Rotterdamer testet Elektrizitätsplattform

In den vergangenen Monaten wurde mit 32 Unternehmen auf dem RDM-Gelände im Rotterdamer Hafen eine neue Energie-Plattform getestet: Sie trägt den Namen Distro. Sonnenkollektoren, eine Batterie und Nutzer handeln mit selbst erzeugter Energie auf einem gemeinsamen Markt. Es ist weltweit das erste Mal, dass die Blockchaintechnologie, künstliche Intelligenz und Hochfrequenzhandel in einer einzigen Plattform kombiniert werden. Der erfolgreiche Test zeigt, dass es möglich ist, Angebot und Nachfrage auf den lokalen Märkten 48 Stunden im Voraus über eine Plattform auf der Grundlage einer fairen Preisentwicklung und transparenter Handelsabkommen aufeinander abzustimmen.

Die Distro-Plattform wurde von S&P Global Platts, einer Sparte von Standard & Poor’s, und von Blocklab, einer auf Blockchainlösungen spezialisierten Tochtergesellschaft des Hafenbetriebs Rotterdam, entwickelt. Die neue Initiative unterstützt Unternehmen im Hafen bei der Senkung ihrer Energiekosten, indem einerseits lokal erzeugte Elektrizität besser genutzt und andererseits Spitzen im Elektrizitätsnetz abgebaut werden. Auf diese Weise trägt sie zum Klimaziel bei, bis 2050 ein CO2-neutraler Hafen zu sein. Die Funktionsfähigkeit der Plattform wurde in diesem Sommer unter Beweis gestellt, und sie wird in den kommenden Monaten für die kommerzielle Nutzung gerüstet.

Im Innovation Dock, in dem innovative Unternehmer untergebracht sind, wurde ein Pilotprojekt als Test durchgeführt. Für das Pilotprojekt betrieb der Hafenbetrieb Rotterdam, als Eigentümer des Innovation Dock, anhand von Distro einen eigenen ‚Mikromarkt‘ mit 32 Nutzern, ein Dach voller Sonnenkollektoren und eine Batterie zur Speicherung der gewonnenen Energie. Künstliche Intelligenz prognostiziert den Verbrauch und die Produktion von Elektrizität pro Benutzer und handelt, auf der Grundlage dieser Prognosen, auf der Plattform mit Kilowattstunden. Aufgrund von Veränderungen bei Angebot und Nachfrage fluktuiert der Strompreis. Als Reaktion auf diesen Preis kaufen Batterien überschüssige Solarenergie und speichern sie, wenn die Nachfrage der Nutzer gering ist; und verkaufen den Strom wieder, wenn die Nachfrage die Produktion übersteigt.

Die Pilotergebnisse umfassten unter anderem 92 % lokalen Verbrauch der erzeugten Solarenergie und 20 % höhere Erträge bei der Batterie. Die Einnahmen aus den Sonnenkollektoren stiegen um 14 %, während die Nutzer niedrigere Preise zahlten.

Darüber hinaus sorgt der wechselseitige Handel dafür, dass ein „Mikromarkt“ das reguläre Stromnetz weniger belastet. Auf diese Weise kann der HbR, als Eigentümer des Innovation Dock, die Kapazität der Anbindung an das Netzwerk reduzieren, was zu einer Kostensenkung von 25 % führt.

Die Distro-Plattform ist eine Antwort auf zwei wichtige Entwicklungen auf dem Energiemarkt: Die Nutzer werden nun auch zu Produzenten, und Sonnen- und Windenergie sorgen naturgemäß für große Höhen und Tiefen beim Angebot. James Rilett, Geschäftsführer Innovation bei S&P Global Platts: ‚Auch auf der Vertriebsebene muss der Strommarkt zu einem entwickelten Markt werden, in dem Transparenz und ein niedriger Preis eine effektivere Nutzung der Infrastruktur ermöglichen. Das Konzept der Plattform basiert auf mehr als 100 Jahren Erfahrung bei der Unterstützung von Rohstoffmärkten.‘

Die Plattform kombiniert die Möglichkeiten des Hochfrequenzhandels, wie er auf den Rohstoffmärkten üblich ist, mit einer Blockchainumgebung, die Sicherheit bei Transaktionen, beim Identitätsmanagement und bei der Umsetzung von Marktregeln bietet. Janjoost Jullens (Geschäftsführer Blocklab): ‚Wir haben inzwischen mehr als 20 Millionen Transaktionen anhand einer Blockchain validieren lassen. Dies ist ein Beleg dafür, dass das System trotz des hohen Transaktionsvolumens stabil funktionieren kann. Darüber hinaus hat sich, dank der ABN AMRO Banking as a Service-Lösung, gezeigt, dass Plattformtransaktionen in einer Bankenumgebung verarbeitet werden können.‘

In den kommenden Monaten wird die im Pilotprojekt verwendete Software für die kommerzielle Nutzung vorbereitet. Nico van Dooren, Geschäftsführer New Business & Portfolio Management beim Hafenbetrieb Rotterdam: ‚Dieses Pilotprojekt sorgt für eine Win-Win-Situation. Es ermöglicht gerechtere und transparentere Energiepreise und macht es für Kunden kostengünstiger, erneuerbare Energien zu nutzen. Diese Lösung ist ein Beitrag zur Lösung der Aufgabe, einen CO2-neutralen Hafen zu schaffen.‘

Quelle und Grafik: Port of Rotterdam

 




Erster Maersk-Zug von Rotterdam nach China

Der erste direkte Zug vom Rotterdamer Hafen nach China ist Wirklichkeit geworden. Die Reederei Maersk hat einen 640 Meter langen Güterzug in die Provinzhauptstadt Xi’an in China auf die Reise geschickt. Xi’an ist der östliche Endpunkt der Seidenstraße.

Bei der transportierten Ladung handelt es sich um Nestlé-Babymilchpulver aus Irland, das über den Shortsea-Verkehr zum Rotterdamer Hafen transportiert wurde.

Alexander Hau, Product Manager Intercontinental Rail, North West Continent von Maersk, erläutert: „Maersk ist an einen bestehenden Kunden herangetreten, um dessen Liefergeschwindigkeit zu erhöhen. Wir verkürzen die Durchlaufzeit dieser Fracht mit Hilfe des Maersk-eigenen interkontinentalen Schienenverkehrs von und nach China. Die oberste Priorität für unseren Kunden liegt in der Tatsache, dass das Produkt aus Irland kommt, und dieser Kunde hat uns sofort mit einem ausreichendem Frachtvolumen unterstützt, so dass wir zwei spezielle Maersk-Ganzzüge nach China zusammenstellen konnten – die ersten in einer langen Reihe. Als wir uns diese Lösung überlegten, die Verbindung zwischen Irland und dem europäischen Festland über Feeder-Schiffe herzustellen, hat sich erneut bestätigt, dass der Rotterdamer Hafen das perfekte Bindeglied ist, da die Ankunft der Feeder-Schiffe praktisch am gleichen Ort erfolgt wie die Abfahrt der Züge. Dieser praktische Zugang zum neuen Schienengüterverkehrsdienst nach Xi’an wird dazu beitragen, in naher Zukunft mehr Kunden über die bestehenden intermodalen Maersk-Dienste für den Transport von und nach Rotterdam zu gewinnen.“

Emile Hoogsteden, Geschäftsführer für Wirtschaft und Handel beim Hafenbetrieb Rotterdam, ergänzt: „Der erste direkte Zug vom Rotterdamer Hafen nach China ist ein fantastischer Anfang und ist sehr vielversprechend. Rotterdam verfügt über ausgezeichnete Shortsea-Verbindungen und beweist hiermit, dass der Güterzug eine effiziente Alternative sein kann, da wir über gute Bahnverbindungen in das Hinterland verfügen.“

Quelle: Port of Rotterdam, Foto: Port of Rotterdam/ Danny Cornelissen, der erste direkte Güterzug nach China wurde im Rail Service Center Rotterdam zusammengestellt.




EU unterstützt Projekt zur CO2-Reduktion

Die EU hat zwei Anträge des Konsortiums Antwerp@C auf europäische Unterstützung bewilligt. Unter Antwerp@C arbeiten seit Ende 2019 auf Initiative der Hafengesellschaft sieben führende Chemie- und Energieunternehmen zusammen und untersuchen die technische und wirtschaftliche Machbarkeit einer CO2-Infrastruktur im Hafen Antwerpen. Die Fördermittel wurden für Studien über ein Flüssig-CO2-Exportterminal und ein CO2-Grundnetz im Hafengebiet sowie für eine CO2-Pipeline zur grenzüberschreitenden Anbindung an die Niederlande genehmigt. Die Förderanträge hatten die Projektpartner Air Liquide, Fluxys, Total und der Hafen Antwerpen eingereicht.

Zu dem Konsortium gehören die Unternehmen Air Liquide, BASF, Borealis, ExxonMobil, INEOS, Fluxys und Total sowie der Hafen Antwerpen. Gemeinsam wollen sie mit Anwendungen zur Abscheidung, Wiederverwendung und Speicherung von CO2 Emissionen in die Atmosphäre vermeiden und so – innerhalb kürzester Zeit und zu vertretbaren Kosten – wesentlich zu den Klimazielen beitragen. Die finanzielle Förderung ist ein neuer Meilenstein für Antwerp@C. Das Konsortium kommt seinem Ziel, die Hälfte aller CO2-Emissionen des Hafens bis zum Jahr 2030 einzusparen, damit einen weiteren Schritt näher. Im Jahr 2017 wurden noch 18,65 Millionen Tonnen Treibhausgas emittiert.

Für den Erfolg des Projekts ist eine breite finanzielle Unterstützung durch die belgische Bundesregierung, die flämische Regierung und die EU unverzichtbar. Die Projektpartner sind daher über den Zuschuss der Connecting Europe Facility (CEF) für die Durchführung detaillierter Studien sehr erfreut.

Antwerp@C untersucht zwei Ansätze für grenzüberschreitende CO2-Transportinfrastrukturen: den Transport über eine landseitige Pipeline nach Rotterdam sowie den Schiffstransport nach Nordeuropa. Die Zuschüsse für die detaillierten Studien werden im Rahmen des CEF-Programms (Connecting Europe Facility) in Höhe von 5.785.000 Euro bzw. 3.187.500 Euro gewährt. CEF fördert die Entwicklung nachhaltiger und leistungsfähiger transeuropäischer Energienetze.

Die CEF-Förderung ist ein wichtiger Schritt, zur Unterstützung von CCS als CO2-Vermeidungstechnologie für die Industrie im Hafen Antwerpen Darüber hinaus bereiten die Projektpartner des Konsortiums derzeit weitere „Interessenbekundungen“ vor, die im Rahmen des Europäischen Innovationsfonds eingereicht werden und die Entwicklung der gesamten CCS-Wertschöpfungskette von der Abscheidung bis zur Speicherung maßgeblich unterstützen sollen.

Der Hafen Antwerpen beheimatet das größte integrierte Energie- und Chemie-Cluster Europas. Das macht ihn zum idealen Standort für neue, grenzüberschreitende Kooperationsprojekte zur innovativen CO2-Reduktion.

Deshalb haben sich Air Liquide, BASF, Borealis, ExxonMobil, INEOS, Fluxys, der Hafen Antwerpen und Total Ende 2019 unter dem Namen Antwerp@C zusammengeschlossen. Gemeinsam untersuchen sie die technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für den Aufbau einer CO2-Infrastruktur für künftige CCUS-Anwendungen (Carbon Capture Utilisation & Storage). Die Abscheidung und Speicherung von CO2 (Carbon Capture & Storage, CCS) und schließlich die Wiederverwendung von CO2 als Rohstoff für verschiedene Anwendungen (Carbon Capture & Utilisation, CCU) gelten als wichtige Verfahren beim Übergang zu einem klimaneutralen Hafen. Dieses innovative grenzüberschreitende CCUS-Projekt würde zu den ersten und größten multimodalen Open-Access-Infrastrukturen für den CO2-Export weltweit gehören.

Jacques Vandermeiren, CEO Hafen Antwerpen: „Wir müssen den Übergang zu einer kohlenstoffneutralen Wirtschaft jetzt vollziehen. Europa ist hier weltweit führend. Mit Antwerp@C hält der Hafen Antwerpen den Schlüssel zur Realisierung eines innovativen und grenzüberschreitenden CCUS-Projekts in der Hand, das in Art und Umfang bisher einzigartig ist. Wir sind stolz darauf, die notwendige finanzielle Unterstützung für die Studienphase zu erhalten, da dieses Projekt zu den flämischen, belgischen und europäischen Klimazielen sowie zu den höher gesteckten Zielen der EU für eine Emissionsreduzierung von mindestens 55 Prozent bis 2030 beitragen wird.”

Quelle und Foto: Hafen Antwerpen




Gesetz zur Beschleunigung von Investitionen schärfen

Als dringenden Beitrag zur Stärkung der Verkehrsinfrastruktur begrüßt die Hafenwirtschaft das Investitionsbeschleunigungsgesetz, das derzeit von Bundestag und Bundesrat beraten wird. Der ZDS setzt sich jedoch für eine Schärfung des Gesetzes ein.

Denn der Entwurf eines Gesetzes zur Beschleunigung von Investitionen (Investitionsbeschleunigungsgesetz) beinhaltet zwar unter anderem eine Verfahrensbeschleunigung durch Rechtswegverkürzung für den Hafenausbau, doch diese Privilegierung soll lediglich für den auf Bundesrecht gestützten Hafenausbau (§ 68 Wasserhaushaltsgesetz) gelten. Jedoch sollten auch Ausbauvorhaben von nationaler Bedeutung, die auf landesgesetzlich verankerter Planfeststellung beruhen, einbezogen werden.

Nach Ansicht des ZDS läuft die Regelung im aktuellen Entwurf mit seinem verengten Anwendungsbereich der beabsichtigten Beschleunigung von Investitionen in infrastrukturell und verkehrspolitisch bedeutsame Hafenausbauten zuwider. Eine Verfahrensbeschleunigung sollte nicht von der Rechtsgrundlage der Planfeststellung abhängig gemacht werden.

Ein Hafenausbau kann nämlich vielfach auch aufgrund einer landesgesetzlich verankerten Planfeststellung ergehen, wie dies zum Beispiel in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern geregelt ist.

Um Sinn und Zweck des Gesetzes gerecht zu werden, muss vielmehr sichergestellt sein, dass jede Planfeststellung für eine Hafenerrichtung, Hafenerweiterung oder Hafenumgestaltung erfasst ist, sofern sie planfeststellungspflichtig / -fähig ist. Die Konzentration auf das Wasserhaushaltsgesetz greift für eine Planfeststellung für die Errichtung, Erweiterung und Änderung von Häfen zu kurz, da diese Vorschrift lediglich den Gewässerausbau betrifft. Die wasserrechtliche Planfeststellung bildet demnach keine Rechtsgrundlage für Vorhaben, bei denen die Nutzung der landseitig an das Gewässer angrenzenden Flächen sowie die gesamte landseitige Infrastruktur eines Hafens erforderlich ist.

Die im Gesetzesentwurf vorgesehene Rechtswegverkürzung sollte sich nach Auffassung des ZDS daher nicht lediglich auf die gewässerbezogenen Teile eines Hafens beschränken, sondern den gesamten Hafen auch mit seinen landseitigen Flächen mit einbeziehen. Der einschränkende und in der Praxis zu Abgrenzungsschwierigkeiten führende Verweis auf das Wasserhaushaltsgesetz ist daher zu streichen.

Quelle: ZDS, Foto: HHM




Rotterdam im neuen Future Fuels Network

Der Hafenbetrieb Rotterdam gehört zu einem neuen „Future Fuels Network“ von Hafenorganisationen, das am 6. Oktober auf der maritimen SIBCON-Konferenz in Singapur angekündigt wurde. Gemeinsam mit den Schwesterunternehmen aus Singapur und Japan wird der Hafenbetrieb Rotterdam einen Strategieplan zur weiteren Einführung kohlenstoffarmer und sauberer Kraftstoffe für den maritimen Sektor entwickeln. Außer der Erarbeitung von Kenntnissen sind auch Demonstrationsprojekte im Bereich des Bunkerns vorgesehen.

Auf der Singapore International Bunkering Conference and Exhibition (SIBCON) wurde die Kooperationsvereinbarung virtuell unterzeichnet. Nach Ansicht von Allard Castelein, Generaldirektor des Hafenbetriebs Rotterdam, befindet sich „die Welt mit der Corona-Pandemie in einer außergewöhnlichen Situation. Dies ist auch ein Zeitpunkt, uns hinsichtlich der Zukunft neu zu orientieren und sicherzustellen, dass wir genügend Maßnahmen gegen den Klimawandel ergreifen und auch den wirtschaftlichen Rückgang aufgreifen.”

Castelein zufolge ist das Future Fuels Network „ein Beispiel dafür, wie Hafenbetriebe einen Beitrag zur Dekarbonisierung des maritimen Sektors leisten können. Mit einem Strategieplan und einer neuen Infrastruktur für klimaneutrale und saubere Kraftstoffe für den maritimen Sektor können wir erfolgreich sein.” Das Future Fuels Network möchte künftig weitere Hafenbetriebe als Partner begrüßen.

Quelle: Port of Rotterdam, Foto: Port of Rotterdam/ Danny Cornelissen

 




Franz Haniel 14 zeigt sich in neuen Farben

Zunächst trug sie grün-weiß, dann erhielt sie ein blau-weißes Kleid, jetzt hat die Franz Haniel 14 als erstes Schiff der HGK Shipping-Flotte erneut ein neues Design erhalten – und präsentiert sich moderner denn je in rot-weiß.

„Es ist sehr schön zu sehen, dass die HGK Shipping nun auch visuell Gestalt annimmt und auf unseren Wasserstraßen sichtbar wird“, freute sich Uwe Wedig, Vorstandsvorsitzender der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK), bei einem Ortstermin in Duisburg über das frisch lackierte Flaggschiff der HGK-Flotte. In den kommenden Wochen werden weitere Schiffe der HGK Shipping ebenfalls ein neues Outfit erhalten.

Das Schubboot Franz Haniel 14, benannt nach dem legendären Industriellen aus Duisburg, wurde 1969 auf der Gutenhoffnungshütte AG Rheinwerft in Duisburg-Walsum gebaut, aber bereits Ende der 1980er Jahre wieder aus dem Dienst genommen. Die Innenräume wurden anschließend komfortabel umgebaut, um das Schubschiff fortan zu Repräsentationszwecken zu nutzen. Das Steuerhaus blieb dabei nahezu originalgetreu, um den Charakter des Schiffes zu erhalten.

Seinen ständigen Liegeplatz hat Franz Haniel 14 im Duisburger Hafen. Die beiden Schwesterschiffe Herkules IX und Herkules XII sind weiterhin im Einsatz der Schubflotte der HGK Shipping unterwegs. Die Nummer 14 ist das letzte Schiff, das unter dem Namen Haniel fährt.

„Mit ihrer langen Historie steht die Franz Haniel 14 für die Geschichte der Binnenschifffahrt auf dem Rhein und ist somit ein ganz besonderer Teil unserer Flotte“, erklärt Steffen Bauer, CEO der HGK Shipping, das außergewöhnliche Schiff.

Quelle und Foto: HGK Shipping

 




DB Cargo verbessert Anbindung zu Seehäfen

DB Cargo bietet neue Verbindungen von und zu den beiden größten europäischen Häfen Rotterdam und Antwerpen an. Damit vernetzt die Güterbahn ab Dezember täglich die Westhäfen mit den wichtigsten Wirtschaftszentren im deutschen Hafenhinterland. Ab nächstem Jahr soll die Transportmenge auf diesen Verbindungen um etwa 100.000 Container pro Jahr wachsen.

„Wir bauen für unsere Kunden in Antwerpen und Rotterdam auf, was wir mit unserem Netzwerk in anderen Häfen wie Hamburg schon viele Jahre erfolgreich betreiben. Wir stehen bereit! Allein mit den neuen Abfahrten aus den Westhäfen entlasten wir Umwelt und Straßen um jährlich 70.000 Lkw“, so Dr. Sigrid Nikutta, Vorstand Güterverkehr der Deutschen Bahn und CEO von DB Cargo.

DB Cargo und ihre Tochter TFG Transfracht bringen mehr Güter auf der Schiene: Alle wichtigen Terminals in den Häfen werden täglich angefahren. Die Ware der Kunden wird von dort im kombinierten und im Einzelwagenverkehr weiter transportiert. Auch Branchen mit schwankenden Mengen wie z.B. die Chemieindustrie können das Angebot nutzen.

Die Mengen werden aus den Häfen abgefahren und in Kijfhoek gebündelt. Der größte Rangierbahnhof der Niederlande liegt unweit von Antwerpen und nahe Rotterdam. Von dort aus gelangt die Fracht mit schnellen Direktzügen über Nacht an ihr Ziel.

Die Häfen Antwerpen und Rotterdam schlagen jährlich 27 Millionen Container um. Allerdings rollt die Fracht von und zu den Westhäfen bislang erst zu acht bis elf Prozent über die Schiene. Anders in Hamburg: Der drittgrößte Hafen in Europa hat einen Schienenanteil von über 50 Prozent.

Quelle und Foto: DB Cargo Nederland N.V.




Mehr Binnenschifffahrt auf der Unterelbe

Am 6. Oktober 2020 unterzeichneten Jens Hansen, Vorstandsmitglied der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), Thomas Lütje, HHLA-Vertriebsdirektor, Frank Schnabel, Geschäftsführer Brunsbüttel Ports GmbH / SCHRAMM group, und Friedrich A. Kruse jun., Geschäftsführung Friedrich A. Kruse jun. Unternehmensgruppe, im Beisein von Brunsbüttels Bürgermeister Martin Schmedtje einen Kooperationsvertrag über eine strategische Partnerschaft zur Förderung der Binnenschifffahrt auf der Unterelbe. Ziel der Kooperation ist es, die Binnenschifffahrt und das Verkehrssystem Wasserstraße weiter zu fördern, um mehr Güterverkehre auf das Wasser zu verlagern.


Das Verkehrssystem Binnenhafen-Binnenschiff-Wasserstraße bietet umweltfreundliche, effiziente und sichere Transportmöglichkeiten. Das Binnenschiff benötigt verhältnismäßig wenig Energie je Transporteinheit und gilt als verlässliches Transportmittel im Sinne einer nachhaltigen und ökonomischen Optimierung der Transportkette.

Die Unterelbe verbindet den ChemCoast Park Brunsbüttel, das größte zusammenhängende Industriegebiet Schleswig-Holsteins mit internationalen Konzernen und mittelständischen Unternehmen aus der Chemie-, Energie- und Logistikbranche, mit dem Hamburger Hafen als bedeutende Güterdrehscheibe für die ansässigen Industrieunternehmen. Die Zusammenarbeit sieht unter anderem vor, den Güterverkehr mit Binnenschiffen zwischen den beiden Hafenstandorten weiter auszubauen, indem potenzielle Verlader zielgerichtet angesprochen werden und die Attraktivität des Binnenschiffes mit seinen wirtschaftlichen und ökologischen Vorteilen noch stärker vermarktet wird. Außerdem sollen weitere Partner zur Förderung der Binnenschifffahrt eingebunden werden und ein Austausch bestehender und die Entwicklung neuer technischer und betrieblicher Konzepte für Binnenschiffe erfolgen.

Frank Schnabel freut sich über die Kooperation zur Förderung der Binnenschifffahrt: „Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren eng mit den Akteuren des Hamburger Hafens zusammen und freuen uns, mit unseren neuen Kooperationspartnern HHLA und Spedition Kruse die Zusammenarbeit zu intensivieren. Insbesondere unser universaler und leistungsstarker Elbehafen, in dem wir neben Seeschiffen auch viele Binnenschiffe abfertigen, bietet die Möglichkeit, noch mehr Güter auf das umweltfreundlichere Binnenschiff zu verladen und die Straßen zu entlasten. Die Zusammenarbeit der Spedition Kruse als regionaler Spediteur und uns als Hafen bietet hierfür einen großen potenziellen Mehrwert. Der Elbehafen bietet entsprechende Lagerkapazitäten für (Tank-)Container der Industrie, aber auch alle anderen Massen-, Stück- und Schwergüter können über den Elbehafen auf das Binnenschiff verladen werden, um anschließend nach Hamburg transportiert zu werden.“ Bereits heute transportiert Brunsbüttel Ports beispielsweise täglich Massengüter mit Binnenschiffen vom Brunsbütteler Elbehafen in den Hamburger Hafen zur Kupferhütte Aurubis. Dieses praktische Beispiel unterstreicht die Attraktivität der Binnenschifffahrt auf der Unterelbe.

Der Hamburger Hafen ist nicht nur Deutschlands größter Seehafen, sondern gleichzeitig der zweitgrößte deutsche Binnenhafen. Etwa 10.000 Binnenschiffe laufen jedes Jahr die Umschlaganlagen der Elbmetropole an. Seit 2012 ist das jährliche Containervolumen, das den Hamburger Hafen per Binnenschiff erreicht oder verlässt, um 50 Prozent auf über etwa 140.000 Standardcontainer gestiegen.

Jens Hansen: „Die Metropolregion Hamburg ist das wirtschaftliche Zentrum Norddeutschlands, und die Elbe ist ihre Lebensader. Durch die enge Zusammenarbeit von HHLA, Brunsbüttel Ports und der Kruse Unternehmensgruppe leisten wir einen Beitrag zur regionalen Wirtschaftsentwicklung und werden gleichzeitig den Anforderungen an nachhaltige Transportkonzepte gerecht. Wir wollen die hervorragende Hafeninfrastruktur der Unterelbe noch stärker nutzen, um regionale Verkehre auf die Wasserstraße zu verlagern und unseren Kunden damit schnelle, verlässliche und umweltverträgliche Transporte anzubieten.“

Auch die Spedition Kruse, die die angesiedelten Industrieunternehmen im ChemCoast Park Brunsbüttel mit dem Hamburger Hafen verbindet, sieht einen großen Mehrwert in der Kooperation. Friedrich A. Kruse jun. hebt hervor: „Als Hauptdestination unserer Containerverkehre stellt  der Hamburger Hafen inklusive seiner Depots ein Ziel dar, das wir fünf Tage die Woche 24 Stunden bedienen. Mehr als 25.000 Containerbewegungen werden durch uns jährlich abgewickelt und über unser Containerdepot in Brunsbüttel gedreht. Hierbei handelt es sich zum einen um Container, die der Rohstoffversorgung der ansässigen Industrie dienen oder um Exportcontainer, die an den Kruse eigenen Lagern gestaut werden. Durch dieses hohe Aufkommen sind wir kontinuierlich bestrebt, unsere Abläufe zu optimieren und auf der Suche nach neuen und effizienten Verkehrsträgern. Dabei steht zunehmend der ökologische Aspekt im Vordergrund. Aus diesem Grunde sehen wir einer noch engeren Kooperation mit der HHLA sowie Brunsbüttel Ports positiv entgegen.“

„In die strategische Partnerschaft bringen alle Kooperationspartner unterschiedliche Kompetenzen und Erfahrungen ein, von denen die Verlader und die gemeinsame Wirtschaftsregion Unterelbe profitieren können. Wir freuen uns bereits auf die Zusammenarbeit“, so Frank Schnabel abschließend.

Quelle: HHLA, Brunsbüttel Ports GmbH, Friedrich A. Kruse Unternehmensgruppe, Foto: SCHRAMM Group, v.l.: Jens Hansen (Vorstandsmitglied HHLA AG), Friedrich A. Kruse jun. (Geschäftsführung Friedrich A. Kruse jun. Unternehmensgruppe), Thomas Lütje (Vertriebsdirektor HHLA AG), Frank Schnabel (Geschäftsführer Brunsbüttel Ports GmbH / SCHRAMM group) und Bürgermeister Martin Schmedtje (Stadt Brunsbüttel)

 




Hotspot für Kreislaufwirtschaft

Unter dem neuen Namen „NextGen District“ will der Hafen Antwerpen den ehemaligen General Motors-Standort auf dem Hafengebiet zu einem Hotspot für die Kreislaufwirtschaft entwickeln. Mit einer Marktkonsultation wendet sich der Hafen gezielt an Unternehmen aus der zirkulären Prozess- und Fertigungsindustrie, die sich dort ansiedeln und damit den Übergang zu einer klimaneutralen Gesellschaft voranbringen wollen.

Das ehemalige General Motors-Gelände, das sich auf einer Fläche von 88 Hektar oder rund 110 Fußballfeldern erstreckt, wird derzeit in einen neuen Hotspot für die Kreislaufwirtschaft umgewandelt: Der NextGen District, wie die ehemalige Churchill Industrial Zone nun heißt, ist eine der letzten großen Flächen im Hafen und bietet dank seiner günstigen Lage in der Nähe des größten Chemie-Clusters Europas viele Möglichkeiten. Der Hafen Antwerpen hat sich bewusst dafür entschieden, dieses große Areal für die Kreislaufwirtschaft freizugeben und damit einen weiteren Schritt beim Übergang zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Gemeinschaft zu gehen. Das Areal bietet sowohl großen Akteuren als auch kleinen Start-ups gute Möglichkeiten. NextGen District wird ein Industriestandort sein, an dem „End-of-Life-Produkte“ ein zweites oder drittes Leben erhalten, zirkuläre Kohlenstofflösungen erforscht werden und mit erneuerbaren Energien experimentiert wird. Das Areal umfasst ein Demonstrationsgelände, auf dem Start-ups Raum für Wachstum haben, sowie freie Grundstücke unterschiedlicher Größe, die für Akteure aus der Chemie- und Industriebranche geeignet sind. Um den Standort möglichst nachhaltig und optimal zu entwickeln, wird derzeit geprüft, welche Dienstleistungen und Einrichtungen gemeinsam organisiert werden können.

Für die Entwicklung des Standortes sucht NextGen District Akteure, die für Impulse in der Kreislaufwirtschaft sorgen wollen. Der Hafen Antwerpen startet daher eine neue internationale Marktkonsultation, um Investoren für den Standort zu finden. Sie richtet sich insbesondere an Kandidaten mit Kernaktivitäten innerhalb der zirkulären Prozessindustrie (hauptsächlich chemische Prozesse) und der verarbeitenden Industrie mit Fokus auf Energieumwandlung.

Um die nachhaltigen Ambitionen für die Entwicklung des NextGen Districts effektiv umzusetzen, werden die Kandidaten auch hinsichtlich der zukünftigen Ausrichtung ihres Projekts, d. h. seines innovativen Wertes, seiner klimatischen Auswirkungen und seiner Agilität, bewertet. Bestimmte Bedingungen werden zudem in die Konzessionsvereinbarung der ausgewählten Kandidaten aufgenommen.

NextGen District folgt damit ganz den nachhaltigen Ambitionen des Hafens Antwerpen, die der Energiewende und dem Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft höchste Priorität einräumen.

Gemeinsam mit der Industrie arbeitet der Hafen Antwerpen an der Reduzierung der CO2-Emissionen sowie der Umstellung auf alternative Energiequellen mittels ehrgeiziger Projekte wie der Erzeugung erneuerbarer Energie, der Nutzung von Restwärme und dem Import, der Speicherung und der Umwandlung von Wasserstoff in nachhaltige Bausteine für den Chemiesektor.

„Wenn uns die Coronakrise eines klar macht, dann, dass wir nur eine Wahl haben, nämlich einen widerstandsfähigen und nachhaltigen Hafen zu bauen“, sagt Jacques Vandermeiren, CEO des Hafens Antwerpen. „Deshalb will der Hafen Antwerpen auch weiterhin eine Vorreiterrolle beim Übergang zu einer klimaneutralen Gesellschaft einnehmen. Energiewende und Kreislaufwirtschaft standen vor der Pandemie ganz oben auf der Agenda und tun dies auch heute noch. Der Hafen Antwerpen ist Heimat des größten integrierten Clusters in Europa. Wir wollen diesen Cluster beim Übergang zu einer kohlenstoffneutralen und zirkulären Wirtschaft stärken, verankern und unterstützen. Ziel ist es, den NextGen District zu einer Drehscheibe für Innovation und gegenseitige Förderung in der Kreislaufwirtschaft zu machen und die nächste Generation zu unterstützen“.

Hafenschöffin Annick De Ridder bemerkt abschließend: „Mit dem NextGen District wollen wir zahlreiche neue Arbeitsplätze schaffen, die weiter zum nachhaltigen Wachstum unseres Hafens beitragen werden. Für uns ist es wichtig, dass neue Konzessionäre unsere Ambitionen für Zukunft und Nachhaltigkeit teilen und bestätigen. Dies wird zur Stärkung, Synergie und Diversifizierung der Hafenplattform beitragen. Außerdem ist dies der ideale Standort, um den Übergang im Antwerpener Chemie-Cluster zu beschleunigen. Auf diese Weise konzentrieren wir uns weiterhin auf die zukünftige Wertschöpfung und damit auch auf unseren Wohlstand.“

Quelle, Foto und Video: Hafen Antwerpen




Stiftung für Drohnen in den Niederlanden

Die Stiftung Dutch Drone Delta wurde offiziell ins Leben gerufen; damit wurde ein bedeutender Schritt zur Nutzung des Potenzials von Drohnen und Urban Air Mobility in den Niederlanden gesetzt. Große niederländische Partner wie u. a. die Luftverkehrsleitung Luchtverkeersleiding Nederland, der Flughafen Schiphol, der Hafen Port of Rotterdam, die Telekommunikationsgesellschaft KPN, das niederländische Luft- und Raumfahrtzentrum NLR und die Versicherungsgesellschaft a.s.r. verzekeringen gründeten diese Stiftung, um den Markt für Urban Air Mobility, die Erweiterung von Stadtverkehr in den Luftraum, zu entwickeln. Ein geringeres Lkw-Aufkommen auf der Straße, Drohnentaxis und ein rascher Transport von Blut und Organen durch die Luft – die Zukunft ist näher als man denkt.

Um Lufttransporte mit Drohnen zu ermöglichen, ist noch viel Arbeit erforderlich, etwa die Festlegung logischer Flugrouten, eine sichere Kombinierbarkeit von bemanntem und unbemanntem Luftverkehr, die Versicherung von Flügen und Ladung sowie die Verbindungsqualität in der Luft. Dank der einzigartigen Zusammenarbeit in der Stiftung trägt jeder Partner seine individuellen Marktkenntnisse und Erfahrungen zur gemeinsamen Entwicklung von Lösungen für diese komplexen Herausforderungen bei.

Die Partner der Stiftung Dutch Drone Delta führten in den vergangenen Monaten bereits einige wichtige Flüge durch, u. a. zur ersten Paketlieferung im Rotterdamer Hafen und die ersten Inspektionen mit Drohnen am Flughafen Schiphol und Umgebung.

‚Aus solchen Flügen lernen wir enorm viel und so arbeiten wir Schritt für Schritt auf das letztliche Ziel hin, Personen- und Frachtverkehr mit Drohnen auf sichere, nachhaltige und wirtschaftliche Weise zu ermöglichen‘, so Jan Willem Verkiel, Vorsitzender von Dutch Drone Delta.

Das Wachstum der Bevölkerung und der Zuzug in die Großstädte setzt die Erreichbarkeit in und zwischen Städten in den Niederlanden unter Druck. Dadurch entsteht ein realer Bedarf an neuen nachhaltigen Mobilitätslösungen.

‚Die Niederlande stehen vor einer echten Mobilitätsherausforderung. Wenn wir die Erreichbarkeit in den Niederlanden optimal sichern möchten, müssen wir ernsthaft der Frage nachgehen, wie wir außer der vorhandenen niederländischen Infrastruktur auch die Möglichkeiten im Luftraum optimal nutzen können‘, so Henri Deelstra von der Antea Group. ‚Für Drohnen benötigt man beispielsweise Drohnenlandungsplätze, sog. Drohnen-Ports. Sie könnten beispielsweise auf dem Dach vorhandener Parkhäuser und Bahnhöfe eingerichtet werden.‘

‚Wir möchten dem künftigen Mobilitäts- und Transportbedarf in städtischen Gebieten gerecht werden, der mit einem zügigen Durchfluss, guter Luftqualität in der Umgebung und einer möglichst geringen Lärmbelästigung einhergeht‘, erläutert Lennard Verhoeff von NLR. ‚Die gelungene Mischung von Partnern bei der Stiftung Dutch Drone Delta ermöglicht es, mit konkreten Projekten zu zeigen, wie Urban Air Mobility sicher und effektiv dazu beitragen kann‘, führt er aus.

Am 30. September kommen die Partner beim Drohnenprüf- und -entwicklungszentrum von Space53 in Enschede zusammen. Hier werden die Pläne und Bestrebungen für die nächsten Jahre besprochen und gestaltet. Inspirierend wirken dabei einige Demonstrationsflüge innovativer niederländischer Partner, bei denen die künftigen Möglichkeiten von Drohnen vorgeführt werden. So gibt es Demonstrationen für Einsatzdienste, bei denen gezeigt wird, wie sie durch den Einsatz der Drohnentechnologie schneller und besser auf Zwischenfälle reagieren können; zudem gibt es eine Demonstration, wie eine Drohne in dünn besiedelten Gebieten einen automatisierten externen Defibrillator (AED) abliefern könnte. ‚Diese in den Niederlanden entwickelten Lösungen sind von großer gesellschaftlicher Bedeutung, doch es gibt noch zahlreiche Hürden, bevor sie in großem Maßstab eingesetzt werden können. Dutch Drone Delta kann einen bedeutenden Beitrag zur Aktivierung und Beschleunigung des niederländischen Drohnensektors leisten‘, erklärt Marc Sandelowsky von Space53.

Die Stiftung Dutch Drone Delta besteht aus folgenden Partnern: Luchtverkeersleiding Nederland (LVNL), Royal Schiphol Group, Port of Rotterdam, KPN, a.s.r. schadeverzekeringen, Antea Group, Space53 und dem Koninklijk Nederlands Lucht- en Ruimtevaartcentrum (NLR). Zudem gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem niederländischen Ministerium für Infrastruktur & Wasserwirtschaft und dem niederländischen Amt für Wasserwirtschaft (Rijkswaterstaat). Die Stiftung wird bei ihren täglichen Tätigkeiten von AirHub und Connekt unterstützt. Der heutige Auftakt ist das Startsignal für eine Vorreiterrolle der Niederlande bei der Entwicklung der Urban Air Mobility.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam