Schneller Zugriff auf Zugverbindungen

Einen aktualisierten Überblick über die Containerzugverbindungen des Hamburger Hafens gibt die Online-Datenbank von Hafen Hamburg Marketing.


Knapp 2.000 Containerzugverbindungen bieten die Eisenbahnverkehrsunternehmen vom oder zum Hamburger Hafen wöchentlich an. Einen aktualisierten Überblick über die Verbindungen gibt es auf der Website hafen-hamburg.de. Der Betreiber Hafen Hamburg Marketing hat hier die Online-Datenbank aktualisiert und unter https://www.hafen-hamburg.de/de/intermodal live geschaltet. Für Unternehmen, die für ihre Im- oder Exporte auf der Schiene nach geeigneten Anbietern für Containertransporte suchen, sind alle Verbindungen schnell auffindbar. Mit diesem Service für Verlader im In- und Ausland unterstreicht Deutschlands größter Universalhafen seine führende Position als Spitzenreiter unter den europäischen Eisenbahnhäfen. Die Hälfte aller containerisierten Bahntransporte der bedeutendsten Nordrange-Häfen wurde im vergangenen Jahr im Container-Hinterlandverkehr auf der Schiene via Hamburg abgefertigt. „Allein im vergangenen Jahr gab es rund 60.000 Zugriffe auf unsere Datenbank. Das zeigt, wie gut das Angebot angenommen wird“, sagt Ingo Egloff, Vorstand beim Hafen Hamburg Marketing e.V.

160 Eisenbahnverkehrsunternehmen und diverse Wiedervermarkter bieten Verbindungen im Container- und Kombinierten Verkehr zu nahezu allen Wirtschaftsregionen im deutschen Binnenland sowie in den gesamten europäischen Raum und darüber hinaus an. Zu den bedeutendsten Destinationen im Ausland gehören neben China die Verbindungen mit Tschechien, Österreich und Polen. Die wichtigsten Bundesländer im deutschen Seehafen-Hinterlandverkehr per Bahn sind Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen.

Insgesamt 34,2 Millionen Tonnen Güter aller Art wurden von Januar bis September 2020 per Eisenbahn zwischen dem Hafen Hamburg und Terminals im Binnenland transportiert. Das sind nur noch 6,5 Prozent weniger als im entsprechenden Zeitraum vor einem Jahr. Im Containerverkehr hat das Transportaufkommen der Hamburger Hafenbahn in den ersten neun Monaten des Jahres mit 1,9 Millionen TEU das Niveau des Vorjahres-Zeitraumes um 6,8 Prozent verfehlt. Von Januar bis September wurden etwas mehr als 44.400 Züge mit annähernd 1,2 Millionen Güterwagen über das Gleisnetz der Hafenbahn bewegt.

Quelle: HHM, Foto: HHM/ Wischhusen




Treibstoffeinsparungen bei Ankunftstest

Ein weiterer Desktop-Test im „Just-in-Time“-(JIT) Schiffsbetrieb hat zu positiven Ergebnissen geführt und gezeigt, dass die Emissionen deutlich reduziert werden können. JIT-Abläufe haben das Potenzial, die Zeit zu verkürzen, welche Schiffe außerhalb der Häfen stillliegen, und tragen dazu bei, schädliche Emissionen zu senken. Dies kann erreicht werden, indem einem Schiff im Voraus die relevanten Informationen über die gewünschte Ankunftszeit mitgeteilt werden, so dass es die optimale Geschwindigkeit einstellen kann.

Der Test wurde von Vertretern des Hafenbetriebs Rotterdam, den Reedereien Maersk und MSC sowie IMO durchgeführt. Für die Berechnungen wurden 26 Schiffe analysiert, die ein bestimmtes Terminal im Rotterdamer Hafen angelaufen haben (Daten von einem Monat). Die 26 Schiffe erhielten ein Update darüber, wann sie an der Testanlegestelle Pilot Boarding Place) ankommen sollten: Das eine Szenario gab 24 Stunden bis zur Ankunft an der Testanlegestelle vor und das andere 12 Stunden, wobei anschließend die Geschwindigkeit optimiert wurde.

Vergleicht man den tatsächlichen Fall mit den beiden JIT-Szenarien, so verbrauchen die 26 Schiffe im Durchschnitt 9 % weniger Treibstoff in dem JIT-Szenario, wo die Geschwindigkeit in den letzten 12 Stunden optimiert wurde. Die Optimierung der Geschwindigkeit in den letzten 24 Stunden der Fahrt führte, über die letzten 24 Stunden gerechnet, zu durchschnittlichen Treibstoffeinsparungen von 8 %. Diese Ergebnisse zeigen die beträchtlichen Treibstoff- und Emissionseinsparungen, die anhand von JIT erreicht werden können, selbst wenn ein relativ moderner Hafen von relativ effizient betriebenen Schiffen angelaufen wird.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam




„Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“

Bereits zum fünften Mal wurde die duisport-Gruppe als „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“ zertifiziert. Auch 2020 beantworteten die Auszubildenden des Unternehmens in einer anonymen Befragung rund 100 detaillierte Fragen zur Qualität ihrer Ausbildung. Wichtige Kriterien für die Qualitätsüberprüfung sind unter anderem die konkreten Ausbildungsinhalte, der Umgang mit den Auszubildenden im Betrieb oder auch Zukunfts- und Aufstiegschancen für die Bewerber.

„Wir lassen unsere Ausbildungsqualität jährlich von denen überprüfen, die es am meisten betrifft: Unsere Auszubildenden selbst haben uns nun zum fünften Mal in Folge bescheinigt, dass wir in diesem Bereich gute Arbeit leisten. Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind entscheidend für den zukünftigen Erfolg unseres Unternehmens. Deshalb hat das Thema Ausbildung bei uns höchste Priorität“, betont Erich Staake, Vorsitzender des Vorstands der Duisburger Hafen AG.

duisport ist damit nicht nur einer der größten Arbeitgeber in der Region, sondern auch einer der besten Ausbildungsbetriebe.

Insgesamt elf verschiedene Ausbildungsberufe werden in der duisport-Gruppe angeboten. Von der Fachkraft für Hafenlogistik, Immobilienkaufleute, Fachinformatiker, Holzmechaniker, bis hin zum Eisenbahner im Betriebsdienst. Die duisport-Gruppe hat sich neben den klassischen kaufmännischen Berufen auf die verschiedenen operativen Berufsbilder der Logistikbranche spezialisiert. Als weltweit größter Binnenhafen ist der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften groß, mit dem vielfältigen Ausbildungsangebot setzt duisport zusätzlich auf Sparten- bzw. Nischenberufe.

Dabei variiert die Anzahl der Auszubildenden, die jährlich im Duisburger Hafen starten. Der Spitzenwert lag bei 21 Ausbildungsplätzen im Jahr 2019. 2020 konnte duisport 15 neue Ausbildungsplätze besetzen – ein sehr gutes Ergebnis im weltweiten Krisenjahr. Nicht jeder Ausbildungsberuf wird auch jährlich angeboten, daher fallen die Zahlen von Jahr zu Jahr leicht unterschiedlich aus.

Stand heute liegt der Anteil der weiblichen Auszubildenden in der duisport-Gruppe bei überdurchschnittlich guten 30,77 Prozent. Das ist in einem Logistik-Unternehmen mit einem hohen Anteil an gewerblichen Ausbildungsplätzen eine gute Quote. Insgesamt liegt der Frauenanteil bei neugeschlossenen Ausbildungsverträgen z. B. im Handwerk bei fast einem Fünftel (2019: 19,7 Prozent). In den gewerblich-technischen Berufen bleiben Frauen vielfach unterrepräsentiert. Langfristig strebt der duisport Vorstand ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Frauen und Männern bei den Azubis an. Erich Staake: „Wir sind stolz darauf, dass wir hier einen Spitzenwert an weiblichen Auszubildenden in der Logistikbranche haben, aber wir brauchen nach wie vor mehr Bewerberinnen für Logistikberufe. Die Berufsbilder in der Logistik müssen für Frauen wie Männer gleichermaßen attraktiv sein. Wir suchen Persönlichkeiten mit guten Qualifikationen – und die finden wir in beiden Geschlechtergruppen. Es ist übrigens unser Anspruch, die besten zu bekommen – und eben nicht die Erfüllung von Quoten.“

So verschieden wie die Ausbildungsberufe bei duisport sind, variieren auch die jeweiligen Abschlüsse und Voraussetzungen: Vom Hauptschulabschluss bis hin zum Abitur ist alles dabei. Auch Studienabbrecher oder Quereinsteiger können sich bewerben. duisport sucht Bewerber, die Spaß an der jeweiligen Tätigkeit mitbringen und sich für die Logistikbranche sowie den jeweiligen Beruf begeistern, den sie gerne erlernen möchten. Grundsätzlich setzt duisport auf die Übernahme eines jeden Auszubildenden nach erfolgreicher Beendigung seiner Berufsausbildung.

Das Gütesiegel wird seit 2013 jährlich verliehen. In den letzten Jahren haben jeweils mehr als 100 Unternehmen die Qualität ihrer Ausbildung umfassend bewerten lassen. Das Siegel „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“ ist eine Initiative der „ertragswerkstatt“ und bildet die größte unabhängige und neutrale Zertifizierung für Ausbildungsbetriebe in Deutschland. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Betriebe mindestens fünf Auszubildende aufnehmen.

Mehr Informationen zu den Ausbildungs- und Karrierechancen bei duisport unter: www.duisport.de/karriere/

Fragen zur Ausbildung gerne an das duisport-Karriereteam: ausbildung@duisport.de

Quelle und Foto: duisport




Hafen sucht Nachfolger für Erich Staake

Jetzt meldet es auch das Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen: Erich Staake wird im November 2021 altersbedingt nach mehr als 22 Dienstjahren als Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG ausscheiden. Auf Wunsch des Aufsichtsratsvorsitzenden wird Staake ab Dezember 2021 dem Unternehmen als Vorsitzender im Corporate Development Council (Beirat) und als Berater für internationale Fragen erhalten bleiben. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Staatssekretär Dr. Hendrik Schulte: „Wir sind Herrn Staake für seine geleistete Arbeit ausgesprochen dankbar und wollen uns sein Know-how auch in Zukunft zum Wohle des Hafens sichern.“

Aufgrund der herausgehobenen Bedeutung dieser Position beginnt bereits jetzt die Suche eines Nachfolgers oder einer Nachfolgerin durch den Aufsichtsrat der Duisburger Hafen AG.

Staatssekretär Dr. Schulte betont: „Es wird eine erfahrene Führungspersönlichkeit gesucht, die neben hoher Fachkompetenz und Kreativität auch Lust auf Innovationen mitbringt, um so die erfolgreiche Entwicklung des Hafens weiter voranzutreiben.“

Erich Staake wurde am 9. Oktober 1953 in Hildesheim geboren. Der Diplomkaufmann war als Manager bei namhaften internationalen Konzernen, unter anderem bei der Bertelsmann AG, tätig. Seit 1999 ist er Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG (duisport) und Vorsitzender der Geschäftsführung mehrerer Tochtergesellschaften. Darüber hinaus ist er seit vielen Jahren belgischer Honorarkonsul.

Das Land Nordrhein-Westfalen hält über die Beteiligungsverwaltungsgesellschaft des Landes Nordrhein-Westfalen mbH (BVG) zwei Drittel der Unternehmensanteile an der Duisburger Hafen AG. Die Stadt Duisburg ist zu einem Drittel beteiligt.

Das Corporate Development Council (CDC) des Duisburger Hafens hat die Aufgabe, die Tätigkeit des Vorstands zu unterstützen und langfristige strategische Entwicklungen zu diskutieren. Mitglieder des CDC sind Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Berufsgruppen. Es bündelt Know-how und umfangreiche Erfahrung aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Quelle: Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Foto: duisport




Grünes Licht für die Rheinschifffahrt

Nach dem Ständerat hat nun auch der Nationalrat eine Motion der Basler Ständerätin Eva Herzog zur Förderung des Gütertransports auf dem Rhein deutlich angenommen. Damit ist der Weg frei für Maßnahmen, welche die Rheinschifffahrt stärken und fit für die Zukunft machen. Die Vereinigung für Schifffahrt und Hafenwirtschaft (SVS) und die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) werden das Gespräch mit dem Bundesamt für Verkehr aufnehmen, um zukunftsgerichtete Massnahmen zur Förderung des ökologischen Verkehrsträgers Rheinschifffahrt zu prüfen.

Nach dem einstimmigen Entscheid des Ständerates im September 2020 hat nun auch der Nationalrat mit 136 Ja zu 49 Nein-Stimmen, bei 2 Enthaltungen der Motion 20.3286 von Eva Herzog, Ständerätin Kanton Basel-Stadt, zur Förderung der Rheinschifffahrt deutlich zugestimmt. Die Vereinigung für Schifffahrt und Hafenwirtschaft und die Schweizerischen Rheinhäfen sind erfreut über die deutliche Unterstützung aus Bundesbern für den Gütertransport auf dem Rhein. Mit der Totalrevision des Gütertransportgesetzes 2015 wurden die Rheinhäfen und die Rheinschifffahrt erstmals mit den Verkehrsträgern Bahn und Strasse im Kombinierten Verkehr gleichgestellt. Dies führt dazu, dass der Bund nun neben Terminalanlagen auch Hafeninfrastrukturen für den Kombinierten Verkehr (Hafenbecken 3) mitfinanzieren kann.

Das Niedrigwasser 2018, der Bahnunterbruch in Rastatt (D) 2017, aber auch die aktuelle COVID-19-Pandemie haben gezeigt: die Rheinschifffahrt gewährleistet auch in Krisenzeiten die wirtschaftliche Landesversorgung. Als kostengünstiger und umweltfreundlicher Verkehrsträger für den Import-Exportverkehr der Schweiz hat der Bund die nationale Bedeutung der Rheinhäfen und Binnenschifffahrt anerkannt. Die Rheinschifffahrt kann mit geeigneten Rahmenbedingungen und modernen Infrastrukturen einen wichtigen Beitrag zu einer ressourceneffizienten und wettbewerbsfähigen Schweizer Wirtschaft beitragen.

Die Vereinigung für Schifffahrt und Hafenwirtschaft und die Schweizerischen Rheinhäfen sind bereit gemeinsam mit dem Bundesamt für Verkehr eine Konzeption für die zukünftige Förderung des Gütertransports auf dem Rhein zu erarbeiten. Dabei stehen unter anderem die Förderung von Investitionen und Innovationen in den Ausbau von ökologischen Transportketten, die Sicherstellung der notwendigen Infrastrukturen aber auch Anreize für den Einsatz klimaneutraler Antriebe in der Rheinschifffahrt auf dem zu erarbeitenden Massnahmenprogramm.

Quelle: Port of Switzerland und Schweizerische Vereinigung für Schifffahrt und Hafenwirtschaft, Foto: Port of Switzerland/ Patrik Walde




Binnenschifffahrt für Klimaschutz unverzichtbar

Auf der DVF-Veranstaltung zum Masterplan Binnenschifffahrt forderte Frank Dreeke, Präsidiumsmitglied Deutsches Verkehrsforum (DVF), Vorsitzender des Vorstands BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG: „Wenn Klimaschutz und Nachhaltigkeit nicht nur Lippenbekenntnisse sein sollen, dann können wir die Binnenschifffahrt nicht links liegen lassen. Dann müssen wir auch das Geld aufbringen, um das System zu erhalten und an die geforderte Leistung anzupassen. Deutschland braucht ein leistungsfähiges System Wasserstraße – für die heimische Industrie, zur Versorgung mit grundlegenden Gütern und Kraftstoffen, als umweltfreundliche Alternative für den Transport von Containern, für Schwergut- und Großraumtransporte.“

Dr. Norbert Salomon, Abteilungsleiter Wasserstraßen und Schifffahrt, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Vertretung von Enak Ferlemann MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, zeigte sich zuversichtlich: „Die Umsetzung des im Mai 2019 durch Herrn Bundesminister Scheuer vorgestellten Masterplans Binnenschifffahrt verläuft äußerst erfreulich. So wurden nach nur anderthalb Jahren und trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie 99 Prozent der vom Bund umzusetzenden 78 Maßnahmen bereits abgeschlossen oder befinden sich in der Umsetzungsphase. Möglich war dieses Ergebnis auch auf Grund einer soliden Finanzausstattung. So haben wir im Jahr 2020 im Bereich Schifffahrt und Bundeswasserstraßen die Ausgaben erneut gesteigert und rund 1,5 Milliarden Euro ausgegeben. Auch für das Jahr 2021 stehen uns insgesamt fast 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung.“ Darüber hinaus werde die Innovationsbereitschaft in der Binnenschifffahrtsbranche bei der Umstellung auf umwelt- und klimafreundliche alternative Antriebssysteme unterstützt.

Die notwendige Haushaltsdisziplin dürfe in Zukunft nicht wieder negativ auf die Wasserstraße und den Stellenplan durchschlagen, mahnte Mathias Stein MdB, SPD-Fraktion. Der Bundestag habe aus gutem Grund in den letzten vier Jahren rund 500 neue Stellen für die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) freigegeben. Der positive Effekt bei den Investitionen werde jetzt spürbar. Es sei aus seiner Sicht wichtig, diesen Trend in 2022 zu verstetigen.

Die angestrebte Erhöhung des Modal-Split-Anteils der Wasserstraße auf 12 Prozent sei ein realistisches Ziel unter der Voraussetzung, dass die Infrastruktur gebaut, unterhalten und funktionsfähig gehalten werde, erklärte Thomas Groß, Geschäftsführer Hülskens Wasserbau GmbH & Co. KG: Dafür sei es entscheidend, dass die erforderlichen Haushaltsmittel dauerhaft und stabil zur Verfügung gestellt würden. Der Bund solle dazu gesetzlich einen Gewährleistungsauftrag fixieren. Groß äußerte die Hoffnung, dass ein politischer Konsens über diesen Punkt erreicht werde.

Hohe Bedeutung hatte die Digitalisierung aus Sicht von Dr. Norbert Salomon, Abteilungsleiter Wasserstraßen und Schifffahrt im Bundesverkehrsministerium. Durch die Anforderungen des Klimaschutzes werde das Binnenschiff einen höheren Stellenwert bekommen. Dabei sei die digitale Vernetzung der Binnenschifffahrt, der Wasserstraßen und der Häfen zentral, weil sie helfe, den Transportbeitrag im Seehafenhinterland zu steigern.

Der Aspekt der Digitalisierung war auch für Alexander Schmid, Executive Advisor, BearingPoint GmbH sehr wichtig, denn mit der Digitalisierung lasse sich im Bereich der Wasserstraße schnell und kostengünstig ein großer Effizienzgewinn erzielen. Hier müsste man schnell in die Umsetzung kommen. Die durch Partikuliere und mittelständische Unternehmen geprägte Binnenschifffahrt brauche dafür Unterstützung.

Nach Meinung von Bernd Reuther MdB, Bundestagsfraktion der Freien Demokraten, müssten die Reedereien bei der Modernisierung der Flotten ihren Beitrag leisten, so etwa bei flachgehenden Schiffen. Bei der Verbesserung der Infrastruktur liege der Ball allerdings im Feld der Politik, also beim Thema Abladeoptimierung am Rhein und der Schleusenmodernisierung beispielsweise im westdeutschen Kanalnetz. Für Industrieunternehmen sei es sehr wichtig, dass dies gelinge.

„Für uns als Verlader sind Zuverlässigkeit und Zukunftsfähigkeit die entscheidenden Parameter bei der Auswahl der Transportpartner. Innovationsbereitschaft, Digitalisierung, weitere Fortschritte beim Thema Nachhaltigkeit sind auch für die Binnenschifffahrt unabdingbar. Wir wollen unsere Produkte in Zukunft klimaneutral transportieren“, betonte Niels Anspach, Supply Manager Nordwesteuropa bei der BP Europa SE und dort künftig Vice President bio & low carbon in Midstream.

„Alternative Antriebe oder Kraftstoffe müssen sich auch wirtschaftlich betreiben lassen. Die Versorgungssicherheit und die preisliche Wettbewerbsfähigkeit sind wichtige Punkte, die gelöst werden müssen. Gänzlich neue Antriebe in ältere Schiffe einzubauen, ist wirtschaftlich sicher kein gangbarer Weg“, sagte Heiner Dettmer, CEO Dettmer Group KG zur Frage einer möglichen Umstellung vom Dieselmotor auf neue Antriebe.

Die Investitionen seien beträchtlich und auch mit Risiken behaftet, wie die Diskussion über LNG zeige, pflichtete Jan Sönke Eckel, Geschäftsführer RheinCargo GmbH & Co. KG seinem Vorredner bei. Für solche Investitionen brauchten die Binnenschifffahrt und die Häfen Unterstützung. Die LNG-Bunkerstation im Hafen Niehl nutzten 60 Binnenschiffe zum Tanken. Mit dem Projekt RH2INE werde ein Versorgungskorridor für Wasserstoff von Rotterdam bis Köln aufgebaut. Die breite Umstellung auf Wasserstoff erfordere aber viel Zeit.

Aus Sicht der Politik sagte Claudia Müller MdB, Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: „Für die Schifffahrt wird die Lösung auch in Zukunft eine Form von Flüssigkraftstoffen sein. Aber die Branche muss mit der Umstellung beginnen. Antriebe, die jetzt eingebaut werden, sollten auch für zukünftige besonders saubere Kraftstoffvarianten tauglich sein, z. B. für Wasserstoff. Wir müssen außerdem Wege finden, um die Partikuliere beim Austausch ihrer Schiffe zu unterstützen.“

Quelle: Deutsches Verkehrsforum, Foto: Deutsches Verkehrsforum/ Janine Schmitz/photothek.de




Repräsentanten gehen in den Ruhestand

Ende dieses Jahres verabschiedet der Hafen Antwerpen die beiden geschätzten Hafenvertreter in Deutschland Dr. Dieter Lindenblatt (re.) und Hans Königs (mi) in den wohlverdienten Ruhestand.

Der Hafen Antwerpen bedankt sich bei ihnen für ihr Engagement.

Der für Deutschland und die Schweiz benannte Hafen-Repräsentant Elmar Ockenfels steht allen Interessenten auch 2021 als Ansprechparter in Deutschland zur Verfügung.

Elmar Ockefeld
Port Representative
Germany & Switzerland

+49 151 11 67 55 97
Uferstrasse 21
55116 Mainz
Germany

Quelle und Foto: Port of Antwerp




logport VI: Maersk beabsichtigt Investition

Das Containerlogistikunternehmen Maersk und duisport bündeln ihre Kräfte für den Aufbau und Betrieb eines neuen Vertriebs- und Logistikzentrums in Duisburg. Die neue Halle soll zügig geplant und fertiggestellt werden. Insgesamt wird Maersk eine über 100.000 Quadratmeter große Fläche auf logport VI übernehmen. Die Vertragsverhandlung hierzu befindet sich in der finalen Phase. Die Ansiedlung ist mit über 350 neuen Arbeitsplätzen verbunden.

Auf dem knapp 43 Hektar großen Gelände, das über eine 500 Meter lange Kaimauer verfügt, entsteht ein trimodaler Logistikstandort der logport-Familie inklusive eines Containerterminals. Der Standort in Walsum gilt nach logport I in Duisburg-Rheinhausen als das zweitgrößte Projekt der Duisburger Hafen AG in den vergangenen 20 Jahren.

„Unsere Kunden brauchen mehr als die reine Transportdienstleistung von Hafen zu Hafen. Indem wir sie über die gesamte Transportkette von Tür zu Tür begleiten, schaffen wir für unsere Kunden echten Mehrwert und reduzieren für sie die Komplexität in ihren Supply Chains. Als globaler Integrator für Containerlogistik verfügt Maersk hierfür über die notwendigen Assets, das Know-how und langjährige Erfahrung. Uns freut es sehr, dass wir mit duisport einen Partner gefunden haben, der diese ausgesprochene Kundenorientierung versteht und uns an diesem attraktiven Standort die infrastrukturellen Voraussetzungen dafür schafft“, sagt Jens-Ole Krenzien, Vice President North West Continent Region bei Maersk.

„logport VI ermöglicht langfristige und nachhaltige Wettbewerbsvorteile. Das neue Containerterminal direkt am Rhein, die direkte Anbindung an intermodale Transportketten im europäischen Hinterland, genauso wie nach Asien, sind Pluspunkte im internationalen Wettbewerb. Die Ansiedlung von Maersk zeigt, dass am Logistik-Hub Duisburg für die Großen der Branche kein Weg vorbeiführt“, sagt Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG.

„Wir sind sehr stolz auf dieses gemeinsame Projekt in Duisburg, das es uns ermöglichen wird, unseren Kunden im Herzen Europas umfassende und maßgeschneiderte Logistiklösungen anzubieten“, so Krenzien. „Der Standort wird als zusätzlicher Knotenpunkt in der Supply Chain unserer Kunden dienen. Das Engagement auf logport VI steht im Einklang mit unserer Strategie, weltweit integrierte Logistiklösungen für unsere Kunden zu ermöglichen. Duisburg ist als führender Logistik-Hub in Zentraleuropa für dieses Vorhaben ein idealer Standort.“

Nach Vertragsabschluss sowie nach Erhalt aller erforderlichen Genehmigungen wird Maersk in zwei Phasen einen großen Distributions- und Warehousekomplex entwickeln. Auf über 100.000 Quadratmetern wird das Unternehmen einen großen Teil der Gesamtfläche in Anspruch nehmen. In einer weiteren Ausbaustufe könnten noch einmal 50.000 Quadratmeter hinzukommen. „Nach Ankauf des Areals hatte ich als Zielsetzung angegeben die frühere Beschäftigtenzahl der Papierfabrik (300 Arbeitsplätze) zu verdoppeln. Diese Prognose werden wir mit der Maersk-Ansiedlung übertreffen“, betont Erich Staake Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG.

Quelle: duisport, Foto: Hans Blossey, das Containerlogistikunternehmen Maersk und duisport bündeln ihre Kräfte für den Aufbau und Betrieb eines neuen Vertriebs- und Logistikzentrums auf logport VI im Duisburger Norden. 




TX Logistik wechselt Terminal bei Mailand

Die TX Logistik AG fährt auf ihrer Intermodalverbindung zwischen Duisburg und Mailand künftig das Terminal Intermodale Milano Segrate an. Die Umschlaganlage liegt östlich der italienischen Metropole und ersetzt das bisherige Zielterminal Busto Arsizio. Die Verlegung wird zum 11. Januar 2021 wirksam.

Grund für den Wechsel: Segrate befindet sich noch ein gutes Stück näher an der Metropole Mailand und dem Industriegebiet von Bergamo und Brescia, Zudem können dort auch zahlreiche Mercitalia-Verbindungen zu anderen Zielen im italienischen Eisenbahnnetz, beispielsweise nach Rom, Neapel und Sizilien genutzt werden.

TX Logistik fährt die Verbindung zwischen dem DUSS-Terminal Duisburg-Ruhrort Hafen und Segrate, das von Terminali Italia, einem Unternehmen der Ferrovie dello Stato Italiane Group, betrieben wird, mit fünf Rundläufen pro Woche. Angeboten wird die Relation als offenes Zugsystem. Zahlreiche Kunden nutzen regelmäßig die 34 Stellplätze pro Zug für den Transport von Containern, Sattelaufliegern, Wechselbrücken, aber auch Tank- und Siloeinheiten. Vor allem Konsumgüter werden auf der Schienenverbindung zwischen Deutschland und Italien transportiert.

Als weiteren Vorteil sieht TX Logistik, dass in der Schweiz nun auch auf der Gotthard-Achse uneingeschränkt mit dem P400-Profil gefahren werden kann und Kunden somit die in der Transportbranche üblichen Sattelauflieger mit vier Metern Eckhöhe auf den Zug setzen können. Dadurch ergeben sich künftig ganz neue Transportoptionen für Intermodalzüge durch die Schweiz – ein Verlagerungspotential, das TX Logistik für weitere Aktivitäten nutzen will, um Italien und Nordeuropa über den Schweizer Korridor zu verbinden.

Quelle und Foto: TX Logistik




Rotterdam sponsort World Police & Fire Games

Der Hafenbetrieb Rotterdam und die World Police & Fire Games 2022 bündeln ihre Kräfte. Die World Police & Fire Games sind die internationalen Spiele für das Feuerwehr-, Polizei-, Zoll- und Gefängnispersonal und werden 2022 zum ersten Mal in den Niederlanden stattfinden. Für den Hafenbetrieb Rotterdam ist das Hauptsponsoring eine einzigartige Möglichkeit, seine Dankbarkeit gegenüber diesen Einsatzkräften zum Ausdruck zu bringen, die einen wichtigen Beitrag zu einem sicheren Hafen leisten.

Die World Police & Fire Games 2022 nutzen den Sport als Mittel, um Begegnungen zwischen Einsatzkräften zu schaffen, den Sportgeist zu fördern und Respekt für Einsatzkräfte zu erzeugen, die Tag und Nacht für uns da sind.

René de Vries, (Reichs)hafenmeister von Rotterdam freut sich auf die Kooperation: „Der Hafenbetrieb ist genauso ehrgeizig wie die Teilnehmer an den World Police & Fire Games. Zudem beinhaltet diese Kooperation für uns die Möglichkeit, diese vier Einsatzbereiche, mit denen wir gern zusammenarbeiten, ins Rampenlicht zu stellen.“

„Wir sind unglaublich stolz darauf, dass der Hafenbetrieb Rotterdam Hauptsponsor der World Police & Fire Games ist“, sagt Eva van der Vegt, Geschäftsführerin der World Police & Fire Games 2022. „Rotterdam und der Hafen sind untrennbar miteinander verbunden. Genau das werden die Teilnehmer und Fans aus dem In- und Ausland dann auch erfahren. Gemeinsam mit dem Hafenbetrieb Rotterdam werden wir eine unvergleichliche Veranstaltung ausrichten.”

Die World Police & Fire Games 2022 werden vom 22. bis einschl. 31. Juli 2022 in Rotterdam stattfinden. Während dieser weltweit größten Breitensportveranstaltung werden mehr als 60 Sportarten für über 10.000 Teilnehmer aus der ganzen Welt organisiert. Die World Police & Fire Games 2022 nutzen den Sport als Mittel, um Begegnungen zwischen Einsatzkräften zu schaffen, den Sportgeist zu fördern und Respekt für Einsatzkräfte zu erzeugen, die Tag und Nacht für uns da sind.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam