Schifffahrtsverbindung zwischen Terminals

European Gateway Services (EGS) und die Danser Group starten am Sonntag, dem 3. Juni 2018 mit der Initiative „Intercity Barge“. Ein Binnenschiff verkehrt, vorerst dreimal pro Woche, zwischen den ECT-Terminals auf der Maasvlakte und anderen Terminals und Depots im Waal- und Eemhavengebiet, Merwehaven, Botlek, Alblasserdam und Ridderkerk.

Die Initiative passt gut zu den branchenweiten Containerbinnenschifffahrtsberatungen, die der Hafenbetrieb Rotterdam am 8. September vorigen Jahres aufgenommen hat Dies hat sich aus den verschiedenen Signalen im Hinblick auf sich erhöhende Wartezeiten an den Hochseeterminals in Rotterdam ergeben. ECT garantiert in dieser Initiative eine freie Anlegestelle für das Binnenschiff Intercity Barge, und zwar unter der Voraussetzung, dass mindestens 200 Container-Verschiebungen pro Anlaufvorgang (das so genannte „fixen window“) ausgeführt werden. Die Initiative Intercity Barge richtet sich daher auch auf die Bündelung von Ladung an den genannten (Binnenland-)Terminals und Depots, so dass mit größeren Call-Sizes direkt von und zur Maasvlakte gefahren werden kann.

Diese Initiative beschleunigt die Abwicklung der Container und sorgt damit für eine bessere Konkurrenzposition bei der Binnenschifffahrt. Im Hafen von Rotterdam werden jährlich über 12 Millionen Containereinheiten umgeschlagen – über 3 Millionen davon werden mit Binnenschiffen angeliefert und abtransportiert.

Quelle: Port of Rotterdam, Foto: Jan van der Wiel




Annette Krüger wird neue Pressesprecherin der HHLA

Annette Krüger, 44, übernimmt mit sofortiger Wirkung die Aufgabe als Pressesprecherin der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA). Krüger war zuletzt bei Hafen Hamburg Marketing e. V. für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Sie folgt bei der HHLA auf Hans-Jörg Heims, der seit 1. Oktober 2017 die gesamte Kommunikation des Unternehmens verantwortet.


Zum Start von Krüger bei der HHLA erklärt Kommunikationschef Hans-Jörg Heims: „Mit Annette Krüger verstärkt eine sehr erfahrene und sich in den Themen der maritimen Wirtschaft bestens auskennende Kommunikationsexpertin unser Team. Ich bin überzeugt, dass sie aufgrund ihrer Expertise einen wichtigen Beitrag zur weiteren Professionalisierung sowohl unserer externen wie internen Kommunikation leisten wird.“

Krüger ist ausgebildete Schifffahrtskauffrau und Verkehrsfachwirtin. Sie absolvierte ihr Volontariat bei der Deutschen Verkehrs-Zeitung (DVZ). Bevor sie zur Marketing-Organisation des Hamburger Hafens wechselte, arbeitete sie 15 Jahre lang bei verschiedenen Kommunikationsagenturen als Fachredakteurin, PR-Beraterin und Pressereferentin für die Transport- und Logistikbranche. Neben ihren Aufgaben als Pressesprecherin wird Krüger genauso wie Till Raubacher (Marketing) als stellvertretende Leiterin der Stabsabteilung Verantwortung tragen.

Quelle: HHLA, Foto: HHLA/Nele Martensen




Wasserstraßen-Wissen für Logistiknachwuchs

Die Erfolgsfaktoren für Transporte auf der Wasserstraße lernen angehende Kaufleute für Spedition- und Logistikdienstleitung in einem zehnwöchigen Lehrgang der Schifferbörse zur Duisburg-Ruhrort kennen.

Der vierte Jahrgang des freiwilligen Weiterbildungsprogramms feierte nun seinen erfolgreichen Abschluss: 27 Absolventen erhielten jetzt in der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve ihre Zertifikate.

