Neuer FA-Vorsitzender Binnenhafenlogistik

Werner Spionkowski, Geschäftsführer der Ruhrmann Logistik GmbH & Co. KG in Duisburg, ist neuer Vorsitzender des Fachausschusses Binnenhafenlogistik im Deutschen Speditions- und Logistikverband (DSLV).

Er folgt damit auf den langjährigen Ausschussvorsitzenden und VVWL NRW e.V.-Delegierten Günther Haberland (geschäftsführender Gesellschafter M. Zietzschmann GmbH & Co. KG, Neuss), der sich altersbedingt nicht mehr zur Wahl stellte. Werner Spionkowski ist Mitglied und langjähriger Delegierter des VVWL NRW e.V. und seit Jahren Vorsitzender der Fachgruppe HafenLogistik im VVWL-Landesverband Spedition + Logistik.

Werner Spionkowski: „Die Logistik kann noch erhebliches Potential der Binnenschifffahrt heben.“ Das engmaschige Wasserstraßennetz mit seiner hohen Hafen- und Terminaldichte verstärke den ohnehin schon großen Standortvorteil Deutschlands für Industrie, Handel und Dienstleistungsbranchen, die für zusätzliche Beschaffungs- und Absatzwege mit logistischer Hilfe der Spedition auch gezielt das Binnenschiff nutzen könnten.

„Der jetzt mit der Erarbeitung des Masterplan Güterbinnenschifffahrt einsetzende politische Rückenwind, darf sich nicht allein auf den Einsatz der Verkehrsmittel richten, sondern muss das Gesamtsystem vernetzte Binnenschifffahrt beschleunigen“, fordert Werner Spionkowski. „Von geplanten Unterstützungsmaßnahmen müssen neben Reedereien, Terminals und Häfen deshalb auch die dort ansässigen Logistikdienstleister profitieren.“ Eine zentrale Forderung des DSLV bleibe, Förderungen und Erleichterungen für Straßenseitige Vor- und Nachlaufverkehre nicht allein auf den klassischen Kombinierten Verkehr mit Containern und Wechselbehältern zu beschränken, sondern für sämtliche Verkehrsträgerwechsel zu öffnen. Neben der wasserseitigen müsse deshalb auch die landseitige Infrastruktur zu den Umschlagspunkten verbessert werden.

Das Gesamtsystem Binnenschifffahrt wird nur im Zusammenspiel aller Beteiligten und vernetzt erfolgreich. „Es ist deshalb richtig, dass das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) für die Erarbeitung seines Masterplans auch die Expertise des DSLV einholt“, so Werner Spionkowski.

Quelle: VVWL, Foto: NDH




Weiter in die Stärkung der Infrastruktur investieren.

Im Rahmen des 15. ESPO-Kongresses in Rotterdam hat Allard Castelein die Europäische Union zu weiteren Investitionen in die Infrastruktur von Häfen und Hinterlandverbindungen aufgerufen, um so die Wirtschaft und Wettbewerbsposition Europas weiter zu stärken.

„Ein Hafen ist so stark wie seine Hinterlandverbindungen“, erklärte Castelein. „Und eine gute Infrastruktur zur Anbindung von Häfen und Hafenindustrie-Komplexen ist für den Wohlstand und die Beschäftigung in Europa ausschlaggebend.“ Er plädierte daher dafür, im nächsten Mehrjahreshaushalt der Europäischen Union zusätzliche finanzielle Mittel für den Ausbau dieser Infrastruktur bereitzustellen. Konkret nannte Castelein die Erweiterung des Connecting European Facility (CEF)-Förderprogramms für EU-weite Projekte rund um die Energiewende. Durch diese Projekte blieben Häfen zukunftssicher, lebendig, und wettbewerbsfähig. Mit diesem Aufruf schloss sich Castelein der jüngsten Erklärung der Organisation Europäischer Seehäfen (ESPO) sowie 40 weiterer Partnerorganisationen in Ljubljana vom 27. April 2018 an.

Zudem erinnerte Castelein an die aktuellen Herausforderungen in den Bereichen Geopolitik, Digitalisierung und Energiewende. Castelein appellierte auch an die Häfen, bei der Umsetzung der Ziele des Klimaabkommens von Paris Verantwortung und eine führende Rolle zu übernehmen. „Für eine echte Systemveränderung braucht es jedoch mehr“, betonte Castelein. „Bei diesem großen Umwandlungsprozess sind wir alle voneinander abhängig. Keine Organisation kann die Energiewende ohne Hilfe bewältigen. Wir alle sind aufgefordert, dem Thema Nachhaltigkeit hohe Priorität einzuräumen. Die Notwendigkeit einer Energiewende ist so hoch, dass sie außer der Zusammenarbeit und Tatkraft sämtlicher Beteiligter auch eine aktive Rolle und Politik der EU und staatlicher Stellen erfordert.“

Quelle und Foto: Port of Rotterdam




Symbiose von Wind- und Sonnenenergie

Amphibious Energy testet auf Maasvlakte 2 den EnergyPod, einen Container für die Erzeugung, Speicherung und Umwandlung von Sonnen- und Windenergie. Das Unternehmen entwickelt neben einer Offshore-Variante für Plattformen auch eine Onshore-Version.

Die Lösungen von Amphibious Energy ermöglichen die Erzeugung grüner Energie aus Wind- und Sonnenkraft auch an abgelegenen Orten ohne Stromversorgung und bieten somit eine nachhaltige Alternative zu Dieselgeneratoren. Das Unternehmen wurde vor fast zwei Jahren gegründet. Der Test auf Maasvlakte 2 begann vor drei Monaten und wird mindestens noch weitere sechs Monate lang fortgeführt. Das Ziel, die Erzeugung von Strom auf Offshore-Öl- und Gasplattformen, ist bereits zum Greifen nahe. „Wir erbringen die geplanten Leistungen“, erzählt Managing Director George Nadorp begeistert.

Der Container ist mit einer Windturbine und Sonnenkollektoren ausgerüstet. Er beinhaltet Umformer und Systeme, die selbst einen Teil der erzeugten Energie verbrauchen. Die restliche Energie wird in Akkus gespeichert und kann von externen Abnehmern genutzt werden. Das Hybrid-System bildet eine leistungsstarke Symbiose zwischen Wind- und Sonnenenergie. „Im Winter, wenn es viel Wind und wenig Sonne gibt, ist die Windturbine konstant im Einsatz. Im Sommer erzeugen hauptsächlich die Sonnenkollektoren Energie.“

Es werden eine Onshore- und eine Offshore-Version des Containers entwickelt. Dabei richtet sich das Unternehmen vor allem auf die Offshore-Bohrplattformen von Ölgesellschaften. Für diese Standorte ist es besonders wichtig, dass der Container robust und zuverlässig ist. „Es ist extrem kostspielig, dorthin zu gelangen, wenn etwas nicht richtig funktioniert. Deswegen wird alles redundant ausgeführt. Wir können die Anlage aus der Entfernung bedienen und überwachen. Wenn wir eingeloggt sind, sehen wir unter anderem das Ladeniveau der Akkus und eventuelle Störungen.“

Besonders innovativ ist vor allem die eingesetzte Windturbine, die laut Nadorp sehr gut für Offshore-Bereiche geeignet ist. „Diese Turbine ist vollkommen anders als die herkömmlichen Propeller-Windturbinen auf See, die oft schon nach ein oder zwei Jahren kaputtgehen. Unsere Turbine kann mit einer niedrigeren Drehzahl Energie erzeugen und hat zwei Lager. Dadurch ist sie extra robust. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Container völlig autonom funktioniert. Man kann ihn einfach auf einer Offshore-Plattform aufstellen und muss sich dann nicht mehr weiter darum kümmern.“

Der Markt ist begeistert. Wir können den Unternehmen harte Tatsachen vorlegen. Deswegen sind wir so froh darüber, dass wir die Tests auf der Maasvlakte durchführen dürfen. Wir erheben Betriebsdaten, mit denen wir nachweisen können, dass der Container genau das tut, was von ihm erwartet wird. Die Maasvlakte ist ein gutes Windgebiet, in dem der Hafenbetrieb Rotterdam Bereiche für den Markt entwickelt, der gebrauchte Plattformen demontiert und große Windturbinen auf See aufstellt. Dort wird zurzeit viel gebaut, aber es wurde noch kein Energienetz angelegt Auf Maasvlakte 2 gibt es auch potenzielle Kunden für die Onshore-Version unseres Containers. Außerdem verhandeln wir zurzeit mit drei Ölgesellschaften.“

Das System auf der Maasvlakte ist in einem 8-Fuß-Container installiert und verfügt über eine Windturbine und mehrere Sonnenkollektoren. „Wir können das Ganze natürlich auch in einem 20-Fuß-Container mit zwei oder drei Windturbinen ausführen.“

Quelle und Foto: Port of Rotterdam




Künstliche Intelligenz an Bord von Schiffen

Die CMA CGM Group hat die Zusammenarbeit mit Shone bekannt gegeben, einem in San Francisco ansässigen Start-up, das sich auf den Einsatz künstlicher Intelligenz im Seetransport spezialisiert hat.

Die Kooperation ermöglicht Shone auf die Schiffe der CMA CGM Group zuzugreifen, um die Entwicklung von Systemen für künstliche Intelligenz an Bord von Containerschiffen weiter zu entwickeln. Im Gegenzug kann CMA CGM von Datenerfassungssystemen an Bord der Schiffe profitieren, die dann am Hauptsitz des Start-ups in San Francisco analysiert werden. Sobald die Entwicklung abgeschlossen ist, wird diese Innovation die Arbeit der Besatzungen an Bord erleichtern, sei es bei der Entscheidungsunterstützung, der Sicherheit im Seeverkehr oder beim Einsatz von Lotsen.

Im Bereich der Sicherheits- und Antikollisionswarnsysteme kombiniert Shone die Daten mehrerer Sensoren (Radar, Kamera, AIS usw.), um die Erkennungsgenauigkeit zu erhöhen und mögliche Kollisionen zu verhindern, wobei COLREGs berücksichtigt werden. Diese Zusammenarbeit ist gänzlich im Sinne der von Rodolphe Saadé, Chairman und CEO der CMA CGM Group, implementierten digitalen Strategie.

Shone ist ein junges Start-up aus San Francisco, das von drei französischen Ingenieuren gegründet wurde. Das Start-up arbeitet an der Einführung künstlicher Intelligenz an Bord von Schiffen. Shone wurde 2017 ins Leben gerufen und zielt darauf ab, zur weltweiten Referenz auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz an Bord von Schiffen zu werden.

Quelle und Foto: CMA CGM (Deutschland) GmbH Shipping Agency

 

 




Hafen-Cybermeldepunkt in Betrieb genommen

Bürgermeister Ahmed Aboutaleb hat jetzt die 010 – 252 1005, die Telefonnummer des Hafen-Cybermeldepunkts, in Betrieb genommen. Sie ist für alle Unternehmen im Rotterdamer Hafen- und Industriegebiet bestimmt.

Die Meldepflicht besteht für die 170 Unternehmen, die dem Hafensicherheitsgesetzt unterliegen oder ein Hafensicherheitszertifikat besitzen. Sie haben ab jetzt die Pflicht, große IT-Störfälle dem Hafen-Cybermeldepunkt mitzuteilen.

Der Rotterdamer Hafen ist bei der schnellen und sicheren Abwicklung des Schifffahrtsverkehrs, des Straßenverkehrs und der sonstigen Modalitäten stark von Informationstechnologie (IT) abhängig. IT-Störfälle im Hafengebiet können Risiken für die Kontinuität des Betriebs und die Sicherheit des Rotterdamer Hafens verursachen.

„Die Einrichtung des Hafen-Cybermeldepunkts ist eine der Maßnahmen, die zur Erhöhung der digitalen Widerstandsfähigkeit und Sicherheit des Rotterdamer Hafens beitragen. Mit einer frühzeitigen Meldung über IT-Störfälle wird der Hafenbetrieb in die Lage versetzt, zu bestimmen, ob Maßnahmen zur Unterstützung der Sicherheit im Hafengebiet notwendig sind. Unternehmen im Hafengebiet müssen deswegen seit dem 11. Juni 2018 große IT-Störfälle bei diesem Meldepunkt melden“, sagt René de Vries, Hafenmeister und Port Security Officer.

Der Hafen-Cybermeldepunkt ist für die Meldung großer IT-Störfälle bestimmt, die Einfluss auf die Sicherheit des Güterumschlags, den Empfang oder die Abfahrt von Schiffen oder die Ausführung des Port Security Facility-Plans ausüben. Es geht dabei darum, Aktionen in Gang zu setzen, die mögliche Folgen für die Sicherheit minimalisieren. Der Hafen-Cybermeldepunkt bietet keine IT-Unterstützung und konzentriert sich nicht auf die Lösung der IT-Störung. Die Unternehmen tragen dafür immer selbst die Verantwortung.

Mitarbeiter des Hafenkoordinierungszentrums des Hafenbetriebs stehen 24 Stunden pro Tag zur Verfügung, um die Meldungen unter 010-2521005 entgegen zu nehmen und bei Bedarf Schritte einzuleiten. Die Meldung muss möglichst schnell nach Bekanntwerden der IT-Störung an den Hafen-Cybermeldepunkt erfolgen.

Eine Meldung beim Hafen-Cybermeldepunkt besteht aus folgenden Angaben:

• Daten des Unternehmens;
• Beschreibung der IT-Störung;
• Details bezüglich des voraussichtlichen Einflusses auf die Betriebsführung und Sicherheit;
• Bereits durchgeführte Maßnahmen;
• Kontaktdaten.

Weitere Informationen über den Hafen-Cybermeldepunkt des Hafenkoordinierungszentrums finden Sie unter Port Security, Sie können auch Kontakt aufnehmen unter der E-Mail-Adresse portsecurityofficer@portofrotterdam.com

Quelle: Port of Rotterdam, Foto: Marc Nolte, Bürgermeister Ahmed Aboutaleb mit Mitarbeitern des Hafenkoordinierungszentrums, die ebenfalls das Team des Hafen-Cybermeldepunkts bilden.

 




40. Jubiläum: CMA CGM enthüllt das offizielle Logo

Im Jahr 2018 feiert CMA CGM sein 40-jähriges Bestehen und die außergewöhnliche Unternehmensgeschichte des Familienunternehmens. Aus diesem Anlass stellt CMA CGM ein offizielles Jubiläumslogo vor, das im Laufe des Jahres Teil einer Reihe von weltweiten Projekten und Feierlichkeiten sein wird, die an die Geschichte des Unternehmens seit der Gründung im Jahr 1978 erinnern werden.


Das Logo kombiniert Elemente der Vergangenheit mit denen der Gegenwart und Zukunft und erzeugt damit ein dynamisches Abbild der Unternehmensgeschichte von CMA CGM.

Die verschiedenen Elemente des Logos verdeutlichen:
– den maritimen Bezug bzw. das Kerngeschäft der Unternehmensgruppe sowie das Wachstum im logistischen Sektor
– Vergangenheit und Gegenwart: Das erste Logo aus dem Jahr 1978, das derzeitige Logo und der CMA CGM Tower, der Hauptsitz des Unternehmens in Marseille, Frankreich
– die internationale Dimension, insbesondere die historische Verbundenheit zu China
– die Zukunft, speziell in Bezug auf Digitalisierung und die von CEO und Chairman Rodolphe Saadé implementierte „Shipping The Future“-Strategie

2018, ein Jahr mit vielen weltweiten Projekten
Im Rahmen des Jubiläumsjahres startet CMA CGM ein Programm mit weltweiten Projekten, die sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein werden:
– die Eröffnung eines interaktiven und digitalen Museums im CMA CGM Hauptsitz in Marseille, das die maritime Geschichte mit der Zukunft verbindet
– ein Film und ein Buch über die Geschichte von CMA CGM
– die Taufe des größten unter französischer Flagge fahrenden Containerschiffs: CMA CGM ANTOINE DE SAINT EXUPERY
– Spezielle Veranstaltungen in den CMA CGM-Büros auf der ganzen Welt

Quelle und Grafik: CMA CGM




Grundsteinlegung im Krefelder Hafen

Im Krefelder Rheinhafen beginnen ab Juni die Bauarbeiten für eine der größten Mühlenneubauten Europas. Jetzt fand die Grundsteinlegung unter anderem in Anwesenheit des Oberbürgermeisters der Stadt Krefeld, Frank Meyer, und des Generaldirektors der LLI Beteiligungs AG, Muttergesellschaft der GoodMills Gruppe, Josef Pröll, statt.

Auf dem rund 47.000m² großen Areal am Castellweg im Krefelder Hafen wird GoodMills Deutschland, eines der führenden deutschen Mühlenunternehmen, in den kommenden Monaten seinen neuen Produktionsstandort errichten. Mit einer Vermahlungskapazität von 365.000 Tonnen pro Jahr wird die Mühle künftig von hier Millionen von Menschen mit dem Grundnahrungsmittel Mehl versorgen.

Frank Meyer, Oberbürgermeister der Stadt Krefeld, begrüßte die Rückkehr der Mühle nach Krefeld als ein für die Hafen- und Wirtschaftsentwicklung wichtiges Projekt: „An dieser Stelle ist schon zu römischen Zeiten Korn gemahlen worden und Getreide ist immer ein Thema im Krefelder Hafen gewesen. Deswegen freue ich mich besonders, dass wir heute auf historischem Boden den Grundstein für die modernste Getreidemühle Europas legen konnten.“

Josef Pröll, Generaldirektor der LLI Beteiligungs AG: „Das Neubauprojekt in Krefeld ist die größte Einzelinvestition unserer Mühlengruppe und damit ein klares Bekenntnis zu dem neuen Standort. Gleichzeitig wollen wir damit unsere führende Position in Europa festigen und weiter ausbauen, indem wir neue Maßstäbe bei Produktsicherheit, Hygiene und Energieeffizienz setzen. Krefeld ist ein Startpunkt für weitere große Projekte und Entwicklungen in unserer Gruppe“

Gunnar Steffek, Sprecher der Geschäftsführung von GoodMills Deutschland: „Die komplette Neukonstruktion der Mühle gibt uns die Chance, in dem für uns wichtigen MarkNordrheinwestfalenneueMaßstäbeinBezugaufLebensmittelsicherheitund Hygiene zu setzen und damit den immer weiter steigenden Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden“.

Anlässlich der Grundsteinlegung erhielt die Mühle auch ihren offiziellen Namen, der im Rahmen eines Mitarbeiterwettbewerbs ermittelt wurde. Frank Markmann, Geschäftsbereichsleiter West von GoodMills Deutschland: „Künftig wird unsere Mühle den Namen „Castellmühle Krefeld“ tragen. Dieser Name soll an das an dieser Stelle einmal existierende Römercastell erinnern, gleichzeitig beinhaltet er den Namen unseres alten Standorts, der Kölner Ellmühle.“

Mit der Planung der Industriemühle wurde das Architekturbüro ATP architekten ingenieure (Wien) beauftragt, welches auf Hochbauprojekte spezialisiert ist und dessen Kernkompetenz die Integrale Planung von Architektur- und Ingenieurleistungen ist. Generalunternehmer ist die Firma Heitkamp Ingenieur- und Kraftwerksbau GmbH. Der Anlagenbau wurde an die im Mühlenbereich führende Firma Bühler vergeben.

