Erfolgreicher Stapellauf für „Dresden“

Mit einem erfolgreichen Stapellauf wurde mit der „Dresden“ jetzt das erste von zwei im Bau befindlichen neuen Feuerlöschbooten für den Hamburger Hafen dem Wasser übergeben. Das Schwesterschiff „Prag“ folgt in Kürze. In den kommenden Monaten steht die Ausrüstung der beiden hochmodernen Mehrzweckschiffe an.

Dafür werden die fertigen Schiffsrümpfe nun auf dem Wasserweg von der Bauwerft in Kozle (Polen) nach Gorinchem (Niederlande) geschleppt. Die beiden baugleichen Wasserfahrzeuge wurden von der Flotte Hamburg GmbH & Co. KG konzipiert und geplant. Der Auftrag für die Fertigstellung wurde nach europaweiter Ausschreibung an Damen Shipyards in den Niederlanden vergeben.

Im Hamburger Hafen können die Fahrzeuge, die nach den Hamburger Partnerstädten benannt werden, sowohl als Löschboot für die Feuerwehr Hamburg, als auch für Aufgaben der Hamburg Port Authority (HPA) eingesetzt werden. Die Fertigstellung der Schiffe ist für Anfang 2021 geplant.

Ein Fahrzeug wird vollständig von der Feuerwehr Hamburg gechartert. Das zweite Boot steht künftig bei der HPA, unter anderem im Brückenprüfdienst, im Einsatz. Bei Großereignissen kann die Feuerwehr auch das von der HPA genutzte Schiff kurzfristig abrufen und mit einer eigenen Besatzung betreiben. Die Boote erhalten das dunkelblaue Design der Flotte Hamburg.

„Hamburg hat eine leistungsfähige Feuerwehr und als große Hafenstadt brauchen wir sie zu Lande und zu Wasser“, sagt Hamburgs Innensenator Andy Grote. „Daher schaffen wir mit der bereits im Dienst befindlichen ‚Branddirektor Westphal‘ als Vorzeige-Flaggschiff und den neuen Multifunktions-Löschbooten ‚Dresden‘ und ‚Prag‘ eine hochmoderne Flotte, die für jede Einsatzlage gerüstet ist und den Anforderungen eines großen internationalen Hafens gerecht wird.“

„Die beiden Neubauten orientieren sich mit ihrer Multifunktionalität am flexiblen Konzept der Flotte Hamburg. Wir unterstreichen damit einmal mehr unsere Rolle als Reederei der Stadt Hamburg“, sagt Christopher Braun Geschäftsführer der Flotte Hamburg GmbH & Co. KG. „Ich freue mich sehr, dass wir der Feuerwehr mit den beiden Fahrzeugen und der 2019 in Dienst gestellten „Branddirektor Westphal“ künftig drei Schiffe zur Verfügung stellen, die sowohl in Puncto Ausstattung als auch bei der Umweltverträglichkeit den höchsten Ansprüchen entsprechen.“
Beide Boote werden mit modernsten Plug-In-Hybridantrieben ausgerüstet. Der Antrieb erfolgt wahlweise entweder über umweltfreundliche Dieselaggregate mit Katalysator und Partikelfilter oder bis zu 120 Minuten vollelektrisch über Batterien. Die Batterien können sowohl über die bordeigenen Dieselaggregate als auch über umweltfreundlichen Landstrom geladen werden.

Technische Daten „Dresden“ und „Prag“
Länge 35 Meter
Breite 8 Meter
Tiefgang 1,50 Meter
Geschwindigkeit ca. 12 Knoten
Besatzung 2 Personen
Platz für 16 Einsatzkräfte der Feuerwehr
Die Leistungen erreichen nicht die extreme Performance der Branddirektor Westphal, liegen aber deutlich über den heute noch vorhandenen alten Löschbooten der 20-Meter-Klasse.

Über die Flotte Hamburg GmbH & Co. KG
Die Flotte Hamburg GmbH & Co. KG bietet seit Juli 2017 Flottenmanagement unter einer Flagge. Sie betreibt, verchartert und erneuert bei Bedarf die rund 50 Wasserfahrzeuge der Hamburg Port Authority, der Polizei Hamburg, der Feuerwehr Hamburg und des Landesbetriebs Straßen, Brücken, Gewässer. Die Flotte Hamburg versteht sich damit als stadteigene Reederei.

Quelle und Foto: HPA




Zweimal pro Woche zum RWG

Da jetzt nach den Covid-19-Maßnahmen die Handelsströme aus einer Reihe von Sektoren wieder an Fahrt gewinnen, fügt der Alsace Rotterdam Express einen zweiten Stopp am RWG-Terminal auf der Maasvlakte hinzu.

„Vor allem bei Konsumgütern nehmen die Volumina zu“, erklärt Maik Bastian, Geschäftsführer der Division Intermodal von Haeger & Schmidt Logistics. „Was ebenfalls zur steigenden Auslastung unseres Zuges beiträgt, ist das Angebot zusätzlicher Transporte von Kehl in die Schweiz per Binnenschiff. Auch bei diesem Handelsstrom geht es hauptsächlich um Konsumgüter wie Kleidung, Lebensmittel und Elektronik.“

Der Bahnexpress, eine Initiative der C3C-Kooperation zwischen Danser Group, Haeger & Schmidt Logistics und Ultra-Brag, begann im Jahre 2015 und kennt nun drei Umläufe pro Woche. Im Herbst 2019 wurde ein Versuch mit vier Umläufen durchgeführt, was sich jedoch noch als ein wenig zu viel erwies. Bastian fügt hinzu: „Wir können diese Option jedoch noch immer bei Bedarf einsetzen.“

Die aktuelle Kapazität des Containershuttles beläuft sich auf 270 TEU pro Woche in beiden Richtungen, wobei alle Tiefseeterminals auf der Maasvlakte angelaufen werden und ab Mitte Juni zweimal wöchentlich bei RWG eintreffen. „Aus dem französischen Elsass und dem deutschen Baden-Württemberg transportieren wir viel Papier, Wein und Bier in Richtung Rotterdam; das Gleiche gilt für Automotive-Produkte. Von Rotterdam aus wird eine sehr breit gefächerte Ladung in östlicher Richtung transportiert.

Abgesehen von den Transportlösungen, die bereits per Binnenschiff angeboten werden, kann Reedereien, Spediteuren und direkten Verladern auf diese Weise mehr Auswahl und Flexibilität geboten werden. Das scheint in gute Erde zu fallen. Mit der Bahn ist die Ladung innerhalb von 24 Stunden am Bestimmungsort; das ist ein bis zwei Tage schneller als über die Wasserstraße. Zudem ist die Bahn natürlich eine gute Alternative für den Fall, dass Niedrigwasser herrscht.

Quelle: C3C, Foto: Haeger & Schmidt Logistics

 




Antwerpen testet App Binnenschifffahrt

Der Hafen Antwerpen arbeitet an der Entwicklung einer Binnenschifffahrts-App, die es dem Schiffsführer ermöglicht, eine elektronische Voranmeldung vorzunehmen, eine Schleusung anzufordern und in Echtzeit die verfügbaren Liegeplätze einzusehen. Die Vorteile, die sich daraus ergeben, sind eine reibungslosere Durchfahrt durch den Hafen sowie eine effizientere Binnenschifffahrt.

Sobald Sie als Schiffsführer oder -eigner von einer Fahrt zum Hafen Antwerpen erfahren, können Sie diese direkt in das System einbuchen. Dadurch erhalten Sie einen schnelleren Überblick über die Schleusenpläne. Anschließend registriert Ihr AIS-System (Automatic Identification System) Ihre Ankunft im Hafengebiet. Das An- und Ablegen sowie die Auswahl einer Schleuse erfolgen direkt über die App. Sie zeigt Ihnen eine anschauliche Übersicht über alle verfügbaren Schleusen sowie deren Anfangs- und Endzeiten. Auf dieser Grundlage können Sie die am besten geeignete Schleuse auf Ihrer Route auswählen.

Darüber hinaus können Sie als Schiffsführer die voraussichtlichen Ankunfts- und Abfahrtszeiten von Seeschiffen einsehen und erfahren, welche vorübergehenden Liegeplätze Sie nutzen können, während Sie auf eine Schleusung, Ladevorgänge oder andere Aktivitäten warten.

Schiffsführer und Reeder müssen die App nur einmalig installieren. Dank der Übernahme der Login-Daten von anderen Plattformen vermeiden wir zudem, dass Sie als Schiffsführer dieselben Informationen mehrmals übermitteln müssen. Die App zeigt BICS- und Erinot-Meldungen in einem Fahrt-Konzept. Sie müssen die Daten nur noch vervollständigen oder im Falle von Änderungen anpassen.

Diese App ist Teil des Gesamtprojekts „Sicherer und reibungsloser Verkehr im Hafen“. Neben Initiativen für einen digitalen Wandel wie dieser werden auch die Schifffahrtsorganisation, -planung und -durchführung überarbeitet.

Um die App zu testen, suchen wir Binnenschiffer und Reedereien mit täglich einer Schleusendurchfahrt im Hafen Antwerpen. So lernen Sie direkt die Vorteile kennen und passieren unseren Hafen noch reibungsloser.

Quelle und Foto: Port of Antwerp




20 Millionen Euro für Sonderprogramm Häfen

Laut einem vorgelegten Entwurf zum Nachtragshaushalt für das Jahr 2020 plant die niedersächsische Landesregierung zusätzliche Mittel in Höhe von 20 Millionen Euro für ein „Sonderprogramm Häfen“ bereitzustellen mit dem Ziel, Baumaßnahmen, Instandhaltungen und Baggerungen zu beschleunigen.

„Die niedersächsische Seehafenwirtschaft begrüßt das Vorhaben der Niedersächsischen Landesregierung, im Jahr 2020 zusätzlich insgesamt 20 Millionen Euro für den Ausbau und Erhalt der See-, Insel- und Binnenhäfen zur Verfügung zu stellen“, sagt Karsten Dirks, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Niedersächsische Seehäfen.

„Dies ist ein positives Signal für die gesamte Niedersächsische Hafenwirtschaft, um gestärkt aus der aktuellen Situation hervorgehen zu können“. Hierdurch werde auch der Bedeutung der niedersächsischen Seehäfen für Wertschöpfung und Logistikströme über die Grenzen Niedersachsens hinaus Rechnung getragen, so Dirks weiter.

„Die Seehafenwirtschaft fordert zugleich eine Verstetigung des Investitionsvolumens von mindestens 40 Millionen Euro im Landeshaushalt der nachfolgenden Jahre“, appelliert Dirks. Die mittelfristige Finanzplanung für die Jahre 2021 bis 2023 sehe weiterhin eine Mittelkürzung auf jährlich 30 Millionen Euro vor. „Dabei erfordert alleine schon die Instandhaltung der bestehenden Infrastruktur eine Verstetigung der Mittel auf 40 Millionen Euro in den kommenden Jahren“, betont Dirks.

Die Arbeitsgemeinschaft Niedersächsische Seehäfen ist der Zusammenschluss von neun niedersächsischen Seehäfen in Brake, Cuxhaven, Emden, Leer, Nordenham, Oldenburg, Papenburg, Stade und Wilhelmshaven. Sie vertritt die politischen Interessen der niedersächsischen Seehafenwirtschaft gegenüber Land, Bund und EU.

Kontakt:

Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft Niedersächsische Seehäfen




Gelungene Premiere in Bremerhaven

Nur drei Tage nachdem der Bremer Senat die Schaffung eines Angebots zur Landstromversorgung für die Seeschifffahrt beschlossen hat, wurde mit dem ersten Schiff-zu-Schiff-Transfer von Liquefied Natural Gas (LNG) ein weiterer ökologischer Meilenstein in den bremischen Häfen erreicht. Die IONA, der jüngste Neubau der Meyer Werft, wurde von dem Bunkerschiff KAIROS der Firma Nauticor, einem Tochterunternehmen der Gasum Group, mit LNG beliefert.

Die Bebunkerung fand am 18. und 19. Juni an der Columbuskaje statt, wo derzeit die IONA ausgerüstet wird. Bei der Aktion wurden die LNG Bunkertanks der IONA zum ersten Mal befüllt und das schiffseigene LNG System in Betrieb genommen.

Die Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Dr. Claudia Schilling, freut sich über die erfolgreiche Premiere: „Es ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Emissionsreduktion in der Schifffahrt. Dass dieser Prozess unter der Steuerung des Hafenkapitäns Mai und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Hafenamt so erfolgreich durchgeführt werden konnte, ist der Professionalität der Beteiligten und der guten Zusammenarbeit zwischen den Behörden, dem Lieferanten und der Werft zu verdanken.“

Die IONA ist ein weiterer Schiffsneubau, bei dem das gegenüber herkömmlichen Treibstoffen deutlich umweltfreundlichere LNG für die Antriebsleistung und die Stromerzeugung genutzt wird. Das erste Schiff dieser Art, das ebenfalls in Bremerhaven endausgerüstet und an den Kunden übergeben worden war, ist die AIDA NOVA. In Bremerhaven waren auch schon die OSTFRIESLAND und die WES AMELIE auf LNG umgerüstet worden. Hier erfolgte der deutschlandweit erste Truck-to-Ship Transfer von LNG, so dass der Hafen schon länger als „LNG-READY“ gilt und Bremerhaven in der LNG Anwendung in Deutschland eine Vorreiterrolle einnimmt.

Quelle: Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Foto: Hanstestadt Bremisches Hafenamt, der „IONA“ wird von einem Spezialschiff befüllt 

 




Mieten im Hamburger Hafen bleiben stabil

Seit Ausbruch der Krise arbeitet Hamburg intensiv daran, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzumildern. Um etwaige Liquiditätsengpässe zu reduzieren, hat die Wirtschaftsbehörde mit der Hamburg Port Authority unmittelbar reagiert und im zweiten Quartal für Reedereien und alle Mieter im Hafen die Möglichkeit zur Stundung von Hafennutzungsentgelten und Mieten bis zum 31. Dezember 2020 geschaffen.


Senator Michael Westhagemann: „Wir verfolgen den Verlauf der Pandemie und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft sehr genau und handeln situativ, indem wir die Gegebenheiten kontinuierlich neu bewerten. Für das zweite Halbjahr erwarten wir eine Erholung des Seeverkehrs und eine Entspannung der Lage im Hafen.“

Im vergangenen Quartal hatten alle Unternehmen im Hafen die Möglichkeit, die Stundung der Mieten bis zum 31. Dezember 2020  zu beantragen. Auch im dritten Quartal wird es diese Möglichkeit geben. Allerdings soll dies nur den Unternehmen vorbehalten sein, die vorübergehend in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sind. Die Bedürftigkeit der Stundung von Mieten wird daher im Einzelfall bewertet werden. Beim Liegegeld sollen die bisher für das zweite Quartal befristet eingeführten Rabattstaffelungen fortgeschrieben werden, konzentriert für die von der Corona-Krise besonders hart betroffenen Kreuzfahrtschiffe. Das heißt beispielsweise, dass besonders umweltfreundliche Schiffe, die durchgehend Landstrom beziehen, vom Liegegeld befreit werden.

Auch wenn eine Erholung der Hafenwirtschaft im zweiten Halbjahr erwartet wird, so bleibt dies insgesamt ein schwieriges Jahr für die Unternehmen. Deswegen werden die regulären Mieterhöhungen für das Jahr 2020 für alle Unternehmen im Hafen auf den 1. Juli 2021 verschoben. Für das Jahr 2021 wird es keine weiteren Mieterhöhungen geben.

Senator Michael Westhagemann: „Der Hamburger Hafen muss auch in schwierigen Zeiten ohne Einschränkungen weiterlaufen. Deswegen helfen wir den Hafenbetrieben – zusätzlich zu dem von Hamburg gespannten Rettungsschirm für alle von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen in der gesamten Stadt. Das schnelle Handeln hat sich bewährt.“

Quelle: Hafen Hamburg Marketing, Foto: HHM/ Luftbild Schlick

 

 




Senatorin gratuliert zum Nordwest Award

Die Hafenmanagement-Gesellschaft bremenports wurde für ihr Projekt „Der CO2-neutrale Hafen Bremen/Bremerhaven“ mit dem mit 10.000 Euro dotierten NordWest Award 2020 der Metropolregion Nordwest ausgezeichnet.

Die Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Dr. Claudia Schilling, freut sich über diese Auszeichnung: „Im Land Bremen ist Nachhaltigkeit ein zentraler Baustein unserer Hafenpolitik. Der Preis ist der verdiente Lohn für mehr als ein Jahrzehnt engagierter Nachhaltigkeitsarbeit unserer Hafenmanagementgesellschaft. Dafür meinen Dank und herzlichen Glückwunsch.“

Die bremischen Häfen konnten ihren CO2-Fußabdruck gegenüber 2011 bereits um 70 Prozent reduzieren und diese Entwicklung soll noch weitergehen. Schilling: „Mit dem jüngsten Projekt ‚SHARC‘ schafft bremenports gemeinsam mit Siemens, mehreren Unternehmen der Hafenwirtschaft sowie mit dem Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz (DFKI), der TU Berlin und dem Institut für Kreislaufwirtschaft an der Hochschule Bremen die Voraussetzung, umfassend und zielgerichtet weitere Schritte zum CO2-neutralen Hafen zu gehen. Dieser Weg muss konsequent weiterverfolgt werden.“

Für die Zukunft wird es auch eine zentrale Aufgabe sein, die Transformation der Schifffahrt mit einem entsprechenden Infrastrukturangebot, wie beispielsweise durch die Ausrüstung weiterer Liegeplätze mit Landstromanlagen, zu unterstützen. Schilling: „Bremen hat in der Vergangenheit bereits nahezu vollständig alle Liegeplätze für kleinere Schiffe, wie Binnenschiffe, Schlepper, Arbeits- und Behördenschiffe, mit Landstrom ausgerüstet. Nun geht es darum, Landstrom auch für die Forschungsschifffahrt im Fischereihafen und für Container-, RoRo- und Kreuzfahrtschiffe an ausgewählten Stellen im Überseehafen möglich zu machen. Diese konkreten Ausbaupläne werden aktuell mit dem Fördermittelgeber, dem Bundeswirtschaftsministerium, abgestimmt und in einer Beschlussvorlage in die politischen Gremien eingebracht.“ Auch der Bereich der Bremischen Hafeneisenbahn soll weiter gestärkt werden, um den hier bereits gegebenen beispielhaft hohen Anteil des umweltfreundlichen Schienenverkehrs noch weiter zu erhöhen. All dies zeige, so die Senatorin, dass die mit dem NordWest Award ausgezeichnete Vorreiterrolle der bremischen Häfen auch künftig konsequent fortgesetzt werde.

Quelle und Foto: bremenports, (vlnr)  Vermessungstechniker Oliver Neumayr, bremenports-Geschäftsführer Robert Howe und Schiffsführer Oliver Beier.

 

 




HGK-Gruppe erzielt Rekordergebnis

Mit 10,3 Millionen Euro hat die  Häfen und Güterverkehr Köln AG im Geschäftsjahr 2019 ein Rekordergebnis erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Logistikholding im Stadtwerke Köln Konzern den Gewinn um 2,5 Millionen Euro steigern.

„Wir freuen uns sehr, erstmals in der Geschichte der Häfen und Güterverkehr Köln AG einen zweistelligen Millionen-Gewinn ausweisen zu können. Mit diesem  Beitrag zum Gesamtergebnis des Stadtwerke Köln Konzerns unterstützt die HGK letztendlich auch den Haushalt der Stadt Köln“, so Uwe Wedig, Vorsitzender des Vorstands der HGK AG.

Der Umsatz der HGK AG belief sich im Jahr 2019 auf 75,4 Millionen Euro (Vorjahr: 69,8 Millionen Euro). Dabei fand ein besonderes Ereignis in der Bilanz Niederschlag: Nach der politischen Entscheidung des Rates der Stadt Köln, den geplanten Ausbau des Hafens Köln-Godorf endgültig zu stoppen, musste die HGK in erheblichem Umfang bereits angefallene Kosten für Planung und Aufwendungen abschreiben. Nach eingehender rechtlicher Prüfung hat die Stadt Köln der HGK diese Aufwendungen ersetzt.

Der Umsatz der gesamten HGK-Gruppe inklusive Töchter und Beteiligungen wie Neska-Gruppe, HTAG oder RheinCargo betrug im Jahr 2019 insgesamt 232 Millionen Euro (Vorjahr: 243,1 Millionen Euro). „Auch die HGK-Tochter- und Beteiligungsunternehmen konnten sich in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld gut behaupten und haben damit zu unserem hervorragenden Ergebnis beigetragen“, freut sich Wedig.

So bewegte die 100-prozentige HGK-Tochter NESKA Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH im Bereich des konventionellen Umschlags und beim Transport von Gütern rund 7,2 Millionen Tonnen (Vorjahr: 7,8 Millionen  Tonnen). Bei der  Häfen und Transport  AG (HTAG), ebenfalls eine 100-prozentige HGK-Tochter, wurden 10,1 Millionen Tonnen transportiert und umgeschlagen (Vorjahr: 11,0 Millionen Tonnen). Der Logistikdienstleister Rhein- Cargo, ein Joint Venture von HGK und Neuss Düsseldorfer Häfen, erzielte in den sieben von dem Unternehmen betriebenen Rheinhäfen einen Umschlag von 24,3 Millionen Tonnen (Vorjahr: 25,4 Millionen Tonnen). Auf der Schiene wurden 22,0 Millionen Tonnen transportiert (Vorjahr: 18,8 Millionen Tonnen), so dass mit insgesamt 46,3 Millionen Tonnen von der RheinCargo deutlich mehr Güter als im Vorjahr (44,2 Millionen Tonnen) umgeschlagen und befördert wurden.

Zielgerichtet verfolgt die HGK ihren Weg, sich zu einer integrierten Logistikholding zu entwickeln. Ein wesentlicher Bestandteil in diesem Prozess ist die geplante Übernahme des europäischen Binnenschifffahrts-Geschäfts der „Imperial Logistics International“ zum 30. Juni 2020. „Mit dem geplanten Erwerb der Shipping Group werden unsere Aktivitäten besonders durch die Wachstumssegmente Chemie- und Gasschifffahrt ergänzt, wir erweitern unser Portfolio signifikant. Wir sehen damit große Chancen, unseren Kunden zukünftig durch kombinierte Angebote  von Binnenschiff und Güterbahn deutliche Vorteile und mehr  Versorgungssicherheit bieten zu können“, erläutert Uwe Wedig die Beweggründe für die Expansions-Strategie.

Die Investition passt ideal zu den strategischen Aufgaben, die durch die HGK als Logistik- Einheit im Stadtwerke Köln Konzern erfüllt werden. Das Unternehmen stellt die Rohstoffversorgung und Warenverkehre für die Wirtschafft im Rheinland unter ökonomischen und ökologischen Bedingungen sicher. Ein verstärktes Engagement in der Binnenschifffahrt sorgt dafür, dass mehr Güter vom Lkw auf das Schiff verlagert werden können.

Quelle und Foto: HGK




Nationale Maritime Konferenz in Rostock

Die Entscheidung ist gefallen: Die nächste Nationale Maritime Konferenz (NMK) findet in Rostock statt. Am. 26. und 27. April 2021 wird es unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei dem größten Treffen der maritimen Branche darum gehen, die Weichen für eine erfolgreiche deutsche maritime Wirtschaft zu stellen.

Norbert Brackmann, MdB, Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft: „Der Blick in die Zukunft und die Formulierung klarer und realistischer Ziele sind durch die COVID-19-Pandemie noch wichtiger geworden. Wir brauchen klare Perspektiven, damit wir mit gezielten Maßnahmen den Weg aus der Krise finden. Dazu brauchen wir eine Maritime Agenda 2030 und werden die Maritime Agenda 2025 entsprechend fortschreiben.

Die Corona-Krise wird in der maritimen Branche wegen der längeren Wirtschaftszyklen vermutlich länger nachwirken als in anderen Branchen. Deshalb ist die eine Milliarde Euro aus dem Konjunkturprogramm für die Zukunft der deutschen maritimen Wirtschaft besonders wichtig. Durch Investitionsanreize wollen wir die Schiffbauindustrie stärken. Mit der Aufstockung des Maritimen Forschungsprogramms und einer substantiellen Stärkung des Innovationsprogramms unterstützen wir außerdem die deutsche maritime Industrie dabei, ihre Position als weltweiter Spitzenreiter bei umweltfreundlichen und innovativen digitalen Technologien zu behaupten und auszubauen. So bringen wir die Unternehmen über die akute Zeit der Krise. Danach muss es darum gehen, das Augenmerk auf die nächsten Jahre zu legen. Das werden wir in Rostock machen.“

Weitere Mittel für die maritime Branche im Konjunkturprogramm sind zur Förderung des Baus von Landstromanlagen vorgesehen, so dass die Länder ihren Weg hin zu einer umwelt- und klimafreundlichen Stromversorgung der Schiffe während der Liegezeit im Hafen noch schneller beschreiten können. Auch mit dem „Flottenerneuerungsprogramm Behördenschiffe“ will die Bundesregierung in den nächsten Jahren zentrale Konjunktur- und Zukunftsimpulse für die maritime Branche setzen.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Foto: rostock port/ nordlicht

 




SCHRAMM expandiert im Ostseeraum

Nachdem die Hafengruppe SCHRAMM Ports & Logistics vor etwas mehr als 3 Jahren erstmals in den Ostseeraum nach Schweden expandierte, folgte nun der nächste strategische Schritt an der Ostsee. Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH / SCHRAMM group, sowie Axel Vogt, Verbandsvorsteher, und Holger Dinse, 2. Stellvertreter des Verbandsvorstehers des Zweckverbandes Energie- und Technologiestandort Freesendorf (ETF), unterzeichneten jetzt den Betreibervertrag für den Industriehafen Lubmin.

Ab dem 1.Januar 2021 wird Brunsbüttel Ports den Industriehafen Lubmin unter dem neuen Namen Lubmin Port betreiben und den Hafenstandort gemeinsam mit dem Hafeneigentümer, dem Zweckverband ETF, weiterentwickeln. In bereits heute bestehender vertrauensvoller Zusammenarbeit werden die beiden Partner in den nächsten Monaten ein Konzept erarbeiten, um den Lubminer Hafen zu einem wichtigen und prosperierenden Hafenstandort an der Ostseeküste zu entwickeln.

Der Lubmin Port ist ein breit aufgestellter Industriehafen im Landkreis Vorpommern-Greifswald, in dem eine Vielzahl unterschiedlicher Schütt- und Stückgüter wie beispielsweise Holz und Futtermittel umgeschlagen werden. Mit einer Kailänge von 855 Metern und einem Tiefgang von bis zu 6,10 Metern stehen insgesamt sechs Liegeplätze für Schiffe mit einer Länge von bis zu 120 Metern für den Güterumschlag zur Verfügung. Die Zwischenlagerung der Güter ist auf mehreren Freilagerflächen (insgesamt 25.000 m²) möglich. Zudem verfügt der Hafen über eine Schwerlastpier und eine 3.000 m² große Schwergutfläche, die auch den Umschlag und die Zwischenlagerung besonders voluminöser und schwerer Güter ermöglichen.

Aufgrund seiner trimodalen Anbindung werden im Lubmin Port die Verkehrsträger Wasser, Straße und Schiene vereint. Über die Autobahn A 20, die angebundenen See- und Binnenwasserstraßen und den Direktanschluss an das Schienennetz der Deutschen Bahn können die unterschiedlichsten Märkte und Kundenbedürfnisse im Lubmin Port bedient werden. Fünf Liegeplätze verfügen über ein parallel zur Kaikante verlaufendes Bahngleis, sodass auch ein direkter Umschlag vom Schiff auf die Bahn und andersherum möglich ist. Das angrenzende Gewerbegebiet bietet mit rund 120 ha Ansiedlungsfläche ausreichend Raum für Industrie- und Gewerbeansiedlungen in unmittelbarer Hafennähe.

Axel Vogt, Verbandsvorsteher des Zweckverbandes ETF, über den neuen Betreiber des Industriehafens Lubmin: „Wir haben im Ergebnis des Ausschreibungsverfahrens mit Brunsbüttel Ports ein engagiertes und erfahrenes Unternehmen mit hoher Fachkompetenz für unseren Hafenstandort im Industriegebiet Lubminer Heide gewinnen können. Ich freue mich sehr auf die künftige Zusammenarbeit. Mit diesem Schritt setzen wir gleichzeitig eine Bestimmung des Wirtschaftsministeriums M-V im Zuge der damaligen Förderung des Hafenausbaus um. Die heutige Vertragsunterzeichnung ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Stärkung der maritimen Wirtschaft in der Region und in unserem Land.“

Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH / SCHRAMM group, erläutert: „Der Lubmin Port ist für unsere Aktivitäten innerhalb unserer Hafengruppe eine ideale Ergänzung. Unsere Dachmarke SCHRAMM Ports & Logistics umfasste bisher 16 Hafen- und Logistikstandorte in Schleswig-Holstein, Hamburg und Schweden, und wir freuen uns sehr über unseren neuen Standort, mit dem wir unser Netzwerk nun auch nach Mecklenburg-Vorpommern ausweiten. Mit dem Lubmin Port werden wir unsere Aktivitäten im Ostseeraum, in dem wir mit unseren schwedischen Standorten bereits seit mehr als drei Jahren aktiv sind, weiter stärken und Synergien zwischen unseren Standorten schaffen. Als SCHRAMM Ports & Logistics / SCHRAMM group sind wir eines von nur wenigen Unternehmen, das ein so großes Netzwerk im Bereich Häfen, Logistik und Schifffahrt als maritimer Komplett-Dienstleister aus einer Hand anbieten kann. Dies bietet einen großen Mehrwert für unsere Kunden.“

Der kontinuierliche und gesunde Wachstumskurs von Brunsbüttel Ports mit einer langfristigen und risikoabwägenden Strategie wird damit fortgeschrieben. Unter der Marke SCHRAMM Ports & Logistics erbringt Brunsbüttel Ports bereits an zehn norddeutschen Standorten im Nordsee- und Elberaum sowie am Nord-Ostsee-Kanal und an sechs schwedischen Standorten im Ostseeraum Hafen-, Logistik- und maritime Dienstleitungen. Das Unternehmen sieht großes Potenzial für den Hafenstandort Lubmin, deshalb wird es den Fokus auch auf die strategische Entwicklung des Standortes setzen.

„Mit unserer bewährten Universalhafenstrategie wollen wir den Lubmin Port weiterentwickeln und unser Dienstleistungsportfolio für unsere Kunden über alle Standorte weiter ausbauen. Am neuen Standort werden wir mit geplanten regionalen Personaleinstellungen ein qualifiziertes Team aufbauen und neue Märkte entwickeln. Hierfür haben wir auch die politische Unterstützung in der Region. Ich freue mich bereits auf die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unserem Partner, dem Zweckverband ETF, an unserem neuen Standort“, so Schnabel.

Quelle und Foto: Brunsbüttel Ports GmbH, Expansion im Ostseeraum: SCHRAMM Ports & Logistics wird Hafenbetreiber des Industriehafens Lubmin, v.l.n.r.: Axel Vogt (Verbandsvorsteher Zweckverband ETF), Anja Wolfgram (Projektleitung Zweckverband ETF) und Frank Schnabel (Geschäftsführer Brunsbüttel Ports / SCHRAMM group) im Lubmin Port.