Wirtschaft sieht die Zukunft der Elbe positiv

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Nach mehr als einem Jahrzehnt des Stillstandes an der Elbe hat die Bund-Länder-Runde am 17. Januar 2017 das Gesamtkonzept Elbe beschlossen.

Die durch das Beratergremium beteiligten Wirtschaftsverbände Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB), Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen (BÖB), Elbe Allianz (EA), Kammerunion Elbe-Oder (KEO) und der Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) begrüßen die Einigung mit großer Erleichterung. Die Wirtschaftsverbände würdigen die gemeinsame Arbeit mit Vertretern der Verwaltung von Bund und Länder sowie der Umweltverbände, Kirchen und der Tschechischen Republik im Beratergremium.

Nach teils langen und nicht immer ganz einfachen Abstimmungen ist es gemeinsam gelungen, sich auf ein Konzept zu verständigen. Dieses Konzept verstehen die Wirtschaftsvertreter als Ende des bisherigen Moratoriums, welches den Stillstand an der Elbe verursacht hat. Die offenen Fragen werden nun in einem Anschlussprozess gemeinsam bearbeitet.

In einer Volkswirtschaft wie der deutschen, die vom Handel und Wandel aber auch ganz besonders vom Export lebt, ist Transport und Logistik ein wichtiger Faktor zur Wohlstandsbewahrung und Zukunftssicherung. „Dabei spielt der Verkehrsträger `System Wasserstraße`, das heißt Binnenschifffahrt und Binnenhäfen, eine erhebliche Rolle und gehört außerdem zu den umweltfreundlichsten Verkehrsträgern.“, so Karl-Heinz Ehrhardt, der die wirtschaftlichen Interessen des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) im Beratergremium vertritt. „Aus diesem Grund ist ein Gesamtkonzept Elbe, dass in ausgewogener Form wirtschaftlichen Güterverkehr auf diesem Fluss zulässt und ermöglicht, ohne einen realistischen und machbaren Schutz der Umwelt zu vernachlässigen, zu begrüßen. „Dabei darf nicht vergessen werden, welch aufstrebender Wirtschaftsraum entlang der Mittel- und Oberelbe sich in den vergangenen 25 Jahren bereits entwickelt hat und noch entwickeln kann und muss“, ergänzte Ehrhardt.

Boris Kluge, Vertreter des Bundesverbands Öffentlicher Binnenhäfen (BÖB) würdigt insbesondere die Lösungsansätze für die Oberelbe: „Die Bedeutung der Oberelbe für unsere dortigen Häfen und die Tschechische Republik wird durch das Gesamtkonzept erkannt. Mit den Konzeptionen und Maßnahmen in der sogenannten Erosionsstrecke wird endlich ein gemeinsamer Weg für eine verkehrlich zuverlässigere und den Ansprüchen des Natur- und Umweltschutz gerechter werdende Elbe beschritten. Die Erosionen zu bekämpfen ist unser gemeinsames Ziel.“ Gleichzeitig wird der weitestgehend unstrittige Unterhalt an anderen Abschnitten der Oberelbe verbessert und damit die Zuverlässigkeit für die Schifffahrt erhöht.

„Besonders begrüßen wir, dass im Gesamtkonzept die Elbe durchgängig von der deutschen Grenze bis Geesthacht betrachtet wurde und mit den angedachten Lösungen die Schifffahrtsverhältnisse auf der gesamten Strecke verbessert werden.“ fasst Stefan Kunze, Vertreter des Elbe Allianz e.V. im Beratergremium, zusammen. „Durch die Einbeziehung der sogenannten Reststrecke kann in diesem sensiblen Bereich eine nachhaltige Lösung zu ökologischen und nautischen Verbesserungen entwickelt werden, die ständige Eingriffe durch Baggerungen in der Fahrrinne vermeiden lässt – ein gutes Beispiel für nachhaltige Unterhaltung der Wasserstraße“, so Kunze weiter.

„Es entspricht dem Wunsch der Gesamtinteressenvertretung der IHKn, abwägend und ausgleichend die unterschiedlichen Interessen zusammenzuführen. Dass dies nun nach einem Jahrzehnte langem, lähmenden Stillstand gelungen ist, ist ein Riesenerfolg für Umwelt- und Wirtschaftsinteressen. Besonders den Vertretern der Umweltverbände danke ich für das entgegengebrachte Vertrauen, was die solide Basis für die künftige, sicher auch nicht immer einfache Zusammenarbeit in der Umsetzungsphase legt“, erklärt Henning Finck, Vertreter der Kammerunion Elbe/Oder. Finck hat die 17 deutschen IHKn der Kammerunion im Beratergremium vertreten, die sich mit über 30 Mitgliedern im gemeinsamen Wirtschaftsraum von Deutschland, Tschechien und Polen engagiert.

