Rotterdam: Aktion gegen Kunststoffkörner

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Mehrere Unternehmen aus der kunststoffproduzierenden Industrie haben in Zusammenarbeit mit dem Havenbedrijf Rotterdam N.V., Ducor Petrochemicals BV, PlasticsEurope Nederland, DCMR Milieudienst Rijnmond und Rijkswaterstaat eine besondere Kooperation ins Leben gerufen: die „Taskforce Clean Sweep Rotterdam”. Die Zielsetzung der Taskforce Clean Sweep Rotterdam ist die Bekämpfung der Verschmutzung durch Kunststoffkörner, -pulver und -flocken im Rotterdamer Hafen.

Die Zusammenarbeit ist die Fortsetzung einer Konferenz, die im vergangenen September zu diesem Thema abgehalten wurde. Die Taskforce bekennt sich zur Operation Clean Sweep® (OCS), einem Zusammenschluss von Kunststoffherstellern zur Bekämpfung von Körnerverlusten.

Anlass für die Konferenz im September war die Publizität, die die Umweltorganisation Plastic Soup Foundation nach der Entdeckung von Plastikkörnern im Wasser und am Ufer im Rotterdamer Hafen suchte. Ann Geens, Standortleiterin des Herstellers Ducor und Vorsitzende der Taskforce, erkennt das Problem an. „Ich muss ehrlich zugeben, dass uns die Augen geöffnet worden sind. Im Rotterdamer Hafengebiet finden sich zu viele lose Pellets (Körner) auf Kais, in Industriegebieten und auch im Wasser. Ducor geht dieses Problem jetzt an, aber es versteht sich von selbst, dass dies in einem viel breiteren Rahmen geschehen muss. Ich bin daher sehr froh, dass wir so viele Akteure aus der ganzen Kette zusammenbringen konnten. Nur gemeinsam sind wir in der Lage, dieses Problem zu lösen.“

Der vollständige Name der Taskforce lautet Taskforce Clean Sweep Rotterdam, dies nach dem Programm Operation Clean Sweep® von PlasticsEurope, der Branchenorganisation der kunststofferzeugenden Industrie. Dieser Zusammenschluss erfreut sich in der Branche breiter Unterstützung, und die Unterzeichner streben nach Nullemissionen von Kunststoffkörnern, -pulver und -flocken. Die Plattform ist offen für alle Organisationen und Unternehmen aus der Kunststoffindustrie, die bereit sind, die OCS-Zusage zu unterzeichnen. Ann Geens: „Mit der Taskforce Rotterdam stehen wir vollständig hinter dem OCS-Programm. Neben der Bewusstseinsbildung werden auch praktische Hilfsmittel zur Bewältigung des Problems bereitgestellt. Zum Beispiel durch die Verbesserung des Arbeitsortes, jedoch ebenfalls durch die Straffung von Abläufen, die Bewusstseinsbildung und Schulung der Mitarbeiter*innen. Immer mehr Unterzeichner des OCS treten hinzu, wie kürzlich der Hafenbetrieb Rotterdam, der als neutrale Plattform im Hafen von Rotterdam die Bedeutung des Programms unterstützt.

Ziel ist es, dass sich möglichst viele Unternehmen und Organisationen der gesamten Kette der Task Force anschließen. Eine ähnliche Task Force ist im Hafen von Antwerpen aktiv. Unternehmen, Transporteure, staatliche Stellen und Umweltorganisationen arbeiten gemeinsam daran, die Verschmutzung durch Kunststoffe zu reduzieren. Die Taskforce Rotterdam verfügt über eine Kerngruppe, die sich zusammensetzt aus: Havenbedrijf Rotterdam N.V., PlasticsEurope Nederland, Ducor Petrochemicals BV, DCMR, Deltalinqs, LyondellBasell, Shin-Etsu; Rijkswaterstaat, Huntsman und Rotterdam Polymer Hub.

Die Kerngruppe hat die ersten – digitalen- Treffen veranstaltet und arbeitet an Themen wie Bewusstseinsbildung, Aufrechterhaltung, historische Verschmutzung und Beseitigung. In verschiedenen Arbeitsgruppen werden in den kommenden Monaten Aktionspläne im Rahmen dieser Themen geschmiedet.

Quelle und Foto: Port of Rotterdam

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