Düsseldorfer Krane für Antwerpen

Konecranes hat zwei öko-effiziente Konecranes Gottwald Hafenmobilkrane an das belgische Logistik- und Transport-Unternehmen Zuidnatie Breakbulk geliefert. Der Auftrag umfasste einen Modell 3 sowie einen Modell 7 Kran.

Die 1870 gegründete Zuidnatie bietet ihren Kunden in Antwerpen, dem zweitgrößten Hafen Europas und einem der Top-20 Handelshäfen weltweit, Logistik- und Transport-Dienstleistungen für alle Güterarten. Um ihr Geschäft weiter ausbauen, hat Zuidnatie nun die beiden neuen Hafenmobilkrane in Betrieb genommen.

„Wir betreiben seit mehr als 20 Jahren Konecranes Gottwald Hafenmobilkrane”, so Stéphanie Feys, Managing Director Zuidnatie NV: „Wir vertrauen dabei auf die generell sehr hohe Leistungsfähigkeit der Krane sowie auf die Öko-Effizienz der diesel-elektrischen Antriebe.  Nach intensiven Gesprächen mit Konecranes zu unseren Bedürfnissen haben wir uns aus Umwelt- bzw. wirtschaftlichen Gründen für einen elektrischen Betrieb über das hafeneigene Netz entschieden.”

Für den Umschlag von Leer-Containern und schweren Lasten bis zu 100 t im Bereich von Kai 624, hat Zuidnatie sich für einen Konecranes Gottwald Modell 3 Hafenmobilkran in der GHMK 3405 Zwei-Seil-Variante entschieden. Der Kran ist mit externer Stromversorgung ausgestattet und wird aus dem vorhandenen, hafeneigenen Netz gespeist. Dadurch werden die Abgas- und Geräuschemissionen im Terminal reduziert.

Für den Schüttgut- und Stückgut-Umschlag auf Kai 480 fiel die Wahl auf ein Modell 7 in der Vier-Seil-Variante G HMK 7508 B, mit einer starken 63-t-Greiferkurve in A7 und einer maximalen Traglast von 125 t. Ebenfalls für externe Stromversorgung vorbereitet, kann der Kran bei entsprechend vorhandenen Ressourcen schnell und einfach auf einen elektrischen Betrieb umgestellt werden.

„Elektrische Antriebe bieten während des gesamten Lebenszyklus‘ des Krans geringere Betriebskosten und können dabei dank externer Energieversorgung sogar die Effizienz steigern. Dies macht sie zu einer besonders interessanten Investition für unsere Kunden”, so Alexandros Stogianidis, Director Sales Benelux, Konecranes Port Solutions. “Das Projekt unterstreicht darüber hinaus den Wert unserer langfristigen Kundenbeziehungen und zeigt die zunehmende Bedeutung unseres öko-effizienten Produktportfolio.”

Quelle und Foto: Konecranes

 




Die HGK AG ist KURS-Lernpartner

Die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK AG) und die Katholische Hauptschule Großer Griechenmarkt, im Kölner Volksmund auch „am Kreechmaat“ genannt, werden Lernpartner unter dem Dach der Initiative KURS (Kooperation Unternehmen und Schule). Dazu wurde jetzt eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Die Kooperation KURS bringt Schulen und Unternehmen in Kontakt und führt sie zu einer stabilen und für beide Seiten fruchtbaren Zusammenarbeit. Die Unternehmen dienen den Schulen dabei als Modell für Wirtschaft, ermöglichen Wissenstransfer in die Fächer und in fächerübergreifende Projekte, bieten Praxisanbindung für schulischen Unterricht und fördern die jungen Menschen bei ihrer Berufswahlorientierung und Bewerbung. Durch KURS sollen Interesse und Begeisterung für die zahlreichen Jobs bei der HGK-Gruppe geweckt werden.

Köln ist einer der bedeutendsten Wirtschafts- und Logistikstandorte Deutschlands. Von hier aus werden internationale Güterströme gelenkt. Stadt und Region fungieren dabei unter anderem als Verteiler der „ZARA“-Seehäfen Zeebrügge, Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam. Um die Güterströme bestmöglich zu verbinden, bedarf es einer multimodalen Infrastruktur, welche die Logistikholding HGK AG mit ihren Tochterunternehmen neska und HTAG sowie ihrer Beteiligung RheinCargo GmbH & Co. KG zur Verfügung stellt.

Netz, Werkstatt und Immobilien fallen in den Bereich der Häfen und Güterverkehr Köln AG; das operative Geschäft Gütertransport und Hafenumschlag in den Bereich der Unternehmenstöchter neska, HTAG und der Beteiligung RheinCargo, die eine Gütereisenbahn und sieben Rheinhäfen in Köln, Düsseldorf und Neuss betreibt. Diese zählen mit einer Umschlagleistung von 25,4 Millionen Tonnen in 2018 zu den größten Binnenhäfen Europas.

„Der Logistik-Markt steht vor großen Herausforderungen. Der demografische Wandel und eine zunehmende Konkurrenz sorgen dafür, dass der Wettbewerb auf mehreren Ebenen schwieriger wird“, so Uwe Wedig, Vorsitzender des Vorstands der Häfen und Güterverkehr Köln AG. „Vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels ist es wichtig, unsere vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten zielgruppenorientiert vorstellen zu können. Die Zusammenarbeit mit der Katholischen Hauptschule Großer Griechenmarkt gibt uns genau diese Möglichkeit. Potenzielle Bewerber können bei der HGK sichere, gut bezahlte Arbeitsplätze mit hervorragenden Zukunftsaussichten bekommen“. 600 Beschäftigte und rund 20 Auszubildende sind zurzeit allein bei der HGK AG beschäftigt. Ausgebildet werden Lokführer, aber auch Gleisbauer, Eisenbahner im Betriebsdienst und Industriemechaniker sowie Elektroniker. In der HGK-Gruppe arbeiten insgesamt etwa 1500 Personen.

Manfred Lebek, Schulleiter der Katholischen Hauptschule Großer Griechenmarkt, freut sich über die erste KURS-Lernpartnerschaft. „Die Berufsorientierung hat einen hohen Stellenwert an unserer Schule. Wir werden regelmäßig mit dem Berufswahlsiegel ausgezeichnet. Die Zusammenarbeit mit der Häfen und Güterverkehr Köln AG ist ein weiterer Mosaikstein für unsere praxisorientierte Berufsorientierung. Sie erweitert die Basis der beruflichen Möglichkeiten für unsere Schulabgänger und bietet für einige vielleicht eine konkrete Zukunft.“ Schülerinnen und Schüler können beispielsweise  an einem  Schnuppertag das Berufsbild des Gleisbauers kennenlernen. Geplant ist ein „Projekttag Eisenbahner“ für diejenigen, die sich für den Beruf des Lokführers oder des Eisenbahners im Betriebsdienst interessieren. Hier erhalten die Kinder die Möglichkeit, am Eisenbahnsimulator unter virtueller Realität eine Fahrt zu absolvieren. Neben Berufsfelderkundungen im Rahmen von „Kein Abschluss ohne Anschluss“ und Praktika ist zusätzlich eine Zusammenarbeit im Fach Technik geplant.

Auch Christopher Meier, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der Industrie- und Handelskammer zu Köln, begrüßt die neu entstehende KURS-Lernpartnerschaft. „Logistik ist für viele ein abstraktes Thema. Aber jeder von uns ist auf Warentransport angewiesen – und das gerne über die Schiene oder über den Rhein. In dieses spannende Gebiet können die Schülerinnen und Schüler der Katholischen Hauptschule Großer Griechenmarkt jetzt einen direkten Einblick bekommen. Bestimmt ist für die eine oder den anderen auch eine berufliche Perspektive in dieser Branche denkbar. Wer  sich für Ausbildungsberufe in der Logistik interessiert, ist bei uns in der IHK Köln auf jeden Fall gut beraten.“

Die Bezirksregierung Köln freut sich sehr über die neue KURS-Lernpartnerschaft. „Bei der Vielzahl der Ausbildungsberufe ist es für Schülerinnen und Schüler nicht einfach, den für sie passenden Ausbildungsberuf zu finden. Umso wichtiger ist es, dass die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit bekommen, zahlreiche praktische Erfahrungen machen zu können. Hierdurch bekommen sie  ein  realistisches Bild  der beruflichen  Anforderungen und Erwartungen an sie, gewinnen an Zuversicht und Selbstvertrauen und können letztlich eine begründete Entscheidung für ihre Zukunft treffen. Eine KURS-Lernpartnerschaft trägt dazu bei, diese berufswahlbezogene Entscheidungskompetenz der Schülerinnen und Schüler praxisorientiert zu begleiten“, so Petra Vianden, Schulrätin im Schulamt für die Stadt Köln.

Quelle und Foto: Häfen und Güterverkehr Köln AG, Schulrätin Petra Vianden, Schulleiter Manfred Lebek (2.v.l.), Christopher Meier (r. / IHK Köln) und Uwe Wedig (2.v.r.),Vorstandsvorsitzender der HGK AG, mit Schülern der Katholischen Hauptschule Großer Griechenmarkt.