Neue Generation von Containern für Hummer

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Die CMA CGM Group bringt AQUAVIVA auf den Markt, eine neue Generation von Containern, die den sicheren Transport lebender Hummer in ihrem natürlichen Lebensraum erlaubt.

Die Entwicklung dieser Weltneuheit basiert auf der Expertise der Reefer-Spezialisten von CMA CGM sowie auf der einzigartigen Technologie INNOPURE®, entwickelt von EMYG Environnement & Aquaculture.

Eine Weltneuheit für die Beförderung von lebenden Hummern unter optimalen Bedingungen
Bislang wurden Hummer entweder gefroren auf dem Seeweg oder lebendig per Luftfracht befördert. Mit dem neuen Aquaviva-Container können die Hummer nun auf dem Seeweg unter natürlichen Lebensbedingungen reisen. Diese Art des Transports stützt sich auf drei wesentliche Merkmale:

  • Replizieren der natürlichen Lebensbedingungen der Hummer
  • Gewährleistung der optimalen Wassertemperatur während des Transports, dank der umfassenden Reefer-Expertise von CMA CGM
  • Beibehalten der Wasserqualität und des Sauerstoffgehalts des Wassers, dank INNOPURE® und seiner natürlichen Filtersysteme

Die Hummer werden während des gesamten Transportprozesses in optimalen Bedingungen und in ihrem natürlichen Meerwasser befördert – vom Fang bis zur Ankunft bei Großhändlern oder Restaurants. Dies garantiert eine unvergleichliche Frische und Qualität, selbst bei längerer Konservierung.

Eine weltweite Innovation, die aus der Zusammenarbeit zwischen CMA CGM und EMYG Environnement & Aquaculture resultiert
Der Aquaviva-Container ist das Ergebnis vierjähriger Forschung und Entwicklung zwischen den CMA CGM Reefer-Teams und EmyG Environnement & Aquakultur, ein Spezialist der Wasseraufbereitung und Filtration. Diese globale Innovation bietet eine einzigartige Lösung für den Transport von lebenden Hummern. Erste Märkte werden Nordamerika und Europa sein. Die Zusammenarbeit wird weiter fortgesetzt und wird zukünftig auch den Seetransport anderer lebender Meerestiere ermöglichen.

CMA CGM ist die Referenz für den Transport von Kühlprodukten in Containern, was auf die einzigartige Expertise und das Netzwerk von Reefer-Experten in 85 Ländern zurückzuführen ist.

CMA CGM bietet maßgeschneiderte Transportlösungen mit wettbewerbsfähigen Transitzeiten für alle Arten von Gütern: Zitrusfrüchte, Meeresfrüchte, temperaturempfindliche Produkte…

Die CMA CGM Group stützt sich auf eine starke Flotte mit insgesamt 200.000 Reefer-Containern der neuesten Generation: leistungsstark, umweltfreundlich und dem maritimen und intermodalen Transport angepasst. Moderne Containertechnologien garantieren optimierte Temperaturen, kontrollierte Atmosphären und die Regulierung der Luftfeuchtigkeit.

Quelle und Foto: CMA CGM




Das bislang sauberste Schiff in Rotterdam

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Am 1. Juli 2015 besuchte die Island Condor „ruhig“ den Hafen von Rotterdam. Dieses Offshore-Bevorratungsschiff ist laut dem Environmental Ship Index zweifellos das sauberste Seeschiff, das in diesem Jahrhundert im Rotterdamer Hafen eintraf.

Der ESI ist ein Zertifikat, das seit dem 1. Januar 2011 auf Antrag der Schiffseigentümer von der World Port Climate Initiative erteilt wird. Der Index erteilt Auskunft über die Umweltleistung von Schiffen bezüglich der Emission luftverunreinigender Stoffe (NOx und SOx) und CO2. Schiffe, die beim Environmental Ship Index gut abschneiden, erhalten eine Prämie in Höhe von ca. 10 % der Hafengebühren. Seit dem 01.01.2015 wird der Rabatt verdoppelt, wenn die Schiffe zudem eine niedrige NOx-Emission aufweisen. Die Gewährung von Prämien für nachhaltige Schiffe passt zur Bestrebung des Hafenbetriebs, sich zum nachhaltigsten Hafen seiner Art zu entwickeln. Im vergangenen Jahr gewährte der Hafenbetrieb nahezu € 2 Mio. an Prämien für Schiffe, die gemäß dem Environmental Ship Index gute Ergebnisse zeigen.

Die Island Condor ist ein Plattformbevorratungsschiff, das 2014 gebaut wurde. Das Schiff ist Eigentum des Betreibers Island Offshore, eines Privatunternehmens für qualitativ hochwertige Lösungen für die Offshore-Ölindustrie. Island Offshore verfügt im Hinblick darauf über einen Bestand moderner, hochwertiger Wasserfahrzeuge für Arbeiten auf dem Wasser und unter Wasser.

Die Island Condor wurde so konzipiert und gebaut, dass der ökologische Fußabdruck auf ein Minimum beschränkt wird. Der Entwurf für den Rumpf – UT 776 CD – wurde 2008 eingeführt. Das Schiff wurde unter der Klassenbezeichnung DNV GL Clean Design gebaut bzw. es wurde so entworfen, dass es den Mindestanforderungen für den Ausstoß von Emissionen in die Luft und für Einleitungen ins Meer entspricht. Durch den Einsatz der SCR-Technologie wird die spezifische NOx-Emission um über 90 % reduziert.

„Die Besatzungen unserer Schiffe sind stolz darauf, dass sie umweltbewusst arbeiten. Seit 2008 haben wir eine CO2-Reduktion von über 30 % realisiert, und zwar als direktes Ergebnis der kraftstoffeinsparenden Initiativen unserer Besatzungsmitglieder. Island Offshore und insbesondere die Island Condor sind stolz auf die Ernennung zum „umweltfreundlichsten Schiff 2015“. Wir betrachten es als eine Bestätigung unserer fortwährenden Bemühungen um die Beschränkung des ökologischen Fußabdrucks“, so Håvard Ulstein, Managing Director von Island Offshore Management AS.

Quelle und Foto: Hafenbetrieb Rotterdam




Verkehrsfreigabe für Rugenberger Schleuse

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Die Hamburg Port Authority (HPA) hat heute die Rugenberger Schleuse nach rund dreijähriger Bauzeit und erfolgreichem Probebetrieb für den Verkehr freigegeben. Der Neubau ersetzt die alte Schleuse aus dem Jahr 1914.

Mit rund 22.000 Schleusungen pro Jahr ist die Rugenberger Schleuse, die den Rugenberger Hafen vom Köhlbrand trennt, stark frequentiert. Als Strömungsschleuse vermeidet sie, dass sich unerwünschte Sedimente ablagern. Zudem entlastet sie die Großverkehre auf der Elbe und auf dem Köhlbrand.

Die neuen Schleusenhäupter bestehen aus je einer Torträgerbrücke und je zwei Schiebetoren. Der Antrieb erfolgt elektromechanisch. Die nutzbare Schleusenkammerlänge beträgt 110 m. Die Breite von 18 m wurde beibehalten. Der Betrieb der Schleuse erfolgt fernbedient von der Ellerholzschleuse aus, kann aber auch vor Ort bedient werden.

Die Kosten von 32 Millionen Euro konnten im Rahmen des geplanten Budgets eingehalten werden.

Quelle und Foto: HPA Hamburg Port Authority




Neue Standards in Cargo Transport und Antrieb

Cargo Vessel Coastal Standard Copyright Coastal Transportation

MV Coastal Standard ist das neue Schiff der Coastal Transportation Flotte. Das Unternehmen mit Sitz in Seattle besitzt und betreibt eine Flotte von Cargo Schiffen, die zwischen Seattle und Häfen in West Alaska sowie den Aleuten verkehren.

Sie transportieren Cargo wie Baumaterialien, Fischereibedarf, Haushaltsgegenstände und Kühlfracht. In Dutch Harbor (Alaska) verfügt Coastal Transportation über effiziente Dock- und Kühllagerkapazitäten. Schnell können hier die Coastal Transportation Schiffe für den Transport nach Seattle beladen werden. Vom Coastal Terminal in Seattle wird die Fracht zu anderen Destinationen in Seattle, Nord Amerika oder weltweit per LKW oder Bahn transportiert. Für derartige Aufgaben sind schnelle und zuverlässige Schiffe unabdingbare Voraussetzung, die zudem auch über exzellente Manövrierfähigkeit in den verschiedenen Häfen Alaskas und der Aleuten verfügen müssen.

Das Credo von Coastal Transportation ist, sichere, zuverlässige und kostengünstige Services anzubieten. Höchste Integrität im Verhältnis zu den Kunden und Mitarbeitern gleichermaßen ist dabei oberstes Gebot.

Coastal Standard wurde auf der Dakota Creek Industries Werft in Anacortes, Washington, gebaut. Ziel war nach Informationen der Werft, die Cargo Kapazität zu erhöhen und die Bau- sowie Betriebskosten zu senken. Der 2200 DWT Frachter ist 73 Meter lang, verfügt über 9 Einzelkabinen für die Crew und eine Viererkabine für Gäste der Crew.

Das SCHOTTEL Propulsionssystem ist ein entscheidender Teil des Gesamtkonzepts. Der robuste SCHOTTEL Controllable Pitch Propeller Typ SCP 77/4-XG (2.300 kW) sorgt für eine hohe Freifahrtleistung sowie exzellente Manövrierfähigkeit und Bedienkomfort, denn hier ist unter anderem kein Wendegetriebe erforderlich – im Unterschied zu Lösungen mit konventioneller Wellenanlage. Die Neigung der Propellerflügel lässt sich variieren und somit den unterschiedlichen Einsatzbedingungen anpassen. Der SCP wird von zwei SCHOTTEL Pump Jets SPJ 85 RD (jeweils 360 kW) unterstützt. Die beiden SPJ sind vollwertige 360 Grad steuerbare Antriebe, die komplett in den Schiffsrumpf integriert sind. Pump Jets sind Haupt- und Hilfsantriebe sowie redundante take-home Antriebe in einem. Für die Kunden und Mitarbeiter von Coastal Transportation bedeutet das höchste Sicherheit und Zuverlässigkeit.

Die SCHOTTEL-Gruppe mit Hauptsitz in Spay am Rhein ist ein weltweit führender Hersteller von Antrieben und Steuerungen für Schiffe und Offshore-Anwendungen. 1921 in Spay gegründet, entwickelt und fertigt das Unternehmen seit rund 60 Jahren rundum steuerbare Antriebs- und Manövriersysteme, komplette Antriebsanlagen bis 30 MW Leistung sowie Steuerungen für Schiffe aller Art und Größe. Rund 100 Vertriebs- und Servicestandorte weltweit sorgen für Kundennähe.

Quelle und Foto: Schottel




Schwimmender Riese Teil der KlimaExpo.NRW

Gruppenfoto Übergabe_Evonik

Das Unternehmen Exomission Umwelttechnik hat das in Marl verkehrende Binnenschiff „TMS Rudolf Deymann“ mit einer Technik ausgestattet, die die Kraftstoffverbrennung im Motorraum verbessert. Die „Kraftstoff-Wasser-Emulsionstechnik“ senkt den Schadstoffausstoß und macht den Verbrennungsvorgang effizienter.

Für diese Leistung im Klimaschutz ist das Pilotprojekt nun Teil der KlimaExpo.NRW: Bei einer Schiffsführung übergab Dr. Heinrich Dornbusch, Vorsitzender Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW, die dazugehörige Urkunde und Plakette an die Geschäftsführer von Exomission Umwelttechnik.

Das Binnenschiff „TMS Rudolf Deymann“ stößt deutlich weniger klimaschädliche Abgase aus, als seine Gefährten. Möglich macht dies die „Kraftstoff-Wasser-Emulsionstechnik (KWE)“ des Unternehmens Exomission Umwelttechnik. Das Troisdorfer Unternehmen hat ein Verfahren entwickelt, das die Kraftstoffverbrennung im Motorraum verbessert und dadurch die Schadstoffbildung direkt an der Quelle vermindert. Die KWE sorgt nicht nur dafür, dass weniger Klima- und Luftschadstoffe entstehen. Sie spart auch Sprit, weil der gesamte Verbrennungsvorgang effizienter wird.

In einem Pilotprojekt hat Exomission Umwelttechnik die „TMS Rudolf Deymann“ mit der Technik ausgestattet. Der schwimmende Riese dreht im Auftrag von Evonik Industries seine Runden – zwischen Marl und Rotterdam. Für dieses Engagement im Klimaschutz hat die KlimaExpo.NRW das Unternehmen in ihre dezentrale Leistungsschau aufgenommen. Zu diesem Anlass übergab Dr. Heinrich Dornbusch, Vorsitzender Geschäftsführer der Landesinitiative, heute im Beisein von Bürgermeister Werner Arndt und Prof. Dr. Walter Tötsch, Standortleiter Chemiepark Marl, Urkunde und Plakette zur Qualifizierung an die beiden Geschäftsführer von Exomission Umwelttechnik: Uwe Israel und Stefan Fischer.

Bei einer Führung über das Schiff nahm Dr. Heinrich Dornbusch den Unternehmern dabei die Schuhabdrücke ab – als symbolische Untermalung dieses 35. von 1.000 „Schritten in die Zukunft“, die die KlimaExpo.NRW bis zum Jahr 2022 aufzeigt: „Die Kraftstoff-Wasser-Emulsionstechnik hat nicht nur das Potenzial, viele Dieselmotoren klimafreundlicher und effizienter zu machen“, erklärte der KlimaExpo.NRW-Geschäftsführer. „Auch die Anwohner entlang der Binnengewässer freuen sich über bessere Umgebungsluft.“

Uwe Israel freute sich über die Aufnahme in die KlimaExpo.NRW: „Mit der KWE-Technologie gibt es erstmals eine Technologie mit der Emissionen, Treibhausgase und Betriebskosten parallel reduziert werden können. Abgasminderungstechnik die sich für alle Seiten rechnet.“

Das Projekt ist ein wichtiger und vorbildlicher Beitrag zu aktivem Klimaschutz“, lobte Marls Bürgermeister Werner Arndt das neu entwickelte Verfahren. Der Chemiepark Marl sei eine erstklassige Adresse für dieses Konzept, „von dem auch die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt profitieren“.

Für Prof. Walter Tötsch ist die Binnenschifffahrt ein Weg von vielen, mit dem Chemieparks einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können: „Über vier Millionen Tonnen Produkte starten jedes Jahr  vom Chemiepark Marl aus ihren Weg in die ganze Welt. Dabei kombinieren wir die Transportwege Wasser, Schiene und Straße so effizient wie möglich. Umweltaspekte haben für uns einen hohen Stellenwert. Sie spielen auch bei der Auswahl unserer Logistikpartner eine wichtige Rolle. Seit die TMS Rudolf Deymann mit der neuen Kraftstoff-Wasser-Emulsionstechnik ausgerüstet ist, werden unsere Produkte noch klimaschonender transportiert.“

Die KWE sorgt – direkt vor dem Einspritzvorgang – dafür, dass der Diesel mit Wasser auf makromolekularer Ebene vermischt wird (=Emulsion). Das Wasser verdampft explosionsartig, zerreißt den Kraftstoff in viele kleine Tröpfchen und macht das Gemisch noch homogener. Das Wasser senkt dabei die Verbrennungsspitzentemperatur und mindert so die Bildung klimaschädlicher Stickoxide. Der thermische Wirkungsgrad steigt, die Rußbildung sinkt. Exomission Umwelttechnik hat beispielhaft errechnet, dass die KWE bei einem durchschnittlichen Binnenschiff (1.300 KW Leistung, 4.000 Betriebsstunden pro Jahr) rund 1.000 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr einsparen kann.

Die KWE hat das Potenzial, viele Dieselmotoren  klimafreundlicher zu machen: Fast alle Dieselmotoren können nachgerüstet werden. Auch auf stationäre Blockheizkraftwerke oder Diesel-Schienenfahrzeuge ist die Technologie übertragbar. Neben dem Klima und den Betreibern profitieren nicht zuletzt die Bürger von der Technik: Anwohner stark befahrener Strecken freuen sich über eine bessere Umgebungsluft. Keine schlechte Aussicht für alle, die nahe Europas größtem Binnenhafen in Duisburg oder dem größten europäischen Kanalknotenpunkt in Datteln wohnen.

Die KlimaExpo.NRW ist eine ressortübergreifende Initiative der NRW-Landesregierung. Um Energiewende, Klimaschutz und die notwendige Anpassung an die Folgen des Klimawandels als Schubkräfte einer nachhaltigen Entwicklung für Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar zu machen, hat die Landesregierung die KlimaExpo.NRW ins Leben gerufen. Ziel der Landesgesellschaft ist es, erfolgreiche Projekte in innovativen Formaten einem breiten Publikum bis hin zur internationalen Ebene zu präsentieren und zusätzliches Engagement für den Klimaschutz zu initiieren. Die KlimaExpo.NRW zeigt 1.000 Schritte in die Zukunft auf. Die Schritte sind gleichermaßen Roadmap und Erfolge, Kommunikationsanlässe und Aktivitäten – aber vor allem eines: Die Aufforderung zum Mitmachen. Die Schritte strukturieren die Aktivitäten der KlimaExpo.NRW und damit den Prozess, das technologische und wirtschaftliche Potenzial Nordrhein-Westfalens im Klimaschutz zu präsentieren. Die KlimaExpo.NRW ist zugleich Leistungsschau und Ideenlabor für den Standort NRW und das nicht nur an einem Ort und an einem Tag, sondern landesweit und das bis 2022.

Quelle: Exomission Foto: Evonik




SCHOTTEL HYDRO verkauft 16 Turbinen

SCHOTTEL Hydro SIT 250

Innerhalb der nächsten zwei Jahre liefert SCHOTTEL HYDRO 16 SCHOTTEL Instream Turbinen (SIT) mit einer Kapazität von je 62 kW an Sustainable Marine Energy (SME). Das britische Unternehmen unterzeichnete einen Langzeitvertrag mit dem European Marine Energy Centre (EMEC) und baut nun einen Plattformpark vor der Küste der Orkney Inseln in Schottland auf.

Nach erfolgreichen Seetests im Solent im Sommer 2015 zieht die erste PLAT-O Plattform mit zwei SIT Turbinen 2016 in das EMEC Gebiet um. Die nächste PLAT-O Generation wird allerdings deutlich größer sein und Platz für vier Turbinen bieten. Vier Plattformen der neuen Generation installiert SME von 2016 bis 2017. Der installierte Leistung des Plattformparks beträgt 1 MW und dieser wird direkt in das schottische Stromnetz eingespeist.

Dass sie sich perfekt ergänzen, haben SIT und PLAT-O bereits bei ausgiebigen Seetests vor der Isle of Wight bewiesen. Sowohl Turbinen als auch Plattform sind durch ihr Design und ihre Konstruktion besonders leicht, robust und einfach gehalten. Gemeinsam bieten sie eine effiziente und optimal auf einander abgestimmte Lösung der Energiegewinnung.

PLAT-O reduziert die Kosten der Gezeitenenergiegewinnung umfassend: Die Plattform schwimmt unter der Wasseroberfläche und kann flexibel in der Wassersäule dort positioniert werden, wo die stärkste Strömung herrscht. An der Wasseroberfläche ist die Plattform abgesehen von einer Markierungsboje nicht sichtbar und Schiffe können problemlos über ihr kreuzen. Eine ebenfalls von SME entwickelte, maßgeschneiderte Verankerungslösung befestigt die schwimmende Plattform auf dem Meeresboden.

Insgesamt 16 Turbinen bestücken den PLAT-O Plattformpark zukünftig. Bei der Konstruktion der neuen Turbinengeneration verzichtet SCHOTTEL HYDRO bewusst auf komplexe Subsysteme. So stellt das Unternehmen sicher, dass die Turbinen möglichst leicht, solide und wartungsfreundlich sind. Die Leeläufer haben einen Rotordurchmesser von vier Metern und richten sich selbstständig mit der Strömung aus. Außerdem kommen hydrodynamisch optimierte Rotorblätter aus Faserverbundwerkstoffen zum Einsatz, die sich den Strömungsverhältnissen flexibel anpassen. Der standardisierte Antriebsstrang der SIT ist mit einem zweistufigen Planetengetriebe und Asynchrongenerator sowie einer mechanischen Bremse ausgestattet.

Zum Lieferumfang von SCHOTTEL HYDRO zählen neben den Turbinen auch die Leistungselektronik sowie die elektronischen Schnittstellen zwischen Turbinen und Plattform. „Mit unserem System bieten wir SME eine durchdachte „plug and play“ Lösung für ihre PLAT-O Systeme. Wir sind stolz darauf, an diesem Projekt mit 16 verkauften Turbinen beteiligt zu sein. Wir freuen uns schon darauf, in den kommenden Jahren noch viele weitere SIT an SME zu verkaufen”, sagt Niels A. Lange, Geschäftsführer von SCHOTTEL HYDRO.

Die Zusammenarbeit zwischen SME und SCHOTTEL HYDRO zeigt, dass Gezeitenenergie kosteneffizient genutzt werden kann. „Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit SCHOTTEL HYDRO ein integriertes System zur Gewinnung von Tidenenergie auf den Markt zu bringen. Dieser Turbinenpark, weltweit der Erste seiner Art, beweist, dass Gezeitenenergiekraftwerke mit verhältnismäßig geringem Kostenaufwand und auf lange Sicht profitabel betrieben werden können“. erklärt Jason Hayman, Geschäftsführer von SME. „Dank der integrierten Systemlösung von SME und SCHOTTEL HYDRO ist die kommerziell rentable Gewinnung von Gezeitenenergie nun möglich!“

Quelle und Foto: SCHOTTET HYDRO

 




Neuer Auftrag für Peilschiff für SCHOTTEL

Visurgis Copyright WSA

Um den Schiffsverkehr auf deutschen Gewässern sicherzustellen, setzen die Wasser- und Schifffahrtsämter des Bundes (WSA) Flächenpeilschiffe für flächenhafte Echolotmessungen ein. So werden eventuelle Gefahren für die Schiffe aufgespürt und beseitigt. Sie prüfen z.B. den Zustand des Gewässerbetts und veranlassen bei mangelnder Tiefe eine Ausbaggerung.

Beim WSA Minden befindet sich seit 2010 das Peilschiff Visurgis im Einsatz auf den Bundeswasserstraßen Weser, Elbe-Seitenkanal und Mittellandkanal angetrieben von einem SCHOTTEL NAV 110 mit 182 kW Eingangsleistung.

Für den östlichen Bereich der Bundesrepublik steht nun ein Neubau an für den Einsatz auf der Elbe bis Lauenburg und die Berliner Gewässer Havel und Spree. Erneut fiel dabei die Wahl auf den SCHOTTEL Antrieb Typ NAV. Gerrit Claußen von der Fachstelle Maschinenwesen Mitte beim Wasser- und Schifffahrtsamt Minden begründet die Entscheidung: “Wir sind mit der Visurgis zu 100 Prozent zufrieden. Sie fährt bestens, man kann von einem Dahingleiten sprechen“. Das neue Schiff wird, seinen Aufgaben entsprechend, jedoch etwas anders. Für die Berliner Brücken ist ein flacheres Schiff erforderlich, das bedarfsweise auch noch mit Ballast abgesenkt wird. Der Ruderpropeller ist zudem höhenverstellbar entsprechend dem Tiefgang. Außerdem wird der Neubau etwas länger. Der Einsatz auf dem großen Strom Elbe macht darüber hinaus eine stärkere Motorisierung mit dem SCHOTTEL NAV 170 (279 kW) sinnvoll.

Der SCHOTTEL NAV ist eine komplette Antriebseinheit bestehend aus einem Motor und einem SCHOTTEL Ruderpropeller (SRP). Diese kompakte und autarke Antriebseinheit verleiht dem Schiff den Schub und exzellente Manövrierfähigkeit. Der NAV ist leicht auf nahezu jedem Wasserfahrzeug zu montieren und durch Türen in der Haube einfach zu warten. Der Ruderpropeller verfügt über eine Ausschwenkvorrichtung und lässt sich dadurch problemlos aus dem Wasser heben.

Die SCHOTTEL-Gruppe mit Hauptsitz in Spay am Rhein ist ein weltweit führender Hersteller von Antrieben und Steuerungen für Schiffe und Offshore-Anwendungen. 1921 in Spay gegründet, entwickelt und fertigt das Unternehmen seit rund 60 Jahren rundum steuerbare Antriebs- und Manövriersysteme, komplette Antriebsanlagen bis 30 MW Leistung sowie Steuerungen für Schiffe aller Art und Größe. Rund 100 Vertriebs- und Servicestandorte weltweit sorgen für Kundennähe.

 Quelle: SCHOTTEL, Foto (WSV): Peilschiff Visurgis des WSA Minden




Neue Technologie für saubere Luft im Hafen

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Ein wichtiges Ziel des Hamburger Senats ist es, die Schiffsemissionen während der Liegezeit im Hamburger Hafen deutlich zu senken. Die Nutzung von LNG ist eine Möglichkeit, um Schiffe mit umweltfreundlichem Strom zu versorgen.

Ein richtungsweisendes Pilotprojekt greift diese Idee auf und soll nun in der Praxis im Hafen erprobt werden. Containerschiffe sollen künftig während ihrer Liegezeit mit Strom aus LNG-betriebenen Generatoren versorgt werden. Der Generator befindet sich dabei in einem Spezialcontainer (sog. LNG PowerPac®), der nach dem Festmachen des Containerschiffs an Bord abgesetzt wird und das Bordnetz mit Energie versorgt. So lassen sich die Emissionen gegenüber dem Betrieb der schiffseigenen Hilfsdiesel entscheidend reduzieren. Senator Horch: „Es freut uns sehr, dass mit dem LNG PowerPac® nun ein weiteres Pilotprojekt erstmalig im Hamburger Hafen zum Einsatz kommen wird, mit dem eine Emissionsreduzierung bei Containerschiffen, die den größten Anteil der Schiffsanläufe im Hafen ausmachen, erreicht werden soll. Mit den hier ansässigen Reedereien und Terminalbetreibern bietet Hamburg die besten Voraussetzungen, um das Projekt erfolgreich umzusetzen.“

Das LNG PowerPac® wurde vom Hamburger Unternehmen Becker Marine Systems entwickelt und soll im Rahmen eines Pilotvorhabens weltweit erstmalig noch in 2016 im Hamburger Hafen zum Einsatz kommen. Nach der ebenfalls von Becker Marine Systems entwickelten LNG Hybrid Barge, die Kreuzfahrtschiffe während ihrer Liegezeit am Cruise Center HafenCity mit Energie versorgt, ist es dem Unternehmen mit dem LNG PowerPac® nun gelungen, ein weiteres innovatives  Energieversorgungssystem für die Schifffahrt zu schaffen. Der Bund hat für das Projekt Fördermittel in siebenstelliger Höhe im Rahmen der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung bewilligt.

Quelle: Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Hamburg, Foto: © Becker Marine Systems




„Fieldlab“ mit 3D-Metalldruckern

Rotterdam 11 februari 2016. RDM 3D experience. Foto Ries van Wendel de Joode/HBR

Im Hafen von Rotterdam wird ein eigenes „Fieldlab Additive Manufacturing“ mit 3D-Metalldruckern installiert. Bei RDM Rotterdam werden Metalldrucker und ein Zentrum für die Wissensentwicklung in den Bereichen Metalldruck, 3D-Scannen, 3D-Entwurf und Zertifizierung aufgebaut.

Das Fieldlab bietet Unternehmen mit Bezug zum Hafen einen gemeinsamen Ort zur Beschleunigung von Entwicklungen in diesem Bereich und zur gemeinsamen Arbeit an Anwendungen für die (maritime) Industrie. Das Fieldlab wird im Innovation Dock bei RDM Rotterdam installiert, dem Ort für Innovationen im Rotterdamer Hafengebiet, wo Unternehmen, Forscher und Studenten an der Gestaltung der neuen Fertigungsindustrie zusammenarbeiten.

Der Hafenbetrieb Rotterdam hat die Initiative zur Aufstellung des Fieldlabs ergriffen. InnovationQuarter und RDM Makerspace sind wichtige Partner in der Entwicklung des Fieldlabs. Vergangenes Jahr haben diese drei Organisationen gemeinsam ein Pilotprojekt für den 3D-Druck von Ersatzteilen für die maritime Industrie ins Leben gerufen.

Allard Castelein, Generaldirektor des Hafenbetriebs, gibt die Einführung des Fieldlabs auf der 3D Printing Conference bekannt, die heute – am Donnerstagdem 11. Februar 2016 – bei RDM Rotterdam stattfindet. Castelein ist der Meinung, dass ein Fieldlab hier angebracht ist: „3D-Druck ist vielversprechend, aber auch komplex. Die Entwicklungen verlaufen in rasantem Tempo. Es gibt nur wenige Unternehmen mit genügend Erfahrung und Mitteln, selbst 3D-Metalldruck auszuprobieren. Daher ergreifen wir die Initiative zum Aufbau eines Fieldlabs, an dem sich Unternehmen und Wissensinstitute beteiligen können. In der 2. Jahreshälfte sollten wir hier den ersten 3D-Metalldrucker in Betrieb nehmen. Das Fieldlab ist eine logische Folge des im vergangenen Jahr initiierten Projekts zur Fertigung von Schiffsersatzteilen mit 3D-Drucktechniken. In Rotterdam ist man bestrebt, als weltweit durchdachtester Hafen zu fungieren und bei Innovationen dieser Art eine Vorreiterstellung einzunehmen. Das ist für die Wirtschaft und für das Arbeitsplatzangebot vorteilhaft.”

Smart Industry hat dem Projekt den Status eines Fieldlabs zuerkannt. Smart Industry ist eine Arbeitsgemeinschaft des niederländischen Wirtschaftsministeriums, von VNO NCW, FME, TNO, der niederländischen Handelskammern (KvK) und ICT Nederland. Die Zielsetzung liegt in einer höheren Wettbewerbsfähigkeit der Industrie durch eine schnellere und bessere Nutzung der Möglichkeiten der Informations-und Kommunikationstechnologie. In den Niederlanden gibt es nun elf Fieldlabs.

Die Investition in das Rotterdamer Fieldlab beträgt einige Millionen Euro. Ein moderner 3D-Metalldrucker kostet ca. € 1 Mio. Wie groß das Fieldlab wird, hängt von der Mitwirkung seitens Unternehmen und Einrichtungen ab. Derzeit haben bereits etwa 15 Unternehmen eine Absichtserklärung zur Teilnahme am Fieldlab geschlossen. Es soll in der zweiten Jahreshälfte operationell sein. Wenn das Fieldlab in einigen Jahren selbstständig ist oder 3D-Metalldruck eine allgemein angewandte Technik ist, möchte der Hafenbetrieb hier wieder aussteigen.

Vergangenes Jahr haben InnovationQuarter, RDM Makerspace und der Hafenbetrieb Rotterdam ein Pilotprojekt für den 3D-Druck von Ersatzteilen für die maritime Industrie ins Leben gerufen. Dabei wurde umfangreiche Erfahrung gesammelt und erwies sich der 3D-Druck als Technologie mit großem Potenzial für die Rotterdamer Wirtschaft. An dem Pilotprojekt beteiligten sich 28 Unternehmen und Instanzen, darunter Unternehmen wie Keppel Verolme, Marin, Heerema, Huisman und Fokker.

Eine Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern gehört zum Konzept des Hafenbetriebs zur Einführung von Innovationen im Rotterdamer Hafen. In diversen Projekten wie iTanks, Innovation Dock, PortXL und SmartPort arbeitet der Hafenbetrieb mit Partnern wie der TU Delft, Hogeschool Rotterdam, Erasmus Universität Rotterdam, Deltalinqs, EY, Cambridge Innovation Center, Rotterdam Partners, Philips Innovation Award und der Gemeinde Rotterdam zusammen.

Quelle: Port of Rotterdam Authority, Foto: Ries van Wendel de Joode/HBR




Hamburg im Norden bei EU-Programmen führend

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Mit aktuell 21 genehmigten Projekten im Interreg-Programm der Europäischen Union ist Hamburg im Norden führend. Auch in der neuen Förderrunde kann Hamburg eine Rekordbeteiligung an EU-Förderprogrammen für die Nord- und Ostsee melden. 21 Interreg-Projekte gehen an den Start und bringen bereits in der ersten Förderrunde rund 6,6 Millionen Euro europäischer Fördermittel in die Hansestadt.

Zu diesem guten Ergebnis sagt der Europabeauftragte des Senats, Staatsrat Wolfgang Schmidt: „Hamburg gestaltet Europa mit. Es ist gut, dass so viele öffentliche und private Akteure aus unserer Stadt die europäischen Förderprogramme nutzen. Diese Interreg-Programme fördern den fachlichen Austausch und die Zusammenarbeit der Regionen im Ostsee- und Nordseeraum. Sie stärken Hamburgs Position im Herzen Europas. Wir verfügen inzwischen über ein starkes Netzwerk aus mehreren hundert europäischen Partnern.“

Rund 30 Hamburger Institutionen und Unternehmen starten 2016 nach der ersten Ausschreibung der neuen Förderperiode (2014-2020) ihre Arbeit in europäischen Kooperationsprojekten. Sie erhalten für ihre Arbeit in den nächsten drei Jahren Fördermittel in Höhe von insgesamt 6,6 Millionen Euro.

Die Projekte Baltic Science Network, NorthSEE und EMMA aus der aktuellen Förderperiode zeigen beispielhaft das hohe Potenzial für Kooperationen im Nord- und Ostseeraum.

Der Ostseeraum ist einer der führenden Hochschul- und Forschungsstandorte weltweit. Es fehlt aber an einer ausreichenden Vernetzung der Schlüsselakteure in der Region und an einem gemeinsamen institutionellen Rahmen. Das Projekt Baltic Science Network wird daher ein Netzwerk aus zwanzig Ministerien für Wissenschaft und Forschung sowie Hochschul- und Forschungsverbünden und unter Einbeziehung der EU-Kommission und des Ostseerates etablieren. Dadurch soll die strategische Kooperation in ausgewählten Forschungsbereichen grenzüberschreitend ausgebaut werden. Außerdem soll die Mobilität von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Studierenden im Ostseeraum gefördert und eine koordinierte Lobbyarbeit in Brüssel ermöglicht werden.

Unter der Federführung der Hamburger Wissenschaftsbehörde wird das Netzwerk von Deutschland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Dänemark, Schweden, Finnland und Russland gemeinsam getragen.

In den letzten 10 Jahren ist es auf dem Meer voller geworden. Zu Fischerei, Schifffahrt, Öl und Gas sind Windparks hinzugekommen. Dies führt zu Konflikten der Nutzer untereinander und mit dem Naturschutz. Alle Nordseestaaten – unterstützt von der Europäischen Union – versuchen, diese Konflikte mit einer umfassenden Raumplanung zu entschärfen und das Meer optimal und naturverträglich zu nutzen.

Dr. Kai Trümpler, Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie: „NorthSEE und das Schwesterprojekt Baltic LINes für die Ostsee bilden eine ideale Plattform, um die länderübergreifende Raumplanung auf dem Meer voranzubringen. So können wir Konflikte früh auf Arbeitsebene besprechen und idealerweise ausräumen.“

Das Projekt NorthSEE hilft dabei, dass diese Pläne zueinander passen. Niemand möchte, dass beispielsweise eine Schifffahrtsroute plötzlich in einem Windpark endet. Auch bei anderer grenzübergreifender, großräumiger Infrastruktur, etwa bei Kabeln und Pipelines, und grenznahen Naturschutzgebieten ist eine Zusammenarbeit wichtig. NorthSEE und Baltic LINes bringen einen Großteil der relevanten Behörden, Universitäten und Planer zusammen, um auf eine schlüssige und widerspruchsfreie Planung hinzuarbeiten.

Ende 2015 wurde das Binnenschifffahrtsprojekt „EMMA“ durch das sog. INTERREG V B Ostseeprogramm genehmigt. Hafen Hamburg Marketing e.V. und 20 Projektpartner aus der Ostseeregion werden sich in den nächsten drei Jahren für die Stärkung der Binnenschifffahrt in Deutschland und Europa einsetzen und die Verlagerung von Gütern auf diesen Verkehrsträger fördern.

Stefan Breitenbach, Leiter Projektentwicklung – Hafen Hamburg Marketing e.V.: „Vor dem Hintergrund steigender Transportmengen und der klimapolitischen Ziele in Europa bedarf es eines Umdenkens in Bezug auf Transportwege und -träger. Die Binnenschifffahrt kann einen wertvollen Beitrag zur Verkehrsverlagerung leisten, steht aber immer noch hinter ihren Möglichkeiten zurück. Wirtschaftliche und umweltverträgliche Verkehre sind in der Binnenschifffahrt möglich, wenn Akteure aus Politik, Wirtschaft und Interessensvertretungen gemeinsam verstärkt hierfür eintreten und diese aktiv fördern!“

Schwerpunkte des Projektes sind die Identifikation von Verlagerungspotentialen sowie die Analyse und der Aufbau von wirtschaftlichen und konkurrenzfähigen Transportlösungen unter Einbeziehung des Binnenschiffs. Umsetzungsmaßnahmen innerhalb der Projektes sind unter anderem ein digital gestütztes Flottenmanagement für Binnenschifffahrtsreedereien, der Aufbau neuer Liniendienste in der Ostseeregion und ein digitales Informationssystem zur europäischen Binnenschifffahrt.

Interreg steht für die „europäische territoriale Zusammenarbeit“ und ist Teil der Struktur- und Investitionspolitik der Europäischen Union. Gefördert wird die europaweite Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Institutionen, Hochschulen und Unternehmen. Damit soll Europa als nachhaltiger, umweltfreundlicher und innovativer Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort gestärkt werden. Die Themenvielfalt der genehmigten Projekte ist breit: Vom Austausch zu Hochwasserschutz, umweltfreundlichen Kreuzfahrthäfen, Möbeldesign für Senioren bis zur Nachwuchsausbildung für die Film- und Videoindustrie. Die Projekte dienen als europäische Lernplattformen, denn pro Projekt tauschen sich rund ein Dutzend Partner zu ihren Erfahrungen und Ansätzen im jeweiligen Themenfeld aus. Ziel ist es, die bisherigen Initiativen und Strategien der Regionen zu vergleichen, diese zu verbessern und gemeinsam in Pilotvorhaben neue Ansätze umzusetzen.

Die Ausstattung der Programme wird wie der gesamte EU-Haushalt im Abstand von sieben Jahren neu verhandelt – die letzte Förderperiode, die 2014 zu Ende ging, war ein voller Erfolg für Hamburgs internationale Vernetzung. Knapp 100 Hamburger Institutionen beteiligten sich im Verlauf der mehrjährigen Förderperiode allein an Interreg-Projekten, um in den Bereichen Innovation, Umwelt und Verkehr mit europäischen Partnern innovative Lösungen zu entwickeln. Während der letzten 15 Jahre brachten allein die bewilligten Interreg-Projekte insgesamt 30 Millionen Euro europäischer Fördermittel nach Hamburg.

Die aktuellen Interreg-Förderprogramme stehen nun am Beginn ihrer siebenjährigen Laufzeit und bieten Hamburger Institutionen, aber auch kleinen und mittelständischen Unternehmen, in den nächsten Jahren die Möglichkeit, sich im Nord- und Ostseeraum weiter zu vernetzen und an Projekten zu beteiligen. Eine Koordinierungsstelle in der Senatskanzlei unterstützt und berät Hamburger Partner hierbei aktiv. Weitere Informationen finden Sie hier: www.interreg-nordsee.de und http://www.interreg-baltic.eu/

Quelle: Senat der Hansestadt Hamburg, Foto:   © HHM/S. Werner