Geschäftsführung der HPA wieder komplett

Im Februar hat der Aufsichtsrat der HPA die Auswahl von Friedrich Stuhrmann als Geschäftsführer der HPA bestätigt. Dieser Entscheidung vorausgegangen war ein konzentrierter und sorgfältiger Auswahlprozess einer Findungskommission unter Leitung von Senator Michael Westhagemann.

Stuhrmann hat in den vergangenen Jahren in der EUROGATE-Gruppe in Bremerhaven in verschiedenen leitenden Positionen Managementerfahrung gesammelt und ist zurzeit Geschäftsführer der MSC Gate Bremerhaven GmbH & Co. KG. Er hat am 1. Juli 2021 bei der HPA begonnen. Senator Michael Westhagemann: „Mit Friedrich Stuhrmann konnten wir einen Hafenmanager für die HPA gewinnen, der gleichzeitig umfangreiche Markterfahrung und frische Ideen für den Hamburger Hafen mitbringt. Er wird gemeinsam mit Jens Meier die Geschäftsführung bilden. Damit ist die HPA für die vielfältigen Herausforderungen gut aufgestellt.“

Michael Blach, Vorsitzender der Gruppengeschäftsführung von EUROGATE: „Friedrich Stuhrmann war für die EUROGATE-Gruppe mehr als zehn Jahre lang tätig und hat in dieser Zeit in verschiedenen Funktionen stets hervorragende Arbeit geleistet. Es fällt uns daher schwer, ihn gehen zu lassen, aber natürlich wünschen wir ihm für seine neue Aufgabe ebenso viel Erfolg und alles erdenklich Gute. Glücklicherweise verlieren wir Herrn Stuhrmann auch nicht aus den Augen, sondern freuen uns jetzt auf die weitere Zusammenarbeit zwischen der HPA und EUROGATE im Hamburger Hafen.“

Kurzlebenslauf Friedrich Stuhrmann

Name: Friedrich Stuhrmann
Alter: 39 Jahre
Ausbildung: 2000 – 2006 Studium Verkehrswirtschaft in Dresden Abschluss Diplom

Beruflicher Werdegang:

2007 – 2008 EUROGATE, Bremen & Bremerhaven, Dublin & Hamburg Führungsnachwuchskraft / Management Trainee
2008 – 2010 EUROGATE, Bremen & Bremerhaven Projektmanager
2011 – 2015 ARGE EUROGATE SARENS Nordsee Ost, Bremerhaven, Geschäftsführer
2011 – 2018 EUROGATE Container Terminal Bremerhaven, Bremerhaven, Kaufmännischer Leiter, Prokurist
Seit 2018 MSC Gate Bremerhaven, Bremerhaven, Geschäftsführer

Quelle und Foto: HPA




Land und Bund fördern Landstromanlagen

Bordeigene Dieselgeneratoren, die Strom für vor Anker liegende Binnenschiffe liefern, sorgen an vielen Häfen und Anlegestellen in Nordrhein-Westfalen für dicke Luft. Um CO2-Emissionen zu reduzieren und die Luftqualität in Hafengebieten und entlang von Flüssen und Kanälen zu verbessern, fördert die Landesregierung gemeinsam mit dem Bund die Errichtung umweltfreundlicher Landstromanlagen, die ankernde Schiffe mit regenerativ erzeugtem Strom versorgen, mit rund 20 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt sich mit etwa neun Millionen Euro, der Bund steuert rund elf Millionen Euro bei.

Wirtschafts- und Energieminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „In Nordrhein-Westfalen findet knapp die Hälfte des Güterumschlags der Binnenschifffahrt in Deutschland statt und der Rhein ist Europas wichtigste Handelsroute sowie das bedeutendste Ziel für touristische Flussfahrten. Mit dem Förderprogramm zur Errichtung von Landstromanlagen treibt die Landesregierung zusammen mit dem Bund den klimagerechten Wandel der Binnenschifffahrt entschieden voran. Bessere Luft an unseren Flüssen und Kanälen steigert darüber hinaus die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger.“

Mit dem Förderprogramm können voraussichtlich rund 110 Landstromanlagen für Güterschiffe und etwa 40 Anlagen für gewerbliche Personenschiffe errichtet werden. Ziel ist es, entlang des Rheins eine flächendeckende Versorgung mit Landstrom zu gewährleisten und an der Ruhr und den Kanälen ein gutes Basisnetz zu schaffen. Interesse haben bislang unter anderem die Güterhäfen duisport in Duisburg, Dortmund, Köln, Neuss-Düsseldorf, Emmerich, Krefeld, Herne und Minden bekundet. Gleiches gilt für die Personenschifffahrt in Köln, Düsseldorf, Bonn, Duisburg, Königswinter, Emmerich und am Baldeneysee in Essen.

Die Ausgaben für die Landstromanlagen mit dem erforderlichen Zubehör werden zu 80 Prozent gefördert. Antragsberechtigt in der Förderrichtlinie Landstromanlagen sind sämtliche öffentlichen und privaten Häfen sowie Betreiber von Anlegestellen für die gewerbliche Binnenschifffahrt.

Die Förderanträge können ab sofort online bei der Bezirksregierung Arnsberg gestellt werden: www.bra.nrw.de/4045740. Das Förderprogramm läuft bis zum Jahr 2023.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, Foto: MWIDE NRW/S. Ebbing, v.l.: Nicole Becker, Prokuristin der Köln-Düsseldorfer Schifffahrtsgesellschaft, Wirtschafts- und Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Markus Bangen, Mitglied des Vorstandes der Duisburger Hafen AG (duisport)




25 Jahre Hafen Straubing-Sand

Am 28.06.1996 hat der damalige Bayerische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber den Hafen Straubing-Sand eröffnet. Ein mutiges Großprojekt auf 220 Hektar „grüner Wiese“ – grenzüberschreitend auf Flächen der Stadt Straubing und der Landkreisgemeinde Aiterhofen. Heute – zum 25-jährigen Jubiläum – ist der Hafen Straubing-Sand ein wachstumsstarkes Güterverkehrszentrum mit 4,2 Mio. Tonnen Umschlagsleistung. Mehr als 3.000 Arbeitsplätze sind entstanden. Die Erfolgsgeschichte soll durch weitere Investitionen fortgeschrieben werden.

3.600 Jahre! So lange würde es dauern, bis ein Pkw mit konstant 100 km/h unsere Erde 80.000-mal umrunden würde. Den CO2-Ausstoß, der bei einer derartig langen Reise entsteht, hat der Hafen Straubing in nur 25 Jahren eingespart – durch die Verlagerung von Lkw-Transporten auf umweltfreundliche Schiffs- und Bahnverkehre.
Seit der Eröffnung des Hafens wurden 10,3 Mio. Tonnen Schiffsgüter und 5,1 Mio. Tonnen auf der Bahn umgeschlagen. Entgegen dem bundesweiten Trend kann Straubing weiterhin Wachstum beim Schiffsgüterumschlag verzeichnen. Dabei übertrifft der Hafen in den letzten Jahren regelmäßig die ursprünglichen Plankapazitäten. 12.355-mal wurden Kapitäne mit „Schiff ahoi“ im Straubinger Hafen begrüßt. Im vergangenen Jahr machten 822 Schiffe in Straubing-Sand fest – so viele wie nie zuvor. Mit rund 667.000 Tonnen Schiffsgüterumschlag wurde 2020 das zweitbeste Jahresergebnis und mit 381.000 Tonnen Bahnumschlag ein neuer Spitzenwert erreicht.

Landrat Josef Laumer, Verbandsvorsitzender des Zweckverbandes Hafen Straubing-Sand, betont die Bedeutung der interkommunalen Kooperation für das Projekt: „Die Erfolge unseres Hafens mit seiner herausragenden trimodalen Infrastruktur sind deshalb möglich, weil kreisfreie Stadt, Landkreis und Gemeinde Aiterhofen seit vielen Jahren gemeinsam an einem Strang ziehen.“ Auch Bürgermeister Adalbert Hösl ist mit der Gemeinde Aiterhofen gerne Teil des Hafens: ,,Es freut mich, dass in den letzten 25 Jahren über 3.000 Arbeitsplätze im Hafen entstanden sind.“

Zur Jubiläumsveranstaltung des Hafens Straubing-Sand hatten sich neben Bundesverkehrs-minister Andreas Scheuer zahlreiche Prominente aus Politik und Wirtschaft als Gratulant*innen eingefunden. Die Verlagerung von Großraum- und Schwertransporten (GST) auf das Binnenschiff war Gegenstand einer engagierten Podiumsdiskussion zwischen dem Bundesverkehrsminister, MdB Alois Rainer (verkehrspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion), Erich Sennebogen (Geschäftsführer Sennebogen Maschinenfabrik GmbH), Martin Staats (Präsident Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e. V.) und Joachim Zimmermann (Präsident Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen e. V.). Besondere Aktualität bekam das Thema durch das Klimaschutz-Sofortprogramm.
Das Bundeskabinett hatte in diesem Rahmen erst vor wenigen Tagen 10 Mio. Euro für die Förderung der Verlagerung von GST von der Straße aufs Wasser bereitgestellt. Eine Arbeitsgruppe des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hatte zuvor in ihrem Abschlussbericht konkrete Maßnahmen vorgeschlagen und dabei auf die Handlungsfelder Genehmigungsverfahren, finanzielle Anreize z. B. für Shuttle-Verkehre sowie Attraktivitätssteigerung durch weitere Umschlaganlagen an Wasserstraßen abgestellt.

Bundesminister Andreas Scheuer: „Unsere Arbeitsgruppe hat aufgezeigt, wie wir noch mehr Großraum- und Schwerlasttransporte auf die Schiene und vor allem auf den Wasserweg verlagern können: Zum Beispiel, indem wir Genehmigungsverfahren optimieren und generell Wasserstraße und Schiene als Transportalternativen attraktiver machen. Ein Hebel dafür sind u.a. gezielte Förderungen, ob für den Um- oder Neubau von Fahrzeugen, den Aufbau eines digitalen Marktplatzes für Binnenschiffer oder das Einrichten von Shuttleverkehren, wie sie etwa vom Hafen Straubing vorgeschlagen wurden. Hier in der Region erhöhen wir als Bund außerdem mit dem Donauausbau, der verbesserten Westanbindung des Hafens und den damit einhergehenden Anpassungsmaßnahmen am Hafen ganz konkret die Attraktivität des Wasserwegs und dies nicht allein für die Verlagerung von GST, sondern für alle Transportgüter. Unser Motto ist: mehr H2O, weniger CO2. Und das so schnell wie möglich.“

MdB Alois Rainer: „Die Verlagerung von Großraum- und Schwerlasttransporten auf Schiene und Wasser ist ein wichtiger Baustein, um die Verkehrsziele zu erreichen. Zugleich bringt die Verlagerung eine spürbare Entlastung der Straße für staugeplagte Bürgerinnen und Bürger. Auch die Straßeninfrastruktur wird entlastet und geschont.“

Seit längerer Zeit setzt der Hafen Straubing auch Akzente durch Innovationen für den Rohstoffwandel. So wird bereits seit 1998 ein Technologie- und Gründerzentrum betrieben, das mittlerweile Teil des neuen BioCampus im Hafen ist. Oberbürgermeister Markus Pannermayr, Aufsichtsratsvorsitzender der Hafen Straubing-Sand GmbH: „In Zeiten des Klimawandels setzen wir in Straubing auf die Bioökonomie und die Nutzung Nachwachsender Rohstoffe. Unser Hafen ist hier mit seinem BioCampus ein exzellenter Standort zur Demonstration und industriellen Umsetzung neuer Technologien.“

Zum Jubiläum wird der Blick in die Zukunft gewandt. Im Hafen Straubing-Sand stehen umfangreiche Investitionen an. „Der Ausbau der Donau bietet weitere Potenziale für den Hafen Straubing-Sand, die wir nutzen wollen. Deshalb werden wir verstärkt in den Ausbau und neue Hafenanlagen investieren“, so Andreas Löffert, Geschäftsführer der Hafen Straubing-Sand GmbH. Das Hafenbecken soll vertieft und erweitert werden, unser Terminal für den Kombinierten Verkehr hat Baurecht und unser Technologie- und Gründerzentrum wird deutlich erweitert. Weiterhin wird ab 2022 auf dem BioCampus im Hafen eine deutschlandweit herausragende Infrastruktur entstehen: eine durch den Freistaat geförderte biotechnologische Mehrzweck-Demonstrationsanlage, die „BioCampus MultiPilot“. Zudem arbeitet das Hafenteam weiterhin an der Realisierung eines Bahnhaltepunkts, an Angeboten der Nahversorgung und an weiterem Wohnraum für die Beschäftigten im Hafen Straubing-Sand.

Ursprünglich plante der Hafen ein großes Hafenfest mit vielen Tausend Gästen zum Jubiläum. COVID-19 hat vieles verändert. Feiern ist nicht selbstverständlich. Trotzdem will das Hafenteam zeigen, dass es möglich ist. Deshalb werden mit nicht geringem Aufwand fünf kleine Feste gefeiert:
26.06.2021 Lauschma(h)l – literarisch, kulinarisch, musikalisch
03.07.2021 Mordsweib – gschmackig, sündig, kriminell
09.07.2021 Riverpool Party – spritzig, grillig, chillig
11.07.2021 Entdeckercamp – wild, lebendig, pfiffig
17.07.2021 Tough Guys – rustikal, trimodal, kolossal
Weitere Informationen: www.hafen-straubing.de/wirfeiern 

Der Hafen Straubing-Sand mit einer Gesamtfläche von 220 ha ist ein trimodaler Industrie- und Logistikstandort, der im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit der Stadt Straubing, des Landkreises Straubing-Bogen und der Gemeinde Aiterhofen entwickelt wurde.

Mit einem Gesamtumschlag von rund 4 Millionen Tonnen im Jahr ist Straubing-Sand Niederbayerns leistungsstärkstes Güterverkehrszentrum. Ansiedler finden dort baureife Grundstücke mit einer Fläche von 2.000 m² bis knapp 50.000 m² mit teilweise direkter Gleis- und Wasseranbindung. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält der Standort durch den Betrieb seines Technologie- und Gründerzentrums (TGZ) am BioCampus. Vor dem Hintergrund einer dauerhaft guten Belegung gibt es konkrete Planungen für eine Erweiterung des TGZ, für die der Freistaat Bayern Mittel bereitstellen will. In Verbindung mit der geplanten biotechnologischen Mehrzweck-Demonstrationsanlage „BioCampus MultiPilot“ entsteht im Hafen Straubing-Sand ein Leuchtturm der Bioökonomie mit einer deutschlandweit einzigartigen Infrastruktur.

Quelle und Foto: Zweckverband Hafen Straubing Sand, Von li. nach re.: Regierungspräsident Rainer Haselbeck; Oberbürgermeister Straubing Markus Pannermayr, MdB Alois Rainer, Geschäftsführer Hafen Straubing-Sand GmbH Andreas Löffert, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Andreas Scheuer, Bürgermeister Aiterhofen Adalbert Hösl, Landrat Straubing-Bogen Josef Laumer, MdL Josef Zellmeier 




Versorgung der „ELEKTRA“ vertraglich gesichert

Durch einen Vertrag zwischen dem Fachgebiet Entwurf und Betrieb Maritimer Systeme der TU Berlin und dem Industrie- und Gewerbepark Mittelelbe GmbH wurde die Versorgung der ELEKTRA mit grünem Wasserstoff aus dem Hause H2 Green Power & Logistics GmbH bis zum Ende 2024 vertraglich vereinbart.

Damit konnte der nächste wichtige Meilenstein bei der Realisierung der „ELEKTRA“ erreicht werden, so Prof. Gerd Holbach, Leiter des Projektes Elektra.

Mit Beginn der Erprobung steht somit grüner gasförmiger Wasserstoff bei 500 bar in den ELEKTRA eigenen Multiple Energy GAS Container (MEGC) zur Verfügung. An Bord der „ELEKTRA“ befinden sich sechs der je 125 kg Wasserstoff aufnehmenden Container. Sechs weitere Container befinden sich im Umlauf. Das Wechseln der Container erfolgt durch den bordeigenen Kran der ELEKTRA. Hauptversorgungspunkt ist der Heimathafen der ELEKTRA, der Westhafen der BEHALA in Berlin, wo aktuell die Planung für die Ertüchtigung der hafenseitigen Infrastruktur entsprechend mit einem Wasserstofflagerplatz und einem leistungsfähigen Stromladegalgen vorbereitet wird. Für die geplanten Fernfahrten nach Hamburg steht zusätzlich der Hafen Lüneburg als Bereitstellungsort für Wasserstoff und elektrischen Strom zur Verfügung.

Nach dem Stapellauf der „ELEKTRA“ am 27.05.2021 befindet sich das Schubboot in der Endausrüstung an der Werftpier. Erste Teile des Energiesystems konnten seitdem erfolgreich in Betrieb genommen werden. Die Prüfungen und Abnahmen durch Sachverständige, Gutachter und die Untersuchungskommission der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung schließen den Bau- und Inbetriebnahmeprozess ab. Wenn hier alles nach Plan läuft, kann die „ELEKTRA“ Ende August in den Heimathafen Berlin Westhafen überführt werden und die Langzeiterprobung danach starten.

Bei einem Gesamtprojektvolumen von ca. 13 Mio. € wird das Projekt ELEKTRA durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit ca. 8 Mio. € gefördert und vom Projektträger Jülich (PTJ) und der Nationalen Organisation für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) betreut und koordiniert.

Quelle: BEHALA – Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft mbH, Foto: EBMS-TU Berlin




3D-gedruckte Poller im Rotterdamer Hafen

Der Hafenbetrieb Rotterdam hat die weltweit ersten 3D-gedruckten Stahlpoller auf dem neuen Kai im Schlepperhafen in Rotterdam Heijplaat aufgestellt. Die sechs Poller gehören zu einer Reihe von zwölf 3D-gedruckten Pollern, die der Hafenbetrieb und RAMLAB gemeinsam entwickelt haben. Der 3D-Druck von Pollern ist Teil des Infra-Innovationsprogramms, mit dem der Hafenbetrieb mithilfe von wissenschaftlicher Forschung, Innovation und Digitalisierung den Bau und die Nutzung von Hafenausstattung verbessern und nachhaltiger gestalten möchte.

Herkömmliche Poller werden schon seit vielen Jahren anhand einer festen Form aus Gussstahl hergestellt. Durch den Einsatz von 3D-Drucktechnik können Poller nicht nur schneller, sondern auch ganz in der Nähe des Standorts, an dem sie aufgestellt werden, hergestellt werden, was zu einer nachhaltigeren Produktion beiträgt.

Aus den Ergebnissen eines externen Prüfstands wird ersichtlich, dass die Poller mindestens dieselbe Qualität aufweisen wie die Stahlpoller. Langfristig wird auch die ursprüngliche Form der Poller weiter entwickelt werden, mit dem Ziel, die Poller in Zukunft noch stabiler, preisgünstiger und nachhaltiger zu machen.

Die elf 3D-gedruckten Poller werden im Schlepperhafen am neuen Kai aufgestellt und dazu verwendet, Schiffe für Broekman-Projektservices festzumachen.

RDM Rotterdam in Rotterdam Heijplaats, wo sich auch der Schlepperhafen befindet, ist die Brutstätte für die innovative verarbeitende Industrie, wo Auszubildende, Gewerbe und Wissenschaft gemeinsam am Hafen von morgen bauen. Der Kai des Schlepperhafens musste überholt werden. Bei dessen Instandsetzung kamen diverse innovative, nachhaltige Baukonzepte zum Einsatz. So wurden bei der Fertigstellung der Kaimauer abschließende Prefab-Betonelemente verwendet, die ohne Baugrube angebracht wurden. Dadurch wurde die Bauzeit verkürzt und in der Nähe gelegene Unternehmen wurden von den Arbeiten weniger stark beeinträchtigt.

Der Hafenbetrieb Rotterdam und RAMLAB haben die Poller gemeinsam entwickelt. Deren Druck findet bei RAMLAB auf dem RDM-Gelände statt. Die dafür verwendete Technik heißt Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM) und besteht aus dem robotisierten Verschweißen aufeinander angebrachter Schichten, sodass eine 3D-Form hergestellt werden kann.

„3D-Druck ermöglicht es, Bauteile lokal und bedarfsgesteuert herzustellen. So produzierte RAMLAB 2017 die erste 3D-gedruckte und zertifizierte Schiffsschraube. Dieses Jahr drucken wir die ersten Poller. Ein schöner Testfall, um zu zeigen, dass man kleine Serien relativ schnell produzieren kann im Vergleich zum Gießen und Importieren von Bauteilen aus China“, sagt Vincent Wegener, Geschäftsführer von RAMLAB.

Der 3D-Druck ist aus einigen Sektoren nicht mehr wegzudenken, darunter der Bauwirtschaft, da diese Technik das Potential aufweist, erschwinglicher, schneller, nachhaltiger und formloser bauen zu können. Die Anwendung dieser Technologie auf die Poller wird vom Hafenbetrieb Rotterdam als ein erster Schritt zur Gewinnung von Wissen und Erfahrung mit den Möglichkeiten betrachtet, die diese Technologie bietet.

Der nächste Schritt besteht darin, die Möglichkeiten, die 3D-Druck im Wasserbau bietet, zu untersuchen. Dazu gehört die Entwicklung eines Systems, das vor Ort in 3D drucken kann. Das würde Reparaturen an wasserbaulichen Objekten wie Pollern und Haltepfählen vor Ort ermöglichen.

„Gemeinsam mit anderen Parteien, die hier im Hafen niedergelassen sind, entwickeln und testen wir die Möglichkeiten neuer Technologien. So entsteht eine Brutstätte für Innovation und Forschung, in der wir zusammen am Hafen von morgen bauen“, erklärt Joppe Burgers, Projektingenieur des Hafenbetriebs Rotterdam.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam




Hafenbetrieb nahm an Staatsbesuch teil

Allard Castelein, CEO des Hafenbetriebs Rotterdam, nahm am Staatsbesuch des niederländischen Königspaars in Berlin teil. Ein wichtiger Teil des Programms hatte die deutsch-niederländische Zusammenarbeit im Bereich Wasserstoff zum Thema.

Allard Castelein hielt während eines Symposiums eine kurze Ansprache zur Bedeutung des Imports von Wasserstoff. Der Hafenbetrieb untersucht zurzeit die Möglichkeiten, Wasserstoff in großem Umfang zu importieren und damit einen Beitrag zu einem umweltfreundlicheren Energieverbrauch Nordwest-Europas zu leisten und gleichzeitig wirtschaftliche Tätigkeiten in Rotterdam durchzuführen. Zudem gab es ein Gespräch zwischen der Königin, Allard Castelein und Dr. Arnd Köfler von Thyssenkrupp Steel. Der Hafenbetrieb untersucht gemeinsam mit den Stahlunternehmen Thyssenkrupp Steel und HKM speziell die Anlieferung von Wasserstoff für die Stahlproduktion.

Andere Themen waren der Delta Corridor (das Projekt zur Verlegung einiger Leitungen unter anderem für Wasserstoff und CO2 zwischen Rotterdam, Chemelot und Nordrhein-Westfalen) und die Verwendung von Wasserstoff als Kraftstoff für Schwertransporte, im Besonderen für Straßentransporte und die Binnenschifffahrt. Für die Binnenschifffahrt ist das Programm RH2INE in Kraft. Dessen Ziel ist es, 2024 erste Schiffe zwischen dem Ruhrgebiet und Rotterdam mit Wasserstoff zu betreiben.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam




Antwerpen mit Wachstum im ersten Halbjahr

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden am Hafen von Antwerpen 120 Mio. Tonnen umgeschlagen, das sind 5 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2020 und Status quo im Vergleich zu 2019. Trotz der Auswirkungen der anhaltenden Corona-Krise und des Brexits verzeichneten zahlreiche Ladungsströme Zuwächse.

Der Umschlag mit dem Vereinigten Königreich und Irland sorgt ebenfalls für positive Zahlen. Die erweiterten Shortsea-Verbindungen als Reaktion auf den Brexit erfüllen damit die Erwartungen.

Schiffscontainer sind die einzige Frachtart, die seit 2014 kontinuierlich gewachsen ist – im ersten Halbjahr mit einem Plus von 4,3 Prozent im Vergleich zu 2020 und von 3,9 Prozent im Vergleich zu 2019 (in Tonnen). Das konventionelle Stückgut wächst um 41,2 Prozent im Vergleich zu 2020 und entspricht dem Umschlag der ersten sechs Monate von 2019. Der Umschlag von Eisen und Stahl, der Hauptwarengruppe in diesem Segment, steigt um 37,8 Prozent, was auf einen Spitzenwert bei der Lieferung von Stahl zurückzuführen ist. RoRo hat sich 2021 ebenfalls sehr gut entwickelt und ist im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 um 22Prozent gestiegen.

Der Umschlag von trockenem Massengut stieg um 7,5 Prozent und schwankt stärker, da einige Produkte, wie z. B. Düngemittel, saisonabhängig sind. Flüssiges Massengut wuchs leicht um 1,2 Prozent im Vergleich zu 2020, sank aber um 6,1 Prozent im Vergleich zu 2019. Im Mai war die Menge an Kraftstoffen die höchste seit Oktober letzten Jahres, während der Umschlag von Chemikalien im Vergleich zu 2020 um 8,9 Prozent stieg. Die Nachfrage nach Chemikalien boomt weltweit aufgrund der Erholung der Industrieproduktion und liegt über dem Niveau vor der Pandemie.

Mit einem jährlichen Frachtaufkommen von rund 15 Millionen Tonnen ist das Vereinigte Königreich der drittgrößte Seehandelspartner für den Antwerpener Hafen. Der Brexit zu Beginn dieses Jahres brachte daher große Herausforderungen mit sich durch eine komplexere Verwaltung, mehr Kontrollen und in der Folge Staus, längere Transitzeiten und höhere Kosten. Infolge des Brexits gehen die Warenströme zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich zurück. Trotz dieser schwierigen Bedingungen verzeichnete der Hafen von Antwerpen im ersten Halbjahr ein Wachstum von 11,1 Prozent beim Gesamtumschlag mit dem Vereinigten Königreich und 12,1 Prozent mit Irland im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2020.

In Vorbereitung auf den Brexit hat der Hafen von Antwerpen alles daran gesetzt, dieKurzstreckenseeverbindungen mit Großbritannien und Irland weiter auszubauen, um die Verkehrsverlagerung von der Fähre auf den Containertransport zu erreichen. Fünf Jahre nach dem Brexit-Referendum ist der Hafen von Antwerpen nun mit zwölf britischen und irischen Häfen verbunden. Es ist zu beobachten, dass irische Importeure und Exporteure zunehmend zugunsten einer direkten Seeverbindung auf die Landbrücke über Großbritannien verzichten.

Das Antwerp@C-Konsortium unternimmt wichtige Schritte beim Übergang zu einem nachhaltigen, kohlenstoffarmen Hafen. Die Machbarkeitsstudien sind abgeschlossen. Das Konsortium bereitet sich auf den Eintritt in die Entwurfsphase vor. Das Projekt, eine Initiative von Air Liquide, BASF, Borealis, ExxonMobil, INEOS, TotalEnergies, Fluxys und der Antwerpener Hafenbehörde, hat das Potenzial, die CO2-Emissionen im Hafen von Antwerpen bis 2030 um die Hälfte zu reduzieren, indem CO2 abgeschieden und genutzt oder dauerhaft gespeichert wird.

Jacques Vandermeiren, CEO des Hafens von Antwerpen: „Wir wussten, dass der Brexit große Auswirkungen auf den Güterverkehr zwischen Europa und dem Vereinigten Königreich haben würde. Indem wir uns gut vorbereiten und uns auf Shortsea-Verbindungen und LoLo-Ladung konzentrieren, können wir Herausforderungen in Chancen verwandeln. Die positiven Halbjahreszahlen für den Umschlag mit dem Vereinigten Königreich und Irland bestätigen dies. Antwerpen will nach dem Brexit mehr denn je das Tor zwischen Europa und dem Vereinigten Königreich und Irland sein.“

Annick De Ridder, Hafenschöffin: „Trotz der schwierigen Umstände, unter denen wir in das Jahr 2021 gestartet sind, können wir zeigen, dass sich der Hafen behauptet und sogar ein Wachstum beim Containerumschlag verzeichnet. Die wirtschaftliche Dringlichkeit für zusätzliche Containerkapazitäten wird damit erneut und mehr denn je deutlich. Die Zahlen sind eine Bestätigung für die Widerstandsfähigkeit unseres Hafens und für die Flexibilität aller Mitarbeiter, die dafür sorgen, dass alles weiterhin am Laufen bleibt.“

Quelle und Grafik: Port of Antwerp




Land Bremen beginnt mit Impfungen von Seeleuten

Die Impfungen gegen das Corona-Virus im Land Bremen schreiten weiterhin sehr schnell voran. Mehr als 65% der Bremer Bevölkerung sind mindestens einmal geimpft, mehr als 40% haben bereits einen vollständigen Impfschutz. Als gemeinsames Projekt des Hafenärztlichen Dienstes und des Impfzentrums Bremerhaven und in Zusammenarbeit mit dem Hafenkapitän wurde nun ein Konzept entwickelt, um Seeleuten direkt im Hafen eine Impfung anzubieten.

Die Koordination der Impfungen stellt eine große Herausforderung dar. Kurze Liegedauer sowie häufig nicht genau planbare Ankunftszeiten der Schiffe sind Faktoren, die es bei bisherigen Impfungen nicht gab. Geimpft wird montags bis freitags ab 9.30 Uhr, je nach einlaufenden Schiffen. Die genaue Planung der Impfungen und den Kontakt mit den Agenten übernimmt der Hafenärztliche Dienst. Die Durchführung der Impfungen erfolgt durch ein mobiles Impfteam des Impfzentrums Bremerhaven. Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard zu dem neuen Angebot: „Mit dem Impfangebot an Seeleute schaffen wir einen weiteren Schutz gegen das Corona-Virus. Wir können die Pandemie nicht nur lokal denken. Durch die Impfung von Seeleuten bieten wir diesen einen individuellen Schutz und leisten gleichzeitig einen Beitrag zur weltweiten Eindämmung der Pandemie und einer eventuellen Verbreitung von neuen Varianten. Ich danke dem Hafenärztlichen Dienst, dem Bremerhavener Impfzentrum und den dortigen Hilfsorganisationen für ihr Engagement bei der Umsetzung dieses Projekts!“

Die Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Dr. Claudia Schilling, sagt dazu: „Die Seeschifffahrt ist das Rückgrat des Welthandels. Seeleute stellen die globalen Lieferketten für die tägliche Versorgung der Menschen und für die Produktion von Gütern sicher. Seeleute sind von der Pandemie besonders schwer betroffen, weil sie in den Häfen nicht von Bord können, der Crewwechsel durch internationale Reiserestriktionen erschwert oder nicht möglich ist und auch die medizinische Versorgung oftmals nicht sichergestellt ist. Die wenigsten Seeleute haben in ihren Heimatländern Zugang zu Impfangeboten.“ Senatorin Dr. Schilling weiter: „Bremen als Hafen- und Schifffahrtsstandort trägt in dieser Situation eine besondere Verantwortung für die Gesundheit der Seeleute. Ich freue mich außerordentlich und ich danke allen, die mitgeholfen haben, diese einzigartige Gemeinschaftsaktion auf die Beine zu stellen. Das ist ein entscheidender Beitrag und ein echter Fortschritt zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen für Seeleute in der Pandemie.“

Die Impfungen werden durch ein mobiles Team des Impfzentrums Bremerhaven durchgeführt. Hierfür stellt das Deutsche Rote Kreuz sowohl das Team, als auch einen Impfbus zur Verfügung. „Auch wenn wir als Stadt Bremerhaven keine formale Zuständigkeit im Hafen besitzen, haben wir gerne die logistischen Fähigkeiten unseres Impfzentrums für die Impfungen im Hafen zur Verfügung gestellt. Dass auch die Hilfsorganisationen wieder mit im Boot sind, zeigt das große Engagement in unserer Stadt für umfassenden Impfschutz und die Identifikation mit Bremerhaven als Hafenstadt“, erklärt Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz.

Um einen möglichst lückenlosen Zeitplan zu erarbeiten, nimmt der Hafenärztliche Dienst schon vor Einlauf der Schiffe Kontakt mit den Agenten auf und erfragt die Zahl der impfbereiten Seeleute. Geimpft wird mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson, wodurch die schwierige Koordination einer Zweitimpfung entfällt. Außerdem wirbt auch die Seemannsmission bei im Hafen liegenden Schiffen für das Impfangebot.

Quelle und Foto: bremenports




NRW-Parlamentarier besuchen Neusser Hafen

Die „Parlamentarische Gruppe Binnenschiff“ des Landtages von Nordrhein-Westfalen hat den Neusser Hafen vom Wasser aus besichtigt. An Bord der MS Riverstar informierten sich die Politiker der interfraktionellen Vereinigung dabei auch über die Geschäftsfelder des Logistik-Dienstleisters RheinCargo, der einen der größten europäischen Binnenhafen-Verbünde mit Standorten in Düsseldorf, Köln und Neuss betreibt.

Jan Sönke Eckel, der für den Bereich Hafen-Logistik zuständige Geschäftsführer der RheinCargo, beurteilte den ungezwungenen Austausch, der selbstverständlich Corona-konform durchgeführt wurde, nach der Veranstaltung sehr positiv: „Für unsere Branche ist die Unterstützung aus der Politik sehr wichtig. Die Veranstaltung hat dazu beigetragen, unseren Dialog weiter zu vertiefen. Wir freuen uns sehr, wenn die Belange der Häfen und der Binnenschifffahrt seitens der Politik im Land NRW wahrgenommen und unterstützt werden.“

Die „Parlamentarische Gruppe Binnenschiff“ war im Herbst 2020 gegründet worden. „Die Binnenschifffahrt hat lange nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die ihr eigentlich zusteht“, begründeten die Politiker ihr Engagement. Obwohl in Nordrhein-Westfalen rund 30 Prozent der Güter auf dem Rhein, den Nebenflüssen und Kanälen befördert werden, sei das System Wasserstraße bislang politisch stiefmütterlich behandelt worden. Ein Ziel der Gruppe ist, weitere und bessere Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass mehr Verkehr vom Lkw auf das Binnenschiff verlagert werden kann.

Vorsitzender der Gruppe ist Ulrich Reuter. „Als Transit- und Industrieland haben der Rhein und die Kanäle eine herausragende Bedeutung für den Waren- und Güterverkehr in NRW. Die Verlagerung von Verkehr auf die Wasserstraße und die Schiene sind für NRW bedeutende Aufgaben im Zuge der Verkehrswende, und somit ist der Austausch mit den Akteuren für unsere politische Arbeit besonders wichtig für diese Zielerreichung“, so der FDP-Landtagsabgeordnete.

Quelle und Foto: RheinCargo, Jan Sönke Eckel (6..v.l.) begrüßte die „Parlamentarische Gruppe Binnenschiff“ an Bord zu einer Informationsfahrt durch den Hafen.




Sauberere Schifffahrt und moderne Hafentechnologie

Bei den Port-Authority-Round-Table-Gesprächen haben jetzt Vertreter der 20 weltweit größten Häfen online miteinander über die Verringerung der CO2-Emissionen in der Schifffahrt, Digitalisierung und Unterbrechungen in der Logistikkette sprachen. Im Rahmen dieser PAR-Gespräche haben die teilnehmenden Häfen die Absicht zu einem intensiveren Datenaustausch bekundet.

Ein konkretes Beispiel hierfür ist die Nutzung neutraler Plattformen wie etwa des vom Hafenbetrieb Rotterdam entwickelten „Routenscanners“. „Anstatt dass wir alle einzeln anstreben, die optimale Technologie für die Planung des weltweiten Containertransports zu erfinden, vereinen wir nun unsere Kräfte in der Nutzung einer Art gemeinsamer Google Maps für den Containertransport. Da Reedereien und Operateure ihre Daten auf dieser Plattform nur einmal teilen müssen, lässt sich viel Zeit und Geld einsparen“, so Allard Castelein, Generaldirektor des Hafenbetriebs Rotterdam.

Die Schifffahrt ist die weltweit effizienteste Art des Containertransports. Bis heute ist die Planung des Containertransports ein kompliziertes Puzzle für Reedereien und Transportunternehmen, da Informationen über Schifffahrtsrouten sowie Schienen- und Straßenverbindungen häufig nicht vollständig oder transparent sind. Durch die Teilung dieser Informationen in einer weltweit neutralen Plattform gewinnt man einen Einblick in die günstigste Containerroute, sodass sich viel Zeit, Geld und Emissionen einsparen lassen.

Auf der PAR-Veranstaltung bekundeten die teilnehmenden Häfen ihr Engagement für die Nutzung des vom Hafenbetrieb Rotterdam entwickelten Routenscanners als neutrale Plattform für die Planung des weltweiten Containertransports. Die Häfen werden gebeten, diese Initiative zu unterstützen und lokale Operateure zu bitten, ihre Daten auf dieser Plattform zu teilen.

Der Routenscanner enthält Deepsea, Shortsea, Bahn- und Binnenschifffahrtspläne von Häfen weltweit und ist damit die erste Online-Plattform, die einen Einblick in die verschiedenen weltweiten Routen für den Containertransport von Tür zu Tür vermittelt.

Quelle, Grafik und Video: Port of Rotterdam