uns vor einem Jahr prognostizierten anspruchsvollen Ziele wurden erreicht und teilweise sogar übertroffen. Diese Ergebnisse bestätigen unsere auf die Stärkung der Gestaltungskraft und Zukunftsfähigkeit der HHLA ausgerichtete Strategie. Wir werden diese konsequent weiter umsetzen. Die HHLA soll das Tor zur Zukunft sein.“

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat im Geschäftsjahr 2018 nach vorläufigen, noch nicht testierten Zahlen ihren Konzernumsatz um 3 Prozent auf 1,29 Mrd. Euro (im Vorjahr: 1,25 Mrd. Euro) gesteigert. Das Betriebsergebnis (EBIT) des Konzerns von 204 Mio. Euro (im Vorjahr: 173 Mio. Euro) wuchs um 18 Prozent.

Der börsennotierte Teilkonzern Hafenlogistik erzielte Umsatzerlöse von 1,26 Mrd. Euro (im Vorjahr: 1,22 Mrd. Euro) und ein Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von 188 Mio. Euro (im Vorjahr: 157 Mio. Euro, darin enthalten waren Einmalaufwendungen von insgesamt rund 25 Mio. Euro für einen Organisationsumbau und für die Harmonisierung bestehender Altersversorgungssysteme).

An den HHLA-Containerterminals wurden im Geschäftsjahr 2018 insgesamt 7,3 Mio. Standardcontainer (TEU) bzw. 1,9 Prozent mehr umgeschlagen als im Vorjahreszeitraum (7,2 Mio. TEU). Der Containerumschlag der drei Hamburger Containerterminals konnte das hohe Niveau des Vorjahres erneut erreichen, während die internationalen HHLA-Containerterminals in Odessa (Ukraine) und Tallinn (Estland) den Umschlag gesteigert haben. Der im vergangenen Jahr erworbene größte estnische Terminalbetreiber TK Estonia wurde erfolgreich in den HHLA-Konzern integriert.

Die HHLA-Intermodalaktivitäten konnten mit einem Transportvolumen von 1,48 Mio. TEU (im Vorjahr: 1,48 Mio. TEU) das starke Vorjahresergebnis wiederholen. Getragen wurde dieses Ergebnis durch die Bahntransporte, die Straßentransporte waren rückläufig.

Den Geschäftsbericht für 2018 sowie einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr wird die HHLA am Mittwoch, den 27. März 2019, um 7:30 Uhr veröffentlichen.

Quelle: HHLA, Foto: HHLA / Thies Rätzke