Verkehrsverlagerung beginnt im Kopf – das ist ein wichtiges Ziel der Lehrgangsreihe „Quinwalo“. In Deutschland werden mehr als 70 Prozent der Gütertransporte über die Straße abgewickelt. „Dabei kann das Binnenschiff in vielen Fällen eine echte Alternative sein“, erklärt Schifferbörsen-Vorstandsmitglied Roberto Spranzi von der DTG Deutschen Transport-Genossenschaft Binnenschifffahrt eG, Duisburg. „Mit Quinwalo wollen wir das Interesse junger Nachwuchslogistiker für die Wasserstraße wecken, damit sie den Transport per Binnenschiff in ihrem späteren Berufsleben im Hinterkopf haben.“

„Quinwalo“ steht für Qualification Inland Waterway Logistics, zu Deutsch etwa: Qualifikation zur Planung von Gütertransporten per Binnenschiff. Bei insgesamt zehn Terminen vermittelten Unternehmer und Experten aus der Binnenschifffahrt praxisnah Grundwissen und Fachkenntnisse über das System Wasserstraße. Die Absolventen erfuhren unter anderem, wie ein Transport mit dem Binnenschiff organisiert wird, welche Schiffstypen es gibt und wie Frachtverträge aussehen. Bei einem gemeinsamen Besuch des Entwicklungszentrums für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V. (DST) in Duisburg lernten die Auszubildenden zudem das weltweit führende Forschungsinstitut für Flachwasseruntersuchungen und Binnenschifffahrt kennen. Ein weiterer Höhepunkt bot sich den Auszubildenden im Duisburger Schiffer-Berufskolleg RHEIN, wo sie an einem in Europa einzigartigen Flachwasserfahrsimulator ihre Fähigkeiten als Schiffsführer selbst testen konnten.

Während viele Initiativen zur Förderung der Binnenschifffahrt am Verkehrsträger selbst ansetzen, fokussiert sich Quinwalo auf die Ausbildung der Logistik-Fachkräfte von morgen. „Leider wird der Transportträger Binnenschiff im Rahmen der schulischen Ausbildung häufig nur am Rande behandelt“, beklagt Schifferbörsen-Vorstand Spranzi. Um den angehenden Kaufleuten aus den Bereichen Schifffahrt sowie Spedition und Logistikdienstleistungen die Eigenschaften und Vorteile des Systems Wasserstraße näher zu bringen, startete die Schifferbörse zu Duisburg-Ruhrort deshalb 2015 das Programm Quinwalo. „Das stärkt unsere gesamte Branche und ist auch für die spätere Karriere unserer Nachwuchskräfte förderlich“, sagt Spranzi.

Für 2019 ist bereits die fünfte Auflage der Weiterbildungsreihe in Vorbereitung. Zusätzlich arbeitet die Schifferbörse gerade an einem Konzept, um Quinwalo und das Fachwissen der Binnenschifffahrts-Experten für angehende Logistiker auch an anderen Orten in Deutschland zugänglich zu machen.

Quelle und Foto: Niederrheinische IHK, die Absolventen des Weiterbildungsprogramms Quinwalo erhielten ihre Zertifikate bei der Niederrheinischen IHK.




Kooperation im Seehafenhinterlandverkehr

Der von Hafen Hamburg Marketing jedes Jahr in Düsseldorf organisierte Hafenabend stand ganz unter dem Zeichen einer verstärkten Zusammenarbeit und des Jubiläums „50 Jahre Containerverkehr in Hamburg“.

Für den Hamburger Hafen ist Nordrhein-Westfalen (NRW) mit einem jährlichen Transportaufkommen von rund 500.000 Container (TEU) im containerisierten Seehafenhinterlandverkehr das zweitwichtigste Bundesland nach Bayern. Die rund 250 Gäste aus allen Bereichen der Industrie, des Handels und Verkehrsgewerbes sowie aus Institutionen und Verbänden nahmen die Gelegenheit wahr, um sich anlässlich des Hamburger Hafenabends über laufende Entwicklungen und Kooperationsprojekte zu informieren.

In seiner Begrüßung machte Ingo Egloff, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V., darauf aufmerksam, dass gut funktionierende Verbindungen für den Transport von Gütern für die besonders exportorientierte Wirtschaft in NRW von enormer Bedeutung seien. „Unter den deutschen Seehäfen übernimmt Hamburg, als größter deutscher Universalhafen, für NRW die wichtige Funktion einer Warendrehscheibe im weltweiten Gütertransport und ist mit den meisten Regionen in NRW sehr gut per Lkw, Eisenbahn und Binnenschiff erreichbar“, ergänzte Egloff. „Verlader und Spediteure aus Nordrhein-Westfalen nutzen das dichte Netz von mehr als 100 weltweiten Liniendiensten via Hamburg für die globale Verteilung ihrer Im- und Exportwaren. Vor allem Handelswaren und Kaufhausgüter, Metalle und Metallerzeugnisse, Maschinen und Ausrüstung, Fahrzeuge sowie Nahrungs- und Genussmittel nehmen ihren Weg über den Hamburger Hafen“, sagte Egloff.

In seinem Grußwort wies Dr. Hendrik Schulte, Staatssekretär im Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, darauf hin, dass vor dem Hintergrund der heute bereits in NRW massiv überlasteten Straßen der mit 80 Prozent sehr hohe Lkw-Anteil beim Containertransport zwischen NRW und dem Hamburger Hafen durch Transportverlagerung auf Schiene und Wasserstraße deutlich abgesenkt werden sollte. „Hier setzt das mit Hamburg und der Verkehrswirtschaft gemeinschaftlich initiierte Kooperationsprojekt „Hamburg-NRWplus“ ein. Ziel ist es, mehr Gütertransport mit der Eisenbahn und dem Binnenschiff abzuwickeln. Im engen Austausch mit der verladenden Wirtschaft wurden im Rahmen der bisherigen Projektarbeit bereits einige Schwachstellen identifiziert, die derzeit eine Transportverlagerung vom Lkw auf die Bahn oder das Binnenschiff noch erschweren. In den von den Projektpartnern organisierten Workshops konnten bereits in der Diskussion mit Wirtschaftsvertretern erste Lösungsansätze in den Bereichen Zollabwicklung, zur Beseitigung von Engpässen beim Transportangebot, einer Verbesserung der Buchungsflexibilität und beim Leecontainermanagement erarbeitet werden“, sagte Dr. Schulte.

Staatsrat Dr. Torsten Sevecke, Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg, begrüßte den erfolgreichen Start für das gemeinsame Kooperationsprojekt „Hamburg-NRWplus“ und die ersten Ergebnisse. Dabei wies Dr. Sevecke darauf hin, dass neben der Transportverlagerung von Containern auch die Verlagerung von besonders schweren und sperrigen Gütern interessante Potenziale für das Binnenschiff eröffnet. „Für die effiziente Steuerung von Transportketten im Seehafen-Hinterlandverkehr werden wir zur besseren Vernetzung aller am Transport beteiligten Player in Zukunft stärker digitale Techniken einsetzen. Ich freue mich über das große Interesse zur Mitarbeit der Wirtschaft an diesen Themen und bin überzeugt, dass wir mit „Hamburg-NRWplus“ auf dem richtigen Weg sind“, sagte Dr. Sevecke.

Für Volker Hahn, der als Leiter der Hamburger Hafenrepräsentanz in Dortmund die Marktregion NRW bearbeitet, ist unumstritten, dass trotz der direkten Anbindung der Westhäfen durch den Rhein, auf dem vor allem Massengüter transportiert werden, die deutschen Seehäfen Hamburg und Bremerhaven einen Anteil von rund 35 Prozent aller Containertransporte von und nach NRW vorweisen. „Wenn es uns im engen Austausch mit der Wirtschaft gelingt, dass durch neue Containerzugangebote und Kapazitätsanpassungen der NRW KV-Terminals mehr Boxen von der Straße auf die Schiene verlagert werden, dann haben wir mit unserem Kooperationsprojekt „Hamburg-NRWplus“ die Weichen richtig gestellt. Der Hamburger Hafen wird damit noch attraktiver für Verlader in NRW“, verdeutlichte Hahn.

Beim anschließenden Networking wurden diese und viele weitere Themen rund um den Hafen und seine multimodalen Verkehre lebhaft diskutiert.

Quelle und Foto: Hafen Hamburg Marketing, Dr. Hendrik Schulte, Staatssekretär in Nordrhein-Westfalen, weist auf Transportverlagerung auf Schiene und Wasserstraße hin




Infoaustausch wieder ein Stück näher

Im Hafen von Rotterdam befassten sich jetztTeilnehmer aus aller Welt mit der Ausarbeitung standardisierter Datendefinitionen für den weltweiten Austausch nautischer Informationen.

Es fanden sich mehr Teilnehmer als erwartet ein, darunter international führende Unternehmen der Branche. Die Standardisierung in der Seeschifffahrt ist eine wichtige Voraussetzung für den effizienteren Einsatz von Seeschiffen und für die Verringerung der Emissionen.

In den vergangenen Jahren hat die internationale Taskforce „Port Call Optimisation“ (Optimierung des Hafenaufenthalts) die Einführung internationaler Standards für nautische Informationen einen großen Schritt vorangebracht. In der Taskforce bündeln internationale Unternehmen, Seehäfen und Organisationen ihre Kräfte. Die im vergangenen Jahr festgelegten funktionalen Definitionen – eindeutige Bezeichnungen für den Tiefgang und die erwartete Ankunftszeit – werden dieses Jahr in „The Mariner’s Handbook“ des United Kingdom Hydrographic Office veröffentlicht, einem Nachschlagewerk, das auf keiner Kommandobrücke fehlt. In einem nächsten Schritt sollen die Datendefinitionen für die Informationsübertragung festgelegt werden. Der Startschuss hierfür fiel gestern während eines Workshops im Rotterdamer Hafen auf Initiative der Internationalen Taskforce „Port Call Optimisation“ sowie der Organisationen Sea Traffic Management (STM), European Harbour Master Committee, United Kingdom Hydrographic Office und GS1.

Die Standardisierung nautischer Informationen ist notwendig, damit die Seeschiffe effizienter eingesetzt und die Emissionen reduziert werden können. „In den vergangenen Jahrzehnten haben sich bereits viele Interessenträger mit dem Austausch nautischer Informationen befasst, darunter auch STM“, so Per Setterberg, Operational Project Manager STM Validation Project: „Wir müssen verhindern, dass wir nebeneinander her arbeiten. Der Workshop in Rotterdam hat bewiesen, dass wir kooperieren können und dass wir bereit sind, voneinander zu lernen und gegenseitig unsere Standards zu übernehmen.“ Ben van Scherpenzeel, Vorsitzender der Taskforce „Port Call Optimisation“: „Es wurde Zeit, alle Initiativen aufeinander abzustimmen. Seeschiffe müssen miteinander und mit den Häfen kommunizieren können, ebenso wie die Ladung mit der Lieferkette. Als Taskforce erwarten wir nicht, dass hierfür weltweit eine einheitliche Lösung geschaffen werden kann. Es ist jedoch wichtig, dass alle eingesetzten Systeme problemlos miteinander kommunizieren können. Darum haben wir uns von Beginn an auf die Standardisierung konzentriert. Wir sind stolz darauf, dass sich inzwischen Initiativen wie SMART (Korea) und SESAME (Norwegen und Singapur) angeschlossen haben.“

Die Vertreter der teilnehmenden Organisationen befassten sich gestern mit konkreten, auf Industriestandards basierenden Beispielen für Datendefinitionen. An diesem Workshop nahmen auch Lieferanten von nautischen Navigationssystemen und Terminalsystemen teil. Außerdem waren Mitglieder der Taskforce anwesend, darunter Vertreter von Maersk und Shell. „Obwohl wir in unterschiedlichen Branchen tätig sind, sind wir voneinander abhängig“, erklärt Frans Caspers von Shell. „Ohne Standardisierung bleibt es bei ‚buffering & suffering‘. Indem wir von der Einzelplanung auf eine gemeinsame Planung umstellen, können wir die Bandbreiten und Puffer besser kontrollieren. Das erfordert allerdings Transparenz, eine Plattform für den Informationsaustausch und Standardisierung.“ Andreas van der Wurff von Maersk Line ergänzt: „Die Taskforce arbeitet an der Optimierung. Es ist gut, dass sich alle Akteure aus der Schifffahrt daran beteiligen. Im Alleingang kann das kein Unternehmen bewältigen. Die Reedereien profitieren davon, dass auch die Hafenverwaltungen und Dienstleister in der Schifffahrtsbranche daran mitwirken.“

Mit mehr als 60 Personen übertraf die Beteiligung die Erwartungen. Van Scherpenzeel: „Das beweist, dass das Thema Optimierung des Hafenaufenthalts weltweit aktuell ist. Die Schifffahrt ist ein globales Geschäft. Darum ist es wichtig, weltweite Standards zu schaffen und dafür zu sorgen, dass diese vom Abfahrts- bis zum Ankunftshafen eingesetzt werden. Im Hafen selbst müssen sich alle daran beteiligen, die Dienstleistungen für das Seeschiff erbringen. Unser erstes Ziel ist der standardisierte Austausch der grundlegenden Basisinformationen. Wenn ein Terminal ein Schiff zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort erwartet, müssen Daten wie die Uhrzeit und die Position auf eindeutige Weise übermittelt werden können. So werden wir Schritt für Schritt weiterarbeiten.“

Quelle und Foto: Port of Rotterdam




Pier One: Auftakt des Planungsprozesses

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Stadtplanung zur Diskussion“ wird am Dienstag, 29. Mai, der Bebauungsplan-Vorentwurf „Nordöstlich Halbinsel Kesselstraße“ (Pier One) im Veranstaltungsraum des Hotel Courtyard by Marriott Düsseldorf Hafen, Speditionstraße 11, vorgestellt.

Beginn der Veranstaltung ist um 18 Uhr.

„Wir befinden uns in der spannenden Vorbereitungsphase zur Entwicklung eines städtebaulichen Gesamtkonzeptes für die Halbinsel Kesselstraße“, erklärt Cornelia Zuschke, Beigeordnete für Planen, Bauen und Grundstückswesen der Landeshauptstadt Düsseldorf, und ergänzt: „Die Bürgerinnen und Bürger lade ich herzlich dazu ein, bereits zum Auftakt des Planungsprozesses an dieser gesamtstädtisch bedeutenden Entwicklung mitzuwirken.“

Das rund 6,1 Hektar große Plangebiet liegt im Stadtteil Hafen, im Wesentlichen im Hafenbecken nordöstlich der Halbinsel Kesselstraße. Mit der Projektidee von ingenhoven architects und den Neuss Düsseldorfer Häfen liegt erstmalig ein Bebauungsvorschlag vor, der in Form eines Piers auch die Wasserflächen für die Attraktivierung des Hafens in Wert setzt. Über Brückenbauwerke soll darüber hinaus eine Verbindung zwischen den Halbinseln Speditionstraße und Weizenmühlenstraße geschaffen werden. Als Nutzungskonzept wird derzeit ein Hotel mit Gastronomieangeboten mit Außenterrassen favorisiert; alternativ sind aber auch Büro- und gewerbliche Nutzungen denkbar.

Die Halbinsel Kesselstraße ist aus gesamtstädtischer Sicht eine bedeutende und zentral gelegene Potenzialfläche. Mit der Entwicklung dieser Halbinsel besteht nicht nur die Möglichkeit der Erweiterung des Medienhafens, sondern gleichzeitig die Aufgabe, einen angemessenen Abschluss gegenüber der sich weiter westlich anschließenden industriellen Hafennutzung zu formulieren. Die Bauvorhaben „Trivago“ und „Pier One“ im Süden und Norden der Halbinsel Kesselstraße bilden dabei den Auftakt für die weitere Entwicklung der gesamten Halbinsel. Zur weiteren städtebaulichen Ideenfindung soll für die Halbinsel Kesselstraße ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt werden. Aufgabe des Wettbewerbs ist, ein städtebauliches, freiraumplanerisches und verkehrliches Konzept zu erarbeiten.

Quelle und Foto: Stadt Düsseldorf




Biobasierte Chemikalien: Nischen- oder Wachstumsmarkt?

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Rotterdam will sich als Vorreiter in der Energiewende profilieren. Dabei spielen Alternativen für Chemikalien auf der Basis fossiler Rohstoffe eine wichtige Rolle. Sind biobasierte Chemikalien ein Nischen- oder ein Wachstumsmarkt?

Wie können wir den biobasierten Industriecluster weiterentwickeln? Mit diesen Fragen wandte sich der Hafenbetrieb Rotterdam an Lux Research Inc., ein Unternehmen, das die Chancen und Möglichkeiten für die Produktion biobasierter Chemikalien in der Rotterdamer Hafenindustrie untersuchte. Die Fragen waren außerdem Gegenstand eines Workshops während des Gipfels zur Energiewende.

„Bei Polymerverarbeitern wie Ikea, Nike und Coca-Cola steigt die Nachfrage nach Chemikalien aus erneuerbaren Quellen“, berichtet Arnold Bos, Consultant bei Lux Research. „Nicht nur ihres Images wegen und aus Gründen der Nachhaltigkeit, sondern auch, weil sie für die Zukunft gerüstet sein wollen. Sie wollen sich gegen die steigenden Ölpreise wappnen und ihre Möglichkeiten auf der Basis erneuerbarer Ressourcen erweitern.

Auch der Leistungsaspekt rückt zunehmend in den Fokus. Ging es bei biobasierten Chemikalien zunächst vor allem um die Umweltfreundlichkeit, so sind sie inzwischen in manchen Fällen einfach in jeder Hinsicht die bessere Alternative. Es entsteht also eine echte Nachfrage. Die großen Chemiekonzerne arbeiten an Business Cases für biobasierte Chemikalien. Der Markt ist zwar noch sehr klein, aber es tut sich wirklich etwas.“

Aus dem Hafenscan, den Lux Research in Zusammenarbeit mit dem Hafenbetrieb Rotterdam durchführte, ging hervor, dass sich in Rotterdam durchaus schon Chancen für biobasierte Chemikalien bieten. „Der einfachste Weg ist die sogenannte Drop-in-Lösung, also die Verwendung von Chemikalien, die mit den bislang im Cluster verwendeten Substanzen identisch sind, aber aus biobasierten Rohstoffen hergestellt werden. Beispiele hierfür sind Methanol und Ethylen. Diese Stoffe können auch in der biobasierten Variante in die bestehenden chemischen Prozesse integriert werden, wodurch ihre Einführung relativ einfach ist.“

„Es gibt jedoch verschiedene Hindernisse. Eines davon ist der Preisunterschied zwischen biobasierten Chemikalien und den herkömmlichen Varianten auf fossiler Basis. Dies ist unter anderem eine Folge der enormen Größenvorteile der Petrochemie. Eine Möglichkeit, faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, wäre die Erhöhung des CO2-Preises, die Allard Castelein, CEO des Hafenbetriebs Rotterdam, forderte.“

Dies ist aber nicht das einzige Hindernis, das der Schaffung eines echten biobasierten Industrieclusters im Wege steht, erklärt Bos. „Man braucht eine Summe mehrerer Teile. Darunter ausreichendes Ausgangsmaterial, einen Absatzmarkt und eine funktionierende Lieferkette. Auch der Zugang zu Finanzierungen ist oft noch ein Problem. Die Investoren sind nicht sehr erpicht auf diese Branche, da es acht bis zehn Jahre dauern kann, bevor sich eine Investition auszahlt. Dann ist eine gemeinsame Investition, wie es etwa bei der Waste-to-Chemicals-Anlage der Fall war, eine gute Möglichkeit, die Risiken zu begrenzen. Darüber hinaus ist es wichtig, dass ein Unternehmensklima herrscht, in dem Technologien entwickelt werden und Maßstabsvergrößerungen durchgeführt werden können. Das notwendige Wissen über all diese Faktoren ist in der Region zweifellos vorhanden. All diese verschiedenen Akteure müssen aber noch zusammengebracht werden, damit die Hindernisse gemeinsam beseitigt werden können.“

Der Hafenbetrieb Rotterdam will gern mit Interessenten und Beteiligten in Kontakt kommen, um die Entwicklung auf dem Gebiet der biobasierten Chemikalien vorantreiben und Hindernisse beseitigen zu können. Sie können sich an Stijn Effting, Business Manager Chemicals and Biobased Industry unter Nachricht senden wenden.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam




Mit „Smart St@rt“ in das Berufsleben

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Voraussetzung einer erfolgreichen Eingliederung von Flüchtlingen in die Gesellschaft ist neben dem Spracherwerb, der Akzeptanz und Anpassung an kulturelle und gesellschaftliche Werte vor allem die dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt.

Dass dies mit besonderen Herausforderungen verbunden ist, hat die OECD kürzlich auf Basis einer Unternehmensbefragung in Deutschland festgestellt. Danach ist eine gezielte Unterstützung erforderlich, um Flüchtlinge in geeigneter Weise auf eine berufliche Bildung als Integrationsvoraussetzung vorzubereiten. Hier setzt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „Smart St@rt – Integrierte fachlich-sprachliche Qualifizierung von Flüchtlingen für den Berufsstart in Binnenschifffahrt und Logistik“ an. Ziel ist es, ein Kurskonzept, das auf eine stabile Arbeitsmarktintegration ausgerichtet ist und auch auf andere Branchen transferiert werden kann, zu entwickeln.

Der in Deutschland anhaltende Fachkräftemangel macht auch vor den beiden „Zielbranchen“ des Projektes, der Binnenschifffahrt und der Logistik, nicht Halt. In der Binnenschifffahrt ist insbesondere in Bezug auf das fahrende Personal in der Güterschifffahrt ein Personalbedarf festzustellen, vor allem bei Unternehmen mit ein bis zwei Beschäftigten, den so genannten Partikulieren. Im Jahr 2015 weisen darüber hinaus über 30 % der in der Branche sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ein Alter von 55 Jahren und mehr auf. Dies zeigt: Es besteht angesichts positiver Arbeitsmarktperspektiven erheblicher Handlungsbedarf und damit können sich auch Chancen eröffnen, Flüchtlinge durch die Teilnahme an entsprechenden Modellmaßnahmen und Qualifizierungskonzepten auf den Weg in eine Beschäftigung vorzubereiten.

Konkret geht es in dem Projekt darum, ein integriertes Kurskonzept durch eine Kombination sprachlicher und berufsorientierender Inhalte zu erarbeiten, erproben und evaluieren, das dann auf eine Tätigkeit – im Idealfall auf eine berufliche Ausbildung – in Binnenschifffahrt oder Logistik vorbereiten soll. Die angestrebte didaktisch-methodische Verschränkung von Sprach- und fachlichem Kompetenzerwerb in den vorgesehenen Lernmodulen ist dabei von hoher Bedeutung, da viele der bisher vorliegenden Lehr- und Lernmaterialien zur berufsbezogenen Sprachförderung zwar Situationen des allgemeinen Arbeitsalltags exemplarisch thematisieren, sich in ihrem inhaltlichen Fokus aber zu wenig auf relevante berufsfachliche und kommunikative Aspekte des betrieblichen Arbeits- und Lernorts beziehen.

Um die gewünschte Verbindung zwischen sprachlicher Kommunikation und berufsfachlichem Kompetenzerwerb zu erreichen, werden im Projekt relevante Praxisszenarien konstruiert, die aufeinander bezogene Lernsituationen und Lernarrangements umfassend zu exemplarischen Lern- und Handlungsfeldern innerhalb thematisch abgegrenzter Module verdichten. Geplant ist die Konzeption und Durchführung zweier Kurse mit jeweils ca. sechsmonatiger Dauer.

Wichtig für den Praxisbezug: In die modular strukturierten Handlungsfelder werden flankierende Angebote wie Coaching, Bewerbungstraining, Berufsberatung, Sprach- und Kompetenztests, betriebliche Praktika und Berufserkundung integriert.

„Smart St@rt“ richtet sich in erster Linie an jüngere Personen, die als Flüchtling anerkannt sind oder über einen Bleibestatus verfügen. Voraussetzungen sind neben gewerblich-technischem Berufsinteresse und einem Mindestmaß an Technikaffinität auch entsprechende Kenntnisse der deutschen Sprache (mindestens auf dem Niveau B1). Um eine möglichst homogene Adressatengruppe von Teilnehmern akquirieren zu können, werden entsprechende Eignungs- und Kompetenztests durchgeführt.

Das Projekt verfolgt neben der Integration von Flüchtlingen in Binnenschifffahrt und Logistik aber auch das darüber hinausgehende Ziel, das Konzept auf andere Branchen transferieren zu können.

Beteiligt an dem Vorhaben, das vom Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) begleitet wird, sind als Partner das Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V. (DST), die Universität Duisburg-Essen (Institut für Berufs- und Weiterbildung) und der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB). Unterstützt wird die Arbeit durch die assoziierten Partner wie dem Institut für Modelle zur beruflichen und sozialen Entwicklung (IMBSE), dem Evangelischen Bildungswerk im Kirchenkreis Duisburg (EBW), dem Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI), dem Bundesverband der Selbstständigen, Abteilung Binnenschifffahrt (BDS), und dem Duisburger Hafen AG (duisport). Die zuständige Arbeitsverwaltung (Jobcenter und Arbeitsagentur) erbringt vor allem in Bezug auf die Auswahl der künftigen Kursteilnehmer einen wesentlichen Beitrag zum Projekt. Die Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve und die Handwerkskammer Düsseldorf werden dieses Modellvorhaben begleiten und insbesondere im Hinblick auf den Transfer der Projektergebnisse auf andere Branchen beratend mitwirken.

Projektlaufzeit ist vom 1. März 2018 bis 31. August 2020.

Quelle: BDB, Foto: duisport/ Hans Blossey

 




Viele Infos auf dem HAFENGEBURTSTAG

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Der Container hat die Transportbranche revolutioniert, auch im Hamburger Hafen hat er viel bewegt und den Hafen zum größten Seehafen Deutschlands gemacht.

Begonnen hat der Containerumschlag in Hamburg vor 50 Jahren, genauer am 31. Mai 1968 als die „American Lancer“ am Burchardkai festmachte. Heute sind in Hamburg rund 130.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt mit dem Hamburger Hafen verbunden und rund 379.000 Menschen aus der Metropolregion und den angrenzenden Bundesländern arbeiten in der Logistik. Als größter Arbeitgeber der Region bietet die Hafen- und Logistikbranche eine große Vielfalt an Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten, über diese kann man sich im Infocontainer „Dein Job im Hafen“ beim 829. HAFENGEBURTSTAG HAMBURG informieren. Ein anderes Highlight bietet der 20-Fuß Infocontainer in dem sich alles um das Jubiläum „50 Jahre Containerumschlag in Hamburg“ dreht.

Hafen Hamburg Marketing e.V. (HHM) präsentiert auf dem HAFENGEBURTSTAG HAMBURG vom 10. bis 13. Mai 2018 nahe der Kreuzung „Am Sandtorkai – Am Kaiserkai“ gemeinsam mit Mitausstellern den Universalhafen und Logistikstandort mit seinen vielfältigen Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten. Mit dabei sind unter anderem die Hamburg Port Authority (HPA) und acht Unternehmen aus der Hamburger Hafenwirtschaft. In einem umgebauten 40-Fuß-Container vermitteln die Aussteller allen Interessierten einen Überblick über spannende Ausbildungsberufe und die Arbeitswelt Hafen und Logistik. Innovative Technik und weltweit vernetzte Prozesse prägen eine Vielzahl moderner Berufsbilder und versprechen interessante Aufgabenfelder. Nicht nur Schülern, Studenten und Nachwuchskräften, sondern auch Quereinsteigern stehen täglich qualifizierte Ansprechpartner zur Verfügung, um Fragen rund um die Berufsperspektiven und die Arbeit im Hafen und in der Logistik zu beantworten.

Viele interessante Informationen rund um das Jubiläum „50 Jahre Containerumschlag in Hamburg“ und den Container selbst, wie er den Hamburger Hafen geprägt hat, gibt es in einem 20-Fuß-Container zu entdecken. Der Container versorgt uns Tag für Tag mit unseren alltäglichen Gütern, doch wie genau funktioniert das und welche Gütermengen passen in einen Container? Welche Berufe stecken hinter dem Transportmittel Nummer Eins der heutigen Zeit? Diese und viele weitere Fragen können sich die Besucher auf verschiedenste Art und Weise beim HAFENGEBURTSTAG HAMBURG beantworten.

„Unter dem Motto „Dein Job im Hafen“ werben wir für die Arbeitswelt Hafen und Logistik und suchen den direkten Kontakt zu interessierten Menschen, die sich bei ihrem Besuch auf dem weltweit größten Hafenfest über den Hafen- und Logistikstandort informieren möchten. Die in der Logistikbranche vorhandene Innovationskraft ist bei vielen Berufseinsteigern noch nicht so stark verankert. Das wollen wir mit unserem Informationsangebot zum HAFENGEBURTSTAG HAMBURG ändern und Imagewerbung für den Hafen und die Logistikbranche machen. Auch wollen wir auf das Jubiläum „50 Jahre Containerumschlag in Hamburg“ aufmerksam machen. Der Container hat nicht nur für den Hamburger Hafen ein neues Zeitalter eingeläutet, sondern ist eine Erfindung, die seit über 50 Jahren den Welthandel von Grund auf verändert hat“, sagt Ingo Egloff, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V.

Öffnungszeiten Informationscontainer „Dein Job im Hafen“ & „50 Jahre Containerumschlag in Hamburg“

Donnerstag, 10. Mai 2018        10.00 – 19.00 Uhr
Freitag, 11. Mai 2018               10.00 – 19.00 Uhr
Samstag, 12. Mai 2018            10.00 – 19.00 Uhr
Sonntag, 13. Mai 2018             10.00 – 19.00 Uhr

Quelle und Foto: HHM, Informationscontainer „Dein Job im Hafen“ und „50 Jahre Containerumschlag in Hamburg“ auf dem HAFENGEBURTSTAG HAMBURG 2018




Neuer Vertriebsleiter für die RheinCargo

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Lukas Klippel wurde zum 1. Mai 2018 die Verantwortung für den Gesamtvertrieb der sieben Häfen der RheinCargo mit den Standorten Köln, Neuss und Düsseldorf übertragen.

„Wir sind fest davon überzeugt, dass Lukas Klippel in der Position des Vertriebsleiters die Zukunft der RheinCargo Häfen positiv mitgestalten wird“, so die Geschäftsführer der RheinCargo, Jan Sönke Eckel und Wolfgang Birlin.

Nach Beendigung seines dualen Studiums bei der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) stieg Lukas Klippel in den Vertrieb des EVU ein. Parallel zu seinen Aufgaben als Marktbereichsleiter/Key Account Manager absolvierte er ein Masterstudium. Ende 2015 wechselte er in den Vertrieb der Kölner Häfen. Zum 1.Oktober 2016 wurde ihm Handlungsvollmacht erteilt. Seither trägt er die Verantwortung für den Gesamtvertrieb der Kölner Häfen, um nun in die Gesamtverantwortung für alle RheinCargo Häfen einzutreten.

Quelle: RheinCargo