Rotterdam errichtet multifunktionellen Hafenkomplex

Die RDM Rotterdam, die ehemalige Werft der Rotterdamse Droogdok Maatschappij, ist ein Ort für die neue Generation von Hafenunternehmen. Innovative Fertigungsbetriebe, Start-Ups und Scale-Ups können hier in einer einzigartigen Umgebung ihre Geschäftstätigkeiten entfalten.

Het Magazijn, bei RDM Rotterdam, ein multifunktionaler Geschäftskomplex mit insgesamt vier Geschäftseinheiten und einer spektakulären Aussicht auf die Nieuwe Maas, bietet Raum für Produktionsbetriebe für die Stadt und den Hafen der Zukunft. René Schmitt, Business Manager Immobilien, Hafenbetrieb Rotterdam: „Erfolgreiches Unternehmertum erfordert gute Start- und Entfaltungsmöglichkeiten, und diese können wir hier bieten. Gemeinsam mit anderen innovativen Unternehmern und Bildungseinrichtungen schaffen wir auf der RDM ein Klima, das Zusammenarbeit und Unternehmertum fördert.“

Die RDM Rotterdam bildet gemeinsam mit M4H Rotterdam den Rotterdam Makers District. Hier arbeiten innovative Unternehmer, Bildungseinrichtungen und Pioniere gemeinsam an der Digitalisierung, der Energiewende und der neuen Fertigungsindustrie. Der Hafenbetrieb Rotterdam entwickelt hier Het Magazijn, um das Wachstum dieser Entwicklungen zu stimulieren.

Quelle und Video: Port of Rotterdam




Brunsbüttel rüstet sich für die Zukunft

Die Werkleiterrunde des ChemCoast Park Brunsbüttel empfing den schleswig-holsteinischen Umweltminister Jan Philipp Albrecht und den Staatssekretär Tobias Goldschmidt im Beisein des Landrates des Kreises Dithmarschen Stefan Mohrdieck. Hintergrund der gemeinsamen Sitzung war die Vorstellung einer geplanten Strategie des Landes zur zukünftigen Produktion und industriellen Nutzung von grünem Wasserstoff in der Region.

Brunsbüttel ist seit jeher ein Standort, an dem sowohl sehr viel Energie erzeugt als auch verbraucht wird. Mit einer Fläche von rund 2.000 Hektar und mit ca. 12.500 Arbeitsplätzen in der Region, davon mehr als 4.500 direkte Beschäftigte, ist der ChemCoast Park Brunsbüttel das größte zusammenhängende Industriegebiet in Schleswig-Holstein.

Frank Schnabel, Sprecher der Werkleiterrunde des ChemCoast Park Brunsbüttel und Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH / SCHRAMM group, begrüßt den persönlichen Austausch des Ministers und des Staatssekretärs mit der Werkleiterrunde: „Der gemeinsame Termin unterstreicht die Bedeutung der Industrie für das Land Schleswig-Holstein. Die Energiewende ist in Brunsbüttel beispielsweise mit dem Rückbau des Atomkraftwerkes und dem Ausbau der Windenergie hautnah spürbar. Kein anderer Industriestandort in Deutschland liegt so nah an den Erzeugungszentren für Erneuerbare Energien wie Brunsbüttel.“ Dies sei ein einzigartiger Standortvorteil für die ansässigen Unternehmen, um mit regenerativem Strom versorgt zu werden.

Um den grünen Strom aus der Region speicherfähig zu machen, ist die Herstellung von Wasserstoff attraktiv, da dieser auch industriell genutzt werden kann. Hierfür ist es aus Sicht der Werkleiterrunde erforderlich, den für die Wasserstoff-Elektrolyse eingesetzten Strom größtenteils von der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu befreien. Beispielsweise verfolgen die Raffinerie Heide und Holcim als Mitglieder der Werkleiterrunde gemeinsam mit weiteren Projektpartnern im Rahmen des Reallabors „Westküste 100“ das Ziel, eine regionale Wasserstoffwirtschaft im industriellen Maßstab abzubilden und zu skalieren. Das Konzept sieht vor, aus Offshore-Windenergie grünen Wasserstoff zu produzieren und die dabei entstehende Abwärme zu nutzen. Im Anschluss soll der Wasserstoff u.a. sowohl für die Produktion klimafreundlicher Treibstoffe für Flugzeuge genutzt als auch in Gasnetze eingespeist werden. Bei der Treibstoffherstellung ohne fossile Brennstoffe wird unvermeidbares CO2 aus der regionalen Zementproduktion für den Herstellungsprozess eingesetzt.

Insbesondere die Verfügbarkeit von Energie in Form von elektrischer Energie, Wasserstoff und LNG sind wichtige Impulse dafür, dass sich weitere Industrieunternehmen am Standort ansiedeln. Aktuell werden durch die German LNG Terminal GmbH, Investor des geplanten LNG-Terminals in Brunsbüttel, gemeinsam mit RWE die Möglichkeiten von grünem Wasserstoff, hergestellt aus erneuerbaren Energiequellen, am geplanten LNG-Terminal erkundet. Schiffsseitige Wasserstoff-Anlieferungen und dessen Lagerung könnten daher zukünftig die Wasserstoffproduktion vor Ort ergänzen. Das LNG-Importterminal könnte mit einem Einspeisepunkt für flüssigen Wasserstoff kombiniert werden. Bestehende Gasleitungen, die an das LNG-Terminal angeschlossen sind, eignen sich perfekt für die lokale Verteilung. LNG leistet bereits heute einen Beitrag zum Umweltschutz als Treibstoff für die Schifffahrt durch erhebliche Emissionsreduzierungen.

Aktuell investieren die ansässigen Unternehmen außerdem hohe dreistellige Millionenbeträge in ihre Produktionsanlagen. Dies ist zum einen ein klares Bekenntnis zum Industriestandort Brunsbüttel. Zum anderen tragen die Investitionen in moderne Produktionsanlagen und effiziente Produktionsverfahren auch maßgeblich dazu bei, die Umwelt weiter zu entlasten. Die Unternehmen richten sich nicht nur nach den Vorschriften der Behörden, sondern ergreifen auch weitere eigene Maßnahmen, um ökonomische und ökologische Aspekte zu vereinen. Seit vielen Jahren fordert die Werkleiterrunde außerdem den zweigleisigen Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnstrecke, um die wachsenden Gütermengen auf die Schiene verlagern zu können, um so auch den Nachhaltigkeitszielen und Wünschen sowohl der Firmen vor Ort als auch der Umwelt gerecht zu werden.

„Der ChemCoast Park Brunsbüttel rüstet sich für die Zukunft. Die umfangreichen Investitionen, die Nutzung von LNG und grünem Wasserstoff sowie die Verbesserung der umweltfreundlichen Verkehrsanbindung bieten Brunsbüttel, der Region und dem gesamten Land Schleswig-Holstein die große Chance, nachhaltig gute Arbeitsplätze zu sichern und weitere zu schaffen. Mit der politischen Unterstützung können wir die Potenziale umsetzen und unseren dynamischen Industrie- und Logistikstandort weiterentwickeln“, so Schnabel abschließend.

Quelle und Foto: Brunsbüttel Ports GmbH, Frank Schnabel (Sprecher der Werkleiterrunde des ChemCoast Park Brunsbüttel, li.) und Jan Philipp Albrecht (Umweltminister des Landes SH)

 

 

 




Wachstumsfonds bringt bedeutenden Impuls

Der in den Niederlanden vorgestellte Nationaal Groeifonds (Nationaler Wachstumsfonds) mit einem Wert von 20 Mrd. Euro ist nach Ansicht führender Funktionsträger in der niederländischen Provinz Südholland ein bedeutender Impuls zur langfristigen Sicherstellung der Ertragskraft und der Arbeitsplätze. Die Pläne des niederländischen Kabinetts für langfristige Investitionen in die niederländische Wirtschaft knüpfen an die regionalen Initiativen in der Provinz Südholland an.

Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen und Behörden in Südholland investieren gemeinsam stark in neue Ertragsmodelle und Arbeitsplätze auf der Grundlage einer gemeinsamen Wachstumsagenda. Dieses konkrete Investitions- und Maßnahmenpaket aus Südholland bietet dem Nationaal Groeifonds konkrete Anknüpfungspunkte und Vorschläge.

Bedeutende Akteure aus Südholland haben in den vergangenen Monaten intensive Lobbyarbeit für die Einführung des Fonds geleistet und freuen sich über diese Pläne. ‘Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen und Behörden in Südholland sind gemeinsam aktiv geworden‘, erläutert Jaap Smit, Vorsitzender des Economic Board Zuid-Holland und Kommissar des Königs. ‘Gemeinsam können wir in 10 Jahren 10 % zusätzliches Wirtschaftswachstum für die Niederlande generieren. Dafür hat die Region Südholland eine konkrete Wachstumsagenda, die wir gemeinsam mit dem Staat umsetzen möchten.‘

Südholland hat alle Voraussetzungen, um einen größeren Beitrag zur niederländischen Wirtschaft und Gesellschaft zu leisten, und zwar aufgrund der Kombination führender wissenschaftlicher Einrichtungen, großer Unternehmen und Innovationsinitiativen. ‘Indem wir unsere innovativen Unternehmen und starken Unternehmen besser verbinden, können wir neue Ertragsmodelle und Arbeitsplätze für die Niederlande schaffen,‘ erläutert Jaap Smit. ‘Dies erfordert jedoch zusammenhängende Investitionen in Know-how und Innovation, Schulung, öffentliche Verkehrsmittel für Ballungsräume, Energieinfrastruktur und die Fertigungsindustrie.‘

Allard Castelein, Generaldirektor des Hafenbetriebs Rotterdam: ‘In den nächsten Jahren müssen wir als Gesellschaft unsere Energieversorgung und Industrie nachhaltig ausrichten. Dies ist für das Klima sowie auch für die Wirtschaft und Beschäftigung unerlässlich. Es ist wichtig, dass von staatlicher Seite nicht nur gesagt wird, es seien Systemänderungen notwendig, sondern dass auch Geld dafür bereitgestellt wird, dass die Niederlande auch in 20-30 Jahren noch immer ein Staat mit hohem Wohlstand sind. Der Investitionsfonds befindet sich nun mit diesem Kabinettsbeschluss in Entwicklung. Nun kommt es darauf an, in die Projekte mit dem größten Effekt zu investieren.‘

Tim van der Hagen, Rector magnificus und Vorsitzender des Verwaltungsrats der TU Delft: ‘Mit diesen angekündigten Investitionen in Innovation kann die niederländische Wirtschaft angekurbelt werden. Auf dem Campus der TU Delft arbeiten wir beispielsweise mit der Wirtschaft, Behörden und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen an der Stärkung unserer Ökosysteme im Bereich der Quantentechnologie, künstlichen Intelligenz sowie Gesundheit und Energie, mit denen auch das enorme Potenzial auf diesen Gebieten in Südholland im Sinne einer nachhaltigen Zukunft ausgebaut wird.‘

Bart van Zijll Langhout, Direktor von Janssen Campus Nederland: ‘In einem innovativen Ökosystem wie dem Leiden BioScience Park entstehen neue Lösungen durch die Zusammenführung von Know-how, fachlicher Kompetenz und Unternehmergeist in der medizinischen Biotechnologie. In den nächsten Jahren müssen wir öffentlich-private Ökosysteme für Campusse weiter ausbauen, sodass akademisches Wissen und Unternehmen einander noch besser stärken.‘

Marja van Bijsterveldt, Bürgermeisterin der Gemeinde Delft: ‘Es ist wichtig, dass man sich mit dem Nationaal Groeifonds genügend für Verbindungen einsetzt, einerseits für die physische Verbindung zwischen Orten der Innovation mit Wohn- und Arbeitsstätten durch den Ausbau von öffentlichen Verkehrsmitteln. Ein Beispiel wäre hier etwa die Weiterentwicklung der Oude Lijn (Alte Linie) zwischen Leiden und Dordrecht. Anderseits könnt man Empfänger von Sozialleistungen mit neuen Arbeitsplätzen verbinden, indem man einen Schulungsfonds gründet.‘

Quelle und Foto: Port of Rotterdam

 

 




Plastikmüllfänger River Whale im Düsseldorfer Hafen

Im Beisein von Oberbürgermeister Thomas Geisel begann jetzt der Plastikmüllfänger River Whale im Düsseldorfer Handelshafen offiziell seine wertvolle Arbeit. Das französischen Start-up-Unternehmens H2ope S.A.S. hat sich bei der Entwicklung seines schwimmenden Gerätes am Prinzip der Barten eines Wales orientiert. Der „Flusswal“ filtert das Wasser und hält in seinen Fangzähnen Plastikabfall zurück. Die Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG (NDH) haben die Jungunternehmer aus Straßburg bei ihrer Initiative unterstützt.

Etwa acht Millionen Tonnen Plastikmüll gelangten nach einer Anfang 2015 in der Zeitschrift Science veröffentlichten Studie im Jahr 2010 in die Ozeane. Rund 80 Prozent dieser Abfälle leiteten Flüsse den Meeren zu. Der Idee, diesen Abfall aus dem Wasser zu sammeln, bevor er sich in den Meeren unkontrolliert ausbreitet, haben sich die Gründer von H2ope verschrieben. Der Abfall soll dabei an den beiden zwei Meter langen, v-förmig angeordneten schwimmenden Armen hängenbleiben, um anschließend an Land recycelt zu werden. Die Arme können variabel von zwei bis 5,50 Meter geöffnet werden.

Fixiert durch Gewichte passt sich der Flusswal schwimmend der Wasseroberfläche an. Seine Fangvorrichtungen, die wie Rechen aus- sehen, reichen bis zu 70 Zentimeter unter die Wasseroberfläche. Das Gerät benötigt keinen Antrieb und ist daher komplett klimaneutral. Die Strömung treibt die im Wasser schwimmenden Plastikteile durch die Fangarme. Das für die Realisierung des Geräts verwendete Material ist der HDPE-Kunststoff (Polyethylen mit hoher Dichte), ein neutrales Material mit einer Lebensdauer von etwa 15 Jahren, das ohne Auswirkungen auf Fauna und Flora hat, und recycelbar ist.

„Wir freuen uns, dass das Team von H2ope seinen River Whale bei uns im Düsseldorfer Hafen einsetzt und haben wo möglich gerne unterstützt beispielsweise mit einem direkten Wasserzugang über unseren Steiger. Den Kontakt zu H2ope haben die Initiatoren der Rhine- CleanUp-Projekte hergestellt, mit denen wir bereits seit einigen Jahren in Kontakt stehen. Uns als Hafenunternehmen liegen der mit beiden Projekten verbundene Umweltgedanke und die Sauberkeit unserer Hafenbecken sehr am Herzen“, sagt NDH-Geschäftsführer Sascha Odermatt.

Quelle und Foto: Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG

 




Gemeinsame Vision für Hamburg

„Der Hamburger Hafen braucht einen offenen Dialog über seine Zukunft, um seine herausragende Rolle in unserer Hansestadt zu behalten“, sagt Handelskammer-Präses Prof. Norbert Aust auf dem Spitzentreffen der Hamburger Hafenwirtschaft in der Handelskammer. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie entscheidend funktionierende Handelswege seien. „Der Hamburger Hafen war und ist wichtig, wir müssen nun alles dafür tun, dass er das Tor zur Weltwirtschaft bleibt.“

Veränderte globale Handelsstrukturen auf der einen Seite und Veränderungen des industriellen Umfelds durch globale Megatrends wie den Klimaschutz andererseits stellen Hamburg vor große Herausforderungen. Das Hinterland des Hafens in Mittelosteuropa wurde außerdem nach dem Fall des Eisernen Vorhangs nicht konsequent erschlossen. Hinzu kommen Wettbewerbsnachteile gegenüber anderen nordeuropäischen Häfen. „Der Hamburger Hafen ist unbestritten der teuerste in der Nordrange. Das Verfahren zur Erhebung der Einfuhrumsatzsteuer entzieht den Unternehmen nach wie vor Liquidität und ist ein hoher bürokratischer Aufwand. Zudem ist keine Lösung für die Schlickproblematik in Sicht“, sagt Handelskammer-Vizepräses Willem van der Schalk beim Spitzentreffen. Das führe dazu, dass Hamburg gegen Häfen wie Antwerpen oder Rotterdam das Nachsehen habe. Hamburg müsse gemeinsam mit den anderen deutschen Häfen mit überzeugenden Konzepten gegenüber den Konkurrenten in der Nordrange antreten. „Vor allem muss die Hamburger Hafenwirtschaft aber mit einer Stimme sprechen und auch die Politik muss sich wieder verstärkt für die Entwicklung des Hafens stark machen“, so van der Schalk.

Die Handelskammer will als Mittler helfen, wirkungsvolle Strategien zu entwickeln. „Wir müssen die strukturellen Herausforderungen des Hafens anpacken und gemeinsam mit allen Beteiligten eine Zukunftsvision entwickeln, die dann Eingang in einen neuen Hafenentwicklungsplan finden muss“, sagt Handelskammer-Hauptgeschäftsführer Dr. Malte Heyne.  Das werde die Handelskammer im Rahmen ihres Projekts Hamburg 2040 angehen. „Der Hafen könnte beispielsweise als Nukleus für alternative Energien ausgebaut werden. Auch die Ansiedlung innovativer Industrien wäre eine Möglichkeit“, so Heyne. Außerdem müsse die Infrastruktur gesichert und ertüchtigt werden. Eine andere Option seien harmonisierte Anlaufkosten in den deutschen Häfen und ein gemeinsames Vermarktungskonzept.

Quelle und Foto: IHK Hamburg




Schweizer Tunnel verbessert Verbindung

In der Schweiz wurde jetzt der Ceneri-Base Tunnel offiziell eröffnet. Der Ceneri-Tunnel bedeutet die Vollendung der neuen Eisenbahnverbindung (New Rail Link) durch die Alpen. Diese wichtige Nord-Süd-Route für den Gütertransport auf der Schiene verbindet die italienische Hafenstadt Genua mit dem Rotterdamer Hafen (siehe Infografik). Die Schiene ist eine effiziente und umweltfreundliche Art des Gütertransports und ist ein positiver Faktor bei der Erreichbarkeit des Rotterdamer Hafens.

Der Hafenbetrieb Rotterdam hat sich eine optimale Verbindung über alle Modalitäten zum Ziel gesteckt: Binnenschifffahrt, Straßentransport und Schiene. Von Rotterdam aus werden die meisten Container per LKW zu ihrem Zielort transportiert. Das sorgt für eine hohe Belastung der Autobahnen rund um Rotterdam und anderswo. Der Hafenbetrieb Rotterdam, Behörden und die im Hafen ansässige Wirtschaft setzen sich dafür ein, den Anteil des Schienenverkehrs im europäischen Güterverkehr weiter zu steigern.

Quelle und Grafik: Port of Rotterdam, Foto: AlpTransit Gotthard AG




Neue Westkaje im Kaiserhafen fertiggestellt

Nach rund dreijähriger Bauzeit ist die Westkaje im Kaiserhafen III fertiggestellt und von der Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Dr. Claudia Schilling, ihrer Bestimmung übergeben worden. Dr. Schilling: „Die zeitgemäße Weiterentwicklung der Hafenanlagen ist für den Senat eine zentrale Zukunftsaufgabe. Ich bin sehr froh, dass mit der Westkaje jetzt ein weiteres Stück maritimer Infrastruktur umfassend modernisiert werden konnte.“

Schilling verwies darauf, dass mit dem Rückbau der alten Kaje das Hafenbecken des Kaiserhafen III um 9 Meter breiter geworden ist. „Dies erleichtert größeren Schiffen das Manövrieren und schafft damit auch neue wirtschaftliche Möglichkeiten für die Nutzung der Kaje. Mit der technischen Ausrüstung der Kaje haben wir zudem den Bedürfnissen der maritimen Wirtschaft Rechnung getragen.“

Der Kaiserhafen III wurde von 1907 bis 1909 als Stichhafen angelegt. Nach mehr als 100 Jahren war die Standfestigkeit der alten Westkaje substanziell gefährdet. Deshalb hatten Senat und Deputation im Dezember 2015 die erforderlichen Mittel bewilligt, um einen 500 Meter langen Abschnitt der insgesamt 800 Meter langen Kaje neu zu bauen.

Nach umfangreichen Vorplanungen hatte die Baumaßnahme im Sommer 2017 begonnen. Zunächst waren Fundamente und Hindernisse einer alten Verladerampe geräumt worden. Im Anschluss daran wurde die neue Kaje als Spundwandbauwerk mit Betonholm und Rückverankerung hergestellt. Nach Fertigstellung der neuen Kaje wurde die alte Kajenkonstruktion mit ihren 2.600 hölzernen Gründungspfählen zurückgebaut und der Boden vor der neuen Kaje bis zur Solltiefe abgetragen.

Durch den Neubau entfielen zudem Liegeplätze für Arbeitsschiffe der bremenports. Aus diesem Grund wurde auf der Nordseite des Kaiserhafens eine 120 Meter lange Steganlage geschaffen.

Insgesamt wurden für den Kajenbau etwa 4.400 Tonnen Spundwandstahl und 3.500 Kubikmeter Beton verbaut und 50.000 Kubikmeter Boden ausgehoben (Details siehe Faktenblatt). Die für das Projekt beschlossenen Kosten betragen 32,7 Millionen Euro.

Angesichts der Übergabe der neuen Kaje hob bremenports-Geschäftsführer Robert Howe die Komplexität der Baumaßnahme hervor: „Bei der Realisierung waren eine Fülle von Detailproblemen zu klären. Dies hat letztlich dazu geführt, dass sich die Fertigstellung gegenüber der Ursprungsplanung verzögert hat.“ Howe verwies darauf, dass mit dem Neubau der Kaje 66 bereits die nächste Großbaustelle in Arbeit sei. „Unser Auftrag ist es, die politisch beschlossene Erneuerung der Hafenanlagen sorgsam zu planen und umzusetzen. Mit dem Neubau der Columbuskaje und der neuen Einfahrt in den Fischereihafen bereitet bremenports weitere Projekte zur Stärkung der Hafeninfrastruktur derzeit mit Hochdruck vor.“

Quelle: Senatspressestelle, Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Foto: bremenports/ Scheer

 

 

 




Zusammenarbeit wird fortgesetzt

Der Hafenbetrieb Rotterdam und Deal Drecht Cities verlängern ihre derzeitige Zusammenarbeit um vier Jahre bis zum Jahr 2023. Zu diesem Zweck unterzeichneten Danny Levenswaard, Direktor Breakbulk Hafenbetrieb Rotterdam, und Martin Bloem, Direktor Deal Drecht Cities, gemeinsam einen neuen Vertrag über die Fortsetzung der gemeinsamen Wirtschaftsförderung und gewerblichen Akquise in den Drechtsteden. Das diesbezügliche Bestreben besteht darin, mehr Unternehmen in den Seehafen Dordrecht (Dortse Zeehaven) zu bringen, wobei der Schwerpunkt auf Unternehmen im maritimen und logistischen Sektor liegt.

Der Hafen von Dordrecht gehört zum westlichen Ufer von Dordrecht (Westelijke Dordtse Oever) und liegt an der Alten Maas (Oude Maas) und dem Dordtse Kil, in der Nähe des Rotterdamer Hafens. Dordrecht Inland Seaport ist der am meisten landeinwärts gelegene Seehafen der Niederlande. Einschließlich der Hafenbecken umfasst er eine Fläche von 290 Hektar. Dank seiner strategischen Lage an tiefem Wasser bietet Dordrecht Inland Seaport gute Möglichkeiten für die Ansiedlung von Aktivitäten im Bereich Umschlag von Trockenmassengut, Flüssigmassengut und Stückgut. Der Hafen liegt zwischen den (petro-)chemischen Clustern Rotterdam und Moerdijk und befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Seeschifffahrt, Binnenschifffahrt, Straßen- und Schienentransport. Neben dem Seehafen Dordrecht werden im Rahmen von Konsultationen auch andere Möglichkeiten in den Drechtsteden geprüft.

Im Jahr 2016 begann die Zusammenarbeit zwischen dem Hafenbetrieb Rotterdam und Deal Drecht Cities. Die Zusammenarbeit ist für beide Seiten zur Zufriedenheit verlaufen und wird daher um vier Jahre verlängert. Im vergangenen Zeitraum lag der Schwerpunkt auf der Entwicklung freier Grundstücke und der Gebietsentwicklung. Darin haben die beiden Parteien gut zueinander gefunden. Für die kommenden Jahre bieten sich Chancen im Hinblick auf Gebiete, die noch entwickelt werden (können) und zur Strategie des Dordrecht Inland Seaport passen. Zukunftsfähigkeit lautet diesbezüglich das Schlüsselwort, da es sich speziell um nachhaltige und innovative Entwicklungen handelt.

Martin Bloem (Deal Drecht Cities): „Indem wir weitere vier Jahre gezielt zusammenarbeiten, können wir auf den erzielten guten Ergebnissen weiter aufbauen. Die bisherige Zusammenarbeit führte zur Niederlassung von Nippon Gases und einer großen logistischen Entwicklung von elf Hektar in Alblasserdam durch Goodman. Wir freuen uns auf attraktive nachhaltige Investitionen und Unternehmen mit innovativen Lösungen.“

Danny Levenswaard (HBR): Die Zusammenarbeit zwischen Deal Drecht Cities und dem Hafenbetrieb Rotterdam bietet eine breite Basis, um potenzielle Kunden und Aktivitäten für das Seehafengebiet Dordrecht und die Region zu gewinnen. Durch die Bündelung der Kräfte und die gemeinsame Ausrichtung auf die Entwicklung des Gebietes haben wir in den vergangenen Jahren beachtliche Ergebnisse erzielt. Ich bin froh, dass wir dies in den kommenden Jahren fortsetzen können.

Port of Rotterdam – Dordrecht Inland Seaport

Der Hafenbetrieb Rotterdam ist seit 2013 für den Betrieb und die Entwicklung des Hafens von Dordrecht verantwortlich. In den letzten Jahren hat der Hafenbetrieb Rotterdam gemeinsam mit der Gemeinde Dordrecht und der Wirtschaft den Dordrecht Inland Seaport zu einem attraktiven Hafen für die maritime Produktionsindustrie, Logistikunternehmen und Massengutumschlagbetriebe entwickelt. Im Jahr 2016 nahmen der Hafenbetrieb Rotterdam und Deal Drecht Cities ihre Zusammenarbeit für die Vermarktung von Dordrecht Inland Seaport auf.

Über Deal Drecht Cities

Deal Drecht Cities stellt die gewerbliche Akquise und die Wirtschaftsförderung für die sieben, zu den Drechtsteden zählenden Städte (Alblasserdam, Dordrecht, Hendrik-Ido-Ambacht, Hardinxveld-Giessendam, Papendrecht, Sliedrecht und Zwijndrecht) bereit. Gemeinsam mit dem Economic Development Board (EDB) repräsentiert Deal Drecht Cities eine erfolgreiche und unternehmerisch aktive Region. Deal verfolgt eine aktive Wirtschaftsförderungspolitik und zieht neue Unternehmen im maritimen und intelligenten Industriesektor an. Bei der Akquise stehen die Bedürfnisse des Investors im Mittelpunkt und mit gezielter Wirtschaftsförderung rückt Deal Drecht Cities die Region (inter)national für die passende Zielgruppe ins Blickfeld. Das EDB beschäftigt sich mit der Entwicklung der Region auf lange Sicht. Deal Drecht Cities ist eine selbständige, vor allem vom (niederländischen) Staat finanzierte Stiftung, die 2014 gegründet wurde. Abgesehen von den sieben Drechtsteden haben sich auch der Hafenbetrieb Rotterdam und ROM-D bei Deal Drecht Cities angeschlossen.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam, v.l.n.r.: Danny Levenswaard, Direktor Breakbulk Hafenbetrieb Rotterdam, und Martin Bloem, Direktor Deal Drecht Cities.

 




Niedersachsens Seehäfen mit Mengenrückgang

Die neun niedersächsischen Seehäfen verzeichneten im ersten Halbjahr 2020 einen Umschlagsrückgang von 11 Prozent im Seeverkehr. Die Hafengruppe schlug insgesamt 24 Millionen Tonnen Güter um. Die Auswirkungen von Covid-19 spiegelten sich nicht im Umschlagsergebnis aller Hafenstandorte wider, Papenburg, Oldenburg und Stade weisen positive Entwicklung auf.

Innerhalb der niedersächsischen Seehafengruppe um Brake, Cuxhaven, Emden, Leer, Nordenham, Oldenburg, Papenburg, Stade und Wilhelmshaven sind im ersten Halbjahr 2020 mit rund 24 Millionen Tonnen im Seeverkehr 11 Prozent weniger Güter umgeschlagen worden als im Vergleichszeitraum 2019 (27 Millionen Tonnen).

Der Umschlag von Stückgütern belief sich dabei auf rund 2,95 Millionen Tonnen (3,47 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr 2019), was einem Rückgang von etwa 15 Prozent entspricht. In diesem Bereich kaum von Covid-19 betroffen waren Transporte der On- und Offshore-Energie. Beim Umschlag von festen Massengütern wurde mit einem Volumen von 6,06 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr 2020 ebenfalls ein Rückgang verbucht (- 25 Prozent / 8,11 Millionen Tonnen in 2019). Hierzu haben insbesondere geringere Mengen an Kohle und Baustoffen beigetragen. Während im Bereich der flüssigen Massengüter ein Zuwachs von 3 Prozent verzeichnet wurde (12,3 Millionen Tonnen in 2020 / 11,97 Millionen Tonnen in 2019). Der Umschlag von Kraftstoffen und Heizölen trug hier zum positiven Ergebnis bei. Der Neufahrzeugumschlag über die niedersächsischen Seehäfen liegt mit 557.491 Fahrzeugen rund 39 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres (917.910 Neufahrzeuge im ersten Halbjahr 2019).

Der Seehafen Brake verzeichnete im ersten Halbjahr 2020 mit 2,76 Millionen Tonnen einen Rückgang von 17 Prozent (3,34 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr 2019). Zurückzuführen ist dies unter anderem auf fehlende Getreideimporte.  Im Stückgutumschlag wurde mit über 1,10 Millionen Tonnen das Halbjahresergebnis aus 2019 (0,97 Millionen Tonnen) um 14 Prozent übertroffen. Hierzu haben vor allem gestiegene Volumen von Forstprodukten (Holz) beigetragen.

Cuxhaven kommt im ersten Halbjahr 2020 auf ein Umschlagsergebnis von rund 0,96 Millionen Tonnen im Seeverkehr, was einem Minus von 49 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht (1,89 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr 2019). Einen Rückgang gab es hier insbesondere beim Umschlag fester Massengüter. Mit 135.684 umgeschlagenen Fahrzeugen in der ersten Jahreshälfte 2020 liegt das Volumen im Neufahrzeugumschlag rund 33 Prozent unter dem Vorjahr (202.138 Fahrzeuge im ersten Halbjahr 2019).

Der Hafen Emden verzeichnete mit einem Seegüterumschlag von rund 1,76 Millionen Tonnen in der ersten Jahreshälfte einen Mengenrückgang von 23 Prozent (2,29 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr 2019). Positiv entwickelte sich der Umschlag fester Massengüter, hierbei vor allem von Eisenerzen. Der Neufahrzeugumschlag von 421.807 Fahrzeugen liegt mit 41 Prozent im ersten Halbjahr 2020 unter dem Niveau des Vergleichszeitraums (715.772 Fahrzeuge im ersten Halbjahr 2019).

Der Hafenstandort Leer hat die Auswirkungen der Corona-Pandemie bislang nur wenig zu spüren bekommen. Im ersten Halbjahr 2020 wurden rund 144.000 Tonnen Güter umgeschlagen (See- und Binnenverkehr kombiniert), im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 8 Prozent weniger (156.99 Tonnen Güter im See- und Binnenverkehr kombiniert). Der Rückgang ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass Baumärkte vorübergehend geschlossen waren und in diesem Zeitraum nicht beliefert werden mussten. Tatsächlich liefen weniger Schiffe als sonst in Leer ein, die mit Marmorkieseln und sonstigen Ziersteinen für Baumärkte beladen waren.

Der Seehafen Nordenham registriert für das erste Halbjahr 2020 einen Umschlagsrückgang von -16 Prozent auf 1,04 Millionen Tonnen (1,24 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr 2019). Positiv entwickelte sich der Umschlag im Bereich der Stückgüter, insbesondere der des Eisen-, Stahl- sowie Holzumschlages. In diesem Segment wurden innerhalb der ersten 6 Monate insgesamt 131.318 Tonnen Güter umgeschlagen, im ersten Halbjahr 2019 waren es noch 13.626 Tonnen.

Der Oldenburger Hafen verzeichnete in der ersten Jahreshälfte ein seewärtiges Umschlagsvolumen von 36.782 Tonnen (34.232 Tonnen im ersten Halbjahr 2019). Im Binnenschiffsverkehr wurden 521.080 Tonnen Güter im ersten Halbjahr 2020 umgeschlagen (502.006 Tonnen im ersten Halbjahr 2019). Insgesamt ergibt sich daher im kombinierten See- und Binnenverkehr ein Volumen von 557.862 Tonnen, was einem Plus von 4 Prozent entspricht (536.238 Tonnen Gesamtumschlag im ersten Halbjahr 2019). 

Papenburg kommt im ersten Halbjahr 2020 mit 415.274 Tonnen im Seegüterverkehr auf einen Zuwachs von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (385.739 Tonnen im ersten Halbjahr 2019). Der binnenseitige Umschlag im Papenburger Hafen verzeichnet einen Mengenrückgang von 29 Prozent (69.650 Tonnen im ersten Halbjahr 2020 / 98.655 Tonnen im ersten Halbjahr 2019).

Stade konnte mit 3,36 Millionen Tonnen und einem Plus von 11 Prozent ein stabiles Halbjahresergebnis im Seeverkehr vorweisen (Vorjahr 3,03 Millionen Tonnen). Positive Entwicklungen gibt es in Stade vor allem im Umschlag von festen Massengütern, in diesem Ladungssegment wurden im ersten Halbjahr knapp 2,17 Millionen Tonnen über die Kaikanten bewegt (+ 23 Prozent, 1,77 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr 2019).

Der Seehafen Wilhelmshaven erzielte mit einem Umschlagsvolumen von 13,72 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr ein Minus von 7 Prozent (14,82 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr 2019). Zuwächse wurden hier allein bei den flüssigen Massengütern generiert (+ 5 Prozent, 10,42 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr 2020; 9,92 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr 2019). Am Containerterminal Wilhelmshaven sind in der ersten Jahreshälfte 222.397 TEU (359.181 im ersten Halbjahr 2019) umgeschlagen worden.

„Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zeigt sich wieder einmal der große Vorteil einer breit und flexibel aufgestellten Universalhafengruppe, wie es die niedersächsischen Seehäfen sind. Das Gruppen-Umschlagsergebnis hätte noch deutlich negativer ausfallen können“, so André Heim, Geschäftsführer der Hafenmarketinggesellschaft Seaports of Niedersachsen GmbH.

Quelle und Foto: Seaports of Niedersachsen GmbH, Seehafen Stade mit 11 Prozent Umschlagsplus im ersten Halbjahr 2020




Zweiter Portalkran im Linzer Containerterminal

Im Beisein von Bürgermeister Klaus Luger, LINZ AG-Generaldirektor DI Erich Haider sowie Hafendirektor, Mag. Harald Kronsteiner erfolgte im Linzer Containerterminal die Aufrichtung eines  zweiten Containerportalkrans (RMG = rail mounted gantry crane). Im Zuge der Hauptmontagearbeiten wurden die beiden Hauptträger mit einer Gesamtlänge von jeweils 96,21 Metern auf die Stützen gehoben und miteinander verbunden.


Die LINZ AG LOGISTIK – bestehend aus dem Geschäftsbereich Hafen der LINZ SERVICE GmbH und der Österreichischen Donaulager GmbH hat sich in den vergangenen Jahren zu einer hochmodernen Logistikdrehscheibe entwickelt.

„Die Umschlagzahlen im Linzer Containerterminal liegen auf hohem Niveau und tragen zur guten wirtschaftlichen Entwicklung des Hafen Linz bei. Um die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern, bauen wir den Containerterminal derzeit umfangreich aus“, erklärt LINZ AG-Generaldirektor DI Erich Haider.

Um den Anforderungen und Bedürfnissen der verladenden Wirtschaft, der Reedereien sowie der Eisenbahnverkehrsunternehmen gerecht zu werden, hat sich der Hafen Linz schon vor Jahren zur bedarfsgerechten Expansion und Modernisierung entschlossen. So wurde mit der Errichtung und Inbetriebnahme eines neuen Portalkrans im Oktober 2014 der größte Portalkran Österreichs in Betrieb genommen und damit eine neue Epoche eingeleitet, die nunmehr eine Fortsetzung findet. Die neue, baugleiche Krananlage ist ein „Zweiträger-Containerportalkran“ mit Drehlaufkatze und Teleskopspreader (= Spezialgreifer für verschiedene Container-Größen, Wechselaufbauten sowie kranbare Sattelauflieger) der Fa. KÜNZ GmbH aus Hard in Vorarlberg. Mit einem Eigengewicht von 522 Tonnen, einer Breite von 31,11 Metern und einer Gesamthöhe von 36,35 Metern kann der neue Kran eine Gesamtnutzlast von insgesamt 41 Tonnen stemmen.

Die zweite Krananlage bringt für den Linzer Containerterminal mehrere Vorteile: So erfolgte die Verlängerung der bestehenden Kranbahn – die künftig vonbeiden Kränen benutzt wird – um rund 80 Meter auf nun insgesamt knapp über 600 Meter. Dadurch entsteht am Linzer Containerterminal eine zusätzliche Lagerfläche für rund 1.700 TEU (= Twenty-foot Equivalent Unit, internationale Bezeichnung für einen 20-Fuß-ISO-Container). Darüber hinaus bietet die Krananlage eine nominelle Leistungsfähigkeit von mindestens 25 Umschlägen pro Stunde im Containerbetrieb. Mit Inbetriebnahme der neuen Krananlage ist auch die Einsparung von zwei dieselbetriebenen Reachstackern (= Container-stapler) möglich. Das entspricht dem Umweltgedanken und der nachhaltigen Ausrichtung des LINZ AG – Konzerns. Zu guter Letzt dient der neue Kran auch zur Absicherung und zum Erhalt des laufenden Betriebes, sollte ein Portalkran ausfallen.

Die Anschaffung des neuen Krans ist eine wichtige Einzelmaßnahme im Zuge des Ausbaus des Containerterminals. Neben dem Ankauf des zweiten Krans erfolgt der Abriss von drei alten Hallen entlang der Industriezeile. Nach der Elektrifizierung des Verschiebebahnhofs Stadthafen ist auch die Elektrifizierung des Containerterminals vorgesehen. Damit erübrigen sich zeitraubende und kostenaufwändige Verschubleistungen mittels Diesellokomotiven, da elektrisch betriebene Streckenlokomotiven umweltfreundlich direkt bis zum Terminal fahren können.

„Mit den neuen Serviceleistungen kann sich der Linzer Containerterminal den Kunden gegenüber viel moderner und – insgesamt betrachtet – am Markt deutlich konkurrenzfähiger präsentieren“, meint Hafendirektor Mag. Harald Kronsteiner, MBA.

Der Ausbau des Containerterminals ist als Investition in die betriebliche Infrastruktur zu sehen und stellt eine Teiletappe von „Projekt Neuland“ dar, welches derzeit auf Hochtouren läuft. Mit dem „Projekt Neuland“ entwickelt sich das gesamte Hafenareal in den kommenden Jahren zu einem lebendigen, urbanen Treffpunkt von Öffentlichkeit, Freizeit, Gewerbe und Industrie. Das „Projekt Neuland“ wird übrigens von der EU im Rahmen der „Connecting Europe Facility (CEF)“ mit 20 Prozent gefördert. Mehr Informationen zum „Projekt Neuland“ sind im Internet unter www.hafenlinz-neuland.at zu finden. Co-financed by the Connecting Europe Facility oft he European Union.

Quelle: LINZ AG, Foto: LINZ AG/ Bayer, Bürgermeister Klaus Luger, LINZ AG-Generaldirektor Erich Haider, Hafendirektor Harald Kronsteiner und Containerterminal-Leiter Franz Frisch besuchen den Bauplatz des neuen Containerportalkrans im Hafen Linz.