IMGRUND siedelt sich im Stadthafen Wesel an

Der Logistik-Spezialist IMGRUND siedelt sich im Stadthafen Wesel auf einer Fläche von 2,5 Hektar an. Durch die trimodale Infrastruktur und die geografische Lage des Stadthafens, der zu den DeltaPort Niederrheinhäfen gehört, sieht IMGRUND optimale Voraussetzungen, sich in Zeiten der Verkehrswende zukunftsweisend aufzustellen. Dank der strategischen Investition baut das niederrheinische Unternehmen seine Stellung als bedeutender Logistikanbieter weiter aus. Für die DeltaPort Niederrheinhäfen ist es der zweite große Erfolg innerhalb kurzer Zeit.

Bislang hat sich IMGRUND einen Namen als Schüttgutspezialist im Bereich des Straßentransports und der Lagerlogistik aufgebaut. Durch individuelle Logistikkonzepte und die Entwicklung komplexer Mehrwertdienstleistungen für Schüttgüter ist das Unternehmen aus dem Weseler Stadtteil Ginderich in den vergangenen Jahren kontinuierlich erfolgreich gewachsen. Nun unternimmt der mittelständische Logistik- und Transportdienstleister den Schritt zum Hafenlogistiker und siedelt sich im Weseler Stadthafen auf einer Fläche von 2,5 Hektar an. Der Erbbaurechtsvertrag wurde jetzt unterzeichnet. Im ersten Bauabschnitt ist die Errichtung einer multifunktionalen Logistikanlage zum Umschlag von Schüttgütern geplant. „Wir freuen uns, dass IMGRUND gemeinsam mit uns den Schritt zum Hafenlogistiker macht, und damit seine Position als moderner Transportdienstleister, der auf nachhaltige Warenwege setzt, weiter ausbaut“, sagt Andreas Stolte, Geschäftsführer der DeltaPort Niederrheinhäfen GmbH.

„Durch die trimodale Anbindung an den Rhein als Europas wichtigste Wasserstraße, an die Schiene und an das Straßenverkehrsnetz sehen wir im Stadthafen Wesel einen optimalen Standort für unser Unternehmen“, beschreibt Jörn Thier, Geschäftsführer von IMGRUND, die Beweggründe. „Dank der trimodalen Anbindung des Stadthafens können die Güter, die IMGRUND transportiert, künftig direkt von Schiffen oder Zügen auf LKW verladen oder vor Ort in der neu entstehenden Logistikanlage gelagert werden“ ergänzt IMGRUND Geschäftsführer Bernd Schepers. Im Stadthafen sollen die Schüttgüter in loser Form oder in Big Bags umgeschlagen werden. Der Weitertransport erfolgt dann mittels Silo- und Kippfahrzeugen. Der direkte Zugang zum Rhein auf einer Kailänge von 350 Metern ermöglicht insbesondere den Umschlag von großen Tonnagen über Küstenmotorschiffe. Die Dienstleistungen werden ergänzt durch die Möglichkeit der Abfüllungen von Big Bags und anderen kundenindividuellen Verpackungsformen.

Als weiteren, sehr entscheidenden Vorteil des Weseler Stadthafens, der – wie der Rhein-Lippe-Hafen Wesel, der Hafen Voerde-Emmelsum, der Hafen Emmerich und der NIAG-Hafen in Rheinberg-Orsoy – zu den DeltaPort Niederrheinhäfen gehört, sieht Jörn Thier die Lage: Der Stadthafen liegt zwar in unmittelbarer Nähe zu den Absatzmärkten in Europas größtem Ballungsraum – aber außerhalb des Stauclusters Ruhrgebiet / Großraum Köln. „Wir können die staubedingten Wartezeiten unserer Kunden somit auf ein Minimum reduzieren. Indem wir die letzte Meile so klein wie möglich halten, kommen wir zudem dem Wunsch vieler Kunden nach klimafreundlicheren Transportwegen nach“, betont Jörn Thier.

„Jedes Unternehmen muss heute verstärkt auf seinen CO2-Fußabdruck achten und ihn so klein wie möglich halten“, sagt Andreas Stolte, Geschäftsführer der DeltaPort Niederrheinhäfen. Dazu kann die Verlagerung auf die CO2-sparenden Verkehrswege Wasser und Schiene sehr viel beitragen. Denn auch wenn sich die Verkehrslage Corona-bedingt aktuell etwas entspannt hat, ist der grundsätzliche Trend ein anderer und die Verkehrssituation auf der Straße verschärft sich stetig. Daher betont Andreas Stolte: „Eine verstärkte Nutzung von Wasserwegen und Bahn ist unabdingbar. Nur so können wir die Stausituation auf den Fernstraßen in Nordrhein-Westfalen entschlacken, den Verkehrsinfarkt verhindern und so die ökologische Wende in Deutschland vorantreiben.“ Bei diesem Ziel arbeiten die DeltaPort Niederrheinhäfen und IMGRUND ab sofort zusammen.

Für die DeltaPort Niederrheinhäfen ist die Ansiedlung von IMGRUND der zweite große Erfolg innerhalb kurzer Zeit. Anfang September hatte Deutschlands führender Tiefkühllogistiker NORDFROST verkündet, sein Grundstück im Rhein-Lippe-Hafen Wesel auf neun Hektar nahezu zu verdoppeln. Zudem verfügt das Unternehmen aus Schortens bei Wilhelmshaven über die Option, noch einmal auf insgesamt rund 16 Hektar zu erweitern.

„Wir sind sehr stolz auf diese Partnerschaften“, freut sich Andreas Stolte, Geschäftsführer der DeltaPort Niederrheinhäfen. „Dank unserer Häfen und unseres vielfältigen Portfolios entwickelt sich der Niederrhein immer mehr zu einer der führenden Logistik-Regionen.“ Dabei spielt für die Kunden neben der Infrastruktur und der geografischen Lage sicherlich auch das Flächenpotenzial von 63 Hektar Freiflächen entlang des Rheins eine wichtige Rolle – denn das ist einmalig zwischen Basel und Rotterdam.

Quelle und Foto: DeltaPort GmbH & Co. KG, freuen sich über die Unterzeichnung des Erbbaurechtsvertrags (v.l.n.r.): Dieter Thurm, Prokurist DeltaPort GmbH & Co. KG, Andreas Stolte, Geschäftsführer DeltaPort Niederrheinhäfen GmbH, Jörn Thier und Bernd Schepers (beide Geschäftsführer IMGRUND SILOGISTIC GmbH).

 




Seehundpopulation im Rotterdamer Hafen

Die Seehundpopulation in der Region Zuid-Hollandse Delta (südholländisches Delta) und somit auch im Rotterdamer Hafen entwickelt sich gut. In diesem Jahrhundert ist eine klare Zunahme der Anzahl der Tiere zu verzeichnen. Nach Angaben von Marlies de Kraauw van A Seal leben in dem Delta etwa 1500 Kegelrobben und 1000 Seehunde. Jetzt ließ die Seehundstation Stellendam die beiden Seehunde Rami und Corneel auf dem Maasvlaktestrand des Rotterdamer Hafens frei. Veldkijker machte dort Aufnahmen für den Kinofilm ‚Wild Port of Europe – De Nieuwe Wildernis 2.0‘.

Trotz Corona verlaufen die Aufnahmen für diesen Kinofilm über die Natur in den Häfen von Rotterdam und Moerdijk gut. ‚In der letzten Brutsaison waren einige Aufnahmen nicht möglich. Sie wurden auf das Frühjahr verlegt. Wir gehen immer noch davon aus, dass die Premiere des Films im Herbst 2021 zu sehen sein wird‘, so Melanie Kutzke von Veldkijker. „In den vergangenen Monaten haben wir bemerkenswerte Aufnahmen von brütenden Turmfalken in Containern, einer Weihe auf Wiesen, von brütenden Bachstelzen, spielenden jungen Iltissen, Rehen in einem Solarpark bei Shell Moerdijk und nun auch von der Freilassung der Seehunde gemacht.

Beim Hafenbetrieb Rotterdam ist man stolz auf die Seehundpopulation. ‚Die Seehunde bei der Insel Kleine Beer sind die Visitenkarte des Hafens. Sie begrüßen alle Seeleute, die den Hafen verlassen oder dort eintreffen. Die Fast Ferry von Hoek van Holland zur Maasvlakte fährt auf jeder Tour einen Umweg, sodass die Passagiere die Tiere fotografieren können. Die Seehunde haben hier ihren Platz gefunden, an dem sie ihre Mahlzeit erjagen und sich ungestört ausruhen können. Sie verzehren täglich etwa 10 % ihres Körpergewichts an Fisch. Unsere Seehunde verspeisen durchaus einige tausend Kilo Fisch am Tag‘, so Berater Robbert Wolf.

In den niederländischen Gewässern leben der Seehund (Phoca Vitulina) und die Kegelrobbe (Halichoerus grypus), das größte Raubtier der Niederlande. Sowohl der Seehund als auch die Kegelrobbe stehen auf der niederländischen Roten Liste der Säugetiere, auf der alle in den Niederlanden gefährdeten Säugetierarten verzeichnet sind. ‚Trotz unseres zurückhaltenden Vorgehens beim Auffang betreuen wir bei A Seal jährlich über 100 Seehunde. Viele unserer Patienten sind Welpen und Jungtiere, die äußerliche Verletzungen aufweisen, von der Mutter getrennt wurden oder durch Lungenentzündungen krank sind. Zudem sehen wir Tiere mit Treibmüll am Hals oder Rumpf‘, so Marlies de Kraauw.

Rami (Seehund 778) wurde am 13.07.2020 an einem unüblichen Ort, einem Gewerbegebiet mit eingeschränktem Zugang zum Ufer, aufgefunden. Das Muttertier war nirgends zu sehen und der Zustand der Welpe ließ vermuten, dass sie schon einige Tage zuvor von der Mutter getrennt worden war. Das Muttertier konnte an diesem Ort keinesfalls zur Welpe gelangen. Das Tier wurde bei A Seal aufgenommen und kam dort wieder zu Kräften.

Corneel (Seehund 781) wurde am 18.07.2020 mit einer starken Entzündung an der linken Seite seiner Schnauze und einer Schädigung des linken Auges aufgenommen. Äußere Verletzungen sind häufig die Ursache (möglicherweise Bisswunden) und eine Behandlung der Schmerzen und der Entzündung in Kombination mit guter Ernährung meist ausreichend. Das Tier ist wieder zu Kräften gekommen, hat ein passendes Gewicht und von der Entzündung an der Schnauze ist inzwischen nichts mehr zu sehen.

Beide Tiere sind mittels einer äußerlichen Flossenmarke und eines Identifikationschips unter der Haut mit einer identischen Nummer gekennzeichnet.

Quelle: Port of Rotterdam, Foto: Port of Rotterdam/ Ries van Wendel de Joode/HBR, Seehundewetter im Rotterdamer Hafen. Mitarbeiter der Seehundstation „A Seal“ lassen bei Aufnahmen für den Film „Wild Port of Europe – De Nieuwe Wildernis 2.0“ die Seehunde Rami und Corneel vor der Kamera frei




Im HQ7 des Hafen Wien fließt nun Sonnenstrom

Der Hafen Wien, ein Unternehmen der Wien Holding, setzt auf Nachhaltigkeit und hat gemeinsam mit Wien Energie eine Photovoltaikanlage auf einem bestehenden Gewerbegebäude im Hafen Wien-Areal HQ7 errichtet. Nun wurde das Sonnenkraftwerk im Beisein von Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke, Umweltstadträtin Ulli Sima, Wien Energie-Geschäftsführer Michael Strebl sowie der Hafen Wien-Geschäftsführung Fritz Lehr und Doris Pulker-Rohrhofer in Betrieb genommen.


Ab sofort wird damit am Standort beinahe ein Fünftel des gesamten Strombedarfs aus Sonnenenergie vor Ort gedeckt. Das entspricht einer jährlichen Erzeugung von 290.000 Kilowattstunden (kWh). Umgerechnet können mit dieser Menge 110 Wiener Haushalte ein ganzes Jahr mit Grünstrom versorgt werden. Insgesamt wurden 1.066 Solarmodule auf einer Fläche von rund 5.500 Quadratmetern verbaut. Die Anlage kommt somit auf eine Leistung von rund 300 Kilowatt Peak (kWp).

„Um die Position des Hafen Wien als erstklassige Wirtschaftsdrehscheibe zu stärken, haben wir in den vergangenen Jahren konsequent in den Hafenausbau investiert: Ob Hafenausbauprogramm, neue Umschlagseinrichtungen, die Optimierung der Unternehmensstrukturen oder die Infrastruktur vor Ort – der Hafen Wien wird Zug um Zug aufgerüstet. Dazu gehört auch – ganz im Sinne der Smart City Strategie – die Nutzung digitaler Systeme und erneuerbarer Energien. Durch die neue Photovoltaikanlage setzen wir einen wichtigen Schritt für den Umwelt- und Klimaschutz“, so Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke.

„Wien ist eine Vorzeigestadt in Sachen Umwelt- und Klimaschutz und ist schon heute das Bundesland mit dem niedrigsten CO2-Ausstoß pro Kopf. Die Nutzung von Sonnenenergie ist ein wesentlicher Baustein am Weg zur CO2-neutralen Klimamusterstadt. Als Stadt Wien gehen wir selbst mit gutem Beispiel voran und statten künftig alle geeigneten, öffentlichen Gebäude, mit Photovoltaik-Anlagen aus. Aber auch die Kooperation mit Industrie- und Wirtschaftsunternehmen wie dem Hafen Wien ist dabei von zentraler Bedeutung“, so Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima.

Der Hafen Wien hat das Gewerbeareal HQ7 im Jahr 2017 als Fläche für Betriebsansiedelungen angekauft. Auf dem Grundstück, das so groß ist wie acht Fußballplätze nebeneinander, befinden sich Büros, Werkstätten, Lagerhallen, Garagen und Parkplätze. Beim HQ7 handelt es sich um die größte Betriebsflächenerweiterung des Hafen Wien seit Gründung des Hafens in seiner heutigen Form im Jahr 1979. Mit der Errichtung der Photovoltaikanlage auf einem der bestehenden Gewerbegebäude im HQ7 wird der Standort weiter attraktiviert und nachhaltig mit „grüner Energie“ versorgt.

Das neue Solarkraftwerk wurde – so wie das seit 2017 bestehende im Hafen Freudenau – in enger Kooperation zwischen Wien Energie und dem Hafen Wien realisiert. Der Hafen Wien stellt den geeigneten Standort, eine riesige Dachfläche innerhalb eines weitreichenden Simmeringer Gewerbeareals, zur Verfügung. Wien Energie hat die Photovoltaikanlage geplant, finanziert und errichtet und verpachtet diese an den Hafen Wien.

„Wir freuen uns über ein Stück mehr grünen Strom für Wien. Denn nachhaltiges Wirtschaften und die Umsetzung der dazu notwendigen Maßnahmen in die Praxis, haben in unserem Hafenausbauprogramm einen relevanten Stellenwert. Es geht darum ökonomische, soziale und ökologische Aspekte miteinander zu vereinen, damit auch die nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Stadt vorfinden. Mit dem neuen Solarkraftwerk im HQ7 leistet der Hafen Wien einen wertvollen Beitrag dazu“, so Fritz Lehr, kaufmännischer Geschäftsführer Hafen Wien.

„Die Nutzung von Photovoltaik ist ein wichtiger Schritt in Richtung Green Logistics für den Hafen Wien. Damit ist es uns möglich, sauberen Strom für den Eigenverbrauch zu produzieren und zur kontinuierlichen Reduzierung der CO2–Emissionen beizutragen“, so Doris Pulker-Rohrhofer, technische Geschäftsführerin Hafen Wien.

Der Hafen Wien stellt die Dachfläche auf dem Garagenbereich des HQ7-Gebäudes zur Verfügung und der Betrieb der Photovoltaikanlage, inklusive der erforderlichen Anschlussleitungen, Schalt- und Messanlagen erfolgt durch Wien Energie. Durch einen Pachtvertrag zwischen den KooperationspartnerInnen ist eine dezentrale Stromversorgung im Hafen Wien für die nächsten 25 Jahre gesichert.

Quelle: Hafen Wien, Foto: Hafen Wien/ David Bohmann, v.l.n.r. Inbetriebnahme Photovoltaikanlage, Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke, Hafen Wien Geschäftsführerin Doris Pulker-Rohrhofer, Hafen Wien Geschäftsführer Fritz Lehr

 




chainPORT Group analysiert die Rolle von Häfen

In der ersten digitalen Jahrestagung von chainPORT , die am 21. und 22. September 2020 abgehalten wurde, besprach die multilaterale Partnerschaft der weltweit führenden Häfen die sich in der heutigen Lieferkette abzeichnende Rolle von Häfen. Laut einer Pressemitteilung der Gruppe konzentrierten sich die Diskussionen auf die Notwendigkeit, dass die Häfen ihre Rolle in der maritimen Lieferkette analysieren und neu definieren.

Allard Castelein, CEO des Hafenbetriebs Rotterdam, sagte in seiner Begrüßungsansprache zu der vom Rotterdamer Hafen ausgerichteten Tagung: „Die digitale Transformation verändert die Welt grundlegend und beschleunigt die Harmonisierung der globalen Schifffahrts- und Handelsprozesse.“

Er fügt dem hinzu: „Häfen schließen sich zusammen, um ein gemeinsames Verständnis von Daten und Definitionen zu schaffen. Wir erwarten, dass dies die Transparenz, Effizienz und Nachhaltigkeit der logistischen Lieferketten verbessern wird.“

Aufmerksamkeit wurde ebenfalls dem von der Hamburg Port Authority (Hamburger Hafenbehörde) gemeinsam mit dem Hafen von Los Angeles vorgeschlagenen Foresight-Projekt zuteil. Unter der Überschrift „a PORTtrait of the Future“ wurden unterschiedliche Auffassungen darüber diskutiert, wie nachhaltige Häfen der Zukunft aussehen könnten und wie Ziele wie ein Null-Emissions-Hafen erreicht werden könnten.

„Wir wissen nicht, was die Zukunft bringen wird“, sagte Jens Meier, CEO der Hamburger Hafenbehörde. „Wir sind jedoch entschlossen, eine aktive Rolle bei ihrer Gestaltung zu spielen. Derzeit vertreten wir die Vorstellung, dass die Häfen der Zukunft nach drei Prinzipien gestaltet werden: Sie werden Lösungsanbieter sein, sie werden einen starken gesellschaftlichen Auftrag haben, von ihren Gemeinschaften aus zu operieren, und sie werden Vorbildfunktionen in Sachen Nachhaltigkeit übernehmen.“

Gene Seroka, Executive Director beim Hafen von Los Angeles fügte hinzu: „Die globalen Gesundheits- und Wirtschaftskrisen, denen wir 2020 ausgesetzt sind, zeigen, dass Häfen bei der Bewältigung jeder Art von Katastrophe, ob nun physischer oder anderer Art, eine Rolle übernehmen können. Der Schlüssel zu unserer Leistungsfähigkeit liegt in unserer Fähigkeit, Rahmenbedingungen zu schaffen, die unsere langfristigen Ziele unterstützen, und uns gleichzeitig so zu positionieren, dass wir flexibel und bereit sind, die Umstände, denen wir uns in der Gegenwart gegenübersehen, zu managen.

Seroka hob den Plan des Hafens von LA für einen Hafen mit nachhaltigen Lösungen hervor, mit Planungsstrukturen, die umweltbezogene und andere langfristige Initiativen an die Hand nehmen, mit der Flexibilität, die eigene Region während der COVID-19-Krise zu mobilisieren und zu unterstützen, und mit dem Schwerpunkt von LA auf digitaler Infrastruktur und anderen geschäftlichen Erfordernissen nach dem Ende von COVID-19.

Die Mitgliedshäfen von chainPORT vereinbarten, ihre Zusammenarbeit in Zukunft weiter zu intensivieren.

Die nächste Jahrestagung ist für den Herbst 2021 angesetzt und wird von der Shanghai International Port Group (SIPG) in Shanghai, China, ausgerichtet.

Quelle: Port technology, Foto: Port of Rotterdam

 

 




Staubsauger entfernt Plastik aus Naturschutzgebiet

Passend zum World CleanUp Day 2020 setzt der von Envisan (Jan De Nul Group) entworfene „Nul-O-Plastic“ seit 19. September der historischen Verschmutzung im Naturschutzgebiet Galgeschoor im Hafen Antwerpen ein Ende. Der Staubsauger, dessen Entwurf die Galgeschoor Plastic Challenge gewonnen hatte, ist nun bereit, Millionen von Kunststoffgranulaten aus diesem Naturschutzgebiet zu entfernen.

Im Jahr 2019 startete der Hafen Antwerpen einen Wettbewerb für neue Säuberungstechniken für Kunststoffgranulate, die sich im Naturschutzgebiet Galgeschoor angesammelt haben. Trotz jährlicher Aufräumaktionen bleiben Millionen kleiner Kunststoffpartikel zurück, die nicht von Hand entfernt werden können. Dies ist das Ergebnis einer historischen Verschmutzung durch Kunststoffabfälle aus Städten und Gemeinden entlang der Schelde sowie durch industrielle Kunststoffpellets, die im Hafen Antwerpen in die Umwelt gelangen. Jahr für Jahr werden diese Kunststoffe über die 350 km lange Schelde mitgeführt, um sich schließlich im Wattenmeer und in Salzwiesen anzureichern.

Die Galgeschoor Plastic Challenge forderte die Teilnehmenden auf, eine praktikable Lösung in den Bereichen Technik, Budget, Logistik und Umwelt zu finden. Eine Jury aus Innovations- und Umweltexperten wählte den Kunststoffsauger von Envisan (Jan De Nul Group) aus mehr als 50 Einsendungen aus. Envisan erhielt einen Scheck über 10.000 Euro und ließ den Entwurf gemeinsam mit dem Hafen Antwerpen weiterentwickeln. Der Nul-O-Plastic, ein großer, manövrierfähiger Staubsauger auf Raupenketten, wird von nun an die kleinen Kunststoffteile in diesem schwierigen Gelände effizient aufsaugen.

An Smet, Direktorin von Envisan: „Innovation ist unsere treibende Kraft und einer der Pfeiler unserer Strategie, nachhaltige Lösungen für einen besseren Planeten zu schaffen. Dabei richten wir unser Augenmerk stets auf die Verringerung unseres ökologischen Fußabdrucks. Nicht nur an unseren Standorten und in unseren Büros, sondern auch auf Projektebene. Wir freuen uns daher, dass wir den Nul-O-Plastic nun effektiv einsetzen können. Mit unserem innovativen Nul-O-Plastic können nun zum ersten Mal auch alle kleinen Kunststoffpartikel aus diesem Naturschutzgebiet entfernt werden. Wir freuen uns darauf, den Nul-O-Plastic auch in anderen Bereichen des Hafens einzusetzen.“

Port Cleanup: www.duurzamehavenvanantwerpen.be/nl/portcleanup

Gemeinsam mit anderen Akteuren arbeitet der Hafen Antwerpen an präventiven Lösungen, Aufräumaktionen und Innovationen, um unsere Lebensumgebung kunststofffrei zu machen. Eine dieser Initiativen ist die jährliche Aufräumaktion im Galgeschoor-Naturschutzgebiet, die von Natuurpunt und Mooimakers unterstützt wird. Hunderte von Freiwilligen – Hafenarbeiter, Anwohner und Mitglieder von Naturorganisationen und der Industrie – krempeln die Ärmel hoch. Aufgrund der Coronakrise wurde die diesjährige Ausgabe in eine digitale Aufräumaktion umgewandelt. Am 24. August startete der Hafen Antwerpen daher eine wöchentliche Challenge, die man allein, mit seinem engeren Kreis von Sozialkontakten oder innerhalb seines Unternehmens auf sichere und unterhaltsame Weise annehmen konnte. Der Nul-O-Plastic ist die perfekte Ergänzung zu diesen Aktionen, da die einzigartige Konstruktion auch die Kunststoffe entfernt, die nicht von Hand aufgesammelt werden können.

Hafenschöffin Annick De Ridder: „Kunststoffe haben ihren Platz im Hafen, aber sie gehören nicht in die Schelde, das Hafenwasser oder die Natur. Mit dieser Initiative wollen wir unserer sozialen Verantwortung als Hafen nachkommen und uns weiterhin für einen nachhaltigen Hafen und seine Umgebung einsetzen. Diese Innovation der Jan De Nul Group ist ein gutes Beispiel dafür, wie Zusammenarbeit und Partnerschaften zu Lösungen für die Herausforderungen von heute und morgen führen. Wir sind stolz darauf, hier erneut eine Vorreiterrolle einnehmen zu können.“

Quelle: Port of Antwerp, Foto: Nul-O-Plastic/ Jan De Nul

 




Schlepperflotte wird erweitert

Anfang September hat der Hafen Antwerpen nach erfolgreicher Testphase einen neuen Schlepper angeschafft. Der Kauf der Multratug 6 ist Teil der Erneuerung und Ökologisierung der Flotte, bei der sich der Hafen Antwerpen auf nachhaltige und energieeffiziente Schiffe konzentriert.

Seit Januar testete die Abteilung für Technik und Flottenbetrieb die Multratug 6, einen mit einem Ruderpropeller ausgestatteten Schlepper mit umgekehrtem Heckantrieb. Der Schlepper ist aufgrund seines spezifischen Designs energieeffizienter und mit einem SCR ausgestattet, um die IMO Tier III-Vorschriften zu erfüllen, die den Ausstoß von Stickoxiden regeln.

Die Multratug 6 wurde für einen Schulungskurs zu Ruderpropellern gemietet. Um die Besatzungen und das technische Personal des Hafens Antwerpen auf die Ankunft von zwei weiteren Schiffen im Dezember 2020 und Februar 2021 vorzubereiten, werden sie in den kommenden Monaten weiter ausgebildet. Die neuen Schlepper vom Typ RSD2513 stammen von der Damen-Werft.

Quelle und Video: Port of Antwerp




Siemons neuer COO des Hafen Rotterdam

Ab dem 1. Oktober 2020 wird Boudewijn Siemons (56) der neue Chief Operating Officer (COO, Vorstand des operativen Geschäfts) der Havenbedrijf Rotterdam N.V. Er tritt damit dem Vorstand bei. Siemons ist Nachfolger von Ronald Paul.

Miriam Maes, Vorsitzende des Aufsichtsrats: „Der Aufsichtsrat ist sehr erfreut, dass Boudewijn Siemons seine breite Sachkenntnis und umfangreiche Erfahrung für den Hafenbetrieb Rotterdam einsetzen wird. Wir vertrauen ihm die Verantwortung für die ausgedehnte Infrastruktur des größten europäischen Hafens an. Dies ist eine wichtige Aufgabe, denn die Infrastruktur in unserem hafenindustriellen Komplex muss weiterhin Weltklasse bleiben.“

Boudewijn Siemons: „Der Rotterdamer Hafen hat eine hochmoderne Infrastruktur, die von den Kunden vielfältig genutzt wird. Beim Hafenbetrieb Rotterdam ist man bestrebt, dafür zu sorgen, dass diese Infrastruktur durch den optimalen Einsatz von technologischen Innovationen und Digitalisierung weiterhin verbessert wird. Ich sehe es sowohl als Ehre als auch als Herausforderung, für dieses wichtige Ressort beim Hafenbetrieb verantwortlich zu sein und freue mich auf die Zusammenarbeit mit meinen neuen Kollegen und Stakeholdern.“

Der Maschinenbauingenieur Boudewijn Siemons war bis vor kurzem President (Vorsitzender) der Sparte Americas des Unternehmens Koninklijke Vopak. Nach einem Studium am Koninklijk Instituut voor de Marine (Königliches Institut für die Marine) begann er seine Laufbahn 1987 bei der Königlichen Marine, bei der er bis 1998 tätig war. Von 1998 bis 2006 bekleidete Siemons verschiedene Managementfunktionen bei Koninklijke VolkerWessels. 2006 wechselte er zu Vopak, wo er Managementpositionen in Europa, im Mittleren Osten und in Amerika innehatte.

Ab dem 1. Oktober 2020 besteht der Vorstand aus dem Generaldirektor Allard Castelein, CFO (Finanzvorstand) Vivienne de Leeuw und COO (Vorstand des operativen Geschäfts) Boudewijn Siemons.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam

 

 




BÖB-Mitglieder geben grünes Licht

Einstimmig beschloss die Mitgliederversammlung des BÖB das vom Präsidium und der Geschäftsführung vorgelegte Konzept zur vertieften Kooperation mit dem Verein für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen e.V. (VBW). Neben der bereits etablierten gemeinsamen Geschäftsführung sieht das Konzept unter anderem eine enge Zusammenarbeit der Ausschüsse vor. Auch Zusammenschlüsse von Ausschüssen werden als Möglichkeit genannt. In den vergangenen Wochen hatte es bereits erste Gespräche zwischen BÖB- und VBW-Ausschüssen gegeben, um gemeinsame Themen und Kooperationsmöglichkeiten auszuloten.

BÖB-Präsident Joachim Zimmermann dankte den Mitgliedern für ihr Vertrauen und ihre wegweisende Entscheidung: „Mit dem Beschluss des Konzepts über die vertiefte Kooperation haben die BÖB-Mitglieder ein beeindruckendes Signal für eine deutlich stärkere Interessenvertretung des Systems Wasserstraße gesetzt. Wir sind äußert zuversichtlich, dass die Mitgliederversammlung unseres Kooperationspartners, am 5. Oktober 2020, dieses Ergebnis bestätigen wird und damit den Präsidien und der Geschäftsführung deutlichen Rückenwind für die Umsetzung geben.“

Ein wesentliches Thema in der Debatte waren die Folgen der Corona-Pandemie auf die Binnenhäfen. „Bislang sind die Binnenhäfen äußerst glimpflich durch die Krise gekommen. Die tatsächlichen ökonomischen Folgen werden wir aber aller Voraussicht nach erst im nächsten Jahr sehen und abschätzen können“, so Zimmermann.

Der Präsident lobte ausdrücklich das Konjunkturpaket der Bundesregierung: „Mit den Maßnahmen zur Förderung stationärer Landstromanlagen, zusätzlichen Mitteln für das Forschungsprogramm IHATEC und den Förderrichtlinien für die Einrichtung digitaler Testfelder in Häfen und an Wasserstraßen sind wichtige Impulse für Zukunftsinvestitionen im Paket enthalten.“

Enttäuscht zeigte sich Zimmermann wegen der fehlenden Förderung von Ufersanierungen in den Häfen. Diese war im Eckpunktepapier der Koalition zum Konjunkturprogramm noch vorgesehen. „Wir haben in vielen Häfen Sanierungsbedarf an Uferanlagen, wie Kaimauern und Spundwänden. Dieser ist durch die Hafenbetreiber vor Ort häufig nicht zu stemmen. Nach der Ankündigung im Eckpunktepapier der Regierungskoalition hatten wir uns hier einen Durchbruch versprochen“, so der Präsident.

Die Mitgliederversammlung des Bundesverbands Öffentlicher Binnenhäfen e. V. hat zudem ein neues Präsidium gewählt.

Alter und neuer Präsident ist Joachim Zimmermann, bayernhafen GmbH & Co. KG. Auch Franz J. Reindl (Hafenbetriebe Ludwigshafen am Rhein GmbH) und Jens Hohls (Hafenbetriebsgesellschaft Braunschweig mbH) wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Nicht mehr für das Präsidium kandidierten Roland Hörner (Staatliche Rhein-Neckar-Hafengesellschaft Mannheim mbH) und Dr. Arndt Glowacki (Evonik). Dr. Glowacki ist bereits zum Jahresende 2019 aus dem Unternehmen ausgeschieden. Roland Hörner wird Ende 2020 in den wohlverdienten Ruhestand gehen.

Neu ins Präsidium wurde Jan Sönke Eckel gewählt, Geschäftsführer der Rhein Cargo GmbH & Co. KG. Ebenfalls neu gewählt wurde Carsten Strähle, Geschäftsführer der Hafen Stuttgart GmbH.

Präsident Joachim Zimmermann würdigte Roland Hörner für seine langjährige Tätigkeit im Präsidium und den Ausschüssen des Verbandes, den er auch in der EFIP, dem europäischen Dachverband der Binnenhäfen vertrat und dessen Präsident er zweimal war.

Aufgrund dieser Verdienste um den Verband und die Hafenwirtschaft verlieh der Präsident, nach einstimmigem Beschluss der Mitgliederversammlung, Roland Hörner die Ehrenmitgliedschaft.

Quelle und Foto: BÖB, Foto: BÖB/ Ben Pakalski / www.pakalski.de, das Präsidium des BÖB

 

 

 




BÖB sucht Kontakt und geht neue Wege

Einen neuen Kurs hat der Bundesverbandes öffentlicher Binnenhäfen (BÖB) in Mannheim auf seiner Jahrestagung eingeschlagen: Nach den turnusmäßig anstehenden Neuwahlen des Präsidiums stehen dem für eine zweite Amtszeit wiedergewählten Präsidenten Joachim Zimmermann, Geschäftsführer der Bayernhafen GmbH & Co KG, Foto, und seinen bewährten Mitstreitern Jens Hohls, Geschäftsführer der Hafenbetriebsgesellschaft Braunschweig, und Franz Reindl, Hafenbetriebe Ludwigshafen am Rhein GmbH | Hafenbetriebe Rheinland-Pfalz GmbH, jetzt Jan Sönke Eckel, Geschäftsführer der Rheincargo, und Carsten Strähle, Geschäftsführer der Hafen Stuttgart GmbH, neu zur Seite. Vorgestellt wurden sie von Marcel Lohbeck, den die Mitglieder als neuen Geschäftsführer bestätigt hatten.

Die neue Mannschaft hat sich auch gleich neuen Zielen verschreiben: Mit der Bestätigung Lohbergs wurde auch die geplante Vertiefung der Kooperation mit dem Verband für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraße e.V. (VBW) von den Mitgliedern gut geheißen. „Auch das ist einstimmig erfolgt“, berichtete Zimmermann, der in dem Zusammenhang von einem „zweiten wichtigen Meilenstein“ sprach. Wie der aussehen kann und soll wird in den kommenden Monaten erkundet, so der Auftrag der Mitglieder.

Angedacht sei insbesondere eine stärkere Zusammenarbeit in den einzelnen Fachausschüssen der beiden Verbände. „Wir haben aber heute auch festgehalten, dass diese Kooperation kein ,closed shop‘ ist sondern dass beide Verbände das Bestreben haben, eine Plattform zu schaffen für das System Wasserstraße, wo wir verstärkt auch mit anderen Verbänden kooperieren wollen und diese Arbeit koordinieren wollen, um auch gemeinsam für das System Wasserstraße insbesondere im politischen Raum tätig zu werden“, gab der Präsident die Richtung vor.

Das sei eine Einladung an die „einschlägigen Verbände des Systems Wasserstraße: Zuforderst der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt, gleichermaßen der Bundesverband der Selbständigen, die Vereinigung für Schifffahrt und Meerestechnologie. Aber natürlich auch außerhalb des Systems Wasserstraßen weil wir Binnenhäfen natürlich ja nicht nur monomodal unterwegs sind sondern in der Regel trimodal. Das heißt also auch unsere Zusammenarbeit, die wir mit den Speditions- und Logistikverbänden pflegen, mit dem Deutschen Verkehrsforum um nicht abschließend einige zu nennen.“ Geplant sei eine sehr breite, themenbezogene Plattform. Gleichzeitig gab Zimmermann Fusionen eine klare Absage: „Wichtig ist uns auch, dass wir die Eigenständigkeit dieses Verbandes erhalten aber wir das Thema Kooperation vertiefen. Und das kann ähnlich wie beim VBW in der Zusammenarbeit von Fachausschüssen, Projektgruppen und ähnlichen funktionieren. Und da sind alle eingeladen entsprechend mitzuarbeiten.“

Das soll auch an den nationalen Grenzen nicht enden: Wie Lohbeck betonte sei der BÖB unter anderem im europäischen Binnenhafenverband engagiert und pflege verschiedene weitere Anknüpfungspunkte. Und über den Partner VBW bestünden enge Verbindungen zu den niederländischen Gewerbeverbänden. „Diese Basis wollen wir vertiefen.“

Gleichzeitig will sich der BÖB zukünftig auch verstärkt auf Landesebene engagieren nachdem sich der Verband bislang hauptsächlich auf der bundespolitischen Ebene engagiert habe. Nachdem aber doch sehr viele hafenrelevante Entscheidungen in der Landespolitik erfolgten, so Zimmermann mit ausdrücklichem Blick nach NRW, möchte man sich in Fragen etwa der Regional- und Landesentwicklungsplanung auch dort mehr präsentieren und werde die Arbeitsgemeinschaften noch einmal verstärken. Unter anderem ist als sichtbares Zeichen im kommenden Jahr ein Landespolitischer Abend in NRW geplant. Anlass sei neben dem Landeshafengesetz auch die angekündigte Gründung einer Länderparlamentariergruppe Binnenschifffahrt und Wasserstraßen. Zimmermann: „Bei anderen Themen muss man schauen ob wir das clustern. Das bietet sich an bei benachbarten Bundesländern, wo es einen regen Austausch gibt.“

Den Masterplan Binnenschifffahrt sieht der Verband positiv. „Überall dort, wo die Wirtschaftsverbände im lead sind, sind wir schon sehr sehr weit“, so der Präsident. Die Bemühungen liefen jedoch ins Leere, wenn es auf der infrastrukturellen Seite stocke: „Und da haben wir nach wie vor Kapazitätsengpässe in den Bundeswasserstraßenverwaltungen und bei Genehmigungsthemen. Viele Dinge sind in Bearbeitung, aber es gibt schon infrastrukturelle Aufgaben, die nicht von heute auf morgen bewältigt werden können. Aber nach wie vor sind wir sehr froh, dass es diesen Masterplan gibt und dass sehr koordiniert daran gearbeitet wird“, so Zimmermann. Der BÖB, ergänzte Lohbeck, habe verschiedene Arbeiten übernommen, etwa Akteure im Bereich der Digitalisierung zu verzahnen, miteinander prioritäre Bedarfe zu definieren und Aufgaben zu verteilen. Zudem plane der Verband einen Dialog Wirtschaft-Verwaltung, bei dem es unter anderem um die Einbindung der Schifffahrt in die Logistik aber auch andere Aspekte der Digitalisierung von Binnenschifffahrt, Häfen und Wasserstraßen gehen soll. „Da haben wir als BÖB die Koordinierung und die Führung übernommen. In der nächsten Zeit werden wir dazu zeitnah einladen.“

Last but not least stand natürlich auch das Thema Corona auf der Tagesordnung. So wurde die an die Tagung anschließende Pressekonferenz sowohl persönlich als auch virtuell ausgerichtet. Die Häfen hätten sich, so Zimmermann, die Konjunkturpakete angesehen. „Wir wissen dass uns da noch viel Arbeit bleibt, die wirtschaftlichen Folgen für unsere Mitgliedsunternehmen so gelinde wie möglich zu gestalten und hier natürlich auch politisch einzuwirken.“ Corona habe gezeigt, wie wichtig Verkehrsinfrastruktur sei. „Das wurde vielleicht in Boomzeiten etwas vergessen. Aber nichtsdestotrotz brauchen wir Planungssicherheit, brauchen eine klare politische Stellungnahme in der Hafenhafenentwikclung versus Stadtentwicklung.

Die Jahrestagung stand – passenderweise in Mannheim – auch im Zeichen eines weiteren Hafenchefs: Manfred Hörner geht Ende des Jahres in den Ruhestand. Angesichts seiner zahlreichen Verdienste ernannten ihn die Mitglieder zum Ehrenmitglied. Und auch diese Wahl erfolgte einstimmig, wie Zimmermann berichtete.

Quelle: hafenzeitung.de, Foto: BÖB

 

 




Zugverbindung zwischen Shenzhen und Duisburg

Die chinesische Sinotrans, die Logistikdivision der China Merchants Group (CMG), etabliert ihre erste eigene Zugverbindung zwischen Shenzhen und Duisburg. Mit der neuen Verbindung zwischen dem Greater Bay Area Perlflussdelta entwickelten die Partner ein neues Angebot für den Güterverkehr zwischen China und Europa. Die Partnerschaft wurde zwischen dem duisport-Vorstandsvorsitzenden Erich Staake und Sinotrans-Vorstandsvorsitzenden Guanpeng Li vereinbart. Bis zu 60 Züge verkehren nun wöchentlich zwischen Duisburg und verschiedenen Destinationen in China.

„Shenzhen mit der Greater Bay Area (Perflussdelta) ist eine der wirtschaftlich erfolgreichsten Regionen in China. Duisburg ist ein Transportknotenpunkt mehrerer Verkehrsträger in Europa. Anlässlich des 40. Jahrestages der Gründung der chinesischen Sonderzone Shenzhen haben wir mit den Kooperationspartnern die Zugverbindung „Bay Area“ zwischen Shenzhen und Europa geschaffen. Die Eröffnung der „Bay Area“ ist von wesentlicher Bedeutung für die Sicherstellung der durchgängigen Lieferketten zwischen China und Europa sowie für noch engere wirtschaftliche Kontakte“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Guangpeng Li von Sinotrans.

„Die neue Zugverbindung zwischen Duisburg und Shenzhen ist ein weiterer Baustein unserer konstanten Wachstumsstrategie. Nachdem wir im Frühjahr beispielsweise Jinan in Nordostchina und Changsha in Zentralchina an unser Netzwerk angebunden haben, wollen wir nun das Perlflussdelta noch stärker bedienen. Mit dieser strategischen Partnerschaft stärken wir unser Netzwerk“, unterstreicht duisport-CEO Erich Staake.

Persönlich durch Guanpeng Li auf ihre Jungfernfahrt verabschiedet, markiert die neue Zugverbindung klassische Routenpunkte entlang der Neuen Seidenstraße: Von China über Kasachstan, Russland, Belarus, Polen bis nach Duisburg.

Sinotrans ist ein führender globaler Anbieter von integrierten Logistikdienstleistungen mit einem Jahresumsatz von 9,49 Milliarden Euro, die zur China Merchants Group gehört. Bereits im Jahr 2016 vereinbarten die duisport-Gruppe eine strategische und projektbezogene Kooperation mit China Merchant.

Quelle und Foto: duisport, von China über Kasachstan, Russland, Belarus, Polen bis nach Duisburg –  Sinotrans, die Logistikdivision der China Merchants Group (CMG), etabliert ihre erste eigene Zugverbindung zwischen Shenzhen und Duisburg