Taskforce bestätigt Funktionsfähigkeit

Die speziell eingerichtete Covid-19-Taskforce kam am Donnerstag morgen erstmals am Hafen Antwerpen zusammen. Hier wurde erneut bekräftigt, dass der Hafen zur wesentlichen nationalen Infrastruktur Belgiens zählt und für die Versorgung des Landes sowie weiter Teile Europas von entscheidender Bedeutung ist. Der Hafen Antwerpen bleibt dank der täglichen Leistungen und des Engagements aller Mitarbeiter zu 100 Prozent funktionsfähig.

Auf dem Einsatztreffen wurden zudem Schwerpunkte definiert sowie ein “Hafenmonitor” eingeführt. Mit dessen Hilfe können Störungen und kritische Situationen im täglichen Betrieb schnell erkannt und zusätzlich notwendige Maßnahmen ergriffen werden.

Alle wichtigen Bereiche des Hafens und der Hafenbehörde haben an der ersten Sitzung der Taskforce teilgenommen. Sie betrachten die Aufrechterhaltung des Hafenbetriebs und damit der Versorgung Belgiens und Europas als gemeinsame Priorität und haben ihre volle Unterstützung zugesagt. Während des Treffens konnten sich die Anwesenden anhand des neu eingerichteten Hafenmonitors einen Überblick über die aktuelle Situation verschaffen.

Die Taskforce ist multidisziplinär und grenzüberschreitend. Um ein vollständiges Bild der Hafenaktivitäten zu erhalten, sind alle Bereiche innerhalb der gesamten Hafenorganisation beteiligt. Teilnehmer sind der Hafen Antwerpen, Alfaport-Voka, ASV, Cepa, ESPO, Essenscia, die Antwerpener Feuerwehr, die Antwerpener Schifffahrtspolizei, die Agentschap voor Maritieme Dienstverlening en Kust (MDK; Agentur für maritime Dienstleistungen und Küste), die Flämische Wasserstraßenverwaltung, der belgische Zoll sowie das Kabinett der flämischen Mobilitätsministerin Lydia Peeters (Open Vld; dt.: Flämische Liberale und Demokraten). Auch die niederländische Infrastruktur- und Wasserbaubehörde “Rijkswaterstaat” ist hier aufgrund der Erreichbarkeit Antwerpens über die Schelde vertreten.

Der Hafen Antwerpen ist operationell und es gibt aktuell keine unüberbrückbaren Probleme im Betrieb. Der Umschlag an den Terminals läuft normal, es steht ausreichend Personal für den Umschlag bereit und die An- und Abfahrten der Fahrer erfolgen ohne größere Verzögerung. Die Taskforce hat jedoch eine Reihe von Punkten definiert, die kontinuierlich überwacht werden:

  • Unterschiedliche Herangehensweise in Belgien und den Niederlanden: Sowohl Belgier als auch Flamen sind als Lotsen tätig. Während der niederländische Ansatz auf kontrollierter Kontamination basiert, ist die flämische Herangehensweise weitaus restriktiver. Sowohl der Hafen Antwerpen als auch die MDK arbeiten daher an einem Ansatz, bei dem die unterschiedlichen Arten von Maßnahmen nicht mehr im Widerspruch zueinander stehen.
  • Personalbestand: Aktuell ist hier alles unter Kontrolle. Die Verfügbarkeit und das Engagement der Mitarbeiter sind für das reibungslose Funktionieren aller Hafendienste von wesentlicher Bedeutung. Aktuell werden für eventuell höhere Krankenstände Ausweichszenarien erarbeitet, um die Leistungserbringung auch weiterhin zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang bedankt sich die Taskforce bei allen, die den Hafen am Laufen halten, ausdrücklich für ihr Engagement.

Diese bereits vorhandenen Regelungen und Maßnahmen wurden erneut bestätigt:

  • Grundlegende präventive Hygienemaßnahmen
  • Bereitstellung ausreichender Reinigungsmittel in den Anlagen
  • Möglichst weitreichender Austausch von Dokumenten auf digitalem Weg, um den direkten menschlichen Kontakt weitestgehend zu minimieren
  • Die Besatzungen der Schiffe und das Personal am Kai werden hauptsächlich per Fernkommunikation (per Funk, Telefon) kommunizieren
  • So weit wie möglich Einhaltung der Regeln der sozialen Distanzierung und Einhaltung eines Abstands von 1,5 Metern zwischen einzelnen Personen

Es wurde beschlossen, dass aktuell keine neuen Maßnahmen eingeführt werden.

Im Hafen Antwerpen ist derzeit noch kein Rückgang der Warenströme zu verzeichnen. Es wird jedoch erwartet, dass in den kommenden Tagen und Wochen aufgrund des Corona-Ausbruchs weniger Schiffe Antwerpen anlaufen werden. So werden beispielsweise aus Asien 15 große Containerschiffe weniger ankommen, was einem Minus von rund 115.000 TEU im Verkehr von und nach China entspricht.

Die Logistikkette funktioniert normal und bewältigt die aktuellen Bedarfsspitzen des Marktes gut. So ist die Nachfrage nach Nahrungsmitteln allgemein sowie nach gesunden Lebensmitteln wie Bananen im Speziellen gestiegen, was zu einer Zunahme des Angebots dieser Produkte geführt hat. Hier zeigt sich, wie wichtig es ist, die europäischen Grenzen auch weiterhin für alle Formen des Güterverkehrs zu öffnen. Der Hafen Antwerpen wird diese Situation kontinuierlich beobachten und weiterhin auf die Anforderungen der Logistikakteure und Terminals reagieren.

Die Covid-19-Taskforce des Hafens Antwerpen wird sich wöchentlich treffen. Bei Bedarf wird die Frequenz entsprechend erhöht.

Quelle und Foto: Hafen Antwerpen

 

 

 

 




duisport: Krisenstab bündelt Abläufe

Der Krisenstab des Duisburger Hafens hat auf die aktuelle Verschärfung der Corona-Krise mit einer Reihe von vorbeugenden Maßnahmen reagiert, die in Übereinstimmung mit den Empfehlungen des Robert Koch Institutes und den Behörden ergriffen wurden.

Die operativen Abläufe des Duisburger Hafens sind von den Einschränkungen durch die Hygiene- und Gesundheitsmaßnahmen ebenso wie andere Unternehmen betroffen.

„Der Krisenstab bündelt in dieser angespannten Lage die Anforderungen und Aufgaben aus allen Bereichen des Unternehmens, um die Beeinträchtigung der Ver- und Entsorgungsfunktionen des Hafens für ganz Nordrhein-Westfalen so gering wie möglich zu halten“, betont der Vorsitzende des Vorstands der Duisburger Hafen AG Erich Staake. Entscheidend für den Erhalt der Kernfunktionen des Hafens sei die personelle Absicherung“, so Staake weiter.

Deshalb gilt dem gesundheitlichen Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die erste Priorität des Krisenstabes: Die Belegschaft wird regelmäßig über die aktuelle Situation und Empfehlungen informiert, welche Behörden und Robert Koch Institut zum Schutz der Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung veröffentlichen.

Die wichtigsten Krisenstabmaßnahmen im Überblick:

Klare Prozesse und Notfallpläne
Der Krisenstab hat verbindliche Prozesse mit allen Geschäftsbereichen der duisport-Gruppe definiert, die bei eventuellen Beeinträchtigungen des Geschäftsbetriebes sofortige Notfallpläne auslösen, um die Auswirkungen auf die Ver- und Entsorgung zu minimieren.

Identische Hygienevorschriften für alle

Externe Partner werden vom Krisenstab ebenfalls informiert, sich bei der An- und Ablieferung von Waren an die vorbeugenden Gesundheitsmaßnahmen des Duisburger Hafens zu halten.

Geschäftsreisen reduziert

Geschäftsreisen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der gesamten duisport-Gruppe werden bis auf Weiteres auf das Nötigste beschränkt.

Quelle und Foto: duisport




Antwerpen und Rotterdam arbeiten weiter

In den vergangenen Tagen wurden in verschiedenen Staaten, darunter in den Niederlanden, weitreichende Maßnahmen zur Eindämmung des Virus Covid-19 beschlossen. Jedes Unternehmen in den Niederlanden und jedes Schiff, das die Niederlande anläuft, wird mit diesen Maßnahmen konfrontiert.

Obwohl die Gesundheit höchste Priorität hat, versuchen wir als Hafenbetrieb Rotterdam, die Auswirkungen des Virus Covid-19 auf den Betrieb des Rotterdamer Hafens so weit wie möglich zu beschränken. Wir halten sehr häufig Besprechungen mit den verschiedenen nautischen Dienstleistern, Unternehmen und Interessenorganisationen ab, sowohl bilateral als auch in diversen Gremien. Auch mit den öffentlichen lokalen und nationalen Behörden finden sehr regelmäßig Beratungen statt. Wir sind bestrebt, den Betrieb des Hafens unter den derzeitigen schwierigen Bedingungen optimal fortzusetzen.

Der Rotterdamer Hafen und die Industrie sind für Rotterdam, die Niederlande und Nordwesteuropa von großer Bedeutung. Darauf sind wir stolz. Wir bemühen uns nach Kräften, eine Position als sicherster, effizientester und attraktivster Hafen und Ansiedlungsort einzunehmen. Dies streben wir nicht nur in guten Zeiten an, sondern auch jetzt. Seien Sie sich gewiss, dass wir in nächster Zeit unser Bestes geben, dass das Virus Covid-19 möglichst geringe Auswirkungen auf den Hafen hat. Dies können wir natürlich nicht alleine. Die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit mit all unseren Partnern, Kunden und Interessenträgern ist daher von wesentlicher Bedeutung.

Wir vertrauen darauf, dass Sie sich an uns wenden, falls Sie Fragen haben, Unklarheiten bestehen oder besorgt sind. Wenn es in nächster Zeit relevante Nachrichten gibt, werden wir Sie entsprechend informieren.

Auch die Belgische Regierung verkündete besondere Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus zu begrenzen. Gleichzeitig forderte der Premierminister wichtige Industriezweige einschließlich des Hafens auf, ihre Aktivitäten fortzusetzen. Die Mannschaft des  Hafen Antwerpen stellt sich ihrer Verantwortung und legt großen Wert darauf, dass der Hafen voll funktionsfähig bleibt.

„Als Hauptmotor der belgischen Wirtschaft ist der Hafen von Antwerpen für die Versorgung Flanderns und Belgiens von entscheidender Bedeutung. Wir tun daher alles, um einen guten Betrieb des Hafens zu gewährleisten. Darüber hinaus arbeiten wir mit verschiedenen Maßnahmen aktiv daran, eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern:

  • Wir folgen ständig den Ratschlägen derWHO, EU sowie der Gesundheit- (Saniport) und Verkehrsminitserien
  • Eine grenzüberschreitende, sektorübergreifende Taskforce wurde mit verschiedenen Partnern eingerichtet um die Situation wöchentlich zu überwachen und zusätzliche Malnehmen zu ergreifen, wenn diese erforderlich werden. Zu diesen Partnern gehören Alfaport-Voka, ASV, Cepa, Agentschap voor Maritieme Dienstverlening en Kust, de Vlaamse Waterweg, Customs & Excise, Rijkswaterstaat und den Stab des flämischen Verkehrsministers.
  • Wie gewohnt müssen alle ankommenden Schiffe eine maritime Gesundheitserklärung (MDH) 24 Stunden vor dem Einlaufen im Hafen einreichen, in der der Kapitän angeben muss, ob an Bord eine Krankheitsfall oder ein Krankgheitsverdacht vorliegen, zusammen mit einer Liste der letzten zehn angelaufenen Häfen. Das Schiff wird darauf hin von Saniport überprüft.
  • Alle nicht  erforderlichen Veranstaltungen im Hafen von Antwerpen wurden abgesagt und Besucher werden nur dann zu kritischen Arbeitsplätzen im Hafen gelassen, wenn dies absolut erforderlich ist.
Die Gesundheit und das Wohlergehen aller Mitarbeiter im Hafen von Antwerpen haben oberste Priorität und wir tun alles, um ein sicheres Arbeitsumfeld zu gewährleisten. Darüber hinaus organisieren sich viele Hafenbehörden so, dass möglichst viele Mitarbeiter von Zuhause aus arbeiten können und beschränken persönliche Treffen auf das absolut erforderliche Minimum.Die große Unsicherheit über die Ausbreitung des Coronavirus macht es derzeit schwierig, die wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Hafen Antwerpen abzuschätzen. Da der Ausbruch nicht mehr auf China beschränkt ist, wird er sich auch auf die Weltwirtschaft auswirken.Es wird erwartet, dass wegen dem Ausbruch 15 Schiffe weniger den Hafen in den kommenden Wochen anlaufen werden. Die ist zusätzlich zu den Abfahrten, die in dieser Jahreszeit aufgrund des chinesischen Neujahrsfestes normalerweise wegfallen. Dies entspricht 115.000 TEU weniger Containerverkehr von und nach China. Das Land ist nach den USA der zweitgrößte Handelspartner des Hafens von Antwerpen. Es ist noch zu früh, um die Auswirkungen auf das Handelsvolumen aus den anderen Ländern abzuschätzen.

