1-Gigawatt-Kraftwerk im Rotterdamer Hafen

Die weltweit erste große Battolyser-Fabrik wird im Rotterdamer Hafen gebaut, um die steigende Nachfrage nach grünem Wasserstoff und Stromspeicherung zu decken.

„Diese Partnerschaft wird die erste industrielle Produktionsanlage für grünen Wasserstoff in den Niederlanden entwickeln“, sagte Mattijs Slee, CEO von Battolyser Systems. „Mit unserem Offshore-Windpotenzial, der starken Infrastruktur und der Schwerindustrie von Weltrang können die Niederlande jetzt ein nachhaltiges und belastbares Energiesystem entwickeln.“

Die erste Battolyser-Fabrik mit einer jährlichen Produktionskapazität von 1 GW wird sich in dem MH4 Industriegebiet im Herzen Rotterdams befinden. Die Kosten für die Fabrik, mit einer Produktionsfläche von 14,000 m2, Büros und Laboren, belaufen sich auf schätzungsweise 100 Millionen Euro. Bei vollem Betrieb wird die Battolyser Fabrik etwa 700 Arbeitsplätze generieren, mit bis zu viermal so vielen weiteren Stellen bei Partnern in der Lieferkette.

„Rotterdam positioniert sich als Europas Wasserstoff-Drehscheibe und begrüßt neue nachhaltige Industrien, die dazu beitragen, den in Rotterdam stattfindenden Wandel zu realisieren. Wir brauchen Unternehmen wie Battolyser Systems und wir sind überzeugt davon, dass der Hafen der perfekte Standort für die erste große Fabrik des Unternehmen ist“, erklärte Allard Castelein, CEO des Hafenbetriebs Rotterdam.

Deutschland und die Niederlande sind heute die beiden größten Wasserstoffverbraucher in Europa. Beide haben gigantische Pläne für grünen Wasserstoff, der im Rotterdamer Hafen verbraucht wird oder diesen passiert.

„In diesem industriellen Ökosystem soll die Battolyser-Fabrik zu einem Anker für eine neue Plattform von Unternehmen werden, die sich dazu verpflichtet haben, eine nachhaltige Lieferkette für die Anlagenherstellung aufzubauen“, erläuterte Castelein. „Im Hafen angesiedelte Unternehmen arbeiten bereits aktiv an Projekten im Zusammenhang mit der Produktion, dem Import, dem Transport, der Lagerung und der Nutzung von grünem Wasserstoff. Mit dieser Fabrik ergänzen wir das Portfolio um die Herstellung von Anlagen für grünen Wasserstoff. Dies ist von großem Wert für die laufenden Bemühungen des Hafens um die Dekarbonisierung und die Förderung nachhaltiger Industrien für die Zukunft.“

Die Fabrik wird sowohl den Hauptsitz als auch das Forschungs- und Entwicklungszentrum von Battolyser Systems beherbergen und soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 eröffnet werden. Die definitive Investitionsentscheidung ist für folgendes Jahr geplant und erfordert private und öffentliche Investitionen, um sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten.

Battolyser hat das erste integrierte Batterie-/Elektrolyseursystem der Welt entwickelt und ist auch für die Herstellung zuständig. Ein Battolyser kann Wasserstoff aus Sonnen- und Windenergie erzeugen, wenn die Strompreise niedrig sind, und Elektrizität ins Netz einspeisen, wenn die Preise hoch sind. Das System ist äußerst flexibel, effizient und robust. Es kann Netzüberlastungen reduzieren, den Ausbau von Solar- und Windenergie ermöglichen und den kostengünstigsten grünen Wasserstoff anbieten. Die Battolyser-Technologie kann in großem Maßstab eingesetzt werden und nutzt reichlich vorhandene und konfliktfreie aktive Materialien: Nickel und Eisen. Die Technologie wurde von Prof. Dr. Fokko Mulder und seinem Forschungsteam an der Technischen Universität Delft in den Niederlanden erfunden.

„Diese Partnerschaft mit dem Rotterdamer Hafen zur gemeinsamen Entwicklung unserer ersten großen Produktionsanlage ist ein bedeutender Fortschritt für unsere Vermarktungsstrategie. Diese Fabrik ermöglicht es uns, Battolyser in industriellem Maßstab und zu erschwinglichen Preisen zu liefern. Wir führen zurzeit konstruktive Gesprächen mit der niederländischen Regierung und den EU-Institutionen und sind zuversichtlich, dass wir gemeinsam die erforderliche Finanzierung icherstellen können“, sagte Slee.