„Die Verabschiedung des Gesamtkonzepts Elbe ist die Voraussetzung für den Erhalt der zahlreichen Werftstandorte an der Elbe.“, ergänzt Ragnar Schwefel für den Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) die positive Einschätzung von BDB, BÖB, EA und KEO. “Nur so können weiterhin in Sachsen-Anhalt zahlreiche Schiffsneubauten entstehen und die Arbeitsplätze auf den Werften, bei den Zulieferern und den beteiligten Handwerksbetrieben gesichert werden.“

Die Vertreter der‎ Wirtschaft freuen sich über die erklärte Unterstützung der Elbe-Arbeitsgemeinschaften der CDU- und SPD-Bundestagsfraktionen und begrüßen das Vorhaben mit einem Entschließungsantrag die Umsetzungsschritte des Gesamtkonzepts Elbe festzuschreiben. Sie würden sich freuen, wenn ganz im Sinne des gefundenen Konsenses, alle Fraktionen des Deutschen Bundestages einen solchen Beschluss mittragen.

Im nächsten Schritt werden das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) dem Deutschen Bundestag zum Gesamtkonzept Elbe berichten.

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Die heutige Entscheidung ist ein großer Erfolg. Ökonomie und Ökologie sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Mit diesem Kompromiss haben wir es geschafft, etwas Gutes für die Elbe zu erzielen. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die für dieses gute Ergebnis gesorgt haben.“

Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit: „Der nun erzielte Kompromiss hat nur Gewinner: Die Umwelt, die Wirtschaft und die Gesellschaft! Alle haben sich zu Gunsten des Erhalts des einzigartigen Natur- und Kulturraums Flusslandschaft Elbe bewegt.“

Mit dem Gesamtkonzept Elbe, so das BMVI,  wird dem Fluss eine langfristige Entwicklungsperspektive gegeben. Es sieht neue Leitlinien und Maßnahmen für die Nutzung der Elbe vor, um die Interessen der Binnenschifffahrt, der Wasserwirtschaft und des Naturschutzes miteinander in Einklang zu bringen. Außerdem garantiert es einen Beteiligungsprozess, der sicherstellt, dass Interessenvertreter und die breite Öffentlichkeit in die Umsetzung von Maßnahmen einbezogen werden. Damit ist auch die gemeinsame Weiterentwicklung des Gesamtkonzepts verankert.

Das Gesamtkonzept Elbe soll in einer Regionalkonferenz Ende März 2017 einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt.

Weiter Informationen zum Gesamtkonzept Elbe sind verfügbar unter hier verfügbar.

Quelle: BÖB, BDB, Elbe Allianz e. V.v, VSM, BMVI, BMUB, Foto: SBO




Antwerpen steigert Gesamtumschlag um 2,7 Prozent

HafenAntwerpen

Der Hafen Antwerpen hat 2016 insgesamt 214.057.529 Tonnen Güter und damit 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr umgeschlagen.

Die jetzt vorgelegten endgültigen Zahlen bestätigen einen neuen Jahresrekord. Noch deutlicher fiel das Wachstum im Containerbereich mit 4,1 Prozent aus. Von Januar bis Dezember wurden 117.909.533 Tonnen containerisierte Fracht am belgischen Seehafen umgeschlagen, das waren umgerechnet in Standardcontainer (Twenty-foot Equivalent Unit) insgesamt 10.037.318 TEU. Der Hafen konnte damit zum ersten Mal in seiner Geschichte die Zehn-Millionen-TEU-Marke überschreiten.

Container und Breakbulk

Der Containerbereich ist 2016 deutlich gewachsen: So stieg die Menge der umgeschlagenen Tonnen um 4,1 Prozent und die Zahl der umgeschlagenen Container um 4,0 Prozent im Vergleich zu 2015. Aufgrund widriger Witterungsbedingungen Ende Dezember konnten einige große Containerschiffe erst verspätet anlegen, wodurch die Wachstumsrate leicht unter dem geschätzten Jahresabschluss blieb.

Der Ro/Ro-Umschlag verzeichnete 2016 einen Rückgang um 1,8 Prozent auf 4.568.874 Tonnen. Die Anzahl der umgeschlagenen Fahrzeuge sank um 2,8 Prozent auf 1.189.563. Ähnlich sieht es im konventionellen Breakbulk aus – hier wurden mit 9.803.718 Tonnen bis Ende 2016 insgesamt 2,0 Prozent weniger umgeschlagen als im Vorjahreszeitraum.

Flüssiggut

Der Umschlag von Flüssiggütern wuchs in den vergangenen zwölf Monaten um 3,8 Prozent auf 69.224.501 Tonnen. Insbesondere die Ölderivate verzeichneten einen starken Anstieg um 7,1 Prozent auf 51.310.284 Tonnen. Auch der Bereich Chemikalien steigerte sich 2016 mit 1,1 Prozent auf 13.592.806 Tonnen. Die Im- und Exporte von Rohöl gingen im Laufe des Jahres indes zurück und schlossen mit 3.977.722 Tonnen oder einem Minus von 17,4 Prozent im Vergleich zu 2015 ab.

Schüttgut

Das Schüttgutvolumen sank 2016 um 9,1 Prozent auf 12.550.903 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr. Der Kohleumschlag brach dabei in den vergangenen zwölf Monaten um 34,2 Prozent auf 1.042.383 Tonnen ein. Der Erzumschlag fiel um 10,5 Prozent auf 2.115.868 Tonnen.

Seeschiffe

Im vergangenen Jahr haben 14.473 Seeschiffe den Hafen Antwerpen angelaufen. Das sind 0,4 Prozent mehr als 2015. Die Brutto-Tonnage stieg dabei um 9,1 Prozent auf  401.085.305 BRZ (GT).

Quelle und Foto: Port of Antwerp




Mit viel Unterstützung sehr viel geleistet

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Am Wochenende verabschiedete die Europäische Fachhochschule (EUFH) während einer fröhlichen Bachelorfeier im Neusser Zeughaus rund 100 Absolventen.

Die jungen Leute nahmen aus den Händen ihrer Studiendekane ihre Bachelor-Urkunden in Handels-, Logistik-, Industriemanagement oder Wirtschaftsinformatik entgegen. Seit der Eröffnung des Standorts im Jahr 2009 haben nun bereits insgesamt 425 Absolventen mit einem Bachelor-Abschluss in der Tasche die Hochschule in Neuss verlassen.

Prof. Dr. Hermann Hansis, Vizepräsident für Duales Studium, bedankte sich bei den Familien der Absolventen, bei den Unternehmen, die den Studierenden Ausbildungs- und Praxisplätze zur Verfügung gestellt haben, bei den Berufsschulen, den Professoren sowie beim ganzen EUFH-Team für die Unterstützung und Betreuung der Absolventen. „Sie hatten viel Unterstützung, aber Sie haben auch sehr viel geleistet und stehen heute zu Recht im Mittelpunkt. Sie sind nun in der Lage, von jetzt auf gleich verantwortungsvolle Aufgaben in Ihren Unternehmen zu übernehmen. An Ihrer unmittelbaren Beschäftigungsfähigkeit lassen wir uns messen.

Sven Schürmann, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Neuss, überbrachte die Glückwünsche von Rat und Verwaltung. Er äußerte die Hoffnung, dass einige der Absolventen sich nun auch beruflich in Neuss niederlassen. „Wir brauchen hier hervorragend ausgebildete Leute wie Sie.“ Schürmann forderte die Absolventen auf, sich auch gesellschaftlich zu engagieren und nicht nur auf die eigene Karriere zu schauen,

„Sie haben klug in Ihre persönliche Zukunft investiert“, so Dr. Hans-Ulrich Klose, stellvertretender Landrat des Rhein-Kreises Neuss, der die Absolventen ebenfalls um politische Teilhabe in einer europa- und weltpolitisch komplizierten Situation bat. Natürlich richtete er aber auch Glückwünsche von Kreistag und Kreisverwaltung aus. „Sie haben bewiesen, dass Sie anpacken und etwas leisten können. Haben Sie nun Vertrauen in Ihre Kompetenz!“

Stellvertretend für die mehr als 600 Partnerunternehmen der EUFH, die Studierenden Ausbildungs- und Praktikumsplätze im Rahmen des dualen Studiums zur Verfügung stellen, gratulierte Anja Kern, Ausbildungsleiterin bei der Expeditors GmbH. Sie hatte gleich drei persönliche Gründe, in einem Grußwort ihre Freude zum Ausdruck zu bringen: Unter den Absolventen waren ihr Sohn Lukas, der sein Handelsmanagement-Studium erfolgreich abgeschlossen hat, und seine Freundin, die ihren Bachelor in Industriemanagement nun in der Tasche hat. Nicht zuletzt freute sie sich natürlich mit dem Logistik-Absolventen, den sie selbst im Unternehmen ausgebildet hat. Die Expeditors GmbH bildet bereits seit acht Jahren gemeinsam mit der EUFH ihren Nachwuchs aus. „Ich weiß genau, was Sie geleistet haben und wie viel Energie und Willensstärke Sie das Studium gekostet hat. Jetzt haben Sie gegenüber anderen Absolventen durch Ihre Praxiserfahrung einen großen Vorsprung. Nutzen Sie das!“ Was Anja Kern noch nicht wusste, als Sie das sagte: Wenig später wurde ihr Sohn Lukas als fachbereichsübergreifender Jahrgangsbester geehrt.

Nachdem alle Bachelor-Urkunden verteilt und die Besten geehrt waren, leitete EUFH-Präsident Prof. Dr. Birger Lang über zum Get Together mit Sekt und Fingerfood. „Wir wünschen Ihnen, dass Sie immer genau die richtigen Schritte zum richtigen Zeitpunkt machen“, rief er den Absolventen zum Abschied zu, „Bitte bleiben Sie mit uns in Kontakt. Wir freuen uns, wenn wir Ihre Entwicklung verfolgen können. Sie sind uns immer herzlich willkommen.“

Quelle und Foto:  E U | F H  Europäische Fachhochschule Rhein / Erft GmbH




Markenallianz mit Hafen gewinnt Preis

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Die Rotterdamer Markenallianz des Hafenbetriebs Rotterdam, der Gemeinde Rotterdam, der Rotterdam Partners und der Erasmus Universiteit Rotterdam ist der Gewinner des Best Brand Strategy Awards 2016, der vom fDi Magazine / der Financial Times Group vergeben wird.

