Bundesregierung würdigt Rolle der Hafenwirtschaft

„Die deutschen See- und Binnenhäfen zählen zu den besten Umschlagplätzen der Welt. Sie sind als Logistikdienstleister und Wachstumsmotoren für die gesamte Volkswirtschaft von herausragender Bedeutung. Ohne die Leistungen der Häfen wäre Deutschlands Rolle als eine der führenden Exportnationen in der Welt nicht möglich.“

So beschreibt die Bundesregierung die Bedeutung der See- und Binnenhäfen in ihrem heute vom Bundeskabinett verabschiedeten „Sechsten Bericht über die Entwicklung und Zukunftsperspektiven der maritimen Wirtschaft in Deutschland“.

Häfen seien Wachstums- und Innovationstreiber, deren Wettbewerbsfähigkeit es mit der Weiterentwicklung des Nationalen Hafenkonzepts, dem Ausbau der hafenbezogenen Infrastruktur, der Förderung innovativer Hafentechnologien und einer unterstützenden europäischen Hafenpolitik weiter zu stärken gilt.  Der Bericht hält fest, dass die Häfen massiv in die Digitalisierung und Nachhaltigkeit investieren. Von einem anhaltenden Wachstumstrend sei auszugehen, der Häfen und Verkehrsinfrastrukturen vor enorme Herausforderungen stellten.

Der „Bericht über die Entwicklung und Zukunftsperspektiven der maritimen Wirtschaft in Deutschland“ wird alle zwei Jahre im Vorfeld der Nationalen Maritimen Konferenz (NMK) vom Maritimen Koordinator vorgelegt. Die 11. Nationale Maritime Konferenz findet am 22. und 23. Mai 2019 in Friedrichshafen statt.

Quelle: ZDS, Foto: Rheinhafen Krefeld




Mehr Arbeitsplätze dank Brexit

Im vergangenen Jahr haben sich in Rotterdam bedingt durch den Brexit elf britische Unternehmen angesiedelt, so meldete die niederländische Zeitung AD RD. Das ist ein Drittel der Anzahl internationaler Unternehmen, die sich voriges Jahr nach Angaben von Rotterdam Partners in der Hafenstadt niedergelassen haben.

Es geht um Unternehmen wie Cogoport, Webhelp, Airlift Systems und GE Healthcare. Insgesamt sorgten die 36 internationalen Unternehmen für über 1430 neue Stellen und eine ökonomische Investition von 199 Mio. Euro in die Wirtschaft der Stadt.

Diese internationalen Unternehmen wurden von der Organisation Rotterdam Partners gewonnen, die für das Citymarketing und die Akquisition internationaler Unternehmen in der Stadt zuständig ist. Jeroen Kuyper, Leiter von Rotterdam Partners: „Die Zahlen von 2018 zeigen, dass die Position von Rotterdam in einem internationalen Spielfeld, das sich im vergangenen Jahr durch viel Bewegung kennzeichnete, stabil geblieben ist.

Es ist ein anhaltendes Interesse von Unternehmen an einer Ansiedlung in Rotterdam zu verzeichnen. Ausschlaggebend für die Unternehmen sind u.a. unser innovatives Klima, die Experimentiermöglichkeiten in Rotterdam, die Anwesenheit der richtigen Talente und unsere strategische Lage in Europa. Unsere Zielsetzung für Rotterdam liegt darin, das Wachstum festzuhalten und weiter mit den Bestrebungen der Stadt in Einklang zu bringen, eine Next Economy zu schaffen, die nachhaltig, digital und kreislaufwirtschaftlich ist. Unsere Akquisition richtet sich daher noch intensiver auf internationale Unternehmen, die im Bereich der Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit, Innovation und Digitalisierung führend sind.“

Quelle und Foto: Port of Rotterdam

 




Dortmunder Hafen weiter zu erreichen

Vom 15. Juni 2019 bis 31. Juli 2019 führt das zuständige  Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich eine Sperrung der Schleuse Henrichenburg für dringende Instandsetzungsarbeiten durch. Wie das Amt jetzt mitteilte geht die Schleuse nach den Instandsetzungsarbeiten in einen eingeschränkten Betrieb (Notbetrieb).

In diesem Notbetrieb steht die Schleuse für die Schifffahrt für ca. 8 bis 10 Stunden täglich zur Verfügung. Somit wird die Anbindung des Dortmunder Hafens gesichert.

Entgegen aufkommender Befürchtungen, ist eine dauerhafte Außerbetriebnahme der Schleuse Henrichenburg von Seiten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Duisburg-Meiderich nicht geplant.

Nach einer bereits im Jahr 2018 durchgeführten Sperrung, ist dies die zweite Sperrung, um die an der Schleuse Henrichenburg erforderlichen Instandsetzungsarbeiten durchzuführen.

2020 erfolgt eine weitere Sperrung, um die Arbeiten abzuschließen.

Die Pressestelle des BMVI ergänzt: Die Schleuse Henrichenburg wird im Zeitraum vom 15. Juni 2019 bis zum 31. Juli 2019 für Grundinstandsetzungsarbeiten (zum Beispiel Korrosionsschutz, Elektrotechnik) vom Netz gehen. Nach dem Ende der Grundinstandsetzung wird die Schleuse wieder in Betrieb gehen.  Gerüchte bezüglich einer generellen Stilllegung der Schleuse entbehren jeder Grudnlage.

Quelle: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg Meiderich, BMVI, Foto: Dortmunder Hafen AG




IHKs fordern Anbindung des Hafens Antwerpen

Die IHKs im Rheinland, die Metropolregion Rheinland und der Hafen Antwerpen sind in Sorge, weil die vorhandene Verkehrsinfrastruktur im Rheinland das prognostizierte Verkehrsaufkommen bis 2030 nicht wird aufnehmen können.

Auf dem Hafentag Antwerpen am 18. März in Düsseldorf machten sie sich daher gemeinsam für deren Ausbau stark. „Die Verkehrsmenge, die zukünftig aus den ZARA-Häfen über die deutsche Grenze in das Rheinland kommen wird, wird von der Bundesregierung erheblich unterschätzt“, so Jacques Vandermeiren, CEO der Antwerp Port Authority. Eine Studie der sieben IHKs im Rheinland hat bereits 2016 darauf hingewiesen, dass die im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) angenommenen Werte zu gering sind. „Wir gehen für das Jahr 2030 von gut 50 Prozent mehr Transportvolumen aus, das nach Deutschland importiert wird“, so Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf. „Hinzu kommt, dass die ZARA-Häfen Erweiterungen planen, in Antwerpen etwa ein zusätzliches Hafenbecken und das Saeftinghedock“, ergänzte Vandermeiren.

„Laut Deutschem Verkehrsforum fehlen in der deutschen Statistik vielfach die von ausländischen Bahnen transportierten Mengen“, so Berghausen, „die Auswirkungen für die Infrastruktur im Rheinland sind erheblich, denn die für den BVWP zugrunde gelegten Nutzen-Kosten-Verhältnisse stimmen nicht. Die Projekte werden entsprechend falsch eingestuft und aufgrund begrenzter Mittel später oder gar nicht gebaut. Zusätzliche Infrastruktur ist für das Rheinland dringend notwendig, denn internationaler Schienengüterverkehr hat Vorrang vor dem Personenverkehr. Sonst wird dieser ausgebremst und es trifft am Ende wahrscheinlich auch die Pendler.“

Vor dem Hintergrund des Strukturwandels im Rheinischen Revier fordern die IHKs daher gemeinsam mit dem Antwerpener Hafen die Finanzierung der Infrastrukturvorhaben mit grenzüberschreitender Bedeutung durch den Strukturfonds. „Konkret geht es uns um die Anbindung des Antwerpener Hafens an das Rheinland über die Schiene. Das umfasst Projekte für den Aachener Schienenkorridor, den Ausbau der Schiene von der niederländischen Grenze über Kaldenkirchen in Richtung Krefeld und für die Ertüchtigung der relevanten Knoten etwa im Raum Mönchengladbach/Viersen“, so Berghausen abschließend.

Quelle: IHK Mittlerer Niederrhein, Foto: Port of Rotterdam

 




Heimat- und Seehafen für Nordrhein-Westfalen

Im Rahmen der 1. Flämischen Woche in NRW präsentiert sich der Hafen Antwerpen als Heimathafen der nordrhein-westfälischen Wirtschaft. Bereits heute gehen mehr als zwei Drittel des Außenhandels über die Westhäfen und der Hafen Antwerpen liegt nach Rotterdam auf Platz 2, wie am Montag, 18. März, auf einem Hafen-Event in Düsseldorf hervorgehoben wurde.

Auf der Veranstaltung diskutierten zugleich zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft über die künftige Verkehrsentwicklung sowie den Ausbau der intermodalen Verkehrsanbindung zwischen Antwerpen und NRW.

