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„Logistik zum Anfassen“ auf dem CTOS

Rund 240 Gäste folgten der gemeinsamen Einladung zur Informationsveranstaltung unter dem Motto „Logistik zum Anfassen“ von Hafen Hamburg Marketing und der TFG Transfracht – direkt auf dem Container Terminal Osnabrück (CTOS). In ihrer Begrüßung betonte Osnabrücks Bürgermeisterin Katharina Pötter die Bedeutung von Osnabrück als Logistikstandort.

Die Gäste aus den Bereichen Industrie, Handel und Verkehrswirtschaft sowie Vertreter von Institutionen und Organisationen nutzten die Gelegenheit dieses außergewöhnlichen Veranstaltungsformats, um den Terminalbetrieb hautnah zu erleben sowie das Leistungsangebot der einzelnen Partner kennenzulernen. Alle Abläufe auf dem Container Terminal Osnabrück konnten aus nächster Nähe verfolgt und erlebt werden. Über die vielfältigen Möglichkeiten im kombinierten Verkehr erhielten die Gäste der Veranstaltung, darunter sehr viele Verlader aus der Region, direkt auf dem Terminal aus dem Kreis der Speditions- und Terminalpartner viele Informationen.

Markus Heinen, Leiter der Hafen Hamburg Marketing Repräsentanz D-West, freute sich über die starke Beteiligung der regionalen Spediteure am CTOS: „Die CTOS Betreibergesellschaft zeichnet sich durch eine ungewöhnliche, aber schlaue Struktur aus. Unternehmen, die ansonsten im Markt konkurrieren, treten in eine Partnerschaft, mit dem gemeinsamen Ziel mehr Güter auf die Schiene zu bringen und sichern so den Erfolg. Im Bereich Marketing gibt es eine weitere partnerschaftliche Ebene: die Mitgliedschaften von CTOS sowie TFG Transfracht bei Hafen Hamburg Marketing.“, sagte Heinen. Auch Transfracht ist sehr erfreut von der erfolgreichen Startphase am CTOS Terminals in Osnabrück und reagiert mit einer Angebotsausweitung. „Bereits zum 12. Juni haben wir unser Leistungsangebot unserer 6 wöchentlichen Verbindungen ausgeweitet. Neben dem Hamburger Hafen sind ab sofort ebenfalls die Häfen Bremerhaven und Wilhelmshaven angebunden“, verkündete der Sprecher der Geschäftsführung von TFG Transfracht, Frank Erschkat.

Die beiden CTOS Geschäftsführer Dr. Clemens Haskamp und Björn Tiemann freuten sich über das große Interesse und die vielen Gäste auf ihrer Anlage. Aus einem Terminal mit mehr als 100.000 Quadratmeter Fläche, zwei Portalkräne, einem Reachstacker und insgesamt mehr als 3500 Meter Gleislänge eine Event-Location für einen Tag zu machen, war für beide Terminalmanager eine ganz besondere Freude und ein beeindruckendes Erlebnis.

Quelle: HHM, Foto: Uwe Lewandowski Photographie, „Logistik zum Anfassen“ – die etwas andere Infoveranstaltung auf dem Container Terminal Osnabrück kam richtig gut an




Audi: Vom Lkw auf die Bahn

Ein ganzheitlicher Ansatz für eine CO2-neutrale Logistik feiert Premiere: Batteriemodule und -zellen aus Ungarn werden künftig auf der Schiene statt per Lkw nach Brüssel transportiert. Dieser Umstieg spart etwa 2.600 Tonnen CO2 pro Jahr – und ist Vorbild für die Umstellung möglichst aller Transporte von Batteriebauteilen des Autoherstellers Audi. Die Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks ist zentrales Ziel des standortübergreifenden Umweltprogramms Mission:Zero.

Es ist ein Meilenstein, der bei Audi ein großes Stück des Weges in Richtung umfassender Nachhaltigkeit markiert: Die Bauteile für die Fertigung von Batterien im Audi-Werk Brüssel werden künftig nicht mehr per Lkw aus Ungarn geliefert, sondern auf der Schiene mit DB Cargo. Dadurch reduziert Audi den Ausstoß von umweltschädlichem CO2 radikal und spart viel Geld. Die Umstellung der Transporte zwischen Ungarn und Brüssel, die im Mai gestartet ist und Anfang 2023 abgeschlossen sein soll, ist ein Vorausblick auf die Zukunft des Autoherstellers: „Brüssel hat eine Vorreiterrolle inne, doch wir haben dieses nachhaltige Logistikkonzept für Batteriemodule und -zellen für das gesamte Produktionsnetzwerk von Audi entwickelt“, sagt Dieter Braun, Leiter Supply Chain bei der AUDI AG – perspektivisch sollen möglichst alle Produktionsstandorte diese Lösung umsetzen.

Welch immenses Potenzial in diesem Supply-Chain-Konzept steckt, verdeutlicht das Projekt in Brüssel: Die in Belgien für Audi e-tron und Audi e-tron Sportback benötigten Batteriemodule und -zellen werden bisher per Lkw über die ungefähr 1.300 Kilometer lange Strecke vom Zulieferer in Ungarn transportiert. Dafür machen sich zwölf bis 15 vollbeladene Fahrzeuge quer durch Europa auf den Weg – pro Tag. Diese Karawane der Lkw ersetzt nun der Schienenverkehr. Das spart jährlich etwa 2.600 Tonnen CO2. Wo es möglich ist, nutzt Audi das Angebot DBeco plus von DB Cargo – aktuell für die Streckenabschnitte in Österreich und Deutschland: Hier wird die verbrauchte Strommenge ausschließlich aus erneuerbaren Quellen wie Wind-, Wasser- oder Sonnenenergie bezogen, der Transport erfolgt also CO2-frei. In Ungarn und Belgien nutzt Audi das Produkt DBeco neutral, das heißt, das Unternehmen kompensiert die verbrauchte Strommenge mit Klimazertifikaten. Das beim Transport produzierte CO2 wird damit an anderer Stelle wieder eingespart.

Die Bedeutung dieses Ansatzes für das Werk Brüssel erläutert Volker Germann, Vorsitzender des Vorstands von Audi Brussels: „Unser Standort ist schon seit 2018 bilanziell CO2-neutral. Daher streben wir auch in der Supply Chain eine nachhaltige Ausrichtung an und leisten auf allen Ebenen unseren Beitrag für den Umweltschutz.“ Auch die Prozesskosten reduzieren sich jährlich um eine Summe im Millionenbereich. Die Einsparungen resultieren nicht nur aus dem Umstieg auf die Schiene, vielmehr wurde der gesamte Anlieferungsprozess bis ins Werk Brüssel optimiert.

Der Zulieferer der Batteriemodule in Ungarn verfügt über keinen eigenen Gleisanschluss. DB Cargo, langjähriger Projektpartner der AUDI AG, hat daher kürzlich am Standort Győr ein Logistics Center (LC) in Betrieb genommen. Hier findet der witterungsgeschützte Umschlag der Batteriemodule von der Straße auf die Schiene statt. Diese werden per Lkw beim Hersteller abgeholt und ab dem LC Győr über mehr als 1.000 Kilometer per Bahn nach Brüssel transportiert. Im ersten Schritt wurde eine Leichtbauhalle in unmittelbarer Nachbarschaft zum Audi Werk in Győr errichtet, ein weiterer Ausbau ist bereits in Planung. Um die hohen Qualitäts- und Sicherheitsansprüche für Batteriemodule und -zellen zu erfüllen, überwacht das Team der Audi Supply Chain mittels spezieller Sensorik die Temperatur und eventuelle Stöße in den Waggons über eine digitale Informationsplattform.

Was Brüssel vormacht, soll in absehbarer Zeit auf das gesamte Unternehmen ausgeweitet werden: Bauteile mit hohem Umschlag wie etwa die Batteriemodule und -zellen wechseln vermehrt auf die Schiene – bis zum Jahr 2025 strebt Audi an, diese Bauteile ausschließlich mit dem Zug zu transportieren. Am Audi-Stammsitz in Ingolstadt beispielsweise steht schon alles bereit für die Produktion von Batterien aus per Bahn gelieferten Modulen und Zellen, die anschließend in den vor Ort gefertigten Audi-Modellen zum Einsatz kommen. Dafür wurden extra neue Anlagen und Prozesse installiert. Und auch andere Werke stehen schon in den Startlöchern, um auf den Bahntransport von Batteriebauteilen umzustellen. Ebenso erfolgt der Transport der fertigen Produkte zu einem großen Teil auf der Schiene: Schon heute verlassen rund 68 Prozent der Audi-Fahrzeuge die Werke in Europa per Bahn. Auch dieser Anteil soll perspektivisch weiter ansteigen.

Diese Ziele fügen sich ein in das unternehmensweite Umweltprogramm Mission:Zero, mit dem Audi an allen Standorten bis 2025 bilanziell CO2-neutral werden will. Neben der Dekarbonisierung von Produktion und Logistik sind Wassernutzung, Ressourceneffizienz sowie Biodiversität zentrale Handlungsfelder von Mission:Zero.

Quelle und Foto: Audi




Hafen Wien trotz Corona-Krise

Der Hafen Wien, ein Unternehmen der Wien Holding, kann auf ein erfolgreiches Jahr 2021 zurückblicken. Die Bilanz der Hafen Wien-Gruppe 2021: ein Betriebsergebnis von 6,6 Mio. Euro (+ 46 %), ein Umsatz von 51,4 Mio. Euro (+ 40 %) und ein Plus bei WienCont Containerumschlägen.

Mit seiner trimodalen Anbindung an die Verkehrsträger Wasser, Schiene und Straße ist der Hafen Wien, ein Tochterunternehmen der Wien Holding, eine der wichtigsten Güter-Drehscheiben in der Ostregion Europas.

„Auch im Jahr 2021 hat der Hafen Wien den Corona-Herausforderungen sowie der Suezkanal-Krise standgehalten und konnte seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Der Hafen Wien hat sich als starker Wirtschaftspartner in schwierigen Zeiten behauptet und mit einem Betriebsergebnis von 6,6 Mio. Euro und einem Umsatz von 51,4 Mio. Euro ein ausgezeichnetes Ergebnis für das letzte Jahr erwirtschaftet. Denn eine Vielzahl der Waren, die in Wien angeboten werden, werden über den Hafen Wien umgeschlagen“, so Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke.

„Während der Corona-Pandemie hat sich einmal mehr gezeigt, welche existenzielle Bedeutung Logistik- und Transportprozesse auf unser Leben haben. Multimodale Logistikknotenpunkte wie der Hafen Wien sind gewissermaßen die Voraussetzung, dass die bestmögliche Verkehrskombination auf die Strecke gebracht werden kann. Durch den kontinuierlichen Ausbau von multimodalen Kompetenzen und den Einsatz in Richtung ‚Green Logistics‘ wird der Hafen Wien weiter an Bedeutung gewinnen“, so Wien Holding-Chef Kurt Gollowitzer.

Die Hafen Wien-Gruppe konnte 2021 einen Umsatz von 51,4 Mio. Euro (+ 40 %) und ein Betriebsergebnis von 6,6 Mio. Euro (+ 46 %) erzielen. Zum guten Ergebnis trugen operativ maßgeblich der Bereich Immobilien, die Business Units Massen- & Schwergut, Lagerlogistik, der neue Geschäftszweig Spedition der T-Sped, die Bereiche Containerhandel sowie die WienCont GmbH bei.

Im Jahr 2021 wurden Investitionen der Hafen Wien-Gruppe von bis zu 13 Mio. Euro getätigt – davon das Großprojekt der letzten Jahre: Das Hafentor Albern, welches einmal mehr die Wichtigkeit des Hafen Wien als Wirtschaftsdrehscheibe unterstreicht. Das 30 Meter lange, rd. 14 Meter hohe, 250 Tonnen schwere Hafentor in Albern wurde mit insgesamt 22 Mio. Euro vom Land Wien, Bund, EU und Hafen finanziert.

Neben dem Ankauf einer Immobilie wurden auch höhere Investitionen für den Ausbau des Gleisanschlusses für den Containerterminal, für die Anschaffung von Container, für eine Container-Gefahrgutwanne, für Maschinen, für Dacherneuerungen in Albern und HQ7, für die Errichtung von E-Tankstellen, für den Fuhrpark und für den Abwasserkanal Freudenau getätigt, welcher im 2. Quartal 2022 fertiggestellt wurde. Im Verwaltungsbereich wurde in moderne EDV-Systeme investiert.

Dienstleistungs-Schwerpunkte sind und bleiben weiterhin die Business Units, Massen- & Schwergut und Hafenbetrieb, Lagerlogistik sowie die Business Unit Autoterminal, welche ein umfassendes Dienstleistungsangebot bieten. Um für Kund*innen attraktiv zu bleiben wurde eine neue Schrankenanlage errichtet, der Waggon-Verschub am Gelände neu geregelt sowie Öffnungszeiten ausgeweitet. Zudem wurde in der Tochterfirma TerminalSped ein neues Geschäftsfeld zur Vermittlung von Transporten aufgenommen.

Die externen Umsätze im Bereich Hafenbetrieb der Business Unit Massen- & Schwergut, wo vor allem Schüttgüter umgeschlagen werden, sind zum Vorjahr gestiegen. In der Freudenau wurden 122.198 Tonnen (Vorjahr 83.045 to) manipuliert. Die Umsatzzuwächse konnten durch erhöhte Umschlagstätigkeiten bei bestehenden Kund*innen und auch durch Neukund*innen erwirtschaftet werden.

In der Business Unit Lagerlogistik konnten die externen Umsatzerlöse 2021 zum Vorjahr gesteigert werden. Die Lagerflächenauslastung für 2021 liegt im Durchschnitt bei 78,9 % und damit über dem Vorjahr (77,7 %). Die Umsatzzuwächse konnten durch höhere Geschäftsvolumen bei Produktgruppen Hygiene, Desinfektionsmittel, Kunststoffgranulate, Elektrogeräte und diverse Anlagenteile erwirtschaftet werden.

Die Auswirkungen infolge der Pandemie hatte durch Ausfälle in der Fertigung und Mangel an elektronischen Bauelementen massive Folgen auf die Produktion von Fahrzeugen. Die Autoflächenauslastung in der Business Unit Autoterminal liegt daher für 2021 im Durchschnitt bei 76,6 % und damit unter dem Durchschnitt des vorjährigen Vergleichszeitraumes von 89,2 %.

Die höchsten Umsatzzuwächse zum Vorjahr wurden mit Trailer-Umschlägen (von Straße auf Schiene), aber auch mit Umschlägen von Altholz und Salz erzielt. Gute Aufträge konnten auch durch Umschläge und Lagerung von Mais, Stahlcoils und Zementklinker sichergestellt werden.

Die in den drei Frachthäfen Albern, Freudenau und Lobau über Wasser umgeschlagene Menge liegt für 2021 bei 1.119.662 Tsd. Tonnen. Verglichen mit dem Vorjahr ist die Gesamtmenge um rd. 30 % gestiegen, zurückzuführen vor allem auf erhöhte Umschlagstätigkeiten im Ölhafen Lobau.

Auch das mit 1. Jänner 2021 innerhalb der Tochter TerminalSped neu ins Leben gerufene Geschäftsfeld „Bulk-Transporte“ hatte ein erfolgreiches erstes Jahr zu verzeichnen. So konnten 10.500 Transporte in ganz Europa durchgeführt werden.

Die Sparte Immobilien konnte weitere Umsatzzuwächse erwirtschaften und den Immobilienbestand erweitern. Der Auslastungsgrad der Lager- und Büroflächen und für die Immobilie HQ7 konnte zum Vorjahr erhöht werden und führte zur Steigerung der externen Umsatzerlöse (2021: 13.893 Tsd. € / 2020: 13.072 Tsd. €) zum Vorjahr. Die Auslastung im HQ7 für das Jahr 2021 beträgt rund 94,7 % (2020: 92,1 %).

„An den unterschiedlichen Produktions- & Dienstleistungs-Betrieben erkennt man die Vielschichtigkeit des Logistikzentrums Hafen Wien und wir werten dadurch den Betriebsstandort auf und stärken damit seine Wettbewerbsfähigkeit. Neben Logistikdienstleister*innen siedeln sich vermehrt auch Gewerbetreibende, bis hin zu Kleinunternehmen, am Hafen Wien an. Seit längerem werden am Hafen Wien-Gelände beispielsweise auch Kaffee oder Honig produziert“, erläutert Fritz Lehr, kaufmännischer Geschäftsführer des Hafen Wien.

„Außerdem ist die Filmwirtschaft fester Bestandteil im Hafen Wien – im Jahr 2021 wurden auf dem Industriegelände HQ7 12 Film/Studioprojekte verwirklicht, darunter Szenen von Tatort oder die Sky Serie über die Ibiza Affäre und es gab insgesamt 48 Anfragen für Dreharbeiten, Fotoshootings sowie Anmietung von Filmproduktionen.“

„Auch das Tochterunternehmen des Hafen Wien, die WienCont, wickelte das zweite Jahr infolge im Zeichen der COVID-Pandemie erfolgreich ab und ist weiter profitabel gewachsen. Dank des kontinuierlichen weiteren Ausbaus des internationalen Intermodalnetzwerks über den Standort Wien Freudenau wuchs das Umschlagvolumen der WienCont im Jahr 2021 auf über 488.000 TEU an, was einer Steigerung von mehr als 14 % gegenüber 2020 entspricht“, zeigt sich Doris Pulker-Rohrhofer, technische Geschäftsführerin Hafen Wien, erfreut. „In der zweiten Jahreshälfte 2021 zog auch das Lagergeschäft wieder an – vor allem das Leercontainerdepot hat in den letzten Monaten des Jahres einen starken Zuwachs erfahren.“

Auf Grund stetig hoher Auslastung des WienCont-Terminals und steigender Nachfrage seitens des Marktes, wird laufend an der Bereitstellung zusätzlicher Kapazitäten durch Optimierung und Effizienzsteigerungen im Betrieb einerseits und der Anmietung zusätzlicher Flächen andererseits gearbeitet. Im 1. Quartal 2022 wurde die Terminalfläche um ca. 16.000 m² erweitert, um den hohen Anforderungen des Marktes auch im Depotbereich gerecht zu werden. Um weiteres Wachstum am Standort zu ermöglichen und damit den Modal Split von der Straße auf die umweltfreundliche Schiene im größtmöglichen Maß unterstützen zu können, lag der Fokus im Jahr 2021 in erster Linie darauf, den Terminal zukunftsfit zu halten. Kapazitätserweiterungen sind essentiell, um das mit den Partner*innen geplante Portfolio zusätzlicher Zugsprodukte von und nach Wien umsetzen zu können.

In puncto Nachhaltigkeit bleibt der Hafen Wien weiterhin am Ball und hat mittlerweile bereits die 3. Photovoltaikanlage in Betrieb, die bisher leistungsstärkste Anlage am Gelände, welche in Kooperation mit Wien Energie realisiert wurde. Im Zuge des Projekts wurden auf drei Hallendächern im Alberner Hafen insgesamt mehr als 1.200 Photovoltaik Paneele montiert. Die Anlage umfasst eine Größe von 6.700 Quadratmeter und soll rund 80 Prozent des allgemeinen Stromverbrauchs im Hafen Albern abdecken. Die Photovoltaikanlage kann im Vollbetrieb eine Nennleistung von rund 450 Kilowatt-Peak (kWp) erreichen. Jährlich wird eine Produktion von insgesamt 440.000 Kilowattstunden (kWh) an grünem Sonnenstrom erwartet. Eine vierte Photovoltaikanlage wird gerade in der Freudenau projektiert.

Außerdem hat der Hafen Wien in den letzten Jahren einen Großteil der Außen- und Innenbeleuchtung in den Lagerhallen auf LED umgestellt. Bei Fahrten am und außerhalb des Hafengeländes wird verstärkt auf E-Bikes gesetzt und es wurde bei sämtlichen Betriebsanlagen auf ÖKO-Strom umgestellt. Im Hafen Albern konnten zwei Ölheizungen durch Luft-Wärme-Pumpen ersetzt werden, diese werden wiederum mit Solarstrom gespeist und somit hat der Hafen Wien die Distanz zur vollständigen CO2-Neutralität weiter reduziert.

Der Fahrplan der Stadt Wien für eine CO2 neutrale Stadt bis 2040 spielt für den Hafen Wien eine wichtige Rolle. Als trimodales Logistikzentrum ist der kontinuierliche und nachhaltige Ausbau unerlässlich, um dieses Ziel zu erreichen sowie für Kund*innen attraktiv zu bleiben. Jeder Beitrag in Richtung Green Logistics ist ein Baustein für eine nachhaltigere Zukunft, deshalb wird der Hafen Wien bis zum Jahr 2040 weiter in die Nachhaltigkeit investieren.

Als Inkubator für eine ressourcenschonende Mobilität wurde der thinkport VIENNA, die Innovationsschmiede des Hafen Wien, im Jahr 2017 ins Spiel gebracht. Dieser entwickelt, testet und setzt güterlogistische Innovationen in Wien um und wurde im Rahmen einer Ausschreibung im Jahr 2021 für weitere fünf Jahre sichergestellt.

Um die Möglichkeiten einer nachhaltigen Kreislauf-Wirtschaft rund um die Abwicklung von Baustellenverkehren und die Möglichkeiten der Zwischenlagerung von Materialien der Stadt auszuschöpfen, gibt es seit Ende 2021 ein Projektteam, welches die einhergehenden Herausforderungen der Logistik berücksichtigt und diskutiert. Aber auch im Rahmen von Workshops und Exkursionen wird gemeinsam mit dem thinkport VIENNA an zukunftsfähigen Lösungen zu Themen wie der Aktivierung bisher ungenutzter städtischer Infrastruktur für den Güterverkehr oder die zukünftige Rolle von Binnenhäfen zur Erreichung von Emissionsfreiheit mithilfe alternativer Energieträger gearbeitet.

Darüber hinaus hat der Hafen Wien weitere innovative Projekte auf der Agenda: Dazu zählen zum Beispiel das ‚Sondierungsprojekt H2 meets H2O‘ oder ‚MultiReload – Port solutions for efficient, effective and sustainable multimodality‘. Beiden Förderprojekte gemeinsam ist der intensive Austausch mit den Projektpartner*innen und den Interessensgruppen zur Stärkung von Green Logistics.

Auf der Basis seiner exzellenten Lage inmitten der Metropole Wien sowie hochwertiger Infrastruktur ist der Hafen Wien auf Wachstum und Entwicklung ausgerichtet. Oberstes Ziel ist weiterhin die Positionierung des Standortes Hafen Wien als einzigartige trimodale Logistikdrehscheibe und die Sicherung des Betriebs in Krisenzeiten, denn der Hafen Wien zählt zu den infrastrukturrelevanten Unternehmen der Stadt.

Die Forderung nach umweltfreundlichen Verkehrslösungen in urbanen Ballungszentren führen zu hohem Investitionsbedarf in moderne Logistikstrukturen und IT-Technologien. Eines der wichtigsten Ziele dabei ist, noch mehr Güter von der Straße auf die Schiene oder auf das Wasser zu verlagern.

Der Hafen Wien ist als Tochter der Wien Holding ein Unternehmen der Stadt Wien und ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Mit rund 100 Unternehmen und bis zu 5.000 Arbeitsplätzen am Standort punktet er, aber auch mit seiner Lage an die drei Ten-T-Korridore ist er einer der wichtigsten Hinterland-Hubs Europas. Rund 2.000 Kilometer entfernt vom schwarzen Meer und rund 1.500 Kilometer von der Nordsee, ist der Hafen Wien für seine Trimodalität bekannt: der optimalen direkten Anbindung an Schiff, Bahn und LKW und betreibt auf 3 Mio. m2 die Häfen Freudenau, Albern sowie den Ölhafen Lobau und ist somit das größte Güterverkehrszentrum in Ostösterreich.

Quelle: Hafen Wien, Foto: LBS Redl, Der Hafen Wien betreibt auf 3 Mio. m2 die Häfen Freudenau, Albern sowie den Ölhafen Lobau und ist somit das größte Güterverkehrszentrum in Ostösterreich.




Grüner Wasserstoff-Importterminal in Rotterdam

Air Products und Gunvor Petroleum Rotterdam haben eine Entwicklungsvereinbarung für ein Importterminal in Rotterdam unterzeichnet. Die Vereinbarung ist eine Reaktion auf die steigende Nachfrage nach grünen Energiequellen, um die Klimaziele zu erreichen und die Energiequellen zu diversifizieren. Das Importterminal wird voraussichtlich 2026 den ersten grünen Wasserstoff an die Niederlande liefern.

Grüner Wasserstoff ist für die Energiewende unverzichtbar. Er hat ein beträchtliches Potenzial, um schwer zu dekarbonisierende Sektoren wie den Schwerlastverkehr und die Industrie nachhaltiger zu machen. Die Herstellung von grünem Wasserstoff erfordert eine große Menge an erneuerbarer Energie, die in der Europäischen Union wahrscheinlich nicht lokal erzeugt werden kann. Daher ist die Einfuhr von grünem Wasserstoff in großem Maßstab dringend erforderlich, um die europäischen Ziele „Fit for 55“ und „REPowerEU“ für erneuerbare Energien zu erreichen. Mit diesem Projekt können die Niederlande einen wichtigen Beitrag zu diesen europäischen Zielen leisten.

Die Unterzeichnung der Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Investitionsentscheidung, die getroffen wird, sobald die Unternehmen genügend Vertrauen in den rechtlichen und regulatorischen Rahmen, das Genehmigungsverfahren und die finanzielle Unterstützung haben. Die Zertifizierung von grünem Wasserstoff soll sicherstellen, dass importiertes grünes Ammoniak und der daraus gewonnene grüne Wasserstoff anerkannt und in den europäischen Zielen für erneuerbare Energien mitgezählt werden. Um finanzielle Unterstützung zu erhalten, soll dieses Projekt als „Important Project of Common European Interest“ (IPCEI-Projekt) anerkannt werden. Air Products freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit den beteiligten Stakeholdern, um eine breitere Unterstützung für das Projekt zu erreichen.

Das Gunvor-Gelände in Europoort Rotterdam ist einer der europäischen Standorte, die von Air Products für die Entwicklung eines grünen Wasserstoff-Importterminals in Betracht gezogen werden. Das Gelände bietet eine strategische Lage für die Anlandung von grünem Ammoniak aus großumfänglichen und überseeischen Wasserstoffproduktionsanlagen, die von Air Products und seinen Partnern betriebenen werden. Nach der Ankunft wird das grüne Ammoniak in grünen Wasserstoff umgewandelt und an europäische Märkte wie die Niederlande, Deutschland und Belgien vertrieben. Air Products und Gunvor haben beide eine nachgewiesene Erfolgsbilanz in den Bereichen Zuverlässigkeit und Sicherheit und sind bestrebt, erstklassige Leistungen in der Personen- und Prozesssicherheit zu erbringen.

Eine unabhängige Analyse von CE Delft hat ergeben, dass das Projekt letztlich einen indirekten wirtschaftlichen Nutzen in Höhe von 260 bis 425 Mio. Euro generieren und in den kommenden Jahren Tausende von neuen Arbeitsplätzen schaffen wird. Darüber hinaus werden die Einsparungen bei den CO2-Emissionen im Verkehrssektor zusammen mit dem Vorteil der Verringerung anderer schädlicher Emissionen im Jahr 2030 einen Gesamtnutzen für die Umwelt in Höhe von über 100 Millionen Euro erbringen.

Allard Castelein, CEO des Hafenbetriebs Rotterdam, sagte: „Wir unterstützen die Pläne von Air Products und Gunvor, die ein gutes Beispiel für die Nutzung einer Industriebrache zur Errichtung eines neuen Importterminals für grünes Ammoniak im Rotterdamer Hafen sind. Beide Unternehmen sind seit langem im Energiesektor tätig und reagieren auf die Forderung der Gesellschaft, die Treibhausgasemissionen zu verringern und die Energieunabhängigkeit Europas zu erhöhen. Grünes Ammoniak ist nicht nur ein Wasserstoffträger und ein Rohstoff für die chemische Industrie, sondern auch ein wichtiger erneuerbarer Kraftstoff für die Schifffahrt. Mit Vorreiterprojekten wie diesem wird Rotterdam zur wichtigsten Wasserstoff-Drehscheibe in Europa werden.“

Quelle: Air Products / Gunvor, Foto: Dick Sellenraad




Contargo erweitert in Voerde-Emmelsum

Die Contargo GmbH & Co. KG hat im Rahmen des europaweiten Vergabeverfahrens von der DeltaPort GmbH & Co. KG den Zuschlag für eine zusätzliche Fläche im Hafen Voerde-Emmelsum erhalten. Auf der rund 11.000 m2 großen, an das Bestandsterminal der Contargo angrenzenden Fläche, wird in den kommenden Jahren das Container-Terminal erweitert und die Kaje um 130 m verlängert.

Das Unternehmen will damit sein Dienstleistungsangebot am Niederrhein und im nördlichen Ruhrgebiet weiter ausbauen und mit der durch DeltaPort angestoßenen Entwicklung des Logistikstandortes, mit weiteren großen Ansiedlungen und daraus resultierenden Umschlagmengen, im Hafen Voerde-Emmelsum und im Rhein-Lippe-Hafen Wesel Schritt halten.

Durch die bereits vertraglich manifestierte Ansiedlung namhafter Logistikunternehmen auf rund 300.000 m2 wird der Logistikstandort im Hafen Voerde-Emmelsum und im Rhein-Lippe-Hafen Wesel in den kommenden Jahren erweitert und es werden zusätzliche ca. 500 Arbeitsplätze in der Region geschaffen. „Die Vermarktung der zur Verfügung stehenden Flächen schreitet voran und wird demnächst abgeschlossen“, betont Andreas Stolte, Geschäftsführer der DeltaPort GmbH & Co. KG. „Integrierte Logistikkonzepte für Kunden stellen einen der Hauptvorteile des Hafens dar.“ Durch die Trimodalität des Hafens und die kurzen Zustellwege zu den Logistikunternehmen wird deutlich zum Umweltschutz beigetragen. „Wir begrüßen deshalb die Übernahme der zusätzlichen Fläche und die damit verbundene Erweiterung des Container-Terminals durch Contargo. Die Entwicklung im Bereich der entstehenden Lagerhaus- und Distributionszentren setzt eine parallele Entwicklung der Hafenumschlaganlagen voraus“, so Stolte weiter.

Das Container-Terminal im Hafen Voerde-Emmelsum wird bereits seit 2017 erfolgreich von Contargo betrieben. „Die Teilnahme an der Ausschreibung und die Erweiterung des Terminals waren insbesondere mit Blick auf die durch DeltaPort angestoßene Entwicklung des Hafens als Standort für zahlreiche neue, import- wie exportorientierte Lagerleistungen, ein naheliegender Schritt“, sagt Jürgen Albersmann, Geschäftsführer der Contargo GmbH & Co. KG. „Wir werden rund 15 Mio. Euro in die Erweiterung und Steigerung der Umschlagleistung des Terminals investieren. Teil dieser Maßnahme ist u.a. ein zweiter Hochleistungskran.“

Die Terminalbetriebsgesellschaft Contargo Rhein-Waal-Lippe GmbH, organisiert bereits seit 2017 umfassende Containerlogistik per Binnenschiff und Bahn für Kunden am Niederrhein und im nördlichen Ruhrgebiet. „Durch den Ausbau können wir das Dienstleistungsangebot für unsere Kunden deutlich ausweiten. Am Terminal können künftig zwei Binnenschiffe und ein Ganzzug parallel abgefertigt werden. Ideale Voraussetzungen für sogenannte Hub-Verkehre“, so Sascha Noreika, Geschäftsführer der Contargo Rhein-Waal-Lippe GmbH.

Mit dem Ausbau sollen nicht nur die Hub-Verkehre ausgeweitet werden, auch 800 zusätzliche Stellplätze für die Lagerung von Containern werden zeitnah entstehen. Hinzu kommt ein Fuhrpark mit Elektro-Lkw. „Nachhaltigkeit ist heute ein wichtiges Thema,“ sagt Sascha Noreika. „Als Contargo engagieren wir uns hier seit vielen Jahren aktiv, beispielsweise durch unser trimodales Angebot sowie die Möglichkeit der Zustellung von Containern mit Elektro- statt Diesel-Lkw. Dadurch ermöglichen wir unseren Kunden einen CO2-neutralen Transport.“

Quelle und Foto: Contargo, v.l.: Christian Epple, Manager Business Development & Projects Contargo, Jürgen Albersmann, Geschäftsführer Contargo, Andreas Stolte Geschäftsführer DeltaPort, Dieter Thurm, Technischer Leiter DeltaPort, Sascha Noreika, Geschäftsführer Contargo Rhein-Waal-Lippe




Amsterdam und duisport für grünen Wasserstoff

Der Hafen Amsterdam und duisport werden ihre langjährige Zusammenarbeit ausbauen. Markus Bangen, CEO von duisport, und Koen Overtoom, CEO des Amsterdamer Hafens, haben angekündigt, dass die Häfen gemeinsam die Wasserstoff-Wertschöpfungskette und ihr Hinterlandnetzwerk weiterentwickeln werden. Um das Engagement ihrer Organisationen für diese gemeinsamen Ziele zu unterstreichen, haben beide CEOs eine Absichtserklärung unterzeichnet.

Die Häfen von Amsterdam und Duisburg sind über den Rhein und mehrere Landwege direkt miteinander verbunden und erfüllen wichtige Funktionen als logistische Knotenpunkte für das europäische Hinterland. Beide Häfen haben historische Bedeutung beim Auf- und Ausbau wichtiger Handelsströme zwischen Deutschland und den Niederlanden. Die bestehende Partnerschaft, die sich in der gemeinsamen Beteiligungsgesellschaft Hafen Duisburg / Amsterdam Beteiligungsgesellschaft mbH widerspiegelt, wird nun in eine neue Phase eintreten.

Beide Häfen haben große Ambitionen im Energiebereich und wollen bei der Umstellung auf nachhaltige und erneuerbare Energiequellen eine Vorreiterrolle einnehmen. Der Hafen Amsterdam und duisport werden daher gemeinsam das Potenzial verschiedener Wasserstoffträgertechnologien untersuchen, um eine internationale Lieferkette für Wasserstoff im kommerziellen Maßstab aufzubauen. Der Import, die Speicherung und die Verteilung von grünen Wasserstoffträgern spielt eine entscheidende Rolle bei der Energiewende in der Industrie und im maritimen Sektor. Der Amsterdamer Hafen ist Teil des H2A-Konsortiums, das die Einfuhr von einer Million Tonnen grünem Wasserstoff in den Amsterdamer Hafen anstrebt und mehrere wichtige Akteure der Wasserstoffindustrie umfasst. Das H2A-Projekt bildet eine einzigartige Plattform, die nun mit duisport verbunden werden kann, um eine durchgängige Wertschöpfungskette für grüne Wasserstoffträger zwischen beiden Häfen zu schaffen.

Koen Overtoom, CEO Hafen von Amsterdam: „Ich freue mich sehr, die Partnerschaft zwischen duisport und dem Hafen Amsterdam bekanntzugeben. Beide Häfen haben erkannt, wie wichtig es ist, gemeinsam neue Korridore für nachhaltige Energieträger zu entwickeln, um die internationalen Lieferketten zu dekarbonisieren. Diese Partnerschaft stärkt unsere strategischen Initiativen, die darauf abzielen, eine Führungsrolle bei der Erleichterung der Energiewende zu übernehmen, und ergänzt unsere starke Zusammenarbeit mit unseren bewährten Partnern.“

Markus Bangen, CEO duisport: „Mit dem Ausbau unserer vertrauensvollen Partnerschaft mit dem Amsterdamer Hafen setzen wir ein wichtiges Signal über nationale Grenzen hinweg: Nur gemeinsam können wir globale Herausforderungen wie die Energiewende meistern. Ich freue mich daher auf eine weitere enge Zusammenarbeit, um die Entwicklung eines europaweiten Wasserstoff-Netzwerks zügig voranzutreiben und unsere Funktion als zentrale Logistik-Drehscheibe für Europa zu stärken.“

Neben der Entwicklung der grünen Wasserstoff-Wertschöpfungskette werden duisport und der Amsterdamer Hafen gemeinsame kommerzielle Projekte zum weiteren Ausbau ihrer Hinterlandnetzwerke auf den Weg bringen. Amsterdam und Duisburg sind über Binnenschifffahrts-, Land- und Schienenkorridore gut miteinander verbunden und liegen zentral innerhalb des umfangreichen europäischen Netzwerks. Zusätzlich zu den bestehenden täglichen Binnenschiffsverbindungen wurde 2019 ein Bahnshuttle Amsterdam – Duisburg eingerichtet. Dieser Shuttle bildet einen wichtigen Korridor, der die Kurzstreckenseeverkehrs- und intermodalen Netzwerke beider Häfen direkt miteinander verbindet.

Durch die aktive Beteiligung an gemeinsamen kommerziellen Projekten und die Verbindung ihrer Hafengemeinschaftsnetzwerke wollen duisport und der Hafen Amsterdam ihr gemeinsames Ziel verwirklichen, ihre Hinterlandnetzwerke auszubauen, die Verkehrsverlagerung anzuregen und nachhaltige multimodale Verkehrsverbindungen über den Schienenverkehr, die Binnenschifffahrt und Kurzstreckenseeverkehrsverbindungen zwischen den Häfen und anderen europäischen Zielen zu fördern.

 Quelle; duisport, Foto: duisport/ Max Dijksterhuis (v. l.): Markus Bangen, CEO von duisport, und Koen Overtoom, CEO des Amsterdamer Hafens. 




Solardatenmessung auf dem LKW-Dach

Per Solarzelle auf dem Transporter die Reichweite verlängern: Ob das im Praxiseinsatz funktioniert, prüft Rhenus Home Delivery jetzt per Solardatenmessung mit einem Testfahrzeug. Die Erfahrungen aus den Messungen können dabei helfen, die Flotte mit zukunftsträchtigen Technologien langfristig nachhaltiger aufzustellen.

Die Rhenus Gruppe, einer der führenden, weltweit operierenden Logistikdienstleister, ist kontinuierlich bestrebt, den eigenen Fuhrpark mit alternativen Antriebsarten nachhaltiger zu gestalten. Um zu prüfen, ob Sonnenenergie dafür eine valide Option ist, setzt Rhenus Home Delivery nun ein Testfahrzeug mit Solarmesstechnik ein. Dafür kooperiert der Spezialist für die Endkundenbelieferung mit Sono Motors. Ziel ist es, herauszufinden, inwieweit Solarzellen auf der Fahrzeugoberfläche die Reichweite verlängern können – und welches Potenzial die Technologie für den flächendeckenden Einsatz in Zukunft bietet.

Von der prallen Sonne im Hochsommer bis zu regnerischen Wintertagen: Um realistische Mittelwerte zu erhalten, hat Rhenus den Test als Langzeitprojekt über vier Jahreszeiten hinweg konzipiert. Beleuchtungsstärkesensoren auf beiden Seiten und auf dem Dach des noch herkömmlich angetriebenen 15-Tonners messen kontinuierlich die Sonneneinstrahlungsintensität. Ein per LTE angebundener Data Logger übermittelt zudem die genaue Uhrzeit der Messung an Sono Motors, wo alle Messdaten zu konkreten Ergebnissen verknüpft werden. Vom brandenburgischen Hoppegarten nahe Berlin aus, ist das Fahrzeug in der Testphase in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern unterwegs. Jonas von Frieling, Head of Innovation Hub der Geschäftszweige Rhenus Home Delivery und Rhenus High Tech, erklärt: „Als zwei Unternehmen voller Innovationskraft und Tatendrang passen Rhenus und Sono Motors für so ein zukunftsweisendes Projekt perfekt zueinander.“

Bei der Flotte setzt Rhenus Home Delivery zunehmend auf alternative Antriebe. Im Testprojekt steckt aber noch viel mehr Potenzial: Innovative Technologien wie solargestützte E-Lkw könnten in Zukunft einen großen Teil zur Energiewende beitragen, da für diese Art der ökologischen Stromerzeugung keine zusätzlichen Flächen versiegelt werden müssen. „Wenn im Verkehr flächendeckend auf Elektroantriebe umgestellt wird, muss die Versorgung entsprechend mitwachsen. Solarzellen auf Fahrzeugen könnten das Stromnetz dabei entlasten. Mit unserem Testprojekt gehen wir hier als Pionier voran“, sagt Jonas von Frieling.

Quelle und Foto: Rhenus Home Delivery




HHLA Sky gewinnt German Innovation Award 2022

HHLA Sky, Tochterunternehmen der Hamburger Hafen und Logisik AG (HHLA), hat einen German Innovation Award für ihre herausragende Innovationsleistung in der Kategorie „#W2 Excellence in Business to Business – Aviation & Maritime Technologies“ erhalten. 

Ausgezeichnet wurde das Integrierte Control Center von HHLA Sky. Dabei handelt es sich um eine Prozessmanagement-Software, die gleichzeitig mehr als 100 automatisierte Drohnen oder fahrende Roboter aktiv außerhalb der Sichtweite steuern und kontrollieren kann. Die Lösung überzeugte die Juroren hinsichtlich Innovation, Anwendernutzen und Wirtschaftlichkeit.

Die Jury begründete ihr Votum wie folgt: „Der Drohnenleitstand von HHLA Sky überzeugte in mehrfacher Hinsicht: Die in die gegebene Infrastruktur und Prozesslandschaft integrierbare Software-Plattform ermöglicht nicht nur das gleichzeitige Steuern von bis zu 100 Drohnen an verschiedenen Standorten. Das System kann über den Flug hinaus auch den gesamten Prozess der Planung, Disposition und Bereitstellung von Daten klar und einfach abbilden. Und das mit einem Minimum an Personalaufwand. Eine moderne und durchdachte Komplettlösung.“

Matthias Gronstedt und Lothar Müller, Geschäftsführer von HHLA Sky, nahmen die Auszeichnung am 24. Mai 2022 im Futurium, dem Museum der Zukunft in Berlin, entgegen.

„Der Schwerpunkt liegt auf dem Management mobiler Roboter: Unser Integriertes Control Center steuert und kontrolliert Flugroboter und autonome Fahrzeuge auf eine grundsätzlich effiziente Weise. Das macht es so besonders“, freut sich Matthias Gronstedt und erklärt: „Unsere Software bildet die komplette Prozesskette automatisiert ab. Das setzt gigantische Optimierungspotenziale frei. Denken Sie zum Beispiel an regelmäßige Kontrollflüge für große Industrieanlagen oder Brückeninspektionen mit Drohnen, ohne den Verkehr aufzuhalten. Das wird jetzt in der Breite möglich.“

Der German Innovation Award wird vom Rat für Formgebung verliehen. Es ist die zweite Auszeichnung für HHLA Sky nach dem Gewinn des Deutschen Innovationspreises im Jahr 2021.

Quelle und Foto: HHLA Sky, Matthias Gronstedt und Lothar Müller, Geschäftsführer von HHLA Sky, nahmen die Auszeichnung am 24. Mai 2022 im Futurium, dem Museum der Zukunft in Berlin, entgegen.




Stapelung von Trailern und Containern

Terminals für den Kombinierten Verkehr (KV) stehen zunehmend vor Platzproblemen. Leercontainer stapeln sich und Freiflächen zur flexiblen Nutzung sind eine seltene Ausnahme. Dadurch sinkt die Umschlagskapazität und die Verlagerung auf klimafreundliche Verkehrsträger wird erschwert. Speziell für Trailer, die besonders viel Stellfläche beanspruchen und deren Anteil in KV-Drehscheiben wie dem Duisburger Hafen stetig gewachsen ist, haben duisport, die TX Logistik AG und die SGKV e.V. nun eine innovative Lösung entwickelt.

Herausgekommen ist „Stack-X“, eine marktreife Stapelkonstruktion, die zusammen mit der Firma Wecon entwickelt und konstruiert wurde. Stack-X ist – vereinfacht ausgedrückt – in Form eines befahrbaren rechteckigen Metallrahmens konzipiert und ermöglicht den Transport und die Stapelung von Trailern mittels Reachstacker oder Portal-Kran. Die zu stapelnden Trailer können gekrant oder mit einer Zugmaschine bzw. einem Terminal-Traktor hineingefahren werden. Die ersten Prototypen wurden erfolgreich in Feldversuchen unter Realbedingungen getestet, um eine intelligente Einbindung in die unterschiedlichen Betriebsprozesse zu gewährleisten. Dabei haben sich drei Stapellösungen als besonders effizient herausgestellt:

  • Variante 1 sieht eine reine Stapelung von bis zu drei Trailern übereinander vor, die unter dem Kran oder auf Nebenflächen platziert werden können.
  • Variante 2 ermöglicht die gemischte Stapelung als Block aus Trailern und Containern (leer und voll). Auch bei dieser Lösung kann optional unter-Kran oder auf Nebenflächen gestapelt werden.
  • Bei der dritten Variante bilden die Stack-X-Module eine Art Garage. Dies setzt gewissen Rangierbedarf und ausreichend Platz voraus sowie eine Abstimmung des Terminal Operating Systems (TOS). Die Option ist für Nebenflächen geeignet und erfordert einen Reachstacker.

„Die drei empfohlenen Varianten beinhalten sowohl das reine Stapeln von Trailern als auch eine gemischte Stapelung mit Containern, was die Einzigartigkeit der Konstruktion noch einmal hervorhebt“, sagt Jan-Christoph Maaß (Projektmanager, Duisburger Hafen AG). „Bei der Auswertung der Feldversuche zeigt sich außerdem, dass sich Stack-X auch als Depot oder Möglichkeit der Zwischenlagerung eignet. Dies entlastet die Down- bzw. Peakzeiten in den Terminals und erhöht die Flexibilität.“

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts hat sich die Anzahl der in Deutschland auf der Schiene transportierten Trailer von rund 150.000 Ladeeinheiten im Jahr 2005 auf über eine Million im Jahr 2020 mehr als verachtfacht. Laut Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) wird der Anteil des Kombinierten Verkehrs bis zum Jahr 2030 um 79 Prozent ansteigen. Die Verlagerung auf die klimafreundlichen Verkehrsträger Wasserstraße und Schiene ist dabei ein wichtiger Baustein zur Erreichung der ambitionierten Klimaziele der Bundesregierung sowie der EU.

Mehr Verkehre auf die Schiene zu bringen, ist auch das Ziel von TX Logistik. „Für den gesamten Kombinierten Verkehr gilt: Je mehr Terminals den effizienten Umschlag von Trailern ermöglichen, desto leichter ist es, den Umstieg auf den klimafreundlichen Verkehrsträger Schiene zu ermöglichen. Wir unterstützen daher Innovationen, die dies vorantreiben“, sagt Christoph Dörre (Manager Business Development und NIKRASA, TX Logistik). „Trailer Port erleichtert ein einheitliches und effizientes Handling von Trailern in Terminals und erhöht damit die Umschlagskapazität und Geschwindigkeit.“

Das Projekt, das im Juni 2022 endet, wird im Rahmen der Initiative „Innovative Hafentechnologien“ (IHATEC) des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr gefördert.

Quelle: duisport, Foto: TrailerPort




Bei SIF bis 2023 grüne Wasserstoffproduktion

Das Container Terminal Salzburg wird weiter modernisiert. So erhält das Terminal beispielsweise eine Teilelektrifizierung der Kranbahn. Das berichtete Otto Hawlicek, Geschäftsführer der Container Terminals Salzburg und Enns auf der gemeinsamen Informationsveranstaltung des Container Terminal Salzburg (CTS) und Hafen Hamburg Marketing (HHM). Darüber hinaus stellte Hawlicek die aktuellen Umschlagzahlen des Terminals vor. Im Hotel Friesacher in Anif bei Salzburg folgten zahlreiche Unternehmen und Partner aus Deutschland, Österreich und Tschechien den Vorträgen.

Alexander Till, Repräsentant von Hafen Hamburg Marketing in Wien, informierte das Publikum darüber, dass Hamburg mit rund 321.000 TEU im Jahr 2021 ein Rekordergebnis bei den containerisierten Transporten von und nach Österreich erzielen konnte. Ein Großteil der Transporte, etwa 98 Prozent, wird mit dem umweltfreundlichen Verkehrsträger Bahn abgebildet. Wichtige Bausteine für den Erfolg des Hamburger Hafens in Österreich sind die hohe Frequenz von Containerganzzügen, sowie die zahlreichen direkten Schiffsverbindungen via Hamburg.

Axel Mattern, Vorstand von Hafen Hamburg Marketing, präsentierte die Umschlagsergebnisse des Hamburger Hafens des Vorjahres. Dabei betonte er die Wichtigkeit der Zugverbindungen von Hamburg ins Hinterland, wodurch eine Vorrangstellung Hamburgs gesichert ist. Die Fertigstellung der Fahrrinnenanpassung Anfang des Jahres war ein wichtiger Meilenstein, damit der Standort Hamburg im internationalen Wettbewerb weiterhin bestehen kann.

Karl Seitz, Branch Manager von COSCO SHIPPING Lines Austria, ging in seinem Vortrag auf die Entwicklung der weltweiten Reedereien und deren Zusammenschlüsse zu Allianzen ein. Zudem erläuterte die aktuelle Entwicklung, dass viele Verlader aufgrund der angespannten Situation in den weltweiten Lieferketten wieder mehr Lager aufbauen. Das Interesse an den Vorträgen war sehr groß und so nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit mit den Referenten anschließend bilaterale Gespräche zu führen.

Quelle: HHM, Foto: HHM/ Fotograf-Salzburg.de, Otto Hawlicek, CTS Container Terminal Salzburg; Axel Mattern, HHM-Vorstand; Alexander M. Till, HHM-Repräsentant für Österreich und Karl Seitz, COSCO Shipping Lines Austria (v.l) informierten die Gäste in Anif umfassend über Entwicklungen.