Contargo betreibt Terminal Valenciennes für weitere 15 Jahre

Contargo North France hat eine europaweite Ausschreibung gewonnen und wird weiterhin das Containerterminal Ports de l’Escaut am Kai von Bruay-sur-l’Escaut/Saint-Saulve in der Nähe von Valenciennes betreiben. Der gerade erst unterzeichnete Vertrag trat am 1. Januar 2022 für eine Dauer von fünfzehn Jahren in Kraft.

Das 2015 in Betrieb genommene Containerterminal Escaut Valenciennes Conteneurs Terminal (EVCT) wächst kontinuierlich. 2017 wurde es erstmals erweitert und 2021 ein zweites Mal, wodurch seine Abfertigungskapazität auf heute 140.000 TEU pro Jahr stieg.

„Mit dieser modernen und leistungsfähigen Infrastruktur wollen wir die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie- und Handelsunternehmen des Grand Hainaut stärken und die Attraktivität unserer Region verbessern. Die Lage am Canal Seine-Nord Europe wird langfristig noch mehr Wertschöpfung bringen. Wir freuen uns, unsere Partnerschaft mit Contargo fortzusetzen, einem der führenden europäischen Anbieter von multimodalen Terminals, der seit 1996 im Valenciennes aktiv ist“, sagte Bruno Fontaine, Präsident des Syndicat Mixte Docks Seine Europe/Escaut (Zweckverband Docks Seine Europe/Schelde).

Contargo verpflichtet sich mit der Vertragsverlängerung, das Containerterminal und die multimodalen Transportaktivitäten weiterzuentwickeln. Das Terminal wird vom Wachstum des kombinierten Verkehrs Fluss-Straße getragen und soll bald auch den kombinierten Verkehr mit der Eisenbahn anbieten. Kurzfristig sind mehrere Investitionen in die Umschlagsanlagen geplant, z. B. ein neuer Reachstacker und ein zweiter Portalkran.

„Wir sind von dem Entwicklungspotenzial des Industrie- und Logistikmarktes in der Region überzeugt und freuen uns, unsere Zusammenarbeit an diesem Standort fortzusetzen, der bereits der führende multimodale Containerterminal in Nordfrankreich ist“, so Gilbert Bredel, Managing Director von Contargo North France.

Für Thomas Löffler, Managing Director bei Contargo, zeigt dieses Engagement auch das Interesse von Contargo am französischen Markt im Bereich des Betriebs von Binnencontainerterminals: „Darüber hinaus tragen wir dazu bei, multimodale Infrastrukturen und Transportdienstleistungen in Europa auszubauen und so die nachhaltige Entwicklung im Verkehrssektor voranzutreiben“.

Quelle: Contargo, Foto: Syndicat Mixte Docks Seine Nord Europe Escau, Unterzeichnung des Vertrags für den Betrieb des Containerterminals der Ports de l’Escaut. Von links nach rechts: Gilbert Bredel, Managing Director von Contargo North France und Bruno Fontaine, Managing Director des Syndicat Mixte Docks Seine Nord Europe Schelde.




Bleibende Werte für die Branche geschaffen

Zum 31. Dezember 2021 hat Robert Breuhahn sein Amt als Geschäftsführer der Kombiverkehr KG niedergelegt. Breuhahn leitete seit Oktober 1993 die Geschicke der Kommanditgesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main und verantwortete bis zuletzt die Bereiche Vertrieb, Produktion, Unternehmenskommunikation, Recht und Versicherungen.

„Kombinierter Verkehr ohne Robert Breuhahn ist eigentlich undenkbar. Mit seinem unermüdlichen Einsatz, seiner sachlichen Analyse, seiner Fairness im Umgang mit Kunden und seiner verlässlichen Art als Person hat er über mehrere Jahrzehnte den Kombinierten Verkehr in Deutschland und Europa stark geprägt und erfolgreich gemacht. Er genießt das uneingeschränkte Vertrauen der Spediteure und das teilweise schon über Generationen hinweg“, sagt Hermann Lanfer, Verwaltungsratsvorsitzender der Kommanditgesellschaft. „Seine persönlichen Verdienste und Leistungen als Geschäftsführer waren außerordentlich und werden für das Unternehmen und die Logistikbranche bleibende Werte haben. Dafür danken ihm die Mitglieder des Verwaltungsrates, die Kommanditisten und die Mitarbeitenden des Unternehmens auf das Herzlichste.“ Dem Unternehmen bleibt Breuhahn mit seiner Expertise im Jahr 2022 verbunden. Alexander Ochs hat im Januar 2021 seine Nachfolge angetreten, der nun zusammen mit Armin Riedl die geschäftsführende Doppelspitze des Frankfurter Operateurs bildet.

Robert Breuhahn hat eine Ausbildung zum Speditionskaufmann absolviert und von 1974 bis 1976 Verkehrswirtschaft an der Deutschen Außenhandels- und Verkehrs-Akademie (DAV) in Bremen studiert. Am 1. März 1977 begann er seine Berufskarriere als kaufmännischer Mitarbeiter bei Kombiverkehr und bekam in den folgenden Jahren kontinuierlich mehr Verantwortung übertragen. Er übernahm zunächst die Leitung des Ressorts Verkauf National und anschließend die Gesamtverantwortung des nationalen und internationalen Vertriebs. Schließlich wurde er am 1. Oktober 1993 zum Geschäftsführer des Unternehmens berufen. Außerdem vertrat Robert Breuhahn Kombiverkehr auf nationaler und internationaler Ebene in Organisationen und Beteiligungsgesellschaften, etwa bei Bohemiakombi, Roland Umschlagsgesellschaft oder der Münchener Lokomotion GmbH sowie dem europäischen Dachverband UIRR, dessen Präsident er von 2012 bis Ende 2013 war.

Quelle und Foto: Kombiverkehr, nach 28 Jahren hat Robert Breuhahn seine Funktion als Geschäftsführer bei der Kombiverkehr KG zum 31. Dezember 2021 niedergelegt. Dem Unternehmen steht er weiterhin beratend zur Seite.




Quay Connect für den Export nach GB

Jährlich werden Waren im Wert von etwa 40 Milliarden Euro aus den Niederlanden in das Vereinigte Königreich exportiert. Seit dem Brexit ist das deutlich komplizierter und zeitintensiver geworden. Deshalb wurde ein neues Dienstleistungsangebot namens Quay Connect auf Naviporta – der unabhängigen Blockchain-Plattform für den Logistiksektor – entwickelt.

Dieses Dienstleistungsangebot ist einzigartig wegen des automatischen Informationsaustauschs mit den Zollbehörden in den Häfen des Vereinigten Königreichs. Es ermöglicht es den Exporteuren, den Export- und Zollablauf vollständig zu digitalisieren und zu straffen. Inzwischen wurde die erste Live-Lieferung durchgeführt, und es wurde errechnet, dass der Einsatz dieser Lösung zu Kosteneinsparungen von mindestens 30 % pro Zollabfertigung führt.

Quay Connect wurde von Blocklab initiiert und in Zusammenarbeit mit Azarc und British Telecom entwickelt. Dieses digitale Dienstleistungsangebot macht Gebrauch von der Blockchain-Infrastruktur der Naviporta-Plattform, an die alle beteiligten Parteien auf beiden Seiten der Nordsee angeschlossen sind. Die gemeinsame Nutzung der Blockchain-Technologie ermöglicht den sicheren und direkten Austausch von Daten mit den Zollbehörden (HM Revenue & Customs) im Vereinigten Königreich. So entsteht ein nahtloser und vollautomatischer Informationsfluss, der viel Zeit und Geld spart.

In den letzten Monaten wurde Quay Connect von ABC Logistics und Fresh Produce Centre getestet. Die Pilotprojekte haben gezeigt, dass der Einsatz dieser Lösung unter anderem zu folgenden Ergebnissen führt. Diese sind:

  • Kostenersparnis von mindestens 30 %
  • schnellere und effizientere Abfertigung von Dokumenten und Waren (mindestens 20 % schneller)
  • reduzierte manuelle Abfertigung
  • geringere Fehleranfälligkeit bei Informationen
  • besserer Einblick in den Zustand der Ladung

Daco Sol, Programm-Manager für Logistik und Lieferkette bei Fresh Produce Centre sagt Folgendes dazu: ‚“Quay Connect bringt einen Durchbruch für den gesamten Sektor zuwege, vor allem aber für die Akteure, die frische Waren ins Vereinigte Königreich exportieren. Dieses digitale Dienstleistungsangebot sorgt für Vertrauen, Transparenz und mehr Effizienz in der Logistikkette, die auf den Export nach Großbritannien ausgerichtet ist.

ABC Logistics nutzt dieses neue digitale Dienstleistungsangebot nach einem erfolgreichen Pilotprojekt und ist damit der erste offizielle Kunde von Quay Connect auf der Naviporta-Plattform.

Derzeit wird das Dienstleistungsangebot in Richtung des Exports mehrerer Warenarten (Commodities) erweitert und für alle Häfen des Vereinigten Königreichs verfügbar gemacht. Auch hierzu haben sich bereits die ersten Kunden auf der Plattform angemeldet. Insbesondere arbeiten die Niederlande an einer Integration mit dem Port Community System namens Portbase. Dadurch kann die Dateneingabe weiter minimiert werden, was für niederländische Parteien auf dem englischen Markt zu weniger Arbeitsschritten, geringerer Fehleranfälligkeit und Bearbeitungszeit führt.

„Dank des Einsatzes neuer Technologien, gemeinsam mit dem Markt, machen wir den Hafen und die internationalen Handelsströme intelligenter und effizienter, wodurch alle Formen der Verschwendung – Zeit, Geld, Arbeitskräfte und Emissionen – minimiert werden.“ So äußerte sich Raoul Tan, Direktor Naviporta. Die vom Hafenbetrieb Rotterdam initiierte Naviporta-Plattform sorgt dafür, dass Logistik- und Finanzdaten auf transparente, effiziente und sichere Weise ausgetauscht werden können. In naher Zukunft werden neben Quay Connect neue Dienstleistungsangebote auf den Markt kommen, die es Verladern und Logistikunternehmen ermöglichen, ihre Lieferketten weiter zu optimieren.

Quelle und Video: Port of Rotterdam




Felbermayr integriert BAU-TRANS

Mit Wirkung vom 1. Januar 2022 wird das Schwesterunternehmen der Felbermayr Transport- und Hebetechnik, die Bau-Trans GmbH formell in die Felbermayr Transport- und Hebetechnik GmbH & Co KG integriert. Davon unberührt bleiben die Bau-Trans Standorte in Vaduz (LI) und Biatorbágy (HU) mit den Firmen Bau-Trans AG und Bau-Trans Kft.​​​​​​​

„Wir sind überzeugt, durch die Integration der Bau-Trans GmbH in die Felbermayr Transport- und Hebetechnik GmbH & Co KG die internen Abläufe weiter optimieren zu können und somit auch die Kundenzufriedenheit weiter zu steigern“, sind sich die beiden Bau-Trans-Geschäftsführer Wolfgang Schellerer und Christoph Nüßler einig.

Beide fungierten schon jetzt in doppelter Funktion als Geschäftsführer für die Bau-Trans GmbH und deren Schwesterunternehmen, der Felbermayr Transport- und Hebetechnik GmbH & Co KG, wobei die Geschäftsführung der Felbermayr Transport- und Hebetechnik durch Peter Stöttinger vervollständigt wird.

Durch die Integration wird der Bau-Trans-Standort Lauterach in Vorarlberg künftig als Niederlassung der Felbermayr Transport- und Hebetechnik geführt. Davon unberührt bleiben die Bau-Trans-Standorte in Vaduz (LI) und Biatorbágy (HU) mit den Firmen Bau-Trans AG und Bau-Trans Kft. Somit bleibt der Name Bau-Trans auch weiterhin erhalten und mit ihm auch das Angebot für Schwergutlogistik und Kran- und Bühnenvermietung in der Schweiz und Lichtenstein.

Die Gründung des Unternehmens Bau-Trans geht auf das Jahr 1972 zurück. Damals wurde das Unternehmen, mit zuletzt insgesamt rund 100 Mitarbeitern, zur Abdeckung des Bedarfs der Vorarlberger Bauwirtschaft gegründet. In weiterer Folge kam 1989 ein Standort in Ungarn dazu.

2002 erfolgte die Übernahme des Bau-Trans-Standortes in Vorarlberg durch Felbermayr. Zwei Jahre später wurde auch der Standort in Ungarn in die Felbermayr-Gruppe integriert. Es folgten der Einstieg in die Kran- und Bühnenvermietung sowie die Gründung eines weiteren Bau-Trans-Standortes in Liechtenstein.

Die Felbermayr Holding GmbH mit Firmensitz in Wels/Österreich ist mit 73 Standorten in 19 Ländern Europas vertreten. Aktuell beschäftigt die Unternehmensgruppe Felbermayr rund 2.750 Fachkräfte, welche 2020 einen konsolidierten Nettoumsatz von rund 492 Millionen Euro erwirtschafteten. Spezialisiert ist das Unternehmen auf Spezial- und Schwertransporte, Mobilkran- und Arbeitsbühnenvermietung, Heavylifthandling sowie Tief- und Hochbautätigkeiten.

Quelle und Foto: Felbermayr Holding GmbH




Einer der saubersten Fuhrparks

Die Mitarbeitermobilität bei den Stadtwerken Düsseldorf wurde innerhalb von zwei Jahren neu aufgestellt. Das Ergebnis: Smart, effizient, klimaschonend – einer der saubersten Fuhrparks der Landeshauptstadt.

Die Stadtwerke Düsseldorf sind wichtiger Partner der Landeshauptstadt Düsseldorf bei der Erreichung der Klimaziele 2035. Mobilität spielt dabei eine wichtige Rolle. „Insgesamt nutzen wir im Unternehmen bereits 150 emissionsfreie Fahrzeuge. Das sind 76 E- und zwei Wasserstoff-Fahrzeuge, sowie 72, die mit Bio-Erdgas betankt werden. Damit verfügen wir über einen der saubersten Fuhrparks der Landeshauptstadt“, so Arbeitsdirektorin Dr. Charlotte Beissel vom Vorstand der Stadtwerke Düsseldorf.

Wer heute bei den Stadtwerken die nächste Dienstfahrt plant, sucht nach der besten Möglichkeit über das Mobilitätsportal, das über eine App auf dem Firmen-Smartphone bedient wird. Hier werden – abhängig von Streckenlänge und Anzahl mitfahrender Personen – nicht nur Poolfahrzeuge angeboten, sondern auch alternative Vorschläge mit dem E-Bike oder dem Öffentlichen Personennahverkehr. Das System schlägt stets das wirtschaftlichste Fahrzeug mit der höchsten CO2-Einsparung vor. Zusätzlich wird bei der Erneuerung von Fahrzeugen in der hauseigenen Flotte darauf geachtet, nur noch möglichst emissionsfreie Fahrzeuge anzuschaffen. „Mit Erfolg“, wie Beissel betont. Innerhalb von drei Jahren konnte der durchschnittliche CO2-Ausstoß im Pkw-Bereich bei den Stadtwerken von 130 auf unter 90 Gramm pro Kilometer gesenkt werden. Bei kleineren Nutzfahrzeugen um ca. 25 Gramm pro Kilometer.

Quelle und Foto: Stadtwerke Düsseldorf AG

 




Ein gutes, glückliches und gesundes neues Jahr

Das alte Jahr neigt sich dem Ende zu – und es war sicherlich nicht das, was die meisten von uns erwartet haben. Aber Logistiker sind es gewohnt, in jeder Situation schnell, flexibel und kompetent zu reagieren und die besten Entscheidungen zu treffen.

In dem Sinne Glück Auf für ein vielleicht dieses Mal nicht ganz so überraschendes, dafür um so erfolgreicheres und vor allem gesundes 2022 – immer schön „negativ“ bleiben 😉

Bild von PublicDomainPictures auf Pixabay 




RheinCargo setzt auf Dual Mode-Lokomotiven

Der Logistikdienstleister RheinCargo hat drei neue Lokomotiven vom Typ Siemens Vectron Dual Mode übernommen. Im Auftrag der HGK Logistics & Intermodal werden die Triebfahrzeuge ab dem 1. Januar 2022 eingesetzt, um Containerzüge zwischen Duisburg, Bremen und Bönen zu fahren.

RheinCargo hat die drei Lokomotiven bei einem Dienstleister angemietet. Die speziellen Hybrid- Fahrzeuge sind in der Lage, sowohl unter Oberleitungen als auch auf nicht elektrifizierten Stre- cken zu fahren. Dank einer Traktionsleistung von mindestens 2000 kW werden unter beiden Antriebsarten lange Containerzüge zuverlässig und zügig befördert.

Aufgrund des Hybridsystems können Strecken, die nicht durchgehend elektrifiziert sind, ohne Lokwechsel genutzt werden. „Die positiven Effekte liegen auf der Hand. Bei unseren neuen Ver- kehren zwischen Duisburg, Bremen und Bönen sind über 95 Prozent der Strecken elektrifiziert. Der Dieselantrieb wird nur bei der ersten und letzten Meile benötigt. Statt eine Diesellok für die ganze Strecke einzusetzen oder für wenige Kilometer vorzuspannen, kommt der Verbrennungsmotor nur zum Einsatz, wenn es nicht anders geht. Das ist beispielsweise in Containerterminals der Fall, die baulich bedingt keine Oberleitungen besitzen, oder auf Anschlussgleisen. Alle Hauptstrecken werden konsequent elektrisch befahren“, erklärt Daniel Jacobs, bei RheinCargo für das Fahrzeug-Management verantwortlich.

RheinCargo bezieht für die im Unternehmen eingesetzten E-Lokomotiven seit Anfang 2021 Ökostrom. Dank des Dual Mode-Konzepts können bei den neuen Verkehren die Emissionen im Vergleich zu früher zusätzlich drastisch reduziert werden. Die Lokomotiven gehören zur Vectron- Familie von Siemens, entsprechen dem neusten technischen Stand, sind besonders effizient und zuverlässig. RheinCargo besitzt bereits sechs neue E-Loks vom Typ Siemens Smartron, die auf der gleichen Plattform basieren.

Neben den drei neuen Triebfahrzeugen kommen auch über 50 angemietete Container-Tragwagen der Gattung Sggnss 80XL des Herstellers Tatravagonka für die neuen Verkehre zum Einsatz. Diese Wagen sind besonders lang, leise und bieten flexible Belademöglichkeiten. Das Gewicht der Wagen ist dabei im Vergleich zu klassischen Wagen um über 20 Prozent reduziert. Seit Som- mer 2021 nutzt RheinCargo bereits 73 eigene Wagen des gleichen Typs, die sich hervorragend bewährten, für andere Containerverkehre.

„Durch Investitionen in moderne Lokomotiven und Güterwagen können wir Klimabilanz und Effizienz der Containerverkehre erheblich verbessern. So geben wir Kunden und Verladern einen weiteren Anreiz, mehr Mengen auf die Schiene zu verlagern“, so Wolfgang Birlin, bei RheinCargo zuständiger Geschäftsführer für den Bereich Güterbahn. Birlin weiter: „Die Nutzung weiterer Dual Mode-Lokomotiven ist bereits in Prüfung.“

Quelle: RheinCargo, Foto: RheinCargo / Thiede




Neue Netzleitzentrale der HGK fertiggestellt

Rein äußerlich fällt das neue Logo als erstes auf: Das Markenzeichen des HGK-Geschäftsbereichs Infrastructure & Maintenance prangt jetzt dekorativ an der Außenwand der umgebauten und erweiterten Netzleitzentrale in Hürth-Kendenich. Es symbolisiert: Hier ist etwas Neues entstanden. Wobei die eigentliche Evolution im Inneren des Gebäudes vollzogen wurde.

Von der Netzleitzentrale aus wird der Stadtbahnverkehr der Linien 7, 16, 17 und 18 sowie alle Güterzug-Bewegungen im HGK-Netz gesteuert. Insgesamt 253,8 Kilometer Gleise mit 627 Signalen, 302 Weichen und 76 Bahnübergängen umfassen die HGK-Anlagen in und um Köln. Für Sanierung, barrierefreien Umbau und Erweiterung des Gebäudes in Kendenich sowie die Ausstattung in modernste digitale Technik investierte die HGK AG jetzt rund 4,1 Millionen Euro.

„Da wir nach und nach Fahrdienstleiter von den Kölner Stellwerken in Niehl und Bickendorf sowie die aus Frechen, Vochem und Wesseling hier zusammengezogen haben, wurden die Platzverhältnisse immer beengter und die Erweiterung am bestehenden Standort zwingend notwendig“, so Günther Wischum, Leiter des HGK-Netzbetriebs.

Der Umbau geschah unter laufendem Betrieb, was für die verantwortlichen Signaltechniker eine große fachliche und logistische Herausforderung war – der Schienenverkehr konnte ja nicht tagelang pausieren. Während der Baumaßnahmen wurden die Arbeitsplätze für knapp zwei Jahre in Container vor dem Gebäude verlegt. „Wir sind sehr stolz auf unsere Kolleginnen und Kollegen. Natürlich war die Übergangsphase nicht immer einfach, aber gemeinsam haben wir die Herausforderungen bewältigt“, so Wischum.

Neben dem Bestandsgebäude wurde ein Anbau auf Stelzen errichtet, darunter befinden sich Parkplätze, die zum Teil mit Stromladesäulen ausgestattet werden. Da der Kendenicher Bach durch das Gelände fließt, mussten entsprechende bauliche Maßnahmen gegen Überflutung getroffen werden. Bei dem dramatischen Unwetter im Juli 2021 bewährten sich diese während des Baus bereits. Zudem mussten aufgrund des Standorts in der rheinischen Bucht, die tek- tonisch aktiv ist, besondere Vorkehrungen gegen eventuelle Erdbeben getroffen werden.

Die Netzleitzentrale in Kendenich hat im Inneren jetzt ein bisschen was vom Kennedy-Space-Center, dem berühmten Weltraum-Bahnhof am Cape Canaveral. Auf 12 großen Monitoren der Videowand und 82 Bildschirmen an den Bedienplätzen werden gestochen scharf Bilder der Netzkameras übertragen. Die sogenannten Lupenbilder eines jeden Stellwerks sichern den Bedienenden einen guten Überblick über den Verantwortungsbereich, so wird höchste Sicherheit für den Eisenbahnbetrieb garantiert. Die zehn Arbeitsplätze für den Drei-Schicht-Betrieb wurden exakt auf die Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abgestimmt, sie sind höhenverstellbar und barrierefrei erreichbar. Die Räume erhielten einen speziellen Schallschutz, eine Klimaanlage sorgt für angenehme Temperaturen.

„Wir haben den Netzbetrieb der HGK fit für die Zukunft gemacht. Dabei blieben die zeitlichen und finanziellen Bedingungen alle im Rahmen. Das ist für so ein Projekt in der heutigen Zeit schon außergewöhnlich“, so Günther Wischum, der sich auch über neue Mitarbeitende freuen würde, denn: „Wir haben Bedarf an Fachkräften. Unsere Arbeitsplätze im Fahrdienstleiterbereich sind attraktiv und sicher. Und durch unsere neue Aufzugsanlage können wir jetzt auch mobilitätseingeschränkten Personen einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz anbieten.“ Kontakt: netz@hgk.de

Quelle und Foto: HGK, der Verkehr im HGK-Netz wird von Hürth-Kendenich aus mit neuester digitaler Technik gesteuert.




WienCont profitiert von Leercontainerhandel

Die WienCont, das umschlagsstärkste Containerdepot Österreichs und Tochterunternehmen des Wien Holding-Unternehmens Hafen Wien, nutzt den während der Corona-Krise entstandenen Mangel an Leercontainern in Europa und kann seine für 2021 gesteckten Ziele erreichen.

Im Hafen Wien bietet die WienCont umfassende Dienstleistungen im Containergeschäft. Dazu zählen neben dem Containerumschlag auch die Lagerung, der Check und die Reparatur von Leercontainern sowie der Handel mit neuen und gebrauchten Containern. Zusätzliche Services wie z.B. Stuffing/Stripping, Lagerlogistik und Zolldienstleistungen werden ebenfalls geboten. Die Corona-Krise hat das Unternehmen vor Herausforderungen gestellt, gleichzeitig aber auch neue Chancen eröffnet.

Die Corona-Krise hat dazu geführt, dass die Auslastung der Leerdepot-Flächen im Terminal rückläufig ist, da sich die Ladeeinheiten 2021 wesentlich schneller gedreht haben – das heißt, Equipment aus dem Import wurde wesentlich schneller wiederbeladen, als dies normalerweise der Fall ist. Container-Reparaturen werden derzeit verstärkt in Fernost durchgeführt anstatt in Europa, was rückläufige Umsätze im Bereich der Containerreparatur mit sich bringt. Die Reeder nutzen billigen, freien Schiffsraum von Europa nach Asien und profitieren zusätzlich von niedrigen Reparaturpreisen – vor allem in China. Die WienCont profitiert vom Mangel einsatzfähiger Container in Österreich, indem sie Verlader*innen Leercontainer zum Verkauf bietet. Das Geschäft in diesem Bereich floriert trotz Krise.

„Die WienCont betreibt als Teil des mitteleuropäischen Top-Logistikzentrums Hafen Wien seit mittlerweile 40 Jahren einen der größten und modernsten trimodalen Containerterminals. Gerade in Zeiten der Pandemie ist die WienCont als infrastrukturrelevanter Versorgungsbetrieb der Stadt Wien von noch größerer Bedeutung“, betont Wien Holding-Geschäftsführer Kurt Gollowitzer.

„Dank großen Zugewinnen im Containerhandel und der erfreulichen Entwicklung des Standorts als wichtige Drehscheibe in den internationalen Intermodalnetzwerken werden wir auch unsere gesteckten Ziele für 2021 erreichen. Rückgänge in den Bereichen Container-Depot und Container-Reparatur können wir dadurch kompensieren“, so Monika Gindl-Muzik, neue Geschäftsführerin der WienCont.

Nahezu 450.000 TEU sollen bis Ende des Jahres im Hafen Freudenau umgeschlagen werden. Auch der Umschlag kranbarer und nicht kranbarer Trailer entwickelt sich derzeit prächtig. Daher sollen im Hafen Freudenau weitere Flächen für die Manipulation von Sattelaufliegern nutzbar gemacht werden.

Durch das Wachstum des Kontinental-Verkehrs steigt auch der Bedarf nach Gefahrgut-Handling stetig. Bei der WienCont können Gefahrgutcontainer dank einer eigens errichteten Gefahrgutwanne sicher im Hafen Wien umgeschlagen werden.

In den nächsten Jahren wird der Ausbau des Terminals als international attraktive Drehscheibe für den Intermodal-Verkehr weiter vorangetrieben, um den Anforderungen der Kund*innen und des Logistikmarktes auch in Zukunft gewachsen zu sein.

Quelle: Hafen Wien, Foto: Hafen Wien/ Steve Haider 




HTAG wird in HGK-Geschäftsbereiche integriert

Die HGK-Gruppe führt ihre Integrationsstrategie fort. Zum Jahreswechsel 2021/22 werden die Aktivitäten der HTAG Häfen und Transport AG (HTAG) auf operative Gesellschaften der Geschäftsbereiche HGK Shipping und HGK Logistics and Intermodal übertragen.

Im Jahresverlauf 2021 war dieser Integrationsschritt bereits durch Veränderung der Geschäftsleitungen der HGK Dry Shipping GmbH, der HTAG sowie der Neska Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH vorbereitet worden. Nun werden zum Jahreswechsel 2022 die Betriebsbereiche „Reederei / Befrachtung“ sowie „Häfen / Umschlag“ in die aufnehmenden Gesellschaften HGK Dry Shipping und Neska überführt. Mit den Betriebsbereichen wechseln auch die Mitarbeitenden zu den aufnehmenden Unternehmen.

„Im Mittelpunkt der Neuordnung stehen für uns zwei wesentliche Aspekte: die Stärkung unserer Angebotsoptionen für unsere Kunden in den jeweiligen Geschäftsfeldern und die nachhaltige Entwicklung von Arbeitsplätzen in zukunftsfähigen Märkten“, erläutert Uwe Wedig die Gründe für die Veränderungen. Während in der Binnenschifffahrt die Bündelung von Kompetenzen und Flottenkapazitäten dazu beiträgt, die Versorgungssicherheit für wichtige Güterströme weiter zu erhöhen und Gütersegmente sowie Befahrungsgebiete auszubauen, steht im Geschäftsfeld „Häfen / Umschlag“ die gezielte Entwicklung der Standorte für die höherwertigen Logistikleistungen der Neska-Unternehmen im Vordergrund.

„Der nahtlose Übergang kommt nicht nur den Kunden, sondern auch unseren Mitarbeitern zugute. Ihnen können wir auf diese Weise langfristig sichere Arbeitsplätze und gute Entwicklungschancen in wachsenden Geschäftsbereichen bieten“, freut sich Uwe Wedig.

Bereits zu Beginn des Jahres 2021 hatte es in Vorbereitung auf diesen Prozess Veränderungen in der Führungsstruktur gegeben. So war die Geschäftsführung der HGK Dry Shipping unter Leitung von HGK Shipping-CEO Steffen Bauer um Andreas Lemme und Joachim Holstein erweitert worden. Holstein schied in diesem Zuge aus dem Vorstand der HTAG aus.

Bei der HTAG hatte Vorstand Volker Seefeldt zum 30. September 2021 sein Mandat niedergelegt. Ihm folgte der langjährige Vertriebsleiter und Prokurist Andreas Grzib, der zugleich in die Geschäftsführung der Neska Schiffahrts und Speditionskontor GmbH berufen wurde.

Quelle: Häfen und Güterverkehr Köln AG