LHM 550 feiert 300. Auslieferung

Einer der führenden Hafenbetreiber in Polen, Port Gdańsk Eksploatacja S.A., hat mit Liebherr einen Vertrag über einen neuen LHM 550-Hafenmobilkran unterzeichnet. Die Maschine soll vornehmlich für den Schüttgutumschlag eingesetzt werden. Es handelt sich insgesamt um den 300. Auftrag für diesen Krantyp. Damit verzeichnet der LHM 550 eine über zehnjährige internationale Erfolgsgeschichte für Liebherr.

Im Vertriebsjahr 2022 setzt der Liebherr-Hafenmobilkran LHM 550 seine bereits seit über zehn Jahren bestehende Erfolgsgeschichte fort. Liebherr kann mit der 300. Auslieferung dieses Krantyps ein Jubiläum verkünden. Einer der größten Hafenumschlagsbetreiber Polens mit Sitz in Danzig, der Port Gdańsk Eksploatacja S.A., bekam kürzlich den 300. LHM 550 geliefert. Für das Unternehmen, welches Umschlagstätigkeiten auf einer Gesamtfläche über 89 Hektar durchführt, ist es eine der größten Investitionen in der dreißigjährigen Unternehmensgeschichte. Der gelieferte Kran ist mit einer Auslegerlänge von 48 Metern sowie mit einer Hubkapazität von bis zu 104 Tonnen ausgestattet. Die neue Maschine wird vorrangig für den Schüttgutumschlag von Koks, Kohle und Metallschrott eingesetzt.

„Wir wollen die Effektivität, Funktionsfähigkeit und Schnelligkeit unserer Dienstleistungen erhöhen. Die Qualität unserer Arbeitsabläufe wird sich maßgeblich verbessern. Dies hat positive Auswirkungen auf unsere Umschlagsrate. Unsere Kunden können darüber hinaus mit einer schnelleren Abfertigung der beauftragten Schiffe rechnen. Wir schätzen die außerordentliche Mobilität dieser Maschine sehr. Wir haben frühzeitig unsere Kranführer geschult und im Vornherein umfassende Modernisierungsmaßnahmen im Hafengebiet durchgeführt, damit wir die Maschine so schnell und so effizient wie möglich einsetzen können,” kommentiert Radosław Stojek, Vorstandsvorsitzender von Port Gdańsk Eksploatacja S.A.

Mit der Auslieferung des ersten LHM 550 im Jahre 2010 nach Kuwait begann eine LiebherrErfolgsgeschichte. Der LHM 550 als beliebtester Krantyp im Liebherr-Hafenmobilkran-Portfolio trägt wesentlich zu der seit über zehn Jahren andauernden Marktführerschaft von Liebherr im MHC Markt bei. So wurde in jedem Jahr seit der Markteinführung eine zweistellige Anzahl allein dieses Krantyps weltweit ausgeliefert. Nach Verkäufen je Land führt Indien mit 23 verkauften Einheiten die Rangliste an, dicht gefolgt von Italien und den USA. Allein im Vertriebsjahr 2021 wurden 26 LHM 550 weltweit verkauft.

Die Baureihe der Liebherr Hafenmobilkrane eignet sich für vielfältige Anwendungsgebiete. So kann der LHM 550 sowohl für den Schütt- oder Stückgut-, als auch für den Containerumschlag genutzt werden. Sogar Schwerlasthübe von bis zu 154 Tonnen sind möglich. Statistiken belegen, dass eine Vielzahl der Liebherr-Kunden den LHM 550 für mehrere Anwendungen einsetzt. So werden weit über 200 der verkauften Einheiten für mindestens zwei oder drei Einsatzgebiete verwendet. Davon werden die meisten für den Schüttgut- und den Containerumschlag eingesetzt.

Vielseitig sind neben den Anwendungsmöglichkeiten auch die verschiedenen Antriebsarten. Neben einem hybriden Antriebskonzept aus Diesel- und Elektromotoren können die Krane auch ausschließlich elektrisch angetrieben werden und leisten somit einen wichtigen Beitrag für einen emissionsfreien Güterumschlag. Über 30 % der im Vertriebsjahr 2021 verkauften LHM 550 waren mit einem elektrischen Hauptantrieb ausgestattet.

Quelle und Foto: Liebherr-MCCtec Rostock GmbH, Der 300. LHM 550 beim Schüttgutumschlag im Danziger Hafen. 

 




TX Logistik fährt Duisburg − Katrineholm

Die TX Logistik AG hat ihre Aktivitäten im Intermodalverkehr verstärkt. Das zur Mercitalia-Gruppe (Gruppo FS Italiane) gehörende Eisenbahnlogistikunternehmen fährt für den multimodalen Transportanbieter Samskip Multimodal zwei Umläufe pro Woche in dessen Zugsystem zwischen Duisburg und Katrineholm in Schweden. Start der Verbindung war am 6. April.

Bereitgestellt wird der Zug im Duisburg Rail Terminal (DRT) in Duisburg. TX Logistik übernimmt die Traktion im Bahnhof Krefeld-Uerdingen. Von dort führt die Route über Padborg, die Öresundbrücke und Malmö nach Katrineholm. Die Stadt liegt in der Provinz Södermanlands län, etwa 150 Kilometer südwestlich von Stockholm. Ziel ist das Terminal GDL in Katrineholm. Im Umkreis von 150 Kilometern kann rund ein Drittel der schwedischen Bevölkerung erreicht werden.

Der Zug ist rund 700 Meter lang und kann bis zu 42 Ladeeinheiten aufnehmen. Transportiert werden Wechselbrücken, Sattelauflieger und Container. Beladen sind sie überwiegend mit Industrie- und Konsumgütern.

Das Management der verfügbaren Slot-Kapazität wird von Samskip Multimodal verantwortet. Mit dem von TX Logistik betriebenen Shuttle baut das Unternehmen sein Transportangebot auf der Strecke zwischen Duisburg und Katrineholm weiter aus.

„Mit Samskip kooperieren wir bereits im maritimen Bereich und befördern für den Partner im Seehafenhinterlandverkehr Container auf der Relation Rotterdam – München“, erläutert Bernd Weisweiler, Director Business Development bei TX.  Ausschlaggebend dafür, die Zusammenarbeit auf den intermodalen Kontinentalverkehr auszuweiten, war die hohe Qualität der von TX Logistik erbrachten Leistungen. Ein weiterer Grund: TX Logistik ist nur eines von drei Eisenbahnlogistikunternehmen, die die Lizenz zum Befahren der Öresundbrücke besitzen.

Quelle und Foto: TX Logistik




BDB plädiert für 135-Meter-Schiffen

Das Bundesverkehrsministerium beabsichtigt, die Verlängerung der Schleusen am Neckar für die Nutzung von 135-Meter-Schiffen komplett aufzugeben. Dies hat Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) dem Landesverkehrsminister Baden-Württembergs, Winfried Hermann (Grüne), am 12. April 2022 in einem Schreiben mitgeteilt.

An die Stelle der Verlängerung der Neckarschleusen sollen nur noch Maßnahmen treten, die einen Ausfall des Neckar als Verkehrsweg verhindern. Die planerischen Zeiträume würden die für eine Realisierung der Schleusenverlängerung zuletzt gesetzten Zeitziele deutlich überschreiten, heißt es in dem Schreiben, das der BDB-Geschäftsstelle vorliegt. „Der Maßnahmenumfang am Neckar ist in der Vergangenheit deutlich unterschätzt worden. Der Instandsetzungsbedarf ist alters- und zustandsbedingt deutlich höher als gedacht“. Das Ziel sei nun, „auf dem Neckar maximale Verlässlichkeit des Schleusenbetriebs sicherzustellen.“

Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB) kritisiert diese Entwicklung: Das Alter und der Zustand der Bauwerke am Neckar sind dem Bund als Verantwortlichem der Wasserstraßeninfrastruktur seit vielen Jahren bekannt. Seit 14 Jahren gibt es eine Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Bund und dem Land Baden-Württemberg, die die Verlängerung der 27 Schleusen von Mannheim bis Plochingen zum Gegenstand hat. Die Verlängerung der Neckarschleusen wurde ausgiebig untersucht und analysiert, im Bundesverkehrswegeplan notiert und im Jahr 2016 als „vordringlicher Bedarf“ im Wasserstraßenausbaugesetz aufgenommen. Trotz anderslautender Zusagen wurde bis heute jedoch keine einzige Schleuse ausgebaut. Ob ein Organisationsversagen oder fehlende Finanzmittel ursächlich sind, muss das Bundesverkehrsministerium erklären.

Zum Ausbaubedarf erklärt BDB-Vorstandsmitglied Jens Langer (DP World): „Das Schifffahrtsgewerbe ist ebenso wie die verladende Wirtschaft und die Binnenhäfen dringend auf die Verlängerung der Schleusen angewiesen, denn wir wollen Schiffe mit einer Länge von 135 Metern zum Einsatz bringen. Diese Schiffe in Kombination mit einer 24/7-Schleusung bieten die Möglichkeit, unseren Kunden attraktive Angebote für einen besonders umweltschonenden Gütertransport anzubieten. Eine Rückverlagerung von Transporten auf die Straße oder die bereits jetzt überlastete Schiene ist der falsche Weg. Des Weiteren wird ein Ausbaustopp erheblichen Einfluss auf das Investitionsverhalten innerhalb der Europäischen Metropolregion Stuttgart und der Anbindung an den globalen Güterverkehr haben. Investitionen in klimafreundliche Antriebe ohne Sicherheit der Grundversorgung der Region werden nicht mehr attraktiv sein.“

Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hat in einem Antwortschreiben an Bundesverkehrsminister Volker Wissing nicht nur ein klares Bekenntnis zu den zwischen Bund und Land geschlossenen Vereinbarungen, sondern auch umgehend sichtbare und koordinierte Maßnahmen zum Ausbau der Schleusen gefordert. „Es verfestigt sich der Eindruck, dass der Bund ein verkehrsinfrastrukturelles Jahrhundertprojekt trotz zunehmender Dringlichkeit verschleppt und damit faktisch den Bruch der Verwaltungsvereinbarung, der Beschlüsse des BVWP, des Bundeswasserstraßenausbaugesetzes und auch den aktuellen Vereinbarungen des Koalitionsvertrages betreibt“, heißt es in dem Schreiben vom 20. April 2022, das dem BDB vorliegt.

Quelle und Foto: BDB, auf dem Neckar werden rund 5 Mio. Tonnen Güter pro Jahr transportiert. Um noch mehr Güter umweltfreundlich auf das Wasser zu verlagern, sollen die 27 Schleusen von Mannheim bis Plochingen verlängert werden. Der Ausbau der Schleusen ist als verkehrspolitisches Ziel im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung verankert.




Duisburg erhält das erste H2-Bildungszentrum

Nur einen Steinwurf entfernt vom Technologie- und Innovationszentrum Wasserstoff, das vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr und dem NRW-Wirtschaftsministerium gefördert werden soll, soll ein Bildungszentrum für die Wasserstofftechnologie auf einem Grundstück des Duisburger Hafens entstehen. Gemeinsam mit dem Zentrum für Brennstoffzellentechnik (ZBT) und der Kraftwerksschule Essen (KWS) wollen Stadt und Hafen das Vorhaben umsetzen.

„Wir sehen den Bedarf von Unternehmen und Beschäftigten hier in Duisburg und der Region“, erklärt Oberbürgermeister Sören Link. „Viele Unternehmen planen den Einsatz von Wasserstoff in ihren Prozessen. Aber die Beschäftigten müssen auch die Möglichkeit haben, zu erlernen, wie die neue Technologie angewandt wird.“ Deshalb möchten die Beteiligten das Vorhaben so schnell wie möglich mit der Anschubfinanzierung aus dem 5-Standorte-Programm für den Kohleausstieg angehen und den Bau des H2-Bildungszentrums bis Ende 2024 schaffen.

Markus Bangen, CEO von duisport, sagt: „duisport setzt sich seit Jahren für die Etablierung klimaneutraler Verkehrsstrukturen und die aktive Gestaltung der Energiewende im Transport- und Logistiksektor der Region ein. Wasserstoff nimmt in der Zukunft eine zentrale Rolle ein. Umso wichtiger ist es hier am Standort Fachpersonal zu schulen. Wir freuen uns daher sehr, das Grundstück für das neue H2-Bildungszentrum zur Verfügung stellen und so einen Beitrag zur Entwicklung des Standortes als zentralen Wasserstoffstandort in Deutschland und NRW leisten zu können“.

„Schon jetzt fragen uns Unternehmen aus unterschiedlichsten Industriezweigen, wie sie ihre jetzigen Beschäftigten und die Fachkräfte von morgen auf die vielen Transformationsprozesse vorbereiten können. Wir erwarten in allen Sektoren eine stark wachsende Nachfrage zu Ausbildungs- und Qualifizierungsangeboten entlang der gesamten H2-Wertschöpfungskette“, führt Monika Bartels, Vorstand der KWS, aus. Deshalb solle im H2-Bildungszentrum das gesamte Spektrum angeboten werden – von den klassischen und neuen Ausbildungsberufen bis hin zur Weiterbildung auf Ingenieursniveau.

„Wir möchten die Ausbildungsprogramme für die neuen Technologien wie Wasserstoff- und Brennstoffzelle weiterentwickeln, Fortbildungen für unterschiedliche Interessensgruppen anbieten und an den Universitäten und Hochschulen die Studiengänge in Richtung Wasserstofftechnik und elektrochemische Wandler weiter ausbauen“, ergänzt Peter Beckhaus, Geschäftsführer des ZBT.

Quelle und Foto: Stadt Duisburg, des Zentrum für Brennstoffzellentechnik (ZBT), der Kraftwerksschule Essen (KWS) und duisport, von links: Dr. Peter Beckhaus (Geschäftsführer ZBT), Markus Bangen (duisport-CEO) Monika Bartels (Vorstand der KWS) sowie Oberbürgermeister Sören Link © Uwe Köppen / Stadt Duisburg




Bedeutung der Fusion und der zusätzlichen Containerkapazität

Der Gesamtgüterumschlag des Port of Antwerp belief sich im ersten Quartal auf 58,3 Millionen Tonnen, was einem Rückgang von 1,5 % gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum entspricht. Diese Quartalszahlen bestätigen nach Meinung des Hafens anlässlich der Fusion mit dem Hafen von Zeebrügge, wie wichtig es ist, gemeinsam auf die aktuellen Herausforderungen zu reagieren und die Position in der internationalen Logistikkette weiter zu stärken. Der Rückgang im Containersegment, der zum Teil auf Kapazitätsprobleme zurückzuführen ist, unterstreicht ebenfalls die Dringlichkeit zusätzlicher Containerkapazitäten.

Trotz schwieriger Bedingungen konnte sich das Containersegment im Jahr 2021 gut behaupten. Im ersten Quartal 2022 verzeichnete der Containerverkehr jedoch einen Rückgang von 11,6 % in TEU gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum, das zweitbeste Quartal aller Zeiten für Container. Störungen im Container-Linienverkehr, Verspätungen und hohe Einfuhr-Abrufzahlen (Anzahl der von Schiffen entladenen Container) führen zu ständigen betrieblichen Herausforderungen, die den Betrieb von Containerterminals erschweren.  Darüber hinaus haben der Russland-Ukraine-Konflikt und die verhängten Sanktionen die Anzahl der umgeschlagenen Container auch unter Druck gesetzt.

Der konventionelle Stückgutverkehr wuchs gegenüber dem schwachen ersten Quartal 2021 um 49,1 %. Stahl, die wichtigste Warengruppe in diesem Segment, hält sich auf der Ausgangsseite gut. Die Sanktionen, die seit Mitte März Stahlimporte aus Russland und Belarus verbieten, haben sich nur begrenzt auf den Umschlag ausgewirkt. Diese Ströme werden nämlich durch Einfuhren aus anderen Ländern ersetzt, da die EU die Einfuhrquoten für Stahl aus Russland und Belarus auf andere stahlexportierende Länder umverteilt hat.

Der RoRo-Verkehr verzeichnete ein leichtes Wachstum (+2,4 %), aber seit dem starken letzten Quartal 2021 ist ein deutlicher Rückgang der Tonnage zu verzeichnen. Die Probleme bei der Produktion von Neufahrzeugen wirken sich nach wie vor auf das Umschlagvolumen aus.

Nach einem starken Jahr 2021, in dem Q1 eines der besten Quartale überhaupt war, ging der Umschlag von Düngemitteln zurück (-19,6 %), was zum Teil auf die Sanktionen gegen Russland, aber auch auf den starken Preisanstieg zurückzuführen ist. Dank der Zunahme des Umschlags von Erzen, Kohle und vor allem Getreide wuchs das Segment der trockenen Massengüter um 11 % gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Flüssige Massengüter verzeichneten ebenfalls einen Anstieg (+15,3 %) im Vergleich zum ersten Quartal 2021, mit einem Zuwachs von 16,6 % bei den Erdölderivaten. Der Umschlag von Chemikalien blieb stark und wuchs ebenfalls um 16,6 %, trotz der Herausforderungen durch die hohen Rohstoffpreise. Auffallend in diesem Segment ist die Verdoppelung der Biokraftstoffe.

Jacques Vandermeiren, CEO Port of Antwerp: „Die anhaltenden Herausforderungen in der Logistikkette spiegeln sich in den Zahlen wider. Dies sind die letzten Zahlen, die wir als Port of Antwerp veröffentlichen werden. Sie bestätigen, dass wir mit dem Zusammenschluss zuversichtlicher für die Zukunft sind. Zusammen mit Zeebrügge haben wir die Möglichkeit, in dem derzeitigen komplexen geopolitischen und makroökonomischen Kontext unsere Position in der internationalen Logistikkette weiter zu stärken.“

Annick De Ridder, Hafendezernentin: „Die wirtschaftliche Dringlichkeit zusätzlicher Containerkapazitäten zeigt sich erneut und mehr denn je. Zusätzliche Containerkapazitäten sind unerlässlich, um unsere Position als Welthafen zu sichern. Wir hoffen daher, dass wir dank des kürzlich erzielten positiven Ergebnisses der Verhandlungen über das ECA-Projekt bald zur nächsten Phase übergehen können. Zusammen mit Zeebrügge werden wir dann in der Lage sein, im internationalen Wettbewerb zu bestehen und unser Hafen kann als Motor der flämischen Wirtschaft weiter nachhaltig wachsen.“

Quelle und Grafik: Port of Antwerp




Standort Niederrhein auf der polis Convention 2022

Das Areal Böhler wird am 27. und 28. April zum bundesweiten Treffpunkt für Stadt- und Projektentwicklung. Denn dann findet in den Alten Schmiedehallen die polis Convention statt. Die Messe versammelt alle Akteure, die maßgeblich an der erfolgreichen und nachhaltigen Entwicklung von Gemeinden und Städten beteiligt sind. An zwei Messetagen präsentieren Vertreter:innen von Kommunen, Wirtschaftsförderungen, der bundesweiten Immobilien- und Wohnungswirtschaft sowie Architekten, Stadtplaner und Investoren ihre Projekte und Visionen.

Auch in diesem Jahr ist die Standort Niederrhein GmbH in Kooperation mit den beiden Städten Krefeld und Mönchengladbach sowie dem Rhein-Kreis Neuss und dem Kreis Viersen wieder vor Ort. Während die Stadt Krefeld den Fokus auf die Neugestaltung und Aufwertung des Areals rund um den Hauptbahnhof und damit zusammenhängende Projekte legt, präsentiert die Stadt Mönchengladbach ausgewählte Impulsprojekte ihrer Stadtentwicklungsstrategie „mg+ Wachsende Stadt“. Unter dem Titel „Vielfalt ist unsere Stärke“ stellt der Rhein-Kreis Neuss unterschiedlichste Wohn- und Gewerbeprojekte seiner kreisangehörigen Kommunen vor. Ebenso wie der Kreis Viersen, der mit der Beteiligung am Gemeinschaftsstand auch seinen Kommunen eine Plattform für ihre aktuellen Entwicklungsvorhaben offeriert.

Staatssekretär Dr. Jan Heinisch wird nach der Eröffnung im Rahmen seines Messerundgangs den Standort Niederrhein besuchen und sich selbst ein Bild von den Projekten machen. Auch Staatssekretär Christoph Dammermann hat einen Besuch des Gemeinschaftsstands für den Nachmittag am ersten Messetag angekündigt.

„Wir freuen uns, dass wieder zahlreiche Partner die Gelegenheit nutzen und ihre aktuellen Vorhaben an unserem Niederrhein-Stand der Öffentlichkeit präsentieren“, so Bertram Gaiser, Geschäftsführer der Standort Niederrhein GmbH und damit Verantwortlicher für den gemeinsamen Messeauftritt. „Für die Standort Niederrhein GmbH beginnt mit der polis Convention die diesjährige Messesaison. Der Niederrhein wird im Mai bei der Real Estate Arena in Hannover und der LogiMAT in Stuttgart vertreten sein, daran anschließend traditionell auf der PROVADA in Amsterdam und im Herbst wieder bei der EXPO REAL in München.“

Weitere Details zum Standort Niederrhein und der Standort Niederrhein GmbH unter www.invest-in-niederrhein.de sowie zur polis Convention unter www.polis-convention.com. Wer im Vorfeld bereits erfahren möchte, was der Standort Niederrhein in diesem Jahr zu bieten hat, kann sich unter polis.standort-niederrhein.de einen ersten Überblick verschaffen.

Die Standort Niederrhein GmbH informiert national und international über die Wirtschaftsregion Niederrhein und ihre Standortvorteile. An der Region interessierte Unternehmen, Investoren und Projektentwickler erhalten Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Gewerbeflächen und -immobilien sowie durch Kontaktvermittlung zu Kooperationspartnern und öffentlichen Institutionen. Als Zusammenschluss der Städte Krefeld und Mönchengladbach, der Kreise Kleve, Viersen, Wesel und dem Rhein-Kreis Neuss sowie der IHK Mittlerer Niederrhein, setzt die Standort Niederrhein GmbH ihre zielgruppenspezifischen Schwerpunkte bei den Branchen Maschinenbau und Elektrotechnik, Logistik, Chemie, Textil und Bekleidung sowie Agrobusiness.

Quelle und Grafik: Standort Niederrhein




Standards für betriebliche Digitalbildung

Mit einem bundesweit einzigartigen Modellprojekt unterstützt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein jetzt als erste Kammer Unternehmen bei der systematischen Vermittlung von Digitalkompetenzen. Gemeinsam mit dem Unternehmen BG3000 startet sie ab Sommer eine dreijährige Fortbildungsreihe für Auszubildende. Das dazugehörige Pilotprojekt wurde bereits erfolgreich beendet.

„In Zeiten der Digitalen Transformation ist Personalentwicklung so wichtig wie nie. Wer auch morgen fähige Fachkräfte braucht, sollte sich heute intensiv um seinen Nachwuchs kümmern“, erläutert Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, das Engagement der Kammer. Leider würden die notwendigen jobrelevanten Digitalkompetenzen immer noch nicht in der Berufsschule vermittelt. „Deshalb helfen wir unseren Unternehmerinnen und Unternehmern, jetzt selbst mit anzupacken und in ihre Auszubildenden zu investieren. Damit übernehmen die Betriebe eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandortes“, betont der IHK-Hauptgeschäftsführer.

Über 1.000 Auszubildende aus mehr als 300 Unternehmen in Krefeld, Mönchengladbach, dem Rhein-Kreis Neuss und dem Kreis Viersen sind von Oktober 2021 bis März 2022 in sechs Online-Live-Trainings à 60 Minuten für die digitale Arbeitswelt trainiert worden. Aufgrund des großen Erfolges haben die Projektpartner IHK und BG3000 aus dem Modellprojekt „Kein AZUBI ohne DIGI“ eine dreijährige Fortbildungsreihe über den gesamten Ausbildungszeitraum entwickelt: „Mit der Nachrichten- und Informationskompetenz wird die Basis für einen souveränen Start in die digitale Geschäftswelt gelegt“, resümiert Steinmetz. „In den nächsten Kursen ab Sommer stehen zeitgemäße Kundengewinnung und
-bindung im Fokus. Die Teilnehmenden entwickeln eigene Social Media-Kampagnen und werden zu authentischen Markenbotschafterinnen und Markenbotschaftern für ihr Unternehmen.“

Das Modellprojekt „Kein AZUBI ohne DIGI“ wurde aus dem Medienhaushalt der Landesregierung Nordrhein-Westfalen gefördert: „Ich freue mich, dass wir in Nordrhein-Westfalen zeigen konnten, wie im Bereich der digitalen Bildung die Zusammenarbeit zwischen Land, IHK und Privatwirtschaft funktionieren kann“, gratuliert Nathanael Liminski, Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, den Akteuren und lobt: „Sie haben einen Nerv getroffen. Die IHK im Bezirk Mittlerer Niederrhein ist damit Vorreiter für ganz Nordrhein-Westfalen – und ich hoffe sehr, dass das Projekt auch andere IHK-Bezirke überzeugen kann!“

Simone Stein-Lücke, Projektinitiatorin und Geschäftsführerin der BG3000, appelliert an die Unternehmen im Kammerbezirk: „Fördern Sie mit der neuen Fortbildungsreihe Ihre jungen Talente! Damit vermeiden Sie nicht nur Social Media-Pannen, Datenschutzverstöße oder IT-Sicherheitsvorfälle. Zeitgemäße Aus- und Weiterbildungen sind heutzutage auch ein ganz entscheidender Recruiting-Faktor: Die jüngere Generation findet Fortbildung immer wichtiger und erwartet vom Arbeitgeber ein entsprechendes Angebot.“ Simone Stein-Lücke freut sich über die Verstetigung des Projektes: „Damit schließen wir endlich die dramatische digitale Bildungslücke zwischen Schule und Ausbildungsbetrieb auf einmalige Weise und setzen bundesweit neue Qualitätsstandards.“

Weitere Informationen zur neuen dreijährigen Fortbildungsreihe „Kein AZUBI ohne DIGI“ gibt es bei Mona Kowalczyk, Leiterin des IHK-Bereichs Ausbildung, Tel. 02161 241-160 (E-Mail:mona.kowalczyk@mittlerer-niederrhein.ihk.de). Anmelden können Unternehmen ihre Auszubildenden unter:

www.mittlerer-niederrhein.ihk.de/26992 oder
www.bg3000.de/azubi-mnr

Quelle und Foto: IHK Mittlerer Niederrhein

BILDUNTERSCHRIFT

IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz (l.) und Simone Stein-Lücke, Projektinitiatorin und Geschäftsführerin der BG3000 (4.v.l.) mit jungen Teilnehmenden des Projekts und Unternehmensvertretern (v.l.): Heiko Kochem, Friedhelm Schaffrath GmbH & Co. KG, Christina Hirt, Auszubildende Friedhelm Schaffrath GmbH & Co. KG, Marco Klass, Auszubildender 3M, Diana Kloempken, 3M Human Resources – Talent Acquisition, Marian Manolache, Auszubildender FS Final Systems GmbH, sowie Robert Bones, Geschäftsführer FS Final Systems GmbH. Foto: IHK




Köln – Melzo neu im Kombiverkehr-Netzwerk

Die Kombiverkehr KG weitet ihr Zugangebot mit einer neuen Nord-Süd-Verbindung via Gotthard aus. Ab 25. April erhält das Terminal Köln-Eifeltor eine Direktzugverbindung von und nach Melzo in Norditalien. Mit dem neuen Angebot steigert das Frankfurter Unternehmen das Leistungsangebot von und nach Italien innerhalb Europas größtem Intermodal-Netzwerk auf nun mehr 260 Zugabfahrten pro Woche.

Zieldestination in Melzo ist das Rail Hub Milano. „Das rund 25 Kilometer östlich von Mailand gelegene Terminal ist mit seiner geographischen Lage ein bewährter Start- und Zielpunkt für den straßenseitigen Vor- und Nachlauf der Waren und Güter von und zu den Industrie- und Handelsunternehmen im Wirtschaftsraum Mailand. Mit einer Laufzeit von nur 20 Stunden eröffnen wir Spediteuren die Möglichkeit einer schnellen und zudem überaus umweltfreundlichen Transportkette“, stellt Peter Dannewitz, Leiter Vertrieb bei der Kombiverkehr KG, zwei Eigenschaften des neuen Angebotes besonders heraus. Bei der Beförderung von 25 Tonnen Ladung werden im Rundlauf 2,6 Tonnen CO2 eingespart, was im Vergleich zum durchgehenden Straßenverkehr eine Ersparnis von mehr als 80 Prozent bedeutet. Die Verkehrstage sind in beiden Richtungen montags bis freitags. Neben Containern und Wechselbrücken können Sattelauflieger mit Profil P400 gebucht werden. Ab Köln sind im Weiterleitungsverkehr Hamburg, die deutschen Ostseehäfen Kiel und Lübeck sowie Terminals in Dänemark und Schweden erreichbar.

Quelle und Foto: Kombiverkehr




Minister Jetten erhält das erste Zertifikat für grünen Wasserstoff

Rob Jetten, der holländische Minister für Klima und Energie, hat den North Sea Port in Terneuzen besucht und gleich das erste Zertifikat für grünen Wasserstoff erhalten.

Mit diesen Zertifikaten kann der Handel mit Wasserstoff unterstützt werden, wie HyXchange dies anstrebt. HyXchange fördert damit die Energiewende und den Ausbau erneuerbarer Energien. Und die Niederlande werden so weniger abhängig von Erdgas.

Die Handelsplattform HyXchange ist eine Initiative der Gasunie und des Hafenbetriebs Rotterdam, von Port of Amsterdam, Groningen Seaports und North Sea Port (Vlissingen, Gent, Terneuzen). Die Gasunie und die niederländischen Häfen werden in der Wasserstoffwirtschaft eine entscheidende Rolle spielen.

Der Handel mit Wasserstoff erfolgt in Zukunft über die Handelsplattform HyXchange, die eigens dafür gegründet wird. Bei den Zertifikaten handelt es sich um Herkunftsnachweise: Sie garantieren, dass der Wasserstoff aus erneuerbaren Energien wie Ökostrom stammt. Vertogas B.V. ist das Unternehmen, das bereits jetzt die Zertifizierung von Herkunftsnachweisen für grünes Gas anbietet. Der Minister hat es damit beauftragt, auch Herkunftsnachweise für Wasserstoff zu entwickeln. Dazu arbeitete das Unternehmen in der letzten Zeit an einem Zertifizierungssystem, das diese neue Aufgabe erfüllt. Das System wird in den nächsten 3 Monaten in einem von HyXchange organisierten Zertifizierungs-Pilotprojekt getestet. An diesem Projekt beteiligen sich 16 Marktteilnehmer – alles Spezialisten für grünen und kohlenstoffarmen Wasserstoff. Nach diesem Pilotprojekt wird die Ausgabe der Herkunftsnachweise für Wasserstoff endgültig anlaufen.

Das Zertifizierungs-Pilotprojekt ist ein wichtiger erster Schritt des HyXchange-Entwicklungsplans, der auch Minister Jetten überreicht wurde. Der Entwicklungsplan stützt sich auf 3 Säulen:

  1. dieses Pilotprojekt zur Zertifizierung von Wasserstoff: dafür wurde der Startschuss gegeben
  2. die Simulation eines Spotmarktes für Wasserstoff: wird in Kürze beginnen
  3. der Ansatz für einen internationalen Preisindex für Wasserstoff.

Für die Wasserstoffbörsen-Initiative HyXchange interessieren sich inzwischen 45 Marktteilnehmer, die alle in der Energiebranche und Industrie aktiv sind. Schließlich soll eine Börse auf der niederländischen Wasserstoff-Infrastruktur entstehen – als zentraler Handelspunkt und Preisindikator, sowohl national als auch international.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam




VDR mit neuer Geschäftsführung

Mit Wirkung zum 30. April wird Senator a.D. Ralf Nagel (63) nach 12 Jahren Tätigkeit als Hauptgeschäftsführer und geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des Verbandes Deutscher Reeder ausscheiden. Er wird dem Verband noch bis zum 31. Dezember beratend zur Verfügung stehen. „Damit vollzieht das im Dezember 2021 neu gewählte Präsidium des Verbandes einen Generationswechsel auch in der hauptamtlichen Verbandsführung“, so Präsidentin Dr. Gaby Bornheim.

Ralf Nagel war im VDR seit 2010 als Hauptgeschäftsführer und geschäftsführendes Präsidiumsmitglied tätig. In seiner Amtszeit hat er sich erfolgreich für einen starken und wettbewerbsfähigen Schifffahrtsstandort Deutschland eingesetzt. In seine Amtszeit fällt auch die Errichtung der Stiftung Schifffahrtsstandort Deutschland zur Förderung der Ausbildung und Beschäftigung von Seeleuten am Standort Deutschland. Das Wirken des Verbands in Brüssel und bei der internationalen Schifffahrtsorganisation IMO in London ist unter Nagels Ägide weiter ausgebaut und gestärkt worden.

„Wir danken Herrn Nagel für sein vorbildliches Engagement und seinen großen Einsatz für die deutsche Seeschifffahrt“, betont die Präsidentin des VDR, Frau Dr. Gaby Bornheim. „Das vergangene Jahrzehnt war geprägt von einer schweren Schifffahrtskrise und einer direkt anschließenden globalen Pandemie mit erheblichsten Auswirkungen auch auf die Schifffahrt. Herr Nagel hat den Verband stets sicher durch diese Krisenzeiten gesteuert und war national und international ein exzellenter Vertreter der Interessen des Verbandes. Dafür sind wir ihm sehr dankbar“, erklärt die Präsidentin.

Nagel: „In den 12 Jahren meiner Tätigkeit für die Handelsschifffahrt konnte ich meine Leidenschaft für die Seeschifffahrt ausleben und für die Interessen dieser strategisch wichtigen Branche einbringen. Ohne den starken Zusammenhalt und die ausgezeichnete Expertise aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verbandsgeschäftsstelle wären die erzielten Erfolge nicht möglich gewesen. Dieser vorbildlichen Crew danke ich von Herzen und wünsche Herrn Dr. Kröger und dem Team weiterhin viel Erfolg und alles erdenklich Gute.“

„Wir freuen uns sehr, dass wir als Nachfolger und künftigen Hauptgeschäftsführer des VDR den auf internationalem und europäischem Parkett bestens vernetzten und ausgewiesenen Schifffahrts- und Verbandsexperten Dr. Martin Kröger gewinnen konnten“, so die Präsidentin Dr. Bornheim weiter.

Dr. Kröger ist seit zehn Jahren als Geschäftsführer für den VDR tätig und betreute in dieser Funktion maßgeblich die Bereiche der europäischen und internationalen Schifffahrtspolitik, die Wettbewerbsfähigkeit des Schifffahrtstandortes Deutschland, sowie den Umwelt- und Klimaschutz.

„In den kommenden Jahren bleiben die Herausforderungen für die Schifffahrtsindustrie enorm“, betont Kröger. „Krisenbewältigung, Nachwuchsgewinnung, Digitalisierung, ein wettbewerbsfähiger Schifffahrtsstandort Deutschland und natürlich die Transformation der Schifffahrtsindustrie: das sind die derzeit wichtigsten Zukunftsthemen des Verbandes“, so Kröger weiter. „National wie international bleibt der VDR gefordert und der Zukunft verpflichtet. Ich freue mich sehr darauf, zusammen mit dem hochmotivierten VDR-Expertenteam und seinen Mitgliedern den Verband in diese neue Zeit zu führen“, erklärt Kröger.

Der Verband Deutscher Reeder (VDR) vertritt die gemeinsamen wirtschafts- und sozialpolitischen Interessen der deutschen Reedereien auf der Ebene des Bundes und der Länder sowie gegenüber europäischen und internationalen Instanzen. Der VDR wurde 1907 gegründet und hat sich 1994 mit dem Verband der Deutschen Küstenschiffseigner zusammengeschlossen. Mit rund 200 Mitgliedern vertritt der VDR den größten Teil der deutschen Handelsflotte. Mehr Informationen unter www.reederverband.de.

Quelle: VDR, Foto: VDR/Bina Engel