„Mangelverwaltung in höchster Vollendung!“

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Allein eine massive Aufstockung des Fachplanungspersonals im Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich wird das Ruhrgebiet mit seinen Kraftwerken und dem Chemiepark Marl vor dem drohenden Kollaps bewahren. Davor warnte der BDB.

Denn nur mit entsprechend qualifizierten Mitarbeitern kann das Amt endlich die dringend notwendige Sanierung des Wesel-Datteln-Kanals und der dortigen Schleusenbauwerke in Angriff nehmen. Das ist das Ergebnis eines Krisengespräches, das am 26. März 2018 in Duisburg stattfand.

Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB) hatte Vertreter der Großindustrie, des Schifffahrtsgewerbes und der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) eingeladen, um über die aktuelle Situation am Wesel-Datteln-Kanal zu beraten. Der 60 Kilometer lange Kanal ist nach dem Rhein die wichtigste Wasserstraße im Bundesgebiet; er stellt die Hauptverkehrsschlagader für die Großindustrie im Ruhrgebiet dar. Auf ihm werden knapp 20 Mio. Tonnen Güter pro Jahr transportiert. Doch zurzeit stockt der Schiffsverkehr im Kanal: Die Bundesverwaltung hat die sogenannten Nischenpoller, die den Schiffen während der Schleusung in den Kammern zum Festmachen dienen, gesperrt. Die Poller stammen ebenso wie die sechs Schleusenbauwerke aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Sie können die Zugkräfte der heutigen Schiffe nicht mehr aufnehmen und müssen erneuert werden. Die Folge ist, dass die Schiffe sich nun an den Schleusen stauen und Wartezeiten von bis zu 12 Stunden entstehen. Die gesamte Versorgungslogistik wird zu einer unplanbaren Angelegenheit, die massive Mehrkosten produziert.

Die Reparatur beziehungsweise der Ersatz der Poller in den Schleusen ist zwingend erforderlich, um die volle Leistungsfähigkeit des Kanals wieder herzustellen. Das kommt aber auf kurze Sicht nicht in Betracht: Es fehlt – mal wieder – das erforderliche Fachplanungspersonal in der WSV.

Im WSA Duisburg-Meiderich, das für das westdeutsche Kanalgebiet und somit für rund 137 Kilometer Wasserstraßen zuständig ist, fehlen alleine rund 50 Ingenieure. Neben den maroden Pollern sind es 70 weitere Anlagen, die im Amtsbezirk dringend instand gesetzt werden müssten. Die Vertreter der Verwaltung konnten deshalb auch keine Angaben zu einem möglichen Reparaturbeginn in den Schleusen machen. Zunächst müsse ein Sanierungskonzept erarbeitet werden. Die Baumaßnahme könne sich dann – nach einem umfangreichen und komplizierten Ausschreibungsverfahren – durchaus über einen Zeitraum von 10 Jahren erstrecken.

Eine schnelle „Erste Hilfe“ sollen nun sog. Festmacher leisten. Diese vertäuen die Schiffe an den Landpollern oberhalb der Schleusenkammern. Das ist ein probates aber auch recht kostenintensives Mittel, um die Schleusungsvorgänge wieder zu beschleunigen. Dass aber nun an sämtlichen Kanalschleusen an 365 Tagen im Jahr Festmacher ihren Dienst verrichten sollen, womöglich sogar über Jahre und Jahrzehnte – das ist „Mangelverwaltung in höchster Vollendung“ und kann aus Sicht aller Beteiligten bestenfalls ein weiteres Provisorium sein. Die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung in Berlin sind aufgefordert, dem WSA Duisburg-Meiderich so schnell wie möglich eine ausreichende Zahl an Ingenieurstellen zu gewähren. Dass das geht, wenn die für den Bundeshaushalt Verantwortlichen es nur wollen, wurde im Norden der Republik in Sachen Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals in der jüngeren Vergangenheit mehrfach vorgemacht.

Industrievertreter von Evonik, Trianel und RWE zeigten sich ebenso wie die Reedereien in Duisburg massiv verärgert über den maroden Zustand des Kanals. Denn sowohl der zuständige Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Duisburg-Meiderich, Volker Schlüter, als auch Hermann Poppen, Unterabteilungsleiter „Management“ in der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS), räumten ein, dass die Bauwerksprobleme am Wesel-Datteln-Kanal dem Bund bereits seit knapp drei Jahrzehnten bekannt sind. Anstatt zu planen und zu investieren, wurde die Infrastruktur einfach „auf Verschleiß“ gefahren. Anpassungen an den gewachsenen Schiffsraum haben trotz mehrfacher Mahnungen nicht stattgefunden. Die Lage sei nun mittlerweile „hoch dramatisch“.

Die Wirtschaftsvertreter erklärten, dass in Fragen der Logistik die Planbarkeit und die Verlässlichkeit der Verkehre an oberster Stelle stehen. Die Großindustrie ist auf eine kontinuierliche Versorgung mit Rohstoffen und Produkten angewiesen, damit im Ruhrgebiet nicht im wahrsten Sinne des Wortes „die Lichter ausgehen“. Eine Verlagerung der Gütermengen auf den Lkw würde das bereits heute mit massivem Lkw-Verkehr belastete Straßennetz im Ruhrgebiet zum Kollabieren bringen.

Quelle und Foto: BDB, der Wesel-Datteln-Kanal ist mit einem Transportvolumen von knapp 20 Mio. Tonnen p.a. die Hauptverkehrsader im Ruhrgebiet. Allein das Kraftwerk Lünen erhält mit dem Binnenschiff 35.000 Tonnen Kohle pro Woche.

 




duisport-Chef im Dialog mit der Jugend

Beim „Dialog mit der Jugend“ stellte sich Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG (duisport), den Fragen von rund 80 Schülern.

Der Initiativkreis Ruhr (IR), in dem duisport Mitglied ist, hat den „Dialog mit der Jugend“ vor 20 Jahren unter dem Motto „Raus aus den Klassenzimmern, rein in die Unternehmen“ initiiert.

Die Schüler der Theodor-König-Gesamtschule (Duisburg), dem Otto-Hahn-Gymnasium (Dinslaken) und dem Gymnasium an der Wolfskuhle (Essen) hatten sich zuvor im Unterricht und durch eine Hafenbesichtigung auf das Gespräch vorbereitet.

Auf die Ausbildungsmöglichkeiten im Duisburger Hafen angesprochen, sagte Staake: „Wir bilden in vielfältigen Berufen aus. Die Logistik ist eine spannende Branche und bietet enormes Potential.“ Wer die Ausbildung abgeschlossen habe, werde in der Regel auch übernommen.

Als Erfolgsrezept von duisport nannte Staake den Willen zur ständigen Innovation. Daher riet er den Jugendlichen: „Bleiben Sie stets neugierig und mutig.“

Quelle: duisport, Foto: duisport/ krischerfotografie

 

 

 

 




LAESSI demonstriert Basistechnologien

Um die Technologien den geänderten Gegebenheiten anzupassen und damit die Unfallgefahr zu senken, entwickelte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit der Alberding GmbH und der Fachstelle für Verkehrstechniken der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes unter Leitung der Firma in-innovative navigation GmbH ein System mit neuen Assistenzfunktionen für Binnenschiffe.

