Erster weiblicher Kreuzfahrtkapitän

AIDA Cruises ernennt ersten weiblichen Kreuzfahrtkapitän Deutschlands. Nicole Langosch (34) übernimmt das Kommando auf AIDAsol. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/55827 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/AIDA Cruises"

Ab sofort übernimmt Nicole Langosch (34) das Kommando auf AIDAsol. Damit ist sie die erste Frau in der Position des Kapitäns in der AIDA Flotte und die ranghöchste Frau auf einem Kreuzfahrtschiff in Deutschland.

Nicole Langosch wurde in Osterode im Harz geboren und wuchs in Herborn in Hessen auf. Über den Segelsport kam sie zum ersten Mal mit der Seefahrt in Kontakt. Das Nautik-Studium absolvierte sie in Leer. Während ihres anschließenden Studiums der Logistik war sie für eine Container-Reederei in Auckland (Neuseeland) und für das EU-Parlament in Brüssel tätig. Ihr erstes nautisches Praktikum absolvierte Langosch auf einem Containerschiff. Seit zehn Jahren ist sie in verschiedenen Positionen auf den AIDA Schiffen im Einsatz.

„Es macht mich stolz, in einem Unternehmen zu arbeiten, dass junge Frauen in ihrer Karriere gezielt fördert, und mir ermöglicht, meinen Traumberuf auszuüben. Ich freue mich auf meine neue Aufgabe als Kapitän an Bord von AIDAsol und bin mir der großen Verantwortung bewusst“, so Langosch.

Die 253 Meter lange und 32 Meter breite AIDAsol ist eines von 12 Schiffen der AIDA Flotte und aktuell unterwegs zwischen den Kanarischen Inseln und Madeira. Am 25. März 2018 überführt Kapitän Langosch das Schiff Richtung Hamburg. Von hier aus geht es ab dem 7. April 2018 auf Reisen Richtung Nordeuropa und Norwegen.

AIDA Cruises beschäftigt derzeit 14 weibliche nautische Offiziere an Bord seiner Flotte. Mit einer maßgeschneiderten Verbundausbildung und einem dualen Studium in Kooperation mit der Hochschule Wismar bietet AIDA Cruises ein innovatives Bildungskonzept im Fachbereich Nautik in Warnemünde an.

Quelle: AIDA Cruises, Foto: obs/AIDA Cruises, AIDA Cruises ernennt ersten weiblichen Kreuzfahrtkapitän Deutschlands. Nicole Langosch (34) übernimmt das Kommando auf AIDAsol. 




Informationen für Hafentouristen

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Die Anlegestelle für Flusskreuzfahrtschiffe auf der Ruhrorter Mühlenweide verfügt jetzt über Informationstafeln für Hafentouristen. duisport hat im Sommer 2016 den Steiger angelegt.

Nun werden die Passagiere der bis zu 135 Meter langen Flusskreuzfahrtschiffe über die 300-jährige Geschichte des Duisburger Hafens und Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise „Das Echo des Poseidon“ in Deutsch und in Englisch informiert.

„Der Hafen lockt aufgrund seiner internationalen Bekanntheit als wichtigste Logistikdrehscheibe  Zentraleuropas zunehmend Touristen in die Stadt. Wir informieren die Besucher, dass Duisburg-Ruhrort die Keimzelle unseres Hafens ist und wir neben der Schaffung von Arbeitsplätzen auch die Kultur in der Stadt fördern“, so duisports Vorstandsvorsitzender Erich Staake.

Quelle: duisport, Foto: duisport/krischerfotografie, an der Anlegestelle für Flusskreuzfahrtschiffe auf der Ruhrorter Mühlenweide stehen nun die zweisprachig gestalteten Informationstafeln für Hafentouristen. 



Seidenstraße erfordert von Rotterdam Regierolle

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Was bedeutet es für einen Tiefwasserhafen wie Rotterdam, aber auch wie Shanghai, wenn er am Ende der Kette liegt? Denn der Rotterdamer Hafen fungiert nun noch als Zugangstor nach Europa, also als Ausgangspunkt für die Verteilung von Waren in die anderen Regionen Europas. Durch die Einrichtung der Neuen Seidenstraße als Bahnstrecke wandelt sich der Hafen jedoch zu einem bedeutenden Teil zu einem Endbestimmungsort – meint Michiel Jak,
Allgemeiner Geschäftsführer bei SmartPort.

Jak weiter: „Zahlreiche Waren aus China werden nun über Shanghai ,außen herum‘ auf dem Seeweg nach Rotterdam transportiert. Künftig werden sie wesentlich häufiger ,auf dem Festland‘ über Land transportiert. Dieser Effekt wird durch die Verlagerung industrieller Produktionsstandorte in Richtung des chinesischen Westens verstärkt. Über die Neue Seidenstraße wird ein relativ höheres Transportaufkommen mit der schnelleren und zuverlässigeren Bahn transportiert.

Ich höre, wie man sich jetzt äußert: ,Ach, es geht dabei nur um 2 Prozent der Seefracht aus China, die künftig über die Schiene transportiert wird.‘ Der Ökonom Dr. Bart Kuipers von der Erasmus Universität Rotterdam rechnete kürzlich aus, dass diese 2 Prozent einen Wert von 24 Prozent der gesamten Seefracht repräsentieren, die aus Asien nach Rotterdam gelangt, also ein Viertel. Es ist also nicht so viel, doch es geht um teure Produkte. Man denke beispielsweise an Halbfabrikate für die Automobilindustrie oder Hightech-Komponenten. Diese Produkte mit einem höheren Mehrwert benötigt man zum Geldverdienen durch die zugehörige Versicherung, das Zusammenschrauben, die Inspektion usw.

Der chinesische Staat investiert ca. 100 Mrd. USD jährlich in den Bau der Neuen Seidenstraße. An der Bahnstrecke wird nun gearbeitet, doch der chinesische Staat befasst sich bereits seit 10 Jahren durchdacht, planmäßig und schrittweise mit der Beeinflussung der Transportwege. Dabei wird stark in Gebieten zwischen China und Europa investiert. Der chinesische Staat kauft Anteile und Orte; er legt Infrastruktur an: Autobahnen, Terminals, Bahnstrecken, alles. So hat China beispielsweise auch Piräus, einen griechischen Hafen, gekauft und damit ein neues Tor nach Europa. Dies geht zu Lasten der Häfen von Rotterdam, Antwerpen und Hamburg.

Durch die Schaffung der Neuen Seidenstraße wird Europa auch über Tschechien, Polen und Griechenland beliefert anstatt nur über Rotterdam, Hamburg und Antwerpen. Ein weiterer Vorteil für die osteuropäischen Staaten liegt darin, dass die Spurweite in China und Russland anders ist als in Europa. Doch was bedeutet dies für Länder wie Polen und Tschechien, in denen die russische Spurweite zur europäischen Spurweite übergeht? Dort stehen die Waggons still und werden Waren auf andere Züge umgeladen oder erhalten die Bahnwaggons andere Untergestelle. Dies ist eine hervorragende Möglichkeit zur Fertigung von Endprodukten aus Halbfabrikaten oder andere Wertschöpfungstätigkeiten. Es wird also überall Geld verdient und wir dürfen die Endprodukte dann kaufen, also bezahlen.

Die große Frage lautet nun: Wie könnten wir vorgehen, wenn die Neue Seidenstraße angelegt ist? Um ein Beispiel zu nennen: Auf der Blumenversteigerung in Aalsmeer werden Blumen versteigert, die physisch nie in die Niederlande kommen. So verdienen wir Geld am Blumenhandel, beispielsweise zwischen Kenia und Russland. Wir sind dann der Marktplatz, die Zwischenpartei. Können wir auch eine solche Rolle in der Lieferkette zwischen China und den Niederlanden übernehmen? Diese Frage stelle ich mir. Wir könnten beispielsweise regeln, dass alle Züge mit Waren gefüllt sind, oder Verladeunternehmen bei der Wahl der Transportmodalitäten helfen.

Kurzum: Wie erhalten wir die Regie? Wie können wir Warenströme organisieren und damit Geld verdienen, ohne dass diese Waren unbedingt durch die Niederlande gelangen? Meiner Meinung nach ist es besser, die Regie zu führen, denn eine Regierolle bietet einen großen Mehrwert und erfordert Innovationen in die Lieferkette. Wenn es nach mir ginge, würden wir die komplexen Logistikaufgaben übernehmen: Inspektion, Zoll, Planung, Prognose, Transaktionen per Blockchain (Übertragung von Informationen und Eigentum). Dies sind viele Fragen, die noch Analysen erfordern. Wir erledigen dann alles im Bereich der Logistik außer den Transport. So vollzöge sich ein Wandel der Niederlande von einem Transportland zu einem Regieland und von Rotterdam von einem Transporthafen zu einem Regiehafen. Was meinen Sie? Ich bin gespannt.“

SmartPort ist eine gemeinsame Initiative des Hafenbetriebs Rotterdam, von Deltalinqs, der Gemeinde Rotterdam mit der Erasmus Universität Rotterdam und der Technischen Universität Delft. So sind die führenden Parteien im Rotterdamer Hafen mit zwei international sehr renommierten Universitäten verbunden.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam




Frühbucherrabatt für die Lange Nacht sichern

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Die achte Auflage der Langen Nacht der Industrie wird im Oktober diesen Jahres wieder zahlreiche Menschen in die Betriebe locken. Interessierte Unternehmen können sich jetzt anmelden.

Im vergangenen Jahr hat die Veranstaltung mit rund 3.500 Besuchern an Rhein und Ruhr, davon rund 1.600 am Mittleren Niederrhein, die Erwartungen der Organisatoren übertroffen: Sämtliche angebotenen Bustouren in Krefeld, im Kreis Viersen, in Mönchengladbach und im Rhein-Kreis Neuss waren ausgebucht. Ab sofort können sich Unternehmen für die nächste Veranstaltung anmelden, die in diesem Jahr am 11. Oktober stattfindet. Bis zum 20. April gilt ein Frühbucherrabatt. Anmeldeschluss ist am 8. Juni 2018. Interessierte Unternehmen können sich zu einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 22. März, um 15 Uhr in der IHK in Neuss, Friedrichstraße 40, anmelden.

„Immer öfter stoßen industrielle Anliegen auf Skepsis. Daher ist es wichtig, die Bedürfnisse der Wirtschaft zu erklären und für Verständnis zu werben“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. „Als wirtschaftliches Rückgrat von Nordrhein-Westfalen sind die Industriebetriebe innovative und moderne Arbeitgeber und Ausbilder.“ Die Lange Nacht der Industrie sei eine ideale Gelegenheit für die Unternehmen, sich der Öffentlichkeit vorzustellen und den Dialog mit den Bürgern zu suchen. Detlev G. Moritz, Sprecher der Krefelder Initiative „Zukunft durch Industrie“ und geschäftsführender Gesellschafter der GEMO G. Moritz GmbH & Co. KG mit Sitz in Krefeld, ergänzt: „Wir haben Kunden weltweit – nur nicht in Krefeld! Auch aus diesem Grund macht es uns besondere Freude, die Werktore in der Langen Nacht der Industrie zu öffnen. Wir zeigen den regionalen Besuchern, was wir produzieren und wo die Produkte eingesetzt werden.“

Die Lange Nacht der Industrie ist eine bundesweit angelegte Veranstaltung, bei der Unternehmen potenziellen Mitarbeitern, Schülern, Studierenden, ihren Nachbarn und anderen interessierten Bürgern einen Blick hinter die Kulissen gewähren. Veranstalter sind die Industrie- und Handelskammern im Regierungsbezirk Düsseldorf, Unternehmerverbände und Industriegewerkschaften sowie die Industrieinitiativen in der Region. Träger ist der Verein Gesellschaftsinitiative Zukunft durch Industrie.

Unternehmen, die sich an der Langen Nacht der Industrie 2018 beteiligen möchten, können sich an Elke Hohmann, Tel. 02131 9268-571, E-Mail: hohmann@neuss.ihk.de, wenden.

Weitere Infos gibt es online hier

Quelle und Foto: IHK Mittlerer Niederrhein




Waste-to-chemistry-Projekt in Rotterdam

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Ein Konsortium der Unternehmen Air Liquide, AkzoNobel Specialty Chemicals und Enerkem und des Hafenbetriebs Rotterdam hat einen Entwicklungsvertrag für die ersten Investitionen in eine hochmoderne Waste-to-chemistry-Anlage in Rotterdam geschlossen.

Es soll die erste Anlage dieser Art in Europa werden, die eine nachhaltige Alternative zur Müllverbrennung darstellt, da sie Kunststoffabfall und gemischten Abfall zu neuen Rohstoffen für die Industrie aufbereitet.

Diese Investitionen – für das Detailengineering, die Gründung eines speziellen Joint Ventures und den Abschluss des Genehmigungsverfahrens – haben einen Umfang von € 9 Mio. Das Konsortium strebt an, die abschließende Investitionsentscheidung für das Projekt im Umfang von schätzungsweise € 200 Mio. zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr zu treffen und hat die Rabobank zur Beratung für den Finanzierungsprozess hinzugezogen.

Die Realisierung des Projekts wird vom niederländischen Ministerium für Wirtschaft und Klima unterstützt, das an neuen Mechanismen zur Förderung der Erweiterung der neuen Technologie arbeitet und damit den Wandel zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft fördert. Unterstützung bieten auch die Gemeinde Rotterdam, die Provinz Südholland und InnovationQuarter, die regionale Entwicklungsgesellschaft.

Mit der Anlage können 360.000 t Abfall zu 220.000 t oder 270 Mio. Litern „grünem“ Methanol aufbereitet werden. Das ist mehr als das jährliche gesamte Abfallaufkommen von 700.000 Haushalten und ermöglicht eine Verringerung der CO2-Emission um ca. 300.000 t.

„Dies ist ein wichtiger Meilenstein für das Projekt und ein großer Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen und kreislaufwirtschaftlich ausgerichteten chemischen Industrie“, so Marco Waas, Geschäftsführer für Forschung, Entwicklung & Innovation bei AkzoNobel Specialty Chemicals und Vorsitzender des Konsortiums. „Der Vertrag kommt zu einem sehr geeigneten Zeitpunkt, wenn man sich die heutigen Herausforderungen im Bereich des Kunststoffrecyclings in Europa ansieht. Wir können nicht recyclebaren Abfall zu Methanol aufbereiten, einem wesentlichen Rohstoff für zahlreiche Alltagsprodukte wie etwa nachhaltigen Transportkraftstoff. Einerseits ist Methanol in bestehenden Zulieferketten als Ersatz für fossile Rohstoffe nutzbar und anderseits bietet es den Vorteil, dass keine CO2-Emission durch Abfallverbrennung entsteht.“

Die Anlage mit der exklusiven Technologie des kanadischen Unternehmens Enerkem wird im Botlek-Gebiet des Rotterdamer Hafens realisiert. Nicht recyclebarer gemischter Abfall wie u. a. Kunststoffabfall, wird zuerst zu Synthesegas und dann zu sauberem Methanol für die chemische Industrie und die Transportbranche verarbeitet. Methanol wird bislang meist aus Erdgas oder Kohle hergestellt. Die Fabrik wird mit zwei Fertigungslinien ausgestattet. Sie bieten die doppelte Kapazität der Großanlage von Enerkem in Edmonton, Kanada.
Die Anlage in Rotterdam profitiert von der hypermodernen Infrastruktur des Rotterdamer Hafens und von der Zusammenarbeit mit Air Liquide und AkzoNobel bei der Lieferung des erforderlichen Sauerstoffs und Wasserstoffs. AkzoNobel ist auch Abnehmer des „grünen“ Methanols.

Allard Castelein, CEO des Hafenbetriebs Rotterdam: „Dieses Waste-to-chemistry-Projekt ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Rotterdamer Industrie. Abfall wird zum Rohstoff für die chemische Industrie. Ein schöner Schritt vorwärts, der gut zu unserer Zielsetzung im Bereich der Kreislaufwirtschaft passt.“

Quelle und Foto: Port of Rotterdam




Eine erfolgreiche Hafenpartnerschaft

IMG_1056Der Wiener Hafen ist der wichtigste logistische Umschlagknoten für die Millionenmetropole und österreichische Hauptstadt Wien. In den vergangenen Jahren konnten jeweils über 400.000 TEU (20-Fuß-Standardcontainer) umgeschlagen werden. Ein Großteil dieser Menge wird aus den Verkehren von und nach Hamburg generiert.

Hamburg ist seit über 30 Jahren im containerisierten Verkehr der wichtigste Hafen für die österreichische Industrie. Hamburg ist über den Schienenweg optimal für die österreichische Wirtschaft erreichbar und ermöglicht dadurch eine Vernetzung mit den weltweiten Fahrtgebieten.

Die engen Handelsbeziehungen beider Logistik-Hubs spiegelt sich auch in der Zusammenarbeit zwischen der Hafen Wien GmbH & Co. KG und Hafen Hamburg Marketing e.V. (HHM) wider, die gemeinsam zu einem Informationsabend in Wien eingeladen haben. Rund 60 Gäste, darunter zahlreiche Kunden und Partner aus der Verladerschaft sowie der Transportwirtschaft aus Österreich und Deutschland, nahmen am 21. Februar an der Networkingveranstaltung in der Wiener Hafen Lounge teil. Die Gastgeber, Mag. Friedrich Lehr, Geschäftsführer des Wiener Hafens, sowie HHM-Vorstand Axel Mattern und sein Kollege Alexander Till, Leiter der Hafen Hamburg Marketing Repräsentanz Wien, eröffneten die Veranstaltung mit kurzen Grußworten.

Alexander Till betonte in seiner Ansprache, dass der Hamburger Hafen trotz der immer größeren Anzahl an Mitbewerbern in der Region Mittel- und Osteuropa nach wie vor der wichtigste Umschlagplatz für die österreichische Wirtschaft sei und auch in Zukunft bleiben werde – auch wenn die Umschlagzahlen 2017 für die Verkehre zwischen Österreich und Hamburg vermutlich leicht unter dem Allzeit-Rekord von 297.000 TEU im Jahr 2016 liegen werden.

Angela Titzrath, Vorstandsvorsitzende der HHLA Hamburger Hafen und Logistik AG sprach in ihrer Rede „Die HHLA als Motor des digitalen Wandels im Hamburger Hafen“ sowohl über mögliche Einflussfaktoren, die in den nächsten Jahren die Welt der Logistik verändern könnten, als auch über konkrete Maßnahmen und Prozesse, die bereits umgesetzt wurden – so etwa das Slotbuchungsverfahren (SBV) an den Hamburger Terminals. Das Ende November eingeführte digitale IT-System zur Anlieferung und Abholung von Containern per Lkw soll Engpässe im Hamburger Hafen vermeiden und die Verkehrssituation entlasten.

Auch in Wien setzt man auf smarte Logistik. Mag. Lehr stellte das neue Mobilitätslabor ThinkPort Vienna vor, das sich im Herzen des Wiener Hafens befindet und auf einer Kooperation zwischen dem Wiener Hafen und der Universität für Bodenkultur basiert. ThinkPort Vienna setzt sich umfassend und langfristig mit den Herausforderungen der Logistik in urbanen Ballungsräumen auseinander, um güterlogistische Innovationen in Wien zu entwickeln, zu testen und umzusetzen.

Als weiterer Referent informierte HHM-Vorstand Axel Mattern, über die aktuellen Umschlagzahlen aus der Jahrespressekonferenz des Hamburger Hafens. Dabei ging er auch auf den derzeitigen Stand der Fahrrinnenanpassung der Elbe ein und skizzierte das weitere Vorgehen.

Im Anschluss an den Vortrag nutzten die Teilnehmer bei einem Abendessen intensiv die Gelegenheit zu Fachgesprächen und zur Erweiterung des persönlichen Netzwerks.

 

Quelle: HHM, Foto: HHM/Felicitas Matern, feel image – Fotografie e.U., Mag. Friedrich Lehr, Geschäftsführer der Hafen Wien GmbH & Co. KG, Alexander Till, Leiter der Hafen Hamburg Marketing Repräsentanz Wien, Angela Titzrath, Vorstandsvorsitzende der HHLA Hamburger Hafen und Logistik AG, Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V. (von links)




DSLV erweitert Führungskreis

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Das Präsidium des Deutschen Speditions- und Logistikverbands (DSLV) hat Niels Beuck (42) mit Wirkung vom 1. März 2018 zum Mitglied der Geschäftsführung ernannt.

Der Volljurist erweitert damit den Führungskreis des Bundesverbands um Hauptgeschäftsführer Frank Huster und seine beiden Stellvertreter Jutta Knell und Hubert Valder.

Neben seiner neuen Leitungsfunktion verantwortet Beuck im DSLV weiterhin die Themenfelder ‚Europäische Angelegenheiten‘, ‚Sicherheitspolitik‘ sowie ‚Schienengüterverkehr und Kombinierter Verkehr‘.

Beuck arbeitet seit 2014 für den DSLV. Zuvor war er sieben Jahre als Senior Policy Advisor für den Europäischen Speditionsverband CLECAT in Brüssel tätig.

Quelle und Foto: DSLV Deutscher Speditions- und Logistikverband e. V.




Wenn der andere zu nahe rückt

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Unter dem Titel „Standorte planen und sichern: Heranrückende Wohnbebauung – was nun?“ hat die IHK Düsseldorf zusammen mit der IHK Mittlerer Niederrhein einen neuen Leitfaden herausgegeben.

Der Leitfaden bietet Unternehmen einen ersten Überblick, welche Faktoren wichtig sind, wenn in der Nähe des Betriebsstandortes neue Wohngebäude entstehen, und wie sie einen Konflikt erkennen und darauf reagieren können. Anhand eines Fallbeispiels werden die einzelnen Rechtsbegriffe und Situationen praxisnah erklärt.

„Wohnungsbau findet zunehmend auf ehemals gewerblich genutzten Flächen statt oder der vorhandene Wohnbestand wird verdichtet. Dadurch werden die Abstände zwischen Gewerbe und Wohnen geringer“, so Dr. Vera Jablonowski, Planungsexpertin der IHK Düsseldorf.

Der Leitfaden kann im Internet unter www.duesseldorf.ihk.de, Nummer 3954524, kostenlos heruntergeladen werden.

Quelle: IHK Düsseldorf, Foto: NDH/ Susanne Dobler

 

 

 




Papp Italia wird DACHSER Italy Food Logistics

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Nachdem DACHSER bereits im letzten Jahr den italienischen Lebensmittellogistiker Papp Italia zu 100 Prozent übernommen hatte, spiegelt sich die Akquisition nun auch im Namen wider: Ab sofort firmiert die Niederlassung im norditalienischen Verona als DACHSER Italy Food Logistics S.R.L.


Italien spielt als Hersteller- und Verbraucherland von Lebensmitteln eine wichtige Rolle im europäischen Warenverkehr. Für DACHSER war dies 2012 der Grund, nach zwei Jahren der Kooperation 50 Prozent der Anteile des italienischen Lebensmittellogistiker Papp Italia zu erwerben. Nach der vollständigen Übernahme 2017 markieren die Umstellung auf die DACHSER Systeme und die Umfirmierung nun die letzten Schritte des Integrationsprozesses.

Kernstück der Integration bildete die Umstellung sämtlicher logistischer Abläufe und der IT-Systeme auf DACHSER-Standards, die Mitte Februar abgeschlossen wurde. Damit ist DACHSER Italy Food Logistics nahtlos in alle Netzwerkprozesse des Logistikdienstleisters eingebunden. Kunden profitieren von der einheitlichen Produktwelt vivengo sowie dem Zugang zur eLogistics-Plattform für lückenlose Sendungsverfolgung, proaktiver Information bei Abweichungen sowie einfachem Auftrags- und Lagermanagement. Über das European Food Network ist der Standort darüber hinaus an weitere 33 Länder angebunden. Von Verona aus verkehren täglich Linien zum europäischen Food Logistics Hub in Frankfurt am Main und zu weiteren Terminals im Netzwerk.

Alfred Miller, Managing Director DACHSER Food Logistics, erläutert: „Für uns ist DACHSER Italy Food Logistics mit seiner geostrategisch günstigen Position in Norditalien ein idealer Ausgangspunkt, das Food-Kontraktlogistikgeschäft in Italien auszubauen und weiter zu internationalisieren. Mit der Einführung unserer Standardprozesse ist unser Service für europäische Lebensmittelproduzenten und Händler noch attraktiver geworden. Dies wird den Im- und Export auf ein neues Level heben und damit das European Food Network weiter stärken.“

Vom Firmensitz und zentralen Umschlagpunkt Verona aus beliefert DACHSER Italy Food Logistics regelmäßig mehr als 1.200 Empfänger (Handel und Industrie) in ganz Italien jährlich mit 230.000 Tonnen frischen, temperaturgeführten und ambienten Lebensmitteln. Die Anlage bei Verona verfügt über ein Lager mit 17.000 Quadratmeter in verschiedenen Temperaturzonen und 41 Rampen. Um Distribution, Warehousing und Verwaltung kümmern sich rund 170 Mitarbeiter. In Taranto (Apulien) unterhält DACHSER Italy Food Logistics eine Dependance, die vorwiegend Komplettladungen für Italien und den Export organisiert.

Quelle und Foto: DACHSER




BDB begrüßt Initiative für einen Neustart

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NRW ist bereits heute das „Binnenschifffahrtsland Nr. 1“ in Deutschland: In keinem anderen Bundesland werden so viele Güter über die Flüsse und Kanäle transportiert. Der gut ausgebaute Rhein ermöglicht dabei ein hohes Transportvolumen im Hinterlandverkehr der westlichen Seehäfen.

Hiervon profitieren die Binnenhäfen in NRW ebenso wie die Wirtschaftszentren und Industriestandorte, die längs der Flüsse und Kanäle angesiedelt sind. Die Binnenschifffahrt stellt deshalb nachweislich einen unverzichtbaren Baustein in der Logistik dar, die sich hervorragend in trimodale Verkehrsketten integrieren lässt.

Auf diese Zusammenhänge hat Roberto Spranzi (DTG, Duisburg), Vizepräsident im Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB), im Rahmen einer Expertenanhörung vor dem Verkehrsausschuss des Landtages NRW hingewiesen. Behandelt wurde dort der Antrag der Fraktionen von CDU und FDP, der einen „Neustart der Verkehrspolitik“ zum Gegenstand hat.

Mit über 102.000 gezählten Schiffen wurden im Jahr 2016 rund 150 Mio. Tonnen Güter am deutsch-niederländischen Grenzübergang auf dem Rhein registriert. Mit 40,3 Mio. t Gütern p.a. ist das westdeutsche Kanalgebiet nach dem Rhein das tonnagestärkste Wasserstraßengebiet im Bund. In NRW befinden sich mit dem Hafen Duisburg und dem Hafenverbund RheinCargo die Hafenstandorte mit dem höchsten wasserseitigen Güterumschlag im gesamten Bundesgebiet. „Die Häfen sind schon jetzt Jobmotoren und Drehscheiben des Logistik- und Transportwesens. Sie sind deutlich erkennbar ein sehr wichtiger Teil der Wertschöpfungskette in diesem Land. Auch aus diesem Grund ist es richtig und sinnvoll, dass die Landesregierung ein besonderes Augenmerk auf die Verkehrsinfrastruktur richtet. Wasserstraßen- und Hafenkonzepte müssen mit Leben gefüllt werden“, erklärte Roberto Spranzi den Mitgliedern des Verkehrsausschusses in Düsseldorf.

„Wir erwarten, dass das Land NRW seine Strategien zur Bewältigung des Güterverkehrs entsprechend auf das System Wasserstraße ausrichtet. Gutachten belegen, dass noch deutlich mehr Güter auf dem Wasser transportiert werden können, wenn die infrastrukturellen Voraussetzungen stimmen. Hierfür ist es wichtig, dass das Land seine Stimme in Berlin erhebt, in der Verkehrspolitik des Bundes mitspricht und sich für einen „Masterplan Binnenschifffahrt“ einsetzt. Weiter müssen wichtige Maßnahmen des Bundesverkehrswegeplans, wie etwa die Fahrrinnenvertiefung des Rheins und die Ausbaumaßnahmen am Wesel-Datteln-Kanal, am Dortmund-Ems-Kanal und am Datteln-Hamm-Kanal nun so schnell wie möglich in Angriff genommen werden!“, lautet die Forderung des Verbandes. Mindestens ebenso wichtig seien allerdings die Erhaltungsmaßnahmen im Bestand. „Die Beseitigung der überalterten und für heutige Binnenschiffe zu schwach dimensionierten Nischenpoller in der großen Schleuse am Wesel-Datteln-Kanal, wo 18 Mio. Tonnen Güter p.a. geschleust werden, sind ein prominentes Beispiel für die marode Infrastruktur an den Wasserstraßen. Hier entsteht ein regelrechtes Nadelöhr für die Schifffahrt und für die Großindustrie im Land“, so Spranzi weiter.

Die Binnenschifffahrt ist nach wie vor der Verkehrsträger mit den geringsten CO2-Emissionen und deshalb für einen klimafreundlichen Gütertransport geradezu prädestiniert. Es gibt aber noch erhebliches Innovationspotenzial, in der Binnenschifffahrt, das unbedingt genutzt werden sollte. Zu nennen sind etwa Maßnahmen für Schiffsantriebe und innovative Antriebs- und Schiffskonzepte, sowie Assistenzsysteme an Bord, die durchaus Überlegungen in Richtung eines autonomen oder teilautonomen Fahrens von Binnenschiffen zulassen. Gleiches gilt für neue Verkehrsleitsysteme und Schiffsführungssimulationen. „NRW verfügt mit der Schiffbauversuchsanstalt DST mit Sitz in Duisburg über ein hoch kompetentes Forschungszentrum. Wir regen an, dass die Landesregierung diese Forschungseinrichtung intensiv unterstützt und damit die Vorreiterrolle Nordrhein-Westfalens für Innovationen in der Binnenschifffahrt weiter untermauert“, erklärte Roberto Spranzi den Mitgliedern des Verkehrsausschusses.

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) hatin Düsseldorf den offiziellen Startschuss für das neue „Bündnis für Mobilität“ gegeben. Auch hier steht die Mobilität von Gütern im Fokus, die ein zentraler Faktor für wirtschaftlichen Erfolg und Wachstum im Land ist. Der BDB beteiligt sich, vertreten durch Vizepräsident Roberto Spranzi, aktiv an diesem Bündnis, das neben einer bedarfsgerechten Infrastruktur auch die verbesserte Akzeptanz von Infrastrukturprojekten in der Bevölkerung zum Gegenstand hat.

Quelle: BDB, Foto: RheinCargo