Hupac übernimmt ERS Railways

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Hupac wird das Stammkapital der ERS Railways einschliesslich der 47%-Beteiligung an boxXpress übernehmen. Das Netzwerk der ERS ab den deutschen Häfen ergänzt das auf Antwerpen und Rotterdam fokussierte Netzwerk der Hupac.

ERS wird ein vollständig unabhängiges Unternehmen bleiben und ihren Kunden einen Mehrwert dank der Synergien mit Hupac anbieten.

Die Hupac Gruppe (Hupac) freut sich heute mitteilen zu können, dass mit einer Tochtergesellschaft von Genesee & Wyoming Inc. ein Vertrag zur Übernahme des gesamten Stammkapitals der ERS Railways BV (ERS) abgeschlossen wurde. Die Übernahme schliesst die 47-%-Beteiligung von ERS an dem in Hamburg ansässigen Eisenbahnverkehrsunternehmen boxXpress mit ein. Die Transaktion unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen, wozu auch die Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden zählt. Der Vollzug wird im 2. Quartal 2018 erwartet.

Dank dieser Übernahme wird die Hupac Gruppe ihre Position im maritimen Hinterlandverkehr Europas und damit in einem Segment weiter stärken, das in den letzten Jahren ein deutliches Wachstum verzeichnet hat und auch künftig ein gesichertes Wachstumspotenzial aufweist, da die Globalisierung weiterhin starke Netzwerke von den Häfen in das Hinterland und vom Hinterland zu den Häfen benötigt.

Das von ERS durch die Kooperation mit boxXpress angebotene Netz konzentriert sich auf die deutschen Häfen und ist somit eine perfekte Ergänzung zu den umfangreichen Hinterland-Verbindungen der Hupac ab den Westhäfen Antwerpen und Rotterdam. ERS wird ein vollständig unabhängiges Unternehmen bleiben und ihren Kunden und Partnern Kontinuität bieten, aber gleichzeitig Mehrwert für ihre Kunden durch die Synergien mit den Dienstleistungen und dem starken Netzwerk der Hupac generieren. Die bestehende Kooperation mit Freightliner für den kontinentalen Zugverkehr soll fortgesetzt und weiter ausgebaut werden.

Als Mitglieder des Vorstands werden Bernd Decker, derzeit Business Development Manager bei ERS, und Renzo Capanni, Director Company Shuttle und Shuttle Net South-East Europe bei Hupac Intermodal AG, das Unternehmen leiten und seine Entwicklung weiter vorantreiben.

ERS wurde 1994 gegründet und war seit der Übernahme der in Grossbritannien ansässigen Freightliner Group durch Genesee & Wyoming Inc. (G&W), einem an der New York Stock Exchange gelisteten Unternehmen, im Jahr 2015 eine Tochtergesellschaft von G&W. ERS erbringt Speditionsleistungen für den maritimen intermodalen Markt. Das Unternehmen verbindet die grossen deutschen Seehäfen mit dem deutschen Hinterland, hauptsächlich über boxXpress. Zusätzlich betreibt ERS eine Ganzzug-Verbindung zwischen den Häfen in Lübeck und Ludwigshafen. 2017 erzielte ERS Erträge aus dem laufenden operativen Geschäft von EUR 50 Mio. und transportierte über 200.000 TEUs auf der Schiene.

Hupac ist der führende Netzwerkbetreiber im intermodalen Verkehr Europas mit einem Transportvolumen von 1.370.000 TEUs und einem Umsatz von EUR 437 Mio. Das Angebot umfasst 110 Züge täglich mit Verbindungen zwischen den grossen europäischen Wirtschaftsräumen und bis nach Russland und Fernost. Die Hupac AG wurde 1967 in Chiasso/Schweiz gegründet. Die Hupac Gruppe besteht aus 18 Unternehmen mit Standorten in der Schweiz, Italien, Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Polen, Russland und China. Das Unternehmen beschäftigt 470 Mitarbeitende, verfügt über 5.900 Wagenmodule und betreibt effiziente Terminals an wichtigen europäischen Standorten.

Quelle und Foto:




WienCont mit neuem Geschäftsführer

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Harald Jony ist seit 2. Mai 2018 neuer Geschäftsführer der WienCont, zuständig für Betrieb und Vertrieb. Geschäftsführer für den kaufmännischen Bereich ist wie bisher Georg Wurz.


Die Hafen Wien Tochter WienCont Containergesellschaft mbH erhält einen weiteren Geschäftsführer. Ing. Mag. (FH) Harald Jony (35) übernimmt mit Wirkung ab 2. Mai 2018 die Verantwortung für die Bereiche Betrieb und Vertrieb. Verantwortlicher Geschäftsführer für den kaufmännischen Bereich ist wie bisher Mag. Georg Wurz (57).

Bis zuletzt war Harald Jony Head of Automotive bei der Rail Cargo Logistics Austria. Davor war er von 2014 bis Mai 2017 als Leiter des Energie-Managements für den Geschäftsbereich Bahnsysteme der ÖBB-Infrastruktur AG zuständig.

„Ich freue mich, mit Harald Jony einen ausgewiesenen Vertriebsprofi im Team der WienCont begrüßen zu dürfen. Er wird in einem immer kompetitiver werdenden Umfeld die Vertiefung und Ausweitung der Kundenbeziehungen zu seinem Schwerpunkt machen,“ so die Aufsichtsratsvorsitzende der WienCont, Doris Pulker-Rohrhofer.

Die WienCont – ein Tochterunternehmen des Hafen Wien – ist ein multimodales Umschlagsterminal in Wien und steht für modernste, trimodale Transporttechnik. Außerdem punktet der Standort durch seine perfekte Lage und die Anbindung an 3 TEN-Korridore. Neben der Stellung als optimale Drehscheibe für die Abwicklung von Ganzzugsverkehren zu den wichtigsten Seehäfen, sowie kontinentalen Verkehrsknotenpunkten, die eine Anbindung an die bedeutendsten internationalen Logistikzentren gewährleistet, ist die WienCont auch im Containerhandel tätig und bietet Zusatzleistungen wie Containerreparatur und Zoll an.

Angebunden an eine perfekte Straßen-, Schienen und Wasserinfrastruktur liegt das größte Logistikzentrum Ostösterreichs, der Hafen Wien. Der Hafen Wien ist als Tochter der Wien Holding ein Unternehmen der Stadt Wien. Im Logistikzentrum Hafen Wien werden jährlich rund 7 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Auf einer Fläche von 3 Millionen Quadratmetern sind rund 100 Unternehmen angesiedelt und mit bis zu 5.000 Arbeitsplätzen ist das Logistikzentrum Hafen Wien ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Mit den Frachthäfen Freudenau, Albern und Lobau handelt es sich um den größten öffentlichen Donauhafen Österreichs.

Quelle: Hafen Wien, Foto: Sulzer




Gruppe informiert sich über LNG-Terminal

Rotterdam

Hafenchef Frank Schnabel besichtigt gemeinsam mit Ministerpräsident Günther, Wirtschaftsminister Dr. Buchholz und dem Maritimen Koordinator der Bundesregierung Brackmann das GATE Terminal in Rotterdam.


Im Oktober des vergangenen Jahres lud Ministerpräsident Daniel Günther während seiner Rede beim Brunsbütteler Industriegespräch Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH / SCHRAMM group, und Stefan Mohrdieck, Bürgermeister der Stadt Brunsbüttel, ein, gemeinsam das LNG-Terminal GATE in Rotterdam zu besuchen. Der Ministerpräsident hielt Wort: Am heutigen Tag besichtigen Daniel Günther, Frank Schnabel und Stefan Mohrdieck gemeinsam mit einer rund 35-köpfigen Delegation das im Jahr 2011 eröffnete niederländische LNG-Importterminal. Ebenfalls dabei sind Norbert Brackmann, der kürzlich zum neuen Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft ernannt wurde, sowie der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz.

Der Besuch des LNG-Terminals in Rotterdam ist nicht zufällig gewählt. Eigentümer und Betreiber des sogenannten GATE Terminals sind die Unternehmen Gasunie und Vopak, die zu Beginn dieses Jahres gemeinsam mit dem deutschen Unternehmen Oiltanking die German LNG Terminal GmbH gegründet haben. Zweck ist der Bau, Besitz und Betrieb eines Import-Terminals für verflüssigtes Erdgas in Norddeutschland. German LNG Terminal fokussiert sich hierbei auf den Standort Brunsbüttel in Schleswig-Holstein.

Das GATE Terminal steht beispielhaft für ein mögliches LNG-Importterminal am Industrie- und Hafenstandort Brunsbüttel, so dass Ministerpräsident Günther die Möglichkeit nutzen möchte, sich die Anlage anzusehen und die Gespräche mit der German LNG Terminal GmbH weiter zu vertiefen.

„Wir freuen uns sehr, dass Ministerpräsident Daniel Günther gemeinsam mit Wirtschaftsminister Dr. Buchholz zur Besichtigung des GATE-Terminals nach Rotterdam gereist ist. Dies unterstreicht meines Erachtens deutlich, dass die Planungen für das LNG-Importterminal am Brunsbütteler Elbehafen von Seiten der schleswig-holsteinischen Landesregierung die größtmögliche Unterstützung erfahren. Positiv hervorzuheben ist zudem, dass mit Norbert Brackmann auch der Maritime Koordinator der Bundesregierung in Rotterdam dabei ist, denn ein LNG-Importterminal in Brunsbüttel hätte eine bundespolitische Bedeutung und erfordert somit auch politische Unterstützung aus Berlin“, erläutert Frank Schnabel.

Nach Angaben der German LNG Terminal GmbH soll im Jahr 2019 die finale Investitionsentscheidung für das LNG-Projekt in Brunsbüttel gefällt werden. In der derzeit laufenden „Open Season“ weckt die German LNG Terminal GmbH bereits das konkrete Marktinteresse und entwickelt den Kundenbedarf. Abhängig von u.a. dem Ergebnis der Open Season soll mit dem Bau des LNG-Terminals nach der finalen Investitionsentscheidung 2019 begonnen werden, so dass nach einer dreijährigen Bauzeit das Terminal im Jahr 2022 in Betrieb genommen werden könnte.

Die Nähe zum Hamburger Hafen sowie zu den in der Region ansässigen Industrieunternehmen bietet ein attraktives wirtschaftliches Umfeld. Durch den Nord-Ostsee-Kanal, der in Nachbarschaft des geplanten Terminals verläuft, sind die skandinavischen und baltischen Länder gut erreichbar. Das geplante Terminal eröffnet Möglichkeiten für eine Diversifizierung der Gasversorgungsquellen in Deutschland und erleichtert den Zugang zu LNG als emissionsarmer Treibstoffalternative für Schiffe und Lastkraftwagen.

„Wir befinden uns in einem sehr engen Austausch mit der German LNG Terminal GmbH und werden den potenziellen Investor auch weiterhin bestmöglich bei den Planungen unterstützen“, ergänzt Schnabel.

In den vergangenen Wochen zeigte sich, dass die Nutzung von LNG in Brunsbüttel bereits heute Realität ist. Der Hopperbagger Scheldt River nutzte innerhalb eines Monats den Elbehafen Brunsbüttel zwei Mal für LNG-bunkering. Aufgrund steigender Umweltrichtlinien in der Schifffahrt gilt LNG als Treibstoff der Zukunft, da strengere Abgasgrenzwerte mit LNG als Treibstoff eingehalten werden können. Aufgrund der strategisch günstigen Lage an Elbe / Nord-Ostsee-Kanal ist Brunsbüttel für LNG-bunkering prädestiniert. Durch die Errichtung des LNG-Terminals in Brunsbüttel würde die Versorgung der Schifffahrt mit LNG in gesamt Norddeutschland erheblich vereinfacht werden.

Nähere Informationen zu den Planungen der German LNG Terminal GmbH sind auf folgender Internetseite einzusehen: www.germanlng.com/de

Quelle und Foto: Brunsbüttel Port GmbH, v.l.n.r. Stefan Mohrdieck, Frank Schnabel, Dr. Bernd Buchholz und Daniel Günther in Rotterdam




Landstromanlage seit einem Jahr im Regelbetrieb

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Mit dem Anlauf des Kreuzfahrtschiffes AIDAsol befindet sich die Landstromanlage am Cruise Center Altona ein Jahr im Regelbetrieb.

Zwölf Mal wurde die AIDAsol in der zurückliegenden Saison mit Ökostrom von Land aus versorgt, neun Mal erfolgte eine Vollversorgung – dabei wurden die schiffseigenen Generatoren während der gesamten Liegezeit in Hamburg heruntergefahren und das Schiff wurde am Liegeplatz emissionsfrei versorgt. In der beginnenden Kreuzfahrtsaison sind 22 Anläufe an der Landstromanlage fest durch die AIDAsol geplant, zudem erfolgen Testanläufe neuer potenzieller Landstromkunden.

Die von der HPA in Auftrag gegebene und von Siemens realisierte Landstromanlage wurde 2016 als Pilotprojekt eingeweiht. Da es weltweit keine vergleichbaren Anlagen gibt, folgte eine gründliche Testphase um Erfahrungen zu sammeln. Seit Beginn der Kreuzfahrtsaison 2017 befindet sich die Anlage im Regelbetrieb. Die HPA konnte seitdem mehr als 25 Fachbesuchergruppe aus der ganzen Welt – unter anderem Betreiber anderer Häfen und Terminals – auf der Anlage begrüßen, die sich in Hamburg über die Landstrom-Technik informiert haben.

„Für die HPA ist der Betrieb der Landstromanlage eine Erfolgsgeschichte“, sagt Tino Klemm, CFO der Hamburg Port Authority (HPA). „Wir haben mit dem Bau der Anlage erfolgreich technisches Neuland betreten. Mittlerweile haben wir einen routinierten Regelbetrieb etablieren können und erfreuen uns steigender Nachfrage. Mit der Landstromanlage haben wir einen wichtigen Beitrag für einen sauberen Hamburger Hafen geleistet.“

„Gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik leisten wir seit vielen Jahren Pionierarbeit auf dem Gebiet alternativer Antriebstechnologien und moderner Umwelttechnik. Wir investieren jedes Jahr Millionen von Euro“, sagt Dr. Ali Arnaout, Senior Vice President & CFO bei AIDA Cruises. „Die Landstromanlage hier in Hamburg Altona ist ein wichtiger Beitrag zur weiteren Verbesserung der Luftqualität im Hamburger Hafen.“

Anlässlich der Aufnahme des Regelbetriebs hatten der städtische Versorger HAMBURG ENERGIE, AIDA Cruises und HPA einen Vertrag zur Stromversorgung abgeschlossen. Die Versorgung erfolgt ausschließlich mit Strom aus regenerativen Energien. „HAMBURG ENERGIE will die Energiewende verantwortungsvoll voranbringen“, sagt Projektleiter Jörn Fedder von HAMBURG ENERGIE. „Wir kümmern uns um die Ökostrom-Versorgung überall in der Stadt: zuhause, bei Großkunden, auf den Straßen bei der Belieferung von Elektro-Fahrzeugen, und – wie hier – auch zu Wasser, indem wir im Hamburger Hafen Kreuzfahrtschiffe mit grünem Landstrom versorgen. So reduzieren wir schädliche CO²-Emissionen und leisten einen wichtigen Beitrag für die Luftqualität und für den Klimaschutz unserer Stadt.“

Die Landstromanlage am Cruise Center Altona, das von der HPA-Tochter Cruise Gate Hamburg betrieben wird, bietet eine Stromversorgung mit zwei Frequenzen an – 60 Hertz und 50 Hertz. Im internationalen Seeverkehr sind rund 75 Prozent aller Schiffe mit 60-Hz-Netzen ausgestattet, jedoch betreibt nur ein kleiner Teil der Länder die Stromnetze mit dieser Frequenz. Hier setzt die Landstromanlage einen Standard, weil sie beide Frequenzbereiche anbietet.

Quelle: Hamburg Port Authority, Foto: © HHM / Annette Krüger




Erfolgreicher Jahresauftakt

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Die Kühne + Nagel-Gruppe startete erfolgreich in das neue Geschäftsjahr und legte bei EBIT und Reingewinn deutlich zu. Damit bestätigte das Unternehmen in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahrs die Wachstumsdynamik der beiden letzten Vorjahresquartale.

In der Seefracht steigerte Kühne + Nagel in einem anspruchsvollen Marktumfeld die Volumen um 5,0 Prozent und erzielte damit Marktanteilsgewinne bei ausgewählten Kundengruppen. Das Unternehmen wickelte im ersten Quartal 1,079 Mio. (TEU) und damit rund 50.000 Einheiten mehr als im Vorjahreszeitraum ab. Der auf geänderte Einfuhrbedingungen zurückgehende Wegfall der Exporte von Recyclingmaterial nach China bremste das Volumenwachstum. Bei einer dynamischen Entwicklung der innerasiatischen Relationen und der Exporte aus Asien konnte die Marge insgesamt leicht gesteigert werden. Der EBIT stieg um 4,3 Prozent auf CHF 97 Mio. Das Verhältnis von EBIT zu Rohertrag (Conversion Rate) lag bei 27,2 Prozent und damit auf einem in der Branche führenden Niveau.

Mit lösungsorientierten industriespezifischen Angeboten führte die Luftfracht die herausragende Entwicklung des Vorjahres im ersten Quartal 2018 fort. Die erneute Tonnagesteigerung um 20,6 Prozent auf 422.000 Tonnen beinhaltet auch die erfolgreich abgeschlossene Integration zweier Akquisitionen. Ein besonders starker Zuwachs war bei den Exporten aus Nordamerika zu verzeichnen. Der EBIT stieg um 12,5 Prozent gegenüber dem bereits sehr hohen Vorjahresniveau und erreichte CHF 81 Mio. Dank effektiver Kostenkontrolle und der weiteren Digitalisierung interner Prozesse konnte die Conversion Rate mit 28,6 Prozent auf einem hohen Niveau gehalten werden.

Die Kühne + Nagel-Landverkehre sind weiterhin auf Wachstumskurs. Der Nettoumsatz erhöhte sich im ersten Quartal um 16,4 Prozent, während der Rohertrag um 16,8 Prozent anstieg. Dazu trugen die Intermodal-Verkehre in Nordamerika, die im Vergleich zur zweiten Hälfte des vorangegangenen Geschäftsjahres wieder anzogen, ebenso bei wie das weiterhin starke Geschäft in Europa. Als Wachstumstreiber erwiesen sich einmal mehr die industriespezifischen Lösungen, insbesondere für die Pharma-Industrie. Der EBIT verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um CHF 17 Mio.

Im ersten Quartal 2018 setzte Kühne + Nagel die dynamische Geschäftsentwicklung in der Kontraktlogistik fort und wuchs mehr als doppelt so stark wie der Markt. Zweistellige Zuwächse in China und Südost-Asien waren dafür ein entscheidender Faktor. Massgebliches Neugeschäft gewann das Unternehmen vor allem im Bereich E-Commerce-Fulfilment. Der Rohertrag stieg verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 11,3 Prozent. Die Neuausrichtung des Produktionsmodells eines Geschäfts in Grossbritannien sowie der Aufwand für die Einführung von innovativen Technologien und neuen Systemen führten dazu, dass der EBIT mit CHF 34 Mio. unter dem Vorjahrsergebnis lag.
Dr. Detlef Trefzger, CEO der Kühne + Nagel International AG: „Wir sind erfolgreich in das Geschäftsjahr 2018 gestartet und haben in allen Geschäftsbereichen deutliche Volumenzuwächse erzielt. Dieses Wachstum und weitere Produktivitätssteigerungen führten dazu, dass wir unser Ergebnis deutlich verbessert haben. Zum Jahresauftakt haben wir zwei neue digitale Plattformen global implementiert, den SeaExplorer und KN ESP, mit denen wir spezifische Kundenbedürfnisse abdecken und deutliche Effizienzgewinne erzielen. Die Eröffnung von zwei Innovationszentren, in denen wir gemeinsam mit Kunden an innovativen Lösungen im Bereich der Kontraktlogistik arbeiten, ist ein weiterer wichtiger Meilenstein. Diesen Weg werden wir konsequent weiter gehen.“

Quelle und Foto: Kühne & Nagel




Verbandsgründung jährt sich zum 100. Mal

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Am 9. März 1918 – mitten in den Wirren des Ersten Weltkrieges – entschlossen sich die verbliebenen Schiffsmakler aus Altona, Bremen, Danzig, Hamburg, Königsberg, Lübeck, Stettin und Wismar ihre Aktivitäten zu bündeln, um sich Gehör bei der damaligen Reichsregierung zu verschaffen und gründeten einen eigenen Fachverband. Sie legten damit den Grundstein für die 100-jährige Geschichte des Zentralverband Deutscher Schiffsmakler e.V.

Auch wenn der Beruf des Schiffsmaklers wesentlich älter ist und bereits seit Jahrhunderten Teil der maritimen Branche war, etablierte sich erst mit der Gründung des Zentralverbandes eine landesweite Berufsvertretung, die noch heute – neben den regionalen Vertretungen – aktiv ist.

In den vergangenen 100 Jahren erlebten die Schiffsmakler in allen Bereichen große Veränderungen. Kriege, Wirtschaftskrise und Protektionismus ließen den Außenhandel wiederholt einbrechen oder führten zum Wegfall traditioneller Märkte. Zwei Mal musste in Folge verlorener Kriege völlig neu begonnen werden. Hinzu kamen technische Innovationen, die die Arbeitswelt und die Kommunikation regelmäßig revolutionierten. Gaben der Brief und das Telefon lange die Geschwindigkeit der Kommunikation vor, so ist der sekundenschnelle, elektronische Datenaustausch heute nicht mehr aus dem Berufsalltag wegzudenken.

Hierzu erklärt der ZVDS-Vorsitzende Christian Koopmann: „Allem Wandel und Anpassungsdruck zum Trotz sollten wir uns einer Sache stets bewusst sein, Schiffe und Schifffahrt wird es wohl auch noch auf lange Sicht geben. Es gibt daher keinen Grund die Zuversicht grundsätzlich zu verlieren. Es gibt gute Gründe auch weiterhin an die Chancen zu glauben, die der Schifffahrtsstandort Deutschland bietet. Allerdings wird man sich dafür wieder einmal an die neuen Rahmenbedingungen, insbesondere mit Blick auf die zunehmende Digitalisierung – anpassen müssen.“

Bereits im Mai 1919 erfolgte die Verlegung des Verbandssitzes nach Hamburg und die Umbenennung in den noch heute gültigen Vereinsnamens und am 14. September 1920, die Eintragung des ZVDS unter dem heute noch verwendeten Namen in das Vereinsregister der Hansestadt Hamburg. Heute ist der Zentralverband Deutscher Schiffsmakler e.V. (ZVDS) die nationale Dachorganisation aller in der Bundesrepublik Deutschland ansässigen Schiffsmakler und Schiffsagenten. Insgesamt sind rund 260 Unternehmen im Verband organisiert. Die Mitgliedschaft setzt sich aus Befrachtungsmaklern, An- und Verkaufsmaklern, Klarierungsagenten sowie Linienagenturen zusammen. Insbesondere über die Linienagenturen sind nahezu alle größeren ausländischen Reedereien im ZVDS organisiert, die auch die wesentlichen Kunden der deutschen Häfen darstellen.

Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens gab es im Anschluss an die diesjährige Mitgliederversammlung einen Empfang für die Mitglieder und Gäste des Verbandes.

Quelle und Logo: Zentralverband Deutscher Schiffsmakler e.V.




Containertransporter fahren mit Ökostrom

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Mit Lithium-Ionen-Batterien angetriebene Containertransporter sollen künftig auf dem HHLA Container Terminal Altenwerder (CTA) die Boxen zwischen den Schiffen und dem Lager bewegen.

Durch den Einsatz von Ökostrom werden dabei weder CO2 noch Stickoxid oder Feinstaub ausgestoßen. Zudem sind die Fahrzeuge drei Mal effizienter als ihre dieselbetriebenen Vorgänger. Ein weiterer positiver Effekt: Während ihres Aufenthalts an der Stromtankstelle können die Containertransporter durch die punktgenaue Entnahme oder Rückspeisung von Strom zur Stabilisierung des Netzes beitragen. Dieses innovative Energiewende-Projekt der HHLA fördert die Behörde für Umwelt und Energie mit ca. 8 Mio. Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Den Förderbescheid überreichte Umweltsenator Jens Kerstan an die HHLA-Vorstandsvorsitzende Angela Titzrath.

Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie der Freien und Hansestadt Hamburg: „Die HHLA setzt in Altenwerder ein spannendendes Projekt um, das gleich drei positive Effekte hat: Es spart CO2 und hilft so beim Klimaschutz, es verringert den Stickoxidausstoß und mindert so die Luftbelastung. Und es dient obendrein als flexible Speicherlösung und bringt so die Energiewende voran. Der Anteil erneuerbarer Energien im Stromnetz schwankt mit Sonnenschein und Windstärke, deshalb brauchen wir innovative technische Lösungen für eine Zwischenspeicherung und Flexibilisierung des Stromverbrauchs. Die HHLA zeigt hier anschaulich, wie dies gelingen kann. Deshalb unterstützen wir dieses Projekt mit rund 8 Mio. Euro. Die Energiewende ist nur möglich, wenn alle Akteure und Komponenten im Energiesystem mit Hilfe von digitalen Prozessen intelligent vernetzt werden.“

Angela Titzrath, HHLA-Vorstandsvorsitzende: „Der CTA ist mit seinem hohen Automatisierungsgrad schon heute wegweisend für den Containerumschlag der Zukunft. Mit den durch Lithium-Ionen-Batterien angetriebenen Containertransportern leistet die HHLA einen weiteren Beitrag zur Umsetzung des vom Senat beschlossenen Luftreinhalteplans. Die HHLA ist sich ihrer Verantwortung für den Klima- und Lärmschutz im Hamburger Hafen bewusst und setzt seit vielen Jahren entsprechende Maßnahmen für einen effizienten und nachhaltigen Containerumschlag um. So wurde das selbstgesteckte Ziel einer Senkung der CO2-Emissionen je Container um mindestens 30 Prozent bezogen auf das Jahr 2008 vorzeitig erreicht. Wir werden uns neue Ziele setzen und dabei unternehmerische Weitsicht, soziale Verantwortung und den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen verbinden.“

Seit Herbst 2016 ist am CTA der Prototyp eines mit Lithium-Ionen-Batterien angetriebenen automatischen Containertransporters (Automated Guided Vehicle, kurz AGV) im Einsatz. Dieser wurde im Zusammenwirken mit einer Stromtankstelle erfolgreich getestet: Mittels eines vollautomatischen Lade-Arms wird das AGV mit dem am CTA verwendeten Ökostrom versorgt. Sechs dieser Stromtankstellen wurden mittlerweile in Altenwerder errichtet. In den nächsten Wochen werden auf dem CTA 25 mit Lithium-Ionen-Batterien angetriebene AGVs in Betrieb genommen. Bis Ende 2022 wird die knapp 100 AGVs umfassende Flotte komplett auf Lithium-Ionen-Batterieantrieb umgestellt und es werden insgesamt 18 Stromtankstellen installiert. Dadurch werden ab dann jährlich rund 15.500 Tonnen CO2 und rund 118 Tonnen Stickoxid weniger ausgestoßen.

Betriebswirtschaftlich sind die mit Lithium-Ionen-Batterien angetriebenen AGVs vor allem deshalb attraktiv, da bei ihnen das Verhältnis der eingesetzten Energie zur realen Antriebsleistung etwa drei Mal höher ist als bei Diesel-AGVs. Weitere Vorteile der Batterien sind ihre Ladezeit, die bei nur eineinhalb Stunden liegt, sowie ihre hohe Lebensdauer. Außerdem verringert sich das Gewicht im Vergleich zu Blei-Akkus von zwölf auf vier Tonnen. Hinzu kommt, dass Lithium-Ionen-Batterien anders als Blei-Säure-Akkus nicht gewartet werden müssen. Das reduziert Kosten und wartungsbedingte Ausfallzeiten.

Besonders raffiniert: Stehen die Containertransporter beispielsweise während einer Windflaute über der Nordsee an der Stromtankstelle, wird eine Software signalisieren, dass die Batterien Strom zurück ins Netz speisen sollen, um sofort die entstehende Lücke zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch auszugleichen. Drehen sich die Offshore-Windräder hingegen besonders schnell und wird gleichzeitig viel Sonnenenergie im Norden erzeugt, werden die Batterien zum Laden aufgefordert. Die HHLA bietet die Containertransporter also mittels intelligenter Vernetzung am Strommarkt als flexible Stromspeicher mit einer Leistung von rund 2 Megawatt an. Da die Lithium-Ionen-Batterien Strom sekundenschnell aufnehmen und abgeben, tragen sie zur notwendigen Stabilisierung der Netzfrequenz bei. Wie wichtig eine stabile Netzfrequenz ist, haben viele Menschen in den vergangenen Wochen erlebt, als auf Grund von Frequenzschwankungen ihre Radiowecker und Mikrowellenuhren plötzlich nachgingen.

Das Projekt am HHLA Container Terminal Altenwerder wird von der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Förderprogramms „Energiewende in Unternehmen“ unterstützt. Der EFRE stellt Hamburg für die Förderperiode von 2014 bis 2020 rund 55 Mio. Euro zur Verfügung, um Investitionen in Wachstum und Beschäftigung zu stärken. Die BUE setzt davon rund 24 Mio. Euro für die Förderung von Projekten in Hamburg ein, die zusätzlich zur Steigerung der Energieeffizienz einen flexiblen, strommarktgeführten Betrieb technischer Anlagen ermöglichen. Unterstützt werden auch Investitionen von Unternehmen, die Abwärme für Wärmenetze außerhalb der eigenen Unternehmensgrenzen erschließen. Die Höhe der Förderung bemisst sich an der für die Projekte prognostizierten CO2-Emissionsvermeidung. Weitere Informationen gibt es unter www.hamburg.de/energieflexibel und www.hamburg.de/efre.

Quelle: HHM, Foto: HHM / Annette Krüger, Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan übergibt den Förderbescheid offiziell an die HHLA-Vorstandsvorsitzende Angela Titzrath

 




Digitale Plattform für Informationsaustausch

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Der Hafenbetrieb Rotterdam hat die erste Version von Pronto, seiner digitalen Plattform zum Informationsaustausch, vorgestellt. Die neue Applikation soll die Abfertigung der rund 30.000 Schiffe, die jährlich den Rotterdamer Hafen anlaufen, effektiver gestalten und beschleunigen.

Dank Pronto kann die Verweildauer der Schiffe im Hafen um 20% verkürzt werden. Pronto sorgt dafür, dass durch eine bessere Belegung die Kapazitäten der Hafenterminals besser ausgeschöpft werden und dass zahlreiche Dienstleistungen, wie Bunkern, Wartung und Bevorratung, engmaschig geplant und aufeinander abgestimmt werden können. Zugleich können die CO2-Emissionen im Hafen gesenkt werden.

„Pronto ist ein gutes Beispiel dafür, wie der Hafenbetrieb mit neuen digitalen Anwendungen die Prozesse im Hafen effizienter gestaltet“, sagt Paul Smits, CFO des Hafenbetriebs und verantwortlich für die Digitalisierung, die eine strategische Priorität für den Hafenbetrieb darstellt. „Pronto bietet Reedereien, Agenten, Dienstleistern und Betreibern eine gemeinsame, auf internationalen Standards basierende Plattform für den Austausch aller Port-Call-Informationen. Dadurch können alle Nutzer die mit dem Anlaufen eines Hafens einhergehenden Tätigkeiten optimal planen, ausführen und überwachen. Davon können alle Beteiligten profitieren. Dank des jetzt möglichen, eindeutigen Datenaustauschs wird ein Port Call viel intelligenter und effizienter geplant und Schiffe schneller abgefertigt. Pronto wurde im Rahmen einer zwölfmonatigen Entwicklungsphase gründlich getestet. Wir werden die Anwendung nun allen Beteiligten und Mitgliedern der Hafengemeinschaft zur Verfügung stellen, entweder im Austausch gegen Daten oder gegen eine Gebühr. Zudem werden wir die App in der nächsten Zeit mit neuen Funktionalitäten weiterentwickeln. Wir erwarten, dass immer mehr Terminals im Hafen Pronto nutzen werden, wodurch die Qualtiät der Daten steigt.“

Jedes Jahr laufen ungefähr 30.000 Seeschiffe im Hafen von Rotterdam ein. Für eine gute Planung benötigen die Reedereien detaillierte Informationen beispielsweise zu Wasserständen, Anmeldeverfahren sowie Ankunfts- und Abfahrtszeiten. Seit September 2017 ist eine weltweit gültige Norm für diesen Typ nautische Daten und Hafeninformationen in Kraft. Die nautischen Daten, die auf Schiffen verwendet werden, stimmen dadurch über die ganze Supply Chain hinweg und auch mit denen der Häfen überein – und genau das war eine Voraussetzung für die erfolgreiche Entwicklung von Pronto.

Auch Shell beteiligte sich im vergangenen Jahr am Pronto-Pilotprojekt in Rotterdam. „Das Pilotprojekt hat uns vom Mehrwert, den Pronto liefert, überzeugt,“ erklärt Ed Barsingerhorn, General Manager Shipping & Maritime Europa und Afrika. „Wir haben die Wartezeit bei auslaufenden Schiffen um 20% senken können. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass alle Beteiligten – also auch Terminals und Agenten – eng zusammenarbeiten und die Daten untereinander austauschen. Wenn wir jedoch die Daten nicht nur in Rotterdam, sondern auch mit anderen Häfen untereinander austauschen, ist das Verbesserungspotenzial noch um ein Vielfaches höher. Die Schiffe können ihre Fahrt dann optimal beladen antreten und dank einer besseren Planung pünktlich ankommen.“

Funktionen von Pronto

  • Pronto bietet Reedereien, Agenturen, Terminal-Betreibern und anderen Dienstleistern eine gemeinsame Plattform für den Austausch von Informationen rund um ihre Port Calls. Sie können das Pronto-Dashboard benutzen oder dank der API-Schnittstellen direkt in ihren eigenen Systemen mit den Daten arbeiten.
  • Sobald die voraussichtliche Ankunftszeit ETA (Estimated Time of Arrival) bekannt ist, erhält ein Schiff in Pronto seine eigene Timeline. Auf ihr sind alle Aktivitäten eines Port Calls verzeichnet: von der Ankunft über den Aufenthalt bis zum Auslaufen des Schiffs aus dem Hafen.
  • Pronto kombiniert öffentliche Daten, direkt von den teilnehmenden Betrieben stammende Daten sowie mit Verfahren der künstlichen Intelligenz erzielte Prognosen, um im Hinblick auf einen Port Call die präzisest-möglichen Informationen zu erhalten. Pronto tauscht dabei niemals Informationen mit Bezug zur Ladung aus.
  • Benutzer können die verfügbaren Daten über ein angepasstes Dashboard einfach filtern und je nach Bedarf in die Timeline eines jeden Hafenbesuchs hineinzoomen. Mit diesen Informationen können sie ihre Aktivitäten viel effizienter als vorher planen und ausführen.
  • Die Fortschritte und der Status der Ereignisse werden kontinuierlich im Dashboard aktualisiert. So können Benutzer den Prozess überwachen und falls erforderlich anpassen. Auf Wunsch erhalten Benutzer automatische Warnungen bei relevanten Statusaktualisierungen oder Änderungen der Planung.
  • Pronto nutzt die Standards der Hafeninformation, so wie diese von der Port Call Optimisation Taskforce festgelegt worden sind.

Mehr Informationen gibt es  es hier

Quelle und Grafik: Port of Rotterdam

 




350 Mio Euro Investitionen für die Metrans

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Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) wird ihre Intermodalaktivitäten über die Bahntochter Metrans in den kommenden Jahren gezielt stärken und weiter ausbauen. Diesen Anspruch bekräftigte die Vorstandsvorsitzende Angela Titzrath während einer Veranstaltung in Dunajská Streda. Dort betreibt die Metrans einen ihrer insgesamt fünf Hub-Terminals.


„Die Kunden der Metrans schätzen die hohe Qualität, Flexibilität und enge Verbundenheit. Für die HHLA leistet sie einen entscheidenden Beitrag im logistischen Netzwerk“, sagte die HHLA-Vorstandsvorsitzende Angela Titzrath. In einem herausfordernden Marktumfeld werde die HHLA durch Investitionen in Höhe von 350 Millionen Euro bis zum Jahr 2022 die Wettbewerbsposition der Metrans weiter stärken.

Zum 1. April 2018 hatte die HHLA die noch im Besitz des Managements befindlichen Anteile der Metrans-Gruppe erworben und ist nunmehr Alleineigentümerin. Im Zuge dieser Entscheidung stimmte der Aufsichtsrat der Metrans personellen Veränderungen an der Spitze der Gruppe zu. Zum neuen Vorstandsvorsitzenden wurde Peter Kiss ernannt. Er arbeitet seit 1999 im Unternehmen und gehörte bereits der Geschäftsführung mehrerer Metrans-Unternehmen an. Weitere Mitglieder des Vorstandes sind Martin Horinek (COO) und Pavel Pokorny (CFO).

Der Gründer und bisherige CEO der Metrans-Gruppe, Jiri Samek, bleibt der Metrans in einer beratenden Rolle verbunden.

Zum Wechsel an der Vorstandsspitze sagte Titzrath, die dem Aufsichtsrat der Metrans vorsteht: „Ohne die Tatkraft und die vielen Ideen von Jiri Samek, ohne seine vorausschauende Planung und Beharrlichkeit bei der Umsetzung wäre die erfolgreiche Entwicklung der Metrans nicht möglich gewesen. Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass Peter Kiss die Aufgabe als Vorstandsvorsitzender so hervorragend ausfüllen wird, wie er das bisher bereits als Führungskraft getan hat, etwa beim Aufbau des im vergangenen Jahr in Betrieb genommenen Hub-Terminals in Budapest.“

Die HHLA hatte in den letzten Monaten die polnische Intermodal-Tochter Polzug und deren Geschäfte in die Metrans-Gruppe integriert. Metrans transportierte 2017 über 1 Mio. Standardcontainer auf der Schiene und betreibt 13 leistungsfähige Terminals im europäischen Binnenland, fünf davon zentrale Hub-Terminals. Um die Wertschöpfung des Unternehmens zu vertiefen, werden seit Jahren eigene Strecken- und Rangierlokomotiven sowie selbst entwickelte, innovative Containertragwagen angeschafft. Auch das ist ein Beitrag zur erfolgreichen Strategie der Intermodalaktivitäten der HHLA.

Quelle: Hamburger Hafen und Logistik AG, Foto: HHLA/Thies Rätzke




Offshore Test- und Demostandorte

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Die maritime Hauptstadt Europas ist der perfekte Standort für Innovationen im Bereich Offshore Wind. Die Maasvlakte 2 bietet ausreichend Platz für Offshore Test- und Demoeinrichtungen.

Doch wo befinden sich diese Anlagen und was bieten die einzelnen Standorte?  Die Offshore Industrie und Offshore Wind sind Wachstumsbranchen. Die Entwicklung und Prüfung von Innovationen in diesen Branchen erfordert viel Platz. Die Karte vermittelt einen Einblick in das gesamte Angebot auf der Maasvlakte 2, die aufgrund der Bedingungen vor Ort, des Klimas und der ansässigen Unternehmen der perfekte Standort für das Testen von Offshore- Windanlagen ist. Es gibt Möglichkeiten an Land, in der Luft und im/auf dem Wasser. Lagebedingt herrscht auf der Maasvlakte 2 viel Wind. Darüber hinaus besteht dieser Bereich des Rotterdamer Hafens aus Nordseesand und bietet eine einzigartige Offshore-Grube mit über 25 m Tiefe.

Die Übersicht „Offshore Innovation“ ist eine Initiative der Gemeinde Rotterdam, des Hafenbetriebs Rotterdam sowie der Unternehmen InnovationQuarter(link is external) und TKI Wind op Zee(link is external). Gemeinsam setzen sie sich für die Branche Offshore Wind im Rotterdamer Hafen ein. Twan Romeijn, Business Analyst Maritime and Offshore bei Hafenbetrieb Rotterdam: „Wir haben festgestellt, dass Unternehmen vorhandene und neue Technologien, Hilfsmittel und Dienstleistungen testen und vorführen müssen, wenn sie ihre Vorrangstellung beibehalten oder ausbauen wollen. Rotterdam bietet den Unternehmen den erforderlichen Spielraum, und zwar an Land, in der Luft und im Wasser. Zurzeit wird die Maasvlakte 2 bereits von GBM Works und Amphibious Energy als Teststandort genutzt und vor Kurzem wurden dort Ankertests mit dem Gulliver durchgeführt.

Der Rotterdamer Hafen will zum primären Offshore-Zentrum Europas werden. Die vielfältigen Möglichkeiten, die maximale Wassertiefe von über 25 m, die Nähe zur Nordsee sowie die langjährigen Erfahrungen und Sachkenntnisse der Dienstleister machen den Rotterdamer Hafen zu einem clever gewählten Standort. Diese Entwicklung passt ausgezeichnet zu dem in der Region vorhandenen Know-how.

Quelle und Grafik: Port of Rotterdam