1

Niedersachsen gibt Geld für Häfen

Mit Freude blickt Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann auf die Entwicklungen in Wittingen, denn das Land Niedersachsen gewährt der Stadt knapp 2,5 Millionen Euro. Die Fördersumme ist dafür gedacht, ein Projekt unter dem Titel „Modernisierung der Liegestelle und Geländeanpassung im Hafen Wittingen“ durchzuführen. Die Mittel in Höhe von 2.464.491,95 Euro entsprechen annähernd 70 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Insgesamt vergibt das Land 20 Mio. Euro.

Mit dem Vorhaben soll die Leistungsfähigkeit des Wittinger Hafens erhöht werden, um regionales Wirtschaftswachstum und Beschäftigung zu sichern beziehungsweise zu generieren. Durch die Modernisierung der Liegestelle und die Geländeanpassung sollen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie abgemildert werden, indem den im Hafen ansässigen Unternehmen verbesserte Verlademöglichkeiten angeboten werden. Unter anderem soll eine neue Spundwand eingesetzt werden. Durch den neu entstehenden Teilbereich, der etwa 175 Meter lang ist, soll die Möglichkeit geschaffen werden, zukünftig Schwergutumschlag vornehmen zu können.

Im Niedersächsischen Landtag übergab Althusmann einen Förderbescheid in Höhe von 9,2 Millionen Euro an die Stadt Papenburgmit dem Niedersachsen Ausbaggerungen im Hafen Papenburg im Jahr 2021 fördert.

Wirtschaftsminister Althusmann: „Mit unserer Förderung unterstützen wir in dieser schwierigen Zeit der Corona-Pandemie Kommunen und Hafenbetreiber dabei, durch weitere Investitionen ihre Standorte zu sichern und die Rahmenbedingungen vor Ort zu verbessern. Der Hafen Papenburg kann so weiter leistungsfähig bleiben, was auf Dauer möglichst viele Arbeitsplätze in der Region erhalten soll. Von den Ausbaggerungen im Hafen wird die gesamte dortige Hafenwirtschaft unmittelbar profitieren – das gilt auch für den Papenburger Standort der Meyer Werft und die gesamte örtliche Wirtschaft, für die so die uneingeschränkte Nutzung des Hafens weiter gesichert und verbessert wird.“

Das ‚Sonderprogramm Häfen‘ umfasst insgesamt 20 Millionen Euro. Mit diesem unterstützt das Land Kommunen und Hafenbetreiber bei Infrastrukturmaßnahmen und Ausbaggerungen in See- und Binnenhäfen, um die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund der COVID-19-Pandemie abzumildern und die Häfen als Teil der systemrelevanten Infrastruktur und der ansässigen maritimen und regionalen Wirtschaft zu stärken. So sollen die Rahmenbedingungen für wirtschaftliche Tätigkeit und Investitionen verbessert werden. Dazu zählen:

  • Investitionen in die Errichtung, den Ersatz oder die Modernisierung von Infrastrukturen und Einrichtungen in Häfen, mit deren Hilfe verkehrsbezogene Hafendienste erbracht werden,
  • Investitionen in die Errichtung, den Ersatz oder die Modernisierung von Infrastrukturen aller Art, die nötig für den Zugang in einen Hafen von Land, von See und/oder von Flüssen/Kanälen sind,
  • Ausbaggerungen in Zugangswasserstraßen zu einem Hafen oder in einem Hafen.

Die im Jahr 2021 zur Verfügung gestellten Mittel in Höhe von 20 Millionen Euro sind mittlerweile ausgeschöpft. Nach den bisherigen Erfahrungen bei der Abwicklung des Programms ist es geboten, für bereits jetzt absehbare wirtschaftliche Belastungen der niedersächsischen See- und Binnenhäfen auch für 2022 entsprechende Mittel bereitzustellen. Die Verlängerung des Sonderprogramms um ein weiteres Jahr ist daher in die Wege geleitet worden.

Vier Maßnahmen – inklusive Wittinger Hafen und Papenburger Hafen – wurden über das Sonderprogramm Häfen gefördert. Minister Dr. Bernd Althusmann: „Ich freue mich, dass unser Sonderprogramm so gut angenommen wurde und dass wir unseren Teil zur Zukunftsfähigkeit des Standortes Wittingen beitragen konnten. Dazu gehört übrigens auch eine Verbesserung der Gleisinfrastruktur.“

Denn: Neben dem Hafen ist auch die Bahnstrecke Celle-Wittingen im Blick des Landes. Diese Strecke im Netz der Osthannoverschen Eisenbahn (OHE) macht den Wittinger Hafen zu einem trimodalen Logistikknoten. Während das Land Vorbereitungen zu einem möglichen Kauf der gesamten OHE-Schieneninfrastruktur vorantreibt, hat die OHE AG bereits die Sanierung der Strecke Celle-Wittingen im Blick. Und hier überbringt das Ministerium eine weitere gute Nachricht an den Gifhorner Landrat Dr. Andreas Ebel und den Bürgermeister der Stadt Wittingen, Andreas Ritter, die sich für die Infrastrukturprojekte in Wittingen eingesetzt haben. Auch hierfür werden Fördermittel eingesetzt. Für die Förderung des Bundes über das Schienengüterfernverkehrsnetzförderungsgesetz (SGFFG) liegt jetzt der Förderbescheid über 1,89 Millionen Euro vor. Weitere Fördermittel des Landes Niedersachsen in der Höhe von 1,5 Millionen Euro sind in der Planung der OHE vorgesehen. Mit der Erneuerung von rund 12 Kilometer Gleis soll die durchgängige Befahrbarkeit der gesamten Strecke sichergestellt werden.

Quelle und Foto: Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung




Hellmann wird Regionalbotschafter

Jutta Oeltjendiers wird Regionalbotschafterin für das Land Niedersachsen (NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge / Bernd Brundert)

Tausende Menschen kommen jedes Jahr nach Deutschland, um hier ein neues Leben aufzubauen. Gleichzeitig stellt der Fachkräftemangel die deutsche Wirtschaft zunehmend vor Herausforderungen. Um diese Situation zukunftsorientiert in Einklang zu bringen, hat sich das „NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ zum Ziel gesetzt, Arbeitgeber aktiv bei der Ausbildung und Beschäftigung von Geflüchteten zu unterstützen. Die Initiative des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie hat deutschlandweit rund 2.700 Mitgliedsunternehmen, die gemeinsam eine integrative Personalpolitik umsetzen.

Seit über fünf Jahren ist auch Hellmann Worldwide Logistics Teil des NETZWERKES und nimmt mit der Ernennung von Jutta Oeltjendiers, Ausbildungsreferentin Integration & Sprache, zur Regionalbotschafterin des Landes Niedersachsen künftig eine wichtige Rolle in dem Verbund ein. Im Mittelpunkt steht dabei die Aufgabe, als zentrale Ansprechpartnerin die weitere Vernetzung von regionalen Unternehmen voranzutreiben, um so den Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer zu fördern. Gleichzeitig wird Jutta Oeltjendiers ihr Know-How als Vermittlerin zwischen Wirtschaft und Politik für das Land Niedersachsen einbringen.

„Bei Hellmann haben wir schon seit vielen Jahren zahlreiche Initiativen, um geflüchtete Menschen zu integrieren und damit unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Gleichzeitig ist dies auch eine Möglichkeit, gegen den Fachkräftemangel anzugehen. Ich freue mich sehr darauf, meine langjährigen Erfahrungen mit anderen Unternehmen zu teilen und die niedersächsische Wirtschaft so noch integrativer zu gestalten. Mir ist es ein großes Anliegen, den oft jungen Geflüchteten eine Orientierung zu geben. Denn sie haben oft eine enorme Motivation und wünschen sich eine schnelle Integration in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft“, sagt Jutta Oeltjendiers, Ausbildungsreferentin Integration & Sprache, Hellmann Worldwide Logistics Germany.

„Gerade in Zeiten wie diesen ist es uns als Unternehmen sehr wichtig, geflüchteten Menschen durch die aktive Integration in den Arbeitsmarkt eine Perspektive aufzuzeigen. Wir haben bei uns insbesondere unter den Auszubildenden und jungen Arbeitnehmer*innen viele Kolleg*innen mit Migrationshintergrund, die sich auch dank der praxisnahen Unterstützung des NETZWERKES schnell eingelebt und Fuß gefasst haben. Ich freue mich, dass Jutta Oeltjendiers als Regionalbotschafterin des Landes Niedersachsen jetzt andere Unternehmen dabei unterstützen kann, eine integrative Personalpolitik umzusetzen“, so Christa Stienen, Chief HR Officer, Hellmann Worldwide Logistics.

Das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge wurde 2016 als gemeinsame Initiative des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gegründet. Mittlerweile haben sich mehr als 2.700 Unternehmen dem bundesweiten NETZWERK angeschlossen, um die Ausbildung und Beschäftigung von Geflüchteten gemeinsam und praxisorientiert voranzutreiben. Die Angebote des NETZWERKs wie Beratung, Informationsmaterialien, Webinare, Workshops und Veranstaltungen sind, ebenso wie die Mitgliedschaft, kostenfrei. Weitere Informationen unter www.nuif.de

2019 wurde das Konzept der Regionalbotschafterinnen und -botschafter ins Leben gerufen, um aus dem riesigen Erfahrungsschatz der Mitgliedsunternehmen regionale Besonderheiten herauszustellen und ein Netzwerk aus Expertinnen und Experten aufzubauen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Betriebe in der Region weitergibt. Nach einem Jahr ernennen die Regionalbotschafter Mitte 2022 ihre Nachfolgerinnen und Nachfolger.

Seit seiner Gründung vor 150 Jahren hat sich Hellmann Worldwide Logistics zu einem der großen internationalen Logistik-Anbieter entwickelt. Der Hellmann-Konzern hat 2020 mit 10.601 MitarbeiterInnen einen Umsatz von rund EUR 2.5 Mrd. erzielt. Die Dienstleistungspalette umfasst die klassischen Speditionsleistungen per LKW, Schiene, Luft- und Seefracht, genauso wie ein umfangreiches Angebot für KEP-Dienste, Kontraktlogistik, Branchen- und IT-Lösungen.

Quelle und Foto: Hellmann Worldwide Logistics SE & Co. KG





Kiel erhält Anbindung nach Verona

Im umweltfreundlichen Schienengüterverkehr erhält der Kieler Seehafen zusätzliche Kapazitäten und schnellere Verbindungen. Über den MegaHub Lehrte verkehren seit Anfang September wöchentlich fünf neue Zugpaare von Kiel im Alpentransit nach Verona in Norditalien. In der Schnellumschlagsanlage Lehrte besteht für die Frachteinheiten zudem Anschluss an die Destinationen Duisburg, München und Ludwigshafen.

Anlässlich der ersten Zugabfahrt vom Schwedenkai sagte Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer des PORT OF KIEL: „Die neue Verbindung über Hannover Lehrte gibt uns jetzt die Kapazität, die für eine noch stärkere Verlagerung der Hinterlandverkehre von der Straße auf die Schiene benötigt wird.“

Betrieben werden die Züge von der Kombiverkehr KG, Frankfurt, deren Leiter Vertrieb Peter Dannewitz erklärte: „Der MegaHub Lehrte ermöglicht es uns, sowohl die Verbindungen zwischen Italien und dem Ostseeraum zu erweitern als auch zusätzliche nationale Umsteigemöglichkeiten von und nach Kiel anzubieten. Hier besteht mit dem PORT OF KIEL großes Potenzial auch für den weiteren Ausbau effizienter Schienenverbindungen.“ Neu ist in Kiel, dass jetzt auch die Züge von und nach Italien – genau wie der bestehende KV-Shuttle von und nach Hamburg – neben dem Schwedenkai zugleich den Ostuferhafen direkt anbinden und somit ebenfalls unmittelbare Möglichkeiten der Weiterverladung ins Baltikum sowie an die schwedische Süd- und Ostküste bieten.

Die fünf zusätzlichen Zugpaare haben eine für den Alpentransit über den Brenner zugelassene Länge von 540 m und verfügen über je 20 Waggon für den Transport von 20 Trailern sowie 20 Containern bis 30-Fuß. Die Züge verlassen Kiel jeweils am Abend, sodass Ladungseinheiten in Lehrte noch in der Nacht auf die weiteren Destinationen umsteigen können. In Gegenrichtung werden Container und Trailer aus den verschiedenen Relationen sowie dem Wirtschaftsraum Hannover/Braunschweig in Lehrte zugeladen und dann via Kiel mit Ziel Norwegen, Schweden sowie dem Baltikum weiterverschifft. Die Reedereien Stena Line (nach Göteborg), Color Line (nach Oslo) und DFDS (nach Klaipeda) bieten tägliche Abfahrten im Fährverkehr ab Kiel. Hinzu kommen wöchentlich zwei Rundläufe mit SCA Logistics an die schwedische Süd- und Ostküste (nach Malmö und Sundsvall sowie nach Umea bzw. Iggesund).

Der Kieler Hafen registriert eine stetig wachsende Anzahl von unbegleiteten Ladungseinheiten, die mit den Fähren verladen werden. Durch die Anbindung über Lehrte kann der Vor- und Nachlauf jetzt in noch größerem Umfang über die Bahn und damit nachhaltiger erfolgen. Im Vergleich zum Transport über die Autobahnen reduziert der Schienengüterverkehr den Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid (CO2) im Hafenvor- und Nachlauf um durchschnittlich 57 Gramm je Tonnenkilometer. Auf der Relation Kiel – Verona spart dies circa 1,4 Tonnen CO2 je Ladungseinheit bei einem Ladegewicht von 20 Tonnen. Dirk Claus: “Die Verkehrsverlagerung auf die Schiene ist erklärtes Ziel unserer Blue Port-Strategie und unterstützt die Bestrebungen der verladenen Wirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit im Transport. Durch die neuen Züge können jährlich bis zu 28.000 Tonnen CO2 eingespart werden.“

Im kombinierten Ladungsverkehr ist Kiel bereits mit dem werktäglichen KV-Shuttle über Hamburg-Billwerder an das nationale wie europäische Netz von Kombiverkehr angebunden. Hinzu kommen drei direkte Abfahrten je Woche und Richtung von und nach Bettembourg in Luxemburg. Auf der Relation von und nach Italien stehen nun insgesamt sechs wöchentliche Verbindungen zur Auswahl, davon fünf über Hannover Lehrte. Jährlich werden im Kieler Hafen mehr als 100.000 unbegleitete Trailer und Container umgeschlagen. Davon wird bereits etwa ein Drittel im Hafenhinterlandverkehr mit der Bahn befördert. Durch die Anbindung über den MegaHub Lehrte werden Kapazitäten für den umweltfreundlichen Transport von 20.000 zusätzlichen Frachteinheiten geschaffen.

Quelle und Foto: Port of Kiel, im umweltfreundlichen Schienengüterverkehr erhält der Kieler Seehafen zusätzliche Kapazitäten und schnellere Verbindungen. Über den MegaHub Lehrte verkehren seit Anfang September wöchentlich fünf neue Zugpaare von Kiel im Alpentransit nach Verona in Norditalien. In der Schnellumschlagsanlage Lehrte besteht für die Frachteinheiten zudem Anschluss an die Destinationen Duisburg, München und Ludwigshafen.




Man sieht sich wieder in Berlin

Der Deutsche Logistik-Kongress vom 20.-22. Oktober soll nicht nur digital im Netz, sondern als hybrides Event stattfinden – mit einem Präsenzteil in Berlin, der endlich wieder die persönlichen Begegnungen in den Mittelpunkt stellt. Netzwerken wird möglich sein, auf Basis eines Sicherheits- und Hygienekonzeptes. Der Kongress wird durch die Senatsverwaltung Berlin für Wirtschaft, Energie und Betriebe gefördert, da er zur Wiederbelebung der B2B- Veranstaltungswirtschaft beiträgt.

Im Zuge der Förderung verpflichtet sich die Bundesvereinigung Logistik (BVL) als Veranstalter zudem auf eine Sustainable Event Scorecard. Die Kriterien betreffen neben der Kompensation der nicht-reduzierbaren CO²-Emissionen beispielsweise auch die Planung des Caterings unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten, die Unterbringung aller Beteiligten am Veranstaltungsort oder im Umkreis von drei Kilometern oder das vergünstigte Angebot nachhaltiger Anreisemöglichkeiten mit der Bahn.

Das Hygienekonzept fußt auf behördlichen Vorgaben und berücksichtigt Erfahrungen und Erkenntnisse, die die BVL und ihre Partner bei anderen Veranstaltungen gesammelt haben. Außerdem fließt Expertise des Landes Berlin ebenso ein wie die des Epidemiologen Prof. Brinks von der Universität Witten-Herdecke. Brinks sagte in einem Interview für die BVL, er gehe aufgrund der guten Schutzwirkung der Impfung davon aus, dass der Kongress im Oktober mit einem angemessenen und verantwortungsvollen Hygienekonzept gut und sicher durchgeführt werden kann. „Vielleicht überzeugt das noch den ein oder anderen Unentschlossenen“, sagt der BVL-Vorstandsvorsitzende Prof. Thomas Wimmer.

Die Inhalte des Kongresses stehen unter dem Motto „Chancen nutzen – Adapt to lead“. Der Logistik-Indikator für das dritte Quartal hat gezeigt: Der Schwung aus dem Monat Juni lässt trotz sehr ordentlicher Geschäftslage nach. Dabei ist es weniger die Pandemie, sondern es sind eher handfeste realwirtschaftliche Herausforderungen, die die Erholung infrage stellen. „Es sind nicht nur „Chips“, die fehlen und zeitweise zu Produktionsstopps führen, sagt Wimmer und fügt hinzu: „Knappheit und Preissteigerungen erleben alle Industrien auch bei Stahl, Holz und weiteren Bau- und Rohstoffen sowie bei Energieträgern.“ Logistik und Supply Chain-Management sind jetzt gefragt, neue Wege zu finde, damit umzugehen. „Das machen wir nicht zum ersten Mal, und wir können das gut“, so Wimmer.

Supply Chain Management und Logistik befinden sich nicht erst seit der Corona- Pandemie im Aufbruch und in permanenter Veränderung. Welche Technologien werden die Wertschöpfungsketten beeinflussen? Wie erreichen wir echte Klimaneutralität? Wie schützen wir uns gegen Cyber-Kriminalität? Hochkarätige Sprecherinnen und Sprecher vermitteln ihre Expertise und liefern spannende Impulse, darunter

  • Dorothea von Boxberg, Vorstandsvorsitzende, Lufthansa Cargo AG, Frankfurt; Vorstand, BVL
  • Siegfried Russwurm, Präsident Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Berlin
  • Dr. Marianne Janik, Vorsitzende der Geschäftsführung, Microsoft Deutschland, München (Interview lesen)
  • Christian Erlach, Mitglied des Vorstandes, Jungheinrich AG, Hamburg
  • Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender, IG Metall, Frankfurt
  • Meri Stevens, Worldwide Vice President Supply Chain – Consumer Health & Deliver, Johnson & Johnson, Princeton, New Jersey, USA
  • Jochen Thewes, Chief Executive Officer, Schenker AG, Frankfurt
  • Sebastian Windeck, Innovationsmanagement, Metallbau Windeck GmbH, Kloster Lehnin und Co-Founder, neopolis GmbH, Berlin
  • Prof. Dr. Martin R. Stuchtey, Co-Founder and Managing Partner, SYSTEMIQ GmbH, München
  • Felix Fiege, CEO, Fiege Group, Greven; Beirat, BVL
  • Dr. Norbert Lammert, Bundestagspräsident a.D., Vorsitzender Konrad- Adenauer-Stiftung, Berlin

Neben den hier vorgestellten Themen wird es auch Fachsequenzen zu den Bereichen Circular Economy, Logistik in Städten, Plattformökonomie, Supply Chain 4.0 oder Chancen und Grenzen von Resilienz und Transparenz von Lieferketten geben. Auch New Work und Logistikimmobilien stehen auf dem Programm.

Böswillige Angriffe auf Computer, Server, Mobilgeräte, Netzwerke, Daten, Anlagen- und Systemsteuerungen bedrohen inzwischen jedes Unternehmen, sind aber schwer abzuwehren. Nach seinem Impulsvortrag diskutiert Torsten Boettjer (Oracle) mit Prof. Julia Arlinghaus (Fraunhofer IFF), Alpha Barry (Secida AG) und Generalleutnant Michael Vetter (Bundesministerium der Verteidigung), welche hoheitlichen Aufgaben Deutschland und Europa übernehmen und welche Verantwortung Unternehmen tragen müssen. Außerdem gibt es Rat dazu, welche Schutzmaßnahmen und Services unerlässlich sind oder wie das Wissen zum Thema ausgebaut werden kann.

Ob Energie- und Mobilitätswende, neue Antriebstechnologien oder digitale Transformation – diese Entwicklungen setzen etablierte Geschäftsmodelle unter Druck. Neben der stetigen Verbesserung des eigenen Angebots entscheiden deshalb zunehmend Adaptionsfähigkeit und Wandlungsvermögen über die Wettbewerbsfähigkeit. Wie man Ansätze für neue Geschäftsfelder erkennt und bestehende Geschäftsmodelle erfolgreich grundlegend verändert, darüber sprechen u.a. Dr. Nicole Schnittfeld (Post CH AG), Dr. Stefan Sigg (Software AG) oder Dr.-Ing. Johannes Stemmer (Beumer Group).

Die Zukunft von Supply Chains ist eng verbunden mit neuen Technologien. Aber welche der aufregenden Visionen von der Zukunft wird den Wirtschaftsbereich Logistik formen? Wie können kleine und mittlere Unternehmen aus Logistik und Supply Chain- Management eine Technologie für sich finden, die sich wie eine Nadel in einem Heuhaufen aus neuen Lösungen versteckt? Antworten geben unter anderem Dr. Kerstin Höfle (Körber Supply Chain GmbH), Steffen Bersch (SSI SCHÄFER Gruppe) und Yorke E. Rhodes III (Microsoft USA).

Neue Technologien haben auch in der Transportlogistik den Boden für neue Geschäftsmodelle bereitet. Insbesondere „Plattform-Speditionen“ machen sich die Möglichkeit zunutze, große Datenmengen kostengünstig zu erheben, zu analysieren und Angebot und Nachfrage automatisiert auszugleichen – und haben dadurch einen tiefgreifenden Wandel eingeleitet. Dr.-Ing. Zäzilia Seibold (Robert Bosch GmbH), Dr. Atif Askar (Traton SE), Philipp Ortwein (InstaFreight GmbH) und andere sprechen darüber, wie die „Transportlogistik von morgen“ konkret aussieht, wie sich etablierte Akteure im neuen Umfeld positionieren und was für die Verlader heißt.

Die Panelisten diskutieren zu Fragen der Klimaneutralität globaler Logistikketten einschließlich der letzten Meile aus der Perspektive der Global Player und der der mittelständischen Akteure.

Diskussionsteilnehmer sind Rolf Habben-Jansen, Vorsitzender des Vorstandes, Hapag- Lloyd AG, Hamburg; Tim Scharwath, CEO Global Forwarding, Freight, Deutsche Post DHL Group, Bonn; Meri Stevens, Worldwide Vice President Supply Chain – Consumer Health & Deliver, Johnson & Johnson, Princeton, New Jersey, USA, Rolf Meyer, stellv.

Aufsichtsratsvorsitzender, Meyer & Meyer Holding SE & Co. KG, Pietro D’Arpa, Vice President, Supply Chain Europe: Logistics and End to End Strategic Planning, The Procter & Gamble Company, Lausanne, Schweiz sowie Dr. Sven Rutkowsky, Partner, Kearney, Düsseldorf.

Deutscher Logistik-Preis und Wissenschaftspreis Logistik

Der Mittwochabend steht beim Kongress traditionell im Zeichen der Verleihung des Deutschen Logistik-Preises. Am Freitagmorgen verleiht die BVL mit Unterstützung von McKinsey den Wissenschaftspreis Logistik. Die Präsentationen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die das Finale erreichen, finden diesmal als digitales Pre-Event bereits vor dem Kongress statt.

Pre-Events

Damit die digitale Version des Kongresses etwas kompakter wird, werden drei Themenbereiche in Form von Pre-Events digital vorab als eigenständige Termine angeboten. Wer sich zum digitalen Deutschen Logistik-Kongress anmeldet, bekommt die Zugangsdaten rechtzeitig per E-Mail.

Programm

Das Programm für den Deutschen Logistik-Kongress 2021 steht ab sofort als PDF zum Download bereit unter www.bvl.de/dlk-programm, es wird laufend aktualisiert.

Online-Pressezentrum

Aussteller, Partner und Sponsoren des Deutschen Logistik-Kongresses veröffentlichen auf der BVL-Website Meldungen und Berichte zu neuen Entwicklungen und Produkten: www.bvl.de/dlk-pressezentrum

Anmeldung

Alternativ zum Präsenzteil ist auch eine rein digitale Teilnahme am Kongress möglich, und zwar kostenfrei. Hierzu bedarf es einer separaten Anmeldung

Die Registrierung von Teilnehmerinnen und Teilnehmern muss für beide Formate über die Kongress-Homepage erfolgen: www.bvl.de/dlk

Quelle und Foto: BVL




HPA kauft E-LKW von Iveco und Nikola

IVECO, die Nutzfahrzeugmarke von CNH Industrial (NYSE: CNHI/MI: CNHI), und die NIKOLA Corporation (NYSE: NKLA) haben anlässlich der Eröffnung des
gemeinsamen Produktionswerks im deutschen Ulm ein Memorandum of Understanding (MoU) mit der Hamburg Port Authority AöR (HPA) unterzeichnet. Die Vereinbarung regelt einen zweiphasigen Testlauf und die Lieferung von insgesamt 25 NIKOLA TRE BEV Sattelzugmaschinen, die im Jahr 2022 an den Hafen ausgeliefert werden.

In der ersten Phase testet der Hafen die NIKOLA TRE BEV Sattelzugmaschinen im täglichen Transport- und Logistikbetrieb zusammen mit einer leistungsstarken Ladesäule. In der zweiten Phase der Projektpartnerschaft erfolgen die vollständige Integration der BEV-Fahrzeuge in den Hafenbetrieb sowie die Installation der Ladeinfrastruktur und die damit verbundenen Servicedienstleistungen unter Einbeziehung der wichtigsten Lieferanten. Bei den für beiden Phasen zur Verfügung gestellten Fahrzeugen handelt es sich um die US-Version des NIKOLA TRE BEV mit einer Sondergenehmigung für den Betrieb im Hafen.

„Hamburg verfolgt im Rahmen der langfristigen EU-Klima-Strategie das Ziel, ebenfalls bis 2050 klimaneutral zu sein. Der Fokus des Hafens liegt darauf, eine Vorreiterrolle mit Pilotprojekten bei der Anwendung technischer Innovationen zu übernehmen. Wir sehen eine große Übereinstimmung zwischen unseren Anforderungen und dem Lkw, der ab sofort hier in Ulm gebaut wird, um unsere Ziele zu erreichen”, sagte Jens Meier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Port Authority.

„Hamburg ist bereit, Maßstäbe zu setzen, um eine klimafreundliche Stadt zu werden. Die Zusammenarbeit mit NIKOLA, einem Hersteller von schweren Nutzfahrzeugen für emissionsfreie, batterieelektrische Fahrzeuge, ist ein wichtiger Meilenstein. Gemeinsam möchten wir im Hamburger Hafen daran arbeiten, ein bisher einmaliges Pilotprojekt mit Ihnen und Partnern aus der Hafenlogistik auf den Weg zu bringen. Dieses MoU zwischen Corporate Communications NIKOLA und der HPA ist für mich ein erster, aber entscheidender Schritt, mit dem wir den Hamburger Hafen zum Piloten für innovative Antriebe machen. Aus Sicht der Freien und Hansestadt Hamburg freue ich mich auf eine gute und ergebnisreiche Zusammenarbeit”, bestätigte der Senator für Wirtschaft und Innovation in Hamburg, Michael Westhagemann.

„NIKOLA begrüßt die Nachhaltigkeitsziele des Hamburger Hafens und ist stolz darauf, bei diesem Projekt zusammenzuarbeiten”, sagte Mark Russell, CEO bei NIKOLA. „NIKOLA arbeitet auch an einem ähnlichen Programm in den Vereinigten Staaten von Amerika. Diese Art von richtungsweisenden Vereinbarungen hilft beim globalen Wandel hin zu einer emissionsfreien Zukunft.”

„Deutschlands größter Seehafen ist für uns der perfekte Ort, um die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des NIKOLA TRE zu demonstrieren. Wir freuen uns, schon anhand der ersten Ergebnisse der ersten Phase zu erfahren, wie wir die Hamburg Port Authority am besten dabei unterstützen können, ihre Umweltschutzziele zu erreichen”, sagte Gerrit Marx, President Commercial & Specialty Vehicles bei CNH Industrial.

Der NIKOLA TRE ist als sichere, zuverlässige und leistungsstarke, emissionsfreie Transportlösung konzipiert und treibt den Wandel in der Branche voran. Als Basis dient eine IVECO S-WAY Plattform mit einer von FPT Industrial mitentwickelten elektrischen Achse. Die fortschrittliche Elektro- und Brennstoffzellentechnologie von NIKOLA sowie Schlüsselkomponenten des Partners Bosch komplettieren den NIKOLA TRE.

Quelle und Foto: Hamburg Port Authority, Unterzeichner des MoU (v.l.n.r.): Mark Russell (CEO Nikola), Gerrit Marx (CEO IVECO), Iris Scheel (Leitung Strategy and External Affairs Hamburg Port Authority) und Jens Meier (CEO Hamburg Port Authority) vor Brennstoffzellen-LKW.




Minister wirbt für Berufe auf der Schiene

In der Bahnbranche gibt es tausende offene Stellen. Und neben der Lokführerin oder dem Lokführer werden vielfältige Berufsmöglichkeiten auf und an der Schiene angeboten. Das neue Jobportal der Mobilitätsmarke bwegt bündelt unter bwegt.de/karriere offene Stellen der Eisenbahnverkehrsunternehmen in Baden-Württemberg.

Zum Start des Portals traf Verkehrsminister Winfried Hermann MdL fünf Auszubildende, die den Sprung in eine neue berufliche Zukunft wagen. Der Minister sagte: „Der Schienenverkehr ist eine tragende Säule der Verkehrswende hin zu einer klimaverträglichen Mobilität. Dafür brauchen wir motiviertes Personal. Nicht nur Lokführer und -führerinnen oder Kundenbetreuerinnen und -betreuer, sondern auch Ingenieure, Kaufmänner und -frauen oder Elektriker und Elektrikerinnen. Die zukunftsträchtige Branche ist vielseitig und bietet auch Quereinsteigern viele Möglichkeiten.“

Zirka 60 Prozent der Zugausfälle im Regionalverkehr in Baden-Württemberg der vergangenen Jahre war den Verkehrsunternehmen anzulasten. 25 Prozent davon waren personalbedingt. Der Personalbedarf ist also weiterhin groß. Mit dem Portal unter bwegt.de ist erstmals eine gebündelte Jobsuche in der Bahnbranche im Land möglich. Das Portal bietet einen Anlaufpunkt sowohl für interessierte Jobsuchende als auch einen weiteren für die EVUs, auf dem sie ihre Gesuche veröffentlichen können. Etwa 600 offene Stellen lassen sich derzeit auf der Seite finden, die gemeinsam mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen Schritt für Schritt ausgebaut wird.

Die Suche in dem Portal kann gefiltert werden nach:

  • Beschäftigungsart (Berufserfahrene, Einsteiger, Quereinsteiger, Schüler, Studierende)
  • Aufgabenbereich (Einkauf, Fahrdienst & Verkehr, Finanzen, Immobilien, Ingenieurwesen, IT, Kundenservice, Logistik, Marketing, Personal, Produktion & Instandhaltung, Projektmanagement, Qualitätsmanagement, Recht, Vertrieb, Verwaltung)
  • Standort (alle möglichen Standorte in BW)
  • Arbeitgeber (die in BW tätigen EVUs sowie NVBW)

Minister Hermann erläuterte: „Neben der Qualifizierung Geflüchteter zu Triebfahrzeugführern und dem Aufbau eines Personalpools von Lokführern gehen wir mit bwegt einen weiteren Weg, um Interessierte für Bahnberufe anzusprechen. Als Dachmarke für den öffentlichen Verkehr wollen wir die Attraktivität der Branche als Arbeitgeber deutlich machen und unterstützen. Dazu gehört ein leicht zu bedienendes Jobportal.“

Quelle: Verkehrsministerium Baden Württemberg, Foto: Verkehrsministerium Baden Württemberg/ Sebastian Berger




Ehrung der Jahrgangsbesten

Seit mehr als fünfundzwanzig Jahren zeichnet der Landesverband Spedition + Logistik im Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen (VVWL) e. V. in einer kleinen Feierstunde die jahrgangsbesten Absolventen im Berufsbild “Kaufmann / -frau für Spedition und Logistikdienstleistung“ in Münster aus. Auszubildende, die ihre Abschlussprüfung zum Kaufmann / zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung mit der Note “gut” oder sogar mit “sehr gut” bestanden haben, erhalten eine Prämie und eine vom Präsidenten des DSLV Bundesverband Spedition und Logistik unterzeichnete Urkunde.

Seit 1995 vergibt der mit Geschäftsstellen in Münster und Düsseldorf ansässige Verband den “Heinrich-Rummeling-Preis”. Seit diesem Jahr stellt die Deutsche Verkehrs-Zeitung (DVZ) der DVV Media Group GmbH den medialen Teil der Auszeichnung zur Verfügung. Er beinhaltet ein Jahr Zugriff auf das DVZ-Informationspaket, bestehend aus der wöchentlichen DVZ-Printausgabe, dem täglichen Newsletter “Der TAG“, einem Zugang zur Homepage www.dvz.de und zum digitalen Archiv der DVZ. Abgerundet wird dieses Informationspaket mit einer Einladung zur Teilnahme an einer DVZ-Veranstaltung nach Wahl. Der Landesverband Spedition + Logistik freut sich über diese großartige Unterstützung des branchenweit anerkannten Fachverlages. Ergänzt wird der Gesamtpreis durch eine Einladung des bzw. der Jahrgangsbesten in Begleitung des Niederlassungsleiters zum nächsten in Präsenz möglichen jährlichen “Nikolaustreffen“ des Landesverbandes, bei dem regelmäßig die Vorsitzenden der Landesverbände Spedition + Logistik sowie Möbelspedition und Logistik eine branchenpolitische Bestandsaufnahme vornehmen und jeweils ein hochkarätiger Gastredner vorträgt. Abgeschlossen wird diese Traditionsveranstaltung durch ein gemeinsames Grünkohlessen der teilnehmenden Mitgliedsunternehmen. Zur individuellen Freude erhält der oder die jahrgangsbeste Auszubildende einen Gutschein über ein “Pizza-Essen“ im Kreis der Auszubildenden-Kollegen des Ausbildungsbetriebes.

Der “Heinrich-Rummeling-Preis” ging in diesem Jahr an die Jahrgangsbeste Chantal Heilmann aus dem Ausbildungsbetrieb Rhenus Freight Logistics GmbH & Co. KG in Duisburg.

Aufgrund der Corona-Lage sahen sich die Verantwortlichen in diesem Jahr leider gehalten, einige Änderungen an der üblichen Form der Ehrung vorzunehmen. Zum Erhalt der Gesundheit Aller wurden daher nur die “sehr guten” Absolventen zur Feierstunde in die IHK Nord Westfalen zu Münster eingeladen.

Somit erhielten sieben junge Speditionskaufleute von Verbandsgeschäftsführer Dr. Christoph Kösters in Gegenwart ihrer betrieblichen Ausbilder Ehrenurkunden für ihre hervorragenden Prüfungsleistungen. Zusätzlich zur Ehrenurkunde wurde wieder ein Präsent mit besonderem Erinnerungswert überreicht: ein exklusiv angefertigtes Actros-Fahrzeugmodell im Maßstab 1:87.

In seiner Ansprache blickte Dr. Kösters auf die Entwicklungen der Verkehrs- und Logistikmärkte in den Jahren 2020/2021. Corona und die Wirtschaftskrise stellten für die Branche eine nie dagewesene Herausforderung dar und führten zu massiven Einbrüchen in 2020. Ab dem Sommer 2020 hat bereits eine Wiederbelebung eingesetzt, die Lieferkettenprobleme und Knappheit an Vorprodukten sind jedoch derzeit Risiken für den Aufschwung. Auch die Hochwasserkatastrophe im Sommer 2021 schafft zumindest regional für NRW und Rheinland-Pfalz Probleme. Dennoch zeigte sich der Geschäftsführer davon überzeugt, dass die Logistikbranche in der Tendenz stetig wachsen wird und die Absolventen sich für einen spannenden Beruf in einer spannenden Branche entschieden haben. Ein klares Indiz hierfür sind die Entwicklungen in den letzten Monaten mit einem deutlichen Nachfrageanstieg und in weiten Teilen hohen Beschäftigungs- und Auslastungsraten.

Weiter versicherte Dr. Kösters den Ausgezeichneten, dass die Logistik weiter an Bedeutung gewinnen wird: “Die Digitalisierung wird Prozesse und Geschäftsmodelle verändern. Hier sind für Sie interessante Perspektiven!”

Die Ehrung der “guten” Absolventen findet in den jeweiligen Ausbildungsbetrieben statt. Hierzu erhalten die jungen Kaufleuten für Spedition und Logistikdienstleistung ihre Urkunden und ein verpacktes Präsent mit der Post zugesandt. Die Ausbildungsbetriebe sind aufgerufen, dem VVWL einen Bericht und ein Foto der jeweiligen Ehrung zukommen zu lassen, die der VVWL dann in Kürze in der digitalen Verbandszeitschrift “Verkehrswirtschaft NRW“ unter www.vvwl.de veröffentlicht.

Quelle und Foto: VVWL




Energieverfügbarkeit und Infrastrukturausbau

Politische Rahmenbedingungen zur Stärkung der Industrie im Land Schleswig-Holstein unabdingbar. Werkleiterrunde begrüßt Studienergebnisse der TU Hamburg zur Vereinbarkeit von LNG und Wasserstoff am Standort Brunsbüttel. Bahnausbau zwingend notwendig, um Industrie- und Hafenstandort für die Zukunft zu rüsten.

Im Rahmen der Standortrunde des ChemCoast Park Brunsbüttel am 31. August 2021 empfing die Werkleiterrunde gemeinsam mit weiteren Akteuren der Region den schleswig-holsteinischen Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz. Hintergrund der gemeinsamen Sitzung, die aufgrund der anhaltenden Corona-Lage in Form einer Videokonferenz stattfand, war der Austausch zu diversen Themen aus der Wirtschafts-, Verkehrs- und Energiepolitik, der üblicherweise traditionell auf dem jährlichen Brunsbütteler Industriegespräch (BIG) stattfindet. Aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklungen hat sich die Werkleiterrunde jedoch auch in diesem Jahr dazu entschieden, das BIG zu verschieben.

Frank Schnabel, Sprecher der Werkleiterrunde des ChemCoast Park Brunsbüttel, begrüßt den kontinuierlichen Austausch mit der Politik und insbesondere den guten Dialog mit Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Buchholz auch in dieser besonderen Zeit: „Das Gespräch mit dem Minister unterstreicht die Bedeutung des ChemCoast Park Brunsbüttel für das Land Schleswig-Holstein. Mit rund 4.500 Industriearbeitsplätzen und einer Bruttowertschöpfung von jährlich rund 870 Mio. Euro stellt unser Industrie- und Hafenstandort den industriellen Kern des Landes Schleswig-Holstein dar. Um diesen weiterzuentwickeln und die Industrie im Land insgesamt zu stärken, sind wirtschafts-, verkehrs- und energiepolitische Rahmenbedingungen für die ansässigen Unternehmen sowie für den gesamten Standort wichtiger denn je.“

Auch das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat vor Kurzem in einer Veröffentlichung die Bedeutung der Industrie hervorgehoben und empfohlen, die Weiterentwicklung industrieller Kerne politisch zu fokussieren und so den Anteil des Landes Schleswig-Holstein am deutschen Bruttoinlandsprodukt weiter auszubauen. Insbesondere die Verfügbarkeit von Energie in Form von elektrischer Energie, grünem Wasserstoff und LNG sind aus Sicht der Werkleiterrunde wichtige Impulse für weitere Ansiedlungen von Industrieunternehmen im ChemCoast Park Brunsbüttel. „In diesem Zusammenhang begrüßen wir insbesondere die kürzlich veröffentlichten Studienergebnisse der TU Hamburg (TUHH), dass das in Brunsbüttel geplante LNG-Terminal über die derzeit geplante Verwendung hinaus auch perspektivisch zum Aufbau einer Infrastruktur für eine zukünftige klimaneutrale Energieversorgung auf der Basis importierter regenerativer Energie beitragen kann, und dass Brunsbüttel als Wasserstoff-Import-Hub für Norddeutschland grundsätzlich sehr gut geeignet ist. Dieses Ergebnis unterstreicht, dass sich fossile und regenerative Energieträger nicht gegenseitig kategorisch ausschließen, sondern sich sinnvoll ergänzen, um die Energieversorgung der Zukunft zu sichern. Außerdem ist auch der in der Region erzeugte regenerative Windstrom, der zukünftig vor Ort auch zu grünem Wasserstoff umgewandelt und gespeichert werden kann, ein einzigartiger Standortvorteil für die Ansiedlung von Unternehmen“, so Schnabel.

Mit ca. 2.000 Hektar Fläche ist der ChemCoast Park Brunsbüttel das größte zusammenhängende Industriegebiet in Schleswig-Holstein und hat sich zu einem pulsierenden Cluster für Unternehmen aus der Chemie-, Energie- und Logistikbranche entwickelt. Zudem ist Brunsbüttel mit rund 13 Mio. Tonnen Ladung pro Jahr der sechstgrößte und einer der dynamischsten Seehafenstandorte Deutschlands. Aktuell investieren angesiedelte Unternehmen hohe dreistellige Millionenbeträge in ihre Anlagen – ein klares Bekenntnis der Unternehmen zur Attraktivität des Standortes. Außerdem bietet der Standort genügend Freiflächen, um weitere Unternehmen anzusiedeln.

Um die großen Potenziale, die der Industrie- und Hafenstandort bietet, nutzen zu können, muss die infrastrukturelle Anbindung des ChemCoast Park Brunsbüttel weiter verbessert werden. Seit vielen Jahren fordert die Werkleiterrunde die Weiterführung der A20 inklusive westlicher Elbquerung bei Glückstadt, den dreispurigen Ausbau der Bundestraße 5 über Wilster hinaus, die zeitnahe Fertigstellung der 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel und den Ausbau des NOKs. Insbesondere ist außerdem der zweigleisige Bahnausbau inklusive Elektrifizierung vom Industriegebiet Brunsbüttel bis Wilster/Itzehoe erforderlich, um die wachsenden Gütermengen auf die Schiene verlagern zu können.

„Dank der Entscheidung des Landes Schleswig-Holstein, die Marschbahn zu elektrifizieren, kann die bisherige Lücke zwischen Bundesverkehrswegeplan und Schienenwegeausbaugesetz geschlossen werden, sodass der Planungsauftrag zur Elektrifizierung der Güterbahnstrecke Brunsbüttel-Wilster/Itzehoe nun vom Bundesverkehrsministerium vergeben werden kann. An dieser Stelle möchten wir allen politischen Akteuren für ihren Einsatz danken. Für den zweigleisigen Ausbau und die weiteren Infrastrukturthemen werden wir auch in Zukunft weiter werben, um unseren dynamischen Industrie- und Hafenstandort weiter für die Zukunft zu rüsten“, so Schnabel abschließend.

Quelle und Foto: Brunsbüttel Ports




Kombiverkehr verbindet München-Riem und Wels

Die Kombiverkehr KG bietet Spediteuren zwischen Deutschland und Österreich eine neue intermodale Verbindung an. Seit Anfang dieser Woche verkehren Züge im Direktverkehr zwischen den Terminals München-Riem und Wels CTT.

Jeweils drei Abfahrten pro Woche und Richtung werden fahrplanmäßig angeboten. Annahmeschluss für Container, Tankcontainer und Wechselbehälter ist in München montags, mittwochs und freitags um 19:50 Uhr, in der Gegenrichtung ab Wels dienstags und donnerstags um 17:45 Uhr und samstags um 15:00 Uhr. Die Züge erreichen die Zielterminals über Nacht, so dass Ladeeinheiten bereits früh morgens wieder abgeholt und beim Empfänger zugestellt werden können. Pro Ladeeinheit mit einem Ladegewicht von 25 Tonnen werden gegenüber dem durchgehenden Straßenverkehr 280 Kilogramm CO2 eingespart. Dies entspricht einer Ersparnis von mehr als 75 Prozent. „Wer als Spediteur auf die Schiene setzt, setzt automatisch auf Klimaschutz. Im Österreichverkehr transportieren Spediteure nicht nur auf den bisher bestehenden Verbindungen von und nach Duisburg, Neuss und Ludwigshafen besonders nachhaltig, sondern neuerdings auch von und nach Süddeutschland. Und mit unseren zahlreichen Gatewayanschlüssen erhöht sich die Ersparnis auf der langen Strecke um ein Vielfaches“, sagt Alexander Ochs, Geschäftsführer des Intermodal-Anbieters.

München-Riem und Wels CTT fungieren nicht nur als regionale Terminals, sondern auch als Hubs für weitergehende Transporte. So sind innerhalb Deutschlands auch Köln-Eifeltor und Leipzig-Wahren für österreichische Sendungen erreichbar. Innerhalb Österreichs ist Wels die Drehscheibe für Sendungen von und nach Wien, Bludenz, Graz, Hall in Tirol, Linz, St. Michael, Villach und Wolfurt sowie von und nach Sindos in Griechenland. Internationaler Anschluss in Wels besteht zudem von und nach Budapest. Dort ist wiederum Halkali in der Nähe von Istanbul auf dem Schienenweg angebunden. Kombiverkehr bietet alle Weiterleitungsverkehre im One-Stop-Shop-Verfahren an.

Quelle und Foto: Kombiverkehr




Ersten Trailer-Zug aus Curtici im Hafen Dresden

Die Sächsische Staatssekretärin für Digitalisierung und Mobilität, Ines Fröhlich, hat den ersten Trailer-Zug aus Curtici (RO) im TrailerPort Alberthafen Dresden begrüßt.

Seit Jahresanfang verlädt die Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO) im TrailerPort Alberthafen Dresden täglich Sattelauflieger (Trailer) auf die Schiene nach Rostock und weiter Richtung Skandinavien. Nun wird das Angebot um die Relation Dresden-Curtici erweitert. Betreiber der Trailer-Züge ist die in Österreich ansässige LKW Walter Internationale Transportorganisation AG.

Staatssekretärin Ines Fröhlich: „Mehr Warenverkehr von der Straße auf die Schiene zu bekommen ist ein wichtiger Baustein der Verkehrs- und Klimawende. Das entlastet die Autobahnen und ist im Vergleich äußerst klimafreundlich. Daher bin ich sehr froh über das Engagement der SBO gemeinsam mit LKW Walter, den Logistikunternehmen hier im TrailerPort eine wirtschaftlich erfolgreiche Alternative zum straßengebundenen Güterverkehr anzubieten. Die neue Verbindung schafft nun eine Anbindung des südskandinavischen Raums mit dem Baltikum und verbindet Europa einmal mehr.“

Im TrailerPort Alberthafen Dresden werden nun insgesamt neun Trailer-Züge pro Woche verladen: 7x Dresden-Rostock, 2x Dresden-Curtici. Damit sind die südlichen Regionen Schwedens und Dänemarks direkt an Sachsen, Tschechien und Rumänien angebunden. „Wir freuen uns, dass mit der neuen Verbindung Dresden-Curtici auch der Südosten Europas über Sachsen eine direkte Zugverbindung zur Balticregion erhält“, sagt SBO-Geschäftsführer Heiko Loroff. „Gleichzeitig können wir kreuzende Ost-West-Verkehre um die Südeuroparelation ab Dresden ergänzen.“

Ende 2019 nahm die SBO im Rahmen des EU-Projektes CorCap*, in dem auch der Freistaat Sachsen und die SBO mit ihrer tschechischen Tochtergesellschaft CSP als Projektpartner mitarbeiten, zusammen mit dem ebenfalls beteiligten Projektpartner Rostock Ports Kontakt zum Unternehmen LKW Walter auf. Gemeinsam konnte die Idee für einen TrailerPort entwickelt werden, der seit Januar 2021 in die praktische Umsetzung gelangte. Neben der Nutzung bestehender Infrastruktur investierte die SBO ca. 500.000 Euro aus Eigenmitteln in die Bereiche IT, Abfertigung, Flächenbereitstellung und Umschlagtechnik. Ein wichtiger Faktor für die letztlich erfolgreiche Umsetzung des Vorhabens war der Zugang zum tschechischen Markt über die Tochtergesellschaft CSP mit Ihren Häfen Decin und Lovosice. Da ein Großteil der Nutzer dieser Verkehrslinie auf tschechischem Gebiet liegt, ist hier die Marktkenntnis und der Marktzugang der SBO von großem Vorteil gewesen und hat schlussendlich auch den Ausschlag gegeben, dass sich LKW Walter für die SBO als ganzheitlichen Dienstleister entschieden hat.

Zudem eignet sich der Standort Dresden hervorragend als Umschlagplatz, da die Stadt verkehrsgünstig an die Autobahnen A4/A13/A14/A17 als Verkehrswege in Richtung Westeuropa, Polen und Tschechien angebunden ist. Mit Curtici werden nunmehr auch die Industriezentren in Rumänien direkt angeschlossen.

*CorCap steht als Synonym für “Capitalising TEN-T corridors for regional development and logistics” und befasst sich mit der Verbesserung der Verkehrsverbindungen im Orient/EastMed-Korridor (OEM), der im Transeuropäischen Verkehrsnetz TEN-V u.a. von den deutschen See- und Binnenhäfen über die Tschechische und Slowakische Republik nach Ungarn verläuft. Das Projekt startete im April 2019 und wird voraussichtlich 2022 abgeschlossen sein. Der OEM-Korridor verbindet Mittel- und Südosteuropa. Aufgrund der sich abzeichnenden Engpässe im Abschnitt Dresden-Prag und der begrenzten Kapazität entlang alternativer TEN-V-Korridore, welche über den Knoten Wien betrieben werden, sind dringend Maßnahmen erforderlich, um den multimodalen Zugang zu den Bahn- und Binnenschiffsverkehren zu verbessern.

Quelle und Foto: Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH, Staatssekretärin Ines Fröhlich (SMWA) und Heiko Loroff (SBO)