Rotterdam steigt im ersten Quartal um 5,1 %

Im Rotterdamer Hafen wurden im ersten Quartal 2019 5,1 % mehr Güter umgeschlagen als im selben Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden 123,9 Millionen Tonnen umgeschlagen, während es im selben Zeitraum 2018 noch 117,8 Millionen Tonnen waren. Die Steigerung betraf vor allem den Container-Umschlag (+7,3 % in TEU, +5,9 % in Tonnen) und die Brennstoffe. Der Umschlag von Mineralölprodukten, Eisenerz und Schrott war rückläufig.

Allard Castelein, Generaldirektor des Hafenbetriebs Rotterdam: „Das Jahr 2019 hat mit einem Rekord bei der Umschlagmenge im ersten Quartal hervorragend begonnen. Die Quartalszahlen bestätigen zudem, dass Rotterdam seine Drehscheibenposition im Hinblick auf Lagerung und Weitertransport von Containern und LNG (Flüssiggas) wiederum gestärkt hat. Für das gesamte Jahr halten wir an unserer Prognose fest, dass die Umschlagmengen für 2019 leicht steigen werden.“

Insgesamt stieg der Umschlag von flüssigem Massengut um 4,6 % auf 58,5 Millionen Tonnen. In diesem Marktsegment wurde mehr Rohöl (ein Plus von 10,4 % auf 28,1 Millionen Tonnen) angeliefert als im ersten Quartal des Vorjahres. Die Differenz war auf eine größere Anlieferung von Öl aus den USA zurückzuführen. Dieses Öl ist relativ preiswert und sorgt bei den Raffinerien für höhere Gewinnspannen. Der Umschlag von Mineralölprodukten sank im letzten Quartal (-7,4 %) dadurch, dass der Heizölhandel zwischen Russland und Asien rückläufig war. Auch wurde im ersten Quartal weitaus mehr LNG umgeschlagen als im Vorjahr (ein Plus von 143 % auf 1,8 Millionen Tonnen), wobei im Februar mit einer Menge von über 500.000 Tonnen ein Rekord erzielt wurde. Dieses Wachstum betrifft sowohl die ein- als auch die ausgehenden LNG-Lieferungen. Dies bestätigt erneut die Bedeutung von Rotterdam als Drehscheibe des LNG-Handels.

Beim Trockenmassengut sind Eisenerz sowie Schrott und Kohle die wichtigsten Gütersorten. Einer Senkung des Umschlags von Eisenerz und Schrott um 17,9 % auf 5,9 Millionen Tonnen infolge einer um 5 % niedrigeren Stahlproduktion in Deutschland stand eine Steigerung des Umschlags bei Kohle um 15,7 % auf 7,5 Millionen Tonnen gegenüber. Die niedrigen Preise für Kohle führten zu einer Zunahme bei Einkauf und einer Aufstockung der Lagerbestände.
Der Umschlag von Agrarmassengut blieb mit einem Wert von 2,6 Millionen Tonnen nahezu konstant. Beim Umschlag von sonstigem Trockenmassengut kam es zu einer beträchtlichen Steigerung um 38,8 % auf 3,3 Millionen Tonnen. Insgesamt stieg der Umschlag von Trockenmassengut um 3,7 % auf 19,4 Millionen Tonnen.

Der Containerumschlag stieg nach Gewicht um 5,9 % auf 38,0 Millionen Tonnen und nach Volumen um 7,3 % auf 3,7 Millionen TEU (Standardmaß für Container) an. Mit diesem Wachstum, das vor allem auf die starke Zunahme der Transhipment-Mengen zurückzuführen ist, die aus Asien kommen und für einen anderen Ort in Europa bestimmt sind, setzt sich der starke Anstieg des Vorjahres fort. Die Reedereien, die in den drei großen Allianzen operieren, sehen in Rotterdam eine wichtige Drehscheibe für ihre Netzwerke, wodurch sich immer mehr Umschlagaktivitäten auf Rotterdam konzentrieren. Dadurch stieg auch das Feeder-Volumen weiterhin stark an; es erhöhte sich um 15,1 % auf 7,3 Millionen TEU. Feederschiffe bringen und holen Container mit interkontinentaler Ladung zu und von anderen Häfen, die nicht direkt von interkontinentalen Schiffsverbindungen (Deepsea-Verbindungen) bedient werden. Auch findet in Rotterdam ein immer intensiverer Austausch zwischen Deepsea-Diensten statt, wodurch die Reedereien ihren Kunden mehr Kombinationen zwischen Lade- und Löschhäfen in Asien und Europa anbieten können. Der Shortsea-Umschlag und der innereuropäische Transport gingen um 7,8 % auf 6,9 Millionen Tonnen zurück. Das ist auf einen geringeren Handel mit Russland und im Januar-Februar auf geringere, an das Vereinigte Königreich gehende Mengen zurückzuführen. Ein gestiegenes Ungleichgewicht zwischen Asien und Europa sorgt für einen wesentlich höheren Umschlag bei leeren Containern, wodurch die Steigerung in TEU im Vergleich zu der in Tonnen beträchtlich größer ist.

Der Gesamtumschlag des Marktsegments Massenstückgut (Ro-Ro-Verkehr und sonstiges Stückgut) stieg um 9,2 % auf 7,9 Millionen Tonnen. Der RoRo-Verkehr nahm im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres um 10,7 % auf 6,4 Millionen Tonnen zu. Vor allem im März stiegen die Mengen durch die Aufstockung von Lagervorräten im Zusammenhang mit einem möglichen harten Brexit stark an. Der Umschlag von sonstigem Stückgut nahm um 3,1 % auf 1,5 Mio. Tonnen zu.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam

 

 

 




Hafenindustrie stößt weniger CO2 aus

Die CO2-Emission der Industrie im Rotterdamer Hafen fällt das 2. Jahr in Folge geringer aus. Das geht aus Zahlen der niederländischen Emissionsbehörde (Nederlandse Emissie Autoriteit, NEA) hervor. Innerhalb von zwei Jahren gingen die Emissionen um 13,6 % (4,2 Mio. t) zurück.

Hauptgrund ist die Abschaltung veralteter Kohlekraftwerke Mitte 2017. Die mit Erdgas gefeuerten Kraftwerke zur Stromerzeugung waren häufiger in Betrieb und stießen dadurch mehr CO2 aus: 2018 1,7 Mio. t mehr als 2016. Die Elektrizitätsbranche insgesamt (Kohle- und Gaskraftwerke) stieß 2018 27 % (4 Mio. t) weniger CO2 aus als 2016.

An den Zahlen der NEA fällt auf, dass die CO2-Emissionen der Raffinerien 2018 um 6,6 % (0,6 Mio. t) niedriger lagen als 2016. Auch langfristig zeigen die Rotterdamer Raffinerien gute Ergebnisse. Die CO2-Emissionen der Raffinerien verringerten sich seit 2005 um beachtliche 20 % (2,1 Mio. t), obgleich die Produktion im gleichen Zeitraum um 4 % stieg und wesentlich mehr Produkte mit niedrigem Schwefelgehalt erzeugt werden. Letzteres erfordert mehr Energie. Die Emissionen der Unternehmen, die Industriegase erzeugen, nahmen zugleich zu. Sie stellen u. a. Wasserstoff zur Entschwefelung von Kraftstoffen her.

In den Zahlen der NEA sind alle Unternehmen, die unter das ETS fallen, berücksichtigt. Das sind ca. 96 % der Emissionen der Rotterdamer Industrie.

Quelle: Port of Rotterdam, Foto: Kees Torn

 

 




Seehafenbetriebe schlagen 305 Mio. t um

Die deutschen Seehäfen haben im vergangenen Jahr rund 305 Mio. Tonnen Güter umgeschlagen. Dies entspricht einem Wachstum von 1,7 % gegenüber 2017 (299,5 Mio. Tonnen). Das geht aus den Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor. Sowohl Importe als auch Exporte konnten ein Wachstum verzeichnen.


Im Gesamtverkehr wurden 304,7 Mio. t umgeschlagen. Der Versand lag mit 122 Mio. t 1,5 % über dem Vorjahr, der Empfang aus dem Ausland mit 182,7 Mio. t 1,9 % über dem Vorjahr. Deutliche Zuwächse nach Gewicht konnten unter anderem Maschinen und Ausrüstungen (+17,6 %) sowie nicht identifizierbare Güter (+8,5 %) verzeichnen. Rückläufig hingegen waren Sekundärrohstoffe und Abfälle (-14,2 %) sowie sonstige Mineralerzeugnisse (-11,1 %). Landwirtschaftliche und verwandte Erzeugnisse nahmen stark ab (-28 %), Importe zu (4,0 %).

Der Güterverkehr mit China und den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union nahm insgesamt um 5,3 % bzw. 2,1 % zu (darunter +14,2 % mit Litauen). Zuwächse konnten auch die Verkehre mit Australien und Neuseeland (+32,2 %), Singapur (+10,9 %) und Südkorea (+10,8 %) verzeichnen. Der Güterverkehr mit Saudi-Arabien (-20,4 %) sowie Malaysia (-8,8 %) sank ab.

Der Containerumschlag ist 2018 mit erneut 15,1 Mio. TEU stabil geblieben, nahm aber deutlich zu nach Gewicht (+8,1 %). Auch die Zahlen im Im- und Export sind nahezu unverändert. Rückläufig waren die Relationen mit Amerika  (-4,8 %, darunter -9,3 % mit Kanada). Zuwächse konnten die Verkehre mit Afrika (+16,7 %) und Ozeanien (+24,3 %) verzeichnen.

Die Personenbeförderung ist im vergangenen Jahr mit 30,7 Mio. Passagieren um 0,3 % zurückgegangen (2017: 30,8 Mio. Passagiere).

Die deutschen Seehäfen fertigten 2018 insgesamt 127.972 Schiffe und damit 2,1 % mehr als im Vorjahr ab.

Trotz der gestiegenen Umschlagszahlen ist das vergangene Jahr gekennzeichnet von äußerlichen Faktoren, die die Umschlagsmenge beeinflussen. Neben den Unsicherheiten in der internationalen Handelspolitik sind vor allem Sondereffekte (Dürresommer 2018) für Verschiebungen in einzelnen Segmenten verantwortlich.

Quelle: Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V., Foto: bremenports

 

 




Studie über ökologischen Wasserstoff

BP, Nouryon (zuvor AkzoNobel Specialty Chemical) und der Hafenbetrieb Rotterdam werden gemeinsam die Möglichkeiten hinsichtlich der Herstellung von „grünem“ Wasserstoff mittels Wasserelektrolyse für die BP-Raffinerie in Rotterdam untersuchen. Diese Lösung bietet das Potential für eine beträchtliche Senkung der CO2-Emissionen.



Derzeit setzt die Raffinerie für die Entschwefelung von Produkten Wasserstoff ein, der aus Erdgas hergestellt wird. Indem man diesen Wasserstoff vollständig durch ökologischen Wasserstoff, der aus Wasser mit Hilfe von erneuerbaren Energien hergestellt wird, ersetzt, könnten die CO2-Emissionen – legt man die derzeitigen Gegebenheiten zugrunde – um 350.000 Tonnen pro Jahr sinken.

Die Vertragsparteien haben eine Absichtserklärung zur Untersuchung der Machbarkeit einer 250 Megawatt starken Wasserelektrolyse-Anlage zur Herstellung eines Maximums von 45.000 Tonnen grünen Wasserstoffs pro Jahr unter Einsatz erneuerbarer Energien unterzeichnet. Hierbei geht es um die größte Anlage ihrer Art in Europa.

Der Ansatz sieht vor, dass Nouryon mit seiner führenden Rolle auf dem Gebiet der Elektrochemie, den Bau und Betrieb der Anlage übernimmt. Der Hafenbetrieb Rotterdam wird die lokale Infrastruktur unterstützen und erforscht Optionen hinsichtlich der weiteren Entwicklung eines Drehkreuzes für grünen Wasserstoff in dem Gebiet. Die Partner haben die Absicht, im Jahre 2022 eine definitive Investitionsentscheidung zu diesem Projekt zu treffen.

Ruben Beens, CEO BP Niederlande: „BP hat sich verpflichtet, an einer Zukunft, in der niedrige CO2-Emissionen gelten, zu arbeiten. Wir setzen uns für die Reduzierung von Emissionen bei unseren Tätigkeiten ein sowie für die Verbesserung unserer Produkte, so dass wir Kunden dabei unterstützen können, ihre eigenen Emissionen zu senken und kohlenstoffarme Geschäftstätigkeiten zu entwickeln.

Die Nutzung von grünem Wasserstoff, der aus Wasser anhand von erneuerbaren Energien hergestellt wird, bietet das Potential für eine beträchtliche Senkung der Emissionen in Rotterdam. Die Kooperation mit Nouryon und dem Hafenbetrieb Rotterdam stellt für uns eine Möglichkeit dar, die technischen, operativen und finanziellen Größenordnungen dieser potentiellen Möglichkeit zu untersuchen und einen vollständigen Einblick in dieses Projekt zu bekommen.

Knut Schwalenberg, Managing Director Industrial Chemicals Nouryon, fügt dem hinzu: „Diese Kooperation ist eine Fortsetzung unserer Erfahrung in der Elektrolyse-Technologie, die der Schaffung neuer Wertschöpfungsketten gilt. Mit grünem Wasserstoff können wir unseren Kunden nachhaltige Lösungen anbieten – von kohlenstoffarmen Brennstoffen und industriellen Prozessen bis hin zu neuen Ausprägungsformen der Kreislauf-Chemie.“

Allard Castelein, Generaldirektor des Hafenbetriebs Rotterdam: „Die Entwicklung groß angelegter Elektrolyseure, die an Offshore-Windparks angeschlossen sind, ist für die Realisierung des Fortschritts bei der Schaffung eines neuen Energiesystems, das zur Umsetzung unserer Klimazielsetzungen erforderlich ist, von entscheidender Bedeutung. Dieser 250 Megawatt starke Elektrolyseur ist ein Beweis dafür, dass Rotterdam bei der Energiewende an der Spitze stehen kann. Für die Industrie im Hafengebiet ist das ein wichtiges Unterscheidungskriterium.“

Quelle und Foto: Port of Rotterdam




Porthos weckt Interesse von Unternehmen

In den letzten Wochen bekundeten mehrere Unternehmen Interesse, sich am CO2-Transport- und Speicherungsprojekt Porthos in Rotterdam zu beteiligen.

Das Projekt Porthos ist eine Initiative von EBN, Gasunie und des Hafenbetriebs Rotterdam. Ziel des Projekts ist die Realisierung einer allgemein zugänglichen Transport- und Speicherungsinfrastruktur, die von mehreren Partnern genutzt werden kann. In früheren Angaben der Projektorganisation von Porthos wird davon ausgegangen, dass 2 bis 5 Mio. t CO2 jährlich in leeren Gasfeldern unter der Nordsee gespeichert werden können. Um zu ermitteln, welche Unternehmen interessiert sind und wann sie wieviel CO2 liefern möchten und können, hat Porthos ein sog.

Expression of Interest-Verfahren durchgeführt. Es haben sich mehrere Unternehmen gemeldet und mehr als genügend Interesse an der Fortführung der weiteren Studien zum Projekt bekundet. Obwohl die Sondierung des Interesses rechtlich nicht verbindlich ist, sieht man sie bei Porthos als wichtiges Signal, dass ein Bedarf an der anzulegenden CO2-Infrastruktur besteht.

Im vergangenen Jahr wurde am Entwurf des Systems gearbeitet. Die Gesamtinvestitionskosten dafür werden mit 400 bis 500 Mio. € veranschlagt. Es handelt sich somit um ein Projekt, mit dem sich im Vergleich zu anderen Reduktionsmaßnahmen zu relativ geringen Kosten CO2-Emissionen vermeiden lassen. Eine Entscheidung über die Realisierung von Porthos wird voraussichtlich Ende 2020 getroffen und richtet sich maßgeblich nach der Stellung, die der CO2-Abscheidung und -Speicherung im Klimaübereinkommen eingeräumt wird.

Zur Verdeutlichung und gegenseitigen Abwägung aller (räumlichen) Interessen des Projekts wird für Porthos eine Umweltverträglichkeitsprüfung erstellt. Zur Vorbereitung lag in den vergangen zwei Monaten der Bericht in Entwurfsfassung zur Reichweite und zum Detailniveau (Notitie Reikwijdte en Detailniveau, c-NRD) zur Einsichtnahme aus. Vorher wurden zwei Informationsabende über das Projekt in Rozenburg und Oostvoorne veranstaltet, an denen insgesamt 41 Besucher teilnahmen. Der Bericht (Entwurf) zur Reichweite und zum Detailniveau c-NRD geht der Umweltverträglichkeitsprüfung voraus, die zur Beantragung von Genehmigungen für das Projekt erforderlich ist.

Seitens der Europäischen Union besteht großes Interesse an dem Projekt, da die Abscheidung, Nutzung und Speicherung von CO2 (CCUS) als wichtige Maßnahme gegen den Klimawandel gilt. Porthos ist ein einzigartiges Projekt, da es eine gemeinsame Infrastruktur entwickelt, an der sich verschiedene Unternehmen beteiligen können. Das Projekt wurde von der EU als Project of Common Interest (PCI) anerkannt; daher stellte die Europäische Kommission kürzlich 6,5 Mio. € für Folgestudien zur Verfügung. Auch für die nächste Projektphase wurde erneut der sog. PCI-Status beantragt.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam

 

 




Zehn Vectron-Lokomotiven für Metrans

Metrans a.s., eine Tochtergesellschaft der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), hat zehn Lokomotiven vom Typ Vectron MS bei Siemens Mobility in Tschechien in Auftrag gegeben. Die Lokomotiven werden im Werk von Siemens Mobility in München-Allach gefertigt und sollen ab Ende 2019 bis Frühjahr 2020 ausgeliefert werden. Die Lokomotiven werden im grenzüberschreitenden Güterverkehr in Mittel- und Osteuropa zum Einsatz kommen.

„Wir freuen uns über die Erweiterung unserer Fahrzeugflotte bei Metrans um zehn Vectron-Mehrsystemlokomotiven von Siemens Mobility. Das unterstreicht unser Ziel, weiterhin mit den Transportströmen der Zukunft zu wachsen. Die Anschaffung der zusätzlichen Lokomotiven wird dazu beitragen, dass wir noch flexibler und zuverlässiger auf die Wünsche unserer Kunden eingehen können“, so Peter Kiss, CEO der Metrans-Gruppe.

„Wir sind überzeugt, dass unser Kunde Metrans mithilfe der neuen Vectron-Lokomotiven aktuelle und zukünftige Transportanforderungen erfüllen und seine langfristigen Zielsetzungen erfolgreich umsetzen kann. Die Vectron-Lokomotiven sind seit ihrer Einführung im europäischen Markt eine Erfolgsgeschichte, und wir sind stolz, den Verkauf der 900. Vectron-Lokomotive gemeinsam mit Metrans zu feiern“, so Roman Kokšal, CEO von Siemens Mobility in Tschechien.

Die Lokomotiven für Metrans erreichen eine Höchstleistung von 6,4 MW und eine Spitzengeschwindigkeit von 160 km/h. Zudem verfügen sie über die erforderlichen nationalen Zugsteuerungssysteme sowie das europäische Zugbeeinflussungssystem ETCS (European Train Control System). Die Lokomotiven sind für den Einsatz in Österreich, Tschechien, Deutschland, Ungarn, Polen und der Slowakei zugelassen. Zukünftige Aufrüstungen für den Einsatz in Bulgarien, Kroatien, den Niederlanden, Rumänien, Serbien und Slowenien sind möglich.

Quelle und Foto: HHLA

 

 

 




Echtzeitinfos über den Bahnverkehr

Es verlaufen über 250 internationale Bahnverbindungen vom und zum Rotterdamer Hafen. Der Transport per Bahn ist eine relativ nachhaltige Transportart und damit für den Transport von Ladung zwischen dem Rotterdamer Hafen und dem Hinterland von zunehmender Bedeutung. Zur effizienteren Gestaltung des Bahntransports entwickelte der Hafenbetrieb Rotterdam OnTrack.

Diese Anwendung ermöglicht einen Echtzeitüberblick über den Bahntransport im Rotterdamer Hafen und dessen Abfertigung am Terminal. OnTrack entspricht damit dem Bedarf von Terminals und Transportunternehmen, die dadurch effizienter planen und sich besser auf Abweichungen einstellen können.

Zur weiteren Optimierung des Transports von Ladung mit der Bahn zwischen dem Rotterdamer Hafen und dem Hinterland benötigen die Marktparteien einen Einblick in die Planung und Statusinformationen des Bahnverkehrs und dessen Abfertigung. Derzeit nutzen die meisten Terminals ein eigenes Planungssystem und eigene Standards für den Bahnverkehr. Der Informationsaustausch erfolgt derzeit überwiegend per Telefon und E-Mail. Die Anwendung OnTrack kombiniert Daten von verschiedenen Parteien in der Schienenkette und bereichert sie mit intelligenten Geschäftsalgorithmen.

