DB und Nord-Länder schließen Bündnis

Die Deutsche Bahn (DB) und die Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen sowie Schleswig-Holstein treiben mit einem gemeinsamen Bündnis den Schienenausbau im Norden Deutschlands massiv voran. Mit der „Zukunft Schiene Nord“ sollen Neu- und Ausbauprojekte gefördert und beschleunigt, die vorhandene Infrastruktur robuster sowie der Fern-, Nah- und Güterverkehr gestärkt werden – über Bundesländergrenzen hinweg.

Die Bündnispartner:innen wollen somit das Angebot auf der Schiene ausbauen und die Attraktivität der Eisenbahn steigern. Das übergeordnete Ziel: mehr Fahrgäste und Güterverkehrskund:innen für das umweltfreundliche Verkehrsmittel Schiene zu gewinnen und damit das Klima zu schützen. Insgesamt sollen bis 2030 mehr als 30 Milliarden Euro in die Schieneninfrastruktur des Nordens fließen. Vertretende der Partner:innen unterzeichneten heute zur Gründung des Bündnisses ein Memorandum of Understanding (MoU).

Ronald Pofalla, Infrastrukturvorstand der DB: „Wir gründen eine Schienen-Hanse. Das Bündnis steht für eine attraktive Eisenbahn in den norddeutschen Bundesländern, für mehr Güter auf der Schiene und den Deutschlandtakt. Eine derart starke Allianz aus fünf Bundesländern und der DB ist einzigartig für den Schienenausbau in Deutschland. Gemeinsam machen wir die klimafreundliche Schiene zu einem leistungsstarken und attraktiven Verkehrsträger. Das gilt für die Metropolen sowie den ländlichen Raum gleichermaßen. Durch die länderübergreifende Zusammenarbeit planen wir künftig effektiver, schneller und gesamthafter – für Schienenverkehrsangebote aus einem Guss.“

Dr. Bernd Althusmann, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung des Landes Niedersachsen: „Wir im Norden wissen, dass wir die Schieneninfrastruktur nicht nur für den internationalen Fernverkehr ausbauen müssen, sondern insbesondere für die Pendler im Nahverkehr. Auch mehr Güterverkehr muss auf der Schiene rollen. Mit dem Bündnis ,Zukunft Schiene Nord‘ wird das Netz der Deutschen Bahn schneller und gemeinsam mit den beteiligten Bundesländern geplant und ausgebaut werden.“

Dr. Bernd Buchholz, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein: „Unser jüngst vom Landtag beschlossener Landesweiter Nahverkehrsplan ist genau der passende Baustein für die ,Zukunft Schiene Nord‘. Hier haben wir bereits weitere wichtige Schieneninfrastrukturprojekte verankert, die wir in den nächsten Jahren umsetzen wollen. Dabei spielt unter anderem die Elektrifizierung von weiteren Bahnstrecken eine wichtige Rolle. Um die vielen Projekte schnellstmöglich umzusetzen, sollten alle Möglichkeiten des Investitionsbeschleunigungs-Gesetzes konsequent ausgenutzt werden. Außerdem bedarf es einer ausreichenden Anzahl von Personal, um die Genehmigungsverfahren ohne Verzögerungen abzuarbeiten.“

Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit des Landes Mecklenburg-Vorpommern: „Eine gute Verkehrsinfrastruktur ist eine entscheidende Voraussetzung für die weitere Entwicklung der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Das betrifft transnationale Warentransporte, die kleinräumige Verteilung von Gütern, Reiseverbindungen für die Gäste unseres Landes und selbstverständlich auch die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg-Vorpommern. Im engen Schulterschluss werden die Nord-Bundesländer und die Deutsche Bahn AG gemeinsam dafür Sorge tragen, dass der Aus- und Neubau auf der Schiene intensiv vorangetrieben wird. Besonders wichtig ist, dass Planung und Koordination künftig enger miteinander verzahnt werden, um notwendige bauliche Maßnahmen schneller umzusetzen.“

Dr. Maike Schaefer, Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau der Freien Hansestadt Bremen: Die Verkehrswende ist ein Schwerpunkthema von Bund und Ländern, sie unterstützt das Erreichen der Klimaziele. Ein erfolgreicher Eisenbahnverkehr, der ein wesentlicher Bestandteil der Verkehrswende ist, ist immer grenzüberschreitend: Infrastrukturausbau macht nicht an Grenzen halt. Dieser Ausbau wird nur dann zügig und abgestimmt gelingen, wenn Bund und Länder, Aufgabenträger und Eisenbahnunternehmen eng zusammenarbeiten. Mit der heutigen Unterschrift machen die Länder und die DB gemeinsam einen großen Schritt in die Zukunft, hin zu einem attraktiven und leistungsfähigen Schienennetz im Norden.

Dr. Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende der Freien und Hansestadt Hamburg: „Die Mobilitätwende ist ein deutschlandweites Projekt und ein wichtiger Hebel, um die Klimaziele deutschlandweit zu erreichen. Der Deutschlandtakt kann nur realisiert werden, wenn alle Akteure länderübergreifend noch stärker zusammenarbeiten. Dazu will Hamburg, als ein Drehkreuz für den Personenverkehr in Nordeuropa sowie als ein nationaler und internationaler Logistikknoten, gemeinschaftlich mit seinen Umlandpartnern seinen Beitrag leisten. Wir wollen das Ausbautempo unseres Schienennetzes beschleunigen und gehen deshalb mit dem Bündnis ,Zukunft Schiene Nord‘ einen wichtigen Schritt in Richtung eines noch leistungsfähigeren Schienenverkehrs in Norddeutschland. Das ist eine echte norddeutsche Schienen-Allianz. Wir erwarten eine deutliche Zunahme des Schienenverkehrs in den kommenden Dekaden und es ist daher elementar, das System Schiene deutschlandweit zu stärken, die Infrastruktur zukunftsgerecht auszubauen und die Kapazitäten zu erweitern. Mehr denn je brauchen wir einen attraktiven und zuverlässigen Schienenverkehr, um in ganz Deutschland die Mobilitätswende und den Klimaschutz nachhaltig voranzubringen.“

Vier Punkte stehen im Fokus des Memorandums of Understanding:

1. Investitionsoffensive
Mehr Kapazität auf der Schiene: Bis 2030 werden in den Ausbau der Schieneninfrastruktur im Norden mindestens 30 Milliarden Euro investiert.

2. Maßnahmenkatalog
Das Bündnis „Zukunft Schiene Nord“ entwickelt gemeinsame Maßnahmen, mit denen die Schieneninfrastruktur im Norden robuster, leistungsfähiger und für die Kund:innen attraktiver wird.

3. Planungsbeschleunigung
Länder und Deutsche Bahn verabreden, die Planungen frühzeitig gemeinsam anzuschieben. Sie bringen hierzu Ideen und Studien zur Machbarkeit für zukünftige Projekte ein.

4. Baustellenmanagement
Die Bündnispartner:innen verbessern das Baustellenmanagement, damit die Züge trotz vieler Baustellen weiter fahren können. Bauen und Fahren sollen optimal aufeinander abgestimmt werden.

Im Sommer 2022 wollen die Beteiligten erste konkrete Ergebnisse der „Zukunft Schiene Nord“ präsentieren.

Quelle: Deutsche Bahn AG, Foto: Deutsche Bahn AG/ Oliver Lang




Schwemmer wird Geschäftsführer der BVL

Neuer Geschäftsführer der BVL wird Dr. Martin Schwemmer, derzeit noch Senior Consultant bei der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS des Fraunhofer IIS in Nürnberg. Seine beruflichen Schwerpunkte sind die Player der Logistik, ob etabliert oder neu (Start-ups). Schwemmer hat zum Erfolg von Logistik-Start-ups promoviert.

Den etablierten Playern widmet er sich seit 2011 als Autor der Studienreihe „Die Top 100 der Logistik“, die sich zum Standardwerk zur Beschreibung und Analyse des Wirtschaftsbereichs Logistik entwickelt hat. Darüber hinaus sind Trends und Innovationen im Supply Chain Management aktuelle Forschungsinhalte. In seiner Funktion bei Fraunhofer SCS leitete Schwemmer bereits diverse Projekte im Bereich Logistics Market Intelligence, ist Autor verschiedener Markt- und Potenzialstudien und ermittelt Marktgrößen, Marktpotenziale und Markttrends für öffentliche und industrielle Auftraggeber. Er ist Mitglied des deutschen Logistik-Expertengremiums „Gipfel der Logistikweisen“. Schwemmer tritt bei der BVL zum 15. Februar in die Geschäftsführung ein, die weiterhin auch aus Christoph Meyer und Mike J. Holtkamp besteht.
Der bisherige BVL-Geschäftsführer Dr. Christian Grotemeier erhält einen Ruf an die Hochschule RheinMain in Wiesbaden und wird dort ab dem 1. April Professor für Mobilitätsmanagement und BWL. Offiziell soll der Staffelstab bei den Digital Logistics Days im März übergeben werden. Grotemeier arbeitet seit 2014 bei der BVL. Ende 2018 wurde er Geschäftsführer der neuen BVL.digital GmbH, zum 1. April 2021 trat er in die Geschäftsführung der BVL ein.

Dr. Martin Schwemmer: „Netzwerke sind da, um geknüpft und gelebt zu werden. Ich freue mich über diese Chance, in der BVL, dem Logistiknetz schlechthin, mitzuwirken und zu gestalten. Das will ich authentisch und mit viel Offenheit tun.“

Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer, Vorsitzender des Vorstands der BVL: „Es ist uns gelungen, mit Martin Schwemmer einen ausgewiesenen Logistik-Experten an Bord zu holen, der sich in der Community bereits einen Namen gemacht hat und hervorragend vernetzt ist. Wir bedauern das Ausscheiden von Christian Grotemeier, der die BVL in den vergangenen Jahren enorm nach vorn gebracht hat. Insbesondere durch den Aufbau von BVL.digital hat er viele neue Akzente gesetzt und die Organisation als Ganzes weiterentwickelt. Wir freuen uns aber mit ihm über seine Professur und wünschen ihm viel Erfolg.“

Quelle: BVL, Foto: privat




Erste Verträge im NextGen District Antwerpens

Vergangene Woche unterzeichneten die ersten Konzessionäre offiziell den Vertrag für den NextGen District im Herzen des Antwerpener Hafens. Die Zusage der beiden Pionierunternehmen Triple Helix und Bolder Industries ist ein wichtiger Meilenstein für die konkrete Realisierung des künftigen Hotspots für die Kreislaufwirtschaft. Gemeinsam mit innovativen Vorreitern möchte der Hafen von Antwerpen in diesem Cluster zirkulärer Unternehmen zum Übergang zu einer klimaneutralen Gesellschaft beitragen.

Der 88 Hektar große NextGen District entsteht auf dem ehemaligen Gelände von General Motors und wird künftig der Hotspot für die Kreislaufwirtschaft im Hafen von Antwerpen sein. Der Antwerpener Hafen entschied sich bewusst dafür, dieses große Areal in der Nähe von Europas größtem Chemie-Cluster für die Kreislaufwirtschaft zur Verfügung zu stellen. Innovative Akteure der Kreislaufwirtschaft und der Fertigungsindustrie werden dort Altprodukten ein neues Leben geben, zirkuläre Kohlenstofflösungen erforschen und Experimente mit erneuerbaren Energien durchführen. Um möglichst viele nationale und internationale Pioniere auf dem Gebiet der Kreislaufwirtschaft zu gewinnen, wurden im Oktober 2020 und Juni 2021Marktumfragen durchgeführt.

Die beiden Unternehmen, die als erste für NextGen District unterzeichneten, gelten als „Gamechanger“. Das Antwerpener Unternehmen Triple Helix wird eine Fabrik errichten, in der Polyurethanschaum, der unter anderem aus ausrangierten Matratzen, Dämmplatten und Autositzen stammt, zusammen mit gebrauchtem PET aus dem Einzelhandel und der Lebensmittelindustrie zu Polyolen verarbeitet wird. Diese reinen Chemikalien können dann beispielsweise bei der Herstellung neuer Polyurethanprodukte wiederverwendet werden. Die Fabrik wird vollständig kreislauffähig und energieautark arbeiten.

Bolder Industries, der Pionier für die Herstellung fortschrittlicher, nachhaltiger Chemikalien aus Altreifen, ermöglicht der globalen Gummi- und Kunststoffindustrie und ihren Kunden bedeutende Umwelteinsparungen. Das firmeneigene materialwissenschaftliche Verfahren nutzt die Chemikalien in Altreifen zur Herstellung von BolderBlack® und BolderOil™ für die Lieferketten der Gummi-, Kunststoff- und Petrochemieindustrie und deren neue Produkte. Bei diesem Rückgewinnungsprozess werden 98 Prozent der Materialien des Reifens genutzt und 75 Prozent der festen und flüssigen Bestandteile finden ihren Weg zurück in neue Reifen, Gummiprodukte und Kunststoffe.

Der Gesamtwert der Investitionen dieser beiden neuen Akteure beläuft sich auf rund 100 Millionen Euro und wird mindestens 75 neue Arbeitsplätze schaffen. Nach Beantragung der erforderlichen Genehmigungen soll der Betrieb spätestens 2024 aufgenommen werden.

In der Zwischenzeit sind die Gespräche mit möglichen anderen Kandidaten noch in vollem Gange. Die Projekte werden nach den Kriterien Machbarkeit, Zukunftsorientierung, Innovationswert, Klimawirkung und Flexibilität bewertet. Weitere Nachrichten hierzu folgen im Laufe des Jahres 2022.

Jacques Vandermeiren, CEO des Hafens von Antwerpen: „Die Unterzeichnung durch diese ersten beiden Konzessionäre ist ein Meilenstein für NextGen District und für den Hafen von Antwerpen. Mehrere Teams innerhalb unserer Organisation haben in den letzten Monaten hart daran gearbeitet, dieses Ziel zu erreichen. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt für unsere Vorreiterrolle im Rahmen des Klimawandels. Ich möchte beiden Unternehmen dafür danken, dass sie diese ersten mutigen Schritte gewagt haben, und ich hoffe, dass andere ‚Changemaker‘ folgen werden.“

Steven Peleman, CEO von Triple Helix: „Um Emissionen und Abfallverschmutzung drastisch zu reduzieren, wollen wir der Welt das Prinzip der Material-Reinkarnation zeigen. In unserer Anlage im NextGen District wollen wir Polyurethan-Schaumstoffe am Ende ihrer Lebensdauer zurückgewinnen und sie in ihre Hauptbestandteile umwandeln, um sie in neuen Produkten wieder zu verwenden. Das ist innovativ und herausfordernd, aber zusammen mit dem Hafen Antwerpen, BlueChem und unseren Industrie- und Wissenspartnern sind wir bereit, diese Schlacht zu schlagen. Nicht mit Worten, sondern mit Taten!“

Tony Wibbeler, CEO von Bolder Industries: „Seit 2015 haben wir Materiallösungen geliefert, die jetzt in Tausenden von Gummi-, Kunststoff- und petrochemischen Produkten weltweit und bei einigen der bekanntesten Marken der Welt zu finden sind. Wir sind sehr stolz darauf, uns dem NextGen District des Hafens von Antwerpen anzuschließen, der strategisch günstig gelegen ist und es Bolder Industries ermöglicht, unsere globalen Kunden besser zu bedienen und einen bedeutenden Beitrag zur Kreislaufwirtschaft zu leisten.“

Annick De Ridder, Vorsitzende des Verwaltungsrats des Hafens von Antwerpen und für den Hafen zuständige Stadträtin von Antwerpen: „Diese neuen Akteure und die damit verbundenen Investitionen und Arbeitsplätze sind eine sehr gute Nachricht für das nachhaltige Wachstum unseres Hafens. Im NextGen District werden diese Pioniere alle Möglichkeiten erhalten, Innovationen zu entwickeln und zur Stärkung, Synergie und Diversifizierung der Hafenplattform beizutragen. Mit diesem Cluster zirkulärer Unternehmen an einem Top-Logistikstandort können wir den Übergang zu einer klimaneutralen Gesellschaft beschleunigen.“

Claire Tillekaerts, CEO der Flanders Investment & Trade Agency: „Auch in Zeiten der Covid-19-Krise bleibt Flandern ein attraktives Ziel für neue ausländische Investoren. Die Synergie zwischen der zentralen Lage unserer Region und den logistischen Vorzügen des Antwerpener Hafens, verstärkt durch eine praxisorientierte Politik der flämischen Regierung, die sich der Kreislaufwirtschaft verschrieben hat, bildet einen sehr attraktiven Rahmen für innovative Unternehmen mit sich gegenseitig ergänzenden Effekten. Ich freue mich daher sehr, Bolder Industries als neuen, das Ökosystem stärkenden Partner in Flandern begrüßen zu dürfen.“

Quelle und Foto: Port of Antwerp




BLG AutoTerminal Kelheim eröffnet Autoregal

50 Kilometer Kabel, 32 Ladesäulen für Elektrofahrzeuge, 2.800 LED-Leuchten: Das dritte Autoregal („P3“) auf dem 547.000 Quadratmeter großen BLG AutoTerminal Kelheim ist erfolgreich in den laufenden Betrieb integriert worden. Damit ist ein starker Standort im internationalen Automobillogistiknetzwerk der BLG-Gruppe mit Hauptsitz in Bremen weiter gewachsen.

Das „P3“ sorgt für eine noch effizientere Wegnutzung und ist nach den neuesten Baustandards errichtet worden. So ist auf dem Dach eine Photovoltaikanlage geplant – bereits die zweite auf dem Gelände. Seit 2019 befindet sich auf einem weiteren der Hallendächer des Terminals eine solche Anlage. Durch sie werden 43.000 kWh Strom produziert, wovon der Standort 85 Prozent für den Eigenbedarf nutzt. Außerdem bereitet Kelheim Wasser auf: Das Wasser wird recycelt, so dass für alle anfallenden Arbeiten auf dem Terminal lediglich 20 Prozent Frischwasser gebraucht werden.

Mit einer Länge von 155 Metern, einer Breite von 84 Metern und einer Höhe von 23 Metern ist das neue, dritte Autoregal, das exklusiv für den Kunden Kia Deutschland gebaut wurde, das größte auf dem Kelheimer Terminal. Auf acht Ebenen bietet es überdachte Stellfläche für 5.368 Kia-Fahrzeuge. Das erhöht die Anzahl der überdachten Plätze auf dem Terminalgelände auf insgesamt 13.000. Insbesondere Neuwagen-Kunden wissen diese geschützte Unterbringung der Fahrzeuge zu schätzen.

Errichtet hat das neue Autoregal „P3“ die GOLDBECK Ost GmbH – Niederlassung Regensburg. Zeit- und Kostenplan wurden trotz Pandemie eingehalten. Das Investitionsvolumen für das neue Autoregal lag bei rund 24 Millionen Euro.

Im Zuge der Kapazitätserweiterung in die Höhe hat die BLG-Gruppe auch einen langfristigen Vertrag über die weitere Zusammenarbeit mit Kia Deutschland geschlossen. Seit der Eröffnung des Kia-Werks im slowakischen Zilina 2006 arbeitet der BLG-Standort in der Nähe von Regensburg für den südkoreanischen Automobilhersteller. Die Neufahrzeuge für den deutschen Markt erreichen den Kelheimer Terminal per Bahn, dann erfolgt die technische Aufbereitung inklusive Sondereinbauten und Lagerung der Fahrzeuge. Die BLG AutoTransport GmbH & Co. KG, die einen eigenen Stützpunkt auf dem Terminal unterhält, verteilt die Fahrzeuge an den Handel.

Weitere Zahlen zum Neubau „P3“:
1.000 Vollverdrängungssäulen (Pfähle)
4.000 Tonnen Konstruktionsstahl
1.600 Kubikmeter Fundamentbeton
6.000 Betonplatten
50 Kilometer beschichtete Betonfugen
2.800 LED-Leuchten mit 13 Kilometer Systemkabel für Beleuchtung
32 Wallboxen für die E-Mobilität
118 Batterie-Ladegeräte mit 4.250 Meter Schienen
20 Kilometer Wärmesensorkabel für die Brandmeldeanlage unterhalb der Betondecken
5 Kilometer Brandmeldekabel
50 Kilometer Elektrokabel in 2,5 Kilometer Kabelrinnen

Gegründet 1995, stellt der BLG AutoTerminal Kelheim einen wichtigen Standort im internationalen Automobillogistiknetzwerk der BLG-Gruppe dar, ideal gelegen für die Konsolidierung von Fahrzeugen und anschließender Händlerverteilung in den deutschen Markt sowie die BENELUX-Länder. In Kelheim kommen die Fahrzeuge meist per Binnenschiff aus Ungarn, per Lkw aus den süddeutschen Automobilwerken oder per Bahn aus der Slowakei und der Tschechischen Republik. Die Fahrzeuge werden am Terminal zwischengelagert und von dort an Händler bundesweit verteilt.

Auf einer Fläche von 547.000 Quadratmetern und in zwei 2007 und 2009 errichteten Autoregalen konnten bisher 27.000 Pkw auf dem Terminal gelagert werden. Mit dem 2021 neu gebauten, dritten Autoregal sind es nun 32.000 Stellplätze. Neben dem Terminalhandling und der Lagerung der Fahrzeuge gehören auch umfangreiche technische Dienstleistungen wie Fahrzeugaufbereitung, Wäsche, Unterbodenschutz, Lackierung und Sondereinbauten zum Leistungsportfolio. Der Terminal verfügt über zwei Bahnanschlüsse und Liegeplätze für Binnenschiffe.

Quelle und Foto: BLG Logistics, Das neue Autoregal „P3“ auf dem BLG AutoTerminal Kelheim bietet auf acht Ebenen überdachte Stellfläche für 5.368 Kia-Fahrzeuge.




Jan Gass führt duisport facility logistics GmbH

Jan Gass ist seit dem 1. Januar neuer Geschäftsführer der duisport facility logistics GmbH (dfl) sowie Leiter Terminal Operations. Der 44-Jährige folgt auf Prof. Thomas Schlipköther, der sich im Rahmen der Zukunftsstrategie wie angekündigt aus der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften zurückzieht und sich auf seine zentrale Funktion als duisport-Vorstand konzentriert.

Jan Gass führt die dfl zusammen mit Jörg Krieger, der am 1. Dezember 2021 die Nachfolge von Bernd Gerullat angetreten hat, der in den Ruhestand getreten ist. Jan Gass kommt von der Contargo Rhein-Neckar GmbH zum Duisburger Hafen, wo er zuletzt Terminal Manager für den Standort Mannheim / Ludwigshafen und gleichzeitig Prokurist war. Zuvor arbeitete der gelernte Speditionskaufmann unter anderem für die Kombi Terminal Ludwigshafen GmbH sowie die Rhenania Wormser Lagerhaus- und Speditions-AG.

„Mit Jan Gass konnten wir einen kompetenten wie erfahrenen Experten für Terminalprozesse gewinnen, den ich herzlich im Team duisport begrüße. Zusammen mit Jörg Krieger wird er sich um den reibungslosen Betrieb auf dem Hafenglände und in unseren Terminals kümmern“, sagt Prof. Thomas Schlipköther.

Außerdem haben Dr. Sandra Strohbücker und Matthias Palapys Prokura für die Duisburger Hafen AG erhalten. Sandra Strohbücker ist Leiterin des Immobilienmanagements der duisport-Gruppe und seit dem 1. Januar 2022 zusätzlich Geschäftsführerin der Hafen Duisburg-Rheinhausen GmbH. Matthias Palapys ist Leiter Bau und Technik der Duisburger Hafen AG und zusätzlich seit dem 1. Dezember 2021 Geschäftsführer der duisport consult GmbH (dpc).

„Dr. Sandra Strohbücker und Matthias Palapys leisten seit vielen Jahren hervorragende Arbeit für den Duisburger Hafen. Der Schritt, den beiden nun Prokura zu erteilen, ist daher nur folgerichtig und eine Würdigung ihres hohen Engagements und erfolgreichen Wirkens“, sagt duisport-CEO Markus Bangen.

Quelle: duisport, Foto des Werbeagentur GmbH, Jan Gass, Geschäftsführer duisport facility logistics GmbH und Leiter Terminal Operations 




ThyssenKrupp baut Elektrolyseanlage im Hafen Rotterdam

thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers hat mit Shell einen Liefervertrag für das Großprojekt ‚Hydrogen Holland I‘ im Hafen von Rotterdam in den Niederlanden unterzeichnet. Im Rahmen des Vertrages wird thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers eine 200 MW Elektrolyse-Anlage auf der Basis seines 20 MW Großmoduls für die alkalische Wasserelektrolyse fertigen.

Die ersten Bauarbeiten für die Elektrolyseure beginnen voraussichtlich im Frühjahr 2022. Die endgültige Investitionsentscheidung von Shell für den Bau von ‚Hydrogen Holland I‘ wird in 2022 erwartet, die Inbetriebnahme ist für 2024 vorgesehen.

„Wir freuen uns darauf, den Aufbau eines großen Wasserstoff-Hubs in Mitteleuropa zu unterstützen und damit einen Beitrag zum Übergang Europas zu grüner Energie zu leisten“, sagt Dr. Christoph Noeres, Head of Green Hydrogen von thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers. „Mit unseren großformatigen Standardmodulen werden wir die Wasserstoffstrategie von Shell weiter stärken. Unsere Partnerschaft verbindet in idealer Weise unsere Engineering-Exzellenz mit der Kompetenz von Shell als großem globalem Energieunternehmen.“

Das Zentrum der Wasserstoffprojektanlage ‚Hydrogen Holland I‘ wird eine Halle sein, die sich über 2 Hektar erstreckt und damit so groß wie drei Fußballfelder ist. Grüner Wasserstoff wird für die Industrie und den Verkehrssektor produziert, wobei der Strom aus dem Offshore-Windpark Hollandse Kust (Noord) stammt, und zwar mit Herkunftsnachweisen. Der Wasserstoff kann über eine etwa 40 Kilometer lange Pipeline transportiert werden, die von der Anlage zum Energie- und Chemiepark Rotterdam zu Shell führt. Klimaneutralität ist eine der obersten Prioritäten für die Anlage: Wo immer möglich, werden wiederverwendbare Baumaterialien eingesetzt und die Außenwände des Werks werden mit Solarzellen ausgestattet. Die Anlage wird nach ihrer vollständigen Inbetriebnahme für ausgewählte Besucher geöffnet sein.

Grüner Wasserstoff ist ein wichtiger Pfeiler der Energiewende hin zu einer nachhaltigen Dekarbonisierung. Bis 2025 wird erwartet, dass Länder, die mehr als 80 Prozent des weltweiten BIP repräsentieren, mit einer eigenen Wasserstoffstrategie in die Wasserstoffwirtschaft einsteigen werden. Als weltweiter Technologieführer für grünen Wasserstoff ermöglicht thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers seinen Kunden den Übergang zu einer kohlenstofffreien Industrie.

thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers bietet weltweit führende Technologien für hocheffiziente Elektrolyseanlagen. Das Unternehmen, ein Joint Venture mit Industrie De Nora, verfügt über umfangreiches Know-how in der Planung, Beschaffung und dem Bau von elektrochemischen Anlagen und kann auf seine Erfolgsbilanz von mehr als 600 erfolgreich installierten Projekten mit einer Gesamtkapazität von über 10 Gigawatt verweisen. Mit seiner Wasserelektrolyse-Technologie zur Erzeugung von grünem Wasserstoff bietet das Unternehmen eine innovative Lösung im industriellen Maßstab für grüne Wertschöpfungsketten und eine Industrie, die mit sauberer Energie betrieben wird – ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaneutralität.

Quelle und Foto: thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers




Rekordjahr für TransFER Wolfurt – Rotterdam

Der Container-Shuttle der Rail Cargo Group zwischen dem österreichischen Wolfurt und Rotterdam wird am Jahresende 2021 mit über 18.500 per Bahn transportierten TEU eine Rekordzahl erreichen. „Eine Steigerung von mehr als 170 Prozent im Vergleich zur Anfangsphase.“

2016 startete die Rail Cargo Group die Verbindung mit 6.686 TEU in jenem Jahr. „Das seitdem zu verzeichnende Wachstum ist einerseits der Attraktivität des Güterzentrums selbst zu verdanken”, erläutert Bernhard Ebner, Business Unit Manager Intermodal bei dem österreichischen Unternehmen. „Andererseits konnten wir unsere Kunden von der Qualität und der Wirtschaftlichkeit unserer TransFER-Bahnverbindung Wolfurt–Rotterdam überzeugen. Westeuropa ist dadurch mit Wirtschaftszentren Süd- und Südosteuropas wie Koper und Triest verbunden. Darüber hinaus wird eine direkte Anbindung an weitere österreichische Terminals ermöglicht.“

Wolfurt liegt im Westen Österreichs an der Grenze zur Schweiz. Derzeit werden drei Rundläufe pro Woche angeboten. Zwei davon führen von Wolfurt via Kufstein in Österreich nach Rotterdam und zurück. Der dritte Rundlauf verbindet Rotterdam via Frenkendorf in der Schweiz mit Wolfurt. Ebner: „Nächstes Jahr planen wir zusätzliche Verbindungen von Frenkendorf und Niederglatt nach Wolfurt, mit direktem Service nach Rotterdam. Dabei fügen wir den Schweizer Importüberschuss mit dem Exportüberschuss der Vorarlberger Region zusammen. So eröffnen wir der Wirtschaft im Bodenseeraum mehr Transportwege für den Güterverkehr.“

„Wir transportieren Waren aller Art in beide Richtungen, wobei die Fracht meist aus Konsumgütern besteht“, fügt Ebner hinzu. „Sowohl die Schweiz als auch die Bodenseeregion sind robuste Wirtschaftsregionen und mit dem Rotterdamer Hafen als starker Partner sind sie an den Rest der Welt angebunden. Daher setzen wir für 2022 und 2023 auf ein weiteres Wachstum der Güterströme und bestätigen damit den Trend der letzten Jahre.“

Franz Zauner, regionaler Vertreter des Rotterdamer Hafens: „Wir freuen uns über einen so großartigen und wichtigen Partner wie Rail Cargo Group. In den vergangenen fünf Jahren haben die Containerströme von und nach Österreich über Rail stetig zugenommen.“

Quelle und Grafik: Port of Rotterdam




Norddeutschland mit Europa verbinden

Die IHK Nord fordert in einem Positionspapier zu den transeuropäischen Netzen (TEN-V) 40 norddeutsche Verkehrsprojekte zügig zu realisieren, darunter 11 Autobahn-, 13 Schienen-, 8 Wasserstraßen- und 7 Hafenprojekte sowie die Umsetzung des Fehmarn-Belt-Tunnels.

„Wir brauchen jetzt und in Zukunft ein leistungsfähiges Verkehrsnetz, das Norddeutschland mit Europa verbindet.  Norddeutschland ist auch über die grenzüberschreitenden Verbindungen – nach Skandinavien, in die Niederlande sowie nach Polen – eine lebenswichtige Verkehrsader und trägt damit elementar zur Verwirklichung des europäischen Binnenmarktes bei. Hier darf es nicht zu Staus kommen – dies gilt für jede Art von Verkehrsträger. An den Zielen der Europäischen Kommission zur Fertigstellung des Kernnetzes bis 2030 und des Gesamtnetzes bis 2050 ist daher unbedingt festzuhalten.“, erläutert Prof. Norbert Aust, Vorsitzender der IHK Nord.

Hintergrund ist die geplante Überarbeitung der TEN-V Leitlinien durch die Europäische Kommission. Von den insgesamt sechs durch Deutschland verlaufenden Kernnetz-Korridoren verlaufen drei durch Norddeutschland. Dabei ist Norddeutschland mit mindestens fünf TEN-V Projekten pro Bundesland im Kern- oder Gesamtnetz vertreten.

„Norddeutschland ist über seine Seehäfen das Tor zum Welthandel, die Häfen stellen das Herzstück der norddeutschen Infrastruktur dar. Daher müssen die See- und Binnenhäfen als strategische Knotenpunkte gestärkt werden. Durch effektive Hinterlandanbindungen können logistische Versorgungs- und Lieferketten aufrechterhalten und Norddeutschlands Funktion als Tor zur Welt erhalten bleiben.“, betont Prof. Aust.

Europäische und nationale Verkehrsstrukturen müssen dabei effektiv ineinandergreifen. Die Zielsetzungen des TEN-V-Netzes sind weitgehend identisch mit denen des aktuellen Bundesverkehrswegeplans 2030, nahezu alle großen Neu- und Ausbauprojekte des Bundesverkehrswegeplans 2030 liegen auf TEN-Korridoren. In diesem Zug fordern die norddeutschen Kammern die neue Bundesregierung auf, bei der im Koalitionsvertrag geplanten Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) 2030 die transeuropäischen Verkehrsnetze im Blick zu haben und die norddeutschen Projekte umzusetzen.

Wichtig ist zudem ein Blick nach vorn, um Norddeutschland zukunftsfähig aufzustellen. Der für Norddeutschland und das ganze nordöstliche Europa zentrale Korridor „Via Hanseatica“ entlang der Nord- und Ostseeküste (Amsterdam-Bremen-Hamburg-Wismar-Rostock-Stettin-Danzig-Riga) ist bislang nicht als Kernkorridor im TEN-V-Netz ausgewiesen. Damit sind zentrale norddeutsche Verkehrsprojekte wie die A 20 oder die sogenannte Wunderlinie (Eisenbahnstrecke Groningen-Bremen auf dem Eisenbahnkorridor Amsterdam-Hamburg) kein Bestandteil des TEN-Kernnetzes. „Nicht nur aus norddeutscher Sicht, sondern für das gesamte nordöstliche Europa sollte diese zentrale West-Ost-Achse zusätzlich als TEN-V-Korridor definiert und damit in das Kernnetz aufgenommen werden“, fordert der IHK Nord-Vorsitzende abschließend.

Das Papier mit den Forderungen der IHK Nord finden Sie hier.

Quelle und Grafik: IHK Nord




Erste „Projektladung“ im Probebetrieb geschleust

Im Auftrag des Wasserstraßen-Neubauamtes Berlin erfolgt seit dem Jahr 2008 ein Ersatzneubau für das am Ende seiner Nutzungsdauer angelangte Schiffshebewerk Niederfinow (Inbetriebnahme 1934). Am 8. Dezember 2021 wurde nun zu Demonstrationszwecken erstmals eine Funktionsprobe mit Schleusung einer Projektladung mit maximal möglicher Ladungshöhe über dem Wasserspiegel durchgeführt.

Generalauftragnehmer ist eine Arbeitsgemeinschaft der Unternehmen IMPLENIA Construction GmbH, DSD Brückenbau GmbH,  Johann Bunte Bauunternehmung GmbH & Co. KG und SIEMAG TECBERG GmbH. Seit September 2021 befindet sich die neue Anlage im Probebetrieb.

Jetzt wurde das unter deutscher Flagge verkehrende Motorgüterschiff URANUS im Auftrag der zur österreichischen Felbermayr Gruppe gehörenden BEST Logistics Sp. z o.o. aus Szczecin in Richtung Oder geschleust. Nach eigenen Angaben wurde dabei eine 210 t schwere Gasturbine des Herstellers GE-Energy aus dessen Werk Belfort in Frankreich zum Einbau in das polnischen Heizkraftwerk Zielona Góra an die mittlere Oder transportiert.

„Dieser Transport belegt eindrucksvoll die internationale Bedeutung der Havel-Oder-Wasserstraße als integraler Bestandteil der transeuropäsichen Wasserstraße E70 die Rotterdamm mit Klaipeda verbindet. Zugleich ist die 150 km lange Wasserstraßenverbindung von Szczecin nach Berlin die einzige zum TEN-T Netz der Europäischen Union gehördende Hinterlandanbindung eines Ostseehafens an das westeuropäische Binnenwasserstraßennetz. Gerade für großformatige Schwertransporte zwischen West- und Osteuropa sowie Skandinavien ist diese Wasserstraße damit eine nachhaltige Option zur Entlastung des Straßenverkehrsnetz in Deutschland”, sagt Rolf Dietrich als Leiter des Wasserstraßen-Neubauamtes Berlin.

Für die Durchfahrtshöhe unter Brücken kann mit Inbetriebnahme des neuen Hebewerkes auf der Relation zwischen den öffentlichen Binnenhäfen in Eberswalde und Schwedt/Oder sowie dem Seehafenverbund Szczcecin-Swinoujscie bereits nahezu ganzjährig eine Durchfahrtshöhe von 5,25 m über dem Oberen Betriebswasserstand angeboten werden. Zwischen Eberswalde und Berlin beträgt die Durchfahrtshöhe unter Brücken derzeit noch 4,50 m, so dass das am 08.12.2021 geschleuste Motorgüterschiff in diesem Streckenabschnitt noch ballastiert werden musste. Ohne Ballast ragte die Ladung mit 5,30 m aus dem Wasserspiegel heraus.

Quelle: Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, Foto:WNA Berlin,  SHW Niederfinow Turbinentransport Belfort – Zielena Gora im Auftrag Best Logistics




Kombiverkehr mit Profil P400 und mehr Zugabfahrten

Die Kombiverkehr KG bietet nach dem Fahrplanwechsel Schienentransporte mit Profil P400 auf den Verbindungen zwischen Mortara via Lötschberg und dem Greenport-Terminal in Venlo beziehungsweise zwischen Mortara via Gotthard und Rotterdam CTT an.

„Mit der Trassenumstellung auf das Profil P400 ermöglichen wir Spediteuren nun den Transport von Sattelaufliegern mit einer Eckhöhe von vier Metern“, sagt Alexander Ochs, Geschäftsführer von Kombiverkehr. „Dank der höheren Ladekapazität steigt für unsere Kunden die Effizienz ihrer intermodalen Sendungen auf diesen Strecken spürbar.“ Der Direktzug Mortara – Venlo v.v. verkehrt dreimal pro Woche an den Versandtagen Montag, Mittwoch und Freitag in beiden Richtungen. Von und nach Rotterdam besteht zurzeit fünfmal wöchentlich von Montag bis Freitag die Möglichkeit für Transporte auf der umweltfreundlichen Schiene.

Die Frequenz der stark genutzten Zugrelation zum Nordseehafen Gent wird ausgebaut. Nach einer ersten Frequenzerhöhung zum 17. Januar wird nur kurze Zeit später am 7. Februar 2022 die achte Zugabfahrt pro Woche und Richtung in den Fahrplan aufgenommen. „Der weiter anziehenden Nachfrage auf unseren Verbindungen von Italien über die Schweiz bis in die Benelux-Länder begegnen wir mit noch vielfältigeren Versandmöglichkeiten auf diesem transalpinen Korridor“, so Ochs. „Die weiterführenden Fähranbindungen ab Gent machen dieses multimodale Angebot nach dem Brexit obendrein besonders interessant für Spediteure mit Transportgeschäften mit dem Vereinigten Königreich.“

Quelle: Kombiverkehr, Foto: Kombiverkehr KG, Serse Zoppi, mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2021 verkehren Kombiverkehr-Züge zwischen Mortara und Venlo sowie Rotterdam mit Profil 400.