Neuer Betreiber für das Terminal von Lauterburg

Der Port autonome de Strasbourg (PAS) hat einen neuen Betreiber für den Betrieb des multimodalen Terminals Lauterbourg gewählt: die Lauterbourg Rhine Terminal SAS hat den Zuschlag für die am 18. Dezember 2018 veröffentlichte Ausschreibung erhalten.

LAUTERBOURG RHINE TERMINAL SAS wurde im Februar 2020 speziell für den Betrieb des multimodalen Terminals gegründet. Der Vertrag hat zunächst eine Laufzeit von 5 Jahren und kann je nach getätigten Investitionen auf maximal 15 Jahre verlängert werden

  • LRT vereint unterschiedliche französische und deutsche Kernkompetenzen der Branche:
    Paris Terminal ist ein auf trimodalen Hafenumschlag spezialisiertes Unternehmen und führender Anbieter auf diesem Gebiet in Frankreich mit über 20 Jahren Erfahrung.
  • Compagnie Fluviale de Transport, eine Tochtergesellschaft der Sogestran Group, ist mit einer Flotte von über 200 Schiffen der französische Marktführer im Transport auf Binnenwasserstraßen und dem Meer
  • Haeger & Schmidt bietet trimodale Logistiklösungen rund um den Container mit eigenen Liniendiensten und Terminals entlang des Rheins sowie Komplettlösungen für Projektladungen.
  • PAS, der zweitgrößte Binnenhafen Frankreichs, beteiligt sich an der Entwicklung des dritten multimodalen Terminals in seiner Region.

Jean-Louis Jerome, Geschäftsführer von PAS, sagte: „Wir haben uns für den zukünftigen Betreiber des multimodalen Terminals Lauterbourg Rhine Terminal entschieden, weil er eine einzigartige Allianz von Kernkompetenzen in der multimodalen Logistik bietet. Damit sind wir gut gerüstet für die Herausforderungen eines Terminals, dessen Hinterland sich sowohl über Frankreich als auch über Deutschland erstreckt.

Die PAS geht eine Partnerschaft mit diesem Unternehmen ein, um seine Verkehrsverlagerungs-Ziele zu erreichen,
in Ergänzung zum bestehenden multimodalen Angebot der PAS an anderen Standorten, insbesondere in Straßburg”.

Jean-François Dalaise, Vorstandsvorsitzender von Paris Terminal: „Seit über 25 Jahren setzt sich Paris Terminal für die Verkehrsverlagerung und den kombinierten Verkehr im Allgemeinen ein. PTSA ist inzwischen zum wichtigsten Containerumschlagsunternehmen auf den französischen Wasserstraßen geworden: Neben den zahlreichen Containerterminals an der Seine und Marne, die für die Wirtschaft der Region Ile-de-France von strategischer Bedeutung sind, ist Paris Terminal auchan der Oise vertreten, womit wir bereits die Inbetriebnahme der zukünftigen Seine-Schelde-Verbindung antizipieren. Im Einklang mit unserer Unternehmensentwicklung, wollten wir uns zusammen mit dem PAS mit führenden Anbietern im multimodalen Verkehr zusammentun, um gemeinsam mit unserer Expertise leistungsstarke Angebote für die Logistik am Oberrhein zu schaffen.

Der Standort Lauterbourg ist hervorragend an die 3 Verkehrsträger Straße, Schiene und Wasserstraße angebunden und schafft damit einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil für das Gewerbegebiet R3FLEX.

Wir sind davon überzeugt, dass das multimodale Terminal in Lauterbourg für die kommenden Jahre ein wichtiger Faktor für die Geschäftsentwicklung unserer nationalen und internationalen Kunden sein wird.“

Für Pascal GIRARDET, CEO von CFT besitzt Lauterbourg eine „ideale geografische Lage zwischen den Großstädten Straßburg und Karlsruhe. Mit dieser Niederlassung, in engster Zusammenarbeit mit den Partnern des Lauterbourg Rhine Terminal werden wir technisch hochwertige Lösungen für Schiffstransport und Umschlag entwickeln. Auf Französisch nennen wir dies ‚Services Très Haute Performance‘. Dies gilt gleichermaßen für den multimodalen und den Schwergutbereich: Innovative, zuverlässige und nachhaltige Dienstleistungen, aber vor allem Dienstleistungen, die die Anforderungender regionalen Wirtschaft erfüllen.“

„Das Terminal Lauterbourg ist eine strategische Erweiterung unseres Portfolios in der Oberrhein-Region“, ergänzt Heiko BRÜCKNER, CEO der Haeger & Schmidt Logistics GmbH. „Über unseren Schiffsdienst sowie die Bahnverbindung „Alsace-Rotterdam-Express“ bedienen wir bereits mehrmals pro Woche unser Terminal ETK Kehl und das RET Terminal in Strasbourg. Lauterbourg eröffnet uns nun noch effizientere Möglichkeiten, multimodale Transporte auch in nördlicher gelegene Standorte unserer Kunden auf beiden Seiten des Rheins anbieten zu können. Dabei ist es für uns hochinteressant, neben dem Containerumschlag dort auch das Schwergut-Geschäft zu entwickeln, beides Kernkompetenzen unseres Unternehmens.“

LAUTERBOURG RHINE TERMINAL wird ab September 2020 das multimodale Terminal in Lauterbourg betreiben.

Auf dem 6 Hektar großen Terminal wird es Container umschlagen:
Wasserseitig mit einem Portalkran mit einer Leistung von bis zu 29 Containern pro Stunde. Bahnseitig mit einer Gleiskapazität von 2 x 400m. Für die Be- und Entladung der LKW stehen 2 modernste Reach Stacker zur Verfügung. Die trimodale Umschlagskapazität des Terminals beträgt 80.000 TEU pro Jahr.

LAUTERBOURG RHINE TERMINAL wird dank eines Schwergutkrans, der bis zu 200 Tonnen heben kann, und einer Ro/Ro-Rampe auch Umschlagleistungen für Projektladung anbieten

Quelle und Foto: Haeger & Schmidt Logistics

 

 

 

 




Änderungen im Aufsichtsrat

Zum 1. Mai 2020 tritt Ingrid Thijssen als Mitglied des Aufsichtsrats des Hafenbetriebs Rotterdam zurück; ihr Posten wird von Ruud Sondag übernommen.

Ingrid Thijssen war seit dem 1. September 2017 Mitglied des Aufsichtsrats des Hafenbetriebs Rotterdam. Ihr Abschied steht in Zusammenhang mit ihrer Ernennung zur Vorsitzenden der Unternehmensorganisation VNO-NCW, die nicht mit einer Position als Aufsichtsratsmitglied des Hafenbetriebs Rotterdam vereinbar ist.

Miriam Maes, Vorsitzende des Aufsichtsrats des Hafenbetriebs Rotterdam, gratuliert Ingrid Thijssen herzlich zu ihrem Vorsitz bei VNO-NCW: „Es ist besonders ehrenvoll, in diese Funktion berufen zu werden. Dank ihrer Professionalität, ihres Engagements sowie ihrer weitreichenden Kenntnisse und Erfahrungen war sie für den Hafenbetrieb Rotterdam ein besonders wertvolles Aufsichtsratsmitglied. Wir danken Ingrid Thijssen ausdrücklich für ihren besonderen Beitrag und die offene und angenehme Zusammenarbeit. Wir wünschen ihr viel Erfolg bei ihrer neuen Tätigkeit und hoffen, dass wir auch künftig weiterhin mit ihr zusammenarbeiten können.“

Ruud Sondag war vom 1. April 2017 bis zum 31. Mai 2018 Mitglied des Aufsichtsrats des Hafenbetriebs Rotterdam. Sein damaliger Abschied stand in Zusammenhang mit seiner Ernennung zum CEO von Eneco zur Betreuung des Verkaufs von Eneco. Dieser ist nun abgeschlossen. Sondag wird zum 1. Mai 2020 für einen Zeitraum von 3 Jahren berufen.

Mr. L.M. (Ruud) Sondag (1962) studierte Jura an der Rijksuniversiteit Utrecht. Er verfügt über umfangreiche Erfahrung in leitender Funktion und als Aufsichtsratsmitglied und ist außerdem an Initiativen in der Kreislaufwirtschaft und Energiewende beteiligt. Nach verschiedenen Managementfunktionen beim Schifffahrtsunternehmen Koninklijke Nedlloyd Groep wechselte Sondag zur Van Gansewinkel Groep, bei der er von 2001 bis einschließlich 2012 CEO war. Dadurch ist er auch mit komplexen (behördlichen) Aspekten in den Bereichen Umwelt und Gesetzgebung vertraut.

Ab 2012 war Ruud Sondag als Unternehmer/Investor tätig. So war er 2016 Gründer von Circular One, einem Investitionsinstrument für den Markt der Kreislaufwirtschaft, und früher als Großgesellschafter an der Scherpenzeel BV in Utrecht beteiligt; zudem war er Experte für vertrauliche Vernichtung und Kunststoffrecycling und beispielhaft für die Kreislaufwirtschaft.

Außerdem hat Ruud Sondag u. a. Funktionen im Aufsichtsrat von ProRail und der Faber Halbertsma Groep inne sowie im Aufsichtsrat von Scelta Mushroom und im Beirat von Vos Logistics.

Miriam Maes über die Rückkehr von Ruud Sondag: „Als Ruud Sondag Aufsichtsratsmitglied des Hafenbetriebs Rotterdam war, hat er einen herausragenden Beitrag zum Aufsichtsrat und Unternehmen geleistet. Wir sind besonders froh, dass er bereit ist, unserem Aufsichtsrat wieder seine Sachkenntnis und Erfahrung zur Verfügung zu stellen.“

Mit dem Abschied von Ingrid Thijssen und der Berufung von Sondag hat der Aufsichtsrat des Hafenbetriebs Rotterdam vier Mitglieder. Mit der Anwerbung eines 5. Mitglieds wird begonnen. Die Ernennung eines Aufsichtsratsmitglieds des Hafenbetriebs Rotterdam erfolgt durch die Aktionäre, auf Vortrag des Aufsichtsrats.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam

 

 




Erklärung des Runden Tischs der Hafenbetreiber

Die Mitglieder des Runden Tisches der Hafenbetreiber (Port Authorities Roundtable, PAR) betonen, dass die COVID-19-Pandemie eine schwere weltweite Krise mit weitreichenden Folgen auf vielen Gebieten, einschließlich des weltweiten Handels, ist. Da über 80 Prozent aller Waren auf dem Seeweg transportiert werden, sind wir uns der Tatsache bewusst, dass der Hafen- und Schifffahrtssektor eine ganz wesentliche Rolle spielt, um während des globalen Kampfs gegen COVID-19 die Handelsströme in Gang zu halten.

Wir pflichten auch der kürzlich herausgegebenen Erklärung der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) bei, in der darauf hingewiesen wird, dass es wichtig ist, Störungen des Seehandels- und Schiffsverkehrs so weit wie möglich zu begrenzen, damit lebensnotwendige Güter, vor allem Produkte des täglichen Bedarfs und wichtige medizinische Produkte, weiterhin in alle Regionen weltweit transportiert werden können. In unserer globalen, miteinander verbundenen Welt kann kein einziges Land COVID-19 im Alleingang und ohne kontinuierlichen Zugang zu diesen lebenswichtigen Gütern überwinden.

Die Mitglieder des PAR – einer multilateralen Plattform, der führende Hafenbetreiber in Asien, dem Nahen Osten, Europa und Amerika angehören – betonen ihre Entschlossenheit, durch den Austausch von Informationen über bewährte Praktiken und ergriffene Maßnahmen eng miteinander zusammenzuarbeiten, damit die Häfen für den Seehandel offen bleiben und die Bekämpfung von COVID-19 weltweit unterstützt werden kann.

Aus diesem Grund bestätigen wir unsere feste Absicht zur Zusammenarbeit und zur Realisierung der folgenden Ziele:

  • Aufrechterhaltung der weltweiten Lieferketten sowie des Handels- und Schiffsverkehrs und Ergreifen von Maßnahmen, damit Handelsschiffe weiterhin an Terminals anlegen können, um Lade- und Löschvorgänge durchzuführen.
  • Intensivere Koordination durch die Einrichtung eines offenen Kommunikationskanals, damit gleichgesinnte Hafenbetreiber und Seeverkehrsbehörden Erfahrungen und Informationen im Zusammenhang mit dem Kampf gegen COVID-19 austauschen können, um einen ungehinderten Seehandel zu gewährleisten.
  • Kontinuierliche Einführung vorbildlicher Verfahren im Einklang mit den jeweiligen nationalen Umständen, einschließlich Vorsichtsmaßnahmen für den internationalen Schifffahrtssektor, Beratung und Unterstützung für das Landpersonal und die Schiffsbesatzungen, sicheren Handlings von Frachten und Maßnahmen im Umgang mit COVID-19-Fällen.

Zum Schluss möchten wir auch unsere aufrichtige Wertschätzung für Seeleute, Hafenpiloten, landseitiges Personal und andere Mitarbeiter im Seeschifffahrtssektor zum Ausdruck bringen, die trotz der anhaltenden Pandemie unermüdlich im Einsatz sind, damit der internationale Handel auch in diesen schwierigen Zeiten nicht zum Erliegen kommt. Gemeinsam können wir unseren Beitrag dazu leisten, dass die Welt COVID-19 bezwingen kann!

Unterzeichnet von:

Port Authority Roundtable (PAR) leden

 

Quelle: Port of Rotterdam, Foto: Port of Rotterdam/ rotterdampartners




Investorentag des startport gefragter denn je

Ein Erfolg in unerwartetem Ausmaß: Beim diesjährigen digitalen Investorentag der startport GmbH haben sich vierzehn Investoren in 72 Gesprächen mit verschiedenen startport-Startups ausgetauscht. Unter den Investoren waren dieses Jahr bekannte Namen, wie freigeist, der Investmentfonds des Ex-TV-Löwen Frank Thelen, Deutsche Bahn Digital Ventures, kloeckner.v sowie Evonik Venture Capital. Das Erstaunliche daran: Die Anzahl der Gespräche hat sich im Vergleich zum Vorjahr sogar verdoppelt!

„Mit Beginn der Corona-Pandemie war uns klar: Jetzt müssen wir den Investorentag erst recht durchführen. Unternehmen weltweit haben durch die Pandemie erfahren, wie wichtig die Digitalisierung und Innovationen sind, ganz besonders in der Logistik-Branche. Die Teilnehmerzahlen des diesjährigen Investorentages zeigen, dass unser Konzept aufgegangen ist“, so Peter Trapp, Managing Director von startport. „Aufgrund der aktuellen Lage haben wir in diesem Jahr auf ein digitales Format gesetzt“, ergänzt Trapp.

Vor zwei Jahren gründete der Duisburger Hafen das Accelerator-Programm startport. Die Mission: Innovationen und Lösungen für die Logistik und Supply Chain in der Rhein-Ruhr-Region zu unterstützen und in die Unternehmen zu tragen. Inhaltlich und finanziell wird das Projekt flankiert von starken Partnern, wie Klöcker & Co , Evonik, dem Initiativkreis Ruhr, der RAG Stiftung, dem BVB, den Wirtschaftsbetrieben Duisburg und duisport.

Dieser Beitrag trägt Früchte für die startport-Partner. Alexander Naghi von kloeckner.v verdeutlicht: „Wir freuen uns, heute am startport Investor Day teilzunehmen und mehr über Investitionspotenziale in Startups für Klöckner zu erfahren.“

Für die jungen Unternehmer kommt der Investorentag gerade zur rechten Zeit. In einer zuvor durchgeführten Umfrage von startport hatten die Gründerinnen und Gründer mitgeteilt, dass sie nicht damit rechnen, das für 2020 geplante Investment auch zu realisieren. Eine Einschätzung, die sich auch mit Ergebnissen des Bundesverbandes Deutsche Startups deckt.

„In Corona-Zeiten ist Fundraising für Startups echt schwer geworden. Alle Investoren sind verunsichert und man hat kaum die Gelegenheit zu pitchen. Da ist der Investorentag des startport-Accelerators eine großartige Gelegenheit, sich mit potentiellen und dabei wirklich hochkarätigen Investoren auszutauschen,“ so Arne Oltmann, Gründer des Startups limbiq aus dem vierten startport-Jahrgang. Der Investorentag hat klargemacht: Innovative Startups für die Branchen Logistik und Supply Chain sind nach wie vor gefragt, Investoren und Unternehmen müssen nur den Mut bewahren.

„Wir müssen unsere Geschäftsmodelle für den zweiten Strukturwandel hin zu einer digitalisierten Logistik und Industrie aktiv anpassen. Daher werden wir im Digitalisierungsbereich unseren Accelerator startport wie geplant weiter ausbauen. Die Corona-Situation darf nicht zu einer Lähmung führen, sondern fordert unsere unternehmerische Kreativität in besonderer Weise heraus. Wir werden die zu erwartenden Rückschläge hinnehmen, aber weiter mutig nach vorne schauen. Nur so kann man diese Krise überwinden. Vor diesem Hintergrund ist der Erfolg unseres Investorentages bei startport eine echte Ermutigung in schwierigen Zeiten“, so duisport-Vorstandsvorsitzender Erich Staake weiter.

Die Erfolgsgeschichte startport wird mit dem Investorentag fortgesetzt. Seit der Gründung Ende 2017, wurde bisher insgesamt 35 Startup-Unternehmen die Möglichkeit gegeben, gemeinsam mit dem Accelerator startport, innovative Lösungen für die Logistik-Branche zu entwickeln. Neben jungen Startup-Gründern aus Deutschland, sind seit Anfang 2020 auch zwei Startup-Unternehmen aus Finnland und Slowenien im startport-Headquarter im Duisburger Innenhafen tätig. Gleichzeitig wächst das Team der startport GmbH – im Geschäftsjahr 2019 auf insgesamt 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In 2020 möchte startport den Kreis seiner Exklusivpartner erneut erweitern.

„Es ist unübersehbar. Mit startport im duisport-Netzwerk ziehen wir junge Unternehmer an, die neue Wertschöpfungsketten für die Unternehmen vor Ort erschließen. Wir und unser Netzwerk machen die Logistik zum Innovationstreiber und die Industrie 4.0 wird Realität“, so duisport-Vorstandsvorsitzender Erich Staake.

Quelle: startport, Foto: krischerfotografie, dieses Jahr vollständig digital: Der Investorentag bei startport

 

 




Zugverbindung zwischen Köln und China

Wochenlang stand die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt aufgrund der Corona- Krise nahezu still. Mittlerweile hat China weite Teile seiner Industrien wieder hochgefahren und den internationalen Handel neu gestartet. Auch aus diesem Grund soll jetzt eine regelmäßige Containerzug-Verbindung zwischen mehreren chinesischen Metropolen und Köln etabliert werden.

An diesem Wochenende erreichte der erste reguläre Linien-Zug mit dem Code DBO-W155 die CTS Container-Terminal GmbH im Hafen Köln-Niehl, die 22 Waggons trafen pünktlich am trimodalen Umschlagterminal der HGK-Beteiligung ein. Die Container mit Gütern aller Art sind zum größten Teil für Unternehmen in Köln und der Umgebung bestimmt. Einheiten können aber auch mit regelmäßigen Zugverbindungen von Köln aus zu Zielpunkten im Großraum Mailand, nach Valencia, Rotterdam, Antwerpen, Bremerhaven, Hamburg sowie Aschaffenburg und Schweinfurt weitergeleitet werden. Samstagabend fuhr der Zug von Köln aus zurück in Richtung China.

„Gerade in Zeiten einer Krise wie der Corona-Pandemie muss die Versorgung der Bevölke- rung gewährleistet sein. Das schließt auch Güter, die in China produziert werden, ein. Im Gegenzug sind Waren, die im Rheinland hergestellt werden, in China gefragt. So ist es nur logisch, diese Verbindung ins Leben zu rufen“, freuen sich CTS-Geschäftsführer Oliver Grossman und Oliver Haas, CTS-General Manager Geschäftsentwicklung.

Einmal in der Woche verbindet der Zug Köln mit chinesischen Großstädten wie Chongqing, Xiamen und Xi’an. Innerhalb Chinas kann die Fracht anschließend zu insgesamt 120 weiteren Destinationen weiterverteilt werden. Die Transportzeit für die Container liegt – je nach Zielort – etwa zwischen 13 und 19 Tagen. Der Preis ist mit einem Seefracht-Transport vergleichbar, die Ware erreicht jedoch bereits in etwa einem Drittel der Zeit ihr Ziel.

Das Zug-Produkt wird von der DBO Bahnoperator GmbH sowie der in China ansässigen Firma BTE (Beijing Trans Eurasia) realisiert. Die beiden Unternehmen sind an insgesamt acht Standorten in China und Europa tätig und beschäftigen insgesamt 200 Mitarbeiter. Mit mehr als 500 Zügen pro Jahr stellt das Konsortium einen der Marktführer für Containertransporte per Bahn von und nach China dar.

Auch dank der chinesischen Frachteisenbahn CRCT (China Railway Container Transport) können die Transportzeiten innerhalb Chinas um ein Vielfaches verkürzt werden, was für die hiesige Exportwirtschaft einen Vorteil darstellt. Unterstützt wird die Verbindung jeweils durch die russische, kasachische und weißrussische Eisenbahn. Entlang der Strecke können daher unter anderem auch Container von Köln beispielsweise nach Polen gebucht werden. Innerhalb Europas bedient sich DBO großer und mittelständischer Privatbahnen, um eine bestmögliche Transportleistung garantieren zu können. Die so genannte letzte Meile in den Niehler Hafen übernimmt die RheinCargo.

Die neska-Group, die als Tochter der HGK AG 62,5 Prozent an der CTS Container-Terminal GmbH hält, sieht in der neuen Verbindung ein Produkt mit Beispielcharakter. „neska betreibt im Intermodal-Geschäft sechs moderne, trimodale Container-Terminals, die ideal in Ballungsgebieten liegen und über eigene Binnenschiffe und Zugsysteme intelligent miteinander sowie mit den Seehäfen verbunden sind. Neben den maritimen sehen wir auch in den kontinentalen Verkehren enormes Potenzial“, so neska-Geschäftsführer Stefan Hütten.

Quelle: HGK, Foto: CTS, ein Containerzug aus China erreichte die CTS Container-Terminal GmbH im Hafen Köln-Niehl.

 




König Philippe besucht den Hafen Antwerpen

Seine Majestät Philippe, König der Belgier, hat am 27. April 2020 dem Hafen Antwerpen einen Besuch abgestattet. Der Hafen gilt aufgrund seiner Bedeutung für die Versorgung Belgiens und eines großen Teils Europas als „wichtige nationale Infrastruktur“. Dank der Leistungen und des Engagements aller Mitarbeiter ist Antwerpen seit dem Ausbruch des Corona-Virus zu 100 % betriebsbereit geblieben.

König Philippe wollte sich im Rahmen seines Besuchs vor Ort darüber informieren, wie dies in der Praxis umgesetzt wird und seine Wertschätzung für die rund 60.000 Menschen zum Ausdruck bringen, die den Hafen Tag für Tag am Laufen halten. Sein Besuch unterstreicht die Bedeutung des Hafens Antwerpen und der Arbeit, die von allen Mitarbeitern in diesen außergewöhnlichen Zeiten geleistet wird.

König Philippe begann seinen Besuch auf dem MPET-Terminal. Die größte Containeranlage Europas befindet sich im Deurganck-Dock, in dem jährlich rund 9 Millionen Container umgeschlagen werden. Anschließend begab er sich zur Grenzkontrollstelle am linken Ufer, wo die Zollabteilung und die belgische Bundesagentur für die Sicherheit der Lebensmittelkette (FASFC) eng zusammenarbeiten. Seit dem ersten Ausbruch des Corona-Virus sind alle Akteure in der nautischen und logistischen Kette des Hafens zu 100 % einsatzfähig geblieben, unter Einhaltung eines Personenabstandes von 1,5 Metern und Beachtung vorbeugender Hygienemaßnahmen. Dank der raschen Umsetzung dieser Schutzvorschriften und des Engagements aller Beteiligten konnte der Hafen seinen normalen Betrieb aufrechterhalten.

 

Dies ist von entscheidender Bedeutung, denn der Hafen ist ein wichtiges Glied in der Lieferkette für ganz Belgien und einen großen Teil Europas. Lebensnotwendige Güter wie Lebensmittel, Pharmazeutika, Kraftstoffe und Rohstoffe für andere notwendige Produkte werden über den Hafen nach ganz Europa geliefert. Damit ist Antwerpen für viele Regionen und Wirtschaftszweige in Europa sowohl auf der Import- als auch auf der Exportseite unverzichtbar.

König Philippe informierte sich darüber, wie die Hafenunternehmen, Logistikpartnern und Regierungsbehörden bei der Bewältigung der Corona-Krise zusammenarbeiten und erkundigte sich bei einer Reihe von Hafenarbeitern, wie sie mit den Corona-Maßnahmen umgehen und welche Auswirkungen diese auf ihre Arbeit haben.

Fähigkeit zur Innovation ist in Krisenzeiten wie diesen ein großer Vorteil. Der Hafen Antwerpen räumt daher Innovationen einen hohen Stellenwert ein und agiert so als Schwungrad für Unternehmensgründungen und belgisches Unternehmertum. Eine Innovation, die die Dynamik des Hafens zeigt, ist die Verwendung der „intelligenten Armbänder“ des Technologieunternehmens Rombit. König Philippe ließ sich dieses Pilotprojekt, das in Kürze von der Antwerp Port Authority gestartet wird, erläutern. Ursprünglich zur Erhöhung der Arbeitssicherheit der nautischen Angestellten konzipiert, wird diese Technologie nach nur wenigen Wochen Einsatzzeit jetzt auch dazu verwendet, die Einhaltung der Abstandsregeln jederzeit zu gewährleisten und so eine Verbreitung des Corona-Virus am Arbeitsplatz zu verhindern. Sicherheit ist für alle Beschäftigten im Hafen von größter Bedeutung. Die neue Anwendung, die die Antwerp Port Authority als erste testet, hat daher weltweite Aufmerksamkeit erzielt. Die Armbänder geben ein Beispiel für belgische Innovationskraft, unterstützt durch das starke Markenimage des Hafens Antwerpen.

Jacques Vandermeiren, CEO des Hafens Antwerpen: „Wir fühlen uns durch den Besuch des Königs in höchstem Maße geehrt. Als wichtiger internationaler Hafen haben wir in dieser beispiellosen Krise eine entscheidende Rolle zu spielen, wie Seine Majestät heute hervorgehoben hat. Dies ist eine willkommene Ermutigung für alle Mitarbeiter, die den Hafen in diesen schwierigen Zeiten am Laufen halten. Es ist dieser Geist der Solidarität, der den Hafen so stark macht.“

Hafensenatorin Annick De Ridder ergänzt: „Dieser Besuch unterstreicht einmal mehr, dass die Arbeit der gesamten Hafengemeinschaft von unschätzbarem Wert ist. Wir bleiben zu 100 % einsatzfähig, unter anderem dank der großen Flexibilität der Hafengemeinschaft, so dass die Versorgung unseres Landes und des weiteren Europas auch unter diesen Krisenbedingungen nicht beeinträchtigt wird. Auf diese Weise sind wir in der Lage, als Motor der nationalen Wirtschaft und als wichtiger internationaler Hafen ein starkes Signal zu setzen.“

Quelle: Hafen Antwerpen, Foto: Hafen Antwerpen/Jonathan Ramael, König Philippe zu Besuch am Hafen Antwerpen. 

 

 




Duisburger Hafen schnürt Logistik-Hilfspaket

Gemeinsam mit seinen chinesischen Partnern, sorgte der Duisburger Hafen für den schnellen Transport von medizinischer Ausrüstung (Schutzanzüge und Atemschutzmasken) aus China nach Nordrhein-Westfalen. Sie sollen in medizinischen und sozialen Einrichtungen des Landes schnell zum Einsatz kommen.


duisport-Vorstandsvorsitzender Erich Staake: „Wir wollen mit unserem Know-how dazu beitragen, den Menschen in den Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen schnell und unbürokratisch zu helfen. Zurzeit schnüren wir in Abstimmung mit den Behörden ein logistisches Hilfspaket, weil Eile geboten war, zunächst in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Luftfracht. Weiter prüfen wir, ob wir nach der ersten erfolgreichen Lieferung auch mit unseren Schienenverbindungen für den zuverlässigen Transport von Medikamenten und anderen Hilfsgütern beitragen und unser Logistik-Know-how einbringen können.“

„Die Mannschaft des duisport hat ihr hervorragendes Logistik-Netzwerk eingebracht, um die Landesregierung dabei zu unterstützen, die dringend notwendigen Materialien so schnell wie möglich nach Nordrhein-Westfalen zu bringen. Wir bedanken uns auch bei unseren Partnern in China für ihren Einsatz sowie die schnelle und unbürokratische Hilfe vor Ort“, freut sich Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, über die Unterstützung des Hafens.

Der Wert der bisher im Auftrag der Landesregierung transportierten medizinischen Güter liegt bei ca. einer Millionen Euro. Sie werden vor allem für das medizinische Personal in nordrhein-westfälischen Kliniken benötigt.

Im Zuge dieser Maßnahmen unterstützt der Duisburger Hafen außerdem mit einer zusätzlichen Spende von Schutzkleidung im Wert von 50.000 Euro. Medizinische und soziale Einrichtungen in der Region, die in Kooperation mit den Gesundheitsbehörden die Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus gewährleisten, sollen nach und nach damit versorgt werden.

Der Vorstandsvorsitzende der duisport-Gruppe, Erich Staake, überreichte persönlich und unter gebührendem Sicherheitsabstand eine umfassende Lieferung der dringend benötigten Schutzmaterialien an das Evangelische Klinikum Niederrhein in Duisburg Fahrn.

Stellvertretend für das gesamte Klinikpersonal nahmen die beiden Hygienefachkräfte, Petra Felcmann und Stefanie Zubehör sowie Dr. med. Andreas Sander, Medizinischer Geschäftsführer und Dr. Stefan Simon, Leiter der Krankenhaushygiene, die Artikel dankend entgegen. Das Evangelische Klinikum Niederrhein ist nur ein Beispiel für die lokalen Institutionen, die durch die Sachspenden des Duisburger Hafens berücksichtigt werden. Vergangene erhielten bereits das Universitätsklinikum Essen sowie das Krupp-Krankenhaus einen Teil der Schutzkleidung.

Im Bereich der Beschaffung medizinischer Schutzausrüstung herrschen zurzeit unübersichtliche Verhältnisse. Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie versuchen Krankenhäuser, Behörden und Unternehmen verzweifelt, Schutztextilien zu beschaffen.

Diese werden benötigt, damit sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Patientinnen und Patienten bei der Behandlung vor einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2 Virus schützen.
Viele dieser Gütertransporte kommen aus unterschiedlichen Gründen im Moment nicht an ihren Bestimmungsorten an. Die duisport-Gruppe setzt ihre langjährige und umfassende Logistik-Expertise ein, um auch in Krisenzeiten einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten zu können und effizient zu helfen.

Quelle: duisport, Foto: Georg Lukas, v. l. n. r.: Stefanie Zubehör (Hygienefachkraft Evangelisches Klinikum Niederrhein); Dr. med. Andreas Sander (Medizinischer Geschäftsführer Evangelisches Klinikum Niederrhein); Erich Staake (duisport-Vorstandsvorsitzender); Dr. Stefan Simon (Leiter der Krankenhaushygiene Evangelisches Klinikum Niederrhein); Petra Felcmann (Hygienefachkraft Evangelisches Klinikum Niederrhein). 

 




Verlängerung der Zahlungsfrist für Hafengebühren

Um die Unternehmen im Hafen Antwerpen während der Ausnahmesituation zu unterstützen, hat die Antwerp Port Authority zugestimmt, dass die Zahlung der Hafengebühren für Binnen- und Seeschiffe aufgeschoben werden kann.

Aufgrund der durch die Covid-19-Pandemie verursachten Probleme hatte die Antwerpener Hafengemeinschaft den Hafenbetrieb um Unterstützungsmaßnahmen gebeten.

Nach Beratung mit Alfaport-VOKA hat die Hafenbehörde zugestimmt, die Zahlungsfrist für Hafengebühren auf 48 Tage anstelle von 18 Tagen für Binnenschiffe und auf 30 Tage für Seeschiffe zu verlängern. Dieser Zahlungsaufschub gilt für alle Schiffe, die den Hafen Antwerpen vom 1. Mai bis zum 30. Juni 2020 anlaufen, und kann erforderlichenfalls im Anschluss verlängert werden. Für die Seeschifffahrt gilt dieser Zahlungsaufschub für Tonnage- und Liegeplatzentgelte.

Eine ähnliche Stundung ist für Konzessionen in Vorbereitung und wird Ende Mai dem Verwaltungsrat der Port of Authority zur Prüfung vorgelegt.

Diese Maßnahmen werden den Antwerpener Hafen im Wettbewerb mit den Nachbarhäfen stärken. Der Hafenbetrieb Antwerpen und Alfaport-VOKA werden die Situation in gegenseitiger Absprache genau beobachten.

Quelle: Alfaport Voka und Port of Rotterdam, Foto: port of Rotterdam

 

 

 




Erster Hub Bahnbrücke Kattwyk

Am Dienstag, den 21. April, um 8 Uhr hat bei der Neuen Bahnbrücke Kattwyk, einem der wichtigsten Bauprojekte der Hamburg Port Authority (HPA), planmäßig der erste Hub aus eigenem Antrieb stattgefunden. Der ganze Prozess dauerte bis 13 Uhr, da das vollständige Absenken im Notbetrieb erfolgte und verlief reibungslos. Im Normalbetrieb wird dieser Prozess künftig nur etwas mehr als vier Minuten dauern.


Senator Michael Westhagemann: „Die neue Brücke ist ein wichtiger Schritt, eine leistungsfähige Verbindung über die Süderelbe zu sichern. Unser Ziel ist, trotz steigender Verkehrsmengen auf der vorhandenen Infrastruktur bei geringer Störanfälligkeit ein leistungsfähiges Netz zu schaffen. Die Hafenwirtschaft profitiert von der Bahnbrücke und wegfallenden Wartezeiten für den Straßenverkehr.“

Jens Meier, CEO HPA: „Wir freuen uns sehr, trotz der derzeit herausfordernden Situation mit unserem Bauprojekt planmäßig voranzuschreiten. Mein Dank geht zum einen an alle Beteiligten, die dies möglich gemacht haben und weiterhin möglich machen, zum anderen an die Unternehmen, die von den Bauarbeiten betroffen sind. Gerade in Krisenzeiten wie jetzt zahlen sich gute Planung, aber vor allem auch Zusammenhalt aus.“

Ulla Rossgotterer, Projektleiterin Neue Bahnbrücke Kattwyk: Die Corona-Krise hat auch uns vor Herausforderungen gestellt. Einige wenige Kollegen sind im Home-Office – das geht aber natürlich nicht bei der Bauüberwachung. Die ist vor Ort. Um dies zu ermöglichen, haben wir das neu gebaute Betriebsgebäude am Westufer aktuell zu Büros umfunktioniert. So können wir, wo es geht, die nötigen Sicherheitsabstände gewährleisten.“

Infos zur Brücke:
Gesamtlänge der Brücke: 287 m
Breite der Brücke: 15,30 m
Länge des beweglichen Hubteils: 133 m
Gewicht des Hubteils: 2000 Tonnen
Hubhöhe: 45,70 m
Durchfahrtsbreite für Schiffe: 108 m

Quelle: HPA, Foto: HPA / Lina Nguyen-Sauerbaum

 

 

 

 




Die Hafenhelden von ECT Rotterdam

Wir als Hafen schulden den Frauen und Männern, die sich dafür einsetzen, den Rotterdamer Hafen am Laufen zu halten, viel Dank. Sie sind unsere #havenhelden. Schauen Sie sich das Video an und erfahren Sie, warum die Mitarbeiter(innen) von ECT Rotterdam (Europe Container Terminals) nicht vom Home-Office aus arbeiten können, und welche Maßnahmen ergriffen wurden, um die Verbreitung des Virus zu verhindern.

Quelle und Video: Port of Rotterdam