Rotterdam Polymer Hubs wurde begonnen

Die Fundamente sind inzwischen angelegt und mit dem Bau des Logistikzentrums für den Rotterdam Polymer Hub wird bald begonnen. „Zum 1. April möchten wir ihn in Betrieb nehmen.“

„Wir haben eine straffe Bauplanung“, so Geert Van De Ven, Geschäftsführer des Rotterdam Polymer Hubs. „Das ist auch notwendig, denn wir haben feste Termine für die Fertigstellung. Die Übergabe ist für Anfang März geplant und die Inbetriebnahme ist für den 1. April 2020 vorgesehen.” Rotterdam bietet dann den ersten Logistikknotenpunkt speziell zur Lagerung von Polymeren, einem der bedeutendsten Rohstoffe für die Kunststoffindustrie. Der Bau umfasst nun die Realisierung von zwei Lagern mit einer Fläche von insgesamt 35.000 Quadratmetern und einer Lagerungskapazität von 550.000 t.

Neben dem Lager wird auch ein Containergelände mit einer Fläche von 15.500 Quadratmetern mit Hebeplattform zur Lagerung von Massengutcontainern angelegt.

Das Marktinteresse für den „RTM Polymer Hub“ ist sowieso groß. Einerseits lässt sich dies auf die Verkehrsstaus zurückführen, die sich in zunehmendem Maße auf den Transport von und nach Antwerpen, dem Marktführer im Polymerbereich, auswirken. Van De Ven: „Anderseits befinden wir uns hier auf der Maasvlakte an einem besonders effizienten Standort: mit sehr guten Verbindungen von und zum Hinterland und in der Nähe der Deepsea-Containerterminals. Besonders positiv ist, dass wir als erster Terminal, der nicht für Container bestimmt ist, eine Anbindung an die Container Exchange Route (CER) erhalten.” Die CER verbindet die Containerunternehmen auf der Maasvlakte und ermöglicht eine Minimierung der Austauschkosten für Container und eine Einsparung beim CO2-Fußabdruck.

Quelle und Grafik: Rotterdam Polymer Hub

 




Elemente für zweite Brücke Theemsweg-Trasse

Jetzt erfolgte der Transport der Elemente für die zweite Bogenbrücke in der Nähe des Thomassentunnels, die in der Theemsweg-Trasse errichtet wird. Drei Transporte zu Wasser waren erforderlich, um die Brückenelemente von der Firma Hollandia Infra in Krimpen aan den IJssel zum Ort ihrer Errichtung in der Nähe des Thomassentunnels zu bringen.

Der erste mit einem Gewicht von ca. 500 Tonnen passierte am frühen Dienstagmorgen die Erasmusbrücke. „Das ist eine beeindruckende Stahlkonstruktion, die hier vorbeischwimmt“, weiß Guus Olierook von Hollandia Infra im Rundfunk Radio Rijnmond zu berichten. Hollandia ist eines der fünf Unternehmen im Konsortium SaVe, das im Auftrag des Hafenbetriebs Rotterdam das Fundament für die Eisenbahntrasse anlegt. Die Elemente für die andere Bogenbrücke in der Theemsweg-Trasse wurden vergangenen Monat von der Firma Iemants in Antwerpen zum Ort ihrer Errichtung in der Nähe der Rozenburg-Schleuse transportiert.

Die Brücken werden später dieses Jahr montiert und nächstes Jahr an ihren endgültigen Standort manövriert. Sie stellen einen Teil der Theemsweg-Trasse dar. Das ist ein neues Schienenstück von gut vier Kilometern Länge, das durch den Rotterdamer Hafen führt. Es soll Ende 2021 fertiggestellt sein, nachdem über einen Folgeauftrag auch der Aufbau (Gleise und dazugehörige Systeme) angelegt worden ist. Die Theemsweg-Trasse stellt eine Lösung für den Kapazitätsengpass rundum die Calandbrücke bei Rozenburg dar.

Quelle: Port of Rotterdamm, Foto: Guus Olierook, Hollandia-Infra

 

 

 

 

 

 




Dr. Rohlfs besucht Rendsburg Port

Dr. Thilo Rohlfs, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein, besuchte jetzt den Schwerlasthafen Rendsburg Port.

Empfangen wurde der Staatssekretär bei schönem Sommerwetter unter anderem von Frank Schnabel (Geschäftsführer Rendsburg Port GmbH / SCHRAMM group), Sven Hargens (Geschäftsführer Rendsburg Port GmbH) und Kai Lass (Geschäftsführer Rendsburg Port Authority GmbH), um sich über die politischen Entwicklungen und die aktuellen Themen des Rendsburg Port auszutauschen. Im Anschluss an das Gespräch wurden der Schwerlasthafen und das angrenzende Gewerbegebiet besichtigt.

Frank Schnabel freut sich über den politischen Gast: „Der Besuch des Staatssekretärs im Rendsburg Port ist ein wichtiges politisches Signal an den Markt und auch ein Zeichen der Anerkennung und Wahrnehmung des Standortes. Wir werden die derzeitigen Herausforderungen meistern und sind fest von der erfolgreichen Zukunft des Rendsburg Port überzeugt. Wir glauben fest daran, dass dieser Hafen auch weiterhin eine wichtige Rolle in der maritimen Logistik haben wird.“

Staatssekretär Dr. Rohlfs unterstreicht Frank Schnabels positive Aussage: „Der Schwerlasthafen Rendsburg Port im Herzen des Landes ist eine leistungsfähige Güterdrehscheibe für die angrenzende Industrie und hat eine große wirtschaftliche sowie politische Bedeutung für das Land Schleswig-Holstein. Als Land werden wir gerne dabei unterstützen, den Standort weiterzuentwickeln.“

Kai Lass ergänzt abschließend: „Angrenzend an den Schwerlasthafen bieten wir ca. 50 ha freie Gewerbefläche für Ansiedlungen im Bereich der Handlungsfelder Produktion, Umschlag und Lagerung großvolumiger schwerer Anlagen – ausreichend Platz für Unternehmensansiedlungen aus der Industrie und dem klassischen Maschinenbau. Für die Zukunft sind wir gut gerüstet“.

Die Rendsburg Port Authority GmbH ist Eigentümer, die Rendsburg Port GmbH ist Betreiber des Schwerlasthafens in Rendsburg/Osterrönfeld, der auf den Umschlag sowie die Lagerung von Stückgut, Schwergut, Projektladung und Container spezialisiert ist. Der Rendsburg Port hat sich in den vergangenen Jahren unter anderem zu einem wichtigen Umschlaghub für Onshore-Windkraftkomponenten in Norddeutschland entwickelt. Der für den internationalen Schiffsverkehr zugelassene Schwerlasthafen Rendsburg Port direkt am Nord-Ostsee-Kanal bietet den idealen Ausgangspunkt für zukunftsorientierte Firmen mit gehobenen Ansprüchen, die den direkten Zugang sowohl zu den internationalen Wasserwegen als auch zum europäischen Binnenwasserstraßennetz suchen.

Quelle und Foto: Rendsburg Port, v.l.n.r.: Sven Hargens, Frank Schnabel, Dr. Thilo Rohlfs und Kai Lass im Schwerlasthafen Rendsburg Port

 

 

 




Hamburg – kräftiges Wachstum im ersten Halbjahr

Deutschlands größter Universalhafen bleibt weiter auf Wachstumskurs und erreicht im ersten Halbjahr 2019 mit einem Seegüterumschlag von 69,4 Millionen Tonnen (+ 4,1 Prozent) ein deutliches Plus. Die besonders gute Entwicklung im Segment Stückgutumschlag trägt mit 48,4 Millionen Tonnen (+ 6,1 Prozent) zu einem Großteil zu dem sehr guten Ergebnis im Gesamt- und Containerumschlag bei. Der Massengutumschlag blieb mit 21,0 Millionen Tonnen (- 0,3 Prozent) knapp unter dem Vorjahresergebnis.


Der Anstieg im Containerumschlag auf 4,7 Millionen TEU (+ 7,5 Prozent) ist in erster Linie auf vier neue Liniendienste zurückzuführen, die seit Anfang des Jahres die Hansestadt mit Häfen in den USA, Kanada und Mexiko verbinden. So brachten 283.000 TEU, die in Hamburg im Containerverkehr mit den USA umgeschlagen wurden, die Vereinigten Staaten von Amerika auf den zweiten Platz der wichtigsten Handelspartner Hamburgs im Containerverkehr. Der Hamburger Hafen ist jetzt durch insgesamt 14 Liniendienste direkt mit 29 Häfen in den USA, Mexiko und Kanada verbunden.

„Insgesamt elf neue Liniendienste im ersten Halbjahr machen deutlich, dass der Hamburger Hafen an Attraktivität für Schifffahrt und Verlader zugelegt hat. Mit dem Start der Ausbaumaßnahmen zur Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe sind wir auf einem guten Kurs und bauen Hamburgs Position als nordeuropäische Drehscheibe im weltweiten Warenverkehr weiter aus. Hamburg ist jetzt neben den Verkehren mit China und Asien auch für die Verkehre mit den USA, Mexiko und Kanada zum Drehkreuz geworden“, so Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing. Mattern freut sich, dass Hamburg im ersten Halbjahr im Containerverkehr stärker wachsen konnte als die großen Nordrangehäfen. „Hamburg macht in einem insgesamt schwierigen Wettbewerbsumfeld und der noch bestehenden Restriktionen im Verkehr auf der Elbe Boden gut und gewinnt Marktanteile“, sagt Mattern.

Auch die Anzahl der Hamburg anlaufenden Containerschiffe nahm im ersten Halbjahr zu. Insgesamt 3.046 Containerschiffe machten im Hamburger Hafen fest und sorgten für ein Plus von 3,7 Prozent. Unter diesen Fahrzeugen befanden sich 89 besonders große Containerschiffe mit einer Stellplatzkapazität von 18.000 TEU und mehr (+ 36,9 Prozent).

Für den Hamburger Hafen verlief das erste Halbjahr auch im Transhipment- und Hinterlandverkehr äußerst erfolgreich. So profitiert der Transhipmentverkehr von den neuen Container-Liniendiensten, die zusätzliche Mengen für Hamburgs großes Netzwerk an Feederverbindungen brachten. Hier wurden insgesamt 1,7 Millionen TEU in Hamburg auf Feederschiffe umgeschlagen und ein Plus von 5,5 Prozent erreicht. Der landseitige Seehafen-Hinterlandverkehr kam mit 2,9 Millionen TEU im ersten Halbjahr auf ein Plus von 8,7 Prozent. „Die positiven Zahlen im Seehafen-Hinterlandverkehr und im Bereich Transhipment verdeutlichen Hamburgs herausragende Position als nordeuropäischer Hub Port. Mehr als 100 Liniendienste, die Hamburg mit weltweit mehr als 1.000 Seehäfen verbinden, liefern die Container, die dann via Hamburg in die weitere Verteilung ins Binnenland gehen“, sagt Ingo Egloff, Vorstandskollege von Axel Mattern bei Hafen Hamburg Marketing. Egloff weist darauf hin, dass beim umweltfreundlichen Weitertransport aller Güter die Eisenbahn ihren Transportanteil in den ersten sechs Monaten weiter ausbauen konnte. Insgesamt wurden 24,4 Millionen Tonnen Güter per Eisenbahn in oder aus dem Hafen transportiert. Das ist ein Plus von 5,0 Prozent. Im Segment Containertransport konnten 1,4 Millionen TEU auf der Schiene im Hamburger Hafen abgefertigt werden. Damit unterstreicht Hamburg seine Position als Europas größter Eisenbahnhafen.

„Im ersten Halbjahr 2019 verzeichnet die Hafenbahn Steigerungen auf ganzer Linie“, sagt Jens Meier, CEO der Hamburg Port Authority (HPA). „Zudem lässt sich erkennen, dass die Hafenbahn äußert effizient ist: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Zahl der Züge um 3,6 Prozent, die Anzahl der transportierten Standardcontainer sogar um 12 Prozent gestiegen.“ An einem der verkehrsstärksten Tage verkehrten auf dem Netz der Hamburger Hafenbahn insgesamt 225 Güterzüge. An insgesamt 70 Tagen waren es während der ersten sechs Monate jeweils mehr als 200 Güterzüge pro Tag. Das ist eine Größenordnung, die andere europäische Häfen nicht annähernd erreichen.

Der Hamburger Hafen ist die führende Drehscheibe für die Importe und Exporte der deutschen Wirtschaft und für viele Nachbarländer die Verbindung zu den Weltmärkten. Er sichert als breit aufgestellter Universalhafen mehr als 156.000 Arbeitsplätze in der Metropolregion Hamburg. Der Hafen ist auch ein wichtiger Industriestandort und mit einer Bruttowertschöpfung von 21,8 Milliarden Euro von großer Bedeutung für die gesamte deutsche Volkswirtschaft. „Universalhäfen wie Hamburg sind für die deutsche Wirtschaft systemrelevant und ermöglichen erst den reibungslosen Transportprozess für die weltweit laufenden Güter- und Warenketten. Hamburg ist aber auch für viele unserer europäischen Nachbarn der Umschlaghafen im seeseitigen Außenhandel und Drehscheibe der Verkehre auf der landseitigen Seidenstraße zwischen Europa und China“, erläutert Mattern.

Senator Westhagemann zeigte sich erfreut über die Zahlen. „Es ist schön zu sehen, dass die Reedereien und ihre Kunden die Qualitäten des Hamburger Hafens weiterhin schätzen. Dies zeigt, dass wir an den richtigen Stellen in den Hafen investiert haben und das grüne Licht für die Fahrrinnenanpassung im Herbst letzten Jahres positiv aufgenommen wurde. Dank der hohen Qualität der Leistung der Hamburger Hafenunternehmen und der hervorragenden Hinterlandanbindung genießt unser Hafen weltweit einen sehr guten Ruf. Davon konnte ich mich erst kürzlich persönlich bei den großen Reederkunden in Asien und Europa überzeugen.“

Für die zweite Jahreshälfte erwarten die beiden Vorstände von Hafen Hamburg Marketing vor dem Hintergrund schwer abzuschätzender Auswirkungen auf den seeseitigen Welthandel, der unter dem Einfluss der zwischen den USA und China laufenden Handels- und Währungsstreitigkeiten steht, ein Gesamtwachstum im Seegüterumschlag um die vier Prozent und beim Containerumschlag ein Plus von fünf bis sechs Prozent.

Quelle: HHM, Foto: HHM / Dietmar Hasenpusch

 

 

 




10Jährige Erfolgsgeschichte

Voller Erfolg für die Zusammenarbeit der Häfen entlang der gemeinsamen Hafen- und Wirtschaftsregion Unterelbe: Auf den Tag genau 10 Jahre nach der Gründung feiert die Hafenkooperation ElbeSeaports ihr Jubiläum im Glückstädter Rathaus.  Im Beisein der Wirtschaftsminister und -senatoren der drei Länder Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen, Michael Westhagemann, Dr. Bernd Buchholz und Dr. Bernd Althusmann sowie weiteren 100 Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung blicken sie auf die erfolgreiche Kooperation der Seehäfen Cuxhaven, Brunsbüttel, Glückstadt, Stade und Hamburg.

Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH und Glückstadt Port GmbH & Co.KG freut sich über die Teilnahme der politischen Ehrengäste: „Unsere Zusammenarbeit entlang der Unterelbe ist deshalb so erfolgreich, weil alle Akteure einen echten Nutzen in der Kooperation sehen und sich gerne einbringen, um die Unterelberegion gemeinsam weiterzuentwickeln. Umso mehr freuen wir uns, dass die länderübergreifende Kooperation auch politisch mitgetragen wird. Dies unterstreicht die Teilnahme der drei Minister an unserem Jubiläum. Die Fahrrinnenanpassung der Unterelbe gehörte damals zu den ersten Beweggründen, über die Landesgrenzen hinweg zu kooperieren und ein gemeinsames Sprachrohr zu bilden. 10 Jahre später wurde nun mit dieser bedeutenden Baumaßnahme begonnen. “

Seit 2009 informieren und beraten sich die Hafeninfrastrukturgesellschaften Hamburg Port Authority, Brunsbüttel Ports GmbH, Glückstadt GmbH & Co.KG und Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG gemeinsam mit den Wirtschaftsfördereinrichtungen der Metropolregion Hamburg, der egeb Entwicklungsgesellschaft Brunsbüttel mbH im Norden und der überregional tätigen Süderelbe AG im Süden, regelmäßig zu hafenstrategischen Themen.

„Auch wenn die Häfen entlang der Unterlebe selbstverständlich weiterhin im Wettbewerb stehen, ist ein Austausch wichtig. Wir alle müssen den komplexen Anforderungen an Hafen- und Infrastrukturplanung sowie dem Einfluss der nationalen und europäischen Hafenpolitik gerecht werden. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Kooperation, gemeinsam können wir die Themen besser angehen“, betont Holger Banik, Geschäftsführer der Niedersachsen Ports.

Auf der Tagesordnung der regelmäßigen Treffen sind unter anderem Informations- und fachlicher Austausch zu Hafen- und Verkehrsthemen, gemeinsames Marketing sowie Standortvermarktung der Unterelberegion, Flächenmanagement, Entwicklung von LNG an der Unterelbe, Konzept Unterelbe-Shuttle, Entwicklung im Seegüterumschlag, Nautische Abstimmung Infrastruktur / Instandhaltung / Einkauf, Genehmigungs- und Planfeststellungsverfahren, Umwelt- und Verwaltungsthemen sowie rechtliche Fragestellungen.

„Alle Hafenstandorte und Partner profitieren gleichermaßen von der Hafenkooperation ElbeSeaports – auch wenn es darum geht, Herausforderungen wie die Erneuerung von Infrastruktur zu meistern. Wir ziehen außerdem gemeinsam an einem Strang und entwickeln Lösungen, um den Hafen- und Wirtschaftsraum mit seinen attraktiven Flächen weiterzuentwickeln. Hierfür bieten wir leistungsfähige Häfen und Hinterlandanbindungen, um weitere Unternehmen und Partner anzusiedeln“, so Jens Meier.

Um sich für die Zukunft zu rüsten, tauschen sich die Partner der Hafenkooperation außerdem zum Thema Nachhaltigkeit aus. Bereits vor einigen Jahren haben sich die Unterelbehäfen dem System des Environmental-Ship-Index angeschlossen und gewähren besonders umweltfreundlichen Schiffen freiwillig einen Rabatt auf die Hafengebühren. Ein weiteres wichtiges Handlungsfeld für die Häfen stellt die Bereitstellung umweltfreundlicher Schiffstreibstoffe dar. Im Hinblick auf die bestehenden Schwefelgrenzwerte und eine zukunftsorientierte, umweltfreundlichere Schifffahrt sind Reedereien auf alternative Lösungen zur Reduzierung des Schwefelgehalts im Treibstoff angewiesen. Bereits heute spielt Flüssiggas LNG eine sehr wichtige Rolle für die Unterelbe.

„Die Digitalisierung hat einen großen Einfluss auf die Häfen und bietet große Chancen. Auch in diesem Bereich werden wir uns zukünftig noch intensiver austauschen und voneinander lernen, um uns gemeinsam für die Zukunft zu rüsten. Wir freuen uns bereits auf die nächsten 10 Jahre!“, sind sich die drei Geschäftsführer Jens Meier, Holger Banik und Frank Schnabel einig.

Grundlage für die erfolgreiche Zusammenarbeit ist das gemeinsame Hafenkonzept Unterelbe, das vor 10 Jahren von den Hafeninfrastrukturgesellschaften unter Mitwirkung der Wirtschaftsförderungen entwickelt wurde. Veröffentlicht wurde dieses Konzept am 21.08.2009 im Glückstädter Rathaus im Beisein der damaligen Wirtschaftsminister und -senatoren Axel Gedaschko (Hamburg), Dr. Jörn Biel (Schleswig-Holstein) und Philipp Rösler (Niedersachsen).

v.l.n.r.: Jens Meier (Hamburg Port Authority), Holger Banik (Niedersachsen Ports), Dr. Bernd Althusmann (Wirtschaftsminister Niedersachsen), Michael Westhagemann (Wirtschaftssenator Hamburg), Dr. Bernd Buchholz (Wirtschaftsminister Schleswig-Holstein), Frank Schnabel (Brunsbüttel Ports / Glückstadt Port)

 

 




Kombinierter Verkehr mit bayernhafen

In einer gemeinsamen Erklärung haben bayernhafen und Hellmann Worldwide Logistics eine Ausweitung ihrer Zusammenarbeit besiegelt: Ab September 2019 wird Hellmann als erster Logistikdienstleister zwischen Niedersachsen und Regensburg den bestehenden Kontinentalverkehr durch den Einsatz kranbarer Mega-Sattelauflieger ausbauen. Mit dem neuen Intermodalzug schafft Hellmann den Lückenschluss und bietet nun deutschlandweit auf allen Strecken einen vollumfänglichen Kombinierten Verkehr an.

Um die neue KV-Verbindung möglich zu machen, zeigt bayernhafen seine Infrastrukturkompetenz und passt bislang anderweitig genutzte Gleise und Lagerflächen kurzfristig an die Bedürfnisse des neuen Intermodalangebots an. Neu installiert wird auch ein Gate zur Erfassung der Ladekapazitäten. „Wir verstehen uns an unseren sechs bayernhafen-Standorten Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau als Standort-Architekt”, sagt bayernhafen Geschäftsführer Joachim Zimmermann. „Daher bringen wir die eigene Planungs-, Bau- und Betreiberkompetenz mit ein, um schnell und flexibel die jeweils benötigte Infrastruktur zu schaffen.” Das Handling vor Ort übernimmt bayernhafen selbst.

Mit der neuen KV-Verbindung eröffnet Hellmann seinen Kunden die Möglichkeit, Transporte nun auch im Raum Regensburg von der Straße direkt auf die Schiene zu verladen. Damit zahlt das neue Angebot auch auf die aktuellen Forderungen der Bundesregierung ein, in den nächsten elf Jahren eine Steigerung der Bahntransporte von bis zu 30 Prozent zu erreichen, um die Klimaziele umzusetzen. Die Ausweitung des Kombinierten Verkehrs ist in diesem Zusammenhang eine wesentliche Maßnahme zur CO2-Reduktion.

„Wir freuen uns, gemeinsam mit unserem Partner bayernhafen die weitere Entwicklung unserer Logistiklösungen und Netzwerke voranzutreiben. Damit haben wir nun auch im Raum Regensburg die Infrastruktur, die wir für nachhaltige und vor allem lückenlose Transportlösungen im Kombinierten Verkehr benötigen“, erläutert Matthias Magnor, COO Road and Rail, Hellmann Worldwide Logistics.

„Jeder Sattelauflieger und jede Wechselbrücke, die auf der Langstrecke per Bahn unterwegs ist, entlastet die Straße und schont die Umwelt“, sagt bayernhafen Geschäftsführer Joachim Zimmermann, „der Transport von Containern zwischen See- und Binnenhäfen per Binnenschiff und Bahn ist längst ein Erfolgsmodell. Mit dem neuen Intermodalzug zwischen bayernhafen Regensburg und Niedersachsen werden jetzt auch kontinentale Ladungen weg von der Straße auf die Bahn verlagert. Wir freuen uns darauf, die neue Relation Regensburg-Niedersachsen  zusammen mit dem starken Partner Hellmann zu einem Erfolgsmodell zu machen. In kontinentalen Relationen liegt noch viel Potenzial für den Kombinierten Verkehr.”

Hellmann Worldwide Logistics hat sich seit seiner Gründung 1871 zu einem der großen internationalen Logistik-Anbieter entwickelt. Der Hellmann-Konzern hat 2018 mit 10.696 Mitarbeitern einen Umsatz von rund EUR 2.5 Mrd. erzielt. Die Dienstleistungspalette umfasst die klassischen Speditionsleistungen per LKW, Schiene, Luft- und Seefracht, genauso wie ein umfangreiches Angebot für KEP-Dienste, Kontraktlogistik, Branchen- und IT-Lösungen.

Zu bayernhafen gehören die sechs Standorte Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau – Drehscheiben für den weltweiten Warenaustausch, die die Verkehrswege Wasser, Schiene und Straße effizient verknüpfen. 2018 wurden rund 8,8 Mio.t Güter per Schiff und Bahn umgeschlagen. bayernhafen agiert als Standort-Architekt, der in Infrastruktur investiert und unternehmens- und standortübergreifend zusammen mit den Hafenansiedlern neue Wertschöpfungspotenziale erschließt. 800 ha Gesamthafenfläche und über 400 ansässige Unternehmen mit mehr als 13.000 Beschäftigten machen bayernhafen zu einem der leistungsstärksten Logistik-Netzwerke in Europa.

Quelle: Hellmann Worldwide Logistics, bayernhafen, Foto: bayernhafen, v.l.n.r.: Klaus Hohberger, Mitglied der Geschäftsleitung bayernhafen; Joachim Zimmermann, Geschäftsführer bayernhafen; Matthias Magnor, COO Road&Rail Hellmann Worldwide Logistics; Dirk Baerbock, Head of Rail Solutions National Hellmann Worldwide Logistics

 

 

 




Wechsel in der neska-Gruppe

Veränderungen bei der neska Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH: Kai Hansen (Foto) verlässt die neska- Gruppe zum 30. September 2019. Sein Nachfolger als Mitglied der Geschäftsführung wird mit Wirkung zum 1. November 2019 Stefan Hütten.

Kai Hansen (52) verlässt die neska-Gruppe zum 30. September 2019 auf eigenen Wunsch. Hansen war seit August 2016 bei der neska Unternehmensgruppe tätig und seit Mai 2018 in der Geschäftsführung der neska Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH und der neska Intermodal GmbH. „Wir bedauern das Kai Hansen das Unternehmen verlässt, um sich neuen Herausforderungen zu widmen. Wir danken ihm für sein Engagement in der neska-Gruppe und wünschen ihm beruflich und privat alles Gute“, so HGK-Vorstandschef Uwe Wedig.

Als Mitglied in der neska-Geschäftsführung folgt Stefan Hütten. Der gelernte Speditionskaufmann absolvierte ein Studium der Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Logistik. Nach verschiedenen Führungspositionen in Unternehmen der Logistikbranche wechselt er am 1. November 2019 aus seiner jetzigen Position als Head of General Cargo Division bei der Nordfrost GmbH & Co. KG zur neska-Gruppe. Der 45-jährige bildet dann gemeinsam mit Dr. Jan Zeese die Geschäftsführung.

Quelle und Foto: neska

 

 




HHLA wächst und ist nachhaltig erfolgreich

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat ihre erfolgreiche Geschäftsentwicklung fortgesetzt und das erste Halbjahr 2019 mit steigendem Umsatz und Ergebnis abgeschlossen.

Die Profitabilität konnte in einem herausfordernden Marktumfeld gegenüber dem Vorjahr nochmals verbessert werden. Vor allem dank der erfolgreichen Integration des im vergangenen Jahr erworbenen estnischen Terminalbetreibers HHLA TK Estonia stieg der Containerumschlag moderat an. Beim Containertransport wurde eine deutliche Steigerung erreicht. In Summe mit einer starken Umsatzsteigerung im Segment Logistik und einer erneut moderaten Erhöhung der Erlöse bei der Immobilienbewirtschaftung führte dies zu einem Umsatz von 693,7 Mio. Euro (+ 9,6 Prozent). Das Betriebsergebnis (EBIT) legte stark um 14,4 Mio. Euro bzw. 14,4 Prozent auf 114,3 Mio. Euro zu. Die Effekte aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 machten dabei im EBIT ein Plus von 7,1 Mio. Euro aus.

Angela Titzrath, HHLA-Vorstandsvorsitzende: „Die im ersten Halbjahr erreichten Ergebnisse bestärken uns in unserer Erwartung, die prognostizierten Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen. Sie sind jedoch nur ein Schritt auf unserem strategischen Weg, die HHLA für die mittel- und langfristige Zukunft erfolgreich aufzustellen. Neben der Weiterentwicklung unseres Kerngeschäfts und der Erschließung weiterer Geschäftsfelder sind Nachhaltigkeit und Klimaschutz selbstverständlich integraler Bestandteil unseres Geschäftsmodells. Denn wir sind uns unserer Verantwortung – sowohl für die wirtschaftliche Entwicklung der HHLA, als auch unserer gesellschaftlichen – bewusst und haben dafür bereits viel getan.“

Im börsennotierten Teilkonzern Hafenlogistik stiegen in den ersten sechs Monaten der Umsatz um 9,8 Prozent auf 677,5 Mio. Euro und das operative Ergebnis (EBIT) um 15,6 Prozent auf 105,6 Mio. Euro stark an. Die EBIT-Marge erhöhte sich um 0,8 Prozentpunkte auf 15,6 Prozent.

Im Segment Container konnte der Containerumschlag im ersten Halbjahr 2019 moderat um 3,8 Prozent auf 3.770 Tsd. Standardcontainer (TEU) gesteigert werden. Hierzu trug insbesondere die erfolgreiche Integration des im letzten Jahr erworbenen Terminals in Tallinn bei. Die Umsatzerlöse konnten dank der Mengensteigerung von 3,8 Prozent in Verbindung mit einer Verbesserung der Durchschnittserlöse gegenüber 2018 auf 401,7 Mio. Euro und damit um 5,6 Prozent gesteigert werden. Ursache hierfür war im Wesentlichen eine Steigerung des Bahnanteils. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Mio. Euro bzw. 5,3 Prozent auf 71,8 Mio. Euro. Von diesem Anstieg sind 5,2 Mio. Euro auf die Anwendung des IFRS 16 zurückzuführen. Die EBIT-Marge blieb unverändert bei 17,9 Prozent.

Im Segment Intermodal konnten die HHLA-Transportgesellschaften im ersten Halbjahr 2019 deutlich zulegen. Mit einem Plus von 9,6 Prozent stieg der Containertransport auf 782 Tsd. Standardcontainer (TEU). Getragen wurde die Entwicklung durch das Wachstum sowohl der Bahn- als auch der Straßentransporte. Die Bahntransporte legten im Vergleich zum Vorjahr um 9,3 Prozent auf 610 Tsd. TEU zu. Die Straßentransporte erzielten in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld aufgrund des starken Anstiegs der Zustellverkehre ein Wachstum von 10,8 Prozent auf 172 Tsd. TEU. Die Umsatzerlöse lagen mit 244,1 Mio. Euro um 17,4 Prozent über dem Vorjahreswert und entwickelten sich damit deutlich besser als die Transportmenge. Bei einem in etwa konstanten Bahnanteil im Vergleich zum Vorjahr führten neben Preisanpassungen insbesondere die längeren Transportdistanzen zu dieser starken Umsatzentwicklung.

Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich aufgrund der positiven Mengen- und Umsatzentwicklung um 31,6 Prozent auf 50,8 Mio. Euro. Die Senkung der Trassenpreise in Deutschland trug zu einer weiter steigenden Auslastung der Zugsysteme bei. Die Anwendung von IFRS 16 hatte für die positive Entwicklung des EBIT keine wesentliche Bedeutung.

Durch die Übernahme von Nordamerikadiensten und die Einbeziehung der erstmals ganzjährig konsolidierten Umschlagmengen des Containerterminals HHLA TK Estonia geht die HHLA für das Jahr 2019 von einem insgesamt leichten Anstieg des Containerumschlags aus. Beim Containertransport wird ebenfalls ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr erwartet. Auf Konzernebene sollte dies im Umsatz zu einem leichten Anstieg führen.

Für das Betriebsergebnis (EBIT) des Teilkonzerns Hafenlogistik wird im Jahr 2019 eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr erwartet, die zu einem Großteil auf die ab 2019 veränderte Leasingbilanzierung (IFRS 16) zurückzuführen ist. Die Ergebnisentwicklung des Teilkonzerns wird dabei maßgeblich durch die Segmente Container und Intermodal bestimmt. Im Segment Container wird eine stabile EBIT-Entwicklung auf dem Niveau des Vorjahres, im Segment Intermodal ein deutlicher Anstieg erwartet.

Die HHLA-Immobilien in der historischen Speicherstadt und auf dem Fischmarktareal verzeichneten im ersten Halbjahr 2019 eine positive Entwicklung. Die bereits im Vorjahr auf weitgehender Vollvermietung der beiden Quartiere basierenden Umsatzerlöse wurden im Vorjahresvergleich erneut moderat um 3,5 Prozent auf 19,9 Mio. Euro gesteigert. Das kumulierte Betriebsergebnis (EBIT) lag trotz gestiegener, geplanter Instandhaltungsmaßnahmen mit 8,5 Mio. Euro leicht um 1,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Der überproportionale Anstieg des EBITDA resultierte wesentlich aus der veränderten Bilanzierung nach IFRS 16.

Das Betriebsergebnis (EBIT) im Teilkonzern Immobilien wird aufgrund geplanter, nicht aktivierungsfähiger Großinstandhaltungen für das Jahr 2019 im Bereich von 15 Mio. Euro erwartet.

Quelle: HHLA, Foto: HHLA / Thies Rätzke

 

 

 

 




Sprache ist die Brücke zu anderen Menschen

Der Hafen Rotterdam spendete jetzt die Teilnahmegebühren der 3. „Port of Rotterdam Bayern Golftrophy“ an die Beratungsstelle für Unterstützte Kommunikation der Lebenshilfe Freising e.V.

Für gesunde Menschen ist gesprochene Sprache die natürliche Art sich mitzuteilen. Doch wer aufgrund von ALS, Zerebralparese, Autismus oder eines anderen Handicaps keinen Zugang zur Lautsprache hat, braucht Hilfsmittel, um sich verständlich zu machen – z.B. Symbole auf Tafeln, Tablets mit speziellen Apps, Sprachausgabegeräte, auch „Talker“ genannt, oder Selektionshilfen wie Taster, Maus, Fingerführung und Augensteuerung. Mit diesen Hilfsmitteln arbeitet die Beratungsstelle für „Unterstützte Kommunikation“ der Lebenshilfe Freising e.V., um Menschen ohne Lautsprache die Teilhabe am Leben zu ermöglichen.

„Was das Team der Beratungsstelle für Unterstützte Kommunikation um Sintje Reicheneder hier für die Menschen leistet, ist großartig“, sagt Ingrid Rossmeier, Repräsentantin des Hafens Rotterdam für Süddeutschland, „deshalb ist es uns eine Freude, den ‚Erlös‘ der 3. Port of Rotterdam Bayern Golftrophy für diese so wertvolle Arbeit mit und an den Menschen zu spenden. Dies ist uns ein großes Anliegen, nachdem wir beim Golftag selbst jetzt schon zum dritten Mal viel Spaß und Zeit zum Networken hatten.“ Die Spende ergab sich aus den Teilnahmegebühren und den großzügigen Aufrundungen einiger Teilnehmer.

Den symbolischen Scheck übergab Ingrid Rossmeier jetzt an Lebenshilfe Freising e.V. Geschäftsführer Michael Schwaiger und Sintje Reicheneder, Logopädin und Fachkraft für Unterstützte Kommunikation bei der Beratungsstelle für Unterstützte Kommunikation der Lebenshilfe Freising e.V.

„Jeder Mensch hat das Recht auf Selbstbestimmung und Partizipation“, sagt Sintje Reicheneder, „wir freuen uns sehr, dass der Hafen Rotterdam unsere Arbeit unterstützt. Gerne werden wir beim nächsten Hafen Rotterdam Golfturnier in der Hallertau unsere Arbeit vorstellen. Herzlichen Dank für die Spende!“

Quelle und Foto: Port of Rotterdam, v.l. Michael Schwaiger, Sonja Reicheneder, Ingrid Rossmeier

 

 

 




Hafenbetriebs Rotterdam gründet PortXchange

Am 8. August 2019 stellte der Hafenbetrieb Rotterdam sein neues Unternehmen PortXchange BV vor. Aufgabe des neuen Unternehmens wird es sein, die Pronto-Plattform und die dazugehörige App für Häfen in aller Welt zugänglich zu machen.

Die Gründung eines separaten Unternehmens soll Partnerschaften mit verschiedenen Markteilnehmern weltweit ermöglichen. PortXchange wird Pronto gemeinsam mit den strategischen Partnern Shell International Trading and Shipping Company Limited („Shell“) und A.P. Moller – Maersk in mehreren Häfen außerhalb der Niederlande testen.

Die Gründung von PortXchange bietet eine Plattform, um neue strategische Partnerschaften mit anderen Häfen, Redeereien und Terminals einzugehen. Diese werden darauf ausgerichtet sein, intelligente digitale Lösungen wie Pronto weltweit einzuführen. Der Hafen Rotterdam geht damit einen weitern Schritt auf seinem Weg mit der Absicht, zum intelligenteste Hafen der Welt zu werden.

Für die erfolgreiche Einführung von Pronto in anderen Häfen ist das gegenseitige Vertrauen der Parteien unerlässlich, damit ein freier Datenaustausch stattfinden kann. Mit der Gründung eines separaten Unternehmens werden die Überparteilichkeit und Unabhängigkeit der Lösung gewährleistet und die Zusammenarbeit zwischen allen Teilnehmern der Supply Chain verbessert.

PortXchange soll die Effizienz der Hafennutzung steigern und Kunden bei der Reduktion ihrer Emissionen unterstützen, sowohl im Hafen selbst als auch auf dem Transport zwischen verschiedenen Häfen. Dafür bietet Pronto eine gemeinschaftliche Plattform, die von Transportunternehmen Reedereien, Agenten, Terminals, Hafenbetrieben und anderen (nautischen) Dienstleistungsanbietern genutzt werden kann. Diese Unternehmen können damit sämtliche Abläufe während eines Hafenaufenthalts auf Grundlage des Austausches standardisierter Daten perfekt planen, ausführen und überwachen. Darüber hinaus ermölgicht Pronto die Just-in-Time-Ankunft von Schiffen zum perfekten Zeitpunkt, was die Kohlenstoffemissionen senkt.

Die Führungsposition bei der digitalen Transformation wird den Rotterdamer Hafen effizienter, zuverlässiger und infolgedessen wettbewerbsfähiger machen. „Wenn wir unsere App für Häfen weltweit zugänglich machen, können wir das Potenzial digitaler Lösungen zugunsten der maritimen Gemeinschaft optimieren. Je mehr Häfen intelligente Lösungen einsetzen, desto wertvoller werden diese. Die Gründung eines separaten Unternehmens für die globale Einführung von Pronto ist ein ausgezeichnetes Beispiel für eine solche Herangehensweise“, erklärt Allard Castelein, CEO des Hafenbetriebs Rotterdam.

PortXchange hat bereits die ersten Partnerschaftsabkommen mit den Transportunternehmen Shell Shipping & Maritime und A.P. Moller – Maersk unterzeichnet. Castelein: „Pronto wird noch vor Ende des Jahres in europäischen und US-amerikanischen Häfen eingeführt. In den kommenden Jahren wollen wir Pronto für Häfen weltweit zugänglich machen. Um Pronto zu weltweitem Erfolg zu verhelfen, sind Partnerschaften mit großen internationalen Playern wie Shell und Maersk maßgeblich.“

„In der Schifffahrt entwickelt sich immer mehr ein globales, digital vernetztes End-to-End-Betriebsumfeld- vergleichbar mit Entwicklungen in der Luftfahrt“, erläutert Grahaeme Henderson, Vizepräsident von Shell Shipping & Maritime. „Bei Shell kann zum Beispiel unser digitales Onshore-Zentrum für jedes Schiff, das wir betreiben, 500 Datenpunkte pro Sekunde in Echtzeit analysieren. Wir sehen die Möglichkeit, die Effekte der Digitalisierung mit der Beteiligung an Pronto noch zu erweitern, um Hafenabläufe zu optimieren. Die bisherigen Ergebnisse unserer Testdurchläufe haben bereits den großen Nutzen wie gesteigerte Effizienz, reduzierte Brennstoff- und Betriebskosten und niedrigere Emissionen nachgewiesen..“

Es gibt unserer Meinung nach einen beträchtlichen Bedarf und gute Möglichkeiten, die Zusammenarbeit, Kommunikation und Nutzung einzelner Daten zwischen den Hafenbeteiligten zu verbessern, um Auslaufzeiten und Hafenaufenthalte für Schiffe zu optimieren“, erklärt Kent Stig Hagbarth – Head of Operations Execution. „Die Pronto-Plattform soll für eine Just-in-Time-Ankunft und einen optimierten Hafenaufenthalt unserer Schiffe sorgen. Mit dem Ziel nicht nur einer gesteigerten Terminzuverlässigkeit für unserer Kunden, sondern auch, um unsere beabsichtigte Reduktion der CO2-Emissionen umzusetzen.”

Quelle und Grafik: Port of Rotterdam