Rotterdamer Container auf „Noah‘s Train“ geladen

Der Rotterdamer Container wurde jetzt unter großer Beachtung aller teilnehmenden europäischen Bahnunternehmen auf „Noah‘s Train“ geladen. Die Verladung fand am Terminal von APMT auf der Rotterdamer Maasvlakte statt.

Der farbenfrohe Zug mit 19 bemalten Waggons kam nach einer Rundreise durch Katowice, Wien, Berlin, Paris, Brüssel, Rom, Leipzig, München, Luxemburg, Riga und Madrid am Containerterminal an.

Die Rundreise, die am 4. Dezember 2018 begann, ist eine Initiative von Rail Freight Forward (RFF), einem Zusammenschluss von rund 20 Bahnunternehmen in Europa. Ziel von RFF ist es, bis 2030 30 Prozent des Güterverkehrs per Schiene zu befördern, derzeit sind es 18 Prozent. Wenn dieses Ziel erreicht wird, können laut Initiatoren der LKW-Verkehr auf der Straße um eine Million Lastwagen und der CO2-Ausstoß um 290 Millionen Tonnen jährlich gesenkt werden. Die Kampagne „Noah’s Train“ passt zum Bestreben des Hafenbetriebs, aus Rotterdam einen klimaneutralen Hafen zu machen.

Mit dem Rotterdamer Beitrag – gemalt von Nina Valkhoff – ist „Noah’s Train“ fertig und werden die Container unabhängig voneinander in die ganze Welt verteilt. Ein Container geht zur Klimakonferenz nach Chile. Das Rotterdamer Exemplar bleibt vorerst auf der Maasvlakte. Eine der vier Seiten dieses stählernen Containers ist noch unbemalt und wird in Kürze auf dem Parkplatz von FutureLand, dem Informationszentrum des Rotterdamer Hafens, von Rotterdamer Jugendlichen mit Nachhaltigkeitswünschen besprüht. Jugendliche können sich für diese Aktion anmelden unter havenkrant@portofrotterdam.com(link sends e-mail).

 

Quelle: Port of Rotterdam, Foto: Benjamin Arthur

 

 




Vertiefung Nieuwe Waterweg und Botlek abgeschlossen

Der Hafenbetrieb Rotterdam und Rijkswaterstaat feierten jetzt den Abschluss der Vertiefung von Nieuwe Waterweg und Botlek. Eine der am intensivsten befahrenen Wasserstraßen der Niederlande ist auf einer Länge von 25 Kilometern um anderthalb Meter vertieft worden.

Die feierliche Eröffnung des vertieften Nieuwe Waterweg und Botlek wurde von der niederländischen Ministerin Cora van Nieuwenhuizen (Infrastruktur & Wasserwirtschaft) und von Ronald Paul, Chief Operating Officer des Hafenbetriebs Rotterdam, durchgeführt. Die Einweihung bestand aus einem spektakulären nautischen Gruß, gemeinsam mit den Schiffen der beteiligten Auftragnehmer Van der Kamp und Boskalis, einem Patrouillenschiff des Hafenbetriebs Rotterdam und einem Schiff von Rijkswaterstaat.

Die Ministerin und Ronald Paul sind stolz auf die ausgezeichnete Zusammenarbeit und die zügige Realisierung dieser anspruchsvollen Aufgabe. Selbst die größten Seeschiffe mit einem Tiefgang von fünfzehn Metern können nun problemlos das Botlek-Gebiet im Rotterdamer Hafen erreichen. Ministerin Van Nieuwenhuizen: „Groß, größer, am größten. Wir sprechen in diesem Zusammenhang über die Aframax, Suezmax und Panamax. Das sind Riesenschiffe, die kostengünstiger, nachhaltiger und sicherer fahren. Im Hafensektor ist Größe nicht nur eine Frage der Ehre, sondern auch eine Voraussetzung für das Überleben in einem harten globalen Wettbewerb. Das gilt sicherlich auch für den Rotterdamer Hafen.“

Ronald Paul: „Die Tatsache, dass die größten Seeschiffe den Rotterdamer Hafen nun ohne Probleme anlaufen können, ist für die Wettbewerbsposition der Unternehmen in diesem Gebiet von großer Bedeutung. Investitionen des Hafenbetriebs Rotterdam führen zu einer Vielzahl von Investitionen seitens der im Hafen tätigen Unternehmen. Das unterstreicht die Tatsache, dass wir den bestehenden Industriekomplex des Hafens weiterhin stärken und gleichzeitig damit beschäftigt sind, völlig neue Aktivitäten zu entwickeln, beispielsweise indem wir in den Energiewandel und die Digitalisierung investieren.“

Die Gesamtinvestitionen beliefen sich für dieses Projekt auf rund € 70 Millionen. Die Baggerarbeiten wurden bei laufendem Betrieb des verkehrsreichsten Hafens Europas durchgeführt. Mehr als 15.000 Seeschiffe befahren jedes Jahr den Nieuwe Waterweg.

Quelle: Port of Rotterdam, Foto: Danny Cornelissen

 

 

 




Container und Dry Bulk weiter im Aufwind

Das Gesamtfrachtaufkommen stieg im Hafen Antwerpen von Januar bis September 2019 um 1,1 Prozent auf 178,9 Mio. Tonnen. Beim Containervolumen konnte mit 8,87 Mio. TEU im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar ein Zuwachs von 6,4 Prozent erzielt werden.

Demgegenüber  hat die Abschwächung der Weltwirtschaft bei volatileren Handelsströmen wie konventionellem Breakbulk, Liquid Bulk und Fahrzeugen das Wachstum reduziert; im Dry Bulk stieg das Umschlagsvolumen mit Schrott, Mineralien und Kohle insgesamt um 9,5 Prozent.

Mit einem Wachstum von 5,7 Prozent auf 104,4 Mio. Tonnen ist die Containerfracht weiterhin der mit Abstand größte Umschlagsbereich im Hafen Antwerpen. Zuwächse wurden insbesondere im Transshipment von Containern erzielt, aber auch im Import und im Export ist das Containervolumen angestiegen. Alle Handelsregionen mit Ausnahme von Lateinamerika konnten von Januar bis September ein positives Wachstum verzeichnen.

Die jüngsten Anpassungen im MSC-Feeder-Netzwerk – einem Netzwerk kleinerer Schiffe, die im Hafen Containerfracht aus großen Schiffseinheiten für den Weitertransport übernehmen – sind vorteilhaft für Antwerpen. So haben seit dem dritten Quartal zwei neue Verbindungen nach Lateinamerika zu zusätzlichen Importen von Reeferladungen aus Peru, Chile, Ecuador, Kolumbien und Costa Rica geführt.

„Die Unsicherheit im Welthandel hat sich noch nicht auf unser Containervolumen ausgewirkt“, erklärt Jacques Vandermeiren, CEO des Hafens Antwerpen. „Der Containerverkehr wächst weiter und festigt unsere internationale Spitzenposition. Dementsprechend entwickeln wir zusätzliche Güterverkehre ins Hinterland per Bahn und Binnenschiff.“

Die Schwankungen im Welthandel haben zu einem Rückgang der Breakbulk-Frachtströme von insgesamt 9 Prozent auf 6,63 Mio. Tonnen geführt. Das konventionelle Breakbulk-Volumen, mit Stahl als Hauptkategorie, verzeichnete ein Minus von 12,9 Prozent. Die geopolitischen Maßnahmen, die den Handelsfluss einschränken, wirken sich zunehmend auf den Import und Export von Stahl aus. Lediglich die Exporte nach Mexiko und in die Türkei sind weiter angestiegen; die Importe aus allen Produktionsländern waren rückläufig.

Das Ro/Ro-Gesamtvolumen sank um 2,1 Prozent auf 3,88 Mio. Tonnen. Die Zahl der umgeschlagenen Neuwagen war um 10 Prozent niedriger, was unter anderem auf das rückläufige Volumen der Neuwagenexporte im dritten Quartal 2019 zurückzuführen ist. Dieser Rückgang wurde jedoch teilweise durch das gestiegene Volumen bei Gebrauchtfahrzeugen (+ 12 Prozent) kompensiert.

Das Dry-Bulk-Volumen erzielte in den ersten neun Monaten dieses Jahres einen Zuwachs von 9,5 Prozent auf 10,3 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurde von Januar bis September 2019 fünfmal so viel Kohle umgeschlagen. Der starke Anstieg des Kohleaufkommens ist zum Teil auf eine vorübergehende Verschiebung der Transportwege infolge des Niedrigwassers auf dem Rhein zurückzuführen. Dies wurde im weiteren Verlauf des Jahres durch eine Aufstockung der Lagerbestände der Händler angesichts zu erwartender höherer Kohlepreise in den kommenden Monaten noch verstärkt. Andere Kategorien im Dry-Bulk-Bereich, wie z. B. Düngemittel, die 2018 gute Werte zeigten, geraten unter starken Druck und verzeichnen aktuell einen negativen Trend.

Bei Liquid Bulk verzeichnete der Hafen Antwerpen bis zum Ende des dritten Quartals einen Rückgang von insgesamt 6,2 Prozent auf 54,1 Mio. Tonnen. Das Rohölvolumen stieg um 5,5 Prozent. Der Umschlag chemischer Produkte, der zum Ende des zweiten Quartals 2019 ein Plus von 5,7 Prozent erreicht hatte, ging allerdings wieder zurück, so dass die ersten drei Quartale mit einem Plus von 0,8 Prozent abgeschlossen werden, praktisch auf gleichem Niveau wie im Vorjahr.

Auch die Ölderivate verzeichneten im August wie im Vorjahr einen schwachen Monat, was zu einem Rückgang von insgesamt 9,5 Prozent bis zum Ende des dritten Quartals führte. Die raffinerie- gebundenen Volumina blieben jedoch relativ stabil, obwohl sich die Volumina im Handelsbereich eher schwach entwickelten. Die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und schwankende Ölpreise mit rückläufiger Tendenz sorgten weiterhin für Verunsicherung bei den Händlern. Aber es gibt auch erneut positive Signale: Der Chemiekonzern BASF hat kürzlich eine Investition von 550 Millionen Euro in zusätzliche Produktionskapazitäten am Standort Antwerpen angekündigt.

In den vergangenen neun Monaten haben 10.814 Seeschiffe den Hafen Antwerpen angelaufen. Die Bruttoraumzahl der im Hafen angekommenen Schiffe sank leicht um 0,8 Prozent auf 313 Millionen GT (Gross Tonnage).

„Das Wachstum im Hafen Antwerpen hält an. Der Anlauf der MSC Isabella, als größtes Containerschiff, das jemals in Antwerpen angelegt hat, ist ein neuer Rekord. Ein Beweis dafür, dass unser Hafen einen sicheren und einfachen Zugang für Containerschiffe der Megamax-Klasse mit großem Tiefgang bietet. Auf diese Weise setzen wir unser nachhaltiges Wachstum fort, denn große Schiffe wie diese senken den CO2-Ausstoß pro transportiertem Container deutlich“, erklärt Hafensenatorin Annick De Ridder.

Quelle und Grafik: Port of Antwerp

 




Hochwasser-Übung im Kölner Rheinauhafen

Der Pegelstand des Rheines lag in Köln am Montagmorgen bei rund drei Metern. Keine akute Gefahr also bezüglich eines möglichen Hochwassers. Trotzdem werden derzeit im Bereich des Rheinauhafens umfangreich Stege aufgebaut. Droht also in absehbarer Zeit eine Überschwemmung? Die Antwort: Nein, Entwarnung, es handelt sich stattdessen um eine notwendige Übung!

Noch bis zum 25. Oktober findet der Probeaufbau der Stege auf der Mitteltrasse im Rheinauhafen statt. „Ziel der Übung ist nach fast 10 Jahren Zeitabstand zum letzten Aufbau die turnusmäßige Überprüfung des eingelagerten Equipments auf Funktionsfähigkeit und Vollständigkeit“, erklärt Thomas Beez, Geschäftsführer der „RVG Rheinauhafen Verwaltungsgesellschaft“. Darüber hinaus soll erneut ermittelt werden, wie lange im Ernstfall ein Aufbau dauern würde. Das Material der anliegenden Immobilien im Rheinauhafen wird ebenfalls einbezogen. Damit wird geprobt, wie die Bewohner und Anrainer im Hochwasser-Fall von den Stegen ihre Häuser erreichen.

Eine Einfahrt der Lieferanten ist auch während dieser Übung möglich. Die Anlieferung müsste gegebenenfalls dann über die Rheinpromenade/Marina erfolgen. Entsprechende Informationen erhalten die Fahrer bei der Einfahrt. Alle Rettungswege sind intakt und jederzeit offen.

Quelle und Foto: HGK

 

 

 




EVOS kommt nach Hamburg

Seit 1. Oktober firmiert das ehemalige Vopak Dupeg Terminal unter dem Namen Evos Hamburg, nachdem das Terminal an First State Investments („First State“), dem internationalen Arm von First Sentier Investors, verkauft worden ist. Das Tanklager, das bereits seit 1953 in Wilhelmsburg ansässig ist, bietet 149 Tanks mit einer Lagerkapazität von 670.000 m³ für verschiedene Flüssiggüter. Jos Steeman, Geschäftsführer des Terminals seit 2016, leitet als Geschäftsführer von Evos Hamburg den reibungslosen Übergang zum neuen Eigentümer.


Er blickt optimistisch in die Zukunft: „Flüssiggüter, wie Ölprodukte und Chemikalien, werden auch zukünftig eine wichtige Rolle in unserer Energieversorgung spielen. Das Terminal von Evos Hamburg bietet ideale Voraussetzungen für die Lagerung derartige Produkte, wie auch für zukünftige klimaneutrale und synthetische Treibstoffe. Evos Hamburg stellt eine relevante Infrastruktur für die Energiewende in Deutschland zur Verfügung.“

„Wir bieten unseren bestehenden und zukünftigen Kunden hervorragende Dienstleistungen an und setzen hohe Standards in Sicherheit, Nachhaltigkeit und Effizienz. Da unsere versierte Belegschaft dem Terminal erhalten bleibt, können die Kunden Dienstleistungen auf gewohnt hohem Niveau erwarten.“

„Wir bleiben ein wichtiger Akteur in der erfolgreichen Hamburger Hafenwirtschaft. Mit seinen exzellenten Transportverbindungen zu allen Teilen Deutschlands sowie zu Nord- und Osteuropa und seiner herausragenden Anbindung an das Hinterland wird Hamburg auch in Zukunft ein wichtiges Zentrum für die Lagerung von Flüssiggütern sein.“

„Als integraler Bestandteil der Business-Strategie nimmt Evos Hamburg seine Verantwortung gegenüber der Umwelt und den Anwohnern von Wilhelmsburg sehr ernst.“

Alex Nassuphis, Director Infrastructure Investments von First State Investments, ergänzt: „Wir freuen uns sehr über den heutigen Launch von Evos Hamburg. Das Terminal profitiert von einem diversifizierten Portfolio von Flüssiggütern und weltweit anerkannten Lagerungs- und Umschlagsdienstleistungen. Daher passt es auch besonders gut in unsere Investmentphilosophie für Investments in Bereich Infrastruktur. First State sieht in der Zusammenarbeit mit dem hochqualifiziertem Managementteam und der Belegschaft vor Ort die ideale Grundlage, um das Tanklagergeschäft in Hamburg weiter auszubauen.“

Ein Launch-Event findet am Mittwoch, 8. Januar 2020, statt. Als Gastredner haben sich bereits der Hamburger Wirtschaftssenator Michael Westhagemann sowie Jens Meier, CEO der Hamburg Port Authority, angekündigt.

Evos Hamburg bietet 149 Tanks mit einer Lagerkapazität von 670.000 m³ sowie eine umfassende Infrastruktur für das Be- und Entladen von Schiffen, Zügen und LKW für die Versorgung des Hamburger Umlandes und Deutschlands sowie für die Anbindung der umliegenden Industrieanlagen an.

Das Kundenportfolio reicht von allen großen Öl- und Chemieunternehmen und dem Mittelstand bis hin zu kleineren, lokalen Unternehmen mit lokalen Produktionsstätten. Außerdem bietet Evos Hamburg Lagerstätten an, die für den Import von notwendigen Rohstoffen oder Ölprodukten genutzt werden, die nicht in ausreichender Menge in Deutschland produziert werden (z.B. Diesel), sowie für den Export deutscher Produkte in andere Märkte. Evos Hamburg hat einen maßgeblichen Anteil an der Belieferung des deutschen Marktes mit Heizöl, Gasöl und Diesel sowie mit anderen Ölprodukten und die Belieferung der größten europäischen Produktionsstätten für industrielle Schmierstoffe in Hamburg. Ferner bietet Evos Hamburg die Lieferung des Kraftstoffs für einen Großteil der Schiffe im Hamburger Hafen an. Aufgrund dieser vielfältigen Dienstleistungen ist das Terminal von Evos Hamburg unabdingbar für den Betrieb des Hamburger Hafens.

Im November 2018 ist das Terminal eine Bildungskooperation mit der Stadtteilschule Wilhelmsburg eingegangen, die sich insbesondere an Schüler der Klassenstufen 7-12 richtet. Schwerpunkte dieser Bildungskooperation sind die Tanklagerindustrie, die Hafenwirtschaft und die Rolle von Flüssiggütern in der Energieversorgung und der Energiewende.

First State Investments („First State“) ist ein globales Asset Management Unternehmen mit Erfahrung in einer Reihe von Asset-Klassen und verschiedenen spezialisierten Investmentbereichen. In Australien operiert First State als First Sentier Investors. First State Investments bietet eine Reihe von Investment-Lösungen für institutionelle und private Anleger weltweit an, u. a. in den Bereichen Equities, Debt, Multi-Asset und nicht-börsennotierte Infrastrukturunternehmen.

Quelle: Evos Hamburg GmbH, Foto: HHM / Dietmar Hasenpusch




„Durststrecke“ beendet in Dresden

Am Mittwoch morgen hat nach fünf Monaten Niedrigwasser wieder das erste Schiff im Alberthafen Dresden angelegt. Beladen war es mit rund 700 Tonnen Schrott aus dem tschechischen Binnenhafen Decin, der ebenfalls zur SBO-Hafengruppe gehört.


Aufgrund der positiven Pegelprognosen sind bereits weitere Schiffsverladungen in der SBO-Hafengruppe geplant. Im Hafen Dresden wird Ende dieser Woche ein 190-Tonnen-Trafo verladen, der Anfang nächster Woche Richtung Antwerpen startet. Für nächste Woche ist dann die Verladung eines weiteren Trafos mit 183 Tonnen nach Antwerpen vorgesehen. Außerdem soll diesen Freitag ein weiteres Schiff mit rund 700 Tonnen Schrott im Hafen Decin beladen werden, welches dann nächsten Montag im Hafen Dresden entladen wird.

Quelle und Foto: Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH

 

 




HPA präsentierte neuen Hafenstandort

Die Hamburg Port Authority (HPA) stellte auf der Immobilienmesse Expo Real in München den neuen Hafenstandort Steinwerder Süd vor. Für den 32,6 Hektar großen zukunftsfähigen Standort werden das Hansaterminal und das Roßterminal am Oderhafen umstrukturiert.

Bis zum 18. Oktober 2019 liegen die Pläne für dieses Vorhaben öffentlich aus. Seit Anfang Oktober können sich Interessierte bereits auf der Website www.steinwerdersued.hamburg umfassend über den neuen Wirtschaftsstandort informieren.

Der Standort Steinwerder Süd zählt zu den wichtigen Flächenreserven für die künftige Entwicklung des Hamburgs Hafens. Die heutige Struktur des Areals ist allerdings nicht zeitgemäß für moderne hafenwirtschaftliche Nutzungen.

Die HPA plant, die Flächen zu einem zukunftsweisenden Hafenareal umzubauen. Das Roß- und Hansaterminal sowie der dazwischen liegende Oderhafen sollen aus Gründen des Hochwasserschutzes von heute etwa 5,5 Meter Normalhöhennull (NHN) auf rund acht Meter NHN aufgehöht werden. Die neu entstehende Fläche wird sich über ihre gesamte Lebensdauer flexibel wandelnden Nutzungen anpassen können, sodass öffentliche Finanzen und die Umwelt entlastet werden, da die Flächen über lange Zeiträume ohne eine aufwändige komplette Erneuerung der Infrastruktur nutzbar sind.

„Steinwerder Süd wird ein beispielhaftes Projekt für die nachhaltige Entwicklung des Hamburger Hafens nach innen“, sagt Projektleiter Diomedes Lampropoulos. Ziel der HPA ist es, hafentypische Nutzungen anzusiedeln, die eine hohe Wertschöpfungstiefe erzielen und möglichst viele Arbeitsplätze schaffen. Mit Steinwerder Süd soll das begrenzte Flächenangebot im Hafen kurz- und mittelfristig verbessert und die Wettbewerbsposition des Hafens langfristig gestärkt werden.

Die Umstrukturierung des Areals erfolgt in zwei Schritten: Zunächst soll eine für künftige Nutzungen optimierte und effiziente Fläche geschaffen werden („Vorbereitungsmaßnahme“). Anschließend erfolgt je nach Bedarf der flexible Endausbau, z.B. durch den Bau von Kaimauern oder die Erschließung durch Straßen und Bahn („Endausbau“). Gegenstand der gegenwärtig ausliegenden Planunterlagen für Steinwerder Süd ist ausschließlich die Vorbereitungsmaßnahme.

Quelle und Visualisierung: Hamburg Port Authority

 

 

 

 




Rotterdam führt Track& Trace-Container ein

Heute hat der Hafenbetrieb Rotterdam „Boxinsider“ vorgestellt. Über diese App können Verlader und Spediteure jederzeit sehen, wo sich ihre Container befinden. Das ist nicht nur viel zuverlässiger als die bislang angewandte Arbeitsweise, sondern auch viel benutzerfreundlicher und effizienter, als selbst an Informationen aus allen möglichen Quellen heranzukommen.

„Wenn ich online ein Buch bestelle, kann ich beinahe „live“ verfolgen, wo sich meine Bestellung befindet“, erläutert der Generaldirektor des Hafenbetriebs Rotterdam, Allard Castelein. „Mit Boxinsider stellen wir jetzt auch für Container eine solche Lösung. Dank der Entwicklung digitaler Lösungen machen wir unseren Hafen noch effizienter, sicherer und zuverlässiger. Lösungen wie Boxinsider sind dafür gute Beispiele und stehen damit im Einklang mit unserem Anspruch, der intelligenteste Hafen der Welt zu sein.“

Verlader, Spediteure und andere Nutzer sammeln derzeit in der Regel noch manuell auf verschiedenen Websites Informationen darüber, wo sich ihre Container befinden. Dies ist zeitraubend und fehleranfällig und kann zu Planungsfehlern mit potenziell kostspieligen Folgen führen. Mit Boxinsider wird dieser Vorgehensweise ein Ende bereitet. Auf der Grundlage von Statusinformationen von Containerschiffen sowie von Inland- und Tiefseeterminals können Container hinsichtlich der erwarteten und tatsächlichen Ankunfts- und Abfahrtszeiten von Schiffen sowie der Entladung und Abfahrt des Containers an Containerterminals verfolgt werden. Bei Verzögerungen und Ausfällen/Störungen werden die Nutzer gewarnt.

ABC Logistics aus Poeldijk gehört zu den „launching customers“ (Pionierkunden) und erfährt bereits jetzt die Vorteile des Systems. „Mit Boxinsider können wir uns schnell und mit einem Minimum an Arbeitsaufwand ein übersichtliches Bild von den Containern machen, die wir an den verschiedenen Rotterdamer Terminals erwarten“, äußert sich Account Manager Remco Verwaal. „Boxinsider ist wirklich eine äußerst benutzerfreundliche App.“

Boxinsider funktioniert als stand-alone App, kann jedoch ebenfalls über eine Verbindung in vorhandene Systeme integriert werden.

Quelle, Grafik und Video: Port of Rotterdam




Industrie und Häfen bedeutend

Das Brunsbütteler Industriegespräch (BIG) feierte in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum. Erneut folgten rund 150 Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft der jährlichen Einladung der Werkleiterrunde des ChemCoast Park Brunsbüttel, um an Bord der „MS Adler Princess“ auf dem Nord-Ostsee-Kanal mit hochrangingen politischen Ehrengästen über aktuelle Themen am Standort zu diskutieren.

Damit war das Schiff auch in diesem Jahr wieder voll besetzt und das BIG komplett ausgebucht. Das langjährige Bestehen der Veranstaltung und die große Teilnehmerzahl unterstreichen, wie bedeutend der Austausch der Akteure untereinander und die Nutzung eines gemeinsamen Sprachrohres ist.

Zum diesjährigen BIG begrüßte Frank Schnabel, Sprecher der Werkleiterrunde des ChemCoast Park Brunsbüttel und Geschäftsführer der SCHRAMM group, erneut Dr. Bernd Buchholz, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein, und zum ersten Mal Norbert Brackmann in seiner Rolle als maritimer Koordinator der Bundesregierung. In diesem Jahr lag der thematische Fokus auf der Bedeutung der Industrie für die Region in Zeiten der Umweltbewegung vor dem Hintergrund des jüngst stattgefundenen Klimacamps in Brunsbüttel. In seinem Eingangsstatement unterstrich Minister Dr. Bernd Buchholz die große regionalökonomische Bedeutung des ChemCoast Park Brunsbüttel als größtes zusammenhängendes Industriegebiet mit seinen Industrieunternehmen und Häfen für die Region, aber auch für das gesamte Land Schleswig-Holstein.

Mit Blick auf die jüngste Analyse des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), wonach in den letzten 20 Jahren in Schleswig-Holstein kontinuierlich Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe weggefallen sind, kündigte Buchholz bis zum Jahresende eine Nachjustierung der Industrie-Strategie der Landesregierung an. „Wir sind in den letzten Jahren durch die starke mittelständische Prägung mit einem zu schwach ausgeprägten Fokus auf die Industriepolitik unterwegs gewesen“, so Buchholz. Das solle sich mit der neuen Strategie ändern. Das Ziel: Bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2022 soll die Zahl der Industriearbeitsplätze wieder deutlich steigen. „Wir brauchen dabei eine gemeinsame Haltung mit Hamburg, dass Betriebe, die nicht mehr in Hamburg unterkommen, in den Hamburger Rand geholt werden. Dafür benötige man allerdings entsprechende Industrieflächen. Außerdem setze die Landesregierung darauf, dass Hochschulen und mittelständischen Unternehmen im Land noch enger zusammenarbeiten, um sich in der Forschung austauschen zu können.

Norbert Brackmann hob die hervorragende maritime und logistische Lage des ChemCoast Park Brunsbüttel hervor: „Am Schnittpunkt von Elbe und Nord-Ostsee-Kanal bietet der ChemCoast Park Brunsbüttel den angesiedelten Industrieunternehmen die Möglichkeit, eine Vielzahl unterschiedlicher Märkte im Nord- und Ostseeraum über den Seeweg, aber auch über die europäischen Binnenwasserwege leicht zu erreichen. Durch die Brunsbütteler Häfen als Güterdrehscheibe ist es möglich, die See- und Binnenschifffahrt für die Rohstoffversorgung und den Export von Produkten zu nutzen. Das Schiff ist nicht nur das effizienteste Gütertransportmittel im Vergleich zum LKW und zur Bahn, sondern entlastet auch die Straße von Güterverkehren. Um die Schifffahrt noch effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten, ist Liquefied Natural Gas als alternativer Schiffstreibstoff erforderlich. Dafür wird ein LNG-Import- und Distributionsterminal in Brunsbüttel zur Versorgung der Schifffahrt und der Häfen, aber auch der Industrie, benötigt.“

In der anschließenden Diskussionsrunde stellten sich Dr. Bernd Buchholz und Norbert Brackmann, gemeinsam mit Frank Schnabel, Tobias Goldschmidt (Staatssekretär im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein) und Dr. Uwe Arndt (Standort- und Produktionsleiter in Brunsbüttel der Covestro Deutschland AG) der Bedeutung der Industrie im Rahmen der Umweltbewegung in einer Diskussionsrunde, die von Harriet Heise moderiert wurde und in die auch weitere Gäste aktiv einbezogen wurden.

Frank Schnabel untermauerte die Bedeutung des Industrie- und Hafenstandortes für die Region und das gesamte Land Schleswig-Holstein: „Der ChemCoast Park Brunsbüttel beeinflusst rund 12.500 Arbeitsplätze, darunter knapp 4.500 direkt am Standort. Daraus ergibt sich eine jährliche Bruttowertschöpfung von rund 870 Mio. Euro, wie in einer regionalökonomischen Studie ermittelt wurde. Diese regionalökonomischen Effekte sind die Grundlage für Steuereinnahmen und Kaufkraft in der Region. Die Unternehmen im ChemCoast Park Brunsbüttel bieten gute und gesicherte Arbeitsplätze, die insbesondere in einem industrieschwachen Bundesland wie Schleswig-Holstein wichtig sind. Deswegen ist es auch erforderlich, dass nicht nur die angesiedelten Unternehmen in der Region gehalten werden, sondern auch weitere Industrieansiedlungen an unserem Standort realisiert werden. Insbesondere die Verfügbarkeit von Energie, durch ein mögliches LNG Import- und Distributionsterminal in Brunsbüttel sowie elektrischer Energie im Rahmen der Energiewende, sind wichtige Impulse dafür, dass sich weitere Industrieunternehmen am Standort ansiedeln.

Mit ca. 2.000 Hektar Fläche ist der ChemCoast Park Brunsbüttel das größte zusammenhängende Industriegebiet in Schleswig-Holstein und hat sich zu einem pulsierenden Cluster für Unternehmen aus der Chemie-, Energie- und Logistikbranche entwickelt. Zudem ist Brunsbüttel mit rund 13 Mio. Tonnen Ladung pro Jahr der sechstgrößte und einer der dynamischsten Seehafenstandorte Deutschlands. Aktuell investieren angesiedelte Unternehmen hohe dreistellige Millionenbeträge in ihre Anlagen.

Dr. Uwe Arndt ergänzte: „Die Investitionen sind ein klares Bekenntnis der angesiedelten Unternehmen und unterstreichen die Attraktivität des Industrie- und Hafenstandortes Brunsbüttel. Die Investitionen in die Produktionsanlagen mit modernsten Produktionsverfahren tragen maßgeblich dazu bei, auch die Umwelt weiter zu entlasten. Wir arbeiten nicht nur nach den Vorschriften der Behörden, sondern ergreifen auch weitere Maßnahmen, um ökonomische und ökologische Aspekte zu vereinen. Komplementär ist hierfür beispielsweise auch eine elektrifizierte und zweigleisige Bahnanbindung erforderlich, um den Nachhaltigkeitszielen und Wünschen sowohl der angesiedelten Firmen als auch der Umwelt gerecht zu werden.

Staatssekretär Tobias Goldschmidt sagte: „Aus energie- und klimapolitischer Sicht schauen wir sehr genau nach Brunsbüttel. Hier können wir zeigen, wie die Industrie durch saubere Produkte und innovative Prozesse zum Teil der Lösung werden kann. Kein anderer Industriestandort in Deutschland liegt so nah an den Erzeugungszentren für Erneuerbare Energien wie Brunsbüttel. Das ist ein echter Standortvorteil, den wir nutzen müssen.“

„Die Investitionen der Unternehmen in ihre Anlagen bieten Brunsbüttel, der Region und dem gesamten Land Schleswig-Holstein die große Chance, nachhaltig gute Arbeitsplätze zu sichern und den Industrie- und Hafenstandort für die Zukunft zu rüsten. So können wir es schaffen, die großen Potenziale, die unser Standort hat, weiter umzusetzen und ein dynamisches Brunsbüttel fortzuentwickeln“, so Schnabel abschließend.

Quelle und Foto: Brunsbüttel Ports GmbH, v.l.n.r.: Norbert Brackmann (maritimer Koordinator der Bundesregierung), Ute Borwieck-Dethlefs (Kreispräsidentin des Kreises Dithmarschen), Dr. Bernd Buchholz (Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein), Martina Hummel-Manzau (egeb Wirtschaftsförderung), Martin Schmedtje (Bürgermeister der Stadt Brunsbüttel), Frank Schnabel (Brunsbüttel Ports / SCHRAMM group)

 

 

 




Multipurpose-Kran geordert

Zukünftig können im Elbehafen noch schwerere Güter und noch größere Mengen noch flexibler umgeschlagen werden. Ein neuer noch umweltfreundlicher und leiserer Kran wurde bestellt.  Brunsbüttel Ports rüstet sich mit Investition für die Zukunft. 

Brunsbüttel Ports investiert in Summe mehr als 8 Millionen Euro in einen neuen Doppellenker-Wippdrehkran und dazugehöriges Equipment u.a. der Firma Kocks Ardelt Kranbau GmbH für den Brunsbütteler Elbehafen. Mit dem neuen Kran, dem Modell „TUKAN“ mit einer Tragfähigkeit von 120 Tonnen, wird der universale Elbehafen zukünftig noch leistungsfähiger. Die Hubleistung im Elbehafen wird von derzeit 120 Tonnen mit dem neuen Kran auf 240 Tonnen im Tandemhub verdoppelt. Damit etabliert Brunsbüttel Ports im Bereich Schwerlast eine weitere wichtige Kernkompetenz.

Mit dem neuen, vielseitigen Doppellenker-Wippdrehkran, der auch die derzeitige Umschlagbrücke für Massengut ersetzen wird, können zukünftig im Elbehafen noch größere Gütermengen noch flexibler und kundenorientierter umgeschlagen werden. Aufgrund der großen Auslage des neuen Krans von max. 63 Metern wird es möglich sein, auch im Transshipment noch mehr Güter als bisher von Schiff zu Schiff umzuschlagen.

Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH / SCHRAMM group, erläutert: „Der neue Doppellenker-Wippdrehkran wird sowohl Massengüter als auch Stück- und Schwergüter umschlagen können und damit die Universalhafenstrategie von Brunsbüttel Ports weiter stärken. Aufgrund neuester Technologie zeichnet sich der neue Kran durch eine hohe Energieeffizienz und geringe Lärmemissionen aus und ist damit besonders umweltfreundlich. Wir rüsten uns mit dieser Investition in Millionenhöhe, die wir als Privathafen ohne Förderung zu 100 Prozent selbst finanzieren, für die Zukunft und werden unser Umschlagsportfolio mit dem neuen Kran weiter ausbauen.“

Die Brunsbütteler Hafengruppe blickt auf eine positive Umschlagsentwicklung der letzten Jahre zurück. In den ersten acht Monaten dieses Jahres wurden in der Brunsbütteler Hafengruppe rund 10 Prozent mehr Güter umgeschlagen als im Vorjahreszeitraum. Diese positive Entwicklung führt u.a. zu der Investition in einen neuen Kran, um auch weiterhin langfristig wachsen zu können.

Zudem können die Güter im Zuge der Digitalisierung zukünftig noch effizienter umgeschlagen werden. Aktuell übernimmt Brunsbüttel Ports die Federführung im Forschungsprojekt „UniPort 4.0“ im Rahmen des Förderprogramms für Innovative Hafentechnologie (IHATEC), das vom Bundesverkehrsministeriumgefördert wird. Gemeinsam mit weiteren Partnern erforscht Brunsbüttel Ports in diesem Projekt die Digitalisierung in Universalhäfen. Um die Digitalisierung umsetzen und ihre Chancen nutzen zu können, werden auch die Prozesse, die den neuen Kran betreffen, untersucht und angepasst mit der Folge, zukünftig noch leistungsfähiger und flexibler am Markt agieren zu können.

„Ich freue mich über die positive Umschlagsentwicklung, die weitere leistungsstarke und moderne Umschlaggeräte nach sich zieht. Die Investition ist ein konsequenter Schritt für die stetige Weiterentwicklung unserer Hafengruppe“, so Schnabel abschließend.

Quelle und Foto: Brunsbüttel Ports