Die GoodMills Deutschland GmbH mit Sitz in Hamburg bündelt unter ihrem Dach drei eigenständige Geschäftsbereiche: Der Bereich „Mühlen“ stellt Mahlerzeugnisse insbesondere für die Lebensmittel- und Backindustrie her. Der Geschäftsbereich „Innovation“ ist führend in der Veredelung von Mehlen mit neuen und innovativen Funktionalitäten. Der Bereich „Einzelhandel“ bündelt das Markengeschäft für Mehl, Mahlerzeugnisse, Reis und Hülsenfrüchte. Zu den bekanntesten Marken im Endverbrauchergeschäft gehören Aurora, Diamant, Gloria, Goldpuder, Müller’s Mühle und Rosenmehl.

Die GoodMills Deutschland GmbH ist Teil der in Wien ansässigen GoodMills Group GmbH mit 25 Mühlenstandorten in sieben Ländern (Österreich, Deutschland, Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien und Bulgarien). Sie ist das größte Mühlenunternehmen Europas und zählt weltweit zu den Top vier der Mühlenbranche.

www.goodmills.de

Quelle: Goodmills, Foto: Thomas Lammertz, Gunnar Steffek (Vorsitzender der Geschäftsführung GoodMills Deutschland), Josef Pröll (Generaldirektor der LLI Beteiligungs AG), Frank Meyer (Oberbprgermeister der Stadt Krefeld) und Frank Markmann (Geschäftsbereichsleiter West GoodMills Deutschland)




Rotterdams größtes Distributionszentrum

Nippon Express Nederland, W.P. Carey Inc. und der Hafenbetrieb Rotterdam haben einen Vertrag über die Entwicklung des größten Distributionszentrums in Rotterdam geschlossen.

Durch die Erweiterung des von Nippon Express gemieteten „Lagers“ um ca. 32.600 m² Fläche erreicht das Logistikzentrum auf der Maasvlakte als erstes im Rotterdamer Hafen eine Fläche von über 100.000 m².

Nippon Express Nederland ist schon seit Ende der Siebzigerjahre als Logistikdienstleister im Rotterdamer Hafen tätig. Seit Anfang 2015 mietet das Unternehmen ein XXL-Lager auf der Maasvlakte im Umfang von 70.000 m²; Eigentümer ist das Unternehmen W.P. Carey, das in Logistikimmobilien investiert. Hier erfolgt unter anderem die Distribution von Produkten für Canon.

Die nun vorgesehene Erweiterung beträgt 31.487 m² Lagerfläche und 1.130 m² Bürofläche. Insgesamt erreicht das Distributionszentrum damit eine Fläche von 103.951 m² und ist somit das größte Lager von Rotterdam und das zweitgrößte der Niederlande.

„Wir sind sehr erfreut, dass W.P. Carey und Nippon Express Nederland erneut in ihre Anlagen in Rotterdam investieren”, so Danny Levenswaard, Manager Distribution & Warehousing beim Hafenbetrieb Rotterdam. „Damit wird die Position der Maasvlakte als Logistikdrehscheibe unterstrichen.”

In den letzten Monaten ist eine hohe Nachfrage nach Logistikimmobilien im Rotterdamer Hafen zu verzeichnen. In Anbetracht dessen beschloss man beim Hafenbetrieb dieses Jahr, weitere 100 ha Land auf der Maasvlakte 2 als Distributionspark auszuweisen. Dieser „Distripark Maasvlakte West“ ist derzeit der einzig verfügbare „Greenfield“-Standort im Rotterdamer Hafen.

Quelle und Grafik: Port of Rotterdam




Kunden zeichnen Hamburg Süd aus

Die Hamburg Süd gehört auch in diesem Jahr zu den Preisträgern der bedeutenden Asian Freight, Logistics and Supply Chain (AFLAS) Awards der Schifffahrts- und Logistikfachzeitung „Asia Cargo News“.

Bereits zum zweiten Mal hat die Hamburg Süd nach 2016 die Auszeichnung „Best Shipping Line Asia–Europe“ erhalten. Ausschlaggebend hierfür war die hohe Kundenzufriedenheit.

Michael Britton, General Manager Region Asia-Pacific bei der Hamburg Süd: „In unseren Kernmärkten Lateinamerika und Ozeanien sind wir schon lange für unsere hohe Servicequalität bekannt. Es freut uns, dass die Hamburg Süd hierfür jetzt auch im Asien-Europa-Verkehr ausgezeichnet wurde. Wir werden unser Netzwerk, unsere Kapazitäten und unser Intermodalangebot in diesem Fahrtgebiet noch weiter ausbauen.“

Im letzten Jahr war die Hamburg Süd im Rahmen der Verleihung der AFLAS Awards zum fünften Mal als „Best Green Shipping Line“ für ihre Leistungen im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltschutz ausgezeichnet worden.

Quelle und Foto: Hamburg Süd, Patrick Lam, Managing Director von Hutchison Ports Yantian International Container Terminals (rechts), überreichte die Auszeichnung in Shanghai Michael Britton, General Manager Region Asia-Pacific bei der Hamburg Süd.

 




Vom Feintuning zum großen Ganzen

Wenn Expertinnen und Experten von Schifffahrt, Häfen, Wasserstraßenverwaltungen und Behörden zur halbjährlichen viadonau-Bau- und Schifffahrtsbesprechung zusammenkommen, dann stehen nicht nur aktuelle Aktivitäten an der Donau im Fokus, sondern immer auch die nächsten Schritte für eine positive Entwicklung.

Was tut sich aktuell an und auf der Wasserstraße, um die Bedingungen für die Schifffahrt nachhaltig zu verbessern? Wo bestehen derzeit besondere Herausforderungen? Am 11. Juni lud viadonau dazu ins Servicecenter Wachau in Krems, wo zu jüngsten, aktuellen und in naher Zukunft geplanten Aktivitäten in Sachen Wasserstraßen-Management, Wirtschaft und internationale Kooperationen Rede und Antwort gestanden wurde.

Für den unter neuem Namen auftretenden Rhenus Donauhafen Krems steht die Trimodalität klar im Zentrum, vor allem aber, wie sie noch gezielter nach den speziellen Anforderungen der Donauschifffahrt zugeschnitten werden kann. Besonders positiv für Geschäftsführer Gerhard Gussmagg: vielversprechende Trends vor allem beim Rohstofftransport über das Binnenschiff, etwa durch Big-Bag-Lösungen. Entscheidender Rückhalt des Hafens ist dabei seine starke Verlade-Infrastruktur, die eine optimale Ein- und Auslagerung von Gütern ermöglicht und der weiteren Entwicklung des Hafens neue Potenziale eröffnet. Am Horizont: der Ausbau der Lagerflächen für Container.

Um langfristig lohnende Transportperspektiven für die Passagier- und Güterschifffahrt zu bieten, müssen an der Donau kontinuierlich viele Stellschrauben justiert werden. Eine besonders Wichtige ist – logisch – die Fahrrinne. Markus Simoner, Leiter des Wasserstraßen-Managements bei viadonau, stellte einmal mehr klar: Der Ansatz von viadonau muss ganzheitlich und proaktiv sein. Die Erfolge an den freien Fließstrecken des österreichischen Donauabschnitts geben dem Experten recht: So waren sowohl bei Witzelsdorf als auch bei Bad Deutsch-Altenburg seit den gezielten vorausschauenden flussbaulichen Maßnahmen 2017 keine weiteren Baggerungen mehr erforderlich. Innovativ: Um die Fahrwasserbedingungen im Furtbereich Rote Werd nachhaltig zu verbessern, wurde im Frühjahr 2018 eine ganze Insel aufgeschüttet. Aber auch neue Kapitel kamen für das Wasserstraßen-Management 2017 hinzu, wie etwa die Sanierung öffentlicher Länden und die von der Obersten Schifffahrtsbehörde übernommenen Aufgaben zur Kennzeichnung der Wasserstraße. Der Ausblick auf die kommenden Monate ist für Simoner ganz klar digital. Neben der Weiterentwicklung des von viadonau betriebenen Waterway Asset Management Systems (WAMS) hat man längst auch die Fernüberwachung der Bojen und Taktfeuer auf dem Radar.

Und die Nutzerinnen und Nutzer der Wasserstraße? Wie eine Ende 2017 von viadonau durchgeführte Befragung zeigte, ist die Zufriedenheit groß, aber, wie Hans-Peter Wegscheider, Leiter des Verkehrsmanagements bei viadonau, anmerkte, mit noch Luft nach oben. Während vor allem die Arbeit an den Schleusen sowie die Informationsdienste für die Donau hervorragend bewertet wurden, mussten die Schifffahrtstreibenden an den Schleusen 2017 geringfügig längere Wartezeiten in Kauf nehmen.

Die Donau als lebendiges und vielfältig genutztes Verkehrssystem zu modernisieren heißt, sowohl auf nationale als auch internationale Zusammenarbeit zu setzen. Während Vertreter von Verbund Hydro Power und der Magistratsabteilung 45 der Stadt Wien die Bedeutung punktueller Baggerungen sowie die gute und notwendige Kooperation mit viadonau und den Häfen hervorhoben, machte viadonau-Projektmanagerin Viktoria Weissenburger auf das internationale Engagement an der Donau aufmerksam. Flaggschiff in Sachen grenzübergreifender Modernisierung ist derzeit das von der EU geförderte Projekt FAIRway Danube. Ziel: harmonisierte Fahrwasserdaten und die Ausrüstung der Donauländer mit modernem Vermessungsequipment. Die ersten Ergebnisse sind bereits sichtbar: neue Messboote für Kroatien, Rumänien und Bulgarien. Auch neue Bojenleger sollen bald vom Stapel laufen. Ebenso wurden in Kroatien zum Teil bereits neue Pegelmessstellen in Betrieb genommen. Derzeit also viel Bewegung entlang der gesamten Donau.

„An dieser positiven Zwischenbilanz kann man sehen, dass wir uns aktuell in einer intensiven Umsetzungsphase an der Donau befinden. Das zeigt wiederum, dass die Zusammenarbeit zwischen allen Ebenen gut funktioniert und wir somit beste Voraussetzungen schaffen, um für die Schifffahrt nachhaltige Verbesserungen zu erreichen“, bringt es viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler auf den Punkt.

Einen besonderen Blickwinkel auf das Thema Wasserstraßenverwaltung präsentierte in Krems Rolf Diesler, Leiter des deutschen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes in Regensburg. Der Experte gab zu bedenken, dass die Donau in ihrem deutschen Abschnitt ein „jüngerer“ Strom ist, also auch schmäler und weniger Wasser führend. Die Herausforderungen für die Schifffahrt bestehen dort vor allem in den häufig nur einfach vorhandenen Schleusenkammern – ein wesentlicher Faktor, den die Kapitäne und Wirtschaftstreibenden entsprechend einplanen müssen und vor allem in Zusammenhang mit Schleusenrevisionen empfindliche Beeinträchtigungen des Verkehrsflusses verursachen kann. Gleichzeitig werden auch im deutschen Flussabschnitt – wie der Donauausbau Straubing/Vilshofen – umfassende Flussbau- und Renaturierungsprojekte in Angriff genommen, die für ihre nachhaltige Wirkung ein modernes und vorausschauendes Wasserstraßen-Management erfordern – ein Fachgebiet, in dem man vom Beispiel viadonau, so ist Diesler überzeugt, noch viel lernen könne.

Quelle: viadonau, Foto: viadonau/ Zinner