Rhenus erweitert Containerlager

Rhenus Midgard vergrößert im Güterverkehrszentrum JadeWeserPort (GVZ) ihr bestehendes Containerlager. Die Bauarbeiten beginnen Anfang April und sollen im Sommer dieses Jahres abgeschlossen werden.

Das GVZ befindet sich direkt neben dem Containerterminal Wilhelmshaven. Das Lager wurde Anfang Juli 2017 eröffnet. Aufgrund der sehr guten Auslastung wird die Lagerfläche nun um ein Drittel auf dann circa 4.000 Quadratmeter erweitert.

„Wir wachsen gemeinsam mit unseren Kunden, für die künftig am Standort Wilhelmshaven mehr Lagerplatz im GVZ zur Verfügung steht. Das Containerlager bildet einen Baustein unserer Leistungen rund um den Container. Dazu gehören neben der Lagerung auch das Strippen und Stuffen, die Containerisierung von Projektladung sowie Spedition und Verzollung“, berichtet Matthias Schrell, Geschäftsführer der Rhenus Midgard Wilhelmshaven.

Wie das bisherige Lager sind die zusätzlichen Flächen auf die Lagerung von Gefahrstoffcontainern ausgelegt. Zu den Kunden des Standorts gehören neben Spediteuren und Reedern beispielsweise auch Unternehmen aus der Chemie- sowie der Lebensmittelindustrie.

Die Rhenus Gruppe ist einer der führenden, weltweit operierenden Logistikdienstleister mit einem Jahresumsatz von 5,5 Milliarden Euro. 33.000 Beschäftigte der Rhenus sind an 750 Standorten vertreten. Entlang der gesamten Supply Chain bietet die Rhenus Gruppe Lösungen für die unterschiedlichsten Branchen, darunter multimodale Transporte, Lagerung, Verzollung sowie innovative Mehrwertdienste.

 Quelle und Foto: Rhenus Midgard Wilhelmshaven GmbH & Co. KG.

 

 

 




Wieder regelmäßig Zugverkehr mit Wuhan

Der Warenverkehr aus China steigt wieder deutlich an: Gemeinsam mit NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, dem Generalkonsul der Volksrepublik China in Düsseldorf, Feng Haiyang sowie Dr. Roland Pütz, Geschäftsführer Hutchison Ports Duisburg, empfing duisport-Vorstandsvorsitzender Erich Staake einen der ersten Güterzüge aus Wuhan nach Ausbruch der Corona- Pandemie auf dem Gelände des Hutchison Ports Duisburg (ehemals DeCeTe).

Chinas Industrieproduktion findet nach Eindämmung der Corona-Epidemie wieder zu alter Stärke zurück. Rund zwei Monate waren die Millionenstadt Wuhan, die seit 1982 Partnerstadt Duisburgs ist sowie die gesamte Provinz Hubei für Güter- und Personenverkehre abgeriegelt. Wuhan gilt als Ausgangspunkt der weltweiten Corona-Pandemie.

Auch der Duisburger Hafen war von den Auswirkungen der massiven Beschränkungen in der Provinz Hubei betroffen und hat vor allem im März einen deutlichen Rückgang im Segment der Güterverkehre aus China und anderen asiatischen Ländern, wie zum Beispiel Südkorea, verzeichnen müssen.

Rund 40 Züge verkehren nun wieder wöchentlich zwischen Duisburg und verschiedenen Destinationen in China. Während der Corona-Krise in China gab es hier spürbare Rückgänge. Die Hälfte des Seeverkehres mit China kam zwischenzeitlich zum Erliegen. Seit Aufhebung der Abriegelungen nimmt Chinas Wirtschaft jedoch wieder deutlich Fahrt auf.

„Der Ausbruch der Corona-Pandemie hat unser Land schwer getroffen. Dennoch sind wir zuversichtlich, dass der Alltag langsam zurückkehren wird. Die Wiederaufnahme des interkontinentalen Bahnverkehres aus der Provinz Hubei ist dabei ein wichtiger Baustein sowie zuverlässige Option für Industrie und Handel. Wir setzen auf unsere starken Verbindungen zu duisport als bedeutende Logistikdrehscheibe in Zentraleuropa“, sagt Feng Haiyang, Generalkonsul der Volksrepublik China in Düsseldorf.

„Nach 76 Tagen Isolation wurde das Ausreiseverbot in der Stadt Wuhan am 24. März aufgehoben. Das Ende des Lockdowns in dieser von der Corona-Krise so stark betroffenen Stadt hat auch symbolische Bedeutung. Wir alle wissen, dass uns die Corona-Krise in Nordrhein-Westfalen wie in China noch begleiten wird. Der Kampf gegen das Virus ist noch nicht vorbei, aber dass der Schienenverkehr zwischen Asien und Europa wieder reibungslos funktioniert, ist ein gutes Zeichen der Normalisierung“, erklärte Hendrik Wüst, Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen.

„Schon bald werden wir wieder das alte Niveau im Warenaustausch mit China erreicht haben. Der Duisburger Hafen spürt die Folgen der Pandemie zwar mit einer gewissen Verzögerung, dennoch gehe ich von eindeutigen Nachholeffekten im China-Geschäft aus“, erklärt duisport-Vorstandsvorsitzender Erich Staake. „Bereits in der zweiten Aprilhälfte rechnen wir mit einem deutlich erhöhten Warenaufkommen, darauf reagieren wir als duisport-Gruppe mit gesteigerten Terminalkapazitäten und kurzfristigen Lagerlösungen. Unser Netzwerk funktioniert auch in Krisenzeiten“, ergänzt Staake.

Quelle: duisport, Foto: duisport / dws Werbeagentur GmbH, v.l.n.r.: Dr. Roland Pütz, Geschäftsführer Hutchison Ports Duisburg; Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der duisport-Gruppe; Hendrik Wüst, Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen; Feng Haiyang, Generalkonsul der Volksrepublik China in Düsseldorf auf dem Gelände des Hutchison Ports Duisburg (ehemals DeCeTe) 

 

 

 




Plus 4 Prozent für Antwerpen im ersten Quartal

In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden im Hafen Antwerpen 59,1 Mio. Tonnen Güter umgeschlagen. Damit steigt der Gesamtumschlag im ersten Quartal 2020 um 4,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insbesondere der Zuwachs im Containerverkehr konnte den Rückgang in anderen Frachtgruppen wie konventionellem Breakbulk und Fahrzeugen ausgleichen. Die Corona-Krise wirkte sich im ersten Quartal noch kaum auf den Hafen Antwerpen aus.

Mit einem Wachstum von 9,5 Prozent auf 3,02 Mio. TEU und in Tonnen um 9,4 Prozent auf 35,9 Mio. Tonnen bleibt der Containerverkehr das bei weitem wichtigste Frachtsegment im Hafen Antwerpen. Es gab im ersten Quartal einen starken Anstieg bei pharmazeutischen Produkten und im E-Commerce. Auch die Nachfrage nach gesunden und lange haltbaren Lebensmitteln nahm weiter zu. Bis auf einen leichten Rückgang der Verkehre aus dem Fernen Osten (-2,2 Prozent) verzeichneten alle Handelsbereiche ein starkes Wachstum.

Globale Handelsstreitigkeiten beeinflussen seit Mitte 2019 die Güterströme im Breakbulk. Daraus ergibt sich im ersten Quartal 2020 ein Gesamtrückgang von 27,8 Prozent auf 1,74 Mio. Tonnen, wobei die Importe stärker betroffen sind als die Exporte. Der Umschlag von Eisen und Stahl, der wichtigsten Warengruppe innerhalb dieses Segments, setzt mit einem Rückgang um 36,8 Prozent seinen negativen Trend fort. Der Stillstand im Automobilsektor wirkt sich gleich zweifach auf den Breakbulk-Umschlag aus, zum einen durch die Verringerung der Stahltransporte und zum anderen durch einen Rückgang im Umschlag bei Neufahrzeugen (-18 Prozent). Der RoRo-Gesamtumschlag sank im Zeitraum Januar bis März um 20,3 Prozent auf 1,07 Mio. Tonnen.

Das Dry-Bulk-Volumen nahm am Ende des ersten Quartals leicht um 1,2 Prozent auf insgesamt 3,2 Mio. Tonnen zu. In diesem Zeitraum wurde dreimal mehr Kohle umgeschlagen als im Vorjahreszeitraum, was auf verstärkte Spekulationen mit diesen Gütern zurückzuführen ist. Auch im Schrottumschlag wurde ein leichtes Wachstum verzeichnet, während die anderen Dry-Bulk-Produkte wie Düngemittel, Erze und Sand unter Druck stehen und leicht rückläufig waren.

Liquid Bulk verzeichnete mit insgesamt 17,2 Mio. Tonnen Ende März ein kleines Plus von 0,7 Prozent. Dies ist vor allem auf die Konjunkturabschwächung und schwankende Ölpreise zurückzuführen. Der Umschlag von Chemikalien nahm um 4 Prozent und der Umschlag von Erdölderivaten um 1,3 Prozent zu, während das Rohölsegment bis Ende März um 13,5 Prozent zurückging.

Im ersten Quartal 2020 liefen 3.476 Seeschiffe den Hafen Antwerpen an, etwa 1,2 Prozent weniger als im ersten Quartal 2019. Die Bruttoraumzahl dieser Schiffe war mit 98 Millionen (Gross Tonnage) um 3,4 Prozent niedriger.

Aufgrund der Corona-Pandemie kommt es global zu Störungen in den internationalen Produktions- und Logistikketten. Der Hafen Antwerpen ist eine internationale Drehscheibe für den Güterverkehr und wird daher auch die Folgen dieser Entwicklung zu spüren bekommen.

Die Auswirkungen der Krise waren im ersten Quartal eher begrenzt. Sie werden aber im zweiten Quartal aufgrund von ausfallenden Schiffsanläufen, der Stilllegungen in der Produktion wichtiger Industriesektoren in Westeuropa, z. B. in der Automobilindustrie, sowie aufgrund veränderter Verbrauchsgewohnheiten deutlich werden.

Die endgültigen Effekte auf die Weltwirtschaft und damit auf den Warenverkehr im Hafen Antwerpen können noch nicht vorausgesagt werden. Viel wird davon abhängen, wie schnell die Industrie wieder anlaufen kann und wie sich das Vertrauen der Verbraucher erholt. Gemeinsam mit Alfaport-Voka hält der Hafen Antwerpen engen Kontakt zu allen Hafenunternehmen, um die Situation zu beobachten und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen.

Jacques Vandermeiren, CEO des Hafens Antwerpen: „Dank seiner globalen Anbindung und der Vielfalt der Güterströme ist der Hafen Antwerpen weniger abhängig von einzelnen Märkten. Außerdem verfügt der Hafen über enorme Lagerkapazitäten, die einen Puffer für die Wirtschaft bilden und eine schnellere Erholung der Industrie und des Handels in Belgien und einem Teil Europas ermöglichen.“

Annick De Ridder, Hafensenatorin: „Trotz der weitreichenden sozialen Folgen des Corona-Ausbruchs bleibt der Hafen Antwerpen zu 100 Prozent betriebsbereit. Der Warenumschlag und die Produktion gehen unvermindert weiter. Dies ist den Bemühungen der gesamten Hafengemeinschaft von Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu verdanken. Alle Beteiligten in der Kette werden die Situation weiterhin laufend überwachen und gegebenenfalls anpassen. Auf diese Weise kann der Hafen Antwerpen auch künftig auf die sich ändernden Anforderungen des Marktes reagieren. Ich kann nicht genug betonen, dass ich allen, die den Hafen am Laufen halten, außerordentlich dankbar bin. ”

Unter folgendem Link sehen Sie ein Video-Statement von CEO Jacques Vandermeiren zur Corona-Krise und den aktuellen Quartalszahlen:  https://youtu.be/GJunuLvffwI

Quelle und Grafik: Hafen Antwerpen

 

 

 




NPorts installiert Meeresmülleimer in Häfen

Um der zunehmenden Verschmutzung der Weltmeere entgegen zu wirken, installiert der Hafenbetreiber Niedersachsen Ports (NPorts) zwei Seabins in seinen Häfen. Mit dem Meeresmülleimer soll langlebiger und kleinteiliger Plastikmüll aus bestimmten Wasserflächen im Hafen eingefangen werden. „Hafenmanagement bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Umweltschutz ist ein Teil davon. Deshalb ergreifen wir innovative Maßnahmen, um Ökosysteme in unseren Standorten zu schützen“, erklärt Holger Banik, Geschäftsführer der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG sowie der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG.

In den Häfen Emden und Wilhelmshaven findet im Laufe der nächsten Wochen eine Testphase statt. Die Funktionalität der Seabins wird getestet und Daten zur aufgefangenen Abfallmenge gesammelt. Anschließend wird ausgewertet, wie erfolgreich der Meeresmülleimer das Hafenbecken gesäubert hat. Auf dieser Grundlage entscheidet sich, ob NPorts in weiteren Häfen Seabins installiert.

Bis zu 20kg Sammelgut passen in den Auffangbeutel des Seabins. Installiert auf einem Ponton bewegt er sich mit dem Tidenhub auf und ab und sammelt alle schwimmenden Abfälle ein. Das Wasser wird in den Mülleimer eingesaugt, wobei Schmutz und Abfall im Auffangbeutel hängenbleiben. Auch Kleinteile bis zu 2mm und Öl kann aus dem Wasser gefiltert werden. Voraussetzung für den Einsatz des Seabins sind eine kontrollierbare Umgebung sowie ein Ponton und eine Stromquelle.

Erfunden wurde der Meeresmülleimer von den Australiern Andrew Turton und Pete Ceglinski, die 2015 das Unternehmen „Seabin Pty Ltd“ gründeten. Weltweit gibt es 860 installierte Seabins. Jeden Tag werden so rund 3600kg Abfall aus den Meeren geholt.

Quelle und Foto: Niedersachsen Ports

 




Containerschifffahrt ins Hinterland auf Kurs

Der Transport von Containern per Binnenschiff vom und zum Hamburger Hafen nimmt an Fahrt auf. Entgegen dem deutschlandweiten Ergebnis mit einem Rückgang von 4,1 Prozent, konnte im Jahr 2019 der Hamburger Hafen mit 145.078 TEU einen Zuwachs von 13 Prozent beim Containertransport mit dem Binnenschiff verzeichnen.


Nicht enthalten sind in dieser Zahl die in Hamburg zunehmend per Binnenschiff durchgeführten hafeninternen Umfuhren. Das waren im Jahr 2019 mehr als 170.000 TEU. Diese Containertransporte innerhalb des Hafens ersetzten insgesamt rund 120.000 Umfuhren per Lkw und sind ein gutes Beispiel für eine erfolgreiche Verkehrsverlagerung beim Gütertransport in der Hansestadt.

Neben der guten Entwicklung des Umschlags von Gütern für das Hinterland des Hamburger Hafens spielte auch die verbesserte Integration der Binnenschifffahrt in die Hafenabläufe eine Rolle bei der positiven Entwicklung. Das Hamburger Vessel Coordination Center (HVCC) steuert zunehmend auch die Hafenrotationen von Binnenschiffen, um diese besser mit den Terminalabläufen in Hamburg zu koordinieren. Mit der Schaffung einer Binnenschiffsplattform werden weitere Möglichkeiten zum koordinierten Handeln aller Hafenbeteiligten erschlossen.

„Der Containertransport per Binnenschiff übernimmt im Modal Split der Verkehrsträger für den Hamburger Hafen eine wichtige Funktion im Seehafenhinterlandverkehr und bei den Hafenumfuhren. Das Binnenschiff ist auch von großer Bedeutung für den Transport besonders schwerer und sperriger Ladung sowie für alle Arten von Massengut. Veränderungen im Ladungsmix kann das Binnenschiff sehr gut kompensieren“, erläutert Ingo Egloff, Vorstand Hafen Hamburg Marketing.

Die Anfang 2020 sehr guten Wasserstände auf der Oberelbe hätten gezeigt, wozu das Binnenschiff beim Transport auch großer und schwerer Ladung imstande ist. „Deshalb wird es Zeit, dass das Unterhaltungskonzept Elbe, das in der letzten Legislaturperiode vom Bundestag beschlossen wurde, endlich vom Bundesverkehrsministerium umgesetzt wird“, fordert Egloff. Fortschritte sieht er schon beim Ersatz des Schiff-Hebewerks Scharnebeck. „Aber wir brauchen beides, Elbe-Seiten-Kanal und Umsetzung der Maßnahmen an der Elbe.“

Quelle: HHM, Foto: HHM / Lengenfelder

 




Hafenbehörde platziert Boxinsider bei Portbase

Die Hafenbehörde Rotterdam bringt die im Oktober 2019 eingeführte Track & Trace Dienstleistung Boxinsider bei Portbase unter. Die Umstellung beginnt ab sofort. Damit macht der Rotterdamer Hafen einen weiteren Schritt hin zu einem integrierten Logistiknetzwerk. Bei Portbase wird der Track & Trace Dienst Teil der verbesserten Importdienstleistung für Ladung und läuft unter dem Namen Cargo Tracker.

Portbase verwaltet die digitale Infrastruktur der niederländischen Häfen. Mit unterschiedlichen Arten von Diensten werden alle beteiligten Parteien in der (Hafen-)Logistikkette bedient. Die Track & Trace Dienstleistung ist Teil des gesamten Angebotes.

Die Hafenbehörde Rotterdam und Portbase verfügen zurzeit unabhängig voneinander über Daten, Wissen und Dienstleistungen, die Track & Trace unterstützen. Indem die Track & Trace Aktivitäten beider Unternehmen gebündelt werden, entsteht eine umfassendere Dienstleistung und ein deutliches Angebot für den Markt.

Cargo Tracker wird im Frühjahr 2020 testhalber zur Verfügung stehen. Die Kunden, die bereits bei Boxinsider angemeldet waren, werden außer optischen Veränderungen auf der Seite nichts von der Umstellung merken. Kunden, die sich anmelden, nutzen die Dienstleistung in der Testphase kostenlos. Die offizielle Einführung findet vor dem Sommer statt.

Der neue Dienst ermöglicht den beteiligten Parteien aktuelle Informationen über die Ladung zu erhalten, die sie abfertigen oder empfangen sollen. Cargo Tracker eignet sich dadurch vor allem für Parteien, die ihre Logistik und Meldeverpflichtungen fremdvergeben, aber trotzdem einen Überblick über die Ladungsströme haben wollen, um ihre eigenen Abläufe und ihre Planung darauf abzustimmen.

Die Hafenbehörde und Portbase werden weiterhin zusammenarbeiten, um diese und zukünftige Dienstleistungen zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Gemeinsames Ziel ist, dass Kunden den Hafen als reibungslosen Bestandteil ihrer Logistikkette erleben. Mit der Kooperation stärkt der Rotterdamer Hafen seine Position als digitaler Vorreiter bei der intelligenten Hafenlogistik.

Quelle und Grafik: Port of Rotterdam

 

 

 

 




Hamburger Hafen bleibt gut angebunden

Von zahlreichen Linienreedereien sind in den vergangenen Tagen Informationen über temporäre Fahrplanänderungen in den Markt gegeben worden. So informierten zum Beispiel die Allianzen 2M (Maersk, MSC) und THE (Hapag-Lloyd, Yang Ming, ONE, HMM) ihre Kunden darüber, dass Abfahrten im Ost-West-Verkehr gestrichen werden. Die Allianz 2M setzt zwei Asien-Europa-Dienste im zweiten Quartal vollständig aus. Der Hamburger Hafen ist von dieser Maßnahme, die nur die Liniendienste AE-2/Swan und AE-20/Dragon berührt, nicht betroffen.

In Hamburg werden nur drei Abfahrten des verbliebenen Asiendienstes AE-7/Condor der 2M für einen Zeitraum von fünf Wochen ausgesetzt. Den Kunden steht als Alternative für Verladungen in diesem Zeitraum bis Anfang Mai ein Asiendienst zur Verfügung, der den Hamburger Hafen in dieser besonderen Lage bei entsprechender Nachfrage außerplanmäßig anläuft.

Die Allianz THE streicht Abfahrten in diversen Fahrtgebieten. So werden zwischen Asien und Nordeuropa sieben von 25 Abfahrten ausgesetzt. Im Transatlantik-Containerverkehr sind es vier Abfahrten. Bei alle Fahrplananpassungen stehen den Kunden alternative Routen mit direkter Anbindung an den Hamburger Hafen zur Verfügung. Auch von der Ocean Alliance (CMA CGM, Cosco, OOCL, Evergreen) erwarten Experten der maritimen Branche, dass ähnliche Fahrplanänderungen mit zeitlicher Befristung in Kürze folgen werden. An den Fahrplänen der Carrier ist bereits erkennbar, dass von Anfang April bis Mitte Mai ein Drittel der Abfahrten im Asien-Verkehr ausfallen wird.

Bekannt wurde auch, dass im Containerverkehr mit Indien zwei Gemeinschaftsdienste ihre Fahrpläne anpassen. Die an den Diensten IEX/IP-3/IO-3 und IOS/EPIC-2/IP-2/EPI-2/IPAK-2/IP-2 beteiligten Reedereien haben zwei bzw. drei Abfahrten ausgesetzt. Zu diesen Reedereien gehören unter anderem CMA CGM, Cosco, Hapag-Lloyd, OOCL, ONE und Yang Ming. Auch hier können Verlader für ihre Importe und Exporte auf unverändert Hamburg anlaufende Liniendienste ausweichen.

„Die zeitlich begrenzten Fahrplanänderungen der Container-Reedereien sind im Zusammenhang mit den weltweit durch die Coronakrise festzustellenden wirtschaftlichen Auswirkungen eine nachvollziehbare Reaktion auf verringerte Transportvolumen im Markt. Die Reedereien passen ihre Transportkapazitäten der schwächeren Nachfrage sehr flexibel an. Ein Rückgang bei der Anzahl Hamburg anlaufender Containerschiffe wird auch zu einem temporären Rückgang beim Containerumschlag in Deutschlands größtem Hafen führen. Mit der Wiederaufnahme der Industrieproduktion in China werden wir im dritten Quartal auch aller Voraussicht nach wieder mehr Schiffe und mehr Ladung im Hafen sehen“, sagt Ingo Egloff, Vorstand von Hafen Hamburg Marketing.

Egloff geht davon aus, dass Verlader in Hamburg mit dem weiterhin großen Angebot an weltweiten Liniendiensten gut versorgt sind. Die Aussetzung von Abfahrten einiger Dienste trifft auch alle anderen Häfen. Hamburg bietet den Kunden im In- und Ausland alternative Liniendienste an und der hohe Bahnanteil im Hinterlandverkehr sorgt für Sicherheit der weiteren Transportwege zu den Industriekunden und Verbrauchern.  „Die Bahnverbindungen laufen weiterhin störungsfrei und haben an den Grenzen kaum Probleme“, so Egloff. Egloff weist auch darauf hin, dass die Fahrplananpassungen der bedeutenden Linienreedereien in der Containerfahrt sich auch auf die Feederdienste im europäischen Zubringer- und Verteilerverkehr auswirken. Die Feeder- und Shortsea-Reedereien passen ihre Kapazitäten an die temporären Fahrplanänderungen an oder verkleinern ihre Flotten. Maritime Experten erwarten im Zeitraum März bis Mai einen Rückgang der Containertransporte im innereuropäischen Verkehr von 8 Prozent.

Quelle: HHM, Foto: © HHM / Achim Multhaupt, Ingo Egloff, Vorstand von Hafen Hamburg Marketing.

 

 

 




25 Jahre Weserport

Der Bremer Seehafendienstleister Weserport blickt am 4. April 2020 auf ein Vierteljahrhundert Unternehmensgeschichte zurück. Gegründet wurde Weserport 1995 als Joint Venture der Rhenus Gruppe, Stute Verkehr sowie der Stahlwerke Bremen. Heute wird das Unternehmen von Rhenus und ArcelorMittal Bremen geführt. Innerhalb der vergangenen 25 Jahre schlug der Hafenlogistiker rund 195 Millionen Tonnen Seegüter um.

Weserport betreibt in den Bremer Industriehäfen auf einer Betriebsfläche von über 330.000 Quadratmetern vier Terminals, die mit insgesamt acht Kränen ausgestattet sind und sich auch für schwere Lasten von bis zu 100 Tonnen pro Quadratmeter eignen. Die Industriehäfen sind sowohl über die Unter- und Außenweser als auch per Autobahn und Schiene zu erreichen. An der fast zwei Kilometer langen Kaje können Schiffe mit einem Tiefgang bis 10,50 Meter abgefertigt werden.

„In den vergangenen Jahren haben wir die Hafenanlagen mit hohen Investitionen ertüchtigt und konnten uns so zum umschlagstärksten Hafendienstleister in den Stadtbremischen Häfen entwickeln. Um weiterhin erfolgreich zu bleiben, müssen wir sehr wandlungsfähig sein. Derzeit liegt unser Augenmerk vor allem auf der digitalen Anbindung der Kunden und satellitengestützten Steuerung unserer Abläufe“, berichtet Weserport-Geschäftsführer Heiner Delicat.

ArcelorMittal ist nicht nur Anteilseigner, sondern auch größter Kunde von Weserport: „Bereits seit 25 Jahren wickelt Weserport die gesamte Hafenlogistik am Standort für ArcelorMittal Bremen erfolgreich ab. In einem durch Veränderungen und Herausforderungen geprägtem Umfeld zählen wir auch weiterhin auf das Know-how und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Dienstleisters und wünschen zum Jubiläum alles Gute“, sagt Reiner Blaschek, Vorstandsvorsitzender der ArcelorMittal Bremen.

Auch für viele weitere Unternehmen im Massen- und Stückgutbereich ist Weserport tätig. Neben Stahl, Erz und Kohle werden auch Bauteile für Windkraft- und Industrieanlagen sowie Schüttgüter aller Art verladen und gelagert. Seit 2018 ist Weserport zudem geprüfter Entsorgungsfachbetrieb. Darüber hinaus ist der Seehafendienstleister nach AEO (Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter), GMP+ (Gute Herstellungspraxis),  ISO 9001 (Qualität), ISO 50001 (Energie) sowie ISO 45001 (Arbeitssicherheit) zertifiziert.

Die Weserport GmbH ist ein Joint Venture der Rhenus Gruppe und der ArcelorMittal Bremen GmbH. Der neutrale Seehafendienstleister schlug 2019 an den vier Terminals des Unternehmens 7 Millionen Tonnen Seegüter um. Die Rhenus Gruppe ist einer der führenden, weltweit operierenden Logistikdienstleister mit einem Jahresumsatz von 5,5 Milliarden Euro. 33.000 Beschäftigte der Rhenus sind an 750 Standorten vertreten.

 Quelle und Foto: Weserport GmbH.

 

 

 

 




Antwerpen ist zu 100 Prozent verfügbar

Auf ihrer dritten Sitzung konnte die Covid-19-Taskforce des Hafens Antwerpen heute erneut bestätigen, dass der Hafenbetrieb reibungslos funktioniert. Es ist ausreichend Personal im Einsatz, um die Nachfrage nach Nahrungsmitteln zu decken und die Versorgungskette sicherzustellen. Die „grünen Fahrspuren“ für Lkw-Verkehre an den EU-Grenzen funktionieren inzwischen besser und auch für die Binnenschifffahrt werden derzeit spezifische Richtlinien erarbeitet. Die Prognose der wirtschaftlichen Folgen für den Hafen wird jedoch zunehmend schwieriger, angesichts der Ungewissheit darüber, inwieweit sich das Konsumverhalten und die Industrietätigkeit wieder stabilisieren und welche Auswirkungen dies auf die Logistikketten haben wird.

Die Covid-19-Taskforce des Hafens Antwerpen traf sich am 2. April zum inzwischen dritten Mal. Diese multidisziplinäre, grenzüberschreitende Taskforce besteht aus Akteuren der unterschiedlichen Bereiche des Hafens. Sie wurde eingesetzt, um den täglichen Betrieb zu überwachen und wenn erforderlich zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen.

Der Hafen Antwerpen ist operationell und es gibt aktuell keine unüberbrückbaren Probleme im Betrieb. Die Rate der krankheitsbedingten Ausfälle entlang der gesamten Transportkette ist sogar gesunken. Mit der Einführung der „grünen Fahrspuren“ an den innereuropäischen Grenzen soll eine deutliche Effizienzverbesserung in der Versorgung Europas erreicht werden. Gleichzeitig wird speziell für Binnenschiffsoperater eine Richtlinie für Krankheitsfälle an Bord ausgearbeitet, die direkt nach Verabschiedung durch die zuständigen Behörden veröffentlicht wird.

In der Zwischenzeit bleiben folgende bereits getroffene Regelungen und Maßnahmen am Hafen Antwerpen weiterhin gültig:

  • Grundlegende präventive Hygienemaßnahmen
  • Bereitstellung ausreichender Reinigungsmittel in den Anlagen
  • Möglichst weitreichender Austausch von Dokumenten auf digitalem Weg, um den zwischenmenschlichen Kontakt weitestgehend zu minimieren
  • Die Besatzungen der Schiffe und das Personal am Kai kommunizieren hauptsächlich per Fernkommunikation (Funk, Telefon)
  • So weit wie möglich Anwendung der Regeln der sozialen Distanzierung durch Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen einzelnen Personen

Der Hafen Antwerpen verzeichnet derzeit keinen Rückgang des Frachtvolumens. Während bei Pharmazeutika und im E-Commerce das Frachtvolumen spürbar ansteigt und auch die Versorgung mit Lebensmitteln reibungslos verläuft, ist andererseits aufgrund der Produktionsstopps unterschiedlicher Industriebereiche ein Rückgang bei den Im- und Exporten von Fahrzeugen sowie anderer Industriekomponenten zu verzeichnen.

Die große Unsicherheit über die weitere Verbreitung des Coronavirus und die Auswirkungen auf das Verbraucherverhalten sowie  die Lieferketten machen es immer schwieriger, die wirtschaftlichen Folgen abzuschätzen. Der Hafen Antwerpen wird die Situation weiterhin beobachten und auf die Anforderungen der Logistikunternehmen und der Terminals reagieren.

Quelle: Port of Antwerp, Foto: Port of Antwerp/ Dries Luyten

 




Bauantrag für Terminal auf logport VI

Im Zuge der weiteren Entwicklung von logport VI hat duisport inzwischen die genehmigungsrechtlichen Grundlagen für den Bau des Containerterminals sowie der internen Erschließungsstraße von logports VI erarbeitet. Das trimodale Containerterminal (Straße/Wasser/Schiene) ist integraler Bestandteil der neuen Logistikkonzepte, die duisport gemeinsam mit Kunden und Partnern für den Standort entwickelt hat. Dabei ist es erstes Ziel aller Beteiligten, die Lkw-Verkehre zu reduzieren und insbesondere im Bereich des Schiffs- und Bahnverkehres dauerhafte Alternativen anzubieten.

Die DIG, die gemeinsame Infrastrukturgesellschaft von Stadt Duisburg und duisport, soll kurzfristig mit der Durchführung des Bebauungsplanverfahrens für den 2. Bauabschnitt der Querspange Walsum beauftragt werden. Darüber hinaus wird die DIG auch die bauliche Realisierung des ersten Bauabschnitts im Auftrag der Stadt übernehmen. Damit schaffen die Stadt Duisburg und duisport die gemeinsame Grundlage für die zügige verkehrliche Anbindung von logport VI.

Ein wichtiger Baustein der Infrastruktur-Strategie für logport VI ist dabei die aufwändige Instandsetzung der Eisenbahnverbindung zwischen Oberhausen-West sowie die Verbesserung der Wasserinfrastruktur am neuen Terminal in Walsum. Dabei werden sowohl die Brücken, als auch die Bahnübergänge den neuen Anforderungen angepasst. Als Hauptgesellschafter der Duisburger Infrastrukturgesellschaft (DIG) wird die Stadt Duisburg den Planungsauftrag für den zweiten Bauabschnitt nun auch formal erteilen. Im Zuge der Vorbereitungen hat duisport bereits erhebliche planerische Vorleistungen erbracht, um die Realisierung der Querspange bis zur geplanten Fertigstellung in 2024 gewährleisten zu können. Um dies insgesamt sicherzustellen, hat sich die DIG bereiterklärt, auch den Bau des ersten Bauabschnittes der Spange zu übernehmen.

„Dieser Schulterschluss zwischen der Stadt Duisburg und duisport für logport VI ist ein Meilenstein für die infrastrukturelle Erschließung dieses Geländes. Wir sind sicher, dass diese gemeinsam mit der Stadt erarbeiteten Lösungen zu echten Entlastungen im Lkw-Verkehr führen. Damit sind wir unserem Ziel, auf dem attraktiven Gelände deutlich mehr Arbeitsplätze als früher mit 300 Beschäftigten in der Papierfabrik zu schaffen, einen großen Schritt nähergekommen“, betont der Vorsitzende des Vorstands der Duisburger Hafen AG Erich Staake.

Mit dem neuen Konzept ist außerdem sichergestellt, dass die Duisburger Hafen AG ihren Kunden eine hochmoderne, leistungsfähige Infrastruktur zur Verfügung stellen kann, die den wesentlichen Fokus auf die alternativen Transportwege Wasser und Schiene ermöglicht. Als Mitgesellschafter der duisport-Gruppe begrüßt die Stadt Duisburg diese Entwicklung, auch zur Reduzierung des Lkw-Verkehrs.

„Die jetzt in Angriff genommene Reaktivierung der Bahntrasse, die Optimierung der Kaianlagen sowie die jetzt beginnende Realisierung der Jahre lang diskutierten Umgehungsstraße, ist ein wichtiges und positives Signal für die kooperative Vorgehensweise von duisport und der Stadt Duisburg bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze. Die Belastungen für unsere Bürger werden damit so weit wie möglich reduziert!“, ist Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, Sören Link, von den positiven Wirkungen der eingeleiteten Baumaßnahmen überzeugt.

Auf dem knapp 43 ha großen Gelände, das über eine 500 Meter lange Kaimauer verfügt, entsteht ein trimodaler Logistikstandort der logport-Familie inklusive eines Containerterminals. Der Standort in Walsum gilt nach logport I in Duisburg-Rheinhausen, als das zweitgrößte Projekt der Duisburger Hafen AG in den vergangen 20 Jahren. In unmittelbarer Nachbarschaft des Areals befinden sich bereits Industrieansiedlungen von ThyssenKrupp sowie der Getränkegruppe Hövelmann und ein Kraftwerk der Steag.

Quelle: duisport, Foto: duisport/Hans Blossey, logport VI in Duisburg Walsum