Binnenhäfen begrüßen KV Förderung

Hafenzeitung, NDH

Mit Datum vom 4. Januar 2017 hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die neue Förderrichtlinie für Umschlaganlagen des Kombinierten Verkehrs in Kraft gesetzt.

Die Richtlinie gilt bis Ende 2021 – also vier Jahre – und damit ein Jahr länger als die vorherige KV-Förderrichtlinie.

Boris Kluge, Geschäftsführer des Bundesverbandes Öffentlicher Binnenhäfen (BÖB), begrüßt die neue Förderrichtlinie: „Das Inkrafttreten der neuen Förderrichtlinie, mit einer noch einmal längeren Laufzeit, ist ein starkes Signal für den Kombinierten Verkehr und die Betreiber von KV-Anlagen. Verbunden mit einer stabilen Förderquote von maximal 80 Prozent wird damit den Häfen und anderen Fördermittelnehmern eine sehr gute Planungsgrundlage gegeben.“ Der BÖB hat gemeinsam mit anderen Verbänden immer wieder Verbesserungen und Anpassungen der Förderrichtlinie gefordert, um die in den letzten Jahren geringeren Mittelabrufe wieder zu verbessern. Kluge dazu: „Eine wichtige Hürde ist nun genommen, da der Bund nicht mehr nur alternativlos auf einer Bürgschaft besteht, die für die privaten Unternehmen nicht selten problematisch ist. Die dingliche Sicherung, in Form einer Grundschuld, scheint hier nun eine Alternative zu sein. Die Praxis wird zeigen, ob diese sich bewährt. Gerade die langen Fristen bei der Nutzung im Erbbaurecht erscheinen noch nicht praxistauglich.“

Die in der neuen Richtlinie definierten Ausschreibungspflichten der Betreibergesellschaft wurden so angepasst, dass nun größere Spielräume bestehen, gemeinsam mit den bisherigen Betreibern die Erweiterung von Anlagen umzusetzen.

Die Binnenhäfen sehen das Antragsverfahren bei KV-Anlagen inzwischen als zu langwierig und aufwendig an. Kluge dazu: „Wir geben die Idee nicht auf, durch eine Vereinfachung des Antragsverfahrens deutlich mehr Projekte zu fördern und damit auch kleineren Betreibern und Antragstellern den Zugang zur Förderung zu erleichtern. Dafür werden wir weiterhin beim Bund werben, auch wenn dies noch nicht mit den neuen Förderrichtlinien gelungen ist.“

Quelle: BÖB, Foto: Tanja Pickartz




neska INTERMODAL stellt Weichen

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Der Logistikdienstleister neska hat zum Jahresbeginn personelle Weichenstellungen im Produktbereich INTERMODAL vorgenommen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurde Oliver Grossmann (43) zum weiteren Geschäftsführer der CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land-Service, Köln, bestellt. Ebenfalls zum 1.1.2017 hat Kai Hansen (49, Foto) die Vertriebsleitung für das gesamte neska INTERMODAL-Netzwerk übernommen.

Oliver Grossmann ist seit 22 Jahren für die CTS tätig, wo er auch seine Ausbildung zum Speditionskaufmann absolvierte. Zuletzt leitete er als Prokurist die Speditionsabteilung des Unternehmens. Künftig verantwortet er als Geschäftsführer das operative Geschäft der CTS. Darüber hinaus wird er die Speditionsleitung vorerst in Personalunion weiterführen. Als neuer Geschäftsführer leitet Oliver Grossmann das Unternehmen künftig gemeinsam mit seinen Geschäftsführer-Kollegen Hans Peter Wieland (64) und Dirk Meyer (46).

Des Weiteren wurde Oliver Haas (49) mit Wirkung ab 1.1.2017 Gesamtprokura für die CTS erteilt. Er wird dort u. a. Aufgaben in der Geschäftsentwicklung übernehmen.

