Intermodal-Angebot von Köln nach Hamburg

CTS und IGS Intermodal starten ein gemeinsames intermodales Shuttlezugangebot. Dieses verbindet ab 5. Mai die Seehäfen Hamburg und Bremerhaven mit dem CTS Terminal Köln Niehl Hafen. Darüber hinaus erhöht IGS zeitgleich die Verkehrsfrequenz der zwischen Schweinfurt und Aschaffenburg zu den Nordhäfen auf tägliche Abfahrten.

Die Wirtschaftsmetropole Köln erhält ab dem 5. Mai wieder eine regelmäßige Containerzugverbindung zu den deutschen Seehäfen Hamburg und Bremerhaven. Die zur NESKA Gruppe gehörende CTS Container Terminal GmbH, Köln und die zur IGS Logistics Group, Hamburg gehörende IGS Intermodal Container Logistics GmbH haben hierzu eine Zusammenarbeit auf diesem Verkehrskorridor vereinbart.

Gemeinsam bieten sie Reedern und Spediteuren eine zuverlässige und umweltfreundliche Transportlösung für die außenhandelsaffine Wirtschaft rund um Köln. Die Containerzüge verkehren zunächst dreimal pro Woche und Richtung zwischen den Nordhäfen und Köln Niehl Hafen. Ein späterer Ausbau ist bei entsprechender Nachfrage jederzeit möglich.

Die Schienentraktion übernimmt die RheinCargo, die bereits regelmäßige Massengutverkehre zwischen dem Rheinland und dem Hamburger Hafen auf der Schiene befördert und über langjährige Erfahrungen auf dieser Verkehrsachse verfügt. Die Importzüge von IGS und CTS starten jeweils sonntags, dienstags und donnerstags in Hamburg. Die Ent- und Beladung der Züge in Köln erfolgt montags, mittwochs und freitags abends. Die Ankunft der Exportzüge in Hamburg ist jeweils am Folgetag vorgesehen. In Hamburg und Bremerhaven sind alle großen Seeterminals direkt an das Zugsystem angebunden.

Für die zuverlässige Zustellung der Container in der Region Köln und alle Services rund um den Container steht CTS mit ihrer Trucking- und Terminal-Organisation zur Verfügung. Die Abwicklung der Züge in den Seehäfen der Züge führt IGS durch. Preisanfragen und Buchungen können die Kunden sowohl an CTS als auch an IGS richten.

„Für die Wirtschaft im Raum Köln ist das neue Zugangebot in die Nordhäfen eine wichtige Ergänzung zu den ab Köln bestehenden Westhafenverkehren“, ist Oliver Haas, Leiter Geschäftsentwicklung bei CTS überzeugt. „Besonders während der langen Niedrigwasserperiode im vergangenen Jahr hat sich gezeigt, dass die Lieferketten von Industrie und Handel auf Alternativen angewiesen sind. Da man diese Alternativen aber weder auf der Straße noch auf der Schiene kurzfristig initiieren kann, empfiehlt es sich, regelmäßig mindestens zwei Leitungswege zu nutzen. Viele Unternehmen in unserer Region haben das erkannt und ihr Interesse an einer leistungsfähigen Anbindung an die Nordhäfen bekundet“, ergänzt er.

„Für die Kunden der IGS Gruppe ist der Raum Köln eine wichtige Erweiterung unseres Intermodalnetzwerks nach Westen“, erläutert Bernd Trepte, Geschäftsführer der IGS Intermodal. „Unsere Kunden kennen unseren Service von und nach Bayern und Baden Württemberg. Daher freuen wir uns, ihnen in Zusammenarbeit mit CTS die gewohnte Qualität künftig auch für das Rheinland anbieten zu können.“

Zeitgleich mit dem Start dieser neuen Containerzugverbindung verbessert IGS Intermodal die Anbindung der Terminals Aschaffenburg und Schweinfurt an die Seehäfen. Ab 5. Mai wird die Zugfrequenz zu den deutschen Seehäfen an beiden Standorten von derzeit vier auf dann fünf Rundläufe  pro Woche erhöht. „Damit verfügen unsere Kunden an beiden Standorten über eine sehr attraktive Containerzugverbindung von und zu den Nordhäfen“, berichtet Bernd Trepte.

Darüber hinaus erhalten Reedereien durch die neuen Verbindungen zukünftig die Möglichkeit, Leercontainer mit IGS Intermodal aus ihren Depots in Schweinfurt und Aschaffenburg zur CTS nach Köln zu repositionieren. Dies erleichtert es den Reedern, ihren regelmäßigen Bedarf an Leerequipment für den Export aus Köln zu decken. Über die neuen Angebote können sich die Kunden von CTS und IGS auch im Rahmen einer Kundenveranstaltung informieren. Diese ist am 9. Mai  im CTS Terminal in Köln geplant und bietet die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen mit Vertretern beider Unternehmen.
Quelle und Foto: IGS Intermodal

 

 

 

 




RheinCargo bleibt auf Erfolgskurs

Dank trimodaler Logistikangebote aus einer Hand konnte die RheinCargo GmbH & Co. KG die negativen Auswirkungen durch das lang anhaltende Niedrigwasser 2018 im Rhein stark begrenzen. Der Logistikdienstleister hat im vergangenen Jahr insgesamt ein Gütervolumen von 44,3 Millionen Tonnen in den Häfen umgeschlagen und auf der Schiene transportiert.

Damit bleibt die RheinCargo trotz schwerer Marktbedingungen im Hafen- beziehunsgweise Schifffahrtsbereich auf Erfolgskurs. Das Gesamtvo-lumen der in den Häfen und auf der Schiene bewegten Güter hatte im Vorjahr noch 47,2 Millionen Tonnen erreicht.

„Die Hafenlogistik hat im Jahr 2018 stark unter dem Niedrigwasser gelitten. Teilweise konnten Schiffe nur noch zu einem Drittel beladen fahren, was zu einer temporären Verteuerung der Binnenschifffahrt und in letzter Konsequenz zu dem Rückgang des Umschlages im Vergleich zum Vorjahr führte“, erläutert Jan Sönke Eckel, RheinCargo-Geschäftsführer für den Bereich Häfen. Insgesamt wurden 2018 an den sieben Hafenstandorten der RheinCargo in Düsseldorf, Köln und Neuss etwa 25,4 Millionen Tonnen umgeschlagen. Das wasserseitige Handling belief sich dabei auf 16,3 Millionen Tonnen (Vorjahr 18,5 Millionen t), was einen Rückgang von 11,9 Prozent im Vergleich zu 2017 darstellt. Der Landumschlag lag bei 9,1 Millionen Tonnen. „Trotz der ungewöhnlich langen Niedrigwasserphase haben wir durch großen persönlichen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie innovative Maßnahmen ein passables Hafenergebnis erreicht“, so Eckel.

Durch die problematische Situation auf den Wasserstraßen wurden 2018 mehr Güter auf die Schiene verlagert. Davon profitierte wiederum die Eisenbahn der RheinCargo. Das Frachtauf-kommen lag mit etwa 18,8 Millionen Tonnen transportierter Fracht 4,8 Prozent über Plan. Treiber im Güterverkehr auf der Schiene war besonders das Containergeschäft, das im Vergleich zu 2017 um 30,2 Prozent anzog. Auch bei dem Transport von chemischen Erzeugnissen gab es ein Plus von 5,2 Prozent. „Das Jahr 2018 hat deutlich gemacht, wie leistungsstark die RheinCargo im Markt unterwegs ist. Wir haben es geschafft, erhebliche Mengen vom Binnenschiff auf die Bahn umzuleiten. Das zeigt, dass eine der großen Stärken der RheinCargo ihre Flexibilität ist“, freut sich Wolfgang Birlin, RheinCargo-Geschäftsführer für den Bereich Eisenbahn.

Für die Zukunft sehen die beiden RheinCargo-Geschäftsführer das Unternehmen gut aufgestellt. „Wir haben das Jahr 2018 erfolgreich abgeschlossen. Unser Logistik-Portfolio mit Schiff und Bahn enthält effiziente, nachhaltige und umweltfreundliche Lösungen. Wir sind optimistisch, dass wir auch im Jahr 2019 verstärkt Güterströme vom LKW auf Schiff und Bahn zum Wohl der Umwelt verlagern zu können“, so Birlin und Eckel.

Quelle und Foto: RheinCargo




Mehr Strom am Strom

Die Hafengesellschaft RheinCargo, als Betreiber der Steiger, hat jetzt in Zusammenarbeit mit den RheinWerken, eine Tochter der Stadtwerke Düsseldorf und der RheinEnergie mit Sitz in Köln, sowie der Stadtwerke-Tochter Netzgesellschaft Düsseldorf zwei neu elektrifizierte Steiger in Düsseldorf für Hotel- und Flusskreuzfahrtschiffe in Betrieb genommen.

Ebenso sind in Köln Landstromversorgungen sowohl für Fracht- als auch für Passagierschiffe in Betrieb. Die RheinWerke bieten ihre Dienstleistung in dem Bereich auch überregional an. Durch mehrjährige Erfahrung auf diesem Geschäftsfeld sind sie dafür ein idealer Kooperationspartner.

Die Landstromversorgung im Rheinland steht für Klima- und Umweltschutz: Schiffe können bei längeren Liegezeiten von Land aus mit Strom versorgt werden und müssen ihre Dieselgeneratoren nicht mehr laufen lassen. Durch diese Umstellung auf eine klimafreundlichere Versorgung lassen sich auch Feinstaub-, Stickoxid- und Lärmemissionen vermeiden und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger steigern. Damit ist auch ein weiterer Schritt in Richtung klimaneutrale Stadt 2050 getan.

„Die Landstromversorgung leistet einen wichtigen Beitrag zur Luftreinhaltung in unserer Stadt. Wir wollen daher sicherstellen, dass Schiffe, die in Düsseldorf anlegen, ihre Motoren abstellen und sich mit Landstrom versorgen“, erklärt Oberbürgermeister Thomas Geisel.

Anfang des Jahres wurden bereits zwei neu elektrifizierte Steiger der „Bonner Personen Schifffahrt“ und der Viking River Cruises in Betrieb genommen. Mit den beiden neuen Steigern der RheinCargo sind somit vier der insgesamt zwölf geplanten Anlegestellen versorgt. „In einem nächsten Bauabschnitt werden drei weitere Anlegestellen in Düsseldorf mit Landstrom versorgt. Somit werden voraussichtlich bis Ende 2019 mehr als die Hälfte der Anlegestellen keine weitere Luftverunreinigung mehr verursachen“, führt Oberbürgermeister Thomas Geisel fort.

Dr. Udo Brockmeier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf, sieht in der Landstromversorgung großes Potenzial: „Sie ist ein wichtiger Schritt für die Sektorenkopplung. Nur durch enge Kopplung des Strom- mit dem Verkehrssektor gelingt es uns, Umwelt- und Klimabelastungen zu verringern. Fahrverbote sind kein angemessener Weg, solche Konzepte aber sehr wohl.“

Dr. Dieter Steinkamp, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie, weist darauf hin, dass – so wie in Köln und Düsseldorf – auch in vielen anderen Städten entlang der deutschen Flüsse und Kanäle ein konsequenter Ausbau der Landstromversorgung geplant und realisiert wird: „Oft sind Hafengesellschaften und Reedereien von sich aus initiativ. Mit dem in den RheinWerken gemeinsam gebündelten Know-how decken wir als Anbieter das ganze Spektrum ab, vom Frachtschiff bis zum großen Kreuzfahrtschiff, inklusive Betrieb, Wartung und Abrechnung.“

RheinCargo-Geschäftsführer Jan Sönke Eckel geht davon aus, dass Flusskreuzfahrten weiter boomen werden. „Die Städte am Rhein gewinnen dadurch noch zusätzlich an Attraktivität. Die Einrichtung der Landstromversorgung an den beiden Steigern ist somit auch eine In-vestition in die Zukunft.“

Hintergrund: Die RheinCargo ist Betreiber der beiden Steiger, bei denen die Landstromversorgung jetzt in Betrieb genommen wurde. Sie hat die RheinWerke mit der technischen Ausrüstung der Steiger be-auftragt. Die Netzgesellschaft ist für die landseitige Anbindung ans Stromnetz zuständig.

Quelle: Rheincargo, Foto: Stadtwerke, nahmen die Landstromversorgung für Hotelschiffe am Steiger der „RheinCargo“ offiziell in Betrieb: Udo Brockmeier (Stadwerke), Oberbürgermeister Thomas Geisel, Dieter Steinkamp (Rheinenergie) , Sönke Eckel (Rheincargo), Ralf Zischke, Ulrich Bemmann (beide Rheinwerke) (v.l.)

 




Hafenentwicklung in Krefeld

Der Rheinhafen Krefeld lädt am Donnerstag, 7. Februar, ab 18 Uhr zu einer Informationsveranstaltung in der Kirche St. Andreas, Legionstr. 40 in 47809 Gellep-Stratum ein. 

Zur aktuellen Hafenentwicklung und laufenden Planungen wird der Geschäftsführer der Hafen Krefeld GmbH & Co. KG, Sascha Odermatt, berichten. Zum Thema Verkehr ist anschließend ein Kurzvortrag des Verkehrsgutachters Dr. Thorsten Becher vorgesehen. Moderiert wird die Veranstaltung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden der Hafengesellschaft, Jürgen Hengst. 

Termin:
Donnerstag 07. Februar 2019 ab 18:00 Uhr
Ort:
Kirche St. Andreas, Krefeld-Gellep/Stratum
Legionstraße 40
47809 Krefeld 

Quelle und Foto: Hafen Krefeld

 

 




RheinCargo wird Mitglied im NEE

Das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) e. V. hat 2019 schon drei Mal Mitgliederzuwachs bekommen: mit der RheinCargo GmbH und Co. KG hat jetzt eine der größten Wettbewerbsbahnen im Schienengüterverkehr, die noch nicht Mitglied im NEE war, diesen Zusammenschluss weiter verstärkt.

Zu den damit 55 Mitgliedern des NEE zählen neben den Eisenbahnverkehrsunternehmen selbst auch einige Unternehmen aus deren Umfeld. Fairer Wettbewerb auf der Schiene ist das Hauptanliegen des Netzwerks.

Wolfgang Birlin, Geschäftsführer der RheinCargo GmbH und Co. KG, sagte dazu: „Das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen nimmt zielgerichtet die Anliegen der Güterbahnen wahr. Der Verband ist auf die speziellen Bedürfnisse der Branche fokussiert. Die RheinCargo sieht ihre Interessen vom NEE sehr zweckbestimmt vertreten.“

Ludolf Kerkeling, Vorstandsvorsitzender des NEE, freute sich auf das neue Mitglied: „Die Wettbewerbsbahnen im Schienengüterverkehr wickeln etwa die Hälfte des Schienengüterverkehrs in Deutschland ab. Wir wollen wachsen und wir wollen, dass die Verkehrsverlagerung gelingt. Noch immer liegt der Marktanteil der Schiene bei nur 18,6 Prozent, die Straße wuchs noch stärker als die Schiene.“ Ermutigend sei die jüngste Aussage des Beauftragten der Bundesregierung für den Schienenverkehr, Enak Ferlemann, dass der Erfolg des Masterplans Schienengüterverkehr an einem Marktanteil der Schiene von 25 Prozent im Jahr 2030 gemessen werde. Denn der Bund hatte in seinem Bundesverkehrswegeplan keine Veränderung des sogenannten Modal Split angenommen oder angestrebt. Kerkeling wies darauf hin, dass die Bundesregierung bereits 2002 das 25-Prozent-Ziel für 2015 ausgegeben und klar verfehlt hatte: „Insofern ruhen große Hoffnungen auf dem sogenannten Zukunftsbündnis Schiene.“

Quelle und Foto: RheinCargo

 

 




„Ohne Akzeptanz keine Investitionen“

Tage der offenen Tür, frühe Öffentlichkeitsbeteiligung, Nachbarschaftsbüros, Dialog im Social Web – die Informationsbedürfnisse zu Produktionsprozessen und Investitionsvorhaben in der chemischen Industrie steigen und wandeln sich stetig.

Diesen Ansprüchen stellt sich Currenta – gegenüber der Landespolitik, aber ganz besonders in den Standortgemeinden Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen. Denn Akzeptanz im nachbarschaftlichen Umfeld hat für den Chempark-Betreiber hohe Priorität – sie ist quasi die Geschäftsgrundlage. Die Öffentlichkeitsarbeit gegenüber der Nachbarschaft sowie lokalen und überregionalen Stakeholdern nimmt der neue Akzeptanzbericht unter die Lupe: Zum zweiten Mal – nach der Erstauflage vor drei Jahren – hat ein unabhängiges Meinungsforschungsinstitut untersucht: Welche Themen sind akzeptanzfördernd? Wo bietet Currenta bereits die richtigen Formate? Und wo muss das Unternehmen besser werden? Befragt wurden hierbei auch die Stadtoberhäupter der Standortkommunen.

„Der Chempark ist für Krefeld aus zwei Gründen von außerordentlicher Bedeutung. Zum einen ist er mit den dort ansässigen Unternehmen in Summe einer der größten Arbeitgeber in Krefeld. Zum anderen ist es für Krefeld als Standort unglaublich wichtig, dass dort viele Unternehmen mit hohem Innovationspotenzial und weltweit gehandelten Produkten unter einem Dach angesiedelt sind. Das entspricht auch dem Selbstverständnis Krefelds als wichtiger Industriestandort“, erklärt Oberbürgermeister Frank Meyer. Dabei sieht er die vielfältigen Ansprüche an das Werk am Rhein: „In der interessierten Öffentlichkeit sind die wirtschaftliche Bedeutung und Arbeitsplatzbedeutung unbestritten. Aber es gibt natürlich auch Konfliktthemen, die mit einer solchen Industrieanlage verbunden sind. Das sind zum Beispiel Konkurrenzfragen von Stadtentwicklung und industrieller Nutzung.“

Gleichzeitig würdigt Meyer die bestehende Zusammenarbeit mit dem Chempark-Betreiber und deren Erfolge: „Wir tauschen uns sowohl zu aktuellen Themen als auch zu Kernthemen des Chempark aus. Hinzu kommt, dass sich Currenta herausragend in unterschiedlichen Bereichen des städtischen Lebens engagiert. Es gibt viele Berührungspunkte.“

Für die Zukunft kann sich der Oberbürgermeister ein noch intensiveres Engagement vorstellen: „Was ich mir wünsche, ist, dass der Chempark Uerdingen sich weiterentwickelt – aber das geschieht derzeit. Wachstum und Dynamik kommen den Unternehmen und der Stadt zugute. Und ich wünsche mir genauso, dass es ein Verständnis für die Belange Krefelds gibt, wie es umgekehrt eines für die Industriebedarfe gibt“, so Meyer.

Dieses „aktive Zuhören“ und Streben nach einem gemeinsamen und zukunftsorientierten Industrieverständnis lobte NRW-Wirtschaftsstaatssekretär Christoph Dammermann. Er vertrat den kurzfristig erkrankten Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart bei der Vorstellung des Akzeptanzberichts im Dormagener Nachbarschaftsbüro Chempunkt. „Currenta setzt sich mit allem Nachdruck und im Sinne der Unternehmen an den Chempark-Standorten für gutnachbarschaftliche Beziehungen und Akzeptanzsteigerung ein. Der Chemieparkbetreiber macht industrielle Produktion transparent und verdeutlicht damit den Nutzen, den Industrie für die Allgemeinheit stiftet. Damit setzt Currenta Maßstäbe und wird seiner Vorreiterfunktion für eine erhöhte Industrieakzeptanz gerecht“, so Staatssekretär Dammermann.

Im Vorwort des gedruckten Akzeptanzberichts spitzt Wirtschaftsminister Pinkwart zu: „Schlüssel für eine zukunftsorientierte Industriepolitik ist Akzeptanz. Nur mit einer breiten gesellschaftlichen Unterstützung kann die Zukunftsfähigkeit des Industriestandortes gestärkt werden. Ohne Akzeptanz keine Investitionen!“

„Der Bericht ist das Bekenntnis, dass Akzeptanz für uns weiterhin ein wichtiges Thema ist und auch in Zukunft bleiben wird. Wir wollen gewollt sein – das ist unser Ziel – und deshalb haben wir zum zweiten Mal gefragt, ob wir genug und vor allem das Richtige tun, um uns Akzeptanz zu verdienen“, erklärte Currenta-Geschäftsführer Dr. Günter Hilken. „Wir haben uns auf den guten Ergebnissen des ersten Akzeptanzberichts nicht ausgeruht. Im Gegenteil. Wir haben sie als Impuls für weitere Aktivitäten genutzt“, so Hilken. Zum Beispiel das Nachbarschaftsmagazin Chempunkt, das viermal im Jahr in einer Auflage von 250.000 Stück an die Haushalte rund um die drei Chempark-Standorte verteilt wird und transparent macht, was hinter dem Werkszaun passiert. Oder die stärkere Fokussierung der Themen Sicherheit und Umwelt. Außerdem setzt sich Currenta im „Klimadiskurs.NRW e.V.“ intensiv für den offenen Dialog und ein gemeinsames Handeln von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ein.

Für den zweiten Akzeptanzbericht hat Currenta die Methodik gegenüber der Erstauflage verfeinert. Im ersten Schritt ermittelte ein neutrales Meinungsforschungsinstitut in elf Interviews und sechs Gesprächsrunden an den Standorten, was von dem Chempark-Betreiber als Nachbar beziehungsweise als Industrieunternehmen in NRW erwartet wird. Im zweiten Schritt wurden 825 Bürgerinnen und Bürger sowie 240 Stakeholder (Vertreter aus Politik, Behörden, Wirtschaft etc.) zu den ermittelten Erwartungshaltungen repräsentativ befragt.

Gegenüber der Befragung von 2015 hat sich die Prioritätenliste der Nachbarschaft verdichtet: Gute Leistungen in den Bereichen Umwelt (82 Prozent, 2015: 78 Prozent), Sicherheit (81 Prozent, 2015: 75 Prozent) und Transparenz (53 Prozent, 2015: 54 Prozent) zahlen für sie am meisten auf das Akzeptanzkonto von Industrieunternehmen ein. Weniger wichtig ist hier die Rolle der Chempark-Unternehmen als Arbeitgeber (44 Prozent, 2015: 56 Prozent) und Ausbilder (43 Prozent, 2015: 58 Prozent) geworden. Bei Vertretern aus Politik und Gesellschaft liegen die Top-Nennungen, wenn es um Akzeptanz geht, etwas enger beieinander: Sicherheit (83 Prozent, 2015: 89 Prozent), Umwelt (74 Prozent, 2015: 74 Prozent), Transparenz (73 Prozent, 2015: 67 Prozent), Ausbildung (58 Prozent, 2015: 61 Prozent) und Arbeitsplätze (55 Prozent, 2015: 57 Prozent).

Ob und wie der Chempark-Betreiber den Erwartungshaltungen in diesen Bereichen gerecht wird, zeigt sich differenziert. Denn obwohl das Umweltmanagement in den letzten Jahren verstärkt zum Thema gemacht wurde, bleibt die Haltung von Nachbarschaft und Stakeholdern skeptisch. Zwar stimmt jeweils eine Mehrheit (Nachbarschaft: 62 Prozent / Stakeholder: 72 Prozent) der Aussage eher oder voll zu, dass der Chempark verantwortungsbewusst mit der Umwelt umgehe. Allerdings sind es weniger als 2015 (Nachbarschaft: 74 Prozent / Stakeholder: 78 Prozent) und nicht genug, um dem hohen Stellenwert des Akzeptanzfaktors Umwelt gerecht zu werden. Positiv anzumerken ist, dass der Chempark mit diesem Wert besser abschneidet als die Industrie insgesamt: In einer bundesweiten Umfrage attestierten nur 15 Prozent der Bürger der Industrie, dass sie genug für Umwelt- und Klimaschutz tue. „Wir werden weiter daran arbeiten, unsere Leistungen und die der Chempark-Unternehmen für Umwelt- und Klimaschutz bekannter zu machen. Dabei sind wir uns bewusst, dass wir uns als Chemieunternehmen bei diesem Thema besonders anstrengen müssen“, bekannte Currenta-Chef Hilken.

Zum Thema Sicherheit gibt es eine konstante Wahrnehmung: Wie 2015 sind rund zwei Drittel der Nachbarschaft der Meinung, dass der Chempark in ausreichendem Maße über Sicherheitsmaßnahmen informiert. Bei den Stakeholdern sind es 80 Prozent.

Mit 59 Prozent ist der Anteil der befragten Nachbarn, die dem Chempark einen offenen und transparenten Umgang mit der Öffentlichkeit bescheinigen, gleich geblieben. Bei den Stakeholdern fällt die Zustimmung mit 83 Prozent erneut deutlich positiver aus als bei den Bürgern.

Als Arbeitgeber und Ausbilder erfüllt der Chempark die Erwartungen von Bürgern und Stakeholdern sehr gut. Eine große Mehrheit schätzt die attraktiven Arbeitsplätze und das vielfältige Ausbildungsangebot. Jeweils über 90 Prozent beider Gruppen sehen im Chemiepark darüber hinaus einen Garanten für Arbeitsplätze und Wohlstand in der gesamten Region – und damit etwas mehr als 2015. Allerdings zahlt dies nicht mehr so stark auf die Akzeptanz des Chempark ein. Die Rolle als Arbeitgeber und Ausbilder wird zwar erwartet, ist aber nicht mehr so entscheidend für die Zustimmung vor Ort.

Insgesamt wurde der Mix aus persönlicher Kommunikation in den Nachbarschaftsbüros und auf Veranstaltungen, aus Publikationen und digitalen Angeboten erneut sehr positiv bewertet – insbesondere von den Stakeholdern. 97 Prozent gaben hier ein positives oder sehr positives Feedback, und auch 71 Prozent der Bürger sind zufrieden. Zwei Teilergebnisse hob Hilken hervor: „Zum einen ist die Bekanntheit unserer Nachbarschaftsbüros weiter gestiegen: Jeder Zweite an den Standorten kennt inzwischen das Chempunkt-Büro als Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger. Zum anderen ist unser Nachbarschaftsmagazin, das wir 2016 nach dem ersten Akzeptanzbericht gestartet haben, gut angekommen. Rund 70 Prozent kennen es bereits. Und noch wichtiger: Die Mehrheit der Bürger nutzt es als unternehmenseigene Informationsquelle zu Chempark-Themen am liebsten.“

Einen Zukunftstrend macht der zweite Akzeptanzbericht deutlich: Zwar werden Berichte in Presse und Rundfunk sowie das Nachbarschaftsmagazin immer noch am stärksten wahrgenommen, und digitale Angebote des Chempark sind noch vergleichsweise unbekannt. Doch für die jüngeren und mittleren Altersgruppen bis 59 Jahre ist die Website chempark.de extrem wichtig. Und auch für Social Media und die Chempark-App zeigen sie überdurchschnittliches Interesse. „Deshalb werden wir unseren Mix beibehalten, um heute und zukünftig alle Altersgruppen zu erreichen“, versprach der Currenta-Chef.

Auch von den Stakeholdern auf Landesebene wird das Engagement für den Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mehrheitlich geschätzt. Eine klare Mehrheit von 89 Prozent nimmt Currenta als transparentes und offenes Unternehmen wahr. Bekannt ist einer deutlichen Mehrheit der Befragten auch, dass sich der Chempark-Betreiber in unterschiedlichen Initiativen für Industrieakzeptanz und den gesellschaftlichen Dialog engagiert. Einige der Akteure haben an Aktivitäten von Initiativen wie dem „KlimaDiskurs.NRW“, dem Chemiegipfel oder „Dialog schafft Zukunft“ bereits selbst teilgenommen.

„Unter dem Strich hat der zweite Akzeptanzbericht gezeigt, dass es darum geht, auf vielen Ebenen zu überzeugen. Es geht aber auch um einen respektvollen Umgang miteinander und eine frühe und offene Kommunikation“, bilanzierte Hilken. Sein Anspruch bleibe aber noch ein anderer: „Wir wollen beim Thema Industrieakzeptanz auch für andere Unternehmen in NRW Impulse liefern. Das hilft, um Verständnis und Vertrauen für Industrie flächendeckend zu gewinnen. Und das ist letztendlich in unser aller Interesse.“

Der Akzeptanzbericht kann ab sofort in den Nachbarschaftsbüros mitgenommen werden. Ebenso gibt es ihn im Netz unter akzeptanz.currenta.de – und zusätzlich noch viele persönliche Videostatements, in denen Chempark-Nachbarn sich und ihre Erwartungen selbst vorstellen.

Quelle und Fotos: Currenta, NRW-Wirtschaftsstaatsekretär Christoph Dammermann (l.) bei der Präsentation des zweiten Akzeptanzberichts mit Currenta-Geschäftsführer Dr. Günter Hilken

 

 

 

 

 

 




Warum Rheinblick so nicht kommen kann

„Über die aktuelle Berichterstattung zum Rheinblick-Bauprojekt sind wir irritiert“, sagt Chempark-Leiter Lars Friedrich. Der Chemiepark und die Stadt sind seit vielen Jahren in Gesprächen zum Bauprojekt Rheinblick. Ziel ist es, die Fläche am Rhein so aufzuwerten, dass die Bebauung mit dem anliegenden Chemie-Areal vereinbar ist.

In den vergangenen Tagen war in Medienberichten zu lesen, dass Rheinblick kurz vor der Umsetzung stünde. „Wir sehen die Lösung noch nicht zum Greifen nah“, so der Chempark-Leiter. „Wir haben unsere Kritikpunkte eingebracht, jedoch keine offizielle Bestätigung der Stadt bekommen, dass diese alle berücksichtig werden“, sagt Friedrich.

Ein wichtiges Thema für die Planungssicherheit des Chempark sind die der Stadt bekannten rechtlichen Auflagen der Seveso-III-Richtlinie. Nur mit Berücksichtigung dieser kann Rheinblick rechtssicher gebaut werden. Fachrechtliche Entwicklungen fordern, dass die gutachterliche Betrachtung angemessener Abstände von dem geplanten Rheinblick-Projekt zum Chemiepark aktualisiert wird. Bevor das Bauprojekt zur Abstimmung in den Stadtrat gehen kann, sieht der Chempark hier noch Handlungsbedarf. „Unsere Erfahrung an anderen Standorten hat gezeigt, dass sich ein Gutachten zu den angemessenen Abständen nach Seveso nicht in wenigen Monaten erstellen lässt“, sagt der Chempark-Leiter. „Hier haben wir alle noch Hausaufgaben zu erledigen“, so Friedrich.

Der Chemiepark ist seit mehr als 140 Jahren wesentlicher Wirtschaftsmotor in Krefeld und gibt über 7.000 Beschäftigten einen Arbeitsplatz. „Diese Jobs dürfen auch im Interesse der Stadtgemeinschaft nicht gefährdet werden“, sagt der Chempark-Leiter. Abgesehen von den Abständen, die durch die Seveso-III-Richtlinie gefordert werden, hat der Chemiepark weitere K.o.-Kriterien angebracht, die bei dem Bauvorhaben gelöst sein müssen. „Unter der Voraussetzung, dass alle Konflikte gelöst werden, unterstützen wir das Bauprojekt“, sagt Friedrich.

Zusammenfassung der geäußerten Kritikpunkte am Bebauungsplan aus 2018

  • Beim Rheinblick-Projekt soll ein Wohngebiet entstehen, wo vorher keins war. Dadurch fürchtet der Chempark Konflikte mit den zukünftigen Bewohnern (z.B. beim Thema Schallschutz), die im Bebauungsplan nicht gelöst werden, sondern auf jedes künftige Genehmigungsverfahren weitergeschoben werden. Durch diese Verlagerung auf Genehmigungsebene wird die notwendige Genehmigungsfähigkeit neuer oder veränderter Anlagen der Chemiebetriebe eingeschränkt. Dadurch wird die Entwicklung des Standortes behindert und der Chempark nicht mehr zukunftsfähig sein. Das könnte bedeuten, dass die Unternehmen sich am Standort Krefeld nicht mehr halten könnten und gezwungen würden, Alternativen zu suchen.
  • Der aktualisierte Bebauungsplan weist zwar ein Mischgebiet aus, der Chemiepark sieht jedoch die Gefahr, dass faktisch ein Wohngebiet entsteht. Die gutachterlich ermittelten Lärm-Vorbelastungen der genehmigten Gewerbe- und Chempark-Betriebe überschreiten bereits heute die Richtwerte für Mischgebiete und wären mit einem Wohngebiet unvereinbar.
  • Europäische wasser- und schifffahrtsrechtliche Sicherheitsvorschriften verlangen einen definierten Abstand von mindestens 300 Metern zwischen dem Tankschiffanleger am Chempark und dem nächsten Wohngebiet. Dieser Abstand würde mit dem Rheinblick-Projekt unterschritten werden.
  • Der Chempark kann den genehmigten südlichen Tankschiffanleger R141 nicht aufgeben oder verlegen, da er für den Standort unerlässlich ist. Er ist stark ausgelastet und kann nicht an eine andere Stelle verlegt werden, da diese für Erweiterungen genutzt werden soll. Angesichts der Umschlagsmengen ist der Tankschiffanleger nicht durch andere Verkehrsträger (Schiene, Straße) ersetzbar.
  • Zusätzlich betreibt der Chempark einen Schiff-Liegeplatz in Rheinblick-Nähe, der bereits jetzt zu einer Lärm-Vorbelastung führt, die mit einer Umsetzung des Rheinblick-Projekts nicht vereinbar ist.
  • Die mit dem Bebauungsplan Rheinblick ermöglichte Wohnbebauung rückt an die Hafen- und Industriegebiete heran. Das widerspricht den aktuell gültigen Grundsätzen der Landes- und Regionalplanung, die einen Umgebungsschutz sowie eine Entwicklungsfähigkeit der Industrie- und landesbedeutsamen Hafengebiete vorsehen.
  • Zwischenzeitliche fachrechtliche Entwicklungen machen es zudem erforderlich, dass die gutachterliche Betrachtung angemessener Abstände von dem geplanten Rheinblick-Projekt zum Chempark aktualisiert werden (Seveso III-Richtlinie).

Der Chemiepark hat die Entwicklung des Gebiets seit 2002 kritisch begleitet. Der erste Bebauungsplan (Nr. 677) wurde bis zuletzt durch Bayer/Chempark deutlich kritisiert und schließlich in 2011 durch Klage eines Dritten gerichtlich für unwirksam erklärt. Entwürfe für einen zweiten Bebauungsplan (Nr. 772) wurden ab 2012 aufgelegt, zuletzt aktualisiert 2015. Erhebliche Defizite wurden durch den Chempark aufgezeigt. Eine neue Konzeptidee wurde dem Chemiepark 2016 vorgestellt. Im Kern zeigte diese aber keine Veränderungen im Vergleich zum Entwurf aus 2015. In Gesprächen wurden vom Chempark Alternativen vorgeschlagen: Nicht nur alternative Möglichkeiten, um das Gelände aufzuwerten (Hotel, Veranstaltungshalle, Grünanlage), sondern ebenfalls eine urbane Entwicklung (Kombination aus Wohnen und Gewerbe), die mit dem Chemiepark vereinbar wäre. Auch der 2018 vorgelegte Entwurf sucht keine Lösung für die thematisierten Konfliktfelder und verlagert ebenso wie die Konzeptidee aus 2016 eine mögliche Lösung auf die einzelnen Baugenehmigungen unverändert weiter.

Quelle und Foto: Currenta

 




RheinCargo fährt mit vier neuen Loks

Erfolgreicher Start in Bottrop: Seit Jahresbeginn führt der Logistikdienstleister RheinCargo GmbH & Co. KG gemeinsam mit der Wanne-Herner Eisenbahn und Hafen GmbH (WHE) den kompletten Rangierdienst und den Infrastrukturbetrieb für die Kokerei Prosper des Stahlkonzerns ArcelorMittal durch.

„Es ist sehr schön, dass es jetzt nach einem Jahr Vorbereitung losgegangen ist. Wir sind stolz, dass wir gemeinsam mit WHE den Auftrag von ArcelorMittal erhalten haben. Das zeigt, wie leistungsstark die RheinCargo im Markt unterwegs ist“, freut sich Geschäftsführer Wolfgang Birlin, der bei der RheinCargo für den Bereich Eisenbahn zuständig ist.

Um das Projekt zu realisieren, hat die RheinCargo vier neue Loks der Marke Vossloh DE 18 angeschafft. Die neuen Triebfahrzeuge sind deutlich emissionsärmer und leiser als bisherige Lokomotiven der vergleichbaren Leistungsklasse. Insgesamt werden die Loks – jede mit einer Leistung von 1.800 KW – in Bottrop jährlich insgesamt etwa 4,3 Mio. Tonnen Koks und Kohle transportieren. Über 200 Wagen sind dafür im Einsatz.

Auf den etwa 30 Kilometer langen Gleisanlagen des Geländes wird die gesamte Logistik der Ver- und Entsorgung der Kokerei mit Kohle und Koks über die Schiene abgewickelt. Dazu gehört auch der Betrieb der Bahn im Hafen Bottrop: Ein Teil der Kohle wird hier über Binnenschiffe angeliefert und dann in Eisenbahnwagen umgeladen.

Für das Gemeinschaftsprojekt wurden 19 neue RheinCargo-Mitarbeiter und sechs Kollegen der WHE auf der DE 18 ausgebildet. RheinCargo und WHE hatten Ende des letzten Jahres die Ausschreibung des Konzerns, der Weltmarktführer im Stahlbereich ist, gewonnen. Die Kokerei in Bottrop ist eine der letzten Betriebe dieser Art im Ruhrgebiet. In der Anlage wird ab 2019 ausschließlich Importkohle verarbeitet, da die benachbarte Zeche Prosper-Haniel mit Ende des Jahres 2018 geschlossen wurde.

Quelle und Foto: RheinCargo




Jiangsu Port Group besucht RheinCargo in Neuss

Informatives Treffen von Vertretern der RheinCargo-Häfen mit ihren Kollegen vom Jangtsekiang: Eine Delegation der Jiangsu Port Group aus China besuchte die RheinCargo GmbH & Co. KG in Neuss. Dabei wurde sich intensiv über Entwicklungen, Strategien und Perspektiven an den jeweiligen Standorten ausgetauscht.

Die Parallelen sind unverkennbar: An den jeweils größten Flüssen ihrer Nationen betreiben die Unternehmen  Binnenhäfen.  Zur Jiangsu Port Group gehören  acht eigene  Hafenunternehmen sowie Schifffahrtsgesellschaften und zahlreiche weitere Beteiligungen. Sitz der Gesellschaft ist Nanjing mit weiteren Standorten in Lianyungang, Suzhou, Nantong, Zhenjiang, Changzhou, Taizhou und Yangzhou. Die Standorte liegen am ca. 6.380 Kilometer langen Jangtsefluss, welcher zugleich die Verbindung zu einem der größten Seehäfen der Welt in Shangai bildet. Die RheinCargo betreibt sieben öffentliche Rheinhäfen in Düsseldorf, Köln und Neuss, ist damit der größte Binnenhafen Deutschlands. Dazu führt die RheinCargo eine der größten deutschen privaten Güterbahnen.

Seit mehreren Jahren besteht bereits der Kontakt zwischen Vertretern der beiden Gesellschaften, es gab mehrfach wechselseitige Besuche. „Beide Seiten haben ein hohes Interesse daran, ihre partnerschaftlichen Beziehungen zu intensivieren“, freute sich der für die Häfen zuständige RheinCargo-Geschäftsführer Jan Eckel.

Quelle und Foto: RheinCargo




Zug aus China in Köln-Niehl umgeschlagen

Die Handelsbeziehungen zwischen der Europäischen Union und der Volksrepublik China wachsen rasant. Der Transport von Waren mit der Eisenbahn spielt dabei eine herausragende Rolle. Durch die ausgezeichneten logistischen Voraussetzungen und die ideale geographische Lage im Herzen Europas bietet sich Köln dabei als Zielort und kontinentales Drehkreuz für Fernost-Verbindungen an.

Mehrere Partner haben sich jetzt zusammengeschlossen, um Verkehre von und ins Reich der Mitte zu realisieren. Ein Zug aus Yiwu, etwa 250 Kilometer südlich von Shanghai gelegen, erreichte erstmals den Hafen Niehl, wo er am Stapelkai umgeschlagen und weitergeleitet wurde. Acht 40-Fuß-Container mit Konsum-Gütern blieben in Köln, 28 weitere Container wurden zur finalen Destination Madrid transportiert. Dort wird der Zug vom chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping, der auf Staatsbesuch in Spanien weilt, am kommenden Freitag in Empfang genommen.

Erklärtes Ziel der beteiligten Partner ist es, einen regelmäßigen Verkehr von, nach und über Köln aus China zu etablieren. „Während meiner jüngsten China-Reise habe ich mich in Hangzhou, der Hauptstadt der Provinz Zhejiang, mit dem privaten Betreiber des Zuges auf chinesischer Seite getroffen und für eine Ausweitung der Kooperation geworben. Mit diesem ersten Zug aus Yiwu rückt Köln in China als optimaler europäischer Logistikstandort verstärkt in den Fokus. Ich bin fest davon überzeugt, dass in absehbarer Zeit noch viele weitere Züge aus dem Reich der Mitte folgen werden“, unterstützt die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker die Pläne.

Das aktuelle Projekt mit der Zugnummer YIWU1102 wurde von dem Logistikunternehmen InterRail Europe in Auftrag gegeben. Beteiligt sind dazu die HGK-Tochter CTS Container-Terminal Köln GmbH, der Logistikdienstleister RheinCargo (eine 50-prozentige Beteiligung der HGK) und das Transportunternehmen Transfesa, das den Weitertransport nach Spanien organisiert. Die Agentur Compass Customs kümmert sich um die zolltechnische Abwicklung.

Der Zug war am 2. November in der Provinz Zhejiang in der Stadt Yiwu mit 21 Waggons gestartet. Die Route führte von China aus über Kasachstan, Russland, Weißrussland nach Malaszewicze in Polen. Im dortigen Logistikzentrum wurden die Container von Wagen mit der russischen Spurbreite (1520 Millimeter) auf Wagen mitteleuropäischer Normalspur (1435 Millimeter) umgeladen. Am Abend des 17. November erreichte der Zug Köln, Sonntagmorgen wurde er von einer RheinCargo-Lok in den Hafen nach Niehl gezogen. Bei der CTS GmbH fand auf dem größten trimodalen Container-Terminal am Rhein die Zollabwicklung statt und die Container wurden umgeladen. Während die Fracht mit dem Ziel Madrid am 20. November weitergeleitet wurde, ging ein Zug mit Leer-Containern wieder über Malaszewicze zurück nach China.

InterRail Europe ist seit mehreren Jahren als ein führender Zugoperateur tätig und organisiert heute bereits sieben Züge pro Woche zwischen China und Europa. Ziel des Unternehmens ist, den Fahrplan weiter auszubauen. Köln als zukünftiges Drehkreuz spielt dabei in den Plänen eine gewichtige Rolle. Denn am CTS-Terminal sind weitere Kapazitäten vorhanden – zu den zahlreichen bestehenden Verbindungen vom Hafen Niehl zu internationalen Zielen sollen jetzt regelmäßige Verkehre zwischen dem Dom und dem Reich der Mitte hinzukommen.

Quelle und Foto: HGK