Der Preis würdigt die Weise, wie der Hafenbetrieb und seine Partner kooperieren, um Rotterdam mithilfe des Mottos „Make it happen“ zu mehr Bedeutung zu verhelfen.

Der Best Brand Strategy Award 2016 ist einer der fDI Strategy Awards für Städte und Regionen mit den besten Strategien zur Steigerung ausländischer Direktinvestitionen. Die fDi Intelligence-Abteilung der Financial Times beurteilte im vergangenen Jahr Einsendungen von 124 Standorten (Städten und Regionen).

Allard Castelein, Hauptgeschäftsführer des Hafenbetriebs Rotterdam, sieht den Preis als eine schöne Anerkennung des gesamten Engagements. ‚‚„Make it happen”‘ passt gut zu Rotterdam. Wir krempeln gemeinsam die Ärmel hoch, um die Attraktivität von Rotterdam immer weiter zu steigern, auch international. Das spiegelt die typische Rotterdamer Mentalität wieder und zeigt, wofür die Stadt, der Hafen und die Einwohner stehen: Innovation, Grenzen verschieben und mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben.“

Der Best Brand Strategy Award folgt früheren Auszeichnungen für das Rotterdamer Investitionsklima. Rotterdam bekleidet den neunten Platz des fDi-Index der The Financial Times (und errang im Bereich ‚‚Connectivity”‘ in seiner Kategorie sogar den besten Platz in Europa) und gemeinsam mit Amsterdam den dritten Platz im IBM Global Locations Trends Bericht 2016, welches die Attraktivität von Ländern, Regionen und Städten in Bezug auf ausländische Investitionen wiedergibt.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam




Hamburger Wirtschaft blickt gespannt auf 2017

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Die Hamburger Wirtschaft erwartet im Jahr 2017 ungefähr eine genauso stabile Konjunktur wie im Vorjahr.

Die Indikatoren „aktuelle Lage“, „Investitions- und Personalplanungen“ sowie die „Exporterwartungen“ sind „im grünen Bereich“, bei den „Geschäftserwartungen“ halten sich die positiven und negativen Stimmen wie in den vorherigen Quartalen die Waage. Dies geht aus der vierteljährlichen Konjunkturumfrage der Handelskammer zum Jahreswechsel hervor. „Handelspolitische Unsicherheiten in einer sich zudem rasch wandelnden Welt dürften dazu beitragen, dass die Geschäftserwartungen Hamburger Unternehmen für das 2017 insgesamt eher verhalten ausfallen“, sagt Handelskammer-Hauptgeschäftsführer Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz. Erfreulich sei dagegen, dass die Beurteilungen der aktuellen Geschäftslage alles in allem positiv ausfielen.

Die eigene Geschäftslage empfindet die Hälfte der von der Handelskammer befragten Unternehmen (50,6 Prozent) als „befriedigend bzw. saisonüblich“. Mit „gut“ bewerten 37,1 Prozent der Firmen ihre aktuelle Lage, mit „schlecht“ 12,3 Prozent (Saldo: +24,8; Vorquartal: +22,7). Überdurchschnittlich zufrieden sind derzeit das Gastgewerbe, unternehmensbezogene und insbesondere personenbezogene Dienstleister. Der Geschäftsklimaindikator der Hamburger Wirtschaft erreicht zum Ende des IV. Quartals 2016 112,1 (Test-)Punkte – das ist 1 Punkt mehr als bei der letzten Handelskammerbefragung im Herbst.

Was die eigenen Geschäftserwartungen für das Jahr 2017 betrifft, sehen fast zwei Drittel der Befragten (62,1 Prozent) eine „etwa gleich bleibende Geschäftslage“ voraus. Einen „eher günstigeren“ Stand in den kommenden zwölf Monaten erwarten 19,3 Prozent der Unternehmen, mit einer „eher ungünstigeren“ Lage rechnen 18,6 Prozent (Saldo: +0,7; Vorquartal: +0,6). Besonders optimistisch auf die nächsten zwölf Monate blicken vor allem Vorleistungsgüterhersteller, Einzelhändler, das Gastgewerbe sowie die IT-Wirtschaft.

Als die größten Geschäftsrisiken nennen die Unternehmen für dieses Jahr ungünstige wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen (46,7 Prozent), nachlassende Inlandsnachfrage (39,1 Prozent), Fachkräftemangel (39 Prozent), erhöhte Arbeitskosten (30,3 Prozent), verringerte Auslandsnachfrage (23,8 Prozent) sowie die Energie- und Rohstoffpreise (22,9 Prozent).

Die Aussagen zu den Investitions- und Personalplanungen zum Ende des IV. Quartals 2016 deuten darauf hin, dass es Zuwächse geben wird (Salden aus den jeweiligen Antworten „Zunahme“ und „Abnahme“: +7,7 bzw. +4,1; III. Quartal 2016: +14,4 bzw. +4,4). Als Hauptmotive für die im Jahr 2017 geplanten Inlandsinvestitionen werden genannt (Mehrfachnennungen möglich): Ersatzbedarf (68,1 Prozent), Rationalisierungsmaßnahmen (31,4 Prozent), Produktinnovationen (30,4 Prozent), Kapazitätsausweitungen (23,6 Prozent) sowie Umweltschutzmaßnahmen (12,7 Prozent). Von den befragten Hamburger Unternehmen mit Auslandsinvestitionen in den Jahren 2016 und 2017 planen 29,7 Prozent  höhere, 54,2 Prozent in etwa gleich bleibende und 16,1 Prozent geringere Ausgaben im neuen Jahr.  Alles in allem deuten die Personalplanungen der befragten Unternehmen auf einen höheren Beschäftigtenstand in der Hamburger Wirtschaft im Jahr 2017 hin. Dies gilt insbesondere für die IT-Wirtschaft, das Grundstücks- und Wohnungswesen, PR- und Unternehmensberatungen, Architektur- und Ingenieurbüros sowie für die Gesundheitswirtschaft.

Zum Ende des IV. Quartals 2016 sind die Exportaussichten Hamburger Unternehmen für das Jahr 2017 insgesamt optimistisch: 33,3 Prozent der Befragten rechnen mit einer Erhöhung, 15,1 Prozent mit einem Rückgang ihrer Exporte (Saldo: +18,2; Vorquartal: +7,7). Die Aussichten im Verarbeitenden Gewerbe sind dabei deutlich besser als bei den exportierenden Hamburger Dienstleistern (Salden: +22,8 bzw. +10,3).

Hier geht’s zum Hamburger Konjunkturbarometer IV/2016

Quelle: Pressestelle Handelskammer Hamburg, Foto: Handelskammer Hamburg/Daniel Sumesgutner




Piepsende Lebensretter

Bernd Eckardt (2.v.r.), Leiter der Feuerwehr Dormagen, und seine Kollegen Wolfgang Feige (l.) und Gerd Gleich (2.v.l.) sowie Oliver Krause (3.v.r.), Leiter der Werkfeuerwehr im Chempark Dormagen, und seine Kollegen Dieter Jülich (3.v.l.) und Robert Werlik (r.) vor dem „Rauchdemohaus“.

Groß war der Andrang am Freitag, 13. Januar 2017, anlässlich des bundesweiten „Rauchmeldertags“ in der Dormagener Rathaus-Galerie. Die Chempark-Werkfeuerwehr und die Feuerwehr Dormagen informierten die interessierten Besucher darüber, was beim Kauf und bei der Montage der piepsenden Lebensretter zu beachten ist.

Denn die größte Gefahr geht nicht von einem Feuer selbst aus, sondern von dem sich dabei entwickelnden Rauch.

Die jährlichen Folgen in Deutschland: rund 400 Brandtote, 4.000 Brandverletzte mit Langzeitschäden und über eine Milliarde Euro Brandschäden im Privatbereich. Darauf hat auch der Gesetzgeber reagiert: Seit dem 1. April 2013 sind Rauchmelder in Neubauten Pflicht, in Bestandsbauten nun seit dem 1. Januar 2017.

Wie schnell sich der gefährliche Qualm in Wohnräumen und über mehrere Etagen ausbreitet, wurde anschaulich in dem sogenannten „Rauchdemohaus“ simuliert. Ruckzuck war nach einem „Brand“ in der Puppenküche das ganze kleine Haus eingenebelt. Lebenswichtige Fluchtwege und die entscheidenden Stellen für die Installation von Rauchmeldern wurden so für jedermann sichtbar.

Quelle und Foto: Currenta, Bernd Eckardt (2.v.r.), Leiter der Feuerwehr Dormagen, und seine Kollegen Wolfgang Feige (l.) und Gerd Gleich (2.v.l.) sowie Oliver Krause (3.v.r.), Leiter der Werkfeuerwehr im Chempark Dormagen, und seine Kollegen Dieter Jülich (3.v.l.) und Robert Werlik (r.) vor dem „Rauchdemohaus“.




Standort hat schwaches 2016 gut verkraftet

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„2016 war kein einfaches Jahr für die bremischen Häfen. Dennoch hat unser maritimer Logistikstandort die negativen Auswirkungen der internationalen Wachstumsschwäche gut verkraftet“, sagte Bremens Wirtschafts- und Hafensenator Martin Günthner am Donnerstag (12. Januar 2017) bei einem Neujahrsempfang in Berlin.

Etwa 150 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung waren der Einladung der Hafengesellschaft bremenports und ihres Partners TFG Transfracht gefolgt, um sich in der Bremer Landesvertretung in entspannter Atmosphäre auf das neue Jahr einzustimmen.

Als belastende Faktoren für die Entwicklung von Umschlag und Logistik nannte Günthner das verlangsamte Wirtschaftswachstum in China sowie die Einschränkungen im Handel mit Russland und die damit verbundene russische Rezession. Dennoch habe der Umschlag 2016 insgesamt leicht zugelegt – für Günthner der Beleg, „dass die Häfen in Bremen und Bremerhaven sich auf hohem Niveau behaupten und weiterhin eine gute Rolle im hartumkämpften Markt spielen“. Das Gesamtergebnis lag an der Weser im vergangenen Jahr bei 73,8 Millionen Tonnen Seegütern (plus 0,5 Prozent), der Containerumschlag erreichte 5,5 Millionen TEU (plus 0,9 Prozent).

2016 habe es massive strukturelle Veränderungen in der Containerschifffahrt gegeben, sagte der Senator. „Die Insolvenz der Reederei Hanjin und der Verkauf von Hamburg Süd an den Weltmarktführer Maersk sind Belege für einen tiefgreifenden Umbruch. Gleichzeitig verstärken die wachsenden Containerschiffsgrößen den Druck auf die Häfen, ihre nautische Erreichbarkeit zu optimieren.“ Die Vertiefung der Außenweser-Fahrrinne habe deshalb große Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherung Bremerhavens als viertgrößter europäischer Containerhafen.

Günthner erinnerte gleichzeitig an die umfangreichen Investitionen, mit denen Bremen seine maritime Infrastruktur modernisiert: „Aktuell wird der Hafenbahnhof Imsumer Deich in Bremerhaven von 8 auf 16 Gleise erweitert und elektrifiziert. Direkt neben dem Container-Terminal setzen wir damit ein Ausbau- und Modernisierungsprogramm fort, das für die Hafeneisenbahn im Überseehafen Bremerhaven in diesem Jahrzehnt Investitionen von etwa 40 Millionen Euro umfasst. Schon heute wird bei uns jeder zweite Hinterland-Container auf der Schiene transportiert. Bremerhaven ist  d e r  Eisenbahnhafen, und diese Rolle wird mit unseren Investitionen weiter gestärkt.“

Robert Howe, Geschäftsführer der Hafengesellschaft bremenports, machte anschließend deutlich, dass sich niemand von der jüngsten Flut schlechter Nachrichten verunsichern lassen sollte: „Ob Krieg oder Terror, ob Brexit oder Rechtspopulismus – Angst und Verunsicherung sind schlechte Ratgeber.“ Deutschland erweise sich als Fels in der Brandung: „Der starke Dollar beflügelt die Exporte, und der Wirtschaft –  vor allem der Industrie – geht es so gut wie seit langem nicht.“

Mittelfristig geht Howe von einem weiter wachsenden Seegüterumschlag im Land Bremen aus. Die Zwillingshäfen an der Weser seien darauf mit ihrer modernen Infrastruktur gut vorbereitet. Mit aktuellen Investitionen in den Ausbau des Standorts Bremerhaven –  Erweiterung der Hafeneisenbahn und Bau einer neuen Westkaje am Kaiserhafen III – verbessere Bremen die Rahmenbedingungen für die maritime Wirtschaft weiter.

Auf bremenports komme 2017 erneut viel Arbeit zu, sagte Howe. Dies gelte zum Beispiel für die aufwendige Unterhaltung der öffentlichen Hafenanlagen und den maritimen Umweltschutz. Die Modernisierung der Schiffsflotte werde fortgesetzt und an ökologischen Erfordernissen ausgerichtet. Als großen Ansporn für die weitere Arbeit nannte Howe den ESPO Award 2016. Im Dezember wurde die Hafengesellschaft von der europäischen Hafenorganisation ESPO für die ökologische Aufwertung der Luneplate ausgezeichnet. Südlich von Bremerhaven hatten die Umwelt- und Landschaftsplaner die zentrale Ausgleichsfläche für Bremerhavener Hafenbauprojekte geschaffen – heute ist sie das größte Naturschutzgebiet des Landes Bremen.

Berit Börke, Geschäftsführerin der TFG Transfracht GmbH, berichtete beim Neujahrsempfang über die aktuelle Entwicklung des Unternehmens: „Wir freuen uns, dass wir im vergangenen Jahr etwa 910.000 TEU in unserem AlbatrosExpress-System bewegen konnten. Übersetzt sind das rund 11.000 Züge im Jahr oder 45 Containerzüge täglich. Das entspricht einem Wachstum von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein Plus von 3,3 Prozent konnten wir über Bremerhaven realisieren.“

Die im vergangenen Jahr gestartete AlbatrosExpress-Relation Erfurt habe sich sehr positiv entwickelt. Über die Terminals Erfurt, Riesa, Großbeeren und Leipzig habe TFG Transfracht 2016 etwa 125.000 TEU transportiert. Diese Terminals seien fünfmal die Woche an die großen deutschen Nordseehäfen angebunden, sagte die Geschäftsführerin. Um die Hinterlandlogistik ihrer Kunden optimal zu unterstützen, setze TFG Transfracht verstärkt auf Kooperationen. Ein Beispiel dafür sei der Standort Großbeeren, wo die AlbatrosExpress-Verkehre seit Dezember 2016 mit dem Einzelwagennetz der DB Cargo verknüpft werden.

Hinterlandlogistik erschöpfe sich nicht in „fahren, heben und senken“, sagte Berit Börke. Man brauche dafür die passende Infrastruktur. Derzeit wird das Depot von DB IS in Großbeeren ausgebaut. Damit soll die Abstellkapazität dort von 2000 auf 2700 TEU erhöht werden.

In einem weiteren Vortrag stiegen Dr. Oliver Errichiello und Dr. Arnd Zschiesche anschließend tief ins Thema „Marke ohne Mythos“ ein. Die beiden Experten vom Büro für Markenentwicklung (Hamburg) machten deutlich, warum die professionelle Markenbildung und -pflege für die Wirtschaft existenziell wichtig ist.

„Unser Alltag wird von Marken dominiert“, sagte Zschiesche. „Die Marke ist der Motor, der alle Volkswirtschaften antreibt. Jede Marke lebt allein von ihrem Leistungsversprechen. Ohne eine solche Markenleistung hätten wir es mit völlig ungeordneten Märkten zu tun.“ Im Grunde genommen, so Zschiesche, stelle die Marke ein positives Vorurteil (des Kunden) dar. „Sie lebt davon, dass wir Gewohnheitsmenschen sind.“ Im Supermarkt zum Beispiel sei ein Einkauf ohne Markenkenntnis nicht möglich.

„Eine Marke bedeutet: Vertrauen, Vertrauen, Vertrauen“, formulierte Zschiesche. Wer die Marke stärken wolle, müsse mit seinen Werbemaßnahmen zunächst und vor allem auf die eigene Kundschaft zielen – das sei entscheidend für einen dauerhaften Erfolg.

Quelle und Foto: bremenports GmbH & Co. KG, „Mythen entstehen aus Leistungen – nicht aus Mythen“; die Quintessenz des Hauptvortrages von Dr. Erichiello (2.v.r.) und Dr. Zschiesche (r.), der auf die Begrüßungsworte von Senator Günthner (Mitte), Robert Howe (links) und Berit Börke (2.v.l.) folgte.




Hartmut Wolberg leitet jetzt UNIKAI

Seit 1. Januar 2017 ist Hartmut Wolberg neuer Geschäftsführer der UNIKAI Lagerei- und Speditionsgesellschaft, an der die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) mit 51 Prozent beteiligt ist.

Die restlichen 49 Prozent hält die Grimaldi Compagnia di Navigazione SPA mit Sitz in Neapel. UNIKAI ist der größte Universalterminal im Hamburger Hafen. Wolberg folgt auf Michael Sieck, der sich zum 31. Dezember 2016 aus der Geschäftsführung zurückgezogen hat.

Hartmut Wolberg (49) ist in Hamburg geboren und hat in der Hansestadt Geografie, Betriebs- und Volkswirtschaft sowie Politikwissenschaften studiert. Von 1996 bis 2011 war er in der DHL Gruppe tätig, zunächst bei DHL Express in Frankfurt, später übernahm er verschiedene verantwortliche Positionen im Bereich Automobillogistik in Europa, dem Nahen Osten und in Afrika. Ab 2011 war er Geschäftsführer des Stückgutterminals J. Müller im niedersächsischen Brake. Im Juli 2016 wurde Wolberg in die Geschäftsleitung von UNIKAI berufen und arbeitete sich seither in sein neues Aufgabenfeld ein. Planmäßig zum 1. Januar hat Wolberg nun die Geschäftsführung übernommen. „Ich freue mich auf die Herausforderung, das Unternehmen in bewegten Zeiten erfolgreich in die Zukunft zu steuern“, sagt er.

Der bisherige Geschäftsführer Michael Sieck (61), der seit 1. April 1979 für UNIKAI tätig ist, begleitete das Unternehmen fast 40 Jahre lang und hat das heutige Joint Venture von HHLA und Grimaldi zukunftsfähig aufgestellt. Er wird UNIKAI noch bis zum 30. Juni 2017 beratend unterstützen und sich dann in den Ruhestand verabschieden.

Quelle: HHLA




Kabinett beschließt „Maritime Agenda 2025“

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Das Bundeskabinett hat die vom Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, vorgestellte „Maritime Agenda 2025“ beschlossen.

Mit der ressortübergreifenden Strategie setzt die Bundesregierung einen langfristig angelegten Rahmen für eine konsequente Zukunftspolitik zur Stärkung des maritimen Wirtschaftsstandortes Deutschland.

Zu dem Kabinettsbeschluss sagte der Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft und Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer: „Wir brauchen eine breit angelegte Innovationsoffensive, damit die maritime Branche auch in Zukunft gut im internationalen Wettbewerb aufgestellt ist. Deshalb wollen wir den maritimen Standort Deutschland weiterentwickeln. Die Agenda ist dafür der zentrale Leitfaden.“

Die „Maritime Agenda 2025“ benennt insgesamt neun zentrale Handlungsfelder der maritimen Wirtschaftspolitik, um die Innovationskompetenz der stark mittelständisch geprägten Branche angesichts neuer Herausforderungen z.B. im Klima- und Umweltschutz oder durch die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung der Wirtschaft zu stärken. Das Strategiepapier umfasst unter anderem folgende Bausteine: Technologieführerschaft sichern, neue Zukunftsmärkte eröffnen, die maritime Energiewende voranbringen sowie die Chancen von Industrie 4.0 nutzen. Zur Umsetzung dieser Ziele enthält die Agenda einen innerhalb der Bundesregierung abgestimmten Instrumentenkatalog.

Staatssekretär Beckmeyer: „Die maritime Wirtschaft ist seit jeher eng verflochten. Im Zuge der Digitalisierung erleben wir, dass sich Produktions- und Dienstleistungsprozesse zunehmend vernetzen. Dieser Wandel muss sich auch in der maritimen Politik widerspiegeln. Wir wollen die maritime Wirtschaft dabei unterstützen, ganze Wertschöpfungsketten zu entwickeln und so weltweit erfolgreich zu agieren. Deshalb ist es wichtig, dass alle Ressorts hier mit im Boot sind.“

Dr. Alexander Geisler, Geschäftsführer des Zentralverbandes Deutscher Schiffsmakler (ZVDS), Hamburg, sagte zu dem Beschluss des Bundeskabinetts: „Grundsätzlich begrüßen auch wir den Beschluss der ‚Maritimen Agenda 2025´. Gleichwohl sehen wir mit einiger Sorge, wie hier das Thema Digitalisierung dargestellt wird. Wir befinden uns hier nicht erst am Anfang. Der Aufbau digitaler Infrastrukturen sowie die Entwicklung von Prozessen für die elektronische Güterabwicklung – in Kooperation mit der Verwaltung, den Terminals sowie den Speditionen – sind seit fast 25 Jahren fester Bestandteil der Arbeitswirklichkeit bei den Reedereien und den Schiffsagenten. Viele Diskussionen zeigen, dass die bereits vorhandenen Mittel und Instrumente leider bei vielen Beteiligten nicht bekannt sind.

Zudem fehlt es gerade auf der Seiten der Verwaltung oft an der notwendigen technischen Infrastruktur, das hat z.B. die Einführung des sog. National Single Window mehr als deutlich gezeigt. Und auch der EU-Binnenmarkt für den Seeverkehr wäre vielleicht schon längst Wirklichkeit, könnten die Behörden die bereits vorhandenen technischen Möglichkeiten denn nutzen. So gesehen, bedarf es gerade auf Seiten der Verwaltung einer IT-Offensive, denn was nutzt es denn, wenn die Reeder und Agenten Daten erheben und versenden, die von der Verwaltung weder vollständig empfangen noch angemessen verarbeitet werden können.

Zudem sollte zunächst der wirkliche status quo in Sachen Digitalisierung ermittelt werden, um das Risiko von Doppelförderungen oder Doppelstrukturen zu vermeiden.“

Quellen: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Zentralverband Deutscher Schiffsmakler e.V., Foto: Hafen Hamburg Marketing




Russische Weihnacht feiern und Gutes tun

Gesangsgruppe Drushba mit Leiter Leo Slotnik

Im nunmehr 6. Jahr möchten der Mittelstand Neuss und viele Freunde gemeinsam mit dem Team des Restaurants Rennbahn alle Interessenten zu einem original „Russischen Weihnachtsabend“ einladen.

Die Organisatoren um Bärbel E. Kohler und Ulrich Gross freuen sich auch dieses Mal das erfolgreiche Balalaika-Orchester „Drushba“ gemeinsam mit einer Tanzgruppe, begrüßen zu dürfen. „Mit russischen Volksweisen werden sie uns einen russischen Ohrenschmaus liefern“, verspricht Bärbel E. Kohler aus Erfahrung.

Einen Gaumenschmaus hält wieder das Buffet der original russischen Küche des Teams des Restaurants „Rennbahn Neuss“, unter der Leitung von Mariana, bereit. Du das alles für den bekannten guten Zweck: Mit den Einnahmen helfen die Organisatoren Kindern aus Kriegsgebieten, die ihre Heimat verlassen mussten und seit einiger Zeit ohne Eltern und Familien in Neuss leben.

Beginn ist am Freitag, 20. Januar, um 19 Uhr im Restaurant „Rennbahn“ Am Rennbahnpark 1, 41460 Neuss.

Die Organisatoren bitten um Anmeldung per Fax: 02131 / 53 23 105 oder E-Mail: nfaustmann@nd-haefen.de sowie Vorkasse von 35 Euro pro Person bis zum 18.01.2017 auf das Konto: Bärbel Kohler, IBAN: DE 81 3055 0000 1001 6488 13, BIC: WELADEDNXXX, Stichwort: Russischer Weihnachtsabend oder an der Abendkasse 40 Euro pro Person.