100 Millionen Invest im JadeWeserPort

Mit China Logistics hat sich eines der größten chinesischen Logistikunternehmen einen Erbbaurechtsvertrag über 20 Hektar Fläche im Güterverkehrszentrum (GVZ) des JadeWeserPort Wilhelmshaven unterzeichnet. Bis 2021 wird so in Deutschlands einzigem Container-Tiefwasserhafen das Logistikzentrum „China Logistics-Wilhelmshaven Hub“ mit 40.000 Quadratmeter Hallenfläche und 110.000 Quadratmeter ungedeckter Lagerfläche für den Umschlag chinesischer Waren entstehen.

In einem zweiten Bauabschnitt ist eine weitere Halle mit 20.000 Quadratmeter Fläche geplant. Das Gesamtinvestitionsvolumen für das Projekt beträgt rund 100 Millionen Euro.

Dazu erklärt Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann: „Die Unterzeichnung des Erbbaurechtsvertrages zwischen China Logistics und der landeseigenen JadeWeserPort-Marketinggesellschaft ist ein großartiger Erfolg für Wilhelmshaven. Die geplante Investition eines der größten chinesischen Logistikunternehmen unterstreicht die internationale Bedeutung des JadeWeserPorts und des maritimen Standorts Niedersachsen. Das Güterverkehrszentrum in unmittelbarer Nähe zu Deutschlands einzigem Container-Tiefwasserhafen bietet ideale Bedingungen für international agierende Logistikunternehmen. Ich gehe davon aus, dass die Entscheidung von China Logistics für Wilhelmshaven eine Signalwirkung für weitere Ansiedlungen im JadeWeserPort und positive Auswirkungen auch auf die Liniendienste am Eurogate Container Terminal Wilhelmshaven haben wird.“

Erfreut über den Vertragsabschluss zeigt sich auch Andreas Bullwinkel, Geschäftsführer der Container Terminal Wilhelmshaven JadeWeserPort-Marketinggesellschaft: „Wir haben, begleitet durch das Land Niedersachsen, rund fünfeinhalb Jahre mit den chinesischen Partnern über die Ansiedlung verhandelt. Wir freuen uns, dass wir die verantwortlichen Gremien bei China Logistics davon überzeugen konnten, dass Wilhelmshaven für die erste Investition des Unternehmens in Europa der richtige Standort ist. Wir hoffen, dass mit der Entscheidung von China Logistics Deutschlands einziger Container-Tiefwasserhafen auch bei anderen international agierenden Marktteilnehmern in den Fokus rückt.“

Das Portfolio der umzuschlagenden Güter am „China Logistics-Wilhelmshaven Hub“ wird die Bereiche Automotive (Schwerpunkt), Steinwaren für Baumärkte, Lebensmittel und Konsumgüter umfassen, die via Wilhelmshaven importiert, zwischengelagert und verteilt werden. Langfristiges Ziel der chinesischen Partner ist der Umschlag von rund 100.000 TEU pro Jahr. Das Grundstück wird mit einem Bahnanschluss versehen, so dass mittelfristig Schienenverkehre aus China nach Wilhelmshaven geleitet werden könnten. Damit hat der Seehafenstandort Wilhelmshaven gute Voraussetzungen, ein Teil der „One Belt, One Road“-Initiative der chinesischen Regierung zu werden. Die Bauzeit für das Logistikzentrum samt Gleisanschluss, Halle und Anlegen der Freifläche soll etwa 9 Monate betragen. Der Baubeginn ist für den Winter 2020/21 vorgesehen, so dass mit der Inbetriebnahme 2021 gerechnet wird. Ziel von China Logistics ist es, ein deutsches oder europäisches Unternehmen mit dem Betrieb des Logistikzentrums zu beauftragen. Der Erbbaurechtsvertrag hat eine Laufzeit von 99 Jahren. Ausschlaggebender Punkt für die Standortentscheidung war die Verfügbarkeit der Fläche in der gewünschten Größe in Nachbarschaft zu einem Seehafenterminal in Verbindung mit dem vorhandenen Entwicklungspotenzial. Neben Wilhelmshaven haben sich die Verantwortlichen von China Logistics auch andere Hafenstandorte in Europa, zum Beispiel Antwerpen, angesehen und bewertet.

China Logistics betreibt in China 58 Logistikzentren und ist eine Tochter des Staatsunternehmens China Chengtong Holding Group (CCT), die Minderheits-Anteilseigner der Reederei Cosco Shipping Lines ist. Die Geschäftsfelder des Unternehmens beinhalten Gütertransporte auf dem Straßen-, Schienen- und Wasserweg sowie integrierte Logistikdienstleistungen einschließlich internationale Transporte, Lagerhaltung und Distribution.

 

 

 

 




Niedersachsens Seehäfen auf Kurs

15 Jahre Niedersachsen Ports – Zeit für eine Bilanz: Rund 400 Millionen Tonnen Waren und Güter sind über die Standorte der niedersächsischen Hafengesellschaft umgeschlagen worden. Mehr als 139 Millionen Passagiere wurden in die und aus den Seehäfen während dieses Zeitraumes bewegt. Pro Jahr laufen durchschnittlich 40.000 Schiffe die Häfen entlang der niedersächsischen Nordseeküste an. Die Seehäfen Brake, Cuxhaven, Emden, Stade und Wilhelmshaven sowie die Inselversorgungshäfen sind gefragte Verkehrsknotenpunkte – jeder auf seine Weise.

2005 hat Niedersachsen Ports die Aufgaben der Häfen- und Schifffahrtsverwaltung des Landes Niedersachsen übernommen und seither nahezu eine Milliarde Euro in den Ausbau und die Unterhaltung der Häfen investiert. Neue Hafenareale wie der Niedersachsenkai in Brake oder die Offshore-Basis in Cuxhaven sind entstanden. Betagte Bauwerke wie die Nesserlander Schleuse in Emden oder die Umschlaganlage Niedersachsenbrücke in Wilhelmshaven sind heute auf dem neuesten Stand. Gleisanlagen, Straßen- Strom und Mobilfunknetze sind als Teil der Hafeninfrastruktur ausgebaut worden und sorgen für moderne sowie sichere Transport- und Logistikprozesse.

2020 kommen weitere 55 Millionen Euro für den Ausbau und die Unterhaltung der Häfen hinzu. Davon sind 40 Millionen Euro Landesmittel. „Unsere Häfen sind lebendige Orte, in denen wirtschaftlicher, technischer und gesellschaftlicher Wandel stattfindet. Das müssen wir unermüdlich mitgestalten. Nur so können wir für die Standorte und die niedersächsische Küstenregion den Mehrwert weiterentwickeln, der sich aus dem Warenumschlag, dem Transport und der Produktion von Gütern sowie aus den Dienstleistungen im Hafen ergibt“, erklärt Holger Banik, Geschäftsführer der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG sowie der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG.

Über ihre Kernaufgaben, dem Planen, Bauen und der Unterhaltung der Häfen, geht die Hafengesellschaft einen Schritt weiter. Projekte, die aktuelle Fragen mit innovativen Ansätzen lösen, werden von den Hafenentwicklern in allen Standorten verfolgt.

Ein Überblick über die wesentlichen Entwicklungen in den Seehäfen von Niedersachsen Ports:

Brake –Digitalisierung stützt Energieeffizienz

Im Universalhafen an der Weser stehen auf einer Länge von 2,5 Kilometern Liegeplätze zur Verfügung. In den letzten Jahren ist im Hafen Brake die Südpier ausgebaut worden, dort können zwei Großschiffe mit einer Länge von 270 Metern gleichzeitig abgefertigt werden. Als weitere Verbesserung der Infrastruktur werden nun die Poller- und Fendereinrichtungen auf einer Länge von 460 Metern erneuert. Zudem wird weiter nördlich der durch die Havarie der Mount Hope vor knapp zwei Jahren zerstörte Anleger wieder hergestellt.

Um die Infrastruktur für den Umschlag im Hafen jederzeit bereitstellen zu können, wird viel Energie benötigt, beispielsweise für Umschlagsanlagen, Schleusentore, Krane oder Beleuchtung.

Im IHATEC-Projekt DashPort wird derzeit untersucht, wie die Energieflüsse am Hafenstandort Brake digital erfasst, analysiert und intelligent gesteuert werden können.

Cuxhaven – Digitalisierung fördert Sicherheit

Bei einem Lückenschluss zwischen dem Europakai und der Offshore-Basis könnte der Hafen Cuxhaven mehr als 3,5 Kilometer Stromliegeplätze an der Elbe bieten. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen und die Genehmigung für die Liegeplätze 5-7 (Planfeststellungsbeschluss) wird in Kürze erwartet.

Mit dieser Maßnahme können die Umschlagskapazitäten im Hafen erweitert sowie das Wachstumsfeld „high and heavy“ gestärkt werden.

Der Bedarf ist da. Das zeigt sich auch an den Verhandlungen zur Übernahme des ehemaligen AMBAU-Standortes durch die TITAN Wind Energy GmbH, durch den der Bereich Offshore-Wind im Hafen Cuxhaven gestärkt werden kann.

Wie in allen NPorts-Standorten liegt jedoch der Großteil der Aufgaben nicht im Neubau von Hafenanlagen, sondern in der Unterhaltung der bestehenden Infrastruktur.

In besonderen Situationen, wie beispielsweise bei erhöhtem Verkehrsaufkommen, kommt es immer wieder zu Schäden an Schiffen und der Hafeninfrastruktur. Ziel des Projektes „SmartKai“ ist die Entwicklung eines schiffsunabhängigen Assistenzsystems, das auf der Hafenseite mit Hilfe von Sensoren eine sichere Navigation ermöglicht.

Emden – Grüner Wasserstoff für lebendiges Hafengeschehen

Der Standort Emden hat einen Außen- und Binnenhafen. Im Außenhafen, am geplanten Großschiffsliegeplatz zwischen Emskai und Emspier, werden die Vorbereitungen durch Baugrunduntersuchungen vorangetrieben.

Zugang und Lebensader zum Binnenhafen sind die zwei Hafenschleusen. In diesen Tagen wurde der Planungsauftrag für die Sanierung der über 100 Jahre alten Großen Seeschleuse vergeben. Der Planungsauftrag ist technisch anspruchsvoll. Besondere Anforderungen entstehen dadurch, dass die Instandsetzung der Schleuse nur im laufenden Betrieb erfolgen kann. Sperrzeiten müssen auf ein Minimum reduziert werden. Ende 2021 wird die komplette und detaillierte Ausführungsplanung als Grundlage für die Instandsetzung vorliegen.

Schleusenelektrik und Pumpanlagen benötigen große Energiemengen. Das gilt für den gesamten maritimen Sektor. In Emden ist man mit dem Wasserstoff-Projekt WASh2Emden anderen Standorten voraus: Dort wurden bereits die Möglichkeiten untersucht, Überschusswindstrom in Form von „grünem“ Wasserstoff zu speichern und im Hafen nutzbar zu machen.

Norden – Sie machen den Weg frei

7,7 Millionen Passagierbewegungen konnten über die niedersächsischen Insel- und Inselversorgungshäfen Norddeich, Bensersiel, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge gemessen werden. Rund 1,14 Millionen Tonnen Waren und Güter sind im letzten Jahr über diese Häfen verladen worden. Zudem hat sich Norddeich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Standort für die Versorgung von Offshore- Windparks entwickelt. Neben der Daueraufgabe der Sicherung der Wassertiefen in den Häfen, wird in den nächsten Jahren die Südmole am Fähranleger 1 auf Norderney saniert.

Diese Häfen liegen allesamt im niedersächsischen Wattenmeer. Daher ist es für NPorts naheliegend, als Teil des Projektes „Green Meth – Nutzung von Methanol als erneuerbarer Energieträger in maritimen Anwendungen“ einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Schifffahrt zu leisten. Die Entwicklung und Markteinführung von Methanol-basierten Antriebslösungen für kleine Schiffe stehen hierbei im Mittelpunkt.

Wilhelmshaven – Hafenbau in fünf Dimensionen

Im Alten Vorhafen in Wilhelmshaven schreiten die Sanierungsarbeiten des Helgolandkais voran, sie sind bis Mitte 2020 geplant. Zudem werden die Arbeiten am angrenzenden Wangeroogkai im Frühjahr beginnen.

Die Sanierung des Wangeroogkais ist ebenso wie die des Helgolandkais als Building Information Modeling (BIM)-Projekt ausgeschrieben. BIM bezeichnet eine kooperative, mehrdimensionale Arbeitsmethodik, mit der digitale Modelle eines Bauwerkes geschaffen werden. Die für seinen Lebenszyklus relevanten Daten werden dauerhaft erfasst. Zudem können sie in einer transparenten Kommunikation zwischen allen am Bau und im Betrieb Beteiligten ausgetauscht werden.

Der nördlichste Anleger am tiefen Fahrwasser der Jade ist die Umschlaganlage Voslapper Groden (UVG). 1979/80 gebaut, ist sie nun in die Jahre gekommen. Ab Frühjahr 2020 beginnen die Sanierungsarbeiten der Zufahrtsbrücke. Die sogenannten Jochbalken werden instand gesetzt.

„Mit einer ausgewogenen Investitions-Strategie haben wir uns erfolgreich in den letzten Jahren um die intensive Instandhaltung der bestehenden Hafenanlagen gekümmert und zugleich Neubauten realisiert. Das kann man nur schaffen, wenn man so wie wir gute Teams in allen Standorten im Einsatz hat, denen die Zukunft der Häfen am Herzen liegt“, betont Holger Banik.

Quelle und Foto: Niedersachsen Ports

 

 

 

 

 

 




Ökologisierung der Nachfrage

Die Nachfrage nach LNG-, Bio- und schwefelarmen Bunkern ist letztes Jahr in Rotterdam enorm gestiegen. Der Gesamtumschlag im größten Bunkerhafen Europas sank von 9,5 Millionen m3 auf 9 Millionen m3.

Im letzten Quartal 2019 ist der Verkauf des schwefelarmen Bunkeröls mit höchstens 0,5 % Schwefelanteil – des sogenannten VLSFO, Very Low Sulphur Fuel Oil – enorm gestiegen. Im Dezember betrug der Anteil von VLSFO 62 % des verkauften Schweröls. Im gesamten letzten Quartal waren es 48 % des verkauften Schweröls VLSFO. Seine Beliebtheit ist vor allem auf eine neue Gesetzgebung zurückzuführen.

Ab dem 1. Januar 2020 ist der weltweit zugelassene Schwefelanteil im Schiffskraftstoff von 3,5 % auf 0,5 % gesenkt worden. In den Niederlanden und anderen Nordseeländern beträgt der Schwefelgehalt seit 2015 sogar höchstens 0,1 %. Der Anteil des sogenannten Ultra Low Sulphur Fuel Oil betrug im letzten Quartal 13 Prozent des Absatzvolumens. Die in Rotterdam vertriebenen Bunker sind hauptsächlich für interkontinentalen Schiffsverkehr bestimmt.

Über den Verkauf von VLSFO hinaus fiel auch der Verkauf von LNG-Bunkern (flüssigem Erdgas) auf. Der Absatz stieg um mehr als das Dreifache von 9.483 Tonnen auf 31.944 Tonnen. Zum ersten Mal ist auch der Verkauf von Bio-Bunkern – Bunkerkraftstoffen, denen ein bestimmter Prozentsatz Biokraftstoff hinzugefügt wurde – deutlich anhand der Zahlen sichtbar. Im gesamten Jahr 2019 handelte es sich bei 2 % des Absatzes an Schweröl und 0,5 % der Destillationsprodukte (MGO – Gasöl – und MDO – Dieselöl) um Bio-Bunker. Vor allem im vierten Quartal kam der Verkauf von Bio-Bunkern immer häufiger vor. Die Beimischprozentsätze dieser Bunker schwanken zwischen 5 und 50 %. Der häufigste liegt bei 20 – 30 %.

Quelle: Port of Rotterdam, Foto Port of Rotterdam/ Kees Torn

 




Klimaneutrale Transportrouten

Die Partner E.ON, der Hafenbetrieb Rotterdam und die DeltaPort-Häfen am Niederrhein wollen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Binnenschifffahrt in Deutschland und Europa von Diesel auf Batterie und Wasserstoffantrieb umgestellt werden kann.

Die Unternehmen vereinbarten in Essen, eine Infrastruktur zu entwickeln, damit klimaneutral angetriebene Fracht- und Passagierschiffe in den Häfen Batteriecontainer tauschen oder Wasserstoff tanken können. Die Ziele der Partner sind Klimaschutz, eine verbesserte Luftqualität sowie die langfristige Optimierung von Logistikkosten.

Das Pilotkonzept konzentriert sich zuerst auf den deutschen Binnenhafen DeltaPort in Voerde und Wesel, der im Zuge des Projekts EcoPort813 zu einem nachhaltigen Hafenverbund ausgebaut wird. Das Konzept soll auf weitere Häfen in Europa übertragbar sein.

Die Voraussetzungen in Wesel sind ideal: Der Aluminiumhersteller Trimet erzeugt Abwärme, aus der E.ON neue Energie herstellen kann. Auch andere erneuerbare Energien, wie Photovoltaik sollen ebenfalls Teil des Konzepts werden. Die Infrastruktur wird so ausgelegt, dass nicht nur Schiffe, sondern auch Züge und LKW im Hafen Wasserstoff tanken oder ihre Batterie aufladen können. So kann auch die sogenannte letzte Meile grün und CO2 frei werden.

Der Rotterdamer Hafenbetrieb bringt sein Logistik-Know-how in die Partnerschaft ein. Europas größter Umschlagplatz arbeitet derzeit intensiv an konkreten Projekten, um den Güterverkehr nachhaltiger zu gestalten. Ziel ist es, bis 2050 einen klimaneutralen Warentransport zwischen Rotterdam und dem europäischen Hinterland zu ermöglichen.

Alexander Fenzl, Direktor für das Deutschland-Geschäft von E.ON Business Solutions: „Der Gütertransport auf Wasserstraßen ist schon heute umweltfreundlicher als Schiene oder Straße. Die Bundesregierung will die Binnenschifffahrt deutlich ausbauen. Mit unserer Erfahrung und dem klimaneutralen Ansatz wollen wir diesen Prozess begleiten um den Güterverkehr auf dem Wasser wirtschaftlich, klimafreundlich und damit zukunftsfähig zu machen.“

Andreas Stolte, Geschäftsführer der DeltaPort Niederrheinhäfen: „Nachhaltigkeit soll ein entscheidender Standortfaktor für die Weiterentwicklung der Hafenstandorte Orsoy, Voerde, Wesel und Emmerich am Niederrhein sein. Gemeinsam mit unseren Kunden möchten wir den Weg in eine klimafreundliche Zukunft beschreiten, in der das Binnenschiff und die Bahn als wettbewerbsfähige und saubere Verkehrsträger eingesetzt werden. Mit E.ON und dem Port of Rotterdam konnten herausragende Unternehmen für dieses Projekt gewonnen werden.“

Emile Hoogsteden, Vizepräsident des Rotterdamer Hafenbetriebs: „Die Binnenschifffahrt zwischen NRW und Rotterdam spielt eine bedeutende Rolle. Beide Regionen wollen den Verkehr nachhaltiger gestalten. Unsere Zusammenarbeit ist unabdingbar, um in den kommenden Jahren konkrete Ergebnisse erzielen zu können.“

Quelle: EON, Port of Rotterdam, Foto: Port of Rotterdam

 

 




Maritimes Frühstück des GvSH in Berlin

Der Gesamtverband Schleswig-Holsteinischer Häfen (GvSH) empfing, gemeinsam mit dem schleswig-holsteinischen Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz, Bundestagsabgeordnete zum Maritimen Frühstück in Berlin. Sowohl bei den Ladungsmengen (+1%) als auch bei der Abfertigung von Passagieren (+3,4%) wuchsen die Häfen in Schleswig-Holstein im Jahr 2019. Landstrom, LNG und andere Umweltmaßnahmen wichtige Themen auf der Agenda der Häfen.

Bereits zum 11. Mal lud der GvSH zum inzwischen traditionellen Maritimen Frühstück in Berlin ein. Mehr als 50 Teilnehmer, darunter zahlreiche Bundestagsabgeordnete sowie der Koordinator der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft, Norbert Brackmann, fanden sich am frühen Donnerstagmorgen um 07:00 Uhr in der Vertretung des Landes Schleswig-Holstein beim Bund ein.

Frank Schnabel, Vorstandsvorsitzender des GvSH, wies auf die Bedeutung der schleswig-holsteinischen Häfen als maritime Logistikdrehscheibe hin und unterstrich dieses mit den Zahlen des Jahres 2019. Im vergangenen Jahr wurde mit 53,0 Millionen Tonnen Ladung rund 1% mehr Menge als im Vorjahr über die Häfen Schleswig-Holsteins befördert. Zudem wurden mehr als 13,2 Millionen Passagiere abgefertigt, was einem Zuwachs von sogar 3,4% entspricht. „Die Häfen in Schleswig-Holstein sind Knotenpunkte des internationalen Handels und Personenverkehrs und profitieren von der Lage an zwei Küsten, so dass unterschiedlichste Zielmärkte bedient werden können. Durch die Vielseitigkeit der Häfen und ihrer Funktionen nimmt jeder einzelne Hafen, unabhängig von seiner Größe, eine bedeutende Rolle im Gesamtsystem ein“, so Schnabel.

Auch Dr. Bernd Buchholz, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein, sieht die Hafenwirtschaft als einen der zentralen Wirtschaftszweige des Bundeslandes: „Die erneuten Zuwächse bei Ladung und Passagieren zeigen, dass die Häfen Schleswig-Holsteins eine bedeutende Rolle im nationalen und internationalen Waren- und Personenverkehr einnehmen und im Wettbewerb mit anderen Häfen bestehen. Die maritime Wirtschaft genießt nicht nur wegen der geographischen Lage unseres Bundeslandes von Seiten der Landesregierung höchste Priorität, sie ist Garant für Wertschöpfung und Arbeitsplätze.“

Ein Thema, das derzeit nicht nur gesamtgesellschaftlich in aller Munde ist, sondern bei dem die schleswig-holsteinischen Häfen bereits aktiv Maßnahmen umsetzen, ist die Verbesserung des Umweltschutzes in den Häfen und der Schifffahrt. Dies machte Schnabel stellvertretend für die Mitgliedsunternehmen des GvSH deutlich.

Die Versorgung der Schiffe mit Landstrom während der Liegezeiten in den Häfen ist bereits heute in vielen schleswig-holsteinischen Häfen möglich. Seit Frühsommer 2019 bezieht die Color Line im Kieler Hafen täglich Landstrom. Darüber hinaus entsteht in Kiel aktuell die modernste Landstromanlage Europas, von der aus sowohl das Kreuzfahrtterminal Ostseekai als auch der Schwedenkai bedient werden, so dass dann alle drei innerstädtischen Fähr- und Kreuzfahrtterminals mit Landstrom ausgerüstet sind.  In Lübeck existiert bereits seit 2008 eine Landstromanlage am Nordlandkai. An der Entwicklung einer ähnlichen Anlage am Skandinavienkai arbeitet die LHG derzeit zusammen mit Partnern. Außerdem gibt es Planungen der Fährreederei Scandlines für eine Landstromanlage im Fährhafen Puttgarden, und in Brunsbüttel wird eine Machbarkeitsprüfung für eine Landstromanlage durchgeführt. Bereits seit Jahrzehnten werden in den nordfriesischen Häfen von Wyk auf Föhr, Dagebüll und Wittdün auf Amrum alle dort beheimateten und regelmäßig verkehrenden Schiffe, insbesondere die Fährschiffe, mit Landstrom versorgt. Der genutzte Strom ist Ökostrom aus der Region. Damit hatten die nordfriesischen Häfen bereits vor vielen Jahren eine Vorreiterrolle inne.

Neben der Emissionsreduzierung in den Häfen während der Liegezeiten ist auch die Emissionsreduzierung der fahrenden Schiffe auf der Agenda der Schifffahrtsbranche. Auf dem noch sehr langen Weg zur emissionsfreien Schifffahrt mit zum Beispiel Wasserstoff ist die Nutzung von heute verfügbaren emissionsärmeren Treibstoffen wie LNG als Brückentechnologie alternativlos. Die Errichtung des geplanten LNG-Terminals in Brunsbüttel wird die flächendeckende Versorgung der Schifffahrt in Norddeutschland mit LNG als Treibstoff ermöglichen und wird somit insbesondere in den Hafenstädten und entlang des Nord-Ostsee-Kanals zu erheblichen Emissionsreduzierungen sowie zur Verbesserung der Luftqualität beitragen. So steuert bereits seit Dezember 2015 die MS „Helgoland“ der Reederei Cassen Eils, die mit verflüssigtem Erdgas (LNG) betrieben wird, die Insel Helgoland an.

Darüber hinaus werden in den schleswig-holsteinischen Häfen noch viele kleinere, aber in der Gesamtbetrachtung nicht unbedeutendere Projekte zur Verbesserung der Umweltbilanz umgesetzt. Beispielhaft genannt seien hier die E-Mobilität bei Flurförderfahrzeugen und PKWs, Energiemanagementsysteme, eigenständige Erzeugung von Erneuerbaren Energien aus Photovoltaik und Windkraft und auch die Abfallbewirtschaftungspläne.

„Wir als Hafenwirtschaft sind uns unserer Verantwortung bewusst. Dies betrifft auch das nachhaltige und umweltbewusste Wirtschaften. In unseren Häfen werden viele unterschiedliche Maßnahmen bereits umgesetzt oder sind konkret in Planung“, fasst Schnabel die Umweltaktivitäten zusammen.

Zum Ende der Veranstaltung sahen alle Beteiligten trotz eines drohenden Konjunkturabschwungs einer positiven weiteren Entwicklung der Hafenwirtschaft entgegen. Die schleswig-holsteinischen Häfen haben sich gut aufgestellt, wobei es auch in Zukunft bei verschiedensten Themen Bedarf für politische Unterstützung gibt, sowohl aus Kiel als auch aus Berlin. Diese wird der GvSH auch zukünftig bei Veranstaltungen wie z.B. beim Maritimen Frühstück intensiv einfordern.

Quelle und Foto: Gesamtverband Schleswig-Holsteinischer Häfen e.V.

 

 

 




Niedersachsens Seehäfen erfolgreich

Mit rund 53,5 Millionen Tonnen umgeschlagener Seegüter (49,8 Millionen Tonnen in 2018), konnten die neun niedersächsischen Seehäfen in 2019 das herausragende Ergebnis des Jahres 2017, trotz widriger Umstände wie globalen Handelskriegen, ungewissem Ausgang im Brexit-Deal und Kohleausstieg übertreffen und erzielten damit das beste Ergebnis seit der globalen Finanzkrise im Jahre 2008. Die größten Zuwächse im vergangenen Jahr konnte der Umschlag von Rohöl, Baustoffen und Getreide sowie Ölsaaten verzeichnen. Bedingt durch die eingeleitete Energiewende, ging der seeseitige Umschlag von Kohle jedoch erneut zurück.

Im Vorjahr noch durch Minderwasser auf dem Rhein und dadurch reduzierte Produktionsmengen der Hinterland-Raffinerien benachteiligt, zog der Umschlag von Rohöl im Jahr 2019 wieder an und ist neben den Mineralölen hauptverantwortlich für eine 16%ige Umschlagssteigerungen von 20,86 Mio. t (2018) auf 24,25 Mio. t (2019) bei den flüssigen Massengütern.
Die trockenen Massengüter entwickelten sich, trotz stark reduzierter Mengen bei der Kohle, sehr zufriedenstellend. Hier können die Seehäfen Niedersachsens mit zusätzlichen 801T t ein Plus von 5% und somit einer Gesamtmenge von 15,72 Mio. t
(2018: 14,92 Mio. t) verzeichnen. Die Energiewende bedingten Mindermengen in diesem Segment konnten durch geschickte Akquise im Bereich der Baustoffe sowie Zuwächse im Umschlag von Getreide und Ölsaaten nicht nur aufgefangen, sondern sogar gesteigert werden.
Der Umschlag von Stückgütern bewegt sich mit 13,5 Mio. t annähernd auf dem Ergebnis des Vorjahres mit 14,0 Mio. t. Während wertschöpfungsintensives Breakbulk, wie z.B. Kabeltrommeln, Forstprodukte und Projektladung mit 7,02 Mio. t. ein leichtes Plus von 3% zu verzeichnen hat (2018: 6,82 Mio. t.), bewegt sich der Umschlag von Neufahrzeugen zwar immer noch auf einem sehr hohen Niveau, war aber mit 1,74 Mio. Stück (-2% zu 2018) leicht unter dem Ergebnis des vorherigen Jahres. Niedersachsen bleibt damit aber auch weiterhin einer der größten Umschlagsplätze für PKWs in Europa.
Das Containerterminal Wilhelmshaven am JadeWeserPort schaffte es leider nicht die guten Vorjahres Ergebnisse erneut zu steigern. Unter anderem bedingt durch die weltweite schwächelnde Konjunkturlage und dem Rückgang sogenannter Inducement Calls, also ungeplanter Schiffsanläufe, wurde 2019 mit 639.084 TEU das Ergebnis aus 2018 um -2,5% verfehlt.

„Der Universalhafen Niedersachsen, samt seiner Akteure, hat einmal mehr seine internationale Wettbewerbsfähigkeit bewiesen. In der heutigen Zeit und bei all den nicht beeinflussbaren globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten ein Umschlagsplus von 7% zu erzielen ist nicht selbstverständlich und zeugt von großer Diversifikation und flexiblem, marktangepasstem Handeln sowie guter Akquise um rückläufige Umschlagsgüter rechtzeitig durch Alternativen aufzufangen, oder sogar den Durchlauf noch zu erhöhen.“ sagt Timo A. Schön, Geschäftsführer der Hafenmarketinggesellschaft Seaports of Niedersachsen GmbH und fügt später hinzu „diverse Gespräche mit Dienstleistern aus Niedersachsens maritimer Wirtschaft stimmen mich positiv für die Entwicklung im bereits angebrochenen Jahr 2020.“

Betrachtet man die neun niedersächsischen Seehafenstandorte individuell, ergibt sich in alphabetischer Ordnung, daraus folgendes Bild:

Brake
6,60 Mio. t im Seeverkehr (+5% zu 2018: 6,28 Mio. t)
Umschlagssteigerungen bei Getreide und Ölsaaten, leichte Rückgänge bei Futtermitteln

Cuxhaven
3,51 Mio. t im Seeverkehr (+33% zu 2018: 2,65 Mio. t.)
Umschlagssteigerungen bei Baustoffen, leichte Rückgänge bei Automobilen

Emden
4,42 Mio. t im Seeverkehr (-1% zu 2018: 4,47 Mio. t.)
Leichte Umschlagssteigerungen im Stückgut (z.B. Forstprodukte), dezente Rückgänge bei Automobilen

Leer
332.180 t im kombinierten See- und Binnenverkehr (-8% zu 2018: 359.273 t)
Mindermengen im Bereich Baustoffe

Nordenham
2,42 Mio. t im Seeverkehr (-11% zu 2018: 2,71 Mio. t)
Umschlagsrückgang im Kohleumschlag und Zink, Steigerungen bei Mineralölprodukten

Oldenburg
1,11 Mio. t im kombinierten See- und Binnenverkehr (+12% zu 2018: 994.597 t)
Umschlagszuwächse bei Getreide und Baustoffen

Papenburg
846.357 Mio. t im kombinierten See- und Binnenverkehr (+11% zu 2018: 764.005 t)
Umschlagszuwächse sowohl im trockenen Massengut- als auch im Stückgutumschlag

Stade
6,51 Mio. t im Seeverkehr (+15% zu 2018: 5,66 Mio. t.)
Starke Umschlagssteigerung bei Baustoffen

Wilhelmshaven
29,29 Mio. t im Seeverkehr (+7% zu 2018: 27,34 Mio. t)
Umschlagssteigerung bei Rohöl, Kraftstoffen sowie Heizöl, starker Rückgang bei Kohle

Quelle: Seaports of Niedersachsen,

 

 

 

 




Hapag-Lloyd und HHLA setzen Zusammenarbeit fort

Die Hapag-Lloyd AG und die Hamburger Hafen und Logistik AG werden ihre enge Zusammenarbeit in Hamburg für weitere fünf Jahre fortsetzen.


Auf Basis dieser Entscheidung können beide Unternehmen nun entsprechende Investitionen vornehmen und insgesamt ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter ausbauen. Beide Parteien haben sich außerdem darauf geeinigt, in Fragen der Nachhaltigkeit noch enger zusammen zu arbeiten. So ist beispielsweise geplant, die Emissionen im Hamburger Hafen weiter deutlich zu senken und gemeinsam an einem konsequenten Ausbau der Hinterlandverbindungen zu arbeiten.

„Wir freuen uns sehr, unsere langjährige vertrauensvolle und intensive Zusammenarbeit fortsetzen zu können. Der Hamburger Hafen ist und bleibt damit ein maritimer Knotenpunkt mit hoher Bedeutung für die weltweiten Logistikströme“, erklärten die beiden Vorstandsvorsitzenden Angela Titzrath (Hamburger Hafen und Logistik AG) und Rolf Habben Jansen (Hapag-Lloyd AG).

Quelle: HHLA, Foto: Hapag-Lloyd

 

 

 

 




Rotterdam bewegt rund 469,4 Millionen Tonnen

Der Rotterdamer Hafen hat im vergangenen Jahr 469,4 Millionen Tonnen Waren umgeschlagen, einen Bruchteil mehr als das Umschlagsniveau von 2018 (469,0 Millionen Tonnen). Das Jahr 2019 kennzeichnete sich für den Hafenbetrieb Rotterdam erneut durch ein hohes Investitionsniveau. Die Brutto-Investitionen, Beteiligungen inbegriffen, beliefen sich im vorigen Jahr auf € 338,3 Millionen (2018: € 408,1 Millionen). Das Nettoergebnis ohne Steuern belief sich auf € 241,0 Millionen (2018: € 254,1 Millionen).

Dahinter verbargen sich deutliche Verschiebungen bei den unterschiedlichen Gütersegmenten. Zunahmen waren beim Umschlag von Rohöl, Containern, LNG (Flüssiggas) und Biomasse zu verzeichnen. Der Umschlag von Kohle und Mineralölprodukten wies einen Rückgang auf. Im vorigen Jahr sind entscheidende Schritte auf den Gebieten Digitalisierung und Energiewende unternommen worden. Einige markante Beispiele sind der Start von PortXchange, die beabsichtigte Erweiterung des Wärmenetzes und der Vertrag, den der Hafenbetrieb Rotterdam mit Unternehmen zur Zusammenarbeit bei der Vorbereitung von Abscheidung, Transport und Lagerung von CO₂ geschlossen hat.

Allard Castelein, Generaldirektor des Hafenbetriebs Rotterdam äußert sich dazu: „Der Rotterdamer Hafen erreicht 2019 das Umschlagsvolumen des Jahres 2018. Natürlich lehnen wir uns nicht zurück, sondern sind aktiv in der Verstärkung unserer Führungsposition – und dazu gehören auch stattliche Investitionen. Der Erfolg eines modernen Hafens lässt sich nicht nur an den Tonnen messen, die dort umgeschlagen werden. Die Nachfrage nach allein einer höheren Umschlagskapazität hat einer Nachfrage nach einem besseren, schnelleren und vor allem intelligenteren Hafen Platz gemacht. Entscheidend für die Zukunft ist ferner, dass die Industrie in der Lage ist, die Energiewende zu beschleunigen, damit der Rotterdamer Hafen mit großer Wirkung zur Erreichung der niederländischen Klimaziele beitragen kann. Dafür ist ein entschlossener, unternehmerisch aktiver Staat erforderlich, der mit der Wirtschaft gemeinsam an einem Strang zieht.

Der Gesamtumschlag bei flüssigem Massengut lag im Jahr 2019 (211,2 Millionen Tonnen) auf ungefähr derselben Höhe wie im Vorjahr (2018: 211,8 Millionen Tonnen). Innerhalb dieses Segments belief sich der Umschlag von Rohöl/Erdöl im fünften aufeinanderfolgenden Jahr auf mehr als 100 Millionen Tonnen und wies eine Steigerung von 3,9 % auf. Raffinerien, die ihren Standort in Rotterdam haben oder mit Rotterdam verbunden sind, haben nach den in den letzten Jahren getätigten Investitionen ihre Produktionskapazität erhöht, wodurch sie in der Lage waren, 2019 mehr Rohöl zu raffinieren. Darüber hinaus wurden in den letzten Monaten höhere Lagerbestände gebildet.

Der Umschlag bei den Mineralölprodukten sank aufgrund einer geringeren Zu- und Abfuhr von Heizöl. Dieser Abwärtstrend der letzten Jahre wurde 2019 durch verschärfte weltweit geltende Emissionsvorschriften für die Schifffahrt verstärkt, die ab dem 1. Januar 2020 gelten.

Der Anstieg des LNG-Umschlags war hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass ein größerer Teil des rund um den Atlantischen Ozean geförderten Gases nach Europa importiert wurde, anstatt es nach Asien zu exportieren. Der Anstieg bei anderem flüssigen Massengut betrifft den Import und Export von Biokraftstoffen, insbesondere von Biodiesel.

Der Umschlag von Trockenmassengut sank um 4% auf 74,5 Millionen Tonnen (2018: 77,6 Millionen Tonnen). Vor allem der Kohle-Umschlag sank beträchtlich (-14,8 %). Der Anteil der Energiekohle an der niederländischen und deutschen Stromerzeugung ist stark zurückgegangen; in beiden Ländern wurde anhand von Sonne, Wind und Gas mehr Energie erzeugt. Auch der Transit von Kokskohle stand aufgrund der rückläufigen Stahlproduktion in Deutschland unter Druck. Der Umschlag von Eisenerz und Schrott auf Jahresbasis blieb gegenüber 2018 praktisch unverändert. Das ist, in Anbetracht der rückläufigen Stahlproduktion in Deutschland, ein gutes Ergebnis. Der Umschlag von Biomasse stieg um 62,8 %. Der Anstieg betrifft vor allem den Import von Holzpellets, die zur Mitverbrennung in Kohlekraftwerken verwendet werden.

Nach einem guten Start im ersten Halbjahr hat sich der Containerumschlag in der zweiten Jahreshälfte beinahe nicht erhöht. Der Containerumschlag stieg, in Tonnen gemessen, um 2,5 %. In TEU, der Standardgröße für Container, ausgedrückt, betrug der Anstieg 2,1 % und belief sich die Jahresgesamtmenge auf 14,8 Millionen TEU. Das Wirtschaftswachstum in der EU ist etwas rückläufig, was vor allem eine Folge einer geringeren Industrieproduktion in Deutschland ist. Zudem wurden im November und Dezember von Asien aus geplante Abfahrten storniert, dies infolge der rückläufigen Produktion und des sinkenden Wachstums beim Welthandel. Auch das Shortsea-Segment bekam die Auswirkungen eines schwächeren Wirtschaftswachstums sowie die Konkurrenz anderer Häfen zu spüren.

Der Umschlag über Roll-on/Roll-off-Schiffe verzeichnete 2019, trotz aller Unsicherheit beim Thema Brexit, doch einen leichten Anstieg (+0,8 %). Im Laufe des Jahres gab es große Schwankungen bei den Umschlagspitzen, die auf den Aufbau von Lagerbeständen im Vorfeld der früher geplanten Zeitpunkte für den Brexit am 31. März und am 31. Oktober 2019 zurückzuführen waren.
Der Umschlag des sonstigen Stückguts stieg auf Jahresbasis um 2,9 %, da zusätzliche Ladungspakete hereingeholt werden konnten. Im vierten Quartal war allerdings ein Rückgang infolge der stockenden deutschen Exporte zu verzeichnen.

Der Hafenbetrieb Rotterdam hat 2019 einen Umsatz in Höhe von € 706,6 Millionen verbuchen können (2018: 707,2 Millionen) verbuchen können. Auf der Habenseite wiesen die Hafengebühren einen leichten Anstieg auf, während die Vermietungserträge leicht sanken. Das Nettoergebnis ohne Steuern belief sich auf € 241,0 Millionen (2018: € 254,1 Millionen).

Das Jahr 2019 kennzeichnete sich für den Hafenbetrieb Rotterdam erneut durch ein hohes Investitionsniveau. Die Brutto-Investitionen, Beteiligungen inbegriffen, beliefen sich im vorigen Jahr auf € 338,3 Millionen (2018: € 408,1 Millionen). Beispiele für große Investitionsprojekte sind der Bau der Container Exchange Route (CER) auf der Maasvlakte, die Umleitung eines Teils der Hafenbahnlinie über die Theemsweg-Trasse und der Bau neuer Kaimauern für das Hartel-Tank-Terminal.

Die Vermietung von Gelände, was den größten Ertragsposten darstellt, sank um 2,2 % auf € 365,5 Millionen. Dieser Rückgang ist die Konsequenz eines einmaligen Ertrags im Jahr 2018 aufgrund einer rückwirkenden Preisüberprüfung.

Die Einnahmen aus Hafengebühren – den Beträgen, welche die Schiffe bei einem Besuch des Hafens entrichten – stiegen, aufgrund eines positiven Preiseffekts, um 0,6 % auf € 304,3 Millionen.
Die sonstigen Einnahmen betrugen € 36,7 Millionen (2018: € 31,1 Millionen). Dieser Anstieg ergibt sich aus einer Steigerung bei dem Ertrag aus der Schlammlagerung für Dritte und aus dem Sandverkauf.

Die Betriebskosten stiegen um 2,0 % auf € 273,2 Millionen. Diesbezüglich ist die wichtigste Ursache, dass die Arbeitskosten infolge tariflicher Lohnerhöhungen und der neuen Seniorenregelung gestiegen sind. Die Betriebsaufwendungen wiesen dahingegen einen Rückgang auf.

Die Abschreibungskosten stiegen infolge des relativ hohen Investitionsniveaus der vergangenen Jahre.

Gemäß den existierenden langfristigen Vereinbarungen macht der Hafenbetrieb den Aktionären, der Stadt Rotterdam (70,83 %) und dem Staat (29,17 %) den Vorschlag, im Rahmen der Dividende für 2019 € 98,5 Mio. (40 %) auszuzahlen; € 69,8 Mio. an die Stadt und € 28,7 Millionen an den Staat.

Im vergangenen Jahr sind erneut Schritte im Hinblick auf die phasenweise Neueinrichtung der Energieversorgung und der Stimulierung von Aktivitäten im Rahmen der Kreislaufwirtschaft im Hafen gemacht worden. Beispiele hierfür sind:

  • Vertragsabschluss mit Unternehmen, parallel an der Vorbereitung von Abscheidung, Transport und Lagerung von CO₂ (Porthos) zu arbeiten
  • Beträchtlicher Fortschritt bei der Wärmenetzleitung zum Westland und nach Den Haag.
  • Black Bear Carbon lässt sich mit einem neuen Produktionsstandort nieder, wo die Farbstoffrückgewinnung aus alten Reifen erfolgt
  • Das Unternehmen uRecycle® wird eine neue Fabrik bauen, die sowohl dem Recycling als auch der Wiederverwendung von Batterien dient
  • Inbetriebnahme der größten Windturbine auf der Maasvlakte
  • Landstrom für Binnenschifffahrt-/Seeverkehr – Versuchsprojekt Parkkade

Im Bereich der Digitalisierung sind folgende Erfolge zu vermelden, die sich auf das Berichtsjahr 2019 beziehen:

  • Shell und Maersk sind Erstkunden von PortXchange, einem separaten Unternehmen, das gegründet wurde, um mit Hilfe der Pronto-App Hafenanläufe effizienter zu gestalten und Kunden bei der Reduzierung ihrer Emissionen zu unterstützen.
  • Track & Trace von Containern über die neue App Boxinsider
  • Portbase regelt die digitale Zollanmeldung, auch nach dem Brexit, reibungslos.
  • Digitale Anmeldung für die Hafengebühren über die Portability-App
  • Die App TimeToBunker für die elektronische Bunkeranmeldung erhöht die Effizienz.

Quelle: Port of Rotterdam, Foto: Paul Martens, Prinses Amaliahaven, Hafenbetrieb Rotterdam 

 

 

 




Bestes Ergebnis der letzten zehn Jahre

Mit rund 53,5 Millionen Tonnen umgeschlagener Seegüter (49,8 Millionen Tonnen in 2018), konnten die neun niedersächsischen Seehäfen in 2019 das herausragende Ergebnis des Jahres 2017, trotz widriger Umstände wie globalen Handelskriegen, ungewissem Ausgang im Brexit-Deal und Kohleausstieg übertreffen und erzielten damit das beste Ergebnis seit der globalen Finanzkrise im Jahre 2008.

Die größten Zuwächse im vergangenen Jahr konnte der Umschlag von Rohöl, Baustoffen und Getreide sowie Ölsaaten verzeichnen. Bedingt durch die eingeleitete Energiewende, ging der seeseitige Umschlag von Kohle jedoch erneut zurück.

Im Vorjahr noch durch Minderwasser auf dem Rhein und dadurch reduzierte Produktionsmengen der Hinterland-Raffinerien benachteiligt, zog der Umschlag von Rohöl im Jahr 2019 wieder an und ist neben den Mineralölen hauptverantwortlich für eine 16%ige Umschlagssteigerungen von 20,86 Mio. t (2018) auf 24,25 Mio. t (2019) bei den flüssigen Massengütern.

Die trockenen Massengüter entwickelten sich, trotz stark reduzierter Mengen bei der Kohle, sehr zufriedenstellend. Hier können die Seehäfen Niedersachsens mit zusätzlichen 801T t ein Plus von 5% und somit einer Gesamtmenge von 15,72 Mio. t
(2018: 14,92 Mio. t) verzeichnen. Die Energiewende bedingten Mindermengen in diesem Segment konnten durch geschickte Akquise im Bereich der Baustoffe sowie Zuwächse im Umschlag von Getreide und Ölsaaten nicht nur aufgefangen, sondern sogar gesteigert werden.

Der Umschlag von Stückgütern bewegt sich mit 13,5 Mio. t annähernd auf dem Ergebnis des Vorjahres mit 14,0 Mio. t. Während wertschöpfungsintensives Breakbulk, wie z.B. Kabeltrommeln, Forstprodukte und Projektladung mit 7,02 Mio. t. ein leichtes Plus von 3% zu verzeichnen hat (2018: 6,82 Mio. t.), bewegt sich der Umschlag von Neufahrzeugen zwar immer noch auf einem sehr hohen Niveau, war aber mit 1,74 Mio. Stück (-2% zu 2018) leicht unter dem Ergebnis des vorherigen Jahres. Niedersachsen bleibt damit aber auch weiterhin einer der größten Umschlagsplätze für PKWs in Europa.

Das Containerterminal Wilhelmshaven am JadeWeserPort schaffte es leider nicht, die guten Vorjahres Ergebnisse erneut zu steigern. Unter anderem bedingt durch die weltweite schwächelnde Konjunkturlage und dem Rückgang sogenannter Inducement Calls, also ungeplanter Schiffsanläufe, wurde 2019 mit 639.084 TEU das Ergebnis aus 2018 um -2,5% verfehlt.

„Der Universalhafen Niedersachsen, samt seiner Akteure, hat einmal mehr seine internationale Wettbewerbsfähigkeit bewiesen. In der heutigen Zeit und bei all den nicht beeinflussbaren globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten ein Umschlagsplus von 7% zu erzielen ist nicht selbstverständlich und zeugt von großer Diversifikation und flexiblem, marktangepasstem Handeln sowie guter Akquise um rückläufige Umschlagsgüter rechtzeitig durch Alternativen aufzufangen, oder sogar den Durchlauf noch zu erhöhen.“ sagt Timo A. Schön, Geschäftsführer der Hafenmarketinggesellschaft Seaports of Niedersachsen GmbH und fügt später hinzu „diverse Gespräche mit Dienstleistern aus Niedersachsens maritimer Wirtschaft stimmen mich positiv für die Entwicklung im bereits angebrochenen Jahr 2020.“

Betrachtet man die neun niedersächsischen Seehafenstandorte individuell, ergibt sich in alphabetischer Ordnung, daraus folgendes Bild:

Brake
6,60 Mio. t im Seeverkehr (+5% zu 2018: 6,28 Mio. t)
Umschlagssteigerungen bei Getreide und Ölsaaten, leichte Rückgänge bei Futtermitteln

Cuxhaven
3,51 Mio. t im Seeverkehr (+33% zu 2018: 2,65 Mio. t.)
Umschlagssteigerungen bei Baustoffen, leichte Rückgänge bei Automobilen

Emden
4,42 Mio. t im Seeverkehr (-1% zu 2018: 4,47 Mio. t.)
Leichte Umschlagssteigerungen im Stückgut (z.B. Forstprodukte), dezente Rückgänge bei Automobilen

Leer
332.180 t im kombinierten See- und Binnenverkehr (-8% zu 2018: 359.273 t)
Mindermengen im Bereich Baustoffe

Nordenham
2,42 Mio. t im Seeverkehr (-11% zu 2018: 2,71 Mio. t)
Umschlagsrückgang im Kohleumschlag und Zink, Steigerungen bei Mineralölprodukten

Oldenburg
1,11 Mio. t im kombinierten See- und Binnenverkehr (+12% zu 2018: 994.597 t)
Umschlagszuwächse bei Getreide und Baustoffen

Papenburg
846.357 Mio. t im kombinierten See- und Binnenverkehr (+11% zu 2018: 764.005 t)
Umschlagszuwächse sowohl im trockenen Massengut- als auch im Stückgutumschlag

Stade
6,51 Mio. t im Seeverkehr (+15% zu 2018: 5,66 Mio. t.)
Starke Umschlagssteigerung bei Baustoffen

Wilhelmshaven
29,29 Mio. t im Seeverkehr (+7% zu 2018: 27,34 Mio. t)
Umschlagssteigerung bei Rohöl, Kraftstoffen sowie Heizöl, starker Rückgang bei Kohle

Quelle: Seaports of Niedersachsen, Foto: NPorts/Andreas Burmann, von links: Timo A. Schön (Geschäftsführer der Seaports of Niedersachsen GmbH), Dr. Bernd Althusmann (Niedersächsicher Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung) und Holger Banik (Geschäftsführer Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG und der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG).




Rekordjahr für die Oberelbe-Häfen

Der Hafenverbund der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO) kann auf das bisher beste Umschlagergebnis seit 1990 zurückblicken: Insgesamt wurden 3,06 Millionen Tonnen Güter in den Häfen umgeschlagen – das sind 16 Prozent  mehr gegenüber dem Vorjahr.

Dank vielfältiger trimodaler Logistikangebote aus einer Hand konnten die Auswirkungen des zweiten langanhaltenden Elbe-Niedrigwasserjahres in Folge für die Anlieger und den Hafenbetreiber begrenzt werden. Damit bleibt der Hafenverbund trotz widriger Schifffahrtsbedingungen auf Erfolgskurs. Zum SBO-Hafenverbund gehören die Binnenhäfen in Dresden, Riesa, Torgau, Mühlberg, Decin, Lovosice und Dessau-Roßlau.

Auch wirtschaftlich wird es auf eines der besten Geschäftsjahre des Hafenverbundes hinauslaufen. Hier verzeichnet die Hafengruppe ein deutliches Wachstum und entwickelt sich immer mehr zu einem Knotenpunkt für logistische Dienstleistungen an den einzelnen Standorten. Ziel ist es, die Entwicklung der Infrastrukturen als Basis für die zukünftigen Herausforderungen bei der Verkehrsverlagerung zu schaffen und gleichzeitig die effektive Nutzung vorhandener Infrastrukturen sowie die Verbesserung logistischer Abläufe für Anlieger und Nutzer sicher zu stellen.

Die drei sächsischen Häfen Dresden, Riesa und Torgau (SBO GmbH) erzielten mit 2,31 Millionen Tonnen Güterumschlag das beste Ergebnis seit 1990. Das entspricht einer Steigerung von fast 23 % im Vergleich zum Vorjahr. Der niedrigwasserbedingte Rückgang im Schiffsumschlag (-17,55 %) konnte durch eine Verlagerung der Güter auf die Bahn vollumfänglich kompensiert werden (+17,66 %).

Beim Containerumschlag im Hafen Riesa wurde zum dritten Mal in Folge ein Rekordergebnis erzielt. 2019 wurden insgesamt 44.343 TEU (Containereinheiten) umgeschlagen – ein Plus von 802 TEU (+1,84 %) gegenüber 2018. Das entspricht dem besten Ergebnis seit Bestehen des Containerterminals. Die Container werden zweimal wöchentlich per Binnenschiff und fünfmal wöchentlich mit der Ganzzugverbindung AlbatrosExpress zwischen Riesa und Hamburg/Bremerhaven im Nachtsprung transportiert. Grundlage für die positive Entwicklung des Containerumschlages im Hafen Riesa ist das Anbieten von ganzheitlichen logistischen Lösungen für die angesiedelten Unternehmen und Kunden. In der temperaturgeführten Containerservicehalle werden „Leistungen rund um den Container“ angeboten. Das Portfolio reicht von Reparaturen, Reinigungen, Be-/Entlabelung und Sonderbau von Containern über den Einbau von Inlets, Spezial- und Sondereinbauten bis hin zu Containerstauen und
Kommissionierung sowie dem Handel und Verkauf von Containern.

Eine Steigerung von 13 % konnte der Hafenverbund beim Güterverkehr per Eisenbahn verzeichnen. Mit insgesamt 911.600 Tonnen transportierter Waren auf dem Schienenweg wurde auch in diesem Segment ein Rekordergebnis erreicht. Besonders die Häfen Dresden (+49 %), Riesa (+6,4 %), Decin (+32,6 %) und Lovosice (+31,9 %) konnten kräftig zulegen. Per Eisenbahn wurden vor allem Container, Schrott, Düngemittel, Getreide und Sojaschrot transportiert.

Seit Anfang Mai 2019 hatten die Oberelbe-Häfen mit den sehr niedrigen Wasserständen der Elbe zu kämpfen, die zu einer fünfmonatigen Einstellung der Binnenschifffahrt führten. Nach einer kurzen Erholung im Oktober 2019 sanken die Wasserstände erneut auf sehr niedriges Niveau, sodass die Binnenschifffahrt bis Ende Januar 2020 wiederum zum Erliegen kam. Insgesamt sank der Güterumschlag per Binnenschiff in den Oberelbe-Häfen um 15 % auf 129.000 Tonnen. Zu den per Binnenschiff transportierten Gütern gehörten Container, Getreide, Sojaschrot, Düngemittel, Schrott und Projektladungen.

Im Hafen Lovosice wurde mit der Inbetriebnahme einer neuen Lagerhalle für landwirtschaftliche Güter ein wichtiger Grundstein für die weitere notwendige Entwicklung an diesem Standort gelegt. Die Anlage ist seit dem ersten Tag zu 100 % ausgelastet und trägt somit zur Stärkung des Standortes und der positiven Entwicklung der tschechischen Häfen bei.

Die Häfen Dresden und Lovosice haben sich bereits seit mehreren Jahren als hervorragende Dienstleistungsstandorte für den Umschlag von Projektladungen etabliert. Das erneute monatelange Elbe-Niedrigwasser im Jahr 2019 hat besonders den Hafen Dresden stark getroffen. Insgesamt wurden ca. 5.000 Tonnen Projektladungen umgeschlagen (-9 %). Niedrigwasserbedingt konnten davon nur ca. 2.400 Tonnen per Binnenschiff transportiert werden.

Quelle und Foto: Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH, Schrottentladung im Alberthafen Dresden