Hupac fährt ins Hinterland

Die Hupac Gruppe hat ihr Verkehrsvolumen in 2018 um 21,4% gesteigert und ein zufriedenstellendes Geschäftsergebnis erzielt. Mit der Akquisition der ERS Railways ist Hupac erfolgreich in den Markt des maritimen Hinterlandverkehrs eingestiegen.

 Im Geschäftsjahr 2018 konnte die Hupac Gruppe ihren Umsatz um 19,4% auf CHF 579,7 Mio. (EUR 502,1 Mio.) gegenüber dem Vorjahr steigern. Hauptfaktoren für das ausserordentliche Wachstum sind die positive Entwicklung im Kerngeschäft des Kombinierten Verkehrs durch die Schweiz, die Akquisition des Maritim-Operateurs ERS Railways und der Wegfall des negativen Sondereffekts des Rastatt-Unterbruchs im Vorjahr. Trotz des anspruchsvollen Marktumfelds bezüglich der Qualität der Bahninfrastruktur und der Leistung einzelner grosser Bahnen konnte Hupac ein Ergebnis von CHF 7,9 Mio. (EUR 6,8 Mio.) erwirtschaften. Dies bedeutet einen Rückgang von 29,1% gegenüber dem Vorjahr, entspricht jedoch den Erwartungen, da das Ergebnis durch einmalige Sondereffekte – vor allem Goodwill-Abschreibungen auf Akquisitionen – geprägt ist.

Erstmals konnte die Business Unit Maritime Logistics einen massgeblichen Beitrag zum Geschäftsergebnis der Hupac Gruppe leisten. Im Juni 2018 übernahm Hupac den Kombi-Operateur ERS Railways BV mit Sitz in Rotterdam und Hamburg, inklusive einer 47-Prozent-Beteiligung an dem in Hamburg ansässigen Eisenbahnverkehrsunternehmen boxXpress. Mit dieser Übernahme stärkt die Hupac Gruppe ihre Position im maritimen Hinterlandverkehr – ein Segment, das in den letzten Jahren ein deutliches Wachstum verzeichnet hat und auch künftig ein gesichertes Potenzial aufweist, da die Globalisierung weiterhin starke Netzwerke zwischen den Häfen und dem Hinterland benötigt.

Die ERS Railways wird Schritt für Schritt zum Brand der Hupac Gruppe für maritime Verkehre ausgebaut. Während das Unternehmen heute auf Verbindungen innerhalb von Deutschland fokussiert, wird das Leistungsspektrum ab Mitte des laufenden Jahres auf die Westhäfen mit Verbindungen zwischen Rotterdam und Süddeutschland ausgeweitet. Im Geschäftsjahr 2018 trug die ERS Railways mit 190.000 TEUs bzw. 92.000 Strassensendungen zum Gesamtvolumen der Hupac Gruppe bei und erwirtschaftete ein erfreuliches Ergebnis.

Sehr erfreulich entwickelte sich auch das Segment des transalpinen Verkehrs durch die Schweiz. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Hupac Intermodal AG 67.000 Strassensendungen zusätzlich auf die umweltfreundliche Schiene verlagern, was einem Zuwachs von 14,4% entspricht. Knapp die Hälfte davon entfällt auf die Rückgewinnung der Volumenverluste durch die siebenwöchige Sperrung der Rheintalstrecke im August/September 2017. Bereinigt um den Rastatt-Effekt konnten die Verkehrsmengen im transalpinen Verkehr durch die Schweiz um etwa 8% gesteigert werden. Wachstumsträger war erneut das Segment der Sattelauflieger. Diese Verkehre stiegen gesamthaft um 45%. Auf der Lötschberg/Simplon-Achse, welche den Transport von Sattelaufliegern mit 4-Meter-Profil ermöglicht, konnte das Volumen sogar verdoppelt werden. Mit der Eröffnung des Vier-Meter-Korridors via Gotthard-Basistunnel und der Anbindung des Terminals Busto Arsizio-Gallarate per Ende 2020 wird Hupac einen weiteren grösseren Beitrag zur Verkehrsverlagerung leisten können.

Zwei Jahre nach Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels ist erkennbar, dass die seinerzeit avisierten Produktivitätsverbesserungen für den alpenquerenden Kombinierten Verkehr nur zum Teil erzielt werden können. Zwar werden durch den Wegfall der Doppeltraktion auf den Bergstrecken die Bahnkosten reduziert, und dank längerer Züge können per 2021 mehr Ladeeinheiten pro Zug befördert werden. Gegenüber den heutigen Betriebsbeiträgen, die per 2024 auslaufen, verbleibt jedoch eine erhebliche Lücke, welche den Kombinierten Verkehr gegenüber der Strasse verteuert und somit die Verkehrsverlagerung gefährdet.

Folgende Faktoren schmälern die Wettbewerbsfähigkeit des Kombinierten Verkehrs auf dem Korridor Rhein-Alpen in den kommenden Jahren:

  • Die Anschlussstrecken in Deutschland sind auf eine Zuglänge von 690 statt 740 Meter beschränkt. Mit einem vollständigen Ausbau des Korridors Rhein-Alpen ist frühestens 2030 zu rechnen.
  • Auf einigen Strecken bestehen weiterhin Steigungen, die eine kostenintensive Doppeltraktion erfordern: via Domodossola beträgt die Steigung 26‰, via Chiasso 15-17‰, während als Obergrenze für Flachbahnen Werte zwischen 10 und 12,5 ‰ gelten. Als Zeithorizont für den Ausbau der Strecke Lugano-Chiasso wird 2050 genannt.
  • In Italien muss die Möglichkeit des Verkehrs von Zügen mit einem Gewicht von über 1600 Tonnen geprüft werden, da die elektrischen Unterstationen derzeit keine höheren Zuggewichte erlauben.
  • Durch nicht-synchronisierte Fahrpläne zwischen der Schweiz und den Nachbarländern wird der Zeit- und folglich Produktivitätsgewinn des Gotthard-Basistunnels an den Grenzen zunichte gemacht.
  • Wegen der täglichen Störungen und der geplanten Grossbaustellen auf dem Korridor Rhein-Alpen (Rheintalstrecke, Raum Emmerich-Oberhausen) ist über das Jahr 2030 hinaus mit suboptimalen Betriebsbedingungen mit kostenintensiven Umleitungen und Fahrzeitverlängerungen zu rechnen.

Seit Jahren bereitet sich Hupac auf die vom Parlament beschlossene Abschaffung der Betriebsbeiträge für den Kombinierten Verkehr per Ende 2023 vor. Geringere Produktionskosten und mehr Payload pro Zug heisst die Devise, um den Wegfall der Fördermittel zu kompensieren, ohne an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der Strasse zu verlieren.

Die Hupac rechnet damit, dass per 2024 die Hälfte der heutigen Betriebsbeiträge – rund CHF 110 Mio. für den gesamten transalpinen Kombinierten Verkehr – kompensiert werden können, in erster Linie durch die Nutzung verbesserter Zugsparameter. Auch die vom Bundesamt für Verkehr vorgesehene Senkung der Trassenpreise ab 2021 reduziert die Belastung des Güterverkehrs; sie reicht jedoch bei Weitem nicht aus, um die per 2024 wegfallenden Betriebsbeiträge für den alpenquerenden Kombinierten Verkehr zu kompensieren. „Die Trassenpreise der Schweiz sind weit entfernt vom europäischen Benchmark, welcher gegenwärtig durch die Trassenpreisverbilligungen in Deutschland und den Niederlanden sogar noch weiter sinkt“, erklärt Hans-Jörg Bertschi, Präsident des Verwaltungsrats der Hupac AG, anlässlich der Bilanz-Medienkonferenz der Hupac Gruppe.

„Um die positive Dynamik der Verkehrsverlagerung fortzusetzen, sollten die Betriebsbeiträge der Schweiz auf niedrigerem Niveau bis ca. 2030 zur Überbrückung der bestehenden Defizite vorgesehen werden“, schlägt Bertschi vor. Erst nach dem vollständigen Ausbau des Korridors Rhein-Alpen und nach Wiederherstellung eines reibungslosen Verkehrs auf einer störungsfreien Infrastruktur kann der Kombinierte Verkehr die vollen Produktivitätsvorteile der NEAT nutzen und eigenwirtschaftlich bestehen.

Hupac investiert konsequent in das weitere Wachstum ihrer Geschäftstätigkeit. Die Investitionen in Sachanlagen haben 2018 mit CHF 71,3 Mio. deutlich zugenommen. Die Wagenflotte wurde um 16% auf 6.891 Module erhöht. Im Fokus der Beschaffungspolitik standen 48-Fuss-Containertragwagen und Taschenwagen T3000.

Zentraler Faktor für die Entwicklung des Kombinierten Verkehrs sind die Umschlagterminals. Hupac verantwortet den Betrieb von einem Dutzend Terminals in der Schweiz, Italien, Deutschland, Belgien und den Niederlanden über eigene Betreibergesellschaften oder aktive Beteiligungen. Um Kapazitäten für das weitere Wachstum zu sichern, verfolgt Hupac gemeinsam mit Partnern die Terminalprojekte Milano Smistamento, Piacenza und Brescia in Italien, Gateway Basel Nord in der Schweiz und Brwinów/Warschau in Polen mit Fertigstellungen bis 2023. Im vergangenen Jahr hat sich Hupac am Terminal RTC Geleen (NL) beteiligt, während im laufenden Jahr die Beteiligung am Terminal Novara CIM von 3,5% auf 47,5% erhöht wurde. Im Sommer 2019 wird die italienische Tochtergesellschaft Hupac SpA den Betrieb des Terminals Pordenone im Nordosten Italiens aufnehmen.

Umfangreiche Ressourcen fliessen auch in die digitale Transformation des Unternehmens. „Per Ende 2019 stellen wir allen Kunden den ‚Hupac Train Radar‘ für die Verfolgung ihrer Sendungen zur Verfügung“, kündigt Beni Kunz, CEO der Hupac Gruppe, an. Basierend auf Zugsdaten aus GPS und anderen Quellen werden verlässliche Ankunftsprognosen erarbeitet und den Kunden dynamisch zur Verfügung gestellt. Weitere Resultate der Digitalisierungsagenda der Hupac sind OCR-Gates in den Terminals, ein zuverlässiges Kapazitätsmanagement für die Beladung der Züge und eine integrierte Booking-to-Billing-Plattform.

Im Kerngeschäft des transalpinen Verkehrs durch die Schweiz hat die Hupac Intermodal im vergangenen Jahr die Frequenz zahlreicher Züge erhöht und verschiedene neue Verbindungen eingeführt. Insgesamt wurde das Netzwerk der Business Unit Shuttle Net um 20 Rundläufe pro Woche gestärkt. Weitere 5 Rundläufe pro Woche wurden bereits in den ersten Monaten des laufenden Jahres zwischen Karlsruhe und Busto Arsizio eingeführt. Zu den interessantesten Entwicklungen zählt die Zulassungen von Sattelaufliegern P386 auf der Verbindung Antwerp <=> Barcelona und die Aufnahme von Verkehren ab dem leistungsstarken Terminal Köln Nord. Weitere Massnahmen sind die Stärkung des Angebots für 4-Meter-Sattelauflieger zwischen Hannover bzw. Zeebrugge und Novara. Auf der Ost-West-Achse konnte die Frequenz der Züge Antwerpen <=> Schkopau/Schwarzheide und Duisburg <=> Polen erhöht werden. Über die Hubs Wien und Budapest wurde Südosteuropa mit Destinationen in Rumänien, Bulgarien, Serbien und die Türkei an das Shuttle Net der Hupac Intermodal angebunden.

Positiv entwickelte sich auch die Business Unit Company Shuttle mit einem Verkehrsvolumen von 41 wöchentlichen Rundläufen (Vorjahr: 32) im Auftrag einzelner Transportunternehmen. Diese übernehmen das Auslastungsrisiko der sogenannten „Company Shuttles“ und übertragen die Organisation und den Betrieb der Züge an Hupac Intermodal als Operateur.

Für die Business Unit Maritime Logistics plant das Tochterunternehmen ERS Railways neue Verbindungen zwischen Rotterdam und München und Nürnberg sowie eine Angebotsverdichtung auf der Verbindung Rotterdam <=> Kornwestheim. Insgesamt sollen per Mitte 2019 sieben neue Rundläufe pro Woche eingeführt werden.

In den ersten vier Monaten des Jahres verzeichnete die Hupac Gruppe ein ausserordentliches Verkehrswachstum von 28%. Diese positive Entwicklung ist zu einem überwiegenden Teil auf die Volumen der ERS Railways zurückzuführen, welche im Juni 2018 in die Hupac Gruppe eingetreten ist. Die Verkehrsentwicklung der Hupac Intermodal blieb mit einem Wachstum von 3% leicht hinter den Erwartungen zurück.

Gesamthaft erwartet Hupac für 2019 eine Stabilisierung der Verkehrsnachfrage als Folge der Konjunkturabschwächung. „Wir gehen davon aus, dass wir im laufenden Jahr trotz sich abzeichnender Wirtschaftsstagnation ein Verkehrswachstum im hohen einstelligen Prozentbereich erzielen und somit eine Million Strassensendung erreichen können“, so Beni Kunz.

Auch 2019 ist mit Belastungen durch Baustellen zum Ausbau der Zulaufstrecken zum Gotthard-Basistunnel zu rechnen. Kunz: „Mit der Inbetriebnahme des Vier-Meter-Korridors via Gotthard und Ceneri per 2021 erwarten wir deutlich mehr Effizienz und Zuverlässigkeit zugunsten der weiteren Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene.“

Quelle und Foto: Hupac Intermodal SA

 

 

 




A-ROSA mit neuem Konzept und neuem Schiff

Auf einer Pressekonferenz in Hamburg, die auch per Live-Stream übertragen wurde, hat die A-ROSA Flusschiff GmbH den neuen Katalog 2020, der ab sofort in den Reisebüros erhältlich ist, und damit auch ihr neues Entertainment-Konzept für die Saison 2020 vorgestellt.

„Unsere äußerst erfolgreichen Gourmet-, Fahrrad- und Familienreisen beweisen, dass ein thematisches Reisekonzept bei unseren Kunden sehr gut ankommt. Daher haben wir entschieden, in der Nebensaison eine noch nie dagewesene Vielfalt an Themenreisen aufzulegen, die Entertainment vom Feinsten bieten“, erläutert Jörg Eichler, Geschäftsführer und Gesellschafter der A-ROSA Flussschiff GmbH. Neu im Programm sind unter anderem Krimi-Cruises, Impro-Reisen und Secret-Event-Touren.

Ein weiterer Schwerpunkt wird darauf gelegt, ganzjähig exzellente Unterhaltung auf den Schiffen zu bieten. Ab jeder 7-Nächte-Reise wird zusätzlich zum bisherigen Gastgeber mindestens ein Künstler live an Bord auftreten. Zudem startet A-ROSA ein absolutes Novum: Über die gesamte Saison 2020 wird auf den 7-Nächte Donau- und Rhein-Reisen ein Singer-Songwriter Contest durchgeführt. Die speziell gecasteten Newcomer geben zwei abendliche Konzerte und bleiben die gesamte Reise an Bord, wodurch sich die Möglichkeit ergibt, die jungen Talente persönlich kennenzulernen und ihre Karriere weiterzuverfolgen. Im Anschluss stellen sie sich dem Publikumsvoting. Bei einem großen Finale im Herbst 2020 treten die jeweiligen Monatssieger gegeneinander an. Das „A-ROSA Showtime Talent des Jahres“ erhält die Möglichkeit, im Rahmen des International Music Award in Berlin aufzutreten. „Junge Künstler zu fördern und hochwertige Talente auf unseren Schiffen auftreten zu lassen, ist uns eine Herzensangelegenheit“, verrät Eichler. „Deswegen führen wir nicht nur den Singer-Songwriter-Contest durch, sondern unterstützen auch den International Music Award.“

Zudem wurden bei der Pressekonferenz die ersten Visualisierungen des für 2021 geplanten EMotion Ships gezeigt. Statt der bisher üblichen Breite von 11,4 Meter weist das für das Fahrtgebiet nördlicher Rhein vorgesehene Schiff 17,7 Meter auf. Dank eines zusätzlichen vierten Decks präsentiert es sich als echtes Raumwunder mit ausschließlich großzügigen Balkonkabinen außerhalb der Family-Area, einem festen Kids Club sowie einem weitläufigen Sonnendeck mit separatem Erwachsenen- und Kinderpool. Die Kabinen und Suiten zeichnen sich durch ein sehr modernes und doch zeitloses Design aus. „Das Innendesign unseres Neubaus für 2021 gibt es so bislang auf keinem anderen Schiff. Wir bringen nicht nur die Annehmlichkeiten, sondern auch die moderne Optik eines Design-Hotels aufs Wasser“, erläutert Jörg Eichler. „Eigentlich sind wir fast mehr ein Hotel als ein Schiff“, so Eichler weiter, „nur dass wir zusätzlich die Vorteile und die einmaligen Eindrücke einer Kreuzfahrt zu bieten haben. Unsere Kunden schätzen es, dass sie bei uns alle Urlaubsformen in einer haben. Städtetrip, Erholungs- und Aktivurlaub, Natur- und Kulturreise, Wellness-Auszeit – bei uns müssen sie sich nicht entscheiden, sie bekommen alles. Wir wenden das Premium alles inklusive-Konzept nicht nur auf den Food- und SPA-Bereich, sondern auch auf die Form des Urlaubs an.“

Der Leiter Neubau Matthias Lutter erläuterte das innovative Antriebskonzept des E-Motion Ships. Dank einer neuartigen, von der Concordia Damen Werft patentierten Luftblasentechnik wird der Dieselverbrauch maßgeblich gesenkt. Zudem schaltet das Schiff bei Anfahrt auf die Städte auf Batteriebetrieb um und läuft diese somit emmisionsfrei und nahezu geräuschlos an. „Dank dieser neuen Technologie werden wir auch in Zukunft der Lieblingsgast in den von uns besuchten Städten sein“, fasst Eichler zusammen.

Quelle und Grafik: A-ROSA Flussschiff GmbH

 

 

 

 




Hapag-Lloyd: Ergebnis im ersten Quartal deutlich gesteigert

Hapag-Lloyd hat das erste Quartal 2019 mit einem deutlich höheren operativen Ergebnis abgeschlossen: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg auf 214 Millionen Euro (Q1 2018: 51 Millionen Euro).


Das Konzernergebnis erhöhte sich auf 96 Millionen Euro (Q1 2018: -34 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (EBITDA) wuchs auf 489 Millionen Euro (Q1 2018: 216 Millionen Euro), auch bedingt durch die Erstanwendung der Rechnungslegungsstandards IFRS 16.

„Dank höherer Transportmengen, besserer Frachtraten und einem stärkeren US-Dollar haben wir ein gutes Ergebnis erzielt und sind damit sehr ordentlich in das Jahr gestartet“, sagte Rolf Habben Jansen, Vorstandsvorsitzender von Hapag-Lloyd.

Die Umsätze erhöhten sich im ersten Quartal um 17 % auf 3,1 Milliarden Euro (Q1 2018: 2,6 Milliarden Euro) und die Transportmenge stieg um 2 % auf 2.929 TTEU (Q1 2018: 2.861 TTEU). Die durchschnittliche Frachtrate verbesserte sich auf 1.079 USD/TEU (Q1 2018: 1.029 USD/TEU) und das Ergebnis wurde zudem positiv beeinflusst durch einen stärkeren durchschnittlichen Wechselkurs von 1,14 USD/EUR (Q1 2018: 1,23 USD/EUR). Im Gegensatz dazu wirkten höhere Bunkerpreise von 425 USD je Tonne negativ auf das Quartalsergebnis (Q1 2018: 372 USD je Tonne).

Rolf Habben Jansen: „Für das Jahr 2019 sind wir vorsichtig optimistisch, trotz leicht gedämpfter Prognosen für das Weltwirtschaftswachstum und höherer Treibstoffpreise. Das erste Quartal verlief im Rahmen unserer Erwartungen und wir glauben, dass wir im Jahresverlauf weitere Fortschritte in Richtung unserer strategischen Ziele machen können durch den weiteren Rollout und die Implementierung unserer Strategy 2023.“

Quelle und Foto: Hapag-Lloyd




Sicherheitswoche für Binnenschiffer

Imperial Logistics hat zum ersten Mal eine Sicherheitswoche für die Crews seiner Binnenschiffe veranstaltet. Die „Safety Week“ ist das jüngste Element des permanent laufenden Sicherheitsprogramms „Safety takes us home“. Mit der Dauerkampagne soll das Sicherheitsbewusstsein geschärft und die Sicherheitskultur unter den Besatzungen von Europas und Südamerikas bedeutender Binnenschifffahrtsreederei verankert werden. Die Premiere der „Safety Week“ startete zeitgleich mit dem „World Safety Day“.

In Europa besuchte eine Arbeitsgruppe, bestehend aus 15 leitenden Managern von Imperial Logistics, Mitgliedern aus dem QEHS-Teams (Quality, Environment, Health and Safety) und Sicherheitsvertretern, rund 75 in Fahrt stehende Schiffe des Unternehmens. Sie führten Praxisgespräche über Themen wie Höhenarbeit, Tankbegehung und Melden von Beinahe-Unfällen. Zu den Bordbesuchen gehörten auch Brandschutzübungen mit Brandsimulationsgeräten und Mann-über-Bord-Manöver mit lebensgroßen Puppen.

Während der gesamten Woche regten sogenannte „Safety Moments“ zu Gruppendiskussionen über bestimmte Sicherheitsaspekte an. Übermittelt wurden die „Safety Moments“ an die gesamte Flotte über das IT-System „Portal“, das auf allen Schiffen von Imperial Logistics installiert ist.

Die „Safety Week“ wurde gleichzeitig auch an Bord der Schubboote abgehalten, die Imperial Logistics in Paraguay einsetzt. Neben der praktischen Ausbildung im Umgang mit Feuerlöschern fanden Kurse im defensiven Fahren statt sowie ein Fragespiel, bei dem Besatzungsteams Sicherheitsfragen beantworteten. Die Teams wurden auch in Bezug auf die Umsetzung von Sicherheitsideen an Bord und die korrekte Ausführung monatlicher Aufgaben bewertet.

Damit die Besatzungsmitglieder die wichtigen Botschaften der „Safety Week“ weiterhin im Kopf behalten, wurde zum Schluss auf allen Binnenschiffen von Imperial Logistics der Blockbuster „Deepwater Horizon“ gezeigt. Dazu gehörte ein Begleitschreiben, das auf unsicheres Verhalten und riskante Aktionen aufmerksam machte, die zur Katastrophe auf der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ führten. Die DVDs können von der gesamten Besatzung auf Fernsehern und DVD-Playern an Bord der Schiffe angeschaut werden. Für eine letzte und bleibende Erinnerung an die während der „Safety Week“ behandelten Themen sorgten „Safety takes us home“-Aufkleber an den Schutzhelmen aller Teilnehmer.

Steffen Bauer, Senior Vice President Operations Shipping von Imperial Logistics: „Wie bei allen Aktivitäten unseres Programms „Safatey takes us home“ bestand das Hauptziel der „Safety Week“ darin, das Sicherheitsbewusstsein zu schärfen und die Sicherheitskultur des Unternehmens zu stärken. Indem wir ständig neue Elemente wie die „Safety Week“ einführen, halten wir das Interesse an diesem Thema wach und jeder erinnert sich an die Kernbotschaften.

Diese erste „Safety Week“ wurde von unseren Besatzungen sehr positiv aufgenommen und das nicht zuletzt deswegen, weil sie gezeigt hat, dass sich Imperial Logistics um das Wohlergehen des fahrenden Personals kümmert und darin investiert. Wir planen, die Veranstaltung in Zukunft jährlich zu wiederholen und erwägen, das Konzept auch in anderen Geschäftsbereichen einzuführen.“

Quelle und Foto: Imperial Logistics

 

 

 




TFG Transfracht startet neues Set-up für Koper

Ab 10. Mai setzt TFG Transfracht ein neues Set-up für Koper auf und bindet ihr AlbatrosExpress-Netzwerk mit Direktverbindungen an den Südhafen in Slowenien an.


Zukünftig können Container erstmalig in einem Regelfahrplan im direkten Verkehr und folglich mit schnelleren Laufzeiten vier Mal pro Woche aus der Region Österreich sowie Süddeutschland von und nach Koper transportiert werden.

Von den Terminals Enns und Salzburg verkehren jeweils im Im- und Export wöchentlich zwei Abfahrten. Zudem verknüpft die bestehende Querverbindung zwischen München und Salzburg den süddeutschen Raum direkt mit dem Hafen Koper. Die durch den Regelzug nach Koper neu entstehende Verbindung zwischen Enns und Salzburg bietet weitere Optionen.

„Durch die Erweiterung der Anbindung des Hafens Koper bedienen wir die steigende Nachfrage unserer Kunden nach Transporten von und zu den Adria-Häfen. Wir freuen uns, unseren Kunden noch mehr Flexibilität für ihre Verkehre zu bieten“, erklärt Oswin Stummvoll, Leiter Regionalbereich Österreich TFG Transfracht.

Quelle und Grafik: TFG Transfracht GmbH

 

 

 

 




CTS trauert um Herbert Jaixen

Die CTS Container-Terminal GmbH trauert um ihren Gründervater Herbert Jaixen. Der gelernte Speditionskaufmann ist im Alter von 91 Jahren in Köln verstorben.

Herbert Jaixen hatte zum Jahresende 1983 die CTS Container-Terminal GmbH in Köln ins Leben gerufen und damit einen strategischen Volltreffer gelandet. Da sich das Container- Geschäft stetig positiv entwickelte, musste das zunächst kleine CTS-Büro am Hansekai schon nach kurzer Zeit vergrößert werden. Durch den anhaltenden Boom der Containerlogistik wurde schließlich Anfang der 90er Jahre die Terminalfläche am Stapelkai, wo sich das Verwaltungsgebäude der CTS jetzt befindet, sogar verdoppelt.

Herbert Jaixen verließ die CTS, der er als Geschäftsführer vorstand, zum Jahresende 1993. Bei der gesellschaftlich verbundenen DCH Container-Hafen GmbH in Düsseldorf war er von 1991 bis 1994 als Geschäftsführer tätig. Bis ins Jahr 2000 blieb er als Mitglied des CTS- Beirates dem Unternehmen verbunden.

Im IHK-Verkehrsausschuss hatte sich Herbert Jaixen als Mitglied stets intensiv für die Logistik in und um Köln eingesetzt. Für sein erfolgreiches Wirken erhielt er im Jahr 1995 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Mit Herbert Jaixen hat die CTS Container-Terminal GmbH ihren Gründervater verloren, sein Lebenswerk bleibt bestehen.

Quelle und Foto: CTS




SCHOTTEL rüstet elf Trockengutfrachter aus

SCHOTTEL hat mit der russischen Werft Krasnoye Sormovo einen Vertrag über die Lieferung von Antriebseinheiten für elf neu gebaute Frachtschiffe abgeschlossen.Jeder der elf Frachter wird mit zwei Ruderpropellern Typ SRP 340 FP (je 1.200 kW) sowie einer Querstrahlanlage Typ STT 170 FP (230 kW) ausgestattet.

Der Hauptantrieb der Trockengutfrachter besteht aus zwei Dieselmotoren, die jeweils einen SRP 340 FP mit einer Antriebsleistung von 1.200 kW bei 1.000 U/min antreiben und so eine Freifahrtgeschwindigkeit von circa 10 Knoten ermöglichen.

Die 141,0 m langen und 16,9 m breiten Schiffe verfügen über eine Kapazität von 11.200 m³ sowie 7.445 dwt auf See (Tiefgang 4,50 m) und 5.112 dwt in Flüssen (Tiefgang 3,60 m). Darüber hinaus zeichnen sich die von dem russischen Unternehmen Marine Engineering Bureau designten Frachter durch einen besonders hohen Blockkoeffizienten aus, welcher die optimale Kombination aus Geschwindigkeit, Tragfähigkeit und erforderlicher Antriebsleistung gewährleistet.

Jeder der Trockengutfrachter ist mit zwei Laderäumen ausgestattet, welche für die Beförderung von containerisiertem Stückgut, Holz, Getreide, übergroßen Ladungen und Gefahrgut bestimmt sind. Die Schiffe werden Trockenfracht über russische Flüsse wie Wolga und Don sowie das Mittelmeer, das Schwarze und das Kaspische Meer transportieren.

Die SCHOTTEL-Gruppe mit Hauptsitz in Spay am Rhein ist ein weltweit führender Hersteller von Antrieben und Steuerungen für Schiffe und Offshore-Anwendungen. 1921 gegründet, entwickelt und fertigt das Unternehmen seit fast 70 Jahren rundum steuerbare Antriebs- und Manövriersysteme, komplette Antriebsanlagen bis 30 MW Leistung sowie Steuerungen für Schiffe aller Art und Größe. Rund 100 Vertriebs- und Servicestandorte weltweit sorgen für Kundennähe.

Quelle und Foto: SCHOTTEL

 




CMA CGM optimiert digitales Kundenerlebnis

Die fortschreitende Digitalisierung hat die Weltwirtschaft tiefgreifend verändert. Für Unternehmen ist es folglich von entscheidender Bedeutung, sich nicht nur neuen Geschäftsmodellen und Interaktionsmöglichkeiten anzupassen, sondern diese auch aktiv mitzugestalten und zu entwickeln.

Die Digitalisierung ist ein Schlüssel zu mehr Wachstum, Marktdifferenzierung und Effektivität, vereinfacht die Beziehung zu den Kunden und ermöglicht ein erstklassiges Kundenerlebnis.

Deshalb freut sich die CMA CGM Group, als ein weltweit führendes Unternehmen in den Bereichen Schifffahrt und Logistik, die Einführung von CMA CGM eSolutions bekannt zu geben. Bei CMA CGM eSolutions handelt es sich um ein vollständig digitales eCommerce-System, das diverse eCommerce-Kanäle, wie z.B. Electronic Data Interchange (EDI) und Application Programming Interfaces (API), umfasst und somit die digitale Übertragung relevanter Informationen und Daten zwischen CMA CGM und seinen Kunden ermöglicht.

Eine neue Reihe von Funktionen für die Kunden von CMA CGM

Ein Großteil der Buchungen der CMA CGM Group erfolgt bereits über eCommerce-Lösungen, wovon die Hälfte über die Website abgewickelt wird. Mit CMA CGM eSolutions haben Kunden die Möglichkeit einen vollständig digitalen Prozess zu durchlaufen.

Seit mehreren Jahren entwickelt und lanciert CMA CGM eine Reihe von digitalen Tools bezüglich Fahrplanrecherchen, Offertenanfragen, Buchungen, Transportanweisungen, Dokumentation und Warenverfolgung. Mit CMA CGM eSolutions stärkt CMA CGM zusätzlich das digitale Kundenerlebnis, indem Kunden neue Vertriebskanäle angeboten werden, die eine Steigerung der eigenen Produktivität und somit des Geschäftserfolgs ermöglichen.

Neue eCommerce-Funktionen sind bereits vereinzelt auf regionaler und globaler Ebene verfügbar und werden ab sofort schrittweise auf allen Plattformen der CMA CGM Group eingeführt:

  • ePricing: Echtzeit-Zugang des Kunden zu seinen Raten und sofortige Spot Quotation
  • eBooking: Vereinfachung des Buchungsprozesses für eine schnellere, intuitivere und automatisiertere Buchung
  • eBill of Lading: volldigitale Konnossemente
  • eTracking: Visualisierung der Ladungsposition auf See mittels einer Kartengrafik mit aktualisierter Ankunftszeit
  • ePayment: Online-Zahlung der Frachtrechnung
  • eCharges: Live-Kostenschätzung inklusive eines D&D-Simulators

Zusätzlich wird in den kommenden Monaten das Portfolio durch folgende Neuheiten ergänzt:

  • Ein neues Angebot an Value-Added-Services (z.B. Versicherungsprodukte)
  • Neue Funktionen für mobile Anwendungen
  • Weitere Optimierung und stetige Aktualisierung bestehender Funktionen

Als Teil von CMA CGM eSolutions wird CMA CGM seinen Kunden über die digitale Plattform sogenanntes Priority Boarding anbieten, das die Reservierung verfügbarer Stellplätze an Bord der Schiffe ermöglicht. Diese Funktion wird erstmals auf den Strecken zwischen Indien und Europa angeboten und danach schrittweise auch Kunden anderer Fahrtgebiete zur Verfügung gestellt. Die im Voraus gesicherten Stellplätze an Bord erlauben dem Kunden eine effizientere Planung ihrer Lieferkette und somit eine gesteigerte Effizienz gegenüber ihren eigenen Kunden.

Rodolphe Saadé, Chairman und Chief Executive Officer von CMA CGM, hat die Digitalisierung als eine zentrale strategische Aufgabe für die Entwicklung des Konzerns definiert.

Bereits heute setzt die digitale Strategie von CMA CGM auf:

  • Die konzerninterne Fachkompetenz zur Entwicklung von Innovationen
  • Partnerschaften mit anderen führenden Unternehmen und Start-ups in bedeutsamen Bereichen, wie z.B. Blockchain, Künstliche Intelligenz oder “Internet of Things”
  • CMA CGM Venture, eine Organisation, die sich der Investition in innovative Technologien verschrieben hat. So wurde bereits weltweit in 15 Start-ups investiert (z.B. Nyshex, Traxens oder Edray)
  • ZEBOX, ein internationaler Start-up-Inkubator, von der CMA CGM Group initiiert und mit Sitz in Marseille, dem bis Ende 2019 insgesamt 30 Start-ups angehören werden

Quelle, Grafik und Video: CMA CGM

 

 




Umsatz und Ergebnis übertreffen Ziele für 2018

Auf der Bilanzpressekonferenz in Bremen stellte der Vorstand der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG die Ergebnisse des zurückliegenden Geschäftsjahrs vor. Der Vorstandsvorsitzende Frank Dreeke zeigte sich positiv gestimmt: „Das Unternehmen BLG LOGISTICS steht heute stabiler da denn je. Wir schauen auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück – natürlich mit einigen Herausforderungen, aber eben auch vielen guten Nachrichten, vor allem, wenn man die schwierigen und undurchsichtigen politischen und gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in vielen Regionen der Welt bedenkt.“

Für 2018 weist die BLG-Gruppe insgesamt einen Umsatz von 1 Milliarde und 141,3 Millionen Euro aus. Das ist ein Plus von 53,5 Millionen Euro beziehungsweise 4,9 Prozent gegenüber 2017. Das Vorsteuerergebnis (EBT) erhöhte sich erneut deutlich um 4 Millionen Euro beziehungsweise knapp 12 Prozent auf 37,5 Millionen Euro (Vorjahr: 33,5 Millionen Euro). Sowohl Umsatz als auch EBT stellen sich damit nicht nur besser dar als im Vorjahr, sondern liegen auch über der Prognose. Aufgrund des stärkeren Anstiegs des EBT gegenüber den Umsatzerlösen ergibt sich auch eine über dem Vorjahr liegende EBT-Marge von 3,3 Prozent (Vorjahr: 3,1 Prozent).

2018 hat sich BLG LOGISTICS erneut als einer der führenden Automobillogistiker Europas behauptet. Im gesamten Netzwerk des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE hat die Unternehmensgruppe insgesamt 6,5 Millionen Fahrzeuge umgeschlagen, transportiert oder technisch bearbeitet – 3,6 Prozent Fahrzeuge mehr als im Vorjahr (6,3 Millionen). Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich AUTOMOBILE belaufen sich auf 553,1 Millionen Euro. Der leichte Zuwachs von 0,5 Prozent resultiert aus dem stabilen Umschlagsvolumen und der guten Geschäftsentwicklung im Autotransport per Bahn. Das EBT ist gegenüber dem Vorjahr von 13,2 auf 15,5 Millionen Euro gestiegen (plus 18 Prozent).

Stärkster Geschäftsbereich nach Umsatzerlösen war mit rund 600 Millionen Euro im Jahr 2018 die Kontraktlogistik. Die Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 51,4 Millionen Euro beziehungsweise 9,4 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) konnte um mehr als die Hälfte gesteigert werden: von 4,6 Millionen Euro (2017) auf 7,3 Millionen Euro (2018). Gelungen ist dies durch Geschäftsausweitungen mit Bestands- und Neukunden in den Geschäftsfeldern Industrie- und Handelslogistik sowie den Ausbau des Geschäftsfelds Spedition, das seit dem vergangenen Jahr als BLG International Forwarding GmbH & Co. KG firmiert und damit den Kunden nicht nur sämtliche Möglichkeiten des Transports aus einer Hand, sondern auch unter einem Namen bietet.

Der Geschäftsbereich CONTAINER der BLG-Gruppe wird durch die Hälfte der Gesellschaftsanteile an EUROGATE repräsentiert. Im Geschäftsjahr 2018 hat die europäische Terminal-Betreibergruppe einen Umsatz von rund 604 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Anteil der BLG-Gruppe beträgt damit rund 302 Millionen Euro. Das ist im Vergleich zum Vorjahr (304 Millionen Euro) eine kleine Abwärtsbewegung. Dennoch haben sich die geschäftlichen Aktivitäten der EUROGATE-Gruppe unter schwierigen Rahmenbedingungen entsprechend den Erwartungen gut entwickelt. So konnte der EUROGATE Container Terminal Hamburg im zweiten Halbjahr einen deutlichen Mengenanstieg verzeichnen und damit den Negativtrend der beiden Vorjahre umkehren. Der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven verzeichnete im dritten Jahr in Folge ein zweistelliges Mengenwachstum in Höhe von 18,3 Prozent.

Bei der Bilanzpressekonferenz wagte Frank Dreeke auch einen Ausblick für das Geschäftsjahr 2019: „Wir wissen immer noch nicht, wie die Briten ihr Verhältnis zur Europäischen Union definieren werden, wie sich mögliche Handelssanktionen auswirken und welche Verunsicherung sie auslösen. Die wirtschaftliche Stimmung hat sich weltweit eingetrübt. Die Zeiten bleiben herausfordernd. Aber wir sind guter Dinge, diese Zeiten mit einer klugen Strategie, exzellenten Mitarbeitern und einer gehörigen Portion Lust auf Logistik erfolgreich zu meistern. Für das Geschäftsjahr 2019 erwarten wir für die BLG-Gruppe einen Umsatz auf Vorjahresniveau, eine Steigerung des EBT in einer Bandbreite von 5 bis 8 Prozent und eine entsprechende Steigerung der EBT-Marge.“

Zu Beginn hatte der Vorstandsvorsitzende eine Reihe von aktuellen Digitalisierungs- und Innovationsprojekten der BLG vorgestellt und diese kommentiert: „Ich bin stolz darauf, dass wir beim Thema Digitalisierung nicht nur den Willen zeigen, sondern auch den Mut haben, die Dinge einfach zu tun und etwas zu bewegen. Das erkennen auch unsere Kunden an und nehmen uns als besonders automatisierungsfreudig und automatisierungskompetent war – ein riesiges Kompliment für die BLG!“ Dass Lust auf innovative Logistik und verantwortliches, nachhaltiges Handeln sich nicht ausschließen, beweist die BLG mit dem früheren Erreichen ihres eigentlich für 2020 avisierten CO2-Reduktionsziels. Nun hat es die Unternehmensgruppe bereits zwei Jahre früher geschafft, den CO2-Ausstoß um 20 Prozent – genauer: um 21,5 Prozent – zu verringern (ausgehend vom Bezugsjahr 2011). Dazu beigetragen haben eine Vielzahl von Maßnahmen, über die der BLG-Nachhaltigkeitsbericht Aufschluss gibt. Diesen Bericht sowie den Unternehmens- und Finanzbericht 2018 stellte der Vorstand ebenfalls im Rahmen der Bilanzpressekonferenz vor. Die gesamte Jahresberichterstattung steht auch auf der BLG-Website zum Download zur Verfügung: www.blg-logistics.com/geschaeftsbericht.

