Schleusensperre bis 25. Mai an Mosel und Saar

Jahr für Jahr werden alle Schleusen an der Mosel und der Saar für bis zu 10 Tage in Absprache mit den Kollegen aus Frankreich und Luxemburg gesperrt.

Um Ausfallzeiten aufgrund von Schäden an den über 60 Jahre alten Bauwerken zu vermeiden werden an diesen zehn Tagen unter Hoch-druck die Schleusen gewartet und instandgesetzt. Viele unterschiedliche Gewerke müssen oft auf engem Raum miteinander arbeiten. Dies erfrodert auch in diesem Jahr ein besonderes Hygienekonzept hinsichtlich der COVID19-Pandemie.

Die diesjährige Schleusensperre findet bis zum 25. Mai statt.
Insgesamt sieben Schleusenkammern an Mosel und Saar werden komplett trockengelegt, gereinigt, geprüft und saniert. An den restlichen Kammern werden kleinere Arbeiten oberhalb der Wasserlinie ausgeführt.

Besonderheit in diesem Jahr ist der Tausch des rund 32 to schweren Obertores an der Schleuse Lehmen.

Quelle und Foto: WSA Mosel-Saar-Lahn




Arndt Wilms folgt bei Häfen NRW auf Ralf Fink

Die Arbeitsgemeinschaft Häfen NRW hat einen neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt: Arndt Wilms steht künftig dem Vorsitzenden Jan Sönke Eckel zur Seite.

Wilms ist Prokurist der Port Emmerich Infrastruktur- und Immobilien GmbH sowie Geschäftsführer der Erschließungsgesellschaft Emmerich am Rhein mbH und damit ausgewiesener Experte für die Entwicklung von Hafen- und Logistikflächen. Er löst den langjährigen stellvertretenden Vorsitzenden Ralf Fink ab, dem für sein langfristiges Engagement ausdrücklich gedankt wurde.

„Ich freue mich über den Gestaltungswillen von Arndt Wilms, mit dem wir die nordrhein-westfälischen Häfen künftig noch stärker als Aktivposten der Verkehrswende und dem damit verbundenen Anteil zur Klimawende sichtbar machen wollen“, kommentierte Jan Sönke Eckel die Wahl seines neuen Stellvertreters.

Die Arbeitsgemeinschaft Häfen NRW ist eine regionale Untergliederung des Bundesverbandes Öffentlicher Binnenhäfen e.V. (BÖB). Die derzeit 23 organisierten nordrhein-westfälischen Logistikunternehmen und Betreibergesellschaften stehen für einen jährlichen Schiffsgüterumschlag von rund 37 Millionen Tonnen. Die Arbeitsgemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, die vielfältigen Leistungen der Binnenhäfen transparent zu machen und sich im Interesse der Mitglieder in verkehrs- und wirtschaftspolitische Meinungsbildungsprozesse auf Landesebene einzubringen. Mehr Informationen finden Sie im Internet unter www.haefen-nrw.de

Quelle: Häfen NRW, Foto: Frai / Häfen NRW, on links nach rechts: Arndt Wilms, Jan Sönke Eckel und Ralf Fink.




Rotterdam richtet Luftraum über Hafen ein

Um die zunehmende Anzahl von Dronen-Flugbewegungen über dem Rotterdamer Hafengebiet in geregelte Bahnen zu lenken, führt der Hafenbetrieb ein Pilotprojekt für Verkehrsregeln und -management im „unteren Luftraum“ durch. Eine Premiere in den Niederlanden. Jetzt begann das Ausschreibungsverfahren für Parteien, die den Hafen bei diesem Vorhaben unterstützen können.

Der bemannte Flugverkehr wird von den erfahrenen Kräften der Flugverkehrsleitung der Niederlande abgewickelt, während die Abteilung Hafenmeister den Schiffsverkehr in Rotterdam und Umgebung begleitet. Für den professionellen Dronenverkehr im „Very Low Level Airspace“, beziehungsweise im unteren Luftraum, besteht bisher keine vergleichbare Kontrollinstanz. Die Tests des Hafenbetriebs Rotterdam sollen Aufschluss darüber verschaffen, wer am besten für diese Tätigkeit geeignet ist und welche effektiven Regeln für die Nutzung des Luftraums erforderlich sind.

Die Zahl der Dronenflüge nimmt stetig zu. Bisher werden sie für Inspektionen, zur Gefahrenabwehr und für die Verbrechensaufklärung eingesetzt, aber schon bald sollen auf diesem Wege auch Pakete zugestellt werden. Eine positive Entwicklung, die zu den Bestrebungen des Hafenbetriebs Rotterdam passt, ein sauberer und intelligenter Hafen zu sein. Dronen sind schnell, nicht umweltbelastend, wartungsarm, relativ kostengünstig und sicher. Im hybriden Hafen der Zukunft sollen außer Schiffen, Zügen und Lkw auch Dronen für den Transport von Frachtgütern und Passagieren eingesetzt werden. Die ersten Vertiports (Flughäfen für Maschinen, die vertikal landen und starten) in Rotterdam können möglicherweise schon im Jahr 2024 getestet werden. Für 2026 werden die ersten kommerziellen Flüge in fliegenden Taxis erwartet, die zunächst allerdings noch von einem Piloten gesteuert werden. Hersteller entwickeln zurzeit Dronen für die Beförderung von zwei bis sechs Fluggästen.

Zum Hafengebiet haben nur Dronenbetreiber Zugang, die über eine Genehmigung der niederländischen Aufsichtsbehörde für menschliche Umwelt und Verkehr („Inspectie Leefomgeving en Transport“) verfügen. In Zukunft soll es kein Ausnahmefall mehr sein, dass im Luftraum mehrere Dronenflüge gleichzeitig stattfinden. Da die Sicherheit im Rotterdamer Hafen höchste Priorität hat und Rettungsdienste (wie Rettungs- und Polizeihubschrauber) nicht bei ihrer Arbeit behindert werden dürfen, hat der Hafenbetrieb eine Ausschreibung für Unternehmen organisiert, die Systeme für die Kontrolle von unbemanntem Flugverkehr („Unmanned Traffic Management“) anbieten. Diese „UTM“ oder „U-Space“ überwachen, welche Dronen sich in der Luft befinden und ob die Flüge genehmigt wurden, um den Dronenverkehr in geregelte Bahnen zu lenken.

Außer den Unternehmen und Behörden, die sich mit dem Dronenflug befassen, sind auch die niederländischen Ministerien für Verteidigung und Infrastruktur („Ministerie van Defensie en Infrastructuur“) & Wasserwirtschaft („Waterstaat“) an dem Projekt „Rotterdam prototype U-Space Airspace“ beteiligt, ebenso wie die oben genannte Aufsichtsbehörde für menschliche Umwelt und Verkehr („Inspectie Leefomgeving en Transport“). Mithilfe des Prototyps will man sich einen fundierten Eindruck davon verschaffen, welche Tätigkeiten und wie viel Arbeit für die Dronen-Luftraumkontrolle eingeplant werden müssen, welche Kosten anfallen und wer die Arbeiten an besten ausführen kann. All das, um langfristig die Sicherheit im Luftraum garantieren zu können. Der Testdurchlauf beginnt Mitte 2022 und wird zwei Jahre lang dauern. Nach Abschluss können endgültigere Entscheidungen über die Einrichtung der Dronen-Luftraumkontrolle gefällt werden.

Der Hafenbetrieb Rotterdam hat ein Whitepaper über den Einsatz von Dronen und die mögliche Einrichtung eines U-Space im Rotterdamer Hafengebiet verfasst.

Quelle: Port of Rotterdam, Foto: Port of Rotterdam/ Luuk Barth




Hafen Wien goes green: 40 Mio. Euro für CO2-Neutralität bis 2040

An der Schnittstelle internationaler Handelswege nehmen der Hafen Wien, ein Unternehmen der Wien Holding, und seine Tochter WienCont eine wichtige Funktion im österreichischen Verkehrssystem ein und haben damit Vorbildwirkung für den gesamten Sektor – auch in Bezug auf den Klimaschutz. Um den Status und mögliche weitere Maßnahmen zur Treibhausgasreduktion zu identifizieren, hat der Hafen Wien die Österreichische Energieagentur mit der Erstellung einer Energie- und CO2-Bilanz für den Hafen Wien und die WienCont auf Basis der Daten 2019 beauftragt.

„Wien wird bis 2040 klimaneutral: Daher ist es wichtig, schon jetzt Maßnahmen zur Treibhausgasreduktion zu identifizieren und zu setzen, um das Ziel zu erreichen. Der Hafen Wien ist hier auf einem guten Weg, wie die aktuelle Studie der Österreichischen Energieagentur zeigt. Der Anteil der erneuerbaren Energien liegt im Hafen Wien bereits jetzt bei 25 Prozent. Und bis zum Jahr 2040 wollen wir weitere 40 Millionen Euro in alternative Energien und weitere CO2-reduzierende Maßnahmen am Standort investieren“, so Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke.

„An allen vier Standorten des Hafen Wien – Albern, Freudenau, Lobau und HQ7 – wurden bereits zahlreiche Projekte umgesetzt: So wird der Containerterminal der WienCont schon seit dem Jahr 2018 mit 100 Prozent grüner Energie aus Wasserkraft versorgt. Seit Anfang des Jahres befindet sich die dritte Solaranlage am Areal im Probebetrieb und eine vierte Solaranlage wird noch heuer projektiert. Die bis 2040 geplanten Investitionen umfassen unter anderem den weiteren Ausbau klimafreundlicher Energien, die CO2-sparende Umgestaltung des Fuhrparks aber auch die verstärkte Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene bzw. aufs Wasser“, so Kurt Gollowitzer, Geschäftsführer der Wien Holding.

Österreich ist in Europa Vorreiter bei der Nutzung erneuerbarer Energien und das Land bekennt sich zu einer aktiven Klimaschutz- und Energiepolitik. Hier fungiert der Hafen Wien als Best Practice Beispiel: „Als multimodales Logistikzentrum verbindet der Hafen Wien die CO2-sparenden Verkehrswege Schiene und Binnenwasserstraße. Bis zum Jahr 2040 wollen wir kontinuierlich die Klimabilanz für den Hafen Wien und die WienCont verbessern, durch Investition in den Ausbau unserer nachhaltigen Aktivitäten zur Stärkung von Green Logistics“, so die technische Geschäftsführerin des Hafen Wien, Doris Pulker-Rohrhofer.

„Auf dem Weg in die klimaneutrale Zukunft ist der Verkehr nach wie vor eine der größten Herausforderungen. Dieser Sektor ist immerhin für ganze 30 Prozent der Treibhausgas-Emissionen in Österreich verantwortlich“, sagt Franz Angerer, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur. „Doch gerade Unternehmen wie der Hafen Wien haben die Möglichkeit, einen großen Beitrag zu leisten, damit auch für unsere Kinder ein Leben in einer intakten Umwelt und die ökologische Vielfalt gesichert sind.“

Um einerseits die Klimaneutralität im Hafen Wien zu erreichen und andererseits auch zum klimaneutralen Wien beizutragen, wird der Hafen Wien bis 2040 insgesamt 40 Millionen Euro investieren.

Eines der wichtigsten Ziele dabei ist, noch mehr Güter vom Transport auf der Straße zur Beförderung auf die Schiene und auf das Wasser zu verlagern. Deshalb wird der Hafen Wien seinen Containerterminal nochmals ausbauen und dafür 20 Millionen Euro in die Hand nehmen.

Außerdem werden weitere Landflächen im Hafen Freudenau gewonnen, um zusätzliche Umschlageinrichtungen ansiedeln zu können. Diese Redimensionierung des Hafenbeckens ist deshalb möglich, da der Hafen Freudenau noch aus einer Zeit stammt, in der ein Hafenbecken viel größer dimensioniert werden musste, als das heute der Fall ist. Denn heute brauchen die Schiffe weniger Platz zum Wenden und können auch rascher be- und entladen werden. Für das Projekt Landgewinnung stehen zehn Millionen Euro zur Verfügung.

Sieben Millionen Euro werden in neue moderne und umweltfreundlichere Kräne und Umschlagsinfrastruktur investiert. Um weitere drei Millionen Euro werden die Heizanlagen auf dem Hafenareal modernisiert.

Der Gesamtenergieverbrauch von Hafen Wien und WienCont liegt bei 8.967 MWh pro Jahr (4.571 MWh/Jahr bei Hafen Wien sowie 4.396 MWh/Jahr bei WienCont). Beide Unternehmen konnten in Summe bereits 1.312 MWh fossile Energie im Jahr 2019 durch erneuerbare Energie ersetzen. Über alle Standorte zusammen liegt der Anteil der erneuerbaren Energien immerhin bereits bei 25 % (Hafen Wien: 20 %, WienCont: 30 %). Das entspricht im Vergleich zu einem jährlichen österreichischen pro-Kopf-Energieverbrauch von 38 MWh (BMK, 2020 und Statistik Austria, 2019) etwa dem Energieverbrauch von 236 Österreicher*innen.

Die Ergebnisse der Untersuchung der Österreichischen Energieagentur zeigen, dass beide Unternehmen, Hafen Wien und WienCont, durch ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Jahr 2019 in Summe Emissionen von 1.702 Tonnen CO2-Äquivalenten verursachten.

Beim Vergleich mit den jährlichen pro-Kopf-CO2-Emissionen in Österreich von rund 9,4 Tonnen CO2-Äquivalenten (Statista, 2020) entspricht dies etwa den CO2-Emissionen von 181 Österreicher*innen. Davon entfielen 48 Prozent (819 Tonnen) auf den Hafen Wien und 52 Prozent (883 Tonnen) auf die WienCont. In beiden Fällen sind die Emissionen überwiegend Fahrzeugen und Arbeitsmaschinen sowie der Wärmebereitstellung zuzurechnen – hier werden derzeit noch überwiegend fossile, CO2-intensive Energieträger eingesetzt.

Innerhalb der Studie wurde zudem der Vorteil der trimodalen Infrastrukturbereitstellung (Kombination aus Schiff-Straße-Schiene) im Zuge einer Nutzenkorbanalyse untersucht und hinsichtlich der eingesetzten Energie und klimarelevanten Emissionen bewertet. Hierbei zeigt sich, dass der Hafen Wien durch die Kombination der Verkehrsträger Straße, Schiene und Binnenwasserstraße gegenüber einem monomodalen Standort für die Transportleistung von 1.000 Tonnen-Kilometern (tkm) rund 42,7 Prozent der Energie bzw. 44 Prozent der Emission an CO2-Äquivalenten einspart.

Neben den in der Studie berücksichtigten und bis 2019 umgesetzten Maßnahmen zur Reduktion der CO2-Emissionen, hat der Hafen Wien aktiv an der Verbesserung seiner CO2-Bilanz gearbeitet. Nach einer umfassenden Analyse weiterer möglicher Maßnahmen wird der Hafen Wien und die WienCont diesen Weg weitergehen, um ihren Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz auch in Zukunft auszubauen.

Der Hafen Wien betreibt seit Anfang des Jahres bereits die dritte Solaranlage im Probebetrieb. Eine vierte Solaranlage wird heuer projektiert. Außerdem hat der Hafen Wien in den letzten Jahren einen Großteil der Außen- sowie Innenbeleuchtung in den Lagerhallen auf LED umgestellt, E-Schnellladestationen wurden am Gelände installiert, fünf E-Fahrzeuge wurden angeschafft, bei Fahrten am und außerhalb des Hafengeländes wird verstärkt auf E-Bikes gesetzt und es wurde bei sämtlichen Betriebsanlagen auf ÖKO-Strom umgestellt.

Zusätzlich werden heuer im Hafen Albern zwei Ölheizungen durch Luft-Wärme-Pumpen ersetzt, diese werden wiederum mit Solarstrom gespeist und somit hat der Hafen Wien die Distanz zur vollständigen CO2-Neutralität weiter reduziert. Zusätzlich konnte aufgrund des Wechsels in den energiekonformen Modus mittels LED beim Projekt Außenbeleuchtung im Jahr 2020 im Gewerbeareal HQ7 eine Energieersparnis von rund 87 Prozent erzielt werden.

Sowohl der Hafen Wien als auch die WienCont haben konsequente Maßnahmen gesetzt, um ihren Anteil an alternativen Energien zu erhöhen und damit ihre CO2-Bilanz zu verbessern. Der Strom am Hafen Wien wird bereits in diesem Jahr zu 100 Prozent als erneuerbare Energie am Standort eingesetzt. Dieser wird einerseits durch die eigenen Photovoltaikanlagen gewonnen, andererseits wird der Ökostrom auch zugekauft. Dieser zugekaufte Ökostrom wird konkret aus Wasserkraft, Biogas, fester und flüssiger Biomasse, Wind- und Sonnenenergie gewonnen. Außerdem wird das Terminal der WienCont seit einigen Jahren mit 100 Prozent Energie/Strom aus Wasserkraft versorgt.

Der Hafen Wien achtet nicht nur auf seine eigenen betrieblichen CO2-Emissionen, sondern auch auf das Potenzial, mit seinen Produkten und Dienstleistungen die Emissionen von Partner*innen und Kund*innen zu senken.

So hat der Hafen Wien im August 2021 eine Kooperation mit dem Trailer-Innovator HELROM gestartet. Bislang lassen sich mehr als 90 Prozent der Trailer (= LKW-Auflieger) in Europa aufgrund technischer Barrieren nicht von der Straße auf die Schiene bringen. Ziel der Zusammenarbeit mit HELROM ist, mehr Trailer auf der Schiene statt auf der Straße zu befördern. Inzwischen verkehren wöchentlich drei Rundläufe zwischen Düsseldorf und Wien. Mit Hilfe von im Waggon integrierter Schwenktechnologie können die Trailer direkt vom Waggon auf die bereitstehende LKW-Zugmaschine umgeschlagen werden.
Seit Aufnahme des Probebetriebs im August 2020 konnten rund 500 Züge in Wien Freudenau abgefertigt, 14.000 Sattelaufliegerfahrten von der Straße auf die Schiene verlagert und dadurch 8.000 Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden.

Einen weiteren Beitrag zur Nachhaltigkeit liefert zudem die Innovationsschmiede des Hafen Wien, der thinkport VIENNA, welcher güterlogistische Innovationen in Wien entwickelt, testet und umsetzt. Im Jahr 2020 hat der thinkport VIENNA gemeinsam mit der European Federation of Inland Ports (EFIP) die weltweit erste Open Innovation Challenge für Binnenhäfen ins Leben gerufen. Eine Challenge um einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten zu können, um nur eines der innovativen Beispiele zu nennen.

Der Hafen Wien ist als Tochter der Wien Holding ein Unternehmen der Stadt Wien. Mit den Häfen Freudenau, Albern und dem Ölhafen Lobau ist dieses Logistikzentrum mit drei Millionen Quadratmeter das größte Güterverkehrszentrum im Osten von Österreich. Der Hafen Wien ist durch seine Anbindung an die drei TEN-T Korridore ein sehr attraktiver Verkehrsknotenpunkt. Rund 2.000 Kilometer entfernt vom Schwarzen Meer und rund 1.500 Kilometer von der Nordsee fungiert der Hafen Wien mit seiner optimalen direkten Anbindung an die drei Verkehrsträger Binnenwasserstraße, Schiene und Straße, sowie mit der Nähe zum Flughafen Wien-Schwechat als leistungsstarke Schnittstelle internationaler Handels- und Transportwege.

Die WienCont – ein Tochterunternehmen des Hafen Wien steht für eine moderne und trimodale Umschlagstechnik. Neben der Stellung als optimale Drehscheibe für die Abwicklung von Ganzzugverkehren zu den wichtigsten Seehäfen, sowie kontinentalen Verkehrsknotenpunkten, die eine Anbindung an die bedeutendsten internationalen Logistikzentren gewährleistet, ist die WienCont auch im Containerhandel tätig und bietet Zusatzleistungen wie Containerreparatur an. Zusätzlich bietet die WienCont seit Anfang des Jahres 2019 mit ihrem Tochterunternehmen – Fehringer’s Technical Service Consulting GmbH – weitere Serviceleistungen wie die mobile Inspektion und Reparatur von Ladeeinheiten an.

Die Österreichische Energieagentur liefert Antworten für die klimaneutrale Zukunft: Ziel ist es, unser Leben und Wirtschaften so auszurichten, dass kein Einfluss mehr auf unser Klima gegeben ist. Neue Technologien, Effizienz sowie die Nutzung von natürlichen Ressourcen wie Sonne, Wasser, Wind und Wald stehen im Mittelpunkt der Lösungen. Dadurch wird für uns und unsere Kinder das Leben in einer intakten Umwelt gesichert und die ökologische Vielfalt erhalten, ohne dabei von Kohle, Öl, Erdgas oder Atomkraft abhängig zu sein. Das ist die missionzero der Österreichischen Energieagentur.

Mehr als 85 Mitarbeiter*innen aus vielfältigen Fachrichtungen beraten auf wissenschaftlicher Basis Politik, Wirtschaft, Verwaltung sowie internationale Organisationen. Sie unterstützen diese beim Umbau des Energiesystems sowie bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Bewältigung der Klimakrise. Die Österreichische Energieagentur setzt zudem im Auftrag des Bundes die Klimaschutzinitiative klimaaktiv um.
Der Bund, alle Bundesländer, bedeutende Unternehmen der Energiewirtschaft und der Transportbranche, Interessenverbände sowie wissenschaftliche Organisationen sind Mitglieder dieser Agentur.

Im Podcast Petajoule beantworten die Expert*innen der Österreichischen Energieagentur mit Gästen aus der Energiebranche die Fragen der Energiezukunft.

Quelle und Foto: Wien Holding




Masterplan für HGK Logistik-Areal im Norden

Urbane  Produktion,  integrierte  Logistikdienstleistungen,  Forschung  und Entwicklung – im Kölner Norden treibt die Häfen und Güterverkehr Köln AG ihre Planungen für ein hoch modernes kombiniertes Industrie- und Logistik-Areal voran. Dafür wurde ein Masterplan entwickelt, der das Thema Nachhaltigkeit sowie die Ziele der Kölner Stadtstrategie 2030+ in den Mittelpunkt stellt.

Im November 2020 hatte die HGK AG von der Stadt Köln eine 17 Hektar große Fläche in unmittelbarer Nachbarschaft des eigenen Terminals für den kombinierten Verkehr (KV-Terminal Nord) gekauft. Mit der Vergabe an die HGK, einem Unternehmen des Stadtwerke Köln Konzerns, setzte sich der Rat der Stadt Köln dafür ein, dass auf einer der letzten für industrielle Ansiedlungen ausgewiesenen Flächen nicht nur Umschlag, sondern auch Wertschöpfung und Arbeitsplätze entstehen. Mit Blick auf diese Zielsetzung hat die HGK einen Masterplan erarbeitet, der auch auf angrenzende, unbebaute Flächen erweitert werden könnte.

„Wir wollen auf dem Areal ein optimales Zusammenspiel von urbaner Produktion und Logistik ermöglichen. Digitale Instrumente, zukunftsweisende Mobilität und ein modernes Arbeitsumfeld spielen dabei eine herausragende Rolle. Dabei orientieren wir uns eng an den Leitthemen der Stadtstrategie 2030+“, erläutert Uwe Wedig, Vorsitzender des Vorstandes der HGK AG.

„Ausgehend von der unmittelbaren Anbindung an das KV-Terminal, können wir dank unserer Logistik-Kompetenz eine optimale Verzahnung von Produktion und spezifischen Dienstleistungen garantieren. In diesem Quartier sollen aber auch Teilflächen für Forschung und Entwicklung, Labore und Start-Ups angeboten werden, um eine möglichst hohe und nachhaltige Arbeitsplatzqualität zu schaffen“, gibt Uwe Wedig erste Einblicke in die Ansatzpunkte des Masterplans.

Zentrales Bindeglied der Entwicklung ist die ökologische Nachhaltigkeit: Durch den Einsatz dezentraler, regenerativer Energiequellen in Kombination mit Vorgaben für eine energieeffizi- ente Bauweise sollen von Beginn an die Grundlagen für einen klimaneutralen Betrieb des Areals bis 2035 geschaffen werden. Dazu gehört auch eine optimale Ressourcen- und Flächennutzung, etwa durch gemeinsam nutzbare Infrastrukturen und Serviceleistungen. Denkbar sind auch Kooperationen mit weiteren städtischen Gesellschaften. Unterstützung leistet das renommierten Kölner Ingenieurbüro Dr. Schönheit + Partner. Das international tätige Planungs- und Beratungsunternehmen ist spezialisiert auf die Entwicklung von Masterplänen und besonders effizienten und nachhaltigen Prozessen und Gebäuden für Produktion und Logistik.

Aktuell arbeitet die HGK intensiv an der Konkretisierung des Vorhabens mit dem Ziel, eine Projektgesellschaft zu gründen, die bis zum Ende des Jahres mit der Vermarktung des Geländes beginnen soll.

Quelle: HGK, Grafik: HGK/ Dr. Schönheit + Partner, die Grafik zeigt beispielhaft, wie eine zukünftige Bebauung aussehen könnte. Das Gelände liegt in unmittelbarer Nähe zum Bahn-Terminal Köln Nord für den kombinierten Verkehr.




HHLA startet erfolgreich in das Geschäftsjahr 2022

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) verzeichnete in den ersten drei Monaten des Jahres eine starke Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Die Umsatzerlöse im HHLA-Konzern stiegen um 10,7 Prozent auf 386,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 348,7 Mio. Euro). Während zur positiven Umsatzentwicklung alle Segmente des Konzerns beitrugen, wurde der Anstieg des Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) im Wesentlichen von einem weiteren Anstieg der Lagergelderlöse im Segment Container sowie einem weiter gestiegenen Bahnanteil am Gesamtaufkommen der HHLA-Intermodaltransporte getragen.

Das Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um 15,9 Prozent auf 53,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 46,3 Mio. Euro). Die EBIT-Marge belief sich damit auf 13,9 Prozent (im Vorjahr: 13,3 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern und nach Anteilen anderer Gesellschafter erhöhte sich um 7,0 Prozent auf 22,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 21,3 Mio. Euro).

Angela Titzrath, HHLA-Vorstandsvorsitzende: „Die bestehenden Unsicherheiten im gesamtwirtschaftlichen Umfeld in Folge der Corona-Pandemie haben sich durch die Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts weiter verstärkt. Seit Monaten beschäftigen uns massive Schiffsverspätungen in Folge gestörter Lieferketten, die zu Containerstaus im Hamburger Hafen geführt haben. Dennoch ist die HHLA ungeachtet der schwierigen, beunruhigenden Zeiten gut in das Geschäftsjahr 2022 gestartet. Durch Umsichtigkeit und Disziplin hält die HHLA die Stabilität des Betriebs aufrecht und erfüllt damit ihren Versorgungsauftrag für Unternehmen und Verbraucher. Die HHLA arbeitet mit Hochlast an Personal und Technik sowie betrieblichen Maßnahmen daran, die Anforderungen ihrer Kunden zuverlässig zu erfüllen. Ungeachtet der Herausforderungen werden wir die Chancen des digitalen Wandels und der klimaneutralen Transformation entschlossen und konsequent nutzen, um die Zukunftsfähigkeit der HHLA weiter zu stärken.“

Der börsennotierte Teilkonzern Hafenlogistik verzeichnete in den ersten drei Monaten einen starken Umsatzanstieg um 10,4 Prozent auf 377,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 342,0 Mio. Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,6 Prozent auf 49,2 Mio. Euro an (im Vorjahr: 43,3 Mio. Euro). Die EBIT-Marge erhöhte sich geringfügig um 0,3 Prozentpunkte auf 13,0 Prozent (im Vorjahr: 12,7 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern und nach Anteilen anderer Gesellschafter stieg um 3,5 Prozent auf 20,3 Mio. Euro nach 19,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis je Aktie beträgt damit 0,28 Euro (im Vorjahr: 0,27 Euro).

Im Segment Container erhöhte sich der Containerumschlag an den HHLA-Terminals um 3,7 Prozent auf 1.740 Tsd. Standardcontainer (TEU) (im Vorjahr: 1.677 Tsd. TEU). Die positive Entwicklung wurde im Wesentlichen von einem Anstieg im Fahrtgebiet Fernost – insbesondere China – getragen. Zusätzlich trug der Gewinn eines Zubringerdienstes (Feeder) für den Ostseeraum im dritten Quartal 2021 sowie zweier weiterer Dienste zum ersten Quartal 2022 dazu bei, dass die Zubringerverkehre ein starkes Mengenwachstum ausweisen konnten. Der Einbruch der russlandgebundenen Volumina im März 2022 infolge der verhängten EU-Sanktionen konnte dadurch mehr als ausgeglichen werden. Die Feederquote am wasserseitigen Umschlag lag im ersten Quartal 2022 mit 21,2 Prozent deutlich über dem Niveau des Vorjahres (im Vorjahr: 19,7 Prozent).

Die internationalen Containerterminals verzeichneten trotz eines starken Volumenanstiegs am TK Estonia sowie zusätzlicher Menge nach der Abfertigung des ersten Containerschiffs im vergangenen Dezember am PLT Italy insgesamt einen Rückgang im Umschlagvolumen von 15,3 Prozent auf 122 Tsd. TEU (im Vorjahr: 144 Tsd. TEU). Ursache hierfür war der starke Rückgang der Ladungsmengen am Terminal in Odessa, nachdem dort Ende Februar der Betrieb infolge des russischen Angriffskriegs auf behördliche Anweisung eingestellt wurde.

Die Umsatzerlöse im Segment erhöhten sich in den ersten drei Monaten 2022 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 9,2 Prozent auf 216,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 198,1 Mio. Euro). Der moderate Mengenzuwachs wurde von einem deutlichen Anstieg der Durchschnittserlöse übertroffen. Ursache hierfür ist neben den zusätzlichen Umsatzerlösen des RoRo- und Stückgutumschlags bei PLT Italy im Wesentlichen der starke Anstieg der Lagergelderlöse an den Containerterminals in Hamburg und Tallinn. Hier wirkten sich längere Verweildauern als Folge von Rückstaus in der Lieferkette steigernd auf die Lagerumsätze aus. Vor diesem Hintergrund erhöhte sich das Betriebsergebnis (EBIT) um 15,5 Prozent auf 37,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 32,7 Mio. Euro). Die negative Entwicklung des Container Terminals Odessa (CTO) und deren Einfluss auf das Ergebnis konnte von den übrigen Terminals überkompensiert werden. Die EBIT-Marge stieg um 0,9 Prozentpunkte auf 17,4 Prozent (im Vorjahr: 16,5 Prozent).

Im Segment Intermodal erhöhte sich der Containertransport insgesamt um 3,1 Prozent auf 431 Tsd. TEU (im Vorjahr: 418 Tsd. TEU). Die Bahntransporte konnten deutlich zulegen und stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 Prozent auf 361 Tsd. TEU (im Vorjahr: 336 Tsd. TEU). Dabei erzielten die Verkehre aus den norddeutschen Seehäfen ein starkes Wachstum, während die Transporte aus den adriatischen Seehäfen moderat zulegten. Die Straßentransporte verzeichneten im ersten Quartal 2022 einen starken Rückgang. Die Transportmenge ging in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld um 13,8 Prozent auf 71 Tsd. TEU zurück (im Vorjahr: 82 Tsd. TEU).

Die Umsatzerlöse lagen mit 138,7 Mio. Euro um 11,3 Prozent über dem Vorjahreswert (im Vorjahr: 124,7 Mio. Euro) und stiegen damit erheblich stärker als die Transportmenge. Hintergrund hierfür waren der weiter gestiegene Bahnanteil am Gesamtaufkommen der HHLA-Intermodaltransporte von 80,4 Prozent auf 83,6 Prozent sowie eine veränderte Struktur der Ladungsströme.

Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich im Mitteilungszeitraum auf 21,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 21,6 Mio. Euro). Die EBIT-Marge ging um 1,7 Prozentpunkte auf 15,6 Prozent (im Vorjahr: 17,3 Prozent) zurück. Ursächlich für die schwache EBIT-Entwicklung war vor allem der starke Anstieg der Energiepreise. Darüber hinaus belasteten operative Beeinträchtigungen durch Sturmschäden im Februar und die Störungen in den internationalen Transportketten das Ergebnis.

Auf dem Hamburger Markt für Büroflächen waren die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine im ersten Quartal 2022 zunächst nicht spürbar. So wiesen die HHLA-Immobilien in der historischen Speicherstadt und auf dem Fischmarktareal im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres weiter eine stabile Entwicklung bei annähernder Vollvermietung aus.

Die Umsatzerlöse stiegen im Berichtszeitraum stark um 17,4 Prozent auf 10,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 9,1 Mio. Euro). Neben wieder greifenden Umsatzmietvereinbarungen trugen hierzu auch steigende Mieterlöse aus neu entwickelten Objekten in der Speicherstadt bei.

Das kumulierte Betriebsergebnis (EBIT) stieg im Berichtszeitraum um 51,1 Prozent auf 4,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,9 Mio. Euro). Für diese positive Ergebnisentwicklung war neben den gestiegenen Umsatzerlösen auch ein geringeres Instandhaltungsvolumen ursächlich.

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2022 sind grundsätzlich keine neuen Ereignisse von wesentlicher Bedeutung eingetreten, die zu einer Anpassung der Ende März mit Veröffentlichung des Geschäftsbericht 2021 gegebenen Erwartung an den Geschäftsverlauf 2022 führen. Die im Geschäftsbericht 2021 beschriebenen Unsicherheiten und enthaltenen Angaben zur erwarteten Geschäftsentwicklung 2022 besitzen daher weiterhin Gültigkeit.

Quelle und Foto: HHLA




Ein stabiler Verkehrsweg

Das Verkehrsgeschehen auf der wichtigsten Binnenwasserstraße Rhein ist im Jahr 2021 stabil geblieben. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein moderater Zuwachs bei der Tonnage und bei der Anzahl der Schiffe zu verzeichnen:

Am Niederrhein – dem am stärksten frequentierten Rheinabschnitt – wurden 2021 mit 138,1 Mio. t wieder mehr Gütertonnen als im Vorjahr bewegt. 2020 waren es 123,4 Mio. t. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg von 11,9 Prozent. Auch die Anzahl der Güterschiffe ist 2021 auf 107.712 angestiegen (2020: 102.555), eine Steigerung von 5 Prozent. Die Containertransporte stiegen um 1,3 Prozent von rd. 1,86 auf rd. 1,89 Mio. TEU.

Am Oberrhein wurden 2021 mit 19,1 Mio. t um 13 Prozent mehr Gütertonnen als im Vorjahr (16,9 Mio. t) bewegt. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein An-stieg von 13 Prozent. Die Anzahl der Güterschiffe stieg um 11,8 Prozent von 21.121 auf 23.631 Einheiten. Die Containertransporte nahmen um 3,3 Prozent von rd. 251.000 auf rd. 259.300 TEU zu.

Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt: „Der Rhein hat sich auch im zweiten von Corona geprägten Jahr 2021 als überaus stabiler Verkehrsweg bewährt. Die Gütermengen zeigen eine steigende Tendenz und auch die Personenschifffahrt hat wieder Fahrt aufgenommen. Wenn es um ökologische Transporte geht, gewinnen die Wasserstraßen mehr denn je an Bedeutung. Dies gilt ganz besonders für den Rhein.“

An den Nebenflüssen des Rheins haben sich die Gütermengen unterschiedlich entwickelt.

An der Mosel (Schleuse Koblenz) lagen die Gütermengen 2021 bei 9,2 Mio. t, die Schiffsanzahl lag bei 8.459 Schiffen. Das bedeutet bei den Gütermengen einen Anstieg von 13,6 Prozent, bei den Schiffen einen Anstieg von 19,9 Prozent. 2020 waren es 8,1 Mio. Gütertonnen und 7.055 Schiffe.

Am Wesel-Datteln-Kanal (Schleuse Friedrichsfeld) ist die Anzahl der Schiffe im Vergleich zum Vorjahr um 10,9 Prozent angestiegen. 2021 waren es 20.065, 2020 waren es 18.085 Schiffe.

Am Main an der Schleuse Kostheim wurden 2021 12,1 Mio. Tonnen auf 15.213 Schiffen transportiert. 2020 waren es 13,5 Mio. Tonnen auf 16.333 Schiffen. Das bedeutet bei den Gütermengen im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 10,4 Prozent und bei der Anzahl der Schiffe einen Rückgang von 6,9 Prozent.

Am Neckar (Schleuse Feudenheim) wurden 2021 5,0 Mio. Tonnen auf 5.661 Schiffen transportiert, 2020 waren es 5,1 Mio. Tonnen auf 6.564 Schiffen. Das bedeutet bei den Gütermengen einen Rückgang von 2,0 Prozent und bei den Schiffen einen Rückgang von 13,8 Prozent.

Insgesamt kam es im Jahr 2021 in der Berufsschifffahrt auf dem Rhein zu 20,6 Prozent weniger Unfallereignissen als im Vorjahr. Insgesamt ereigneten sich z.B. 56 Festfahrungen/ Grundberührungen, 2020 waren es 84. Im Jahr 2021 kam es zu 43 Unfällen mit Schifffahrtszeichen und zu 20 Kollisionen von Schiffen mit anderen Schiffen. Größere Havarien gab es nicht.

Dr. Marcus Erdmann, Leiter der Abteilung Schifffahrt in der GDWS: „Der Rückgang der Unfallzahlen belegt den hohen Sicherheitsstandard am Rhein. Dies ist Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche wirtschaftliche Zusammen-arbeit in Deutschland und Europa.“

Um den Rhein für die Schiffsverkehre der Zukunft anzupassen, werden am Mittel- und Niederrhein zwei bedeutende Infrastrukturprojekte umgesetzt, die „Abladeoptimierung Mittelrhein“ und die „Abladeverbesserung und Sohlstabilisierung am Niederrhein zwischen Duisburg und Stürzelberg“.

Auf der Mittelrheinstrecke ist ein möglichst schonender Abtrag des Felsens vorgesehen. Dafür beginnen Ende Mai in den Rheinabschnitten am Lorchhausener Grund und am Geisenrücken erste technische Versuche an der felsigen Sohle. Die Arbeiten dienen dazu, die speziell für diesen Einsatz entwickelten Geräte vor Ort zu erproben und ggf. anzupassen. Die Arbeiten werden – u.a. im Hinblick auf Erschütterungen und Schall – durch Messkampagnen der Bundesanstalten für Gewässerkunde und Wasserbau begleitet. Während der Versuche steht im Bereich des Lorchhauser Grunds für die Berg- und die Talfahrt durchgängig eine Fahrrinnenhälfte zur Verfügung. Während der Arbeiten am Geisenrücken kann die Schifffahrt die gesamte Hauptfahrinne uneingeschränkt nutzen. Ende 2021 hat das WSA Rhein den Auftrag für diese Arbeiten erteilt. Für die technischen Versuche sind sechs bis acht Wochen vorgesehen.

Beim Projekt Abladeoptimierung Niederrhein wurden im Rahmen der Kampfmittelsondierung im Herbst 2021 im Bereich „Bockum-Krefeld“ etliche Verdachtspunkte gefunden. Derzeit werden diese untersucht. Sobald die Ergebnisse vorliegen, kann in diesem Abschnitt mit der dauerhaften Stabilisierung der Sohle begonnen werden. Die Maßnahme umfasst eine Sohlsicherung und einen Sohlaustausch. Ziel dieser Arbeiten ist es, die Fahrrinnentiefe dauerhaft und verlässlich zu gewährleisten und Abladebeschränkungen für die Schifffahrt zu vermeiden.
Ein Verkehrssicherungskonzept regelt die Belange der Schifffahrt während der Arbeiten. Die Schifffahrt kann den Baustellenbereich in breiten Spuren berg- und talwärts passieren.

Am Oberrhein wird im Bereich Mannheim die Liegestelle „Friesenheimer Insel“ am rechten Rheinufer bei Rhein-km 429 erweitert. Ab diesem Sommer kann die Liegestelle genutzt werden.

Heinz-Josef Joeris, Leiter der Abteilung Wasserstraßen in der GDWS: „Die Infrastrukturprojekte am Rhein stärken den Verkehrsträger Wasserstraße und unterstützen die Schifffahrt dabei, die ökologischen Vorteile der Binnenschiffe auszuschöpfen.“

Förderprogramme des Bundes zur nachhaltigen Modernisierung von Binnenschiffen und zur Minderung von Schadstoffausstoßen seit 2007 haben dazu beigetragen, dass die deutsche Binnenschifffahrt inzwischen um 10 Prozent weniger Kohlendioxyd und sogar um 43 Prozent weniger Stickstoff pro Jahr ausstößt.

Das bis 2020 mit zuletzt 6 Mio. EUR p.a. dotierte Förderprogramm wurde durch Neufassung der Förderrichtlinie des Bundesverkehrsministeriums – als Folge des „Masterplans Binnenschifffahrt“ – seit 2021 massiv aufgestockt. In den Jahren 2021 bis 2023 ist eine Förderung mit einem Gesamtvolumen von 95 Mio. EUR vorgesehen. Das Fördervolumen für 2021 (30 Mio. EUR) wurde auf entsprechende Förderanträge des Gewerbes u.a. zu Emissionsminderung und emissionsarmen Antriebssystemen bewilligt.

Quelle und Foto: Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt




TX Logistik testet 838-Meter-Zug in Schweden

Erfolgreicher Testlauf im Schienengüterverkehr: Die TX Logistik AB, schwedische Tochtergesellschaft der deutschen TX Logistik AG, hat in Schweden einen Zug mit einer Länge von 838 Metern gefahren. Das zur Mercitalia-Gruppe (Gruppo FS Italiane) gehörende Eisenbahnlogistikunternehmen setzte den voll beladenen Zug auf der rund 500 Kilometer langen Strecke zwischen Malmö und Frövi (Provinz Örebro) ein.

Transportiert wurden Lebensmittel der schwedischen Einzelhandelskette Coop. Als dritter Partner in den Testlauf eingebunden war die schwedische Verkehrsinfrastrukturbehörde Trafikverket.

Auf den meisten Strecken sind in Schweden bislang nur Züge mit einer Länge von maximal 630 Metern zugelassen. „Eine Verlängerung auf 838 Meter würde die Transportkapazitäten deutlich erhöhen und den Schienengüterverkehr für Verlader somit noch effizienter und attraktiver machen“, sagt Lars Winther Sørensen, Geschäftsführer von TX Logistik AB in Schweden. Das wiederum ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Selbst für Waren, die bislang fast ausschließlich auf der Straße transportiert wurden, ist nach Ansicht von Lars Winther Sørensen eine umfangreichere Nutzung der Schiene möglich.

Der Einsatz längerer Züge ist ein wichtiger Impuls für den einen klimaintelligenten Transport auf der Schiene. Speziell die Kombination aus hoher Ladekapazität pro Zug und hoher Geschwindigkeit sorgt dabei für ein hochproduktives Transportsystem. So beförderte der Testzug 48 Sattelauflieger und fuhr mit bis zu 120 Stundenkilometern. Damit war er schneller als Züge bei vergleichbaren 2 Testfahrten in anderen Ländern. Gezogen wurde er von einer vierachsigen Lokomotive, die üblicherweise im Schienengüterverkehr zum Einsatz kommt.

Coop transportiert in Schweden seit 2009 Lebensmittel und andere Güter mit der Bahn. Seit 2012 ist TX Logistik für die Einzelhandelskette zwischen Bro, 30 Kilometer nordwestlich von Stockholm, und Malmö unterwegs. Erst vor zwei Jahren wurde die Zahl der Umläufe von zehn auf 20 verdoppelt. „30 Prozent unserer Transporte werden heute mit der Bahn abgewickelt“, erläutert Peter Rosendahl, Transportleiter bei Coop Logistik. Die Einzelhandelskette würde den Anteil gerne weiter erhöhen. „Deshalb haben wir an diesem zukunftsweisenden Projekt teilgenommen und hoffen, dass wir unsere Züge in naher Zukunft verlängern können.“ Bei der Planung und Umsetzung der beiden Testfahrten am 8. und 9. Mai arbeiteten TX Logistik, Coop und Trafikverket eng zusammen. Weitere Tests in Schweden sind geplant.

Quelle: TX Logistik AG, Foto: TX Logistik AG/ Kasper Dudzik




4,6 Millionen Tonnen Wasserstoff in 2030

Der Rotterdamer Hafen kann, mit dem hier aktiven Firmencluster und in Zusammenarbeit mit exportierenden Ländern, 2030 Nordwesteuropa mit mindestens 4,6 Millionen Tonnen Wasserstoff versorgen. Das ist wesentlich mehr, als wovon man bisher ausgegangen ist.

Die Nutzung von 4,6 Millionen Tonnen Wasserstoff bedeutet eine CO2-Reduzierung von 46 Millionen Tonnen und steigert somit die Energieunabhängigkeit Europas. Diese Menge Wasserstoff versteht sich als eine vom Hafenbetrieb Rotterdam erstellte Gesamtsumme aus konkreten Projekten und realistischen Plänen, mit denen Unternehmen und exportierende Länder derzeit beschäftigt sind.

Im Namen von ca. 70 Unternehmen und exportierenden Ländern hat der Hafenbetrieb Rotterdam dieses Angebot dem EU-Kommissionsmitglied, Frans Timmermans, vorgelegt, um mit der Wasserstoffwirtschaft einen Schnellstart hinzulegen. Die Pläne und Projekte sind eine konkrete Ausgestaltung der verschärften europäischen Ambitionen: Im Rahmen von „RepowerEU“ ist mit Bezug auf „Fit for 55“ (von 5,6 Millionen Tonnen auf 20 Millionen Tonnen) eine Vervierfachung der Produktion und des Imports von Wasserstoff ins Blickfeld gerückt. Der Wasserstoff kann für die nachhaltige Gestaltung der Gesellschaft, besonders als Transportkraftstoff und in der Industrie eingesetzt werden.

„Die Nutzung nachhaltigen Wasserstoffs trägt substantiell zu den europäischen Zielen zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Steigerung der Unabhängigkeit Europas im Energiebereich bei. Mit der Produktion und dem Import von grünem Wasserstoff tragen wir zur Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft bei“, sagt Allard Castelein, Geschäftsführer des Hafenbetriebs Rotterdam.

Laut der 70 Parteien, die das Angebot unterschreiben, sind zwei Rahmenbedingungen ausschlaggebend, um die Wasserstoffwirtschaft schnell in Gang zu bringen. Die Erste Bedingung ist die Zertifizierung von Wasserstoff: Von außerhalb Europas importierter Wasserstoff muss hier als „grün“ anerkannt werden. Die zweite Bedingung ist das Schließen der finanziellen Lücke zwischen der Nutzung von grauer und der Nutzung von grüner Energie und Wasserstoff. Denn solange aus fossilen Rohstoffen erzeugte Energie billiger ist als nachhaltige, können die Produktion und die Nutzung von grünem Wasserstoff nicht die Fahrt aufnehmen, die nötig ist, um die europäischen Ziele zu erreichen.

Wasserstoff stellt eine Alternative zur Nutzung von Öl und Erdgas als Energieträger und Rohstoff dar. Viele Unternehmen sind mit Projekten beschäftigt, um in Nordwesteuropa mithilfe grünen Stroms Wasserstoff zu erzeugen oder dies dort zu tun, wo mehr Sonne, Wind und Platz zur Verfügung stehen. Auf der ganzen Welt bereiten Länder sich auf diese neue Energieversorgung vor. Beispielsweise in Lateinamerika oder in Australien erzeugter Wasserstoff kann effizient und in großem Umfang nach Rotterdam verschifft, hier verarbeitet und ins Hinterland transportiert werden.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam, EU-Kommissionsmitglied, Frans Timmermans und Allard Castelein, Geschäftsführer des Hafenbetriebs Rotterdam




2. Safety Week bei HGK erfolgreich absolviert

28 Veranstaltungen an verschiedenen Standorten mit rund 800 Teilnehmenden – über insgesamt zehn Tage stand bei den Unternehmen der HGK-Gruppe alles im Zeichen der Sicherheit. Bei der 2. Auflage der Safety Week wurden dafür beispielsweise Evakuierungen  geprobt,  Schulungen  abgehalten  oder  Rettungs-Simulationen durchgeführt. 

Außerdem  gab  es  Gesundheits-Seminare,  Ortsbegehungen, Fahrtrainings sowie auch eine Booster-Impfaktion.

„Mich freut es sehr, dass nach unserer ersten Aktionswoche im Vorjahr auch die zweite Auflage von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern so toll angenommen wurde. Das zeigt mir, dass unsere Sicherheits-Kultur wirklich gelebt wird“, erklärt HGK-CEO Uwe Wedig. Für ihn steht fest, dass es auch im nächsten Jahr wieder eine gruppenweite Themenwoche unter dem Motto „Safety takes us home“ geben wird.

Von Azubis bis zu Führungskräften beteiligten sich die Beschäftigten an dem Programm. So probten HGK Shipping und die HGK-Beteiligung RheinCargo gemeinsam in Neuss erfolgreich eine Menschenrettung – eine Person war von einem Schiff ins Hafenbecken gestürzt. Am Standort Ladenburg organisierte die örtliche Feuerwehr gemeinsam mit dem Neska-Personal die Rettung von Menschen aus einem verrauchten Gebäude. Bei der CTS im Niehler Hafen in Köln  wurde  das  Terminalgelände  sowie  das  Verwaltungsgebäude  aufgrund  einer vermeintlichen Gefahr evakuiert. Im Bahnhof des Godorfer Hafens kam es zu einem simulierten Notfall mit ausgetretenem Methanol und einer bewusstlosen Person.

„Die Rückmeldungen der Verantwortlichen zu den Übungen sind durchweg positiv, die meisten Abläufe funktionieren problemlos. Gab es Hinweise für Verbesserungsbedarf, so werden unsere Sicherheitsbeauftragten diese Punkte akribisch untersuchen und gegebenenfalls nachschärfen, dafür sind diese Übungen sehr wichtig“, bilanziert Uwe Wedig.

Quelle und Foto: HGK, eine erfolgreiche Übung in Neuss