Seegüterumschlag 2022 wieder auf Vorkrisenniveau

Nach der vom Bundesamt für Güterverkehr (BAG) aktuell veröffentlichten Gleitenden Mittelfristprognose (Sommerprognose 2021) für den Güter- und Personenverkehr werden die pandemiebedingten Verluste im Seegüterumschlag des Vorjahres 2020 (- 6,4 %) im laufenden Jahr noch nicht kompensiert. Erst im Jahr 2022 soll es zu einer Überschreitung des Vorkrisenniveaus von 2019 kommen. Für das Jahr 2023 sei ein deutlich moderates Wachstum zu erwarten.

Laut BAG-Prognose werde es im Seegüterverkehr im laufenden Jahr 2021 zu einer klaren Aufholbewegung kommen. Die Belebung des Welthandels und des deutschen Außenhandels werde auf den Containerbereich (+ 5 %) kräftig ausstrahlen. Dagegen werde sich beim Umschlag von Fahrzeugen das kräftige Plus im ersten Halbjahr (+ 27 %) auf der Versandseite angesichts der gegenwärtigen Entwicklung der deutschen Automobilproduktion nahezu vollständig auflösen.

Bei den Massengutbereichen werde der Kohlesektor – nach mehreren Jahren mit starken Rückgängen – eine unerwartet kräftige Expansion verzeichnen, aufgrund des enormen Anstiegs der Gaspreise. Allerdings werde dies durch nochmals rückläufige Rohöleinfuhren zum Teil ausgeglichen, während die Einfuhr von Eisenerzen spürbar steige (+ 11 %).

Für den Gesamtumschlag wird für 2021 ein Plus von 3,8 % prognostiziert. Damit erfolge eine Kompensation von rund 60 % des letztjährigen Umschlagrückgangs, so dass der Seegüterverkehr im laufenden Jahr noch um etwa 2 % unter dem Vorkrisenniveau liege.

Im kommenden Jahr 2022 werde die Aufwärtsbewegung im Containerverkehr anhalten. Zwar wachse der Welt- und der deutsche Außenhandel mit einer geringeren Geschwindigkeit. Jedoch dürften die derzeitigen Lieferengpässe im kommenden Jahr zu einem zusätzlichen positiven Basiseffekt führen. Für den Containerverkehr wird daher im kommenden Jahr mit einem höheren Wachstum als im laufenden gerechnet. Dagegen werde sich bei den Massengütern die diesjährige, außerordentlich günstige Entwicklung nicht wiederholen. Für den Gesamtumschlag ergebe sich daraus ein Anstieg um 3,3 %, also nur leicht unter dem des laufenden Jahres.

Für das Jahr 2023 sei ein deutlich moderates Wachstum zu erwarten. Dies gelte vor allem für die Ladungssegmente, die vom Außenhandel angetrieben würden, der stark an Dynamik verliere – mit Auswirkungen für den Containerverkehr. Bei den Massengutbereichen könne sowohl bei Stahl als auch bei Kohle noch ein leichter Anstieg erwartet werden. Für den gesamten Seegüterumschlag sei ein Wachstum von 1,6 % zu erwarten. Der Stand von 2019 werde um 2,5 % übertroffen.

Quelle: ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V., Foto: HHM/ Marc Ihle




BMVI regelt Vorschriften für Binnenschiffer neu

Seit Dienstag, 7. Dezember, gelten neue Vorschriften für Binnenschiffer. Kernstück der „Verordnung zur Neuregelung befähigungsrechtlicher Vorschriften in der Binnenschifffahrt“ ist die Binnenschiffspersonalverordnung zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2017/2397 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen in der Binnenschifffahrt. Sie regelt die Befähigungsvorschriften umfassend neu und führt diese mit den bisher in der Binnenschiffsuntersuchungsordnung enthaltenen Besatzungsvorschriften in einem Regelwerk zusammen.

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär: „Die neuen Befähigungsvorschriften schaffen EU-weit einheitliche Vorgaben zum Erwerb von Befähigungszeugnissen und anderen Besatzungsdokumenten. Erstmals wird es künftig für den Erwerb der Patente eine praktische, an einem Simulator abzulegende Prüfung geben. Hierfür wird der von uns finanzierte neue Schifffahrtssimulator am Schifferberufskolleg in Duisburg zum Einsatz kommen.“

Neu ist auch die Einführung einer verpflichtenden, theoretischen Prüfung für diejenigen Besatzungsmitglieder, die Matrose oder Matrosin werden möchten. Die Verordnung betrifft die Binnenschifffahrtsstraßen des Bundes, regelt den Rhein aber nur, soweit es um zusätzliche Befähigungen für das Befahren risikoreicher Abschnitte geht.

Quelle und Foto: BMVI




Starke Zuwächse in der Schifffahrt

Während die Hafenwirtschaft und Schifffahrt deutliche Zuwächse beim Geschäftsklimaindex verzeichnen, sind die Einschätzungen beim Schiffbau verhalten. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage der IHK Nord, dem Zusammenschluss zwölf norddeutscher Industrie- und Handelskammern.


Am stärksten ist die konjunkturelle Lage aktuell in der Schifffahrt: Der Geschäftsklimaindex verzeichnet hier ein Plus von rund 44 Punkten und klettert damit auf 126,9 Punkte. 85 Prozent der befragten Reeder beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend. Dennoch sehen die Unternehmen Risiken bei der wirtschaftlichen Entwicklung: Drei Viertel sorgen sich um die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise, jedes zweite Unternehmen hat Schwierigkeiten, gut ausgebildete Fachkräfte zu finden.

Nicht so stark wie in der Schifffahrt steigt der Geschäftsklimaindex in der Hafenwirtschaft von 104,5 auf 118,0 Punkte. Auch hier bezeichnen rund drei Viertel der Betriebe ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend. Allerdings sehen auch über 70 Prozent Risiken mit Blick auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. „Wir fordern mehr Engagement der Politik beim Infrastrukturausbau der Hafenhinterlandanbindungen und der nautischen Zufahrten zu den deutschen Seehäfen“, so Prof. Norbert Aust, Vorsitzender der IHK Nord. „Wir brauchen mehr Tempo. Die Planungs- und Genehmigungszeiten für Bauprojekte dauern in Deutschland deutlich zu lang. Dieses Problem muss die neue Ampelkoalition in Berlin durch eine Planungsrechtsreform dringend anpacken“, so Aust.

Rückläufig ist der Geschäftsklimaindex beim Schiffbau. Er verliert rund neun Punkte im Vergleich zum Frühjahr 2021. Fast neun von zehn Betrieben sehen wirtschaftliche Risiken bei den Energie- und Rohstoffpreisen. Mehr als drei Viertel beklagen den zunehmenden Fachkräftemangel. Sieben von zehn Unternehmen sorgen sich um die Auslandsnachfrage. „Um die sehr schwierige Lage im Schiffbau zu überwinden, muss die Finanzierung von Schiffbauaufträgen von der Politik besser unterstützt werden“, betont Aust. Zudem fordert er, dass sich Bund und Länder flexibler und schneller bei der staatlichen Vergabe von Neubau- und Reparaturaufträgen zeigen.

Eine Übersicht der Ergebnisse der Konjunkturumfrage gibt es hier. (PDF-Datei · 73 KB)

Quelle und Grafik: IHK Nord




Umweltminister Lies besucht Fassmer

Der niedersächsische Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz Olaf Lies (SPD) besuchte jetzt gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Karin Logemann (SPD) das Berner Unternehmen Fassmer, um über nachhaltige Projekte in der maritimen Wirtschaft zu sprechen. Neben dem innovativen Konzept der Fassmer CIT-E Ferry, einer vollelektrischen Passagierfähre für den öffentlichen Nahverkehr, stellte Fassmer auch alternative Antriebe im Schiffbau wie Methanol und LNG vor.

„Fassmer baut hier in Berne an der Zukunft des Schiffbaus. Denn wenn wir über Klimaziele und mehr Nachhaltigkeit sprechen, liegt gerade im Schiffbau ein maßgeblicher Schlüssel in neuen Antriebsformen. Das ist die Innovation, die den Schiffbau in Deutschland immer ausgezeichnet hat. Das sind die Beispiele, die zeigen, dass Innovation für mehr Klima- und Naturschutz Treiber für neue Geschäfte und gute Industriearbeitsplätze sein kann. Fassmer geht hier bei Methanol, LNG-Antrieben und gerade auch mit der CIT-E-Ferry beispielhaft voran“, resümierte Olaf Lies nach dem Termin.

„Mit Hinblick auf den Klimawandel ist der Einsatz ressourcenschonender und emissionsarmer Antriebstechnologien im Schiff- und Bootsbau essenziell. Fassmer versteht sich hier als Innovationstreiber und setzt schon seit Jahren in vielen Projekten auf nachhaltige Lösungen, wie aktuell beim Bau der neuen UTHÖRN mit einem Methanol-Antrieb. Daher freuen wir uns heute Minister Lies und Frau Logemann unsere Arbeit vorstellen zu können“, sagte Harald Fassmer, Geschäftsführender Gesellschafter von Fassmer.

Die neue UTHÖRN für das Alfred-Wegener-Institut wird das erste in Deutschland gebaute Schiff mit einem umweltfreundlichen und nachhaltigen Methanol-Antrieb sein. Der Einsatz von Methanol ist dabei besonders emissionsarm und im Falle einer Havarie stellt es keine große Umweltgefahr da. Zuletzt hatte Fassmer als erste deutsche Werft LNG-Antriebe beim Neubau der Helgolandfähre und des Forschungsschiffes ATAIR eingesetzt. Für Greenpeace baute das Unternehmen das Motorsegelschiff RAINBOW WARRIOR III. Aktuell entwickelt Fassmer mit der CIT-E Ferry eine emissionslose und besonders geräuscharme Fähre für den öffentlichen Nahverkehr, die rein elektrisch mit Batterien betrieben wird.

Quelle und Foto: Fr. Fassmer GmbH & Co. KG




LHG-Tochter erweitert Netzwerk

Im Lübecker Hafen steigen die Mengen, die auf dem Schienenweg befördert werden. Zum Wachstum trägt auch die LHG-Tochter European Cargo Logistics (ECL) bei. Die Spedition mit Schwerpunkt intermodale Verkehre hat Ende November einen weiteren Italienverkehr gestartet. Das neu angeschlossene Terminal steht in Melzo, nahe bei Mailand. Der norditalienische Industriestandort ist zunächst zweimal wöchentlich mit Lübeck und somit zahlreichen Ostseehäfen verbunden.


Das ECL-Netzwerk wächst stetig. Die Hauptrennstrecken im Portfolio mit insgesamt 27 Abfahrten pro Woche und Richtung sind die Verbindungen von und nach Verona, ebenfalls Norditalien, sowie Ludwigshafen und Duisburg. „Der Trend geht immer mehr zu klimafreundlichen Transporten, und er hilft uns natürlich sehr dabei, unser Verbindungsnetz auf der Schiene kontinuierlich weiter auszubreiten und zu verdichten“, stellt ECL-Geschäftsführer Jörg Ullrich fest. „Global agierende Spediteure fragen gezielt neue Linien bei uns an. Gemeinsam lässt sich viel auf die Beine stellen.“

Zuletzt hatte ECL die Fühler in Richtung Baltische Staaten ausgestreckt. Mit einem lettischen Partner betreiben die Lübecker seit Kurzem eine Verbindung zwischen Liepāja und Riga. Somit können sie Transportketten anbieten, die zum Beispiel von Süditalien bis in die lettische Hauptstadt führen.

Quelle: Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH, Foto: Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH/ Lars-Kristian Brandt




Liebherr-MCCtec GmbH erhält EcoVadis-Gold

Die Liebherr-MCCtec wurde vom unabhängigen Ratingunternehmen EcoVadis mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. EcoVadis ist der weltweit renommierteste Anbieter von Nachhaltigkeitsratings mit über 75.000 bewerteten Unternehmen. Die Liebherr-MCCtec ist Teil der Liebherr-Gruppe und die Spartenobergesellschaft für maritime Krane, Raupenkrane, Hydroseilbagger sowie Ramm- und Bohrgeräte für den Spezialtiefbau. Die Goldmedaille für die Liebherr-MCCtec platziert uns unter den besten 5 % aller bewerteten Unternehmen und den besten 3 % der Unternehmen unserer Branche weltweit.

EcoVadis bewertet Nachhaltigkeit mithilfe von Indikatoren in vier Themenbereichen: Umwelt, Arbeitsund Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung. Nach den Silbermedaillen, die 2019 an Liebherr Container Cranes Ltd. in Irland und Liebherr-MCCtec Rostock GmbH in Deutschland verliehen wurden, stellt der Goldstatus eine bedeutende Verbesserung unserer Nachhaltigkeitsleistung dar. Mit dieser Auszeichnung wurde die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Aktivitäten und unser Bekenntnis zur verantwortungsvollen Unternehmensführung honoriert.

Im Gespräch über die Auszeichnung meint Tatjana Grissemann, Corporate-Responsibility-Managerin der Liebherr-MCCtec: „Der verantwortungsvolle Umgang mit der Umwelt war schon immer ein wichtiger Bestandteil der Liebherr-Philosophie. Wir sind seit vielen Jahrzehnten Teil unserer jeweiligen Ortschaften und haben uns immer um unsere lokale Umwelt gekümmert. Daran hat sich bis heute nichts geändert, aber als Teil der globalen Lieferkette haben wir inzwischen auch eine globale Verantwortung.“

Die nachhaltige Wahl für unsere Kunden

Als international tätiges Unternehmen mit über 48.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern trägt die Liebherr-Gruppe gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt eine große Verantwortung. Aus diesem Grund hat sich das Familienunternehmen klar zum Ziel gesetzt, das Thema Nachhaltigkeit in seinen Grundwerten zu verankern. Da wir Teil der Liebherr-Gruppe sind, ist einer unserer Grundwerte die Verantwortung:

„Wir wollen unserer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt zu jeder Zeit gerecht werden.“

Wir sind davon überzeugt, dass wir nur dann langfristig erfolgreich sein können, wenn wir dies in unserem Handeln immer berücksichtigen. Der Schutz von Menschen und Umwelt hat bei unseren Geschäftsaktivitäten eine besondere Bedeutung. Für unsere Produkte und deren Herstellung heißt dies, dass sie sicher, effizient und umweltverträglich sein müssen.

Alle elektrisch angetriebenen Portalkrane, eine batteriebetriebene Serie von Baumaschinen als Teil unserer Unplugged-Serie sowie unsere Hafen- und Terminalkrane mit Hybrid- und Elektroantrieb geben unseren Kunden die Möglichkeit, sich für nachhaltige Produkte zu entscheiden. Regierungen, Gesellschaft und Konsumenten fordern mehr Verantwortungsbewusstsein von den Unternehmen. Dank dem Engagement von Liebherr im Bereich Nachhaltigkeit – nicht nur im Bereich Umwelt, sondern auch bei Menschenrechten, Beschaffung und Arbeit – können unsere Kunden darauf vertrauen, dass Liebherr die nachhaltige Wahl ist.

United Nations Global Compact

Die Liebherr-MCCtec hat den United Nations Global Compact (UNGC) unterzeichnet. Der UN Global Compact verfolgt die Vision einer nachhaltigen Wirtschaft zum Nutzen aller Menschen, Gemeinschaften und Märkte, heute und in der Zukunft. Er dient als Aufruf für Unternehmen, ihre Strategien und Handlungen an zehn universellen Grundsätzen in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umwelt und Korruptionsbekämpfung sowie an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) auszurichten. Die SDGs bilden das Herzstück der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“, die von allen Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen (UN) im Jahr 2015 verabschiedet wurde.

Die Zukunft

„Unser jüngster Erfolg ist nicht das Ende, sondern lediglich ein weiterer Schritt auf unserem Weg“, ergänzt Grissemann. „Unser Bestreben ist es, uns weiter zu verbessern. Wir haben einen Weg in die Zukunft aufgezeigt und arbeiten daran, eine Kultur des verantwortungsvollen Umgangs mit Mensch und Umwelt auf allen Unternehmensebenen zu verankern – von den Mitarbeitenden bis zum Management. Wir haben unser Bekenntnis zur Nachhaltigkeit unter Berücksichtigung unserer langfristigen strategischen Ausrichtung aktualisiert und erweitert, einschließlich der Festlegung von Zielen und messbaren Kennzahlen in den Bereichen Emissionen, Energie und Mitarbeitergesundheit. Darüber hinaus freuen wir uns darauf, als Teil der Firmengruppe Liebherr an einem gruppenweiten Nachhaltigkeitsbericht mitzuwirken – ein weiterer Beitrag für mehr Transparenz in unseren Lieferketten und die Zukunft unseres Planeten.“

Quelle und Foto: Liebherr-MCCtec Rostock GmbH 




Nachhaltigkeit hat große Bedeutung

Der erste Goodyear Sustainable Reality Survey von 2021 möchte herausfinden, was Transport­unter­nehmen aktuell tun, um ihren CO2-Fußabdruck zu verringern, und welche Ziele sie erreichen möchten. Die Antworten auf die Umfrage zeigen, dass Nachhaltigkeit für Akteure in der Transportbranche erhebliche Bedeutung hat.

Der Europäische Green Deal von 2019 verfolgt das Ziel einer 90-prozentigen Verringerung der vom Transportsektor verursachten Treibhausgasemissionen verglichen mit dem Stand von 1990. Die CO2-Emissionen neuer schwerer Lastkraftwagen müssen nach Berechnung gemäß VECTO ab 2025 um 15 Prozent und ab 2030 um 30 Prozent reduziert werden. Gleichzeitig bevorzugen und honorieren immer mehr Konsumenten und Investoren Unternehmen mit klarer CSR (Corporate Social Responsibility)-Strategie.

Unternehmen jeder Größe messen Umweltschutzmaßnahmen eine immer höhere Bedeutung zu. Drei Viertel aller Befragten bezeichnen Nachhaltigkeit als ein wichtiges oder sehr wichtiges Thema. In Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region) sind es sogar 82 Prozent der befragten Unternehmen. 60 Prozent der Umfrageteilnehmer in den DACH-Märkten gaben an, das Thema sei Bestandteil ihrer Unternehmenswerte.

„Die Antworten auf den Goodyear Sustainable Reality Survey von 2021 sind sehr ermutigend. Sie unterstreichen, dass Umweltverträglichkeit hoch oben auf der Tagesordnung der Transportbranche steht. Während die Verringerung der Emissionen bei der Produktion von Neuwagen erhöhte Aufmerksamkeit genießt, ergreifen auch Flottenmanager passende Maßnahmen. Sie reagieren positiv auf die Herausforderungen durch den Klimawandel, um ihre Ziele für die CO2-Reduktion zu erreichen und den Übergang in eine klimaneutrale Zukunft zu unterstützen“, sagt Maciej Szymanski, Director Marketing Europe der Commercial Business Unit bei Goodyear.

Flottenbetreiber mit mehr als 500 Fahrzeugen sind wegweisend bei der Einbeziehung einer umweltorientierten Unternehmenskultur in ihr Tagesgeschäft. 70 Prozent der großen Flotten geben an, dass sie klar definierte Umweltziele haben. Bis 2022 wollen 4 von 5 der Umfrageteilnehmer umweltbezogene Leistungskennziffern einführen, eine Steigerung um 38 Prozent im Vergleich zum Jahr 2021. In der DACH-Region haben knapp 50 Prozent der teilnehmenden Flotten Nachhaltigkeitsziele definiert, knapp 30 Prozent wollen innerhalb der nächsten zwölf Monate Nachhaltigkeitsziele einführen.

„Die Branche bewegt sich in Richtung einer grüneren Zukunft. Doch auch in anderer Hinsicht ist sie an einem Wendepunkt, denn europaweit sind Transport- und Logistikunternehmen mit Nachfrage­schwankungen, Zeit- und Kostendruck sowie höherer Komplexität konfrontiert. Damit diese Unter­nehmen sowohl ihre Nachhaltigkeits- als auch ihre Effizienzziele erreichen können, sind einfache Lösungen gefragt. Um die Entwicklung weiter zu beschleunigen, muss Nachhaltigkeit selbstverständlich werden“, sagt Szymanski.

Eine der am häufigsten ergriffenen Maßnahmen ist die Erneuerung des Fuhrparks. 68 Prozent der Fuhr­parkbetreiber modernisieren ihre Flotte mit umweltfreundlicheren Optionen (DACH-Region: 87 Prozent). Alternative Antriebe sind auf dem Vormarsch. So vollziehen 43 Prozent der Flotten mit mehr als 500 Fahrzeugen einen Wechsel zu Fahrzeugen mit Elektro-, Hybrid- oder LNG-Antrieb. In der DACH-Region vollziehen 75 Prozent der Flotten mit 251 bis 500 Fahrzeugen diesen Wandel.

60 Prozent der Flotten verwenden bereits kraftstoffeffizientere Reifen (DACH-Region: 74 Prozent). In diesem Zusammen­hang unterstützt Goodyear Lkw-Hersteller und Transportunternehmen auf dem Weg in eine grünere Zukunft. Der kürzlich eingeführte Goodyear-Reifen Fuelmax Endurance ist rollwider­standsoptimiert und robust. Mit diesen Leistungsmerkmalen unterstützt der Reifen Flottenbetreiber beim Erreichen ihrer Nachhaltigkeitsziele, ohne die Komplexität im Tagesgeschäft zu erhöhen.

Um ihren CO2-Fussabdruck weiter zu verringern, lassen Flottenbetreiber ihre Reifen außerdem runderneuern. Weil die Karkasse dabei wiederverwendet wird, werden weniger Rohstoffe als bei der Herstellung von Neureifen benötigt. Weniger Abfall entsteht, und der Energieaufwand ist niedriger. Deshalb ist die Runderneuerung eine weitere einfache Lösung, mit der Flottenbetreiber ihren CO2-Fußabdruck reduzieren können. Goodyear verwendet bei der Runderneuerung hochwertige Laufflächen, die neuen Reifen ebenbürtig sind, und bietet so eine vergleichbare Leistung beim Fahren.

Um die ökologische Nachhaltigkeit ihrer Flotten weiter zu erhöhen, werden zusätzliche Maßnahmen genutzt, etwa die Optimierung des Fahrstils durch umweltschonende Fahrtechniken. 55% Prozent der Fuhrparkbetreiber nutzen diese Möglichkeit bereits. Auch Vorgaben für den Kraftstoffver­brauch werden dabei eingeführt (DACH-Region: 68 Prozent).

Von den Umfrageteilnehmern gaben 45 Prozent an, dass sie mit kommenden, auf die Transportbranche anwendbaren Umweltvor­schriften vertraut seien. Das gelte auch für umweltbezogene Anreize und Steuern sowie andere, restriktivere Aspekte der Regulierung. In der DACH-Region antworteten 47 Pro­zent „etwas vertraut“, 38 Prozent „vertraut“ und 4 Prozent „sehr vertraut“.

Finanzielle Anreize wie Steuervergünstigungen sind für 72 Prozent der befragten Flottenbetreiber entscheidende, motivierende Faktoren. Ein Drittel der Umfrageteilnehmer betrachtet Nachhaltigkeit als eine Möglichkeit, ihre Betriebskosten zu senken.

Kosten sind das größte Hindernis, um weitere Maßnahmen für Nachhaltigkeit zu ergreifen. Mehr als 60 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, dass ihnen manche Lösungen zu teuer seien (DACH-Region: 60 Prozent). 79 Prozent der Fuhrparkbetreiber mit mehr als 500 Fahrzeugen wären den Angaben zufolge motiviert, weitere Verbesserungen einzuführen, wenn finanzielle Anreize dafür verfügbar wären (DACH-Region: 100 Prozent).

45 Prozent der Unternehmen betrachten noch nachhaltigere Lösungen als zu komplex, um sie in ihr Tagesgeschäft einzubinden (DACH-Märkte: 51 Prozent). Doch gleichzeitig sind sich Transportunter­nehmen der Möglichkeiten bewusst, die sich durch Datenanalyse eröffnen. Bei 54 Prozent (DACH-Region: 66 Prozent) der Teilnehmer sind bereits telematikbasierte Lösungen im Einsatz, um die Kraftstoffeffizienz zu erhöhen und die Emissionen zu senken.

Das gesamte Goodyear-Sortiment an Lösungen aus einer Hand für das Reifen- und Flottenmanagement kann leicht in den Flottenbetrieb integriert werden. Die beiden Goodyear-Lösungen Drive-Over-Reader und DrivePoint führen jedes Mal, bevor ein Fahrzeug den Hof verlässt, in Sekundenschnelle eine automatische Reifenanalyse durch. Goodyear TPMS stellt Fuhrparkmanagern in Echtzeit Reifendaten aus der ganzen Flotte zur Verfügung. Außerdem bietet das System vollständige Konnektivität mit den Flottenmanagementlösungen (FMS) der Marke Transics von ZF. Dazu gehören eine webbasierte Back-Office-Lösung (TX CONNECT) und ein Portal, das Einblicke in den Status der Trailer im Fuhrpark bietet (TX TRAILERFIT).

Goodyear hat Transportunternehmen aus ganz Europa dazu eingeladen, im Rahmen der Sustainable-Reality-Umfrage ihre Ansichten zum Thema Nachhaltigkeit zu formulieren. 985 Flotten­betreiber aus 36 europäischen Ländern nahmen von August bis September 2021 an der Umfrage teil. Davon kamen insgesamt 98 Flottenbetreiber aus der DACH-Region, davon 83 aus Deutschland, 13 aus Österreich und zwei aus der Schweiz.

In Zusammenarbeit mit der Non-Profit-Organisation TreeNation wurde für jeden Umfrageteilnehmer ein Baum gepflanzt, um so das Engagement von Goodyear und sein Corporate Responsibility-Rahmen­programm Better Futurezu betonen.

Quelle und Foto: Goodyear




Globalisierung hält Covid-19-Krise stand

DHL und die NYU Stern School of Business haben das Update 2021 zu ihrem DHL Global Connectedness Index veröffentlicht. Im zehnten Jahr seines Bestehens gibt der Bericht neue Einblicke in die Auswirkungen der Pandemie auf die Globalisierung, auf Basis umfassender Analysen der internationalen Handels-, Kapital-, Informations- und Personenströme. Obwohl sich die verschiedenen Ströme sehr unterschiedlich entwickelt haben, ist der DHL Global Connectedness Index im Jahr 2020 insgesamt nur sehr geringfügig gesunken und wird 2021 voraussichtlich steigen. Der Covid-19-‚Stresstest‘ hat jedoch auch seit Langem bestehende Defizite und entsprechenden Handlungsbedarf aufgezeigt.

„Viele hatten befürchtet, dass die globale Krise den Fortschritt der Globalisierung gefährden würde. Wir analysieren die verschiedenen internationalen Ströme seit vielen Jahren. Nach eineinhalb Pandemiejahren können wir nun mit Sicherheit sagen: Die Pandemie hat die Globalisierung nicht zurückgedreht. Nach einem anfänglichen Rückgang im Jahr 2020 steigt der DHL Global Connectedness Index in diesem Jahr bereits wieder“, sagt John Pearson, CEO von DHL Express. „Für viele Länder erwies sich der Handel als Lebensader, und DHL Express hat eine Schlüsselrolle in Bereichen gespielt, die von der Impfstoffverteilung bis zum Onlinehandel reichen.“

Nach einem heftigen Einbruch zu Beginn der Pandemie erholte sich der Warenhandel rasch. Bis Ende 2020 war das Vor-Covid-Niveau wieder erreicht und 2021 hat der weltweite Güteraustausch neue Rekorde aufgestellt. Die ausländischen Direktinvestitionen sind 2020 sogar noch stärker zurückgegangen als der internationale Handel, werden sich aber 2021 voraussichtlich vollständig erholen. Mit der Verlagerung persönlicher Interaktionen ins Internet nahmen die internationalen Datenströme 2020 sprunghaft zu. Trotzdem setzte sich der längerfristige Trend einer langsameren Globalisierung der Informationsströme weiter fort. Der internationale Personenverkehr war am härtesten getroffen und erholt sich nur langsam von der Pandemie. Die internationale Reisetätigkeit ist 2020 um 73 Prozent eingebrochen. Seit Mitte 2021 ist jedoch ein zaghafter Anstieg erkennbar.

„Die Widerstandsfähigkeit des weltweiten Austauschs ist eine gute Nachricht, weil die internationale Vernetzung die besten Voraussetzungen für eine kräftige und nachhaltige Erholung von der Covid-19-Pandemie schafft. In Krisenzeiten ist das Verschanzen hinter nationalen Grenzen für viele von uns ein natürlicher Impuls. Doch je extremer die Herausforderung, desto wichtiger ist der Zugriff auf die besten Ideen und Ressourcen im In- und Ausland“, betont Steven A. Altman, Senior Research Scholar und Direktor der DHL Initiative on Globalization an der Stern School of Business der New York University.

Der starke Anstieg des internationalen Handels seit Mitte 2020 hat die ursprünglichen Prognosen bei Weitem übertroffen, wobei sich der Warenmix jedoch deutlicher veränderte als in anderen Jahren. Der Handel mit Gütern zur Bekämpfung der Pandemie stieg stark an, während der Trend bei vielen anderen Produkten rückläufig war. Auch die Erwartung, dass die Pandemie zu einer stärkeren Regionalisierung des Warenaustauschs führen würde, bewahrheitete sich nicht. Tatsächlich wurde der Warenverkehr im Jahr 2020 im Schnitt sogar über größere Entfernungen abgewickelt. Die Daten zu Kapital-, Informations- und Personenströmen zeigen auch keine eindeutigen Hinweise auf eine Verlagerung von der Globalisierung zur Regionalisierung.

Unterdessen liegen die ärmsten Länder der Welt in Bezug auf die Erholung der Globalisierung weiterhin zurück. Während der Welthandel Anfang 2021 neue Rekorde verzeichnete, haben die Länder mit dem niedrigsten Pro-Kopf-Einkommen immer noch weniger Handel betrieben als im Jahr 2019. Die ausländischen Direktinvestitionen in Länder mit niedrigem Einkommen gingen im gleichen Zeitraum ebenfalls zurück, während sie in Ländern mit mittlerem und hohem Einkommen deutlich stiegen. Die ärmsten Länder der Welt weisen immer noch eine bedenklich geringe Vernetzung auf. Stärkere Verbindungen zum Rest der Welt könnten ihre Erholung von der Covid-19-Pandemie beschleunigen.

In einem Sonderbericht anlässlich des zehnjährigen Bestehens des DHL Global Connectedness Index betonen DHL und die NYU Stern School of Business den starken Zusammenhang zwischen globaler Vernetzung und Wohlstand. Der Bericht zeigt, wie politische Entscheider aktiv Einfluss auf die Vernetzung ihrer Länder nehmen können. Fünf wichtige Handlungsfelder zur Verbesserung der internationalen Vernetzung eines Landes sind Frieden und Sicherheit, ein attraktives Geschäftsumfeld im Inland, Offenheit für den internationalen Austausch, regionale Integration und gesellschaftliche Unterstützung. Interessanterweise können attraktive geschäftliche Rahmenbedingungen im Inland die globale Vernetzung eines Landes noch mehr stärken als eine traditionelle globalisierungsfreundliche Politik.

Der Bericht untersucht auch fünf Länder (Mexiko, die Niederlande, Sierra Leone, die Vereinigten Arabischen Emirate, Vietnam), die sich in den letzten zwei Jahrzehnten durch eine starke oder zunehmende Vernetzung ausgezeichnet haben. Dass diese Länder sehr unterschiedliche Wege hin zu einer stärkeren Vernetzung beschritten haben, zeigt, dass es kein Patentrezept gibt. Stattdessen kann jedes Land die internationalen Möglichkeiten nutzen, die in seinem eigenen lokalen Kontext am sinnvollsten sind.

Beide Berichte zeigen, dass der Grad der Globalisierung nicht weit von seinem Rekordhoch entfernt ist – aber auch, dass die internationale Vernetzung immer noch begrenzt ist und es daher noch viel ungenutztes Potenzial für Länder und Unternehmen gibt. Die meiste Geschäftstätigkeit findet immer noch innerhalb der nationalen Grenzen und nicht grenzüberschreitend statt, und der grenzüberschreitende Austausch findet größtenteils zwischen benachbarten Ländern statt. Die vorherrschenden Trends signalisieren enorme Zukunftschancen durch eine stärkere internationale Vernetzung.

Der DHL Global Connectedness Index (GCI) misst die Globalisierung anhand des internationalen Handels-, Kapital-, Informations- und Personenverkehrs. Er ist insofern einzigartig, als er die Länder nach der Intensität ihres internationalen Austauschs („depth“) sowie dessen geografischer Verteilung („breadth“) einstuft. Der DHL Global Connectedness Index umfasst über 3,5 Millionen Datenpunkte der Länderverbindungen aus dem Zeitraum 2001 bis 2020.

Quelle und Grafik: DHL




Rhenus: 100 Prozent klimaneutrale LCL bis 2030

Das Erreichen eines kohlenstoffneutralen globalen Sammelcontainerverkehrs innerhalb eines Jahrzehnts ist Teil der Strategie von Rhenus, den Übergang der Branche zu einer nachhaltigen Logistik anzuführen.

Die Rhenus Gruppe, ein führender globaler Logistikdienstleister, wird bis zum Jahr 2030 die Kohlenstoffdioxidemissionen aller ihrer LCL-Produkte neutralisieren. Ab 2022 wird die Fracht, die mit der Rhenus Consolidation Box vom Hildener Gateway aus verschickt wird, ohne zusätzliche Kosten für die Kunden klimaneutral gestellt. Der Service wird nach und nach an allen Gateways eingeführt, an denen Rhenus weltweit tätig ist.

Als eines der führenden Unternehmen in der Logistikbranche trägt Rhenus die volle Verantwortung für sein Handeln und seine Entscheidungen. Nachhaltigkeit hat einen hohen Stellenwert in der Geschäftstätigkeit des Unternehmens. Deshalb möchte Rhenus die bestehenden Dienstleistungen in umweltfreundliche Optionen umwandeln, um eine bessere Zukunft für Kunden und Partner zu gestalten.

„Wir sind nicht nur bestrebt, die Logistik für unsere Kunden einfach zu machen, sondern leisten auch unseren Beitrag zum Umweltschutz, indem wir beispielsweise in Nachhaltigkeitsprojekte investieren“, sagt Jan Harnisch, Global Chief Operating Officer bei Rhenus Air & Ocean.

Die klimaneutrale Containerteilladung ist ein neuer Meilenstein in der Nachhaltigkeitsstrategie von Rhenus. Die Rhenus Gruppe hat 2019 das weltweit erste CO2-Reduktionsprogramm für Luftfracht, RHEGREEN, gestartet. Seit 2015 unterzieht sich Rhenus einer jährlichen Bewertung durch EcoVadis, eine unabhängige Agentur, die Aktivitäten im Bereich der sozialen Verantwortung von Unternehmen nach internationalen Standards bewertet, und erhielt mehrere Jahre lang den Silberstatus. Zu den laufenden Bemühungen um eine grüne Logistik weltweit gehören eine seit sieben Jahren andauernde jährliche Baumpflanzaktion in Indien, klimaneutrale Lagerstandorte mit grüner Infrastruktur wie erneuerbare Energien und LED-Beleuchtung sowie Elektromobilität und wiederverwertbare Verpackungen in Asien, Europa sowie Nordamerika, die Einführung von Energiemanagementsystemen in Deutschland und den Niederlanden und ein Unternehmenswald der Rhenus Gruppe zur Unterstützung von Agroforstprojekten. Rhenus erforscht weiterhin grüne Ideen und neue Technologien in Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Partnern und Kunden, um die globale Lieferkette nachhaltiger zu gestalten.

Die Rhenus Gruppe ist einer der führenden, weltweit operierenden Logistikdienstleister mit einem Jahresumsatz von 5,4 Milliarden Euro. 33.500 Mitarbeitende engagieren sich an 820 Standorten und entwickeln innovative Lösungen entlang der gesamten Supply Chain. Ob Transport, Lagerung, Verzollung oder Mehrwertleistungen: Das Familienunternehmen bündelt seine Dienstleistungen in unterschiedlichen Geschäftsfeldern, in denen die Bedürfnisse der Kunden zu jeder Zeit im Mittelpunkt stehen.

Quelle und Foto: Rhenus SE & Co. KG, die Rhenus Gruppe wird bis zum Jahr 2030 die Kohlenstoffdioxidemissionen aller ihrer LCL-Produkte neutralisieren. 




HOYER feiert 75-jähriges Firmenjubiläum

Walter Hoyer legte 1946 den Grundstein für die Hamburger Firmen-Erfolgsgeschichte und baute das Familienunternehmen bereits zu Lebzeiten zu einer international ausgerichteten Fachspedition auf. 75 Jahre nach der Gründung ist die HOYER Group dank der Weitsicht der Familie Hoyer, der Initiative der Geschäftsführung und der engagierten Belegschaft einer der führenden Anbieter für weltweite Logistiklösungen im Bereich Liquid Bulk und bekannt für sein vorausschauendes und innovatives Denken.

„Vor 75 Jahren haben wir noch Milch um den Kirchturm gefahren. Heute fahren unsere Tankcontainer um die Welt. In all den Jahren, vom Wiederaufbau bis zur Corona-Pandemie, haben wir Stärke gezeigt und viele Herausforderungen gemeistert“, resümiert Thomas Hoyer, Beiratsvorsitzender der HOYER Group.

Innovatives Denken und nachhaltiges Handeln sind fest verankerte Firmenziele. Die vermehrte Umstellung auf Intermodal-Transporte, die Vermeidung von Leerfahrten, der Einsatz leichterer Tankcontainer, Euro-6-konforme Fahrzeugantriebe und die Smart-Technology-gestützte Flottenoptimierung sowie nachhaltiges und profitables Wachstum sind die aktuellen Schwerpunkte. „Wer stillsteht, bewegt nichts“, weiß Thomas Hoyer. „In unserem Jubiläumsjahr blicken wir auch nach vorn. Unser neuer Chief Executive Officer Björn Schniederkötter arbeitet intensiv mit der Belegschaft daran, HOYER für die Zukunft optimal aufzustellen.“

„Wir haben einen klaren Weg vor Augen und werden diesen gemeinsam nachhaltig und werteorientiert im Sinne des internationalen Familienunternehmens umsetzen: als starke globale Gemeinschaft!“, so Björn Schniederkötter, Chief Executive Officer der HOYER Group.

Anlässlich des 75. Firmenjubiläums blicken die gesamte Familie Hoyer und das Management-Team mit Dankbarkeit und Stolz auf die Jahre seit der Gründung zurück. Den Erfolg und die heutige Position weltweit an der Spitze für Liquid-Bulk-Logistiklösungen verdankt das Unternehmen all seinen Beschäftigten überall auf der Welt.

„Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist im Jubiläumsjahr besonders zu danken. Für ihre langjährige Loyalität, den täglichen Einsatz, für ihre Kompetenz und dafür, dass wir immer auf sie zählen können, wenn’s darauf ankommt“, bekräftigt Schniederkötter. Das spiegelt den besonderen Geist des Familienunternehmens perfekt wider.

Einige Meilensteine der HOYER-Historie:

1946

Walter Hoyer gründet die Einzelfirma „Bruno Hoyer Internationale Fachspedition“. Er übernimmt den Firmennamen von seinem Vater Bruno Hoyer, der seit 1922 einen bedeutenden Milchgroßhandel in Hamburg betreibt.

1948

HOYER erwirbt das erste Fahrzeug für 22 791 DM.

1959/1960

HOYER führt die ersten Chemietransporte durch.

1960

HOYER gründet die erste Auslandsniederlassung in Rotterdam, Niederlande.

1969

Walter Hoyer ist Mitbegründer der „Kombiverkehr“ und gilt fortan als Pionier in diesem Metier.

1980

Der Logistiker eröffnet die erste Gesellschaft in Übersee: HOYER USA, New York.

1990

Die ersten Fahrzeuge werden mit mobilen Terminals ausgestattet (satellite communication, Euteltracs).

Es finden erste Transporte von gekühlten Lebensmitteln im Reefer Tank statt.

2002

Der 10 000. Tankcontainer wird von HOYER in Betrieb genommen.

2011

HOYER erzielt erstmals eine Milliarde Euro Umsatz.

2014

HOYER nimmt einen eigens entwickelten Schulungscontainer in Betrieb. Der 3-Kammer-Swapbodytank mit einer Länge von 7,15 Metern wird bei Schulungen, Präsentationen und Messen eingesetzt.

2019

Zu Jahresbeginn meldet HOYER den 10 000. Smart Tank.

2021

Bereits über 80 Prozent der Tankcontainerflotte ist mit smarter Technologie ausgestattet.

Über die HOYER Group

HOYER ist seit 1946 als traditionelles, unabhängiges Familienunternehmen einer der führenden Bulk-Logistiker weltweit und verfügt als Spezialist über ein umfassendes Know-how in komplexen Dienstleistungen und eine besondere Nähe zum Kunden. In der europäischen und weltweiten Bulk-Logistik werden umfassende Lösungen insbesondere für die Branchen Chemie, Lebensmittel, Gas und Mineralöl entwickelt und realisiert. Rund 6.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in über 115 Ländern unterstützen die Kunden dabei, in den jeweiligen Märkten mit durchdachten Logistiklösungen noch erfolgreicher zu sein. HOYER verfügt über etwa 2.200 Zugmaschinen, 2.400 Tankauflieger, 50.100 IBC, 40.800 Tankcontainer und zahlreiche Logistikanlagen mit Depots, Reinigungsanlagen und Werkstätten.

Quelle und Foto: Hoyer GmbH, Hoyer Schulungscontainer