Der Transport auf der Wasserstraße wandelt sich: Klassische Massengüter wie Kohle und Erz nehmen ab, Container nehmen zu. Gleichzeitig sind Binnenschiffe in den vergangenen Jahren länger, breiter und schwerer geworden und in eine immer komplexere Transportlogistik eingebunden. Die Navigationssensorik der Schiffe, das Radar und der Wendegeschwindigkeitsmesser, haben sich in den letzten zehn Jahren dagegen nur wenig verändert. Um die Technologien den geänderten Gegebenheiten anzupassen und damit die Unfallgefahr zu senken, entwickelte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit der Alberding GmbH und der Fachstelle für Verkehrstechniken der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes unter Leitung der Firma in-innovative navigation GmbH ein System mit neuen Assistenzfunktionen für Binnenschiffe. Am 22. März 2018 wurde das Assistenzsystem in einem Testgebiet auf dem Main in Würzburg erfolgreich eingesetzt und einem Fachpublikum vorgestellt.

20 Kilometer legte das Binnenschiff MS Jenny auf dem Main zurück und passierte dabei zwölf Brücken. Bei der Fahrt wurde es teilweise von den Assistenzsystemen gesteuert, die den Schiffsführer auch beim Anlegen entlasteten. Die erfolgreiche Demonstration war der Abschluss des Verbundprojekts LAESSI (Leit- und Assistenzsysteme zur Erhöhung der Sicherheit der Schifffahrt auf Inlandwasserstraßen). „Das Binnenschiff ist ein umweltfreundlicher und zukunftsträchtiger Verkehrsträger und mit den neuen Technologien machen wir es zu einem sehr sicheren Transportmittel“, sagt Dr. Ralf Ziebold, DLR-Projektleiter für LAESSI vom Institut für Kommunikation und Navigation.

LAESSI: vier Systeme in Einem

Die Basis der Assistenzsysteme von LAESSI sind eine hochgenaue und zuverlässige Bestimmung von Position, Höhe und Ausrichtung des Schiffs mit Hilfe der Satellitennavigation und spezieller Korrekturdaten. Zusätzlich zu diesen Korrekturdaten erhalten die Assistenzsysteme aktuelle Informationen zur Wasserstraße. Während der Fahrt überprüft die Brückenanfahrwarnung, ob das Schiff sicher die nächste Brücke durchfahren kann oder ob Steuerhaus und Radarmast abgesenkt werden müssen. Besteht die Gefahr einer Kollision, wird rechtzeitig vor der Brücke eine Warnmeldung angezeigt. Mithilfe des Bahnführungsassistenten ist es zudem möglich, vorab eine Route zu definieren, die das Schiff selbstständig abfährt. Dies gilt auch für stark gekrümmte Flüsse. Der Schiffsführer kann sich dann ganz auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren. Die sogenannte Conning-Anzeige liefert permanent Informationen zu allen Bewegungen des Schiffes, zur Ruderlage und zur Drehzahl der Schiffsschraube. Beim Anfahren der Halteposition hilft der Anlegeassistent, der die Position und Ausrichtung des Schiffes mit den Umgebungsinformationen verknüpft. Der Schiffsführer wird bei diesem anspruchsvollen Manöver unterstützt, indem der Assistent die genauen Abstände zu Kaimauern oder anderen Schiffen angibt.

Automatisierung gewinnt in der Schifffahrt stetig an Bedeutung

„Die zunehmende Automatisierung ist ein wichtiges Thema für die Schifffahrt, denn viele Unfälle sind auf menschliches Versagen zurückzuführen“, erklärt Ralf Ziebold. Während der Steuerung eines Schiffes muss der Schiffsführer zahlreiche Parameter beachten, wie etwa die Strömung, die Verkehrslage, die Wetterbedingungen und den Wasserstand. Technologien und Sensoren unterstützen ihn bei seiner Arbeit und erleichtern es, mögliche Gefahrensituationen erkennen und einordnen zu können. Ein entscheidender Vorteil des Binnenschiffverkehrs ist, dass die Transportkosten verhältnismäßig niedrig und die Emissionen der Schiffe im Vergleich zu LKWs gering sind. Mit zunehmender Automatisierung könnten Besatzungskosten reduziert sowie mehr Platz für die Ladung an Bord geschaffen werden. Die Systeme, die innerhalb des LAESSI-Projekts entwickelt wurden, sind eine Grundvoraussetzung für ein zukünftiges teilautonomes Fahren.

Vorhandene Strukturen werden weiterentwickelt

Die Wissenschaftler aus dem DLR-Institut für Kommunikation und Navigation entwickelten während des Projekts Algorithmen, um zuverlässig Positions-, Navigations-, und Zeitinformationen auf dem Schiff bereitzustellen. Um die Kommunikations- und Navigationsdaten senden und empfangen zu können, griffen die Forscher auf die Strukturen des Automatischen Identifikationssystems (AIS) zurück. AIS ist heute Standardausrüstung auf allen Binnenschiffen. Darüber hinaus sind viele Wasserstraßen mit AIS-Landstationen ausgestattet, die Meldungen der Schiffe empfangen und Signale an diese senden können. Die Experten nutzten einen zusätzlichen Sender an den Basisstationen, um mit ihm die Daten für die Assistenzsysteme von LAESSI zu übertragen. Perspektivisch ist geplant, die AIS-Basisstationen so zu modifizieren und zu erweitern, dass sie die Informationen der LAESSI-Systeme standardmäßig aussenden. Aktuell arbeiten die Fachleute des Projekts an der Standardisierung des Gesamtsystems. Darüber hinaus arbeiten die Projektpartner daran, die Systemtechnik weiterzuentwickeln, um weitere Anwendungsbereiche der Binnenschifffahrt wie beispielsweise Schleusenmanöver zu erschließen.

Über das Projekt

In dem Verbundprojekt LAESSI (Leit- und Assistenzsysteme zur Erhöhung der Sicherheit der Schifffahrt auf Inlandwasserstraßen) arbeiteten Partner aus Industrie, Wissenschaft und Bund zusammen. Es wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des Programms „Maritime Technologien der nächsten Generation“ mit 1,2 Millionen Euro gefördert und endete nach einer Laufzeit von zweieinhalb Jahren mit der erfolgreichen Abschlussdemonstration der Technologien.

Quelle und Foto: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) 

 

 




KD: Frischer Wind an Bord

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Ab 8. April heißt es endlich wieder „Leinen los!“ zum Kurzurlaub vor der eigenen Haustür. Die Saison auf Rhein, Main und Mosel ist eröffnet. Entschleunigung, Naturnähe, Regionalität, Ursprünglichkeit – Bedürfnisse, die auf der Favoritenliste der Trendforscher die vordersten Plätze belegen.

Und genau dafür steht das einfallsreiche Programm der KD und macht mit dem Gefühl von „Fluss und Genuss“ Lust auf die kleine Auszeit zwischendurch.

Der optisch vollkommen neu gestaltete Fahrplan der KD liest sich wie ein Routenplaner, Reiseführer und Veranstaltungskalender in einem. Neben den klassischen Schiffstouren liefert die über 190 Jahre alte Traditionsgesellschaft interessante Freizeitideen für Jedermann. So ist für Familien, Erholungssuchende und Genießer ebenso etwas dabei wie für Feierlustige, Aktivurlauber oder Kulturinteressierte. Es lohnt sich, einen Blick auf die Website der KD zu werfen. Der starke Auftritt informiert und inspiriert zugleich und punktet mit einem nutzerfreundlichen Buchungssystem, das auch für Smartphones optimiert ist.

Mit seinen faszinierenden Burgen, romantischen Weinörtchen, steilen Rebhängen und Felsen ist der Rhein als einzigartige Kulturlandschaft weltberühmt. Reizvolle Tourenvorschläge rechts und links des Stroms, immer mit einer ausgewogenen Mischung aus Natur- und Kulturerlebnis in Kombination mit einer erholsamen Schifffahrt, stehen hoch im Kurs. Unter dem Motto „Fluss und Genuss“ gelingt es der KD, das Erlebnis an Bord optimal abzurunden. Die frische Zubereitung aller Speisen, eine regionale Weinkarte sowie ein geschultes Auftreten im Service sind nur einige Eckpfeiler dieser Philosophie.

Neu im Programm sind u.a. die 2-stündigen Abendfahrten in Köln jeden Montag bis Donnerstag. In bester After-Work-Atmosphäre lässt sich der Feierabend an Bord vor sagenhafter Kulisse bei frisch gezapftem Sion-Kölsch und Cocktails genießen. Bei gutem Wetter läuft sogar der Grill auf dem Freideck.

Für kreative Küche und kulinarische Highlights stehen die an insgesamt acht Terminen stattfindenden Dinnerfahrten der KD. Hier werden einige der besten Köche des Landes für echte Gaumenfreuden sorgen. Wie gut Fluss und Genuss zusammen passen, zeigen auch die neuen all-inclusive Abendfahrten in Mainz und Koblenz jeweils samstags in den Sommermonaten. Auch die Mittelrhein Momente sind erstmals zu Gast an Bord der KD.

Der Event- und Partykalender der KD ist für 2017 wieder prall gefüllt und bietet Abwechslung für jeden Geschmack. Infos und Tickets zu allen Veranstaltungen unter www.k-d.com.

Quelle und Foto: KD Deutsche Rheinschiffahrt AG




300 Mio. Investitionen zum Geburtstag

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„Diese Investitionssumme zum zehnten Chempark-Geburtstag kann sich sehen lassen“, sagt Chempark-Leiter Lars Friedrich. Beim Jahresmediengespräch zeigte er sich äußert zufrieden: Im vergangenen Jahr investierten die im Chempark ansässigen Unternehmen rund 300 Millionen Euro in neue Anlagen und Instandhaltungsmaßnahmen – 40 Millionen Euro mehr als im Vorjahr und nur sieben Millionen Euro weniger als der erhobene Bestwert seit Bestehen des Chempark.

Die Summe setzt sich aus 125 Millionen Euro für neue Anlagen und 174 Millionen Euro für die Instandhaltung zusammen. Seit zehn Jahren firmiert das Werk in Uerdingen am Rhein – das bereits seit über 140 Jahre besteht – unter dem Namen Chempark und ist zusammen mit seinen beiden Verbundstandorten Dormagen und Leverkusen einer der wichtigsten Chemiestandorte in Europa. In den letzten zehn Jahren wurden am Standort Krefeld-Uerdingen insgesamt mehr als zwei Milliarden Euro investiert. Friedrich: „Die Unternehmen setzen auf unseren Chempark und investieren ordentlich. Das verdeutlicht die Attraktivität unseres Standortes und ist gleichzeitig ein wichtiges Zeichen für die Zukunft der Chemie hier in Krefeld.“

Bedeutender Arbeitgeber und Ausbilder in der Region
Insbesondere die Zahl der Beschäftigten unterstreicht die Bedeutung des Chempark als Arbeitgeber in der Region: Derzeit arbeiten hier über 7.700 Menschen, davon rund 5.500 Mitarbeiter bei den Chempark-Firmen und über 2.200 bei Partnerfirmen. Ihr Jahresnetto-Einkommen entspricht einer Kaufkraft von rund 200 Millionen Euro – ein Betrag, der Krefeld und der gesamten Region zugutekommt. Dies gilt auch für die Ausbildung im Chempark: 408 junge Menschen erlernen derzeit in Krefeld-Uerdingen technische und naturwissenschaftliche Berufe. Currenta als Betreiber der Ausbildung bildet nicht nur für den Eigenbedarf, sondern auch für Covestro, LANXESS und weitere Unternehmen aus. Auch duale Studiengänge werden in Kooperation mit der Hochschule Niederrhein angeboten.

Chempark begrüßt neuen Kurs der Landesregierung
Friedrich unterstreicht, dass weitere langfristig angelegte Investitionen im Chempark keine Selbstläufer sind. Der Austausch hierüber mit den politischen Entscheidungsträgern ist offen und konstruktiv – zum Beispiel mit dem nordrhein-westfälischen Wirtschafsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart, der den Chempark und seine Unternehmen schon mehrfach besuchte. „Damit das Uerdinger Werk – genauso wie seine Schwesterstandorte Leverkusen und Dormagen – weiterhin seine Rolle als Beschäftigungs- und Fortschrittsmotor für die Region übernehmen kann, brauchen wir klare und praxisnahe Rahmenbedingungen. Die neue Landesregierung hat für die Industrie bereits einige positive Signale gesetzt“, erklärt der Chempark-Leiter.

NRW braucht mehr Innovationen, und Innovationen brauchen Freiräume. Die Absicht der Landesregierung, sämtliche vorhandenen Gesetze und Regeln systematisch auf Hemmnisse zu überprüfen, ist daher richtig und wichtig. Der Chempark-Betreiber wirbt auch bei neuen Regelungen für einen solchen „Innovations-Check“ zur Abschätzung von Gesetzesfolgen. Idealerweise nicht nur in Düsseldorf, sondern auch in Berlin.

Ein richtiger Schritt ist zum Beispiel, know-how-kritische Unterlagen nicht mehr im Rahmen von Anlagengenehmigungen öffentlich zu machen, so wie es die Vorgängerregierung in NRW eingeführt hatte. Positiv hervorzuheben ist auch, dass Industriehäfen mit dem Entfesselungspaket II stärker vor heranrückender Nutzung geschützt werden sollen – das ist insbesondere für die transportintensive chemische Industrie wichtig.

Sehr viel sichtbarer sind die Probleme, die sich aus der dringend notwendigen Instandhaltung und dem Ausbau öffentlicher Verkehrswege ergeben. „Eine uneingeschränkt nutzbare und leistungsfähige Infrastruktur ist wichtig für die Zukunftsfähigkeit der Industrie hier im Land – für die Chempark-Standorte hat sie sogar existenzielle Bedeutung. Dies gilt insbesondere für die Autobahn-Situation im westlichen NRW“, betont Friedrich. „Ersatzbauwerke für die Rheinbrücken der A 1 und der A 40, der Ausbau der A 57 sowie der Neubau einer Rheinquerung bei Köln-Godorf sind dringend nötig. Darüber hinaus möchten wir aber auch aktiv die Mobilität von morgen mitgestalten und deshalb sind wir auch dem Bündnis für Mobilität beigetreten, welches Verkehrsminister Wüst vor knapp einem Monat gegründet hat“, so Friedrich weiter.

Angekündigter Bebauungsplan zu „Rheinblick“
Der Chempark hat einen aktuellen Entwurf des neuen Bebauungsplans erhalten und prüft diesen im Moment genau. Die grundsätzliche Position des Chempark zum Projekt „Rheinblick“ ist klar: Das Gelände südlich vom Chempark Krefeld-Uerdingen sollte aufgewertet werden, aber durch eine Nutzung, die sich langfristig mit dem Betrieb des dort seit 1877 befindlichen Industriestandortes vereinbaren lässt. Bei den Bedenken gegen das Projekt „Rheinblick“ führt der Chempark vor allem genehmigungsrechtliche Gründe an: Insbesondere der mit den Arbeiten im Hafen verbundene Lärm und eine Wohnbebauung im „Rheinblick“-Gelände müssen konfliktfrei nebeneinander funktionieren können. Die Unternehmen im Chempark brauchen Zukunfts- und Planungssicherheit für den Hafenbetrieb und die Entwicklungsmöglichkeit der Anlagen, um langfristig erfolgreich in Krefeld produzieren zu können. Diese Bedenken bestehen bereits seit 2002 und haben bis heute nichts an ihrer Aktualität verloren.

Projekte am Standort

Modernisierung des Technischen Ausbildungszentrums
Ein zukunftsweisendes Großprojekt bei Currenta soll in diesem Jahr abgeschlossen werden: Derzeit modernisiert der Chempark-Manager und -Betreiber das Technische Ausbildungszentrum. Für die Komplettsanierung werden insgesamt
3,7 Millionen Euro investiert. „Eine moderne und qualitativ hochwertige Ausbildung neuer Mitarbeiter spielt für alle Unternehmen am Standort eine große Rolle. Darum ist dies eine bedeutende und zukunftsweisende Investition für die Auszubildenden und die Unternehmen im Chempark“, sagt Friedrich. Die Elektroausbildung – der erste Bauabschnitt – ist bereits abgeschlossen und wurde im März 2017 eingeweiht. Die Bauabschnitte zwei und drei, an denen derzeit noch gearbeitet wird, betreffen die Chemikanten und Industriemechaniker. Da die Sanierung abschnittweise durchgeführt wird, kann die technische Ausbildung während der Baumaßnahmen weiterhin sichergestellt werden. Die Baufortschritte laufen planmäßig und sollen Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Trafo-Austausch und Amprion-Schaltanlage
Chemie-Produktion braucht Energie – und das verlässlich rund um die Uhr. Um eine zuverlässige Stromversorgung auch in den kommenden Jahren zu gewährleisten, wurden im November 2017 und im Januar 2018 zwei Transformatoren zur Spannungswandlung ausgetauscht. Diese Transformatoren sollen viele Unternehmen im Chemiepark mit Strom versorgen und sind daher dementsprechend groß. Aufgrund ihrer Größe wurden sie als nächtliche Schwertransporte im Chempark angeliefert. Beide Transformatoren sind nun in Betrieb.

Darüber hinaus plant Currenta die Stromversorgung des Chempark Krefeld-Uerdingen zu erweitern. Um dem Energiebedarf der Chemieunternehmen auch zukünftig Rechnung tragen zu können, wird ein Anschluss an das 380-kV-Netz angestrebt. Hierzu führt Currenta Gespräche mit dem Netzbetreiber Amprion. Die Errichtung einer neuen Schaltanlage und entsprechender Transformatoren wird für 2021 ins Auge gefasst. Bislang ist der Chempark an das 220kV-Netz und an das 110kV-Netz angeschlossen.

Zwei neue Dampfkessel für den Chempark
Damit es rund läuft im Chemiepark benötigen alle Produktionsbetriebe Dampf. Dieser Dampf ist für viele chemische Produktionsprozesse Grundvoraussetzung. In verschiedenen Druckstufen und Temperaturen gelangt er über Rohrleitungen in die einzelnen Betriebe. Dabei ist es wichtig, dass der Dampf in der Nähe der Betriebe produziert wird, weil über lange Transportwege Temperatur und Druck absinken. Currenta als Manager und Betreiber des Chempark hat im vergangenen Jahr erheblich in die Energie-Infrastruktur des Standortes investiert. Zwei neue Dampfkessel sollen voraussichtlich im dritten Quartal 2018 in Betrieb genommen werden. Ihnen voran ging Anfang 2016 bereits ein erster Dampfkessel, in den das Unternehmen rund 15 Millionen Euro investierte. Weitere Schritte hängen von den energiepolitischen Rahmenbedingungen ab.

LANXESS investiert in den Standort Krefeld-Uerdingen
In Krefeld schreibt der Spezialchemie-Konzern LANXESS seine Erfolgsgeschichte fort. Davon berichtete Dr. Christian Lumpe, Leiter Kautschukadditive des LANXESS-Geschäftsbereichs Rhein Chemie, in seinem Co-Referat beim Jahresmediengespräch. „LANXESS hat das Geschäftsjahr 2017 mit einem Rekordergebnis abgeschlossen. Daran hatte Krefeld als weltweit zweitgrößter Standort des Spezialchemie-Konzerns einen maßgeblichen Anteil. Und auch ins neue Jahr ist LANXESS gut gestartet.“ 2018 plant der Spezialchemie-Konzern im CHEMPARK Krefeld-Uerdingen weiter zu investieren. Rund 70 Millionen Euro sollen es bis Ende des Jahres werden. Mit diesen Investitionsplänen setzt der Konzern ein deutliches Signal. „LANXESS ist und bleibt ein Unternehmen mit starken Wurzeln in Krefeld“, betonte Rainier van Roessel, Vorstandsmitglied der LANXESS AG, bereits im vergangenen Herbst beim offiziellen Spatenstich der jüngsten Betriebserweiterung. Rund neun Millionen Euro investiert der Spezialchemie-Konzern in die Erweiterung des Zinkoxid-Betriebes seines Geschäftsbereichs Rhein Chemie. Eine dritte Produktionsstraße sowie ein rund 300 Quadratmeter großes Betriebsgebäude mit Bürotrakt sollen entstehen. Aktuell laufen die Bauarbeiten. Die Fertigstellung des Ausbaus ist für Herbst 2018 geplant.

Zahlreiche Aktivitäten am LANXESS-Standort
Mit rund 1.800 Mitarbeitern ist LANXESS der größte Arbeitgeber im CHEMPARK Krefeld-Uerdingen. Im vergangenen Jahr feierte das Unternehmen das 50-jährige Bestehen des Hexanoxidation-Betriebs am Standort. Seit nunmehr einem halben Jahrhundert wird hier Keton-Alkohol-Öl (KA-Öl), ein Gemisch aus Cyclohexanon und Cyclohexanol, für die interne Weiterverarbeitung hergestellt. Am Ende der Produktionskette entstehen daraus unter anderem Hochleistungskunststoffe, die beispielsweise in der Autoindustrie zum Einsatz kommen. LANXESS-Hochleistungskunststoffe der Marken Durethan und Pocan werden unter anderem in der Automobilindustrie eingesetzt. Im vergangenen Juli produzierte LANXESS in Krefeld die fünfmillionste Tonne seiner Kunststoffe seit Inbetriebnahme vor nunmehr 64 Jahren. Und die Produktion wächst weiter: Für den Ausbau seiner Kapazitäten hat das Unternehmen in 2017 rund sieben Millionen Euro in Krefeld-Uerdingen investiert. Kunststoffe von LANXESS tragen beispielsweise dazu bei, dass in einem Fahrzeug Metalle durch Kunststofflösungen ersetzt werden können. Dadurch kann erheblich Gewicht eingespart werden. Darüber hinaus werden die Kunststoffe auch in den Bereichen Elektrik/Elektronik, im Bauwesen sowie in Sport- und Freizeitprodukten eingesetzt. Kunststoffe der Marken Durethan und Pocan halten erheblichen mechanischen Belastungen stand und überzeugen durch eine hohe Zuverlässigkeit im Dauereinsatz.

Ob im Anstrich des Pariser Eiffelturms, im roten Asphalt vor dem Londoner Buckingham Palast oder in zahlreichen Produkten des täglichen Lebens – rund um den Globus kommen die Pigmente von LANXESS zum Einsatz. Nun verschönern sie auch Krefelder Wände und Schulhöfe. Bereits im September 2017 meldete LANXESS, seine Bildungsinitiative auch in Krefeld und Umgebung fortzusetzen. Der Spezialchemie-Konzern förderte hier insgesamt zwölf Bildungseinrichtungen mit rund 37.500 Euro. Und mit der Initiative „Besser Lernen“ sollen durch Farbgestaltung oder andere Maßnahmen das Lernumfeld und die Jugendbetreuung verbessert werden.

Covestro setzt auf Innovation und Nachhaltigkeit
Seit seiner Ausgliederung aus dem Bayer-Konzern im Jahr 2015 blickt Covestro auf einen Geschäftsverlauf zurück, der von stetigem Wachstum und Erfolg geprägt ist. Im Jahr 2017 konnte der Umsatz um rund 19 Prozent gegenüber 2016 gesteigert werden. Im Zuge der gelungenen Unternehmensentwicklung folgte im März dieses Jahres die Aufnahme in den deutschen Leitindex DAX der 30 größten Aktiengesellschaften. Maßgeblichen Anteil an diesem Geschäftserfolg hat auch der Produktionsstandort Krefeld-Uerdingen, wo Covestro bereits seit über 50 Jahren Hochleistungskunststoffe herstellt. Der Standort ist Geburtsstätte und einer der größten Produzenten von Polycarbonaten in Westeuropa. Daneben wird auch MDI hier hergestellt, ein Vorprodukt für Polyurethan-Hartschaumstoff, mit dem beispielsweise Gebäude gedämmt werden.

Ein Schlüssel zum Erfolg: Covestro ist Vorreiter im Bereich digitaler Lösungen und setzt mit innovativen Projekten in der Produktion Maßstäbe auf dem Weg zur Industrie 4.0. Das beweist das Unternehmen am Standort Krefeld-Uerdingen, wo mit der „Mobilen Instandhaltung“ nun ein digitales Pionierprojekt erfolgreich eingeführt wurde. Hier können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Wartung komplexer Produktionsanlagen bequem auf ein Tablet zurückgreifen und alle relevanten Daten zu Maschinen und Anlagen mit wenigen Wischern einsehen und bearbeiten. Ein schnelles Foto mit dem Zeigefinger und ein paar Touches über den Bildschirm des Tablets – dann sind alle wichtigen Infos gespeichert. Was früher handschriftlich notiert und später in den PC getippt werden musste, funktioniert damit jetzt komplett digital. Das Ziel: Aufbau, Betrieb und Instandhaltung von Produktionsanlagen soll transparenter, effizienter – und auch sauberer werden. Denn: Durch den Wegfall langer Papierlisten und Aktenordner lässt sich nicht nur Zeit einsparen, sondern auch aktiv die Umwelt schonen. Das Projekt soll nun an anderen Standorten weltweit ausgerollt werden.

Bei allen Geschäftsaktivitäten von Covestro immer im Fokus: nachhaltige Ideen und Lösungen, die helfen, die Welt lebenswerter zu machen. Eine dieser Lösungen am Standort Krefeld-Uerdingen ist das Recycling salzhaltiger Prozessabwässer. Der Hintergrund: Bei vielen industriellen Produktionsprozessen entstehen salzhaltige Abwasser. Covestro hat daher in Krefeld-Uerdingen ein umweltfreundliches und ökonomisch tragfähiges Verfahren zur Aufbereitung und Nutzung von Industrie-Abwässern entwickelt. Das dabei gewonnene Salz ist so rein, dass es bei der Produktion von Chlor eingesetzt werden kann. Chlor wiederum ist ein wichtiger Rohstoff für Polycarbonat und viele weitere Kunststoffe. „Die Abwasser-Recycling-Anlage bei uns in Krefeld-Uerdingen ist ein hervorragendes Beispiel für einen nachhaltigen und effizienten Umgang mit Ressourcen“, betont Jürgen Meyn, Produktionsleiter in Krefeld-Uerdingen. Seit 2016 setzt das Unternehmen das Verfahren in einer Pilotanlage ein.

Quelle und Foto: Currenta




KD und RheinEnergie schließen Liefervertrag

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Die Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt AG (KD) und die RheinEnergie haben einen Contracting-Vertrag zur Landstrom-Versorgung von Schiffen geschlossen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 15 Jahren und ein Jahresvolumen von 6,2 Millionen Kilowattstunden (kWh).

Mit 32 Landstromanschlüssen im Niehler Hafen leisten beide Unternehmen so einen Beitrag zur Luftreinhaltung in Köln. Eine Ausdehnung auf alle Anleger der KD ist geplant. Bei der derzeit vereinbarten Stromliefermenge können jährlich rund 4.900 Tonnen CO2 eingespart werden, wenn dank des Landstrom-Anschlusses die Schiffsdiesel nicht laufen. Über die gesamte Vertragslaufzeit wird also bei Vollauslastung ein CO2 -Ausstoß von 73.500 Tonnen vermieden.

„Der gesamte Sektor Mobilität verursacht in Köln jährlich rund 2,6 Millionen Tonnen CO2 “, sagt KD-Vorstand Dr. Achim Schloemer, „da ist die Einsparung verhältnismäßig gering. Dennoch nehmen wir unsere Rolle sehr ernst und nutzen die Chance, Emissionen vor Ort zu vermeiden.“

RheinEnergie-Vorstand Achim Südmeier ergänzt: „So bescheiden ein einzelner Beitrag zur Luftreinhaltung sein mag, so groß kann die Wirkung in Summe sein. Da wir als Energiedienstleister eine besondere Verantwortung für Umwelt und Klima haben, nutzen wir möglichst viele Chancen, Emissionen zu reduzieren.“ Die KlimaExpo.NRW hat das Landstrom-Projekt als einen von 1.000 Schritten in eine klimafreundliche Zukunft qualifiziert. Zur Begründung sagte Dr. Heinrich Dornbusch, Geschäftsführer von der KlimaExpo.NRW unter anderem: „Weil die Schiffe durch die Stromanschlüsse beim Landgang ihre umweltschädlichen Dieselgeneratoren abstellen können, senken sie neben Feinstaub- und Stickoxid-Emissionen auch die Lärmbelästigung.“

Die KlimaExpo.NRW präsentiert das technische und wirtschaftliche Potenzial Nordrhein-Westfalens im Bereich Klimaschutz. Sie ist zugleich Leistungsschau und Ideenlabor für den Standort NRW und das nicht nur an einem Ort und an einem Tag, sondern landesweit bis zum Jahr 2022. Ziel ist es, erfolgreiche Projekte für ein breites Publikum verständlich und erfahrbar zu machen und dadurch zusätzliches Engagement für den Klimaschutz zu wecken und zu fördern.

Quelle und Foto: RheinEnergie, V. l. n. r.: Dr. Heinrich Dornbusch (GF KlimaExpo.NRW), Achim Südmeier (Vorstand RheinEnergie AG) und Dr. Achim Schloemer (Vorstand KD) bei der Übergabe der KlimaExpo.NRW-Plakette.




Hafengemeinschaft engagiert sich

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Rund 1.000 Häfen und Unternehmen der Hafenwirtschaft haben sich in Antwerpen auf die Einhaltung der 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen verpflichtet. Konkret werden sie sich auf fünf praktische Handlungsfelder konzentrieren

1) Entwicklung einer soliden Infrastruktur, die den zukünftigen Herausforderungen gerecht wird;

2) Klima & Energie, mit dem Schwerpunkt auf Initiativen, die zur Einhaltung der Ziele des Pariser Klimaabkommens beitragen;

3) gesellschaftliche Integration durch Verbesserung der Beziehungen zwischen Häfen und Städten;

4) Sicherheitsanforderungen, einschließlich Cybersicherheit sowie

5) Durchsetzung transparenter, ethischer Richtlinien und Managementsysteme.

„Häfen auf der ganzen Welt streben eine Zukunft an, die auf nachhaltigen Geschäftsmodellen basiert“, erklärt Jacques Vandermeiren, CEO der Antwerp Port Authority und zugleich Gastgeber und Hauptredner der Veranstaltung im Rahmen des World Ports Sustainability Program (WPSP). „Dieser Übergangsprozess berücksichtigt alle notwendigen Maßnahmen, die uns helfen werden, nicht nur den lokalen Anforderungen, sondern auch den globalen Herausforderungen zu entsprechen, wie Klimawandel, Mobilität, Digitalisierung, Migration und gesellschaftliche Integration“, so sein Fazit.

Weitere Redner auf der WPSP-Veranstaltung waren die belgische Königin Mathilde, eine der weltweiten SDG-Botschafterinnen, Kitack Lim, Generalsekretärin der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation, und Christiana Figueres, ehemalige Generalsekretärin des UN-Klimasekretariats.

Die Verpflichtungen der internationalen Hafengemeinschaft sind in der historischen Charta des World Ports Sustainability Program (WPSP) festgehalten, die die Gründerväter unterzeichnet haben: ESPO, die European Sea Ports Organisation, AIVP, das Worldwide Network of Port Cities, AAPA, die American Association of Port Authorities, PIANC, die World Association for Waterborne Transport Infrastructure und IAPH, die International Association of Ports and Harbours, die zusammen mit der Antwerp Port Authority die Initiative zur Gründung der WPSP ergriffen haben. Zusammen vertreten diese Organisationen fast 1.000 Häfen sowie hafennahe Unternehmen und Einrichtungen aus mehr als 100 Ländern.

Die Grundlagen der WPSP wurden bereits 2008 mit dem Start der World Ports Climate Initiative der IAPH, der International Association of Ports & Harbours, geschaffen. Bei diesem Anlass haben sich 55 große internationale Häfen zu Maßnahmen zur Eindämmung der Folgen des Klimawandels verpflichtet. „Daraus resultierten unter anderem praktische Initiativen wie der Environmental Ship Index, Onshore Power für Seeschiffe und LNG als Bunkertreibstoff“, erklärt der IAPH-Geschäftsführer und WPSP-Koordinator Patrick Verhoeven.

Während zehn Jahre zuvor vor allem das Klima im Mittelpunkt stand, wurde der Themenbereich nun auf sozial verantwortungsvolles Unternehmertum ausgeweitet. „Auch die Welthäfen stehen vor dem Dilemma der Vereinbarkeit von nachhaltiger Entwicklung mit weiteren industriellen Herausforderungen“, so Verhoeven weiter. „Es war daher notwendig, dass sich die WPCI zum WPSP entwickelt, einem internationalen Programm, das einen praktischen Beitrag zur Erreichung der 17 Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung leisten wird.“

Ab sofort kann die Charta unter www.sustainableworldports.org eingesehen werden. Die Webseite wird in Kürze um eine Bibliothek von Best Practices sowie ein Portal zu Projekten und Initiativen von Hafenorganisationen aus aller Welt erweitert. „Wir sehen die Webseite als eine Art Denkfabrik und Nährboden für neue Projekte. Letztendlich wird die WPSP auch regelmäßig über die Fortschritte im Hafensektor berichten“, fügte Verhoeven im Namen der IAPH hinzu, die für die Koordinierung des Programms zuständig sein wird.

Es ist kein Zufall, dass Antwerpen Gastgeber der WPSP und damit zur Wiege einer historischen Charta geworden ist. „Die Antwerpener Gemeinschaft hat in Sachen Nachhaltigkeit eine Vorreiterrolle eingenommen. Wir verfolgen eine sehr aktive Politik, und es gibt eine Fülle inspirierender Beispiele innerhalb unserer Hafenplattform“, sagt Eric de Deckere, Sustainable Transition Manager und CSR Professional of the Year der Hafenbehörde. „Unser Ziel ist es, die Rolle des nachhaltigen Marktführers im Bereich Hamburg – Le Havre zu übernehmen. Die Tatsache, dass Antwerpen als Gastgeber für diese internationale Veranstaltung ausgewählt wurde, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so de Deckere.

Quelle und Foto: Port of Antwerp




CMA CGM setzt Wachstum fort

The CMA CGM CHRISTOPHE COLOMB

Der Vorstand der französischen CMA CGM, eine der weltweit führenden Reedereien, hat unter dem Vorsitz von Rodolphe Saadé, Chairman und CEO der CMA CGM Group, den Jahresabschluss für das Jahr 2017 verabschiedet.

Rodolphe Saadé kommentierte die Jahresergebnisse 2017: „Die CMA CGM Group hat im Jahr 2017 eine hervorragende Leistung gezeigt und erneut seine Strategie und Disziplin unter Beweis gestellt. Dieses Jahresergebnis bestätigt unsere Position als eines der führenden Unternehmen in der Containerschifffahrt. Im Jahr 2017 haben wir mehrere strategische Projekte in die Wege geleitet, insbesondere hinsichtlich Digitalisierung, und somit den Grundstein für die kommenden Jahre gelegt. Wie bereits in den vergangenen 40 Jahren, treibt CMA CGM auch weiterhin seine Entwicklung mit Zuversicht und Entschlossenheit voran, unterstützt durch die Expertise seiner 30.000 Mitarbeiter, seiner strategischen Vision und seiner finanziellen Stärke.“

CMA CGM transportierte 2017 fast 19 Millionen Container, ein starker Anstieg von 21,1% im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Anstieg ist auf den Beitrag aller von der CMA CGM Group betriebenen Reedereien zurückzuführen, insbesondere APL.

Die starken Ergebnisse lassen sich außerdem zurückführen auf:

–       Die Angebotsqualität der OCEAN ALLIANCE, die am 1. April 2017 eingeführt wurde und über 40 Dienste in den East-West-Verkehren anbietet

–       Den transpazifischen Markt, in dem CMA CGM und APL besonders stark sind

Dank des Anstiegs der Frachtraten stieg der durchschnittliche Umsatz pro TEU um 9%. Der Umsatz im vierten Quartal stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 19,9% auf 5.5 Milliarden US-Dollar. Der Jahresumsatz 2017 konnte somit um sehr starke 32,1% zulegen und überschritt erstmals die Marke von 20 Milliarden US-Dollar (21,1 Milliarden US-Dollar).

Im letzten Quartal lag das operative Ergebnis bei 282 Millionen US-Dollar. Die Core-EBIT-Marge erreichte 5,2%, ein Plus von einem Prozentpunkt gegenüber dem vierten Quartal 2016. Für das gesamte Jahr 2017 lag das Core-EBIT bei 1,575 Milliarden US-Dollar, mit einer Core-EBIT-Marge von 7,5%, was einem Plus von 7,3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit erzielte CMA CGM das beste operative Ergebnis in der Containerschifffahrt. Dieses starke Ergebnis war dank des Anstieges des durchschnittlichen Umsatzes pro TEU möglich, trotz gestiegener Kraftstoffpreise (+42% im Vergleich zu 2016). Der konsolidierte Nettogewinn für das Jahr 2017 beläuft sich auf 701 Millionen US-Dollar – ein deutlicher Anstieg gegenüber 2016 (Verlust von 452 Millionen US-Dollar).

HIGHLIGHTS 2017

Rodolphe Saadés fünf strategische Pfeiler
Im Februar 2017 wurde Rodolphe Saadé neuer CEO von CMA CGM. Im November folgte die Ernennung zum Chairman. Im Zuge dessen gab er fünf strategische Pfeiler für die zukünftige strategische Ausrichtung des Konzerns bekannt:

–       Profitabilität

–       Kundenorientierung

–       Entwicklung der Logistik sowie des See- und Inlandsverkehrs

–       Innovation und Digitalisierung

–       Menschliche Fachkompetenz und Agilität

Im Juni 2016 wurde APL in die CMA CGM Group integriert. Das Unternehmen transportierte 2017 mehr als 5 Millionen TEU und hatte einen Anteil am operativen Ergebnis der Gruppe von 340 Millionen US-Dollar in 2017.

–       Im Oktober 2017 wurde SOFRANA Lines von CMA CGM übernommen. SOFRANA ist ein Spezialist für den südpazifischen Markt

–       Im Dezember 2017 übernahm CMA CGM Mercosul, den Hauptakteur des intrabrasilianischen Marktes

Am 1. April 2017 nahm die OCEAN ALLIANCE mit mehr als 40 Diensten und über 320 Schiffen ihren Dienst auf. Im April 2018 wird CMA CGM mit seinem „Ocean Alliance Day Two Product“ an den Start gehen.

Im Jahr 2017 begann CMA CGM mit der Beschleunigung seiner digitalen Transformation. Der Investmentfonds der Group, CMA CGM Ventures, hat seine ersten Investitionen im Jahr 2017 abgeschlossen, z.B. in NYSHEX, einem digitalen Marktplatz für Seefrachtverträge, sowie in e-dray, eine Software-Plattform, ausgerichtet auf operative Vorgänge in Seehafenterminals.

Im November gab CMA CGM den Bau von neun Containerschiffen (22.000 TEU) mit LNG-Antrieb bekannt, was zu einer signifikanten Reduzierung von Treibhausgasen und Feinstaubaustoß führen wird. Bereits zwischen 2005 und 2015 hat CMA CGM die CO2-Emissionen pro transportierten Container um 50% senken können. Bis 2025 soll dies um zusätzliche 30% reduziert werden.

Im vergangenen Jahr stufte S&P das Rating von CMA CGM auf B+ ein, Moody’s vergab das Rating B1 und deutete auf einen positiven Ausblick hin. Wie geplant, verkaufte CMA CGM 90% des Global Gateway South Terminals in Los Angeles. Der Verkauf wurde im Juli unterzeichnet und im Dezember für einen Betrag von 823 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Die Fälligkeit der Verbindlichkeiten konnten dank dreier Anleiheemissionen von insgesamt 1,4 Milliarden Euro verlängert werden.

Ausblick

Die Dynamik der Transportvolumen des letzten Jahres wird sich voraussichtlich auch 2018 fortsetzen. Von dieser Entwicklung sollte der Konzern aufgrund seiner weltweiten Präsenz und seines Markenportfolios im Ost-West-, Nord-Süd- und Intraregionalverkehr weiterhin profitieren.

CMA CGM wird seine Entwicklung aktiv vorantreiben und sein Angebot stärken, um die Erwartungen der Kunden konsequent zu erfüllen und zu übertreffen. In diesem Zusammenhang wurde die Einführung eines neuen Kundenansatzes mit folgenden Zielen angekündigt:

–       Ergänzung der Dienste um Inlands- und Logistikangebote

–       Schaffung innovativer Dienstleistungen mit hohem Mehrwert

–       Vereinfachte Prozesse für den Kunden

Anfang 2018 hat das neue Flaggschiff, die CMA CGM ANTOINE DE SAINT EXUPERY (20.776 TEU), ihren Dienst aufgenommen. Es ist das größte Schiff unter französischer Flagge und ein Wahrzeichen der CMA CGM Group, die dieses Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert.

Über CMA CGM
CMA CGM, gegründet von Jacques R. Saadé, ist eine der führenden Containerreedereien der Welt. Die 504 Schiffe bedienen mehr als 420 Häfen weltweit. Im Jahr 2017 beförderte CMA CGM 19 Millionen TEU (twenty-foot equivalent units). Geführt von Rodolphe Saadé, wächst CMA CGM beständig und bietet seinen Kunden stets innovative Logistiklösungen per See und Land. Mit einer Präsenz in 160 Ländern mit 755 Agenturen, beschäftigt die Gruppe 30.000 Menschen weltweit, davon 2.400 im Hauptsitz in Marseille.

Quelle: CMA CGM, Foto: Thierry Dosogne




Imperial vereint globales Logistikgeschäft

imperialklein

Die südafrikanische Imperial Holdings Limited führt die Logistikaktivitäten ihrer bislang unabhängig voneinander operierenden Logistikdivisionen unter der Dachmarke „Imperial Logistics“ zusammen.

Dabei werden die Logistik- und Supply-Chain-Aktivitäten der Divisionen Imperial Logistics International, Logistics South Africa und Logistics African Regions zu einem einzigen globalen Logistikgeschäft verschmolzen. One business, one Brand – eine Dachmarke, repräsentiert von einem neuen Logo – ist der Schlüssel für den Weg zu einem international anerkannten Tier-One-Anbieter von Value-add-Logistics, Supply-Chain-Management und Route-to-Market-Lösungen.

„Wir konzentrieren uns darauf, maßgeschneiderte Lösungen zu liefern, welche die Wettbewerbsfähigkeit und Relevanz unserer Kunden erhöhen“, sagt Marius Swanepoel, CEO der neuen globalen Logistikorganisation. Swanepoel ergänzt: „Eine Dachmarke fördert dieses kundenzentrierte Denken.“

Von der Zusammenlegung der regionalen Aktivitäten in einer globalen Logistikeinheit werden die Kunden in vielerlei Hinsicht profitieren. So werden beispielsweise weltweit einheitliche IT- und Qualitätsstandards eingeführt, Geschäftsprozesse beschleunigt und der Know-how-Transfer über regionale Märkte hinweg sichergestellt. „Strategische Prioritäten wie eine tadellose Auftragserledigung können mithilfe der dabei entstehenden Synergien besser umgesetzt werden“, erklärt Swanepoel.

Carsten Taucke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg, erklärt: „Mit dem Zusammenwachsen zu einem globalen, klar gegliederten und integrierten Logistik- und Supply-Chain-Business können wir Wissen und Kompetenzen aus den angestammten Geschäftsfeldern besser teilen und auf andere Länder übertragen.“

Als eine 100-prozentige Tochter der südafrikanischen Imperial Holdings Limited ist die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG für die Koordination und Steuerung aller internationalen Logistikgeschäfte der Imperial Holdings Limited außerhalb von Afrika verantwortlich. Das Dienstleistungsportfolio von Imperial Logistics International mit Hauptsitz in Duisburg ist in zwei Divisionen gebündelt: In der Division Imperial Transport Solutions fasst der Konzern die Transportdienstleistungen in den Bereichen Shipping, Road und Express Freight zusammen. Die Division Imperial Supply Chain Solutions umfasst alle Dienstleistungen in den Bereichen Contract Logistics und Warehousing für die Branchen Automotive, Maschinen- und Anlagenbau, Stahl, Retail und Consumer Goods sowie Chemie. Auch außerhalb der reinen Logistikdienstleistung hat sich Imperial Logistics International als Prozessberater für Dritte, Flottenmanager externer Pkw-Flotten sowie Anbieter branchenaffiner Versicherungsservices etabliert. Mit 9.000 Mitarbeitern erwirtschaftet Imperial Logistics International einschließlich der Neuakquisition Palletways einen Umsatz von 1,6 Mrd. Euro an 170 Standorten.

Quelle und Grafik: Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Ein neues Gesicht: Das moderne und einprägsame neue Logo von Imperial Logistics




Hafen Hamburg auch stark in der Schweiz

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Für die Schweiz nimmt der Hamburger Hafen mit einem Anteil von rund 20 Prozent am gesamten Import- und Exportvolumen eine bedeutende wirtschaftliche Rolle ein.

Eine gute Anbindung in die Schweiz bietet die umweltfreundliche Schiene. Unter den zahlreichen Operateuren mit Containerzugverbindungen zwischen der Schweiz und dem Hamburger Hafen zählt die TFG Transfracht GmbH zu den führenden Anbietern. Die große Bedeutung des Hamburger Hafens als Drehscheibe für den Außenhandel der Schweiz gilt es zu festigen und weiter auszubauen.

Vor diesem Hintergrund lud Hafen Hamburg Marketing e.V. (HHM) zum diesjährigen Hafenabend in Basel ein. Jürgen Behrens, HHM Repräsentant für die Schweiz und Süddeutschland, und Ingo Egloff, Vorstand HHM, freuten sich über 120 Gäste aus der Schweizer Logistikbranche im großen historischen Saal der „ Safran Zunft“ in Basel begrüßen zu dürfen.

Der Vortrag von Herrn Egloff stand ganz unter dem Motto „Hamburg – Standort für Hafenindustrie und Logistik“. Egloff präsentierte die Umschlagzahlen 2017 der einzelnen Segmente und erläuterte aktuelle Entwicklungen und bevorstehende Großprojekte. Der Hamburger Hafen, der eine große wirtschaftliche Bedeutung für ganz Deutschland hat, bietet auch den Raum  für Industrie und Logistikansiedlungen und bündelt somit Fachwissen und Kooperation untereinander. Schon jetzt kann der Hafen Hamburg eine breit gefächerte Kompetenz in der Fertigung und Distribution verschiedenster Güter aufweisen.

Einen Blick in die digitale und weiter automatisierte Zukunftswelt des Hamburger Hafens gewährte der Vortrag von Björn Pistol, Head of Port Strategy der Hamburg Port Authority. Unter der Überschrift „Hamburg – Hafen der Zukunft“ betonte er die Vorreiterrolle des Hamburger Hafens auf dem Gebiet, Logistikprozesse zu optimieren sowie neue und innovative Methoden, wie  zum Beispiel in der Steuerung der Schiffs- und Warenströme, umzusetzen. Hierzu zählt auch das im Dezember 2017 eingeführte Slotbuchungsverfahren, das die Anlieferung und Abholung der Container an den Hamburger Containerterminals digital steuert. Pistol stellte den „smartPort“ Charakter des Hamburger Hafens an verschiedenen Beispielen dar und zeigte den Gästen die zukünftige Ausrichtung durch richtungsweisende „Werkzeuge“.

Thomas Rickli, der Präsident des Propeller Club Basel, dessen Mitglieder der Schweizer Logistikbranche aus dem Raum Basel angehören, dankte den Referenten für einen gelungenen Informationsabend und betonte die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Schweizer Wirtschaft und Industrie.

Qulle: HHM, Foto: © HHM/Annette Krüger, viele Containerzüge in Richtung Schweiz durchlaufen den Rangierbahnhof Alte Süderelbe im Hamburger Hafen