Theemswegtracé in Rotterdam eröffnet

Der Eisenbahnbetreiber ProRail hat am Montag, den 8. November die Theemswegtracé im Rotterdamer Hafen erfolgreich an die bestehende Hafenbahnlinie angeschlossen.

Die dafür notwendige sechstägige Sperrung der Hafenbahnstrecke ist nun beendet. Heute früh um 5 Uhr fuhr der erste Güterzug über die 4 Kilometer lange nagelneue Strecke.

Die Theemswegtracé steht im Einklang mit den Bemühungen des Hafenbetriebs, der Regierungen und der Hafenwirtschaft, mehr Frachtvolumen auf der Schiene zu transportieren. Eine gute Erreichbarkeit und eine gute Anbindung an das Hinterland sind für den Hafen von Rotterdam von großer Bedeutung. Über Straße, Schiene und Wasser. Aus diesem Grund haben der Hafenbetrieb Rotterdam, der Staat und die Europäische Union in die Theemswegtracé investiert. Der Hafenbetrieb Rotterdam koordinierte und realisierte das Projekt in Zusammenarbeit mit ProRail und dem Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft.  Die Theemswegtracé verbessert die Erreichbarkeit des Hafens, reduziert die CO2-Emissionen und entlastet das Straßennetz. Derzeit werden die meisten Container von Rotterdam aus per LKW an ihren Bestimmungsort befördert.

Die Zeitersparnis ist der Hauptvorteil des Güterverkehrs auf der neuen Strecke. Güterzüge können nun ohne Verzögerung in den Hafen einfahren und ihn verlassen. Zuvor mussten die Züge mehrmals täglich auf der Caland-Brücke warten. Immer wenn Schiffe in den Brittanniëhaven ein- oder auslaufen wollten, musste diese Hubbrücke hochgefahren werden. Dank des Theemswegtracé hat sich die Bahnanbindung des Rotterdamer Hafens erheblich verbessert.

Die Theemswegtracé verläuft vom Merseyweg über ein erhöhtes Eisenbahnviadukt am Theemsweg entlang über den Neckarweg zum Moezelweg. Die Strecke führt über zwei Bogenbrücken (am Thomassentunnel und an der Schleuse Rozenburg) und schließt bei der Autobahn A15 wieder an die bestehende Strecke an.

Quelle: Port of Rotterdam, Foto: Port of Rotterdam/ Foto: Danny Cornelissen