Quelle und Foto: BLG LOGISTICS GROUP, im gesamten Netzwerk des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE hat BLG LOGISTICS im Jahr 2018 insgesamt 6,5 Millionen Fahrzeuge umgeschlagen, transportiert oder technisch bearbeitet.

 

 

 




Kühne + Nagel wächst weiter

Kühne + Nagel konnte im ersten Quartal 2019 Nettoumatz, Rohertrag und EBIT erneut steigern. Die Seefracht legte beim EBIT deutlich zu und die Landverkehre erhöhten ihr operatives Ergebnis erheblich.

Der marktbedingte Volumenrückgang in der Luftfracht wurde durch aktives Kostenmanagement weitestgehend kompensiert. Das Ergebnis der Kontraktlogistik war durch die Fortführung der Restrukturierungsmassnahmen sowie die Überprüfung des Projektportfolios rückläufig. Insgesamt erzielte die Gruppe ein gutes Ergebnis.

Aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 16-Leasing erhöht sich der EBITDA in der Darstellung im ersten Quartal 2019 um CHF 118 Mio. und der EBIT um CHF 3 Mio. Der Gewinn vor Steuern veränderte sich dadurch nicht wesentlich.

In der Seefracht baute Kühne + Nagel seine Position als weltweite Nr. 1 mit einem Volumenwachstum von 6,2 Prozent weiter aus. Das Unternehmen steuerte in seinen Netzen im ersten Quartal den Transport von 1,146 Mio. TEU und damit knapp 70.000 Einheiten mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Importe aus den nordamerikanischen und europäischen Märkten nach Asien waren im ersten Quartal leicht rückläufig (- 2 bis 3 Prozent). Dies reflektiert die Importbeschränkungen für Recyclingmaterialien und Agrarprodukte. Kühne + Nagel konnte hingegen die Volumina der Asien-Exporte nach Nordamerika und Europa zweistellig steigern. Der EBIT lag bei CHF 112 Mio. Das Verhältnis von EBIT zu Rohertrag (Conversion Rate) stieg auf 29,3 Prozent (Vorjahr: 27,2 Prozent).

Nach sehr grossen Tonnagesteigerungen in den Vorjahren ging das Luftfracht-Volumen in einem rückläufigen Markt im ersten Quartal 2019 leicht um 3,1 Prozent auf 409.000 Tonnen zurück. Damit entwickelte sich der Geschäftsbereich in etwa parallel zum gesamten Luftfracht-Markt, der um 2 bis 3 Prozent abnahm. Seit Jahresbeginn wurde das Geschäft von Quick International Courier, einem der Marktführer für zeitkritische Transport- und Logistikdienstleistungen für die Pharma & Healthcare- sowie für die Luftfahrt-Industrie, integriert, wodurch eine deutliche Steigerung der Bruttomarge erzielt werden konnte. Der EBIT lag bei CHF 80 Mio. annähernd konstant auf dem sehr hohen Vorjahresniveau.

Die Kühne + Nagel-Landverkehre setzten ihren Wachstumskurs fort. Der Nettoumsatz erhöhte sich im ersten Quartal um 6,0 Prozent, während der Rohertrag um 8,0 Prozent zulegte. In den Landverkehren wächst Kühne + Nagel damit weiterhin deutlich stärker als der Gesamtmarkt. Zu diesem Ergebnis trugen insbesondere Intermodal-Verkehre in Nordamerika, wo bedeutendes Neukundengeschäft gewonnen wurde, und die Netzwerkverkehre in Europa bei. Kühne + Nagel baut im Geschäftsbereich Landverkehre seine Kompetenzen weiter aus, etwa durch digitale Plattformen sowie die Erweiterung der europäischen Pharma-Trailer-Flotte. Der EBIT wurde operativ deutlich gesteigert. Im Vorjahreszeitraum war ein Einmal-Effekt von CHF 6 Mio. enthalten.

Im ersten Quartal 2019 führte Kühne + Nagel die Restrukturierung der Kontraktlogistik-Aktivitäten sowie sein aktives Kostenmanagement fort. Dabei stieg der Nettoumsatz um 6,3 Prozent, während der Rohertrag um 4,9 Prozent wuchs. Die bereits im abgelaufenen Jahr gestartete Implementierung eines neuen globalen Warehouse-Management-Systems wurde im ersten Quartal weiter fortgeführt. Der EBIT lag mit CHF 26 Mio. unter dem Vorjahrsniveau.

Dr. Detlef Trefzger, CEO der Kühne + Nagel International AG „Kühne + Nagel ist gut in das Geschäftsjahr 2019 gestartet. Wir haben Nettoumsatz, Rohertrag und EBIT erneut gesteigert. Allerdings bewegen wir uns in einem Umfeld, in dem sich das Wachstum der Weltwirtschaft spürbar verlangsamt. In diesem volatilen Marktumfeld sind wir gut aufgestellt. Mit unserer Geschäftsstrategie setzen wir auf die Einführung neuer digitaler Plattformen und weiterer hoch- spezialisierter Industrielösungen. Für 2019 planen wir unverändert, als Gruppe zu wachsen und unser Ergebnis weiter zu steigern.“

Quelle und Foto: KUEHNE + NAGEL INC