„Eine Netto-Null-Welt wird zwischen 5.000 und 10.000 GW an installierter Elektrolyseur-Kapazität benötigen. Die Lieferkette für Elektrolyseure bedeutet für die Niederlande eine große Chance, neue nachhaltige Industrien zu entwickeln, die unseren Bedarf für die Energiewende decken und der Welt Exportprodukte anbieten können.“

Quelle: Port of Rotterdam, Foto: Hafenbetrieb Rotterdam – Danny Cornelissen




Zusätzliche Schlepper im Deltaarm Scheur

Seeschiffe mit einer Länge von mehr als 140 Metern müssen auf dem Deltaarm Scheur zwischen Maassluis und Rozenburg bei starken Gezeiten ein Schleppboot einsetzen – dies etwa drei Stunden pro zwölf Stunden. Der Hafenmeister des Hafenbetriebs Rotterdam hat diese Maßnahme ergriffen, um eine sichere Durchfahrt zu gewährleisten.

Seit ein paar Tagen liegt das Kranschiff Neptune wegen des Baus des Maasdeltatunnels mitten im Deltaarm Scheur. Dadurch ist die Durchfahrt verengt. Zudem sorgt der Aushub des Tunnelgrabens für eine unangenehme Querströmung. Die Maßnahme wird voraussichtlich bis Ende dieses Monats andauern.

Am frühen Samstagmorgen, dem 12. November 2022, erreichte das Kranschiff Neptune die Mitte des Scheur. Der Schiffsverkehr zwischen den Kilometersteinen 1015 und 1018, an dem täglich mehrere Dutzend Seeschiffe und einige Hundert Binnenschiffe teilnehmen, ist daher gehalten, besonders vorsichtig zu sein, die Geschwindigkeit zu drosseln und die Anweisungen der Verkehrslotsen des Hafenbetriebs Rotterdam zu befolgen. „Für uns beginnt jetzt die aufregendste Phase des Baus des Maasdeltatunnels“, sagte Pieter Nordbeck (Hafenbetrieb). „Die gesamte Schifffahrt muss reguliert werden, um eine sichere und reibungslose Passage der Neptune zu ermöglichen, die mit ihren Beinen felsenfest auf dem Flussgrund festsitzt.“

Diese Verkehrsregelung wird von der Rotterdamer Verkehrsleitzentrale im Botlekgebiet durchgeführt. Dort wird es intensive Gespräche zwischen dem Kapitän der Neptune, den Verkehrslotsen und den Menschen an Bord geben. Auf der Strecke hält der Auftragnehmer ein Begleitschiff zur Alarmierung der Schifffahrt und ein Schleppboot für etwaige Unterstützung bereit.

Peter Nordbeck: „Das Kranschiff hat vier unterschiedliche Mittelpositionen. Es gibt dabei eine kurze Durchfahrseite und eine lange Durchfahrtsseite. Die Binnenschifffahrt kann wohl noch entlang der kurzen Durchfahrtsseite vorbei. Die Seefahrt nicht. Wenn der Kran sich südlich der Mitte befindet, kann die Schifffahrt nur auf der nördlichen Seite durchfahren. Es gilt dann auch ein Begegnungsverbot für die Seeschifffahrt und ein Gleichziehverbot für die gesamte Schifffahrt. Gleichziehen bedeutet hierbei Einholen.“ Diese Situation dauert bis Ende November 2022.

Es geht darum, Platten von jeweils 100.000 Kilo zu verlegen. Sie werden als vorübergehendes Fundament für die Tunnelelemente des Maasdeltatunnels dienen. Sobald die Platten verlegt sind, findet eine Inspektion durch einen Taucher statt. Ab dem Zeitpunkt, an dem der Taucher den Tauchgang beginnt – etwa 15 bis 20 Minuten lang – ist der Schiffsverkehr vollständig gesperrt.

Am 31. März und 15. April 2023 wird der Delta-Arm Scheur vollständig gesperrt sein. In zwei ganzen Tagen werden die beiden Tunnelabschnitte versenkt. Für den ersten Tunnelabschnitt erfolgt dies in der Zeit von Freitag, dem 31. März um 10.00 Uhr, bis Samstag, den 1. April 2023 um 10.00 Uhr. Der zweite Tunnelabschnitt wird in der Zeit von Samstag, dem 15. April um 10.00 Uhr, bis Sonntag, den 16. April 2023 um 10.00 Uhr, versenkt.

Der Tunnel soll bis 2024 fertiggestellt sein.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam




Data Safe House Rotterdam ist gestartet

Die Stiftung Data Safe House Rotterdam wurde vor kurzem offiziell gegründet, und der erste Informationsaustausch zwischen großen Industrieunternehmen und Netzbetreibern ist bereits in vollem Gange.

Der Datenaustausch stellt sicher, dass die Netzbetreiber immer über die aktuellsten Informationen zu den Nachhaltigkeitsplänen der Mitgliedsunternehmen verfügen. Dies hilft ihnen, dafür zu sorgen, dass die Infrastruktur für die Energiewende rechtzeitig fertiggestellt ist. Das Data Safe House beschleunigt somit die Wende. Das Rotterdamer Konzept kann auch in anderen Industrieclustern angewendet werden.

Alle Unternehmen in der Raffinerie-, Chemie- und Energiebranche schmieden Pläne zur nachhaltigeren Gestaltung ihrer Aktivitäten. Dies führt zu einer Veränderung von Angebot und Nachfrage von verschiedenen Energieträgern. In vielen Fällen bedeutet das, dass mehr (grüner) Strom und Wasserstoff und weniger Öl, Erdgas und Kohle verwendet wird. Netzbetreiber wie Stedin und TenneT müssen vor allem wissen, wie viel zusätzlicher Strom wann und wo benötigt wird. Investitionen in die Infrastruktur sind mit Milliarden von Euro verbunden und müssen effektiv und effizient eingesetzt werden. Gleichzeitig wollen die Unternehmen sicher sein, dass der Strom auch geliefert werden kann, bevor sie sich für einen Wechsel entscheiden. Es geht darum, Engpässe zu vermeiden. Gleichzeitig möchten die Unternehmen nicht, dass ihre Konkurrenten ihre genauen Pläne kennen, es sei denn, sie wollen gemeinsam ein Projekt entwickeln.

Zwecks eines optimalen, vertraulichen und effizienten Informationsaustauschs zwischen Unternehmen und Netzbetreibern haben der Hafenbetrieb Rotterdam und Deltalinqs das Data Safe House ins Leben gerufen. Es handelt sich dabei um eine selbständige und unabhängige Stiftung, die Informationen von Unternehmen über ihre Dekarbonisierungspläne sammelt. Die Unternehmen entscheiden selbst, wer diese Informationen sehen darf: Sie bleiben immer selbst „Eigentümer“ der Informationen. Der große Vorteil für Unternehmen besteht darin, dass sie nicht mehr die gleichen Informationen an verschiedene Parteien senden müssen. Das macht die Sache für sie effizienter. Netzbetreiber erhalten nach dem „bottom-up-Prinzip“ zuverlässige, aktuelle Informationen, die vom Data Safe House Manager überprüft werden. Dies verringert das Risiko, dass Netzbetreiber mit veralteten, unzuverlässigen Informationen arbeiten.

Das Data Safe House wurde in Rotterdam ins Leben gerufen, wobei geplant ist, dass es auch von anderen Industrieclustern übernommen werden kann. Netbeheer Nederland hat daher seine Unterstützung für diese Initiative signalisiert. Durch den landesweiten Datenaustausch über das Data Safe House können beispielsweise auch die Prognosen der nationalen Planungsbehörden zuverlässiger werden. Das Data Safe House wird, zusammen mit einem Smart Energy-Zuschuss der Stadt Rotterdam, durch Beiträge der teilnehmenden Parteien finanziert. Inzwischen haben sich dreizehn Parteien dem Data Safe House angeschlossen.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam




„Die Energiewende ist wie ein Gummiband“

„Wir müssen rechtzeitig rudern. Dann erwischen wir die grüne Energiewelle“, so Nico van Dooren, Direktor für New Business Development & Portfolio des Hafenbetriebs Rotterdam. Im 11. Stock des Rotterdamer World Port Centers verwendet Nico van Dooren in einer knappen halben Stunde reichlich Metaphern. Dabei ist er richtig schwungvoll, um der enormen Bedeutung der Energiewende für eine lebenswerte Erde Ausdruck zu verleihen.

„Nicht nur für künftige Generationen, sondern auch jetzt, für uns selbst, betont er. Sowohl privat als auch geschäftlich setzt er sich dafür ein. „Leider sind wir Vorreiter“, erläutert er weiter. „Wir sollten alle schon viel weiter sein. Jetzt steht bei Unternehmen und Privatleuten noch an erster Stelle, dass sich Nachhaltigkeit finanziell lohnen muss. Erst wenn dies gewährleistet ist, wird gehandelt. Doch damit alleine erreicht man das Ziel nicht.“ Unternehmen und Menschen sollten eine Wende anstreben. Als Beispiel führt er die Initiative ZES (Zero Emission Services) an: „Sowohl Heineken als auch wir wollten emissionsfreie Binnenschifftransporte erreichen. Die letztliche Lösung, der Wunsch, war für uns der Ausgangspunkt, nicht das Geschäftsmodell. Erst danach haben wir analysiert, ob die Lösung technisch und finanziell realisierbar ist. Das Ergebnis spricht für sich: Auf diese Weise ist es uns gelungen.“

Die Energiewende ist nur gemeinsam möglich. „Der Hafen, in dem so viele Unternehmen in direkter Nähe zusammen angesiedelt sind, ist dafür der ideale Ort.“Nico erläutert näher, warum: „In Frankreich gibt es einen Winzer, der Wein aus biologischem Anbau herstellt. Sein Nachbar erzeugt den Wein noch auf traditionelle Weise. Die Folge ist, dass der Bio-Winzer am Rand seiner Anbaufläche auf Pestizide stößt. Den Wein dieser Trauben kann er nicht mit einem Biolabel versehen. Doch er hat eine Lösung gefunden. Auf den Eimer mit gepflückten „unbrauchbaren“ Trauben klebt er ein Etikett mit einem negativen Text über seinen Nachbarn: „Robert est un … “ (Robert ist ein …). Vervollständigen Sie den Satz selbst. Ich möchte nur sagen: Nur auf dem eigenen Flecken Land an der Energiewende oder Klimafreundlichkeit zu arbeiten, funktioniert nicht. Der Nachbar muss mitmachen.“

Ein emissionsfreier Hafen, das ist das Ziel. Doch Nico van Dooren strebt einen Hafen an, der nettopositiv ist. Er nennt das Beispiel Westlake Epoxy: „Das Abwasser, das dieses Unternehmen einleitet, enthält weniger Verunreinigungen als das Wasser, das es aus dem Wasserhahn bezieht. Doch dies ist erst 1 Unternehmen, das mir in dieser Hinsicht bekannt ist.“ Mit seinem Team versucht er, diese Entwicklung weiter voranzutreiben. „Wie? Wir fangen blanko an. Wir lernen, was nettopositiv bedeutet, schauen, wo das Know-how zu finden ist und erschließen ein Netzwerk. Ich verwende intern immer die Metapher: Wenn man zu fest zieht, reißt das Gummiband; wenn man zu vorsichtig zieht, hängt es durch. Man muss also die passende Zugstärke, Ausgewogenheit finden, um eine Energiewende zu ermöglichen.“

Privat hat Nico van Dooren schon seit Jahren Solarmodule auf dem Dach und seit 15 Jahren einen Solarboiler. „Und ich streue auch mitunter Kaffeesatz als Dünger für Champignons in den Garten.“ Trotz der Klimavorteile der Solarmodule geben die ersten Solarmodule auf seinem Dach ihm Stoff zum Nachdenken. „Sie sind fast am Ende ihrer Lebensdauer angelangt. Und was machen wir dann damit? Wie können wir sie recyclen oder wiederverwenden? Sogar das Forschungsinstitut TNO weiß es noch nicht, trotz Studien dazu.“ Nico van Dooren würde sich wünschen, dass es jetzt schon anders wäre, doch ist voll guten Mutes, dass die Kenntnisse entwickelt werden.

Was für Solarmodule gilt, gilt auch für Windkraftanlagen in der Nordsee. Auch ihre Nutzungsdauer ist begrenzt. Während die neueste Generation von Solarmodulen ca. 25 Jahre hält, haben Windkraftanlagen eine Lebensdauer von maximal 15 Jahren. „Heute gibt es fast 300 Windkraftanlagen in der Nordsee. 2030 werden es fast 2000 sein, die zusammen ca. 21 GW jährlich an Windenergie erzeugen. Die Nutzungsdauer endet nicht bei allen gleichzeitig, doch es geht um eine große Anzahl jährlich. Die ersten 300 sind dann am Ende ihrer Lebensdauer angekommen. Jede Windkraftanlage hat 3 Rotorblätter. Sie sind aus Aluminium oder einem Verbundstoff aus Kunststoff und Aluminium oder Polyester und Polyurethan gefertigt. Bisher kenne ich erst ein Unternehmen – es liegt im Botlek-Hafen – das diese Rotorblätter verarbeiten kann.“

Außer Metaphern kennt Nico van Dooren auch Klassiker. Ein Zitat von Ghandi hält ihn und sein Team (netto)positiv: „First they ignore you, then they laugh at you, then they fight you, then you win.“ Und so soll es werden, wenn es an Nico van Dooren liegt: Der Hafen soll emissionsfrei sein, mit einem zweiten Leben für Solarmodule, ebenso für Windkraftanlagen und einer Menge (Netto-)Positivität, auch beim Nachbarn. Dafür setzen er und sein Team sich ein.

Quelle: Port of Rotterdam, Foto: Marc Nolte




ASZ: Neue Logistikflächen in Trier

Aktuell stehen im Terminal Trier zusätzliche Logistikflächen zur Verfügung – insgesamt verfügt der Standort über eine Schwerlastfläche von 15.000 m² und zusätzliche Logistikflächen von 20.000 m².

Die Lagermöglichkeiten sind derzeit in Mitteleuropa nahezu ausgeschöpft. Mit unserem Angebot zeigen wir eine attraktive Alternative auf, denn dank der optimalen Anbindung umfasst das Einzugsgebiet des Schwerlastterminals Trier die Regionen Eifel, Mosel-Saar sowie Luxemburg und Lothringen und bietet einen optimalen Ausgangspunkt für den Import ins 4-Länder-Eck (Deutschland, Luxembourg, Frankreich und Belgien).

Trimodales Terminal (Barge, Rail, Straße)
– Umschlagsfläche von 50.000 m²
– 365 Tage im Jahr 24/7
– Modernstes Schwerlastequipment

Das Angebot der Flächen ist limitiert und besonders für Kunden aus den Bereichen Windkraft, Projektladung, Schwerlast, Maschinen, Stahl, Holz etc. interessant.

Der Mosellift, unser hocheffizienter Hafenmobilkran der Firma Liebherr, bietet außerdem mit einer Traglast von bis zu 120 Tonnen innovative Lösungen für einen reibungslosen Umschlag anspruchsvoller Güter.

– Gesamtgewicht 371 Tonnen
– Auslage bis 48 Meter
– Heben/Senken 120 Meter/Minute

Quelle und Foto: Am Zehnhoff-Söns Group




Unfall mit Containerstapler im Neusser Hafen

Am heutigen Freitag, 25.11., wurde die Feuerwehr Neuss um 08:47 Uhr in einen Gewerbebetrieb an der Tilsiter Straße im Neusser Hafen alarmiert. Ein Containerstapler war bei Verladearbeiten aus ungeklärter Ursache umgekippt und hatte den Fahrer in seinem Fahrerhaus eingeschlossen. Aufgrund der unklaren Lage wurden initial das THW sowie zwei Feuerwehrkräne der Feuerwehren Mönchengladbach und Düsseldorf angefordert, um etwaige havarierte Container bewegen zu können.

Die nach wenigen Minuten eintreffenden Kräfte leiteten sofort eine Menschenrettung ein und nahmen Kontakt mit dem eingeschlossenen Fahrer auf. Dieser konnte sein Führerhaus nicht verlassen, da die Kabine durch den Unfall nicht mehr zu öffnen war. Nach Evaluierung der Gesamtlage wurde entschieden, den Fahrer durch die Windschutzscheibe der Kabine zu retten, wozu diese mittels Glasschneider geöffnet werden musste.

Der Fahrer konnte daraufhin die Kabine aus eigener Kraft verlassen und wurde durch die Feuerwehr und den Rettungsdienst betreut. Parallel wurde die Ladung der havarierten Container kontrolliert, um auszuschließen, dass es sich um Gefahrgut handelte. Die mit Lebensmitteln und Druckern beladenen Container stellten keine Gefahr dar.

Nach Abschluss der Rettungsarbeiten wurde die Einsatzstelle nach etwa einer Stunde an den Betreiber übergeben. Im Einsatz waren von Seiten der Feuerwehr der hauptamtliche Löschzug sowie der Löschzug Stadtmitte, ein Rettungswagen und ein Notarzt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

Quelle und Foto: Feuerwehr Neuss




Linz: Erweiterung und Elektrifizierung abgeschlossen

Der Containerterminal im Linzer Hafen ist ein starker Motor für den Wirtschaftsstandort Linz und das Industrieland Oberösterreich. Seit 2019 wird er im Zuge von Projekt Neuland umfangreich umgebaut. Die Erweiterung ist mittlerweile abgeschlossen. Der Containerterminal bietet unter anderem mit verlängerten Gleisen, einem zweiten Portalkran und einer erweiterten Container-Stellfläche optimale Voraussetzungen zur Abwicklung von Transporten auf Donau, Schiene und Straße. Das gesamte Areal ist zudem zur Gänze elektrifiziert und somit nachhaltig im Betrieb.

Seit 2019 wurde im Containerterminal die Kranbahn verlängert, ein zweiter Portalkran montiert, die Gleisgruppen auf Ganzzugslänge ausgebaut, die Container-Stellplätze erweitert und das gesamte Areal elektrifiziert. Zudem erhielten sämtliche Gleiskörper eine neue LED-Beleuchtung, um den Arbeitnehmerschutz in den Nachtstunden zu erhöhen.

Den Terminal-Kunden stehen nun insgesamt sechs elektrifizierte Ganzzugsgleise mit einer Länge von bis zu 740 Metern zur Verfügung. Durch den Abriss alter Lagerhallen erhöhte sich die Anzahl der Container-Stellplätze zudem von 4.500 TEU auf rund 6.500 TEU (= internationale Standard-Bezeichnung für einen 20-Fuß-Container).

„Im Linzer Hafen läuft die Umsetzung von Projekt Neuland auf Hochtouren. Der Ausbau des Containerterminals ist als wichtige Investition in die betriebliche Infrastruktur zu sehen und stellt eine bedeutende Teiletappe von Projekt Neuland dar. Bei diesem steht die Weiterentwicklung und Modernisierung des gesamten Hafenviertels im Mittelpunkt“, sagt LINZ AG-Generaldirektor DI Erich Haider, MBA.

„Mit der Erweiterung und Elektrifizierung des Containerterminals präsentiert sich das Logistik-Dienstleistungszentrum nun moderner, effizienter, nachhaltiger und leistungsstärker als je zuvor“, ergänzt Hafendirektor Mag. Harald Kronsteiner, MBA.

Sämtliche Waren und Güter, die via Schiene den Linzer Containerterminal erreichen oder verlassen, werden über den Verschiebebahnhof Stadthafen transportiert. Der Bahnhof ist dank Projekt Neuland seit Spätsommer 2021 komplett elektrifiziert. Da dies nun auch auf den Containerterminal zutrifft, erübrigt sich der zeitraubende und kostenaufwendige Verschub von Waren-Anhängern mittels Diesellokomotiven, da elektrisch betriebene Lokomotiven umweltfreundlich direkt bis zum Terminal fahren können. Dies spart nicht nur CO2 ein, sondern erleichtert auch die Betriebsabwicklung. Dazu trägt ebenso die neue Digital-Signalisierung der Gleiskörper bei. Sie ermöglicht eine automatische Steuerung von Ampeln, Gleistoren, Kränen und Weichen. Im ersten Halbjahr 2024 erhält der Containerterminal planmäßig außerdem noch ein neues Ingate (Einfahrts- und Empfangsbereich).

Quelle: LINZ AG, Foto: LINZ AG / P. Kerschbaummayr




Wijgula erhält das Prädikat „Königliche“

Wijnhoff & Van Gulpen & Larsen B.V. (Wijgula), einem Tochterunternehmen der HGK Shipping, wurde jetzt das Prädikat „Königliche“ verliehen. Das Traditionsunternehmen steht seit 100 Jahren für die zuverlässige Durchführung von Transporten aller Arten von Flüssiggütern. Die Auszeichnung ist die königliche Anerkennung der Bedeutung der Reederei und erlaubt der Wijgula, ab sofort den Firmennamen mit dem Zusatz „Königliche“ zu versehen und die königliche Krone zu verwenden.

Bei einer feierlichen Zeremonie am Unternehmensstandort Druten nahm Norbert Meixner, Geschäftsführer der Wijgula und zugleich Business Unit Director Liquid Chemicals der HGK Shipping, den königlichen Orden von Jan Markink, einem Abgesandten des Königshauses, und im Beisein von Corry van Rhee-Oud Ammerveld, Bürgermeisterin von Druten, sowie Stadtrat Ronald Thoonen entgegen.

„Wir fühlen uns außerordentlich geehrt, diese Auszeichnung zu erhalten“, sagte Norbert Meixner. „Die königliche Anerkennung bestätigt den hervorragenden Ruf unseres Unternehmens, das sich in den vergangenen 100 Jahren vom Schwefelsäurehändler zu einer modernen Reederei für flüssige Chemikalien und Marktführer im Transport von anorganischen Schwerchemikalien entwickelt hat. Dieser Erfolg basiert auf zwei Säulen: Da sind zum einen die tollen Mitarbeitenden, die unsere Firma zu dem gemacht haben, wofür sie heute steht und zum anderen unsere hoch spezialisierte Flotte, mit der wir bestens auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen können. Ganz besonders freut es uns, dass wir mit unserem neuen Shareholder, der HGK, in hochmoderne und nachhaltige Tankschiffe investieren können und uns somit bestens für die Zukunft aufstellen.“

Im Juni dieses Jahres feierte das Unternehmen in Rotterdam die Schiffstaufe der „Synthese 18“. Der Typ-C-Tanker ist ein Niedrigwasser-Schiff mit diesel-elektrischem Antrieb. Er wird künftig auf dem Rhein und seinen Nebenflüssen für den Transport flüssiger Chemieprodukte eingesetzt. Das innovative Niedrigwasser-Tankmotorschiff der HGK Shipping ist so konstruiert, dass es bei einem Tiefgang von nur 1,05 Meter immer noch 300 Tonnen Zuladung transportieren kann. Durch weitere bereits im Bau befindliche innovative und nachhaltige Neubauten wird die Reederei in den nächsten Jahren ihre Flotte weiter verstärken und modernisieren.

Die Wijgula versorgt mit rund 60 eigenen und gecharterten Tankschiffen der Tankschiffstypen C und N (ausschließlich doppelwandige Schiffe) den Handel, die chemische und die metallurgische Industrie mit Produkten wie Säuren, Laugen, Slurry und anderen Flüssigprodukten. Um flexibel auf Kundenwünsche eingehen zu können, deckt die Flotte eine breite Spannweite an Spezialschiffen ab. Jährlich bewegt das Unternehmen ca. 6 Mio. Tonnen zwischen der ARA-Region, in Belgien, den Niederlanden, Frankreich dem Rhein und seinen Nebenflüssen sowie dem Nord-Westdeutschen Kanalgebiet. Bei allen Abläufen richtet sich die Wijgula verbindlich nach den Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltleitlinien. Ein bewährtes Qualitätssicherungssystem, u. a. nach ISO-Norm 9001:2015, bietet den Kunden größtmögliche Transportsicherheit.

Quelle: HGK, Foto: Wijgula / Fotograf: Rob Acket, die niederländische HGK Shipping-Tochtergesellschaft Wijnhoff & Van Gulpen & Larsen B.V. (Wijgula) darf künftig den Zusatz „Königliche“ im Namen tragen. (Mitte: Norbert Meixner, Geschäftsführer der Wijgula und Business Unit Director Liquid Chemicals der HGK Shipping)




TX Logistik will Wilhelmshaven integrieren

Die TX Logistik AG (Mercitalia-Gruppe) wird den Tiefwasserhafen Jade-Weser-Port Wilhelmshaven in ihr Netzwerk integrieren. Vorgesehen ist, im Seehafenhinterlandverkehr ab Mitte Januar 2023 mit einer neuen Verbindung zwischen Wilhelmshaven und Süddeutschland zu starten. Zielorte sollen die Bahnterminals in Nürnberg und Kornwestheim sein. Weitere Terminals werden im ersten Halbjahr 2023 folgen.

Mit der neuen Relation möchte TX Logistik den Kunden weitere Kapazitäten für den Containertransport auf der Schiene bieten und vom prognostizierten Mengenwachstum im Jade-Weser-Port profitieren. So gilt es unter Experten als sicher, dass der Umschlag im kommenden Jahr weiter zunehmen wird, wenn die Containerreederei Hapag-Lloyd mit weiteren Mitgliedern des Schifffahrtskonsortiums „The Alliance“ dort den ersten Fernost-Dienst beginnen wird. Im April hatte die EU-Kommission die Beteiligung von Hapag-Lloyd am Jade-Weser-Port genehmigt.

Wichtige Voraussetzung für die neue Verbindung ist für TX Logistik allerdings auch, dass die Bahnstrecke zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven zweigleisig ausgebaut und vollständig elektrifiziert wurde. Mit dem Abschluss aller Baumaßnahmen zum Jahresende 2022 kann die knapp 70 Kilometer lange Strecke 2023 nun durchgängig mit modernen Elektroloks befahren werden. Das sorgt für eine effiziente Traktion und verbessert die Erreichbarkeit der Logistikdrehscheibe Jade-Weser-Port für Güterzüge deutlich.

Aktuell laufen bei TX Logistik die letzten Detailplanungen. Parallel dazu werden Gespräche mit den potenziellen Nutzern der neuen Relation geführt, die im Rahmen der Produktionsplattform boxXpress angeboten werden soll.

Quelle: TX Logistik AG AD, Foto: JadeWeserPort




Mutig in die Zukunft

Mutig nach vorne – das war und bleibt das Motto des Digital Hub Logistics Hamburg, das jetzt den Umzug in seine 3.200 qm neuen Räumlichkeiten in der Speicherstadt feierte. Bekannte Politiker:innen, Unternehmer:innen aus der Logistik, Influencern und zahlreiche zukunftsorientierte Start-Ups teilten auf dem HubDay 2022 Wissen, Netzwerk und vor allem die Freude an ihren individuellen Plänen miteinander.

„Seit der Gründung 2017 ist uns im Digital Hub Logistics eines besonders wichtig: Menschen zusammenzubringen, die mehr Mut als Angst haben und deren Freude am Gewinn größer ist als die Angst vor Verlust,“ erklärt Johannes Berg, Geschäftsführer, mit einem Lächeln. Denn er und sein zehn-köpfiges Team wissen um den Tatendrang, die Entschlossenheit und Erfolgsorientierung der mittlerweile 85 Start-Ups im Hub. Die Kontinuität, mit der Start-Ups, Partnerunternehmen und das Hub-Team an den Tag legen, zahlt sich aus.

„Im Digital Hub Logistics Hamburg entstehen kluge Ideen und smarte Innovationen für die Transportwirtschaft der Zukunft,“ sagt Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. „Der Hub hat in den letzten fünf Jahren bereits über 80 Start-Ups Rückenwind gegeben und verdoppelt mit dem Umzug seine Kapazitäten. Hamburg ist der größte Logistikstandort Deutschlands und setzt auf die Kooperation innovativer Unternehmen, Startups und wissenschaftlicher Institute. Ich danke dem Team des Digital Hub Logistics Hamburg für die engagierte Arbeit und wünsche weiterhin viel Erfolg,“ resümiert er.

Für die Zukunft ist nicht nur die weitere Stärkung von Hamburg als Innovationsstandort geplant; die zukunftsgerichtete digitale Durchdringung der vielfältigen Logistikbranche steht ebenso auf der Agenda wie die Erweiterung des bundesweiten und internationalen Radius.

„Mit dem Digital Hub Logistics ist hier in Hamburg ein inspirierender Heimathafen für digitale Lösungen und Innovationen in der Logistik entstanden, dessen Strahlkraft weiter über die Grenzen der Stadt hinausgeht,“ freut sich Kerstin Wendt-Heinrich, Vorsitzende der

Logistik-Initiative Hamburg. „Der Schaffensgeist der agilen Start-Ups schafft nicht nur Mehrwert für die bereits beteiligten großen Logistikunternehmen; er hilft insbesondere auch den zahlreichen mittelständischen Unternehmen unserer Branche, die digitale Transformation erfolgreich zu meistern.“

Der Digital Hub Logisticswurde 2017 gegründet und vernetzt seitdem Unternehmer, Investoren, Start-ups, Forscher und Wissenschaftler an einem Ort. Im Herzen der Hamburger Speicherstadt gelegen, zielt der Hub auf den Aufbau eines internationalen Netzwerks für moderne Logistik ab. Er beherbergt aktuell 85 Start-ups aus verschiedenen

Bereichen der Logistik und hat 24 Partner, die diese Start-ups bei der Weiterentwicklung und Umsetzung ihrer Ideen unterstützen. Die Digital Hub Logistics GmbH ist eine von der Logistik-Initiative Hamburg Service GmbH und der Freien und Hansestadt Hamburg unter Führung der Senatsbehörde für Wirtschaft und Innovation geführte Gesellschaft. Er ist einer von aktuell 12 Hubs der Digital Hub Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz und des Digitalverbandes Bitkom. Weitere Informationen unter de-hub.de

Quelle und Foto: Digital Hub Logistics, Dr. Peter Tschentscher, erster Bürgermeister Hamburgs, bei der offiziellen Einweihungszeremonie