Starkes Interesse am digitalen Luftraum-Management im Rotterdamer Hafen

An der Veranstaltung „U-Space Revolution in Rotterdam“, die von der Port of Rotterdam Authority und DronePort Rotterdam organisiert wurde, nahmen 220 Besucher aus 15 Ländern teil. Die große Beteiligung zeigt das wachsende Interesse an der innovativen Vorgehensweise der Port of Rotterdam Authority, die vor eineinhalb Jahren in Gang gesetzt wurde: U-Space Airspace, ein digitales Luftraum-Managementsystem für Drohnen und bemannten Flugverkehr im unteren Luftraum.

Das Projekt wurde ins Leben gerufen, um zu erfahren, wie der Rotterdamer Hafen U-Space zum einen für einen sicheren und effizienten Hafen nutzen kann und zum anderen, um die wachsende Nachfrage nach Drohnenanwendungen zu unterstützen. Eurocontrol, Mitentwickler des U-Space-Reglements, bezeichnete den Rotterdamer U-Space-Prototyp als eine wertvolle Bereicherung für die internationale Gemeinschaft.

Auf der Veranstaltung wurden verschiedene Entwicklungen vorgestellt, darunter automatisierte Verfahren für die Bekanntgabe von Fluggebieten, neue Kartenebenen mit Schiffsdaten und Daten aus der bemannten Luftfahrt sowie Lösungen für Drohnenbetreiber in Flugverbotszonen oder auf Schiffen mit Gefahrgütern. Im Nachmittagsprogramm gab es Live-Demonstrationen von Drohnen, die schwere Pakete zum Thialf-Schiff im Calandkanal transportierten. Mögliche zukünftige Anwendungen wurden so dank der Verkehrsüberwachung des Airspace Centre veranschaulicht.

Quelle und Video: Port of Rotterdam




Erste Betriebe für Innovationszentrum NextGen Demo

Die ersten Konzessionäre unterzeichneten jetzt für NextGen Demo, das Innovationszentrum, das Teil des NextGen Districts im Herzen des Antwerpener Hafens ist. Power to Hydrogen und TripleW entscheiden sich für die Nutzung des Hafenumfelds, um ihre innovativen Projekte in den Bereichen Energiewende und Kreislaufwirtschaft zu testen. Die Demoprojekte der beiden Pioniere stehen in perfektem Einklang mit den Ambitionen des Port of Antwerp-Bruges und werden einen wichtigen Beitrag zum Wandel zu einer klimaneutralen Gesellschaft leisten.

Port of Antwerp-Bruges hat für den NextGen District ein Gelände mit einer Gesamtfläche von 88 ha freigegeben, um einen Hotspot für die Kreislaufwirtschaft zu schaffen. NextGen Demo ist ein etwa 2 ha großer Bereich innerhalb dieses Clusters im Herzen der Antwerpener Industrie, in dem Demonstratoren (Start-ups, Scale-ups, Spin-off-Betriebe und Pilotprojekte) neue Technologien und zirkuläre Demoprojekte, die aus dem Labor herausgewachsen sind, in größerem Maßstab und in einem industriellen Umfeld testen können, bevor sie zur Kommerzialisierung übergehen.

Als Innovationszentrum will NextGen Demo der ideale Katalysator für nachhaltige Innovationen im Bereich der Grundstoff- und Energiewende sein. Die beiden Unternehmen, die als erste unterzeichnet haben, entsprechen genau diesem Ziel.

Power to Hydrogen möchte den Wandel zu einer grünen Wasserstoffwirtschaft durch die Elektrolyse mit anionenleitender Membran (AEM-Elektrolyse) beschleunigen. Diese fortschrittliche Technologie ist eine potenzielle Lösung zur drastischen Senkung der Kosten für die Produktion von grünem Wasserstoff unter Verwendung erneuerbarer Energien. Die Technologie wurde bisher noch nie in industriellem Maßstab angewandt, und das Elektrolysesystem für das NextGen-Demoprojekt, das im vierten Quartal 2024 installiert werden soll, ist das größte der Welt. Das Projekt wird im Rahmen des Free Electrons Utility Innovation Programme auch von globalen Energieversorgern, darunter American Electric Power, EDP, E.ON und ESB finanziell unterstützt.

TripleW, ein ausländischer Investor, der bereits seit einiger Zeit in Belgien tätig ist und sich mit der Ausweitung dieses Projekts erneut für Belgien entschied, hat ein industrielles Verfahren zur Herstellung von Milchsäure entwickelt, die vollständig aus Lebensmittelabfällen gewonnen wird. Die hochwertige Milchsäure dient als Grundstoff für biologisch abbaubare Kunststoffe und Biochemikalien. TripleW will die Anwendung dieser innovativen Technologie auf ein breiteres Spektrum von Lebensmittelabfallströmen und Endprodukten ausweiten, indem es ihre Skalierbarkeit und Anpassungsfähigkeit mit dem Projekt NextGen Demo demonstriert. Der Start des Projekts ist für das vierte Quartal 2024 geplant.

Die Attraktivität des NextGen District hat inzwischen weltweit Pioniere angezogen. So investiert beispielsweise Plug in eine grüne Wasserstoffanlage, Bolder Industries, PureCycle und Triple Helix werden Autoreifen, Polypropylen- und Polyurethanschaum bzw. PET-Schalen recyceln, und Ekopak setzt sich für eine kreislauforientierte Wassernutzung ein. Das industrielle Hafennetzwerk mit globalen Top-Akteuren und das Ökosystem werden zu Synergien zwischen den Akteuren bei NextGen Demo, NextGen District und den anderen Hafenunternehmen beitragen.

Jacques Vandermeiren, CEO Port of Antwerp-Bruges: „NextGen Demo ist der Ort schlechthin, an dem neue Technologien Einzug in das spannende Gefüge von Hafen und Industrie halten. Hier wird den Demonstratoren der Raum gegeben, zu wachsen und sich einem wertvollen Netzwerk von anderen Pionieren, Partnern und Kunden anzuschließen. Diese ersten beiden Projekte stehen in vollem Einklang mit unserem Bestreben, nicht nur eine Drehscheibe für grüne Energie und Ressourcen zu sein, sondern auch für die Kreislaufwirtschaft. Ich bin überzeugt, dass die innovativen Technologien, die beide Betriebe in unserem Hafenumfeld testen werden, wegweisend sein können.“

Annick De Ridder, Vorstandsvorsitzende Port of Antwerp-Bruges: „NextGen Demo ist das Testfeld für technologische und nachhaltige Innovation und Kreislaufwirtschaft für unseren Hafen. An diesem Top-Logistikstandort werden innovative Betriebe einen wesentlichen Beitrag zu dessen Stärkung, Synergie und Diversifizierung leisten. TripleW und Power to Hydrogen sind jeweils Pioniere in ihrem Bereich. Sie bringen Investitionen und Innovationen mit sich, und das ist eine gute Nachricht für unseren Hafen und damit für unseren Wohlstand. Ich möchte beiden Betrieben für ihr Vertrauen in NextGen Demo danken und freue mich darauf, alle Pioniere anzukündigen, die ihnen folgen werden.“

Paul Matter, CEO von Power to Hydrogen: „Wasserstoff ist ein wichtiges Produkt für den Industriecluster im Hafen und für den Übergang zur Klimaneutralität. Mit unserer Installation in der NextGen Demo möchten wir zeigen, dass die AEM-Elektrolyse, die die Kosten für die Erzeugung von grünem Wasserstoff erheblich senkt, in einer Hafenumgebung nachhaltig betrieben werden kann. Mit diesem Projekt wird der Hafen Antwerpen-Brügge weiterhin eine führende Rolle bei der Entwicklung eines grünen Wasserstoff-Ökosystems für Europa und die Welt spielen.“

Tal Shapira, CEO von TripleW: „Unser Demoprojekt stellt eine skalierbare, nachhaltige Lösung für zwei drängende Probleme vor: Lebensmittelverschwendung und Plastikverschmutzung. Wir haben uns für NextGen Demo entschieden, weil dies eine führende Plattform für innovative Technologien mit Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft ist. Es ist ein idealer Ort für Branchenführer, potenzielle Partner und Investoren, die an bahnbrechenden Umweltlösungen interessiert sind.“

Quelle und Foto: Port of Antwerp-Bruges




Erste Methanol-Bunkerung im Hafen von Antwerpen-Brügge

Am Montag, 1. April, legte das weltweit erste große Hochseeschiff mit Methanolantrieb, die „Ane Maersk“, am MSC PSA European Terminal (MPET) im Hafen von Antwerpen an. ​ Das Schiff absolvierte seine erste Bunkeroperation in europäischen Gewässern und bunkerte während des Hafenaufenthalts 4300 Tonnen grünes Methanol und 1375 Tonnen Biodiesel (B100). Die erfolgreiche und effiziente Bunkerung ist ein neuer Meilenstein im Bestreben des Hafens Antwerpen-Brügge, verschiedene Kraftstoffe zur Verfügung zu stellen.

Das Anlaufen des Antwerpener Hafens ist Teil der Jungfernfahrt der „Ane Maersk“ von Südkorea nach China, bei der das Schiff mit grünem Methanol betrieben wird. Das von Hyundai Heavy Industries in Südkorea gebaute Containerschiff hat eine Nennkapazität von 16.000 Containern (TEU) und ist mit einem Zweistoffmotor ausgestattet, der sowohl mit Methanol als auch mit Biodiesel und herkömmlichen Schwerölen betrieben werden kann. Die „Ane Maersk“ ist das erste der 18 großen methanolfähigen Schiffe von Maersk, die zwischen 2024 und 2025 ausgeliefert werden sollen, und das zweite methanolfähige Containerschiff der Welt.

Die Bunkerung fand im MPET-Terminal statt und wurde während des Terminalbetriebs sicher durchgeführt. TankMatch schickte zwei Lastkähne, um 4300 Tonnen grünes Methanol auf die Ane Maersk zu transferieren. Anschließend lieferte ein Lastkahn der VT-Gruppe 1375 Tonnen Biodiesel (B100). Der Bunkervorgang wurde nahtlos in den Hafenaufenthalt des Schiffes integriert, indem das Bunkern gleichzeitig mit dem Laden und Löschen der Ladung erfolgte. Die sogenannten „simultaneous operations“ (SIMOPS) erhöhten die Effizienz des Hafenaufenthalts, indem sie die zusätzliche Zeit für die Betankung reduzierten. Dieser beeindruckende Meilenstein spiegelt die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den zahlreichen beteiligten Akteuren wider.

Für den Hafen Antwerpen-Brügge ist dies auch ein Meilenstein in seinem Bestreben, ein Hafen für unterschiedliche Kraftstoffe zu werden, in dem eine Vielzahl verschiedener klimaneutraler Kraftstoffe wie Wasserstoff, Ammoniak, Methan und Methanol zum Betanken zur Verfügung stehen, zusätzlich zu den bereits verfügbaren Biokraftstoffen und Schwerölen. Im Juni 2023 fand im Hafen von Antwerpen-Brügge die erste Bunkerung mit Methanol statt, als 475 mT (metrischen Tonnen) Methanol auf dem Tanker Stena Pro Marine gebunkert wurde.

Der Hafen Antwerpen-Brügge verfügt bereits über Kapazitäten zur Lagerung klimaneutraler Kraftstoffe für die Verwendung in seinem Industriecluster und die Verteilung ins Hinterland. Im Rahmen der allgemeinen Energiewende, bei der Wasserstoffträger wie Methanol, Ammoniak und Methan eine zentrale Rolle spielen werden, haben viele Tanklagerterminals in zusätzliche Kapazitäten investiert oder planen dies.

Um das Bunkern von klimaneutralen Kraftstoffen an seinen beiden Plattformen zu ermöglichen, hat der Hafen Antwerpen-Brügge Risikobewertungen für alle Kraftstoffarten durchgeführt, erstellt Sicherheitsprotokolle und wird durch die Einführung eines Lizenzsystems für Bunkerbetriebe die höchsten Qualifikationen innerhalb seines Bunkersystems sicherstellen.

Jacques Vandermeiren, CEO des Port of Antwerp-Bruges, kommentierte:„Als fünftgrößter Bunkerhafen der Welt sind wir entschlossen, eine Vorreiterrolle bei der Integration von klimaneutralen Kraftstoffen in den Bunkermarkt zu spielen. Der Hafen Antwerpen-Brügge wird nach Möglichkeit Einrichtungen zur Verfügung stellen, beide Plattformen für den Einsatz mehrerer Kraftstoffe vorbereiten und sich selbst dafür engagieren, seine Flotte durch den Einsatz alternativer Kraftstoffe umweltfreundlicher zu machen.“

Annick De Ridder, Präsidentin des Verwaltungsrats des Port of Antwerp-Bruges: „Die erfolgreiche Bunkerung dieser neuen Generation von Schiffen beweist, dass wir die richtigen Schritte unternehmen, um unseren Hafen bis 2025 in einen Hafen für verschiedene Kraftstoffe umzuwandeln: einen Hafen, in dem zusätzlich zu den traditionellen Kraftstoffen auch nachhaltigere alternative Kraftstoffe wie Methanol angeboten werden. Als ehrgeiziger Pionierhafen will der Hafen Antwerpen-Brügge eine Inspiration für den gesamten maritimen Sektor sein.“

Emma Mazhari, Head of Energy Markets ​ bei A.P. Moller – Maersk: „ Wir freuen uns über die Partnerschaft mit dem Hafen Antwerpen-Brügge bei der Jungfernfahrt der Ane Maersk. Dies ist ein wichtiger Schritt in unseren Bemühungen, bis 2040 netto null Treibhausgasemissionen zu erreichen. Wir schätzen alle unsere Partner, die zur Dekarbonisierung von Schifffahrt und Logistik beitragen, und freuen uns über die vielversprechende Entwicklung sowohl der grünen Treibstoff- als auch der Bunkerinfrastruktur.“

Johan Van Daele, Vorstandsvorsitzender des MSC PSA European Terminal (MPET): „Als größter Containerterminal im Hafen von Antwerpen sind wir stolz auf die Ankunft und das erfolgreiche Bunkern der Ane Maersk. Diese Leistung war das Ergebnis einer akribischen Planung und der Zusammenarbeit aller beteiligten Parteien. Während der Operation verlief SIMOPS (simultaneous operations) außerordentlich gut und hatte nur minimale Auswirkungen auf unseren regulären Betrieb. Dieser Erfolg unterstreicht unser Engagement für Sicherheit, Effizienz, Nachhaltigkeit und Innovation und zeigt, dass Effizienz und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können. Ein großes Dankeschön an die Mitarbeitenden von MPET, die erneut die effiziente Abfertigung dieses Schiffes sichergestellt haben.“

Andre Nieman, CEO von Tankmatch: „Die Bunkerung von 4300 metrischen Tonnen Methanol ist für uns ein neuer Meilenstein, nachdem wir eine Reihe kleinerer Methanol-Bunkerungen durchgeführt haben. ​ Wir sind stolz darauf, einen Teil zur Dekarbonisierung der Schifffahrt beizutragen.“

Niels Groenewold, VT-Gruppe: „Der B100-Bunkerservice für die Ane Maersk ist ein stolzer Moment für die VT Gruppe. Er ist ein klarer Indikator dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind, um den nachhaltigen Weg zu gehen, den wir uns vorgenommen haben. Wir freuen uns auf eine gemeinsame nachhaltige Zukunft, die durch das Bunkern von alternativen Kraftstoffen wie B100 untermauert wird.“

Quelle und Foto: Port of Antwerp-Bruges




Generationenwechsel bei der BEHALA

Seit fast 25 Jahren war Prokurist und Leiter Logistik Klaus-G. Lichtfuß bei der Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft mbH (BEHALA) beschäftigt. Nun verabschiedete er sich Ende März 2024 in den wohlverdienten Ruhestand. Sein Nachfolger für den Bereich Logistik ist sein bisheriger Stellvertreter Leon Tietz.

Im Januar 2024 haben Laura de Pedro Elvira, Leiterin Immobilien und Leon Tietz, neuer Leiter Logistik, von der Geschäftsführerin Petra Cardinal Gesamtprokura erhalten.

Quelle und Foto: BEHALA, v.l. Klaus-G. Lichtfuß, Petra Cardinal, Laura de Pedro Elvira, Leon Tietz




Ein JobPORTal für die maritime Branche

Es mangelt in Deutschland an Fachkräften. Das trifft auch die maritime Branche und damit den Hamburger Hafen. Allein in der Metropolregion Hamburg gibt es über 60.000 hafenabhängige Arbeitsplätze – von Lagerlogistikerinnen über Ingenieure bis hin zur Lotsin oder dem Barkassenführer. Eine gewisse Fluktuation ist da normal. Doch immer häufiger stehen die ansässigen Unternehmen aus zahlreichen Branchen vor der Herausforderung, die Stellen neu zu besetzen.

„Wir wollen mit dem Jobportal im ersten Schritt unsere Mitgliedsunternehmen aktiv unterstützen. Wir werden später auch für andere Unternehmen offen sein. Ab sofort finden Bewerberinnen und Bewerber verschiedenste Stellenausschreibungen und Informationen über die Unternehmen unter www.hafen-hamburg.de/jobs-karriere. Mit einer zentralen Plattform wie der unseren, die jeden Tag durchschnittlich 5.000 Besucherinnen und Besucher registriert, können wir den Unternehmen eine große Sichtbarkeit verschaffen“, sagt Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V.

Kernbestandteil des Portals unter www.hafen-hamburg.de/de/jobs-karriere/ ist ein Filtertool, welches einen Überblick über alle aktuell ausgeschriebenen Stellen in der maritimen Logistik des Hamburger Hafens, der Häfen der Metropolregion und im Hinterland verschafft. Die Liste der Stellen kann nach Art der Ausbildung (Ausbildung, Duales Studium, Festanstellung), nach Arbeitsfeld und nach Bildungsabschluss gefiltert werden.

Über eine Tabellenansicht auf der Startseite des Jobportals haben Bewerberinnen und Bewerber dann die Möglichkeit sowohl zur jeweiligen Stellenanzeige als auch zu einer Unternehmensvorstellung des jeweiligen Betriebs zu gelangen. Hier finden sich weitere Kontaktmöglichkeiten, Bild- und Videomaterial zum jeweiligen Betrieb oder Unternehmen und gebündelt auch alle zugehörigen ausgeschriebenen Jobangebote und Ausbildungsmöglichkeiten.

Nutzerinnen und Nutzer, die sich erst mal mit den einzelnen Berufsbildern im Hafen vertraut machen möchte, finden direkt auf der Startseite des Jobportals über den aktuellen Ausschreibungen den „Job der Woche“. Über einen Klick auf das aktuelle Foto gelangt man hier wöchentlich zu einer anderen Jobbeschreibung.

Das Jobportal soll die Vielfalt der maritimen Logistik und deren Berufe veranschaulichen und damit als Inspiration und als Ausgangspunkt im Bewerbungsprozess dienen. Für die Unternehmen der maritimen Wirtschaft ist es eine Möglichkeit den Jobfindungs- und Bewerbungsprozess für Jobsuchende und potenzielle neue Fachkräfte zu vereinfachen.

Quelle und Foto: HHM




Konstituierende Sitzung der gemeinsamen NTK von BDB und BDS

Binnenschifffahrtsverbände BDB und BDS haben sich dazu entschieden, die Arbeit an nautischen und technischen Themen zu intensivieren. Zu diesem Zweck haben die Verbände eine neue, gemeinsame nautisch-technischen Kommission (NTK) gegründet. Ziel ist es, Kompetenzen zu bündeln, gemeinsame Positionen abzustimmen und diese anschließend in den Sitzungen in der europäischen NTK der IWT-Plattform einzubringen. Die konstituierende Sitzung fand an Bord des Schulschiffs statt.

In der Auftaktsitzung wurde sehr engagiert diskutiert, unter anderem über die Übergangsbestimmungen im ES TRIN und über die geplanten Änderungen bei der elektronischen Meldepflicht auf dem Rhein. Ein Ergebnis der Sitzung ist u.a. ein gemeinsames Schreiben an das BMDV-Fachreferat WS 25, mit dem Vorschlag, die gute Tradition der technischen Besprechungsrunden („Arbeitskreis Technische Schiffssicherheit“) wiederaufleben zu lassen. Das neue Gremium wird mindestens zwei Mal pro Jahr tagen.

Seitens des BDB nahmen die Vorstandsmitglieder Andreas Dicke und Tobias Zöller und aus dem weiteren Mitgliederkreis Oliver Pohl (Bingen-Rüdesheimer Schiffahrtsgesellschaft) teil. Für die Geschäftsstelle haben BDB-Geschäftsführer Jens Schwanen und BDB-Referent Fabian Spieß teilgenommen. Oliver Pohl, der u.a. für die GDWS als Sachverständiger tätig ist, wurde zum Vorsitzenden der NTK gewählt. Für den BDS nahmen Jürgen Collée, Henning Jahn, Nikolaus Hohenbild, Stephen Mnich und Horst Herweck, sowie BDS-Geschäftsführerin Andrea Beckschäfer teil. Der Kreis der Teilnehmer soll noch erweitert werden.

Quelle und Foto: BDB, (v.l.n.r.): Jürgen Collée, Oliver Pohl, Nikolaus Hohenbild, Jens Schwanen, Andreas Dicke, Henning Jahn, Tobias Zöller, Stephen Mnich, Horst Herweck, Andrea Beckschäfer, Fabian Spieß




Fokus auf nachhaltige Schifffahrt

Hapag-Lloyd hat seinen Nachhaltigkeitsbericht 2023 veröffentlicht. Der Bericht belegt die vielfältigen Maßnahmen und Initiativen, die das Unternehmen im Laufe des Jahres ergriffen hat, und zeigt das konsequente Engagement für ökologische und soziale Verantwortung – auch über den eigenen Geschäftsbetrieb hinaus.

Hapag-Lloyd hat die absoluten Treibhausgasemissionen seiner Flotte im Jahr 2023 um 0,8 Millionen Tonnen im Vergleich zum Vorjahr reduzieren können. Damit rückt die Reederei seinem ehrgeizigen Ziel, bis 2045 eine Netto-Null-Flotte zu betreiben, näher. Darüber hinaus konnte die Menge der gebunkerten Biokraftstoffmischung auf mehr als 200.000 Tonnen deutlich erhöht werden. Im Jahr 2023 wurden außerdem drei der zwölf neuen Dual-Fuel-Schiffe des Unternehmens erfolgreich in Betrieb genommen, die mit Flüssigerdgas (LNG) und künftigen alternativen Kraftstoffen betrieben werden können. Mit der Einführung von Ship Green, einer auf Biokraftstoff basierenden Lösung für den emissionsreduzierten Seetransport, bietet Hapag-Lloyd seinen Kunden ferner die Wahl zwischen drei Stufen der CO2e-Reduzierung für ihre Transporte.

In dem Wissen, dass die Teilnehmer der Schifffahrtsindustrie an einem Strang ziehen müssen, hat sich Hapag-Lloyd mit vier der weltweit führenden Reedereien zusammengeschlossen. In einer gemeinsamen Erklärung wird ein Enddatum für mit fossilen Brennstoffen betriebene Schiffsneubauten geofordert. Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) wird aufgefordert, die rechtlichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Energiewende und faire Wettbewerbsbedingungen für alle Akteure in der Schifffahrtsbranche zu schaffen. Darüber hinaus ist Hapag-Lloyd dem Green Corridor Consortium beigetreten – einer Initiative zwischen den Häfen von Rotterdam und Singapur, die darauf abzielt, die Emissionen auf dieser wichtigen Schifffahrtsroute drastisch zu reduzieren.

Soziales Engagement ist ein integraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie von Hapag-Lloyd. 2023 hat das Unternehmen weitere Maßnahmen ergriffen, um die Wahrung des Menschenrechts in seiner gesamten Lieferkette zu sichern, Vielfalt und Integration seiner Belegschaft zu fördern und zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen seiner Seeleute beizutragen. Darüber hinaus hat Hapag-Lloyd sein lokales und globales soziales Engagement im Jahr 2023 durch neue Partnerschaften mit den Organisationen One Earth – One Ocean und 4Life Solutions erweitert. Durch diese Kooperationen möchte Hapag-Lloyd dazu beitragen, die Weltmeere zu erhalten und bedürftige Gemeinden mit sauberem Trinkwasser zu versorgen.

Als eines der weltweit führenden Schifffahrtsunternehmen ist Hapag-Lloyd fest entschlossen, seinen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten und die globale Erwärmung entsprechend den Zielen des Pariser Abkommens zu begrenzen, zum Beispiel durch Flottenoptimierungsprogramme, die Einführung neuer Antriebstechnologien und den Einsatz alternativer Kraftstoffe. „Es versteht sich von selbst, dass nachhaltiges und verantwortungsvolles Handeln für uns von größter Bedeutung ist“, sagt Rolf Habben Jansen, CEO von Hapag-Lloyd. „In der heutigen globalen Landschaft sind Dekarbonisierung und soziale Verantwortung ein Muss, keine Option, und wir sind fest entschlossen, unseren Teil beizutragen“.

Der jüngste Nachhaltigkeitsbericht von Hapag-Lloyd unterstreicht das Engagement des Unternehmens, Pionierarbeit für nachhaltige Praktiken in der maritimen Industrie zu leisten. Der Bericht spiegelt die Fortschritte des Unternehmens – mit seinem Engagement für eine positive Auswirkung auf die Umwelt und die Gemeinden, für die es tätig ist – und seine kontinuierliche Reise in eine nachhaltigere Zukunft für alle wider.

Quelle und Grafik: Hpag-Lloyd




Nürnberg und Roth rüsten sich für die Herausforderungen



Im bayernhafen Nürnberg und bayernhafen Roth wurden im vergangenen Jahr 3,98 Mio. Tonnen Güter per Schiff und Bahn umgeschlagen – das sind 92 % der Vorjahrestonnage. Rund 230.000 Lkw-Fahrten wurden 2023 durch die Verlagerung von Langstreckenverkehren auf die umweltverträglicheren Verkehrsträger Schiff und Bahn eingespart. An seinen sechs Standorten Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau schlug bayernhafen im vergangenen Jahr insgesamt 8,23 Mio. t per Schiff und Bahn um. Häfen sind immer auch Spiegelbild der wirtschaftlichen und konjunkturellen Entwicklung, daher macht sich die aktuelle Situation auch in den Umschlagszahlen bemerkbar.


Der Bahngüterumschlag 2023 betrug 3,748 Mio. t, das ist ein Rückgang von 6,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Kombinierten Verkehr wurden im bayernhafen Nürnberg 318.471 TEU (1 TEU entspricht einem 20-Fuß-Standardcontainer) umgeschlagen, 10,7 % weniger als im Vorjahr. Neben Containern im Seehafenhinterlandverkehr vor allem mit Hamburg, Bremerhaven, Rotterdam und dem Güterverkehrszentrum Verona gehören dazu auch Wechselbrücken und Sattelauflieger im kontinentalen Verkehr. Der Schiffsgüterumschlag betrug 230.037 t, das sind 19 % weniger als 2022. Per Schiff und Bahn werden z. B. Agrargüter, Baustoffe, Metalle, Nahrungsmittel, Brennstoffe, Recyclinggüter, Mineralien und Industriegüter wie Maschinen und Automotive-Teile sowie sperrige Güter wie Fertiggaragen transportiert.

Im Bereich Schwergut wurden wieder zahlreiche schwere oder großvolumige Güter weg von der Straße auf das Wasser umgeschlagen. Diese sind prädestiniert für den Transport per Binnenschiff. Dies entlastet nicht nur die Straßen, sondern schont insbesondere die Brücken. Im bayernhafen Nürnberg und im bayernhafen Roth wurden gesamt knapp 14.000 t (plus 4 % gegenüber 2022) und damit rund 125 Teile verladen. Neben Kesseln im bayernhafen Roth werden in Nürnberg hauptsächlich Transformatoren und Kühler umgeschlagen. „Für die örtlichen Unternehmen des Großtransformatoren- und Schwermaschinenbaus ist diese Infrastruktur standortentscheidend und -sichernd“, so Ingmar Schellhas, der seit November 2023 in Doppelspitze mit Joachim Zimmermann die Hafen Nürnberg-Roth GmbH, welche den bayernhafen Nürnberg und Roth betreibt, verantwortet. „Im Dialog mit unseren über 200 ansässigen Unternehmen greifen wir zudem wichtige Zukunftsthemen hinsichtlich einer modernen Hafeninfrastruktur, Flächeneffizienz, digitale Transformation, Nachhaltigkeit und weitere neue Geschäftsmodelle auf,“ so Schellhas.

Dennoch spiegeln sich die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine, die Energiewende und die spürbar abgekühlte Konjunktur auch in den Umschlagszahlen im Hafen wider. „Ein Hafen zeigt wie ein Seismograf die wirtschaftliche Entwicklung an“, sagt bayernhafen-Geschäftsführer Joachim Zimmermann, „im Hinblick auf Klimaschutz und Verkehrswende wird die Schnittstelle Hafen aber noch wichtiger werden. Für das Gelingen der Energiewende, einer verstärkten Kreislaufwirtschaft und nachhaltigen Schwerguttransporten spielen Binnenhäfen eine entscheidende Rolle. Voraussetzung bleibt eine funktionierende Infrastruktur, die eine effiziente Kombination von Schiff, Bahn und Lkw in der Logistikkette ermöglicht.“

Das seit Jahren hohe Investitionsniveau wurde auch 2023 fortgeführt. So stieß bayernhafen über alle Standorte über mehrere Jahre laufende Investitionen in die Vorbereitung von Flächen und in seine Hafeninfrastruktur von rund 27 Mio. Euro an, davon über 4 Mio. Euro in 2023 am Standort Nürnberg. „Mit unseren langfristig angelegten Investitionen in die trimodale Hafeninfrastruktur leisten wir einen wertvollen Beitrag zur Verkehrswende. Auch unsere Hafenkunden nutzen diese Phase und investieren weiter an den Standorten und in neue Verbindungen. Klar ist aber auch, dass entscheidend für die zukünftige Verkehrsverlagerung sein wird, den riesigen Nachholbedarf bei der Modernisierung der Infrastruktur in Deutschland, sei es im Schienennetz oder bei Schleusen und Brücken, aufzuholen. Wir benötigen stabile Rahmenbedingungen, deutlich schnellere Genehmigungsprozesse und einen Schutz der Hafeninfrastruktur,“ so Joachim Zimmermann.

Die Kaisanierung im bayernhafen Nürnberg nimmt Formen an, so befindet sich der erste Bauabschnitt kurz vor Fertigstellung. Mit der Modernisierung der in die Jahre gekommenen Infrastruktur optimiert bayernhafen die Umschlagflächen für die ansässigen Unternehmen deutlich. Zudem werden die Kaianlagen den Ansprüchen für den künftigen Güterumschlag mit flexiblen Mobilgeräten gerecht. Ziel ist eine entsprechende Kaieindeckung, welche die umweltrechtlichen Anforderungen erfüllt. Im zweiten Bauabschnitt folgt die Sanierung am nördlichen Kai 1. In drei Bauabschnitte unterteilt, wird auch hier im ersten Zuge mit dem Rückbau und den Entwässerungsarbeiten begonnen. Die Fertigstellung ist im Laufe des Jahres geplant. bayernhafen plant im Anschluss die Sanierung von Kai 3 und 8.

Das im bayernhafen Nürnberg ansässige Recycling-Unternehmen und Aufbereitungszentrum ´Die grünen Engel` stehen für energieeffiziente Erzeugung wertvoller Sekundärrohstoffe aus Bau-, Gewerbe- und Industrieabfällen. Bereits seit 1996 ist die Firma Durmin als Teil dieses Zusammenschlusses am Standort aktiv und stets auf Wachstumskurs. Mit der Anmietung einer 3 ha großen Fläche am Kai 1 erweitert sich damit der Bestand auf ca. 16 ha Gesamtfläche. Das Unternehmen investiert auf der neuen Fläche im zweistelligen Millionenbetrag in verschiedene Aufbereitungsanlagen für mineralische und nichtmineralische Abfälle und Produkte. Der Transport der Abfälle erfolgt unter anderem über die Wasserstraße per Binnenschiff, denn das Grundstück am Kai 1 und das Recyclingmaterial sind dafür prädestiniert.

Am nördlichen Kai 2 erweitert die Rhenus Gruppe ihre Kapazitäten mit dem Neubau einer Logistikanlage mit modernsten Lager-, Umschlag- und Büroflächen. Von der gesamt 40.000 m² Bestandsfläche am Kai 2 werden in Nürnberg 17.000 m² komplett neu bebaut. Die Inbetriebnahme ist Ende des 2. Quartals 2024 geplant. Dies ist ein Musterbeispiel für wirtschaftliche Entwicklung im Bestand durch strategische Flächenkonversion.

Parallel läuft der Ausbau bzw. die Erweiterung des KV-Terminals im bayernhafen Nürnberg. Wie bereits berichtet, wird der Ausbau im Modul 1 bei laufendem Terminalbetrieb durchgeführt. Die Baumaßnahmen für die Fahr- und Ladespuren für Lkw sowie die Abstellspuren für Ladeeinheiten werden bis Ende 2024 fertiggestellt. Die neuen Krane werden voraussichtlich bis Ende 2026 geliefert und in Betrieb genommen. Mit dieser Investition wird das 2006 in Betrieb genommene KV-Terminal um rund 21 % auf eine Kranleistung von über 400.000 TEU pro Jahr erweitert, da es inzwischen an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen ist.

Quelle: Bayernhafen GmbH & Co. KG, Foto: bayernhafen / E.Wechsler




Einführung Port Community System in Basel und Duisburg

Mit dem Ziel, die Effizienz im Datenaustausch mit der Binnenschifffahrt signifikant zu steigern, kündigen die Schweizerischen Rheinhäfen und duisport die Einführung eines innovativen Port-Community-Systems (PCS) an, welches bis Ende 2024 in Basel und bis Mitte 2025 in Duisburg für den Datenaustausch in den Häfen verbindlich eingeführt wird. Dieses System, bekannt, als das bereits entwickelte „RiverPorts Planning and Information System“ (RPIS), markiert damit einen bedeutenden Fortschritt in der Digitalisierung der Logistikprozesse entlang des Rheins.

Mit der verbindlichen Einführung des Port Community System (PCS) für alle Umschlagsbetriebe und Reedereien in Basel und Duisburg erfolgt ein entscheidender Schritt zur Modernisierung der digitalen Hafeninfrastruktur. Durch die konsequente Digitalisierung der Kommunikations- und Informationsflüsse werden die Prozesse in den Häfen vereinfacht, die Abwicklung des Schiffsverkehrs effizienter gestaltet und die Zusammenarbeit entlang der gesamten Logistikkette – von Hafenbetreibern bis zu Spediteuren – optimiert.

Die konsequente Weiterentwicklung des RiverPorts Planning and Information-System (RPIS) führt nun zu einer Multi-Port-Lösung für die Binnenschifffahrt, welche auch eine effiziente oder barrierefreie Datenanbindung an die Seehäfen ermöglicht. Diese Integration steigert nicht nur die Effizienz der Kommunikation in den Rheinhäfen, sondern standardisiert die Verfügbarkeit und Nutzung von Daten entlang der Lieferketten mit den Binnenhäfen. Die Einführung in den Häfen bildet die Basis und bietet viele Möglichkeiten weitere Bausteine, wie Liegeplatzmanagement, Strom- und Wasserbezug, Zollabwicklung, Bahnverkehre oder Fahrgastschifffahrt, anzubinden.

Die schrittweise Einführung des RPIS als obligatorisches Port Community System (PCS) bis Ende 2024 in den Schweizerischen Rheinhäfen und gleichzeitig im Verlauf des 1. Halbjahrs 2025 bei der Duisburger Hafen AG ist nun der Anfang zur durchgängigen Digitalisierung der Kommunikations- und Datenflüsse in den Häfen. Gemeinsam mit der Betreiberin RheinPorts werden die Akteure der Hafenwirtschaft im Verlauf des Jahres an das System angebunden und von der Testphase in das Live-System überführt. Im Raum Basel wird RPIS schon heute im Containersegment von Reedereien und Terminalbetreibenden erfolgreich genutzt. Langfristig zielt die Initiative darauf ab, die vernetzte, digitale Infrastruktur weiter auszubauen, welche die gesamte Logistikkette entlang des Rheins und darüber hinaus umfasst. Dies wird nicht nur die Leistungsfähigkeit der Häfen steigern, sondern auch als Katalysator für weitere digitale Prozessinnovationen in der Branche dienen.

Martin Nusser, stv. Direktor Schweizerische Rheinhäfen: „Wir freuen uns in Duisburg und Basel den nächsten Schritt zu einer modernen, digitalen Hafeninfrastruktur zu unternehmen. Mit der Einführung des RPIS als nachhaltigen Standard zum Austausch von Daten, wird die Basis für eine effizientere und nahtlos vernetzte Zukunft in der Binnenschifffahrt gelegt.“

duisport-COO & CTO Lars Nennhaus: „Die Einführung des RPIS ist ein wichtiger Meilenstein für den Duisburger Hafen. Er markiert den Beginn einer neuen Ära der Vernetzung und der vollständigen Digitalisierung der Kommunikations- und Datenflüsse in den Häfen entlang des Rheins.“

Quelle und Foto: Port of Switzerland




Finanzierungszusage für Cuxhaven vom Bund

Es ist die Nachricht für eine erfolgreiche Energiewende: Der Bund wird die Erweiterung des Seehafens Cuxhaven finanziell unterstützen. Diese Nachricht erreichte jetzt Cuxhavens Oberbürgermeister Uwe Santjer. Damit teilen sich der Bund, das Land Niedersachsen und die Privatwirtschaft die Gesamtkosten in Höhe von rund 300 Millionen Euro des Hafenausbaus.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies bestätigt die Zusage: „Das ist eine richtig gute Botschaft vom Bund und ein weiteres ganz wichtiges Signal, das sehr zuversichtlich stimmt. Es geht an allen Stellen voran auf unserem Weg hin zu einer freien, unabhängigen, sauberen und dauerhaft günstigen Energieversorgung. Wir haben hier in den letzten Wochen und Monaten zahlreiche, konstruktive Gespräche geführt mit dem Bund. Mein Dank an Robert Habeck und Volker Wissing und die vielen Kolleginnen und Kollegen hier in Niedersachsen und im Bund, die sich für diese Lösung eingesetzt haben. Die Botschaft, die von dieser Zusage ausgeht ist: die Küste und unsere Häfen haben eine enorme strategische Bedeutung und ihr Ausbau liegt im nationalen Interesse. Wir sichern damit den Offshore-Ausbau in der Nordsee ab, er ist eine ganz zentrale Säule unserer künftigen Energieversorgung. Damit sichern wir die Zukunft des Industriestandorts Deutschland, unserer Unternehmen und der Arbeitsplätze. Seitens des Landes sichern wir unseren Teil der Finanzierung von 100 Millionen Euro entsprechend ab. Der Norden und seine Häfen sind das neue energiepolitische Herz Deutschlands, die Nordsee wird unser Powerhouse.“

Große Freude auch bei Cuxhavens Oberbürgermeister Uwe Santjer: „Wir haben heute eine für Cuxhaven und auch für Deutschland historische Nachricht erhalten, weil sich auch der Bund an den dringend benötigten Liegeplätzen 5 bis 7 beteiligt. Damit kann sich die Stadt Cuxhaven neu aufstellen und die Energiewende in Deutschland vorantreiben. Mit der Investitionszusage werden die Erneuerbaren Energien einen Schub erhalten, der für zukunftssichere Arbeitsplätze sorgen und die Existenz von Unternehmen und Familien sicherstellen wird. Die bisherige Arbeit war deshalb erfolgreich, weil Politik und Verwaltung in Bund, Land und Kommune sowie die heimische Wirtschaft Hand in Hand für dieses Ziel gearbeitet haben. Mit der finanziellen Planungssicherheit gilt es jetzt die Ärmel hochzukrempeln und in die Realisierung zu kommen.“

Quelle: Stadt Cuxhaven, Foto: Stadt Cuxhaven/Scheer