Unter dem Motto „Hafen Antwerpen – Heimat- und Seehafen für Nordrhein-Westfalen“ hatte die Antwerpener Hafengemeinschaft Akteure und Partner aus dem Transport- und Logistiksektor, der Verladerschaft und der Landespolitik aus Nordrhein-Westfalen in die Rheinterrasse Düsseldorf geladen. Highlight des Fachprogramms war die Podiumsdiskussion mit Jacques Vandermeiren, CEO der Antwerp Port Authority, und Hendrik Wüst, Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen.

„Antwerpen ist ein wichtiger Standort für Nordrhein-Westfalens weltweite Import- und Exportverkehre. Umgekehrt sind die Binnenhäfen in NRW für Europas zweitgrößten Seehafen als trimodale Drehscheiben im Hinterlandverkehr unverzichtbare Partner. Mit der Kooperationsvereinbarung zwischen Nordrhein-Westfalen und Flandern vom 18. Januar 2019 soll diese Partnerschaft auch in Zukunft weiter gestärkt werden. Dabei profitieren der Hafen Antwerpen und die Hinterlandhäfen am Niederrhein von einer gut ausgebauten Wasserstraßeninfrastruktur“, sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und forderte, diese für Transporte über Duisburg hinaus zu verbessern, um auf Dauer die Wirtschaftlichkeit der Binnenschiffstransporte zu erhöhen und weiteres Verlagerungspotenzial zu generieren. „Dafür brauchen wir eine zügige Umsetzung der Sohlenanpassung und Abladeoptimierung am Rhein“, so Wüst.

Jacques Vandermeiren, CEO der Antwerp Port Authority, ergänzt: „NRW ist ein starker Industriestandort sowie Ausgangs- und Zielpunkt vieler Wertschöpfungs- und Logistikketten, in die der Antwerpener Hafen fest eingebunden ist. Bis 2030 erwarten wir einen Anstieg der Güterverkehre auf dieser Relation um mehr als 40 Prozent. Dazu benötigen wir eine leistungsfähige grenzüberschreitende Infrastruktur, insbesondere für Bahnverkehre, sowie regionale Drehscheiben zur Konsolidierung und Weiterverteilung der Ware entlang der Rheinschiene.“

Einer der Schwerpunkte der Antwerpener Hafenstrategie ist die nachhaltige Verlagerung der Verkehrsströme. So soll der Anteil des grenzüberschreitenden Schienengüterverkehrs von aktuell ca. 15 Prozent auf 20 Prozent im Jahr 2030 steigen. Der Anteil der Wasserstraße soll im selben Zeitraum von aktuell 38 auf 42 Prozent ausgebaut werden.

Insbesondere der Ausbau der Schienenanbindung ist für die nordrhein-westfälische Wirtschaft von besonderer Bedeutung. Im Fokus steht dabei die Umsetzung der 3RX-Bahnstrecke – eine Alternative zur Wiederbelebung der historischen Strecke „Eiserner Rhein“. Diese Strecke verläuft von Flandern über die niederländischen Städte Roermond sowie Venlo und stößt bei Kaldenkirchen auf das deutsche Bahnnetz und geht via Viersen weiter nach Duisburg. Der Ausbau, der im deutschen Bundesverkehrswegeplan 2030 in den vordringlichen Bedarf aufgenommen wurde, soll insbesondere so erfolgen, dass die Beeinträchtigungen für Anwohner weitmöglich minimiert werden.

„Nordrhein-Westfalen ist ein wichtiger Handelspartner für Flandern. Mit dem Hafentag zeigen wir, dass Antwerpen der Zusammenarbeit mit NRW höchste Priorität beimisst. Wir haben der hiesigen Wirtschaft als größter Petrochemie-Cluster Europas und einem 740 Kilometer langen Pipelinenetz direkt ins deutsche Hinterland viel zu bieten. Als strategische Partner werden wir gemeinsam die Lieferkette der Zukunft gestalten“, fasst Hafensenatorin Annick De Ridder zusammen.

Flandern veranstaltet bis zum 24. März  die „1. Flämische Woche in NRW“. Mit zahlreichen Kultur- und Informationsveranstaltungen in mehreren nordrhein-westfälischen Städten soll die Zusammenarbeit beider Regionen in ihren unterschiedlichen Facetten vorgestellt werden. Flandern und Nordrhein-Westfalen verbindet eine langjährige Partnerschaft. Dabei geht es etwa um Kooperationen in den Bereichen Verkehr, Chemie und Energie, Bildung und Integration. Mit Antritt der neuen Regierung Flanderns bekamen Themen wie der Ausbau der grenzüberschreitenden Verkehrskorridore neue Impulse. Neben dem Event des Seehafens Antwerpen sind im Rahmen der Flämischen Woche unter anderem ein Runder Tisch im Bereich Gesundheitswesen, der gemeinsame Besuch von Schulen zum Erfahrungsaustausch im Bereich Bildung oder eine Energiekonferenz mit Workshops zu E-Mobilität & erneuerbare Energie geplant.

Weitere Informationen gibt es hier

Als zweitgrößter Hafen Europas ist der Hafen Antwerpen eine wichtige Lebensader für die belgische Wirtschaft: Mehr als 300 Liniendienste zu mehr als 800 Destinationen gewährleisten die weltweite Anbindung. Der Hafen Antwerpen hat im Jahr 2018 rund 235 Millionen Tonnen internationale Seefracht umgeschlagen und damit in den vergangenen sechs Jahren ein mittleres Wachstum von über 4 Prozent erreicht. Der Standort beherbergt zudem den größten integrierten (Petro-) Chemiecluster Europas. Der Hafen Antwerpen schafft direkt und indirekt insgesamt rund 143.000 Arbeitsplätze und eine Wertschöpfung von fast 20 Milliarden Euro.

Getreu ihrer Mission „Heimathafen für eine nachhaltige Zukunft“ reagiert die Antwerp Port Authority flexibel auf die rasanten Entwicklungen im maritimen Markt, damit der Hafen seine führende Rolle als Welthafen ausbauen kann. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Kooperation, hoher Anpassungsfähigkeit, einem starken Fokus auf Innovation und Digitalisierung sowie auf nachhaltiger Wertschöpfung und Verantwortung gegenüber der Gesellschaft.

Die Antwerp Port Authority ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung des öffentlichen Rechts („NV van publiek recht“) mit der Stadt Antwerpen als alleinigem Gesellschafter. Sie beschäftigt mehr als 1.500 Mitarbeiter. Die Hafensenatorin Annick de Ridder ist Aufsichtsratsvorsitzender der Antwerp Port Authority, Jacques Vandermeiren CEO und Vorsitzender der Geschäftsleitung, die für die tägliche Geschäftsführung zuständig ist. www.portofantwerp.com

Quelle und Foto: Antwerp Port Authority, NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, Hafensenatorin Annick De Ridder und CEO der Antwerp Port Authority, Jacques Vandermeiren, auf dem Hafentag in Düsseldorf

 




SmartPort bekommt halbe Million Euro Fördermittel

SmartPort darf in den nächsten Jahren auf die Unterstützung der Provinz Südholland zählen. Die Provinz hat Fördermittel in Höhe einer halben Million Euro zur Stärkung des Netzwerkes zwischen dem Hafengewerbe, den Wissenseinrichtungen und den Behörden, die sich auf das Beschleunigen von Innovationen im Rotterdamer Hafen konzentrieren, zuerkannt kommen.

Das Mitglied des Provinzialausschusses Adri Bom-Lemstra: „Netzwerke wie SmartPort helfen bei der Herangehensweise an große gesellschaftliche Fragen, die auf uns zukommen. Energiewende, Kreislaufwirtschaft. Im Hafen liegen Chancen zur Herbeiführung von Veränderungen. Zusammenarbeit und Wissensaustausch sind dabei wichtige Voraussetzungen. Das möchten wir mit diesen Fördermitteln stimulieren.“

Die über 4 Jahre verteilten Netzwerkfördermittel stellen einen wichtigen Impuls für die Zielsetzung von SmartPort – die Beschleunigung des Übergangs zu Smartest Port im Jahre 2050 – dar. Aus den Roadmaps „Smart Logistics“, „Smart Energy & Industry“ und „Futureproof Port Infrastructure“ wird nachfrageorientierte wissenschaftliche Forschung initiiert, kofinanziert und werden Koalitionen gebildet. Dies mit dem Ziel, Auswirkungen zu erreichen, indem man den Unternehmen im Rotterdamer Hafen frei austauschbares Wissen und erforderliche Entscheidungsinformationen zur Verfügung stellt.

„SmartPort baut weiter an einer Brücke zwischen Wissenseinrichtungen und dem Hafengewerbe. Die Provinz Südholland ist dabei als regionaler Mitspieler der öffentlichen Hand unverzichtbar“, so Elisabeth van Opstall, Geschäftsführerin von SmartPort.

Quelle: Port of Rotterdam, Foto: Marc Nolte (vlnr) Adri Bom – Lemstra (PZH), Paul Smits (Port of Rotterdam Authority, CFO) en Elisabeth van Opstall (SmartPort, Managing Director)

 




Raum für heute und morgen

„Unsere Welt verändert sich einschneidend und rasch. Weltweite Entwicklungen wie die Energie- und Rohstoffwende, Digitalisierung und sich verändernde Güterströme haben weitreichende Folgen für alle unsere Tätigkeiten.“

„Flexibilität und Anpassungsvermögen sind daher bei der weiteren Entwicklung und Erneuerung des Rotterdamer Hafen- und Industriekomplexes zwingend erforderlich. Zur Aufrechterhaltung des Wohlstands in unserer Region, in den Niederlanden und in Nordwesteuropa müssen wir ausreichenden Raum für die Entwicklungen von heute und morgen schaffen. Unsere Strategie richtet sich daher vor allem auf innovative Kapazitäten, Erweiterung des Portfolios und Stärkung des Industriestandorts“, sagt Allard Castelein, CEO des Hafenbetriebs Rotterdam, in seiner Erläuterung zum Geschäftsbericht 2018, welcher heute online veröffentlicht worden ist.

Der Gesamtumschlag stieg im Jahr 2018 um 0,3 %. Der in TEU, dem Standard-Containermaß gemessene Containerumschlag stieg um 5,7 %. Das Nettoergebnis ohne Steuern wies eine leichte Steigerung auf und belief sich auf € 254,1 Millionen (2017: € 247,3 Millionen); dies war im Wesentlichen auf niedrigere Zinskosten zurückzuführen. Dieses Ergebnis ermöglicht es uns, weiterhin in den vorhandenen Hafen- und Industriekomplex zu investieren und parallel dazu neue Initiativen – vor allem im Bereich Energiewende und Digitalisierung – zu ergreifen und diese weiterzuentwickeln.

Wir arbeiten stetig daran, unsere Wertschöpfung zu erhöhen. Aus Untersuchungen geht hervor, dass der Hafen von Rotterdam einen Beitrag von 45,6 Milliarden Euro zum Bruttoinlandsprodukt leistet. Im und rundum den Hafen wohnen ungefähr 1,2 Millionen Menschen, und der Hafen bietet in den Niederlanden Arbeitsplätze für 385.000 Menschen (Quelle: Erasmus Universiteit Rotterdam, ‚Het Rotterdam Effect‘ (Der Rotterdam-Effekt), Veröffentlichung November 2018). Eine gesunde und attraktive Umwelt für Anwohner und Arbeitnehmer im Hafen ist für die Schaffung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Werte wichtig.

Unsere Brutto-Investitionen stiegen im Jahr 2018 um 91 % auf € 408,1 Millionen, den höchsten Betrag seit dem Bau der 2. Maasvlakte. Der weitaus größte Teil dieses Betrags wurde für die weitere Verbesserung der logistischen Erreichbarkeit des Hafens von Rotterdam verwendet, wie z. B. für den Baubeginn der Container Exchange Route und den Bau des Prinses-Amalia-Viadukts. Gemeinsam mit Partnern setzen wir uns ebenfalls für eine effizientere Abfertigung des Schiffsverkehrs ein. 2018 haben wir beispielsweise Pronto, die digitale Appeingeführt, mit der sich die Wartezeiten von Schiffen um 20 % verkürzen. Zudem erwarben wir 2018 eine Minderheitsbeteiligung am Hafen von Pecém, Brasilien. Wir setzen uns dafür ein, diesen Hafen zu einem eigenständigen, zunehmend nachhaltigen und gewinnbringenden Komplex zu entwickeln. Wir bieten, gegen eine für uns attraktive Rendite, unseren Partnern das erforderliche Knowhow und die (finanziellen) Mittel.

Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir im Juni 2018 nach dem Ölleck der Bow Jubail im 3. Petroleumhaven umsichtig und richtig gehandelt. Die negativen Folgen für Wirtschaft und Umwelt blieben hierdurch relativ begrenzt. Auch wurde dem Bereich Cybersicherheit Aufmerksamkeit gewidmet. Im Jahr 2018 haben wir, für die Meldung von erheblichen IT-Störungen, den Haven Cybermeldpunt (Hafen-Cybermeldepunkt), eingeführt. Diese Maßnahme trägt zur digitalen Widerstandsfähigkeit und Sicherheit im Hafen von Rotterdam bei.

Wichtig zur Umsetzung unserer Ambition, bei der Energiewende führend zu sein, ist der Bericht ‚In drie stappen naar een duurzaam industriecluster Rotterdam-Moerdijk‘ (In drei Schritten zu einem nachhaltigen Industriecluster Rotterdam-Moerdijk). Dieser Bericht erschien 2018 als Teil des nationalen (niederländischen) Klimaschutzabkommen-Konzepts. Parallel haben wir Fortschritte bei der Vorbereitung verschiedener Projekte verzeichnen können. Dazu gehören die Nutzung von Restwärme sowie Abscheidung, Transport und Speicherung von CO2 auf dem Grund der Nordsee. Zudem setzen wir auf Digitalisierung, um den Hafen und die Handelsströme noch effizienter zu gestalten.

Unser integrierter Geschäftsbericht entspricht den Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung der Global Reporting Initiative (GRI). Der externe Wirtschaftsprüfer hat sowohl die finanziellen Daten als auch die nicht-finanziellen Informationen in unserem Geschäftsbericht überprüft und mit einem integrierten Bestätigungsvermerk versehen.

Hier gibt es die Höhepunkte des Jahresberichtes.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam, Allard Castelein, CEO Hafenbetrieb Rotterdam

 




Generalkonsuls besucht Wilhelmshaven

Der neue chinesische Generalkonsul DU Xiaohui besuchte gemeinsam mit Vertretern der chinesischen Wirtschaft das EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven.

Die achtköpfige Delegation wurde von Michael Blach, Vorsitzender der EUROGATE-Gruppengeschäftsführung, Mikkel Andersen, Geschäftsführer des EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven sowie Jörn Kamrad, Leiter Vertrieb EUROGATE begrüßt. Zur Delegation zählten auch Captain XIAO Buzhou, Vizepräsident von COSCO SHIPPING Lines (Europe), sowie Vertreter von chinesischen Unternehmen. Nach einer kurzen Präsentation der EUROGATE-Gruppe folgte eine Besichtigung des EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven.

Der Generalkonsul und seine Gäste zeigten sich beeindruckt von der Entwicklung des EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven, das in 2018 zum dritten Mal in Folge ein zweistelliges Wachstum bei den Umschlagszahlen verzeichnen konnte. COSCO SHIPPING und die Ocean Alliance laufen seit Mitte Mai 2017 wöchentlich Wilhelmshaven an – inzwischen mit einem Dienst mit Containerschiffen der allergrößten Klasse (>20.000 TEU). Wegen der unschlagbaren nautischen Bedingungen vor Ort ist ein schneller und sicherer operativer Ablauf jederzeit möglich.

Unternehmen aus China zählen zu den wichtigen Handelspartnern für EUROGATE. Regelmäßig reisen Vertreter von EUROGATE nach China, und präsentieren Europas führende Containerterminal- Gruppe auf Roadshows, Messen und zahlreichen Wirtschaftsterminen. Darüber hinaus wird EUROGATE in Shanghai und Shenzhen durch eigene Repräsentanzen vertreten.

Quelle und Foto: EUROGATE, v.l.n.r.: Michael Blach, Vorsitzender der EUROGATE-Gruppengeschäftsführung, Jörn Kamrad, Leiter Vertrieb EUROGATE, Mikkel Andersen, Geschäftsführer des EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven, DU Xiaohui, chinesischer Generalkonsul 

 

 

 




Shell Partner im W2C Rotterdam-Projekt

Shell tritt dem Projekt W2C Rotterdam, gemeinsam mit Air Liquide, Enerkem, Nouryon und dem Hafenbetrieb Rotterdam, als Equity Partner bei. Die geplante Fabrik in Rotterdam wird die erste ihrer Art in Europa, die aus nicht-recycelbarem Abfall Chemikalien und Biokraftstoffe herstellt.

Ein Konsortium weltweit führender Unternehmen, zu dem Air Liquide, Nouryon (zuvor AkzoNobel Specialty Chemicals), Enerkem und der Hafenbetrieb Rotterdam gehören, hat bekannt gegeben, dass sich Shell als Partner an Europas erster moderner waste-to-chemicals-Fabrik in Rotterdam beteiligen wird. Shell wird dabei ein gleichberechtigter Partner im waste-to-chemicals-Projekt (abgekürzt mit W2C). Dieses Projekt will die erste Fabrik in Europa bauen, die aus nicht recycelbarem Abfall Chemikalien und Biokraftstoffe herstellt.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass sich Shell unserem Kreis von Partnern anschließt“, sagt Marco Waas, Vorsitzender des waste-to-chemicals-Projekts in Rotterdam und Direktor für Innovation und RD&I bei Nouryon. „Die Richtlinie der Europäischen Kommission über erneuerbare Energien (Richtlijn Hernieuwbare Energie – RED II), die 2021 in Kraft treten wird, und andere Umweltinitiativen, wie das Kreislaufwirtschaftspaket (Pakket Circulaire Economie), schaffen ein ideales Umfeld für führende Unternehmen, ein nachhaltiges Wachstum, mit Hilfe von Innovationen, zu fördern. Der Beitritt eines weiteren führenden weltweit operierenden Partners wird diesen Effekt noch weiter verstärken.“

„Industrielle Kooperationen wie diese sind für die Vorlage von Lösungen für die Gesellschaft von entscheidender Bedeutung. So ist es möglich, der Energienachfrage zu entsprechen und gleichzeitig den Ausstoß von Treibhausgasen zu senken, um Klimawandel und Luftverschmutzung entgegenzutreten“, sagt Andrew Murfin, General Manager Advanced Biofuels bei Shell. „Moderne Biokraftstoffe, auch solche, die aus Biomethanol hergestellt werden, haben das Potenzial, insbesondere den Transportsektor zu entkarbonisieren. Das ist eine wunderbare Aussicht, denn der Transport ist für ein Fünftel der weltweiten energiebedingten CO2-Emissionen verantwortlich und wird noch viele Jahre auf flüssige Kraftstoffe angewiesen bleiben, insbesondere bei langen Strecken und schweren Nutzfahrzeugen.“

Das Konsortium, das zu diesem Zweck ein spezielles Joint Venture gegründet hat, hat bereits eine Vielzahl an Vorbereitungsarbeiten, wie z.B. das Detail-Engineering und den Antrag auf den Bauvorbescheid, abgeschlossen. Das Konsortium strebt an, im Laufe des Jahres 2019 eine definitive Investitionsentscheidung (FID) zu treffen. In der Zwischenzeit werden die Entwicklungsarbeiten fortgesetzt und wird der Auswahlprozess für Engineering und Beschaffung (EPC) abgeschlossen.

Die geplante Fabrik soll 360.000 Tonnen Abfall pro Jahr in 220.000 Tonnen (270 Millionen Liter) Biomethanol umwandeln, was nicht nur einen chemischen Baustein zur Herstellung einer Vielzahl von Alltagsprodukten, sondern auch einen erneuerbaren Kraftstoff darstellt. Diese Menge entspricht der jährlichen Gesamtmenge an Abfällen von mehr als 700.000 Haushalten und senkt die CO2-Emissionen um schätzungsweise 300.000 Tonnen im Vergleich zur Herstellung von Methanol aus fossilen Brennstoffen.

Die Realisierung des Projekts wird vom niederländischen Ministerium für Wirtschaft und Klima unterstützt, das die Entwicklung von Mechanismen und Rechtsvorschriften erforscht , um das Upscaling dieser neuen Technologie zu fördern und damit den Wandel zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft in den Niederlanden stimuliert. Das waste-to-chemicals-Projekt wird ebenfalls von der Stadt Rotterdam, der Provinz Südholland und von InnovationQuarter, der regionalen Entwicklungsgesellschaft, unterstützt.

Die Fabrik welche sich die Technologie des kanadischen Unternehmens Enerkem zunutze macht, wird ihren Standort im Botlek-Gebiet des Rotterdamer Hafens erhalten und nicht recycelbaren gemischten Abfall, wie u.a. Kunststoffabfall, zunächst zu Synthesegas und anschließend zu sauberem Methanol für die chemische Industrie und die Transportbranche verarbeiten. Methanol wird jetzt meist noch aus Erdgas oder Kohle hergestellt. Die Fabrik wird mit zwei Fertigungslinien ausgestattet und kann zweimal so viel Abfall wie die gewerbliche Fabrik von Enerkem in Edmonton, Kanada, verarbeiten. Die Fabrik in Rotterdam profitiert, im Hinblick auf die Lieferung des erforderlichen Sauerstoffs bzw. Wasserstoffs, von der hypermodernen Infrastruktur des Rotterdamer Hafens und von der Zusammenarbeit mit Air Liquide und Nouryon (Großindustrie). Derzeit ist vorgesehen, dass das von der Fabrik produzierte nachhaltige Methanol von Nouryon und Shell gekauft wird.

Das waste-to-chemicals-Projekt in Rotterdam ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigeren chemischen Industrie und einer Kreislaufwirtschaft. Mit der bahnbrechenden Cleantech-Technologie von Enerkem, Kanada, ist die Fabrik die erste gewerbliche Fabrik in Europa, die eine nachhaltige Lösung für nicht recycelbaren Abfall bietet, indem sie nicht erneuerbare Kunststoffe und andere gemischte Abfallströme in neue Rohstoffe umwandelt. Das waste-to-chemicals-Projekt in Rotterdam ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine Wirtschaft wirklich zur Kreislaufwirtschaft werden kann, indem sie keine fossilen Ressourcen für neue Materialien verwendet, den Energiemix diversifiziert, Alltagsprodukte umweltfreundlich gestaltet und gleichzeitig eine intelligente und nachhaltige Alternative für die Deponierung und Verbrennung von Abfall bietet. Das Projekt kann für die Niederlande einen Beitrag zur Umsetzung des Bestrebens, im Jahr 2050 nahezu kohlenstoffneutral zu sein, liefern.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam

 

 




Seefeldt verlässt neska

Veränderungen bei der neska Schiffahrts und Speditionskontor GmbH: Volker Seefeldt verlässt die neska-Geschäftsführung zum 31. März. Nachfolger als Mitglied der Geschäftsführung wird mit Wirkung vom 1. April Dr. Jan Zeese.

Volker Seefeldt legt den Vorsitz der neska-Geschäftsführung nieder, um sich vollständig auf seine Tätigkeit als Sprecher des Vorstandes der Häfen und Transport AG (HTAG) zu konzentrieren.

Nach seiner kaufmännischen Ausbildung und einem Betriebswirtschaftsstudium war Volker Seefeldt ab 1991 für die HTAG Häfen und Transport AG, einer hundertprozentigen Tochter der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK), tätig. Seit 1999 fungierte der heute 61-Jährige als HTAG-Vorstandmitglied und wurde 2011 zum Sprecher des Vorstandes ernannt. Am 14. Dezember 2015 trat er zusätzlich den Vorsitz der Geschäftsführung bei der neska an, die zuvor von der HGK vollständig übernommen worden war.

„Mein großer Dank gebührt Volker Seefeldt. Er hat maßgeblich dafür gesorgt, dass die neska komplett in die HGK-Gruppe integriert werden konnte und sich seitdem auf Erfolgskurs befindet“, erklärt Uwe Wedig, Vorstandsvorsitzender der HGK AG.

Als Mitglied der neska-Geschäftsführung folgt Dr. Jan Zeese auf Volker Seefeldt. Der 43-Jährige arbeitet mit Geschäftsführer Kai Hansen (51) zusammen. Für den promovierten Politikwissenschaftler Jan Zeese stellt das neue Engagement eine Rückkehr in die HGK-Gruppe dar. Zwischen 2009 und 2014 verantwortete er die Kommunikation der HGK AG, bevor er als Leitender Kommunikationsmanager zur Rheinland-Raffinerie der Shell Deutschland Oil GmbH wechselte.

„Dr. Jan Zeese kennt unsere Unternehmen sehr gut. Ich bin davon überzeugt, dass er genau die richtige Persönlichkeit ist, die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Mit seinem Engagement werden wir die Erfolgsgeschichte der neska fortschreiben“, freut sich HGK-Vorstandschef Uwe Wedig auf die Zusammenarbeit.

Die neska Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH mit Sitz in Duisburg bietet ihren Kunden im In- und Ausland die gesamte Palette moderner Logistikdienstleistungen. Ob Container, Schüttgut, Stückgut oder Kontraktlogistik – die neska-Gruppe organisiert Transport, Umschlag, Lagerung und Mehrwertdienste ganz nach Kundenwunsch. Jahrzehntelange Erfahrung und spezielles Know-how zeichnen das 1925 gegründete Traditionsunternehmen mit rund 700 Mitarbeitern aus.

Als leistungsfähiger Logistikpartner von Industrie und Handel schafft die neska- Gruppe mit ihrem bundesweiten Netzwerk von Terminals und Niederlassungen beste Verbindungen zu den internationalen Märkten. Intelligente Transportkonzepte kombinieren die Vorteile von Binnenschiff, Bahn und LKW und sorgen für nachhaltige Logistik-Lösungen.

Die neska-Gruppe ist eine Tochtergesellschaft der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK).