Schienen-Shuttle Stuttgart-Rotterdam

Mitte letzten Monats hat DP World seine eigene Bahnverbindung von Stuttgart über Germersheim nach Rotterdam in Betrieb genommen. „Durch Synchro-Modalität erhalten unsere Kunden mehr Sicherheit.“

Arwin Stehouwer, Product Development Director bei DP World, ist von der neuen Bahnverbindung, die unter anderem auf Wunsch der Kunden eingerichtet wurde, begeistert. „Sie stellt eine sinnvolle Ergänzung zur Versorgung auf dem Wasserweg dar, die wir bereits in beide Richtungen für das Oberrheingebiet haben. Mit dieser wasserunabhängigen Option bieten wir unseren Kunden nicht nur eine Wahlmöglichkeit, sondern auch mehr Effizienz und Zuverlässigkeit. Unser Terminal in Stuttgart ist das einzige trimodale in dieser Region.“

Der Zug hat eine Kapazität von 100 TEU und legt die Route zweimal pro Woche zurück. Germersheim ist das größte Drehkreuz im Netzwerk von DP World, das nun drei Terminals in Deutschland, vier in der Schweiz, zwei in Belgien und drei in der Region Elsass in Frankreich umfasst. Die Shuttle-Ladung ist vielfältig, wobei es angesichts des Bestimmungsortes Stuttgart nicht verwunderlich ist, dass Automotive einen Teil davon ausmacht. Laut Stehouwer werden sicherlich weitere Bahnverbindungen, die DP World innerhalb Europas einrichten wird, folgen.

Am 23. Juni 2022 wird DP World in der Sendung Supply Chain Talks live aus Stuttgart mehr über sein Netzwerk von Schienen- und Binnenschiffsverbindungen zwischen Rotterdam und der Region Stuttgart erzählen. Teilnahme am Rundfunk

Quelle und Foto: Port of Rotterdam




Positive Erwartungen für 2022 bei Hamburgs Spediteuren

Der Verein Hamburger Spediteure e.V. hat seine Mitglieder zu seiner 138. Ordentlichen Mitgliederversammlung im Hotel Hafen Hamburg empfangen. Der Vorsitzer des Vorstands des Verein Hamburger Spediteure, Axel Plaß, berichtete über aktuelle Themen, die das Speditionsgewerbe bewegen. Er hob hervor, dass die Hälfte der Mitgliedsunternehmen Einstellungen für das laufende Jahr planen und 40 Prozent der Speditionen mit steigenden Umsätzen rechnen.

Das ergab die jährliche Umfrage unter den 320 Mitgliedern des VHSp. Mit einer Beteiligungsquote von 27 Prozent gilt dieser Konjunkturindikator als das Barometer für das Speditions- und Logistikgewerbe der Hansestadt.

Hinsichtlich der Reedereien ist die Stimmung bei den befragten Unternehmen weiterhin negativ. Die von der Maersk Tochter Hamburg Süd zum 1. Januar reduzierte beziehungsweise die Einstellung der Zusammenarbeit hat sich bei rund einem Drittel der befragten Unternehmen negativ ausgewirkt.

Eines der beherrschenden Themen zurzeit ist der Krieg in der Ukraine und die damit einhergehenden Rohstoffengpässe. Die Kraftstoffpreise sind sprunghaft gestiegen. Immerhin 58 Prozent der befragten Unternehmen konnten die Kostensteigerungen teilweise, 36 Prozent sogar ganz am Markt weitergeben. Lediglich 4 Prozent der Mitgliedsbetriebe ist dies nicht gelungen.

Um den anhaltenden Personalbedarf der Hamburger Spediteure decken zu können, spielt das Thema Ausbildung eine große Rolle. Die Bereitschaft ist weiterhin groß, Nachwuchs auszubilden. 82 Prozent der befragten Unternehmen bilden aus. Doch die Situation am Ausbildungsmarkt wird dem Fachkräftemangel nicht stark entgegenwirken können. Nur gut die Hälfte aller Mitgliedsfirmen konnte im vergangenen Jahr alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen.

Ausführliche Informationen zum Konjunkturindikator und ein Positionspapier des VHSp.

Quelle und Grafik: VHSp




Kombiverkehr erweitert Schwedenangebot

Ein neuer Direktzug ab Lübeck über die Feste Querung nach Halmstad in Kooperation mit Spedition Bode & zweiter wöchentlicher Rundlauf bereits ab Mitte des Jahres.

Mit der kürzlich erfolgten, ersten Zugankunft in Halmstad hat die Kombiverkehr KG das Angebot Deutschland – Schweden v.v. in ihrem europäischen Intermodal-Netzwerk ab Lübeck erweitert. Die neue Direktzugverbindung ergänzt das bestehende Leistungsangebot von und nach Trelleborg, Malmö, Hallsberg, Göteborg und Stockholm um ein weiteres Einzugsgebiet im südlichen Teil Schwedens. Start- und Zielpunkt ist das Logistikzentrum Port of Halland in Halmstad, in Lübeck fungiert das Lehmann Terminal in Dänischburg als Versand- und Empfangsterminal für Trailer, Wechselbehälter und Container. Ab dort sind Weiterleitungsverkehre möglich via MegaHub Hannover Lehrte bis nach Verona und weiter nach Süditalien sowie nach Duisburg, Ludwigshafen, München, Rotterdam und Lovosice in Tschechien.

Bereits nach weniger als zwölf Stunden erreichen die Züge, die durch DB Cargo Scandinavia traktioniert werden und auf direktem Weg über die Feste Querung verkehren, die Zieldestinationen. Zunächst bietet der Operateur die neue Relation einmal wöchentlich an. „Schon jetzt befinden wir uns in den Vorbereitungen für eine zweite wöchentliche Abfahrt, die wir ab Mitte des laufenden Jahres allen Kunden anbieten werden, da wir Schweden als wichtigen intermodalen Wachstumsmarkt ansehen. Alleine im letzten Jahr haben wir mehr als 50.000 Lkw-Sendungen auf unseren Zügen im kontinentalen Verkehr befördert. Hinzu kommen einige tausend Sendungen, die im gebrochenen Verkehr via den Ostseehäfen auf der Bahn transportiert wurden, bei denen die Spediteure die Fährleistung in Eigenregie einkauften. Zusammen mit unseren Kunden werden wir im skandinavisch-mediterranen Korridor weitere Straßentransporte auf die klimafreundliche Schiene holen“, sagt Alexander Ochs, Geschäftsführer der Kombiverkehr KG. Jeder Transport auf der Verbindung Lübeck – Halmstad v.v. mit 25 Tonnen Ladungsgewicht spart der Umwelt im Rundlauf 1,2 Tonnen CO2 ein und bedeutet im Vergleich zum durchgehenden Straßenverkehr eine Ersparnis von mehr als 70 Prozent.

Mitinitiator der neuen Zugverbindung ist die Spedition Bode GmbH & Co. KG mit Sitz in Reinfeld in Holstein, die bereits langjährig auf die Leistungen des Operateurs setzt.

Quelle und Foto: Kombiverkehr, (v.l.n.r.) Stev Etzrodt, Geschäftsführer von SBTL Schweden & Finnland bei der Spedition Bode, Marcel Stibany, Teamleiter Skandinavienverkehre bei der Spedition Bode, Ulrich Bedacht, Leiter Nordeuropaverkehr bei der Kombiverkehr KG und Alexander Ochs, Geschäftsführer der Kombiverkehr KG, verabschiedeten den ersten Zug im Terminal Lübeck CTL in Richtung Halmstad.




10 MWh-Batteriesystem für die emissionsfreie Frachtfähre „PR24″

Die größte Hybridfähre der Welt wird mit einem flüssigkeitsgekühlten Lithium-Ionen-Batteriesystem von Leclanché betrieben, das in den europäischen Werken von Leclanché hergestellt wird. Das im November 2021 angekündigte Null-Emissions-Fährenprojekt von Scandlines, bei dem die weltweit größte elektrisch betriebene Hybridfähre entstehen wird (für Bilder hier klicken), wird mit einem fortschrittlichen 10 MWh-Lithium-Ionen-Batterie-Energiespeichersystem (BESS) von Leclanché betrieben.

Leclanché SA (SIX: LECN) ist eines der weltweit führenden Unternehmen für Energiespeicherlösungen und ein wegweisender Anbieter von Lithium-Ionen-Batteriesystemen für elektrische und hybride Seeschiffe. Leclanché gehört zu einer Reihe renommierter Unternehmen, die ausgewählt wurden, um wichtige Komponenten, Systeme und Fachwissen für das Schiff PR24 (Puttgarten Rødby 2024) zu liefern, darunter die norwegischen Unternehmen Kongsberg Maritime und Norwegian Electric Systems (NES). Die Fähre wurde von LMG Marin AS, Norwegen, entworfen und wird auf der Cemre-Werft in der Türkei gebaut.

Die „RoPax“-Frachtfähre (Roll-on-Roll-off) wird voraussichtlich 2024 in Betrieb genommen. Sie wird den Fährhafen Puttgarden auf der deutschen Insel Fehmarn mit dem Fährhafen Rødby auf der Insel Lolland in Dänemark verbinden – eine Entfernung von 18,5 km.

Die Batterietechnologie, die für das Scandlines-PR24-Projekt ausgewählt wurde, gehört zu den fortschrittlichsten und sichersten, die in maritimen Batteriesystemen eingesetzt werden. Leclanché ist einer der wenigen Anbieter von Batteriesystemen, der seine eigenen Lithium-Ionen-Batteriezellen nach anspruchsvollen Standards in seiner deutschen Produktionsstätte herstellt. Darüber hinaus fertigt Leclanché Module auf seiner hochmodernen automatisierten Montagelinie in Yverdon, Schweiz. Das Marine Rack System (MRS) von Leclanché hilft Schiffseignern und -betreibern, die internationalen Vorschriften für SOx- und NOx-Emissionen zu erfüllen oder sogar zu übertreffen.

Das MRS BESS ist modular und skalierbar und erfüllt mit seinem integrierten Kühlsystem und aktiven Sicherheitssystem die höchsten Sicherheitsstandards. Die flüssigkeitsgekühlten Batteriesysteme von Leclanché bieten zahlreiche Vorteile gegenüber luftgekühlten Batterien, wie z.B. verbesserte Sicherheit, schnellere Aufladung, längere Lebensdauer, geringerer Platzbedarf und geringerer Energieverbrauch.

„Unser Team war sehr beeindruckt von der Technologie und der praktischen Erfahrung von Leclanché in der maritimen Industrie”, sagt Christian Thiemer, Technical Superintendent, Scandlines. “Einige der kritischen Faktoren, die unsere Auswahl beeinflusst haben, waren die flüssigkeitsgekühlte Batteriearchitektur von Leclanché und die Energiedichte der Zellen. Gemeinsam mit unserem PR24-Team aus erfahrenen Dienstleistern sind wir zuversichtlich, dass unsere Frachtfähre den Standard für leistungsstarke, nachhaltige und sichere Schiffstechnologie setzen wird.“

Leclanché wird ein hochmodernes G\NMC-Batteriesystem mit einer Kapazität von 10.028 kWh und einer maximalen Spannung von 864 Volt liefern, garantiert für 10 Jahre. Das BESS verwendet eine hochredundante Architektur mit 48 Batteriesträngen, die auf 8 Schaltschränke verteilt sind. Die Auslieferung wird im Januar 2023 beginnen.

Anil Srivastava, CEO von Leclanché: „Wir sind sehr erfreut über die Auswahl von Scandlines und NES als Lieferant des kritischen Batteriesystems für das prestigeträchtige Hybrid-Frachtfährenprojekt Puttgarden Rødby 2024.

Unser Team hat Großbatteriesysteme für so unterschiedliche Kunden wie Grimaldi Lines, Damen und Wasaline geliefert – und für wegweisende Projekte wie die von der dänischen Gemeinde Ærø und der Europäischen Union finanzierte E-Fähre Ellen sowie die kürzlich vom Stapel gelaufene Yara Birkeland, das erste autonome und vollelektrische Containerschiff der Welt. Wir freuen uns auf eine langfristige Partnerschaft mit Scandlines, um unsere gemeinsame Vision der Förderung von Elektro- und Hybridschiffen, die mit grünem Strom betrieben werden, zur Unterstützung einer nachhaltigen Zukunft zu verwirklichen.“

Die emissionsfreie Frachtfähre von Scandlines wird 147,4 Meter lang, 25,4 Meter breit und 5,3 Meter tief sein. Die Frachtkapazität der Doppelendfähre wird 66 Frachteinheiten betragen und maximal 140 Passagiere bei einer Geschwindigkeit von 10 Knoten befördern. Als Hybridfähre wird die Überfahrtszeit zwischen den beiden Häfen 45 Minuten betragen. Im rein elektrischen Betrieb beträgt die Überfahrtszeit 70 Minuten und die Fähre ist emissionsfrei.

Quelle: Scandlines, Grafik: Scandlines/LMG Marin




Digitalisierungspotenziale im trimodalen Schüttguttransport

In einem Pilotprojekt testet die Rhenus Gruppe mit ihrem Partner Schüttflix, welches Potenzial die Digitalisierung für die Beförderung von Schüttgütern und Bodenaushub für multimodale Prozessketten bietet. Gemeinsam sammeln die Partner umfangreiche Daten, um die Kombination aus Straße, Binnenwasserstraße und Schiene exakt digital abbilden zu können. Ziel ist es, Stoffströme effizienter und punktgenauer über größere Distanzen zu steuern.

Im Testbetrieb seit 2021 haben bislang 25 Schiffe und drei Ganzzüge insgesamt mehr als 40.000 Tonnen Bodenaushub vom baden-württembergischen Großbauprojekt „Fildertunnel“ vom Neckar-Hafen in Plochingen nach Düsseldorf transportiert. Diesen Zwischenerfolg feierten die Projektbeteiligten bei einem Termin am Dienstag im Düsseldorfer Hafen mit dem nordrhein-westfälischen Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart. Die Verlagerung des Verkehrs auf das Binnenschiff ersetzt auf einem Großteil der Strecke über 1.600 Lkw-Fahrten und spart gegenüber diesen mehr als 1.400 Tonnen CO2 ein. Die Schüttgutflotte von Schüttflix kommt auf den kürzeren Transportstrecken zwischen Baustelle und Beladehafen beziehungsweise vom Entladehafen zur Weiterverwendung zum Einsatz.

Während des Besuchs hob der Minister das Potenzial trimodaler Verkehre für sein Bundesland hervor: „Die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene und das Schiff spielt in Nordrhein-Westfalen aus wirtschafts-, verkehrs- und klimapolitischer Sicht eine zentrale Rolle. Als Landesregierung investieren wir deshalb gezielt in die trimodale Infrastruktur. Wir erweitern das Schienennetz, bauen Wasserstraßen aus und modernisieren Häfen, etwa durch die Förderung von „Smart Shipping“. So schafft Nordrhein-Westfalen ideale Voraussetzungen, um auch in Zukunft seine Potenziale als führender Industrie- und Logistikstandort in Europa voll auszuschöpfen.“

Die Rhenus Gruppe greift auf jahrzehntelange Erfahrung bei der Organisation multimodaler Transportketten im Massengutbereich zurück, erklärt Christian Theis, Geschäftsführer Rhenus Ports: „Der multimodale Transport ist die perfekte Antwort auf alle Fragen, die sich für die Zukunft der Schüttgutlogistik stellen. Zu den Herausforderungen bei Umschlag, Lagerung und Transport der in dem Projekt zu befördernden Abfälle gehören neben der Koordination der einzelnen Partner entlang der Transportkette insbesondere auch die Verfügbarkeit von geeigneten Umschlagsanlagen mit entsprechenden Abfallgenehmigungen. Im Pilotprojekt wurden diese komplexen Anforderungen gelöst und nachgewiesen, welche enormen Potenziale in der Digitalisierung schlummern.“

Auch die Projektpartner sehen mit Blick auf die Zukunft noch viele Möglichkeiten. Schüttflix Gründer und CEO Christian Hülsewig ergänzt: „Die Vernetzung der unterschiedlichen Verkehrsträger Lkw, Schiff und Güterzug ist komplex. Vor allem an den logistischen Knotenpunkten fallen viele Daten an. Indem wir diese digitalisieren und standardisieren, indem wir Prozesse schnell analysieren, machen wir Abläufe deutlich effizienter und flexibler. Plattformlösungen wie Schüttflix können so einen Beitrag dazu leisten, die Akteure entlang der gesamten Transportkette enger miteinander zu verzahnen. So wird der trimodale Verkehr schneller, sicherer und nachhaltiger.“

Quelle und Foto: Schüttflix GmbH, die Projektpartner mit dem nordrhein-westfälischen Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart beim gemeinsamen Termin im Düsseldorfer Hafen. / The project partners with the North Rhine-Westphalian Minister of Economic Affairs, Prof. Dr. Andreas Pinkwart, at the joint meeting in the port of Düsseldorf. // Von links nach rechts / From left to right: Jan Eckel, RheinCargo GmbH & Co. KG, Dirk Frorath, B + R Baustoff-Handel und Recycling Düsseldorf-Neuss GmbH, Christian Hülsewig, Schüttflix GmbH, Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Christian Theis, Rhenus Ports 




Langfristige Partnerschaft mit ArcelorMittal bekräftigt

Nach zehn Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit blicken Buss Port Services und ArcelorMittal gemeinsam Richtung Zukunft. Anfang April unterzeichneten beide Unternehmen einen Folgeauftrag für die kommenden fünf Jahre. Damit wird die seit 2012 bestehende Partnerschaft fortgesetzt. Am Unternehmensstandort von ArcelorMittal im Hamburger Hafen übernimmt Buss Port Services die Werkslogistik für den weltweit zweitgrößten Rohstahlproduzenten. Dessen jährliche Produktion liegt bei 78,5 Millionen Tonnen Rohstahl (Stand 2018).

„Wir freuen uns über die langfristige Weiterführung der Partnerschaft mit ArcelorMittal“, sagt Buss Ports-Geschäftsführer Daniel Richter über die Verlängerung der Zusammenarbeit. „Durch die engagierte und erfolgreiche Arbeit unserer Mitarbeiter in den vergangenen Jahren ist es uns gelungen, diesen Folgeauftrag zu sichern“, so Richter.

Der Auftrag umfasst die logistische Abfertigung der produzierten Stahlerzeugnisse, wie bspw. Drahtcoils und Stahlknüppel. Darüber hinaus übernimmt Buss Port Services auch die Be- und Entladung von Seeschiffen sowie die Verladung im Eisenbahnverkehr. Im Rahmen dieser Tätigkeiten kommen eigens dafür konzipierte Gerätschaften zum Einsatz. Dabei handelt es sich unter anderem um spezielle Rolltrailer und Schwergutstapler mit Sonderaufbau. „Obwohl die Buss Unternehmensgruppe mittlerweile in verschiedenen Geschäftsfeldern weltweit erfolgreich tätig ist, bleibt es für uns etwas Besonderes, den seit mehr als 100 Jahren bestehenden Traditionsbereich der Stauerei am Hamburger Hafen fortzuführen“, unterstreicht Daniel Richter.

Quelle und Foto: Buss Port




BDB im Gespräch mit Verkehrsminister Wissing

Am 28. April trafen sich Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing und Vertreter des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB) für einen ersten Austausch zur aktuellen Lage der Güter- und Fahrgastschifffahrt in Berlin.

Die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine auf die Binnenschifffahrt bildeten den traurigen aktuellen Anlass für dieses Gespräch. Gerade im Donauraum sind derzeit Störungen in der Lieferkette und ein Mangel an Schiffsbesatzungspersonal zu verzeichnen, erklärten BDB-Präsident Martin Staats (MSG) und BDB-Geschäftsführer Jens Schwanen dem Minister. Drastisch gestiegene Treibstoffkosten sind in der Binnenschifffahrt, ebenso wie im gesamten Güterverkehrsgewerbe, zu verzeichnen. Die Gewerbevertreter erklärten gleichwohl ihre Bereitschaft, bei notwendig werdenden Mineralöltransporten im Zusammenhang mit einem möglichen Embargo russischen Erdöls im Rahmen der bestehenden Kapazitäten Unterstützung zu leisten. Auch für zusätzliche Getreidetransporte über die Donau wird die Transportleistung der Güterschifffahrt aktuell angefragt. Der Bundesverkehrsminister sagte seine Unterstützung zu, drohende finanzielle Mehrbelastungen, etwa durch die derzeit in Brüssel diskutierte Besteuerung des Treibstoffs in der Binnenschifffahrt, vom Gewerbe fernzuhalten.

Im Hinblick auf die derzeit laufenden Beratungen für den Bundeshaushalt bestand Einigkeit, dass die mittelfristige Finanzplanung für den weiteren Erhalt und Ausbau der Flüsse und Kanäle in Deutschland nicht zufriedenstellend ist. Hier muss nachgesteuert werden: Die Binnenschifffahrt ist – entsprechend der Zielvereinbarung im „Masterplan Binnenschifffahrt“ des Bundesverkehrsministeriums – auf gut ausgebaute Flüsse und Kanäle und eine verlässlich funktionierende Wasserstraßeninfrastruktur angewiesen, um der verladenden Wirtschaft und Industrie attraktive Angebote für einen umweltschonenden Gütertransport auf dem Wasser anbieten zu können. Vieles sei bereits auf den richtigen Weg gebracht, etwa im Bereich des Personalaufwuchses in der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung, erklärte der Minister. Er stimmte den BDB-Vertretern zu, dass das in der Privatwirtschaft vorhandene ingenieurwissenschaftliche Know-how und die damit verbundenen Potenziale für den Wasserstraßenausbau mit in die Betrachtung einbezogen werden sollten.

Mit einem von der Branche sehr gut angenommenen Flottenmodernisierungsprogramm unterstützt der Bundesverkehrsminister die Anstrengungen des Gewerbes für die Umrüstung auf eine an den Nachhaltigkeitszielen orientierte Binnenschifffahrt. Die BDB-Vertreter dankten dem Minister und seiner Fachabteilung für die ergriffenen Fördermaßnahmen. Sie legten Minister Wissing anhand konkreter Beispiele die Herausforderungen bei der Umrüstung der Schiffe auf neue Antriebe dar und richteten den Appell an den Minister, die Förderung in diesem Bereich fortzuführen und aufzustocken. Eine möglichst klimaneutrale Binnenschifffahrt, etwa durch den Einsatz von Brennstoffzellen, beschrieb Minister Wissing als das Ziel seines Hauses. Hieran schloss sich der Gedankenaustausch über den Bedarf und die Fördermöglichkeiten für den Bau kleinerer und niedrigwasseroptimierter Binnenschiffe an.

Der BDB hat die Fortsetzung des konstruktiven Gedankenaustauschs mit dem Minister und den Fachabteilungen seines Hauses verabredet. Bundesverkehrsminister Volker Wissing wird auch der Gastredner auf dem Parlamentarischen Abend sein, den der BDB am 23. Juni 2022 gemeinsam mit dem Binnenhafenverband BÖB in der Botschaft des Königreichs Belgien in Berlin ausrichten wird. Thema der Veranstaltung wird die Binnenschifffahrts- und Binnenhafenpolitik der Bundesregierung sein.

Quelle und Foto: BDB, BDB-Präsident Martin Staats (MSG, re.) und BDB-Geschäftsführer Jens Schwanen (li.) mit Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing. Das Miniaturmodell eines Trockengüterschiffes nahm der Minister als Gastgeschenk gerne entgegen.




Hamburger Hafen mit Partnern auf der Breakbulk Europe

Nach zweijähriger Zwangspause ist die Vorfreude auf die Breakbulk Europe in Rotterdam groß. Vom 17. bis 19. Mai 2022 wird es daher auch wieder einen Gemeinschaftstand (Halle 1, Stand B11-C11) unter der Leitung von Hafen Hamburg Marketing (HHM) geben. Auf den rund 70 Quadratmeter präsentieren neun Unternehmen ihre Leistungen.

Als Universalhafen hat Hamburg eine lange Tradition. Mit seinen modernen Multi-Purpose-Terminals fertigte er im vergangenen Jahr rund 1,24 Millionen Tonnen an konventionellem Stückgut ab. Darunter waren viele große und schwere Maschinen- und Anlagenteile, Metalle, Fabrikanlagen und andere industrielle Bauteile. Gemeinsam mit den Partnerhäfen in der Metropolregion bietet der Hamburger Hafen ein breites Spektrum an Breakbulk-Dienstleistungen. „Die Breakbulk Europe ist für uns und unsere Mitglieder ein wichtiger Branchentreff, bei dem das Networking sehr wichtig ist“, sagt Axel Mattern, Vorstand bei HHM.

Mit der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), Saco Shipping und TCO Transcargo sind drei Hamburger Unternehmen mit auf dem Stand, die ihre Dienstleistungen auf der Breakbulk präsentieren. Aus der Hamburger Metropolregion sind die Häfen Brunsbüttel, Kiel, Lübeck und Rendsburg mit dabei. Mit der SCA Logistics GmbH und der Schramm Ports & Logistics Sweden AB kommen zwei international aufgestellte Partner hinzu.

Quelle und Foto: HHM, die letzte Breakbulk fand im jahr 2019 statt. Nach dieser zweijährigen Zwangspause ist die Vorfreude auf die Breakbulk Europe in Rotterdam groß.




ZES: 50 Mio. Euro für Binnenschifffahrtssektor

Zero Emission Services (ZES) – von der Hafenbehörde im Jahr 2020 mitbegründet, um unter anderem die elektrische Schifffahrt zu fördern – hat eine Investition von 50 Millionen Euro aus dem Nationalen Wachstumsfonds für die beschleunigte Umsetzung ihrer innovativen Systemlösung für die Binnenschifffahrt erhalten.

Die Investition wird für die Entwicklung von 75 Batteriecontainern für den maritimen Einsatz (ZESpacks), 14 Andockstationen, an denen die ZESpacks geladen werden, und 45 elektrifizierten Binnenschiffen verwendet.

Bart Hoevenaars, CEO von ZES, erklärt: ‚Dies ist nicht nur eine gute Nachricht für den Binnenschifffahrtssektor und für ZES, sondern führt vor allem zu einem besseren Lebensumfeld. Jetzt wird wirklich eine saubere Schifffahrt möglich, ohne CO2-, Stickstoff- und Feinstaubemissionen. Außerdem ist sie geräuschlos. Der Nationale Wachstumsfonds unterstützt Schiffseigentümer bei der Investition in einen elektrischen Antrieb. Zero Emission Services kann nun in den teuersten Teil, die Batteriecontainer, investieren, so dass die Schiffseigner nur für die Nutzung bezahlen. Die Unterstützung wird auch die Errichtung von öffentlich zugänglichen Ladestationen entlang einiger wichtiger Wasserstraßen für die Binnenschifffahrt in den Niederlanden ermöglichen. Durch die Möglichkeit, in diese drei Dinge gleichzeitig zu investieren, wird das bekannte Henne-oder-Ei-Problem für den umweltfreundlichen Verkehr gelöst. Wir danken dem Ministerium für Infrastruktur & Wasserwirtschaft für die Zusammenarbeit im vergangenen Jahr, als wir diesen sorgfältigen Prozess gemeinsam durchlaufen haben. Gemeinsam mit ihnen sind wir überzeugt, dass der Nationale Wachstumsfonds mit dieser Unterstützung die Wettbewerbsposition dieses für die Niederlande wichtigen Verkehrssektors stärken wird.‘

Wenn nicht gleichzeitig in elektrisch angetriebene Schiffe, Batteriecontainer und Ladeinfrastruktur investiert wird, wird der Durchbruch zur Emissionsfreiheit ausbleiben. ZESpacks können nur auf Schiffen mit elektrischem Antrieb eingesetzt werden, und ohne Ladeinfrastruktur können sie nicht aufgeladen werden. Die Zusammenarbeit und Koordinierung zwischen den beteiligten Parteien ist daher von entscheidender Bedeutung. Die Investition von 50 Millionen ermöglicht es, gleichzeitig in die Ladeinfrastruktur, die Energieträger und die Schiffe mit Elektroantrieb zu investieren.

Quelle: Port of Rotterdam, Foto: Port of Rotterdam/ Ries van Wendel de Joode, Alphenaar lädt Wechselbehälter-Akku 




Öko-Strom reduziert CO2-Emissionen bei Metrans

Die begonnene Umstellung auf Öko-Strom hat bei der HHLA-Bahntochter Metrans, einer der führenden privaten Intermodal-Gesellschaften Europas, zu einer deutlichen Reduzierung der CO2-Emissionen geführt. In Deutschland und Österreich wurden im vergangenen Jahr bereits alle Bahntransporte auf nachhaltig erzeugten Strom umgestellt. Obwohl die transportierten Mengen stiegen, haben die maritimen Verkehre im Metrans-Netzwerk zwischen europäischen Häfen und ihrem Hinterland im Jahr 2021 etwa 60 Prozent weniger CO2 erzeugt.

Außerdem kompensiert Metrans für alle Nutzer des Produkts „HHLA Pure“ die Emissionen der auf diesen Verbindungen zu transportierenden Container vollständig. Im letzten Jahr betraf das 912.000 TEU (Standardcontainer) auf den Destinationen von und nach Hamburg, Bremerhaven und Koper, für die mehr als 45.000 Tonnen CO2 nach dem zertifizierten Gold Standard durch Klimaschutzprojekte ausgeglichen wurden.

Peter Kiss, CEO der Metrans-Gruppe: „Die Verlagerung von Verkehren von der Straße auf die Schiene ist ein entscheidender Hebel für die Verbesserung des Klimas. Klimafreundlicher Logistik gehört die Zukunft, unser Ziel ist daher der CO2-neutrale Transport. Mit dem Gemeinschaftsprodukt HHLA Pure rückt diese Zukunft jedes Jahr ein Stück näher“

Und Metrans hat sich noch mehr vorgenommen: In Budapest konnte für die so genannte „letzte Meile“ der erste Elektro-Lkw Ungarns in Betrieb genommen werden. Bereits seit Jahren werden dort Hybrid-Loks eingesetzt, wo die Oberleitungen für das Rangieren mit elektrischem Antrieb fehlen. Außerdem sind weitere elektrische Bahnkräne bestellt, die einen Teil der dieselbetriebenen Reach Stacker ersetzen. Ziel im gesamten HHLA-Konzern ist es, bis 2040 klimaneutral zu produzieren.

Das Produkt „HHLA Pure“ wurde erfolgreich vom TÜV Nord zertifiziert. Kunden können vom HHLA Pure-Transport profitieren, indem sie Zertifikate anfordern, die den CO2-freien Transport belegen.

Quelle: HHLA, Foto: Metrans / Manuel Strauch