Starker Auftritt Seaports auf der Breakbulk

Nach einer zweijährigen pandemiebedingten Pause, fand die weltweit größte Messe für Projektladung sowie Massenstückgut dieses Jahr erstmalig in Rotterdam statt. Vom 17. bis 19. Mai organisierte die Hafenmarketinggesellschaft Seaports of Niedersachsen GmbH einen innovativen Messestand als Anlaufpunkt für Kunden und Partner der Umschlagsunternehmen aus den niedersächsischen Seehäfen.

Auf dem globalen Branchentreffen und der größten Fachmesse für Stückgut erreichte die Begeisterung neue Höhen: „Die ersten beiden Messetage waren ein voller Erfolg! Die Breakbulk bietet die Chance, mit Unternehmen aus der ganzen Welt in Kontakt zu kommen. Wir konnten mit zahlreichen Besuchern in persönlichen Gesprächen über Entwicklungen und neue Trends beim Umschlag von massenhaften Stückgütern und Projektladungen diskutieren. Das hat die letzten zwei Jahre gefehlt!“, so André Heim, Geschäftsführer der Seaports of Niedersachsen GmbH.

Seaports of Niedersachsen präsentierte sich auf einem modernen Messestand. Bereits im Vorweg konnte man sich Termine über die Seaports Website mit dem gewünschten Unternehmensvertreter reservieren. Die vor Ort anwesenden Ansprechpartner aus den Hafenstandorten wurden über eine digitale Infostele mit einer virtuellen Visitenkarte vorgestellt. Das Highlight war der Touchscreen, auf dem die Besucher sich mittels einer bemerkenswerten 360°-Tour durch die jeweiligen Häfen navigieren konnten. Zahlreiche Besucher nutzen die Gelegenheit, sich auf dem Messestand mit Seaports of Niedersachsen und den Vertretern aus den Hafenstandorten, Brake, Cuxhaven, Emden und Wilhelmshaven auszutauschen.

Die dreitägige Veranstaltung, die dieses Jahr erstmalig in Rotterdam stattfand, zog weit mehr als 10.000 Fachleute aus über 120 Ländern an. Sie gilt als Marktplatz für Hafenunternehmen, Reedereien und Logistiker, die sich auf Transport, Umschlag und Lagerung massenhafter Stückgüter und Projektladung konzentrieren. Der Dialog zwischen Umschlagsunternehmen und Kunden ist wichtig, um die Hafendienstleistungen passgenau für die oftmals komplexen logistischen Aufgabenstellungen im Breakbulk-Bereich entwickeln zu können.

Die niedersächsischen Seehäfen gelten als Spezialisten für Umschlag und Lagerung von Breakbulk-Ladung, wie z. B. Eisen, Stahl und Papierprodukten sowie Windenergie-Komponenten und Projektladungen mit hohen Stückgewichten oder Übergrößen. Der Umschlag von Stückgütern macht mehr als ein Viertel des seeseitigen Umschlags des Hafen Niedersachsen aus.

Quelle und Foto: Seaports of Niedersachsen




Verbände zu Gast im DST

Die Mitglieder des gemeinsamen Fachausschusses ‚Wirtschaft und Logistik‘ des Bundesverbands Öffentlicher Binnenhäfen (BÖB) und des Vereins für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen (VBW) besuchten jetzt das Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme (DST) in Duisburg. Zentraler Anlass des Besuchs war die erste Sitzung des neugegründeten Ausschusses „Wirtschaft und Logistik“, der aus dem Zusammenschluss des ehemaligen BÖB-Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr und des VBW-Fachausschusses ‚Verkehrswirtschaft‘ hervorgegangen ist.

In der von VBW-Mitglied Dr. Wolfgang Hönemann, Repräsentant des Hafens Rotterdam, geleiteten Ausschusssitzung wurde vom erfolgreichen Start des sogenannten politischen Hafenpraktikums berichtet: Der Koordinator der Parlamentarischen Gruppe Binnenschifffahrt im Deutschen Bundestag, Mathias Stein, MdB, absolvierte am Tag der Logistik 2022 bei der BEHALA im Berliner Westhafen das erste Praktikum, weitere Praktika von Bundes- und Landtagsabgeordneten in verschiedenen BÖB-Häfen sollen in den nächsten Monaten folgen. Auch der zu verabschiedende Entwurf zum Bundeshaushalt 2022 wurde hinsichtlich der verkehrspolitischen Inhalte mit Bezug zur Binnenschifffahrt und zu den Binnenhäfen diskutiert. Zudem kamen unter anderem die Leitlinien der Nationalen Hafenstrategie sowie weitere Themen auf europäischer Ebene, etwa Energiebesteuerungsrichtlinie und Taxonomie, zur Sprache.

Dr. Hönemann, der stellvertretend für den erkrankten Ausschussvorsitzenden Ralf Karpa (Hafen Frankfurt), die Sitzung leitete: „Der Ausschuss für Wirtschaft und Logistik hat sich in seiner ersten Sitzung mit zentralen Zukunftsfragen für Binnenschifffahrt und Häfen beschäftigt. Mit der Bündelung der Kompetenzen von BÖB und VBW in einem gemeinsamen Ausschuss wollen wir künftig noch stärker, aktiver und konkreter als Impulsgeber für ein modernes, nachhaltiges und umweltfreundliches System Wasserstraße agieren. Ein herzlicher Dank gilt dem DST als Gastgeber unserer Sitzung.“

Weiterhin besuchten die Ausschussmitglieder die Versuchseinrichtungen des DST, darunter die Versuchstanks samt Modellbaubereichen, den Flachwasserfahrsimulator SANDRA II, das Versuchszentrum für autonome Schifffahrt und insbesondere das noch im Bau befindliche Versuchszentrum für innovative Hafen- und Umschlagtechnologien (HaFoLa). „Das große Interesse der Entscheider aus der Hafenbranche an einem Besuch unserer Versuchseinrichtungen freut uns sehr, zeigt es doch die Vielfalt der Forschungs- und Entwicklungsthemen rund um Binnenhäfen und Binnenschifffahrt“, zeigte sich Cyril Alias, Leiter des Fachbereichs Logistik & Verkehr am DST und selbst Mitglied des gemeinsamen Ausschusses von BÖB und VBW, erfreut.

Quelle: BÖB und VBW, Foto: DST e.V., die Mitglieder des Ausschusses Wirtschaft und Logistik waren im DST in Duisburg zu Gast. Zentraler Anlass des Besuchs war die erste Sitzung des neugegründeten Ausschusses „Wirtschaft und Logistik“, der aus dem Zusammenschluss des ehemaligen BÖB-Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr und des VBW-Fachausschusses ‚Verkehrswirtschaft‘ hervorgegangen ist.




Neuer stellvertretender Generalsekretär der ZKR

Die Delegationen der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt (ZKR) haben Herrn Jörg Rusche mit Wirkung vom 1. Mai 2022 für einen Zeitraum von vier Jahren zum neuen Stellvertretenden Generalsekretär der ZKR ernannt.#

In diesem Amt wird er auch die Funktion des Exekutivsekretärs für das Übereinkommen über die Sammlung, Abgabe und Annahme von Abfällen in der Rhein- und Binnenschifffahrt (CDNI) ausüben. Herr Jörg Rusche tritt die Nachfolge von Frau Katrin Moosbrugger an, deren Amtszeit im Januar 2021 endete.

Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften bekleidete Herr Rusche verschiedene Positionen beim Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e. V. (BDB) in Duisburg, zuletzt als Geschäftsführer des Verbandes. Von April 2016 bis April 2022 war Herr Rusche dann als Verwaltungsrat bei der ZKR tätig. In dieser Funktion war an einer umfassenden Reform der Rheinschiffspersonalverordnung (RheinSchPersV) beteiligt. Zudem setzte er sich für den Aufbau und die Weiterentwicklung der beruflichen Kompetenzen im CESNI (Europäischer Ausschuss für die Ausarbeitung von Standards im Bereich der Binnenschifffahrt) ein.

Rusche freut sich darauf, sein Engagement für die Rhein- und europäische Binnenschifffahrt in seinem neuen Amt fortzusetzen. Die Delegationen der Mitgliedstaaten und die Mitglieder des Sekretariats gratulieren Rusche herzlich zu seiner Ernennung und wünschen ihm zur Amtsübernahme alles Gute.

Quelle und Foto: Zentralkomission für die Rheinschifffahrt




Tag der Logistik: Landrat überreicht Preis

Bei der Berufsmesse „Tag der Logistik“ hatten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler die Chance, bei einem Gewinnspiel mitzumachen. Nun nahm die Siegerin Lina Bouchtat vom Mataré-Gymnasium in Meerbusch-Büderich ihren Gewinn aus den Händen von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke in Empfang.

Petrauschke, Schirmherr der Veranstaltung, betonte bei der Übergabe die Bedeutung der Branche für den Rhein-Kreis Neuss als einer der führenden Logistik-Standorte in Europa: „Sie bietet ein breites Spektrum an Berufsbildern. Sowohl für Studien- als auch für Ausbildungsinteressierte – für jeden ist etwas dabei. Unser Ziel ist es, junge Menschen für die Bereiche Industrie, Handel und Logistik zu begeistern und sie in ihrer Berufsfindung zu unterstützen.“

Der Preis für Lina Bouchtat ist ein neues Tablet, gesponsert vom Organisationsteam „Vom Klicken bis zum Klingeln“ unter Leitung von Thomas Klann. Bei der Übergabe dabei waren neben Petrauschke und Klann auch Markus Walke, Vorsitzender der Logistikregion Niederrhein, Schulleiter Christian Dölls und Claudia Trampen, Leiterin der Kommunalen Koordinierung der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA).

Beim „Tag der Logistik“ konnten sich Jugendliche ab der achten Klasse im Rahmen von KAoA über berufliche Perspektiven informieren. Die Kommunale Koordinierung unterstützte das Organisationsteam und ermöglichte es, die Veranstaltung als Berufsfelderkundung anerkennen zu lassen. Diese Gelegenheit nahm auch Lina Bouchtat wahr und nutzte den Tag nicht nur, um sich an Messeständen über die beruflichen Möglichkeiten in der Logistik zu informieren, sondern auch, um an einem der angebotenen Betriebsbesuche teilzunehmen.

Voraussetzung für die Teilnahme an der Verlosung war es, mit mindestens sechs Ausstellern ins Gespräch zu kommen und sich an den Mitmach-Aktionen zu beteiligen, die sich die Unternehmen überlegt hatten, um die Logistik für die Jugendlichen erlebbar zu machen. Als Zukunftsbranche braucht die Logistik schließlich engagierte Nachwuchskräfte – sei es als Fachkraft für Lagerwesen, Speditionskaufleute oder Logistik-Manager. Darüber hinaus bieten sich Möglichkeiten, Auslanderfahrung während Ausbildung oder Studium zu sammeln. Wer einen Einblick in den „Tag der Logistik“ erhalten möchte, findet ein Video unter der Internet-Adresse www.rhein-kreis-neuss.de/kaoa.

Unternehmen, die Berufsfelderkundungen (auch in anderen Branchen) in ihrem Betrieb anbieten möchten, können ihre Angebote unterwww.fachkräfte-für-morgen.de einstellen. Weitere Informationen erteilt Melina Göbel. Ihre Telefonnummer lautet 0 21 31/928 40 27, die E-Mail-Adresse kommunale.koordinierung@rhein-kreis-neuss.de.

Quelle: Rhein-Kreis Neuss, Foto: W. Walter/Rhein-Kreis Neuss, Übergabe des Preises beim „Tag der Logistik“ (von links): Claudia Trampen, Markus Walke, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Thomas Klann, Lina Bouchtat und Christian Dölls.




Online-Umfrage über die Mobilität der Zukunft

Zur Erarbeitung einer Mobilitätsstrategie für das bisherige Braunkohlegebiet fragt die Zukunftsagentur Rheinisches Revier die Bürgerinnen und Bürger nach ihrer Meinung. Eine Online-Umfrage über die verkehrstechnischen Bedürfnisse und Wünsche der Menschen ist gestartet und dauert bis zum 29. Mai. Der Rhein-Kreis Neuss hat die Bevölkerung aufgerufen, sich an der Aktion zu beteiligen.

„Die Mobilitätsstrategie soll dazu beitragen, das Rheinische Revier zu einer starken und lebenswerten Region für alle zu machen. Aus diesem Grund möchten die Macher erfahren, wie die Bürgerinnen und Bürger ihre Wege zurücklegen und was sie sich für die künftige Mobilität wünschen. Dafür ist die maximal zehnminütige Teilnahme gut investierte Zeit“, so Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

Die bei der Umfrage gemachten Angaben werden vollständig anonym behandelt. Es kann zu keiner Zeit ein Rückschluss auf eine Person gezogen werden. Die Daten werden ausschließlich für die Erstellung der Mobilitätsstrategie verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Die Internet-Adresse lautet https://www.umfrageonline.com/c/mobil-im-rheinischen-revier.

Quelle und Foto: Rhein-Kreis Neuss




Unterwasserroboter in Hamburg getestet

Die acht Partner Hamburg Port Authority (HPA), das Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen, die Technische Universität Delft, die regionale Entwicklungsgesellschaft Dubrovnik (DUNEA), SUBSEA TECH SAS, die Technische Universität Cluj-Napoca, die Technische Universität München und die Universität von Dubrovnik arbeiten im Rahmen des EU-geförderten Projektes SeaClear (www.seaclear-project.eu) an der Entwicklung eines autonomen Systems, um den Meeresboden zu reinigen.

Das SeaClear-System besteht aus einem autonomen Schiff mit zwei Unterwasserrobotern, die Abfall unter Wasser identifizieren und sammeln. Auf dem ITS Congress 2021 wurde das System, dessen Einzelkomponenten von verschiedenen Projektpartnern seit Januar 2020 entwickelt werden, vorgestellt. Nun werden die Einzelkomponenten erstmals zusammengeführt und die Prozesse im Rahmen einer Testkampagne unter Realbedingungen erprobt. Als Testgebiet fungiert das Areal des Hansahafens im Hamburger Hafen.

„Obgleich wir in Hamburg nicht die Herausforderung haben, große Mengen Plastikmüll aus der Elbe bergen zu müssen, bietet der Hafen doch ideale Bedingungen für die Tests des SeaClear-Systems. Das trübe Wasser der Elbe, die Tideströmungen und auch der Schiffsverkehr stellen besondere Herausforderungen für das System dar. Für uns sind diese Tests zudem wichtige Erfahrungen beim Einsatz von autonomen Systemen“, sagt Jens Meier, CEO der Hamburg Port Authority.

„Wir freuen uns, das System erstmalig im Hamburger Hafen zu testen“, sagt Carlos Jahn, Leiter des Fraunhofer-Centers für Maritime Logistik und Dienstleistungen. „Die Ergebnisse der einwöchigen Testläufe werden unsere Entwicklungen im Bereich der Systemintegration im weiteren Projektverlauf vorantreiben.“

Im Zuge der Tests werden unter anderem präparierte Proben von Müllpartikeln an den Gewässergrund abgelassen. Die Aufgabe des kleinen Tauchroboters ist die Erfassung und Markierung der Funde in der zuvor erstellten Umgebungskarte.

Quelle: Hamburg Port Authority, Foto: seaclear, der autonome Unterwasserroboter ROV Tortuga wird erstmalig im Hamburger Hafen getestet.




Hamburger Hafen mit leichtem Plus im Q1

Das erste Quartal des Jahres brachte für den Hamburger Hafen sehr unterschiedliche Umschlag- und Verkehrsentwicklungen. Der Containerumschlag ist mit 2,2 Millionen TEU (20 Fuß-Standardcontainer) gestiegen und erreichte in den ersten drei Monaten ein Plus von 1,8 Prozent. Insgesamt blieb der Seegüterumschlag mit einem Ergebnis von 31,2 Millionen Tonnen (-2,8 Prozent) knapp unter dem Ergebnis aus dem Vorjahresquartal.


Die Auswirkungen in Folge der erst ab März wirkenden Sanktionen gegenüber Russland waren im ersten Quartal noch nicht in allen Umschlagsegmenten von Deutschlands größtem Universalhafen erkennbar. „Nach einem sehr guten Start im Januar führte im Laufe des Monats Februar der Beginn des Krieges in der Ukraine zu einer Ausweitung der EU-Sanktionen im Handel mit Russland. Im Hamburger Hafen bemerkten wir daraufhin schnell einen Rückgang im Containerverkehr mit russischen Häfen. Das lag vor allem daran, dass viele Linienreedereien mit einem Anlaufstopp reagierten. Der Import von Kohle aus Russland sowie anderen Massengütern, wie z.B. Mineralölprodukten, lief ohne Beeinträchtigung“, sagt Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V. Er weist darauf hin, dass die Auswirkungen im ersten Quartal bereits beim Stückgutumschlag zu spüren waren, sich mittlerweile aber deutlicher in nahezu allen Umschlag- und Branchensegmenten zeigen.

Sehr gut entwickelte sich erneut der Güterverkehr auf der Schiene. Die Hamburger Hafenbahn konnte im ersten Quartal ein Transportvolumen von 12,0 Millionen Tonnen (+1,6 Prozent) abfertigen. Beim Containertransport wurde mit 0,7 Millionen TEU ein Plus von 1,4 Prozent erreicht. „Der Hamburger Hafen bestätigt erneut seine Leistungsfähigkeit als führender Eisenbahnhafen. Rekordwerte im Januar mit 60.000 TEU pro Woche und einer Zuganzahl von 231 Fahrten pro Tag unterstreichen das eindrucksvoll. Diese Rekorde sind vor dem Hintergrund der besonders hohen Spitzenauslastung auf den Containerterminals und der sturmbedingten Verkehrseinschränkungen im Bahnnetz beachtlich. Es freut uns, dass trotz dieser besonderen Herausforderungen sogar neue Containerzugverbindungen gestartet wurden. Schiffsverspätungen und aus dem Takt gekommene Transportketten wirkten sich aber auch im Seehafenhinterland-Verkehr auf den umweltfreundlichen Gütertransport per Eisenbahn aus“, erläutert Mattern. Der Modal-Split-Anteil der Eisenbahn liegt in Hamburg beim Containertransport inzwischen bei 51,5 Prozent. Der Anteil des Lkw beträgt 46,1 Prozent und der Anteil des Binnenschiffs 2,4 Prozent.

In den ersten drei Monaten des Jahres erreichte der Stückgutumschlag mit insgesamt 22,5 Millionen Tonnen ein Plus von 0,6 Prozent. Das wertschöpfungsreiche konventionelle Stückgut weist in diesem Segment mit 0,4 Millionen Tonnen ein kräftiges Plus von 47,7 Prozent auf. Der Massengutumschlag fiel mit 8,7 Millionen Tonnen (-10,6 Prozent) schwächer aus als im vergleichbaren Vorjahresquartal.

Innerhalb des Segments Massengut blieb der Umschlag von Greifergut mit insgesamt 4,9 Millionen Tonnen unter dem Vorjahresergebnis (-11,7 Prozent). Vor allem Rückgänge beim Düngemittel-Export und weniger Import von Kohle, Koks und Erz beeinflussten die Umschlagentwicklung in diesem Segment. Im Agribulk-Bereich wurden in den ersten drei Monaten des Jahres 1,6 Millionen Tonnen Sauggut umgeschlagen. Der Rückgang von insgesamt 5,2 Prozent ist auf weniger Umschlag von Ölfrüchten zurückzuführen. Ein Plus bei den Importen von Getreide und Futtermittel führte nicht zu einem Ausgleich. Im Segment Flüssigladung lag der Umschlag im ersten Quartal insgesamt bei 2,3 Millionen Tonnen (-11,7 Prozent). Weniger Importe sind der Hauptgrund für den Rückgang in diesem Segment.
Im Containerumschlag wurden in den ersten drei Monaten in Hamburg insgesamt 2,2 Millionen TEU umgeschlagen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist das ein Plus von 1,8 Prozent. „Der Einbruch im Containerverkehr mit russischen Häfen fiel im März mit 81 Prozent hoch aus. Im gleichen Zeitraum konnten wir stark zunehmende Containerverkehre mit polnischen Häfen sowie Häfen in den baltischen Staaten feststellen. Größere Mengen im Verkehr mit diesen Ländern trugen dazu bei, die Minderung im Russlandverkehr auszugleichen“, sagt Mattern.

Beim Containerumschlag der zehn wichtigsten Partnerländer des Hamburger Hafens blieben die Länder auf den Positionen von Platz eins bis drei unverändert. Beim seeseitigen Containerumschlag mit China wurden im ersten Quartal 0,7 Millionen TEU umgeschlagen. Das ist ein Plus von 6,2 Prozent. Damit festigt China die Position als Hamburgs mit Abstand wichtigster Handelspartner. „Mit der hohen Zahl von insgesamt 18 Liniendiensten, die Hamburg mit chinesischen Häfen verbinden, spüren wir auch in Hamburg durch verspätete Schiffsankünfte die besonderen Herausforderungen durch coronabedingte Abfertigungsengpässe in einzelnen chinesischen Häfen. Hamburgs Position als führender China-Hafen konnte dennoch weiter ausgebaut werden“, sagt Mattern.

Unter den weiteren Handelspartnern im Containerverkehr folgen im Ranking nach China die USA (-5,7 Prozent), Singapur (+9,1 Prozent), Polen (+45,2 Prozent), Schweden (+10,4 Prozent), Russland (-29,3 Prozent) und das Vereinigte Königreich (-2,9 Prozent). Es folgen in der Top 10-Übersicht des Hamburger Hafens auf Position acht Finnland (+37,9 Prozent), auf Position neun Brasilien (0,1 Prozent), auf dem zehnten Rang findet sich Dänemark (+6,6 Prozent).

Die Anzahl der Anläufe von Schiffen mit Containerladungen ist in den ersten Quartalen der vergangenen Jahre leicht gesunken. Schiffe der Größenklasse ab 18.000 TEU (Megamax) kamen gegenüber den Vorjahren einschließlich dem Vorkrisenjahr 2019 aber deutlich häufiger in den Hamburger Hafen. Einen ordentlichen Zuwachs gab es im ersten Quartal darüber hinaus bei Very-Large-Containerships (VLCS) zwischen 8.000 und 10.000 TEU.

Ende Januar 2022 wurde die finale Stufe der Fahrrinnenanpassung freigegeben. Sie hat noch einmal weitere Verbesserungen für große und deutliche Verbesserungen für mittelgroße Schiffe herbeigeführt. Die Vorteile der verbreiterten und vertieften Fahrrinne bestehen sowohl durch zusätzliche Beladungsmöglichkeiten als auch größere Flexibilität beim Zu- und Ablauf. Dies lässt eine deutlich bessere wirtschaftliche Nutzung des Hamburger Hafens zu.

Die Fahrrinnenanpassung wird von den Kunden des Hafens angenommen. Große Containerschiffe erreichen und verlassen den Hamburger Hafen bereits seit Mai 2021 mit einem größeren Tiefgang.

Bei der Einschätzung der weiteren Umschlagentwicklung für das Jahr 2022 bleibt die Marketingorganisation des Hamburger Hafens zurückhaltend. Ein Wachstum in Teilsegmenten und einzelnen Containerfahrtgebieten ist jedoch durchaus möglich. Das Gesamtergebnis wird aber deutlich durch den zu erwartenden Rückgang in den von Sanktionen betroffenen Umschlagsegmenten geprägt sein. Das Umschlagergebnis 2022 dürfte somit zum Jahresende deutlich unter der vor Beginn des Krieges in der Ukraine erwarteten Menge von 130 Millionen Tonnen und 9,0 Millionen TEU ausfallen.

Quelle: HHM, Foto: HHM/ Lindner




Außenweser wird digital

Bremerhaven und das Revier der Außenweser verfügen bislang über keine nautische Terminalkoordinierung oder vergleichbare smarte Lösungen. Dies erweist sich angesichts der Konkurrenz unter den europäischen Häfen als potentieller Wettbewerbsnachteil.

Vor diesem Hintergrund hat bremenports gemeinsam mit EUROGATE und dem Hamburg Vessel Coordination Center (HVCC) das Projekt „Digitale Außenweser“ gestartet. „Wir freuen uns, für dieses ambitionierte Projekt mit HVCC einen kompetenten Partner gewonnen zu haben, der über umfangreiche Erfahrungen mit der Koordination von Schiffsanläufen in einem anspruchsvollen nautischen Bereich unter Beteiligung vieler Partner verfügt“, so bremenports Geschäftsführer Robert Howe. „Zugleich ist die Zusammenarbeit mit HVCC ein Beispiel, wie sinnvolle Hafenkooperation gestaltet werden kann.“ HVCC ist ein Joint Venture der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) und der EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH (CTH).

Ziel des Projektes ist es, mit transparenter und fortlaufend aktualisierter Information die vorhandenen Terminalkapazitäten besser zu nutzen und Ressourcenplanung zu optimieren, Schiffsanläufe vorrausschauend zu planen und so auch Treibstoffverbräuche zu senken.

Schifffahrt und Häfen sind heute mehr denn je miteinander vernetzt und als wesentliche Bestandsteile internationaler Lieferketten gemeinsam zu betrachten. In einer dynamischen Marktumgebung gewinnen Themen der Lenkung und Steuerung von Schiffsverkehren immer mehr an Bedeutung. In den Revieren müssen alle Aspekte der Schifffahrt möglichst passgenau mit den vielfältigen Prozessen öffentlicher wie privater Akteure in den Häfen synchronisiert werden.

Darüber hinaus führt das allgemeine Schiffsgrößenwachstum im Containerverkehr häufig zu Schiffsanläufen mit Tiefgangs-Einschränkungen auf der Außenweser. Um enge Zeitfenster einhalten zu können, müssen Schiffe verschiedener Kunden bestmöglich zu koordiniert werden, um unwirtschaftliche Zeitverluste zu vermeiden.

Innerhalb des Projektes sollen die heutigen Verkehrsabläufe (Prozesse, Kommunikation und genutzte Systeme) im Revier Außenweser analysiert werden. Dabei müssen organisatorische, wirtschaftliche, technische, zeitliche und rechtliche Aspekte geprüft werden, um über ein geeignetes Betriebskonzept entscheiden zu können.

Howe: „Um das Projekt erfolgreich zu gestalten, setzen wir auf eine enge Kooperation mit allen für dieses Thema wichtigen privaten und öffentlichen Akteuren. Wir brauchen die Lotsen, die Reeder die Umschlagsbetriebe und viele weitere am Geschehen Beteiligte.“

Geplant ist, das Projekt „Digitale Außenweser“ bis zum Frühjahr 2023 abzuschließen und damit einen ersten Baustein für die Smart-Port-Orientierung der Bremischen Häfen zu setzen.

Quelle: bremenports GmbH & Co. KG, Foto: bremenports GmbH & Co. KG/ Scheer




Blaulicht-Event am Chempark Uerdingen

Die Werkfeuerwehr des Chempark Krefeld-Uerdingen hat am Samstag, 14. Mai, ihre Fahrzeuge in Hohenbudberg ausgestellt. Das Event hat zahlreiche Feuerwehrfans angelockt.

Man nehme: Einen großen Parkplatz, jede Menge Feuerwehr-Liebhaberinnen und -Liebhaber und eine Handvoll Feuerwehrfahrzeuge. Und schon hat man das perfekte Event für Blaulichtfans. Die Chempark Werkfeuerwehr hat ihre Fahrzeuge hinter dem Werkszaun hervorgeholt und sie für Interessierte „ins richtige Licht“ gestellt.

„Wir bekommen unter anderem über Social Media von Blaulichtspottern häufig Anfragen, ob sie die Fahrzeuge der Werkfeuerwehr fotografieren können. Das haben wir heute möglich gemacht“, erzählt Florian Just, Brandesinspektor bei der Werkfeuerwehr Krefeld-Uerdingen. „Wichtig war uns, dass wir das ganze leicht zugänglich gestalten. Der Parkplatz außerhalb des Chempark ist dafür super geeignet. Im Ernstfall wären die Feuerwehrkollegen schnell einsatzbereit und im Werk.“

Aber nicht nur die (Hobby-)Fotografen und Filmer kamen auf ihre Kosten. Auch zahlreiche Familien waren vor Ort. 20 Kollegen der Werkfeuerwehr standen Rede und Antwort zu ihren Fahrzeugen. Mutige konnten sich am Firetrainer mit dem Feuerlöscher ausprobieren und wem nicht warm genug war, der konnte sich einmal in die komplette Feuerwehr-Montur werfen. „Wir freuen uns sehr, dass wir nach über zwei Jahren Corona endlich mal wieder so etwas ähnliches wie einen Tag der offenen Tür machen können. Schön zu sehen, dass so viel Interesse an unserer Arbeit besteht“, sagt Marius Althaus, stellvertretender Leiter der Werkfeuerwehr Krefeld-Uerdingen. „Danke an alle Kolleginnen und Kollegen, die das heute möglich gemacht haben.“

„Ich habe mich sehr gefreut, als ich den Post vom Chempark auf Instagram gesehen habe. Ich wollte mir vor allem die außergewöhnliche Technik anschauen“, sagt Besucher Dominik Lorenz. „Dormagen und Leverkusen lasse ich mir nicht entgehen.“

Denn ähnliche Veranstaltungen sind auch an den anderen beiden Chempark-Standorten geplant.

Quelle und Foto: Chempark, Dominik Lorenz ist bei der freiwilligen Feuerwehr und interessiert sich sehr für die außergewöhnliche Technik der Werkfeuerwehrfahrzeuge.




Flächenmangel in Häfen ist eine Herausforderung

Lediglich 1,2 Millionen Quadratmeter der von 2017 bis 2021 in Deutschland neu gebauten 26 Millionen Quadratmeter Logistikfläche befinden sich innerhalb von Hafenflächen. Das sind rund 4,6 Prozent. Innerhalb eines Radius von einem Kilometer um die Häfen waren es immerhin bereits 2,1 Millionen Quadratmeter, und innerhalb eines Radius von zwei Kilometern 2,9 Millionen Quadratmeter. Auf dieses Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung des Logistikimmobilienberaters Logivest Gruppe. Logivest hat dafür Logistikneubauten in 178 Häfen in den deutschen Top Logistikregionen analysiert, bei denen es sich um Binnen- und Seehäfen sowie um trimodale Güterverkehrszentren handelt.

„Der geringe Neubau und der damit einhergehende Mangel an Logistikflächen in Deutschlands Häfen droht eine große Herausforderung für den Ausbau der trimodalen Logistik zu werden“, warnt Kuno Neumeier, CEO der Logivest Gruppe. Die trimodale Logistik, also die Verzahnung von Straße, Schiene und Schifffahrt, ist ein zentraler Baustein zum Erreichen einer nachhaltigen und den CO2-Ausstoß minimierenden Logistik. Denn auch wenn die Containerschifffahrt hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Klimawandel oft in der Kritik steht, so ist sie dennoch deutlich effizienter als der Transport auf der Straße. Laut Umweltbundesamt emittieren Containerschiffe (3.000-8.000 TEU) pro Tonnenkilometer (tkm) etwa 17 g CO2, ein Lkw (Last/Sattelzug 24-40 t, Durchschnittsgut) dagegen rund 68 g /tkm. Damit müssten Hafenflächen für Immobilieninvestoren, Projektentwickler und Logistiker eigentlich äußerst attraktiv sein, da sie aufgrund der Trimodalität entscheidend für das Erfüllen von ESG-Zielen sind. „Bis dato beschränkt sich die Diskussion über nachhaltige Logistikimmobilien jedoch vor allem auf den Betrieb und den Bau von Immobilien. Die Auswirkungen des Transportes bei Andienung und Verteilung der Waren auf ESG-Kriterien spielt bisher eigentlich keine Rolle – weder bei der staatlichen Regulatorik noch bei den verschiedenen Zertifizierungssystemen der Immobilienbranche“, so Neumeier.

Der Mangel an Logistikflächen in Häfen ist teilweise hausgemacht. Öfters werden aktuell nicht benötigte Flächen von den Hafenbetreibern veräußert, beispielsweise für neue Wohngebiete. „Damit schneiden sich die Häfen oft ins eigene Fleisch. Denn die Wohnbebauung bedroht nicht nur das gewerbliche Baurecht der noch im Hafengelände verbleibenden Flächenreservoirs. Die Hafenlogistik verträgt sich aufgrund von anderen Lärm- und Emissionsvorgaben auch nicht mit Wohnbebauung. Hier ist Ärger meist vorprogrammiert“, gibt Neumeier zu bedenken. Auch wenn vielerorts die Logistikneubauten in den Häfen begrenzt sind, bieten viele Hafengelände durchaus Potenziale für weitere moderne Logistikflächen. „Sehr viele Häfen in Deutschland verfügen über veraltete Immobilienbestände, die für moderne Logistiknutzungen praktisch nicht mehr in Frage kommen. Über eine Revitalisierung dieser Brachflächen könnte ein umfangreiches Neubaupotenzial realisiert werden. Ein solches Potenzial bietet zudem die Aufschüttung nicht oder nicht mehr benötigter Wasserflächen – ein sehr positives Beispiel dafür ist der Jade-Weser-Port“, erklärt Neumeier.

Logivest ist ein inhabergeführtes, deutschlandweit agierendes Beratungsunternehmen mit Fokus auf Logistikimmobilien und Logistikstandorte. Dienstleistungen in den Bereichen Vermietung, Transaktions- und Neubauberatung bilden dabei die Kernkompetenzen. Komplettiert wird das Leistungsspektrum durch die Unterstützung bei der Vermarktung von Logistikstandorten, der Optimierung oder Neugestaltung von Logistikprozessen, bei M&A-Entscheidungen sowie Standortanalysen. Dabei zeichnet sich das 2011 gegründete Unternehmen durch eine umfangreiche und branchenübergreifende Logistikimmobilien-, Standort- und Logistikprozesskompetenz aus. Mit insgesamt elf Standorten in Deutschland (München, Berlin, Bremen, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Magdeburg, Nürnberg und Stuttgart) bietet die Logivest Gruppe Kunden aus Logistik, Produktion und Handel eine individuelle und bundesweite Betreuung.

Quelle und Grafik: Logierest: Die Häfen und Deutschlands TopLogistikregionen