Als Teil der neska-Gruppe verfügt neska INTERMODAL über eigene Terminals in Duisburg (RRT), Krefeld (KCT), Düsseldorf (DCH), Dormagen (uct) und Köln (CTS), in denen rund 1,3 Millionen Standardcontainer pro Jahr umgeschlagen werden. Über die Tochtergesellschaft Alcotrans Container Line organisiert neska INTERMODAL den Container-Transport zwischen den Seehäfen und dem Hinterland mit neun modernen Binnenschiffen sowie per Bahn und LKW. Zum 1.1.2017 wurde Kai Hansen die Vertriebsleitung für das gesamte neska INTERMODAL-Netzwerk übertragen und ihm gleichzeitig Handlungsvollmacht erteilt. Der gelernte Schifffahrtskaufmann und studierte Betriebswirt ist künftig für die Koordination aller Vertriebsmitarbeiter der verschiedenen neska INTERMODAL-Gesellschaften verantwortlich.

Eine weitere Personalentscheidung betrifft die Rhein-Ruhr Terminal Gesellschaft für Container- und Güterumschlag mbH (RRT) in Duisburg. Hier wurde Tim Hurka (34) mit Wirkung zum 1.1.2017 Handlungsvollmacht erteilt. Er leitet bereits seit einiger Zeit die Speditionsabteilung der Gesellschaft.

„Mit diesen personellen und organisatorischen Weichenstellungen stärken wir sowohl den Vertrieb als auch das operative Geschäft der neska INTERMODAL. Damit ist dieser wichtige Teil der neska-Gruppe künftig noch besser aufgestellt, um den Wünschen unserer Kunden nach Logistikdienstleistungen hoher Qualität und Flexibilität gerecht zu werden“, erklärt Volker Seefeldt, Vorsitzender der neska-Geschäftsführung.

Quelle und Foto: neska Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH 




Hafenwirtschaft richtet Forderungen an Politik

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Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) hat heute ein umweltpolitisches Positionspapier mit dem Titel „Umwelt- und Klimaschutz in den deutschen Seehäfen – Maßnahmen und Forderungen der deutschen Seehafenbetriebe“ veröffentlicht.

„Die deutsche Hafenwirtschaft ermöglicht effiziente und umweltfreundliche Transportketten. Mit der richtigen Unterstützung aus der Politik könnten wir unsere Bilanz weiter verbessern“, erklärt Frank Dreeke, Präsident des ZDS.

Aus Sicht der Hafenwirtschaft erfordert ein erfolgreicher Umwelt- und Klimaschutz in den deutschen Seehäfen eine verbesserte Infrastruktur, die Förderung von Forschung und Investitionen, fairen Wettbewerb, die Sicherstellung der wirtschaftlichen und technischen Machbarkeit von Maßnahmen sowie die Schaffung fundierter Entscheidungsgrundlagen.

Daniel Hosseus, Hauptgeschäftsführer des ZDS betont: „Umweltschutz gelingt dann am besten, wenn die Maßnahmen auch wirtschaftlich Sinn für die Seehafenbetriebe ergeben. Wir könnten schon viel weiter sein, wenn sich z. B. das Bundeswirtschaftsministerium und die Europäische Kommission bei der Versorgung von Schiffen mit Landstrom am Liegeplatz auf den Verzicht auf die kostenträchtige EEG-Umlage verständigen würden. Dann bestünde für die Schiffsführung ein Anreiz, die bordeigenen Diesel-Aggregate im Hafen abzuschalten.“

Das Papier enthält zahlreiche Praxisbeispiele, wie ZDS-Mitgliedsunternehmen zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Dazu zählen die Umstellung auf energieeffiziente LED-Beleuchtung von Strecken, Gebäuden und Großflächen, umfassende Energiemanagementsysteme etwa im Containerumschlag ebenso wie die IT-gestützte Flächennutzungsoptimierung oder die Forschung zu Lärm- und Lichtschutz.

Das vollständige Positionspapier „Umwelt- und Klimaschutz in den deutschen Seehäfen – Maßnahmen und Forderungen der deutschen Seehafenbetriebe“ kann unter www.zds-seehaefen.de abgerufen werden.

Quelle und Foto: Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe, Daniel Hosseus, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes der deutschen Seehafenbetriebe




Das ändert sich im Straßenverkehr

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Für mehr Sicherheit auf den Straßen sollen ab sofort verschiedene Änderungen der Straßenverkehrsordnung (StVO) sorgen.

„Nordrhein-Westfalen hat sich mit anderen Bundesländern im Bundesrat erfolgreich dafür eingesetzt, dass der Bund diese Verbesserungen einführt. Ich bin froh, dass der Bundesverkehrsminister als Herr über die Straßenverkehrsordnung schnell gehandelt hat und die StVO-Novelle jetzt bereits in Kraft ist“, sagte Verkehrsminister Michael Groschek.

Die wichtigste Änderung für die Straßenverkehrsbehörden ist, dass die Anordnung von Tempo 30 auf innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen (Bundes-, Landes- und Kreisstraßen) im Umfeld von Kindergärten, Kindertagesstätten, allgemeinbildenden Schulen, Förderschulen, Alten- und Pflegeheimen und Krankenhäusern erleichtert wird. Hierbei handelt es sich nicht um Tempo 30-Zonen – vielmehr wird die punktuelle Anordnung von Tempo 30 im unmittelbaren Nahbereich von sozialen Einrichtungen erleichtert.

Und das ändert sich für die Verkehrsteilnehmer:

Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr, die auf Gehwegen Rad fahren, dürfen künftig von einer mindestens 16 Jahre alten Aufsichtsperson auch mit dem Fahrrad auf dem Gehweg fahrend begleitet werden. Zudem wird es Kindern bis zum vollendeten achten Lebensjahr künftig gestattet, auch baulich von der Fahrbahn getrennte Radwege mit dem Fahrrad zu benutzen. Bislang durften jüngere Kinder nur auf Gehwegen Fahrrad fahren, für deren erwachsene Aufsichtspersonen war die Begleitung mit dem Fahrrad auf dem Gehweg aber tabu.

E-Bikes werden mit Mofas gleichgestellt. Demnach dürfen Radwege außerhalb geschlossener Ortschaften künftig auch von E-Bikes benutzt werden. E-Bikes sind nach Definition des Bundes Elektro-Leichtmofas bis 25 km/h, die sich auchohne Tretunterstützung selbständig fahren lassen und für die unter anderem Versicherungs- und Helmpflicht besteht. Die herkömmlichen Pedelecs mit einer Tretunterstützung bis 25 km/h, zu die der überwiegende Teil der elektrisch unterstützten Zweiräder in Deutschland gehört, sind hiervon nicht betroffen.

Für den Kfz-Verkehr wird die Regelung zur Bildung einer Rettungsgasse vereinfacht. Demnach müssen Fahrzeuge auf Autobahnen oder Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung bei Stau oder stockendem Verkehr künftig eine freie Gasse für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen für eine Richtung bilden.

Quelle: MBWSV, Foto: straßen.nrw




Landstrom: Hamburg besteht Praxistests

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Erstmals sechs Stunden Vollversorgung mit Landstrom: Nach intensiven Proben hat die Hamburg Port Authority (HPA) ihren Praxistest der Landstromanlage am Kreuzfahrtterminal Altona erfolgreich abgeschlossen.

Bereits im September konnte mit dem letzten Anlauf der AIDAsol die Pilotphase beendet werden. Seit Anfang Juni hatte die HPA wichtige Erkenntnisse für den Betrieb eines Landstromanschlusses dieser Größenordnung gesammelt. Die von Siemens gebaute Landstromanlage ist in ihrer Dimensionierung einzigartig in Europa und ein weiterer Schritt in der Entwicklung Hamburgs zu einem der attraktivsten und umweltfreundlichsten Kreuzschifffahrtsstandorte Europas.

Vor dem Hintergrund steigender Schiffsanlaufzahlen hatten Senat und Bürgerschaft in der vergangenen Legislaturperiode die HPA mit dem Bau einer Landstromanlage am Kreuzfahrtterminal Altona und der Infrastruktur für die landseitige Stromversorgung von Kreuzfahrtschiffen durch eine LNG Power Barge am Kreuzfahrtterminal HafenCity beauftragt. Der Bau der Landstromanlage in Altona ist zudem eines der Teilziele der Initiative smartPORT energy, welche die HPA 2012 gemeinsam mit der damaligen Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) sowie der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) initiiert hatte. Erklärtes Ziel ist die energetische Neuausrichtung des Hamburger Hafens.

Sowohl die Europäische Union als auch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit erkannten dies an und fördern die Errichtung einer alternativen Energieversorgung von Kreuzfahrtschiffen im Hamburger Hafen mit 3,55 bzw. 3,7 Millionen Euro. Insgesamt liegen die Baukosten der neuen Landstromanlage bei rund 10 Millionen Euro.

Die Landstromanlage Altona besteht aus einer Umformerstation, Leitungen und einem Kabelkanal für die Energiekette auf der Kaianlage sowie einer mobilen Übergabeeinrichtung.

Der aus dem öffentlichen Netz gelieferte Strom von 10 kV/50 Hz wird im Umformergebäude auf die von Kreuzfahrtschiffen benötigte Spannung umgewandelt. In die Umformerstation wurden vier Transformatoren und ein Frequenzwandler eingebaut. Für die Nutzung der Landstromanlage ist der Bezug von elektrischer Energie aus erneuerbaren Quellen festgelegt.

Elektrische Eingangsspannung/-frequenz: 10 kV/50 Hz
Elektrische Ausgangsspannung/-frequenz:

  • 11 kV und 6,6 kV bei 60 Hz
  • 10 kV/11 kV/6,6 kV und 6 kV bei 50 Hz

Maximale Leistung: 12 MVA (Megavoltampere)

Quelle: Hamburg Port Authority HPA, Foto: www.mediaserver.hamburg.de / Jörg Modrow




RWE und duisport sind Vorreiter bei LNG

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RWE Supply & Trading und duisport bauen gemeinsam eine Infrastruktur für LNG (Liquefied Natural Gas) im Duisburger Hafen auf. Darauf haben sich die beiden Unternehmen jetzt verständigt.

Das Ziel: ein ganzheitliches und nachhaltiges Logistikkonzept für die Beschaffung, Speicherung und Verteilung sowie Nutzung von LNG zu entwickeln und im Duisburger Hafen umzusetzen. Ein Grundstück für die LNG-Tankstelle wurde bereits festgelegt. Zuvor hatten die Partner gemeinsam die Einsatzmöglichkeiten von LNG als Ersatz für Dieselkraftstoff geprüft.

„Wir freuen uns, duisport als Partner für dieses innovative Projekt gewonnen zu haben. Denn der Duisburger Hafen bietet ideale Einsatzbedingungen für LNG“, betont Andree Stracke, Mitglied der Geschäftsführung der RWE Supply & Trading GmbH. „Er verfügt als größter Binnenhafen der Welt über eine perfekte Anbindung an sämtliche Verkehrskanäle“. Nicht nur Schiffe, Eisenbahnen, Hafenfahrzeuge und LKW, sondern auch die Rhein-Ruhr-Region mit ihrer Industrie sowie hoher Bevölkerungsdichte verfügt über ideale Voraussetzungen und hohes Abnehmerpotenzial.

„RWE ist mit ihrer langjährigen Erfahrung bei LNG-Beschaffung sowie bei Bau, Betrieb und Instandhaltung von Anlagen zur Gasversorgung der ideale Partner für diese Kooperation“ sagt Erich Staake, CEO von duisport. „Dieses Projekt ist ein weiterer Baustein bei unserem Bemühen, den Standort Duisburger Hafen permanent zu optimieren.“

Als erster Schritt ist die Einrichtung einer mobilen Tankanlage geplant, die bei Bedarf schnell und unkompliziert versetzt werden kann. Diese Anlage wird genutzt, um in der Anfangsphase hafeninterne Fahrzeuge (so genannte Reachstacker und Terminalzugmaschinen) sowie LKW lokaler Speditionen mit LNG zu versorgen. Die Fahrzeuge werden auf LNG umgerüstet und im regulären Betrieb umfangreich getestet. Die Investitionen belaufen sich für diesen ersten Schritt auf rund eine halbe Million Euro.

LNG ist Erdgas, das durch Kühlung auf -161° Grad in den Flüssigzustand versetzt wird. Dabei reduziert sich das Volumen auf etwa ein 1/600 des Erdgas-Volumens unter Normaldruck, womit der Transport großer Erdgasmengen möglich wird. LNG ist wesentlich umweltfreundlicher, da die Emissionen von Kohlendioxid, Stickoxid, Schwefeldioxid und Feinstaub geringer sind als bei anderen Kraftstoffen.

Quelle: duisport, Foto: duisport / Rolf Köppen, im ersten Schritt ist die Einrichtung einer mobilen Tankanlage geplant, die bei Bedarf schnell und unkompliziert versetzt werden kann. Diese Anlage wird genutzt, um in der Anfangsphase hafeninterne Fahrzeuge wie Reachstacker und Terminalzugmaschinen sowie LKW lokaler Speditionen mit LNG zu versorgen.




Gary Aucoin neuer Geschäftsführer

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Mit Gary Aucoin ist ein ausgewiesener Vertriebsexperte der neue Geschäftsführer bei SCHOTTEL Inc. in Houma/LA. Ihn zeichnen breit gefächerte Erfahrungen und eine enorme Kenntnis des US-amerikanischen Propulsionsmarkts aus.

Zuletzt verantwortete er seit 2010 als Account Manager beim finnischen Anbieter Wärtsilä sowohl das Neuanlagengeschäft als auch den After Sales Service im Bereich Offshore; beides bereits starke Bereiche mit weiteren Wachstumspotenzialen beim deutschen Propulsionsexperten SCHOTTEL in Nordamerika. Aus weiteren Stationen seiner 15-jährigen Karriere in der maritimen Branche bringt der studierte Betriebswirt Gary Aucoin ein tiefes Vertriebs- und Marketingwissen des nordamerikanischen Markts in seine neue Position ein.

Gary Aucoin übernahm die Position Anfang Januar von Nils Moerkeseth, dem langjährigen Geschäftsführer von SCHOTTEL Inc. Dr. Christian Strahberger, Geschäftsführer der federführenden SCHOTTEL GmbH, dankte Nils Moerkeseth für sein jahrelang starkes Engagement, das bedeutend zur Expansion im nordamerikanischen Markt beitrug. Nils Moerkeseths Geschäftsstrategie bewirkte unter anderem nahezu eine Verzehnfachung des Umsatzes und eine bedeutende Steigerung der Marktanteile. Zusätzlich weitete er das Vertriebsgebiet auf Kanada aus. Er wird SCHOTTEL weiterhin als Vorstandsvorsitzender verbunden sein.

Die SCHOTTEL-Gruppe mit Hauptsitz in Spay am Rhein ist ein weltweit führender Hersteller von Antrieben und Steuerungen für Schiffe und Offshore-Anwendungen. 1921 gegründet, entwickelt und fertigt das Unternehmen seit rund 60 Jahren rundum steuerbare Antriebs- und Manövriersysteme, komplette Antriebsanlagen bis 30 MW Leistung sowie Steuerungen für Schiffe aller Art und Größe. Rund 100 Vertriebs- und Servicestandorte weltweit sorgen für Kundennähe.

Quelle und Foto: SCHOTTEL GmbH, Gary Aucoin und sein Vorgänger Nils Moerkeseth




Junge Retter braucht die Welt!

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Die Walter Rau Neusser Öl und Fett AG bot zusammen mit der Kinder- und Jugendinitiative in Neuss einen kostenlosen Aktionstag zur Klimakrise an.

Im vergangenen Jahr fand im Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Neusseine kostenlose Plant-for-the-Planet Akademie unterstützt durch das Engagement der Walter Rau Neusser Öl und Fett AG statt. Hier beschäftigten sich Kinder von 9 bis 12 Jahren (4. bis 7. Klasse) mit den Ursachen und Folgen der Klimakrise. Sie erfuhren was jeder Einzelne tun kann, hielten Vorträge, pflanzten Bäume und planten ihre ersten eigenen Aktionen.

Bereits früh morgens öffneten sich die Tore des Alexander-von-Humboldt Gymnasiums in Neuss. Nach den Vorbereitungen des Organisationsteams von Walter Rau, dem Moderatorenteam von Plant-for-the-Planet und den verantwortlichen Lehrerinnen des Gymnasiums, kamen gegen 9 Uhr die ersten Teilnehmer in der Mensa des Alexander-von-Humboldt Gymnasiums an. Insgesamt 43 Kinder nahmen an der Neusser Akademie teil.

Nach einer kurzen Begrüßung, gab es beim Plant-for-the-Planet Vortrag wichtige Klimainformationen unterhaltsam vom Botschafter für Klimagerechtigkeit, Christian Püllen, dargeboten. Die Folien bezogen sich auf: Quellen von CO2, Treibhauseffekt, Photosynthese, Klimakrise, Plant-for-the-Planet und globale Gerechtigkeit. Christian beantwortete geduldig Fragen und führte sehr kompetent durch den Akademietag.

Nach einer kurzen Pause mit kleiner Stärkung, wurden die Kinder in vier Kleingruppen aufgeteilt, um beim sog. Weltspiel etwas über globale Verteilung der Ressourcen und Gerechtigkeit zu erfahren. Danach übten die Kinder in Rhetorikgruppen das Aufbereiten und Präsentieren von kurzen Textpassagen, die sie bereits aus dem Eingangsvortrag kannten. Zum Mittagessen hatten die Helfer von Walter Rau vegetarische Pizzen vorbereitet.

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Nach dem Mittagessen folgte das Highlight des Tages, die tatsächliche Baumpflanzaktion! Ein gespendeter Bus der Stadtwerke Neuss brachte die Kinder und Betreuer zur ca. 500m² großen Pflanzfläche an der Steinhausstraße, welche die Stadt Neuss zur Verfügung stellte. Vor Ort hatte das GALA-Bau Team rund um Herrn Klein von der Mauer GmbH die Fläche bereits vorbereitet und stand den Kindern mit Rat und Tat zur Seite. Es konnten ca. 120 Setzlinge (Hainbuchen, Stieleichen, Winterlinden, Vogelkirschen) eingepflanzt werden.

Nach einer kurzen Pause ging es dann nochmal ans Eingemachte: Während eine kleine Gruppe separat den Abschlussvortrag für die Eltern vorbereitete, begann für die anderen Kinder das Modul „World Café“. Hier bearbeiteten die Kinder die Fragestellungen: „Wie erreichen wir, dass Medien über uns berichten?“, „Wie motivieren wir die Erwachsenen?“, „Wie motivieren wir Freunde und Mitschüler?“ und „Wie organisieren wir eine Pflanzparty?“. Die Ergebnisse wurden neben dem verkürzten Akademievortrag, in der Abschlussveranstaltung den Familien und Freunden präsentiert.

Nach diesem langen ereignisreichen Tag erhielten alle Teilnehmer ihre Urkunde zum Botschafter für Klimagerechtigkeit sowie die Botschafter-Tasche mit vielen Informationen zum Nachlesen.

Zur Walter Rau AG

Die Walter Rau Neusser Öl und Fett AG ist ein gesundheitsorientierter Lösungsanbieter unter anderem für die Lebensmittelindustrie. Das Unternehmen hat seinen Ursprung bereits vor mehr als 100 Jahren. Seitdem steht der Kunde und Verbraucher im Mittelpunkt der Aktivitäten. Mit modernsten Verfahren und nach einem durchgängigen Qualitätsmanagementsystem veredelt Walter Rau ausgewählte pflanzliche Rohstoffe zu hochwertigen, funktionellen Ölen und Fetten. Gerade heute legt die Walter Rau AG bei der Produktentwicklung nicht nur Wert auf die optimale Funktionalität der Produkte, sondern in besonderem Maße auf eine ganzheitliche Lösung.

Zu Plant-for-the-Planet

Ihren Ursprung hat die Kinder- und Jugendinitiative Plant-for-the-Planet in einem Klassenreferat des damals 9-jährigen Felix Finkbeiner im Januar 2007. Felix entwarf am Ende des Referats die Vision, die Kinder könnten in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen, um auf diese Weise einen CO2-Ausgleich zu schaffen. In den darauf folgenden Jahren entwickelte sich Plant-for-the-Planet zu einer weltweiten Bewegung: Heute setzen sich in mehr als 100 Ländern über 100.000 Kinder für eine Gesamtreduktion der CO2-Emissionen und für Klimagerechtigkeit im Sinne einer gerechten Verteilung der Emissionsrechte auf alle Menschen ein. Selbst aktiv werden die Kinder, indem sie Bäume pflanzen: In Deutschland ist die Millionen-Marke bereits überschritten. Weltweit haben wir zusammen mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) über 14 Milliarden Bäume gepflanzt. Jeder Baum ist ein CO2-Speicher und gleichzeitig Symbol für Klimagerechtigkeit.

National wie international erfährt Plant-for-the-Planet hohe Anerkennung. Fürst Albert II. von Monaco und Klaus Töpfer sind Schirmherren der Kinder- und Jugendinitiative. Auch die UNEP vertraut Plant-for-the-Planet: Am 07.12.2011 übergab es im Rahmen der UN-Klimakonferenz COP17 in Durban die „Billion Tree Campaign“ und somit den offiziellen weltweiten Baumzähler in die Hände der Kinder.

Quelle und Fotos: Walter Rau Neusser Öl und Fett AG




Eine Milliarde Euro für Bundesfernstraßen in NRW

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Im Jahr 2016 kann Nordrhein-Westfalen ein Rekordvolumen für die Bundesfernstraßen verzeichnen. An Bundesmitteln für Autobahnen und Bundesstraßen hat NRW rund 1.096 Millionen Euro abgerufen – so viel wie noch nie.

Das Abrechnungsvolumen steigt damit im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um rund 180 Millionen Euro an. Die größte Steigerung betrifft die Erhaltungsinvestitionen, bei denen das Abrechnungsvolumen auf fast 478 Millionen Euro wächst. Ein erheblicher Zuwachs ist auch bei den Neu- und Ausbaumaßnahmen (Bedarfsplanmaßnahmen) realisiert worden. Hier wurden rund 264 Millionen Euro investiert.

Über zehn Millionen Euro des Gesamtumsatzes kommen aus den länderübergreifenden Mittelausgleichen zum Jahresende. Die beigefügte Tabelle zeigt die Entwicklung von 2014 bis 2016. Die exakten Abrechnungszahlen für 2016 werden Anfang 2017 vorliegen.

Straßenbaumittel des Bundes für NRW in Millionen Euro
  2014 2015 2016*
Gesamt 976,2 912,3 1.096,0
Investitionen 816,0 743,9 919,0
-davon Bedarfsplan 211,3 196,3 264,0
-davon Erhaltung 455,9 400,7 478,0
-weitere Investitionen** 148,8 146,9 177,0
* für 2016 vorläufige Zahlen (gerundet)

** weitere Investitionen: z. B. Tunnelausrüstung, Verkehrslenkung, Um- und Ausbau, Lärmschutz, Radwege an Bundesstraßen

Differenz: Gesamt – Investitionen = Ausgaben für Unterhaltung und Instandhaltung (Betriebsdienst)

NRW-Verkehrsminister Groschek dankte zum Jahreswechsel den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Straßen.NRW für die geleistete Arbeit. „Die Neuorganisation beim Landesbetrieb Straßenbau trägt Früchte“, sagte Groschek. „Mein Dank gilt allen, die am Computer, am Reißbrett, auf dem Bock und auf der Straße zu diesem Erfolg beigetragen haben. Diese Leistung ist eine echte Investition in die dringend notwendige Verbesserung unserer Straßeninfrastruktur.“

Quelle: MBWSV, Foto: straßen.nrw




NRW und vier Provinzen rücken enger

Nordrhein-Westfalen will den grenzüberschreitenden Verkehr mit den niederländischen Provinzen Gelderland, Limburg, Overijssel und Nordbrabant verbessern. Die fünf Partner konzentrieren sich dabei besonders auf den Schienenverkehr. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung haben das Land NRW und die Provinzen unterzeichnet.

„Seit mehr als zehn Jahren setzen wir erfolgreich gemeinsame Projekte mit unseren niederländischen Partnern um“, erklärte Verkehrsminister Michael Groschek anlässlich der Unterzeichnung. „Diese erfolgreiche Zusammenarbeit wollen wir fortsetzen und weiter verstärken. Zudem finden wir bei unseren Nachbarn in Fragen der Mobilität manch‘ kreative Lösung.“

Conny Bieze, Regionalministerin für Mobilität und Logistik der Provinz Gelderland und gleichzeitig die Koordinatorin für die niederländische Seite, ergänzte: „Dank unserer guten Zusammenarbeit haben wir in den letzten Jahren schon deutlich besser abgestimmte Zugverbindungen zwischen den Niederlanden und Deutschland. Und diese erfolgreiche Zusammenarbeit setzen wir auch bei Straßenbauarbeiten auf beiden Seiten der Grenze fort.“

Vor allem drei Themen standen bei der gemeinsamen Verkehrskonferenz in Neuss im Mittelpunkt:

1.) Der Radverkehr spielt in beiden Regionen eine große Rolle. So gab es einen intensiven Austausch über die Entwicklung von Radschnellwegen. Mit diesen hat man in den Niederlanden gute Erfahrungen gesammelt. In Nordrhein-Westfalen wird beispiels-weise mit dem Radschnellweg RS 1 eine mehr als 100 km lange direkte und komfortable Radverbindung die Städte des Ruhrge-bietes miteinander verbinden.

2.) Zum grenzüberschreitenden Schienenverkehr haben alle Partner eine gemeinsame Agenda verabredet. So sollen die Verbindungen im Fernverkehr aber vor allem auch im Regionalverkehr ver-bessert werden. Hier geht es unter anderem um Verbindungen von Eindhoven nach Düsseldorf und Aachen, den Dreiländerzug Lüttich-Maastricht-Aachen und neue Nahverkehrszüge zwischen Bielefeld und Hengelo. Außerdem ist ein Pilotprojekt für kunden-freundlichere, grenzüberschreitende Tarife und Tickets geplant. Ein Erfolg der bisherigen Kooperation konnte auch verkündet werden: Ab Sommer 2017 fährt der neue Regionalexpress RE 19 ab Düsseldorf stündlich bis nach Arnheim.

3.) Auch beim Mobilitäts- und Verkehrsmanagement wollen die Partner enger kooperieren. Dabei geht es vor allem darum, Mobilität und Verkehr effizienter zu organisieren.

Die deutsch-niederländische Region entlang Rhein, Waal und Maas ist traditionell eng miteinander vernetzt. Mehr als 30.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer pendeln täglich in das jeweilige Nachbarland. Der Güterverkehr von und zu den niederländischen Nordseehäfen ist für NRW von großer Bedeutung. Deshalb hat die Weiterentwicklung der Verkehrswege auf Schiene, Straße und zu Wasser auf beiden Seiten der Grenze hohe Priorität.

Eric Geurts, Regionalminister für Mobilität, Stadtentwicklung und Tourismus der Provinz Limburg: „Es ist gut, die jahrelange Zusammenarbeit nochmal zu bestätigen. Die Provinz Limburg hat vor allem auf dem Gebiet Fahrrad große Ambitionen. Fahrradfahren ist gesund und sorgt für weniger Staus, das kann man schon heute sehr gut in Maastricht beobachten. Radschnellwege liegen voll im Trend, vor allem seitdem es immer mehr E-Bikes gibt. Desweiteren sind gute Verknüpfungen wichtig, um das Umsteigen auf Bus und Bahn zu erleichtern. In den kommenden Jahren werden wir hart arbeiten, um das zu realisieren. Davon profitieren alle: Einwohner und Gäste.“

Christophe van der Maat, Regionalminister für Mobilität und Zusammenarbeit der Provinz Nordbrabant: „Brabant gehört zu den Europäischen Top-Regionen, wenn es um Wissen und Innovation geht. Wenn wir noch mehr Unternehmen und Wis-sensstandorte anziehen wollen, dann ist die internationale Erreichbarkeit unserer Region von wesentlicher Bedeutung. Die Zugverbindung zwischen der Region Eindhoven, sowie mit unseren Nachbarprovinzen und den deutschen Stadtzentren müssen verbessert werden. Aber auch auf dem Gebiet intelligenter Transportsysteme und Mobilitätsinnovationen können wir uns gegenseitig unterstützen, Wissen miteinander teilen und voneinander lernen. Mit dieser Unterschrift verstärken wir die ge-meinschaftlichen Interessen. Letztendlich stehen wir vor denselben Herausforderungen.“

Bert Boerman, Regionalminister für Mobilität, Wasser und Soziales der Provinz Overijssel: “Wir haben die Zugfahrt ab Zwolle über Enschede nach Müns-ter/Dortmund um etwa 25 Minuten beschleunigt. So kommen wir buch-stäblich näher zusammen. Zusätzlich zu dieser bestehenden Verbindung starten wir im Dezember 2017 die neue Verbindung Hengelo-Rheine-Bielefeld. Die neuen Züge eignen sich sowohl für das niederländische als auch für das deutsche Eisenbahnsystem. Dies wird die Reisezeiten deutlich verkürzen. Diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist für die vielen Berufspendler und Reisende äußerst positiv und erhöht zudem die Bereitschaft, auch auf der jeweils anderen Seite der Grenze zu studieren.“

Quelle: NRW-Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr