Nachhaltigkeitsbericht jetzt online

Als erste deutsche Hafenmanagementgesellschaft veröffentlicht bremenports seinen Nachhaltigkeitsbericht künftig neben dem ausgedruckten Bericht in einer Online-Version. Der vom TÜV Nord zertifizierte Bericht stellt für die Jahre 2017/2018 die zahlreichen Aktivitäten in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt, Gesellschaft und Arbeitswelt dar und bezieht in der aktuellen Version auch erstmals die von den Vereinten Nationen festgelegten „Sustainable Development Goals“ mit ein. Der inzwischen sechste von bremenports veröffentlichte Nachhaltigkeitsbericht richtet sich streng am internationalen Standard der Global Reporting Initiative aus.

Einige Schlaglichter aus dem umfassenden Bericht:

• Die bremischen Häfen haben in den vergangenen Jahren ihre Klimabilanz deutlich verbessert. Im Vergleich zum Jahr 2011, in dem sich  die Emissionen auf mehr als 7.000 t CO2 beliefen, konnten die Emissionen um 70 Prozent reduziert werden.

• Der Bahnhinterlandverkehr erreichte auch 2018 sehr hohe Werte sowohl im Modal Split Anteil als auch im absoluten Aufkommen. In den letzten 10 Jahren hat sich der Anteil der Schiene am Hinterlandverkehr von 41,3% auf 46,4% um 5% gesteigert. Der Anteil der Straße sank von 56,0% auf 50,5%.

• Der Anteil an Schiffsanläufen, die einen ESI Score nachweisen können, und damit umweltfreundlichere Schiffe einsetzen als es die gesetzlichen Vorgaben verlangen, ist mit 40 Prozent heute fast viermal so hoch wie bei seiner Einführung in 2012.

• An 21 Liegeplätzen am Standort Bremen können sich die Binnenschiffer während der Liegezeit mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgen.

• Mit einer „Richtlinie zur nachhaltigen, energieeffizienten Beschaffung“ hat bremenports klare Vorgaben für die Warengruppen Tee, Kaffee, Arbeitskleidung, Holzprodukte, Büro- und Hygienepapier, Reinigungsmittel, Naturstein, Bürogeräte, Leuchtmittel, Haushaltsgeräte, Elektromotoren und Pumpen geschaffen.

• Die Bemühungen, den Fuhrpark schrittweise umzustellen, gehen voran: Anfang 2020 hatte bremenports neben den herkömmlichen Fahrzeugen sieben E-Fahrzeuge mit unterschiedlichen Reichweiten in der Flotte, die von drei Hybrid-Fahrzeugen für längere Fahrten ergänzt werden. Neben 4 E-Bikes ist auf dem Bauhof seit einiger Zeit ein E-Lastenrad im Einsatz, das auf kurzen Strecken das Auto ersetzen soll.

• Mit einer familiengerechten und gesundheitsorientierten Unternehmenspolitik schafft bremenports die Rahmenbedingungen dafür, das Arbeits- und Privatleben so optimal wie möglich in Einklang zu bringen und die Gesundheit der Mitarbeiter_innen zu erhalten und nachhaltig zu verbessern. Mitarbeiter_innen können vergünstigte Job-Tickets für den öffentlichen Personennahverkehr erhalten und preisgünstig in den Hansefit-bzw. qualitrain-Verbund-Studios trainieren.

• Ein weiteres Kernthema sind Arbeitszeiten und unterschiedliche Arbeitszeitmodelle. Gleitzeit, Teilzeitmodelle und Jobsharing schaffen Flexibilität und Familienfreundlichkeit. Mütter und Väter können auch von zu Hause aus arbeiten, wenn dies mit den betrieblichen Interessen vereinbar ist. Die arbeitnehmerveranlasste Austrittsquote liegt auf einem sehr geringem Niveau (unter 2%).

DeN online Nachhaltigkeitsbericht gibt es hier.

 

 

 




Erfolgreiche Anlieferung von Containerbrücke

Am Nachmittag des Freitag, 27. März, wurde die erste von insgesamt sechs neuen Containerbrücken für den EUROGATE Container Terminal Hamburg angeliefert.

Die sechs neuen Containerbrücken werden vom irischen Hersteller Liebherr Container Cranes gefertigt. Sie sind auf die Abfertigung von Großcontainerschiffen mit bis zu 24 Containerreihen an Deck ausgelegt. Die Gesamthubhöhe des Spreaders beträgt 70 Meter, die Tragfähigkeit des Lastenaufnahme-Teils beträgt 66 Tonnen. Jede Brücke hat ein Eigengewicht von 2.100 Tonnen.

Die Endmontage der Brücken erfolgt zuvor am Südende des Containerterminals Bremerhaven. Nach Abschluss der dortigen Montage der Brücken-Einzelteile, erfolgt die Verladung auf einen Ponton und die Verschiffung nach Hamburg.

Die Lieferung aller sechs Brücken soll – vorbehaltlich der weiteren Entwicklung der Corona-Epidemie – noch im ersten Halbjahr 2020 abgeschlossen werden. Die Inbetriebnahme ist aus heutiger Sicht für Anfang der zweiten Jahreshälfte 2020 geplant.

Mit diesen neuen Brücken stellt sich EUROGATE auf die immer größer werdenden Schiffe auch im Hamburger Hafen ein und investiert damit in die Zukunftsfähigkeit des Standortes.

Quelle und Foto: Eurogate

 

 




Schwerlastverladungen im Hafen Dresden

Am 25. und 26. März 2020 wurde das Motorgüterschiff MS „Calbe“ im Alberthafen Dresden-Friedrichstadt mit einer Turbine (120 Tonnen) und einem Transformator (173 Tonnen) beladen. Der Umschlag erfolgte mit dem hafeneigenen Schwerlastkran LR 1600/2. Die Fracht ist für die Häfen Hamburg und Hannover bestimmt.

Aufgrund des guten Elbpegels sind bereits weitere Schwerlastverladungen im Alberthafen Dresden geplant. Im April sollen ein Generator, eine Turbine, eine Ölanlage sowie mehrere Transformatoren verladen werden.

„Auch in schwierigen Zeiten, wie jetzt zur Corona-Epidemie, ist es wichtig, über zuverlässige und ausfallsichere Infrastrukturen zu verfügen“, sagt Heiko Loroff, Geschäftsführer der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO). Mit ihren Häfen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Tschechien trägt die SBO dazu bei, dass die Wirtschaft handlungsfähig bleibt und Warenströme unabhängig von anderen aktuell gestörten Transportwegen ihr Ziel erreichen können. „Die Trimodalität unserer Häfen ermöglicht einen bedarfsgerechten Wechsel zwischen den Verkehrsträgern Binnenschiff, Eisenbahn und LKW. Gleichzeitig können die Infrastrukturen als Lagerstandorte mit in die Transportkette einbezogen werden“, so Loroff.

Quelle und Foto: Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH

 

 




HHM informiert über Coronavirus

Das Coronavirus dominiert zurzeit das weltweite Geschehen. Eine neue Situation, auf die sich alle einstellen müssen. Auch der Hamburger Hafen sowie die wichtigen Marktregionen für den Hafen inklusive der Lieferketten in das Binnenland bekommen die Auswirkungen von COVID-19 zu spüren. Hafen Hamburg Marketing (HHM) sammelt alle Neuigkeiten in Zusammenarbeit mit den weltweiten Repräsentanzen, Mitgliedern und Partnern, um die Hafenkunden und die Öffentlichkeit auf dem Laufenden zu halten.


Auf unserer Website unter https://www.hafen-hamburg.de/de/corona finden sich gebündelt Informationen aus den Marktregionen, von Mitgliedsunternehmen und Partnern. Stündlich werden neue Informationen hochgeladen, die Ihre wichtigsten Fragen beantworten. Schon jetzt nutzen mehr als 5.000 User mit 15.000 Klicks täglich die Informationsseite und die Tendenz ist steigend.

Auch im Bereich Social Media informiert HHM seine Follower mit regelmäßigen Updates. Auf der Business-Plattform LinkedIn, werden auf dem Kanal „Port of Hamburg“ News zu den einzelnen Märkten, der Situation im Hafen und weiteren relevanten Themen geteilt. Weitere Kanäle, die vom HHM Social Media Team bespielt werden, sind Facebook, Instagram und Twitter. So wurde jüngst die Aktion #Hafenhelden ins Leben gerufen, bei der die Menschen in den Vordergrund gestellt werden, die den Hamburger Hafen und die Verkehre rund um den Hafen aufrechterhalten.

In der im letzten Jahr gelaunchten Port of Hamburg App haben Nutzer die Möglichkeit sich per Push-Nachricht auf dem laufenden zu halten. Hier werden alle News-Updates rund um den Hafen hochgeladen. Außerdem können hier auch die Publikationen von HHM, u.a. das Port of Hamburg Magazine, oder Publikationen der HPA auf dem Smartphone abgerufen werden.

Quelle und Foto: HHM

 

 




Supply Chains über Antwerpen sichergestellt

Der Hafen Antwerpen ist weiterhin vollständig funktionsfähig. Dies bestätigte die Covid-19-Taskforce auf ihrer zweiten Sitzung am Donnerstag, 26. März. Der belgische Hafen ist ein unverzichtbares Bindeglied in der Versorgung des Landes und weiter Teile Europas. Aktuell sind – mit Ausnahme der bereits angekündigten Ausfälle im Verkehr mit China – keine nennenswerten Rückgänge der Schiffsbewegungen in Antwerpen zu verzeichnen. Die Taskforce wurde inzwischen durch neue Mitglieder verstärkt und es wurden weitere Schwerpunkt definiert – insbesondere die „Grüne Fahrspur” für Lkw-Verkehre, mit deren Hilfe auch weiterhin die effiziente Versorgung der Länder gewährleistet werden soll.

Die multidisziplinäre und grenzüberschreitende Covid-19-Taskforce des Hafens Antwerpen besteht aus Vertretern aller wichtigen Bereiche des Hafens. Sie wurde ins Leben gerufen, um den täglichen Betrieb zu überwachen und zusätzlich notwendige Maßnahmen zu identifizieren. Neben den bereits bestehenden Mitgliedern beteiligen sich neu auch die Föderalagentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette (FASNK) und der belgische Bahninfrastrukturdienstleister Infrabel an der Taskforce.

Der Hafen Antwerpen ist operationell und es gibt aktuell keine unüberbrückbaren Probleme im Betrieb. Für das Antwerp Coordination Center (ACC), das für die Koordination der Schifffahrt zuständig ist, wurde in Rücksprache mit der Agentschap voor Maritieme Dienstverlening en Kust (MDK; Agentur für maritime Dienstleistungen und Küste), vorübergehend ein zweiter Standort eingerichtet. Auf diese Weise kann das Personal besser aufgeteilt werden und das ACC bleibt zu 100 Prozent einsatzbereit.

Die Taskforce hat eine Reihe von Punkten definiert, die überwacht werden:

  • Aufgrund der rückläufigen Produktion und Nachfrage in vielen Industriezweigen kommt es zu einer Verlangsamung des Waren- und Rohstoffaustauschs mit daraus entstehenden Rückstaus. Sowohl im Hafen als auch im Hinterland kommt es vermehrt zu Engpässen hinsichtlich Lagerkapazitäten, Tanklagern und Stellplätzen für Fahrzeuge. Es wird bereits nach Alternativen gesucht, um diesen Mangel auszugleichen.
  • Alle EU-Binnengrenzen sind für Personenverkehre geschlossen worden. Nur noch Personen aus systemrelevanten Bereichen können die Grenzen passieren. Für den Güterverkehr wurden spezielle „Grüne Fahrspuren“ bereitgestellt, eine Art „Schnellspur“ für Lkw-Verkehre. Das Überqueren der Grenze soll so nicht länger als 15 Minuten dauern. In den vergangenen Tagen gab es jedoch lange Staus an den Grenzübergängen in Europa. Die Taskforce wird diese Entwicklung mit den zuständigen Behörden weiter verfolgen.

Folgende bereits getroffene Regelungen und Maßnahmen bleiben weiterhin gültig:

  • Grundlegende präventive Hygienemaßnahmen
  • Bereitstellung ausreichender Reinigungsmittel in den Anlagen
  • Möglichst weitreichender Austausch von Dokumenten auf digitalem Weg, um den direkten menschlichen Kontakt weitestgehend zu minimieren
  • Die Besatzungen der Schiffe und das Personal am Kai kommunizieren hauptsächlich per Fernkommunikation (per Funk, Telefon)
  • So weit wie möglich Einhaltung der Regeln der sozialen Distanzierung unter Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen einzelnen Personen

Aktuell ist noch kein nennenswerter Rückgang der Warenströme zu verzeichnen. Die Nachfrage nach gesunden und lange haltbaren Lebensmitteln nimmt weiter zu. Aber in den kommenden Wochen ist aufgrund der Stagnation großer Exportbranchen wie der Automobilindustrie mit erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen zu rechnen. Der Hafen Antwerpen wird die Entwicklung kontinuierlich beobachten und sich weiterhin für die Anforderungen der Logistikakteure und Terminals einsetzen.

Die Covid-19-Taskforce des Hafens Antwerpen trifft sich nach wie vor wöchentlich. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Hafens: https://www.portofantwerp.com/en/coronavirus

 Quelle und Foto: Hafen Antwerpen

 




TRANSPORTWERK kooperiert in Magdeburg

Seit Dezember 2019 arbeiten die TRANSPORTWERK Magdeburger Hafen GmbH (TMHG) mit Hilfe der Modal 3 Logistik GmbH (Modal 3) und des DACHSER Logistikzentrums Magdeburg (DACHSER) im Bereich des Containertransportes zusammen. Die Laufzeit des ersten gemeinsamen Auftrages beträgt mehr als 3 Jahre.

Bereits im ersten Jahr sollen rund 1.300 Container aus China importiert werden. TMHG übernimmt Container im Hamburger Hafen und transportiert diese über Modal 3 per Binnenschiff zum Hafen Magdeburg. Dort werden die Container durch die TMHG aus dem Binnenschiff entladen, zwischengelagert, auf LKW verladen und vom Logistikdienstleister DACHSER in dessen Warehouse transportiert. Die Container werden dort entladen und die Waren sortiert, kommissioniert und für die Verteilung entsprechend zusammengestellt. Die entladenen Container werden dann per LKW zum Hafen Magdeburg zurückgebracht.

Quelle und Foto: TRANSPORTWERK Magdeburger Hafen GmbH

 




Rotterdamer Hafen bleibt in Betrieb

Der Rotterdamer Hafen bleibt rund um die Uhr in Betrieb – auch nach den verschärften Maßnahmen, die das niederländische Kabinett am Montagabend, dem 23. März 2020, gegen die Verbreitung des Coronavirus erlassen hat. Die Schifffahrtsabwicklung und die dazugehörigen Prozesse und Abläufe in der logistischen Kette wurden von den Behörden nämlich bereits zu einem früheren Zeitpunkt als lebenswichtige Prozesse eingestuft, damit die Gemeinschaft weiterhin funktionieren kann.

Es versteht sich von selbst, dass der Hafenbetrieb Rotterdam, die Wirtschaft rund um den Hafen und die nautischen Dienstleistungsunternehmen die Gesundheitsrichtlinien und Empfehlungen der Behörden auch weiterhin beachten, wozu Home Office (wo dies möglich ist), ausreichender Abstand von einander und eine gute persönliche Hygiene zählen.

Während die Gesundheit oberste Priorität genießt, versuchen wir als Hafenbetrieb Rotterdam und (Reichs-)Hafenmeister die Auswirkungen von Covid-19 im Hinblick auf das Weiterfunktionieren des Rotterdamer Hafens und die Industrie so weit wie möglich zu begrenzen. Wir halten sehr häufig Besprechungen mit den verschiedenen nautischen Dienstleistern, Unternehmen und Interessenorganisationen ab, sowohl bilateral als auch in diversen Gremien. Auch mit den öffentlichen lokalen und nationalen Behörden finden sehr regelmäßig Beratungen statt. Deren Ziel ist es, den Betrieb des Hafens unter den derzeitigen schwierigen Bedingungen optimal fortzusetzen. Lesen Sie auf unserer speziellen Webseite Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus und zum Rotterdamer Hafen.

Quelle: Port of Rotterdam, Foto: Port of Rotterdam/ Roeier KRVE Amazonehaven

 

 

 




HHLA erwartet starken Ergebnisrückgang

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat das Geschäftsjahr 2019 erfolgreich abgeschlossen. Ungeachtet eines sich insbesondere in der zweiten Jahreshälfte deutlich eintrübenden Marktumfelds konnte der Konzernumsatz um 7,1 Prozent auf 1,38 Mrd. Euro (im Vorjahr: 1,29 Mrd. Euro) gesteigert werden. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die HHLA in Folge sich dramatisch verändernder Rahmenbedingungen mit starken Einbußen bei Umsatz und Ergebnis.

Dank der erfolgreichen Integration des im Jahr 2018 erworbenen estnischen Terminalbetreibers HHLA TK Estonia und einer leichten Verbesserung an den Hamburger Terminals stieg der Containerumschlag moderat an. Beim Containertransport wurde eine deutliche Steigerung erreicht. Das Betriebsergebnis (EBIT) des Konzerns von 221,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 204,2 Mio. Euro) wuchs um 8,3 Prozent. Der positive Effekt aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 im EBIT betrug dabei rund 14,4 Mio. Euro. Der Konzernjahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter ging um 8,0 Prozent zurück.

Angela Titzrath, HHLA-Vorstandsvorsitzende: „Die HHLA hat in ihrer 135-jährigen Geschichte bereits viele Krisen gemeistert. Die Erschütterungen des Wirtschaftslebens infolge der Corona-Pandemie bedeuten jedoch auch für uns eine Herausforderung in einer bisher nie dagewesenen Dimension. Wir sind uns jedoch unserer Verantwortung als Dienstleister für die Industrienation Deutschland bewusst. Wir werden daher mit Umsicht und Besonnenheit konsequent die Maßnahmen umsetzen, die notwendig sind, um die HHLA durch diese herausfordernde Zeit zu steuern. An unseren langfristigen Zielen halten wir ungeachtet der veränderten Rahmenbedingungen fest.“

Der börsennotierte Teilkonzern Hafenlogistik erzielte einen deutlichen Umsatzanstieg um 7,3 Prozent auf 1,35 Mrd. Euro (im Vorjahr: 1,26 Mrd. Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) konnte ebenfalls deutlich um 8,5 Prozent auf 204,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 188,4 Mio. Euro) gesteigert werden, wodurch die EBIT-Marge auf 15,1 Prozent leicht stieg. Hierzu trug der positive Effekt aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 rund 13,4 Mio. Euro bei.

An den HHLA-Containerterminals wurden im Geschäftsjahr 2019 insgesamt 7,6 Mio. Standardcontainer (TEU) umgeschlagen. Das sind 3,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (7,3 Mio. TEU). Der Containerumschlag der drei Hamburger Containerterminals konnte das hohe Niveau des Vorjahres leicht übertreffen, während der Umschlag an den internationalen HHLA-Containerterminals in Odessa (Ukraine) und Tallinn (Estland) deutlich über dem Vorjahresniveau lag. Die Vorjahreszahlen sind allerdings nur bedingt vergleichbar, da der Containerterminal in Tallinn erst zum Ende des zweiten Quartals 2018 in den Konsolidierungskreis der HHLA übernommen wurde.

Die HHLA-Intermodalaktivitäten übertrafen mit einem Transportvolumen in Höhe von 1,57 Mio. TEU (im Vorjahr: 1,48 Mio. TEU) das starke Vorjahresergebnis um 5,7 Prozent. Getragen wurde dieses Ergebnis sowohl durch Bahntransporte, als auch durch Straßentransporte.

Die HHLA-Immobilien in der historischen Speicherstadt und auf dem Fischmarktareal konnten auch im Jahr 2019 – trotz der bereits weitgehend erreichten Vollvermietung – die Umsatzerlöse erneut leicht um 2,5 Prozent auf 40,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 39,3 Mio. Euro) steigern.

Für den deutlichen Anstieg des Betriebsergebnisses (EBIT) um 6,5 Prozent von 15,5 Mio. Euro im Vorjahr auf 16,5 Mio. Euro war neben dem Erlöszuwachs aus Objekten in beiden Quartieren vor allem die erstmalige Anwendung des IFRS 16 maßgeblich.

Die inzwischen weltweit eingetretene Corona-Pandemie hat in den betroffenen Ländern zu Maßnahmen zur Eindämmung der Virusverbreitung in einem bisher nicht bekannten Ausmaß geführt.
Die Maßnahmen zielen in den betroffenen Ländern auf die Reduzierung der sozialen Kontakte zwischen den Menschen ab. Sowohl auf nationaler Ebene als auch im internationalen Verkehr führt dies zu einer Kontraktion bei der wirtschaftlichen Tätigkeit, deren Tiefe und zeitliche Erstreckung nicht verlässlich abgeschätzt werden kann.

Die Kontraktion erfasst durchgängig alle Wirtschaftsbereiche und somit auch den für die HHLA wichtigen internationalen Handel.

Eine Prognose ist unter diesen Rahmenbedingen nicht verlässlich möglich, es ist aber davon auszugehen, dass Umsatz und Betriebsergebnis (EBIT) im Teilkonzern Hafenlogistik stark unter Vorjahr liegen werden. Primäre Ursache hierfür sind mögliche mindestens temporär auch starke Rückgänge von Containerumschlag und -transport.

Auch beim Betriebsergebnis (EBIT) des Teilkonzerns Immobilien halten wir ein deutlich unter Vorjahr liegendes Ergebnis für möglich. Auf Konzernebene ist basierend auf den zuvor genannten Effekten mit einem starken Rückgang des Betriebsergebnisses (EBIT) zu rechnen.

Aufgrund der zuvor beschriebenen Unsicherheiten fokussiert sich die HHLA auf die finanzielle Steuerung und die Sicherung der Liquidität. Die HHLA wird hierfür laufend die Investitionsansätze und die Kostenentwicklung überprüfen und anpassen.

Aufgrund der zum 31. Dezember 2019 vorhandenen Liquidität und der zuvor genannten Maßnahmen einerseits und auf der Grundlage möglicher Abschätzungen für das Gesamtjahr 2020 andererseits geht die HHLA davon aus, dass die Liquidität trotz Corona-Pandemie induzierter Belastungen ausreichen wird, um den fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Ein weiterer Fokus der Steuerung liegt auf dem Gesundheitsschutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Aufrechterhaltung des Betriebes der systemrelevanten kritischen Infrastrukturen in den Segmenten Container und Intermodal.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 10. Juni 2020 eine Dividende von 0,70 Euro je dividendenberechtigter A-Aktie vor (Vorjahr: 0,80 Euro). Damit würde die Dividende um 12,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sinken. Unter den gegebenen Umständen dient diese Maßnahme – neben verschiedenen anderen – zur Schonung der Liquidität. Die Ausschüttungsquote von 52 Prozent liegt damit dennoch erneut in der Zielbandbreite von 50 bis 70 Prozent.

Quelle: HHLA, Foto: HHLA/ Thies Rätzke

 

 

 




„Der Hafen ist vital und bleibt 24/7 in Betrieb”

Der Rotterdamer Hafen ist und bleibt für die Wirtschaft geöffnet, trotz der tiefgreifenden gesellschaftlichen und ökonomischen Auswirkungen des Coronavirus (COVID-19). Diese Botschaft vermittelt Allard Castelein den Niederlanden, wo der Rotterdamer Hafen einen Anteil von über 6 % am Bruttoinlandsprodukt hat und 385.000 Arbeitsplätze bietet.

Castelein: „Angesichts der wirtschaftlichen Bedeutung des Hafens ist es selbstverständlich, dass die Schifffahrtsabfertigung von der Regierung als Ablauf vitaler Bedeutung eingestuft wurde, sowohl für die Niederlande als auch für die Verbraucher und Fertigungsunternehmen im europäischen Hinterland. Ob Verladeunternehmen, Reedereien, Fertigungsindustrie oder Verbraucher, jeder verlässt sich auf Rotterdam. Ich bin stolz darauf, dass der Hafenindustriekomplex dieser grundlegenden Verantwortung tagein tagaus gerecht wird. Von Schiffslotsen und Ruderern bis zu weltweit tätigen Akteuren im Containerumschlag sowie Ölraffinerien tragen dazu bei. Der Güterumschlag und die Produktion von Gütern werden unvermindert fortgesetzt. Die Abteilung Hafenmeister sorgt für Sicherheit und Ordnung auf dem Wasser. Der Hafenbetrieb wird normal fortgesetzt und ist 24/7 operationell.”

Der Hafenbetrieb Rotterdam und andere wesentliche Teile der Logistikkette haben Maßnahmen ergriffen, um dem Ausbruch des Coronavirus die Stirn zu bieten. Die Gesundheit steht dabei an erster Stelle. Zugleich versuchen wir, die Auswirkungen des Virus Covid-19 auf den Betrieb des Rotterdamer Hafens so weit wie möglich zu beschränken. Wir halten sehr häufig Besprechungen mit den verschiedenen nautischen Dienstleistern, Unternehmen und Interessenorganisationen ab, sowohl bilateral als auch in diversen Gremien. Auch mit den öffentlichen lokalen und nationalen Behörden finden sehr regelmäßig Beratungen statt. Deren Ziel ist es, den Betrieb des Hafens unter den derzeitigen schwierigen Bedingungen optimal fortzusetzen.

Informieren Sie sich auf dieser speziellen Webseite über die aktuelle Lage der Betriebstätigkeit des Rotterdamer Hafens:

https://www.portofrotterdam.com/de/coronavirus-und-hafen-von-rotterdam

Quelle und Foto: Port of Rotterdam




Sächsische Binnenhäfen sichern Logistik

Die Hafenstandorte der SBO-Hafengruppe (Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH) laufen derzeit auf Hochtouren. Ziel ist es, die wegfallenden Transportwege auf Grund der Corona-Krise teilweise zu kompensieren und den angesiedelten Unternehmen mit mehr als 1.500 Mitarbeitern die nötige Unterstützung und Sicherheit für die anstehenden und zukünftigen Probleme zu geben.

Hierzu wurden umfangreiche Maßnahmen getroffen. Aktuell finden verstärkt Schiffstransporte, auch zwischen Tschechien und Deutschland, statt, um die Versorgung stabil zu halten. Momentan warten im Hafen Riesa fünf Schiffe auf ihre Be- und Entladung mit Getreide, Containern und Düngemitteln.

Die Containerversorgung der Unternehmen über den Standort Riesa wird vollumfänglich sichergestellt. Die unternehmenseigene LKW-Flotte ist rund um die Uhr im Einsatz, um entstehende Engpässe in der Ver- und Entsorgung der Industrie und dem Handel zu minimieren. Dafür sind die Fahrzeuge mittlerweile auch direkt in Richtung Seehäfen unterwegs. Im Containerservice- und Instandsetzungsbereich im Hafen Riesa herrscht Hochbetrieb, da die Handelsunternehmen dringend Wechselbehälter für den Transport von Waren benötigen. Dies sichert die SBO mit ihrem Partner SEACO für Sachsen ab. Das alles muss erfolgen vor allem unter der Prämisse, dass die Mitarbeiter möglichst geschützt bleiben, um die Aufgaben auch zukünftig erledigen zu können. Auch hier wurden besondere Vorkehrungen und Maßnahmen getroffen.

In den tschechischen Häfen sind die Herausforderungen um ein Vielfaches höher. Durch die generelle Ausgangssperre müssen hier besondere Maßnahmen getroffen werden. Alle tschechischen Kollegen sind ausnahmslos im Einsatz und sorgen mit dem Umschlag und der Verladung von Getreide, Düngemitteln, Kohle, Asphalt und Produkten für die Fahrzeugindustrie dafür, dass die Transportströme sowohl in Tschechien als auch Richtung Deutschland funktionieren können.

Selbst in der Industriehafen Roßlau GmbH muss nunmehr parallel zur bestehenden Bausituation der Umschlag von dringend benötigten Materialien für den Stahlbau und die Nahrungsmittelindustrie erfolgen, um Transportengpässe abzubauen.

„Wir werden uns den Herausforderungen stellen und damit unseren Beitrag, der sicherlich im Vergleich zu den hohen Herausforderungen im medizinischen Bereich eher klein ist, leisten und gemeinsam mit unseren Mitarbeitern ein Stückchen zur Bewältigung der Aufgaben beitragen“, erklärt SBO-Geschäftsführer Heiko Loroff.

Quelle und Foto: Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH