Hafenbetrieb wird Hänge ersetzen

Der Hafenbetrieb Rotterdam wird einen Teil der gut neun Kilometer langen Hänge, die durch aus der Bow Jubail ausgetretenes Öl verschmutzt wurden, ersetzen. Zu einem früheren Zeitpunkt ließ der Hafenbetrieb wissen, dass der Schaden durch die Ölverschmutzung auf ungefähr 80 Millionen Euro geschätzt wird.

Der Hafenbetrieb macht den Schaden gegenüber Odfjell, dem Eigner des leckenden Schiffs Bow Jubail, geltend. „Wir werden alles daran setzen, den Schaden geltend zu machen. Es darf nicht so sein, dass die Gesellschaft hierauf sitzen bleibt“, so Ronald Paul, Chief Operating Officer (COO) des Hafenbetriebs.

Vor einem Monat wurden für die Schifffahrt die letzten Sperrungen aufgrund der Wasserverschmutzung aufgehoben. Kaimauern, Landungsbrücken, Bojen und Dalben können im Allgemeinen gut gereinigt werden, da diese Oberflächen direkt unter Hochdruck mit Reinigungsmitteln eingesprüht werden können. Derzeit konzentriert sich die Reinigung noch auf Teile dieser Hafeninfrastruktur, die noch nicht gereinigt waren, da sie die Schifffahrt von den beteiligten Terminals und zu diesen nicht eingeschränkt haben.

Für die Hänge gilt, dass der Bruchstein häufig nicht nur an der Oberseite, sondern auch an den Bruchsteinseiten und an der -unterseite verschmutzt ist. Zudem ist häufig ebenfalls die Filterschicht (Schotterschicht, auf welcher der Bruchstein angebracht wird) verschmutzt. Die Reinigung der Hänge wird anhand einer Kombination aus Spritzen unter Hochdruck und Spülen mit heißem (90 °C) Wasser vorgenommen. Diese Methode hat sich bei früheren Reinigungsaktionen als sehr wirkungsvoll erwiesen. Die Gründe dafür, dass es derzeit nicht gelingt, das gewünschte Ergebnis auf diese Weise zu erzielen, sind der Öltyp – schweres Heizöl – und die Tatsache, dass das Öl bereits vor mehr als einem Monat ausgetreten ist und viele flüchtige Partikel verdampft sind. In manchen Bereichen der Hänge ist somit deren Ersetzung vorteilhafter als deren Reinigung.

Die gesamten Reinigungsarbeiten werden nach heutiger Sicht bis Mitte nächsten Jahres andauern. Der Rotterdamer Hafen verfügt über fast 75 Kilometer an Kaimauern und mehr als 200 Kilometern an Hängen.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam




WienCont wird Vorreiter bei Nachhaltigkeit

Die WienCont, ein Tochterunternehmen des Wien Holding-Unternehmens Hafen Wien, wird seit Anfang August 2018 mit 100 Prozent grüner Energie aus Wasserkraft versorgt und leistet somit einen positiven Beitrag in der Transportkette von maritimen sowie kontinentalen Container-Verkehren.

Die WienCont als führender trimodaler Terminal in Österreich hat sich neben einer klaren Wachstumsstrategie in neuen und bestehenden Geschäftsfeldern auch dem Thema Nachhaltigkeit am Wirtschaftsstandort Wien verschrieben. Zur Erreichung dieses Zieles wurde nun am WienCont-Betriebsstandort im Hafen Freudenau die Energieversorgung des gesamten Terminals auf Wasserkraft umgestellt.

Um dieses Vorhaben auch in Zukunft aktiv zu betreiben, hat die WienCont eine klimaaktiv- mobil Partnerschaft mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) abgeschlossen.

In einem nächsten Schritt wird die Energieagentur eine CO2-Bilanz des Terminals erstellen. Auf dem Weg zum ersten CO2-neutralen trimodalen Containerterminal in Europa steht im Anschluss die Evaluierung, wie und wieviele der derzeit am Standort produzierten vorgelagerten Emissionen sowie zusätzlich vor Ort produzierten Treibhausgase neutralisiert werden können.

„Die Wien Holding schafft mit ihren Unternehmen und zukunftsorientierten Projekten ‚Mehr Wien zum Leben‘. Wir wollen die hohe Lebensqualität in Wien für die Menschen, die hier arbeiten und leben weiter ausbauen und verbessern. Dabei spielt natürlich auch der Umweltaspekt eine entscheidende Rolle. Es freut mich daher sehr, dass neben der bereits 2017 im Hafen installierten Photovoltaikanlage, die WienCont nun zu 100 Prozent mit grüner Energie aus Wasserkraft versorgt wird und damit der Startschuss zum ersten CO2-neutralen Terminal Europas gefallen ist. So ist die WienCont auf dem besten Weg, ein Musterbeispiel für erneuerbare Energien und Ressourcenschonung zu werden“, so Doris Rechberg-Missbichler, interimistische Geschäftsführerin der Wien Holding.

„Mit der Versorgung des gesamten Terminals durch 100 Prozent Wasserkraft seit 1. August 2018 – bei einem Jahresverbrauch von 300 Einfamilienhäusern – wird der erste Schritt zur CO2-Neutralität gesetzt. Damit trägt WienCont nicht nur zu einem Mehrwert für den Standort Wien bei, sondern steigert damit auch die Attraktivität für KundInnen und PartnerInnen, stärkt so allgemein den Schienenverkehr in Europa und leistet einen wesentlichen Beitrag in Richtung ‚Green Logistics‘“, berichtet Doris Pulker-Rohrhofer, technische Geschäftsführerin des Hafen Wien

„Durch die Versorgung mit Wasserkraft werden rund 160 Tonnen CO2 pro Jahr in Wien eingespart. Nächste Schritte werden in Richtung Transparenz und Kompensation mit unabhängigen PartnerInnen gesetzt, z.B. der Erstellung einer CO2-Bilanz des Containerterminals durch die Energieagentur. Danach prüfen wir sinnvolle Maßnahmen, um die vorgelagerten Emissionen sowie die zusätzlich am Standort produzierten Emissionen beim Terminal-Betrieb, z.B. durch Stapler, zu neutralisieren“, ergänzt Harald Jony, der für Vertrieb und Betrieb zuständige Geschäftsführer der WienCont.

„Ab sofort stellt die ÖBB-Infrastruktur AG ihre Bahnstromversorgung für sämtliche Züge auf 100 Prozent grünen Strom um. Darüber hinaus liefern wir hier Strom für die Containerkräne, der ebenfalls zu 100 Prozent aus grünem Strom – aus Wasserkraft – besteht. Ab sofort stammt der Strom, der unsere Züge, unsere Fahrgäste und Güter und auch diese Kräne hier bewegt, zur Gänze aus erneuerbarer Energie“, berichtet Franz Hammerschmid, Geschäftsbereichsleiter der ÖBB-Infrastruktur.

„Mit erneuerbarer Energie aus 100 Prozent Wasserkraft setzt die WienCont einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger, ressourcenschonender Betriebsführung. Bereits im Vorjahr haben wir gemeinsam mit dem Hafen Wien ein Bürgersolarkraftwerk errichtet und erzeugen hier am Standort Sonnenenergie für umgerechnet knapp 120 Wiener Haushalte. Wir freuen uns, dass wir diese langjährige Partnerschaft nun weiter vertiefen und die WienCont auf ihrem Weg zum ersten CO2-freien Terminal Europas unterstützen können“, so Michael Strebl, Geschäftsführer der Wien Energie.

„Ein wesentlicher Leuchtturm unserer #mission2030, der österreichischen Klima- und Energiestrategie, ist die effiziente Güterverkehrslogistik. Nun soll der erste CO2-neutrale, trimodale Terminal Europas in Wien entstehen. Dieses Projekt ist nicht nur beispielgebend für nachhaltiges, klimafreundliches und zukunftsorientiertes Logistikmanagement, es unterstreicht auch die Innovationskraft unserer heimischen Unternehmen. Gemeinsam werden wir die ambitionierten Ziele im Klima- und Umweltschutz erfolgreich umsetzen“, betont der Leiter der Sektion Klima des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus Jürgen Schneider.

chiene und Straße haben mehr als 100 Unternehmen der Speditions- und Transportbranche sowie anderer Wirtschaftszweige ihren Firmensitz. Insgesamt bietet damit der Standort mehr als 5.000 Menschen einen Arbeitsplatz. Es ist stets ein großes Anliegen der Geschäftsführung des Hafen Wien, nachhaltige Maßnahmen bei wirtschaftlichen Überlegungen miteinzubeziehen und dabei mit einem aufmerksamen, kritischen Blick in die Zukunft den ökologischen Fußabdruck bei allen gewinnsteigernden Maßnahmen nicht aus dem Auge zu verlieren.

Quelle und Foto: WienHolding




Positive Entwicklung beim Schutz der marinen Umwelt

Die Entwicklungen zum Schutz der Meeresumwelt haben in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gezeigt.

Umweltbelastende Chemikalien haben auf Grund der gesetzlichen Regulierung in Nord- und Ostsee deutlich abgenommen. Einige Substanzen im Bereich der Flammschutzmittel nehmen bereits im Vorfeld des ab 2020 geltenden Verbotes ab. Die präsentierten Untersuchungen zum Verhalten von Seevögeln in der Nähe von Offshore-Windparks fließen in die Konsultationen zum Vorentwurf des Flächenentwicklungsplans für Nord- und Ostsee ein.

Das sind einige Ergebnisse aus dem 28. Meeresumwelt-Symposium in Hamburg. Schwerpunkte waren dieses Jahr Vorhaben zur Erreichung des Nachhaltigkeitsziels 14 „Schutz und  Nachhaltige Nutzung der Meere und ihrer Ressourcen“ der  Agenda 2030 der Vereinten Nationen sowie Fragen im Bereich „Schifffahrt und Umwelt“, „Meeresmüll“, „Offshore-Windenergie und Seevögel“ und „Nachhaltige Aquakultur“.

In ihrer Rede zur Eröffnung zeigte die Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie und maritime Botschafterin der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation IMO, Monika Breuch-Moritz, auf, dass die internationalen Übereinkommen zum Schutz der Umwelt wirken. „Diese positiven Ergebnisse motivieren die Nutzer der Meere, sich weiter dem Umweltschutz zu verschreiben“, betonte sie vor rund 400 Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Umweltschutzverbänden, Politik und Medien. „Gerade beim Kampf gegen Müll im Meer ist es erforderlich, weltweit bei den Hauptbelastungspfaden von Land aus anzusetzen, um möglichst effektiv die Meeresumwelt zu schützen. “ Dies komme auch der dortigen Bevölkerung zugute, erläuterte sie.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Florian Pronold, bezeichnete Meeresschutz als das Bohren dicker Bretter auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Er warnte davor, die gleichen Anforderungen, die in den hochentwickelten Industrienationen umgesetzt werden können, an den Meeresumweltschutz in Entwicklungsländern zu stellen.

Der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder betonte die Verantwortung der Nutzer der Meere, so auch der Schifffahrt für deren Schutz. Die Ablösung des Schweröls durch alternative Kraftstoffe, zum Beispiel verflüssigtes Erdgas LNG, sei ein wichtiger Schritt zu einem klimaneutralen Seetransport. Er forderte hierzu eine Innovationsoffensive in Forschung und Entwicklung.

Erste Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen des Verhaltens von Seetaucher, Trottellumme und Dreizehenmöwe im Bereich von Offshore-Windparks waren ein weiterer Bestandteil der Diskussion auf dem 28. Meeresumweltsymposium. Die Untersuchungen hatte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz in Auftrag gegeben, um die neuesten Erkenntnisse aus dem Betriebsmonitoring der Windparks auswerten zu lassen. Die Erkenntnisse  werden in den Entwurf des Flächenentwicklungsplans von Nord- und Ostsee einfließen.

Das Meeresumwelt-Symposium ist die wichtigste interdisziplinäre Plattform zum Schutz der marinen Umwelt in Deutschland. Jährlich diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Umweltverbänden die drängenden Fragen und aktuellen Erkenntnisse zum Schutz der Meere.

Quelle und Foto: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Florian Pronold, bei seinem Symposiums-Vortrag

 




Biomasse für grüne Rohstoffe und CO2-Senkung

Verschiedene Unternehmen, zu denen der Hafenbetrieb Rotterdam gehört, haben eine Reihe Empfehlungen hinsichtlich eines intelligenteren Einsatzes von Biomasse ausgesprochen.

DSM, AkzoNobel Specialty Chemicals, FrieslandCampina, Suikerunie, Gasunie, Groen Gas Nederland, ECN, Energy Academy Europe und der Hafenbetrieb Rotterdam legten diesbezüglich Ed Nijpels, dem Vorsitzenden der (niederländischen) Klimaversammlung (Klimaatberaad), die am zukünftigen Klimaabkommen (Klimaatakkoord) arbeitet, einen Bericht vor.

Der wichtigste Appell der Unternehmen besteht in der Entwicklung eines neuen Stimulierungsrahmens, der sich auf die kombinierte Gewinnung von grünen Rohstoffen und erneuerbaren Energien konzentriert. In den Niederlanden sind die ersten vielversprechenden Innovationen gestartet. Für die strukturelle Einführung benötigt die Industrie eine Gesetzgebung, die den Mehrfacheinsatz von Biomasse weiterhin stimuliert.

Die Unternehmen sehen Möglichkeiten für innovative Technologien wie Bio-Raffinierung, die Umwandlung von Abfall in Chemikalien, Vergasung sowie die Neugewinnung von Mineralen aus Tierdung. Hierbei werden der Biomasse erst hochwertige Rohstoffe, wie Minerale, Eiweiße und Ballaststoffe entzogen. Während desselben Verfahrens wird erneuerbares Gas – auch grünes Gas genannt – gewonnen. Angesichts der Tatsache, dass dieses Gas erneuerbare Kohlenstoffe enthält, kann auch daraus wieder nachhaltiges Material produziert werden Zudem können Abfall und Biomasse dazu verwendet werden, daraus neue Rohstoffe und Produkte herzustellen. Beide Wege führen damit zur CO2-Senkung.

Quelle: Port of Rotterdam, Foto: Dimmy Olijerhoek Fotografie, von links nach rechts: Ed Nijpels (Voorzitter Klimaatberaad), Frans Rooijers & Cor Leguijt (CE Delft), Marieke van der Werf (Groengas Nederland) 




Nachhaltigkeitswoche bei Imperial Logistics

Imperial Logistics hat sich an den diesjährigen Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit mit einer unternehmensinternen Nachhaltigkeitswoche beteiligt.

Für die erste Nachhaltigkeitswoche hatte sich Imperial Logistics die Themenfelder Gesundheit und Umwelt ausgesucht. Mitarbeiter konnten nicht mehr benötigte Mobiltelefone zur Wiederaufbereitung oder Verwertung abgeben und in einem mobilen Praxisbus des Deutschen Roten Kreuz Blut spenden. Physiotherapeuten gaben in Einzel- oder Gruppentrainings Hilfestellung für gesunde Pausen mit Bewegung und zeigten Übungen für den Umgang mit Stress. Erste Erfahrungen mit der E-Mobilität sammelten Imperial-Logistics-Mitarbeiter auf Probefahrten mit Elektroautos und Pedelecs (Pedal Electric Cycles). Ein Nachhaltigkeitsquiz bot den Teilnehmern einen leichten, aber gleichsam lehrreichen Zugang zum Thema Nachhaltigkeit und zu den ausgewählten Zielen der nachhaltigen Entwicklung.

Die Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit gehen auf die UN-Konferenz für Nachhaltige Entwicklung (Rio+20) aus dem Jahr 2012 zurück. Der Grundgedanke dabei ist, dass jeder etwas zum Besseren verändern kann, vorausgesetzt, die Aktionen decken sich mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Dazu gehören unter anderem Gesundheit und Wohlergehen, bezahlbare und saubere Energie sowie Maßnahmen zum Klimaschutz.

Die Nachhaltigkeitswoche reiht sich ein in ein Paket von weiteren Nachhaltigkeitsinitiativen, zu denen internes Car-Sharing, Corporate Volunteering und die Förderung von Fahrradmobilität gehören. Mit einem Pool von Plug-In-Hybridfahrzeugen legen Imperial-Logistics-Mitarbeiter Strecken zwischen den Standorten emissionsarm zurück. Außerdem gibt das Unternehmen Anreize für umweltfreundliche Mobilität, indem Mitarbeiter Fahrräder als Dienstfahrräder leasen und auch für private Zwecke nutzen können. Den „Walk for Children“ einer Mitarbeiterin hatte Imperial Logistics mit Spendenzuschüssen unterstützt. Die Gesamtsumme in Höhe von 5000 Euro kam insgesamt sechs Hilfseinrichtungen in Deutschland und Südafrika zugute.

Quelle und Foto: Imperial Logistics, Thomas Schmidt und Ekaterina Mazilova vom Organisationsteam beim Pedelec-Test

 




Symbiose von Wind- und Sonnenenergie

Amphibious Energy testet auf Maasvlakte 2 den EnergyPod, einen Container für die Erzeugung, Speicherung und Umwandlung von Sonnen- und Windenergie. Das Unternehmen entwickelt neben einer Offshore-Variante für Plattformen auch eine Onshore-Version.

Die Lösungen von Amphibious Energy ermöglichen die Erzeugung grüner Energie aus Wind- und Sonnenkraft auch an abgelegenen Orten ohne Stromversorgung und bieten somit eine nachhaltige Alternative zu Dieselgeneratoren. Das Unternehmen wurde vor fast zwei Jahren gegründet. Der Test auf Maasvlakte 2 begann vor drei Monaten und wird mindestens noch weitere sechs Monate lang fortgeführt. Das Ziel, die Erzeugung von Strom auf Offshore-Öl- und Gasplattformen, ist bereits zum Greifen nahe. „Wir erbringen die geplanten Leistungen“, erzählt Managing Director George Nadorp begeistert.

Der Container ist mit einer Windturbine und Sonnenkollektoren ausgerüstet. Er beinhaltet Umformer und Systeme, die selbst einen Teil der erzeugten Energie verbrauchen. Die restliche Energie wird in Akkus gespeichert und kann von externen Abnehmern genutzt werden. Das Hybrid-System bildet eine leistungsstarke Symbiose zwischen Wind- und Sonnenenergie. „Im Winter, wenn es viel Wind und wenig Sonne gibt, ist die Windturbine konstant im Einsatz. Im Sommer erzeugen hauptsächlich die Sonnenkollektoren Energie.“

Es werden eine Onshore- und eine Offshore-Version des Containers entwickelt. Dabei richtet sich das Unternehmen vor allem auf die Offshore-Bohrplattformen von Ölgesellschaften. Für diese Standorte ist es besonders wichtig, dass der Container robust und zuverlässig ist. „Es ist extrem kostspielig, dorthin zu gelangen, wenn etwas nicht richtig funktioniert. Deswegen wird alles redundant ausgeführt. Wir können die Anlage aus der Entfernung bedienen und überwachen. Wenn wir eingeloggt sind, sehen wir unter anderem das Ladeniveau der Akkus und eventuelle Störungen.“

Besonders innovativ ist vor allem die eingesetzte Windturbine, die laut Nadorp sehr gut für Offshore-Bereiche geeignet ist. „Diese Turbine ist vollkommen anders als die herkömmlichen Propeller-Windturbinen auf See, die oft schon nach ein oder zwei Jahren kaputtgehen. Unsere Turbine kann mit einer niedrigeren Drehzahl Energie erzeugen und hat zwei Lager. Dadurch ist sie extra robust. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Container völlig autonom funktioniert. Man kann ihn einfach auf einer Offshore-Plattform aufstellen und muss sich dann nicht mehr weiter darum kümmern.“

Der Markt ist begeistert. Wir können den Unternehmen harte Tatsachen vorlegen. Deswegen sind wir so froh darüber, dass wir die Tests auf der Maasvlakte durchführen dürfen. Wir erheben Betriebsdaten, mit denen wir nachweisen können, dass der Container genau das tut, was von ihm erwartet wird. Die Maasvlakte ist ein gutes Windgebiet, in dem der Hafenbetrieb Rotterdam Bereiche für den Markt entwickelt, der gebrauchte Plattformen demontiert und große Windturbinen auf See aufstellt. Dort wird zurzeit viel gebaut, aber es wurde noch kein Energienetz angelegt Auf Maasvlakte 2 gibt es auch potenzielle Kunden für die Onshore-Version unseres Containers. Außerdem verhandeln wir zurzeit mit drei Ölgesellschaften.“

Das System auf der Maasvlakte ist in einem 8-Fuß-Container installiert und verfügt über eine Windturbine und mehrere Sonnenkollektoren. „Wir können das Ganze natürlich auch in einem 20-Fuß-Container mit zwei oder drei Windturbinen ausführen.“

Quelle und Foto: Port of Rotterdam




Imperial Logistics gibt Bienen Lebensraum

Imperial Logistics leistet einen Beitrag gegen das Bienensterben. Auf einem Freigelände am Standort Herten hat der Logistikdienstleister zehn Bienenvölker angesiedelt. Betreut werden die Völker von einem professionellen Bio-Imker.

Bei dem etwa 13.000 Quadratmeter großen komplett eingezäunten Areal direkt neben dem Multi-User-Lager auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Ewald handelt es sich um eine sogenannte Magerwiese, die aufgrund vieler unterschiedlicher Kraut- und Halbstrauchpflanzen ideale Bedingungen für Honigbienen bietet. Das Grundstück ist ruhig und abgeschieden, so dass von den Bienen keine Gefahr für Mitarbeiter oder Anwohner ausgeht.

„Mit der Ansiedlung möchten wir einen Beitrag zur Erhaltung der Bienenvölker leisten, deren Zahl in den vergangenen Jahren besorgniserregend gesunken ist“, erklärt Lou Greven, verantwortlich für Nachhaltigkeit bei Imperial Logistics in Duisburg. „Als großer Flächennutzer ist es unsere Pflicht, die uns noch zur Verfügung stehenden Naturflächen als Lebensraum für besonders bedrohte Insektenarten zu nutzen“, ergänzt der Umweltschutzbeauftragte.

Schwindende Naturräume als Folge zunehmender Flächenversiegelung und landwirtschaftlicher Monokulturen sind Negativfaktoren, die den Lebensraum der Bienenvölker einengen. Als Bestäuber von Obst- und Gemüsepflanzen gilt die Biene als eines der wichtigsten Nutztiere. Je weniger Obst- und Gemüsepflanzen bestäubt werden, desto weniger gibt es zu ernten. Ein Drittel der Nahrungsmittel gäbe es nicht ohne die Leistung der Bienen. Ein Bienenvolk, es besteht je nach Jahreszeit aus etwa 20.000 bis 80.000 Bienen, kann jährlich 20 bis 30 Kilogramm Honig produzieren.

Quelle und Foto: Imperial Logistics International B.V. & Co. KG




CMA CGM “Greenest Ship Owner of the Year”

CMA CGM, ein weltweit führendes maritimes Transportunternehmen, hat im Rahmen des diesjährigen Green Maritime Forum in Hamburg den Stellenwert der Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil der Firmenphilosophie herausgestellt.

So eröffnete Ludovic Gerard, Executive Vice President CMA Ships, die Veranstaltung mit seinem Vortrag über “Energies for the Future” und gewährte Einblicke in die Ambitionen von CMA CGM hinsichtlich Flüssigerdgas (LNG) und einer nachhaltigen Entwicklung des weltweiten Seeverkehrs.

Ab dem Jahr 2020 wird CMA CGM die weltweit erste Reederei sein, die Containerschiffe mit einer Kapazität von mehr als 22.000 TEU mit Flüssigerdgas (LNG) betreiben wird. Die im November vergangenen Jahres bestellten neun Einheiten sind das Ergebnis mehrjähriger Forschung und überzeugen durch ihre Emissionswerte:

– 99% weniger Schwefelemissionen
– 99% weniger Feinstaubausstoß
– 85% weniger Stickoxidemissionen
– Bis zu 25% weniger CO2-Ausstoß

Als Teil der Clean Cargo Working Group, eine Initiative einiger der weltweit größten Unternehmen, insbesondere aus dem Bereichen Logistik und Schifffahrt, begrüßt CMA CGM das kürzlich verkündete Ziel der IMO, die CO2-Emissionen des weltweiten Seeverkehrs bis 2050 um 50% zu reduzieren. So hat sich CMA CGM das ambitionierte Ziel gesetzt, zwischen 2015 und 2025 die CO2-Bilanz der gesamten Gruppe um 30% zu verbessern. In der Vergangenheit gab es bereits große Bestrebungen, die im Zeichen des Umweltschutzes standen, wodurch in den Jahren 2005 bis 2015 eine Verbesserung der CO2-Bilanz um 50% erreicht werden konnte. Alleine im Jahr 2017 wurden die CO2-Emissionen pro transportierten Container um 10% gesenkt, was CMA CGM zu einem führenden Unternehmen hinsichtlich Nachhaltigkeit in der Schifffahrt macht.

Im Rahmen der offiziellen Preisverleihung des Green Maritime Forum wurde das Engagement von CMA CGM hinsichtlich Umweltschutz und Nachhaltigkeit gewürdigt und die Auszeichnung “Greenest Ship Owner of the Year” verliehen. Nach einer öffentlichen Abstimmung, die in den Tagen und Wochen vor der Veranstaltung stattfand, setzte sich CMA CGM gegen namhafte Wettbewerber durch. Ludovic Gerard, Executive Vice President CMA Ships, nahm den Preis entgegen und betonte in seiner Dankesrede nochmals die Wichtigkeit von LNG für die gesamte Branche und hob außerdem die Bedeutsamkeit des Schifffahrtsstandortes Hamburg für CMA CGM hervor.

Quelle und Foto: CMA CGM, v.l.n.r.: Ludovic Gerard, Executive Vice President CMA Ships – Peter Wolf, Geschäftsführer CMA CGM Deutschland – Mandrino Bodzioch, Chief Operating Officer CMA CGM Deutschland




NPorts-Häfen ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit

Foto 2_Harlingen Wattenmeerkonferenz

Das Wattenmeer der Nordsee ist das größte Gebiet seiner Art. Es genießt daher besonderen Schutz, ist gleichzeitig aber auch Verkehrsknotenpunkt für die internationale Schifffahrt. Jetzt haben sich die niederländischen, deutschen und dänischen Wattenmeerhäfen auf einer Konferenz in Harlingen über den gemeinsamen Schutzes des Wattenmeeres ausgetauscht.

„Niedersachsen Ports ist als Gesellschaft für Hafeninfrastruktur schon länger im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltschutz aktiv. Die Inselversorgungshäfen im Wattenmeer haben hierbei einen besonderen Stellenwert. Sie sind wichtig für die regionale Wirtschaft und die Umwelt“, erklärt der Geschäftsführer Holger Banik. Mit der trilateralen Konferenz fällt nun der Startschuss für die Bündelung der Interessen der Wattenmeerhäfen. Auf Initiative der Niederländer kommen die Häfen zusammen. Alle Beteiligten präsentieren dort in Diskussionen, Workshops und einer kleinen Messeausstellung ihre nachhaltigen Maßnahmen. „Ziel ist es, voneinander zu lernen und dadurch neue Perspektiven sowie Lösungsansätze zu gewinnen. Auch Synergien und gemeinsame Aktivitäten können aus dieser Kooperation erwachsen“, erklärt der Nachhaltigkeitsmanager von Niedersachsen Ports, Dr. Matthäus Wuczkowski. Am Schluss der Konferenz unterzeichneten die Wattenmeerhäfen eine Absichtserklärung (Letter of Intent), um sich bei zukünftigen nachhaltigen Ansätzen entlang der Wattenmeerküste stärker auszutauschen und intensiver zusammenzuarbeiten. Diese Absichtserklärung wurde den deutschen, niederländischen und dänischen Ministern der Trilateralen Wattenmeerkonferenz zum Schutz des Wattenmeeres übergeben. Auf der neu gestalteten Webseite www.waddenseaports.com gibt es alle Informationen zum Nachlesen.

Auch die European Sea Ports Organisation (ESPO) beteiligte sich an der Konferenz. Generalsekretärin Isabelle Ryckborst hob in ihrem Vortrag die Bedeutung der Hafen-Kooperation für den Schutz des Wattenmeeres hervor. Außerdem nutzte sie die Gelegenheit Niedersachsen Ports persönlich die PERS-Umweltzertifikate für die Standorte Brake und Cuxhaven zu überreichen. Auch den JadeWeserPort zeichnete sie mit einem PERS-Zertifikat aus. Es ist bereits die zweite Zertifizierung für den Tiefwasserhafen und seinen Geschäftsführer Banik. „Systematischer Umweltschutz in den Häfen zahlt sich aus. Von den fünf niedersächsischen Seehäfen sind nun vier Standorte zertifiziert. An dem nächsten Standort arbeiten wir bereits“, erläutert Wuczkowski. Er nahm die Urkunden am Rande der Konferenz entgegen.

Quelle und Foto: Sports, Die Vertreterinnen und Vertreter der Wattenmeerhäfen nach der Unterzeichnung des Letter of Intent

 




Flink, cool und emissionsfrei: Mehr „eddy“

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Er ist flink, cool und emissionsfrei: „eddy“, das gemeinsame Elektroroller-Angebot von den Stadtwerken Düsseldorf und dem Berliner Startup „emmy“. Seit August 2017 sind die grünen Flitzer in der Düsseldorfer Innenstadt unterwegs – und erfreuen sich stetig wachsender Beliebtheit.

Deshalb gibt  es jetzt mehr „eddy“ für alle: Die Zahl der Roller steigt von 100 auf zunächst 300. Gleichzeitig wird das Geschäftsgebiet deutlich ausgedehnt. Oberbürgermeister Thomas Geisel und Stadtwerke-Chef Dr. Udo Brockmeier gaben  den Startschuss für die Erweiterung.

Der Zuspruch für das im August 2017 gestartete E-Rollersharing „eddy“ hält weiter an. Inzwischen gibt es mehrere tausend registrierte Kundinnen und Kunden. Vielen ist das Thema E-Mobilität sehr wichtig: Denn „eddy“ ist sauber, leise – und bietet dank des starken Antriebs viel Fahrspaß. Wegen des großen Erfolgs wird das System jetzt erweitert: Statt wie bisher 100 stehen ab sofort 300 E-Roller zur Verfügung. Gleichzeitig wird das Geschäftsgebiet erweitert. Wichtige Ziele wie die Uni, der Aquazoo oder das Strandbad Lörick gehören nun mit dazu.

Oberbürgermeister Thomas Geisel begrüßt die Erweiterung des Systems, denn: „Grundsätzlich begrüßen wir das Sharing-Konzept ,eddy‘, da das E-Roller-Angebot die Möglichkeit bietet, sich abgasneutral fortzubewegen, die städtischen Straßen zu entlasten, die Umweltbelastung zu reduzieren und so insgesamt die Lebensqualität zu steigern. Dass so schnell nach der Markteinführung das ‚eddy‘-Angebot ausgeweitet wird, ist ein deutliches Zeichen, dass wir auf dem richtigem Weg sind. Angesichts der deutlichen Ausweitung des Angebotes legen wir allerdings Wert darauf, dass sichergestellt wird, dass die Fahrzeuge ordnungsgemäß abgestellt und regelmäßig auf ihre Fahrtüchtigkeit überprüft werden.“

Gemeinsam mit Stadtwerke-Chef Dr. Udo Brockmeier gab Geisel den Startschuss für die Erweiterung. Brockmeier betonte, dass „eddy“ ein wichtiger Bestandteil künftiger urbaner Mobilität sein wird. „,eddy‘ ist mehr als Elektromobilität. ,eddy‘ ist ein Stück moderner Sektorenkopplung, also der Kopplung von Strom, Wärme/Klima und Mobilität. In Kombination mit weiteren Sharing-Konzepten, mit einer klugen Vernetzung mit dem ÖPNV bei Hard- und Software sowie durch steigende Attraktivität in Sachen Verfügbarkeiten und Reichweite wird der Umweltverbund angegangen.“

Hintergrund: Der Begriff Umweltverbund kommt aus dem Bereich der Verkehrsplanung und meint alternative Mobilitätsangebote zum motorisierten Individualverkehr. So arbeiten etwa Stadt, Rheinbahn und Stadtwerke gemeinsam an der Einrichtung von Mobilitätsstationen, an denen der ÖPNV idealtypisch mit Sharing-Angeboten verzahnt wird. Ziel ist unter anderem die Vermeidung von Lärm sowie Kohlendioxid- und Stickoxid-Emissionen.

Martin Giehl, bei den Stadtwerken zuständig für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, kündigt derweil eine weitere Aufstockung der „eddy“-Flotte an: „Im Laufe des Sommers werden wir nochmal um 200 auf dann 500 Roller erhöhen.“ Giehl betont: „Wir prüfen sehr intensiv das Feedback unserer Kunden und werden ,eddy‘ weiterhin strikt entlang der Marktgegebenheiten entwickeln.“

Auch die Erweiterung jetzt wurde unter Berücksichtigung der Kundenwünsche geplant. Bisher umfasste das „eddy“-Geschäftsgebiet die gesamte Innenstadt, im Wesentlichen begrenzt durch Südring, Lastring und Theodor-Heuss-Brücke inklusive Oberkassel. Neu hinzukommen zentrale Teile von Lörick/Heerdt, Stockum, Flingern-Nord/Grafenberg, Eller/Lierenfeld und Bilk.

Quelle und Grafik: Stadtwerke Düsseldorf