Erstanlauf der „HMM HAMBURG“

Mit dem Erstanlauf der „HMM HAMBURG” steuerte jetzt ein weiteres Schiff der sogenannten „Megamax-24-Klasse“ den Hamburger Hafen an. Die „HMM HAMBURG“ ist eines der zwölf neuen Containerschiffe der südkoreanischen Linienreederei HMM (ehemals Hyundai Merchant Marine), die seit April ausgeliefert werden. Der Megafrachter hat das HHLA Container Terminal Burchardkai in der Nacht zum 3. September 2020 wieder verlassen.


„Wir freuen uns außerordentlich die „HMM HAMBURG“ erstmals hier in unserem Hafen begrüßen zu können. Alle Mitglieder, der seit fast 30 Jahren bestehenden HMM Niederlassung in Hamburg, sehen diesem Erstanlauf mit besonderem Stolz entgegen. Diese Namensgebung manifestiert das besondere Verhältnis zwischen Südkorea und der Freien und Hansestadt Hamburg“, sagt James Kim, Managing Director HMM (Germany) GmbH & Co. KG, Hamburg.

Mit einer Stellplatzkapazität von 23.964 TEU (20-Fuß-Standardcontainer) sind die „HMM HAMBURG“ und ihre Schwesterschiffe, nach Angaben der Reederei, die größten Containerschiffe der Welt. Der Containerriese ist zudem 400 Meter lang und 61 Meter breit und an Bord können jeweils 12 Container unter und über Deck sowie 24 Containerreihen quer gestaut werden.

Die „HMM HAMBURG“ wird im FE-3-Liniendienst der THE Alliance zwischen Asien und Europa eingesetzt und läuft den Hamburger Hafen viermal pro Jahr an. Der Reedereiallianz THE Alliance gehören die Reedereien Hapag-Lloyd, Ocean Network Express (ONE), Yang Ming und HMM an.

„Wir freuen uns natürlich sehr, dass eines der größten Containerschiffe der Welt nach dem Hamburger Hafen benannt ist und wir die HMM HAMBURG nun auch in Hamburg begrüßen konnten. Mit der in Kürze fertiggestellten Fahrrinnenanpassung der Elbe wird der Anlauf großer Schiffe künftig deutlich erleichtert werden“, sagt Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing.

Den Hamburger Hafen verbinden acht Liniendienste mit Südkorea – drei Container-Liniendienste und fünf Mehrzweck-Dienste. Im letzten Jahr wurden 255.000 TEU zwischen der Hansestadt und den südkoreanischen Häfen Busan und Masan transportiert. Südkorea gehört seit vielen Jahren zu den wichtigsten Handelspartnern des Hamburger Hafens.

Quelle: Hafen Hamburg Marketing, Foto: HHM/Dietmar Hasenpusch

 




2 Millionen Euro für Hafen Andernach

Aufgrund erheblicher Schäden an den Kaimauern im Hafen Andernach ist in den nächsten Jahren ein Ersatzneubau erforderlich, der in mehreren Bauabschnitten von den Stadtwerken Andernach GmbH umgesetzt wird. Mit der Förderung wird der mit Gesamtkosten von rund 4,7 Mio. Euro veranschlagte erste Bauabschnitt vom Land Rheinland-Pfalz finanziell unterstützt. Die zweite gute Nachricht: Wie jedes Jahr freuen sich die Stadtwerke über neue Unterstützung. Begrüßt wurden zum Ausbildungsstart am 1. August 2020 auch Robin Husen, der zur Fachkraft für Hafenlogistik ausgebildet wird.

„Die Landesregierung treibt die Sicherung und den Ausbau der Hafeninfrastrukturen in Rheinland-Pfalz weiter konsequent voran“, so Wissing. Das Land verfolge das verkehrspolitische Ziel, Güterverkehre möglichst auf das umweltfreundliche Binnenschiff zu verlagern. Dafür werde nicht nur eine moderne Binnenschiffsflotte und leistungsfähige Wasserstraßen, sondern auch starke Binnenhäfen benötigt. Hierbei seien die landesplanerische Sicherung von Hafenflächen und der Ausbau der Hafeninfrastrukturen von besonderer Bedeutung, so Wissing. „Die Verlagerung von Güterverkehr von der Straße auf umweltfreundlichere Verkehrsträger ist ein wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz“, sagte der Verkehrsminister.

„Der Erhalt und Ausbau der Häfen ist und bleibt ein zentrales Thema der rheinland-pfälzischen Verkehrspolitik“, bekräftigte Wissing.

Wie jedes Jahr freuen sich die Stadtwerke über neue Unterstützung. Begrüßt wurden zum Ausbildungsstart am 1. August 2020 drei neue Auszubildende. Michelle Bauer und Larissa Hoffmann starten die Ausbildung zur/m Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement. Robin Husen wird zur Fachkraft für Hafenlogistik ausgebildet.

