Frank Dreeke als ZDS-Präsident bestätigt

Die Mitgliederversammlung des Zentralverbandes der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) hat einstimmig den Vorstandsvorsitzenden der BLG LOGISTICS Group, Herrn Frank Dreeke, im Amt des Präsidenten des Verbandes und Herrn Jens Aurel Scharner, Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock, im Amt des Vize-Präsidenten bestätigt.

In das fünfköpfige Präsidium wurden außerdem einstimmig gewählt:

  • Herr Prof. Dr. Sebastian Jürgens, Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH
  • Herr Jan Müller, J. Müller Aktiengesellschaft
  • Frau Angela Titzrath, Hamburger Hafen und Logistik AG

Frank Dreeke: „Wir bedanken uns bei den Mitgliedern für das uns ausgesprochene Vertrauen. Wir möchten außerdem Herrn Sebastian Jürgens ganz herzlich im Präsidium begrüßen und freuen uns auf die Zusammenarbeit. Herzlich bedanken wollen wir uns im Namen der gesamten Hafenwirtschaft bei dem ausscheidenden Präsidiumsmitglied Frank Schnabel, der seine Arbeit für den Verband und die Hafenwirtschaft stets mit unermüdlichem Einsatz und tiefer Sachkenntnis betrieben hat und dies nun als Vorstandsvorsitzender des Gesamtverbandes Schleswig-Holsteinischer Häfen weiterführen wird.“

Neu gewählt hat die Mitgliederversammlung zudem den Verwaltungsrat und den Sozialpolitischen Ausschuss, dem die Führung von Tarifvertragsverhandlungen und der Abschluss von Tarifverträgen obliegt.

Die Gremien des Verbandes werden turnusgemäß alle drei Jahre neu gewählt.

Quelle: Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e. V., Foto:  EUROGATE/Vielmo, EUROGATE Container Terminal Bremerhaven, EUROGATE ist Mitglied im ZDS




Steinmeier besuchte logport I und startport

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat im Rahmen seiner Ruhrgebiets-Visite den Duisburger Hafen besucht. duisports-Vorstandsvorsitzender Erich Staake zeigte dem Bundespräsidenten logport I.

Auf dem ehemaligen Gelände des Krupp-Stahlwerkes in Rheinhausen ist ein boomendes Logistikareal entstanden. Auf der 265 Hektar großen Fläche beschäftigen heute rund 50 Unternehmen über 5.000 Mitarbeiter. Insgesamt beschäftigt der Duisburger Hafen direkt oder indirekt über 47.000 Menschen und ist damit Jobmotor in der Rhein-Ruhr-Region.

logport I ist Start- und Endpunkt der Chinazüge, von denen 35-40 wöchentlich zwischen dem Duisburger Hafen und einem Dutzend Destinationen in China verkehren. duisport ist damit die wichtigste zentraleuropäische Logistikdrehscheibe im Chinahandel.

Die zweite Station des Hafenbesuches von Bundespräsident Steinmeier war die duisport-Tochter startport in der Werhahnmühle. Der Startup-Accelerator hat sich seit seinem Start vor zwei Jahren für die Logistikbranche als Plattform für innovative Ideen mit internationaler Strahlkraft entwickelt.

„Wir freuen uns, dass wir den Bundespräsidenten persönlich über unsere Aktivitäten für die Region informieren konnten. Der Duisburger Hafen hat mit logport I dem Strukturwandel in Duisburg und der Rhein-Ruhr-Region einen kräftigen Schub gegeben. Und mit startport sorgen wir vom Duisburger Hafen aus für frischen Wind in der Logistikbranche“, so Staake.

Quelle: duisport, Foto: Frank Reinhold, duisports-Vorstandsvorsitzender Erich Staake (links) zeigte dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier (rechts) logport I in Duisburg-Rheinhausen. 

 

 

 




Häfen sichern über 521.000 Arbeitsplätze

Anlässlich seiner Jahrespressekonferenz in Hamburg hat der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V. (ZDS) ein energischeres Handeln bei der Beseitigung von Standortnachteilen in Europa angemahnt. „Eine kürzlich erschienene Studie des Bundesverkehrsministeriums hat die Systemrelevanz der deutschen Häfen für die Wirtschaft bestätigt. Unsere Häfen sichern über 521.000 Arbeitsplätze, und die Seehafenbetriebe investieren jährlich hunderte Millionen Euro, um sich für die Zukunft aufzustellen. Gemeinsam mit der öffentlichen Hand werden wir den Logistik- und Wirtschaftsstandort Deutschland im harten internationalen Wettbewerb weiter stärken“, sagte Frank Dreeke, Präsident des ZDS. Zudem müssten für die weitere Verbesserung der Nachhaltigkeit der Seehäfen die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Vor allem gegenüber den Hafenstandorten in Belgien und den Niederlanden besteht eine Reihe von Standortnachteilen, die die Erfolgschancen der deutschen Seehäfen mindern. Eines der wichtigsten Beispiele hierfür ist das Erhebungsverfahren zur Einfuhrumsatzsteuer, das in Deutschland anders umgesetzt wird, als in anderen Staaten der EU. Hierzulande müssen Importeure die Einfuhrumsatzsteuer direkt bei der Wareneinfuhr entrichten, was unnötige Kosten verursacht und die Liquidität auf Seiten der Importeure einschränkt. Dies hat zur Folge, dass Waren über Nachbarstaaten eingeführt werden. „Bund und Länder sind sich einig: Die in Deutschland angewandte und von allen Seiten als revisionsbedürftig angesehene Vorgehensweise muss durch ein besseres Verfahren ersetzt werden. Auch die Lösungskonzepte zur Einführung des im EU-Recht längst verankerten Verrechnungsmodells liegen jetzt auf dem Tisch – wir müssen dies nur umsetzen“, so Frank Dreeke.

Ein weiterer Nachteil für Terminalbetreiber, der allerdings auf europäischer Ebene adressiert werden muss, entsteht bei der Anwendung der Tonnagesteuer in bestimmten EU-Staaten. Mit der Tonnagesteuer können Reedereien, die ebenfalls in einem harten internationalen Wettbewerb stehen, ihre Steuerlast deutlich absenken, da die Ermittlung der Körperschaftsteuer auf Basis der Schiffstonnage und nicht auf Basis von tatsächlich erwirtschafteten Gewinnen oder Verlusten erfolgt. Die Tonnagesteuer ist ein von der Europäischen Kommission gebilligtes, wichtiges Instrument zur Stärkung der europäischen Schifffahrt. In einigen europäischen Nachbarstaaten jedoch beeinflusst ihre Anwendung den Wettbewerb zwischen Terminalbetrieben, wie ein aktueller Bericht des International Transport Forums bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) aufzeigt. Die Europäische Kommission sollte daher die Anwendung der Tonnagesteuer im Hinblick auf Wettbewerbsverzerrungen im Hafengeschäft untersuchen und gegebenenfalls korrigieren.

Darüber hinaus sind die in Deutschland vergleichsweise hohen Wegekosten, lückenhafte digitale Infrastruktur und langwierige Planungsverfahren weitere Bereiche, bei denen nachgesteuert werden muss. Bezüglich der Wegekosten sollten aus Sicht des ZDS eine Entfristung der Trassenpreisförderung im Schienengüterverkehr und die Reduzierung der Stromsteuer auf Eisenbahnfahrstrom in Betracht gezogen werden.

Die Existenz einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur an Hafenstandorten, aber auch im relevanten Hafenhinterland, spielt im Standortwettbewerb eine wichtige Rolle. Auch hier gilt es, Boden gegenüber den Nachbarstaaten gut zu machen.

Eine Beschleunigung von Planungsverfahren könnte durch eine Novellierung des deutschen Wasserrechts erreicht werden. Frank Dreeke: „Neben einer Anpassung des deutschen Wasserrechts ist auch die Konkretisierung der EU-Wasserrahmenrichtlinie, die zurzeit überprüft wird, notwendig, um Verfahren zu verkürzen und mehr Rechtssicherheit zu schaffen. Der Zeitrahmen für die Vorgaben in der Richtlinie läuft aktuell bis 2027, sodass nicht klar ist, wie es danach weitergeht. Diese Tatsache könnte nach Ablauf dieses Zeitraums für zusätzliche, erhebliche Rechtsunsicherheit sorgen.“

Neben Standortnachteilen in Europa beschäftigen auch aktuelle Ereignisse im internationalen Handel die deutsche Hafenwirtschaft. „Spannungen zwischen wichtigen Handelspartnern wie den USA und China oder auch die Ungewissheit rund um den Brexit wirken sich negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung aus. Stabilität im globalen Handelssystem ist unabdingbar für die Seehäfen, die etwa zwei Drittel des seewärtigen deutschen Außenhandels abwickeln“, so Dreeke.

Hoch auf der Agenda der Seehafenbetriebe steht auch das Thema Nachhaltigkeit. „Förderprojekte des Bundes wie die Richtlinie Innovative Hafentechnologien sind eine gute Unterstützung für die Innovations- und Nachhaltigkeitsbestrebungen der Seehäfen. An Themen wie etwa emissionsarmen Terminals durch Elektrifizierung mit Strom aus erneuerbaren Quellen arbeiten die Seehäfen schon seit vielen Jahren. Investitionen der Hafenwirtschaft in umweltfreundliche Technologien wie LNG oder Wasserstoff müssen von Bund und Ländern durch die Schaffung der richtigen Voraussetzungen auch weiterhin unterstützt werden. Die vor Kurzem gezeichnete Absichtserklärung von Bund und Ländern zur Förderung der Nutzung von Landstrom durch die Schifffahrt ist dafür ein gutes Beispiel“, so Dreeke.

Quelle: Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e. V. (ZDS), Foto: © HHM / Dietmar Hasenpusch, Feeder im Hamburger Hafen

 

 




Energiewende im Rotterdamer Hafen beispielhaft

Vertreter der Deutschen Industrie lobten die Projekte des Rotterdamer Hafen mit denen der Hafen in drei Schritten CO₂-neutral werden soll. Dies geschah am Mittwoch, den 20. November 2019, bei einem Besuch einer Delegation des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) im Rotterdamer Hafen.

Die Delegation hatte rund 15 Teilnehmer, darunter Vertreter des BDI und angeschlossenen Unternehmen wie ThyssenKrupp, BASF, ExxonMobil und Schott AG. Der Empfang in Rotterdam war Teil eines zweitägigen Besuchs in den Niederlanden, der in Zusammenarbeit mit VNO-NCW organisiert wurde.

“Der Hafen von Rotterdam nimmt die Forderung des Klimaschutzes sehr konsequent und pragmatisch an. Die Defossilisierung eines globalen Logistikknotens wie Rotterdam, der zentral für die deutsche Industrie ist, hat einen wichtigen Vorbildcharakter.”, sagte Delegationsleiter und Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der BDI Holger Lösch.

Stijn van Els, Delegationsleiter des Hafenbetriebes Rotterdam, fügte hinzu: „Wir können stolz darauf sein, dass die führende Rolle, die Rotterdam bei der Energiewende einnimmt, von unseren Partnern in Deutschland anerkannt wird. Die langfristige und sehr wichtige Verbindung zwischen Rotterdam und dem deutschen Hinterland wird dadurch weiter gestärkt.“

Die deutschen Arbeitgeber und der Hafenbetrieb Rotterdam drängen beide auf Zügigkeit bei der Umsetzung eines soliden und nachhaltigen internationalen Güterverkehrssystems. Sie unterstreichen ihr gemeinsames Interesse an der Erhöhung der Infrastrukturkapazität beim Güterverkehr und der Binnenschifffahrt.

Ein Viertel des Güterumschlags im Rotterdamer Hafen ist für Deutschland bestimmt. Die größte Volkswirtschaft Europas importiert Erz, Kohle, Öl und Mineralstoffe, jedoch ebenfalls Komponenten für die Industrie, über den größten Hafen Europas. Die Flüsse Rhein, Neckar und Main stellen eine nachhaltige und effiziente Verbindung zwischen wichtigen Wirtschaftszentren in Deutschland und dem Rotterdamer Hafen dar.

Rotterdam ist zudem Teil eines ausgedehnten, aus direkten Schienenverbindungen für den Güterverkehr bestehenden Netzes. Deepsea-Reedereien entscheiden sich für den Rotterdamer Hafen als ersten Anlaufhafen in Nordwesteuropa. Diese Entscheidung führt zu einem Zeitgewinn für die Verlader, da die Container bereits per Zug, Binnenschiff oder LKW zum Endkunden unterwegs sind, bevor das Containerschiff zum nächsten europäischen Zielhafen ausläuft.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam

 

 

 

 




Norddeutsche Länder sprechen über Häfen

Die norddeutschen Häfen sollen auch in Zukunft mit Blick auf den globalen Wettbewerb konkurrenz- und leistungsfähig aufgestellt sein. Die fünf norddeutschen Küstenländer Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein haben sich vor diesem Hintergrund in Oldenburg zum achten Hafenentwicklungsdialog getroffen.

Hier tauschen sich die für die Häfen zuständigen Ressortminister und Senatoren einmal im Jahr mit der Hafenwirtschaft und dem Bund über aktuelle hafenspezifische Themen aus und entwickeln gemeinsame Positionen. Die Zusammenarbeit zwischen den norddeutschen Häfen soll so verstärkt und die jeweilige Hafenpolitik – ungeachtet des Wettbewerbs untereinander – aufeinander abgestimmt werden, sodass gemeinsam das Bewusstsein für den Standort der norddeutschen Häfen sowie die europäische Konkurrenz hierdurch geschärft wird.

Bei dem Treffen wurden so insbesondere die neuen Möglichkeiten für die Zusammenarbeit der Häfen durch die Digitalisierung diskutiert und wie im Rahmen dieser Entwicklungen neues Personal gewonnen und ausgebildet werden kann. Darüber hinaus waren die Luftreinhaltung und der Klimaschutz in den Häfen, aktuelle hafenpolitische Entwicklungen in Europa sowie die Handelsbeschränkungen mit Russland und die Entwicklung der „Neuen Seidenstraße“ Thema der Gespräche.

Niedersachsens Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Berend Lindner: „Wir haben in unseren Häfen schon jetzt in vielen Bereichen digitale Prozesse fest etabliert. Trotzdem haben wir auch heute wieder gemerkt, dass es noch immer viel Raum für eine verstärkte digitale Kooperation zwischen unseren Seehäfen gibt. Ich bin der festen Überzeugung, dass digitale Anwendungen und der Ansatz einer verstärkten Hafenkooperation als Innovationsfeld und Innovationstreiber eng zusammenspielen können. Vor diesem Hintergrund sind wir uns einig, dass wir erfolgversprechende Ansätze für eine bessere digitale Kooperation weiter verfolgen wollen. Die Digitalisierung ist die Chance, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Häfen zu erhalten und weiter auszubauen.“

Bremens Senatorin für Wissenschaft und Häfen Dr. Claudia Schilling: „Die Herausforderungen, die mit zunehmender Automatisierung und Digitalisierung einhergehen, sind seit einigen Jahren und mit unverändert wachsender Intensität ein zentraler Themenschwerpunkt in der maritimen Branche. Für die Zukunft wird es von hoher Bedeutung sein, die daraus resultierenden verändernden personellen Anforderungsprofile und Bedarfe früh zu erkennen und hierauf gemeinsame Antworten zu finden.“

Hamburgs Wirtschaftsstaatsrat Dr. Torsten Sevecke: „Die Umweltauswirkungen der Schifffahrt prägen die Diskussion der letzten Monate und Jahre. Erst wurden die Schiffe vor allem im Zusammenhang mit der Luftreinhaltung als Verursacher diskutiert, heute ist die Diskussion im Kontext der Bemühungen um die Senkung klimaschädlicher Emissionen in vollem Gang. Alle norddeutschen Länder stehen vor diesen Herausforderungen. Fortschritte bei der Luftreinhaltung inkl. Klimaschutz im Hafen werden wir nur erzielen, wenn wir Alternativen zur Stromversorgung durch Schiffsmotoren während der Liegezeiten anbieten können. Unsere Häfen stehen in einem internationalen Wettbewerb. Gerade in der Nordrange ist dieser außerordentlich ausgeprägt. Gleiches gilt sicherlich für die Ostsee. Die Häfen wollen aber keinen Wettbewerb zu Lasten der Umwelt. Deswegen arbeiten die Port Authorities der Nordrange bereits daran, ein level-playing-field zu schaffen. Wir wollen einheitliche Rahmenbedingungen in den europäischen Häfen.“

Mecklenburg-Vorpommerns Staatssekretärin für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Ina-Maria Ulbrich: „In Mecklenburg-Vorpommern haben wir kontinuierlich eine regionale Partnerschaft zum Leningrader Gebiet um St. Petersburg ausgebaut. Auch die Häfen des Landes haben in den vergangenen Jahren intensiven Kontakt in die russischen Partnerhäfen gehalten. Dabei rückte zuletzt die ‚Neue Seidenstraße‘ in den Fokus: Nachdem sich bereits zahlreiche Verbindungen zwischen China und deutschen Standorten etabliert haben, nehmen die Pläne von Rostock und Sassnitz, Teil neuer Routen zu werden, nun konkrete Form an. So erreichte gestern ein erster Test-Zug den Hafen Sassnitz-Mukran. Das zeigt, dass kontinuierliche Beziehungen sich auszahlen.“

Schleswig-Holsteins Verkehrs-Abteilungsleiter Michael Pirschel: „Die maritimen Verkehrswege sind unabdingbar, 95 Prozent des Welthandels gehen übers Schiff. Aber Schiffe verursachen Immissionen und Abfälle, die zum Teil in unseren Hafenstädten zu Problemen führen. Die EU Kommission unternimmt zunehmend erweiterte Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität, Verringerung des Schwefelgehalts im Kraftstoff, zum Aufbau von Infrastruktur für alternative Kraftstoffe – wie LNG – oder Hafenauffangeinrichtungen für Schiffsabfälle. Daher sind die aktuellen europäischen hafenpolitischen Entwicklungen, wie der „green deal“ der neuen Kommission unter Frau von der Leyen von hoher Bedeutung für alle norddeutschen Küstenländer.“

Frank Dreeke, Präsident des Zentralverbandes der deutschen Seehafenbetriebe: „Die deutsche Hafenwirtschaft sichert bundesweit über 521.000 Arbeitsplätze und garantiert mit ihren leistungsstarken Umschlagsplätzen die Spitzenposition Deutschlands im internationalen Handel. Wir wollen die Rolle der Seehäfen im deutschen Im- und Export weiter festigen, indem wir mit der öffentlichen Hand zusammenarbeiten, um Standortnachteile auszuräumen. Bei der Einfuhrumsatzsteuer sind Bund und Länder sich einig, dass das Erhebungsverfahren an das unserer europäischen Nachbarstaaten angepasst werden muss. Für die Seehafenwirtschaft ist es von höchster Bedeutung, dass diese Anpassung jetzt schnell umgesetzt wird, damit die Wettbewerbsfähigkeit der Seehäfen gestärkt wird.“

Quelle und Film: Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung

 

 

 




HHLA weiter erfolgreich, Unsicherheiten steigen

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) konnte ihre positive Geschäftsentwicklung auch in den ersten neun Monaten des Jahres 2019 fortsetzen. Das Unternehmen verzeichnete erneut einen deutlich steigenden Umsatz und ein stark steigendes Ergebnis.

Die Profitabilität konnte in einem herausfordernden Marktumfeld gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum nochmals verbessert werden. Dank der erfolgreichen Integration des im vergangenen Jahr erworbenen estnischen Terminalbetreibers HHLA TK Estonia und einer leichten Verbesserung an den Hamburger Terminals stieg der Containerumschlag moderat an. Beim Containertransport wurde eine deutliche Steigerung erreicht. In Summe mit einer deutlichen Umsatzsteigerung im Segment Logistik und einer erneut moderaten Erhöhung der Erlöse aus der Immobilienbewirtschaftung führte dies zu einem Umsatz von 1.044,6 Mio. Euro (+ 8,3 Prozent). Das Betriebsergebnis (EBIT) legte stark um 19,3 Mio. Euro bzw. 12,4 Prozent auf 175,4 Mio. Euro zu. Der positive Effekt aus der Erstanwendung des IFRS 16 im EBIT betrug dabei rund 10,6 Mio. Euro.

Angela Titzrath, HHLA-Vorstandsvorsitzende: „So erfreulich sich die Geschäfte in diesem Jahr entwickeln, so realistisch müssen wir jedoch die sich aktuell verändernden Rahmenbedingungen im Blick behalten. Die Herausforderungen für die gesamte Transport- und Logistikbranche bleiben anspruchsvoll. Wir gehen diese Herausforderungen zuversichtlich und elanvoll an und haben weiterhin das Ziel und den Anspruch, die HHLA zukunftssicher aufzustellen. Das bedeutet: Wir stärken unser Kerngeschäft und erschließen gleichzeitig neue und zukunftsträchtige Geschäftsfelder.“

Der börsennotierteTeilkonzern Hafenlogistik verzeichnete in den ersten neun Monaten einen deutlichen Umsatzanstieg um 8,6 Prozent auf 1.020,2 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) konnte um 13,3 Prozent auf 162,7 Mio. Euro stark gesteigert werden. Die EBIT-Marge erhöhte sich um 0,6 Prozentpunkte auf 15,9 Prozent.

Im Segment Container konnte der Containerumschlag in den ersten neun Monaten 2019 moderat um 4,0 Prozent auf 5.730 Tsd. Standardcontainer (TEU) gesteigert werden. Neben der erfolgreichen Integration des im vergangenen Jahr erworbenen Terminals in Tallinn trug eine leichte Verbesserung des Umschlagvolumens in Hamburg zu dieser Entwicklung bei. Die Umsatzerlöse konnten dank der Mengensteigerung in Verbindung mit einer Verbesserung der Durchschnittserlöse gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum auf 605,5 Mio. Euro und damit um 6,0 Prozent gesteigert werden. Ursache hierfür war im Wesentlichen eine Steigerung des Bahnanteils. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 9,7 Mio. Euro bzw. 9,4 Prozent auf 112,6 Mio. Euro. Von diesem Anstieg sind rund 8,0 Mio. Euro auf die Anwendung des IFRS 16 zurückzuführen. Die EBIT-Marge stieg um 0,6 Prozentpunkte auf  18,6 Prozent.

Im Segment Intermodal konnten die HHLA-Transportgesellschaften in den ersten neun Monaten 2019 deutlich zulegen. Mit einem Plus von 7,8 Prozent stieg der Containertransport auf  1.184 Tsd. Standardcontainer (TEU). Getragen wurde die Entwicklung durch das Wachstum sowohl der Bahn- als auch der Straßentransporte. Die Bahntransporte legten im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 Prozent auf 930 Tsd. TEU zu. Die Straßentransporte konnten in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld aufgrund des starken Anstiegs der Zustellverkehre ein Wachstum von 8,8 Prozent auf 254 Tsd. TEU erzielen. Die Umsatzerlöse lagen mit 367,9 Mio. Euro um  13,5 Prozent über dem Vorjahreswert und entwickelten sich damit deutlich besser als die Transportmenge. Bei einem in etwa konstanten Bahnanteil in Höhe von 78,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr führten neben Preisanpassungen insbesondere die längeren Transportdistanzen zu dieser starken Umsatzentwicklung. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich im Mitteilungszeitraum um 16,5 Prozent auf 76,1 Mio. Euro. Der starke Anstieg geht im Wesentlichen auf die positive Mengen- und Umsatzentwicklung zurück. Daneben ermöglichte die Senkung der Trassenpreise in Deutschland eine weiter steigende Auslastung der Zugsysteme. Die Anwendung von IFRS 16 hatte für die positive Entwicklung des EBIT keine wesentliche Bedeutung.

Aufgrund der Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten des Jahres 2019 konkretisiert der HHLA-Vorstand seine Einschätzung zu der erwarteten Ertragslage des Konzerns im Jahr 2019.

Auf der Volumenseite geht die HHLA nunmehr beim Containerumschlag von einer moderaten Steigerung (bislang: leichte Steigerung) und beim Containertransport von einer deutlichen Steigerung (bislang: leichte Steigerung) aus. Vor diesem Hintergrund wird für den Konzernumsatz für das Jahr 2019 eine deutliche Steigerung (bislang: leichte Steigerung) erwartet.

Während die HHLA auf Konzernebene beim Betriebsergebnis (EBIT) weiterhin von einer deutlichen Steigerung ausgeht, wird auf Segmentebene im Bereich Container nunmehr mit einem moderaten Anstieg (bislang: auf Vorjahresniveau) und im Bereich Intermodal mit einer starken Zunahme (bislang: deutliche Steigerung) gerechnet.

Die HHLA-Immobilien in der historischen Speicherstadt und auf dem Fischmarktareal konnten ihre positive Entwicklung fortsetzen. Die bereits im Vorjahr auf weitgehender Vollvermietung der beiden Quartiere basierenden Umsatzerlöse wurden im Vorjahresvergleich erneut moderat um 2,1 Prozent auf 29,9 Mio. Euro gesteigert. Das geplante und realisierte erhöhte Instandhaltungsvolumen konnte durch die Erlöszuwächse aus Objekten in der Speicherstadt kompensiert werden. Der leichte Anstieg des Betriebsergebnisses (EBIT) um 1,3 Prozent auf  12,5 Mio. € (im Vorjahr: 12,3 Mio. €) ist im Wesentlichen auf die Anwendung des IFRS 16 zurückzuführen.

Das Betriebsergebnis (EBIT) im Teilkonzern Immobilien wird aufgrund geplanter, nicht aktivierungsfähiger Großinstandhaltungen für das Jahr 2019 weiterhin im Bereich von 15 Mio. Euro erwartet.

Quelle: HHLA, Foto: HHLA / Thies Rätzke

 

 

 




SmartPort kündigt Kooperation mit MARIN an

SmartPort, die Rotterdamer Wissensplattform für wissenschaftlich-innovative Forschung, hat zum dritten Mal den SmartPort Summit organisiert. Im Rahmen dieses jährlich wiederkehrenden Events fanden ein Austausch der Auswirkungen von Forschungsprojekten, wie beispielsweise die Entwicklung intelligenter Kaimauern und intelligenter Schifffahrt, statt, dies mit dem Ziel, die Innovation im Rotterdamer Hafen zu beschleunigen.

Abgesehen von TNO und Deltares ist MARIN die dritte TO2-Einrichtung, die sich SmartPort als strategischer Partner anschließt. Smart Port beurteilt das Wissen und die Fähigkeiten von MARIN als willkommene Ergänzung zur wissenschaftlichen Untermauerung im Hinblick auf Zukunftsfragen im Rotterdamer Hafen. Bas Buchner, geschäftsführender Direktor MARIN, erläutert: „Wir sind begeistert von dieser neuen Kooperation mit SmartPort. Wir erwarten, dass wir mit unserem Fachwissen einen effektiven Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen des Rotterdamer Hafens leisten können. In diesem Zusammenhang kann man beispielsweise an autonom fahrende Schiffe und die Interaktion mit der Verkehrsüberwachung denken sowie an das Hindurchfahren durch Schlamm, wodurch weniger Baggerarbeiten erforderlich sind, oder die Senkung von Emissionen durch die Schifffahrt. Themen, die gut zur MARIN-Mission passen, sind folgende: Beiträge zu einer sauberen, sicheren und nachhaltigen Nutzung von Häfen, Wasserstraßen und Meer.“

TKI Dinalog verlängert die mit SmartPort bestehende TKI-Regelung. Bei dieser Regelung handelt es sich um einen Programmzuschuss für Forschung und Innovationstätigkeiten. TKI Dinalog arbeitet mit Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Behörden am Innovationsprogramm von Topsector Logistiek. Mit Herausforderungen wie Truck Platooning und einer intelligenten Hafeninfrastruktur wird unterstrichen, dass durch die Bildung von Koalitionen und wissenschaftliche Forschung Innovationen beschleunigt werden können. Mit den neuen Partnern, den bereits vorhandenen Partnern, den Netzwerksubventionen seitens der niederländischen Provinz Südholland ist SmartPort im Hinblick auf das adäquate „fruchtbare“ Umfeld für die Förderung von Innovationen auf der sicheren Seite.

SmartPort ist eine Kräftebündelung von Hafenbetrieb Rotterdam, Deltalinqs, Stadt Rotterdam, MARIN, Erasmus Universität, TU Delft, TNI und Deltares. SmartPort widmet sich insbesondere der Entwicklung von Knowhow im Hinblick auf die gemeinsamen Ziele. Schwerpunkte sind dabei intelligente Logistik, intelligente Industrie und Energie sowie eine zukunftsfähige Hafeninfrastruktur.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam

 

 

 




Rotterdam beschleunigt Innovation mit PortXL

Zum fünften Mal in Folge ist PortXL in der ganzen Welt innovativen Start-up-Unternehmen, die eine Beschleunigung ihrer Konzepte erreichen wollen, und revolutionären Scale-ups auf der Spur, die ihre Aktivitäten in der maritimen Welt ausbauen wollen.

Jedes Jahr wird eine kleine Gruppe vielversprechender Start-up-Unternehmen ausgewählt, die auf innovative und wirkungsvolle Weise zur Entwicklung eines sicheren, effizienten und nachhaltigen Hafen-Industriegebiets beitragen.

PortXL – vom Hafenbetrieb Rotterdam gemeinsam mit Van Oord gegründet – selektiert die Kandidaten gemeinsam mit führenden Geschäftspartnern wie EY, Vopak, Boskalis, Shell, Royal IHC und vielen anderen. Die sorgfältig ausgewählten Start-up-Unternehmen nehmen an einem drei Monate dauernden Beschleunigungsprogramm teil. Gleichzeitig gilt für Scale-up-Unternehmen ein „fast track“, das heißt ein schnelleres Geschäftsprogramm. Das gemeinsame Ziel ist die Unterzeichnung von Verträgen mit monetären Implikationen mit Geschäftspartnern während des Shakedown – dem abschließenden Event des drei Monate dauernden Programms im Juni 2020.

Voriges Jahr nahmen 16 innovative Betriebe am PortXL-Programm teil, und wurde eine Rekordanzahl von 29 Verträgen geschlossen. Aber Rekorde sind dazu da, gebrochen zu werden. Wenn Sie das Zeug dazu haben, die Hafenregion wirkungsvoll und nachhaltig zu beeinflussen und die maritime Wirtschaft aufzumischen, dann melden Sie sich jetzt über diesen Link an. Anmeldeschluss ist der 15. Januar 2020.

PortXL ist der weltweit erste Maritime Port Accelerator. Er ist mit einem weltweiten Netz aus tonangebenden Unternehmen und Experten in seiner Art unvergleichlich. Der Zweck von PortXL besteht darin, die Entwicklung innovativer Technologien für den maritimen Sektor, den Logistik-, Energie- und Chemiesektor in Hafenregionen weltweit zu beschleunigen. PortXL aktiviert dazu ein größtmögliches Wirtschaftsumfeld, das Unternehmertum für alle Beteiligten stimuliert. Das Wirtschaftsumfeld von PortXL setzt sich aus Start-up- und Scale-up-Unternehmen, Investoren und Partnern, marktführenden Unternehmen wie Van Oord, Hafenbetrieb Rotterdam, EY, Royal IHC, Mammoet, Vopak, Boskalis, Shell, Rabobank, Stadt Rotterdam, Ampelmann, North Sea Port, InnovationQuarter und ECE zusammen.

Hie reibt es mehr zum Thema PORTXL

 

 

 

 




Kiellegung des Schubbootes ELEKTRA

In einer für Binnenschiffe nicht immer vollzogenen Zeremonie wurde auf der Schiffswerft Hermann Barthel GmbH in Derben (Sachsen-Anhalt) das erste Bauteil der ELEKTRA feierlich kielgelegt.


„In ihrer Vorbildfunktion als weltweit erstes emissionsfreies Schubboot hat die ELEKTRA diese kleine Feierlichkeit auf jeden Fall verdient“, mit diesen Worten eröffnete Prof. Dr.-Ing. Gerd Holbach – Leiter des Projektes ELEKTRA und des Fachgebietes Entwurf und Betrieb Maritimer Systeme an der TU Berlin, die Kiellegungszeremonie.

Die Energiebereitstellung auf dem Kanalschubboot wird erstmalig alleine mittels gasförmigem Wasserstoff, NT-PEM-Brennstoffzellen und Akkumulatoren erfolgen. Der Grundstein für den Bau der ELEKTRA ist mit heutigem Datum gelegt, die Fertigstellung durch die Werft soll im 4. Quartal 2020 erfolgen. Anschließend wird eine ausführliche Erprobung des Energiesystems und des Schiffes im Raum Berlin und auf der Relation Berlin – Hamburg stattfinden. Die ELEKTRA soll vorrangig im Gütertransport auf der Relation Berlin – Hamburg und im innerstädtischen Verkehr in Berlin eingesetzt werden.

Unter der Projektleitung des Fachgebietes Entwurf und Betrieb Maritimer Systeme (Prof. Dr.-Ing. Gerd Holbach) der TU Berlin sind die Unternehmen BEHALA (Hafen- und Logistikdienstleister), Schiffswerft Hermann Barthel, BALLARD Power Systems (Brennstoffzellen), ANLEG (Wasserstofftanksystem), Schiffselektronik Rostock, EST-Floattech (Akkumulatoren) und Imperial logistics (Reederei) an der Entwicklung und am Bau der ELEKTRA als Partner beteiligt.

Die ELEKTRA wird eine Vorbildfunktion als erstes emissionsfreies Schiff einnehmen. Für die Binnenschifffahrt kann das Energiesystem der Elektra als Blaupause dienen.

„Wir von der Schiffswerft Barthel freuen uns sehr, dass heute die Kiellegung dieses innovativen Schiffes ELEKTRA auf unserer Werft stattfindet“, erklärte Dr. Corinna Barthel von der Schiffswerft Barthel. „Ein emissionsfreies Schubschiff, das ganz reguläre Transportarbeiten wie in der Berufsschifffahrt üblich durchführt, ist ein großer Schritt nach vorn für umweltfreundliche Transporte in Deutschland. Obwohl das Schiff die Baunummer 210 erhält und tragen wird, ist dies heute erst die fünfte offizielle Kiellegung auf unserer Werft. Daran erkennt man schon, dass die ELEKTRA etwas Besonderes für uns ist.“

„Für uns als zukünftigen Eigner der ELEKTRA war von Anfang an klar, dass dieses innovative Schubboot dieselben Anforderungen im Betrieb erfüllen muss wie ein konventionelles Schiff und dass in der Perspektive die Betriebskosten in vergleichbarer Größenordnung liegen müssen wie bei einem konventionellen Schiff“, erläuterte Dipl.-Ing Klaus-Günter Lichtfuß in seiner Rede zur Kiellegung. Das heißt, dass der zu befördernde Schiffsraum, die Betriebszeiten, die Geschwindigkeiten und die Reichweiten in der Schubschifffahrt auf dem europäischen Kanalnetz nicht zu wesentlichen Einschränkungen führen dürfen. Weiterhin müssen die Kosten für Wasserstoff und Ladestrom in einer Größenordnung liegen, die vergleichbar zum Brennstoff für konventionelle Antriebe unter Berücksichtigung des Gesamtwirkungsgrades des Schiffes ist. Wenn dies bei der Errichtung der Infrastruktur der Landstationen für elektrisch betriebene Binnenschiffe gelingt, hat diese emissionsfreie Antriebstechnik eine realistische Perspektive in der Binnenschifffahrt sowohl für den Gütertransport als auch für die Personenbeförderung.

Als Kiellegungsakt wurde im Anschluss ein Schott aufgestellt, in dem die Baunummer eingeschlagen wurde. Die Glücksmünzen wurden von den acht Projektpartnern platziert. Diese Münzen sollen Schiff, Schiffbauern und künftiger Besatzung gleichermaßen Glück bringen.

Bei einem Gesamtprojektvolumen von ca. 13 Mio. € wird das Projekt durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit ca. 8 Mio. € gefördert und vom Projektträger Jülich (PTJ) und der Nationalen Organisation für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) betreut und koordiniert.

Quelle: TU Berlin und BEHALA, Foto: TU Berlin – EBMS

 

 

 

 




NRW fördert Schiene mit 1,16 Millionen Euro

Erneut fördert das Land Nordrhein-Westfalen Projekte von nicht bundeseigenen Eisenbahnen (NE-Bahnen). Verkehrsminister Hendrik Wüst hat am Dienstag (05.11.) fünf Zuwendungsbescheide in Höhe von insgesamt 1.161.000 Euro übergeben.


Empfänger sind

  • die Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH,
  • die Wanne-Herner Eisenbahn und Hafen GmbH und
  • die Hafen Krefeld GmbH & Co. KG.

„Die Schienen der NE-Bahnen schließen die Industrie- und Gewerbegebiete sowie Logistikstandorte an die Hauptstrecke der Bahn an und helfen, tausende von Lkw-Fahrten zu vermeiden. So holen wir langfristig Güter von der Straße auf die Schiene“, sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst bei der Übergabe der Förderbescheide.

Im Hafen Krefeld unterstützt das Land die Erneuerung von gut einem Kilometer Streckenlänge auf mehreren Abschnitten mit 211.000 Euro. Die Gesamtkosten der Maßnahme liegen über 500.000 Euro.

Die Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH (WLE) erneuert auf mehreren Streckenabschnitten das Betriebsfunksystem. Die Gesamtkosten betragen 150.000 Euro, das Land steuert 60.000 Euro bei.

Die Wanne-Herner Eisenbahn und Hafen GmbH (WHE) erneuert Gleise und Weichen sowie die Leit- und Sicherungstechnik für Gesamtkosten von 2.228.000 Euro. Das Land fördert die Maßnahmen mit 890.000 Euro.

Während die Deutsche Bahn und ihr Streckennetz dem Bund gehören, verfügen rund 70 kommunale und private Eisenbahnunternehmen allein in Nordrhein-Westfalen über ein öffentlich zugängliches Schienennetz von etwa 1.500 Gleiskilometern. Um den Investitionsstau auf den Strecken dieser öffentlichen, nicht bundeseigenen Eisenbahnen (NE-Bahnen) aufzulösen, hatte die Landesregierung die Infrastrukturförderung aus Landesmitteln im Jahr 2018 wiedereingeführt. Für die Jahre 2018 und 2019 stehen insgesamt 16 Millionen Euro zur Verfügung, in 2020 weitere sechs Millionen. Für Maßnahmen im Durchführungszeitraum 2018 bis 2020 wurden bereits rund 11 Millionen Euro vergeben.

Gefördert werden vorrangig Investitionen in den Erhalt und die Erneuerung von überwiegend für den Güterverkehr genutzten Schienenstrecken, aber auch Abfertigungs- und Verladeeinrichtungen in Übergabebahnhöfen der NE-Bahnen. Voraussetzung ist, dass die Infrastrukturen für alle Eisenbahnen zugänglich – also öffentliche Infrastrukturen – sind.

Die Bundesförderung für NE-Bahnen ist im Schienengüterfernverkehrsnetzförderungsgesetz (SGFFG) geregelt; sie sieht nur die Förderung von Ersatzinvestitionen für NE-Bahnen im Fernverkehr vor. Das Land ergänzt die 50 prozentige Bundesförderung um weitere 40 Prozent und kann zudem auch den Erhalt und die Erneuerung auf Nahbereichsstrecken mit einem Fördersatz von bis zu 75 Prozent bezuschussen.

Quelle: Verkehrsministerium NRW, Foto: VM/Andreas Bischof, Verkehrsminister Hendrik Wüst überreichte an Elisabeth Lehnen, Geschäftsführerin der Hafen Krefeld GmbH & Co. KG, drei Förderbescheide in Höhe von insgesamt 211.800 Euro. Das Land hilft, mehr Güter auf die Schiene zubekommen und somit Lkw von der Straße. Deshalb hat das Verkehrsministerium die Förderung der NE-Bahnen wiederaufgenommen. Damit unterstützt das Land insbesondere Produktionsunternehmen, die von der Anbindung der Gleisanschlüsse abhängig sind. Das entlastet die Straßen in NRW.