Schlüsselrolle für Wasserstoffwirtschaft

Über 200 Teilnehmer*innen versammelten sich jetzt in den Cuxhavener „HAPAG-Hallen“ zur ersten „Norddeutschen Wasserstoffkonferenz“, um sich über die Bedeutung der Küstenländer für den Hochlauf der deutschen Wasserstoffwirtschaft auszutauschen. Im Dialog mit Vertreter*innen der fünf norddeutschen Landesregierungen tauschten sich Vertreter*innen der Energie- und Hafenwirtschaft über die strategisch wichtige Position des Nordens für die Erzeugung grünen Wasserstoffs aus.

Darüber hinaus standen die regionale Infrastruktur und Speichermöglichkeiten sowie die Rolle der Seehäfen beim Import grüner Energieträger und Treibstoffe inklusive ihrer Distribution im Fokus. Die Veranstalter waren die Agentur für Wirtschaftsförderung Cuxhaven, die BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH, das Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH), Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein, der WAB e.V., das Wasserstoffenergiecluster Mecklenburg-Vorpommern, das WindEnergy Network sowie das Niedersächsische Wasserstoff-Netzwerk.

„Der Schlüssel für einen erfolgreichen Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft liegt an der Küste“, so die Veranstalter, „Hier ist der Grünstrom aus Windparks an Land und auf See heute schon verfügbar, und zwar so viel, dass ein Teil davon nicht in das Stromnetz aufgenommen werden kann. Die Region verfügt außerdem über optimale Konditionen, um Wasserstoff auch für Wochen oder Monate in unterirdischen Salzkavernen zu speichern. In den Seehäfen können grüne Energieträger angelandet werden, um die regionale energieintensive Industrie zu versorgen. Bereits heute stellen die Häfen eine leistungsfähige Versorgung des Hinterlandes bereit“.  Über die besonderen Potenziale der Region wird die Konferenz jährlich an wechselnden Standorten in den beteiligten Bundesländern informieren.

Das Programm wurde von namhaften Sponsoren unterstützt und bot informative Vorträge und Panels. Im politischen Panel „Kooperation statt Konkurrenz“ diskutierten hochkarätige Vertreter*innen der Landespolitik über die Beschleunigung des Hochlaufs der Wasserstoffwirtschaft im Norden durch eine intensivere Zusammenarbeit. Die thematischen Panels „Häfen und Importe“, „Offshore-Wind und Wasserstoff“ sowie „Grüner Strom aus der Region für grünen Wasserstoff“ betonten die besondere Rolle Norddeutschlands bei der Energiewende. Im Vorfeld der Konferenz hatten die Konferenzteilnehmer*innen den neu eröffneten Standort der Turneo GmbH als maritimen Wasserstoffhub in Cuxhaven besichtigt.

Quelle: Niedersächsisches Wasserstoff Netzwerk, Foto: AfW Cuxhaven, im politischen Panel „Kooperation statt Konkurrenz“ diskutierten Vertreter*innen der Landespolitik über die Beschleunigung des Hochlaufs der Wasserstoffwirtschaft im Norden durch eine intensivere Zusammenarbeit. Von links nach rechts: Uwe Santjer, Joschka Knuth, Jens Kerstan, Olaf Lies, Kai Stührenberg, Marc Itgen. 




Hamburger Hafen: leichte Erholung beim Containerumschlag

Der Umschlag im Hamburger Universalhafen steht weiterhin unter dem Einfluss nationaler und globaler Rahmenbedingungen. Trotz dieser Gegebenheiten konnte sich der Containerumschlag im Hafen im dritten Quartal erholen. Zudem nahm die Zahl der Schiffsanläufe zu. Insbesondere die Containerverkehre zwischen Hamburg und den USA unterstreichen mit einem Rekordergebnis diesen Trend. Darüber hinaus wächst im dritten Quartal auch der Asienverkehr wieder. Entsprechend der positiven Entwicklungen im dritten Quartal konnten sich auch die Hinterlandverkehre leicht erholen, während die Transhipmentverkehre weiterhin unter dem Einfluss der internationalen Rahmenbedingungen stehen. Welchen Einfluss die Ergebnisse auf das gesamte Jahr haben werden, lässt sich noch nicht sagen.

Der Containerumschlag im Hamburger Hafen wuchs im dritten Quartal um 2,4 Prozent auf zwei Millionen TEU im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Dieses Ergebnis ist zwar nur ein Teil des Gesamtbildes, zeigt aber, dass sich der Containerumschlag im Hamburger Hafen in einem Erholungsprozess befindet“, analysiert Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V. (HHM). „Mit Blick auf die Häfen der Nordrange werden wir der einzige Hafen sein, der im dritten Quartal ein positives Ergebnis beim Containerumschlag vorlegen kann. Entsprechend können wir so Marktanteile gewinnen.“ In den ersten neun Monaten verzeichnete der Hamburger Hafen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 5,84 Millionen TEU jedoch ein Minus von 7,4 Prozent. Zur Erinnerung: Im ersten Halbjahr lag der Rückgang beim Containerumschlag noch bei 11,7 Prozent.

Insgesamt schlugen die Unternehmen der Hafenwirtschaft in Hamburg von Januar bis September 2023 86,6 Millionen Tonnen Seegüter um. Das entspricht einem Rückgang von 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei konnte sich der Umschlag von Massengut mit 27,4 Millionen Tonnen und einem Minus von 0,3 Prozent annähernd auf gleichem Niveau halten.

Mit einem Containerumschlag von 171.000 TEU erreichte der USA-Verkehr nicht nur ein neues Quartals-Rekordvolumen. Das Wachstum beschleunigte sich noch einmal. Während es im ersten Halbjahr noch 7,4 Prozent betrug, lag es über die ersten drei Quartale mit 483.000 TEU bereits bei 9,4 Prozent.

Auch der für Hamburg so wichtige Asienverkehr zog im dritten Quartal 2023 mit einem Plus von 7,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal wieder an. Erwähnenswert ist hier der Containerumschlag mit China, der im dritten Quartal um 8,8 Prozent gestiegen ist. In der Betrachtung der ersten neun Monate dieses Jahres liegt der Containerumschlag mit Asien mit drei Millionen TEU um 6,7 Prozent weiterhin unter dem des Vorjahreszeitraumes.

Den Hamburger Hafen erreichen wieder mehr Schiffe. So waren in den ersten neun Monaten über 3.500 Schiffe mit Kapazität für Containerladung zu Gast. Dies entspricht einem Plus von 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Heruntergebrochen auf einzelne Größenkategorien der Containerschiffe zeigt sich, dass in den ersten neun Monaten besonders die Anzahl der Very-Large-Containerships und der klassischen Panama-Größen im Hamburger Hafen um rund ein Drittel zugenommen haben. Auch die Anzahl der Anläufe der Megamax-Containerschiffe mit bis über 24.000 TEU stieg weiter. Insgesamt kamen 204 Schiffe dieser Kategorie in den Hamburger Hafen, dies entspricht einem Plus von 17,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Hafenbahn transportierte in den ersten drei Quartalen rund 1,9 Millionen TEU. Damit konnte sie den Rückgang des ersten Halbjahres teilweise aufholen und liegt jetzt mit einem Minus von 4,7 Prozent im Bereich der Erwartungen. Über alle Verkehrsträger hinweg wurden im Hinterlandverkehr in den ersten drei Quartalen 3,9 Millionen TEU umgeschlagen. Das entspricht einem leichten Rückgang von 3,4 Prozent. Die Transhipmentverkehre erweisen sich mit einem Minus von 14,5 Prozent und einem Umschlag von 1,9 Millionen TEU in den ersten neun Monaten dieses Jahres weiterhin als volatil.

Das Ergebnis beim Containerumschlag im dritten Quartal ist ein positives Signal. „In welchem Ausmaß dies das Jahresergebnis positiv beeinflusst, lässt sich jedoch noch nicht abschätzen, denn die weiterhin herausfordernden geopolitischen Rahmenbedingungen und das nochmals nach unten korrigierte erwartete Wirtschaftswachstum Deutschlands für 2023 lassen keine konkreten Aussagen zu“, analysiert Mattern.

Quelle: HHM, Foto: HHM / Hasenpusch Productions




Hafenwirtschaft hat hohe Erwartungen

Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) hat anlässlich seiner Jahrespressekonferenz für eine entschiedene deutsche Hafenpolitik plädiert. Die globalen Krisen und deren konjunkturellen Auswirkungen belasten das aktuelle Umschlaggeschäft. Zugleich hat die Hafenwirtschaft große Transformationsaufgaben zu bewältigen.

Die konjunkturell schwierige Lage, die Inflation sowie geopolitische Krisen schlagen sich unmittelbar auf den Umschlag in den Häfen nieder. So ging der Umschlag in den deutschen Seehäfen in einem ähnlichen Maße wie im europäischen Ausland zurück. Die Energieimporte nahmen in Folge der Sanktionierung Russlands deutlich zu.

Angela Titzrath, Präsidentin des ZDS: „Die Hafenwirtschaft hat enorme Bedeutung für das Land. National betrachtet ist sie eine wesentliche Säule der deutschen Industrie- und Exportwirtschaft. Sinkende Konsumnachfrage und dadurch zurückgehende Produktion in der Industrie wird in den Seehäfen oft mit zuerst sichtbar. Der Blick auf die Seehäfen in unseren Nachbarländern zeigt, dass wir es hier primär mit globalen Problemen zu tun haben. Nichtdestotrotz trifft diese Phase der konjunkturellen Schwäche unsere Branche zur Unzeit. Wir müssen wichtige Transformationsprozesse stemmen, vor allem bei der Digitalisierung und Automatisierung sowie bei der Umstellung auf klimafreundliche Antriebe. In den genannten Transformationsprozessen aber auch bei neuen Aufgaben der Häfen, speziell bei der Energieversorgung, stehen wir vor einer wichtigen Phase.“

Große Erwartungen hat die deutsche Hafenwirtschaft an die kommende Nationale Hafenstrategie der Bundesregierung.

ZDS-Präsidentin Titzrath: „Der Kanzler hat auf der Nationalen Maritimen Konferenz klar gemacht, wie wichtig gerade die Seehäfen sind und dass diese in den vergangenen Jahren politisch vernachlässigt wurden. Der Vizekanzler hat die Bedeutung der Häfen beim Erreichen der Ziele im Klimaschutz und im Ausbau der erneuerbaren Energien betont. Die Nationale Hafenstrategie muss sich daran messen lassen. Die Debatte um die Finanzierung der Seehäfen ist dabei aber bezeichnend. Der Bund muss zu seiner Verantwortung stehen – so, wie im Koalitionsvertrag und auf der Konferenz angekündigt. Dazu ist eine schnelle Einigung zum Hafenlastenausgleich unabdingbar. Sollte dieses Minimalziel nicht erreicht werden, ist kaum vorstellbar, wie eine Nationale Hafenstrategie den Erwartungen gerecht werden kann.“

Großer Handlungsbedarf besteht nach Ansicht des ZDS auch bei der Rolle der Häfen in der Energiewende.

ZDS-Präsidentin Angela Titzrath: „Für das Erreichen der Ausbauziele in der Windenergie fehlt es hierzulande in den Häfen an Umschlagkapazitäten. Die Turbinen und Bauteile sind größer und schwerer geworden, die Hafenflächen sind aber nicht mitgewachsen. Wir schlagen deshalb vor, hier auch die enormen Erlöse aus der Ausschreibung von Offshore-Windparks für den Ausbau geeigneter Flächen zu nutzen.“

ZDS-Präsidentin Angela Titzrath: „Die jahrzehntelange und teilweise auch weiter anhaltende Unterfinanzierung macht sich bei allen Verkehrsträgern bemerkbar. Wir erwarten eine auskömmliche personelle und finanzielle Ausstattung, um die Verkehrswege in einem guten Zustand zu halten. Es bedarf aber auch eines Ausbaus, gerade bei der Bahn, die mehr Güter von der Straße aufnehmen soll. Für uns als Seehafenbetriebe liegt hier der Fokus auf dem Flaschenhals zwischen Hamburg und Hannover. Alle Beteiligten sollten sich dringend auf einen Kompromiss zur Viergleisigkeit im Sinne der übergeordneten Ausbauziele verständigen. Eine weitere Verzögerung oder auch ein Beharren auf dem überholten Minimalkonsens der Dreigleisigkeit schadet der deutschen Hafenwirtschaft nachhaltig.“

Quelle: ZDS. Foto: HHLA




Konjunktur belastet weiter Geschäft der HHLA

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) verzeichnete in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 eine rückläufige Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Der anhaltende Krieg in der Ukraine, geopolitische Spannungen, Inflation und steigende Zinsen belasteten die Nachfrage von Verbrauchern und Industrie und bremsen die weltweite konjunkturelle Erholung nach der Pandemie weiter aus. Die Geschäftsentwicklung der HHLA im ersten Halbjahr 2023 spiegelte die schwierigen Umfeldbedingungen bereits wider.

Die im ersten Halbjahr 2023 verzeichnete konjunkturbedingt stark rückläufige Mengenentwicklung hat sich dank eines stärkeren dritten Quartals im Segment Container abgeschwächt, blieb aber für den Containertransport weiterhin herausfordernd. Darüber hinaus wirkte sich die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kürzere Verweildauer umzuschlagender Container an den Hamburger Containerterminals mindernd auf die Lagergelderlöse aus. Die Umsatzerlöse im HHLA-Konzern reduzierten sich um 7,1 Prozent auf 1.090,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 1.172,7 Mio. Euro). Das Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) verringerte sich um 52,8 Prozent auf 75,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 160,1 Mio. Euro). Die EBIT-Marge betrug 6,9 Prozent (im Vorjahr: 13,7 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern und nach Anteilen anderer Gesellschafter belief sich auf 11,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 69,8 Mio. Euro).

Angela Titzrath, HHLA-Vorstandsvorsitzende: „Die eingetrübte konjunkturelle Lage wirkt sich weiterhin auf die Geschäftsaktivitäten der HHLA als international tätiges Logistikunternehmen aus. Die daraus resultierenden herausfordernden Rahmenbedingungen spiegeln sich daher auch in dem Ergebnis des Unternehmens nach dem dritten Quartal wider. In Zeiten multipler Krisen ist es allerdings umso wichtiger, den strategischen Kurs beizubehalten. Daher arbeiten wir auch in unruhigen Zeiten konsequent daran, die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu stärken und unsere Anstrengungen im Bereich der Nachhaltigkeit voranzutreiben. So wurde der Container Terminal Altenwerder in Hamburg im dritten Quartal erneut als klimaneutral zertifiziert und das HHLA Pure Netzwerk von unserer Bahntochter Metrans für einen klimafreundlichen Containertransport weiter ausgebaut.“

Der börsennotierte Teilkonzern Hafenlogistik verzeichnete in den ersten neun Monaten einen Umsatzrückgang um 7,4 Prozent auf 1.061,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 1.145,8 Mio. Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) fiel um 57,4 Prozent auf 61,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 145,3 Mio. Euro). Die EBIT-Marge belief sich auf 5,8 Prozent und lag damit 6,9 Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern und nach Anteilen anderer Gesellschafter reduzierte sich um 94,9 Prozent auf 3,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 61,3 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie belief sich damit auf 0,04 Euro (im Vorjahr: 0,85 Euro).

Im Segment Container ging der Containerumschlag an den HHLA-Containerterminals im Vergleich zum Vorjahr um 8,5 Prozent auf 4.455 Tsd. Standardcontainer (TEU) zurück (im Vorjahr: 4.869 Tsd. TEU). Das Umschlagvolumen an den Hamburger Containerterminals lag dabei mit 4.286 Tsd. TEU um 6,9 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres (im Vorjahr: 4.605 Tsd. TEU). Haupttreiber für diese Entwicklung war der Rückgang der Volumen des Fahrtgebiets Fernost, insbesondere China. Positive Impulse aus dem nordamerikanischen Ladungsaufkommen sowie den Umschlagmengen des Mittleren und Nahen Ostens konnten diese nicht kompensieren. Bei den Zubringerverkehren (Feeder) lag die Mengenentwicklung ebenfalls stark unter dem Vorjahr. Neben den reduzierten schwedischen und polnischen Verkehren fielen zusätzlich sanktionsbedingt die Russlandmengen aus. Die Feederquote am wasserseitigen Umschlag belief sich auf 18,4 Prozent (im Vorjahr: 20,5 Prozent).

Das Umschlagvolumen an den internationalen Containerterminals ging gegenüber dem Vorjahr um 36,0 Prozent auf 169 Tsd. TEU zurück (im Vorjahr: 264 Tsd. TEU). Ursache hierfür war insbe-sondere der starke Rückgang der Ladungsmengen am Container Terminal Odessa (CTO), nach-dem dort Ende Februar 2022 der seeseitige Umschlag infolge des russischen Angriffskriegs auf behördliche Anweisung eingestellt worden war. Zudem blieben 2023 zusätzliche Anläufe am Containerterminal TK Estonia als Alternative zu russischen Häfen aus. Der merkliche Anstieg der Umschlagmengen am Multifunktionsterminal HHLA PLT Italy konnte diesen Wegfall nicht kompensieren.

Die Umsatzerlöse des Segments sanken im Berichtszeitraum um 18,2 Prozent auf 534,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 653,2 Mio. Euro). Grund hierfür war neben der deutlichen Mengenreduzierung im Wesentlichen der Rückgang der Verweildauer umzuschlagender Container an den Hamburger Terminals, die sich im Vorjahreszeitraum als Folge der gestörten Lieferkette steigernd auf die Lagergelderlöse ausgewirkt hatte. Vor diesem Hintergrund ging das Betriebsergebnis (EBIT) um 77,6 Prozent auf 27,3 Mio. Euro zurück (im Vorjahr: 121,7 Mio. Euro). Die EBIT-Marge sank um 13,5 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent (im Vorjahr: 18,6 Prozent).

Im Segment Intermodal reduzierte sich der Containertransport insgesamt um 3,4 Prozent auf 1.222 Tsd. Standardcontainer (TEU) (im Vorjahr: 1.266 Tsd. TEU). Die Bahntransporte verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozent auf 1.037 Tsd. TEU (im Vorjahr: 1.054 Tsd. TEU). Von dem Rückgang waren alle wesentlichen Relationen betroffen, insbesondere die polnischen Verkehre. Die Straßentransporte verzeichneten einen Rückgang um 12,4 Prozent auf 185 Tsd. TEU (im Vorjahr: 211 Tsd. TEU).

Die Umsatzerlöse lagen mit 465,8 Mio. Euro um 8,0 Prozent über dem Vorjahreswert (im Vorjahr: 431,4 Mio. Euro) und entwickelten sich damit stark gegenläufig zur Transportmenge. Grund hierfür war das im Verlauf des Vorjahres gestiegene Niveau der Transporterlöse, das an die gestiegenen Kosten im Leistungseinkauf, insbesondere von Energie, angepasst werden konnte. Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich im Mitteilungszeitraum auf 61,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 64,0 Mio. Euro) und sank somit um 4,1 Prozent. Ursächlich für die rückläufige EBIT-Entwicklung war im Wesentlichen der Rückgang der Transportmenge. Die EBIT-Marge ging um 1,6 Prozentpunkte auf 13,2 Prozent zurück (im Vorjahr: 14,8 Prozent).

Die HHLA-Immobilien in der historischen Speicherstadt und auf dem Fischmarktareal verzeichneten in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres eine weiterhin konstante Entwicklung bei annähernder Vollvermietung der beiden Quartiere.

Die Umsatzerlöse stiegen im Berichtszeitraum deutlich um 6,3 Prozent auf 35,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 32,9 Mio. Euro). Neben gestiegenen Erlösen aus Umsatzmietvereinbarungen trugen vor allem höhere Mieterlöse aus neu entwickelten Objekten in der Speicherstadt hierzu bei. Den deutlichen Umsatzzuwächsen standen ein geplanter temporärer Leerstand aufgrund einer energetischen Fassadensanierung an einem Objekt und ein insbesondere im dritten Quartal gestiegener Instandhaltungsaufwand gegenüber. Zudem belasteten höhere Abschreibungen nach abgeschlossener Projektentwicklung sowie Rückbaukosten im Zuge der Bauvorbereitung eines Großprojekts auf dem Fischmarktareal die Ergebnisentwicklung. Das kumulierte Betriebsergebnis (EBIT) sank entsprechend im Berichtszeitraum um 7,3 Prozent auf 13,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 14,6 Mio. Euro).

Die in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 eingetretene wirtschaftliche Entwicklung der HHLA deckt sich im Teilkonzern Hafenlogistik und im Teilkonzern Immobilien im Wesentlichen mit der im zusammengefassten Lagebericht 2022 erwarteten Entwicklung, welche zum Zeitpunkt der Geschäftsberichtserstellung aufgrund der geopolitischen Spannungen und deren Auswirkungen auf Inflation und wirtschaftliche Sanktionsmaßnahmen unter hoher Unsicherheit stand. Die konjunkturelle Erholung nach der Pandemie hat sich im laufenden Geschäftsjahr in den für den Teilkonzern Hafenlogistik wesentlichen Märkten schwächer entwickelt als von führenden Wirtschaftsinstituten zu Jahresbeginn angenommen. Die Geschäftsentwicklung der HHLA spiegelt das Stimmungsbild wider. Die im ersten Halbjahr 2023 verzeichnete konjunkturbedingt stark rückläufige Mengenentwicklung hat sich im dritten Quartal des laufenden Jahres im Segment Container abgeschwächt, blieb aber für den Containertransport weiterhin herausfordernd.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung wird im Teilkonzern Hafenlogistik unverändert mit einem deutlichen Rückgang im Containerumschlag gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Für den Containertransport wird hingegen ein moderater Rückgang gegenüber 2022 erwartet (vorher: auf dem Niveau des Vorjahres).

Bei den Umsatzerlösen wird unverändert von einem deutlichen Rückgang ausgegangen. Diese Entwicklung ist durch einen mengenbedingt starken Rückgang der Umsatzerlöse im Segment Container begründet, die durch einen deutlichen Anstieg der Umsätze im Segment Intermodal nicht ausgeglichen werden kann.

Die Erwartung für das Betriebsergebnis (EBIT) liegt unverändert in der Bandbreite von 100 bis 120 Mio. Euro, wobei nunmehr ein Betriebsergebnis am unteren Ende der Bandbreite für wahrscheinlich gehalten wird. Dabei wird innerhalb dieser Spanne im Segment Container weiterhin ein starker Rückgang und im Segment Intermodal aufgrund der erwarteten geringeren Transportmenge nunmehr ein moderater Rückgang (vormals: leichter Rückgang) des jeweiligen Segment-EBIT gegenüber dem Vorjahr angenommen.

Für den Teilkonzern Immobilien wird unverändert mit einer Umsatzentwicklung auf dem Niveau des Vorjahres sowie einem deutlichen Rückgang des Betriebsergebnisses (EBIT) gerechnet.

In Summe wird auf Konzernebene ein deutlicher Rückgang bei den Umsatzerlösen erwartet. Das Betriebsergebnis (EBIT) wird weiterhin in einer Bandbreite von 115 bis 135 Mio. Euro liegen.

Zur Steigerung der Effizienz im Hamburger Hafen sowie dem Ausbau der ausländischen Terminals und der Erweiterung der eigenen Transport- und Umschlagkapazitäten für den schienengebundenen Transport wurden in den ersten neun Monaten bereits Investitionen getätigt, die oberhalb der ursprünglichen Erwartung lagen. Für das Geschäftsjahr 2023 werden daher auf Konzernebene nunmehr Investitionen in einer Bandbreite von 270 bis 320 Mio. Euro (vorher: in einer Bandbreite von 250 bis 300 Mio. Euro) erwartet. Davon entfällt mit 240 bis 290 Mio. Euro der wesentliche Teil auf den Teilkonzern Hafenlogistik.

Quelle: HHLA, Foto: HHLA/ Dietmar Hasenpusch




Auf dem Weg zum Smartport: Mitwirkung ist gefragt

Die ersten Meilensteine sind geschafft: Mehr als 70 Unternehmen und Betriebe dazu zahlreiche Institute, wissenschaftliche Einrichtungen und Behörden haben sich in den letzten Monaten gemeinsam auf den Weg gemacht, um gemeinsam Antworten auf zwei Fragen zu finden: Wie soll der Hafen der Zukunft aussehen? Welche Digitalisierungsschritte sind nötig um den Hafen wirklich zu einem Smartport zu machen? Ziel des Ganzen ist eine gemeinsame Smartport-Strategie für die bremischen Häfen, die nun finalisiert und sozusagen vom Groben ins Detail übergehen soll. Die nächsten Arbeitsgruppensitzungen zu insgesamt sieben einzelnen Themenfeldern, stehen bereits in den nächsten Wochen an.

„Wie lässt sich der Smartport konkret in die Geschäftsprozesse der Unternehmen anpassen – wer benötigt welche Daten um wirklich für die eigenen Abläufe einen Nutzen aus der Digitalisierung im Hafen und auf der Weser zu ziehen. Kurzum: Wie müssen wir die einzelnen Projekte unter dem Dach des Smartports – von der Digitalen Weser bis hin zur Verkehrsplanung – konkret umsetzen, damit der intelligente Hafen am Ende ein Gewinn für alle Beteiligten wird? Darum wird es in dieser nächsten Phase gehen, bei der wir sozusagen von der Ideensammlung in die konkrete Planung für die anschließende Umsetzung gehen“, berichtet Daniel Becker, Leiter der bremenports IT-Abteilung und verantwortlich für die Smartport-Initiative.

Was sich allerdings auch im weiteren Prozess nicht ändern wird: Das Projekt ist und bleibt auf die aktive Mitarbeit und den Input der einzelnen Hafen- und hafennahen Unternehmen angewiesen. „Wir haben dort bereits viele engagierte Mitstreiter, die sich intensiv einbringen – und genau das ist nötig. Denn ohne diese aktive Teilnahme geht es nicht. Nur so kann das, was an Ideen kursiert, am Ende tatsächlich in eine konkrete Strategie münden. Nur so lassen sich die verschiedenen Perspektiven und Erwartungen aller in den Bremischen Häfen vertretenen Akteure so vollständig wie möglich widerspiegeln“, so Becker.

Auch Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger sind daher sehr willkommen und können direkt aktiv werden: Interessierte Unternehmen oder Betriebe, die ebenfalls die Chance nutzen wollen, an der digitalen Zukunft im Hafen mitzuarbeiten und den Smartport zielgenau auch an ihre Bedürfnisse anzupassen, können sich nach wie vor beteiligen.

Nähere Informationen zu den nächsten Arbeitsgruppensitzungen, zum aktuellen Stand der Smartport-Strategie und die Möglichkeit, eigene Ideen und Anregungen einzubringen, gibt es per E-Mail an smartport@bremenports.desowie auf der Internetseite www.bremenports.de/smartport

Quelle: bremenports




Rotterdam fördert den Anschluss an Landstrom



Die Stadt Rotterdam bietet Unternehmen, die eine Versorgung von Schiffen mit Landstrom in Erwägung ziehen, die Möglichkeit, eine Machbarkeitsstudie durchführen zu lassen, die von der Stadt zu 80 Prozent bis zu einem Höchstbetrag von € 20.000 finanziert wird.

Schiffe, die an Landstrom angeschlossen sind, können am Liegeplatz auf Elektrizität vom Land umschalten. Die Dieselgeneratoren auf den Schiffen müssen dann nicht mehr für die Stromerzeugung betrieben werden. Das bedeutet weniger Stickstoff- und CO2-Emissionen, weniger Lärm für die Umgebung und bessere Luftqualität.

Warum Landstrom?

  • Umweltfreundlich: Der Anschluss an die Landstromversorgung trägt zur erhöhten Luftqualität bei und verringert die Auswirkungen auf unsere Umwelt.
  • Landstrom ist eine der wenigen Technologien, die heute zur Verfügung stehen, um die Schifffahrt zu vernachhaltigen.
  • Landstrom trägt zur Lärmreduzierung bei.

Im Hafen von Rotterdam sind Landstromanlagen installiert worden. Für einige Schiffstypen wird die Nutzung von Landstrom ab 2030 vorgeschrieben sein.

Die Stadt Rotterdam unterstützt das Engagement für Nachhaltigkeit. Sie bietet daher die Möglichkeit, eine Machbarkeitsstudie für die Einführung der Landstromversorgung bei einer von drei ausgewählten Beratungsfirmen in Auftrag zu geben. In diesem Fall finanziert die Gemeinde 80 % der Kosten einer solchen Studie bis zu einem Höchstbetrag von 20.000 € pro Studie.

Ein von der Gemeinde ausgewähltes Unternehmen führt die Machbarkeitsstudie durch. Die Studie umfasst:

  1. Bestandsaufnahme des Strombedarfs der anlegenden Schiffe;
  2. technisches Grundmodell einer Landstromanlage;
  3. Bestandsaufnahme des Stromanschlusses und mögliche Kupplung mit der eigenen Stromerzeugung;
  4. Identifizierung potenzieller Kupplungsmöglichkeiten für die Ladeinfrastruktur für Fahrzeuge oder mobile Geräte;
  5. Business Case einschließlich möglicher unvermeidbarer Verluste;
  6. Emissionseinsparungen bei Bau und Betrieb von Landstromanlagen;
  7. Hinweis auf Fördermöglichkeiten.

Befindet sich Ihr Unternehmen auf Rotterdamer Gebiet, mit einem Kai und einem oder mehreren Liegeplätzen für die See- oder Binnenschifffahrt? Die Stadt Rotterdam ist bereit, Sie bei der Beantragung und Durchführung der Machbarkeitsstudie zu unterstützen. Damit Sie fundierte Entscheidungen über die Installation von Landstrom an Ihrem Kai treffen können. Nach der Machbarkeitsstudie besuchen wir Sie gerne, um Sie zu den nächsten Schritten auf dem Weg zur Landstromversorgung zu beraten.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam




LOG4NRW: Erster Containerzug hat sich auf den Weg gemacht

Runter von der Straße, rauf auf Schiene und Schiff: Rund 27.000 Lkw-Fahrten will eine schlagkräftige Allianz mehrerer Häfen und Eisenbahnbetreiber in Nordrhein-Westfalen künftig überflüssig machen. Jetzt hat sich der erste Containerzug im Rahmen des „LOG4NRW“-Projekts auf den Weg gemacht.

Schon der Premieren-Zug war beim Start in Kreuztal zu über 90 Prozent ausgelastet. Vom Südwestfalen Containerterminal in Kreuztal aus ging es für den Zug über Dortmund nach Duisburg. Hier wurden sie aufs Binnenschiff geladen und nach Rotterdam gebracht. Künftig werden wöchentlich zwei Containerzüge zwischen Südwestfalen und dem Ruhrgebiet verkehren.

Die Initiative steht unter der Schirmherrschaft von Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. „Es freut mich, dass LOG4NRW so schnell und erfolgreich an den Start gegangen ist. Die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene ist ein wichtiger Baustein der Verkehrswende. Von nachhaltigen Lösungen der Logistik profitieren Wirtschaft und Klimaschutz gleichermaßen“, so Krischer.

Ziel ist es, für eine spürbare Entlastung der Verkehrssituation im Ruhrgebiet und in Südwestfalen zu sorgen. Das geplante Konzept sieht folgende Verbindung vor: Voerde-Emmelsum (Container-Terminal Contargo) – Duisburg-Walsum logport VI (Multimodal Terminal Duisburg) – Hafen Dortmund (CTD Container- Terminal Dortmund) – Siegerland (Südwestfalen Containerterminal in Kreuztal) und zurück. Dies führt zu einer unmittelbaren Entlastung der Autobahnen 2, 4 und 45 sowie der ohnehin angespannten Verkehrssituation in Südwestfalen, insbesondere im Sauerland. Darüber hinaus ermöglicht das kombinierte Bahn- und Binnenschiffsystem erstmals Transporte zwischen den Terminals in Duisburg, Voerde-Emmelsum, Dortmund und Kreuztal.

Da der Hafen Emmelsum am Niederrhein derzeit wegen einer defekten Brücke nicht per Zug angefahren werden kann, setzt duisport auf dieser Verbindung seine Wassertaxis ein.

Die Disposition der Buchungen für alle Kooperationspartner hat die duisport agency GmbH als zentrale Marketing- und Vertriebsgesellschaft der duisport-Gruppe übernommen. Die Traktion der Züge wird gemeinsam von der duisport-Tochtergesellschaft duisport rail GmbH und der Dortmunder Eisenbahn durchgeführt – von Emmelsum über logport VI in Duisburg, den Dortmunder Hafen und das CTD bis nach Kreuztal.

„Dass wir schon zwei Monate nach den ersten Gesprächen mit potenziellen Kunden loslegen können, zeigt: Wir hatten zur richtigen Zeit die richtige Idee. Nicht zuletzt mit Blick auf die Erhöhung der Maut-Gebühren im Dezember beweist sich die Bahn einmal mehr als hervorragende Alternative und echter Problemlöser“, sagt duisport-CEO Markus Bangen.

„Insbesondere in unserem staubelasteten Nordrhein-Westfalen, mit leider zunehmenden Infrastrukturproblemen, sehen wir die Zukunft der Logistik in einer intelligenten Verknüpfung der Verkehrsträger. Unsere Kooperation schafft somit Resilienz durch gelebte Verkehrsverlagerung und wirkt immens nachhaltig durch Reduktion der Emissionslast der Verkehre“, sagt DeltaPort-Geschäftsführer Andreas Stolte.

„Die Marke ,LOG4NRW‘ rollt. Mit dem ersten Zug wird deutlich, dass wir als starke Partner am Markt gemeinsam gut funktionieren und ein zielgerichtetes und attraktives Logistikangebot liefern. Wir gestalten gemeinsam und aktiv mit den Unter-nehmen die Verkehrswende und bieten allen weiteren Interessenten ein zukunftsgerichtetes Produkt an“, sagt Dortmunder-Hafen-Vorständin Bettina Brennenstuhl.

„Das Interesse der verladenden Wirtschaft am neuen Zugprodukt ist ungeachtet des schwierigen Marktumfeldes für den Kombinierten Verkehr in Europa erfreulich groß. Unsere heimischen Unternehmen sind zwingend auf Transporte von Wagengruppen, einzelnen Waggons und den Kombinierten Verkehr angewiesen, schließlich sind die meisten von ihnen nicht in der Lage, das Volumen für Ganzzüge zu stemmen. LOG4NRW ist folglich existenziell notwendig für die Logistik von Nord-rhein-Westfalen stärkster Industrieregion Südwestfalen.“, sagt Christian Betchen, Geschäftsführer der KSW Kreisbahn Siegen-Wittgenstein GmbH und Südwestfalen Container-Terminal GmbH.

Quelle: duisport, Foto: LOG4NRW, mit „LOG4NRW“ soll die Verkehrssituation im Ruhrgebiet und in Südwestfalen entlastet werden. Ein erster Zug startete jetzt vom Südwestfalen Containerterminal in Kreuztal. Über Dortmund ging es für den Zug nach Duisburg. Hier wurden sie aufs Binnenschiff geladen und nach Rotterdam gebracht.




Nordfrost: Neue Kapazitäten in Wilhelmshaven

Vor genau einem Jahr hat die NORDFROST an Ihrem Seehafen-Terminal im Containerhafen Wilhelmshaven den ersten Spatenstich für den 6. Bauabschnitt getätigt. Nun wurden die neuen Anlagen mit einem Volumen von rd. 15 Mio. Euro auf dem 33 ha großen Gelände erfolgreich realisiert. Festlich eingeweiht und in Betrieb genommen wurden diese nun beim Traditionellen Empfang, zu dem das Familienunternehmen jährlich am 6. November zur Erinnerung an den Geburtstag des Firmengründers Horst Bartels einlädt.

Rund 200 Gäste, darunter langjährige Wegbegleiter, Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung, Vertreter von Reedereien und Verladern sowie Nachbarn aus dem GVZ  feierten die offizielle Eröffnung der neuen Trockenhalle am NORDFROST Seehafen-Terminal. Dr. Falk Bartels und Britta Bartels, die die NORDFROST in zweiter Generation führen, gaben dabei traditionsgemäß einen Überblick über die aktuelle Unternehmensentwicklung mit einem Schwerpunkt auf den Fortschritten im Bereich von Hafenlogistik, Digitalisierung und Automatisierung sowie Nachhaltigkeit.

Der Oberbürgermeister der Stadt Wilhelmshaven, Carsten Feist, erinnerte in seinem Grußwort an Horst Bartels, den visionären Gründer des Unternehmens NORDFROST,  der das Wort Krise nicht kannte, sondern stets daran arbeitete, seine Ideen Wirklichkeit werden zu lassen.

Gastredner Jan Müller, Präsident der Oldenburgischen IHK, betonte, dass die von NORDFROST am Standort Wilhelmshaven getätigten Investitionen auf die Effizienz, die Nachhaltigkeit und die Wirtschaftlichkeit der Lieferketten einzahlen, die den Containerhafen Wilhelmshaven nutzen. Die Vorteile Wilhelmshavens gelten insbesondere für die Überseelogistik der Unternehmen des gesamten Kammerbezirks, die aufgrund der geographischen Nähe ihre Logistikketten optimieren können.

Dafür bietet der NORDFROST Seehafen-Terminal direkt an der Kaikante gedeckte Lagerflächen in allen Temperaturbereichen für Food, Non-Food und Pharma ebenso wie eine Schwerguthalle mit seemäßiger Verpackung für die Maschinenbau- oder die Erneuerbare-Energien-Branche. Ergänzt wird dieses Angebot durch Container bezogene Leistungen wie die Organisation von Seefrachten, das Containertrucking mit Im- und Exportabfertigung und den Betrieb eines Containerdepots. Letzteres wurde durch die neuen Flächen nun maßgeblich erweitert.

Die seit September 2023 freigegebenen neuen Container-Depotflächen, die auch als Außenflächen für die Projektlogistik genutzt werden, gliedern sich in zwei Bereiche auf. Das erste rd. 1,5 ha große Areal ist dem Terminal von der Autobahn aus kommend vorgelagert und soll perspektivisch als Leercontainerdepot dienen. Für die Zwischenlagerung von beladenen Kühlcontainern, die z.B. für die Verschiffung vorzeitig angeliefert werden, stehen zahlreiche Stromanschlüsse, so genannte Reefer-Plugs, zur Verfügung.

Die 2 ha große Depotfläche, die mit einer Werkshalle für Services wie Containerreparatur, PTI-Prüfung und CSC-Check ausgestattet ist, erstreckt sich entlang der Bahnlinie, die auf dem nördlichen Teil des Betriebsgrundstücks verläuft. Damit stehen nun alle Abschnitte der insgesamt 2 km langen Bahnanlage des Betriebes für die Be- und Entladung von Bahnwaggons zur Verfügung.

Die neue, 10.000 qm große Trockenhalle schließt sich an diese Depotfläche an. Sie bildet zusammen mit der bestehenden Schwerguthalle ein Ensemble für die Projektlogistik und ist für die Lagerung von Maschinen, Anlagenteilen, Möbeln oder Big Bags vorgesehen. Die hochwertig ausgeführte Halle verfügt über einen Tiefhof mit 8 Toren auf Rampenhöhe und ist zudem über drei weitere Tore von LKW befahrbar. Die 15 m hohe Halle ist für Bodenflächenlasten von bis zu 5t/qm ausgelegt. Das gesamte Dach ist bereits für die Aufnahme von PV-Modulen mit einer Leistung von 1.200 kWp vorbereitet.

Ausgeführt wurden die Bauarbeiten rund um die Trockenhalle von Generalunternehmer Goldbeck. Darin eingebunden waren ausführende regionale Auftragnehmer für die einzelnen Gewerke. Die dem Terminal vorgelagerte Depotfläche wurde durch die Firma Matthäi schwerlastmäßig erstellt. „Alle Bauarbeiten verliefen reibungslos und wir freuen uns über die neuen Anlagen, die wir zur Abwicklung unserer wachsenden Kundenprojekte dringend brauchen“, hob Britta Bartels hervor. „Von den 33 ha Fläche, über die wir direkt im Containerhafen Wilhelmshaven verfügen, sind noch rd. fünf Hektar unbebaut. Im nächsten Schritt werden wir auch diese bedarfsgerecht entwickeln“, ergänzt Dr. Falk
Bartels.

Quelle und Foto: NORDFROST, Dr. Falk Bartels und Britta Bartels, geschäftsführende Gesellschafter der NORDFROST (2. und 3. von links) durchschneiden das rote Band im Beisein von (v.l.n.r.): Torsten Rohloff (Bauunternehmen Matthäi), Jan Müller (Präsident der Oldenburgischen IHK) sowie Erik Burschäpers (Goldbeck Nord)




BLG LOGISTICS gewinnt Sonderpreis

Der Seehafen- und Logistikdienstleister BLG LOGISTICS erhält am 13. November 2023 in der Frankfurter Paulskirche den Sonderpreis „Energieeffizienz“ der deutschen Mobilitätswirtschaft für das nachhaltige Logistikzentrum „C3 Bremen“.

Mit diesem Sonderpreis zeichnet die Deutsche Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft e.V. (DVWG) Erfolgsprojekte und Lösungen aus, die den Energieverbrauch und die klimarelevanten Emissionen im Verkehrssektor entscheidend sowie mess- bzw. nachweisbar reduzieren. “Wir freuen uns sehr, dass unser Leuchtturmprojekt, das C3 Bremen in diesem Jahr mit diesem Preis gewürdigt wird”, erklärt Matthias Magnor, Vorstandsmitglied und Chief Operating Officer (COO) der BLG-Gruppe.

Das „C3 Bremen“ ist das nachhaltige Logistikzentrum, mit dem die BLG neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit und Ausstattung von Logistik-Immobilien setzt. Die namensgebende Abkürzung des C3 steht für die Anfangsbuchstaben der englischen Begriffe Customer, Climate und Comfort – Kundenanforderungen, Nachhaltigkeit und Mitarbeitendenbedürfnisse, die alle bei der Entwicklung des Gesamtkonzepts der Immobilie im Mittelpunkt standen. Neben einem ganzheitlichen Energiekonzept für Heizung, Warmwasser und Lüftung sowie einer umfassenden Gebäudeisolierung und intelligenter Lichtsteuerung, ist vor allem auch die Eigenenergieerzeugungskapazität des Gebäudes maßgeblich.

„Bei einem wachsenden Güterverkehr ist die nachhaltige Gestaltung von Lieferketten wichtiger denn je. Das betrifft auch die Immobilie, die in der Logistik einen besonders hohen Anteil an den CO2-Emissionen hat. Um gesetzte Klimaziele zu erreichen, muss die verbrauchte Fläche von Logistikzentren möglichst effizient genutzt werden“, begründet Jury-Mitglied Prof. Dr. Claudia Kemfert die Entscheidung. „Als Leuchtturmprojekt für grüne Logistik ist C3 Bremen in der Hinsicht deutlich innovativer, ganzheitlicher und nachhaltiger. Es umfasst vielfältige Komponenten von einer Photovoltaikanlage im Großformat bis hin zu verschiedenen Energieeffizienzmaßnahmen der Gebäudehülle und Grünanlagen. Damit konnte es die Jury von sich überzeugen.“

Die Ehrung findet im Rahmen des Deutschen Mobilitätskongresses statt, den die DVWG bereits zum neunten Mal gemeinsam mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund und der Messe Frankfurt GmbH veranstaltet.

Quelle: BLG, Foto: BLG/Jan Meier, Lager 




Gemeinsam gegen Drogenkriminalität

Die Vertreterinnen und Vertreter der Sicherheitsbehörden und der Hafenwirtschaft verständigten sich zum Abschluss des Hamburger Hafensicherheitsgipfels auf eine gemeinsame Erklärung, die bereits erste konkrete Schritte enthält.

Als drittgrößter Seehafen Europas ist Hamburg wie die anderen großen Nordseehäfen in besonderer Weise vom internationalen Drogeneinfuhrschmuggel betroffen. Erstmals kamen jetzt auf Einladung des Ersten Bürgermeisters Peter Tschentscher sowie des Innensenators Andy Grote alle für die Hafensicherheit relevanten Akteure im Rahmen des Hamburger Hafensicherheitsgipfels zu einem ganztägigen Austausch zusammen, darunter der Staatssekretär der Bundesinnenministeriums, Hans-Georg Engelke, BKA-Präsident Holger Münch und die Präsidentin der Generalzolldirektion, Colette Hercher, als höchste Zöllnerin des Landes.

Um den erheblichen Gefahren durch die international organisierte Drogenkriminalität auf allen Ebenen – behördlich, privatwirtschaftlich, regional, national und international – gemeinsam entschlossen begegnen und noch wirkungsvollere Schutzmaßnahmen entwickeln zu können, haben die Teilnehmenden am Montag verabredet, ihre Kompetenzen und das Know-how aller Akteure im Rahmen einer neu gegründeten „Allianz Sicherer Hafen Hamburg“ zu bündeln sowie die Schutz- und Präventionsmaßnahmen noch einmal deutlich auszuweiten.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Sicherheitsbehörden und der Hafenwirtschaft verständigten sich zum Abschluss des Hamburger Hafensicherheitsgipfels auf eine gemeinsame Erklärung, die bereits erste konkrete Schritte enthält. Für die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen arbeiten die Partner an der Einrichtung eines gemeinsamen Hafensicherheitszentrums, um eine dauerhafte enge Vernetzung zwischen den Akteuren und einen verstärkten Informationsaustausch sicherzustellen. Mit der Schaffung einer Arbeitsstruktur soll zudem dafür gesorgt werden, dass die beschlossenen Maßnahmen zusätzlich zu den bereits etablierten Konzepten schnellstmöglich ihre Wirkung entfalten. Dazu gehört u. a. die Ausweitung baulicher und technischer Sicherheits- und Überwachungsmaßnahmen im Hafen oder der vermehrte Einsatz von fälschungssicheren Containersiegeln (sog. smart seals).

Ein zentrales Ziel der Allianz ist es, den Schutz der Hafenbeschäftigten vor Anwerbeversuchen und allen daraus resultierenden Gefahren durch kriminelle Organisationen wirksam zu verstärken. Neben einer entsprechenden Awareness-Kampagne ist insbesondere die Einrichtung eines anonymen Hinweisgeberportals geplant. Alle Beschäftigten sollen sich sicher fühlen können und die Möglichkeit haben, sich jederzeit vertrauensvoll und anonym an die Sicherheitsbehörden wenden zu können. Erst Anfang Oktober war den Sicherheitsbehörden in Hamburg ein Schlag gegen sogenannte Innentäter gelungen.

Polizei, Zollfahndungsamt und Staatsanwaltschaft Hamburg hatten dabei 17 Durchsuchungsbeschlüsse in vier Bundesländern sowie fünf Haftbefehle vollstreckt. Dem vorausgegangen waren intensive Ermittlungen der „Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift“ (GER) von Polizei und Zoll. Mit den heute beschlossenen Maßnahmen baut die „Allianz Sicherer Hafen Hamburg“ auch auf die erfolgreiche Zusammenarbeit der gemeinsamen Ermittlungsgruppe in den vergangenen Jahren auf.

Das Bundesministerium des Inneren und für Heimat (BMI) kündigte zudem an, dass Hamburg im kommenden Jahr Ausrichterstadt eines Ministertreffens der „Coalition European countries against organised crime“ wird, einem Bündnis aus sechs europäischen Staaten. Die Niederlande, Belgien, Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland haben sich darauf verständigt, bei der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität, insbesondere der Rauschgiftkriminalität, enger zusammenzuarbeiten und ihre jeweiligen Anstrengungen noch stärker zu koordinieren. Das Treffen der Koalition soll voraussichtlich am 7. Mai in Hamburg stattfinden.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser: „Bei der Bekämpfung der international organisierten Drogenkriminalität und insbesondere der Kokainschwemme müssen staatliche Institutionen, Strafverfolgungsbehörden und die Privatwirtschaft an einem Strang ziehen. Der heutige Hafensicherheitsgipfel ist ein weiterer wichtiger Schritt im Kampf gegen die skrupellosen Drogenhändler und die Organisierte Kriminalität. Die Verbesserung der Hafensicherheit in Hamburg und in Europa muss auch einhergehen mit einer Intensivierung der Zusammenarbeit mit lateinamerikanischen Staaten als Herkunftsländer der Drogen. Mit internationalen und nationalen Kooperationen können wir Ermittlungen noch enger koordinieren und gezielt zuschlagen. Hochseehäfen wie Antwerpen, Rotterdam und Hamburg dürfen keine Einfallstore für hunderte Tonnen Rauschgift in die EU sein. Diese Drogen zerstören Menschen und bescheren kriminellen Händlern riesige Gewinne. Den skrupellosen Tätern legen wir gemeinsam das Handwerk.“

Katja Hessel, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister der Finanzen:„Der Zoll setzt derzeit die von Bundesfinanzminister Christian Lindner im Frühsommer dieses Jahres vorgestellte Strategie zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität (OK) und Geldwäsche um. Neben einer nachhaltigen Strafverfolgung gilt es, die Täter mit wirksamen Finanzermittlungen da zu treffen, wo es ihnen am meisten weh tut: Bei illegal erlangtem Vermögen. Die neue OK-Bekämpfungsstrategie des Zolls wird gemeinsam mit den Kompetenzen der Polizeien und der Hafenwirtschaft auch im Hamburger Hafen zu einer noch wirksameren und nachhaltigeren Bekämpfung von organisierten Strukturen des Rauschgiftschmuggels führen. Wenn wir – wie hier im Hamburger Hafen – noch näher zusammenrücken, wird es uns gelingen, der Dynamik der sich permanent verändernden international agierenden Täterstrukturen und Deliktsphänomenen möglichst einen Schritt voraus zu sein.“

Andy Grote, Präses der Behörde für Inneres und Sport Hamburg: „Wir haben uns heute auf den Weg gemacht, unseren Hafen wirksamer gegen die Organisierte Kriminalität zu schützen und dem internationalen Rauschgifthandel noch wirksamer und schlagkräftiger entgegenzutreten. Die heute verabredeten Maßnahmen und Schritte werden es den Kriminellen im Hafen in Zukunft nochmal deutlich schwerer machen, dort ihren zerstörerischen Geschäften nachzugehen. Der enge Schulterschluss von Bundesministerien, über BKA und Zoll bis zur Hafenwirtschaft setzt ein kraftvolles Signal. Gemeinsam machen wir den Hamburger Hafen zu einem immer sicheren Ort für die Hafenwirtschaft und die Mitarbeitenden und zu einem immer unsicheren Ort für kriminelle Strukturen.“

Andreas Rieckhof, Staatsrat der Behörde für Wirtschaft und Innovation: „Die Sicherheit im Hafen ist eine notwendige Voraussetzung, um wirtschaftlich erfolgreich sein zu können. Sie ist ein gemeinsames Anliegen aller Akteure, der Behörden ebenso wie der Hafenwirtschaft und kann nur im engen Schulterschluss erreicht werden. Aus der bisherigen Zusammenarbeit verfügen die Beteiligten über viel Know-how, das nun in eine noch engere Zusammenarbeit eingebracht wird. Dabei stehen wir auch im Austausch mit den weiteren Westhäfen an der Nordseeküste, um bisherige Erfahrungen einzubeziehen. Dem Drogenschmuggel stellen wir uns gemeinsam entgegen.“

Colette Hercher, Präsidentin der Generalzolldirektion: „Der Zoll bekämpft die grenzüberschreitende Organisierte Kriminalität mittels modernster Technik, zielgerichteten und lageangepassten Risikoanalysen, seiner jahrzehntelangen Erfahrung sowie mit dem dafür notwendigen Personalansatz. Dabei arbeiten wir im engen Schulterschluss mit allen Zusammenarbeitsbehörden. Wir als Zoll begrüßen die Initiative des heutigen Hafensicherheitsgipfels und werden uns in den daraus entstehenden gemeinsamen Folgearbeiten als verlässlicher Partner engagieren.“

Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes: „Bei der Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität initiiert und unterstützt das Bundeskriminalamt Maßnahmen an allen Punkten der Logistikkette. Dabei kooperieren wir mit Sicherheitsbehörden auf nationaler und europäischer Ebene ebenso wie mit unseren Partnern in den Herkunfts- und Transitländern. Um den Einfuhrschmuggel von Rauschgift über die Seehäfen einzudämmen, ist es zudem unerlässlich, dass wir – die Strafverfolgungsbehörden und der Zoll mit der privatwirtschaftlichen Seite wie Hafen- und Logistikbetriebe – gemeinsam an einem Strang ziehen. Initiativen wie der Hafensicherheitsgipfel sind deshalb ein wichtiger Beitrag, um alle Beteiligten und Betroffenen für das Problem und die damit verbundenen Gefahren zu sensibilisieren und geeignete Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Die heute gegründete „Allianz Sicherer Hafen Hamburg“ und das gemeinsame Hafensicherheitszentrum werden wichtige Beiträge in unserem gemeinsamen Einsatz für mehr Hafensicherheit leisten.“

Jan Hieber, Leiter des Landeskriminalamtes der Polizei Hamburg: „Der Hamburger Hafen spielt beim Einfuhrschmuggel von Kokain die zentrale Rolle in Deutschland. Um erfolgreich zu sein, braucht die Organisierte Kriminalität die im Täterjargon sogenannte Tür in den Hafen. Die Hafeninnentäter sind dazu der entscheidende Schlüssel. Hier setzen wir an – sowohl bei unseren Ermittlungen als auch bei der Prävention. Die Einrichtung eines gemeinsamen Hafensicherheitszentrums mit allen relevanten Akteuren bietet aus unserer Sicht ein großes Potenzial, um den Zaun gegen den Kokaineinfuhrschmuggel weiter zu erhöhen.“

Gunther Bonz, Präsident des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg: „Sicherheit und Gefahrenabwehr haben für die Hafenwirtschaft höchste Priorität. In enger Kooperation mit ihren Kunden ergreifen die Hafenunternehmen alle notwendigen Maßnahmen, um die Sicherheit von Lieferketten zu gewährleisten und Schmuggel verhindern. Dafür notwendige Änderungen rechtlicher Regelungen, wie z. B. die Datenschutzgrundverordnung, sollten unverzüglich umgesetzt werden.“

Quelle: Behörde für Inneres und Sport, Foto: Senatskanzlei