Die Stadtwerke freuen sich über diese positiven Veränderungen und halten es als zukunftsorientiertes Versorgungs- und Dienstleistungsunternehmen für selbstverständlich, dass jungen Menschen die Möglichkeit für den Berufseinstieg gegeben wird. Die Stadtwerke wünschen allen einen guten Start für die neuen Aufgaben, viel Erfolg und alles Gute. Möchten Sie sich zum Thema Ausbildung bei den Stadtwerken Informieren? Weitere Informationen finden Sie online unter www.stadtwerke-andernach.de/ihr-stadtwerk/wir-bilden-aus/.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, Stadtwerke Andernach. Foto: Stadtwerke andernach/Meta Welling, Lars Hörnig (kaufm. Geschäftsführer) und Anika Uenzen (Personalabteilung) begrüßen die neuen Auszubildenden.

 

 




NRW-Verkehrsministerium fördert Streckensanierung

Die Landesregierung fördert die Sanierung der Schieneninfrastruktur von nicht bundeseigenen Eisenbahnen (NE-Bahnen) mit rund 1,26 Millionen Euro. Verkehrsminister Hendrik Wüst hat heute insgesamt sieben Förderbescheide an sechs Verkehrs-, Logistik- und Eisenbahnunternehmen übergeben, unter anderem an die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK).

Das Geld kommt aus dem Programm des Landes zur Erhaltung und Verbesserung von Schieneninfrastruktur der öffentlichen nicht bundeseigenen Eisenbahnen für den Güterverkehr. Gefördert werden Projekte der Kreisbahn Siegen-Wittgenstein GmbH, der Westfälischen Landeseisenbahn GmbH, der Häfen- und Güterverkehr Köln AG, der Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH, der Mindener Kreisbahn GmbH und der IDR Bahn GmbH & Co.KG.

„Alle wollen mehr Güter von der Straße auf die Schiene verlagern. Wir schaffen hierzu die Voraussetzungen. Mit der Landesförderung für nicht bundeseigene Eisenbahnen ermöglichen wir die Anbindung der letzten Meile vieler Industrie- und Gewerbegebiete sowie Logistikstandorte an das Netz der Bahn. So können Zehntausende Lkw-Fahrten pro Jahr vermieden werden“, sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst.

426.500 Euro erhält die IDR Bahn GmbH & Co. KG (IDR) für die Erneuerung eines 500 Meter langen Gleisstücks im Hafengebiet Düsseldorf-Reisholz.

„Eine Förderung ist unbedingt notwendig, um die lokale Infrastruktur dauerhaft zu erhalten und zu akzeptablen Kosten für die Nutzer bereitstellen zu können. Dauerhaft günstige Preise für die Infrastrukturbereithaltung bedeuten auch eine Chance, wieder mehr Ladungen auf die Schiene zu holen“, sagte Joachim Kochsiek, Geschäftsführer der IDR Bahn.

Zwei Förderbescheide über insgesamt rund 160.000 Euro erhält die Kreisbahn Siegen-Wittgenstein (KSW) für die Erneuerung von Gleisanlagen auf einer 670 Meter langen Strecke in Kreuztal-Buschhütten. 130.167 Euro davon erhält die KSW als Kofinanzierung zur Förderung des Bundes nach dem Schienengüterfernverkehrsnetzförderungsgesetz (SGFFG) für die Erneuerung von Eisenbahnschwellen entlang dieser Strecke. Mit 59.426,25 Euro fördert das Land den Neubau eines Rangierweges entlang der Strecke.

Christian Betchen, KSW-Geschäftsführer: „Die NE-Förderung ist ein bedeutsames Finanzierungsinstrument mit hohem Wirkungsgrad. Besonders zu begrüßen ist, dass nicht nur Erhaltungs- und Erneuerungsmaßnahmen, sondern ebenfalls der Neubau von Schieneninfrastruktur in Nordrhein-Westfalen unter Rückgriff auf Landesmittel gefördert werden kann.“

Die Häfen- und Güterverkehr Köln AG (HGK) erhält einen Förderbescheid in Höhe von 376.680 Euro als Kofinanzierung zur Förderung des Bundes nach dem SGFFG. Das Geld von Land und Bund gibt es für Investitionen zum Ersatz der Gleisinfrastrukturen auf der Bahnlinie der HGK in den Bahnhöfen Köln-Godorf, Brühl-Vochem, Frechen, Abzweigstelle Köln-Lind, Köln-Bickendorf, Köln-Niehl und im Hafen Köln-Niehl. Insgesamt hat die HGK seit 2018 bereits Landesmittel in Höhe von rund. 2,4 Mio. Euro erhalten.

Michael Rieck, Leiter des Investitionscontrollings der HGK: „Durch die mit Unterstützung des Landes NRW geplante Erneuerung der Weichen in sieben Bahnhöfen der HGK bleibt der Anschluss an die überregionale Eisenbahninfrastruktur gesichert. So wird die HGK auch weiterhin ein verlässlicher Partner für die Industrie im Rheinland sein, um nationale und internationale Transporte besonders umweltschonend zu ermöglichen.“

Zwei Förderbescheide über insgesamt rund 277.492 Euro erhalten die Westfälische Landeseisenbahn GmbH (WLE) und die Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH (RLG) für die Erneuerung von Gleisanlagen und den Ersatz eines analogen Betriebsfunksystems im Zugleitverfahren. Die RLG investiert die Fördermittel in Streckenabschnitte zwischen Neheim, Hüsten und Arnsberg. Die WLE ersetzt das analoge Betriebsfunksystem durch ein digitales System auf den Streckenabschnitten Lippstadt-Warstein, Lippstadt-Beckum, Neubeckum-Münster, Neubeckum-Ennigerloh und Neubeckum-Beckum. Das Geld des Landes in Höhe von rund 140.000 Euro erhält die WLE als Kofinanzierung zur Förderung des Bundes. Insgesamt hat die WLE seit 2018 Landesfördermittel in Höhe von rund 1,8 Mio. Euro erhalten.

Der Geschäftsführer der Westfälischen Verkehrsgesellschaft, André Pieperjohanns, nahm die Förderbescheide für WLE und RLG entgegen: „Durch die Förderung ist die RLG in der Lage, Gleisbauarbeiten durchzuführen und bei der WLE kann durch die Förderung eine Umrüstung der Funkfernsteuerung auf Digital-Betriebsfunk erfolgen. Die Fördermittel sind zum Abbau des Investitionsstaus und der finanziellen Entlastung der kommunalen Gesellschafter sehr wichtig.“

Die Mindener Kreisbahnen GmbH erhält Fördermittel des Landes NRW in Höhe von 24.000 Euro als ergänzende Förderung zur Bundesförderung nach dem SGFFG. Das Geld gibt es für den Ersatz elektronischer Weichen-Steuerungen am Bahnhof Minden.

„Durch die Förderung des Ersatzes der alten Steuerungen, die schon außerhalb jeder normalen Ersatzteilverfügbarkeit in Betrieb gehalten werden mussten, kann nun wieder ein dauerhaft reibungsloser als auch sicherer Betrieb in unserem Bahnhof „Friedrich-Wilhelm-Straße“ durchgeführt werden“, sagte Johannes Marg, Geschäftsführer der Mindener Kreisbahnen GmbH.

Das Geld kommt aus dem Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen für öffentliche nicht bundeseigene Eisenbahnen (NE-Bahnen), das Mitte 2018 wiedereingeführt worden ist. Ziel des Förderprogramms ist es, den Investitionsstau auf den Strecken der NE-Bahnen aufzulösen und Industrie- und Gewerbegebiete sowie Logistikstandorte wieder an die Hauptstrecken der Bahn anzubinden. Die Bundesförderung nach dem Schienengüterfernverkehrsnetzförderungsgesetz (SGFFG) in Höhe von maximal 50 Prozent für Ersatzinvestitionen wird vom Land auf maximal 90 Prozent aufgestockt. Der Bund fördert nur Ersatzinvestitionen der NE-Bahnen. Das Land fördert zudem den Erhalt und die Erneuerung der Infrastrukturen mit einem Fördersatz von bis zu 75 Prozent.

Für den Förderzeitraum 2018 bis 2021 konnten bereits über 80 Maßnahmen von 22 NE-Bahnen in Nordrhein-Westfalen mit rund 16 Mio. Euro allein aus Landesmitteln bezuschusst werden.

Quelle: VM/M, Foto: VM/M. Hermenau, Übergabe von einem Förderbescheid an die Häfen und Güterverkehr Köln AG, Herrn Jafar Riahi, Leiter Bereich Oberbautechnik und Michael Rieck, Leiter Investitionscontrolling in Höhe von 376.680 Euro.




Großes Schiff bringt großes Binnenschiff

Dienstag, 25. August 2020, wurde an der Boje 26 im Waalhaven ein besonderes maritimes Stück Arbeit erledigt. Dort wurde ein enormer Rumpf für ein Binnenschiff mit einer Länge von 135 Metern, einer Breite von 22,8 Metern und einem Gewicht von 2.300 Tonnen von einem Schwerlastschiff gelöscht. Zeit für einen Zungenbrecher: „Großes Schiff bringt großes Binnenschiff“.

Von Bonn & Mees koordiniert wurden dazu fünf Krane eingesetzt: drei vom Unternehmen selbst, einer von Multraship und einer aus Norwegen. In einem Tandemhub wurde der Koloss zuerst angehoben, danach fuhren die fünf Krane gemeinsam nach hinten, so dass der Schiffsrumpf im Wasser gelöscht werden konnte.

Die gesamte Operation ist eine Kooperation von NEPA Shipping, Steinweg, Bonn & Mees und Sinepol. Im Laufe der Woche wird die UHL Fast zur Firma Steinweg im Beatrixhaven verholen, damit dort die übrigen zwei Schiffsrümpfe gehoben werden können.

Die UHL Fast kommt aus Nantong, China. Sie ist über das Nordpolarmeer, mit den drei Rümpfen für Binnenschiffe auf ihrem Rücken, nach Rotterdam gefahren. Im Vergleich zu der traditionellen, wesentlich längeren Fahrroute macht dies einen Unterschied von zehn Tagen aus. Die Binnenschiffe werden zu den Weiterverarbeitungswerften in der Region transportiert.

Quelle: Port of Rotterdam, Foto: Port of Rotterdam/ Eric Bakker

 




Hamburgs Potenzial wird hoch eingeschätzt

Weltweit sind Hauptstädte auch oft die Wirtschaftsmetropolen der jeweiligen Länder. London, Paris oder Madrid sind hierfür gute Beispiele. Aber überall gibt es neben den Hauptstädten weitere Wirtschaftsmetropolen. Das fDi Magazine aus der Financial Times Gruppe – einer Fachpublikation für ausländische Direktinvestitionen – hat deshalb aktuell weltweit die Leistungsfähigkeit der Wirtschaftsmetropolen untersucht, die nicht Hauptstädte sind. Hamburg belegt Platz 5, Düsseldorf Rang 4.

Untersuchungszeitraum waren die Jahre 2015 bis 2019. Hamburg belegt hier einen hervorragenden 5. Platz und musste sich nur San Francisco, Montreal, Houston und Düsseldorf geschlagen geben. Hinter Hamburg liegen Boston, Wroclaw, Edinburgh, Seattle und Espoo in den Top Ten.

Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann: „Diese Bewertung ist Bestätigung und Ansporn zugleich. Um auch weiterhin zur Spitzengruppe der Wirtschaftsstandorte in der Welt zu gehören, müssen wir die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft attraktiv halten und vor allem für junge, technologieorientierte Unternehmen die notwendige Infrastruktur ausbauen. Nur Innovationen sichern die Wettbewerbsfähigkeit eines Standortes. Auch deshalb setze ich auf Wasserstoff.“

Hamburg Invest Geschäftsführer Dr. Rolf Strittmatter ergänzt: „Auf einer Ebene mit San Francisco, Houston oder Montreal zu sein, ist für den Wirtschaftsstandort Hamburg ein großes Kompliment. Jetzt zahlt sich aus, dass Hamburg konsequent auf Zukunftsindustrien und Zukunftsorte setzt.“ Hamburg überzeugte insbesondere in den Kategorien „Wirtschaftliches Potenzial“ und „Internationale Vernetzung.“ In den Top Twenty liegen darüber hinaus Austin, Manchester, Reading, Basel, Belfast, Rotterdam, Nanjing. Miami, Dallas und Atlanta.

Für die Bewertung wurden Daten von 116 Standorten in den Kategorien Wirtschaftliches Potential, Humankapital, Lebensqualität, Kosteneffektivität, Internationale Verbindungen und Wirtschaftsfreundlichkeit gesammelt. Bei den Städten handelt es sich um Nicht-Hauptstädte. Auf sie durften maximal 20 % der ausländischen Direktinvestitionen in ein Land entfallen.

Weitere Details der Methodologie erhält eine Kurzfassung der Studie in englischer Sprache. Sie kann unter info@hamburg-invest.com bestellt werden.

Quelle: Hamburg Invest, Foto: BMVI, Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann

 




Hamburg mit Rückgang beim Seegüterumschlag

Die weltweit spürbaren negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie wirken sich auch auf die Umschlagentwicklung von Deutschlands größten Universalhafen aus. So wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres im Hamburger Hafen nur 61,2 Millionen Tonnen Seegüter an den Terminals geladen oder gelöscht. Das ist ein Rückgang von 12,0 Prozent.

Betroffen sind beide Hauptumschlagsegmente. Der Stückgutumschlag mit 42,5 Millionen Tonnen (-12,2 Prozent) und der Massengutumschlag mit 18,7 Millionen Tonnen (-11,7 Prozent) blieben beide deutlich unter dem guten Vorjahresergebnis. Im Segment Containerumschlag wurden in Hamburg im ersten Halbjahr insgesamt 4,1 Millionen TEU (20-Fuß-Standardcontainer) über die Kaikanten gehoben. Das ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Rückgang von 12,4 Prozent.

„Uns erfreut die Entwicklung natürlich nicht, aber der pandemiebedingte Umschlagrückgang im ersten Halbjahr hat alle Häfen in Nordeuropa stark getroffen. Er ist aufgrund der weltweit schwachen Konjunktur und der teilweise eingestellten oder nur sehr verzögert laufenden globalen Lieferketten wie erwartet im zweiten Quartal stärker ausgefallen als in den ersten drei Monaten“, sagt Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V.

Wichtig sei aber, dass der Hafen unverändert seine Umschlag- und Logistikservices 24/7 erbringt. Die verlässliche Versorgung der Bevölkerung und Wirtschaft mit Gütern und Rohstoffen läuft auch unter den schwierigen weltwirtschaftlichen Bedingungen sicher, betont Mattern. „Der Hafen ist mit seinen Umschlagterminals, Logistik- und Servicebetrieben sowie den Transportverbindungen mit dem Binnenland voll betriebsfähig. Das wissen unsere Kunden zu schätzen und gibt den Mitarbeitern Sicherheit“, sagt Mattern.

Den größten Volumenrückgang gab es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beim Import. Der Import fiel insgesamt mit 33,7 Millionen Tonnen (-16,3 Prozent) in den ersten sechs Monaten deutlich schwächer als der Export aus, der mit insgesamt 27,5 Millionen Tonnen (-6,1 Prozent) nur einen einstelligen Rückgang verzeichnet. Auf der Importseite führten vor allem die gesunkene Stahlproduktion zu weniger Umschlag von Erz und Kohle. In den Teilsegmenten Greifergut und Flüssigladung wurden insgesamt Rückgänge von 24,0 Prozent bzw. 10,5 Prozent ermittelt. Dagegen entwickelte sich im ersten Halbjahr der Umschlag von Agribulk im Segment Sauggut positiv und erreichte ein Volumen von 4,1 Millionen Tonnen (+30,8 Prozent). Deutlich mehr Exporte von Getreide und Düngemittel sind hier vor allem die Ursache für die sehr gute Umschlagentwicklung im ersten Halbjahr.

Beim Containerumschlag mit den vom Volumen her wichtigsten zehn Handelspartnern des Hamburger Hafens verlief die Entwicklung in den ersten sechs Monaten sehr unterschiedlich. Sechs Länder weisen bis auf Dänemark deutlich zweistellige Rückgänge auf. Vor allem der Einbruch im seeseitigen Containerumschlag mit China (-16,4 Prozent), Hamburgs mit Abstand wichtigstem Handelspartner, konnte nicht durch positive Entwicklungen anderer Länder ausgeglichen werden. Hinzu kommt, dass neben China auch Russland (-14,9 Prozent), Schweden (-13,3 Prozent), Südkorea (-14,4 Prozent), Dänemark (-2,7 Prozent) und Polen (-10,5 Prozent) Rückgänge im seeseitigen Containerumschlag aufweisen. „Das Runterfahren der chinesischen Wirtschaft und die als Folge ausgesetzten Abfahrten der Liniendienste – Blank Sailings in der Schifffahrt – führten zu geringeren Umschlagmengen. Diese Auswirkungen sind zeitlich versetzt in das Ergebnis für das erste Halbjahr eingeflossen“, erläutert Mattern, der aber bereits seit Juli eine erste Erholung der Chinaverkehre auf der Import- und Exportseite feststellt.

Zu den Handelspartnern mit einem Zuwachs zählen neben den USA (+1,7 Prozent), Singapur (+5,5 Prozent), das Vereinigte Königreich (+39,0 Prozent) und Malaysia (+1,7 Prozent). Für die im Ranking der Containerpartner auf Position zwei folgenden USA konnte im ersten Halbjahr mit insgesamt 288.000 TEU noch ein Wachstum von 1,7 Prozent verzeichnet werden. „Diese auffällig gute Entwicklung ist auf vier Anfang 2019 in Hamburg gestartete Transatlantikdienste zurückzuführen, die sich inzwischen sehr gut entwickeln konnten und für größere Umschlagmengen vor allem im Containerverkehr mit den USA sorgen“, sagt Mattern. Auch das auf dritter Position liegende Singapur erreicht mit 212.000 TEU in den ersten sechs Monaten ein Plus von 5,5 Prozent. Einen bedeutenden Anteil an diesem Zuwachs erbringen nach Einschätzung von Mattern die via Singapur gerouteten Transhipmentverkehre mit Ländern der Region. Aus Großbritannien wird vor allem Leercontainer-Equipment für die deutsche Industrie geliefert.

Für die kommenden Monate gehen Axel Mattern und sein Vorstandskollege Ingo Egloff davon aus, dass sich der Hamburger Hafen zunächst noch auf eine Fortsetzung der Blank Sailings und einen eher langsam wieder anziehenden Gesamtumschlag einstellen kann. „In den beiden letzten Monaten wurde mit dem langsamen Anfahren der Wirtschaft in China und in Europa eine Stabilisierung bei den Schiffsabfahrten erreicht. Ich bin zuversichtlich, dass wir die Talsohle der pandemiebedingten Rückgänge im Seegüterumschlag inzwischen erreicht haben und wir in der Wirtschaft eine erste spürbare Erholung und Besserung der Lage zum Jahresende feststellen werden“, erläutert Ingo Egloff. So ist die Produktion im produzierenden Gewerbe im Juni bereits um 8,9 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen, liegt im Vergleich des Vorjahres aber um fast 12 Prozent niedriger. Das zeige die Dramatik der wirtschaftlichen Entwicklung, so Egloff. Der Einbruch in der Wirtschaftsleistung war noch nie so stark seit Bestehen der Bundesrepublik. „Selbst wenn die Exportwirtschaft Zuwächse vermeldet, wird es dauern, bis wir wieder auf Vorkrisenniveau sind. Und dabei haben wir Handelskriege, Sanktionen, Corona-Ausbrüche in anderen Teilen der Welt noch gar nicht berücksichtigt. Hinzu kommt die Konsumzurückhaltung der Deutschen in einer Größenordnung von 130 Milliarden EUR. Auch das drückt natürlich auf den Import von Konsumgütern wie Textilien.“ Deshalb geht die Marketingorganisation des Hamburger Hafens davon aus, dass ein sehr gutes Umschlagergebnis wie aus dem Vorjahr in diesem Jahr nicht mehr zu erreichen ist.

Quelle: Hafen Hamburg Marketing, Foto: Hamburg Port Authority 

 

 

 




HHLA beteiligt Aktionäre an starkem Ergebnis

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) beteiligt ihre Aktionäre am wirtschaftlich erfolgreichen Geschäftsjahr 2019, sichert sich zugleich aber finanziellen Handlungsspielraum für die weitere Stärkung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens vor dem Hintergrund der durch die Corona-Pandemie ausgelösten Wirtschaftskrise.

Mit großer Mehrheit stimmten die Aktionäre auf der Hauptversammlung der von Aufsichtsrat und Vorstand vorgeschlagenen Wahldividende zu. Mit diesem innovativen Modell erhalten die Anteilseigner in Zeiten von Null- bzw. Negativzinsen die Möglichkeit, ihr Kapital schnell und unkompliziert wieder in das Unternehmen zu investieren. Gleichzeitig kann die HHLA ihre finanzielle Liquidität auch in herausfordernden Zeiten mit geringer Prognosesicherheit weiter stabil halten.

Angela Titzrath, HHLA-Vorstandsvorsitzende: „Die HHLA hat das Geschäftsjahr 2019 sehr erfolgreich abgeschlossen und auch im ersten Halbjahr 2020 ein positives Ergebnis erzielt, und das in einer durch die Corona-Pandemie ausgelösten schweren Wirtschaftskrise. Unsere finanzielle Basis ist solide. Deshalb können wir gegenüber unseren Aktionären Wort halten und ihr berechtigtes Interesse an einer angemessenen Beteiligung am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens berücksichtigen. Mit ihrem Vorschlag bleibt die HHLA ihrer seit dem Börsengang im Jahr 2007 verfolgten Dividendenpolitik treu, die eine Ausschüttung von 50 bis 70 Prozent des Nettoergebnisses vorsieht. Außerordentlich begrüßen wir es, dass sich unser Mehrheitsaktionär, die Freie und Hansestadt Hamburg, bereits für einen Dividendenbezug in Form neuer HHLA-Aktien entschieden hat. Wir sehen darin ein deutliches Zeichen, dass unser Eigentümer ein langfristiges Interesse an einer Stärkung des maritimen Standortes Hamburg hat. Wir würden uns freuen, wenn viele weitere Aktionäre dem Beispiel folgen und sich bis zum 7. September ebenfalls für eine Dividende in Form neuer HHLA-Aktien entscheiden. Wir sind uns des damit verbundenen Auftrags bewusst, alle Möglichkeiten zu nutzen, um die Werthaltigkeit des Unternehmens weiter zu steigern.“

Die Hauptversammlung, die aufgrund der behördlich angeordneten Regeln für Großveranstaltungen virtuell stattfand, folgte heute mit 99,9 Prozent der abgegebenen Stimmen dem Dividendenvorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand. Um die Aktionäre am wirtschaftlichen Erfolg des Geschäftsjahres 2019 zu beteiligen, ohne die HHLA in der durch die Corona-Pandemie ausgelösten weltweiten Krise finanziell zu überfordern, beschloss sie eine Dividendensenkung auf 70 Cent je börsennotierter A-Aktie. Das entspricht einer Reduzierung um 12,5 Prozent im Vergleich zur Dividende für das Jahr 2018. Die Ausschüttungsquote liegt bei 52 Prozent des Konzernjahresüberschusses nach Anteilen Dritter und damit seit dem Börsengang weiterhin innerhalb des angestrebten Ausschüttungskorridors von 50 bis 70 Prozent. Insgesamt erhalten die Aktionäre des Teilkonzerns Hafenlogistik in bar oder Aktien 49,0 Mio. Euro Dividende.

Um der HHLA zusätzlichen Handlungsspielraum für ihre erfolgreiche Weiterentwicklung zu geben, nahmen die Aktionäre den Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand für eine Wahldividende an. Sie eröffnet den Aktionären die Wahl, ob sie ihre Dividende in bar oder in Aktien beziehen. Dank dieses innovativen Modells erhalten die Anteilseigner in Zeiten von Null- bzw. Negativzinsen die Möglichkeit, ihr Kapital schnell und unkompliziert wieder in das Unternehmen zu investieren. Die HHLA wiederum festigt ihre finanzielle Liquidität.

Für den nicht an der Börse gelisteten Teilkonzern Immobilien beschloss die Hauptversammlung, ebenso wie im Vorjahr 2,10 Euro je S-Aktie auszuzahlen. Das entspricht 5,7 Mio. Euro. Die S-Aktien befinden sich zu 100 Prozent im Besitz der Freien und Hansestadt Hamburg.

Für beide Teilkonzerne zusammengenommen, beträgt der Wert der in bar bzw. in A-Aktien für das abgelaufene Geschäftsjahr ausgeschütteten Dividende 54,7 Mio. Euro.

Die Aktionäre entlasteten Vorstand und Aufsichtsrat der HHLA für das Geschäftsjahr 2019 mit 99,6 Prozent beziehungsweise mit 99,4 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die Hauptversammlung wählte Andreas Rieckhof, Staatsrat der Behörde für Wirtschaft und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg, neu in den Aufsichtsrat.

An der ordentlichen virtuellen Hauptversammlung der Hamburger Hafen und Logistik AG nahmen am 20. August 2020 rund 300 Aktionäre teil. Das entspricht 83,1 Prozent des Grundkapitals (im Vorjahr: 84,8 Prozent).

Die Abstimmungsergebnisse der Hauptversammlung, die Rede der Vorstandsvorsitzenden Angela Titzrath und die begleitende Präsentation werden auf der Webseite der HHLA im Bereich Investor Relations unter „Hauptversammlung“ veröffentlicht (www.hhla.de/hauptversammlung).

Quelle: HHLA, Foto: HHLA / Nele Martensen, Eröffnung der Virtuellen Hauptversammlung 2020 in den Räumen der HHLA. Von links nach rechts: HHLA-Vorstand Dr. Roland Lappin, Vorsitzender des HHLA-Aufsichtsrats Prof. Dr. Rüdiger Grube, HHLA-Vorstand Torben Seebold, Vorstandvorsitzende Angela Titzrath und HHLA-Vorstand Jens Hansen.

 

 




Emden: LNG-Schiff-zu-Schiff-Betankung

„Einmal volltanken, bitte“: Der 200 Meter lange Autotransporter Siem Confucius wurde durch das 108 Meter lange LNG-Bunkerschiff Engie Zeebrugge bebunkert.

In rund acht Stunden wechselten ca. 1500 metrische Tonnen von dem tiefkalten (-163 Grad C) verflüsigten Erdgas von Schiff zu Schiff. Der in 2020 fertiggestellte Autotransporter Siem Confucius war bereits Mitte Juni am Emskai zur Verladung von Kraftfahrzeugen im Hafen Emden. Diesmal wurde der moderne Frachter mit LNG (Liquefied Natural Gas) durch das ebenfalls mit LNG angetriebene Bunkerschiff Engie Zeebrugge betankt. Die Antriebstechnik gilt derzeit als eine umweltfreundlichere Alternative zu herkömmlichen Schiffskraftstoffen.

„Die moderne Schifffahrt braucht zeitgemäße Angebote in den Häfen. Ich freue mich, dass wir in Emden für die Reeder und die Hafenwirtschaft die Voraussetzungen für die Umstellung auf andere Kraftstoffe bieten können”, erklärt Holger Banik, Geschäftsführer der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG sowie der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG.

Seit November 2019 können mit Flüssigerdgas betriebene Schiffe an der Emspier “Ship-to-Ship” betankt werden. Zuvor wurden die genehmigungsrechtlichen Grundlagen sowie Sicherheitskonzepte mit der Feuerwehr, dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt sowie der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt entwickelt. Zudem wurde Liegewanne an der Emspier im Jahr 2019 auf einer Länge von 400 Metern und einer Breite von 45 Metern auf 10,80 Meter (SKN) vertieft. Das ermöglicht die Abwicklung von Schiffen mit einem größeren Tiefgang als bisher. Damit hat Niedersachsen Ports auf die Entwicklung der Schiffsgrößen im Import und Export von Fahrzeugen reagiert.

Über den Hafen Emden werden durch Volkswagen Fahrzeuge aus Europa nach Übersee verschifft. Die Route der Siem Confucius führt von Emden aus direkt nach Halifax in Kanada.

LNG-Erfahrung hat der Hafen Emden schon seit 2015. Die Borkumfähre MS Ostfriesland der Reederei AG Ems wird mit Flüssiggas angetrieben, hierbei erfolgt die Bebunkerung per Truck-to-Ship. Die AG Ems lässt derzeit eine weitere Fähre auf LNG-Antrieb umbauen.

Quelle: Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG, Foto: NPorts/Flight Inspector

 




Brunsbüttel Ports: Neuer Kran eingeweiht

Hafen- und Logistikunternehmen tätigt Großinvestition von insgesamt 8 Millionen Euro auch in Zeiten von Corona. Fertigstellung des neuen Hinguckers liegt deutlich vor dem Zeitplan. Leistungsfähigkeit und Flexibilität des Brunsbütteler Elbehafens wird weiter erhöht.


Es ist ein besonderes Highlight für Brunsbüttel Ports: am 28. Juli 2020 wurde der neue Kran im Beisein des schleswig-holsteinischen Wirtschafts- und Verkehrsministers Dr. Bernd Buchholz und weiteren geladenen Gästen offiziell eingeweiht. Insgesamt acht Millionen Euro investiert Brunsbüttel Ports in der besonderen Corona-Zeit in den neuen Doppellenker-Wippdrehkran des Models TUKAN, die dazugehörigen technischen Anlagen und die baulichen Vorbereitungen, um den Brunsbütteler Elbehafen für die Zukunft zu rüsten.

Fertigstellung und Einweihung des neuen Krans liegen deutlich vor dem ursprünglichen Zeitplan, der die Inbetriebnahme im September 2020 vorsah. Nur ein Jahr nach Auftragsvergabe steht der neue Hingucker des Elbehafens bereits für den Güterumschlag zur Verfügung, vor allem aufgrund der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Kranhersteller Kocks Ardelt Kranbau GmbH aus Eberswalde. Auch in Zeiten von Corona wurde die reibungslose Produktion der Krankomponenten und die Montage des großen Krans vor Ort ermöglicht.

Bereits im April 2020 erreichten die ersten großen und schweren Krankomponenten, die an unterschiedlichen Standorten in Deutschland, Polen und Ungarn gefertigt wurden, den Brunsbütteler Elbehafen über den Wasserweg und wurden mit eigenen Hafenkranen und Mitarbeitern von Brunsbüttel Ports entladen. Das Binnenschiff wurde als umweltfreundliches Transportmittel bewusst gewählt, um die Straßen von Schwertransporten zu entlasten. Der Transport kleinerer Komponenten erfolgte auf dem Landweg.

Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH / SCHRAMM group, freut sich über das neue Großgerät: „Die Errichtung eines neuen Krans mit einer Lebenszeit von rund 20 Jahren ist immer ein echtes Highlight in der Geschichte eines Hafens. Die Einweihung unseres neuen Krans 7 ist ein weiterer Erfolgsmoment in der Geschichte von Brunsbüttel Ports. Mit dieser Großinvestition, die wir als Privathafen auch in Zeiten von Corona zu 100% selbst finanzieren, werden wir unsere Leistungsfähigkeit und Flexibilität weiter erhöhen und rüsten uns für die Zukunft. Insbesondere freue ich mich über die Teilnahme des Ministers Dr. Bernd Buchholz an unserer Kraneinweihung, die die Bedeutung unserer umfangreichen Investitionstätigkeit unterstreicht.“

Das Kranmodell „TUKAN“ hat durch seine neue Technologie eine hohe Energieeffizienz und geringe Lärmemissionen und ist somit besonders umweltfreundlich. Die Hubleistung im Elbehafen wird durch den neuen Kran von derzeit 120 Tonnen auf 240 Tonnen im Tandemhub verdoppelt. Durch die hohe Hubleistung und die große Auslage des Krans von max. 63 Metern können zukünftig noch schwerere Güter umgeschlagen werden, auch von Schiff zu Schiff im Transshipment.

Minister Dr. Bernd Buchholz betont: „Diese Investition hat nicht nur für Brunsbüttel Ports und die Schramm Group eine große Bedeutung. Mit dem neuen Kran wird die Leistungsfähigkeit der Häfen in Schleswig-Holstein weiter erhöht. Ein starker Hafen- und Industriestandort strahlt auf das ganze Land ab. Hier werden Arbeitsplätze gesichert und neue Möglichkeiten für die Region geschaffen. Ich freue mich, heute bei der Inbetriebnahme dabei sein zu können.“

„Sowohl Massen- als auch Stückgüter können mit dem neuen universalen Kran im Elbehafen noch effizienter und flexibler umgeschlagen werden. Auf diese Weise stärken wir unsere Universalhafenstrategie, die sich in den vergangenen Jahren bewährt hat. Zusätzlich bauen wir mit einer maximalen Hubleistung von 240 Tonnen unsere Schwerlastkompetenz im Elbehafen weiter aus und erweitern unser Dienstleistungsportfolio für unsere Kunden“, hebt Schnabel hervor.

Bereits in der Planungsphase wurde bei Brunsbüttel Ports der Fokus auf eine enge Einbindung der Mitarbeiter gelegt, die den neuen Kran in Zukunft täglich nutzen werden. Durch die starke Mitarbeiterbeteiligung konnte sichergestellt werden, dass das neue Umschlaggerät auch wirklich genau auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter und des Elbehafens abgestimmt ist.

Bernd Flaskamp, Geschäftsführer der Kocks Ardelt Kranbau GmbH, unterstreicht die gute Zusammenarbeit: „Brunsbüttel Ports ist langjähriger wichtiger Kunde von Kocks Ardelt Kranbau und wir sind sehr stolz auf den Vertrauensbeweis, diesen inzwischen fünften Kran liefern zu dürfen, den wir heute deutlich vor dem vereinbarten Termin übergeben. Krane arbeiten an einer sensiblen Schnittstelle in der Hafenlogistik, wo Zuverlässigkeit und Qualität den Unterschied machen.“

„Unser neues Aushängeschild ist aufgrund seiner besonderen Lackierung in den blau-roten SCHRAMM group Farben bereits von Weitem sichtbar und ein echter Hingucker an der Unterelbe. Wir und insbesondere unsere Mitarbeiter freuen sich bereits darauf, den neuen Kran ab sofort für die Projekte unserer Kunden einzusetzen“, so Schnabel abschließend.

Quelle und Foto: Brunsbüttel Ports, v.l.: Hans Helmut Schramm (GF SCHRAMM group), Martin Schmedtje (Bürgermeister Brunsbüttel), Minister Dr. Bernd Buchholz, Frank Schnabel und Bernd Flaskamp

 

 

 




Reservetor der Kaiserschleuse wird umgebaut

Das Reservetor der Kaiserschleuse ist jetzt in das Kaiserdock 1 der Lloyd-Werft verholt worden. Mit Hilfe eines Schwimmkrans und zweier Schlepper wurde das 57 Meter lange und 21 Meter hohe Tor von seinem Liegeplatz zur Werft gezogen.

Voraussetzung für das sorgfältig geplante Manöver war eine Erhöhung des Wasserstandes im Kaiserhafen. Hierzu war es erforderlich, dass das Tidehochwasser höher ausfällt als normal. Der hohe Wasserstand war erforderlich, um mit dem Tor über den Drempel des Docks zu kommen und hoch genug über den Pallen zu sein.

Vor einem Jahr war die Sanierung der Kaiserschleuse am Außenhaupt abgeschlossen worden. Im Zuge dessen war bereits ein Schleusentor umgebaut worden, um so genau auf das neue Design der Schleuse zu passen. Der Umbau hat sich nach aktuellem Erkenntnisstand sehr gut bewährt, so dass jetzt auch die anderen Tore umgebaut werden. Die Arbeiten an diesem Tor sollen bis Mitte September abgeschlossen sein. Die Kosten belaufen sich auf ca. 1.2 Mio Euro pro Tor.

Quelle: bremenports, Foto: bremenports/ Scheer