Franziska Giffey tauft die ELEKTRA

Im Berliner Westhafen hat die Regierende Bürgermeisterin von Berlin Franziska Giffey die ELEKTRA getauft. Nach fast zewijähriger Bauzeit auf der Schiffswerft Hermann Barthel GmbH in Derben und der Überführung in den Berliner Westhafen kann jetzt die Langzeiterprobung dieses einzigartigen, innovativen und emissionsfreien Schubbootes beginnen.

Petra Cardinal, Geschäftsführerin der BEHALA, begrüßte rund 250 Gäste, die sich im Hafenbecken II versammelt hatten. In der Eröffnungsrede sprach Bundesminister Dr. Volker Wissing über die Bedeutung der Wasserstoffmobilität für das Erreichen der Klimaschutzziele der Bundesregierung. „Die ELEKTRA ist ein Leuchtturm-Projekt: Sie ist das weltweit erste Schubboot, bei dem ein batterieelektrischer Antrieb mit Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik kombiniert wird. Das gesamte Projekt ist eine Blaupause für die klima- und umweltfreundliche Binnenschifffahrt und nicht nur technisch sondern auch regulatorisch eine echte Pionierleistung.“

Prof. Dr.-Ing. Gerd Holbach, Gesamtprojektleiter von der Technischen Universität Berlin, erläuterte kurz das Gesamtprojekt, die Konzeption und den Entwurf zum Bau des innovativen Schubboots.

Die Regierende Bürgermeisterin von Berlin, Franziska Giffey, sprach die Formel „Ich taufe Dich auf den Namen ELEKTRA, wünsche der Besatzung allzeit gute Fahrt und Dir immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“ und taufte das Schiff. Sie sagte: „Das weltweit erste emissionsfreie Schubboot ist das beeindruckende Ergebnis der Zusammenarbeit von Beteiligten aus dem Bereich des Schiffbaus und der Energie- und Antriebstechnik. Ich freue mich besonders, dass auch viel Berliner Erfindergeist in die Entwicklung und den Bau von ELEKTRA geflossen ist. Dieses Leuchtturm-Projekt zeigt uns exemplarisch, wie es gelingen kann, mit innovativen Ideen langfristig eine Klimaverbesserung auf unseren Wasserstraßen zu erreichen. Berlin will hier Vorreiter sein.“

Frau Dr. Corinna Barthel von der Barthel Werft gratulierte der Taufpatin mit einem Blumenstrauß und sprach über die Besonderheiten beim Bau der ELEKTRA.

Unter der Projektleitung des Fachgebietes Entwurf und Betrieb Maritimer Systeme der TU Berlin sind die Unternehmen BEHALA – Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft (Logistik), Schiffswerft Hermann Barthel, BALLARD Power Systems (Brennstoffzellen), Argo-Anleg (Wasserstoffsystem), SER Schiffselektronik Rostock (elektr. Energiesystem), EST-Floattech (Akkusystem) und HGK Shipping (nautischer Betrieb) an der Entwicklung, am Bau und der Erprobung der ELEKTRA als Partner beteiligt.

Die ELEKTRA wird als erstes emissionsfreies Schiff eine Vorbildfunktion einnehmen, denn dieses Energiesystem ist so konzipiert, dass es auf eine Vielzahl von Binnenschiffs- und Küstenschiffstypen übertragbar ist.

Es geht dabei nicht nur um die Energiebereitstellung für den Schiffsantrieb und das Schieben von Schubverbänden, sondern auch um die Energie für die Besatzung, die an Bord wohnt, kocht und wäscht. Weiterhin muss Energie für die Temperierung der Räume und des Steuerhauses bereitgestellt werden. Auch die Akkumulatoren benötigen eine bestimmte„Wohlfühltemperatur“ für einen effizienten Betrieb und eine lange Lebensdauer. All das muss bei begrenzter mitgeführter Energiemenge und ohne Reichweitenverlust funktionieren.

Die Abwärme der Brennstoffzellen wird durch eine konsequente Wasserkühlung genutzt und über eine Sole-Wärmepumpe werden die Räume beheizt. Dabei ist es von Vorteil, dass das Schiff immer Wasser mit Temperaturen von über 0° C unter dem Kiel zur Verfügung hat.

Der Einsatz eines selbstentwickelten Energiemanagementsystems und eines Fahrassistenten unterstützen den Schiffsführer und Logistiker bei der Planung der Einsätze und der Durchführung der Transporte.

Mit 750 kg nutzbarem gasförmigem Wasserstoff bei einem Druck von 500 bar an Bord und einer Batteriekapazität von ca. 2.500 Kilowattstunden hat das Schiff im Schubverband mit dem beladenen Schwergutleichter URSUS eine Reichweite von ca. 400 Kilometern. Daher wird in den Fahrtgebieten von Berlin Richtung Rhein/Ruhr, Hamburg und Stettin neben dem Westhafen unterwegs nur jeweils eine weitere Landstation zur Versorgung der ELEKTRA mit Wasserstoff und Strom benötigt. Insgesamt können Verbände bis 150 m Länge gefahren werden.

Sowohl im Berliner Westhafen als auch im Hafen Lüneburg werden die ersten Stationen für den Wechsel der Wasserstofftanks und elektrische Ladestationen in der benötigten Leistungsklasse von 500 Kilowatt in 2023 in Betrieb genommen.

Mit dem Industrie- und Gewerbepark Mittelelbe / H2 Green Power & Logistics GmbH hat die TU Berlin einen Liefervertrag zur Befüllung und zum Transport der Tanksysteme (Multiple Energy Gas Container – MEGC) mit grünem Wasserstoff bis zum Ende der Projektlaufzeit Ende 2024 abgeschlossen.

Die MEGC können mit dem bordeigenen Kran getauscht werden und der Stromanschluss erfolgt über einen Ladegalgen, an dem die Kabel landseitig geführt werden.

Für die Schiffsbesatzung ist somit der Umgang mit den armdicken Kabeln sehr einfach und das Schiff ist in kurzer Zeit an der Ladestation angeschlossen und die Pier ist frei von Kabeln.

Die Erprobungen finden zunächst vorwiegend im Bereich der Hauptstadtregion statt, ab 2023 werden die Erprobungen dann auch verstärkt im Fernverkehr Richtung Hamburg fortgesetzt.

Am Ende werden wir viel gelernt haben und wir können dann auch sagen, wie zukünftige marktfähige Binnen- und Küstenschiffe für viele Anwendungszwecke in dieser Leistungsklasse optimal ausgerüstet sein müssen und wie die Konzepte bei anderen Schiffstypen und Leistungsklassen aussehen können.

Bei einem Gesamtprojektvolumen von ca. 14,6 Mio. Euro wird das Projekt durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) mit ca. 9,1 Mio. Euro gefördert und vom Projektträger Jülich (PTJ) und der Nationalen Organisation für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) betreut und koordiniert.

 

 

Quelle und Foto: BEHALA, als weltweit erstes Schubboot, bei dem ein batterieelektrischer Antrieb mit Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik kombiniert wird, ist die ELEKTRA eine beeindruckende Pionierleistung im Bereich klima- und umweltfreundlicher Binnenschifffahrt.




Marcor Stevedoring B.V. erweitert Schüttgut-Terminal

Marcor hat die Absicht, seinen schwimmenden Terminal in Rotterdam durch die Entwicklung eines trockenen Schüttgut-Terminals am Steinweg Hartel Terminal auf der Maasvlakte zu erweitern.

Das Terminal wird zurzeit als Massenstückgut-Terminal von C. Steinweg – Handelsveem B.V. (Steinweg), der Mutterfirma von Marcor, bewirtschaftet. Nach der Neuentwicklung und dem Bau hochmoderner Lagerstätten ist es Marcors Bestreben, hier Ende 2023 stufenweise nachhaltige und effiziente Lager- und Umschlagsdienstleistungen anzubieten.

Marcor hat bereits seit einigen Jahren die Ambition, seine schwimmenden Lager- und Umschlagaktivitäten in Rotterdam aufs Land auszudehnen, um so seine Position bei Schüttgut zu stärken und auf die gestiegene Nachfrage nach überdachter Lagerkapazität zu reagieren. Marcor ist auf Lagerung und Umschlag von trockenem Schüttgut spezialisiert und ist im Rotterdamer Hafen unter anderem für seine Schwimmkräne und sein Lagerschiff im Waalhaven bekannt.

Der Übergang von Massenstückgut zu trockenem Schüttgut am Hartel Terminal wird in den nächsten Jahren stattfinden. Das 13 Hektar große Terminal verfügt über 600 Meter Kai und 16 Meter Tiefgang und bietet die Möglichkeit, ein breites Spektrum von Schiffstypen mit Bord-Bord- und Terminalumschlag abzufertigen. Die Pläne von Marcor beinhalten den Neubau am Kai gelegener Lagerhallen und die Nutzung der bereits von Steinweg errichteten überdachten Lagerhallen-Räumlichkeiten von ca. 28.000 2. Am Terminal werden auch andere Agrarmassengüter, Mineralien und Biomasseerzeugnisse gelagert werden. Die Lage in der Nähe der N15 und die bereits vorhandene Schienenanbindung am Terminal bieten multimodale Transportverbindungen von und ins Hinterland.

Eine finale Investitionsentscheidung für die Entwicklung wird spätestens Ende 2022 getroffen. Die Pläne für die Neuentwicklung des Terminals sind in Rücksprache mit dem Hafenbetrieb Rotterdam und Steinweg zustande gekommen.

Quelle und Grafik: Port of Rotterdam




Einsatz im Klimaschutz ausgezeichnet

Rhenus Transport, HAVI und Meyer Logistik haben für ihr gemeinschaftliches Engagement für den Klimaschutz einen VR-Award der VerkehrsRundschau erhalten. Mit dem Projekt „Klimaschutz kennt keinen Wettbewerb” streben die Logistiker einen klimaneutralen Straßengüterverkehr an und vertreten die Interessen ihrer Branche in der Mobilitätswende.

Die Logistikunternehmen Rhenus Transport, HAVI und Meyer Logistik eint der Wunsch nach einer Mobilitätswende, bei der die Interessen der Anwender alternativer Antriebskonzepte einbezogen werden. Obwohl per se im Wettbewerb zueinander, haben sie sich zu einer gemeinschaftlichen, agilen Initiative für den Kampf gegen den Klimawandel zusammengeschlossen – und dafür nun den VR-Award der VerkehrsRundschau in der Kategorie Umweltschutz gewonnen.

„Die Mobilitätswende kann nicht im Alleingang Einzelner umgesetzt werden. Vielmehr müssen alle Beteiligten miteinander in einen Austausch treten, damit der Wandel funktioniert“, erklärt Sascha Hähnke, Geschäftsführer der Rhenus Transport. Schon seit rund zehn Jahren tauschen sich die Geschäftsführer der technologieoffenen Logistikunternehmen über alternative Antriebskonzepte aus.

„Gerade bei dem Einsatz neuer, wenig erprobter Technologien, ist es mehr als hilfreich, auf die bereits gemachten Erfahrungen der Kollegen aus den anderen Unternehmen zurückgreifen zu können“, sagt Torsten Oldhues, Managing Director Operations HAVI. Bereits seit langem setzen sie alternative Antriebe wie Gas- und Wasserstoff-Lkw, rein elektrische und Hybrid-Fahrzeuge ein. „Dank der Nutzung ökologischer Antriebskonzepte sparen wir jährlich mehr als 1.000 Tonnen CO2“, berichtet Matthias Strehl, Geschäftsführer bei Meyer Logistik: „Daher beobachten wir sehr genau die technischen Entwicklungen am Markt, um in der Anwendung perspektivisch diese Zahl zu erhöhen.“ Für die Zukunft planen die Logistikdienstleister weitere Anschaffungen von Fahrzeugen mit klimafreundlichen Antriebsarten.

Ihre umfangreiche Expertise zu Konzepten klimafreundlicher Nutzfahrzeuge nutzen die drei Logistiker, um mit Entscheidern aus Politik, Herstellern und Logistikunternehmen in einen kontinuierlichen Austausch zu kommen. Damit sensibilisieren sie in ihrer Vorreiterrolle für die Chancen, die der weitreichende Themenbereich „Alternative Antriebe“ bietet. Das in München ansässige Wochenmagazin VerkehrsRundschau würdigte die Initiative nun.

Quelle: Rhenus, Foto: VerkehrsRundschau/Jan Scheutzow, Rhenus Transport, HAVI und Meyer Logistik haben für ihr gemeinschaftliches Engagement für den Klimaschutz einen VR-Award der VerkehrsRundschau erhalten. Entgegen nahmen ihn (von links nach rechts) Sascha Hähnke, Geschäftsführer Rhenus Transport, Matthias Strehl, Geschäftsführer Meyer Logistik, Torsten Oldhues, Managing Director Operations HAVI.

 




Felbermayr erwirbt Mehrheitsbeteiligung

Seit 4. Mai ist es fix: Felbermayr übernimmt eine Mehrheit an der bestens etablierten und eigentümergeführten Unternehmensgruppe Domarin. Dies wurde auf einer Betriebsversammlung in der Firmenzentrale in Vilshofen bekannt gegeben. Die Domarin-Standorte und die Gewerke im Wasser- und Schiffsbau bleiben davon ebenso unberührt wie der Firmenname der erfolgreichen bayerischen Firma.


​​​​​​​Mit der Gründung des Unternehmens Domarin im Jahr 1986 begann die Erfolgsgeschichte des für seine Handschlagqualität bekannten bayerischen Unternehmens. So wurde nur zehn Jahre nach seiner Gründung durch Johann Brunner, ergänzend zum Wasserbau, mit der Übernahme einer Werft in Erlenbach am Main auch mit dem Schiffsbau begonnen.

Für Brunner, der die Mehrheit in Bezug auf die Betriebsnachfolge abgibt, waren vor allem eine belastbare Vertrauensbasis und eine gesicherte Zukunft für seine Mitarbeiter ausschlaggebende Kriterien: „Mit Felbermayr arbeiten wir schon viele Jahre erfolgreich zusammen, wir kennen uns und schätzen uns“, sagt Brunner und setzt fort: „Auch die Gemeinsamkeiten in der Firmenkultur und die damit verbundene Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern war ein wesentlicher Grund für die Entscheidung an Felbermayr zu verkaufen.“

„Für uns als Familienunternehmen ist der Zuschlag für die Mehrheitsbeteiligung an Domarin ein großer Vertrauensbeweis des großartigen Unternehmers Johann Brunner“, freut sich Horst Felbermayr, Eigentümer und CEO des gleichnamigen Familienunternehmens.

Im operativen Sinne profitiert das Geschäftsfeld Bau von Felbermayr in vielfacher Hinsicht. Dazu Geschäftsführer Stefan Hielle: „Damit machen wir mit unserer Nischenstrategie im Bauwesen und im Besonderen im Wasserbau einen großen Schritt nach vorne. Zudem bekommen wir mit der Werft in Erlenbach eine Quelle technischen Know-hows für den eigenen Flottenausbau und können als Dienstleister für Binnenschifffahrtsunternehmen auftreten.“

Die jahrzehntelange Erfahrung und das Wissen der Domarin-Mitarbeiter, sowie rund 50 schwimmenden Einheiten, bestehend aus Schubbooten, Gütermotorschiffen, Schuten und Pontons sind für Felbermayr eine wesentliche Erweiterung in diesem Nischensegment. „Für uns bedeutet das eine ideale Ergänzung. Somit können wir jetzt auch am deutschen Markt als Wasserbauunternehmen wesentlich stärker auftreten“, ist Hielle begeistert.

Somit wird man künftig auf den schon für die Firma Domarin namensgebenden Binnenschifffahrtsstraßen Donau, Main und Rhein auch Felbermayr als Wasserbauunternehmen häufiger antreffen. Derzeit kann man das schon beim Donauausbau zwischen Straubing und Vilshofen sehen – dieser wird bereits in einer ARGE der beiden Unternehmen durchgeführt.

Quelle und Foto: Felbermayr, neben Know-how im Wasserbau überzeugen Felbermayr und Domarin auch mit einem modernen Fuhrpark – es gehören auch Bagger mit Energierückgewinnungssystemen zur Ausstattung.




Hellmann erzielt über 4 Mrd. EUR Jahresumsatz

Trotz herausfordernder Marktbedingungen schließt Hellmann Worldwide Logistics 2021 als erfolgreichstes Geschäftsjahr in der 150-jährigen Unternehmensgeschichte ab. In einem durch Kapazitätsengpässe, hohe Frachtraten und Unterbrechungen der Lieferketten geprägten Marktumfeld konnte Hellmann seinen Kunden zusätzliche Kapazitäten sichern und maßgeschneiderte Logistiklösungen anbieten. So sind die Sendungen im Vorjahresvergleich um 25 % gestiegen (16,2 Mio. auf 20,3 Mio.). Der Konzernumsatz konnte um 1.5 Mrd. EUR bzw. 61 % erhöht werden und liegt damit erstmalig bei über 4 Mrd. EUR.

Maßgebliche Treiber des Umsatzzuwachses waren neben dem Volumenanstieg und den branchenweit signifikant gestiegenen Frachtraten auch zukunftsgerichtete Akquisitionen, die während des Berichtszeitraums getätigt wurden. Produktseitig haben insbesondere die Bereiche Luft- und Seefracht zum Umsatzanstieg beigetragen; mit Blick auf die geografische Verteilung verzeichnen die Hellmann-Regionen Lateinamerika, Asien-Pazifik und Nordamerika überdurchschnittliches organisches Wachstum. Die Liquidität konnte durch den verbesserten Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit von 117,5 Mio. EUR trotz deutlich gestiegener Investitionen um insgesamt 69,9 Mio. EUR verbessert werden. Das EBIT beläuft sich für das Jahr 2021 auf 160,1 Mio. EUR (Vorjahr 74,2 Mio. EUR). Um den marktbedingten Mehraufwand abzudecken und Dienstleistungen für Kunden auf gewohnt hohem Niveau aufrechtzuerhalten, hat Hellmann während des Berichtszeitraums auch in neue Arbeitsplätze investiert und den Personalbestand zum Jahresende um über 16 % auf insg. 12.348 Mitarbeiter*innen erhöht.

Auch die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens ist im vergangenen Jahr erfolgreich fortgesetzt worden. Neben der Eröffnung mehrerer neuer Ländervertretungen in Asien und dem Mittleren Osten konnte auch die Expansion in Frankreich als einem der größten Märkte Europas vorangetrieben werden. Darüber hinaus hat Hellmann im vergangenen Jahr zahlreiche strategisch wichtige Akquisitionen getätigt, wie unter anderem die Übernahme des Joint Ventures Rhenus & Hellmann, Zukäufe der Hellmann East Europe Gruppe und der Erwerb der Minderheitsanteile der Hellmann-Gesellschaft in Australien.

„2021 war nicht nur unser Jubiläumsjahr, sondern auch darüber hinaus in vielerlei Hinsicht ein absolutes Ausnahmejahr, in dem insbesondere unsere Mitarbeiter*innen einmal mehr gezeigt haben, dass Hellmann auch in einer herausfordernden Zeit, in der wir zusätzlich auch eine Cyber-Attacke erfolgreich gemanagt haben, ein verlässlicher Partner ist und Rekordwachstum generieren kann. Auch 2022 wollen wir – trotz aller Unwägbarkeiten – an diese positive Entwicklung anknüpfen. Im Fokus stehen dabei für uns als Gesamtvorstand u.a. die Fortführung unserer Digitalisierungs-Roadmap sowie die Entwicklung einer langfristigen Nachhaltigkeitsstrategie. Gleichzeitig werden wir auch künftig einen Schwerpunkt auf eine gezielte Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter*innen legen sowie die Bereiche Sales und Customer Service ausbauen“, so Reiner Heiken, Chief Executive Officer, Hellmann Worldwide Logistics.

„Nach dem stetigen profitablen Wachstum über die vergangenen drei Jahre ist Hellmann für die Fortführung des Expansionskurses gut aufgestellt. Unser Ziel ist es, das Geschäft in bestehenden aber auch in neuen Märkten durch zukunftsgerichtete Akquisitionen auszubauen, um so weiteres organisches und nachhaltiges Wachstum zu generieren“, sagt Martin Eberle, Chief Financial Officer, Hellmann Worldwide Logistics.

Quelle und Foto: Hellmann Worldwide Logistics SE & Co. KG




Starker Auftritt Seaports auf der Breakbulk

Nach einer zweijährigen pandemiebedingten Pause, fand die weltweit größte Messe für Projektladung sowie Massenstückgut dieses Jahr erstmalig in Rotterdam statt. Vom 17. bis 19. Mai organisierte die Hafenmarketinggesellschaft Seaports of Niedersachsen GmbH einen innovativen Messestand als Anlaufpunkt für Kunden und Partner der Umschlagsunternehmen aus den niedersächsischen Seehäfen.

Auf dem globalen Branchentreffen und der größten Fachmesse für Stückgut erreichte die Begeisterung neue Höhen: „Die ersten beiden Messetage waren ein voller Erfolg! Die Breakbulk bietet die Chance, mit Unternehmen aus der ganzen Welt in Kontakt zu kommen. Wir konnten mit zahlreichen Besuchern in persönlichen Gesprächen über Entwicklungen und neue Trends beim Umschlag von massenhaften Stückgütern und Projektladungen diskutieren. Das hat die letzten zwei Jahre gefehlt!“, so André Heim, Geschäftsführer der Seaports of Niedersachsen GmbH.

Seaports of Niedersachsen präsentierte sich auf einem modernen Messestand. Bereits im Vorweg konnte man sich Termine über die Seaports Website mit dem gewünschten Unternehmensvertreter reservieren. Die vor Ort anwesenden Ansprechpartner aus den Hafenstandorten wurden über eine digitale Infostele mit einer virtuellen Visitenkarte vorgestellt. Das Highlight war der Touchscreen, auf dem die Besucher sich mittels einer bemerkenswerten 360°-Tour durch die jeweiligen Häfen navigieren konnten. Zahlreiche Besucher nutzen die Gelegenheit, sich auf dem Messestand mit Seaports of Niedersachsen und den Vertretern aus den Hafenstandorten, Brake, Cuxhaven, Emden und Wilhelmshaven auszutauschen.

Die dreitägige Veranstaltung, die dieses Jahr erstmalig in Rotterdam stattfand, zog weit mehr als 10.000 Fachleute aus über 120 Ländern an. Sie gilt als Marktplatz für Hafenunternehmen, Reedereien und Logistiker, die sich auf Transport, Umschlag und Lagerung massenhafter Stückgüter und Projektladung konzentrieren. Der Dialog zwischen Umschlagsunternehmen und Kunden ist wichtig, um die Hafendienstleistungen passgenau für die oftmals komplexen logistischen Aufgabenstellungen im Breakbulk-Bereich entwickeln zu können.

Die niedersächsischen Seehäfen gelten als Spezialisten für Umschlag und Lagerung von Breakbulk-Ladung, wie z. B. Eisen, Stahl und Papierprodukten sowie Windenergie-Komponenten und Projektladungen mit hohen Stückgewichten oder Übergrößen. Der Umschlag von Stückgütern macht mehr als ein Viertel des seeseitigen Umschlags des Hafen Niedersachsen aus.

Quelle und Foto: Seaports of Niedersachsen




Verbände zu Gast im DST

Die Mitglieder des gemeinsamen Fachausschusses ‚Wirtschaft und Logistik‘ des Bundesverbands Öffentlicher Binnenhäfen (BÖB) und des Vereins für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen (VBW) besuchten jetzt das Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme (DST) in Duisburg. Zentraler Anlass des Besuchs war die erste Sitzung des neugegründeten Ausschusses „Wirtschaft und Logistik“, der aus dem Zusammenschluss des ehemaligen BÖB-Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr und des VBW-Fachausschusses ‚Verkehrswirtschaft‘ hervorgegangen ist.

In der von VBW-Mitglied Dr. Wolfgang Hönemann, Repräsentant des Hafens Rotterdam, geleiteten Ausschusssitzung wurde vom erfolgreichen Start des sogenannten politischen Hafenpraktikums berichtet: Der Koordinator der Parlamentarischen Gruppe Binnenschifffahrt im Deutschen Bundestag, Mathias Stein, MdB, absolvierte am Tag der Logistik 2022 bei der BEHALA im Berliner Westhafen das erste Praktikum, weitere Praktika von Bundes- und Landtagsabgeordneten in verschiedenen BÖB-Häfen sollen in den nächsten Monaten folgen. Auch der zu verabschiedende Entwurf zum Bundeshaushalt 2022 wurde hinsichtlich der verkehrspolitischen Inhalte mit Bezug zur Binnenschifffahrt und zu den Binnenhäfen diskutiert. Zudem kamen unter anderem die Leitlinien der Nationalen Hafenstrategie sowie weitere Themen auf europäischer Ebene, etwa Energiebesteuerungsrichtlinie und Taxonomie, zur Sprache.

Dr. Hönemann, der stellvertretend für den erkrankten Ausschussvorsitzenden Ralf Karpa (Hafen Frankfurt), die Sitzung leitete: „Der Ausschuss für Wirtschaft und Logistik hat sich in seiner ersten Sitzung mit zentralen Zukunftsfragen für Binnenschifffahrt und Häfen beschäftigt. Mit der Bündelung der Kompetenzen von BÖB und VBW in einem gemeinsamen Ausschuss wollen wir künftig noch stärker, aktiver und konkreter als Impulsgeber für ein modernes, nachhaltiges und umweltfreundliches System Wasserstraße agieren. Ein herzlicher Dank gilt dem DST als Gastgeber unserer Sitzung.“

Weiterhin besuchten die Ausschussmitglieder die Versuchseinrichtungen des DST, darunter die Versuchstanks samt Modellbaubereichen, den Flachwasserfahrsimulator SANDRA II, das Versuchszentrum für autonome Schifffahrt und insbesondere das noch im Bau befindliche Versuchszentrum für innovative Hafen- und Umschlagtechnologien (HaFoLa). „Das große Interesse der Entscheider aus der Hafenbranche an einem Besuch unserer Versuchseinrichtungen freut uns sehr, zeigt es doch die Vielfalt der Forschungs- und Entwicklungsthemen rund um Binnenhäfen und Binnenschifffahrt“, zeigte sich Cyril Alias, Leiter des Fachbereichs Logistik & Verkehr am DST und selbst Mitglied des gemeinsamen Ausschusses von BÖB und VBW, erfreut.

Quelle: BÖB und VBW, Foto: DST e.V., die Mitglieder des Ausschusses Wirtschaft und Logistik waren im DST in Duisburg zu Gast. Zentraler Anlass des Besuchs war die erste Sitzung des neugegründeten Ausschusses „Wirtschaft und Logistik“, der aus dem Zusammenschluss des ehemaligen BÖB-Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr und des VBW-Fachausschusses ‚Verkehrswirtschaft‘ hervorgegangen ist.




Neuer stellvertretender Generalsekretär der ZKR

Die Delegationen der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt (ZKR) haben Herrn Jörg Rusche mit Wirkung vom 1. Mai 2022 für einen Zeitraum von vier Jahren zum neuen Stellvertretenden Generalsekretär der ZKR ernannt.#

In diesem Amt wird er auch die Funktion des Exekutivsekretärs für das Übereinkommen über die Sammlung, Abgabe und Annahme von Abfällen in der Rhein- und Binnenschifffahrt (CDNI) ausüben. Herr Jörg Rusche tritt die Nachfolge von Frau Katrin Moosbrugger an, deren Amtszeit im Januar 2021 endete.

Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften bekleidete Herr Rusche verschiedene Positionen beim Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e. V. (BDB) in Duisburg, zuletzt als Geschäftsführer des Verbandes. Von April 2016 bis April 2022 war Herr Rusche dann als Verwaltungsrat bei der ZKR tätig. In dieser Funktion war an einer umfassenden Reform der Rheinschiffspersonalverordnung (RheinSchPersV) beteiligt. Zudem setzte er sich für den Aufbau und die Weiterentwicklung der beruflichen Kompetenzen im CESNI (Europäischer Ausschuss für die Ausarbeitung von Standards im Bereich der Binnenschifffahrt) ein.

Rusche freut sich darauf, sein Engagement für die Rhein- und europäische Binnenschifffahrt in seinem neuen Amt fortzusetzen. Die Delegationen der Mitgliedstaaten und die Mitglieder des Sekretariats gratulieren Rusche herzlich zu seiner Ernennung und wünschen ihm zur Amtsübernahme alles Gute.

Quelle und Foto: Zentralkomission für die Rheinschifffahrt




Tag der Logistik: Landrat überreicht Preis

Bei der Berufsmesse „Tag der Logistik“ hatten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler die Chance, bei einem Gewinnspiel mitzumachen. Nun nahm die Siegerin Lina Bouchtat vom Mataré-Gymnasium in Meerbusch-Büderich ihren Gewinn aus den Händen von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke in Empfang.

Petrauschke, Schirmherr der Veranstaltung, betonte bei der Übergabe die Bedeutung der Branche für den Rhein-Kreis Neuss als einer der führenden Logistik-Standorte in Europa: „Sie bietet ein breites Spektrum an Berufsbildern. Sowohl für Studien- als auch für Ausbildungsinteressierte – für jeden ist etwas dabei. Unser Ziel ist es, junge Menschen für die Bereiche Industrie, Handel und Logistik zu begeistern und sie in ihrer Berufsfindung zu unterstützen.“

Der Preis für Lina Bouchtat ist ein neues Tablet, gesponsert vom Organisationsteam „Vom Klicken bis zum Klingeln“ unter Leitung von Thomas Klann. Bei der Übergabe dabei waren neben Petrauschke und Klann auch Markus Walke, Vorsitzender der Logistikregion Niederrhein, Schulleiter Christian Dölls und Claudia Trampen, Leiterin der Kommunalen Koordinierung der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA).

Beim „Tag der Logistik“ konnten sich Jugendliche ab der achten Klasse im Rahmen von KAoA über berufliche Perspektiven informieren. Die Kommunale Koordinierung unterstützte das Organisationsteam und ermöglichte es, die Veranstaltung als Berufsfelderkundung anerkennen zu lassen. Diese Gelegenheit nahm auch Lina Bouchtat wahr und nutzte den Tag nicht nur, um sich an Messeständen über die beruflichen Möglichkeiten in der Logistik zu informieren, sondern auch, um an einem der angebotenen Betriebsbesuche teilzunehmen.

Voraussetzung für die Teilnahme an der Verlosung war es, mit mindestens sechs Ausstellern ins Gespräch zu kommen und sich an den Mitmach-Aktionen zu beteiligen, die sich die Unternehmen überlegt hatten, um die Logistik für die Jugendlichen erlebbar zu machen. Als Zukunftsbranche braucht die Logistik schließlich engagierte Nachwuchskräfte – sei es als Fachkraft für Lagerwesen, Speditionskaufleute oder Logistik-Manager. Darüber hinaus bieten sich Möglichkeiten, Auslanderfahrung während Ausbildung oder Studium zu sammeln. Wer einen Einblick in den „Tag der Logistik“ erhalten möchte, findet ein Video unter der Internet-Adresse www.rhein-kreis-neuss.de/kaoa.

Unternehmen, die Berufsfelderkundungen (auch in anderen Branchen) in ihrem Betrieb anbieten möchten, können ihre Angebote unterwww.fachkräfte-für-morgen.de einstellen. Weitere Informationen erteilt Melina Göbel. Ihre Telefonnummer lautet 0 21 31/928 40 27, die E-Mail-Adresse kommunale.koordinierung@rhein-kreis-neuss.de.

Quelle: Rhein-Kreis Neuss, Foto: W. Walter/Rhein-Kreis Neuss, Übergabe des Preises beim „Tag der Logistik“ (von links): Claudia Trampen, Markus Walke, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Thomas Klann, Lina Bouchtat und Christian Dölls.




Online-Umfrage über die Mobilität der Zukunft

Zur Erarbeitung einer Mobilitätsstrategie für das bisherige Braunkohlegebiet fragt die Zukunftsagentur Rheinisches Revier die Bürgerinnen und Bürger nach ihrer Meinung. Eine Online-Umfrage über die verkehrstechnischen Bedürfnisse und Wünsche der Menschen ist gestartet und dauert bis zum 29. Mai. Der Rhein-Kreis Neuss hat die Bevölkerung aufgerufen, sich an der Aktion zu beteiligen.

„Die Mobilitätsstrategie soll dazu beitragen, das Rheinische Revier zu einer starken und lebenswerten Region für alle zu machen. Aus diesem Grund möchten die Macher erfahren, wie die Bürgerinnen und Bürger ihre Wege zurücklegen und was sie sich für die künftige Mobilität wünschen. Dafür ist die maximal zehnminütige Teilnahme gut investierte Zeit“, so Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

Die bei der Umfrage gemachten Angaben werden vollständig anonym behandelt. Es kann zu keiner Zeit ein Rückschluss auf eine Person gezogen werden. Die Daten werden ausschließlich für die Erstellung der Mobilitätsstrategie verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Die Internet-Adresse lautet https://www.umfrageonline.com/c/mobil-im-rheinischen-revier.

Quelle und Foto: Rhein-Kreis Neuss