So erhält ein Transportunternehmen mit OnTrack einen Einblick in die Abfertigung des Zugs an einem Terminal. OnTrack informiert darüber, wie viele Container oder Waggons be- oder entladen wurden und wann der Vorgang abgeschlossen wird. Abweichungen vom geplanten Zeitfenster sind direkt sichtbar und müssen nicht mehr auf verschiedenen Websites oder telefonisch eingeholt werden.

Ein Terminal erhält in OnTrack einen besseren Einblick in die voraussichtlichen und tatsächlichen Abfahrtszeiten der Züge, die den jeweiligen Terminal ansteuern. Durch die Benachrichtigungen können alle Partner besser auf Abweichungen reagieren und dadurch ihre Teams und Kapazität optimieren. Auch für Bahnunternehmen und Inlandterminals wird OnTrack in Kürze verfügbar sein.

OnTrack ist ein gutes Beispiel dafür, wie der Hafenbetrieb mit neuen digitalen Anwendungen die Abläufe im Hafen effizienter gestaltet und passt in die Bestrebung, sich zum intelligentesten Hafen zu entwickeln. Zudem kann durch bessere Informationen über den Bahnverkehr ein zuverlässigeres Produkt geboten werden, was der Wettbewerbsposition des Rotterdamer Hafens zugutekommt.

OnTrack wurde in Zusammenarbeit mit verschiedenen Marktparteien unter dem Projektnamen HaROLD ausführlich entwickelt und getestet. Anfang April beginnt die operative Nutzung durch nahezu alle Verkehrsunternehmen und Terminals, die Ladung über den Rotterdamer Hafen transportieren. Sollte bei nationalen und internationalen Häfen Interesse an der Anwendung bestehen, kann sie auch an anderen Orten eingeführt werden.

Quelle und Film: Port of Rotterdam

 




Hafen Riesa wichtiger Standortfaktor

Die exportorientierte heimische Wirtschaft braucht leistungsfähige Infrastrukturen. Das Logistik Netzwerk Mitteldeutschland befürwortet deshalb die Ausbaupläne am Hafen Riesa. Am trimodalen Containerterminal werden bereits jährlich mehr als 40.000 TEU (Standard-Container) umgeschlagen.

Damit ist die Leistungsgrenze erreicht. Von einem neuen Hafenterminal würden zahlreiche Industrie- und Handelsunternehmen profitieren, die mittels regelmäßigen Zug- und Binnenschiffsabfahrten ab Riesa weltweite Absatzmärkte erreichen.

Trotz zwei aufeinanderfolgender Niedrigwasserjahre 2017 und 2018 konnten in Riesa jeweils Rekordergebnisse erreicht und damit die Bedeutung des Warenumschlagplatzes unter Beweis gestellt werden. 2018 wurden mit rund 43.500 TEU so viele Container wie nie zuvor am Hafen Riesa umgeschlagen. Durch die trimodale Anbindung gelang es, die niedrigen Wasserstände zu kompensieren. Schon bei durchschnittlichen Pegelständen wären noch mehr Transporte auf dem Wasserweg möglich.

Die enorme Bedeutung der deutschen Binnenschifffahrt wurde auch im Bundes­verkehrsministerium erkannt, wo aktuell an einem Masterplan gearbeitet wird, der im Mai vorgestellt werden soll. Denn zur Erreichung auch der gesteckten Klimaziele kann die Binnenschifffahrt einen wichtigen Beitrag leisten, sofern die dafür notwendigen Infrastrukturen geschaffen werden.

Auch der Hafen Riesa könnte nach seinem Ausbau zusätzliche Kapazitäten aufnehmen und mit seinem trimodalem Transportangebot punkten. Am Standort starten täglich Güterzüge in Richtung Hamburger Hafen, von wo Ziele in der ganzen Welt erreicht werden können. Mit dem neuen Terminal könnten auch diese Züge schneller und effektiver beladen werden.

„Die Verbindung von Wasserstraße, Straße und Schiene am Standort Riesa ist ein klarer Standortvorteil. Die sächsischen Binnenhäfen stellen mit ihren trimodalen Angeboten unverzichtbare Schnittstellen dar, um für verschiedenste Transportaufgaben passende Lösungen anbieten zu können“, betont Marko Weiselowski, Vorstandsmitglied im Netzwerk Logistik Mitteldeutschland, und ergänzt: „Wir Logistiker brauchen diese Infrastrukturen, wenn nicht noch mehr Transporte auf die Straße verlagert werden sollen.“

Das 2008 gegründete Netzwerk Logistik Leipzig-Halle e. V. trägt aufgrund seines vergrößerten Aktionsradius seit 2018 den Namen Netzwerk Logistik Mitteldeutschland e.V. Es vereint neben zahlreichen „klassischen“ Logistikdienstleistern auch Unternehmen aus dem Bereich logistiknaher Dienstleistungen, aus der Personal- und Immobilienwirtschaft, Gebietskörperschaften wie die Städte Leipzig und Halle, die regionalen Industrie- und Handelskammern sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen, darunter acht Hochschulen. Seit 2016 verfügt das Netzwerk über Regionalbüros in Dresden und Chemnitz.



Hafen Antwerpen fordert Wandel

Der Hafen Antwerpen fordert einen mentalen Wandel zugunsten nachhaltiger und staufreier Alternativen für den Transport. Gerade vor dem Hintergrund potenzieller Störungen im Straßenverkehr während der jetzt beginnenden Maßnahmen zum Ausbau der Oosterweel-Verbindung gewinnen diese Mobilitätsalternativen an Bedeutung.

Jetzt müssten sich alle Anstrengungen auf mehr Binnenschiffs- und Schienenverkehr konzentrieren, betont die Hafenbehörde – und ruft dazu auf, die Möglichkeiten zum Nachttransport auf der Straße zu nutzen. Über die Bandbreite der Transportalternativen vom und zum belgischen Hafen konnten sich Vertreter von Terminals, Eisenbahnunternehmen und Verladern sowie Warenempfänger informieren. Bereits zum siebten Mal in Folge veranstaltete der Hafen Antwerpen seine jährliche Netzwerkveranstaltung zur Hafenmobilität.

„Es ist klar erkennbar, dass Änderungen an der Infrastruktur allein nicht ausreichen werden. Wir brauchen einen mentalen Wandel, um den Transport nicht nur von Gütern, sondern auch der Menschen in und um Antwerpen effizienter zu gestalten“, erklärte Jacques Vandermeiren, CEO des Hafens Antwerpen.

Der Hafen Antwerpen hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil des Binnenschiffsverkehrs bis zum Jahr 2030 von derzeit 38 Prozent auf 42 Prozent zu erhöhen. Dies bedeutet, vier Prozent des aktuellen Transportvolumens von der Straße auf die Wasserstraße zu bringen. Der Aktionsplan für die Containerbinnenschifffahrt – eine von der Antwerpener Hafengemeinschaft getragene Logistikinitiative – soll die Zusammenarbeit zwischen allen Partnern in der Lieferkette weiter verbessern. Er setzt dabei auf eine Kombination aus Bündelung, Digitalisierung und Planung von Binnenschiffsbewegungen. Im Rahmen der Bündelung sollen Binnenschiffe jeweils die maximal mögliche Anzahl von Containern transportieren. Mit der Einführung von einer Mindest-Anlauf-Größe von 30 Containern pro Binnenschiff soll die Zahl der Lkw auf dem Antwerpener Ring deutlich gesenkt werden.

Der Hafen Antwerpen setzt sich zudem stark für die Nutzung von Shortsea-Verkehren ein, z. B. für Güter, die von Belgien nach Spanien oder in die Türkei befördert werden. Auch angesichts des drohenden Brexit sind Shortsea-Verkehre eine vielversprechende Alternative zum Lkw-Transport. Ein Binnenschiff bringt nicht nur eine große Anzahl von Containern von der Straße, sondern bedeutet auch weniger Zollformalitäten an den Grenzen.

Nicht minder ehrgeizig sind die Ambitionen des Hafens Antwerpen im Bereich Bahnverkehre: bis 2030 soll sich der Anteil der auf der Schiene beförderten Güter von aktuell 7 auf 15 Prozent verdoppeln. Gemeinsam mit Railport und dem belgischen Eisenbahninfrastrukturunternehmen Infrabel will die Hafenbehörde die vorhandenen Bahnkapazitäten des Hafens effizienter und flexibler nutzen. Zu den Maßnahmen gehören die Konsolidierung der auf der Schiene beförderten Mengen, vereinfachte Vorschriften sowie ein Pilotprojekt für ein „Rail Traffic System“ zum digitalen Informationsaustausch zwischen Bahnbetreibern und Terminals. Diese Initiativen haben das Potenzial, den Anteil des Straßenverkehrs, der derzeit bei über 55 Prozent liegt, deutlich zu verringern. Steve Declercq, Commercial Manager bei DP World: „Durch eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen den Seeterminals und die Konsolidierung sowohl der maritimen als auch der kontinentalen Ströme über den Rail-Hub des Antwerp-Gateway-Terminals können wir mehr Güter auf die Schiene am linken Scheldeufer bringen.“

Analog zum Binnenschiffsverkehr hat die Antwerpener Hafengemeinschaft auch rund zehn Workshops zum Nachtbetrieb der Containerterminals durchgeführt. Alle Beteiligten, darunter Terminals, Reedereien und andere Logistikunternehmen, haben sich zusammengeschlossen, um ein neues Pilotprojekt zu starten. Für einen Zeitraum von drei Monaten werden damit die Containerterminals am rechten Ufer der Schelde in Kürze auch nachts geöffnet sein. Dies gilt bereits für die Terminals und Depots am linken Scheldeufer. Der Nachtbetrieb ist die erste und wichtigste Voraussetzung für eine effizientere Nutzung der Straßenkapazitäten.

Bei planmäßigem Verlauf soll auf die Testphase eine zweijährige Umsetzungszeit folgen, in der der gesamte Markt in dieses Logistikprojekt eingebunden wird. „Als Community Builder arbeiten wir mit der Hafengemeinschaft zusammen, um einen guten Zugang zum Hafen zu gewährleisten. Wir setzen auf eine Vielzahl erfolgsversprechender Transportalternativen, sowohl für den Güterverkehr als auch für den Personenverkehr, um die Erreichbarkeit unseres Hafens auch während der Ausbaumaßnahmen zu gewährleisten“, erklärte Hafensenatorin Annick de Ridder.

Weitere Informationen zur Optimierung des Container-Binnenschifftransports sowie der Schienenverkehre gibt es hier und hier

Quelle und Foto: Hafen Antwerpen

 




duisport hält Kurs in schwierigem Umfeld

Die duisport-Gruppe hält Kurs, obwohl das wirtschaftliche Umfeld schwieriger geworden ist. Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz in Höhe von 278,6 Mio. Euro erzielt. Das ist eine Steigerung um 11,6 % oder 28,9 Mio. Euro gegenüber dem Umsatz von 249,7 Mio. Euro im Jahr 2017.

Das operative Ergebnis (EBITDA) verbesserte sich um 4,9 % von 40,5 auf 42,5 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss erhöhte sich von 11,7 Mio. Euro in 2017 auf 12,2 Mio. Euro. Das ist ein Plus von 4,3 %. Besonders erfreulich: Die Unternehmensbeteiligungen trugen erheblich zur guten Ergebnisentwicklung bei. Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG Erich Staake dämpfte in der Bilanzpressekonferenz die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr: „Wir können uns den globalen Entwicklungen nicht entziehen. Nach aktueller Schätzung des RWI ist der weltweite Container-Umschlag bereits im Februar auf 133,9 Indexpunkte gefallen. Im Januar lag er noch bei 138,2. Dies ist viertstärkste bisher beobachtete monatliche Rückgang. Uns stehen raue Zeiten bevor.“

Staake verwies in diesem Zusammenhang auch auf weitere Unwägbarkeiten, die bereits im letzten Geschäftsjahr negative Auswirkungen auf den Konzernumsatz hatten: Das Niedrigwasser 2018 auf dem Rhein und die offenen Fragen um den drohenden Brexit sind hier nur zwei Beispiele. Vor dem Hintergrund dieser Fakten seien die guten Geschäftszahlen in 2018 „ein vermutlich nur schwer wiederholbarer Erfolg.“

Zugleich betonte Staake die straffe strategische Ausrichtung auf Qualitätskriterien. duisport habe sich im internationalen Vergleich eine Spitzenstellung als „Premium-Port“ erworben: „Wir setzen auf Qualität. Die von uns entwickelten Logistikareale sind Premium-Standorte. Wir haben unsere Wertschöpfungsketten breit und sicher aufgestellt. Diese intensive Kundenorientierung hat duisport zu einer vernetzenden Plattform für Dienstleistungen rund um die Logistik gemacht. Unsere Kunden schätzen diese Marktpositionierung als Qualitätsanbieter. Diese Strategie werden wir auch international weiter entwickeln.

Unter den vier duisport-Geschäftsbereichen erzielte das Segment Infra- und Suprastruktur einen Umsatz von 54,4 Mio. Das ist eine Steigerung um 7,3 % gegenüber dem Umsatz von 50,7 Mio. Euro im Vorjahr.

Der Umsatz bei den Logistischen Dienstleistungen steigerte sich um 2,1 % von 75,8 Mio. Euro auf 77,4 Mio. Euro. Auch das umsatzstärkste Geschäftssegment Verpackungslogistik verzeichnete mit 7,6 % ein kräftiges Plus – von 87,0 Mio. Euro auf nun 93,6 Mio. Euro. Bei der Kontraktlogistik erzielte duisport einen Umsatz von 24,2 Mio. Euro.

Die duisport-Gruppe hat 2018 Sach- und Finanzinvestitionen in Höhe von 20 Mio. Euro getätigt. 2017 waren es außergewöhnliche 34 Mio. Euro aufgrund des Erwerbs von Bohnen Logistik und der Errichtung der Logistikimmobilie für Daimler auf der Duisburger Mercatorinsel.

Der Gesamtgüterumschlag einschließlich der privaten Werkshäfen betrug 127,5 Mio. Tonnen (2017: 130,6 Mio. Tonnen). Das ist ein Rückgang um 3,0 %. In den Häfen der duisport-Gruppe ging der Umschlag von 68,3 Mio. Tonnen auf 65,3 Mio. Tonnen zurück. Die Niedrigwasserperiode führte beim Schüttgut zu einem zehnprozentigen Rückgang. Vor allem der Umschlag von Eisen, Stahl und Kohle ging zurück, während dieser im Mineralöl- und Chemiesektor stabil blieb.

Beim Containerumschlag, der mit einem Anteil von rund 55 % das wichtigste duisport-Gütersegment ist, wurde mit einem Umschlag von 4,1 Mio. TEU das Rekordniveau des Vorjahres erreicht.

Rund 30 % des gesamten Handels per Güterzug zwischen China und Europa wird bereits über den Duisburger Hafen abgewickelt. Die Rhein-Ruhr-Region entwickelt sich damit zur zentralen Drehscheibe für den Handel zwischen der EU und China. Zwischen Duisburg und einem Dutzend Destinationen in China verkehren wöchentlich 35 Züge. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden rund 130.000 TEU mit diesen Zügen transportiert.

Durch Kooperationen mit chinesischen Partnern soll im Interesse der deutschen Exportwirtschaft weiteres Wachstum entlang der Korridore der Seidenstraße ermöglicht werden. duisport engagiert sich derzeit vor allem beim Aufbau des weltweit größten Industrie- und Logistikparks „Great Stone“ nahe dem weißrussischen Minsk. In einem Konsortium mit europäischen und asiatischen Partnern soll mittelfristig die Transportzeit der Chinazüge von derzeit 14 auf perspektivisch 10 Tage reduziert werden.

Wesentliche Projekte in 2018

startport

Seit der Gründung der Innovationsplattform Logistik „startport“ durch duisport Ende 2017 wurde bisher bereits insgesamt 20 Startup-Unternehmen am Duisburger Innenhafen die Möglichkeit gegeben, innovative logistische Lösungen zu entwickeln. Der Andrang der Gründer nimmt zu. Zu den startport-Exklusivpartnern Evonik, Klöckner & Co. und Initiativkreis Ruhr gehören seit Anfang 2019 nun auch die RAG Stiftung und Borussia Dortmund. duisport komplettiert sein Engagement auf diesem Sektor durch eine aktive Beteiligung am Digital Hub des Dortmunder Fraunhofer-Instituts.

Gewerbe- und Industrieareal Garzweiler

duisport und die RWE Power AG entwickeln gemeinsam ein 53 Hektar großes Areal auf dem Gebiet der Stadt Grevenbroich und der Gemeinde Jüchen. Auf der rekultivierten Fläche des Tagebaus Garzweiler soll ein Gewerbe- und Industriegebiet entstehen. Die lokale Politik unterstützt das Vorhaben als wichtigen Schritt zum Strukturwandel ebenso wie die Landesregierung.

logport V in Oberhausen

Die logport ruhr GmbH, ein Joint Venture von duisport und RAG Montan Immobilien, bereitet derzeit ein 30-Hektar-Areal in Oberhausen für die Edeka Handelsgesellschaft Rhein Ruhr mbH auf. Dort entsteht ein Logistikzentrum mit über 1000 Arbeitsplätzen.

logport VI in Duisburg-Walsum

Die Rückbauarbeiten auf dem 40 Hektar großen Areal einer ehemaligen Papierfabrik sind abgeschlossen. Dort entsteht ein trimodal angebundenes Containerterminal direkt am Rhein. Hier sind die ersten Ansiedlungen bereits auf den Weg gebracht. Etwa 600 neue Arbeitsplätze sollen entstehen und derzeit wird bereits über eine Ausweitung durch Zukauf weiterer Flächen in der Größenordnung von etwa 15 Hektar verhandelt.

Automotive Cluster

Der VW-Konzern hat 2018 sein CKD-Geschäft für Audi und VW auf logport II konzentriert. Damit ist Duisburg-Wanheim das weltweit größte CKD-Verpackungszentrum im Konzern. Daimler ist mit seinem Engagement bereits erfolgreich gestartet.

Neuansiedlungen

duisport hat auch 2018 wieder erfolgreich Gewerbe- und Logistikflächen vermarktet. Es handelt sich um insgesamt 223.000 Quadratmeter Fläche, unter anderem für die Unternehmen Amazon in Kasslerfeld, Flaschenpost im Freihafen, EMR European Metal Recycling auf der Schrottinsel sowie TIP Trailer Services auf logport III. Insgesamt stehen im Duisburger Hafen ca. 2,2 Mio. Quadratmeter überdachte Lagerfläche zur Verfügung, die von rund 300 im Hafen ansässigen Unternehmen genutzt werden.

Jobs für die Rhein-Ruhr-Region

Allein durch die Ansiedlungen von Amazon und dem ehemaligen Startup Flaschenpost sind 2018 über 500 neue Arbeitsplätze im Duisburger Hafen entstanden. Schätzungen zufolge sind die Arbeitsplätz in der Rhein-Ruhr-Region rund 47.000 Menschen direkt oder indirekt vom Duisburger Hafen abhängig.

Nachhaltigkeit

Im Rahmen der 2016 beschlossenen Kooperation von duisport und innogy, den Duisburger Hafen zum „Drehkreuz für die Energiewende“ auszubauen, wurden 2018 die ersten selbstklebenden ultraleichten Solarfolien an einer Hallenfassade im Duisburger Hafens angebracht. Diese sind von der innogy-Beteiligungsgesellschaft Heliathek entwickelt worden und finden in Duisburg erstmalig in einem Hafen Verwendung.

Im Frühjahr 2019 sind drei von innogy betriebene Landstromtankstellen in Duisburg-Ruhrort installiert worden. Dort können bis zu sechs an Land liegende Binnenschiffe gleichzeitig mit Strom versorgt werden. Weitere Landstromtankstellen auch für die wachsende Anzahl der im Duisburger Hafen liegenden Flusskreuzfahrtschiffe sind geplant.

Beim gemeinsamen Forschungsprojekt von duisport, RWE Supply & Trading und der Uni Duisburg-Essen zur Nutzung des umweltfreundlichen verflüssigten Erdgases LNG wurden 2018 die ersten umgerüsteten Fahrzeuge auf logport III in Betrieb genommen. Betankt werden die Fahrzeuge mit einer mobilen LNG-Tankanlage. Geplant ist eine stationäre LNG-Tankstelle im Duisburger Hafen.

Die Beleuchtung von über 100.000 Quadratmeter Hallenfläche wurde 2018 auf stromsparendes LED umgestellt. Die mehr als 500 Leuchten auf den gesamten hafeneigenen Straßen werden in diesem Jahr auf LED-Betrieb umgerüstet.

Quelle: duisport, Foto: Hans Blossey, trotz schwierigem wirtschaftlichen Umfeld hält die duisport-Gruppe im Geschäftsjahr 2018 Kurs und hat einen Umsatz in Höhe von 278,6 Mio. Euro erzielt. Das ist eine Steigerung um 11,6 % gegenüber dem Vorjahr. © Hans Blossey