Hafen stockt Anteile an Rotterdam Shore Power auf

Der Port of Rotterdam Authority hat seine Anteile an Rotterdam Shore Power B.V. (RSP), einem Joint Venture von Eneco und dem Hafenbetrieb, von 20 auf 50 Prozent aufgestockt. Damit besitzen beide Partner gleich viele Anteile, mit denen sie das Landstromangebot im Hafen in den kommende Jahren weiter beschleunigen und erweitern wollen. Auf diese Weise können zum Beispiel CO2- und Stickstoffemissionen gesenkt und die Luftqualität verbessert werden.

Rotterdam Shore Power entwickelt, investiert und betreibt Landstrominstallationen für die Terminals im Hafen, damit Schiffe während der Liegezeit ihre Dieselmotoren ausschalten und den Ausstoß von Feinstaub, Stickstoff und CO2 vermeiden können.

RSP erzeugt seit 2022 Landstrom für die Schiffe von Heerema im Calandkanaal und wurde seinerzeit unter anderem von der Stadt Rotterdam unterstützt.  Zu diesem Zweck wurde ein neues Umspannwerk angelegt, das 20 Megawattstunden winderzeugten Strom liefern kann. Das entspricht dem Verbrauch von 15.000 Haushalten. Gleichzeitig wurden Projekte bei Boskalis (Waalhaven) und DFDS Ferries (Vlaardingen) ins Leben gerufen.

In den kommenden Jahren will RSP das Angebot im Hafen erweitern, sodass 2028 alle Tiefsee-Containerterminals mit Landstrom versorgt sind. Auf diese Weise werden pro Jahr 200.000 Tonnen CO2 und 2.500 Tonnen Stickstoff weniger ausgestoßen. Damit ist Rotterdam den EU-Regeln einen Schritt voraus, die festlegen, das spätestens 2030 Landstrom für Container- und Passagierschiffe genutzt werden soll.

Allard Castelein, CEO Port of Rotterdam Authority: „Landstrom ist ein wichtiges Instrument, um die Luftqualität weiter zu verbessern und die CO2-Emissionen zu reduzieren. Außerdem erzielen wir damit einen 70 % geringeren Stickstoffausstoß je angelegtes Schiff. Aus diesen Gründen wollen wir als Hafen jetzt eine aktivere Rolle spielen, sodass wir bald auch für alle großen Containerschiffe, die bei uns anlegen, Landstrom anbieten können.“

As Tempelman, CEO von Eneco, ergänzt: „Die Energiewende hat viele Facetten und die Elektrifizierung hat ein beträchtliches Potenzial. Das Landstromangebot im Rotterdamer Hafen ist ein gutes Beispiel dafür. Mit der Anteilsgleichheit an unserem JV Rotterdam Shore Power haben der Hafenbetrieb und Eneco ein perfektes Gleichgewicht gefunden, um in den kommenden Jahren gemeinsam die Umstellung auf Landstrom zu beschleunigen.“

Quelle: Port of Rotterdam, Foto: Port of Rotterdam/ Foto: Danny Cornelissen




Importhafen für synthetische und klimafreundliche Treibstoffe

Die LOTHER GRUPPE und Evos Hamburg GmbH haben die Delegationsreise der Freien und Hansestadt Hamburg nach Südamerika im August des letzten Jahres mit dem ersten Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher genutzt, um sich gemeinsam auf die Weiterentwicklung eines innovativen Verfahrens zur Lagerung von regenerativen Kraftstoffen wie e-Methanol, e-Fuels (Ottokraftstoff und Diesel), aber auch Wasserstoff und seine Derivate, etc. zu verständigen. Fokus dieser Zusammenarbeit ist es, ein Teil zur Dekarbonisierung für Flug-, Schiffsverkehr sowie Schwertransport beizutragen. Hamburg soll sich zu einem zentralen Importhafen für synthetische und klimafreundliche Treibstoffe aus aller Welt entwickeln.

Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard: „Wir wollen Hamburg zu einem der wichtigsten Verteilzentren für grünen Wasserstoff und dessen Derivate in Europa entwickeln. Auf diesem Weg braucht es verlässliche Partner, die die Chancen der Zeit erkennen, die Ärmel hochkrempeln und es anpacken. Es ist deshalb eine gute Nachricht, dass die Unternehmen Evos Hamburg GmbH und die LOTHER GRUPPE hier in Hamburg kooperieren wollen. Der Hamburg Blue Hub ist ein zentrales Projekt in einer Kette von notwendigen Vorhaben hin zu einem Importhafen für grünen Wasserstoff und wasserstoffbasierten Kraftstoffen in Hamburg.“

Geschäftsführer der LOTHER GRUPPE Matthias Bartholl: „Die LOTHER GRUPPE als Familienunternehmen und klassischer Hamburger Mittelständler freut sich, mit dem Hamburg Blue Hub einen praktischen und sinnvollen Beitrag zur Energiewende zu leisten und hierfür mit dem Terminalbetreiber EVOS zu kooperieren. Flüssige synthetische Kraftstoffe vom CO2-neutralen Methanol bis hin zu eFuels für Flug-, Schiffs- und Straßenverkehr werden gemeinsam mit grünem Wasserstoff ein wichtiger Bestandteil der zukünftigen Mobilität und für unsere klimafreundliche Wärmegewinnung sein. Wir engagieren uns gemeinsam mit der eFuel GmbH intensiv dafür, dass in wind- und sonnenreichen Regionen der Welt – z.B. in Chile oder Nordafrika – produzierte grüne Moleküle nach Deutschland geliefert werden und hier helfen, unsere Klimaziele zu erreichen.“

Geschäftsführer der Evos Gruppe Harry Deans: „Wir sind seit Jahrzehnten – seit nun mehr 70 Jahren – sicher, zuverlässig und effizient im Umgang und in der Lagerung konventioneller Brennstoffe mit all dem Know-how, das dazugehört. Evos ist entschlossen, seine große Erfahrung zu nutzen und sicherzustellen, dass wir zukünftige Kraftstoffe mit der gleichen Sorgfalt und dem gleichen Fachwissen handhaben, aber mit dem niedrigsten CO2-Fußabdruck, den wir erreichen können!“

Mit den angestrebten Maßnahmen sollen die technologischen Prozessschritte der Produktaufbereitung und der Produktzusammensetzung ökonomisch und ökologisch optimiert werden. Außerdem soll untersucht werden, auch das Lagerungs- und Verteilungsverfahren durch innovativen Einsatz von Windkraft und Solarenergie klimaneutral durchzuführen.

Das Vorhaben „Hamburg Blue Hub“ korrespondiert mit und ergänzt sich zu anderen Vorhaben „der alternativen Kraftstoffanwendungen“ eines globalen Ansatzes zur Vermeidung des Einsatzes von fossilen Kraftstoffen.

Es ist für die Erreichung der Klimaziele der Bundesregierung wesentlich, dass der nächste Schritt auf dem Weg zur Markteinführung möglichst schnell gegangen wird, um eine Umsetzung einer kommerziellen Lagerung und Veredelung bis 2030 sowie die flächendeckende Markteinführung zeitlich zu ermöglichen.

Die wichtigsten Ziele der gebildeten Kooperation sind:

  • Ab 2026 im Hamburg Blue Hub auf dem Betriebsgelände der Evos Hamburg GmbH, e-Methanol, e-Fuels, HVO, e-Diesel und im Verlauf der zeitlichen Entwicklung Wasserstoff und seine Derivate klimafreundlich zu lagern und somit dabei zu helfen, Hamburg als zentrales Verteilungszentrum in Europa aufzubauen.

Am Standort im Hamburger Hafen stehen bereits modernste Verlademöglichkeiten für Seeschiffe, Binnenschiffe, Züge und Tankwagen zur Verfügung, die auch für die geplanten neuen synthetischen und klimafreundlichen Treibstoffe genutzt werden können.

  • Die jährliche Produktion von bis zu 75 Millionen Liter e-Fuels aus dem Chile Projekt Haru Oni aufzunehmen und zu verteilen (die eFuels GmbH und die LOTHER GRUPPE unterschrieben im Beisein des ersten Bürgermeisters die entsprechende Willensbekundung im August 2022 in Santiago de Chile).
  • Darüber hinaus will die LOTHER GRUPPE 2026 auf dem Gelände der Evos Hamburg die erste CO2-neutrale sowie technologieoffene Tankstelle unter ihrer Marke NORDOEL betreiben. Die Tankstelle würde voraussichtlich HVO, e-GTL, e-Fuel Diesel, e-Fuel 95 und Racing e-Fuel 98, Wasserstoff und e-Methanol sowie grünen Strom aus eigener Produktion anbieten

Die LOTHER GRUPPE ist ein mittelständisches, hanseatisches Unternehmen und seit 1938 durchgehend in Familienbesitz. Unsere über 100 direkten sowie über 1.000 indirekten Mitarbeiter*innen arbeiten mit Leidenschaft in unserer Zentrale in Hamburg und an unseren fünf Standorten in ganz Norddeutschland. Die LOTHER GRUPPE betreibt mit über 100 Tankstellen und einem Umsatz von 400 Mio. € eines der größten konzernunabhängigen Tankstellennetze in Norddeutschland. Die LOTHER GRUPPE ist einer der Gesellschafter der eFuel GmbH, zusammen mit 9 weiteren Mittelstandsunternehmen.

Evos Hamburg GmbH ist ein Unternehmen der Evos Gruppe. Seit der Eröffnung des ersten Tanklagers in Hamburg 1953 betreibt die Evos Gruppe Tanklager für flüssige Energieerzeugnisse mittlerweile an 8 Standorten in Europa. Mit ihren mehr als 700 Mitarbeiter*innen und einer Gesamtlagerkapazität von ca. 6,3 Mio. Kubikmetern zählt Evos in ihrem Segment zu einer der größten Anbieterinnen Europas.

Quelle: Behörde für Wirtschaft und Innovation und Hermann Lother & Co. Mineralölhandelsgesellschaft mbH, Foto: HHM / Hasskamp




Nieuwe Maas am Königstag gesperrt

Am Donnerstag, dem 27. April, feiert König Willem-Alexander seinen Geburtstag, den sog. Königstag (Koningsdag), in Rotterdam. Eine Bootsfahrt auf dem Fluss ist Teil des Programms. Das hat Folgen für die Schifffahrt auf der Nieuwe Maas und im Maas- und Leuvehaven. Die Nieuwe Maas ist am Donnerstag, dem 27. April, von 8.00 bis 14.00 Uhr gesperrt. Der Maashaven und der Leuvehaven sind von Mittwoch, 26. April, 10.00 Uhr bis Donnerstag, 27. April, 14.00 Uhr gesperrt. Bereits dort verankerte Schiffe können jedoch an ihrem Liegeplatz bleiben.

Bei einem Spaziergang durch Rotterdam wird der Königlichen Familie die Gastfreundschaft der Einwohner und Unternehmer der Stadt zuteil. Der Spaziergang beginnt um 11.00 Uhr auf dem Afrikaanderplein und führt über die Pretorialaan zum Maashaven. Von dort aus wird die Gesellschaft mit dem Wassertaxi zum Leuvehaven gebracht. Ab dem Plein 1940 geht der Spaziergang weiter über den Blaak und durch die Markthalle zur Binnenrotte, wo die Abschlussfeierlichkeiten stattfinden.

Wenn Sie Fragen zu den Sperrungen haben, wenden Sie sich bitte an koningsdag@rotterdam.nl. Aktuelle Informationen über den Königstag (Koningsdag) finden Sie im Newsletter, der auf der Website www.koningsdaginrotterdam.nl abonniert werden kann.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam, Seine Majestät König Willem-Alexander und Allard Castelein (li) im Hafen von Rotterdam.




Politischer Schulterschluss für Hafenkooperation

Am Dienstag tagten die Kabinette von Schleswig-Holstein und Hamburg, unter der Führung des Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein Daniel Günther und Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher, in Brunsbüttel. Rund 60 politische Gäste der beiden Kabinette fanden sich zu diesem Anlass im Brunsbütteler Elbehafen ein, der somit zum Schauplatz des politischen Schulterschlusses zwischen beiden norddeutschen Bundesländern wurde.

Im Rahmen ihres Tagesprogrammes fanden zwei individuelle und eine gemeinsame Kabinettsitzung statt. Zuvor erhielten die Gäste aus Kiel und Hamburg die Möglichkeit, den Liegeplatz der Floating Storage and Regasification Unit (FSRU) „Hoegh Gannet“ zu besichtigen, die im Auftrag der Bundesregierung seit Beginn dieses Jahres im Brunsbütteler Elbehafen stationiert ist. Abgerundet wurde das Tagesprogramm durch eine gemeinsame Pressekonferenz von Ministerpräsident Günther und Erstem Bürgermeister Tschentscher.

Die gemeinsame Kabinettsitzung von Schleswig-Holstein und Hamburg ist Ausdruck der langjährigen, engen Zusammenarbeit beider Länder. So kooperieren beispielsweise die Häfen in Hamburg und Brunsbüttel bereits seit vielen Jahren in Bezug auf diverse Themen und verfolgen, zuletzt insbesondere im Bereich der Energieversorgung, eine Vielzahl gemeinsamer Ziele. Die energiepolitischen Entwicklungen am Standort Brunsbüttel verfügen darüber hinaus über eine Strahlkraft, die auch über Schleswig-Holsteins Ländergrenzen hinweg bis nach Hamburg reicht. Die gemeinsame Unterelbregion ist somit ein wichtiger Wirtschaftsraum, den es zukünftig noch weiter zu stärken gilt. Die große Bedeutung des dafür unerlässlichen partnerschaftlichen Miteinanders beider Länder wurde durch die heutige Sitzung in Brunsbüttel noch einmal deutlich unterstrichen.

Frank Schnabel, Geschäftsführer Brunsbüttel Ports GmbH / SCHRAMM group, betont: „Das Zusammentreffen der Kabinette von Schleswig-Holstein und Hamburg hier am Energiestandort Brunsbüttel setzt ein wichtiges Zeichen. Es untermauert nicht nur die wertvolle Kooperation beider Länder, die bereits seit Jahren auf vielen Ebenen vertrauensvoll gelebt wird, sondern auch die Bedeutung Brunsbüttels als wichtigstem norddeutschen Hafen-, Industrie- und Energiestandort. Auch zukünftig wollen wir diese große Bedeutung gemeinsam mit unseren Hamburger Nachbarn stärken und weiter ausbauen.“

Quelle und Foto: Brunsbüttel Ports, v.l.n.r.: Geschäftsführer Frank Schnabel, Erster Bürgermeister Peter Tschentscher und Ministerpräsident Daniel Günther im Gespräch im Brunsbütteler Elbehafen




NRW-Binnenschifffahrt 2022 auf neuem Tiefstand

In den nordrhein-westfälischen Binnenhäfen sind im Jahr 2022 insgesamt rund 104 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen worden. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lag der Güterumschlag der Binnenschiffe damit um 7,0 Prozent unter dem Ergebnis des Jahres 2021 und damit auf einem neuen Tiefstand.

73,3 Prozent der umgeschlagenen Güter stammten aus folgenden vier Güterabteilungen: 28,7 Millionen Tonnen waren Erze, Steine und Erden (−7,9 Prozent), 21,0 Millionen Tonnen Kokerei- und Mineralölerzeugnisse (−5,5 Prozent), 15,7 Millionen Tonnen Kohle, rohes Erdöl und Erdgas (+5,6 Prozent) und 11,0 Millionen Tonnen chemische Erzeugnisse (−14,6 Prozent).

Wie das Statistische Landesamt mitteilt, handelte es sich bei gut einem Viertel (26,8 Prozent) der insgesamt beförderten Tonnage um Gefahrgut (27,9 Millionen Tonnen).

Die bedeutendste Binnenwasserstraße in Nordrhein-Westfalen ist der Rhein. Drei Viertel (74,0 Prozent) der beförderten Güter wurden im vergangenen Jahr in den Häfen an dieser Wasserstraße umgeschlagen. Auf den Plätzen zwei und drei rangierten das Westdeutsche Kanalgebiet (24,0 Prozent) und der Mittellandkanal (1,8 Prozent). Das Schlusslicht bildet das Wesergebiet (0,2).

Je nach Wasserstraße wurden schwerpunktmäßig unterschiedliche Güter umgeschlagen: Auf dem Rhein waren dies am häufigsten Erze, Steine und Erden (34,7 Prozent aller Güter dieser Wasserstraße). Auf dem Westdeutschen Kanalgebiet wurden vor allem Kokerei- und Mineralölerzeugnisse (36,7 Prozent) sowie Kohle, rohes Erdöl und Erdgas (26,1 Prozent) verschifft. Auf dem Mittellandkanal wurden hauptsächlich Erze, Steine und Erden (22,6 Prozent) und Kokerei- und Mineralölerzeugnisse (20,5 Prozent) umgeschlagen. Auf der Weser überwogen mit 57,9 Prozent landwirtschaftiche Erzeugnisse.

10,0 Prozent der transportierten Güter wurden im Jahr 2022 in Containern verladen (etwa 1,0 Millionen TEU) und verschifft. Dabei wurden in den NRW-Häfen rund 479 100 TEU empfangen und etwa 539 500 TEU versendet.

Die beförderte Menge in Containern wird in sog. TEU gemessen. Ein TEU entspricht einem ISO-Container, der 6,058 Meter lang, 2,438 Meter breit und 2,591 Meter hoch ist. (IT.NRW)

Quelle und Foto: IT.NRW




Erweiterung des Containerterminals Maasvlakte II

APM Terminals, einer der weltweit führenden Betreiber von Containerterminals und Teil von A.P. Moller-Maersk, hat die Erweiterung seines Maasvlakte II-Terminals in Rotterdam bekannt gegeben. Das Projekt umfasst eine Fläche von etwa 47,5 Hektar mit einem 1.000 Meter langen (betriebsbereiten) Deep-Sea-Kai. Die neuen Kaimauern werden derzeit vom Hafenbetrieb Rotterdam errichtet und sollen bis Mitte 2024 fertiggestellt sein. Die Erweiterung wird die Kapazität des Terminals um ca. 2 Millionen TEU (20-Fuß-Container-Äquivalent, Standardeinheit für Container) erhöhen. Der neue Bereich wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 in Betrieb genommen.

2015 wurde APM Terminals auf der Maasvlakte II als vollautomatische und CO2-emissionsfreie Anlage eröffnet. Der zusätzliche Bereich des Terminals wird ebenfalls mit einem Netto-Null-Emissionsausstoß laufen und vollständig automatisiert und für die Landstromversorgung vorbereitet sein.

Allard Castelein, CEO beim Hafenbetrieb Rotterdam, sagt dazu: „Die Entscheidung von APM Terminals, das Terminal zu erweitern und Rotterdam als Drehscheibe für die eigenen westeuropäischen Aktivitäten zu wählen, freut uns sehr. Diese zusätzliche Terminalkapazität wird für die effiziente und nachhaltige Abwicklung des steigenden Containeraufkommens in den kommenden Jahren dringend benötigt.“

Keith Svendsen, CEO APM Terminals, fügt hinzu: „Unsere Entscheidung, auf der Maasvlakte II weiter zu investieren und zu expandieren, unterstreicht die Bedeutung Rotterdams für die globalen Lieferketten und für unser globales Netzwerk. Wir sind gespannt auf dieses wichtige Projekt und die Möglichkeiten, die es eröffnen wird.“

Letztes Jahr wurden bereits 18,5 Hektar Land in demselben Gebiet an A.P. Moller-Maersk für die Entwicklung eines Cross Docks und einer Kühlhausanlage verpachtet. die sollen. Das Cross Dock und die Kühlhausanlagen sollen im Laufe des Jahres 2024 eröffnet werden und Maersk, als einem der wichtigsten Reedereikunden des Terminals, mit „On-Dock“-Diensten versorgen.

Zusätzlich zum neuen Terminalstandort wird für Star Container Services – eine Tochtergesellschaft von A.P. Moller-Maersk – ein ca. 16 Hektar großes Leerdepot gebaut, das sich ebenfalls auf dem Gelände direkt neben APM Terminals Maasvlakte II befindet.

Mit dieser aktuellen Ankündigung für die Maasvlakte II sind nun alle für APM Terminals verbleibenden freien Grundstücksflächen im Hafengebiet Amaliahaven für Expansionsprojekte verpachtet worden.

Quelle: Port of Rotterdam, Foto: Port of Rotterdam/ Topview, Prinses Amaliahaven




Neuer Lkw-Parkplatz im Hafen Antwerpen

Der Port of Antwerp-Bruges hat heute den neuen Lkw-Parkplatz Ketenis eröffnet. Der kostenlose Parkplatz verfügt über 280 Stellplätze. In naher Zukunft wird die Anlage auch mit Schnellladestationen für Elektro-Lastwagen ausgestattet.

Nach dem Lkw-Parkplatz Goordijk (210 Plätze) am rechten Scheldeufer eröffnet der Port of Antwerp-Bruges nun den kostenlosen Parkplatz Ketenis am linken Scheldeufer mit 280 Stellplätzen.

Komfort und Sicherheit der Fahrer sind dem Port of Antwerp-Bruges ein wichtiges Anliegen. Der Parkplatz ist eingezäunt, beleuchtet und kameraüberwacht und ist mit WLAN und sanitären Anlagen ausgestattet. Snacks und Getränke sind an Automaten erhältlich.

Darüber hinaus möchte der Port of Antwerp-Bruges Belästigungen durch parkende Lastwagen in der Umgebung des Hafens vermeiden.

Der neue Parkplatz liegt in der Nähe der derzeitigen und künftigen Containerterminals am linken Scheldeufer. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, den Parkplatz künftig tagsüber als Warteparkplatz für Lastwagen zu nutzen, die zu früh zu ihrem Termin am Terminal ankommen.

Die Gesamtinvestition beläuft sich auf etwa 10 Millionen Euro, wovon etwa 2 Millionen Euro EU-Unterstützung im Rahmen der Fazilität „Connecting Europe“ (CEF) sind.

Ein erheblicher Teil dieser Investitionen ist in die Sanierung des Standorts geflossen. Hier hat der Port of Antwerp-Bruges seine soziale Verantwortung gegenüber künftigen Generationen wahrgenommen.

Im Untergrund wurden sofort auch Vorbereitungen für die Ladeinfrastruktur getroffen.

Der Port of Antwerp-Bruges arbeitet unterdessen an der Konzessionierung der Parkplätze Ketenis und Goordijk. Der Konzessionär wird den Parkplatz betreiben und Schnellladestationen (300 kW) für Elektro-Lastwagen bereitstellen: mindestens zehn in Ketenis und mindestens fünf in Goordijk.

In diesem Monat begannen auch die vorbereitenden Arbeiten für einen Lkw-Parkplatz im Innenhafen von Zeebrugge. Auch dort wird eine Ladeinfrastruktur für Elektro-Lastwagen zur Verfügung gestellt. Damit wird ein grüner Korridor für den Straßenverkehr zwischen den beiden Hafengebieten geschaffen.

Auf diese Weise will der Port of Antwerp-Bruges unter anderem auch die „Henne-oder-Ei“-Situation überwinden: Nämlich, dass es keine Elektro-Lastwagen gibt, weil es keine Ladestationen gibt, und umgekehrt. Sowohl in Antwerpen als auch in Zeebrugge werden auf den Lkw-Parkplätzen Schnellladestationen zur Verfügung gestellt.

Annick De Ridder, Hafenschöffin der Stadt Antwerpen und Vorstandsvorsitzende des Port of Antwerp-Bruges: „Dieser neue Parkplatz befindet sich in hervorragender Lage: in der Nähe der derzeitigen und künftigen Containerterminals am linken Ufer der Schelde. Der Parkplatz Ketenis bietet mehr Komfort und Sicherheit für Lkw-Fahrer. Darüber hinaus wird dieser Parkplatz dank seiner elektrischen Ladekapazität zu einem wichtigen Bindeglied im elektrischen Lkw-Verkehr zwischen den Hafenplattformen von Antwerpen und Zeebrugge. Unser Hafen ist der Wirtschaftsmotor Flanderns schlechthin. Je nachhaltiger der Motor läuft, desto besser!“

Quelle und Foto: Port of Antwerp-Bruges




In Niedersachsen wächst der Seegüterumschlag

Der Anstieg in den neun niedersächsischen Seehäfen Brake, Cuxhaven, Emden, Leer, Nordenham, Oldenburg, Papenburg, Stade und Wilhelmshaven wurde 2022 vor allem durch starke Entwicklungen im Bereich der festen Massengüter wie Kohle aber auch Stückgüter wie Eisen, Stahl und Forstprodukte geprägt. Mit gut 54 Millionen Tonnen gingen 2022 insgesamt rund 6 Prozent mehr Güter als im Jahr 2021 über die Kaikanten.

Um Deutschlands Energieversorgung sicherzustellen, feierte die Kohle als Energieträger ein Comeback. Dies führte dazu, dass der Umschlag von festen Massengütern in 2022 mit 14,99 Millionen Tonnen um 24 Prozent gestiegen ist (2021: 12,14 Millionen). Im Bereich der flüssigen Massengüter konnte ein Zuwachs von 2 % verzeichnet werden (25,88 Millionen Tonnen im Jahr 2022 / 25,44 Millionen Tonnen im Jahr 2021). Der Umschlag von Erdöl trug hier zum positiven Ergebnis bei. Im Bereich der Stückgüter (inkl. RoRo und Container) belief sich der Umschlag auf rund 13,57 Millionen Tonnen (-2 % / 13,84 Millionen Tonnen im Jahr 2021). In diesem Ladungssegment verzeichnete der Umschlag von Forstprodukten und Neufahrzeugen einen deutlichen Zuwachs, während der Umschlag von Containern unter dem Niveau des Jahres 2021 lag. Die Umschlagsmenge am EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven ist mit 683.403 Standardcontainern (TEU) um 4,1 Prozent gesunken. Der Umschlag von rund 1,43 Millionen Neufahrzeugen ergab einen Anstieg von knapp 12 Prozent im Vergleich zu 2021 (1,27 Millionen).

„Der seeseitige Güterumschlag in 2022 ist das beste Ergebnis seit der globalen Finanzkrise im Jahre 2008. Neben sämtlichen Herausforderungen, wie der angespannten, weltwirtschaftlichen Lage, coronabedingte Einschränkungen durch Lockdowns, Energiekrise und Lieferkettenprobleme entwickelten sich Bereiche im Stückgutsektor und der festen Massengüter deutlich positiv. Auch im Hinblick auf die Energiewende sehen wir die niedersächsischen Seehäfen als Universalhafengruppe gut positioniert und als unverzichtbar“, erläutert André Heim, Geschäftsführer der Hafenmarketinggesellschaft Seaports of Niedersachsen GmbH.

Nachfolgend ein detaillierterer Überblick über die Umschlagsergebnisse der einzelnen Standorte:
Der Seehafen Brake verzeichnete im Jahr 2022 im Seeverkehr ein Umschlagsvolumen von 6,85 Millionen Tonnen (+33 % / 5,14 Millionen Tonnen im Jahr 2021). Im Stückgutumschlag wurde mit rund 2,81 Millionen Tonnen das Jahresergebnis aus 2021 (2,20 Millionen Tonnen) um 27 % übertroffen. Hierzu haben u. a. gestiegene Volumina von Eisen, Stahl, Zellstoff und Holz beigetragen. Der Bereich der festen Massengüter liegt mit 3,45 Mio. Tonnen im Jahr 2022 rund 35 % über dem Niveau des Vergleichszeitraums (2,54 Mio. Tonnen in 2021). Insbesondere der Umschlag von Getreide- und Futtermittel trug zu diesem Ergebnis bei.

In Cuxhaven sind im vergangenen Jahr rund 2,49 Millionen Tonnen Güter im Seeverkehr (+1,75 % / 2,45 Millionen Tonnen im Jahr 2021) umgeschlagen worden. Mit 319.232 umgeschlagenen Fahrzeugen im Jahr 2022 liegt das Volumen im Neufahrzeugumschlag rund 8 % über dem Vorjahr (295.644 Fahrzeuge im Jahr 2021). Beim seeseitigen Umschlag von Stückgütern, zu denen im Hafen Cuxhaven z. B. Holz gehört, kommt der Standort auf ein Volumen von rund 1,04 Millionen Tonnen (+10 % / 0,94 Millionen Tonnen im Jahr 2021). Das feste Massengut liegt mit 592.208 Tonnen 9 % unter dem Vorjahresniveau (653.919 Tonnen).

Der Hafen Emden verzeichnet einen Seegüterumschlag von rund 4,28 Millionen Tonnen im Jahr 2022 (+6 % / 4,03 Millionen Tonnen im Jahr 2021). Positiv entwickelte sich der Umschlag der Stückgüter (+9 % / 2,56 Millionen Tonnen im Jahr 2022 / 2,34 Millionen Tonnen im Jahr 2021), hier überwiegend der Versand von Forstprodukten, wie Holz und der von Neufahrzeugen. Der Neufahrzeugumschlag von 1,11 Mio. Fahrzeugen liegt mit rund 14 % im Jahr 2022 über dem Niveau des Vergleichszeitraums (0,98 Millionen Fahrzeuge in 2021). Der Umschlag von Windenergieanlagen konnte gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt werden, während die flüssigen Massengüter das Ergebnis aus dem letzten Jahr um 2 % übertroffen haben.

Der Hafenstandort Leer kam im Jahr 2022 auf 6.626 Tonnen im Seeverkehr. Der Umschlag verringerte sich um rund 80 % (34.434 Tonnen im Seeverkehr 2021). Aufgrund von Mindertiefen im Anlauf auf den Leeraner Hafen haben in 2022 nur 3 Seeschiffe festgemacht. Auch der Krieg in der Ukraine und die Unterbrechungen von Lieferketten beeinflussten das Ergebnis negativ. Im kombinierten See- und Binnenverkehr wurden in Leer 212.163 Tonnen Güter bewegt, im Vorjahreszeitraum 313.328 Tonnen. Schrott, Kies, Splitt und Torf wurden hierbei am häufigsten im Seehafen Leer umgeschlagen. Für dieses Jahr wird eine Steigerung im Seeverkehr prognostiziert.

In Nordenham belief sich das seewärtige Umschlagsergebnis auf rund 2,71 Millionen Tonnen (+18 % / 2,30 Millionen Tonnen in 2021). Beigetragen haben hierzu insbesondere steigende Volumen bei Kohle (+ 55 % / 1,69 Millionen Tonnen im Jahr 2022 / 1,09 Millionen Tonnen im Jahr 2021). Aufgrund der Energiekrise wurden die Betriebszeiten der deutschen Kohlekraftwerke wieder hochgefahren, was zu einer Steigerung im Kohleumschlag geführt hat. Zudem stieg das Umschlagsaufkommen der flüssigen Massengüter, hier deutlich der der Mineralölprodukte.  Für das Jahr 2023 werden stabile Umschlagszahlen im Bereich der Kohle und Zuwächse beim Stückgutumschlag erwartet.

Der Oldenburger Hafen verzeichnete im seeseitigen Verkehr ein Umschlagsplus von knapp 26 % (97.189 Tonnen im Jahr 2022 / 77.329 Tonnen im Jahr 2021). Die neue Wendestelle hat die Erreichbarkeit des Oldenburger Hafens für Seeschiffe verbessert und sich positiv auf das Umschlagsergebnis ausgewirkt.  Das Umschlagsergebnis im kombinierten See- und Binnenverkehr lag im Jahr 2022 bei rund 0,80 Millionen Tonnen (0,88 Millionen Tonnen im Jahr 2021). Zu den Hauptumschlagsgütern zählten erneut Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft. Die Oldenburger Hafenwirtschaft blickt positiv nach vorne und erwartet für das Jahr 2023 ein stabiles Umschlagsniveau.

Im Jahr 2022 wurden im Seehafen Papenburg 602.329 Tonnen im Seegüterverkehr umgeschlagen (-3,6 % / 624.818 Tonnen im Jahr 2021). Der Seehafenstandort bleibt somit weiterhin auf einem guten Umschlagsniveau. Im kombinierten See- und Binnenverkehr belief sich der Umschlag auf 736.826 Tonnen (748.947 Tonnen im Jahr 2021). Registriert wurden Rückgänge beim Umschlag von Holzabfällen und Torf und ein deutlicher Anstieg beim Umschlag von Gummiabfällen. Für 2023 wird im Bereich der Baumaterialien, aufgrund von Investitionen in die Infrastruktur, mit einem Umschlagsanstieg gerechnet.

Die Hafenbilanz in Stade fällt mit einem Umschlag von 5,1 Millionen Tonnen im Seeverkehr negativ aus (5,9 Millionen Tonnen im Jahr 2021). Das Umschlagsaufkommen der festen Massengüter fiel um 4 % auf rund 3,28 Millionen Tonnen (3,43 Millionen Tonnen im Jahr 2021). Beim Umschlag von chemischen Produkten wurde ein Rückgang um 27 % auf 1,81 Millionen Tonnen (2,47 Millionen Tonnen im Jahr 2021) registriert. Im Zuge der Energiekrise, verbunden mit erhöhten Kosten für Erdgas, hat insbesondere die energieintensive Industrie drastisch ihre Produktion gedrosselt.

Der Seehafen Wilhelmshaven erzielte mit einem Umschlagsvolumen von 32,29 Millionen Tonnen im Jahr 2022 ein erneut sehr stabiles Ergebnis (+5 % / 30,84 Millionen Tonnen im Jahr 2021). Getragen wird dies von deutlichen Zuwächsen von festen Massengütern, insbesondere von Kohle. Im Vergleich zum Vorjahr verdoppelte sich dieser Wert (+99 % / 3,15 Millionen Tonnen im Jahr 2022 / 1,58 Millionen Tonnen im Jahr 2021). Beim Stückgutumschlag wurden insgesamt rund 5,99 Millionen Tonnen verbucht (-16 % / 7,13 Millionen Tonnen im Jahr 2021). Der Rückgang im Containerumschlag kommt hier zum Tragen (-16% / 5,97 Millionen Tonnen im Jahr 2022 / 7,12 Millionen Tonnen im Jahr 2021). Den umschlagsstärksten Bereich bilden nach wie vor die flüssigen Massengüter, welche mit 22,5 Millionen Tonnen im Jahr 2022 auf einem konstant hohen Niveau lagen (21,64 Millionen Tonnen im Jahr 2021).

Quelle und Foto: Seaports Niedersachsen, 




Port of Antwerp-Bruges kooperiert mit Routescanner

Der Port of Antwerp-Bruges bietet auf seiner Website „Direct Connections“ von Routescanner an. Mit Routescanner kann ein Verlader oder Spediteur mögliche Routen für seine Containertransporte auf einer neutralen Plattform leicht finden und vergleichen. „Direct Connections“ zeigt alle verfügbaren Verbindungen nach Antwerpen und Zeebrugge an. Die Plattform kann auch sofort die CO2-Emissionen der Strecke berechnen.

Das Direct-Connections-Plug-in von Routescanner ersetzt die Konnektivitätsplattformen auf der Website des Port of Antwerp-Bruges und wird vor allem Verbindungen über Antwerpen und Zeebrugge anzeigen. Der Nutzer gibt einen Start- und/oder Zielort ein und erhält dann einen Überblick über alle verfügbaren Verbindungen zum Hafen von Antwerpen und Zeebrugge, einschließlich Transitzeiten, Entfernungen, Verkehrsträger, CO2-Emissionen und anbietende Dienstleistern, die die Strecke anbieten.

Routescanner wird aktiv und kontinuierlich mit Informationen über Transportdienstleistungen im Vor- und Hinterland gefüttert und ermöglicht es dem Verlader oder Spediteur auch, sofort ein Angebot beim Dienstleister anzufordern.

Es handelt sich um eine benutzerfreundliche Plattform, die in der Transportwelt inzwischen sehr bekannt ist. So sind weltweit bereits über 10.000 Nutzer aktiv, die aus mehr als 730.000 Verkehrsdiensten wählen können.

Greet Van Wesemael, Mobilitätsmanagerin des Port of Antwerp-Bruges:„Verlader und Spediteure, die die Plattform nutzen, werden auch Lösungen sehen, an die sie selbst vielleicht zunächst nicht gedacht hätten. Sämtliche Verkehrsträger werden für den Hinterlandverkehr angezeigt und können im Handumdrehen verglichen werden. Dies dürfte die Verlagerung auf nachhaltigere Verkehrsträger wie die Eisenbahn und die Binnenschifffahrt vorantreiben.“

Da es sich um eine universelle Plattform handelt, müssen Transportdienstleister ihre Daten nur an einer Stelle eingeben, um Verlader und Spediteure in aller Welt zu erreichen. So sind bereits fast 200 Binnenschifffahrts- und Eisenbahnunternehmen sowie Short-Sea- und Übersee-Reedereien an Bord, und über 4.500 Terminals sind angeschlossen.

Chantal Gouka, Geschäftsführerin von Routescanner: „Wir sind sehr stolz darauf, dass der Port of Antwerp-Bruges unsere Direct-Connections-Lösung eingeführt hat. Als Gründerin von Routescanner bin ich davon überzeugt, dass die Zusammenarbeit bei der Bereitstellung globaler Einblicke in Schiffscontainertransportrouten zur Transparenz, Nachhaltigkeit und Effizienz des Logistiksektors beiträgt. Durch Direct Connections wird das Netz von und nach Antwerpen-Zeebrugge transparent gemacht und die Planung und Orientierung für die Kunden vereinfacht. Vielen Dank für das Vertrauen. Lassen Sie uns gemeinsam die Lieferketten neu überdenken!“

Quelle: Port of Antwerp-Bruges, Foto: Routescanner/Kim Los, v.l.n.r.: Erwin Verstraelen (Port of Antwerp-Bruges), Chantal Gouka (Routescanner), Maurice Delattre (Port of Amsterdam).




HHLA schließt 2022 mit gutem Ergebnis ab

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat sich im Geschäftsjahr 2022 trotz herausfordernder Bedingungen erfolgreich entwickelt. Der Konzernumsatz stieg um 7,7 Prozent auf 1.578,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 1.465,4 Mio. Euro). Das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) reduzierte sich um 3,4 Prozent auf 220,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 228,2 Mio. Euro). Der Konzernjahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter sank im Vorjahresvergleich um 17,5 Prozent auf 92,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 112,3 Mio. Euro).

Das Ergebnis je Aktie betrug damit 1,23 Euro (im Vorjahr: 1,50 Euro). Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) belief sich auf 9,7 Prozent und lag somit 0,9 Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Während sich der Containerumschlag um 7,9 Prozent auf 6.396 Tsd. Standardcontainer (TEU) (im Vorjahr: 6.943 Tsd. TEU) reduzierte, blieb das Transportvolumen trotz Störungen im betrieblichen Zulauf auf die deutschen Seehafenterminals mit 1.694 Tsd. TEU nahezu konstant (im Vorjahr: 1.690 Tsd. TEU).

Angela Titzrath, Vorstandsvorsitzende: „Mit unserem europäischen Logistiknetzwerk, das sich über Seehäfen, Hinterland und Schiene erstreckt, erfüllt die HHLA zuverlässig ihren Auftrag für die Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa. Diese Aufgabe haben wir auch im herausfordernden Geschäftsjahr 2022 gemeistert, das von dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und dessen Auswirkungen sowie den Störungen der globalen Lieferketten geprägt war. Dennoch hat die HHLA ein gutes Ergebnis erzielt und somit ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Vor uns liegt nun erneut ein Jahr, das viele Unsicherheiten mit sich bringt. Doch Logistiker zu sein, bedeutet auch immer, Volatilität zu managen. Wir gehen dieses Jahr voller Zuversicht und Mut an und werden unsere Investitionen in nachhaltige und innovative Lösungen für die Logistik vorantreiben, um so die Zukunftsfähigkeit der HHLA weiter zu stärken.“

Teilkonzern Hafenlogistik: Geschäftsentwicklung 2022 Im börsennotierten Teilkonzern Hafenlogistik stiegen die Umsatzerlöse um 7,4 Prozent auf 1.542,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 1.435,8 Mio. Euro). Das Betriebsergebnis (EBIT) sank im Jahresvergleich um 5,2 Prozent auf 201,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 212,6 Mio. Euro), lag damit aber deutlich oberhalb der Erwartung von 160 bis 195 Mio. Euro. Positiv auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr wirkten sich die unterjährig stark erhöhten Lagergelderlöse infolge der anhaltenden Störungen in den globalen Lieferketten aus, die zu längeren Verweildauern von Containern auf den Terminals der HHLA in Hamburg, Tallinn und Triest führten. Ergebnisbelastend wirkten die verringerten Umschlagvolumina, unter anderem durch die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf den Umschlag am Terminal in Odessa. Hinzu kamen die allgemeinen Kostensteigerungen sowie zusätzlicher Material- und Personalaufwand aufgrund der erhöhten Lagerlast. Der Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter reduzierte sich um 20,4 Prozent auf 82,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 103,1 Mio. Euro). Das Ergebnis je A-Aktie belief sich damit auf 1,13 Euro (im Vorjahr: 1,43 Euro).

Im Berichtsjahr 2022 sank der konzernweite Containerumschlag um 7,9 Prozent auf 6.396 Tsd. TEU (im Vorjahr: 6.943 Tsd. TEU). Das Umschlagvolumen der drei Hamburger Containerterminals reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 Prozent auf 6.071 Tsd. TEU (im Vorjahr: 6.328 Tsd. TEU). Die rückläufige Entwicklung hing vor allem mit dem Fahrtgebiet Fernost sowie dem Einbruch der russlandgebundenen Mengen infolge der nach Kriegsbeginn verhängten EU-Sanktionen zusammen. Die Feederquote am wasserseitigen Umschlag ging geringfügig auf 19,8 Prozent zurück (im Vorjahr: 20,4 Prozent). Die internationalen Containerterminals verzeichneten einen starken Rückgang im Umschlagvolumen von 47,1 Prozent auf 326 Tsd. TEU (im Vorjahr: 615 Tsd. TEU). Ursache hierfür war der starke Rückgang der Ladungsmengen am Terminal in Odessa, nachdem dort Ende Februar 2022 der seeseitige Umschlag infolge des russischen Angriffskrieges auf behördliche Anweisung eingestellt worden war.

Das Volumen im Containertransport erhöhte sich hingegen geringfügig auf 1.694 Tsd. TEU (im Vorjahr: 1.690 Tsd. TEU). Dabei stiegen die Bahntransporte im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent auf 1.409 Tsd. TEU (im Vorjahr: 1.379 Tsd. TEU). Die Straßentransporte verzeichneten einen Rückgang in der Transportmenge um 8,7 Prozent auf 285 Tsd. TEU (im Vorjahr: 312 Tsd. TEU).

Die HHLA-Immobilien in der historischen Speicherstadt und auf dem Fischmarktareal in Hamburg verzeichneten im Jahr 2022 eine positive Entwicklung bei annähernder Vollvermietung. Die Umsatzerlöse stiegen im Berichtszeitraum stark um 15,9 Prozent auf 44,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 38,1 Mio. Euro). Neben gestiegenen Erlösen aus Umsatzmietvereinbarungen trugen hierzu vor allem auch höhere Mieterlöse aus neu entwickelten Objekten in der Speicherstadt bei.

Das kumulierte Betriebsergebnis (EBIT) stieg im Berichtszeitraum um 20,9 Prozent auf 18,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 15,3 Mio. Euro). Für die fortgesetzt positive Ergebnisentwicklung waren bei einem reduzierten Instandhaltungsvolumen vorrangig die generierten Umsatzzuwächse maßgeblich.

Ausblick 2023

Unter der zum Zeitpunkt der Berichtserstellung noch ungewissen weiteren konjunkturellen Entwicklungen unterliegt die nachfolgende Prognose einer hohen Unsicherheit. Dies betrifft insbesondere die Entwicklung der geopolitischen Lage und deren Auswirkungen auf Inflation und wirtschaftliche Sanktionsmaßnahmen. Für den Container Terminal Odessa in der Ukraine wurde kein Wertberichtigungsbedarf unterstellt. Weiterhin geht die HHLA davon aus, dass die Lagergelderlöse im Segment Container bereits mit Beginn des Jahres deutlich sinken.

Für 2023 wird im Teilkonzern Hafenlogistik sowohl beim Containerumschlag als auch beim Containertransport mit einem moderaten Anstieg gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Nachdem die Entwicklung der Umsatzerlöse und des Betriebsergebnisses (EBIT) im Geschäftsjahr 2022 von deutlich erhöhten Lagergelderlösen positiv beeinflusst war, werden für das aktuelle Geschäftsjahr für den Teilkonzern Hafenlogistik Umsatzerlöse auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Dabei wird gegenüber dem Vorjahr ein leichter Rückgang der Umsatzerlöse im Segment Container sowie ein deutlicher Anstieg im Segment Intermodal angenommen. Darüber hinaus wird für den Teilkonzern Hafenlogistik ein Betriebsergebnis (EBIT) in der Bandbreite von 145 bis 175 Mio. Euro für möglich gehalten. Dabei wird innerhalb dieser Spanne im Segment Container ein starker Rückgang und im Segment Intermodal ein moderater Anstieg des jeweiligen Segment-EBIT erwartet.

Für den Teilkonzern Immobilien wird mit Umsatzerlösen auf dem Niveau des Vorjahres gerechnet sowie mit einem deutlichen Rückgang im Betriebsergebnis (EBIT). In Summe wird auf Konzernebene von einer Umsatzentwicklung auf dem Niveau des Vorjahres und einem Betriebsergebnis (EBIT) in einer Bandbreite von 160 bis 190 Mio. Euro ausgegangen.

Zur weiteren Steigerung der Effizienz und Erhöhung der Kapazität in den Segmenten Container und Intermodal ist für das Jahr 2023 von Investitionen auf Konzernebene in einer Bandbreite von 250 bis 300 Mio. Euro auszugehen. Davon entfallen 220 bis 270 Mio. Euro auf den Teilkonzern Hafenlogistik. Die Investitionsschwerpunkte liegen im Segment Container auf der effizienten Nutzung der bestehenden Terminalflächen im Hamburger Hafen sowie der Erweiterung der ausländischen Terminals und im Segment Intermodal auf der Erweiterung der eigenen Transport- und Umschlagkapazitäten.

Es bleibt das Ziel der HHLA, ihre ertragsorientierte Ausschüttungspolitik, die eine Auszahlung zwischen 50 und 70 Prozent des Jahresüberschusses nach Anteilen Dritter als Dividende vorsieht, fortzusetzen.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 15. Juni 2023 eine Dividende in Höhe von 0,75 Euro je dividendenberechtigter A-Aktie vorschlagen. Damit bestätigt die HHLA ihre Dividendenpolitik, nach Möglichkeit zwischen 50 und 70 Prozent des relevanten Jahresüberschusses des Teilkonzerns Hafenlogistik an ihre Aktionäre auszuschütten.

Quelle: HHLA, Foto: HHLA / Thies Rätzke