In Rotterdam wird FutureLand wegen dem Coronavirus bis zum 6. April 2020 geschlossen. Es finden keine Rundfahrten, keine Aktivitäten und keine geschäftlichen Events statt. Für bereits erworbene Eintrittskarten erfolgt eine automatische Erstattung. Wir hoffen, Sie so schnell wie möglich in unserem Informationszentrum begrüßen zu dürfen.

Quelle: Port of Rotterdam und Port of Antwerp, Foto: Port of Rotterdam

 

 




Hafen Hamburg bleibt in Betrieb

Am 13. März kündigte die Bundesregierung konkrete Maßnahmen an, um die Verbreitung von COVID-19 zu begrenzen. Gleichzeitig forderte die Bundeskanzlerin wichtige Industriezweige – einschließlich der Häfen – auf, ihre Aktivitäten fortzusetzen. Hamburgs Erster Bürgermeister hat die herausragende Wichtigkeit des Hafens gerade in dieser Zeit als zentrales Wirtschafts- und Logistikzentrum gegenüber der Geschäftsführung der Hamburg Port Authority (HPA) persönlich herausgestellt.


Der Hamburger Hafen und insbesondere die HPA stellen sich ihrer Verantwortung und legen großen Wert darauf, dass unser Hafen im Interesse der Bevölkerung voll funktionsfähig bleibt.

Darüber hinaus arbeiten wir aktiv daran, die weitere Ausbreitung des Coronavirus mit verschiedenen Maßnahmen zu verhindern:

  • Wir folgen den Empfehlungen der zuständigen politischen Institutionen, der Bundesregierung, des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg, der Gesundheitsämter und des Hafenärtzlichen Dienstes (Hamburg Port Health Center). Das Health Department der HPA steht mit allen Partnern stetig in Kontakt.
  • Mit verschiedenen Partnern findet ein grenz- und sektorübergreifender regelmäßiger Austausch statt, um die Situation stetig zu überwachen und – sofern erforderlich – gezielte Maßnahmen zu ergreifen.
  • Wie immer müssen alle ankommenden Schiffe 24 Stunden vor dem Anlaufen des Hafens eine Maritime Gesundheitserklärung (Maritime Health Declaration, MDH) dazu abgeben, ob an Bord eine Krankheit oder Anzeichen dafür vorliegen. Wenn Anzeichen dafür vorliegen, werden die Schiffe vor dem Einlaufen in den Hamburger Hafen vom Hamburg Port Health Center überprüft.
  • Alle Veranstaltungen des Hamburger Hafens, die nicht unbedingt erforderlich sind, wurden bzw. werden abgesagt. Hier erfolgen sukzessive konkrete Prüfungen und Festlegungen. So werden z.B. Besucher nur dann zu kritischen Arbeitsorten im Hafen zugelassen, wenn dies unbedingt erforderlich ist.

Die Gesundheit und das Wohlergehen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HPA und des gesamten Hamburger Hafens haben für uns oberste Priorität. Wir tun alles, um ein sicheres Arbeitsumfeld zu gewährleisten. Darüber hinaus ermöglichen wir bei der HPA – so wie viele Behörden und Unternehmen auch –, dass möglichst viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten können. Physische Besprechungen sind auf diejenigen zu beschränken, die unbedingt erforderlich sind, und in diesen Zusammenkünften sind die entsprechenden (Hygiene-)Regeln zu befolgen.

Unser Hamburger Hafen ist als Hauptmotor für die Wirtschaft und die Versorgung nicht nur unseres Landes, sondern für ganz Europa gerade auch in dieser Zeit von entscheidender Bedeutung. Wir danken Ihnen allen dafür, dass Sie dazu beitragen, das ordnungsgemäße Funktionieren des Hafens weiterhin sicherzustellen und sind überzeugt, dass wir diese schwierige Zeit gemeinsam bewältigen und gestärkt daraus hervorgehen werden.

Die Versorgung der Bevölkerung sowie von Unternehmen mit Waren und Gütern über die Terminalanlagen der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) ist ungeachtet der geltenden Maßnahmen zum Schutz vor einer Ausbreitung des Corona-Virus sichergestellt.

Die Versorgung der Bevölkerung sowie von Unternehmen mit Waren und Gütern über die Terminalanlagen der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) ist ungeachtet der geltenden Maßnahmen zum Schutz vor einer Ausbreitung des Corona-Virus sichergestellt. „Wir wissen um unsere besondere Verantwortung als Dienstleister der Industrienation Deutschland“, erklärt die Vorstandsvorsitzende Angela Titzrath. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen dazu bei, dass die Versorgungsfähigkeit Deutschlands aufrechterhalten bleibt.“ Die HHLA habe sich gut vorbereitet, um die durch die Ausbreitung der Corona-Pandemie entstandene außergewöhnliche Lage zu meistern. Sowohl auf den HHLA-Anlagen in den Häfen in Hamburg, Odessa und Tallinn sowie bei der Bahntochter Metrans sei ein stabiler Betrieb gewährleistet, versichert Titzrath. Gleichzeitig habe das Unternehmen eine Vielzahl von Maßnahmen getroffen, um die Beschäftigten vor einer Infizierung zu schützen. „Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter und Stabilität des Betriebs sind für uns zwei Seiten einer Medaille“, so die HHLA-Chefin.

Quelle: Hamburg Port Authority AöR, Hamburger Hafen und Logistik AG, Foto: Hafen Hamburg Marketing/ Michael Lindner

 

 

 

 




DHG entwickelt 30 ha auf der Maasvlakte West

DHG und der Hafenbetrieb Rotterdam haben kürzlich den Vertrag zur Vergabe eines 30 ha großen Grundstücks im Distripark Maasvlakte West unterzeichnet. Auf diesem Gelände wird DHG einen 210.000 m2 großen Lagerkomplex entwickeln; der Hauptkunde (Launching customer) ist Odin Warehousing. Odin Warehousing wird mindestens Flächen im Umfang von 120.000 m2 zur Lagerung konventioneller Güter mieten. Sobald die Baugenehmigungen vorliegen, beginnt DHG mit dem Bau des Komplexes.

In den vergangenen Jahren konnte Odin Warehousing im Rotterdamer Hafen ein starkes Wachstum verzeichnen. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Lagerung von Produkten nachhaltiger Art. Als Beispiel lassen sich hier Solarmodule anführen. Dabei bietet der Logistikdienstleister nicht nur die Lagerung an, sondern auch zusätzliche Dienstleistungen (Value added Services), wie etwa die Möglichkeit, die Qualität des Produkts zu testen. „Für einen stark auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Hafen ist dies somit eine sehr schöne Entwicklung, die man gerne unterstützt“, so Emile Hoogsteden, kaufmännischer Geschäftsführer des Hafenbetriebs.

Mit der Ansiedlung von DHG wurden inzwischen 35 ha im neuen Distripark vergeben. Auch die übrigen ca. 15 ha stoßen nach Angaben von Hoogsteden auf großes Interesse. „Der Distripark liegt in der Nähe bedeutender Bahn-, Straßen- und Wasserverbindungen. Er liegt auch hinsichtlich des Lkw-Parkplatzes Maasvlakte Plaza und des bestehenden Distriparks Maasvlakte sehr günstig.” Die Bauhöhe unterliegt keinen Einschränkungen. Dadurch eignet sich der Park zur Entwicklung von Distributionsdienstleistungen in großem Maßstab.

DHG ist als entwickelnder Anleger bereits seit langem im Rotterdamer Hafen tätig. Das Unternehmen entwickelt derzeit vor allem neue Logistikimmobilien zur Lagerung von Stückgut in Containern. Seit 2006 hat DHG neue Logistikimmobilien im Umfang von 240 ha im Rotterdamer Hafen entwickelt. „Nach Ansicht von DHG sollten die Standorte für XXL-Distributionszentren sorgfältig gewählt werden und sich die Entwicklungen in möglichst geringem Maße beeinträchtigend auf die Art der niederländischen Landschaft auswirken. DHG investiert daher vorrangig in die nachhaltige Neuentwicklung vorhandener Gewerbegebiete und veralteter Hafengebiete oder von Standorten, die speziell für Industrie und Distribution geschaffen wurden, wie etwas die Rotterdamer Maasvlakte”, so Willem Slager, Partner von DHG.

Quelle und Grafik: Port of Rotterdam

 

 

 




Schifffahrt hält sich an Luftreinhaltevorschriften

Die Bremerhaven und Bremen anfahrenden Schiffe halten sich in aller Regel an die Luftreinhaltevorschriften. Dies ist das Ergebnis einer Auswertung, der im Jahr 2019 erhobenen Daten. Am Nordende des Containerterminals Bremerhaven hatte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) mit Unterstützung von bremenports  im Juli 2017 eine Luftmessstation installiert.

In diesem Pilotprojekt wird die chemische Zusammensetzung der Abgasfahne vorbeifahrender Schiffe gemessen. Das Ergebnis dieser Messung wird zur Unterstützung der bei Verfolgung von Verstößen gegen den Einsatz von schwefelarmen Schiffskraftstoffen genutzt. Die Anlage ist seit Herbst 2018 in den Regelbetrieb überführt.

Im Jahr 2019 wurden an der BSH-Schiffsabgasmessstation in Bremerhaven 3697 Abgasfahnen analysiert. Dabei wurden bei 9 Abgasfahnen, das sind 0,24%, ein verdächtig hoher Schwefelanteil gemessen. Diese Daten sind mit den Messungen vergleichbar, die an den anderen BSH-Messstationen in Wedel (> 99%) und Kiel (98,7%) erhoben wurden.

Mit dem Messgerät können unter anderem die Konzentrationen von Schwefeldioxid und Kohlendioxid in der Abgasfahne der Schiffe bestimmt werden: Die Analyse der Messwerte erfolgt automatisiert. Wenn ein auffällig hoher Schwefelgehalt eindeutig zugeordnet werden konnte, erfolgt in der Regel ein bis zwei Stunden nach der Schiffspassage eine automatische Meldung des Schiffes an die Verfolgungsbehörden.

Alle Meldungen gehen an die Hafenstaatkontrolle (PSC), die Wasserschutzpolizei in Brake, Bremen und Bremerhaven. Bei auslaufenden Schiffen geht die Meldung auch an die Wasserschutzpolizei in Hamburg.

Eine Kontrolle des Treibstoffes bei einlaufenden Schiffen erfolgt in der Regel durch die Wasserschutzpolizei. Jedoch ist bei auslaufenden Schiffen keine zeitnahe Kontrolle möglich.

Insgesamt konnten seit Beginn der Messungen mehrere gemeldete Verstöße bestätigt werden.

Vergleichbare Messstationen betreibt das BSH in Wedel an der Elbe und in Kiel am Ausgang der Kieler Förde. Aufgrund der Ergebnisse von Schiffen, die an mehreren dieser Stationen vorbei fahren, kann die Vergleichbarkeit der drei Messstationen belegt werden. Auch sind die Messergebnisse mit internationalen Messungen in Rotterdam, Große Belt und Öresund-Brücke und Flugzeugmessungen in Belgien vergleichbar.

Quelle und Foto: Bremenports

 

 




„Infrastruktur ist der Schlüssel zur Verkehrsverlagerung“

bayernhafen hat 2019 seinen Weg konsequent fortgesetzt, Langstreckenverkehre durch passgenaue Infrastruktur weg von der Straße auf die beiden umweltfreundlicheren Verkehrsträger Binnenschiff und Bahn zu verlagern. Die Zahlen des Geschäftsjahres 2019 bestätigen bayernhafen auf diesem Kurs: Denn über die sechs Standorte Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau schlug bayernhafen 2019 insgesamt9,3 Mio. t Güter über Schiff und Bahn um – ein Plus von 5,3 % gegenüber 2018.

Der Löwenanteil der zusätzlichen 465.833 t kommt dabei dem Güterumschlag per Schiff zugute, der nach dem Rekord-Niedrigwasserjahr 2018 im Geschäftsjahr 2019 wieder anzog: So betrug 2019 der Schiffsgüterumschlag 2,965 Mio. t, das sind 17,8 % mehr als im Vorjahr. Der Bahnumschlag hielt mit 6,328 Mio. t das Vorjahresniveau. Dies zeigt: bayernhafen ist mit seiner Schnittstellen-Kompetenz ein Garant der Verkehrsverlagerung. Denn weil an den bayernhafen-Standorten die Verkehrsträger effizient verknüpft werden, entscheiden sich Unternehmen dafür, Bahn und Binnenschiff auf der Langstrecke als Alternative zum Lkw einzusetzen. bayernhafen trägt so wesentlich dazu bei, dass Verkehrsträger nach ihren Stärken eingesetzt werden. Dies entlastet die Straßen und spart CO2 ein.

„Wir bündeln Gütervolumina und verknüpfen Verkehrsträger“, sagt bayernhafen Geschäftsführer Joachim Zimmermann, „damit sind wir die Schlüsselstelle der Verkehrsverlagerung. Wir agieren ganz ähnlich wie die Wechselzonen beim Triathlon: Bezogen auf die gesamte logistische Kette stehen wir nur kurz im Fokus, aber da muss alles stimmen. So wie in den Wechselzonen beim Triathlon jedes Detail zählt, muss auch bei uns jeder Handgriff sitzen. Güterumschlag im Hafen setzt das optimale Zusammenspiel gemeinsam mit unseren Kunden voraus, und das Team muss perfekt eingespielt sein. Grundvoraussetzung ist die Kapazität der Hafeninfrastruktur.”

bayernhafen setzte auch 2019 das hohe Investitionsniveau der Vorjahre fort und stieß über alle Standorte über mehrere Jahre laufende Investitionen in die Vorbereitung von Flächen und in seine Hafeninfrastruktur von 21 Mio. Euro an. So investierte bayernhafen in Regensburg in das erste Terminal in Bayern speziell für den Umschlag von Wechselbrücken und Sattelaufliegern. Zielverkehre für das Terminal sind zum einen innerdeutsche Relationen, um z.B. den Zulieferverkehr für den Automotivesektor zu optimieren. So verbindet der Hellmann-Intermodalzug Regensburg mit Hannover und Osnabrück und spart dadurch weitere Transporte auf der Straße ein. Zudem werden durch den neuen ’Trailerport’ Zusatzkapazitäten für den alpenquerenden Güterverkehr geschaffen, um perspektivisch z.B. die Brennerautobahn zu entlasten.

Für 2020 plant bayernhafen, Investitionen in Höhe von 22,5 Mio. Euro.

Im Dezember 2019 erfolgte ein weiterer wichtiger Schritt für bayernhafen, um die Infrastruktur für den Kombinierten Verkehr noch einmal zu stärken: So übergab Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in Nürnberg persönlich Förderbescheide über insgesamt 14 Mio. Euro: zum einen für die Digitalisierung des Trailerports im bayernhafen Regensburg, die bereits 2020 starten wird, zum anderen für die Erweiterung des TriCon Container-Terminals im bayernhafen Nürnberg. Ein weiterer Förderbescheid des Bundesverkehrsministeriums liegt für das Containerterminal in Regensburg vor, bei dem die Kapazität erhöht wird. bayernhafen wird damit die Bedeutung seiner Hafenstandorte als Schnittstellen für die Verkehrsverlagerung noch weiter ausbauen und so einen noch stärkeren Beitrag zum Klimaschutz leisten.

„Hafenstandorte müssen dauerhaft gesichert sein“, sagt Joachim Zimmermann, „nur so können sie ihren für die Gesellschaft so wichtigen Beitrag zum Warenverkehr, zur Lebensqualität und zur Verkehrsverlagerung verlässlich leisten. Infrastruktur ist dafür der Schlüssel. Wir setzen daher konsequent eigene Investitionen und unsere Bauherren-Kompetenz ein. Beim Tempo der Genehmigungen ist noch Luft nach oben – wir freuen uns daher über alle Impulse, die Genehmigungsprozesse beschleunigen.“

Die vier KV-Terminals an den bayernhafen Standorten Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg und Regensburg verzeichneten 2019 einen Gesamtumschlag von 453.510 TEU (twenty foot equivalent unit). Die 4,9 % weniger als im Vorjahr sind dem zurückgehenden Welthandel geschuldet, der sich auch im Seehafen-Hinterlandverkehr widerspiegelt.

Als Standort-Architekt schafft bayernhafen die Voraussetzung für die Ansiedlung logistikintensiver Unternehmen in unmittelbarer Nähe zu Bahn und Wasserstraße. Mit seinem strategischen Flächenmanagement setzt bayernhafen dabei konsequent auf Flächenrecycling statt auf Flächenverbrauch. In der erfolgreichen Kombination aus Flächen und Infrastruktur bietet bayernhafen den Unternehmen im Hafen beste Standortbedingungen. Grundvoraussetzung dafür ist an allen bayernhafen Standorten die klare Abgrenzung zwischen Hafen und Wohnen.

Im Mai 2019 eröffnete Teamlog im bayernhafen Aschaffenburg ein weiteres Logistikzentrum für das weltweite Ersatzteilgeschäft des Achsenbauers SAF-Holland. Die neue Halle ist auf der Konversionsfläche des ehemaligen Umspannwerks angesiedelt. Im bayernhafen Regensburg erweitert die Horst Pöppel Spedition ihre Lagerkapazitäten um ein neues Multi-User-Warehouse mit Gleisanschluss, um die Zentralläger des Lebensmittel-Einzelhandels in Deutschland täglich noch besser versorgen zu können. Im bayernhafen Nürnberg war im Herbst 2019 Spatenstich für eine neue LNG-Tankstelle für Lkw, die Rödl energie und BayWa AG gemeinsam realisieren. Das flüssige Erdgas LNG (‚Liquefied Natural Gas‘) ist für den Straßengüterverkehr eine umweltschonende, reichweiten- und leistungsstarke Alternative zum Diesel.

Quelle: bayernhafen, Foto: bayernhafen / Ziegler, der kumulierte Bahn- und Schiffsgüterumschlag von bayernhafen beträgt 9,3 Mio. t Güter im Jahr 2019, das sind 5,3 % mehr als im Vorjahr.




Rotterdam: Weiter an der Zukunft arbeiten

„Der Hafen- und Industriekomplex in Rotterdam ist stark aufgestellt. Die Wachstumsmärkte wie Container und Vertrieb entwickeln sich positiv und neue Märkte wie LNG und Biokraftstoffe wachsen. Auch in finanzieller Hinsicht sieht es gut aus.“

„Gleichzeitig beobachten wir Entwicklungen in der Welt, auf nationaler Ebene und innerhalb des Hafens, die uns nicht selbstverständlich davon ausgehen lassen, langfristig erfolgreich zu bleiben. Mit unserer Strategie reagieren wir aktiv auf diese Entwicklungen und möchten sie mitgestalten. In dieser sich verändernden Welt sind wir unter anderem als Gestalter des Hafen- und Industriekomplexes tätig. Wir entwickeln nicht nur Initiativen, sondern führen sie auch gemeinsam mit Kunden und Partnern durch. Als unabhängige Partei nehmen wir unsere Verantwortung gerne wahr, diese Prozesse voranzutreiben, externe Expertise einzubeziehen und starke Koalitionen zu bilden. Die vorhandene intensive Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Organisationen, Bildungseinrichtungen und der Regierung macht Rotterdam zum perfekten Standort. Ein idealer Ort für Innovationen, etwa in den Bereichen Energiewende und Digitalisierung. Dafür sind wir dankbar und es stärkt unser Vertrauen in eine nachhaltige Zukunft für den Rotterdamer Hafen- und Industriekomplex“. Dies sagt Allard Castelein, CEO des Havenbedrijf Rotterdam, in einer Erklärung zum Jahresbericht 2019, der heute erschienen ist.

Mit einem Gesamtumschlag von 469,4 Millionen Tonnen sind wir erneut der bei weitem größte Hafen Europas. Im Jahr 2019 haben wir 338,3 Millionen Euro investiert, um den Hafen unter anderem zugänglicher, sicherer, effizienter und nachhaltiger zu machen.

Wir müssen uns mit rückläufigen Märkten in der fossilen Industrie und neuen chancenreichen Verdienstmodellen befassen. Geopolitische Entwicklungen spielen eine wichtige Rolle. Im Jahr 2019 zum Beispiel haben wir Spannungen zwischen den großen Handelsregionen beobachtet. Auch über die Einführung von Handelszöllen nach dem Brexit besteht weiterhin Unsicherheit. Aufgrund dieser Entwicklungen sind die Aussichten für weiteres Welthandelswachstums ungewiss.

In dieser sich verändernden Welt sind wir unter anderem als Gestalter des Hafen- und Industriekomplexes tätig. Das bedeutet, dass wir aktiv an der Entwicklung des Kundenportfolios und der Initiierung neuer Aktivitäten arbeiten. Wir entwickeln nicht nur Initiativen, sondern führen sie auch gemeinsam mit Kunden und Partnern durch. Die Einrichtung eines effizienten Energie- und Rohstoffsystems ist für uns wichtig, damit die bestehenden Aktivitäten auch in Zukunft weitergeführt werden können und gleichzeitig neue Wirtschaftstätigkeiten gegründet werden. Die Einführung von Black Bear Carbon (Wiederverwendung von Autoreifen) und uRecycle(Wiederverwendung von Batterien) sind gute Beispiele für die letztere Kategorie. Wir möchten auch die Ankunft von Innocent als erster großer Akteur im Rotterdamer Food Hub erwähnen. Die Rotterdamer Hafenbehörde investiert auf diesem 60 Hektar großen neuen Gelände, um Unternehmen aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft optimal zu unterstützen. Der Hersteller von Smoothies und Fruchtsäften hat im Herbst 2019 mit den Vorbereitungen für den Bau einer CO2-neutralen Fabrik begonnen.

Das Investitionsportfolio mit einem Volumen von rund 1,5 Milliarden Euro für die nächsten fünf Jahre ist reich gefüllt. Ein Teil davon wird innovativen Projekten für die Energiewende und die Digitalisierung der Logistikkette gewidmet. Im Jahr 2019 hatten die Investitionen ein hohes Niveau. Natürlich schauen wir uns die Innovation und Kosten genau an. Ein gutes Beispiel dafür ist unser intelligenter Ansatz für den Bau und die Instandhaltung der maritimen Infrastruktur. Mit einem Gesamtpaket aus Optimierungs- und Konstruktionswerkzeugen finden wir innovative Wege, um Investitionen zu sparen. Dabei spielt die Verwendung von weniger und/oder intelligenteren Materialien eine wichtige Rolle. Ein Beispiel ist der Schutz von Kaimauern gegen Korrosion mit Druckstrom. Die neuen Erkenntnisse sind für unsere Kunden und für selbst nutzbar. Wir gehen proaktiv auf unsere Kunden zu und bieten Möglichkeiten für eine verbesserte Leistung der maritimen Infrastruktur. Außerdem arbeiten wir hart für unsere Kunden, um die Zuverlässigkeit in der Logistikkette zu erhöhen. Der erste Pfahl für die Container Exchange Route wurde 2019 aufgestellt, wodurch der Austausch von Containern zwischen den Tiefseeterminals optimiert wurde. Der Bau der Theemswegtrasse, bei der ein Teil der Hafenbahnstrecke umgeleitet wird, verläuft planmäßig.

Wir haben auch in die Digitalisierung investiert. Als unabhängige Partei nehmen wir unsere Verantwortung gerne wahr, Digitalisierungsprozessevoranzutreiben, externe Expertise einzubeziehen und starke Koalitionen zu bilden. Wir haben den Aufbau einer starken digitalen Basis fortgesetzt, wobei die Integration von Datenmanagement und Dienstleistungen ein wesentliches Merkmal darstellen. Unsere Produkte und Dienstleistungen beziehen sich auf Schifffahrt, Handel, Hafenentwicklung und -management, Betrieb, Logistik und Erreichbarkeit. Wir folgen dabei zwei Wegen: bessere Einsicht in die Effizienz der logistischen Prozesse und eine bessere Verwaltung und Steuerung der Hafeninfrastruktur. Ein Beispiel für den zweiten Weg ist die Entwicklung eines digitalen Zwillings des Hafens unter Verwendung einer IdD-Plattform. Wir haben in Zusammenarbeit mit ESRI, IBM und Cisco ein Pilotprojekt gestartet. Die Anzahl digitaler Produkte, die wir für den ersten Teil entwickeln, einführen und verkaufen ist 2019 rapide gestiegen. Attraktive Beispiele für weiterentwickelte Produkte sind Pronto und Navigate. Neu im Jahr 2019 waren unter anderem Boxinsider und OnTrack. Mit unseren Initiativen zur digitalen Umgestaltung des Hafens und der Logistik steigern wir die Effizienz auf den wichtigsten Handelsrouten, verringern wir die Kosten und reduzieren die CO2-Emissionen.

Wir sind davon überzeugt, dass wir beim Energiewandel im Hafen- und Industriekomplex eine Vorbildfunktion einnehmen. Wir können diese Vorbildfunktion einnehmen und halten, wenn wir konkrete Projekte nach dem Motto „Nachhaltigkeit in drei Schritten-CO2-neutral” umsetzen. Dies entspricht auch dem Nationalen Klimaabkommen aus dem Jahr 2019 und dem Europäischen Green Deal, in deren Rahmen ein Cluster-Ansatz, die Entwicklung der Infrastruktur und die Kombination von Elektrifizierung und Wasserstoff große Bedeutung haben. Wir arbeiten gemeinsam mit der Regierung an vielversprechenden Projekten. Dabei stellen wir auch fest, dass das Planungs- und Entscheidungstempo noch steigen kann und muss. Außerdem ist es uns wichtig, dass die Einführung der CO2-Abgabe mit der Realisierung der erforderlichen physischen Infrastruktur einhergeht, damit Unternehmen ihren CO2-Fußabdruck reduzieren können. Das ist wichtig für das Geschäftsklima und die Wettbewerbsposition der Niederlande. Zum Beispiel kann Porthos dazu beitragen. Mit diesem Projekt zur Abtrennung und Speicherung von CO2 haben wir 2019 bedeutende Fortschritte erzielt.

Wir führen nicht nur Regie, sondern sind auch ein Antreiber. Wir sprechen schon seit geraumer Zeit über die Nutzung der Restwärme aus dem Hafen- und Industriegebiet. In enger Abstimmung mit allen beteiligten Partnern hat das Wirtschaftsministerium 2019 beschlossen, dass das Unternehmen Gasunie die Wärmeleitung durch die Mitte von Südholland anlegen wird. Gemeinsam übernehmen wir die Anbindung an den Hafenund Industriekomplex. Mit dieser Entscheidung können die wertvollen Restströme des Rotterdamer Hafen- und Industriekomplexes voll ausgeschöpft werden. Eine weitere wichtige Entwicklung im Rahmen der Energiewende ist der Anschluss der großen Offshore-Schiffe von Heerema an den Landstromanschluss. Dies tun wir in enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Eneco, das Strom über Windkraftanlagen in unmittelbarer Nähe des Landstromstandortes liefert. Ebenfalls wichtig: Gemeinsam mit sechzehn Unternehmen und Organisationen arbeiten wir in Rotterdam im Projekt H-vision an der Wasserstoffwirtschaft mit. Eine Entwicklung, die es uns ermöglicht, die CO2-Emissionen entsprechend dem Ziel für 2030 deutlich zu reduzieren.

Im letzten Jahr haben wir zusammen mit unseren Vertragspartnern die neue Hafenvision vorgestellt. Diese Vision dient als Kompass, der auf unsere Ambitionen am Horizont gerichtet ist. Die Zusammenarbeit ist beim Wandel im Rotterdamer Hafen- und Industriekomplex von entscheidender Bedeutung. Investitionsbereitschaft ist vorhanden und Institute wie die Erasmus-Universität, die TU Delft, SmartPort und der RDM-Campus garantieren einen hohen Wissensstand. Die vorhandene intensive Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Organisationen, Bildungseinrichtungen und der Regierung macht Rotterdam zum idealen Standort. Ein idealer Ort für Innovationen, etwa in den Bereichen Energiewende und Digitalisierung. Dafür sind wie dankbar und es stärkt unser Vertrauen in eine nachhaltige Zukunft für den Rotterdamer Hafen- und Industriekomplex. Unser Erfolg basiert auf einer unternehmerischen und entschlossenen Organisation. Dies ermöglichen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und dafür sind wir ihnen sehr zu Dank verpflichtet. Auch unseren Kunden und anderen Interessenvertretern, für die wir letztendlich unsere Arbeit machen, danken wir für ihr Engagement, das Vertrauen in uns und die Zusammenarbeit. Die guten Beziehungen möchten wir auch im Jahr 2020 unvermindert fortsetzen.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam

 

 

 




Hafenausbau in Cuxhaven genehmigt

Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat entschieden: Der Lückenschluss zwischen Europakai und Offshore-Basishafen ist genehmigt. Die Hafengesellschaft Niedersachsen Ports (NPorts) erhält den Planfeststellungsbeschluss von der zuständigen Behörde.

Rund 100 Seiten Erläuterungsbericht, zudem Zeichnungen, Fachbeiträge und Gutachten sind in den letzten 12 Monaten intensiv vom NLWKN geprüft worden. Heute hat Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz in Cuxhaven den Beschluss an Bernd Althusmann, den Aufsichtsratsvorsitzenden von NPorts sowie Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung überreicht.

„Ich freue mich über die schnelle Durchführung des komplexen Verfahrens, das im Ergebnis den Wirtschaftsstandort Cuxhaven stärkt und auch den Belangen des Naturschutzes auf den verschiedenen Kompensationsflächen im Elbe-Oste-Gebiet Rechnung trägt. Hier wird einmal mehr gezeigt, dass wirtschaftliche Entwicklungen und Schutz von Umwelt und Natur kein Widerspruch sind“, erklärte der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz während der Übergabe des Planfeststellungsbeschlusses im Schloss Ritzebüttel.

Mit dem Antrag ist die Hafengesellschaft NPorts auf den Bedarf für mehr Umschlagskapazität im Seehafen Cuxhaven eingegangen. Am Europakai sind nicht nur die Liegeplätze 1 bis 3 ausgelastet. Als Erweiterung wurde im Herbst 2018 der Liegeplatz 4 in Betrieb genommen. Auch hier ist eine vollständige Auslastung absehbar. In Zukunft soll deshalb zwischen dem Europakai und der Offshore-Basis noch mehr Umschlagsfläche entstehen.

„Die stetig steigende Gütermenge macht deutlich: Mit seiner strategisch günstigen Lage an der Elbmündung ist der Hafen Cuxhaven ein idealer Umschlagplatz und logistischer Hub. Der Lückenschluss zwischen dem Europakai und der Offshore-Basis ist eine wichtige Investition in die Zukunft des Hafens Cuxhaven – so entstehen noch mehr Umschlagfläche und mehr Wachstum. Hierdurch sichern wir bestehende Ansiedlungen und stärken den Standort Cuxhaven“, betont Dr. Bernd Althusmann, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung.

Die Länge der Kaimauern der geplanten Liegeplätze 5-7 beträgt 1257 Meter. Die dahinter liegende Fläche umfasst ca. 28 Hektar. Nach der Fertigstellung des Lückenschlusses hätten die Stromliegeplätze vom Liegeplatz 1 bis zum Liegeplatz 9 eine zusammenhängende Gesamtlänge von rund 3,6 km.

„Die gründliche wie rasche Genehmigung für den Lückenschluss gibt uns Planungssicherheit. Wir freuen uns, frühzeitig die nächsten Schritte zur Vorbereitung der Baumaßnahme auf den Weg zu bringen“, erklärt Holger Banik, Geschäftsführer der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG sowie der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG.

Zunächst wird der Beschluss öffentlich bekannt gemacht und ist nach einer sechswöchigen Frist rechtskräftig. Der Betrieb des neuen Terminals muss europaweit ausgeschrieben werden und zudem ein EU-Notifizierungsverfahren durchlaufen. Erst danach kann mit dem Bau begonnen werden.

Für die Vorbereitung des Planfeststellungsverfahrens hat NPorts verschiedene Gutachten eingeholt: Unter anderem ein statisches Gutachten, eine Simulationsstudie zu Schiffsmanövern sowie Untersuchungen zum Baugrund. In weiteren Gutachten spielt die Umwelt eine entscheidende Rolle. So gibt es beispielsweise eine Umweltverträglichkeitsstudie, einen landschaftspflegerischen Begleitplan und ein ornithologisches Gutachten. Der geplante Bau stellt einen Eingriff in die Natur dar. Um hier ein Gleichgewicht zu schaffen, hat die Hafengesellschaft entsprechende Kompensationsflächen erworben. Die Gesamtgröße dieser Flächen beträgt 65 Hektar. Insgesamt besitzt Niedersachsen Ports Kompensationsflächen im Umfang von 857 Hektar.

Quelle: NPorts, Foto: NPorts/Andreas Burmann, es freuen sich Holger Banik (Geschäftsführer Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG und der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG), Claudia Wiens (Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, Geschäftsbereich Lüneburg), Uwe Santjer (Oberbuergermeister der Stadt Cuxhaven), Dr. Bernd Althusmann (Aufsichtsratsvorsitzender der Niedersachsen Ports sowie Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung), Olaf Lies (Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz) und Thiemo Röhler (Mitglied des Niedersaechsischen Landtages).

 

 

 




Situation der Binnenschiffer in den Seehäfen

Das Bundesamt für Güterverkehr hat die Situation der Binnenschiffer in den deutschen Seehäfen und den ZARA-Häfen näher untersucht. Danach sind Binnenschiffe vor allem bei Containerumschlägen in Rotterdam und Antwerpen von Wartezeiten bis zu 60 Stunden betroffen.

Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) hat im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums die Situation der Binnenschiffer in den deutschen Seehäfen Hamburg und Bremen/Bremerhaven und den sogenannten ZARA-Häfen (Zeebrügge, Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen) näher untersucht. Im Fokus des Marktbeobachtungsberichts standen Wartezeiten an den Seehafen-terminals und deren Ursachen sowie Maßnahmen zur verbesserten Koordinierung der Hafenabläufe.

Nach Erkenntnissen des BAG aus Marktgesprächen sind Binnenschiffe vor allem bei Containerumschlägen in Rotterdam und Antwerpen häufig von längeren Wartezeiten betroffen. Diese erreichten im Jahr 2019 in Rotterdam zeitweise bis zu 60 Stunden. Dagegen stellte sich die Situation in den norddeutschen Containerhäfen aufgrund der geringeren Containerumschläge zwischen See- und Binnenschiffen vergleichsweise entspannt dar.

Ein maßgeblicher Einflussfaktor für die Verzögerungen bei der Containerabfertigung sind dem BAG zufolge die begrenzten Terminal- und Umschlagkapazitäten. So verfügen die Häfen Antwerpen und Rotterdam über wenige Binnenkais, die speziell mit Kränen nur für Binnenschiffe ausgestattet sind. Überwiegend werden Binnen-, See- und Feederschiffe aber an denselben Kaikanten geladen und gelöscht. Wenn mehrere große Seeschiffe gleichzeitig abgefertigt werden müssen, kommt es zu Spitzenbelastungen an den Terminals. See- und Feederschiffe würden aufgrund höherer Betriebskosten im Allgemeinen vorrangig vor Binnenschiffen abgefertigt, was sich zulasten der Binnenschifffahrt auswirkt.

Verzögerungen an einem Containerterminal können schnell einen Dominoeffekt bewirken, da Binnenschiffe während ihres Aufenthalts typischerweise mehrere Containerterminals zur Be- und Entladung ansteuern. Im Zeitraum von Mitte Juli bis Anfang November 2019 wurden beispielsweise im Hafen Rotterdam pro Schiffsbesuch durchschnittlich 6,0 bis 7,6 Terminals an-gelaufen. Dies erschwert zugleich die Suche nach geeigneten Liegeplätzen im Hafen.

Zur Entlastung der Seehäfen und zur Verbesserung der landseitigen Zu- und Ablaufverkehre gewinnen Hinterland-Hubs nach Aussage des BAG zunehmend an Bedeutung. Genannt wird hier der Duisburger Hafen, der für die ARA-Häfen, insbesondere Rotterdam, diese Funktion seit Jahren erfülle.

Beiträge zur Verbesserung der Abläufe sollen auch die Digitalisierung von Logistikketten sowie die Implementierung und Weiterentwicklung von digitalen Zulauf- und Liegeplatzmanagementsystemen speziell für Binnenschiffe leisten, die bislang jedoch nicht in allen Häfen implementiert sind. Rotterdam verfügt dem BAG-Bericht zufolge bereits über ein digitales Liegeplatzinformationssystem für Binnenschiffe und entwickelt eine IT-Plattform zur integralen Planung der Container-Binnenschifffahrt.

Im Gegensatz zu Containerbeförderungen treten bei Massenguttransporten mit dem Binnen-schiff in der Regel keine Verzögerungen bei den Be- und Entladeprozessen in den Seehäfen auf. So müssen Binnenschiffe mit derartiger Ladung in den Seehäfen in der Regel nur ein Terminal anfahren. Zudem ist die Ware häufig nur für einen Endkunden bestimmt.

Der vollständige Bericht steht kostenlos im Internet unter www.bag.bund.de zur Verfügung.

Quelle: DSLV Bundesverband Spedition und Logistik e. V., Foto: HHM/ Thomas Wägener