„Rotterdam Food Hub“

Rotterdam baut seine Position als größter westeuropäischer Transithafen für Produkte aus den Bereichen Landwirtschaft, Gartenbau und Fischerei weiter aus. Teil dieser Strategie ist die Einrichtung des Rotterdam Food Hubs am Calandkanaal, an der Zufahrt zur Maasvlakte.

Das 60 ha große Gewerbegebiet wird so gestaltet, dass Unternehmen aus dem Agrarlebensmittelsektor optimal unterstützt werden. Über mehr als die Hälfte des 60 ha großen Gewerbegebiets in der Nähe der Maasvlakte werden bereits Gespräche mit Interessenten geführt.

Agrarlebensmittel sind aufgrund der Zunahme der Bevölkerung und des Wohlstands ein Wachstumsmarkt, insbesondere in aufstrebenden Ökonomien. Nach den USA sind die Niederlande die weltweit zweitgrößte Exportnation für landwirtschaftliche Erzeugnisse. 2017 betrug das Handelsvolumen fast 92 Mrd. €. Dies trug dazu bei, dass der Rotterdamer Hafen mit einem Umschlag von 16 Mio. t jährlich in Westeuropa Marktführer ist.

„Wir möchten das Wachstum unserer Kunden im Agrarlebensmittelbereich gerne weiter unterstützen“, erläutert Emile Hoogsteden, Geschäftsführer für Container, Breakbulk & Logistics des Hafenbetriebs Rotterdam. „Der Rotterdam Food Hub bietet dafür ideale Voraussetzungen: So liegen nicht nur die großen Deepsea-Containerterminals auf der Maasvlakte einen Steinwurf entfernt, sondern werden auch dem Rotterdam Food Hub mehrere Liegeplätze für Seeschiffe zur Verfügung gestellt, die speziell für gekühlte Ladung eingerichtet sind.“ Außerdem werden dort Liegeplätze für Binnenschiffe eingerichtet und die Lager direkt an den Kaien errichtet, sodass gekühlte und gefrorene Ladung schnell gelagert, bearbeitet oder transportiert werden kann. „Im Agrarlebensmittelbereich arbeiten wir mit verderblicher Ware und kommt es also auf Tempo an“, so Hoogsteden.

Ein weiterer Vorteil des Rotterdam Food Hubs besteht darin, dass auf dem Gelände diverse Einrichtungen gemeinsam genutzt werden können. So können Kaie und Einrichtungen in den Bereichen Transport, Lagerung, Zugangskontrolle und Zoll effizient geteilt werden. Hoogsteden: „Damit ist der Rotterdam Food Hub eine schöne und höchst willkommene Ergänzung der bereits vorhandenen Agrarlebensmittel-Hotspots im Rotterdamer Hafen, wie der Cool Port und die großen Kühllager u. a. auf der Maasvlakte und im Eemhaven. Auch die Nähe von Greenports wie Barendrecht, Ridderkerk und dem Westland ist natürlich ideal.”

Von den 60 ha sind ca. 45 ha zur Vergabe an Unternehmen verfügbar. Über 35 ha dieser Fläche laufen bereits Gespräche mit Interessenten. Vorbereitungsarbeiten wie Bodenuntersuchungen haben dieses Frühjahr bereits stattgefunden; eine Baustraße und Versorgungseinrichtungen für den Bau werden ab Juni angelegt. Ab Juli wird beim ersten Kunden der Spatenstich zur Entwicklung des Geländes am sog. „Kop van de Beer“ gesetzt. Ende 2020 werden dort die ersten Unternehmen den Betrieb aufnehmen.

Rotterdam ist der weitaus größte Import- und Exporthafen in Westeuropa im Agrarlebensmittelbereich. Beim Import belegen Zitrusfrüchte, Bananen und Trauben die ersten drei Plätze. Auch viele Säfte finden über Rotterdam ihren Weg zum Verbraucher. Beim Export liegen Gemüse, Zwiebeln und Kartoffeln auf den ersten Plätzen, gefolgt von Schweinefleisch, Hühnerprodukten, Käse, Pflanzen für den Außenbereich und Heringen. Das Land, in das von Rotterdam aus die meisten Agrarlebensmittel exportiert werden, ist China. Beim Import stammen die meisten Produkte aus Südafrika, Brasilien und Costa Rica.

Quelle und Grafiken: Port of Rotterdam

 

 

 




Delta Mariner eröffnet Nieuwe Waterweg

Am 20. April, kam die Delta Mariner bei Koole an (Hafennummer 4045). Dieser Tanker ist das erste Schiff, das mit einem Tiefgang von 15 m dort eintraf. Mit dieser Fahrt eröffnete das Schiff inoffiziell den vertieften Nieuwe Waterweg. Diesen Sommer beseitigen die niederländische Wasserbehörde Rijkswaterstaat und der Hafenbetrieb Rotterdam noch an drei Stellen Leitungen und dann ist die Vertiefung des Nieuwe Waterweg und Botlek abgeschlossen.

Minister Van Nieuwenhuizen (Ressort Infrastruktur und Wasserwirtschaft): „Mit dieser Vertiefung verbessern wir für eine neue Generation von Seeschiffen die Zufahrt zum Rotterdamer Hafen. Gemeinsam mit dem Hafenbetrieb investieren wir damit in die maritime Erreichbarkeit des Botlek-Gebiets in unserem Mainport Rotterdam.”

John Kraakman, CEO des Koole-Terminals: „Durch die Vertiefung können wir die Kunden an unseren Terminals besser bedienen. Dies wird zu einer weiteren Verbesserung der Logistik beitragen, da weniger Schiffsbewegungen erforderlich sind. Zudem verbessern sich die CO2-Bilanz in der Logistikkette sowie die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden aufgrund geringerer Logistikkosten in der gesamten Kette.“
Ronald Paul, COO des Hafenbetriebs: „Mit der Vertiefung verbessert Rotterdam seine Wettbewerbsposition und modernisieren wir das Botlek-Gebiet so, dass es sich ebenso gut für die neuesten Massengutschiffe und Chemikalientanker eignet wie für die größten Containerschiffe auf der Maasvlakte 2.”

Die Wasserbehörde Rijkswaterstaat vertiefte den Nieuwe Waterweg und der Hafenbetrieb Rotterdam sorgte für die Vertiefung des Botlek-Gebiets. Die Vertiefung bezieht sich auf drei unterschiedliche Vertragstiefen (alle Angaben nach Amsterdamer Pegel). Im Botlek-Gebiet ändert sich die nautisch garantierte Tiefe von -/- 14,5 m auf -/- 15,90 m. Im Nieuwe Waterweg wird der erste Teil ab Hoek van Holland von -/- 15 m auf -/-16,20 m bei Maassluis vertieft. Der zweite Teil bis zum Beneluxtunnel erhält einen garantierten Tiefgang von -/- 16,40 m. Dieser betrug bisher -/- 14,5 m.

Die zusätzlichen 20 Zentimeter stehen im Zusammenhang mit dem niedrigeren Salzgehalt des Nieuwe Waterweg landeinwärts, wodurch die Schiffe einen größeren Tiefgang brauchen. Nach der Vertiefung können Schiffe mit einem Tiefgang bis 15 Meter unter normalen Umständen in den Botlekhafen einlaufen. Den neuen Panamakanal können Schiffe mit einem Tiefgang von maximal 14,90 Meter durchfahren, und damit können sogenannte New Panamax-Schiffe ohne Einschränkungen im Botlek anlegen.

Der Nieuwe Waterweg ist das letzte Stück der Verbindung von Rotterdam mit dem Meer und wurde 1872 unter der Leitung von Ingenieur Pieter Caland angelegt. Die Länge der Durchgrabung der Dünen, in der Nähe von dem uns jetzt als Hoek van Holland bekannten Ort, belief sich seinerzeit auf 4,3 km. Der Nieuwe Waterweg ist einer komplexen Strömung ausgesetzt. Der Kanal steht unter dem Einfluss von Ebbe und Flut, landeinwärts gerichteter Strömung und Strömung in Richtung Meer. Aus diesem Grunde muss die Tiefe des Nieuwe Waterweg künstlich gewährleistet werden. Die Fahrrinne wurde auf einer Strecke von 25 km vertieft. Von Hoek van Holland bis zum Beneluxtunnel.

Das Botlek-Gebiet wurde zwischen 1955 und 1960 angelegt. Dieses Hafengebiet zeichnet sich vor allem durch petrochemische Industrie und Tanklager aus. Das erste Unternehmen, das sich dort ansiedelte, war Dow Chemical im Jahre 1956. 1957 folgt die Schiffswerft von Cornelis Verolme. 1961 war die Ausgabe des gesamten Grund und Bodens abgeschlossen.

Mit der Vertiefung wurde die Koninklijke Boskalis Westminster N.V. beauftragt. (Maassluis bis Beneluxtunnel und Botlek) und Van der Kamp B.V. (Nieuwe Waterweg Maasluis-Hoek van Holland).
* Das Projekt der Vertiefung des Nieuwe Waterweg und des Botlek umfasst die Vertiefung des Botlek-Gebiets und – auf einer Strecke von 25 km – die Vertiefung des Nieuwe Waterweg, des Scheur sowie der Nieuwe Maas.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam

 

 

 

 




Container in Antwerpen weiter an der Spitze

Im ersten Quartal 2019 hat sich der Seefrachtumschlag des Hafens Antwerpen insgesamt mit einem Minus von 3 Prozent im Vergleich zu den Rekordwerten des ersten Quartals 2018 normalisiert. Im Quartalsverlauf zeichnete sich aber bereits wieder ein neuer Aufwärtstrend ab. Dieser Trend dürfte sich in den kommenden Monaten fortsetzen – auch aufgrund zusätzlicher MSC-Fracht zwischen Antwerpen und Nordeuropa ab April 2019.

Der Containerverkehr legt weiter zu und hat im März das bisher beste Monatsergebnis in der Geschichte des Hafens erzielt. 2018 hat sich der Anteil Antwerpens am Containermarkt tonnagemäßig auf 27,5 Prozent erhöht, was einem Anstieg von 0,7 Prozent entspricht. Damit verzeichnet der Hafen Antwerpen den höchsten Zuwachs innerhalb der Hamburg-Le-Havre-Range. Das Nettowachstum betrug dabei 650.000 TEU.

Jacques Vandermeiren, CEO der Antwerp Port Authority, erklärt: „Unser Containerumschlag wächst trotz der schwächeren Konjunkturaussichten weiter. Dies ist eine gute Nachricht für den Hafen Antwerpen und festigt unsere ausgezeichnete Position als Container-Hub in der globalen Logistikkette.“

Konventionelles Breakbulk entwickelte sich im ersten Quartal 2019 durchaus gut. Im Vergleich zum ersten Quartal 2018, in dem der Aufbau von Stahlvorräten in Erwartung der US-Importabgaben den Umschlag künstlich erhöht hatte, fallen die Zahlen jedoch nur mäßig aus: der Umschlag von Eisen und Stahl blieb infolgedessen 5 Prozent unter dem außergewöhnlichen Vorjahresniveau.

Der RoRo-Umschlag wuchs in den ersten drei Monaten 2019 um 3,2 Prozent. Bei geringerer Anzahl an Fahrzeugeinheiten ist die umgeschlagene Tonnage infolge höheren durchschnittlichen Gewichts pro Fahrzeug angestiegen, insbesondere in der Nutzfahrzeugklasse.

Im ersten Quartal sank der Schüttgutumschlag insgesamt um 8,8 Prozent, was auf den geringeren Umschlag von Erz (-22,9 Prozent), Kohle (-16,5 Prozent), Schrott (-10,2 Prozent) und Düngemitteln (-2,2 Prozent) zurückzuführen ist. Der Umschlag von Sand und Kies war im ersten Quartal um 6 Prozent höher. Und der Umschlag von Düngemitteln hat sich im März deutlich erholt und das beste Monatsergebnis seit Februar 2011 erreicht.

Der Schüttgutumschlag ist traditionell durch eine hohe Volatilität gekennzeichnet, mit sehr unterschiedlichen Ausprägungen je nach Produktgruppe.

Das Flüssiggut verzeichnete im ersten Quartal 2019 einen Rückgang von 8,6 Prozent. Nach zwei schwächeren Monaten (-12,4 Prozent) zeigte der März eine deutliche Erholung, wenn auch weniger ausgeprägt bei Erdölderivaten – dem größten Segment innerhalb des Flüssiggutmarktes.  Der milde Winter 2018/2019 gegenüber dem kälteren Winter im Jahr zuvor hat sich negativ auf den Umschlag von Erdölderivaten ausgewirkt. Auch die Verlangsamung des EU-Wirtschaftswachstums hatte Auswirkungen auf die Produktionsmengen und den Energiebedarf, ebenso wie die Entwicklung der Rohölpreise.

Besonders hervorzuheben ist die Erholung beim Umschlag von Erdöl und Chemikalien. Nach drei Monaten bleibt der Rohölumschlag mit 0,1 Prozent konstant. Die Chemie blieb ebenfalls praktisch unverändert (-0,6 Prozent), wobei im Monat März nach anfänglichen Rückgängen im Januar und Februar eine deutliche Erholung erfolgte.

Von Januar bis März 2019 haben 3.519 Seeschiffe (-0,3 Prozent) den Hafen Antwerpen angelaufen. Die Bruttotonnage dieser Schiffe war mit 101.539.585 GT (Gross Tonnage) um 0,2 Prozent niedriger.

Annick De Ridder, Hafensenatorin des Hafens Antwerpen: „Wir blicken auf ein gutes erstes Quartal mit einem fortgesetzten Wachstum im Containerverkehr zurück. Die Entwicklung bestätigt die Rolle des Hafens Antwerpen als eine der wichtigsten wirtschaftlichen Säulen unseres Landes und als bedeutender Arbeitgeber. Um den Erfolg unseres Hafens auch für die Zukunft zu sichern, ersuchen wir die flämischen Behörden, die anstehende Präferenzentscheidung zur Kapazität des Containerumschlags rasch zu treffen.“

Quelle und Foto: Hafen Antwerpen

 




Der Handel durch Chinazüge wird gestärkt

Die Duisburger Hafen AG (duisport) intensiviert ihre Zusammenarbeit mit der chinesischen 30-Millionen-Metropole Chongqing. So wurde während der mehrtägigen Chinareise von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und duisports-Vorstandsvorsitzenden Erich Staake mit dem chinesischen Unternehmen YuXinOu eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Bereits im vergangenen Jahr hatten duisport und der Bürgermeister von Chongqing bei dessen Besuch im Duisburger Hafen eine engere Zusammenarbeit beschlossen.

YuXinOu organisiert den Schienengüterverkehr der Chinazüge von und nach Chongqing. Die 2011 aufgenommene Verbindung zum Duisburger Hafen ist die älteste im Rahmen der Seidenstraßeninitiative „Belt & Road“. Von den 1.400 für Europa bestimmten Zügen aus Chongqing liefen 2018 etwa 80 Prozent über den Duisburger Hafen. Bereits jetzt werden insgesamt 30 Prozent des gesamten Handels per Güterzug zwischen China und Europa über den Duisburger Hafen abgewickelt. Mittlerweile verkehren rund 40 Güterzüge wöchentlich zwischen duisport und verschiedenen Destinationen in China.

Aus Chongqing, einer der bedeutendsten Industriestandorte der Welt, werden vor allem Elektrogeräte und Bauteile von dort ansässigen weltweit operierenden Elektronikkonzernen importiert.

Im Rahmen des Aufbaus von Chongqing zur wichtigsten Logistikdrehscheibe Chinas arbeiten die Regierungen von China und Singapur intensiv zusammen. Dabei spielt der singapurianische Terminalbetreiber PSA eine wichtige Rolle. duisport hat jetzt mit PSA ebenfalls eine Kooperationsvereinbarung zur Entwicklung multimodaler Logistikplattformen unterzeichnet. duisport und PSA wollen über die Kooperation ihr Know-how bei der Entwicklung von Logistikarealen im Hinterland und in Seehäfen zusammenführen.

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst: „Ich freue mich sehr, dass duisport und die Logistikplattform YuXinOu bei meinem Besuch hier in Chongqing eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung unterzeichnet haben. Damit werden die hervorragenden Beziehungen zwischen den beiden Logistikdrehscheiben Rhein-Ruhr und Chongqing weiter intensiviert. Verbindliche internationale Kooperationen sind gut für den Wirtschaftsstandort NRW.“

„Duisburg und Chongqing sind die jeweils wichtigsten Logistikdrehscheiben Europas und Chinas. Wir schaffen dadurch beste Voraussetzungen für das Wachstum des Warenaustausches zwischen Zentralchina und Zentraleuropa“, so Erich Staake.

Quelle und Foto: duisport, im Beisein von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (hintere Reihe, 2. v. l.) unterzeichnete duisports-Vorstandsvorsitzender Erich Staake (Reihe vorne, 1. v. l.) mit dem Terminalbetreiber PSA eine Kooperationsvereinbarung zur Entwicklung multimodaler Logistikplattformen.

 

 

 




Keine Schäden durch Sturmfluten bei NPorts

Während der Sturmflutsaison 2018/19 blieben Schäden an Bauwerken oder Hafenanlagen aus. Routine, Erfahrungswerte und ein wasserdichter Notfallplan sind auch für die kommende Saison die beste Vorbereitung auf Hochwasser.

„Wenn das Wasser steigt, haben wir unseren Auftritt“, erklärt Jans Meyer, stellvertretender Hafenkapitän bei Niedersachsen Ports in Norden. Droht eine Sturmflut, ist er gemeinsam mit der Crew des Port Office vor Ort dafür zuständig, den Hafen zu sichern. „Die eigene Erfahrung spielt bei der Vorbereitung eine große Rolle. Bei einer sich abzeichnenden Sturmflut stimmen wir uns im Team sehr eng miteinander ab und beobachten die Wetterverhältnisse genau“, so Meyer weiter. Dabei verlassen sie sich sowohl auf eigene Messungen als auch auf die offiziellen Warnungen des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie. In Küstengebieten kann starker Wind einen Anstieg des Wassers verursachen. Wenn der Wasserstand mindestens bis auf +1,5 m über dem Mittleren Hochwasser steigt, spricht man von einer Sturmflut. Eine erhöhte Gefahr besteht jeweils vom 15. Oktober bis 15. April.

In der gerade vergangenen Saison kam es in den fünf Hafenstandorten Brake, Cuxhaven mit Außenstelle in Stade, Emden, Norden und Wilhelmshaven verhältnismäßig selten zu Sturmfluten. In Cuxhaven war das Team beispielsweise 11 Mal im Einsatz, in Brake ebenfalls. „Wir haben den kritischen Zeitraum ohne Schäden an den Hafenanlagen überstanden. Das ist sehr erfreulich und lässt sich einerseits auf die Wetterlage zurückführen. Andererseits ist dafür vor allen Dingen auch die rechtzeitige Sicherung der betroffenen Hafengebiete durch unsere Kolleginnen und Kollegen verantwortlich“, sagt Holger Banik, Geschäftsführer der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG sowie der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG. Gut geschultes Personal ist für einen umfassenden Hochwasserschutz ebenso wichtig wie eine regelmäßige Kontrolle der benötigten Ausrüstung im Notfall.

Auch dank des Alarmierungssystems Rapid Reach kann im Notfall schnell und effizient gehandelt werden. Die relevanten Personen werden nicht mehr per Hand abtelefoniert, sondern zeitgleich über Rapid Reach per Telefon oder SMS alarmiert. In Norden können so auch Personen, die aus beruflichen Gründen zwischen den Inseln und dem Festland pendeln, rechtzeitig informiert werden. Das spart Zeit und entlastet die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Eine Warnung hält die Menschen allerdings leider nicht immer davon ab, sich tatsächlich vom Hafengebiet fernzuhalten. Damit bringen sie nicht nur sich selbst in Gefahr, sondern auch Dritte. Das könnte leicht vermieden werden“, sagt Banik. Vor drei Jahren hat NPorts Rapid Reach in allen Niederlassungen und auch am JadeWeserPort eingeführt. Jetzt ist der JadeWeserPort in der Kategorie „Safety and Security“ für den Nachhaltigkeitspreis der International Association for Ports and Harbors (IAPH) nominiert. Die Abstimmung über den Preis findet öffentlich bis zum 26. April auf der Website der IAPH statt.

Quelle: NPosrts, Foto: Christian O. Bruch/NPorts

 




Rotterdam steigt im ersten Quartal um 5,1 %

Im Rotterdamer Hafen wurden im ersten Quartal 2019 5,1 % mehr Güter umgeschlagen als im selben Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden 123,9 Millionen Tonnen umgeschlagen, während es im selben Zeitraum 2018 noch 117,8 Millionen Tonnen waren. Die Steigerung betraf vor allem den Container-Umschlag (+7,3 % in TEU, +5,9 % in Tonnen) und die Brennstoffe. Der Umschlag von Mineralölprodukten, Eisenerz und Schrott war rückläufig.

Allard Castelein, Generaldirektor des Hafenbetriebs Rotterdam: „Das Jahr 2019 hat mit einem Rekord bei der Umschlagmenge im ersten Quartal hervorragend begonnen. Die Quartalszahlen bestätigen zudem, dass Rotterdam seine Drehscheibenposition im Hinblick auf Lagerung und Weitertransport von Containern und LNG (Flüssiggas) wiederum gestärkt hat. Für das gesamte Jahr halten wir an unserer Prognose fest, dass die Umschlagmengen für 2019 leicht steigen werden.“

Insgesamt stieg der Umschlag von flüssigem Massengut um 4,6 % auf 58,5 Millionen Tonnen. In diesem Marktsegment wurde mehr Rohöl (ein Plus von 10,4 % auf 28,1 Millionen Tonnen) angeliefert als im ersten Quartal des Vorjahres. Die Differenz war auf eine größere Anlieferung von Öl aus den USA zurückzuführen. Dieses Öl ist relativ preiswert und sorgt bei den Raffinerien für höhere Gewinnspannen. Der Umschlag von Mineralölprodukten sank im letzten Quartal (-7,4 %) dadurch, dass der Heizölhandel zwischen Russland und Asien rückläufig war. Auch wurde im ersten Quartal weitaus mehr LNG umgeschlagen als im Vorjahr (ein Plus von 143 % auf 1,8 Millionen Tonnen), wobei im Februar mit einer Menge von über 500.000 Tonnen ein Rekord erzielt wurde. Dieses Wachstum betrifft sowohl die ein- als auch die ausgehenden LNG-Lieferungen. Dies bestätigt erneut die Bedeutung von Rotterdam als Drehscheibe des LNG-Handels.

Beim Trockenmassengut sind Eisenerz sowie Schrott und Kohle die wichtigsten Gütersorten. Einer Senkung des Umschlags von Eisenerz und Schrott um 17,9 % auf 5,9 Millionen Tonnen infolge einer um 5 % niedrigeren Stahlproduktion in Deutschland stand eine Steigerung des Umschlags bei Kohle um 15,7 % auf 7,5 Millionen Tonnen gegenüber. Die niedrigen Preise für Kohle führten zu einer Zunahme bei Einkauf und einer Aufstockung der Lagerbestände.
Der Umschlag von Agrarmassengut blieb mit einem Wert von 2,6 Millionen Tonnen nahezu konstant. Beim Umschlag von sonstigem Trockenmassengut kam es zu einer beträchtlichen Steigerung um 38,8 % auf 3,3 Millionen Tonnen. Insgesamt stieg der Umschlag von Trockenmassengut um 3,7 % auf 19,4 Millionen Tonnen.

Der Containerumschlag stieg nach Gewicht um 5,9 % auf 38,0 Millionen Tonnen und nach Volumen um 7,3 % auf 3,7 Millionen TEU (Standardmaß für Container) an. Mit diesem Wachstum, das vor allem auf die starke Zunahme der Transhipment-Mengen zurückzuführen ist, die aus Asien kommen und für einen anderen Ort in Europa bestimmt sind, setzt sich der starke Anstieg des Vorjahres fort. Die Reedereien, die in den drei großen Allianzen operieren, sehen in Rotterdam eine wichtige Drehscheibe für ihre Netzwerke, wodurch sich immer mehr Umschlagaktivitäten auf Rotterdam konzentrieren. Dadurch stieg auch das Feeder-Volumen weiterhin stark an; es erhöhte sich um 15,1 % auf 7,3 Millionen TEU. Feederschiffe bringen und holen Container mit interkontinentaler Ladung zu und von anderen Häfen, die nicht direkt von interkontinentalen Schiffsverbindungen (Deepsea-Verbindungen) bedient werden. Auch findet in Rotterdam ein immer intensiverer Austausch zwischen Deepsea-Diensten statt, wodurch die Reedereien ihren Kunden mehr Kombinationen zwischen Lade- und Löschhäfen in Asien und Europa anbieten können. Der Shortsea-Umschlag und der innereuropäische Transport gingen um 7,8 % auf 6,9 Millionen Tonnen zurück. Das ist auf einen geringeren Handel mit Russland und im Januar-Februar auf geringere, an das Vereinigte Königreich gehende Mengen zurückzuführen. Ein gestiegenes Ungleichgewicht zwischen Asien und Europa sorgt für einen wesentlich höheren Umschlag bei leeren Containern, wodurch die Steigerung in TEU im Vergleich zu der in Tonnen beträchtlich größer ist.

Der Gesamtumschlag des Marktsegments Massenstückgut (Ro-Ro-Verkehr und sonstiges Stückgut) stieg um 9,2 % auf 7,9 Millionen Tonnen. Der RoRo-Verkehr nahm im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres um 10,7 % auf 6,4 Millionen Tonnen zu. Vor allem im März stiegen die Mengen durch die Aufstockung von Lagervorräten im Zusammenhang mit einem möglichen harten Brexit stark an. Der Umschlag von sonstigem Stückgut nahm um 3,1 % auf 1,5 Mio. Tonnen zu.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam

 

 

 




Hafenindustrie stößt weniger CO2 aus

Die CO2-Emission der Industrie im Rotterdamer Hafen fällt das 2. Jahr in Folge geringer aus. Das geht aus Zahlen der niederländischen Emissionsbehörde (Nederlandse Emissie Autoriteit, NEA) hervor. Innerhalb von zwei Jahren gingen die Emissionen um 13,6 % (4,2 Mio. t) zurück.

Hauptgrund ist die Abschaltung veralteter Kohlekraftwerke Mitte 2017. Die mit Erdgas gefeuerten Kraftwerke zur Stromerzeugung waren häufiger in Betrieb und stießen dadurch mehr CO2 aus: 2018 1,7 Mio. t mehr als 2016. Die Elektrizitätsbranche insgesamt (Kohle- und Gaskraftwerke) stieß 2018 27 % (4 Mio. t) weniger CO2 aus als 2016.

An den Zahlen der NEA fällt auf, dass die CO2-Emissionen der Raffinerien 2018 um 6,6 % (0,6 Mio. t) niedriger lagen als 2016. Auch langfristig zeigen die Rotterdamer Raffinerien gute Ergebnisse. Die CO2-Emissionen der Raffinerien verringerten sich seit 2005 um beachtliche 20 % (2,1 Mio. t), obgleich die Produktion im gleichen Zeitraum um 4 % stieg und wesentlich mehr Produkte mit niedrigem Schwefelgehalt erzeugt werden. Letzteres erfordert mehr Energie. Die Emissionen der Unternehmen, die Industriegase erzeugen, nahmen zugleich zu. Sie stellen u. a. Wasserstoff zur Entschwefelung von Kraftstoffen her.

In den Zahlen der NEA sind alle Unternehmen, die unter das ETS fallen, berücksichtigt. Das sind ca. 96 % der Emissionen der Rotterdamer Industrie.

Quelle: Port of Rotterdam, Foto: Kees Torn

 

 




Seehafenbetriebe schlagen 305 Mio. t um

Die deutschen Seehäfen haben im vergangenen Jahr rund 305 Mio. Tonnen Güter umgeschlagen. Dies entspricht einem Wachstum von 1,7 % gegenüber 2017 (299,5 Mio. Tonnen). Das geht aus den Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor. Sowohl Importe als auch Exporte konnten ein Wachstum verzeichnen.


Im Gesamtverkehr wurden 304,7 Mio. t umgeschlagen. Der Versand lag mit 122 Mio. t 1,5 % über dem Vorjahr, der Empfang aus dem Ausland mit 182,7 Mio. t 1,9 % über dem Vorjahr. Deutliche Zuwächse nach Gewicht konnten unter anderem Maschinen und Ausrüstungen (+17,6 %) sowie nicht identifizierbare Güter (+8,5 %) verzeichnen. Rückläufig hingegen waren Sekundärrohstoffe und Abfälle (-14,2 %) sowie sonstige Mineralerzeugnisse (-11,1 %). Landwirtschaftliche und verwandte Erzeugnisse nahmen stark ab (-28 %), Importe zu (4,0 %).

Der Güterverkehr mit China und den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union nahm insgesamt um 5,3 % bzw. 2,1 % zu (darunter +14,2 % mit Litauen). Zuwächse konnten auch die Verkehre mit Australien und Neuseeland (+32,2 %), Singapur (+10,9 %) und Südkorea (+10,8 %) verzeichnen. Der Güterverkehr mit Saudi-Arabien (-20,4 %) sowie Malaysia (-8,8 %) sank ab.

Der Containerumschlag ist 2018 mit erneut 15,1 Mio. TEU stabil geblieben, nahm aber deutlich zu nach Gewicht (+8,1 %). Auch die Zahlen im Im- und Export sind nahezu unverändert. Rückläufig waren die Relationen mit Amerika  (-4,8 %, darunter -9,3 % mit Kanada). Zuwächse konnten die Verkehre mit Afrika (+16,7 %) und Ozeanien (+24,3 %) verzeichnen.

Die Personenbeförderung ist im vergangenen Jahr mit 30,7 Mio. Passagieren um 0,3 % zurückgegangen (2017: 30,8 Mio. Passagiere).

Die deutschen Seehäfen fertigten 2018 insgesamt 127.972 Schiffe und damit 2,1 % mehr als im Vorjahr ab.

Trotz der gestiegenen Umschlagszahlen ist das vergangene Jahr gekennzeichnet von äußerlichen Faktoren, die die Umschlagsmenge beeinflussen. Neben den Unsicherheiten in der internationalen Handelspolitik sind vor allem Sondereffekte (Dürresommer 2018) für Verschiebungen in einzelnen Segmenten verantwortlich.

Quelle: Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V., Foto: bremenports

 

 




Studie über ökologischen Wasserstoff

BP, Nouryon (zuvor AkzoNobel Specialty Chemical) und der Hafenbetrieb Rotterdam werden gemeinsam die Möglichkeiten hinsichtlich der Herstellung von „grünem“ Wasserstoff mittels Wasserelektrolyse für die BP-Raffinerie in Rotterdam untersuchen. Diese Lösung bietet das Potential für eine beträchtliche Senkung der CO2-Emissionen.



Derzeit setzt die Raffinerie für die Entschwefelung von Produkten Wasserstoff ein, der aus Erdgas hergestellt wird. Indem man diesen Wasserstoff vollständig durch ökologischen Wasserstoff, der aus Wasser mit Hilfe von erneuerbaren Energien hergestellt wird, ersetzt, könnten die CO2-Emissionen – legt man die derzeitigen Gegebenheiten zugrunde – um 350.000 Tonnen pro Jahr sinken.

Die Vertragsparteien haben eine Absichtserklärung zur Untersuchung der Machbarkeit einer 250 Megawatt starken Wasserelektrolyse-Anlage zur Herstellung eines Maximums von 45.000 Tonnen grünen Wasserstoffs pro Jahr unter Einsatz erneuerbarer Energien unterzeichnet. Hierbei geht es um die größte Anlage ihrer Art in Europa.

Der Ansatz sieht vor, dass Nouryon mit seiner führenden Rolle auf dem Gebiet der Elektrochemie, den Bau und Betrieb der Anlage übernimmt. Der Hafenbetrieb Rotterdam wird die lokale Infrastruktur unterstützen und erforscht Optionen hinsichtlich der weiteren Entwicklung eines Drehkreuzes für grünen Wasserstoff in dem Gebiet. Die Partner haben die Absicht, im Jahre 2022 eine definitive Investitionsentscheidung zu diesem Projekt zu treffen.

Ruben Beens, CEO BP Niederlande: „BP hat sich verpflichtet, an einer Zukunft, in der niedrige CO2-Emissionen gelten, zu arbeiten. Wir setzen uns für die Reduzierung von Emissionen bei unseren Tätigkeiten ein sowie für die Verbesserung unserer Produkte, so dass wir Kunden dabei unterstützen können, ihre eigenen Emissionen zu senken und kohlenstoffarme Geschäftstätigkeiten zu entwickeln.

Die Nutzung von grünem Wasserstoff, der aus Wasser anhand von erneuerbaren Energien hergestellt wird, bietet das Potential für eine beträchtliche Senkung der Emissionen in Rotterdam. Die Kooperation mit Nouryon und dem Hafenbetrieb Rotterdam stellt für uns eine Möglichkeit dar, die technischen, operativen und finanziellen Größenordnungen dieser potentiellen Möglichkeit zu untersuchen und einen vollständigen Einblick in dieses Projekt zu bekommen.

Knut Schwalenberg, Managing Director Industrial Chemicals Nouryon, fügt dem hinzu: „Diese Kooperation ist eine Fortsetzung unserer Erfahrung in der Elektrolyse-Technologie, die der Schaffung neuer Wertschöpfungsketten gilt. Mit grünem Wasserstoff können wir unseren Kunden nachhaltige Lösungen anbieten – von kohlenstoffarmen Brennstoffen und industriellen Prozessen bis hin zu neuen Ausprägungsformen der Kreislauf-Chemie.“

Allard Castelein, Generaldirektor des Hafenbetriebs Rotterdam: „Die Entwicklung groß angelegter Elektrolyseure, die an Offshore-Windparks angeschlossen sind, ist für die Realisierung des Fortschritts bei der Schaffung eines neuen Energiesystems, das zur Umsetzung unserer Klimazielsetzungen erforderlich ist, von entscheidender Bedeutung. Dieser 250 Megawatt starke Elektrolyseur ist ein Beweis dafür, dass Rotterdam bei der Energiewende an der Spitze stehen kann. Für die Industrie im Hafengebiet ist das ein wichtiges Unterscheidungskriterium.“

Quelle und Foto: Port of Rotterdam




Porthos weckt Interesse von Unternehmen

In den letzten Wochen bekundeten mehrere Unternehmen Interesse, sich am CO2-Transport- und Speicherungsprojekt Porthos in Rotterdam zu beteiligen.

Das Projekt Porthos ist eine Initiative von EBN, Gasunie und des Hafenbetriebs Rotterdam. Ziel des Projekts ist die Realisierung einer allgemein zugänglichen Transport- und Speicherungsinfrastruktur, die von mehreren Partnern genutzt werden kann. In früheren Angaben der Projektorganisation von Porthos wird davon ausgegangen, dass 2 bis 5 Mio. t CO2 jährlich in leeren Gasfeldern unter der Nordsee gespeichert werden können. Um zu ermitteln, welche Unternehmen interessiert sind und wann sie wieviel CO2 liefern möchten und können, hat Porthos ein sog.

Expression of Interest-Verfahren durchgeführt. Es haben sich mehrere Unternehmen gemeldet und mehr als genügend Interesse an der Fortführung der weiteren Studien zum Projekt bekundet. Obwohl die Sondierung des Interesses rechtlich nicht verbindlich ist, sieht man sie bei Porthos als wichtiges Signal, dass ein Bedarf an der anzulegenden CO2-Infrastruktur besteht.

Im vergangenen Jahr wurde am Entwurf des Systems gearbeitet. Die Gesamtinvestitionskosten dafür werden mit 400 bis 500 Mio. € veranschlagt. Es handelt sich somit um ein Projekt, mit dem sich im Vergleich zu anderen Reduktionsmaßnahmen zu relativ geringen Kosten CO2-Emissionen vermeiden lassen. Eine Entscheidung über die Realisierung von Porthos wird voraussichtlich Ende 2020 getroffen und richtet sich maßgeblich nach der Stellung, die der CO2-Abscheidung und -Speicherung im Klimaübereinkommen eingeräumt wird.

Zur Verdeutlichung und gegenseitigen Abwägung aller (räumlichen) Interessen des Projekts wird für Porthos eine Umweltverträglichkeitsprüfung erstellt. Zur Vorbereitung lag in den vergangen zwei Monaten der Bericht in Entwurfsfassung zur Reichweite und zum Detailniveau (Notitie Reikwijdte en Detailniveau, c-NRD) zur Einsichtnahme aus. Vorher wurden zwei Informationsabende über das Projekt in Rozenburg und Oostvoorne veranstaltet, an denen insgesamt 41 Besucher teilnahmen. Der Bericht (Entwurf) zur Reichweite und zum Detailniveau c-NRD geht der Umweltverträglichkeitsprüfung voraus, die zur Beantragung von Genehmigungen für das Projekt erforderlich ist.

Seitens der Europäischen Union besteht großes Interesse an dem Projekt, da die Abscheidung, Nutzung und Speicherung von CO2 (CCUS) als wichtige Maßnahme gegen den Klimawandel gilt. Porthos ist ein einzigartiges Projekt, da es eine gemeinsame Infrastruktur entwickelt, an der sich verschiedene Unternehmen beteiligen können. Das Projekt wurde von der EU als Project of Common Interest (PCI) anerkannt; daher stellte die Europäische Kommission kürzlich 6,5 Mio. € für Folgestudien zur Verfügung. Auch für die nächste Projektphase wurde erneut der sog. PCI-Status beantragt.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam