DeltaPort erhält Planfeststellungsbeschluss

Die DeltaPort GmbH & Co. KG als Betreiber des Hafens Voerde-Emmelsum plant eine Hafenerweiterung um 15 Hektar mit Ver- längerung und Ausbau von Kaianlagen um 130 Meter. Im Oktober 2019 erhielt DeltaPort mit dem Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung Düsseldorf „grünes Licht“ zur weiteren Durchführung der Maßnahme und der Aufstellung eines Bebauungsplanes.

Durch die Ansiedlung neuer Logistikunternehmen auf der Erweiterungsfläche sollen nicht nur innovative Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden, sondern auch die Verlagerung von Warenströmen von den staugeplagten Straßen auf das umweltfreundliche Binnenschiff und die Bahn im Fokus stehen.

Der Hafen Voerde-Emmelsum, direkt am Rhein gelegen, ist im Schwerpunkt ein Umschlaghafen für Container und Stückgut. Drei Containerbrückenkrane verschiedener Betreiber stehen hier aktuell für den Güterumschlag zur Verfügung. Aufgrund des steigenden Güteraufkommens sowie der Knappheit an Logistikflächen entlang des Rheins, soll der westliche Bereich des Hafenareals um 15 ha erweitert werden. Die vorhandene Kaianlage wird im Zuge der Erweiterung um einen zusätzlichen Schiffs- anlegeplatz verlängert (Verlängerung von derzeit 295 m auf 425 m). Ein Ausbau der beiden vorhandenen Gleise um jeweils 130 Meter ist ebenfalls vorgesehen. Zur Schaffung der Logistikfläche wird eine Aufschüttung des Geländes um 4 bis 7 Meter auf hochwasserfreies Niveau durchgeführt. Die Rechtskraft des Planfeststellungsbescheides ist nach vorheriger Offenlage erfolgt. Der Baubeginn ist im Herbst 2020 avisiert, sofern die Bauphase gut verläuft, könnte die Fertigstellung im Jahre 2025 erfolgen. Die Vermarktung und Ansiedlung sollen sukzessive ab Herstellung der Bauflächen ab 2023 durchgeführt werden.

Der technische Leiter und Prokurist DeltaPorts Dieter Thurm freut sich über den Planfeststellungsbeschluss: „Die Erweiterung des Hafens Voerde-Emmelsum bringt Wertschöpfung in die Region und schafft viele Arbeitsplätze. Darüber hinaus leistet der Hafen einen großen Beitrag zur dringend notwendigen Verkehrsverlagerung von LKW-Verkehren zur Entzerrung des Verkehrsinfarktes in Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen der Klimabilanz dient der Hafen Voerde-Emmelsum der nachhaltigen Senkung schädlicher Emissionen durch Verkehrsverlagerung des Schwerverkehrs von der Straße auf die ökologisch wertvolleren Verkehrsträger Binnenschifffahrt und Bahn. Somit freuen wir uns, diese so wichtige Entwicklung für die Region Niederrhein nun auf den Weg bringen zu können.“

Auch der Bürgermeister der Stadt Voerde Dirk Haarmann ist stolz auf diesen wichtigen Meilenstein zur Erweiterung des Hafens Voerde-Emmelsum. „Die bereits hohen Standortqualitäten unseres Hafens werden durch diesen Ausbau weiter gestärkt. Durch die zusätzlichen Gewerbeflächen und Umschlagskapazitäten erwarten wir starke Impulse zur gewerblichen Entwicklung. Ein Vorhaben, das ich von der ersten Idee in verschiedenen Funktionen bereits seit über 10 Jahren begleite, kann nun endlich umgesetzt werden.“

Insbesondere die konstruktive Zusammenarbeit DeltaPorts mit der Stadt Voerde und den Genehmigungsverfahren- und Fachbehörden ist positiv hervorzuheben. Seit 2013 wurde intensiv von allen Beteiligten an der Planung und Abstimmung gearbeitet. Neben naturschutzrechtlichen Belangen mussten auch umfangreiche Untersuchungen wie zum Beispiel ein Strömungsgutachten zur Beurteilung von Auswirkungen auf die Strömung des Rheins etc. durchgeführt werden. Aufgrund der Komplexität des Vorhabens ist der jetzige Planfeststellungsbeschluss auch dem Engagement und der Lösungsorientierung der beteiligten Behörden zu verdanken.

Die positive Verankerung der Hafen- und Bahnlogistik in den Köpfen der Gesellschaft ist nun ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung der allgemeinen Verkehrssituation auf den Straßen. „DeltaPort möchte mit der baulichen Umsetzung der Westerweiterung des Hafens Voerde-Emmelsum insbesondere innovativen und nachhaltigen Projekten eine Zukunft geben“ so Andreas Stolte, DeltaPort Geschäftsführer.

Quelle und Foto: DeltaPort, der Hafen Voerde-Emmelsum

 

 




Siebtes Rekordjahr in Folge

Der Hafen Antwerpen verzeichnet 2019 im siebten Jahr in Folge ein deutliches Wachstum. Das Gesamtfrachtaufkommen stieg um 1,3 Prozent auf 238 Millionen Tonnen. Auch wenn einige Branchen aufgrund wirtschaftlicher Faktoren belastet sind, entwickelt sich der Hafen insgesamt sehr gut. Diese Entwicklung ist nicht allein wirtschaftlicher Natur, auch in gesellschaftlicher Hinsicht macht der Hafen deutliche Fortschritte zugunsten von Nachhaltigkeit und Mobilität.

Auch 2019 hat der Hafen Antwerpen seine Position als Frachtdrehkreuz auf internationaler Ebene weiter gestärkt. Trotz zunehmender Spannungen im Welthandel konnte er in diesem Jahr erneut stark beim Gesamtfrachtaufkommen zulegen. Insbesondere im Containerumschlag hat Antwerpen mit 11,87 Mio. TEU und einem Plus von 6,9 Prozent Marktanteile gewonnen – von 27,5 Prozent auf 28,2 Prozent. Gleichzeitig stieg das Gesamtvolumen im Dry Bulk-Segment um 3,4 Prozent auf 13,5 Mio. Tonnen. Beim Breakbulk hingegen, mit Stahl als wichtigstem Produkt, waren die Folgen der weltweiten Turbulenzen deutlich spürbar, so dass insgesamt ein Rückgang von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen war. Auch im Bereich Liquid Bulk war das Volumen 2019 mit minus 4,4 Prozent auf 72,5 Mio. Tonnen rückläufig, was vor allem auf die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und die Schwankungen der Ölpreise zurückzuführen ist.

Im diesem Jahr wurde mit der Ankündigung großer Investitionen in den Chemie- und Logistiksektor ein starkes Fundament für den zukünftigen Erfolg des Hafens Antwerpen sowie der angeschlossenen Wirtschaft gelegt. Neben einer Rekordinvestition von drei Milliarden Euro durch INEOS in den Antwerpener Chemie-Cluster hat 2019 auch die Nutzung des Dampfheiz-Netzwerks ECLUSE begonnen. Darüber hinaus nahm ExxonMobil einen neuen Delayed Coker in Betrieb und weitere Akteure wie BASF, Borealis und Standic investierten in den Standort Antwerpen.

Jacques Vandermeiren, CEO des Hafens Antwerpen, erklärte: „Wir nutzen die Technologie und das Know-how, die wir im Hafen haben, um den Weg zu einem klimaneutralen Hafen zu ebnen. Wir streben einen Multi-Fuel-Hafen an, in dem verschiedene nachhaltige Brennstoffe nebeneinander verfügbar sind. In naher Zukunft werden wir Schlepper testen, die mit nachhaltigem Methanol-Wasserstoff betrieben werden. Weitere interessante Wege, die wir erforschen, sind Carbon Capture & Utilization und Carbon Capture & Storage sowie Möglichkeiten der Wiederverwendung von Kohlenstoff in Kreislaufprozessen. Unser Ziel ist es, den nachhaltigen Übergang zu ermöglichen. Der Hafen Antwerpen nimmt hierbei eine Vorreiterrolle ein“.

Der Hafen Antwerpen engagiert sich darüber hinaus für die Verbesserung der Mobilität, so etwa  durch eine effizientere Konsolidierung des Güterverkehrs, die weitere Digitalisierung der Hafeninfrastruktur und die koordinierte Verwaltung der Schieneninfrastruktur.

„Ein wachsender Hafen ist ein Hafen in Bewegung und wir wollen die Verkehrsverlagerung in Zukunft weiter ausbauen. Im vergangenen Jahr wurden 24 Millionen Tonnen Güter auf der Schiene transportiert. Das sind 7 Prozent des gesamten Frachtaufkommens. Bis 2030 wollen wir diesen Anteil auf 15 Prozent verdoppeln. Auch die Pipelines spielen eine immer wichtigere Rolle“, sagte Jacques Vandermeiren abschließend.

Quelle und Grafik: Port of Antwerp

 

 




RSC nutzt Kapazität Dank OnTrack besser aus

Die Prozesskoordinatoren des Rail Service Centers (RSC) im Waalhaven sind von der Anwendung mit dem Namen OnTrack, einer Ko-Kreation des Hafenbetriebs Rotterdam und von Marktteilnehmern, begeistert. OnTrack bietet einen Echtzeit-Einblick in die Abfertigung von Güterzügen in den Terminals von Rotterdam und folgt den Zügen bis zu ihrem Ziel im europäischen Hinterland. Dadurch kann RSC die Bahn- und Umschlagkapazitäten besser nutzen.

Informationen über ProRail, Terminals und Schienenverkehrsunternehmen werden anhand von OnTrack gebündelt und für alle Glieder der Schienenverkehrskette digital zugänglich gemacht. Bei RSC wird seit diesem Frühjahr OnTrack von fünfzehn Prozesskoordinatoren genutzt. „Wir brauchen die App nicht manuell mit Informationen zu füttern“, erklärt Prozesskoordinator Marco de Keizer. „Daten über den Betrieb in unserem Terminal werden anhand von OnTrack automatisch von unserem Terminal Operating System (TOS) aus übermittelt.“

Bei RSC werden jedes Jahr ungefähr 300.000 Container von Güterzügen und auf diese umgeschlagen. Damit dies rasch verlaufen kann, stehen die Prozesskoordinatoren in engem Kontakt mit Transporteuren und anderen Terminals. Dank OnTrack ist der Bedarf an gegenseitigen Anrufen und E-Mails geringer, und verfügen die Prozesskoordinatoren rascher über die Informationen. De Keizer erläutert: „Wir vereinbaren mit den Transporteuren Zeitfenster (Slots) für die Abfertigung ihrer Züge. Wenn ein Zug nicht zum vereinbarten Zeitpunkt ankommt, haben wir eine leere Bahnstrecke. Das ist für uns problematisch, da wir unser Geld mit dem Be- und Entladen von Containern verdienen. Früher habe ich den Transporteur angerufen, wenn sein Zug nicht fünf Minuten vor Beginn des Zeitfensters angekommen war. Dann erfuhr ich schon mal, dass der Zug bereits sechs Stunden Verspätung angesammelt hatte. Hätte ich das früher gewusst, hätte ich das Zeitfenster an einen anderen Transporteur übergeben und so unsere Kapazitäten besser ausnutzen können.“ Das kommt auch dem Vorgesetzten Marco Hilboesen bekannt vor: „Ich bekam einmal von einem Transporteur zu hören, dass sein Zug in Kürze ankommen würde. Als der Zug nach einer (1) Stunde noch immer nicht eingelaufen war, habe ich telefonisch Kontakt aufgenommen. Und was war der Fall? Der Zug stand noch in Emmerich. Situationen dieser Art können wir mit OnTrack aus der Welt schaffen. Schiffe und Flugzeuge konnten wir bereits überall in der ganzen Welt verfolgen, doch bei Zügen war das noch nicht möglich. Mit OnTrack wissen wir genau, wo sich ein Zug befindet und wie spät er ankommt. Das ist wirklich praktisch.“

Verzögerungen kommen im Schienentransport leider regelmäßig vor. Die Ursachen dafür sind unterschiedlicher Natur und reichen von schlechten Witterungsbedingungen bis hin zu Schienenarbeiten, zu Verzögerungen an Terminals oder zu defekten Schienenfahrzeugen. Anhand von OnTrack kann eine solche Abweichung von der Planung in Echtzeit kommuniziert werden, wodurch alle Akteure in der Lieferkette hierauf antizipieren können. „Wenn jedermann rechtzeitig seine korrekten Informationen teilt, kann kein Sand ins Getriebe gelangen und können keine Missverständnisse auftreten. „Darin besteht der große Vorteil im Vergleich zum E-Mail- und Telefonkontakt. Es ist nicht mehr nötig, sich selbst um Informationen zu bemühen – OnTrack bringt sie jedem ins Haus.“

Zu Dienstbeginn schaut sich De Keizer für die Short Terminal-Planung immer erst OnTrack an. Selbst kann er dann die Informationen filtern, die er wohl oder eher nicht sehen möchte. „Ich benutze OnTrack ähnlich wie Google zur Erstellung einer optimalen Planung. Vor kurzem sah ich in der App, dass ein Zug, der erst in der Nacht ankommen sollte, schon am Nachmittag in der Nähe des Terminals war. Da ich eine Schienenstrecke frei hatte, konnte ich den Transporteur anrufen und seinen Zug schon früher abfertigen. Es kann jedoch ebenfalls vorkommen, dass ein Transporteur im Hinblick auf seine Ankunftszeit zu optimistisch ist, wobei ich dann, aufgrund der Informationen von OnTrack, doch die Entscheidung treffen muss, sein Zeitfenster einem anderen Transporteur zu überlassen. Der Zug, der mit Verspätung ankommt, muss sich dann in die Reihe der Wartenden einreihen. Je eher ich über Verzögerungen auf dem Laufenden bin, desto kürzer kann ich die Warteschlange gestalten.“

RSC ist derzeit der aktivste OnTrack-Nutzer im Rotterdamer Hafen. Zudem arbeiten alle großen Containerterminals auf der Maasvlakte mit der App. Von den dreizehn Bahntransporteuren, die über eine Genehmigung für die niederländischen Bahnstrecken verfügen, sind bereits elf daran beteiligt. Der Hafenbetrieb Rotterdam spricht ebenfalls Betreiber an, ob sie sich anschließen möchten. „Wir freuen uns sehr über das Engagement all dieser Geschäftsparteien im Hinblick auf den Austausch ihrer Daten“, sagt Maarten de Haan vom Hafenbetrieb Rotterdam. „Je mehr Unternehmen sich anschließen, desto genauer wird das Bild darüber, wo sich die Züge befinden und welchen Status ihre (Container-)Ladung aufweist. Marco De Keizer unterstreicht die Bedeutung des die gesamte Kette umfassenden Denkens: „Wenn alle Glieder in der Kette ihre Daten offen und ehrlich miteinander teilen, wissen auch Transporteure besser, wann ihr Zug in den Terminals abgefertigt ist. Wir haben festgestellt, dass der Datenaustausch aus Wettbewerbssicht manchmal noch heikel ist und dass mitunter noch immer aus der eigenen Perspektive gedacht wird. Aber gerade dadurch, dass man zusammenarbeitet, macht man das Schienenprodukt besser.“

Ein besseres Schienenprodukt bedeutet, dass Verzögerungen innerhalb der Kette abnehmen oder sogar ganz verschwinden. De Keizer erläutert: „Einen Transporteur kümmert es nicht, an welcher Stelle eine Verzögerung in der Kette auftritt, solange die Verzögerung wieder wettgemacht wird und sein Container zum vereinbarten Zeitpunkt im Distributionszentrum steht. Und das klappt nur, wenn man zusammenarbeitet. Der Rotterdamer Hafen engagiert sich für mehr Schienentransport. Dies trägt zu einer Erhöhung der Nachhaltigkeit des Gütertransportes bei. Durch den Datenaustausch können wir die vorhandenen Chancen nutzen, und so kann jeder ein Stück vom Kuchen bekommen.“

Der Hafenbetrieb wird OnTrack in enger Zusammenarbeit mit den Nutzern weiter entwickeln. De Haan sagt dazu: „Die Benutzer wissen am besten, wie die tagtägliche Praxis aussieht. Wir brauchen ihr Feedback, um in Zukunft über OnTrack noch interaktiver miteinander kommunizieren und die Realität noch genauer abbilden zu können. Zu diesem Thema wird regelmäßig Rücksprache gehalten. Dank dieser Ko-Kreation steigern wir den Mehrwert bei den Prozessen der Nutzer und sorgen wir für eine breite Akzeptanz. In den kommenden Monaten werden wir die Funktionen weiter verbessern.“ Der Hafenbetrieb Rotterdam arbeitet unter anderem an einem Planungsmodul in OnTrack, so dass die Prozesskoordinatoren der Terminals ihre Planungen in Zukunft nicht mehr selbst vornehmen müssen. Hilboesen freut sich schon jetzt darauf: „Das RSC wird nächstes Jahr auf ein neues System umstellen, das bereits in vielen Terminals genutzt wird, das jedoch kein standardmäßiges Planungsmodul enthält. Wenn dies über OnTrack laufen kann, brauchen wir dieses Modul nicht selbst bauen zu lassen. Zudem können uns Transporteure und Kunden dann über die Schulter schauen, wo sich in unserer Abfertigungskapazität noch ungenutzter Raum befindet. Wir veröffentlichen diese Informationen jetzt bereits auf unserer Webseite, doch in OnTrack wird das Ganze präzisiert. Zudem können unsere Kunden dann aktiv auf unsere Planung reagieren. Auf diese Weise wird die Kooperation immer intensiver.“

Bei RSC sieht man Chancen zur besseren Nutzung der Kapazität, indem abgesehen vom „Einsatzprozess“ – dem Einplanen von einlaufenden Zügen – auch die Abholung von Zügen, deren Abfertigung abgeschlossen ist, beschleunigt wird. De Keizer erläutert: „Wenn wir die Abfertigung beinahe abgeschlossen haben, erhält der Transporteur von unserem TOS aus die Aufforderung, den Zug mit einer Lokomotive abzuholen. Erst wenn das erfolgt ist, können wir den nächsten Zug einfahren lassen. Häufig dauert es eine Weile, bis eine Lok eingetroffen ist. In der Zwischenzeit steht der nächste Zug auf dem Rangierbahnhof und wartet auf seine Abfertigung. Wäre es nicht fantastisch, wenn wir dies beschleunigen könnten?“ De Haan sagt dazu: „Wenn das Terminal früher im Prozess in der Lage ist, die erwartete Endzeit der Abfertigung anzuzeigen, ist es für uns einfach, diese Nachricht in OnTrack zu integrieren. Das ist dann eine Art Uber-Taste, mit der Transporteure wissen, dass ein Zug nach draußen gefahren werden kann.“

Quelle und Foto: Port of Rotterdam

 

 

 




Umgehungsstraße Meiderich begonnen

Die DIG Duisburger Infrastrukturgesellschaft mbH gab jetzt im Rahmen des ersten Spatenstichs das Startsignal für das Straßenbauprojekt „Umgehungsstraße Meiderich“.

Die Umgehungsstraße Meiderich hat eine Ausbaulänge von ca. 1700 Metern auf einer Breite von 15 Metern. Dazu gehören ein DB- Brückenbauwerk mit einer Stützweite von ca. 16,70 Metern und 700 Meter Lärmschutzwände. Geplant ist eine neue Straßenentwässerung inklusive Kanalausbau. Im Zuge der Umsetzung erfolgt eine Entzerrung der Hauptverkehrsströme sowie eine angepasste begleitende Begrünung.

Zwischen der DIG-Gründung, dem Beschluss des Rates über den Bebauungsplan, dem notwendigen Förderverfahren der Bezirksregierung Düsseldorf und dem Start der Baumaßnahme sind insgesamt nur zehn Monate vergangen. Die Fertigstellung des gesamten Projekts ist für Mitte 2022 vorgesehen.

Die neu gegründete Gesellschaft DIG bündelt nun Kräfte aller Beteiligten und ermöglicht zugleich einen sachgerechten, zukunftsorientierten und unverzichtbaren Ausbau einer schonenden Verkehrsinfrastruktur. Ein wichtiger Schritt in Richtung Infrastrukturertüchtigung für die Stadteile Meiderich, Ruhrort und Homberg.

Die DIG ist gemeinsam von der Stadt Duisburg (75,1 Prozent Anteile) und der Duisburger Hafen AG (24,9 Prozent) im Februar installiert worden. Ziel ist eine zügige und bedarfsgerechte Bewältigung von Infrastrukturprojekten rund um den Hafen durch die Bündelung städtischer Projektverantwortlichkeit einschließlich jeweiliger Förderfähigkeit und der Planungs-, Finanzierungs- und Realisierungserfahrung auf Seiten der Hafengesellschaft.

Quelle: duisport, Foto: krischerfotografie, der erste Spatenstich: (v.l.n.r) Martin Murrack (Stadtdirektor und Stadtkämmerer der Stadt Duisburg), Bruno Sagurna (Ratsherr der SPD/ DIG Beiratsmitglied), Sören Link (Oberbürgermeister Stadt Duisburg), Rainer Erzweiler (Ratsherr der CDU/ DIG Beiratsmitglied), Prof. Thomas Schlipköther (DIG Geschäftsführer), Dipl.-Ing. Matthias Palapys (DIG Geschäftsführer) 

 

 




Rhein-Lippe-Hafen erhält Bebauungsplan

Die DeltaPort GmbH & Co. KG als Betreiber des Rhein-Lippe-Hafens Wesel sowie die Stadt Wesel haben in enger Zusammenarbeit den neuen Bebauungsplan Nummer 233 für den Nordbereich des Rhein- Lippe-Hafens Wesel erarbeitet. Nach nahezu sechs Jahren Bearbeitungszeit erlangte dieser am 10. Dezember 2019 durch den Ratsbeschluss der Stadt Wesel und der anschließenden Veröffentlichung Rechtskraft.

DeltaPort plant auf den Flächen die Entwicklung eines Universalhafens, der Wertschöpfung in die Region Wesel bringen soll. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Reduktion des immensen Straßenverkehrs durch intensivierte Nutzung des umweltschonen- den Verkehrsträgers Binnenschiff.

Der Rhein-Lippe-Hafen Wesel, direkt am Rhein gelegen, ist aus der Historie heraus als Umschlagplatz für Flüssigprodukte und somit als „Ölhafen“ bekannt. Durch den strukturellen Wandel in der Industrielandschaft wurden die ursprünglich im Rhein-Lippe-Hafen befindlichen Tanklager zurückgebaut und es siedelten sich unter anderem der Schwerlastlogistiker Hegmann Transit sowie das Recyclingunternehmen GSR an. Auch der Marktführer in der Tiefkühllogistikbranche NORDFROST entschied sich aufgrund optimaler Standortbedingungen für ein Grundstück im Rhein-Lippe-Hafen Wesel und plant die Errichtung einer eigenen Container-Umschlagbrücke.

Ein wichtiger Schritt zum weiteren Ausbau des Rhein-Lippe-Hafens als Wirtschafts- standort Nummer eins der Region war die Aufstellung und die Erlangung der Rechtskraft des Bebauungsplans Nummer 233 für den nördlichen Bereich des Rhein-Lippe Hafens. DeltaPort und die Stadt Wesel sind zufrieden mit dem Ergebnis ihrer ge- meinsamen intensiven Arbeit. Der neue Bebauungsplan sieht die Ansiedlung sogenannter hafenaffiner Unternehmen vor, die das Binnenschiff in ihre Logistikkette einbinden und LKW-Transporte damit vermeiden.

Im Bauleitplan wurden Regelungen notwendig, die vielfältige naturfachliche Belange zu berücksichtigen haben. Gottfried Brandenburg, zuständiger Leiter der Bauleitpla- nung der Stadt Wesel, betonte, dass durch die intensiv geführten Gespräche mit den Fachbehörden Lösungen hinsichtlich von Ausgleichsregelungen und notwendiger Retentionsräume gefunden werden konnten. Parallel dazu sind zusätzliche Abstimmungen zwischen DeltaPort und Naturschutzverbände geeignet, Zielkonflikte im gegenseitigen Verständnis zu lösen.

Technischer Leiter und Prokurist DeltaPorts Dieter Thurm ist stolz auf den wichtigen Meilenstein, der die Zukunft des Rhein-Lippe-Hafens ebnet: „Mit dem Ausbau der Kaianlage, die 2017 auf ca. 300 m Länge fertiggestellt worden ist, wurde der erste Schritt zur Schaffung des Universalhafens gemacht. Wir freuen uns, dass nun auch Baurecht für die landseitigen Flächen geschaffen worden ist, so dass Unternehmen, welche die Hafeninfrastruktur nutzen wollen, angesiedelt werden können.“

DeltaPort und die Stadt Wesel sind sich einig, dass die nun baurechtlich erschlosse- nen Flächen von rund 33 Hektar aufgrund der enormen Grundstücksnachfrage an der Rheinschiene schnell vermarktet werden. Die ersten Verhandlungsverfahren unter anderem mit Unternehmen aus der Lebensmittel- und Konsumgutbranche laufen bereits. „Bei der Auswahl der potentiellen Kunden steht die Nachhaltigkeit im Fokus“, betont Ge- schäftsführer der DeltaPort GmbH & Co. KG Andreas Stolte. Die aktuelle politische Klimadebatte zeigt, dass die Verbesserung der CO2-Bilanz ein wichtiger Schritt in eine sauberere Zukunft ist. DeltaPort wirbt daher bei Unternehmen und Bevölkerung Projekte zur Hebung von Verkehrsverlagerungspotentialen von der Straße auf umweltfreundlichere Verkehrsträger wie Wasser und Schiene positiv zu unterstützen.

Quelle und Foto: DeltaPort, Flächenpotential Rhein-Lippe-Hafen Nord 

 

 

 




Kiellegung für „Dresden“ und „Prag“

Mit der Kiellegung hat der Neubau von zwei neuen Löschbooten für den Hamburger Hafen jetzt einen wichtigen Meilenstein genommen. Die beiden baugleichen Wasserfahrzeuge, die von der Flotte Hamburg GmbH & Co. KG konzipiert und geplant wurden, sind multifunktional ausgelegt.

Sie können künftig sowohl als Löschboot für die Feuerwehr Hamburg, als auch für Aufgaben der Hamburg Port Authority (HPA) eingesetzt werden. Die Boote werden nach den Hamburger Partnerstädten „Dresden“ und „Prag“ benannt und voraussichtlich Ende 2020 ausgeliefert.

Die Neubauten orientieren sich mit ihrer Multifunktionalität am flexiblen Konzept der Flotte Hamburg GmbH & Co. KG, die Eigner der beiden Boote ist. Ein Fahrzeug wird vollständig von der Feuerwehr Hamburg gechartert. Das zweite Boot wird bei der HPA unter anderem im Brückenprüfdienst eingesetzt. Bei Großereignissen kann die Feuerwehr auch das bei der HPA eingesetzte Schiff kurzfristig abrufen und mit einer eigenen Besatzung betreiben. Dafür sind die Hubvorrichtungen des Schiffs sowohl mit Personenkorb als auch mit Löschmonitoren ausgerüstet. Die spezielle Ausrüstung wird in wechselbaren Containern aufbewahrt und erlaubt somit jederzeit auch spontane
Ein­sätze. Die Boote erhalten das dunkelblaue Design der Flotte Hamburg.

Boote setzen neue Maßstäbe in puncto Umweltfreundlichkeit
Die neuen Wasserfahrzeuge der Flotte Hamburg GmbH & Co. KG werden mit modernsten Plug-In-Hybridantrieben ausgerüstet. Der Antrieb erfolgt wahlweise entweder über umweltfreundliche Dieselaggregate mit Katalysator und Partikelfilter oder bis zu 120 Minuten vollelektrisch über Batterien. Die Batterien können sowohl über die bordeigenen Dieselaggregate als auch über umweltfreundlichen Landstrom geladen werden.

„Die beiden neuen Multifunktionsboote setzen sowohl in puncto Umweltfreundlichkeit als auch bei der Sicherheit im Hamburger Hafen neue Maßstäbe“, sagt Karsten Schönewald, Geschäftsführer der Flotte Hamburg GmbH & Co. KG. „Die Antriebstechnik stellt für uns den nächsten Evolutionsschritt hin zur umweltfreundlichen Flotte dar.“

Die Boote wurden vom selben Team geplant, das auch bereits das große Löschschiff „Branddirektor Westphal“ konzipiert hat. Sie sollen das 2019 in Dienst gestellte Feuerlöschschiff ergänzen. Aufgrund der kleineren Abmessungen können die beiden neuen Boote auch Einsätze in engeren oder flacheren Hafenbereichen fahren. Der Auftrag für die Fertigstellung der beiden neuen Boote wurde nach europaweiter Ausschreibung an Damen Shipyards in den Niederlanden vergeben.

Technische Daten „Dresden“ und „Prag“

  • Länge 35 Meter
  • Breite 8 Meter
  • Tiefgang 1,50 Meter
  • Geschwindigkeit ca. 12 Knoten
  • Besatzung 2 Personen
  • Platz für 16 Einsatzkräfte der Feuerwehr
  • Löschleistung 30.000 Liter pro Minute
  • Wurfweite 110 Meter
  • Die Leistungen erreichen nicht die extreme Performance der Branddirektor Westphal, liegen aber deutlich über den heute noch vorhandenen alten Löschbooten der 20-Meter-Klasse.

Die Flotte Hamburg GmbH & Co. KG bietet seit Juli 2017 Flottenmanagement unter einer Flagge. Sie betreibt, verchartert und erneuert bei Bedarf die rund 50 Wasserfahrzeuge der Hamburg Port Authority, der Polizei Hamburg, der Feuerwehr Hamburg und des Landesbetriebs Straßen, Brücken, Gewässer. Die Flotte Hamburg versteht sich damit als stadteigene Reederei.

Quelle: HPA, Grafik: Flotte Hamburg

 

 

 

 




Hamburg und VW setzen Partnerschaft fort

Hamburg hat seine seit 2016 laufende strate­gi­sche Mobilitätspartnerschaft mit dem Volkswagen Konzern um drei Jahre verlängert und weitere gemeinsame Aktivitäten vereinbart. Michael Westhage­mann, Sena­tor für Wirt­schaft, Verkehr und Innovation, und Jürgen Rittersberger, Lei­tung General­sekretariat und Konzernstrategie der Volkswagen AG, unterzeichneten eine entspre­chende Absichts­­erklärung (Memorandum of Understanding) im Hambur­ger Rathaus.

Die strategische Mobilitätspartnerschaft umfasst unter anderem Aktivi­täten in den Be­rei­chen automatisiertes und vernetztes Fahren, Elektrifizierung von Fahrzeug­flotten und den Ride-Pooling-Dienst MOIA. Volkswagen wird über seine Toch­­terge­sellschaft Urban Mobility International (UMI) GmbH ab Frühjahr 2020 sein rein elektrisches Carsha­ring-Angebot WeShare mit über 1.000 E-Fahrzeugen in Hamburg starten, das auch perspektivisch in die städtische switchh-Plattform integriert werden soll. Hamburg hat inzwi­schen seine Infrastruktur für Elektromobilität auf über 1.000 öffentlich zugängliche Lade­punk­te erhöht und ist damit bundesweit führend. MOIA wird im kommenden Jahr die Flotte auf 500 Fahrzeuge ausbauen und weitere Betriebs- bzw. Ladestand­orte eröffnen.

Zu den gemeinsamen Aktivitäten der letzten drei Jahre gehören das autonome Parken am Flugha­fen, Erprobungsfahrten auf Hamburgs Teststrecke für automatisiertes und vernetztes Fahren, der Aufbau des Ride-Pooling-Dienstes MOIA, die Erprobung eines Ampelphasen-Assi­stenten sowie der Aufbau eines Batteriegroßspeichers auf dem Betriebshof der VHH in Berge­dorf. Neben dem Ausbau der elektrisch angetriebenen Flotten von MOIA und WeShare wird es nächstes Jahr im Rahmen des Projekts „Truck Pilot“ auch Tests mit autonom fahrenden LKW von MAN auf dem Container-Terminal Altenwerder (CTA) der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) geben.

Michael Westhagemann, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation: „Wir ziehen eine positive Bilanz der Partnerschaft: Das Engagement von Volkswagen in der urbanen Mobilität hilft uns, die Emissionen im Autoverkehr zu senken, neue alternative Mobilitätsangebote einzuführen und Erfahrungen bei der Gestaltung der Mobili­tät von morgen zu sammeln. Das unterstützt uns bei unserem Ehrgeiz, Modellstadt für die künftige urbane Mobilität zu werden. Wir freuen uns über die Verlängerung der Partnerschaft über den ITS-Weltkongress 2021 hinaus.“

Jürgen Rittersberger, Leitung Generalsekretariat und Konzernstrategie der Volkswagen AG: „Hamburg ist und bleibt ein idealer Partner für den Volkswagen Konzern. In den vergangenen drei Jahren haben wir hier zahlreiche Projekte erprobt und umgesetzt. Beispiels­weise konnten wir das autonome Fahren und Parken testen, haben MOIA auf die Straße gebracht und die Elektrifizierung vorangetrieben. Gemeinsam mit der Stadt Hamburg wollen wir diese Erfolgsgeschichte mit weiteren konkreten Projekten fortschreiben und daran arbeiten, Mobilität möglichst nachhaltig, effizient und sicher zu gestalten. Ein wichtiges Beispiel ist der Start von WeShare im Frühjahr 2020.“

Nach erfolgreicher Premiere in Berlin im Frühsommer dieses Jahres wird Hamburg die zweite Stadt in Deutschland, in der WeShare sein rein elektrisches Carsharing-Angebot auf die Straße bringt. Die Flotte wird aus e-Golf- und e-Up!-Fahrzeugen bestehen. Im Laufe des kommenden Jahres werden die ersten Modelle des reinelektrischen ID.3 hinzukommen. Wie auch in Berlin wird WeShare in Hamburg im free-floating-System betrieben – das heißt, ohne feste Vermietstationen. Das soll den Kunden ein Höchstmaß an Flexibilität und Verfügbarkeit bieten.

Phillip Reth, CEO Volkswagen WeShare: „Hamburg wird nach Berlin die zweite Stadt in Deutschland, in der wir den Menschen für ihre individuelle Alltagsmobilität eine zu 100% lokal emissionsfreie E-Flotte zum Teilen bereitstellen. Die Stadt bietet dafür hervorragende Bedingungen. Wir planen neben einer signifikanten Anzahl von Fahrzeugen für Hamburg ein wettbewerbsfähiges Geschäftsgebiet.“

Neben der Umsetzung konkreter Projekte engagieren sich Hamburg und der Volkswagen Konzern auch darüber hinaus als Zukunftstreiber für den Einsatz von intelligenten Transportsystemen (ITS). Ein wichtiger Meilenstein ist in diesem Zusammenhang Hamburgs erfolgreiche Bewerbung um die Ausrichtung des ITS-Weltkongresses 2021. Die Volkswagen AG hat die Bewerbung von Anfang an unterstützt, ist ein Hauptpartner des ITS-Weltkongresses und hat zusammen mit dem Ersten Bürgermeister den Vorsitz im Gastgeberkomitee („Host Committee“) übernommen.

Quelle: Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Foto: HHM/ Lindner, im Rahmen des Projekts „Truck Pilot“ wird es nächstes Jahr auch Tests mit autonom fahrenden LKW von MAN auf dem Container-Terminal Altenwerder (CTA) der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) geben.

 

 

 

 




Für Klimaziele und nachhaltiges Wachstum

Neuer Schub für die Bahn-Logistik: Die Duisburger Hafen AG, trimodale Logistikdrehscheibe und größter Hinterland-Hub Europas, und das Leipziger Bahntechnologie-Unternehmen CargoBeamer AG haben jetzt eine langfristig angelegte Kooperation für mehr Wachstum im Kombinierten Verkehr Schiene/Straße vereinbart.

Ziel der Zusammenarbeit ist eine massive Steigerung des Güterverkehrs auf der Schiene. Die Basis dafür schaffen innovative Logistik-Angebote. Zu Gunsten einer weiteren klimafreundlichen Verkehrswende sollen drei Elemente eingesetzt werden: Ein automatisierter Umschlag für Sattelaufleger von der Straße auf die Schiene, robotisierte Warenzentren sowie die elektromobile Verteilung von Gütern zu Industriezentren und in urbane Ballungsräume. Dabei soll von Nordrhein-Westfalen aus ein leistungsfähiges europäisches Netzwerk entstehen.

“Rund drei Viertel des europäischen Straßengüterverkehrs läuft mit modernen Sattelaufliegern, die bisher aus technischen Gründen die Schiene nicht nutzen können. Die Duisburger Hafen AG wird ihr europaweit führendes Angebot im trimodalen Güterumschlag Straße/Schiene/Schiff nun auf dieses große Marktsegment ausweiten. So bieten wir unseren Kunden effiziente und maximal klimaverträgliche Logistikketten von Rampe zu Rampe auf der Basis ihres vorhandenen Fahrzeugparks. Das ist erneut ein Quantensprung für die Logistik, wie ihn die Kunden von unserem Premium Port gewöhnt sind und auch weiterhin erwarten können. Hier verbinden sich starke Innovationskräfte aus dem Rhein-Ruhr-Raum mit anspruchsvollen Neuentwicklungen aus Sachsen,” sagt Erich Staake.

“Die CargoBeamer-Technologie haben wir exakt für diesen Markt entwickelt”, bekräftigt Dr. Hans-Jürgen Weidemann, CEO und Mitgründer der CargoBeamer AG. “Nur über Automatisierung, Parallelisierung und Digitalisierung und Adressierung des riesigen Marktes der Planen-, Kühl-, Silo- und Mega-Trailer aller Art durch innovative Bahn-Logistikangebote kann die Verkehrswende auch im Güterbereich gelingen. Die CargoBeamer-Technologie beruht auf durchgängig automatisierte und durchsatzstarke Be- und Entladung von Sattelaufliegern aller Bauarten. Ein CargoBeamer – Umschlaggleis ent- und belädt einen ganzen Zug innerhalb von 15 Minuten, und sogar auf nur “halblangen” Gleisen dann innerhalb von 20 Minuten”, so Weidemann.

Das Netzwerk innovativer Ein- und Ausstiegsbahnhöfe für Sattelauflieger ist dabei nur eine Säule der Zukunftsvision der Partner. Neben den Umschlagzentren und automatisierten Warenzentren wird die duisport-Gruppe für ihre Kunden – Speditionen und Logistiker – auch digitale Drehscheiben für die Abwicklung von “LTL” und “LCL” (Teilladung “Less than truck” bzw. “Less than container”) realisieren.

Das soll selbst bis China funktionieren – denn die Partner setzen auf eine weitere Innovation: die “CBoXX” – ein robotisiert be- und entladbarer Hochvolumen-Bahncontainer. Der heute den Markt dominierende Seecontainer beherrscht bisher die transkontinentalen Warenströme, ist allerdings für Seeschiffe optimiert, und nicht für eine automatisierte kontinentale Bahnlogistik. Die “CBoXX” wird der zwar umweltfreundlichen, bisher aber wenig flexiblen Güterbahn die Anknüpfung an moderne Warenzentren und neue Angebote wettbewerbsfähige Stückkosten gerade im flexiblen Markt für Teilladungen ermöglichen.

Bereits heute ist duisport der führende Knoten für Güterzüge aus China: Pro Woche erreichen rund 35 Züge aus chinesischen Wirtschaftszentren über die „Neue Seidenstraße“ einen der Duisburger “logports”.

Mit der “CBoXX”-Technologie soll die Bahn über Automatisierung, schnellen Spurwechsel an Russlands und Chinas Grenzen und optimaler Ausnutzung von Volumen und Gewicht auf den Bahnwaggons weitere Anteile von der Seefracht auf die schnellere Schiene übernehmen. “Der Landweg über die Schiene ist nicht nur schneller, sondern er verbindet auch viele urbane Ballungsräume in China, Zentralasien, Russland und Europa”, sagt Erich Staake.

Als ersten Schritt starten die Partner kurzfristig Transportrouten unter Nutzung des ersten CargoBeamer-Waggonparks mit Ziel und Start Duisburg für Sattelauflieger aller Art. Dabei können die bereits bestehenden Containerterminals in Duisburg genutzt werden.

Die CargoBeamer-Waggontechnik ist voll kompatibel mit bestehenden Kränen und ReachStackern: “Kunden bringen ihre Sattelauflieger lediglich zum logport und holen sie am Ziel ab. Es ist wie im Personenverkehr – einfach einsteigen und Bahn frei”, freut sich Weidemann. Die Waggons der Leipziger sind bisher ausschließlich auf einer ersten alpenquerenden Route nach Milano/Domodossola unterwegs.

Quelle: duisport, Foto: CargoBeamer

 

 

 




Rheinuferstraße wieder für Euro VI-Lkw frei

Der Verband Verkehrswirtschaft und Logistik NRW (VVWL) begrüßt ausdrücklich, dass die Stadt Köln der Forderung nachgekommen ist, die Rheinuferstraße (B51) wieder für den Quell- und Zielverkehr des Niehler Hafens für Lkw mit der saubersten Schadstoffnorm Euro VI mit sofortiger Wirkung freigegeben hat.

Im Zuge der Luftreinhalteplanung war diese wichtige Verbindungsstrecke des Niehler Hafens zu den Chemiewerken im Kölner Süden sowie ins Sauerland für Lkw über 7,5 t zGG gesperrt worden. Der VVWL kritisierte diese Maßnahme als großes Problem von landesweiter Bedeutung da durch diese Sperrung die Luftqualität insgesamt verschlechtert wurde. Aufgrund der dadurch notwendigen Umwege über den staugeplagten Kölner Ring wurde der Lkw-Einsatz im Vor- und Nachlauf so verteuert, dass dies den umweltfreundlicheren Verkehrsträger Binnenschiff gegenüber einem Direkt-Lkw unattraktiver machte und so für die gesamte Containerverkehrsstrecke ab den Seehäfen bis nach Köln eine Verlagerung von der Wasserstraße auf den Lkw wahrscheinlich wurde.

Dr. Christoph Kösters, Hauptgeschäftsführer des VVWL lobte diese Entscheidung: „Wir brauchen für guten Umweltschutz eine Politik aus einem Guss, die frei von Dogmen sich auf das Faktische und Wirkungsvolle konzentriert. Wir freuen uns, dass die Stadt Köln in diesem wichtigen Punkt ein offenes Ohr für unsere Forderungen hatte.“

Quelle: Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen e.V., Foto: HGK

 

 




Containerkonferenz kommt nach Antwerpen

Antwerpen wird Austragungsort der nächsten Container Trade Europe Conference des Journal of Commerce (JOC). Gastgeber der internationalen Fachkonferenz, die vom 20. bis 22. Oktober 2020 stattfinden wird, ist der Antwerpener Hafen. Das JOC ist Teil des Unternehmens IHS Markit, das Daten- und Informationsdienste unter anderem für die Schifffahrtsbranche bereitstellt.

Die Europäische Konferenz richtet sich an Spediteure aus ganz Europa. Das Konzept basiert dabei auf der weltweit größten Containerschifffahrtsveranstaltung TPM, die in Long Beach, Kalifornien, USA, veranstaltet wird.

Das Fachprogramm wird sich auf die Interessen von Verladern von Containern in unterschiedlichen Branchen konzentrieren, darunter Automobil, Konsumgüter, Einzelhandel, Elektronik, Gesundheitswesen oder Pharma, ebenso auf Verlader großer Mengen an containerisierter Fracht sowie Unternehmen, die von Container- und Speditionsdienstleistungen, Seehäfen und Landverbindungen abhängig sind. Entwickelt und geleitet wird das Programm eigens von den Fachjournalisten des JOC.

„Die Container Trade Europe in Antwerpen findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem sich die Containerschifffahrt und die internationale Logistik insgesamt stark verändern“, sagte Peter Tirschwell, Vice President Maritime & Trade bei IHS Markit. „Die Konsolidierung der Unternehmen hat die Dynamik zwischen Verladern, Transporteuren und Spediteuren grundlegend verändert. Mit dem Wettbewerb um die Erschließung von Technologien und neuen Geschäftsmodellen, einschließlich notwendiger Maßnahmen gegen den Klimawandel haben wir viele wichtige Themen für unsere Branche auf der Tagesordnung.“

Als einer der weltweit führenden Containerhäfen mit einem Umschlag von 11,1 Mio. TEU im Jahr 2018 ist Antwerpen idealer Partner für das Journal of Commerce und IHS Markit. Der schnell wachsende und technologisch wegweisende Hafen nimmt bei der Nutzung von Blockchain- und anderen Technologien sowie der Gründung von Start-ups durch PortXL, den weltweit ersten Start-up-Beschleuniger für die Hafen- und Schifffahrtbranche, eine Vorreiterrolle ein. Das JOC verfügt über herausragende Expertise in der Abdeckung von Logistiktechnologie. IHS Markit ist eine der führenden Informations- und Erkenntnisquellen in den entscheidenden Bereichen, die die heutige Geschäftslandschaft prägen, einschließlich des maritimen und internationalen Handels.

„Die JOC Container Trade Europe Conference wird sich in Antwerpen wie zu Hause fühlen, da sie ebenso wie der Hafen einen starken Fokus auf die Verlader legt. Deshalb begrüßen wir diese Partnerschaft, die unsere Position als europäisches Container-Gateway stärken wird“, ergänzte Jacques Vandermeiren, CEO Hafen Antwerpen.

Seit seinen Anfängen als tägliche Transportzeitung in New York hat sich das Journal of Commerce auf Verlader konzentriert.

Das Format der Container Trade Europe, einschließlich eines detaillierten, verladerorientierten Programms, basiert auf der jährlichen TPM-Konferenz, der weltweit größten Containerschifffahrtsveranstaltung, die vom 1. bis 4. März in Long Beach, Kalifornien, ihre 20. Ausgabe abhalten wird. Das hochgradig fokussierte und kuratierte, verladerorientierte Programm wurde vom JOC-Team aus Fachjournalisten für containerisierten Transport und Logistik entwickelt.

Als zweitgrößter Hafen Europas ist der Hafen Antwerpen eine wichtige Lebensader für die belgische Wirtschaft: Mehr als 300 Liniendienste zu mehr als 800 Destinationen gewährleisten die weltweite Anbindung. Der Hafen Antwerpen hat im Jahr 2018 rund 235 Millionen Tonnen internationale Seefracht umgeschlagen und damit in den vergangenen sechs Jahren ein mittleres Wachstum von über 4 Prozent erreicht. Der Standort beherbergt zudem den größten integrierten (Petro-) Chemiecluster Europas. Der Hafen Antwerpen schafft direkt und indirekt insgesamt rund 144.000 Arbeitsplätze und eine Wertschöpfung von fast 21 Milliarden Euro.

Getreu ihrer Mission „Heimathafen für eine nachhaltige Zukunft“ reagiert die Antwerp Port Authority flexibel auf die rasanten Entwicklungen im maritimen Markt, damit der Hafen seine führende Rolle als Welthafen ausbauen kann. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Kooperation, hoher Anpassungsfähigkeit, einem starken Fokus auf Innovation und Digitalisierung sowie auf nachhaltiger Wertschöpfung und Verantwortung gegenüber der Gesellschaft.

Die Antwerp Port Authority ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung des öffentlichen Rechts („NV van publiek recht“) mit der Stadt Antwerpen als alleinigem Gesellschafter. Sie beschäftigt mehr als 1.500 Mitarbeiter. Die Hafensenatorin Annick de Ridder ist Aufsichtsratsvorsitzender der Antwerp Port Authority, Jacques Vandermeiren CEO und Vorsitzender der Geschäftsleitung, die für die tägliche Geschäftsführung zuständig ist. www.portofantwerp.com

Quelle und Foto: Hafen Antwerpen(v.l.n.r.) Peter Tirschwell, Vice President Maritime & Trade bei IHS Markit, und Jacques Vandermeiren, CEO Port of Antwerp, vor dem Port House in Antwerpen