Shell-Restwärme für 16.000 Haushalte

Im Rotterdamer Stadtteil Katendrecht fiel jetzt der offizielle Startschuss für das Projekt Pernis Restwarmte Initiatief (Restwärme-Initiative Pernis). Mit dieser Initiative liefern Shell, der Hafenbetrieb Rotterdam und die Fernwärmeversorgungsbetriebe Rotterdam einen gemeinsamen Beitrag zur Beschleunigung der niederländischen Energiewende, indem 16.000 Rotterdamer Haushalte mit Restwärme aus der Raffinerie in Pernis versorgt werden.

Dieser Wechsel von Erdgas zu Restwärme führt jedes Jahr zu einem CO2-Rückgang von 35.000 Tonnen.

Heute fiel im Rotterdamer Stadtteil Katendrecht der offizielle Startschuss für das Projekt Pernis Restwarmte Initiatief (Restwärme-Initiative Pernis). Mit dieser Initiative liefern Shell, der Hafenbetrieb Rotterdam und die Fernwärmeversorgungsbetriebe Rotterdam einen gemeinsamen Beitrag zur Beschleunigung der niederländischen Energiewende, indem 16.000 Rotterdamer Haushalte mit Restwärme aus der Raffinerie in Pernis versorgt werden. Dieser Wechsel von Erdgas zu Restwärme führt jedes Jahr zu einem CO2-Rückgang von 35.000 Tonnen.

Die große Herausforderung, sowohl für die Gesellschaft als auch für die Industrie, besteht darin, die weltweit steigende Nachfrage nach Energie zu befriedigen und gleichzeitig den CO2-Ausstoß zu senken. Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass mit vorhandenen Energiequellen effizient umgegangen wird. Dies steht bei der Pernis Restwarmte Initiatief im Mittelpunkt.

Shell, der Hafenbetrieb Rotterdam und die Fernwärmeversorgungsbetriebe Rotterdam haben das Projekt Pernis Restwarmte Initiatief nach Fertigstellung der Infrastruktur zur Lieferung von Wärme gemeinsam mit Herrn Bas Kurvers, Beigeordneter für Bauen, Wohnen und Energiewende für bebaute Umwelt feierlich eingeweiht. Bei der Veranstaltung wurde ein riesiges Legepuzzle mit Bewohnern von Katendrecht vervollständigt. Katendrecht ist einer der Stadtteile, die von der Restwärme Gebrauch machen werden. Das Legepuzzle symbolisiert die direkte Verbindung zwischen Shell Pernis und seiner Umgebung und die Zusammenarbeit, die erforderlich ist, um Haushalte in der Region mit der Restwärme versorgen zu können.

Shell Pernis ist die erste Raffinerie im Rotterdamer Hafen, die Restwärme liefert. Shell hat Anlagen gebaut, die es ermöglichen, die Restwärme aus der Raffinerie abzuführen. Der Hafenbetrieb Rotterdam sorgt anhand der Wärmeleitung für den Transport von Shell Pernis zum bestehenden Wärmenetz. Die Fernwärmeversorgungsbetriebe Rotterdam liefern den Anschluss an das bestehende Wärmenetz, die Verwaltung, den Betrieb sowie die Wartung des Wärmenetzes und übernehmen die Versorgung der lokalen Wärmelieferanten.

„Ständige Verbesserung der Energie-Effizienz ist für unsere Raffinerie in Pernis und Shell in den Niederlanden wichtig. Mit der Lieferung von Restwärme an Haushalte in der Region setzen wir einen weiteren Schritt für die Senkung der CO2-Emissionen. Wir wollen immer sauberere Energieprodukte für zuhause, unterwegs und den Arbeitsplatz produzieren. Das können wir natürlich nicht alleine schaffen. Bei dieser Art von Entwicklungen ist die Kooperation zwischen Industrie und Behörden der Schlüssel zum Erfolg“, sagt Marjan van Loon, Generaldirektorin bei Shell Nederland.

Allard Castelein, Generaldirektor des Hafenbetriebs Rotterdam, ergänzt: „Wir müssen unsere Gesellschaft nachhaltiger gestalten, können jedoch in den nächsten Jahrzehnten noch nicht ohne Öl und Petrochemie auskommen. Diese Industrie stellt Kraftstoffe für unsere Autos und Rohstoffe für allerlei Produkte her, die wir jeden Tag benutzen, von der Farbe bis hin zu Kühlschränken und Bekleidung. Dabei wird viel Wärme freigesetzt, die hervorragend eingesetzt werden kann. Shell Pernis liefert jetzt Wärme für 16.000 Haushalte. Der Rotterdamer Hafen bietet genügend Restwärme für 500.000 Haushalte und einen Teil des Treibhausgebietes.“ Co Hamers, Geschäftsführer Warmtebedrijf Rotterdam, ergänzt: „Dank der angelegten Leitung, welche die Raffinerie mit dem Wärmetransportnetz des Fernwärmeversorgungsunternehmens Rotterdam verbindet, kann in großem Umfang von der Restwärme aus der Raffinerie in Pernis profitiert werden. Das gilt beispielsweise für die Raffinerien in Rotterdam, die an das lokale Wärmetransportnetz angeschlossen sind.“

Bas Kurvers, Beigeordneter Bauen, Wohnen und Energiewende bebaute Umwelt, erläutert: „In den kommenden vier Jahren werden wir eine beträchtliche Anzahl Häuser in der Stadt nachhaltiger machen. Wir unterstützen möglichst viele Haushalte bei ihrem Ausstieg aus dem Gas oder bereiten sie darauf vor. Indem wir das Wärmenetz stetig erweitern, wie es derzeit geschieht, können wir auf Nachbarschafts- oder Stadtteilniveau Ersatz für Wärme mit Gas bieten. Durch diese großangelegte Vorgehensweise wird die Energiewende für die Bewohner von Rotterdam deutlich preiswerter.“

Quelle und Foto: Port of Rotterdam, v.l.n.r: Marjan van Loon, Jos van Winsen (Shell), Allard Castelein, Co Hamers und der ‚Mad Science Professor‘.

 




Hafenbetriebe bündeln ihre Kräfte in Aktionsprogramm

Beim Hafenbetrieb Rotterdam ist man erfreut, den Start des World Ports Climate Action Programs anzukündigen, ein auf das Klima ausgerichtetes Aktionsprogramm einiger führender Hafenbetriebe.

An dieser neuen internationalen Initiative sind die Hafenbetriebe von Hamburg, Barcelona, Antwerpen, Los Angeles, Long Beach, Vancouver und Rotterdam beteiligt. Gemeinsam entwickeln sie Projekte zur Eindämmung der Erderwärmung durch die Schifffahrt.

Allard Castelein, Generaldirektor des Hafenbetriebs Rotterdam, kündigte die Arbeitsgemeinschaft heute während der Eröffnungssitzung des Global Climate Action Summits in San Francisco an. Allard Castelein: „Das Klimaübereinkommen von Paris enthält eine klare Zielsetzung: Wir müssen die Erderwärmung auf weit unter 2 °C beschränken. Daher ist es äußerst wichtig, die Emissionen aus der internationalen Seefahrt zu reduzieren. Häfen sind wichtige Knotenpunkte im weltweiten maritimen Netz und können einen beträchtlichen Beitrag leisten. Es ist erfreulich zu sehen, dass internationale Hafenbetriebe in diesem Bereich nun die Initiative ergreifen und gemeinsam Projekte erarbeiten, die zur Senkung der CO2-Emission des maritimen Transportsektors beitragen.”

Das World Ports Climate Action Program konzentriert sich auf folgende fünf Schwerpunkte:

  • Erhöhung der Effizienz von Transportketten durch Datennutzung
  • Förderung einer gemeinsamen und ehrgeizigen Politik zur Senkung der Emission in regionalen Schifffahrtsgebieten
  • Beschleunigung der Entwicklung von Strom vom Festland für Schiffe und anderer Lösungen, bei denen keine Emissionen freigesetzt werden
  • Beschleunigung der Entwicklung kommerziell realisierbarer, nachhaltiger, kohlenstoffarmer Schiffskraftstoffe und Infrastruktur zur Elektrifizierung der Schifffahrt
  • Beschleunigung der CO2-neutralen Ausrichtung der Lagerungseinrichtungen in unseren Häfen

Die beteiligten Hafenbetriebe rufen den Schifffahrtssektor und andere Hafenbetriebe dazu auf, sich auch für die Realisierung des Klimaübereinkommens von Paris einzusetzen und gemeinsam Aktionen zu entwickeln, die zu konkreten Ergebnissen führen. Zur Steigerung der Effektivität des Programms bitten diese sieben Hafenbetriebe Behörden und Aufsichtsorgane, weltweite – oder wenigstens internationale – politische Maßnahmen im Bereich der CO2-Preisgestaltung zu ergreifen und relevanten Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie Pilotprojekten finanzielle Unterstützung zu bieten.

Die Teilnehmer des World Ports Climate Action Programs werden eng mit Interessenträgern im maritimen Sektor und außerhalb zusammenarbeiten. Die erste Aktivität der Partner ist die Erstellung eines Arbeitsprogramms. Im Rahmen des World Ports Sustainability Programs (https://sustainableworldports.org(link is external)) berichten die Partner regelmäßig über den Fortschritt dieses Programms.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam

 




Alternative Energieversorgung im Hamburger Hafen

Hamburg macht einen weiteren Schritt hin zur Verbesserung der Luftqualität im Hafen. Innovative, in der Hansestadt entwickelte Technologie kann in Zukunft dafür sorgen, dass große und größte Containerschiffe während ihrer Liegezeit die so genannten Hilfsdiesel ausschalten und den für den Bordbetrieb notwendigen Strom aus einem neuartigen mobilen Generator beziehen.

Im Rahmen eines gemeinsamen Pilotprojektes testen Becker Marine Systems, die Hapag-Lloyd AG und die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) seit Jahresbeginn erstmals die neuartige Technologie.

Dabei hat der Technologielieferant Becker Marine Systems das mobile Kraftwerk entwickelt. Mit Hapag-Lloyd und der HHLA kamen dann für seine Erprobung zwei Partner dazu. Ein so genanntes Becker LNG PowerPac®, so das Konzept, versorgt am HHLA Container Terminal Burchardkai (CTB) Containerschiffe am Kai mit umweltgerecht erzeugtem Strom. Der Betrieb war mit einem Prototyp in den vergangenen Wochen mehrfach erfolgreich bei 20.000-TEU-Containerriesen von Hapag-Lloyd getestet worden. Gemeinsam mit Hapag-Lloyd verstärkt die HHLA damit ihre Anstrengungen zur Luftreinhaltung in Hamburg.

Das Becker LNG PowerPac® wurde gemeinsam von Becker Marine Systems und dessen Tochterunternehmen HPE Hybrid Port Energy als kompaktes System in der Größe von zwei 40-Fuß-Containern entwickelt. Diese Einheit kombiniert einen gasbetriebenen Generator und einen LNG-Tank, der die Energie für den Generator liefert. Sobald das Containerschiff vertäut ist, wird das mobile 1,5-Megawatt-Kraftwerk vom Kai per Containerbrücke auf einen Stellplatz am Heck des Schiffes gehoben, mit dem Bordnetz verbunden und kann dann während des Aufenthalts im Hafen Strom für den Schiffsbetrieb liefern. Dank der Innovation können Schadstoffemissionen, etwa von Schwefeldioxid, Feinstaub und Stickstoffoxiden, wie sie sonst beim Betrieb der Hilfs­diesel des jeweiligen Schiffes anfallen, entweder ganz vermieden oder deutlich reduziert werden.

Dirk Lehmann, Geschäftsführer von Becker Marine Systems, sagt: „Wir können guten Gewissens sagen, dass die Pilotphase ein voller Erfolg war und danken unseren Partnern für die gute Zusammenarbeit. Das Becker LNG PowerPac® stellt eine unkomplizierte Lösung für die Reduzierung der Schadstoffbelastung in Häfen dar und hat das Potenzial international Anwendung zu finden. Wir sind mit diversen europäischen sowie chinesischen Häfen im Gespräch und zuversichtlich, dass sich das Becker LNG PowerPac® auf dem Markt durchsetzen kann.“

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat für die Entwicklung der neuen Technologie Fördermittel in siebenstelliger Höhe im Rahmen der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung bewilligt. Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Die Luftreinhaltung ist in Häfen in dicht besiedelten Gebieten von großer Bedeutung. Wir fördern deshalb nachhaltige und alternative Antriebe sowie Innovationen wie die LNG PowerPacs, die dazu beitragen, die Schifffahrt zu modernisieren und Emissionen zu reduzieren.“

Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch sagt: „Der Einsatz von PowerPacs für die alternative Stromversorgung von Containerschiffen während ihrer Liegezeit im Hafen ist ein wertvoller Beitrag zur Verringerung der Schadstoffemissionen in Hamburg.“

„Als global agierendes Unternehmen mit Hauptsitz in Hamburg haben wir die Tests sehr gern unterstützt. Landstrom ist ein wichtiger Baustein in unseren intensiven Bemühungen, unser Geschäft noch nachhaltiger zu gestalten“, sagt Anthony J. Firmin, Schifffahrtsvorstand von Hapag-Lloyd.

Als Knowhow-Partner und Umschlagdienstleister begleitet die HHLA das Projekt seit dem Start Anfang 2016. Hamburgs größter Terminalbetreiber hat für das Handling des PowerPac auf dem CTB und für den schiffseitigen Umschlag die technischen und prozessualen Anforderungen definiert. HHLA-Vorstand Jens Hansen sagt: „Wir freuen uns sehr, dieses für den Hamburger Hafen wichtige Pilotprojekt mit unserer Erfahrung und Expertise unterstützen zu können. Aus unserer Sicht sind die Tests bisher sehr erfolgreich verlaufen. Der Umschlag des PowerPac kann gut in unsere Terminalabläufe integriert werden.“

Quelle: Becker Marine Systems, Hapag-Lloyd und HHLA, Foto: Becker Marine Systems, Becker Marine Systems, Hapag-Lloyd und HHLA testen alternative Energieversorgung im Hamburger Hafen Becker Marine Systems, Hapag-Lloyd und HHLA testen das Becker LNG PowerPac als eine alternative Energieversorgung im Hamburger Hafen. Das kompakte System steht hier auf dem Terminal Burchardkai (CTB)




Förderung energieeffizienter Straßengüterverkehre

Nur vier Wochen nach dem Startschuss für das BMVI-Förderprogramm „Energieeffiziente und/oder CO2-arme schwere Nutzfahrzeuge“ (EEN) sind 29 Anträge für 148 Fahrzeuge eingegangen.

Dabei handelt es sich um 122 Erdgas- und 26 Elektrofahrzeuge. Die zu fördernde Summe beläuft sich auf 2,1 Millionen Euro. Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) hat nun die ersten Zuwendungsbescheide verschickt.

Anträge für das Förderprogramm „EEN“ können seit 19. Juli 2018 beim BAG gestellt werden. Allein im Jahr 2018 stehen 10 Millionen Euro zur Verfügung. Das Programm läuft zunächst bis Ende 2020.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer:
In nur vier Wochen bereits 29 Anträge – unser Förderprogramm kommt an. Das sind 2,1 Millionen Euro für CO2-arme Lkw. Pro Jahr stellen wir insgesamt 10 Millionen Euro bereit. Unser Ziel ist klar: Wir wollen Speditionen dabei unterstützen, auf umweltfreundliche spritsparende Lkw umzusteigen. Von diesem Umstieg profitieren alle – die Speditionen, die Umwelt und die Anwohner besonders belasteter Straßen.

Mit dem Förderprogramm „EEN“ unterstützt das BMVI Unternehmen des Straßengüterverkehrs bei der Anschaffung umweltfreundlicher Lkw und Sattelzugmaschinen. Bezuschusst werden Mehrkosten im Vergleich zu einem herkömmlichen Lkw bis zu einer Höhe von 40 Prozent. Abhängig von der Antriebsart beträgt der Zuschuss pauschal 8.000 Euro bei Antrieben mit Komprimiertem Erdgas (CNG) und 12.000 Euro bei Flüssigerdgas. Bei Elektrofahrzeugen bis einschließlich zwölf Tonnen zulässigem Gesamtgewicht sind es 12.000 Euro, über dieser Grenze hinweg 40.000 Euro.

Weitere Informationen gibt es hier.

Quelle: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Foto: HHM/Dietmar Hasenpusch




Hafenbetrieb wird Hänge ersetzen

Der Hafenbetrieb Rotterdam wird einen Teil der gut neun Kilometer langen Hänge, die durch aus der Bow Jubail ausgetretenes Öl verschmutzt wurden, ersetzen. Zu einem früheren Zeitpunkt ließ der Hafenbetrieb wissen, dass der Schaden durch die Ölverschmutzung auf ungefähr 80 Millionen Euro geschätzt wird.

Der Hafenbetrieb macht den Schaden gegenüber Odfjell, dem Eigner des leckenden Schiffs Bow Jubail, geltend. „Wir werden alles daran setzen, den Schaden geltend zu machen. Es darf nicht so sein, dass die Gesellschaft hierauf sitzen bleibt“, so Ronald Paul, Chief Operating Officer (COO) des Hafenbetriebs.

Vor einem Monat wurden für die Schifffahrt die letzten Sperrungen aufgrund der Wasserverschmutzung aufgehoben. Kaimauern, Landungsbrücken, Bojen und Dalben können im Allgemeinen gut gereinigt werden, da diese Oberflächen direkt unter Hochdruck mit Reinigungsmitteln eingesprüht werden können. Derzeit konzentriert sich die Reinigung noch auf Teile dieser Hafeninfrastruktur, die noch nicht gereinigt waren, da sie die Schifffahrt von den beteiligten Terminals und zu diesen nicht eingeschränkt haben.

Für die Hänge gilt, dass der Bruchstein häufig nicht nur an der Oberseite, sondern auch an den Bruchsteinseiten und an der -unterseite verschmutzt ist. Zudem ist häufig ebenfalls die Filterschicht (Schotterschicht, auf welcher der Bruchstein angebracht wird) verschmutzt. Die Reinigung der Hänge wird anhand einer Kombination aus Spritzen unter Hochdruck und Spülen mit heißem (90 °C) Wasser vorgenommen. Diese Methode hat sich bei früheren Reinigungsaktionen als sehr wirkungsvoll erwiesen. Die Gründe dafür, dass es derzeit nicht gelingt, das gewünschte Ergebnis auf diese Weise zu erzielen, sind der Öltyp – schweres Heizöl – und die Tatsache, dass das Öl bereits vor mehr als einem Monat ausgetreten ist und viele flüchtige Partikel verdampft sind. In manchen Bereichen der Hänge ist somit deren Ersetzung vorteilhafter als deren Reinigung.

Die gesamten Reinigungsarbeiten werden nach heutiger Sicht bis Mitte nächsten Jahres andauern. Der Rotterdamer Hafen verfügt über fast 75 Kilometer an Kaimauern und mehr als 200 Kilometern an Hängen.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam




WienCont wird Vorreiter bei Nachhaltigkeit

Die WienCont, ein Tochterunternehmen des Wien Holding-Unternehmens Hafen Wien, wird seit Anfang August 2018 mit 100 Prozent grüner Energie aus Wasserkraft versorgt und leistet somit einen positiven Beitrag in der Transportkette von maritimen sowie kontinentalen Container-Verkehren.

Die WienCont als führender trimodaler Terminal in Österreich hat sich neben einer klaren Wachstumsstrategie in neuen und bestehenden Geschäftsfeldern auch dem Thema Nachhaltigkeit am Wirtschaftsstandort Wien verschrieben. Zur Erreichung dieses Zieles wurde nun am WienCont-Betriebsstandort im Hafen Freudenau die Energieversorgung des gesamten Terminals auf Wasserkraft umgestellt.

Um dieses Vorhaben auch in Zukunft aktiv zu betreiben, hat die WienCont eine klimaaktiv- mobil Partnerschaft mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) abgeschlossen.

In einem nächsten Schritt wird die Energieagentur eine CO2-Bilanz des Terminals erstellen. Auf dem Weg zum ersten CO2-neutralen trimodalen Containerterminal in Europa steht im Anschluss die Evaluierung, wie und wieviele der derzeit am Standort produzierten vorgelagerten Emissionen sowie zusätzlich vor Ort produzierten Treibhausgase neutralisiert werden können.

„Die Wien Holding schafft mit ihren Unternehmen und zukunftsorientierten Projekten ‚Mehr Wien zum Leben‘. Wir wollen die hohe Lebensqualität in Wien für die Menschen, die hier arbeiten und leben weiter ausbauen und verbessern. Dabei spielt natürlich auch der Umweltaspekt eine entscheidende Rolle. Es freut mich daher sehr, dass neben der bereits 2017 im Hafen installierten Photovoltaikanlage, die WienCont nun zu 100 Prozent mit grüner Energie aus Wasserkraft versorgt wird und damit der Startschuss zum ersten CO2-neutralen Terminal Europas gefallen ist. So ist die WienCont auf dem besten Weg, ein Musterbeispiel für erneuerbare Energien und Ressourcenschonung zu werden“, so Doris Rechberg-Missbichler, interimistische Geschäftsführerin der Wien Holding.

„Mit der Versorgung des gesamten Terminals durch 100 Prozent Wasserkraft seit 1. August 2018 – bei einem Jahresverbrauch von 300 Einfamilienhäusern – wird der erste Schritt zur CO2-Neutralität gesetzt. Damit trägt WienCont nicht nur zu einem Mehrwert für den Standort Wien bei, sondern steigert damit auch die Attraktivität für KundInnen und PartnerInnen, stärkt so allgemein den Schienenverkehr in Europa und leistet einen wesentlichen Beitrag in Richtung ‚Green Logistics‘“, berichtet Doris Pulker-Rohrhofer, technische Geschäftsführerin des Hafen Wien

„Durch die Versorgung mit Wasserkraft werden rund 160 Tonnen CO2 pro Jahr in Wien eingespart. Nächste Schritte werden in Richtung Transparenz und Kompensation mit unabhängigen PartnerInnen gesetzt, z.B. der Erstellung einer CO2-Bilanz des Containerterminals durch die Energieagentur. Danach prüfen wir sinnvolle Maßnahmen, um die vorgelagerten Emissionen sowie die zusätzlich am Standort produzierten Emissionen beim Terminal-Betrieb, z.B. durch Stapler, zu neutralisieren“, ergänzt Harald Jony, der für Vertrieb und Betrieb zuständige Geschäftsführer der WienCont.

„Ab sofort stellt die ÖBB-Infrastruktur AG ihre Bahnstromversorgung für sämtliche Züge auf 100 Prozent grünen Strom um. Darüber hinaus liefern wir hier Strom für die Containerkräne, der ebenfalls zu 100 Prozent aus grünem Strom – aus Wasserkraft – besteht. Ab sofort stammt der Strom, der unsere Züge, unsere Fahrgäste und Güter und auch diese Kräne hier bewegt, zur Gänze aus erneuerbarer Energie“, berichtet Franz Hammerschmid, Geschäftsbereichsleiter der ÖBB-Infrastruktur.

„Mit erneuerbarer Energie aus 100 Prozent Wasserkraft setzt die WienCont einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger, ressourcenschonender Betriebsführung. Bereits im Vorjahr haben wir gemeinsam mit dem Hafen Wien ein Bürgersolarkraftwerk errichtet und erzeugen hier am Standort Sonnenenergie für umgerechnet knapp 120 Wiener Haushalte. Wir freuen uns, dass wir diese langjährige Partnerschaft nun weiter vertiefen und die WienCont auf ihrem Weg zum ersten CO2-freien Terminal Europas unterstützen können“, so Michael Strebl, Geschäftsführer der Wien Energie.

„Ein wesentlicher Leuchtturm unserer #mission2030, der österreichischen Klima- und Energiestrategie, ist die effiziente Güterverkehrslogistik. Nun soll der erste CO2-neutrale, trimodale Terminal Europas in Wien entstehen. Dieses Projekt ist nicht nur beispielgebend für nachhaltiges, klimafreundliches und zukunftsorientiertes Logistikmanagement, es unterstreicht auch die Innovationskraft unserer heimischen Unternehmen. Gemeinsam werden wir die ambitionierten Ziele im Klima- und Umweltschutz erfolgreich umsetzen“, betont der Leiter der Sektion Klima des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus Jürgen Schneider.

chiene und Straße haben mehr als 100 Unternehmen der Speditions- und Transportbranche sowie anderer Wirtschaftszweige ihren Firmensitz. Insgesamt bietet damit der Standort mehr als 5.000 Menschen einen Arbeitsplatz. Es ist stets ein großes Anliegen der Geschäftsführung des Hafen Wien, nachhaltige Maßnahmen bei wirtschaftlichen Überlegungen miteinzubeziehen und dabei mit einem aufmerksamen, kritischen Blick in die Zukunft den ökologischen Fußabdruck bei allen gewinnsteigernden Maßnahmen nicht aus dem Auge zu verlieren.

Quelle und Foto: WienHolding




Positive Entwicklung beim Schutz der marinen Umwelt

Die Entwicklungen zum Schutz der Meeresumwelt haben in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gezeigt.

Umweltbelastende Chemikalien haben auf Grund der gesetzlichen Regulierung in Nord- und Ostsee deutlich abgenommen. Einige Substanzen im Bereich der Flammschutzmittel nehmen bereits im Vorfeld des ab 2020 geltenden Verbotes ab. Die präsentierten Untersuchungen zum Verhalten von Seevögeln in der Nähe von Offshore-Windparks fließen in die Konsultationen zum Vorentwurf des Flächenentwicklungsplans für Nord- und Ostsee ein.

Das sind einige Ergebnisse aus dem 28. Meeresumwelt-Symposium in Hamburg. Schwerpunkte waren dieses Jahr Vorhaben zur Erreichung des Nachhaltigkeitsziels 14 „Schutz und  Nachhaltige Nutzung der Meere und ihrer Ressourcen“ der  Agenda 2030 der Vereinten Nationen sowie Fragen im Bereich „Schifffahrt und Umwelt“, „Meeresmüll“, „Offshore-Windenergie und Seevögel“ und „Nachhaltige Aquakultur“.

In ihrer Rede zur Eröffnung zeigte die Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie und maritime Botschafterin der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation IMO, Monika Breuch-Moritz, auf, dass die internationalen Übereinkommen zum Schutz der Umwelt wirken. „Diese positiven Ergebnisse motivieren die Nutzer der Meere, sich weiter dem Umweltschutz zu verschreiben“, betonte sie vor rund 400 Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Umweltschutzverbänden, Politik und Medien. „Gerade beim Kampf gegen Müll im Meer ist es erforderlich, weltweit bei den Hauptbelastungspfaden von Land aus anzusetzen, um möglichst effektiv die Meeresumwelt zu schützen. “ Dies komme auch der dortigen Bevölkerung zugute, erläuterte sie.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Florian Pronold, bezeichnete Meeresschutz als das Bohren dicker Bretter auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Er warnte davor, die gleichen Anforderungen, die in den hochentwickelten Industrienationen umgesetzt werden können, an den Meeresumweltschutz in Entwicklungsländern zu stellen.

Der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder betonte die Verantwortung der Nutzer der Meere, so auch der Schifffahrt für deren Schutz. Die Ablösung des Schweröls durch alternative Kraftstoffe, zum Beispiel verflüssigtes Erdgas LNG, sei ein wichtiger Schritt zu einem klimaneutralen Seetransport. Er forderte hierzu eine Innovationsoffensive in Forschung und Entwicklung.

Erste Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen des Verhaltens von Seetaucher, Trottellumme und Dreizehenmöwe im Bereich von Offshore-Windparks waren ein weiterer Bestandteil der Diskussion auf dem 28. Meeresumweltsymposium. Die Untersuchungen hatte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz in Auftrag gegeben, um die neuesten Erkenntnisse aus dem Betriebsmonitoring der Windparks auswerten zu lassen. Die Erkenntnisse  werden in den Entwurf des Flächenentwicklungsplans von Nord- und Ostsee einfließen.

Das Meeresumwelt-Symposium ist die wichtigste interdisziplinäre Plattform zum Schutz der marinen Umwelt in Deutschland. Jährlich diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Umweltverbänden die drängenden Fragen und aktuellen Erkenntnisse zum Schutz der Meere.

Quelle und Foto: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Florian Pronold, bei seinem Symposiums-Vortrag

 




Biomasse für grüne Rohstoffe und CO2-Senkung

Verschiedene Unternehmen, zu denen der Hafenbetrieb Rotterdam gehört, haben eine Reihe Empfehlungen hinsichtlich eines intelligenteren Einsatzes von Biomasse ausgesprochen.

DSM, AkzoNobel Specialty Chemicals, FrieslandCampina, Suikerunie, Gasunie, Groen Gas Nederland, ECN, Energy Academy Europe und der Hafenbetrieb Rotterdam legten diesbezüglich Ed Nijpels, dem Vorsitzenden der (niederländischen) Klimaversammlung (Klimaatberaad), die am zukünftigen Klimaabkommen (Klimaatakkoord) arbeitet, einen Bericht vor.

Der wichtigste Appell der Unternehmen besteht in der Entwicklung eines neuen Stimulierungsrahmens, der sich auf die kombinierte Gewinnung von grünen Rohstoffen und erneuerbaren Energien konzentriert. In den Niederlanden sind die ersten vielversprechenden Innovationen gestartet. Für die strukturelle Einführung benötigt die Industrie eine Gesetzgebung, die den Mehrfacheinsatz von Biomasse weiterhin stimuliert.

Die Unternehmen sehen Möglichkeiten für innovative Technologien wie Bio-Raffinierung, die Umwandlung von Abfall in Chemikalien, Vergasung sowie die Neugewinnung von Mineralen aus Tierdung. Hierbei werden der Biomasse erst hochwertige Rohstoffe, wie Minerale, Eiweiße und Ballaststoffe entzogen. Während desselben Verfahrens wird erneuerbares Gas – auch grünes Gas genannt – gewonnen. Angesichts der Tatsache, dass dieses Gas erneuerbare Kohlenstoffe enthält, kann auch daraus wieder nachhaltiges Material produziert werden Zudem können Abfall und Biomasse dazu verwendet werden, daraus neue Rohstoffe und Produkte herzustellen. Beide Wege führen damit zur CO2-Senkung.

Quelle: Port of Rotterdam, Foto: Dimmy Olijerhoek Fotografie, von links nach rechts: Ed Nijpels (Voorzitter Klimaatberaad), Frans Rooijers & Cor Leguijt (CE Delft), Marieke van der Werf (Groengas Nederland) 




Nachhaltigkeitswoche bei Imperial Logistics

Imperial Logistics hat sich an den diesjährigen Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit mit einer unternehmensinternen Nachhaltigkeitswoche beteiligt.

Für die erste Nachhaltigkeitswoche hatte sich Imperial Logistics die Themenfelder Gesundheit und Umwelt ausgesucht. Mitarbeiter konnten nicht mehr benötigte Mobiltelefone zur Wiederaufbereitung oder Verwertung abgeben und in einem mobilen Praxisbus des Deutschen Roten Kreuz Blut spenden. Physiotherapeuten gaben in Einzel- oder Gruppentrainings Hilfestellung für gesunde Pausen mit Bewegung und zeigten Übungen für den Umgang mit Stress. Erste Erfahrungen mit der E-Mobilität sammelten Imperial-Logistics-Mitarbeiter auf Probefahrten mit Elektroautos und Pedelecs (Pedal Electric Cycles). Ein Nachhaltigkeitsquiz bot den Teilnehmern einen leichten, aber gleichsam lehrreichen Zugang zum Thema Nachhaltigkeit und zu den ausgewählten Zielen der nachhaltigen Entwicklung.

Die Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit gehen auf die UN-Konferenz für Nachhaltige Entwicklung (Rio+20) aus dem Jahr 2012 zurück. Der Grundgedanke dabei ist, dass jeder etwas zum Besseren verändern kann, vorausgesetzt, die Aktionen decken sich mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Dazu gehören unter anderem Gesundheit und Wohlergehen, bezahlbare und saubere Energie sowie Maßnahmen zum Klimaschutz.

Die Nachhaltigkeitswoche reiht sich ein in ein Paket von weiteren Nachhaltigkeitsinitiativen, zu denen internes Car-Sharing, Corporate Volunteering und die Förderung von Fahrradmobilität gehören. Mit einem Pool von Plug-In-Hybridfahrzeugen legen Imperial-Logistics-Mitarbeiter Strecken zwischen den Standorten emissionsarm zurück. Außerdem gibt das Unternehmen Anreize für umweltfreundliche Mobilität, indem Mitarbeiter Fahrräder als Dienstfahrräder leasen und auch für private Zwecke nutzen können. Den „Walk for Children“ einer Mitarbeiterin hatte Imperial Logistics mit Spendenzuschüssen unterstützt. Die Gesamtsumme in Höhe von 5000 Euro kam insgesamt sechs Hilfseinrichtungen in Deutschland und Südafrika zugute.

Quelle und Foto: Imperial Logistics, Thomas Schmidt und Ekaterina Mazilova vom Organisationsteam beim Pedelec-Test

 




Symbiose von Wind- und Sonnenenergie

Amphibious Energy testet auf Maasvlakte 2 den EnergyPod, einen Container für die Erzeugung, Speicherung und Umwandlung von Sonnen- und Windenergie. Das Unternehmen entwickelt neben einer Offshore-Variante für Plattformen auch eine Onshore-Version.

Die Lösungen von Amphibious Energy ermöglichen die Erzeugung grüner Energie aus Wind- und Sonnenkraft auch an abgelegenen Orten ohne Stromversorgung und bieten somit eine nachhaltige Alternative zu Dieselgeneratoren. Das Unternehmen wurde vor fast zwei Jahren gegründet. Der Test auf Maasvlakte 2 begann vor drei Monaten und wird mindestens noch weitere sechs Monate lang fortgeführt. Das Ziel, die Erzeugung von Strom auf Offshore-Öl- und Gasplattformen, ist bereits zum Greifen nahe. „Wir erbringen die geplanten Leistungen“, erzählt Managing Director George Nadorp begeistert.

Der Container ist mit einer Windturbine und Sonnenkollektoren ausgerüstet. Er beinhaltet Umformer und Systeme, die selbst einen Teil der erzeugten Energie verbrauchen. Die restliche Energie wird in Akkus gespeichert und kann von externen Abnehmern genutzt werden. Das Hybrid-System bildet eine leistungsstarke Symbiose zwischen Wind- und Sonnenenergie. „Im Winter, wenn es viel Wind und wenig Sonne gibt, ist die Windturbine konstant im Einsatz. Im Sommer erzeugen hauptsächlich die Sonnenkollektoren Energie.“

Es werden eine Onshore- und eine Offshore-Version des Containers entwickelt. Dabei richtet sich das Unternehmen vor allem auf die Offshore-Bohrplattformen von Ölgesellschaften. Für diese Standorte ist es besonders wichtig, dass der Container robust und zuverlässig ist. „Es ist extrem kostspielig, dorthin zu gelangen, wenn etwas nicht richtig funktioniert. Deswegen wird alles redundant ausgeführt. Wir können die Anlage aus der Entfernung bedienen und überwachen. Wenn wir eingeloggt sind, sehen wir unter anderem das Ladeniveau der Akkus und eventuelle Störungen.“

Besonders innovativ ist vor allem die eingesetzte Windturbine, die laut Nadorp sehr gut für Offshore-Bereiche geeignet ist. „Diese Turbine ist vollkommen anders als die herkömmlichen Propeller-Windturbinen auf See, die oft schon nach ein oder zwei Jahren kaputtgehen. Unsere Turbine kann mit einer niedrigeren Drehzahl Energie erzeugen und hat zwei Lager. Dadurch ist sie extra robust. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Container völlig autonom funktioniert. Man kann ihn einfach auf einer Offshore-Plattform aufstellen und muss sich dann nicht mehr weiter darum kümmern.“

Der Markt ist begeistert. Wir können den Unternehmen harte Tatsachen vorlegen. Deswegen sind wir so froh darüber, dass wir die Tests auf der Maasvlakte durchführen dürfen. Wir erheben Betriebsdaten, mit denen wir nachweisen können, dass der Container genau das tut, was von ihm erwartet wird. Die Maasvlakte ist ein gutes Windgebiet, in dem der Hafenbetrieb Rotterdam Bereiche für den Markt entwickelt, der gebrauchte Plattformen demontiert und große Windturbinen auf See aufstellt. Dort wird zurzeit viel gebaut, aber es wurde noch kein Energienetz angelegt Auf Maasvlakte 2 gibt es auch potenzielle Kunden für die Onshore-Version unseres Containers. Außerdem verhandeln wir zurzeit mit drei Ölgesellschaften.“

Das System auf der Maasvlakte ist in einem 8-Fuß-Container installiert und verfügt über eine Windturbine und mehrere Sonnenkollektoren. „Wir können das Ganze natürlich auch in einem 20-Fuß-Container mit zwei oder drei Windturbinen ausführen.“

Quelle und Foto: Port of Rotterdam